Aspasia Event GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Deniz Kerem Sargut seit 31.1.2022 | Prokura |
Helge Hollander seit 4.7.2017 | Geschäftsführer |
Katrin Sandra, geb. Reimer Stahlberg seit 4.7.2017 | Geschäftsführer |
Johannes Tobias Tolle seit 18.4.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Reservix Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reservix GmbHFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023der Reservix GmbH, Freiburg im BreisgauInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Unternehmensstruktur 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage 2.1. Geschäftsverlauf 2.2. Ertragslage 2.3. Finanzlage 2.4. Vermögenslage 2.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2.6. Wesentliche Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Bericht über Zweigniederlassungen I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Reservix ist in Deutschland, der Schweiz und Österreich einer der marktführenden Anbieter im Bereich Ticketing und damit verbundenen Dienstleistungen. Reservix betreibt ein webbasiertes Ticketingsystem für Veranstalter, Vorverkaufsstellen und Medienpartner. Veranstalter und Vorverkaufsstellen können somit in Echtzeit und mit hohen Datenschutz- und Datensicherheitsstandards auf ihre Daten zugreifen. Eine intuitive Benutzeroberfläche, umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten und Berichtsmodule sowie die Unterstützung unterschiedlicher Zahlungsanbieter bieten ein breites Leistungsspektrum für Veranstalter und tragen wesentlich zur Attraktivität und Marktakzeptanz dieses Ticketingsystems bei. Neben dem modernen und leistungsfähigen Ticketingsystem bietet Reservix seinen Kunden ein umfangreiches Paket an Dienstleistungen rund um den Verkauf von Tickets, insbesondere im Bereich Werbung, Direktkommunikation und Marketing. Als Vertriebskanäle stehen die Ticketportale reservix.de und adticket.de, mit bundesweit aktiven Vorverkaufsstellen, zahlreichen Medienpartnerschaften und Affiliates, ein Callcenter, soziale Netzwerke sowie eine Ticket App zur Verfügung. Es ist uns im Laufe der Corona-Pandemie gelungen, unsere bestehenden Systeme kurzfristig an die Herausforderungen, die durch die Pandemie entstanden sind, anzupassen und durch zusätzliche Angebote, wie z. B. zum Streamen von Veranstaltungen oder zur Durchführung von hybriden Veranstaltungen, d. h. der Kombination von Präsenzveranstaltung und Streaminglösungen, zu erweitern. Mit diesen Weiterentwicklungen waren wir am Markt gut aufgestellt, um auch unter Corona- Bedingungen unseren Kunden moderne und an die aktuellen Bedürfnisse angepasste Lösungen anbieten zu können. Mit den bestehenden und neuen Mitarbeitenden ist es uns gelungen, die nach dem Rückgang der Corona-Pandemie wieder gestiegene Nachfrage nach unseren Leistungen zu bedienen. 2. Unternehmensstruktur Alle Geschäftsanteile unseres Unternehmens werden von der Manos Holding AG, Freiburg i. Brsg., gehalten. 3. Forschung und Entwicklung Um unseren Kunden jederzeit modernste Lösungen anbieten zu können, investieren wir weiterhin in die ständige Weiterentwicklung unserer Systeme. Ca. 20 % unserer Mitarbeiter sind hiermit beschäftigt. Ergänzend kaufen wir uns bei Bedarf weitere Entwicklungskapazitäten auf den internationalen Märkten zu. II. Wirtschaftsbericht 1.a) Lage nach Eintreten der Corona-Pandemie Die Ticketing-Branche war im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht mehr unmittelbar und massiv von den zur Eindämmung der Corona- Pandemie getroffenen Maßnahmen für die Veranstaltungsbranche betroffen. Auf der Basis von persönlichen Gesprächen und Kommunikation mit Veranstaltern gab es jedoch weiterhin ein branchenweites Gefühl einer allgemeinen Zurückhaltung der Ticketkäufer. Dies betraf im Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere die Zeiträume Juli 2022 bis Dezember 2022. 1.b) Lage nach Ende der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahr 2022/2023 von Januar 2023 bis Juni 2023 merkten wir anhand der gegenüber den jeweiligen Zeiträumen seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 (letztes Vor-Corona-Jahr) steigenden Umsatzerlöse, dass die Ticketkäufer wieder vermehrt Tickets für Veranstaltungen kaufen und die allgemeine Zurückhaltung durch die Corona-Pandemie rückläufig gewesen ist. Mit den steigenden Umsatzerlösen wurden wir in dem Gefühl bestärkt, dass sich die Tragfähigkeit unseres Geschäftsmodells und die Resilienz der Veranstaltungsbranche insgesamt bestätigt. Es ist erneut ein großes Interesse an dem Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen festzustellen. 2. Geschäftsverlauf und Lage 2.1 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022/2023 war teilweise noch durch die Corona-Pandemie beeinflusst. Dies lag unter anderem an den o. g. Punkten bezüglich der wahrgenommenen Zurückhaltung der Ticketkäufer beim Erwerb von Veranstaltungstickets. Der Umsatz hat sich gegenüber den Vorjahreszeiträumen wie folgt entwickelt:
Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2022/2023 erwartungsgemäß stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 11,62 Mio. EUR bzw. 45,58 % gestiegen und hat damit die Hoffnung erfüllt, dass sich die Einflüsse der Corona-Pandemie nur noch minimal ausgewirkt haben. Im ersten Halbjahr 2023 (zugleich zweites Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023) liegt der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 um 41,60 % höher, nämlich bei 18,43 Mio. EUR. Insgesamt wurde in diesem Geschäftsjahr das Umsatzniveau aus dem Vor-Corona-Jahr 2018/2019 übertroffen. Die negativen Auswirkungen in den zwei Vorjahren auf die Finanz- und Ertragslage konnten durch die Gewährung von Coronahilfen und Kurzarbeitergeld weitgehend kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 war dies durch den Wegfall des Kurzarbeitergeldes und den Wegfall der durch den Staat gewährleisteten Coronahilfen nicht gegeben. Der im Vorjahr erwartete Umsatzanstieg für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist trotz der teilweisen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie erwartungsgemäß eingetreten. Der wirtschaftliche Erfolg konnte erwartungsgemäß nicht an die Erfolge der Vor-Pandemie-Zeiten anknüpfen. Beim Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein weiterer, aber geringerer Jahresfehlbetrag als im Geschäftsjahr 2021/2022 erwartet, da davon ausgegangen wurde, dass in der Kostenbasis bereits ein Umsatzniveau nach Corona antizipiert ist, die tatsächliche Umsatzentwicklung dies jedoch noch nicht vollständig kompensieren würde. Diese Erwartung konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 erreicht werden. Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sind wir, insbesondere vor dem Hintergrund einer signifikanten Zunahme von Ticketverkäufen, grundsätzlich zufrieden. Für die Zukunft sind wir optimistisch, dass sich auch die natürlichen Kostensteigerungen (Energiekrise, Inflation etc.) durch die Rückkehr der normalisierten Ticketverkäufe ausgleichen werden. 2.2 Ertragslage Die Steigerung des Umsatzes von 25,5 Mio. EUR im Vorjahr um 11,6 Mio. EUR auf 37,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr betraf alle wesentlichen Umsatzquellen. Der Anstieg der Erlöse in den Bereichen Vorverkaufs- und Stornogebühren, Systemgebühren und Servicegebühren betrug rund 52,02 %. Der Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr steht ein unterproportionaler Anstieg der bezogenen Waren und Leistungen und Gebühren wie z. B. für Porto, Kreditkarten, Nebenkosten des Geldverkehrs, PayPal, Callcenter oder Internetplattformen in einer Größenordnung von insgesamt knapp 1,57 Mio. EUR bzw. 33,9 % gegenüber dem Vorjahr 2021/2022 gegenüber. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden keine erwähnenswerten Coronahilfen bezogen, sodass diese keinerlei Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten. Der Personalaufwand erhöhte sich von 18,3 Mio. EUR im Vorjahr um 2,58 Mio. EUR oder 14,1 % auf 20,9 Mio. EUR. Die Abschreibungen haben sich in diesem Geschäftsjahr um 76,1 % bzw. 705 TEUR von TEUR 926 im Vorjahr auf TEUR 1.631 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.546 erhöht. Der wesentliche Anstieg ist auf eine stärkere Inanspruchnahme von externen Softwareentwicklungen (TEUR +745), Mehrkosten im Verwaltungsaufwand (TEUR +506), höhere Mietkosten durch die Hinzunahme von mehr Büroflächen (TEUR +253), höhere Reise- und Bewirtungskosten (TEUR +249), mehr Werbekosten durch mehr Werbeaktivitäten (TEUR +237) und gestiegene Kosten im Bereich Lizenzen und Konzessionen (TEUR +134) zurückzuführen. Außerdem gab es eine Erhöhung um insgesamt 90 TEUR in den beiden Posten Fortbildungs- und Rechts- und Beratungskosten. Bei den Zinsaufwendungen ergab sich ein Rückgang um TEUR 21 auf TEUR 92. Die Zinsen setzten sich hauptsächlich aus Finanzierungszinsen des KfW-Darlehens zusammen, von dem im Geschäftsjahr 2022/2023 bereits TEUR 937 getilgt wurden. Die Bereitstellungszinsen (TEUR 56), die noch im vorherigen Geschäftsjahr gezahlt werden mussten, sind im Geschäftsjahr 2022/2023 nicht mehr angefallen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) verbesserte sich deutlich von -2,7 Mio. EUR um 1,70 Mio. EUR auf TEUR -1.003. Die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug damit -2,70 %. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich von -3,6 Mio. EUR um 2,17 Mio. EUR auf -1,43 Mio. EUR. Das Jahresergebnis verbesserte sich von -4,0 Mio. EUR im Vorjahr um 1,76 Mio. EUR auf -2,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022/2023. 2.3 Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens hat sich durch das Jahresergebnis im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr noch ein weiteres Mal leicht verschlechtert. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023, bedeutet Juli 2022 bis September 2022, wurde von der in Höhe von 5 Mio. EUR bestehenden Kreditzusage bei der KfW die zweite Tranche des Bankdarlehens zur Sicherung der Liquidität in Höhe von 2,5 Mio. EUR abgerufen. Eine erste Tranche in Höhe von 2,5 Mio. EUR wurde bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 abgerufen. Der Gesamtbetrag des KfW-Darlehens belief sich entsprechend nach dem 1. Quartal des Geschäftsjahres auf 5,0 Mio. EUR. Das langfristig gebundene Anlagevermögen wird zu 75 % durch Eigenkapital finanziert. Im Vorjahr betrug die Quote noch 90 %. Der Rückgang ist insbesondere auf die weitere Reduktion des Eigenkapitals durch den Fehlbetrag des Geschäftsjahres 2022/2023 zurückzuführen. Dem steht insbesondere ein Rückgang des Anlagevermögens durch die Umschichtung der IC-Darlehen ins Umlaufvermögen gegenüber, welche im Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.856 im Anlagevermögen ausgewiesen waren. Die liquiden Mittel von 5,1 Mio. EUR (im Vorjahr 3,8 Mio. EUR) reichen wie im Vorjahr nicht aus, die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8,39 Mio. EUR sowie die kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR abzudecken. Es steht weiteres kurzfristig verfügbares Umlaufvermögen i. Form von Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Vorratsbeständen in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR) zur Verfügung. Die Liquiditätslage des Unternehmens war während des gesamten Geschäftsjahres aufgrund der langfristigen Planung der Liquidität, den bestehenden Kreditlinien und dem durchgeführten Cash- Management, ohne Ausnahmen, vollständig gesichert. Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2023/2024 lässt, insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten positiven Auswirkungen der Ertragsentwicklung auf die Liquidität des Unternehmens sogar eine insgesamt verbesserte Liquiditätsausstattung erwarten. 2.4 Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital hat sich nominal in Höhe des Jahresfehlbetrages des Geschäftsjahres um 2.248 TEUR auf 1.693 TEUR vermindert. Gleichzeitig ist die Bilanzsumme um 1.228 TEUR auf 14.465 TEUR (Vorjahr 13.237 TEUR) gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr zurückgegangen und liegt entsprechend bei 11,7 % (Vorjahr: 29,8 %). Die Erhöhung des Gesamtvermögens von 13,2 Mio. EUR im Vorjahr um 1,2 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2022/2023 ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Bankguthaben um 1,3 Mio. EUR zurückzuführen. Außerdem gab es eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+0,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine Umschichtung von IC- Darlehen vom Anlage- in das Umlaufvermögen vorgenommen. Entsprechend verminderten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Anlagevermögen um 1,8 Mio. EUR auf 0 EUR, während sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Umlaufvermögen um TEUR 821 erhöhten. Die restlichen 1,0 Mio. EUR wurden von den verbundenen Unternehmen zurückgezahlt. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Geschäftsjahr um EUR 1,0 Mio. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert in Höhe von T-EUR 643 im Wesentlichen aus einem getrennten Ausweis von Verrechnungskonten für Ticketkäufe, welche im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten saldiert wurden. Die Erhöhungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 3.652 setzen sich wie folgt zusammen: Eine Erhöhung um TEUR 2.246 bei den Sonstigen Verbindlichkeiten, ein Anstieg von TEUR 1.172 bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, ein Anstieg von TEUR 166 bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie ein Anstieg um TEUR 67 bei Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage während des Geschäftsjahres 2022/2023 hat sich bereits maßgeblich von der im Vorjahr, das noch stark von der Corona-Pandemie beeinflusst war, erholt. Die Einwirkungen auf die Wirtschaftslage waren zwar noch teilweise von der aus der Corona-Pandemie stammenden Unsicherheit geprägt, jedoch haben wir zunehmend den Drang der Bevölkerung, das soziale Leben wieder zurückzugewinnen, wahrgenommen. Allerdings hatten insbesondere in den Wintermonaten des Geschäftsjahres 2022/2023 der Ukrainekrieg sowie die daraus resultierende Energiekrise Einfluss auf die innerdeutsche Wirtschaft. Durch die stark (teilweise über 300 %) angestiegenen Energiekosten (Strom, Gas etc.) waren einige Veranstalter und Gastronomen dazu gezwungen, ihre Geschäftsräume und damit die geplanten Veranstaltungen abzusagen. Die Folge waren viele Insolvenzen, insbesondere in der Eventbranche, die auch die Ticketverkäufe nachteilig beeinflusst haben. Angesichts der gesicherten Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie der Eigenkapitalausstattung und der bereits eingetretenen Umsatzsteigerungen der letzten Monate sowie der erwarteten zukünftigen Umsatzzuwächse mit entsprechender Auswirkung auf die Ertragslage beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt positiv. 2.6 Wesentliche Leistungsindikatoren Als wesentliche Leistungsindikatoren wurden von dem Unternehmen die Kennziffern Umsatzerlöse und die EBITDA-Marge definiert. Die Umsatzerlöse ergeben sich insbesondere aus verschiedenen Ticketgebühren, die sich nach der Anzahl Tickets (Systemgebühren), Anzahl Bestellungen (Servicegebühr), dem Ticketpreis (Vorverkaufsgebühr) sowie weiteren Gebühren (Versand, Artikel etc.) ergeben. Die EBITDA-Marge ist eine prozentuale Kennzahl, die auf dem EBITDA-Ergebnis in Abhängigkeit zu den Umsatzerlösen basiert. Das EBITDA ergibt sich aus den Umsatzerlösen, den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwands, Personal- und Raumkosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die sonstigen Steuern, Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie das Finanzergebnis werden bei der Berechnung des EBITDA nicht berücksichtigt. III. Prognosebericht Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 führten die konjunkturellen Daten für die Gesamtwirtschaft und die branchenspezifischen Entwicklungen, beide stark beeinflusst durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Kaufzurückhaltung nach Anfang des Ukrainekrieges auf die Veranstaltungs- und Ticketingbranche, zu einem etwas langsameren Anstieg des Umsatzes als erwartet. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine starke Erholung der Eventbranche und eine damit verbundene höhere Anzahl an Veranstaltungen durch das gesamte Geschäftsjahr hindurch. Die Energiekrise hat sich - basierend auf den Prognosen und dank der Maßnahmen der Bundesregierung - bereits im Laufe des Jahres 2023 entspannt. Darüber hinaus rechnen wir zu Beginn des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2023/2024 mit einem starken Weihnachtsgeschäft und Umsatzanstiegen gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse in den Monaten Oktober, November und Dezember im stark positiven Bereich liegen werden und somit die Liquiditätslage des Unternehmens noch einmal deutlich verbessert wird. Aus Liquiditätssicht kann entsprechend davon ausgegangen werden, dass die Tilgungen des KfW- Darlehens nicht zu einer Anspannung der Unternehmenssituation führen werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Durch das bestehende Risikomanagementsystem und die ständige, sicherheitsrelevante Aktualisierung der betrieblichen Software und beständiges Marktauftreten werden eventuelle Gefährdungen zwar nicht ausgeschlossen, aber auf ein Minimum begrenzt. Durch den Ukrainekrieg sind unmittelbare Auswirkungen auf unsere Vertriebs- und Absatzaktivitäten eher unwahrscheinlich, da diese unsere Branche nur indirekt betreffen. Mittelbare Auswirkungen aus dem Ukrainekrieg könnten sich jedoch z. B. aus einem erneuten deutlichen Anstieg der Energiepreise ergeben (vgl. z. B. Ausführungen unter Tz. II 2.5 und III). Wie unter Tz. III dargestellt erachten wir dieses Risiko aktuell für gering. Wir erwarten kurzfristig eine starke Erholung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr, die unter anderem aus Nachholeffekten resultiert. Marktstellungsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Wir sehen uns nach Rückgang der Corona- Pandemie und der Energiekrise gut aufgestellt. Langfristige Verträge werden weiterhin verlängert und erfolgreich neue Kunden akquiriert. Ein Delkredererisiko bei Forderungen an Ticketkäufer besteht grundsätzlich nicht, dieses tragen die beauftragenden Veranstalter. Für Forderungen gegenüber Veranstaltern wurde dem neu aufgetretenen Branchenrisiko infolge der Corona-Pandemie durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Trotz der Fixierung auf die Eventbranche entsteht aufgrund der breiten Streuung der Forderungen gegenüber vielen Veranstaltern kein Klumpenrisiko. Selbst mit den 20 größten Veranstaltern (entspricht ca. 1 % aller aktiven Kunden) erwirtschaftet das Unternehmen weniger als 20 % des Gesamtumsatzes. Bestandsgefährdende Liquiditätsrisiken sind durch ein strenges Cash-Management, den zu erwartenden Anstieg der Umsätze und die weitere Nutzung von bereits abgerufenen Kreditlinien (Unternehmerkredit der KfW für Corona-Hilfe für Unternehmen) sowie den restlichen Zufluss aus staatlichen Corona-Hilfsprogrammen nicht zu erwarten. Derzeit wird noch mit wenigen Risiken bei der Personalbeschaffung gerechnet. Dennoch ist es schwieriger, Fachkräfte (z. B. in der Entwicklung/E-Commerce) zu finden. Jedoch gelingt es uns bisher, alle neu ausgeschriebenen Stellen zu besetzen. Die Rekrutierungszeit für Fachkräfte ist in der Regel aufwendiger und zeitintensiver als bei Sachbearbeitern, sodass eine längere Planungszeit erforderlich ist. Bei Sachbearbeitern haben wir aktuell keine Probleme bei der Nachbesetzung von Stellen. Die Bewerbungslage ist in der Regel gut. Das Risiko, Mitarbeiter zu verlieren, schätzen wir im Normalbereich ein. Wir sind uns der Herausforderung bewusst, dass heutzutage ein größeres Augenmerk auf diesem Thema liegt. Dieses versuchen wir durch u. A. folgende Maßnahmen zu meistern:
Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls des Ticketingsystems sowie der E-Commerce-Portale und Veranstalter-Shops wird als nicht sehr hoch eingeschätzt. Reservix hat mehrere verschiedene Mechanismen etabliert, um einen solchen Ausfall möglichst zu vermeiden, wie zum Beispiel:
2. Chancenbericht Grundsätzlich bietet der Markt für Eventveranstaltungen aller Art unserem Unternehmen Chancen, weitere Kunden zu gewinnen und einen größeren Marktanteil im Vergleich zu unseren Wettbewerbern zu generieren. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und Produkten ist nach Rückgang der Corona-Pandemie stark gewachsen. Der unveränderte Trend zu Online-Buchungen mit den einhergehenden individuellen Nutzungsmöglichkeiten für Kunden bietet Wachstumschancen. Um diese noch besser ausschöpfen zu können, wurde die Entwicklung des Mobilen-Tickets fortgeführt und wird in den nächsten Jahren stetig weiterentwickelt werden. Der durch die Corona-Pandemie angestiegene Trend des Kundenverhaltens zu Online-Buchungen wird auch im kommenden Geschäftsjahr zum Anstieg von Onlineumsätzen führen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Tragfähigkeit unseres Geschäftsmodells weiter besteht und belastbarer wird. Neben dem organischen Wachstum sehen wir weiterhin interessante Möglichkeiten für Kooperationen mit im Wettbewerb stehenden Unternehmen sowie weitere Wachstumschancen durch Akquisitionen. Durch die Investition in Personal konnten attraktive Angebote entwickelt werden, die bereits zu entsprechenden Vereinbarungen mit Kunden führten. 3. Gesamtaussage Die Investitionen in Personal und die noch spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Finanzierung durch Eigenkapital gemindert. Trotzdem ist die Eigenkapitalausstattung und Liquiditätslage nach wie vor befriedigend. Durch die auch während der Pandemie intensiv gepflegte und enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, deren intensive Betreuung, einen weiterhin stetigen Ausbau unseres Vertriebsnetzes sowie die Akquise weiterer Kunden sind wir am Markt sehr gut aufgestellt. Wir haben an die vor der Corona- Pandemie vorhandenen Umsatzsteigerungen angeschlossen und gehen davon aus, weitere Marktanteile gewinnen zu können. Wir sehen deshalb keine wesentlichen Marktstellungsrisiken in der künftigen Entwicklung. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten und den Wegfall coronabedingter Kosten (bis in den Monat Dezember wurden alle Mitarbeiter:innen kostenfrei auf Corona getestet) erwarten wir sowohl einen weiteren Umsatzanstieg als auch eine Verbesserung der Ertragssituation. Die Investition in Personal erhöht die Fähigkeit unseres Unternehmens, schneller technischen Fortschritt umzusetzen und am Markt anzubieten. Für das Folgejahr erwarten wir eine deutliche Umsatzsteigerung und erhebliche Steigerung der EBITDA-Marge im Vergleich zum Vorjahr. Weiterhin prognostizieren wir ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Jahresergebnis. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente als Sicherung für Grundgeschäfte werden nicht eingesetzt. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält eine Zweigniederlassung in Frankfurt a. M. Unselbständige Zweigstellen bestehen in Berlin, Duisburg, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Mühldorf am Inn und Oldenburg. Unterschrift der Geschäftsführung
Freiburg im Breisgau, den 8. Februar 2024 Reservix GmbH Helge Hollander, Geschäftsführer Katrin Stahlberg, Geschäftsführerin Johannes Tobias Tolle, Geschäftsführer Zur Offenlegung bestimmte Bilanz auf den 30. Juni 2023der Reservix GmbH, Freiburg im BreisgauAKTIVA
PASSIVA
Zur Offenlegung bestimmte Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023der Reservix GmbH, Freiburg im Breisgau
Zur Offenlegung bestimmter Anhang zum 30. Juni 2023der Reservix GmbH, Freiburg im BreisgauA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Reservix GmbH wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Sämtliche Anteile der Reservix GmbH werden von der Manos Holding AG, Freiburg, gehalten. Mit der Manos Holding AG als Organträger besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. B. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden stetig beibehalten, insbesondere: Im Anlagevermögen führte die Corona-Pandemie zu keinen Änderungen der Buchwerte. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren erfasst. Die erworbenen Firmenwerte, welche Kundenstämme betreffen, werden über eine planmäßige Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren, angesetzt. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr entsprechend den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Aufwand erfasst. Selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden nach steuerlichen Grundsätzen im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen wurden im Geschäftsjahr die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen sind mit den Nominalwerten ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren entsprechend den handelsrechtlichen Grundsätzen mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen sowie für zweifelhafte Forderungen Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die bezahlten Beträge werden mit deren Nominalwert angesetzt. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die Steuerrückstellungen beinhalten die Ertragsteuern der Vorjahre. Die Erfüllungsbeträge wurden nach den steuerlichen Vorschriften berechnet. Die sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sind berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet worden. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. D. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens (Brutto-Anlagenspiegel) ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz erfassten einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die österreichische Tochtergesellschaft Reservix Österreich GmbH. Im Vorjahr erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage. Die Reservix Österreich GmbH weist zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital aus. Aufgrund der positiven Prognoserechnung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag ist nur von einer nicht dauernden Wertminderung auszugehen. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist daher nicht erforderlich. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 1.856,5, welche im Vorjahr die verzinslichen Darlehen an die Alleingesellschafterin Manos Holding AG, die POA Event GmbH und die Reservix Österreich GmbH betreffen, unter die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umgegliedert. Die Umgliederung diente ausschließlich für einen konzerneinheitlichen Ausweis der Ausleihungen im Intercompany Bereich. Um die Überschuldung der GmbH in Österreich zu vermeiden, wurde am 16. Dezember 2022 ein qualifizierter Rangrücktritt über einen Teil der Ausleihung vereinbart. Durch aufgelaufene Verluste in der Anlaufphase des Unternehmens, welche sich durch die Corona-Pandemie zeitlich verlängert hat, wurde dies nötig. Aufgrund der positiven Prognoserechnung der Reservix Österreich GmbH wird zum Stichtag lediglich von einer nicht dauernden Wertminderung ausgegangen und keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. In den Vorräten wurden Ticketrohlinge als RHB ausgewiesen, da diese noch bedruckt werden müssen. Diese waren im Vorjahr mit TEUR 269,1 in den "Fertigen Erzeugnissen" enthalten. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Vorjahr eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen inklusive zweifelhafter Forderungen in Höhe von TEUR 6,6 gebildet. Außerdem wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 149,7 (Vj. TEUR 74,6) gebildet. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 1.856,5 aus den Ausleihungen umgegliedert. Die folgenden Davon-Angaben zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden für das Vorjahr nicht angepasst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von 1.215,0 TEUR (Vj. 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.103,4 (Vj. TEUR 1.887,3) ausgewiesen. Zur Verbesserung des Einblickes in die Vermögenslage wurden in den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 1.018,8 ausgewiesen, die Forderungen gegen den Ticketendkunden betreffen. Im Vorjahr betrugen solche Forderungen TEUR 6.893 und wurden in den sonstigen Verbindlichkeiten mit den kreditorischen Debitoren saldiert. Weiterhin betreffen die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere Kautionen (größer 1 Jahr) mit TEUR 428,3 (Vj. TEUR 427,6), Forderung Erstattung Kurzarbeitergeld und Sozialabgaben gegenüber der Bundesagentur für Arbeit mit TEUR 6,3 (Vj. TEUR 2,9), debitorische Kreditoren mit TEUR 51,1 (Vj. TEUR 63) sowie Ertragsteuererstattungsansprüche von TEUR 83,1 (Vj. TEUR 83,1). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 428,3 (Vj. TEUR 427,6) und betreffen Kautionen. Von den Guthaben bei Kreditinstituten betreffen rd. Mio. EUR 1,97 (Vj. rd. Mio. EUR 1,60) vereinnahmte Kundengelder, denen entsprechende Verpflichtungen gegenüberstehen. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktive Rechnungsabgrenzung zeigt die auf die Zeit nach dem Abschlussstichtag entfallenden Beträge von bereits geleisteten Zahlungen aufgrund von Werbe- und Nutzungsverträgen sowie für Versicherungsbeiträge. Eigenkapital Die Kapitalrücklage von TEUR 1.520,2 besteht unverändert seit dem 30. September 2016. Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten wurden in den Vorjahren die Forderungen ggü. Ticketendkunden mit Verbindlichkeiten ggü. den Veranstaltern saldiert. In diesem Geschäftsjahr weisen die sonstigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Veranstaltern von TEUR 4.458,7 (Vj. TEUR 7.987,8), ausgegebene Gutscheine TEUR 391,8 (Vj. TEUR 338,1) sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten von TEUR 207,4 (Vj. TEUR 174,0). Im Geschäftsjahr bestehen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 173,7 (Vj. TEUR 666,1). Diese sind in Höhe von TEUR 129,0 unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie in Höhe von TEUR 44,7 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für Zwecke der unten angegebenen Darstellung der Restlaufzeiten werden diese abweichend von der Bilanzgliederung einheitlich unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer bestehen wie im Vorjahr gegenüber der Gesellschafterin. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 191,8 (Vj. TEUR 0,0) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin wurden im Vorjahr nicht getrennt ausgewiesen, sodass dieser Wert mit TEUR 0,0 beziffert wurde. E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens durch die außerordentliche Ausbuchung von nicht werthaltigen Forderungen gegen Ticketendkunden aus den Jahren der Verschmelzung in Höhe von TEUR 458,5 enthalten. Erträge und Aufwendungen hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Art, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 215,3 (Vj. TEUR 147,3), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 102,2 (Vj. TEUR 46,1) enthalten. Aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 4,9 (Vj. TEUR 0,0) Erträge und mit TEUR 1,5 (Vj. TEUR 2,2) Aufwendungen angefallen. In den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind TEUR 27,0 (Vj. TEUR 21,5) Zinserträge von verbundenen Unternehmen enthalten. F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen jährliche (12 Monate) Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsgrundstücke in Höhe von TEUR 1.267,4 (Vj. TEUR 1.069,7) mit Laufzeiten von 3 Monaten bis 6 Jahren, sowie für Kfz-Abstellplätze von TEUR 61,3 (Vj. TEUR 59,0) mit Laufzeiten von 1 Monat bis zu 3 Monaten. Die laufenden jährlichen Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen von Kfz betragen TEUR 330,9 (Vj. TEUR 291,8) mit Laufzeiten von 1 Jahr bis 3 Jahren sowie aus Wartungs- und sonstigen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 563,9 (Vj. TEUR 515,4) mit Laufzeiten von 1 Monat bis 5 Jahren. G. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden Bürgschaften für Zahlungsinstitute in Höhe von TEUR 15,0 (Vj. TEUR 15,0) sowie für die Manos Holding AG von TEUR 4.580,0 (Vj. TEUR 4.580,0). Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 4.041,2. Mit der Bürgschaft für die Manos Holding AG wurde ein KfW-Darlehen abgesichert. Das Darlehen der Manos Holding AG ist zusätzlich mit einer 80 % Bürgschaft der KfW gegenüber der Bank gesichert. Das Darlehen hat die Manos Holding AG für Unternehmenskäufe verwendet. Mit einer Inanspruchnahme des nicht durch die KfW abgesicherten Teiles der Bürgschaft ist zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der finanziellen Ausstattung der Manos Holding AG und der wirtschaftlichen Lage der Hauptbeteiligung der Manos Holding AG in Form der Reservix GmbH im Wirtschaftsjahr 2023/2024 nicht zu rechnen. H. Sonstige Angaben I. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Bilanzstichtag sind in den Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen Forderungen ggü. der Gesellschafterin aus Corona-Hilfsmaßnahmen in Höhe von insg. TEUR 1.184,3 enthalten. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden davon TEUR 936,3 bewilligt und die enstprechenden Zahlungen erhalten. Die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses offenen Forderungen aus Corona-Hilfsmaßnahmen betragen damit TEUR 247,9. Die betreffenden Schlussabrechnungen wurden eingereicht, eine Entscheidung bezüglich der Schlussabrechnung Teil 2 steht noch aus. II. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 285 Nr. 7 HGB beträgt 470 (Vj. 424). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
III. Anteilsbesitz Unter Finanzanlagen des Anlagevermögens werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:
Die Reservix Österreich GmbH wurde am 22. März 2019 gegründet und am 2. Juli 2019 mit einem Stammkapital von TEUR 35 in das österreichische Firmenregister eingetragen. In den Vorjahren stärkte die Reservix GmbH durch eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 380 das Eigenkapital der Reservix Österreich GmbH. Der vorgenannte Ausweis betrifft das Jahresergebnis zum 30. Juni 2023 sowie den Stand des Eigenkapitals zum 30. Juni 2023. IV. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB verzichtet. V. Angaben zu den tätigen Mitgliedern der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren laut Eintragungen im Handelsregister bestellt:
Jeder Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. VI. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag von EUR 2.248.183,75 wird zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 78.562,74 als Bilanzverlust von EUR 2.326.746,49 auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Freiburg im Breisgau, den 8. Februar 2024 Reservix GmbH Helge Hollander, Geschäftsführer Katrin Stahlberg, Geschäftsführerin Johannes Tobias Tolle, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerkerteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reservix GmbH, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reservix GmbH, Freiburg im Breisgau, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reservix GmbH, Freiburg im Breisgau, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 9. Februar 2024 FALK
GmbH & Co KG
Markus Schmidtke, Wirtschaftsprüfer Steffen Keber, Wirtschaftsprüfer" Feststellung des Jahresabschlusses der Reservix GmbH, Freiburg im BreisgauDer Jahresabschluss auf den 30. Juni 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 28. Februar 2024 festgestellt. |
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