Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 97276
Eingetragen
30.7.2009
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Die Beförderung und die Organisation des Transports von Gütern sowie die Erbringung sonstiger transportbezogener Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Hanselmann
seit 5.6.2024
Prokura
Prokura
Steffen Richter
seit 18.12.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
LGH Liquit Getränkehandel GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gettrans GmbH

Groß-Rohrheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.267,00 7,8
II. Sachanlagen 3.848.818,00 2.713,0
3.851.085,00 2.720,8
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 0,0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.231.620,40 1.167,0
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0,0)
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (66,7)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 688.862,42 437,8
1.920.482,82 1.604,8
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.086,93 48,4
5.815.654,75 4.374,0

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25,0
II. Gewinnvortrag 717.509,28 544,7
III. Jahresüberschuss 189.131,64 172,8
931.640,92 742,5
B. Rückstellungen 590.809,37 485,8
C. Verbindlichkeiten 4.293.204,46 3.145,1
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.732.529,44 (1.374,6)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 2.560.675,02 (1.770,5)
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 9.761,09 (0,0)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 288.224,40 (258,0)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 183.142,94 (258,0)
D. Passive latente Steuern 0,00 0,6
5.815.654,75 4.374,0

GEWINN - und VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 10.704.837,62 9.399,6
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.020.475,34 5.413,6
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.235.439,19 1.140,2
- davon für Altersversorgung: 7.255.914,53 6.553,8
EUR 39.108,04 (39,1)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 824.346,09 581,4
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.250.324,78 1.952,7
374.252,22 311,7
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.867,30 2,1
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.324,38 -74.457,08 35,9
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 110.663,50 105,1
8. Ergebnis nach Steuern 189.131,64 172,8
9. Jahresüberschuss 189.131,64 172,8

ANHANG

A. Allgemeine Angaben

Die Gettrans GmbH hat ihren Sitz in Groß-Rohrheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 97276. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Über die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

Aktivposten

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - und soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Die Forderungen bzw. sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Eventuelle Wertminderungen wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Passivposten

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren über fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten 4.293,2 1.732,6 2.560,6 0,0
davon gesicherte Beträge Art der Sicherheit
TEUR
Verbindlichkeiten 3.217,3 Sicherungsübereignung

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

D. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gettrans GmbH durch die Geschäftsführer

 

Herr Frank Meierhoff, Diplom-Kaufmann, Viernheim und

 

Herr Steffen Richter, Verkehrsfachwirt, Rimbach

Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die nach § 285 Nr. 9 HGB verlangten Angaben unterbleiben mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von jährlich TEUR 2.010,2.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der LGH Liquit Getränkehandel GmbH, Heidelberg mit einbezogen. Die LGH Liquit Getränkehandel GmbH, Heidelberg, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 704049 eingetragen.

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich nachstehende Mitarbeiter:

2023 2022
Arbeitsnehmer i. S. des § 267 Abs. 5 HGB
Verwaltung 15 13
Fahrer 116 112
Lager 5 5
136 130

Die Angaben des Abschlussprüferhonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da sie im Konzernabschluss der LGH Liquit Getränkehandel GmbH, Heidelberg, offengelegt werden.

E. Ergebnisverwendung

Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 717.509,28
und der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 189.131,64
insgesamt EUR 906.640,92
werden auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Groß-Rohrheim, im März 2024

gezeichnet

Frank Meierhoff, Geschäftsführer

Steffen Richter, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung vom 15. Juli 2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Anlagespiegel

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 96.544,61 0,00 -43.887,60 52.657,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 4.719.808,83 2.003.851,09 -627.540,77 6.096.119,15
4.816.353,44 2.003.851,09 -671.428,37 6.148.776,16
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge planmäßig Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 88.786,61 5.488,00 -43.884,60 50.390,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 2.006.809,83 818.858,09 -578.366,77 2.247.301,15
2.095.596,44 824.346,09 -622.251,37 2.297.691,16
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.267,00 7.758,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 3.848.818,00 2.712.999,00
3.851.085,00 2.720.757,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftl. Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

2.3. Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

3. Lage des Unternehmens

3.1. Vermögenslage

3.2. Finanzlage

3.3. Ertragslage

4. Bericht zur voraussichtl. Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Voraussichtliche Entwicklung

4.2. Chancen

4.3. Risiken

5. Unterschriften

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Gettrans GmbH mit dem Firmensitz in 68649 Groß-Rohrheim ist im Handelsregister unter HR B 97276, Amtsgericht Darmstadt eingetragen. Sie unterhält 2 unselbstständige Niederlassungen in 09244 Lichtenau und in 61118 Bad Vilbel.

Das Unternehmen besteht seit 2009 und hatte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 133 Mitarbeiter. Davon waren 15 Angestellte, 114 Arbeiter, 3 Aushilfen und ein Auszubildender.

Die Hauptgeschäftstätigkeit der Gettrans GmbH ist der Speditionsbetrieb. Dieser erbringt hauptsächlich Dienstleistungen im Transport- bzw. Distributionsbereich, sowohl als Frachtführer (Spedition im Selbsteintritt, Fixkostenspedition) als auch in der Frachtvermittlung. Bei den Transportdienstleistungen handelt es sich überwiegend um innerdeutsche Straßentransporte.

Neben diesen werden auch Dienstleistungen im logistischen Bereich (Lagerhaltung, Kommissionierung) erbracht.

Das Unternehmen wurde ursprünglich gegründet, um Transportdienstleistungen in der Getränkebranche zu erbringen. Inzwischen ist es aber deutlich breiter aufgestellt, um die saisonalen und strukturellen Schwankungen, die bei den Getränketransporten in einer sehr stark ausgeprägten Form vorhanden sind, besser ausgleichen und abfangen zu können.

Allerdings haben die Getränketransporte nach wie vor den größten Anteil an den Umsatzerlösen der Transportdienstleistungen.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 laut Destatis um 0,3% unter dem des Vorjahres, nachdem es 2022 noch ein Plus von 1,8% gab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in einem krisengeprägten Umfeld stark ins Stocken. Hohe Preissteigerungen auf allen Wirtschaftsstufen, hohe Tarifabschlüsse und ein ungünstiges Finanzierungsumfeld bei hohen Zinsen, sowie einer geringeren Nachfrage im In- und Ausland verhinderten eine weitere Erholung der Wirtschaft auf das Vor- Corona-Niveau. Der Fortgang des Russlandkrieges gegen die Ukraine trug zu einer weiteren Verunsicherung der Wirtschaft bei.

Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2023 nominal um 5,6% (Statista) im Vergleich zum Vorjahr, preisbereinigt gaben diese um 0,6% nach. Die Inflationsrate in Höhe von 5,9% (Statista) war im Vergleich zum Vorjahr (6,9%) zwar leicht rückläufig, führte jedoch zu einer weiteren Kaufzurückhaltung der Konsumenten.

Bei der Lohnentwicklung gab es im Jahr 2023 sowohl bei den Bruttolöhnen eine deutliche Erhöhung um 6,1%, als auch bei den Nettolöhnen in Höhe von 8,1%. Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 €, eine Reihe neuer Tarifabschlüsse, sowie steuer- und abgabenfreie Inflationsprämien wirken sich hier aus. Diese Lohnentwicklung wurde jedoch durch die hohe Inflation zum erheblichen Teil aufgefressen. Die Nettoreallöhne sind schließlich nur um 2% gestiegen und konnten damit das Vorjahresminus von 4% nicht ausgleichen.

Bei der Zahl der Erwerbstätigen gab es im Jahr 2023 einen weiteren Anstieg von 0,6% gegenüber dem Vorjahr und es wurde mit 46,19 Mio. (VJ 45,89 Mio.) Erwerbstätigen abermals ein Rekordwert erreicht. Der Zuwachs beruht allein auf ausländischen Arbeitskräften.

Die Quote der Erwerbslosen lag im Jahr 2023 bei nur 2,8 % und damit auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Jahresdurchschnitt 1,3 Mio. Menschen.

Die staatlichen Haushalte erzielten lt. Destatis ein Haushaltsdefizit von 87,4 Mrd. €. Das Defizit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, da die Einnahmen des Staates mit 4,4% stärker stiegen als die Ausgaben mit 3,7%. Die Defizitquote betrug 2,1% und hält damit den Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes in Höhe von maximal 3% ein.

2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Da die genauen Zahlen für den Straßengüterverkehr beim Bundesamt für Statistik noch nicht vorliegen, kann die Branchenentwicklung für Transport und Logistik nur anhand von diversen Verbandsangaben und Prognosen beschrieben werden.

So ist die Logistik nach Angaben des BVL - Logistik auch 2023 in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau. Mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Zahl der Beschäftigten bleib seit 2021, mit über 3,30 Mio. nahezu unverändert. So werden für 2023 ca. 3,35 Mio. Beschäftigte in der Branche ausgewiesen.

Beim Umsatz wurden rund 327 Milliarden Euro im Jahr 2023 erwirtschaftet, was einem Wachstum zum Jahr 2022 von rund 2,5 Prozent entspricht, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben war.

Das Wachstum fiel allerdings deutlich geringer aus als noch im Vorjahr mit ca. 8,5%.

Das Transportaufkommen im Straßenverkehr ist im Jahr 2023 deutlich gesunken. Von 3.642,6 Mio. Tonnen auf 3.423,2 Mio. Tonnen (Quelle: Statista). Das entspricht einen Rückgang um gut 6 %. Das ist der zweite Rückgang infolge und die Differenz zum Rekordjahr 2019 beträgt gut 335 Mio. Tonnen.

Die Kostenentwicklungen des Straßengüterverkehr können für das abgelaufene Geschäftsjahr ebenfalls nur anhand von Verbandsangaben dargestellt werden (Quelle: BGL - Bundesverband Güterverkehr Logistik), da die amtlichen Daten lt. KBA immer erst ca. 7 Monate nach Ende des Berichtsjahres vorliegen.

Hierbei wird dem Dezember des Vorjahres der Dezember des abgelaufenen Jahres gegenübergestellt.

Nach dieser Berechnung sind die nominalen Kosten im nationalen Fernverkehr um 7,9 % und im nationalen Nahverkehr um 8,0 % gestiegen.

Eine Hauptursache für diese Kostenentwicklung ist die drastische Erhöhung der Mautkosten. Der Mautanteil an den Gesamtkosten ist damit im nationalen Fernverkehr auf 17,6 % angestiegen. Eine weitere zentrale Ursache sind neben den Lohnsteigerungen beim Fahrpersonal (3,7 %) auch die Kostensteigerungen im Werkstattbereich (sowohl bei den Personal-, als auch bei den Ersatzteilkosten). Diese spiegeln sich auch in den drastisch erhöhten Kosten für Reparatur- und Wartungsverträge wider.

Außerdem ist bei den Fremdfinanzierungskosten eine drastische Kostensteigerung von 45,8 % zu verzeichnen, was ebenfalls ein großer Kostentreiber bei neu beschafftem Equipment ist.

Die Fahrzeuge der Gettrans GmbH sind mit erneut um die 80 TKM-Jahreslaufleistung in dem Bereich zwischen Nah- und Fernverkehr im Einsatz. In diesem Regionalverkehrsbereich gab es (analog Fernverkehr) einen Kostenanstieg um 7,9 % zwischen Dezember 2022 und dem Dezember des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Eine große Herausforderung für die gesamte Branche, war die kurzfristig beschlossene drastische Mautersteigerung von November 2023 zu Dezember 2023.

Diese Steigerung von bis zu 89 % war der zentrale Kostentreiber im letzten Monat des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Aufgrund der Kurzfristigkeit des politischen Beschlusses war auch die Weitergabe der Kosten in Form von Preiserhöhungen nur teilweise möglich.

2.3. Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Nach einem starken Umsatzwachstum der Gettrans GmbH im Jahr 2022 war das abgelaufene Geschäftsjahr nur von einem leichten Umsatzwachstum geprägt. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % auf 19,8 Mio. € angestiegen.

Damit hat die Gettrans GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Rekordumsatz seit ihrer Gründung im Jahr 2009 erreicht.

Dabei konnten die Erlöse aus dem Geschäftsbereich Lager- und Logistik, um 46 T€ (3,7 %), gesteigert werden und die Erlöse im Bereich der Frachten um 400 T€ (2,21 %).

Die im Frachtbereich entstandenen Umsatzsteigerungen kommen ausschließlich aus den Transporten im Selbsteintritt, mit einem Umsatzwachstum von 8,27 % zum Vorjahr. Bei den Frachtvermittlungen dagegen war der Umsatz deutlich rückläufig und ist um knapp 15% gesunken.

Die Umsatzverschiebung von Frachtvermittlungen hin zum Selbsteintritt ist hauptsächlich dem Zuwachs der eigenen Transportkapazitäten bei der Gettrans GmbH geschuldet.

Diese stiegen im Jahresmittel auf gut 66 ziehende Einheiten. Dies ist im Vergleich zum Mittel des Vorjahres ein Zuwachs um gut 3,0 %.

Zum Abschluss des Geschäftsjahres konnte die Gesellschaft auf 67 ziehende und 75 gezogene Einheiten des eigenen Fuhrparks zurückgreifen.

Außerdem ist es gelungen, die eigenen Transportkapazitäten vor allem im ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich besser auszulasten als noch im ersten Quartal des Jahres 2022.

Die Mitarbeiteranzahl (ohne Auszubildende und Aushilfen) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl im Jahresmittel als auch per Stichtag 31.12.2023 zum Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Dabei konnte allerdings die Fluktuation von um die 30 % in den beiden Vorjahren auf knapp unter 20 % im Jahr 2023 gesenkt werden.

Damit hat die Gesellschaft über die letzten 3 Geschäftsjahre eine weitestgehend konstante Anzahl von um die 130 Mitarbeiter. Diese Konstanthaltung und die Senkung der Fluktuationsquote in Verbindung mit dem Mangel an Fachkräften (insbesondere Fahrpersonal) verursacht allerdings einen erheblichen Aufwand, da es permanent Anbzw. Abwerbeversuche von vor allem Fahrpersonal gibt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war erneut maßgeblich geprägt von sich sehr kurzfristig ändernden Auftragslagen. So lagen nur 2 Monate zwischen dem umsatzschwächsten Monat (April) und dem umsatzstärksten Monat (Juli), aber ein Umsatzzuwachs von 62 %.

Diese sehr kurzfristigen Unterschiede im Auftragsvolumen innerhalb kürzester Zeit zu managen, die notwendigen Kapazitäten trotz weiterhin vorhandener Lieferschwierigkeiten zur Verfügung zu haben und die unmittelbare Weitergabe der kurzfristig beschlossenen Mautkostenerhöhung an die Kunden vom November zum Dezember des Geschäftsjahres, waren sicher die größten Herausforderungen im Jahr 2023.

Insgesamt konnten diese Herausforderungen aber erneut erfolgreich gemeistert werden, wie die Entwicklung der Kennzahlen deutlich zeigt.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Vermögenslage

In der Vermögensstruktur des Unternehmens ist die Bilanzsumme auf 5.816 T€ gewachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von 1.442 T€ bzw. 32,96 %.

Der Zuwachs resultiert zu einem großen Teil aus den Sachanlagen des Anlagevermögens. Dabei wurden abgeschriebene Sachanlagen (ziehende und gezogene Einheiten) durch Neubeschaffungen ersetzt.

Dieser Austausch der Sachanlagen wurde überwiegend über Mietkauf realisiert, um am Laufzeitende noch Zugriff auf die Kapazitäten zu haben und selbst und flexibel über Vermarktung oder Weiterbetrieb entscheiden zu können.

Ein kleinerer Teil des Bilanzzuwachses kommt aus dem Umlaufvermögen. Hier haben sich vor allem die liquiden Mittel um 57,4 % im Vergleich zum Vorjahr nochmal erhöht.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind nahezu auf Vorjahresniveau.

3.2. Finanzlage

Durch die Neubeschaffungen in Form von Mietkauf haben sich die Verbindlichkeiten der Gettrans GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht.

Diese betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 4.293 T€ und sind damit um 1.148 T€ (36,5 %) gestiegen.

Das Eigenkapital ist um den Jahresüberschuss von 189 T€, bzw. 25,5 % angewachsen und liegt bei 932 T€. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 16,0 % und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Bei den Rückstellungen gab es einen Anstieg um 105 T€ bzw. 21,6 %. Dabei sind die Steuerrückstellungen leicht unter dem Vorjahresniveau, der deutliche Anstieg resultiert aus den sonstigen Rückstellungen. Der größte Anteil dabei sind Personalrückstellungen.

Der Finanzmittelfond hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. So gab es zum Ende der Periode beim Finanzmittelfond einen Zuwachs um 251 T€ auf 689 T€.

Damit verfügt die Gesellschaft weiter über eine solide Finanzlage.

3.3. Ertragslage

Der leichte Umsatzzuwachs im abgelaufenen Geschäftsjahr von 2,2 % spiegelt sich auch in der Ertragslage wider. So wurde diese ebenfalls gesteigert und lag bei 189 T€ (Steigerung um 9,5%).

Die Umsatzrendite blieb mit gut 0,9 % im Jahr 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau. Der Ertrag entspricht einer Eigenkapitalrendite von 20,2 %, nach 23,3 % im Jahr davor.

Besonders zu erwähnen ist, dass die Ertragslage trotz massiver und teilweise sehr kurzfristiger Kostensteigerungen stabil gehalten werden konnte. Dies lag zum einen an einer deutlich verbesserten Auslastung der eigenen Kapazitäten. Zum anderen konnte aber ein Großteil der gestiegenen Kosten auch die Kunden weitergegeben werden, teilweise auch sehr kurzfristig durch dynamische Preisvereinbarungen (Dieselfloater, Mautfloater, etc.).

Die Gesellschaft hat damit erneut bewiesen, dass sie auch in einem jetzt schon über mehrere Jahre sehr herausfordernden und wenig vorhersehbarem Geschäftsumfeld immer wieder in der Lage ist, stabile Erträge zu erwirtschaften.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Voraussichtliche Entwicklung

Die vergangenen Geschäftsjahre waren mit der Corona Pandemie und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, sowie den Folgen daraus, die sich vor allem in Form von Preissteigerungen und Lieferengpässen auf die Gettrans GmbH ausgewirkt haben, sehr von unvorhersehbaren äußeren Einflussfaktoren geprägt.

Für das aktuelle Geschäftsjahr wird hier eine gewisse Beruhigung erwartet. Wenngleich eine schwierige politische Lage inner- und außerhalb Europas mit zunehmend radikalen Tendenzen, sowie die vielen anstehende Wahlen weiterhin gewisse Risiken für unplanbare äußere Einflüsse bergen. Ebenso wie der weiter andauernde russische Angriffskrieg auf die Ukraine, wo sich noch keine dauerhafte Konfliktlösung abzeichnet.

Als größte Herausforderung für des aktuellen Geschäftsjahr zeichnet sich vor allem eine massive Unplanbarkeit bei der Energie- und Verkehrswende ab. So sind politische Entscheidungen und in deren Folge auch aufgelegte Förderprogramme oft von einer sehr kurzen Halbwertzeit und handwerklich schlecht gemacht, so das Investitions- und andere strategische Entscheidungen, immer mit erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten verbunden sind.

Außerdem wird die überbordene Bürokratie in Verbindung mit einem auch in der öffentlichen Verwaltung spürbaren Personalmangel immer mehr zum Problem. Dies trifft die Gettrans GmbH sowohl bei der Anmeldung neuer Fahrzeugkapazitäten als auch bei der Einstellung von neuen (ausländischen) Mitarbeitern, wo sich behördliche Vorgänge, die bisher oft in 24 Stunden erledigt waren, sich inzwischen über mehrere Wochen hinziehen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr wird bei der Gesellschaft kein signifikanter Auftragsrückgang erwartet, selbst wenn die Nachfrage in der gesamten Branche stagnieren oder leicht sinken sollte.

Hintergrund ist die Kundenstruktur, diese handelt und produziert zum überwiegenden Teil Waren des täglichen Bedarfes, die auch über den Discount vertrieben werden. Somit wird von einer weiterhin stabilen Frachtraumnachfrage ausgegangen. Es wird erwartet, dass der Umsatz der Gesellschaft in etwa um die Inflationsrate und die Mautkostenerhöhung steigen wird, da es inzwischen weitestgehend gelungen ist, die Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben.

Dies sollte dann erneut zu einer Ertragslage auf dem Niveau der Vorjahre führen, zumindest wenn die o. g. Herausforderungen sich nicht noch deutlich vergrößern.

4.2. Chancen

Eine große Chance für die Gettrans GmbH liegt wie schon in den vergangenen Geschäftsjahren in ihrer Kundenstruktur. Wie unter 4.1. bereits beschrieben wird der Hauptanteil des Umsatzes der Gesellschaft mit Kunden erzielt, deren Geschäftsfelder in der Herstellung bzw. im Vertrieb von Artikeln des täglichen Bedarfs für Endverbraucher bestehen.

In den Pandemie- und Krisen-Jahren hat sich gezeigt, dass die Nachfrage in diesem Bereich sehr robust ist und in unsicheren Zeiten sogar eher ansteigt.

Eine weitere große Chance der Gesellschaft ist der Zugriff auf viele eigene Kapazitäten, die durch flexible Beschaffungs- und vor allem Rückgabezyklen der jeweiligen Nachfrage im laufenden Geschäftsjahr sehr schnell angepasst werden können.

Dies war in den letzten abgelaufenen Geschäftsjahren ein sehr großer Vorteil, weil es zu einer gewissen Unabhängigkeit von den Kapazitäts- und Preisentwicklungen am aktuellen Frachtraummarkt führt.

4.3. Risiken

Zum einen gibt es weiterhin das Risiko in der geringen Vorhersehbarkeit des weiteren Kriegsgeschehens und den Folgen daraus. Vor allem eine evtl. Ausdehnung auf Gebiete anderer Staaten würde unvorhersehbare Folgen und Auswirkungen mit sich bringen.

Auch bergen immer unvorhersehbarere kurzfristige politische Entscheidungen in Deutschland weiterhin gewisse Risiken.

Zwar sind die für die Gettrans GmbH entscheidende Kostenparameter, wie die Höhe der LKW-Maut und des Mindestlohnes, bis Ende 2025 verbindlich festgelegt worden, aber zumindest beim Mindestlohn sind heute schon wieder Tendenzen zu erkennen, dass dieser aufgrund politischer Erwägungen kurzfristig wieder verändert werden könnte. Ähnlich verhält es sich mit der Energie- und Verkehrswende. Aufgrund der langen Abschreibungszyklen liegt in kurzfristig politisch motivierten Richtungsänderungen ein erhebliches Risiko für die Gesellschaft, nicht unbedingt im aktuellen Geschäftsjahr aber in den darauffolgenden.

Das zentrale Risiko wird aber auch im aktuellen Geschäftsjahr der weiter zunehmende Fachkräftemangel vor allem im Bereich Fahrpersonal und die daraus resultierenden Folgen sein.

So ist es der Gesellschaft zwar gelungen, die Anzahl der Fahrer stabil zu halten und die Fluktuation zu senken, aber die Herausforderungen dies auch weiterhin zu meistern werden Jahr für Jahr größer und kostenintensiver.

Durch die Saisonschwankungen, die die Kundenstruktur der Gesellschaft aber auch der Frachtmarkt mit sich bringen, ist es besonders in den umsatzstarken Monaten des zweiten und dritten Quartals zunehmend schwieriger, ausreichend Fahrpersonal in der Gesellschaft zu halten. In diesem Zeitraum werden die An- bzw. Abwerbeversuche besonders intensiviert und vor allem finanziell sehr attraktiv gestaltet.

Daraus resultieren die immer weiter steigenden Erwartungen des Fahrpersonals, die im Übrigen auch nicht selten im völligen Widerspruch zu den Erwartungen des Kunden an die Gesellschaft stehen.

Diese komplexen und sehr unterschiedlich gelagerten Risiken können die erwartet Umsatzrendite schon nochmal erheblich beeinträchtigen.

5. Unterschriften

 

Groß-Rohrheim, im März 2024

Frank Meierhoff, Geschäftsführer

Steffen Richter, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gettrans GmbH, Groß-Rohrheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gettrans GmbH, Groß-Rohrheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gettrans GmbH, Groß-Rohrheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertreern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 13. Juni 2024

HSG Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Siegfried Ries, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Siegfried Grupp, Wirtschaftsprüfer

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