Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 117242
Vorher
MSM Werbeagentur GmbHMSM Kommunikation Service GmbH
Eingetragen
6.12.1999
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
die Erledigung aller Geschäfte auf dem Gebiete der Werbung, insbesondere der Markenwerbung

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Dahmann
seit 13.11.2019
Geschäftsführer
Marco Lüderitz
seit 13.11.2019
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ACT EUROPE GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ACT EUROPE GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 19. Februar 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ortinger, Wirtschaftsprüfer

Reich, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2012 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 731 1.023
B. Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.385.826 17.704.868
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.276.129 5.131.026
3. Forderungen gegen Gesellschafter 4.928.914 140.000
4. Sonstige Vermögensgegenstände 204.879 264.448
  51.795.748 23.240.342
  51.796.479 23.241.365

Passiva

   
  31.12.2012 Vorjahr
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 255.646 255.646
II. Kapitalrücklage 281.211 281.211
  536.857 536.857
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 259.690 282.599
2. Sonstige Rückstellungen 6.625.017 12.442
  6.884.707 295.041
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 3.367.404
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.769.909 17.330.964
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.597.216 1.641.881
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.790 68.974
davon aus Steuern: EUR 3.286 (Vorjahr: EUR 3.263)    
  44.374.915 22.409.223
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 244
  51.796.479 23.241.365

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.425.976 3.848.315
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0 -14.000
3. Sonstige betriebliche Erträge 216.278 542.223
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 0 (Vorjahr: EUR 44)    
  2.642.254 4.376.538
4. Personalaufwand    
a) Gehälter -163.922 -135.682
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -15.266 -16.315
davon für Altersversorgung: EUR 1.859 (Vorjahr: EUR 3.383)    
  -179.188 -151.997
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -292 -292
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.609.823 -2.865.189
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0 (Vorjahr: EUR 10)    
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 490.104 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.104 (Vorjahr: EUR 0)    
davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 480.000 (Vorjahr: EUR 0)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -272.260 -461.239
davon an verbundene Unternehmen: EUR 255.781 (Vorjahr: EUR 446.839)    
davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 16.479 (Vorjahr: EUR 14.400)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.929.205 897.821
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 633 633
11. Sonstige Steuern -342 -342
12. Erträge aus Verlustübernahme/ Aufwendungen aus Gewinnabführung 4.928.914 -898.112
13. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde im Jahresabschluss 2012 geändert. Bisher wurden als Umsatzerlöse die Entgelte für Mediaschaltungen, Provisionen und Honorare und als Gegenposten die Aufwendungen für Mediaschaltungen in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Im Gegensatz zum Jahresabschluss 2011 werden für den Jahresabschluss 2012 die Umsatzerlöse als Nettoumsatz ausgewiesen. Unter dem Nettoumsatz sind hierbei Provisionen für die Agenturleistungen und Honorare zu verstehen. Damit wird das Mediavolumen nicht mehr als Umsatzerlöse bzw. als Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Die Änderung erfolgt aufgrund besserer Vergleichbarkeit mit den Wettbewerbern, die in der Regel den Nettoumsatz ausweisen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst: Die in 2011 unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesenen Media-schaltungen wurden mit den unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Entgelten für Media-schaltungen in Höhe von TEUR 79.945 verrechnet.

Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen waren im Vorjahr konzerninterne Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 2 enthalten. Diese Weiterbelastungen werden im Geschäftsjahr 2012 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis der Aufwendungen für bezogene Leistungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde entsprechend geändert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren bis auf die Änderung zum Nettoausweis der Umsatzerlöse ansonsten unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

a. Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden ausschließlich unter Anwendung der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Anlagegüter liegt zwischen drei und dreizehn Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, um die Sachanlagen mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG im Wert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 wurden bis zum Geschäftsjahr 2009 aus Vereinfachungsgründen auch für die Handelsbilanz zu einem Sammelposten zusammengefasst und jeweils pro Jahr zu einem Fünftel abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 150 werden bei Erwerb direkt aufwandswirksam erfasst.

b. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Das latente Risiko des Forderungsausfalls wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Für erkennbare Risiken werden im Einzelfall in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet.

c. Pensionsrückstellungen

Die Gesellschaft bietet ihren Mitarbeitern zur Altersvorsorge und Risikoabsicherung ein "deferred compensation" Modell an. Dabei haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, Gehaltsbestandteile in Altersversorgungsansprüche umzuwandeln. Eigene Beitragsleistungen durch die Gesellschaft sind ausgeschlossen.

Zur Erfüllung dieser Versorgungszusage hat die Gesellschaft mit einem Versicherer eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, wonach alle Rechte und Ansprüche daraus der Gesellschaft zustehen. Zur Sicherstellung der Ansprüche der Versorgungsberechtigten sind alle Leistungsansprüche der Gesellschaft gegenüber der Versicherung an die Mitarbeiter verpfändet.

Im Versorgungsfall steht der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung bzw. der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens der Verpflichtung gegenüber dem pensionsberechtigten Mitarbeiter in gleicher Höhe gegenüber. Die Rückdeckungsversicherung ist als leistungskongruent zu bezeichnen, da die aus ihr erfolgenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Zeitpunkte deckungsgleich mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten sind.

Damit bestimmt sich der Wert der Pensionsverpflichtung am Bilanzstichtag nach dem Wert des Deckungsvermögens gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Rückdeckungsanspruch und Pensionsrückstellungen werden nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert, ohne dass es dabei zu einem Ausweis eines Aktiv- oder Passivüberhangs kommt.

Darüber hinaus bestehen unverfallbare Anwartschaften sowie laufende Rentenverpflichtungen. Die Pensionsrückstellung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der projizierten Einmalbeitragsmethode berechnet. Dabei wurde eine jährliche Rentenanpassung mit 2% entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 5,04%. Es wurden die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

d. Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

e. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

f. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die vereinbarte Leistung erbracht wurde.

g. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

h. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der AEGIS Group plc (ab 26. März 2013: Dentsu Aegis Network Ltd.), London, Großbritannien, einbezogen werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

a. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

c. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

d. Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, ergeben sich aus der Verlustübernahme im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 4.929 (Vorjahr: Gewinn in Höhe von TEUR 898).

e. Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen saldiert, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Wir verweisen auf unsere Erläuterungen zu den "Pensionsrückstellungen".

Der Rückdeckungsanspruch bzw. der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens für die Verpflichtung beträgt gemäß Bestätigung der Versicherungsgesellschaft TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 62).

f. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für eine Schadensersatzzahlung in Höhe von TEUR 6.200 (Vorjahr TEUR 0) sowie für ausstehende Gutschriften in Höhe von TEUR 413 (Vorjahr: TEUR 0).

g. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

h. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 23.544 (Vorjahr: TEUR 6.882) und Verbindlichkeiten aus dem Cashpool in Höhe von TEUR 18.226 (Vorjahr: TEUR 10.449).

i. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, betreffen laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 2.597 (Vorjahr: TEUR 744). Im Vorjahr resultierte zusätzlich eine Verbindlichkeit aus der Abführung des Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 898.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden Provisionen und Honorare als Entgelt für die Agenturleistungen ausgewiesen. Die von den Mediengesellschaften bezogenen Fremdleistungen für Mediaschal-tungen und die entsprechend an die Kunden weiterbelasteten Beträge werden in der Rechnungslegung branchenüblich als durchlaufende Posten behandelt, obwohl auf der Grundlage der Verträge mit den Auftraggebern einerseits und den Werbeträgern andererseits jeweils getrennte Rechtsbeziehungen unterhalten werden.

Die Umsatzerlöse wurden im Inland in Höhe von TEUR 1.012 (Vorjahr: TEUR 2.293) und im Ausland in Höhe von TEUR 1.414 (Vorjahr: TEUR 1.455) erwirtschaftet. Das vor Ausweisänderung als Umsatzerlöse ausgewiesene Mediavolumen beträgt für 2012 TEUR 82.775 (Vorjahr: TEUR 79.945).

b. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Schadensersatz in Höhe von TEUR 6.680 (Vorjahr: TUR 0) sowie Aufwendungen aus konzerninternen Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 485).

c. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen Zinserträge aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 0) und Zinserträge aus verbundenen Unternehmen aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 0).

d. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen bestehen aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen aus dem Cashpooling in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 447) sowie aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 14).

V. Sonstige Angaben und Erläuterungen

a. Angaben zum Mutterunternehmen

Die ACT EUROPE GmbH, Wiesbaden, gehört über ihre Gesellschafterin Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, zum Konzernkreis der AEGIS Group plc (ab 26. März 2013: Dentsu Aegis Network Ltd.), London, Großbritannien. Diese hat die ACT EUROPE GmbH, Wiesbaden, in den Konzernabschluss (kleinster sowie größter Kreis) mit einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt bei:

 

Companieshouse
Crown Way
Cardiff
CF 14 3uz

unter der Registernummer 1403668.

Die deutsche Übersetzung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

b. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2012 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langjährigen Leasingverträgen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 23) wie folgt:

Fälligkeit TEUR
2013 9
Folgejahre 5
  14

c. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr war 1 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1). Er steht im Angestelltenverhältnis.

d. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr und bis zum Aufstellungsdatum folgende Personen an:

Dirk Heumann, Leiter Konzemrechnungswesen Dentsu Aegis Network Germany GmbH (vormals Aegis Media Central Services GmbH), Wiesbaden

Willibald Müller, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der CARAT Deutschland GmbH, Wiesbaden (bis 6. August 2012)

e. Bezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

f. Beirat

Die Gesellschaft hat einen Beirat. Der Beirat besteht aus mind. 3 Mitgliedern. Die Aufgaben des Beirates umfassen die Führung einschließlich Koordination der Gesellschaft in fachlicher und organisatorischer Hinsicht. Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

a.)
Stimmberechtigte Mitglieder:

Dr. Andreas Bölte, Geschäftsführer der Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH (vormals AEGIS MEDIA (Central Europe & Africa) GmbH), Wiesbaden

Michael Rachor, Finanzgeschäftsführer/Geschäftsführer der Posterscope Deutschland GmbH, Hamburg

Philipp Kurtenbach, Leiter Personalwesen/Geschäftsführer der Dentsu Aegis Network Germany GmbH (vormals Aegis Media Central Services GmbH), Wiesbaden

b.)
Beratende Mitglieder:

Wolfgang Blöcher, Kaufmann/Geschäftsführer der blöcher+partner platforming gmbh, Hamburg

Katja Brandt, Kommunikationsberaterin/Geschäftsführerin der HMS Group Vizeum GmbH, Wiesbaden

Lucas Brinkmann, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der iProspect GmbH (vormals iProspect Wiesbaden GmbH), Wiesbaden

Detlef Grap, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der Posterscope Deutschland GmbH, Hamburg

Carsten Kinast, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der Isobar GmbH, Hamburg

Jürgen Lindner, Leiter Einkauf/Geschäftsführer der Dentsu Aegis Network Germany GmbH (vormals Aegis Media Central Services GmbH), Wiesbaden

Walter Litterscheidt, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden

Marco Lüderitz, Finanzgeschäftsführer Deutschland/Geschäftsführer der Dentsu Aegis Network Germany GmbH (vormals Aegis Media Central Services GmbH), Wiesbaden

Marc Nabinger, Kommunikationsberater/Geschäftsführer der Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden

Der Beirat hat für seine Tätigkeit keine Bezüge erhalten.

g. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe der abgerechneten Prüfungshonorare gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Konzernabschluss der AEGIS Group plc (ab 26. März 2013: Dentsu Aegis Network Ltd.), London, Großbritannien, enthalten sind.

 

Wiesbaden, den 19. Februar 2015

ACT EUROPE GmbH

Die Geschäftsführung

Dirk Heumann

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Anschaffungskosten
01.01.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.272 0 -81.812 21.460
  103.272 0 -81.612 21.460
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2012 Zugänge Abgänge 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.249 292 -81.812 20.729
  102.249 292 -81.6812 20.729
Restbuchwerte
31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR
Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 731 1.023
  731 1.023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftsfeld und Organisation

Die ACT EUROPE GmbH (im Folgenden auch ACT) ist für ihre Kunden in allen Belangen der Kommunikationsberatung, insbesondere Mediaplanung und -einkauf tätig. Dabei ist sie dahingehend in die deutsche Aegis Media Gruppe eingebunden, dass sämtliche administrativen Aufgaben über ein Shared-Service-Center, das bei der Schwestergesellschaft Dentsu Aegis Network Germany GmbH (vormals Aegis Media Central Services GmbH), Wiesbaden (im Folgenden AMCS), angesiedelt ist, abgewickelt werden. Diese Gesellschaft führt im eigenen Namen und auf eigene Rechnung den Mediaeinkauf für die ganze AEGIS Media Gruppe durch. Auch für Spezialdisziplinen wie beispielsweise "out-of-home media" oder "digital" kann die Gesellschaft auf entsprechende Agenturen im deutschen Netzwerk zurückgreifen.

Durch die enge funktionale und organisatorische Einbindung der Gesellschaft innerhalb der deutschen Gruppe sowie durch die enge Abstimmung mit der englischen Konzerngruppe besteht ein mittelbarer Einfluss der Lagen und Entwicklungen dieser verbundenen Unternehmen auf die Lage der ACT. So ist beispielsweise die Zahlungsfähigkeit der ACT als operative Gesellschaft durch die Einbindung in den Cashpool der deutschen Gruppe unter Führung der Dentsu Aegis Network Central Europe GmbH (vormals AEGIS MEDIA (Central Europe & Africa) GmbH) (im Folgenden AMCEA) jederzeit gewährleistet.

Die ACT zählt zu den operativen Gesellschaften im Verbund der deutschen AEGIS Media Gruppe. Diese wiederum nimmt eine führende Position innerhalb der Mediaagenturen in Deutschland ein. Mit Wirkung vom 26. März 2013 ist die Aegis Group plc, London, Großbritannien, vollständig durch die Dentsu Inc, Tokio, Japan, übernommen worden. Die bisherige Netzwerkstruktur der internationalen Aegis Group bleibt unter dem Namen Dentsu Aegis Network unverändert erhalten und bildet eine globale Kommunikationsgruppe für das digitale Zeitalter.

Entwicklung der Branche

Der Bruttowerbemarkt der Above-the-line-Medien ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,9 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro gestiegen und erweist sich damit als stabil. Nach einem dynamischen Start in das Jahr 2012 mit einem Anstieg von 3,7 Prozent im ersten Quartal vs. Vorjahreswert ebbte das Wachstum langsam ab. Insbesondere das dritte Quartal entwickelte sich - trotz medialer Großereignisse wie der Fußball EM und der Olympischen Spiele - unter Vorjahresniveau. Das vierte Quartal und das damit zusammenhängende Weihnachtsgeschäft sicherten letztlich den ausgeglichenen Jahresabschluss, obgleich der Dezember leicht unter dem Vorjahresergebnis schloss. Die im Jahresverlauf doch teilweise sehr entgegengesetzt verlaufenden Entwicklungen machen deutlich, dass sich die starken Turbulenzen innerhalb der globalen und der europäischen Wirtschaftsentwicklung auch im Werbemarkt entsprechend niedergeschlagen haben.

Mit 1,7 Milliarden Euro waren auch in 2012 die Handelsorganisationen wieder das stärkste Segment im Werbemarkt - allerdings mit einem um 12,5 Prozent geringeren Investment als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Untersegment E-Commerce zeigte sich jedoch ein komplett gegenläufiges Bild. Hier wurden um fast ein Drittel die Werbeaktivitäten erhöht. Insbesondere Angebote aus dem Bereich Tourismus und Ticketverkauf als auch Mode-, Camping- und Sportartikelanbieter steigerten ihre Aktivitäten überproportional.

Das zweite starke Segment ist der Automobilbereich. Mit knapp 1,65 Milliarden Euro Werbedruck behauptet die Automobilbranche den zweiten Platz, bei einem Wachstum von 7,4 Prozent vs. Vorjahr. Hier wurden insbesondere im Bereich Online die werb-lichen Aktionen intensiviert (bei einer Steigerungsrate von mehr als 70 Prozent).

Beide Entwicklungen sind nur zwei von vielen Beispielen, die verdeutlichen, dass sich sowohl die Verbraucher- als auch die Werbemärkte immer weiter digitalisieren und die entsprechenden Kanäle verstärkt eingesetzt werden.

Werbung in den Printmedien macht 2012 immer noch ca. 35 Prozent des gesamten deutschen Werbemarktes aus. Allerdings hat auch kein anderes Medium in den letzten Jahren so stark an Anteil eingebüßt wie der Printbereich (2008 lag der Anteil noch bei etwa 43 Prozent). Gerade die gedruckten Medien werden besonders hart von den Onlinemedien attackiert. Am schlimmsten hat es 2012 bei den zurückgehenden Werbeeinnahmen die Tageszeitungen getroffen (5,04 Milliarden Euro/minus ca. 7 Prozent). Hauptgrund hierfür war die Zurückhaltung der Handelsorganisationen, die ihren Werbedruck weiter reduzierten. Publikumszeitschriften gaben beim Bruttowerbedruck um etwa 4 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro nach, Fachzeitschriften um 0,7 Prozent auf 416 Millionen Euro.

Andere Medien blieben stabil oder steigerten ihre Umsätze.

Allen voran generierte der Online-Markt das absolut größte Wachstum (mit rd. 427 Millionen Euro/+ ca. 17 Prozent), gefolgt von TV (+226 Millionen Euro/+ ca. 2 Prozent) und Radio (+88,5 Millionen Euro/+ ca. 6 Prozent). Die Mediengruppe Kino lag durch ein starkes Jahresende im Gesamtjahr mit 9,8 Millionen Euro und ca. 10-11 Prozent im Umsatz-Plus. Die Werbeeinnahmen von Plakat stagnierten bei knapp 1,3 Milliarden Euro (plus 0,4 Prozent).

2. Ertragslage

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde im Jahresabschluss 2012 geändert. Bisher wurden als Umsatzerlöse die Entgelte für Mediaschaltungen und Honorare ausgewiesen. Im Gegensatz zum Jahresabschluss 2011 werden für den Jahresabschluss 2012 die Umsatzerlöse als Nettoumsatz ausgewiesen. Unter dem Nettoumsatz sind hierbei Provisionen und Honorare für die Agenturleistungen zu verstehen. Damit ist das Mediavolumen nicht als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Änderung erfolgt aufgrund von besserer Vergleichbarkeit mit den Wettbewerbern, die in der Regel den Nettoumsatz ausweisen.

Die Ertragslage in 2012 ist gekennzeichnet durch einen Verlust im Berichtsjahr (vor Verlustausgleich) von TEUR -4.929 (Vorjahr: TEUR +898). Maßgeblich für den Verlust sind Sondereffekte in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 6.680, die aus noch zu leistenden Schadensersatzzahlungen resultieren. Die Umsatzerlöse sanken um TEUR 1.422 (37,0 %), das Rohergebnis sank auf Grund verschlechterter Vergütung sowie geringerer sonstiger betrieblicher Erträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.734 bzw. 39,6 %.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich um TEUR 5.827 von TEUR 898 auf TEUR -4.929.

Durch vertragliche Vereinbarung wird der bisher schwerpunktmäßig betreute Großkunde ab 2013 durch die Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, betreut. Damit verfügt die ACT ab 2013 nicht mehr über nennenswertes operatives Geschäft. Es ist beabsichtigt, die ACT auf ihre Gesellschafterin zu verschmelzen.

Investitionen und Produktentwicklung

Durch die Entwicklung neuer und der Weiterentwicklung bestehender Tools sowie Prozessoptimierungen innerhalb der Aegis Group plc (ab 26. März 2013 Dentsu Aegis Network) werden einerseits der Marktvorsprung im Bereich technischer Media-Applikationen ausgebaut und andererseits neue marktfähige Produkte entwickelt, die die Wertschöpfung der Agenturgruppe erhöhen.

Personal- und Sozialbereich

Die internen und externen Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung wurden im Rahmen der "Academy" (im Bereich Human Resources der AMCS angesiedelt) weiter ausgebaut.

Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern ein Deferred Compensation Modell zum Aufbau einer begünstigten Risiko- und Altersvorsorge an.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug durchschnittlich 1. Im Folgejahr wird mit einer unveränderten Mitarbeiterzahl auf dem bestehenden Niveau gerechnet. Weitere benötigte Leistungen wurden in 2012 von Schwestergesellschaften erbracht, die über vertraglich definierte Kostenerstattungen verrechnet werden.

3. Finanzlage

Das oberste Ziel des Finanzmanagements ist die Minimierung finanzwirtschaftlicher Risiken durch Liquiditätssicherung und Optimierung der Finanzkraft. Zu diesem Zweck ist die Gesellschaft in das Cashpool System der deutschen Aegis Media Gruppe eingebunden.

Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB stellen die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzernkreises der Aegis Group plc, London, dar. Bezüglich der Risiken wird auf 5.d. verwiesen.

Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

Die Cashflow-Positionen stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

2012 2011
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: -6.879 7.194
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 6.879 -7.194

Grundsätzlich unterliegt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einer starken Schwankung auf Grund unterschiedlicher Mittelzu- und -abflüsse, insbesondere im Verhältnis zu den Kunden und verbundenen Unternehmen einerseits sowie zu den Medien andererseits, bedingt durch die branchenüblichen Schwankungen bei den Mediaschaltungen.

Die Entnahmen von Finanzmittelanlagen im Cashpool der AMCEA bestimmen fast ausschließlich den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Der Cashpool ist im Bedarfsfall ein Mittel der gruppeninternen Finanzierung, in den ansonsten Zahlungsüberschüsse eingezahlt und angelegt werden. Damit spiegeln die Ein-und Auszahlungen in den Cashpool die Entwicklung des gesamten Cashflows wider, da die Gesellschaft nur über einen geringen Bestand an liquiden Zahlungsmitteln verfügt und der Finanzmittelfond am Ende der Periode - wenn überhaupt - nur einen geringen Anteil an der Bilanzsumme ausmacht.

Am Bilanzstichtag beträgt die Verbindlichkeit aus Cashpool TEUR 18.226 (Vorjahr: TEUR 10.449). Desweiteren wurde diese Position durch die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin bestimmt.

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wie folgt dar (in TEUR):

31.12.2012 31.12.2011 Veränderung 2012 vs. 2011
%
Vermögen        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen        
....Dritte 17.386 17.705 -319 -1,8%
....verbundene Unternehmen 29.276 5.131 24.145 >100%
....Gesellschafter 4929 140 4789 >100%
  51.591 22.976 28.615 >100%
Sonstige Aktiva 206 265 -59 -22,3%
Aktiva 51.797 23.241 28.556 >100%
Kapital        
Gezeichnetes Kapital 256 256 0 0,0%
Kapitalrücklage 281 281 0 0,0%
Eigenkapital 537 537 0 0,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber        
....Dritten 0 3.367 -3.367 -100%
....verbundenen Unternehmen 23.544 6.882 16.662 >100%
....Gesellschafter 2.597 744 -1.853 -100%
  26.141 10.993 15.148 >100%
Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 898 -898 -100%
Sonstige Passiva 25.119 10.813 14.306 >100%
Passiva 51.797 23.241 28.556 >100%

Die Vermögenslage der Gesellschaft weist in den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sowohl Dritten als auch verbundenen Unternehmen und dem Gesellschafter gegenüber - aufgrund der Tätigkeiten im Bereich der Media Abwicklung stark schwankende stichtags-bezogene Werte auf. Da Medialeistungen fast ausnahmslos von verbundenen Unternehmen bezogen werden, dominiert hier die entsprechende Verbindlichkeitsposition. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen basiert u.a. auf erst am Jahresende abgerechneten Leistungen.

Die weiteren Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin im Vorjahr basieren auf dem im Vorjahrabgeführten Jahresüberschuss.

Die sonstigen Passiva beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 18.226 (Vorjahr: TEUR 10.449) gegenüber dem als Cash-Pool-Führer fungierenden verbundenen Unternehmen.

Das Eigenkapital unterliegt auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages keiner Veränderung.

5. Risikobericht

a. Kontrollrisiken

Die deutsche Aegis Media Gruppe verfügt in allen Geschäftsbereichen über ein internes Kontrollsystem, das seinerseits einer permanenten Weiterentwicklung und Verbesserung unterliegt.

b. Allgemeine externe Risiken aus Umfeld und Branche

Zu den Konjunkturrisiken verweisen wir auf unsere Aussagen im Prognose- und Nachtragsbericht in Abschnitt 6. Generell gilt, dass die Geschäftstätigkeit der ACT in starkem Maße von der Konjunktur des Werbemarktes abhängt, welcher selbst wiederum von der konjunkturellen Entwicklung der jeweiligen Märkte abhängt, in denen die Werbetreibenden und die Medien tätig sind. Damit könnten Verschlechterungen im Konsumklima auch negative Einflüsse auf das Ergebnis der Gesellschaft haben.

Die ACT betreut schwerpunktmäßig einen Großkunden, wodurch ein branchenmäßig breit gefächertes Kundenportfolio nicht gegeben ist. Durch die Einbindung in die deutsche Aegis Media Gruppe sind die genannten Risiken dennoch überschaubar. Durch vertragliche Vereinbarung wird dieser Kunde ab 2013 durch die Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, betreut.

Wesentliche regulatorische oder sonstige rechtliche Risiken zeichnen sich für die Agenturbranche nicht ab.

c. Leistungswirtschaftliche Risiken

Absatzrisiken

Es besteht aus unserer Sicht kein von Inhalten abhängiges Absatzrisiko, da auf Grund der Medienvielfalt das Angebot für Werbetreibende und Agenturen sowohl gattungsübergreifend als auch innerhalb einzelner Mediengattungen weitgehend substituierbar ist.

Technische Risiken

Zur Absicherung der EDV-gestützten Verarbeitung werden Daten- und Programmsicherungen in den unterschiedlichsten Intensitäten vorgenommen.

Zur Optimierung von Abläufen sowie zur Erhöhung u.a. von Serverkapazitäten und Back-up-Ressourcen ist die gesamte EDV-Infrastruktur an einen externen Dienstleister ausgegliedert.

d. Finanzwirtschaftliche Risiken

Sämtliche Finanzinstrumente unterliegen dem internen Kontrollsystem des Unternehmens. Ziel im Rahmen des Risikomanagements ist dabei die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft sowie die Sicherung der Werthaltigkeit der Forderungen.

Der Risikoansatz des Unternehmens bei der Verwendung von Finanzinstrumenten ist dahingehend ausgesprochen konservativ, dass die vereinnahmten Media-gelder über ein Cashpool-System an die AMCEA als Cashpool-Führerin abgeführt und dort im Rahmen einer risikoaversen Anlagepolitik jederzeit liquidierbar angelegt werden. Das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen infolge von Zinsänderungen wird als unwesentlich erachtet und daher werden keine kompensatorischen Maßnahmen ergriffen.

Der Cashpool selbst ist bei der AMCEA gegen entsprechende Garantien der Aegis Group plc (ab 26. März 2013: Dentsu Aegis Network Ltd.) besichert. Die Forderungen der Gesellschaft aus dem Cashpool gegenüber der Cashpool-Führerin sind nicht besichert, jedoch besitzt die AMCEA bei der kontoführenden Bank eine sehr hohe Kreditwürdigkeit und ist jederzeit zahlungsfähig.

Maßnahmen zur Sicherstellung der Werthaltigkeit von Forderungen beinhalten neben einem eigenen Forderungsmanagement der Forderungen auch im Bereich der verbundenen Unternehmen zusätzlich eine für wesentliche Kunden der Gesellschaft über die AMCS abgeschlossene Kreditversicherung, womit das Ausfallrisiko großer Beträge deutlich minimiert wird.

Durch das generelle in der Branche verankerte Vorauszahlungssystem der Kunden an die Agentur vor deren Zahlung an die Medien ist das potentielle Liquiditätsrisiko der Gesellschaft als moderat einzuschätzen. Bei eventueller verspäteter Zahlung von Kunden oder vertraglich vereinbarter abweichender Zahlungsmodalitäten einzelner Kunden wird zur kurzfristigen Sicherung der Liquidität auf den Cashpool zurückgegriffen.

Das Forderungsmanagement sowie das Cashpool-System der deutschen Aegis Media Gruppe stellen weitere wesentliche Methoden zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft dar.

Die Werthaltigkeit und Verfügbarkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird durch regelmäßigen Informationsaustausch über den aktuellen Stand der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten deutschen Aegis Media Gruppe verfolgt.

Aufgrund der geschilderten Maßnahmen und Strukturen ist das Risiko eines Zahlungsmittelengpasses als gering anzusehen.

Wesentliche Risiken, die die künftige Entwicklung der Gesellschaft grundlegend beeinträchtigen könnten, sind bis auf den genannten Punkt, wonach auf Grund der vertraglichen Konstellationen mit dem internationalen Großkunden dessen Betreuung ab dem Geschäftsjahr 2013 durch die Gesellschafterin, die Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, durchgeführt werden wird, nicht gegeben. Dennoch ist beabsichtigt, die ACT auf ihre Gesellschafterin zu verschmelzen.

6. Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen und Marktchancen

Der Ausblick für den Werbemarkt 2013 bleibt unverändert schwach. Schon 2012 konnten die so genannten Vier-Jahres-Ereignisse - Olympia und Fußball-EM - den Werbungtreibenden in Deutschland nicht genug Anreize bieten um ihre Unsicherheit zu relativieren. Weiterhin sehen Experten (z.B. Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) wie auch Aegis Media intern) die aktuelle Geschäftsentwicklung unvermindert als krisenanfällig. Neben den anhaltenden Schuldenproblemen diverser EU-Länder, die sich auf das deutsche Exportmodell negativ auswirken, wird im Jahr der Bundestagswahlen eine gewisse Investitionszurückhaltung beobachtet. Die Kauflaune der privaten Haushalte gestaltet sich (dank stabilem Arbeitsmarkt und nachlassender Inflation) jedoch anhaltend positiv, so dass kein Einbruch erwartet wird. Ein Ende der Schwächeperiode ist aber noch nicht in Sicht.

Der Bruttowerbedruck in Deutschland erreichte laut Nielsen, dem weltweit führenden Anbieter von Informationen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern, nach den ersten sieben Monaten ein Brutto-Niveau von rund 14,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 bedeutet das eine Nullrunde (+0,2%). Dafür ist nicht nur die anhaltende rückläufige Tendenz bei Print Medien verantwortlich, sondern auch die ungewohnt schwache Entwicklung der Online Werbeausgaben: Nach Jahren des zweistelligen Wachstums verzeichnen diese nur noch +1,8% "year-on-year".

Die Netto-Betrachtung sieht ähnlich verhalten aus. Im Jahr 2012 gingen die Netto-Werbeumsätze um 3,2% zurück, trotz großer Fernsehereignisse und der Erreichung der Milliardenmarke bei den Online Werbeerlösen. Für das Werbejahr 2013 seien die ökonomischen Rahmenbedingungen nicht aussichtsreicher. Die deutschen Unternehmen blicken auf insgesamt wirtschaftlich schwache und unübersichtliche Zeiten, die zyklische Werbeplanung wieder auf die Agenda rufen. Die Aussicht auf wieder anziehende Inflationsraten, getrieben durch hohe Rohstoff- und Lohnkosten, sowie die Kosten der Energiewende tragen dazu bei, eine abwartende bis skeptische Haltung einzunehmen. Das Fazit der Frühjahrsbefragung des ZAW geht von einer Entwicklung "kaum über die Stagnationslinie" aus. Also bleiben die Netto-Werbeumsätze in der Nähe des Vorjahresniveaus mit 18,4 Mrd. Euro.

Bereits Anfang 2013 hatte auch Aegis Media den Ausblick auf das aktuelle Jahr nicht allzu optimistisch, sondern konservativ realistisch eingeschätzt und war von einem leichten Rückgang bis maximal einer Nullrunde ausgegangen. Die gesamtwirtschaftliche fragile Situation bleibt bestehen. Verschiedene Wirtschaftsprognosen mahnen eine strukturelle Schwäche und fehlende Investitionen an, momentan sei die positive Konjunktur vor allem durch die hohe private Binnennachfrage angetrieben. Unsere aktuelle Prognose bestätigt die nüchterne Ansicht und geht für 2013 von einer schwarzen Null aus.

Auch für 2014 verzeichnet unsere Prognose derzeit weiterhin kein großes Wachstum für den Gesamtmarkt. Nach der Stagnation in 2013 sollte jedoch ein leichtes Plus zu erwarten sein.

Medienentwicklung und unternehmensstrategische Chancen

Unabhängig von der momentanen gesamtwirtschaftlichen Situation bleibt auch zukünftig die weitere Stärkung des Kerngeschäftes Mediaplanung und -einkauf unser wichtigstes strategisches Ziel. Dabei werden im Mix über die verschiedenen Gattungsformen auch weiterhin die Medien Fernsehen und Print eine zentrale Rolle spielen. Interaktive Medien werden in ihrer Bedeutung deutlich zunehmen und in vielen Werbeformen werden die Gattungsgrenzen weiter verschwimmen und crossmediale Ansätze zunehmen.

Das neugeschaffene Dentsu Aegis Network bildet eine globale Kommunikationsgruppe für das digitale Zeitalter. Gerade für die zunehmend internationaleren Ausschreibungen großer Mediabudgets ergibt sich hierbei die Chance, das ganzheitliche Kommunikationskonzept im Rahmen einer neutralen Beratungsleistung in Wettbewerbspräsentationen glaubhaft machen zu können. So ist es gelungen, internationale Kunden und deren Budgets auch für Deutschland zu gewinnen oder bei Überprüfungen erfolgreich für die deutsche Gruppe zu verteidigen.

Da die Betreuung des internationalen Großkunden ab dem Geschäftsjahr 2013 durch die Gesellschafterin, die Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, durchgeführt werden wird, ist beabsichtigt, die ACT auf ihre Gesellschafterin zu verschmelzen.

Unternehmensentwicklung nach dem Bilanzstichtag

Durch die Neuregelung des Vertragsverhältnisses mit dem internationalen Großkunden lassen sich keine Aussagen über die Unternehmensentwicklung treffen, da das operative Geschäft weitestgehend verlagert worden ist.

Die Liquidität der Gesellschaft ist unabhängig davon weiterhin über den Cash-pool gesichert.

Für die Vermögenslage der Gesellschaft werden sich bei Fortbestand per 31. Dezember 2013 abgesehen von den reduzierten Werten keine strukturellen Veränderungen ergeben. Das Eigenkapital wird sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin nicht verändern.

Es ist beabsichtigt, die ACT auf ihre Gesellschafterin, die Carat Deutschland GmbH, Wiesbaden, zu verschmelzen.

7. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Wiesbaden, 19. Februar 2015

Die Geschäftsführung

Dirk Heumann

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