Tokheim Göhler GmbHLiquidiert

06116 Halle (Saale), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 8257
Vorher
Tokheim Acquisition GmbH
Eingetragen
12.9.2008
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und MessenReparatur und Instandhaltung von Maschinen
Gegenstand
Planung, Montage, Installation, Wartung und Service von Tankstellen, Tankanlagen, Shops und Bistros sowie der Handel und Vertrieb von Ausrüstungen und Zubehör, wie z.B. elektronische Tanksysteme, Zapfsäulen, Lagertanks und Dächer

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Wolfgang D. Spiess
seit 28.5.2010
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Göhler
seit 16.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH
99.90%
TSG Luxco Holding S.à r.l.LUX
0.10%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tokheim Göhler GmbH

Halle/Saale

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2010 bis zum 30.04.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2011

1. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Tokheim Göhler GmbH ist in ihrem Wirkungsbereich marktführend. Als größtes Unternehmen der Tokheim Service-Gruppe (TSG) ist die Gesellschaft maßgebend daran beteiligt, die Marktposition als leistungsstärkste Unternehmensgruppe in Planung, Bau und Wartung von Tankstellen jeder Art und Größe auszubauen.

Die für das Geschäftsjahr 2010/2011 gesetzten strategischen Ziele wurden in vollem Umfang erreicht. Die Umsatzerwartungen konnten damit übertroffen und die Ergebnisse in den einzelnen Bereichen im Wesentlichen erfüllt werden.

Das Geschäftsjahr war durch eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Branche geprägt. Da die Tokheim Service-Gruppe bundesweit stets in alle nennenswerten Ausschreibungen von Neu- oder Umbauten von Betankungsanlagen involviert ist und bei kleineren sowie mittelständischen Mineralölgesellschaften aufgrund jahrzehntelanger Zufriedenheit eine Präferenz bei Auftragsvergabe genießt, konnten die vorhandenen Kapazitäten für Neu- und Umbauarbeiten kontinuierlich ausgelastet werden. Als besonderer Vorteil hat sich hierbei die hohe Flexibilität der Bau- und Montage-Mannschaften erwiesen, so dass auch im Flüssiggas-Tankstellenbau und der Sanierung von Entwässerungsanlagen beachtenswerte Umsätze erzielt wurden.

Mit ca. 67 % Umsatzanteil ist der Servicebereich wesentlich an der Ergebnisentwicklung beteiligt. Grundlage für eine kontinuierliche Auslastung der Service-Ressourcen sind so genannte Kontraktorverträge mit Mineralölgesellschaften. Diese Vereinbarungen umfassen Serviceleistungen für eine Vielfalt von Tankstellenbetreibern in großen Regionen Deutschlands oder sogar die bundesweite Betreuung von Tankstellennetzen. Im Wettbewerbsvergleich zeichnet es sich immer mehr als besonders vorteilhaft heraus, dass die Tokheim Service-Gruppe Instandhaltungsarbeiten und Reparaturen an allen technischen Einrichtungen (also nicht nur an der Betankungstechnik, sondern auch an Elektrik oder Einrichtungen in Shop und Bistro) durchführen kann. Zur Umsatz- und Ergebnissteigerung hat im zweiten Halbjahr die Übernahme der Betreuung von fast 8.000 Zapfsäulen an deutschen Shell-Tankstellen beigetragen. Bereits im Vorfeld des am 1. November 2010 in Kraft getretenen Servicevertrages wurden unterschiedliche Leistungen für diesen neuen Kunden durchgeführt.

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Ergebnisstruktur stellt sich wie folgt dar:

30.4.2011
TEUR
% 30.4.2010
TEUR
% d. Vorjahr
in TEUR
%
Umsatzerlöse 57.238 100,0 61.227 105,4 -3.989,0 -6,5
+- Bestandsveränderungen 14 0,0 -3.146 -5,4 3.160,0 -100,4
= Gesamtleistung 57.252 100,0 58.081 100,0 -829,0 -1,4
+ sonst. betriebl. Erträge 794 1,4 712 1,2 82,0 11,5
- Materialaufwand 30.504 53,3 30.954 53,3 -450,0 -1,5
- Personalaufwand 19.029 33,2 18.351 31,6 678,0 3,7
- Abschreibungen 2.147 3,8 2.131 3,7 16,0 0,8
- sonst. betriebl. Aufwand 6.084 10,6 6.411 11,0 -327,0 -5,1
+ Finanzerträge 36 0,1 48 0,1 -12,0 -25,0
- Finanzaufwand 1.374 2,4 1.111 1,9 263,0 23,7
= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.056 -1,8 -117 -0,2 -939,0 802,6
- Außerordentliches Ergebnis 58 0,1 0 0,0 58,0 n/a
- sonstige Steuern 100 0,2 66 0,1 34,0 51,5
- Ertragsteuern -57 -0,1 0 0,0 -57,0 -
= Jahresergebnis vor EAV -1.157 -2,0 -183 -0,3 -1.031,0 563,4

Die Ertragslage ist grundsätzlich durch die bestehenden Serviceverträge mit den großen Tankstellenbetreibern in Deutschland geprägt. Diese Vereinbarungen über lange Zeiträume tragen außerordentlich zu einer mittelfristigen Sicherheit in der Planung bei. Im Vorjahresvergleich ist insbesondere zu berücksichtigen, dass im zweiten Halbjahr umfassende Investitionen und Neueinstellungen erforderlich waren, um die notwendigen Voraussetzungen zur Betreuung der neu hinzu gekommenen ca. 1.800 Shell-Stationen zu schaffen.

Die negative Ertragslage resultiert aus personellen Kapazitätsüberschüssen im Zeitraum Februar bis Oktober 2010 und wurde bewusst in Kauf genommen, um ausreichend Fachkräfte zur Abwicklung des Shell Vertrages zur Verfügung zu haben.

Durch die Beendigung des Servicevertrages mit dem Kunden ESSO zum 31. Januar 2010 sind die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dennoch konnte dieser Rückgang durch die Akquise des Zapfsäulenwartungsvertrags mit dem Kunden Shell ab dem 1. November 2010 im zweiten Halbjahr wieder ausgeglichen werden.

In Folge des Verlustes des Kunden ESSO sank die Belegschaft am Anfang des Geschäftsjahrs geringfügig und weitere Kostenreduzierungen wurden initiiert und umgesetzt. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres musste die Belegschaft aufgrund der

positiven Geschäftsentwicklung wieder aufgestockt werden und erreichte die Zahl von 485 zum Bilanzstichtag.

Der leichte Anstieg der Abschreibungen reflektiert die gestiegene Investitionstätigkeit, insbesondere in neuen Service-Fahrzeugen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf Sondereffekte des Vorjahres zurückzuführen. Dies betraf insbesondere erhöhte Fahrzeugkosten im Rahmen des neu abgeschlossenen Zapfsäulenwartungsvertrags mit dem Kunden Shell.

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Darlehen mit verbundenen Unternehmen und aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen nach den BilMoG-Bilanzierungsvorschriften.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 8.434 18,6 10.636 24,7 -2.202 -20,7
Sachanlagen 4.307 9,5 3.627 8,4 680 18,7
Finanzanlagen 9.945 21,9 10.528 24,5 -583 0,0
Vorräte abzgl. der erh. Anzahl. 7.916 17,4 7.261 16,9 655 9,0
Forderungen 13.607 30,0 10.240 23,8 3.367 32,9
Flüssige Mittel/Wertpapiere 976 2,2 243 0,6 733 301,6
Rechnungsabgrenzungsposten 208 0,5 474 1,1 -266 -56,1
Summe Aktiva 45.393 100,0 43.009 100,0 2.384 5,5
Bilanz zum 30.4.2011
TEUR
% Bilanz zum 30.4.2010
TEUR
% Änderung ggü. d. Vorjahr
in TEUR
%
PASSIVA
Eigenkapital 2.025 4,5 2.025 4,7 0 0,0
Rückstellungen für Kaufpreis 4.156 9,2 8.796 20,5 -4.640 0,0
übrige Rückstellungen 6.293 13,9 6.053 14,1 240 4,0
Verbindlichkeiten Verbund 25.630 56,5 20.536 47,7 5.094 24,8
Lieferverbindlichkeiten 2.678 5,9 1.475 3,4 1.203 81,6
übrige Verbindlichkeiten 4.611 10,2 4.124 9,6 487 11,8
Summe Passiva 45.393 100,0 43.009 100,0 2.384 5,5

Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist zum einen durch den Verlust des Kunden ESSO in Frühjahr 2010 und den Gewinn des Shell-Zapfsäulenwartungsvertrags im November 2011 und den sich daraus ergebenden Auswirkungen auf das Auftragsvolumen, die Forderungen und die Mitarbeiteranzahl und zum anderen durch die Zahlungen an den Alt-Gesellschaftern und nachträgliche Kaufpreiszahlungen beeinflusst.

Der Rückgang des immateriellen Anlagevermögens ist sowohl durch planmäßige Abschreibungen als auch durch eine Kaufpreisanpassung im Rahmen einer im Februar 2010 nachträglich geschlossenen Vereinbarung zur Wertbegrenzung der nachträglichen Kaufpreiszahlungen begründet.

Der Anstieg der Forderungen resultiert neben stichtagsbedingten Einflüssen wesentlich aus einem höheren Auftragsvolumen durch die Akquise des Shell-Zapfsäulenwartungsvertrags.

Der Rückgang der Rückstellungen für Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen ist auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Zahlungen für nachträgliche Kaufpreisbestandteile und die Begrenzung auf den maximalen ausstehenden Kaufpreis zurückzuführen.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten Verbund resultiert aus der erhöhten Inanspruchnahme des Cash-Pool-Kontos bei der Tokheim Applications SAS sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen der Tokheim-Service-Gruppe in Deutschland.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch eine Cash-Pool Vereinbarung mit der Tokheim Sofitam Applications SAS, Frankreich. Die Cash-Pool Verbindlichkeiten sind z. T. aufgrund der nachträglichen Kaufpreiszahlung im Geschäftsjahr 2010/2011 sowie der unzureichenden Auslastung im ersten Halbjahr gestiegen.

Die Investitionsmaßnahmen konnten zum Großteil mit eigenen Mitteln durchgeführt werden.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Die Bundesregierung verpflichtet die Tankstellenbetreiber zur Einführung von so genanntem E10-Kraftstoff im Jahr 2011. Hierfür sind Umrüstarbeiten erforderlich. Während sich die Umstellung auf Elf 0 in diesem Geschäftsjahr kaum niederschlug, müssen unsere Kunden im kommenden Jahr mehrere Millionen Euro investieren. Die Vorbereitungen hierfür sind im Gange und führen sicherlich zu einer nennenswerten Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung.

Mit dem Neukunden Shell wurde ein Rahmenvertrag über die Montage von mehreren Hundert Zapfsäulen im kommenden Geschäftsjahr geschlossen. Vitogaz Deutschland GmbH konnte als Neukunde für GU-Projekte gewonnen werden und beabsichtigt, ca. 20 LPG-Tankstellen zu bauen. Diese Abschlüsse sichern der Tokheim Service-Gruppe einen Umsatz von mehreren Millionen Euro im kommenden Geschäftsjahr, ergänzend zu dem sonst üblichen Investitionsvolumen der Branche.

Die Kunden- und Vertragsbasis der Gesellschaft konnte in diesem Geschäftsjahr weiter gefestigt und ausgebaut werden. So kamen umsatzstarke Vereinbarungen für bestehende Kunden und/oder unterschiedliche Zusatzleistungen mit mittelständischen Mineralölgesellschaften zustande, wie z. B. AGIP (Eni), ESSO, OMV, Orlen, Ql, Tamoil und Westfalen. Damit ist die Kontinuität im Service-Geschäft gesichert.

Auf Basis bestehender Service- und Bauverträge gehen wir von einem Umsatzvolumen für das kommende Geschäftsjahr in Höhe von ca. EUR 55,5 Mio. und für das sich daran anschließende Geschäftsjahr in Höhe von ca. EUR 56,0 Mio. aus. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (kurz: EBITDA) wird sich in den beiden folgenden Geschäftsjahren auf einem Niveau von ca. 7 % des Umsatzes belaufen.

Die Finanzierung des Unternehmens wird seit der Einführung des Cash-Poolings bei der Tokheim Sofitam Applications SAS ("TSA") seit dem 19. Januar 2009 im Wesentlichen konzernintern durchgeführt. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der TSA betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 3.677. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet und ist darüber hinaus gesichert.

5. Betriebstätten

Die Zusammenführung aller Aktivitäten der Tokheim Göhler GmbH, Tokheim Steinebach GmbH, TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH und Sänger Bau GmbH als Tokheim Service-Gruppe wurde in diesem Jahr erfolgreich fortgesetzt. Dies war ein wichtiger Schritt für weitere Kostensenkungen. Als besonders vorteilhaft hat sich die gleiche Geschäftsführung mit gleicher Management-Struktur für alle Unternehmen bewährt. Zur Durchsetzung der Unternehmensstrategie und Steuerung der Aktivitäten von 13 Betrieben mit rund 800 Beschäftigten wurde für die 4 Regionen jeweils ein Regionalleiter benannt. Die großen Mineralölgesellschaften und die meist regional arbeitenden mittelständischen Tankstellenbetreiber begrüßen unsere Kundennähe mit kurzen Wegen zu den Tankstellen und schnellen Reaktionszeiten durch die Standorte, deren zentrale Steuerung im Service für die Zusammenarbeit mit den überregionalen Mineralölgesellschaften unerlässlich ist. Hierfür wurde ein Call Center in Vechelde aufgebaut.

Der wesentliche Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung auf höchst möglichem Niveau lag in diesem Jahr auf der Stärkung des optimalen Sicherheitsbewusstseins der Mitarbeiter. In Health, Safety and Environment (HSE) investieren wir jährlich einen hohen sechsstelligen Betrag. Unser Service- und Montage-Personal setzt sich ausschließlich aus speziell für das Tankstellengewerbe und die dazugehörigen Gewerke ausgebildeten Fachkräfte zusammen, weshalb wir eine hohe Flexibilität haben und unser Angebot schnell auf aktuelle Marktentwicklungen ausrichten können.

6. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Das Deutsche Kartellamt setzt enge Grenzen für weitere Fusionen oder Tankstellenübernahmen, wodurch sich der Tankstellenmarkt kundenseitig stabilisiert. Durch die Insolvenz und dem endgültigen Wegfall eines großen und aggressiven Wettbewerbers hat sich die Wettbewerbssituation entspannt, so dass mit einem weiteren Preisverfall kaum und eher mit einer sukzessiven Erholung der Service-Preise zu rechnen ist.

Da die derzeitigen Kontraktor-Verträge für den größten Teil der betreuten Tankstellen bis oder über das Jahr 2013 hinaus laufen, gibt es im kommenden Geschäftsjahr kein Risiko aufgrund anstehender Vertragsverhandlungen. Vielmehr besteht die Möglichkeit, bei einigen mittelständischen Mineralölgesellschaften noch mehr Fuß zu fassen, weil diese durch den Aufkauf einzelner Tankstellen immer häufiger überregional arbeiten und aus Rationalisierungsgründen Kontraktoren suchen, die auch administrative Tätigkeiten für den Betrieb der Tanktechnik übernehmen.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass gute Chancen für die Entwicklung des Unternehmens auch aufgrund von technischen Neuerungen bestehen, die sich die Tokheim Service-Gruppe vielfach exklusiv gesichert hat.

 

Halle, 23. Dezember 2011

Thomas Göhler, Geschäftsführer

Wolfgang Spiess, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. April 2011

AKTIVA

30.4.2010
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.433,00 59.160,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.376.095,00 10.576.502,38
8.433.528,00 10.635.662,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.176,51 57.908,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.658,61 121.733,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.147.884,09 3.447.367,91
4.306.719,21 3.627.009,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.945.446,78 10.528.484,78
22.685.693,99 24.791.156,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.550.904,14 6.314.035,35
2. Unfertige Leistungen 2.961.128,84 2.947.805,06
9.512.032,98 9.261.840,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.698.226,57 6.786.880,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.031.481,74 1.779.377,30
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 1.157.088,54 (Vj. EUR 183.639,07)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.877.001,47 1.674.077,31
13.606.709,78 10.240.335,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 975.641,63 243.855,13
24.094.384,39 19.746.031,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 208.293,36 473.596,23
46.988.371,74 45.010.783,97

Passiva

30.4.2010
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
2.025.000,00 2.025.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.560.599,73 3.409.362,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 12.170,00
3. Rückstellungen für Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen 4.156.125,72 8.796.125,72
4. Sonstige Rückstellungen 2.732.379,43 2.631.469,08
10.449.104,88 14.849.126,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.289.420,60 927.036,12
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.596.147,88 2.001.388,63
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.678.033,66 1.474.759,18
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.629.791,06 20.535.834,94
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.062.972,32 1.847.875,84
davon aus Steuern EUR 1.705.583,02 (Vj. EUR 1.479.723,07)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 20.182,77 (Vj. EUR 26.451,75)
33.256.365,52 26.786.894,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.257.901,34 1.349.762,46
46.988.371,74 45.010.783,97

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010/2011

2009/2010
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.238.252,66 61.226.765,08
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 13.323,78 -3.145.726,12
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 794.563,61 711.881,96
58.046.140,05 58.792.920,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.356.522,52 8.465.203,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.147.890,72 22.488.769,54
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.512.318,72 14.604.908,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.516.736,37 3.745.892,46
davon für Altersversorgung EUR 83.090,63 (Vj. EUR 126.833,40)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.146.569,39 2.130.762,95
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.083.667,53 6.411.562,32
57.763.705,25 57.847.099,66
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.752,48 47.658,33
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 27.974,54 (Vj. EUR 24.777,12)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.374.455,62 1.110.892,89
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.094.905,30 (Vj. EUR 620.823,81)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 219.212,00 (Vj. EUR 0,00)
-1.338.703,14 -1.063.234,56
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.056.268,34 -117.413,30
11. Außerordentliche Aufwendungen 58.415,73 0,00
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 58.415,73 (Vj. EUR 0,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -57.681,15 0,00
13. Sonstige Steuern 100.086,01 66.225,77
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages ausgeglichener Verlust 1.157.088,93 183.639,07
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Mai 2010 bis 30. April 2011

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Anlagevermögen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Gegenstände vorgenommen.

Der Firmenwert, welcher aus der Anwachsung der Franz Göhler-Gruppe auf die Tokheim Göhler GmbH zum 1.11.2008 resultiert, wird über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für den Firmenwert beträgt mehr als 5 Jahre, weil der Firmenwert der Franz Göhler-Gruppe im Wesentlichen auf Wartungsverträgen beruht, die aufgrund der Wettbewerbssituation auf dem Tankstellenservicemarkt eine lange Laufzeit besitzen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert angesetzt.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,14 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit unterschiedlichen Prozentsätzen, nach Altersstruktur, bewertet.

Die Rückstellungen beinhalten in Höhe von TEUR 4.156 zukünftige bedingte Kaufpreisverpflichtungen gegenüber Altgesellschaftern aus dem Kauf ehemaliger Geschäftsanteile von Personengesellschaften, die im Rahmen einer Anwachsung untergegangen sind und durch entsprechende Vermögensgegenstände zu Zeitwerten ersetzt wurden. Die passivierten bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten resultieren aus vertraglich vereinbarten zukünftigen Ertragskennzahlen, die bei entsprechender Erfüllung zu weiteren Kaufpreiszahlungen führen.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

7. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind kurzfristig mit Ausnahme von Darlehen in Höhe von TEUR 1.048 gegenüber der Gsänger Bau-GmbH und der TIN Tank- & Industrieanlagen GmbH, welche eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Investitionszulagen in Höhe von TEUR 214, die erst nach dem Abschlussstichtag vollumfänglich rechtlich entstehen.

9. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Vorjahr die Umsatzsteuer auf Anzahlungen ausgewiesen. Dieser Betrag wurde gemäß BilMoG-Bilanzierungsvorschriften (§ 246 HGB) zum 30. April 2011 mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Der Ausweis der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 60, Kfz-Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 66, sowie Kraftfahrzeugsteuern in Höhe von TEUR 46.

10. Eigenkapital

Das Eigenkapital beinhaltet das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 sowie die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000.

Der aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit der Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH auszugleichende Verlust beträgt zum 30. April 2011 TEUR 1.157.

11. Rückstellungen für Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen resultieren aus bedingten Kaufpreisverpflichtungen im Rahmen eines Anteilserwerbs ehemaliger Geschäftsanteile von Personengesellschaften. Im Rahmen des Anteilserwerbs wurde ein Teil der Kaufpreisverpflichtungen vom Eintritt zukünftiger Ertragskennzahlen für einen Zeitraum von 36 Monaten ab dem Beurteilungszeitpunkt (1. November 2008) vereinbart. Die entsprechende Kaufpreiszahlung erfolgt für jeweils eine zusammenhängende Periode von 12 Monaten. Zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs (und Anwachsung) erfolgte die Ermittlung anhand der Beurteilung vorliegender Planungsrechnungen und einer dementsprechenden Anwendung aus der vertraglich vorgesehenen Staffelung der Kaufpreisverpflichtung. Zum 30. April 2010 erfolgte unter Berücksichtigung der bisher geleisteten Zahlungen eine Anpassung auf die in einer Ergänzungsvereinbarung vom Februar 2010 maximal begrenzte Zahlungsverpflichtung.

12. Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach Bewertung der Pensionsrückstellung zum 1. Mai 2010 laut versicherungsmathematisches Gutachten gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt TEUR 876. Die Verteilung des Unterschiedsbetrag erfolgt nach dem Wahlrecht gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über 15 Jahre. Somit ergibt sich ein im Geschäftsjahr 2010 - 2011 zu erfassender Mindestbetrag in Höhe von TEUR 58.

Der zum Jahresende noch nicht erfasste Unterschiedsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 Satz 2a EGHGB beträgt TEUR 818.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 4.378
Verrechnete Aufwendungen 58

13. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Personalverpflichtungen (TEUR 1.473), ausstehenden Rechnungen (TEUR 665) sowie Gewährleistungen (TEUR 159).

14. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

30. April 2011 30. April 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.289 927
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr -634 -378
davon Restlaufzeit 1 - 5 Jahre -655 -549
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.596 2.001
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr -1.596 -2.001
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.678 1.475
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr -2.678 -1.475
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.630 20.536
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr -7.630 -2.536
davon Restlaufzeit -18.000 -18.000
Sonstige Verbindlichkeiten 2.063 1.848
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr -2.063 -1.848
33.256 26.787

15. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet erhaltene Wartungspauschalen für die Monate Mai und Juni 2011.

16. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen auf zu zahlende Mietverpflichtungen (TEUR 788) sowie auf Leasingraten (TEUR 148).

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag 30. April 2011 hat die Tokheim Göhler GmbH gegenüber Kunden und Lieferanten der TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 3 und eine Kontraktorerfüllungsbürgschaft in Höhe von TEUR 10 sowie eine Bürgschaft für eine Mietkaution in Höhe von TEUR 7 bei der HypoVereinsbank übernommen.

Zur Sicherung aller gegenwärtigen und künftigen Ansprüche der Winterthur-Garantie Deutsche Garantie- und Kautions-Versicherungs-AG gegen die Firma TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH hat die Firma Tokheim Göhler GmbH eine Rückbürgschaft übernommen. Das Bürgschaftslimit beträgt TEUR 250.

Zum Bilanzstichtag sind die Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von TEUR 143 bei der AXA Versicherung AG und TEUR 88 bei der Allgemeinen Kreditversicherung Coface vorhanden. Die Gewährleistungsbürgschaft der AXA Versicherungs AG wurden durch den Assekuranzmakler Helmsauer & Preuss GmbH vermittelt.

Darüber hinaus existieren zum Bilanzstichtag 30. April 2011 keine weiteren Haftungsverhältnisse der Tokheim Göhler GmbH.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

17. Umsatzerlöse

Gemäß § 285 Nr. 4 HGB erfolgt eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2011 in Höhe von TEUR 57.238 entfallen auf die Tätigkeitsbereiche Service in Höhe von TEUR 38.080, Tankstellenbau in Höhe von TEUR 19.000 sowie andere Leistungen in Höhe von TEUR 158.

Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten entfällt, da sich die Geschäftstätigkeit der Tokheim Göhler GmbH überwiegend auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erstreckt.

18. Periodenfremde Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 476 handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 454) und um Erträge aus Anlageabgängen (TEUR 22).

19. Periodenfremde Aufwendungen

Im Geschäftsjahr waren keine periodenfremden Aufwendungen zu verzeichnen.

20. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen handelt es sich um Zinserträge für Bankguthaben sowie Zinserträge für an die Tochtergesellschaften Gsänger Bau-GmbH und TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH gewährte Darlehen.

21. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen mit verbundenen Unternehmen und Darlehenszinsen für Kfz-Darlehen sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen (TEUR 219).

22. Außerordentliche Aufwendungen

Die jährliche Anpassung der Pensionsrückstellung nach den BilMoG-Bilanzierungsvorschriften (TEUR 58) wird als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen.

23. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 in Bezug auf die Ergebnisse der Betriebsprüfung für die Veranlagungsjahre 2003-2008.

24. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des mit der Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages sowie der bestehenden steuerlichen Organschaft ist das Geschäftsergebnis nicht durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belastet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 58 in Bezug auf die Ergebnisse der Betriebsprüfung für die Veranlagungsjahre 2003 - 2008.

V. Sonstige Angaben

25. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

30. April 2011 30. April 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 275 285
Angestellte 196 160
Mitarbeiter gesamt 471 445

26. Konzernbeziehungen

Herrschender Gesellschafter der Tokheim Göhler GmbH ist mit einem Anteil von 100 v. H. die Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH, München (Amtsgericht München HRB 122934).

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Tokheim Holding SAS, Paris, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Tokheim Göhler GmbH hat gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. März 2009 mit der Deutsche Tokheim Verwaltungsgesellschaft mbH als herrschender Gesellschafter einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

27. Anteilsbesitz

Die Gsänger Bau-GmbH mit Sitz in 91166 Georgensgmünd, An der Papiermühle 43, ist eine hundertprozentige Tochter der Tokheim Göhler GmbH. Die Gsänger Bau-GmbH weist zum 30. April 2011 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 710 sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 194 aus.

Die TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH mit Sitz in 06116 Halle (Saale), Fiete-Schulze-Straße 11, ist eine hundertprozentige Tochter der Tokheim Göhler GmbH. Die TIN Tank- & Industrieanlagen Nord GmbH weißt zum 30. April 2011 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.339 sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 153 aus.

28. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Tokheim Göhler GmbH sind Herr Thomas Göhler und Herr Wolfgang Spiess.

29. Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane

Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane wird von § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht.

30. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr betrug das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 60.

 

Halle (Saale), 23. Dezember 2011

Thomas Göhler, Geschäftsführer

Wolfgang Spiess, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.5.2010 Zugänge Abgänge Anwachsung 30.4.2011
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.848,88 30.960,55 0,00 202.809,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.821.546,58 0,00 1.416.962,00 10.404.584,58
11.993.395,46 30.960,55 1.416.962,00 0,00 10.607.394,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.016.263,58 0,00 0,00 1.016.263,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 498.772,90 36.009,11 19.216,28 515.565,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.379.759,08 2.044.876,54 543.033,31 9.881.602,31
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.894.795,56 2.080.885,65 562.249,59 0,00 11.413.431,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.528.484,78 0,00 583.038,00 9.945.446,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.528.484,78 0,00 583.038,00 0,00 9.945.446,78
32.416.675,80 2.111.846,20 2.562.249,59 0,00 31.966.272,41
Kumulierte Abschreibungen
1.5.2010 Zugänge Abgänge Anwachsung 30.4.2011
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.688,88 32.687,55 0,00 145.376,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.245.044,20 783.445,38 0,00 2.028.489,58
1.357.733,08 816.132,93 0,00 0,00 2.173.866,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 958.355,07 15.732,00 0,00 974.087,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 377.039,78 36.573,11 14.705,77 398.907,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.932.391,17 1.278.131,35 476.804,30 5.733.718,22
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.267.786,02 1.330.436,46 491.510,07 0,00 7.106.712,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.625.519,10 2.146.569,39 491.510,07 0,00 9.280.578,42
Buchwerte
30.4.2011 1.5.2010
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.433,00 59.160,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.376.095,00 10.576.502,38
8.433.528,00 10.635.662,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.176,51 57.908,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 116.658,61 121.733,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.147.884,09 3.447.367,91
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
4.306.719,21 3.627.009,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.945.446,78 10.528.484,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
9.945.446,78 10.528.484,78
22.685.693,99 24.791.156,70

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Tokheim Göhler GmbH, Halle/Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 23. Dezember 2011

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jeanneaux, Wirtschaftsprüferin

Zätzsch-Loos, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

10 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.