AvJS Personal auf Zeit GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Arbeitskräften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Melanie Schiffelholz seit 30.1.2023 | Prokura |
Michael Blank seit 30.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
J***** S*********** | 10.70% |
| Name | Anteil |
|---|---|
BAS ReNova GmbH | 89.30% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 75.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AvJS Beteiligungsgesellschaft mbHAsbach-BäumenheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell Der AvJS-Konzern ist ein in Deutschland tätiges Dienstleistungsunternehmen mit starker Konzentration auf die Überlassung von Arbeitskräften (Arbeitnehmerüberlassung), insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Weitere angebotene Leistungen sind die Übernahme organisatorischer Aufgaben im Umfeld der Zeitarbeit unter anderem das Master-Vendor und OnSite-Management sowie der Personalvermittlung. Die Märkte (Absatz- und Arbeitsmarkt) für unsere Leistungen befinden sich unverändert primär in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen. In den Konzernabschluss des Mutterunternehmens AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim, (kurz: AvJS BG) sind die vollkonsolidierten Tochterunternehmen AvJS Personal auf Zeit GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AvJS), die Sauter Personaldienste GmbH, Ravensburg (kurz: Sauter) die AvJS OnSite GmbH, Asbach- Bäumenheim (kurz: OnSite) sowie die AMZ GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AMZ), eingeschlossen. Im Folgenden bezeichnen wir unsere Mitarbeiter, die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, bei unseren Kunden eingesetzt werden, Servicemitarbeiter. Aus Branchensicht werden die Mitarbeiter auch als Zeitarbeitnehmer resp. Leiharbeitnehmer bezeichnet. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bezeichnen wir die Differenz zwischen den durch die Überlassung generierten Umsatzerlöse und den für die Löhne generierten Personalaufwendungen unserer Servicemitarbeiter inkl. Personalnebenkosten und Fehlzeitenkosten (Unproduktivkosten) als Rohertrag. Die Mitarbeiter der Niederlassungen und der zentralen Verwaltung werden als interne Mitarbeiter bezeichnet. 2. Wirtschafts- und Branchenbericht 2023 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung In einer Zeit, in der die Wirtschaft weltweit mit Unsicherheiten und Herausforderungen konfrontiert ist, spiegelt sich der Zustand der deutschen Konjunktur in einem sich abzeichnenden Abschwung wider. Zeitarbeitsunternehmen sind gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten ein wichtiger Akteur, der Unternehmen am Laufen hält. Die Folgen der globalen Krisen belasten die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 aufgrund des anhaltenden krisengeprägten Umfeldes ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen wirtschaftlichen Einbruch, bedingt durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020, nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbedingt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember 2023 wie jahreszeitlich üblich gestiegen, und zwar um 31.000 auf 2.637.000. Saisonbereinigt hat die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 5.000 zugenommen. Verglichen mit dem Dezember des vorherigen Jahres ist die Arbeitslosenzahl um 183.000 höher. Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Quote um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO- Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Dezember 2023 auf 5,7%. Die Unterbeschäftigung, die neben der Arbeitslosigkeit auch Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit umfasst, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 11.000 gestiegen. Sie lag im Dezember 2023 bei 3.484.000 Personen. Das waren 171.000 mehr als vor einem Jahr. Ohne die Berücksichtigung ukrainischer Geflüchteter hätte die Unterbeschäftigung nur um 126.000 über dem Vorjahreswert gelegen. 2.2. Branchenentwicklung Der Zeitarbeitsmarkt verlor in den letzten Monaten des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr an Dynamik. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Umsätze durchschnittlich um 1,8 %, während die Zahl der Zeitarbeitskräfte zum Stichtag 31.12.2023 knapp 5 % unter dem Vorjahreswert liegt. Der Umsatz größerer Unternehmen mit mehr als 50 Mio. Euro Jahresleistung liegt um 0,8 % unter dem Vorjahresquartal. Kleinere Dienstleister verzeichnen durchschnittlich 2,3 % geringere Umsätze. Die Zeitarbeitsunternehmen erwarteten für die ersten drei Monate des Jahres 2024 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 2,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Anzahl der Externen unter Vertrag soll sich jedoch um 5 % reduzieren (gewerblichtechnischer Bereich). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Verleihbetriebe, mit Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung, um ca. 1 % gesunken (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt: Juli 2023). Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2023 lag die Anzahl der Zeitarbeitskräfte bei 796.538 und damit ca. 4,5 % unter dem Vorjahreswert Durchschnittswert (822.066). Am 16. Juni 2023 einigte sich die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) auf einen Tarifabschluss zur Änderung des Tarifvertrages über Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassung in der Metall- und Elektroindustrie. Ergänzend hierzu vereinbarten die Tarifvertragsparteien den Abschluss eines neuen Tarifvertrages über die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien (IAP) im Kalenderjahr 2024 für Mitarbeiter, die in einem Betrieb in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzt sind. Vor diesem Hintergrund wurde die Zahlung von IAP im Jahr 2024 in Höhe von bis zu 2.300, - € für Zeitarbeitnehmer, die in branchenzuschlagspflichtigen Unternehmen (unabhängig der Metall- und Elektroindustrie) arbeiten, vereinbart. In der Personaldienstleistungsbranche haben sich die Mitglieder der Tarifparteien BAP und IGZ nahezu einstimmig für die Verschmelzung der beiden Verbände auf einen neuen "Gesamtverband der Personaldienstleister e.V." kurz GVP votiert. Damit werden die Interessenten der Branche künftig von einer starken Stimme vertreten. Gemeinsam mit der Tarifgemeinschaft Leiharbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat die arbeitgeberseitige Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) des Gesamtverbandes der Personaldienstleister e.V. einen neuen Tarifabschluss erreicht. Die Tarifentgelte aller Entgeltgruppen steigen demzufolge zum 1. Oktober 2024 (+3,7 %) und zum 1. März 2025 (+3,8 %) in zwei Schritten:
Die tariflichen Anpassungen im Geschäftsjahr 2023 konnten in aller Regel an die Entleihbetriebe ergebnisneutral durchgereicht werden. Die IAP stellt die Branche vor erheblichen Ergebnisdruck, da die Weiterberechnung nur bedingt möglich ist. II. Wirtschaftsbericht der AvJS-Gruppe 2023 1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023, war nach den erfolgten Veränderungen 2020, im Sinne der strategischen, strukturellen und prozessualen Neuausrichtung, ein weiteres Jahr des "Change-Management" und starte auch bei der Kick-Off Veranstaltung im Januar 2023 mit dem Motto "Stell dir vor, es heißt Veränderung und alle freuen sich". Eine große Veränderung des Unternehmens war, dass Michael Blank als COO / CSO in die Geschäftsführung eingetreten ist und somit bis 31.12.2023 gemeinsam mit Stefan Polak (CEO / CFO) das Unternehmen leitete. Trotz der betrieblichen Erfolge aus dem Geschäftsjahr 2022 ging man mit eher gemischten Gefühlen, aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ins Geschäftsjahr 2023. Hohe Fehlzeiten durch krankheitsbedingte Ausfälle im Gesundheitsmanagement, die erwartete hohe Lohnabschlüsse in den Tarifabschlüssen, aber auch die bereits negative Wirtschaftsentwicklung mit überproportionalem Rückgang der Nachfrage nach Zeitarbeitskräften zeigen, dass es im Geschäftsjahr 2023 erneut viele Herausforderungen gegeben hat. Im Geschäftsjahr 2022 sowie in den Vorjahren wurde sich bereits intensiv mit der Systemverbesserung des Gesundheitsmanagements beschäftigt. Eine Vielzahl an Maßnahmen unter stärkerer Einbindung des Betriebsarztes- wurden initiiert und erfolgreich implementiert zum Wohle und Schutz unserer Servicemitarbeiter vor Krankheiten und Arbeitsunfällen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zusätzlich ein Vertrag mit dem bundesweit tätigen und hauptsächlich digitalen Werksarztzentrum abgeschlossen, um das Gesundheitsmanagement nochmals zu intensivieren. Gemeinsam mit der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit hatte die Arbeitgeberseite der Zeitarbeitsverbände IGZ und BAP einen zweistufigen Tarifabschluss im Jahr 2022 erreicht. Nachdem sich die Entgeltstufen 1, 2a und 2b bereits zum 1. Oktober 2022 vor dem Hintergrund der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns erhöht haben, stiegen diese zum 1. April 2023, wie auch zum 1. Januar 2024 nochmals an. Die Tariflöhne stiegen demnach in zwei Schritten. Die besondere Herausforderung liegt in der finanziellen Belastungsgrenze unserer Kunden. Nach Jahren der Weitergabe der gestiegenen Lohnkosten an unsere Kunden, wurden mit diesen Tarifabschlüssen erstmals Grenzen gesetzt, die sich auch in rückläufiger Nachfrage zeigte. Leistungsstarke Kunden gingen deutliche Preiserhöhungen noch mit, da der offensichtliche Nutzen der Flexibilität und Verfügbarkeit von benötigten Arbeitskräften auch durch internationales Rekrutierungsmanagement dies rechtfertigte. Zur Rekrutierung von Fachkräften, wurde 2021 das internationale Personalmanagement ins Unternehmen integriert. Hier werden ausschließlich Mitarbeiter aus dem EU-Ausland rekrutiert. Das Gewinnen von Mitarbeitern aus dem internationalen Umfeld (insbesondere Osteuropa) hat in der AvJS-Gruppe weiter enorm an Bedeutung gewonnen. Die Quote liegt Ende 2023 bereits bei 12% (Vorjahr: 7%). Unsere Fuhr- und Wohnparks werden bereits seit 2022 besser gemanagt. Die Auslastung der Wohnungen wird direkt über die Service-Zentrale optimal gesteuert. Bei Bedarf werden weitere Monteurunterkünfte an verschiedenen Standorten gesucht und extern angemietet. Durch Effizienzverbesserungen konnte dadurch die Wirtschaftlichkeit durch Reduzierung nicht gedeckter Kosten optimiert werden. Insbesondere Fahrdienste wurden überprüft, optimiert oder eingestellt. Somit konnte die Kostenunterdeckung aus dem Geschäftsjahr 2022 um zwei Drittel reduziert werden. Die Gewinnung von attraktiven Neukunden ist ein wesentlicher Bestandteil der positiven Unternehmensentwicklung. Aufgrund der wirtschaftlich herausfordernden Situation, den bereits angesprochenen Krisen in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen, ist die Risikoverteilung auf viele Kunden in verschiedenen Branchen enorm wichtig. Im Geschäftsjahr 2023 sind vom Gesamtumsatz 7 % auf Neukunden zurückzuführen. Neben den guten Kundenbeziehungen, dem Ausbau der Zusammenarbeit und der Gewinnung neuer Kunden, ist die Gewinnung neuer Mitarbeiter immer die Basis für eine positive Mengen- und Umsatzentwicklung. Nachdem wir die Preise je Stunde (Verrechnungssätze) für unsere Kunden tarifbedingt massiv erhöhen mussten, ging unsere Mengenentwicklung deutlich zurück. Dies erklärt sich durch unseren hohen Anteil an Branchen mit zuschlagsgebundenen Kunden, gepaart mit einem wirtschaftlichen Rückgang des BIP und schlechter konjunktureller Prognose in Deutschland. Bekanntermaßen wirkt sich dies in der frühzyklischen Personaldienstleitungsbranche besonders gravierend aus. Die AvJS-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2023 mit 938 Zeitarbeitnehmern gestartet und musste das Geschäftsjahr mit 878 Zeitarbeitnehmern abschließen. Die Übernahmequote unserer Zeitarbeitnehmer durch die Kundenbetriebe ist auf einem weiterhin hohen Niveau und im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. Nachbesetzungen gestalteten sich aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend aufwendiger und kostenintensiver. Die Gruppe befindet sich in der Gewinnzone und weiterhin auf einem sehr guten Weg zur Erreichung der mittelfristigen Unternehmensziele. 2. Ertragslage Die wesentlichen Werttreiber des Konzernjahresergebnisses des AvJS-Konzerns sind branchenbedingt die Umsatzerlöse sowie der Personalaufwand. Von den Umsatzerlösen entfallen rd. 88,5 % (Vj. rd. 85,7 %) auf die AvJS, rd. 8 % (Vj. rd. 11,2 %) auf SAUTER sowie rd. 3,5 % (Vj. rd. 3,1 %) auf die AMZ, OnSite und Beteiligungsgesellschaft. Die Umsatzerlöse belaufen sich konjunkturrückgangsbedingt im Berichtsjahr auf TEUR 42.018. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen den Verkaufserlös aus der Veräußerung eines Grundstücks mit Gebäude. Die Personalaufwandsquote liegt mit 89,8 % etwas niedriger als das Vorjahresniveau von 91,5 %. Hierbei sind die relativen Lohnaufwendungen für die externen Mitarbeiter - als wesentlicher Bestandteil der Personalaufwendungen - niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich reduziert von TEUR 3.612 auf TEUR 3.169, relativ zu den Umsatzerlösen auf 7,7 % (Vj. 8,0 %). Die reduzierten betrieblichen Kosten sind größtenteils durch reduzierte Mietkosten zu erklären. Die Abschreibungen lagen etwas unter dem Vorjahresniveau (TEUR 181 in 2023 gegenüber TEUR 209 in 2022). Insgesamt hat sich die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stabilisiert, wenngleich die Umsatzerlöse gesunken sind, konnte ein substanzielles positives Ergebnis erzielt werden. Dieses resultiert aus einem geringeren Geschäftsvolumen im Berichtsjahr mit relativ zum Umsatz geringer gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Zinsergebnis im Berichtsjahr beträgt TEUR -178 und liegt somit etwas unter dem Vorjahr (TEUR -200). Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern inkl. der sonstigen Steuern) liegt - auch bedingt durch einen einmaligen Effekt aus dem Verkauf von einem Grundstück mit Gebäude - bei TEUR 1.371 (Vj. TEUR 1.005). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR 1.210 (Vj. TEUR 832). Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 3) und den Sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 28) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.173 (Vj. TEUR 808). 3. Konzernkapitalstruktur Zum Abschlussstichtag weist die AvJS-Gruppe noch einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.813 (Vj. TEUR 3.987) aus. Das Fremdkapital (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) entfällt mit TEUR 10.538 (Vj. TEUR 10.331) auf Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen. Bereits zum 24.06.2020 wurden die Laufzeitverlängerung bis zum 31.12.2025 und die Beibehaltung der Zinsvereinbarung vom Vorjahr zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern vereinbart. Aufgrund der Laufzeit werden TEUR 3.500 der Gesellschafterdarlehen als kurzfristig ausgewiesen und TEUR 7.038 als langfristig. Die Investitionen des Berichtszeitraums beliefen sich auf insgesamt TEUR 53 (Vj. TEUR 246). Diese entfielen nahezu ausschließlich auf IT-Infrastruktur. 4. Konzernfinanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 918 positiv, im Vorjahr lag dieser bei TEUR -406. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen sowohl auf den gestiegenen Konzernjahresüberschuss, den gesunkenen Rückstellungen und die gestiegenen Forderungen zurückzuführen. Auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde von Tilgungen auf die (Gesellschafter-) Darlehen (diese sind endfällig und die Zinsen werden thesauriert) abgesehen. Der Finanzmittelfonds zum Stichtag 31. Dezember 2023, welcher sich lediglich aus den liquiden Mitteln (Kasse, Bank) zusammensetzt, haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.234 erhöht. Die Liquiditätssituation des AvJS-Konzerns zum Berichtsstichtag kann weiterhin unverändert als gut angesehen werden. Es standen liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.697 (Vj. TEUR 4.463) sowie angemessene Kreditlinien bei Kreditinstituten zur Verfügung. 5. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Aktivseite der Konzernbilanz wird hauptsächlich von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 1.138 rd. 7,5 % der Bilanzsumme; Vj. TEUR 1.436 rd. 9 % der Bilanzsumme) und liquiden Mittel (TEUR 5.696, rd. 37 % der Bilanzsumme; Vj. TEUR 4.463, rd. 28 % der Bilanzsumme) geprägt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung auf TEUR 5.140 (Vj. TEUR 5.541) reduziert. Die Passivseite der Konzernbilanz ist neben den, insbesondere im Personalbereich, im Wesentlichen geprägt durch die Gesellschafterdarlehen. Aufgrund des positiven Jahresergebnis, der Reduzierung der sonstigen Rückstellungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (vor allem durch den Rückgang der Steuerverbindlichkeiten) hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 um TEUR 631 auf TEUR 15.198 (Vj. TEUR 15.829) reduziert. 6. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns Die Konzernbilanz weist zum Stichtag einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.813 (Vj. TEUR 3.987) aus. Die Ertragslage der AvJS- Gruppe im Geschäftsjahr 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das EBIT lag bei TEUR 1.371 (Vj. TEUR 1.005) und der Konzernjahresüberschuss lag bei TEUR 1.173 (Vj. TEUR 808). Die ursprünglichen Erwartungen des Konzerns im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des EBIT und des Konzernergebnisses für das abgelaufene Geschäftsjahr konnten nicht gänzlich erfüllt werden. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen von der Geschäftsführung aber dennoch als zufriedenstellend eingeschätzt. 7. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die AVJS-Gruppe sind Umsatz und EBIT. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren spielt insbesondere der Beschäftigungsgrad resp. die Auslastungsquote der AVJS-Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2023 wurde die Branche von einer höheren Feiertagsquote im Vergleich zu 2022 belastet, wogegen sich die Krankquote im Berichtsjahr um 1,57 % reduziert hat. III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Risiken Die Personaldienstleistungsbranche ist stark von den Arbeitsmarktschwankungen abhängig. Im Jahr 2023 wurden wir mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, darunter eine hohe Fluktuation der Arbeitskräfte, Fachkräftemangel in bestimmten Sektoren und die Schwierigkeit, qualifizierte Talente zu rekrutieren. Diese Faktoren führten zu einer erhöhten Volatilität in der Arbeitsmarktlandschaft, was sich negativ auf die Personalbeschaffung und die Rentabilität der Unternehmen auswirkte. Die Personaldienstleistungsbranche unterlag im Jahr 2023 einer zunehmenden regulatorischen Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsgesetze, Datenschutzbestimmungen und steuerlichen Vorschriften. Neue Gesetze und Vorschriften, die die Arbeitsbeziehungen und die Personalverwaltung betreffen, wurden eingeführt oder geändert, was zu zusätzlicher Bürokratie und Compliance- Herausforderungen führte. Diese unsichere regulatorische Landschaft erschwerte es den Unternehmen, langfristige Strategien zu planen und sich an sich ändernde Vorschriften anzupassen. Die fortschreitende Digitalisierung beeinflusste auch im Jahr 2023 die Personaldienstleistungsbranche erheblich. Automatisierung, Kl-gestützte Rekrutierung von Fachkräften und digitale Plattformen zur Arbeitsvermittlung veränderten die traditionellen Geschäftsmodelle und zwangen Unternehmen, in neue Technologien zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Disruptionen brachten jedoch auch Risiken mit sich, darunter Datenschutzbedenken, mögliche Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung und die Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter mit den erforderlichen digitalen Fähigkeiten zu finden. Die globale wirtschaftliche Instabilität im Jahr 2023, verursacht durch geopolitische Spannungen, Lieferkettenproblematik und Handelskonflikte wirkte sich ebenfalls auf die Personaldienstleistungsbranche aus. Schwankende Märkte und Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft, führten zu einer vorsichtigen Einstellung der Unternehmen in Bezug auf Neueinstellungen und Investitionen in externe Personalressourcen. Dies hatte direkte Auswirkungen auf die Umsätze und Gewinne der Unternehmen in der Branche. Die Personaldienstleistungsbranche sah sich im Jahr 2023 mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die von Arbeitsmarktschwankungen über regulatorische Unsicherheit bis hin zu technologischen Disruptionen reichten. Die Bewältigung dieser Risiken erfordert eine proaktive und flexible Geschäftsstrategie, die auf die sich ständig ändernden Bedingungen reagieren kann. Unternehmen, die in der Lage sind, diese Herausforderungen zu bewältigen und sich anzupassen, werden in der Lage sein, langfristig erfolgreich zu sein und Chancen in einem dynamischen Marktumfeld zu nutzen. Risiko- und Chancenbericht Branchenrisiken Ein zentrales Risiko, dem die Personaldienstleistungsbranche im Jahr 2023 gegenüberstand, war der anhaltende Fachkräftemangel und die damit verbundene hohe Fluktuation von Arbeitskräften. Die regulatorische Komplexität sowie die zunehmenden Compliance-Anforderungen waren von enormer Belastung für die Zeitarbeit. Zudem erfordert die digitale Transformation hin zu neuen Technologien beträchtliche Investitionen und Ressourcen für die Unternehmen, um sicherzustellen, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Schwankende Märkte und eine unvorhersehbare Wirtschaftsführung führten zu einer vorsichtigen Einstellung der Unternehmen, was sich negativ auf die Umsätze und Gewinne der Branche auswirkte. Trotz der Herausforderungen boten diese Risiken auch Chancen für Unternehmen, die bereit waren, sich anzupassen und neue Möglichkeiten zu nutzen, um ihr Geschäft weiterzuentwickeln. Entwicklungen im Arbeitsmarkt (auf Basis IAB-Forschungsbericht , 6. November 2023) Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel: Vier-Tage-Woche, Quiet Quitting, Arbeitskräftemangel, Generation Z - das sind nur einige der aktuellen Schlagworte. Von diesen Einflüssen ist auch die Arbeitszeitpolitik betroffen. Die Bedürfnisse und Erwartungen der Beschäftigten an die Arbeitszeit haben sich verändert: Eine ausgewogene Work-Life-Balance wird immer wichtiger, auch im Hinblick auf Zufriedenheit und Produktivität. Weiterführend wird es für die Unternehmen aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Was ist hinter den Schlagworten also der tatsächliche Trend bei der Arbeitszeit? Gibt es unter dem Einfluss von Covid, Generationenwandel und sich verschärfenden Fachkräftemangel heute den "großen Trend zur Freizeit"? War die Pandemie hier tatsächlich der große Einschnitt? Um diese Fragen zu beantworten, wurden die Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten im Zeitverlauf von 1985 bis 2021 der SOEP-Umfrage ausgewertet (auf Basis IAB-Forschungsbericht, 6. November 2023) Die Datenbasis liefert das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), das jährlich etwa 30.000 Menschen in knapp 15.000 Haushalten zu ökonomischen und soziologischen Fragestellungen befragt. Insgesamt sind die gewünschten Arbeitszeiten von Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten über die Jahrzehnte hinweg bemerkenswert stabil geblieben. Allerdings ist in den letzten Jahren bei den Vollzeitbeschäftigten im Zeitverlauf ein Trend zu etwas kürzeren gewünschten Arbeitszeiten zu beobachten, der am aktuellen Rand durch die Erfahrungen aus der Pandemie noch etwas verstärkt wurde. Vollzeitbeschäftigte Frauen hätten ihre Arbeitszeit im Jahr 2021 im Durchschnitt gerne in einem etwas höherem Maße reduziert als vollzeitbeschäftige Männer (-6,2 versus -5,5 Stunden). So lag die gewünschte Arbeitszeit der Frauen im Durchschnitt bei 34,7 Stunden, die der Männer bei 36,8 Stunden. IT-Risiken Der Umgang und die Verarbeitung von personenbezogenen Daten gepaart mit zunehmenden Cyberangriffen stellt ein besonderes Risiko dar und erfordert ein umfassendes Zugangs-, Berechtigungs- und Virenkonzept. Die AvJS-Gruppe hat sich diesbezüglich organisatorisch und technisch neu aufgestellt und erneut eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen:
Sollte es dennoch zu Schäden (direkt oder indirekt) kommen, dann ist das Unternehmen dagegen seit 2022 versichert. Finanzielle Risiken Die Zeitarbeitsbranche ist stark von der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängig. In Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge, wie beispielsweise während einer Rezession, können Unternehmen ihre Ausgaben für externe Arbeitskräfte reduzieren. Ein wesentliches finanzielles Risiko ist die hohe Fluktuation der Arbeitskräfte. Da Zeitarbeitskräfte oft keine langfristige Bindung an ein Unternehmen haben, sind sie anfälliger für schnelle Wechsel und Kündigungen. Dies kann zu erhöhten Kosten für die Rekrutierung und Schulung neuer Mitarbeiter führen und die Rentabilität der Zeitarbeitsunternehmen beeinträchtigen. Zudem unterliegt die Branche einer Vielzahl von rechtlichen und regulatorischen Bestimmungen, die mit hohen finanziellen Risiken verbunden sein können. Verstöße gegen Arbeitsgesetze, Sozialversicherungsbeiträge und Steuervorschriften können zu erheblichen Geldstrafen und rechtlichen Konsequenzen führen. Ein weiteres finanzielles Risiko für Zeitarbeitsunternehmen sind Zahlungsverzögerungen seitens der Kunden oder sogar das Ausfallen von Zahlungen. Wenn Kunden ihre Rechnungen nicht pünktlich begleichen oder zahlungsunfähig werden, kann dies zu Liquiditätsengpässen führen und die finanzielle Stabilität des Zeitarbeitsunternehmens gefährden. Die AvJS-Gruppe hat in der näheren Vergangenheit eine Vielzahl von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und die Gruppe war liquiditätsseitig solide aufgestellt. Die Durchschnittsliquidität bewegte sich über die Quartale hinweg stets bei 4-5 Mio. EUR Liquiditätsbestand. Eine Inanspruchnahme einer eingeräumten Kontokorrent-Linie war zu keiner Zeit erforderlich. Fremdwährungsrisken bestehen nicht. Derivate wurden nicht abgeschlossen. Die Zeitarbeitsbranche ist oft einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt, was zu einem Preisdruck führt. Unternehmen konkurrieren um Kunden, indem sie ihre Preise senken, um attraktiver zu sein. Dies kann die Gewinnmargen der Zeitarbeitsunternehmen verringern und ihre Rentabilität beeinträchtigen, insbesondere wenn die Betriebskosten steigen. Beschreibung der Chancen der AvJS-Gruppe Branchen- und Marktchancen im HR-Management Die Zeitarbeitsbranche hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt, wobei sich das HR-Management als ein zentraler Bereich erwiesen hat, der die Dynamik dieser Industrie maßgeblich beeinflusst. Ein detaillierter Blick auf die Branchen- und Marktchancen zeigt eine Reihe von Trends und Möglichkeiten, die für Unternehmen - wie die AvJS-Gruppe - im HR-Management von Zeitarbeitsfirmen von Bedeutung sind. Die Top 25 Zeitarbeitsunternehmen erwirtschaften rund 32 Prozent des Marktvolumens. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 30 Prozent. (Hierzu und im Folgenden: Lünendonk- Studie 2023). Diese Entwicklung weist auf einen Verdrängungswettbewerb hin, der sowohl durch Zukäufe als auch eine veränderte Nachfrage befeuert wird. Gründe für das überdurchschnittliche Wachstum der führenden Unternehmen sind häufig die Erschließung von neuen Regionen oder Ergänzungen im Leistungsspektrum. Ein weiterer Treiber für das Marktwachstum ist der hohe Personalbedarf, insbesondere von Logistikunternehmen und der Automobilbranche. Zudem sind qualifizierte Fachkräfte besonders gefragt. Zwei Drittel der Zeitarbeitsunternehmen überlassen inzwischen Personen im Rentenalter, sogenannte Silver Worker, an ihre Kunden. Silver Worker bringen ihre jahrelange Erfahrung oft in Projektteams ein. Ihre Arbeitszeit liegt dabei häufig unterhalb einer Vollzeitstelle und ist auf Projekte begrenzt. Damit nutzen Personaldienstleister die oft hohe Motivation von Experten sowie gut ausgebildeten Fachkräften und helfen so, die Folgen des demographischen Wandels abzumildern. Die Anzahl der überlassenen Personen im Rentenalter ist jedoch von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich. Studienautorin und Lünendonk-Beraterin Lena Singer kommentiert: "Durch die Vermittlung von Silver Worker greifen die Zeitarbeitsunternehmen auf meist hoch qualifizierte und motivierte Ressourcen zurück, die den Arbeitsmarkt normalerweise schon verlassen hätten. Das Geschäftsmodell ist sowohl für Unternehmen als auch für die Fachkräfte im Rentenalter eine Win-Win-Situation." Neben dem vermehrten Einsatz von Silver Worker ist die Rekrutierung von Zeitarbeitskräften im Ausland und deren Integration in den deutschen Arbeitsmarkt ein weiterer wirksamer Lösungsansatz gegen den Personalmangel, der zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt. 2022 wurden knapp 14 Prozent aller Zeitarbeitskräfte aus dem Ausland rekrutiert. Der Wachstumstrend könnte sich in den kommenden Jahren fortsetzen: 70 Prozent der einbezogenen Personaldienstleister planen, ihre Rekrutierungsbemühungen im Ausland zu verstärken. Bisher kommt der Großteil der ausländischen Zeitarbeitskräfte aus Polen und Rumänien. "Digitale Prozesse sind für Unternehmen heutzutage wichtiger denn je, da sie uns im Alltag mehr Unabhängigkeit von Standorten sowie Tageszeiten ermöglichen, Herausforderungen schneller und einfacher meistern lassen und die Mitarbeitenden so flexibler und effizienter arbeiten können. In der Praxis sorgt das für schnelle Reaktionszeiten - ein Faktor, der insbesondere für Personaldienstleister erfolgsentscheidend ist. Allerdings sieht ihr digitaler Status quo alles andere als rosig aus" (zvoove Industry Pulse 2023). Bei den Unternehmen, die erst am Anfang der Digitalisierung stehen, ist diese Lage besonders kritisch. Sie können ihre Kundenaufträge häufiger wegen externem Mitarbeitermangel nicht mehr erfüllen. Bei zwei Drittel der Unternehmen der Personaldienstleistung passiert dies des Öfteren. IWF-Prognose: Deutschland bleibt Konjunktur-Schlusslicht (Bericht v. 02.02.2024) Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom Januar 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Oktober 2023. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5 Prozent wachsen. Im Oktober hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Die weltweite Wirtschaftsleistung sieht der IWF leicht im Aufwind - die aktuelle Prognose liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. Prognosebericht AvJS - Geschäftsführung Bei allen gegenwärtigen Herausforderungen und Problemen hat sich die AvJS-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2024 anspruchsvolle Ziele gesteckt. Wir planen mit einem verbesserten Konzernumsatz in 2024, welcher das Niveau der Umsätze aus dem Jahr 2022 nicht ganz erreicht. Das EBIT-Ziel entspricht dem EBIT-Ergebnis aus dem Jahr 2023. Das ausbleibende Wachstum im EBIT ist geknüpft mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen aus den Verhandlungen der Branchentarifzuschläge (IAP) sowie weiteren beschriebenen Rahmenbedingungen und Investitionen. Bezüglich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Beschäftigungsgrad und Auslastungsquote erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Verbesserung zum Vorjahr. Dennoch kann die Geschäftsführung der AvJS-Gruppe nach den aufgeführten Einschätzungen und Tendenzen eine positive Fortführungsprognose verzeichnen. Die sich aus der Ergebniseinschätzung ergebene Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 lässt unter Berücksichtigung aller Einflussfaktoren und Risiken trotz Teilrückzahlung der Gesellschafterdarlehen noch eine solide Liquiditätsbeurteilung zu. Schlussfolgernd wird die aktuelle Situation der Unternehmen der AvJS-Gruppe mit allen Tochterunternehmen als stabil prognostiziert. Die Vielzahl an Branchen-Effekten im Sinne der Konjunkturschwankungen und Unsicherheiten können mit Resilienz und Frühwarnsystemen überwacht werden. Die grundsätzliche Perspektive der Personaldienstleistungsbranche und insbesondere der AvJS-Gruppe - verbunden mit den bereits umgesetzten bzw. noch in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen - kann als durchweg positiv bezeichnet werden. IV. Bestehende Zweigniederlassungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen Das Niederlassungsnetzwerk wird laufend auf Wirtschaftlichkeit überprüft, neue Niederlassungen werden bei erkennbaren Potentialen eröffnet, unprofitable Einheiten geschlossen. Zweigniederlassungen der AvJS bestehen - neben dem Firmensitz in Asbach-Bäumenheim - derzeit in Altenburg, Aue, Augsburg, Auma (Rekrutierungsbüro für Altenburg), Erfurt, Günzburg, Memmingen, Mindelheim, Neuburg an der Donau, Nördlingen, Göppingen (Umzug von Rechberghausen) und Sangerhausen. Zweigniederlassungen der Sauter bestehen - neben dem Firmensitz in Ravensburg - in Friedrichshafen. Im Jahr 2023 wurden die Standorte Senden und Biberach geschlossen.
Asbach-Bäumenheim, 5. April 2024 Die Geschäftsführung Michael Blank Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für 2023 I. Allgemeine Erläuterungen Die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Asbach-Bäumenheim und wird unter HRB 21993 beim Amtsgericht Augsburg geführt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, ausschließlich im Anhang aufgeführt. 1. Konsolidierungskreis Die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH (kurz: AvJS BG) ist Mutterunternehmen für nachfolgend aufgeführte Tochterunternehmen im Sinne von § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB sind. In den Konzernabschluss sind neben der AvJS BG als Mutterunternehmen gemäß § 294 Abs. 1 HGB die AvJS Personal auf Zeit GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AvJS), die AMZ GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: AMZ), die Sauter Personaldienste GmbH, Ravensburg (kurz: SAUTER) sowie die AvJS OnSite GmbH, Asbach-Bäumenheim (kurz: OnSite) einbezogen worden. 2. Konsolidierungsgrundsätze Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die erstmals konsolidiert wurden, wurde in Altfällen nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der aus der Kapitalkonsolidierung der AvJS Personal auf Zeit GmbH zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 11.956.789,47 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Der aus der Kapitalkonsolidierung der ASS zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 8.017.389,17 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2007 erfolgte eine Zuaktivierung von EUR 5.355,00. Es handelte sich hierbei um nachträgliche Anschaffungskosten (Grunderwerbsteuer). Der aus der Kapitalkonsolidierung der AHZ zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.329.053,13 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte eine Zuaktivierung von EUR 2.957,00. Es handelte sich hierbei um nachträgliche Anschaffungskosten (Grunderwerbsteuer). Der aus der Kapitalkonsolidierung der AMZ zum 3. Mai 2006 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 891.522,30 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Der aus der Kapitalkonsolidierung der SAUTER zum 31. Mai 2007 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.442.774,40 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als "Geschäfts- oder Firmenwert" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen. Die aus der Erstkonsolidierung der oben genannten Tochterunternehmen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden ab dem Geschäftsjahr 2007 bzw. ab dem Geschäftsjahr 2008 (SAUTER) über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Alle Firmenwerte sind inzwischen planmäßig abgeschrieben. Der aus der Kapitalkonsolidierung der OnSite zum 1. Januar 2015 entstandene passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 47.149,20 wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB sachverhaltsgemäß im Ergebnisvortrag ausgewiesen, da es sich um thesaurierte Gewinne aus der Zeit vor Erstkonsolidierung handelt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der AvJS BG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden im Geschäftsjahr 2023 beachtet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Für den aus der Erstkonsolidierung von Anteilen an Tochterunternehmen entstandenen Firmenwert wurde eine Nutzungsdauer von zehn Jahren aufgrund von langjährigen Stammkundenbeziehungen zugrunde gelegt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Anlagezugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Zugängen an beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung ab dem Monat der Anschaffung zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Die flüssigen Mittel bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Darin enthalten ist ein gesperrter Betrag in Höhe von TEUR 55 aufgrund einer hinterlegten Bürgschaft. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (ca. 30 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. II. Erläuterung einzelner Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist unter Angabe der Abschreibungen im Konzernanlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Angaben zum Anteilsbesitz
1) Vor Verlustübernahme bzw.
Gewinnabführung.
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Abrechnungsforderungen (TEUR 212) und Mietkautionen (TEUR 59). 4. Rechnungsabgrenzungsposten Hierin sind im Wesentlichen Kraftfahrzeugsteuerzahlungen, Leasingsonderzahlungen, Versicherungen sowie EDV-Wartungsverträge enthalten. 5. Eigenkapital Das negative Eigenkapital auf Konzernebene ist geprägt durch die in der Vergangenheit aufgelaufenen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte bis zum Ende 2017. Der Einzelabschluss der AvJS BG für das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss von TEUR 1.172 und ein positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.943 aus. Die Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit bis zum 31.12.2025. Es liegen seitens der Gesellschafter keine Anhaltspunkte zur Kündigung der Gesellschafterdarlehen (TEUR 10.538) vor. Ebenso zeigen die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften, mit denen Ergebnisabführungsverträge bestehen, jeweils ein unverändertes, positives Eigenkapital. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da die Geschäftsleitung von einer positiven Fortführungsprognose insbesondere auf die zukünftige Liquiditätssituation ausgeht. Das gezeichnete Kapital von TEUR 665 und die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 4.235 entsprechen den bei der AvJS BG ausgewiesenen Bilanzposten. Die Kapitalrücklage teilt sich auf die Gesellschafter zum Stichtag wie folgt auf:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Urlaubs- und Zeitkontenguthaben der Mitarbeiter (TEUR 792; Vj. TEUR 1.063) sowie Rückstellungen für Leistungsprämien und Tantiemen (TEUR 282 Vj. TEUR 178). 7. Verbindlichkeitenspiegel
Zur Sicherung einer zugesagten, zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinie bei der Raiffeisen-Volksbank Donauwörth eG, Donauwörth (im Folgenden kurz: Raiba), sind folgende Kreditsicherheiten eingeräumt:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sechs Gesellschafterdarlehen (im Folgenden kurz: Gesellschafterdarlehen) in Höhe von insgesamt TEUR 10.538 (Vj. TEUR 10.331) - inklusive der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Mietverträge sind im Wesentlichen unbefristet abgeschlossen worden und sind überwiegend mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündbar. Die Leasingverträge betreffen die Kraftfahrzeuge und haben überwiegend eine Laufzeit von drei Jahren. IT-Lizenzverträge betreffen die IT-Systeme der AvJS-Gruppe und haben Laufzeiten von drei Monaten bis zu zwei Jahren. Der Zweck der abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Lizenzverträge besteht in der geringeren Kapitalbindung. Derzeit sind keine nennenswerten Risiken aus diesen Geschäften ersichtlich. 9. Haftungsverhältnisse Es bestehen Avale und Kreditbürgschaften in Höhe von TEUR 235. Die Risiken einer Inanspruchnahme werden als gering eingeschätzt. III. Erläuterung einzelner Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 263 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Mitarbeiterdarlehen (TEUR 45) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 27) und Anlagenabgängen (TEUR 169). 3. Personalaufwand Die Position enthält weiterhin Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 8). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Raumkosten (TEUR 669), Fahrzeugkosten (TEUR 616), Reisekosten (TEUR 173) vor allem der externen Mitarbeiter und verschiedene betriebliche Aufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 56 (überwiegend Nachzahlungen aus DRV-Prüfung). 5. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (EUR 5.695.543) abzüglich der in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten (EUR 0,00) zusammen. 6. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn der AvJS BG beträgt auf Grundlage des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00). IV. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr ist
Ab dem Geschäftsjahr 2024 ist Herr Michael Blank alleiniger einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer. Der Geschäftsführer ist gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe zu den im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemäß § 314 Nr. 6 Buchstaben a und b HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt TEUR 40. Es entfällt in voller Höhe auf die Prüfung des Konzernabschlusses. 4. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
5. Befreiung von Tochterunternehmen gemäß § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung sowie Offenlegung Die AvJS, die Sauter, die OnSite sowie die AMZ haben jeweils die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich
sowie die AvJS zusätzlich
in Anspruch genommen. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagNach § 285 Nr. 34 HGB wird das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorgetragen. 7. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind folgende Ereignisse eingetreten: Die Gesellschafterdarlehen inklusive Zinsanteil wurden im Februar 2024 i.H.v. TEUR 3.500 teilweise zurückgezahlt.
Asbach-Bäumenheim, 5. April 2024 der Geschäftsführer Michael Blank Der Kozernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 5. April 2024 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach- Bäumenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AvJS Beteiligungsgesellschaft mbH, Asbach-Bäumenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 5. April 2024 Rödl
& Partner GmbH
Difflipp, Wirtschaftsprüfer Germeroth, Wirtschaftsprüfer |
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