FE + PK Ventures UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Kastner seit 9.10.2020 | Prokura |
Kai Witter seit 15.1.2018 | Prokura |
Felix Alexander Julius Ewald seit 6.6.2013 | Geschäftsführer |
Philipp Alexander Kramer seit 6.6.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
F**** A******** J***** E**** | 11.32% |
P****** A******** K***** | 10.21% |
E**** S**** | 1.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
11 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 11 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DyeMansion GmbHPlaneggJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Gesellschafterbeschluss vom 19. Juli 2024 festgestellt worden. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DYEMANSION GMBH, PLANEGG1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1.1 GESCHÄFTSMODELL Die DyeMansion GmbH ist auf die Entwicklung und Vermarktung von Oberflächenveredelungslösungen 3D gedruckter Kunststoffbauteilen spezialisiert. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Planegg bei München. Zum 31.12.2023 beschäftigt das Unternehmen ca. 80 Mitarbeiter. Durch den Fokus auf die Marktnische "Veredelung von 3D gedruckten Kunststoffteilen" ist das Unternehmen international als Marktführer bekannt. Die überwiegende Produktion der Produkte erfolgt unter Einbezug von externen Dritten in Deutschland. Die DyeMansion GmbH hat mit der DyeMansion North America Inc., Austin (USA), ein Tochterunternehmen, welches sich zu 100% im Eigentum der DyeMansion GmbH befindet. 1.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die DyeMansion GmbH entwickelt ihre Produkte am Standort Planegg in den Segmenten Reinigung, Färbung und Glättung von 3D gedruckten Kunststoffteilen. Im Bereich der Maschinenentwicklung stand vor allem die Arbeit an der Automatisierung, der Vernetzung und der Digitalisierung der Produkte im Mittelpunkt. Darüber hinaus arbeitet DyeMansion laufend an der Weiterentwicklung bestehender Prozesse und deren Ausweitung auf zusätzliche Materialien, die sich im Zuge der Oberflächenveredelungsprozesse deutlich optimieren lassen. Für DyeMansion waren insgesamt 27 Mitarbeiter in der Forschung und der Entwicklung tätig, welche sich auf die Abteilungen Produktentwicklung, Innovationsmanagement sowie R&D verteilen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Es wurden Entwicklungskosten in Höhe von 0,3 TEUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen betrugen hierbei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). 2. WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die globale Inflation und die damit einhergehenden Anhebungen der Leitzinsen haben die Weltwirtschaft im Jahr 2023 weiter belastet. Die weltweite Inflationsrate lag laut dem Internationalen Währungsfonds im Berichtsjahr bei 7,0% nach 8,7 % im Jahr 2022 und damit deutlich über den Werten der letzten Jahrzehnte. Die durch den Krieg in der Ukraine nochmals deutlich angestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise waren trotz gestiegener Leitzinsen wesentliche Inflationstreiber in vielen Ländern und Regionen. 1 Aufgrund der genannten Belastungsfaktoren legte die Weltwirtschaftsleistung nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds im abgelaufenen Berichtsjahr lediglich um 3,1 % zu, wobei die USA mit 2,5% und der EU-Raum mit nur 0,5% gewachsen sind. 2 Trotz des unsicheren Marktumfeldes entwickelte sich der 3D-Druck Markt positiv. Laut den Analysen von Protolab belief sich das Wachstum 2023 auf 17%. 3
1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO
2.2 GESCHÄFTSVERLAUF Der Fokus des Managements lag 2023 auf der weiteren globalen Expansion, auf der Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios sowie auf der Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung. Zur Steuerung der Gesellschaft werden als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren insbesondere Gesamtumsatz und EBITDA herangezogen. Diese Leistungsindikationen entwickelten sich wie nachstehend dargestellt. Der Gesamtumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 15,4 % auf 11,4 Mio. EUR gestiegen. Das prognostizierte Umsatzwachstum von 25-30% wurde aufgrund vom weiterhin weltweit angespannten Investitionsumfeld nicht erreicht. Die operativen Gesamtkosten (Materialaufwand + sbA) sind gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf 11,4 Mio. EUR gestiegen. Die Personalkosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % auf 6,1 Mio. EUR. Organisatorisch wurde über alle Bereiche hinweg die Personaldecke gestärkt sowie die Marketing- und Vertriebskosten erhöht, um dem geplanten steigenden Geschäftswachstum gerecht zu werden. Das EBITDA hat sich daher, wie geplant, um -2,8 % auf -5,0 Mio. EUR verbessert, da die Umsätze stärker gestiegen sind als die operativen Gesamtkosten. Im Berichtsjahr ergibt sich für die Gesellschaft ein Jahresfehlbetrag von -5,8 Mio. EUR, welcher um 132 TEUR über dem Vorjahr (-5,6 Mio. EUR) liegt. Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als zufriedenstellend ein (siehe Kapitel 2.2.2) und unsere operative Ertragslage (siehe ergänzend Kapitel 2.2.1) als verbesserungsfähig. 2.2.1 ERTRAGSLAGE Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die DyeMansion GmbH einen Umsatz in Höhe von 11,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 15,4 %. Von den Umsatzerlösen entfallen 5,8 Mio. EUR auf das Inland und 5,6 Mio. EUR auf das Ausland. Damit wird eine Exportquote von 49,1 % erreicht. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 955 TEUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die Reduktion ist maßgeblich durch niedrigere Erträge aus Währungsumrechnung zu erklären. Nachdem die operativen Gesamtkosten um 4,4 % gestiegen sind, wurde ein EBITDA von -5,0 Mio. EUR (Vorjahr: -5,1 Mio. EUR) erzielt. Die wesentlichen Kostentreiber befinden sich in den Bereichen Materialaufwand, Personal- und Vertriebskosten und hängen mit dem fortgesetzten Geschäftsaufbau sowie steigenden Umsätzen zusammen. Gemessen am Umsatz entspricht dies einer EBITDA-Rendite von -43,7 % (Vorjahr: -51,9 %). 2.2.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Im Dezember 2023 wurde eine erweiterte Series B Finanzierungsrunde über ca. 5,5 Mio. EUR unterzeichnet. Die Einzahlung der ersten Tranche von in etwa 3,5 Mio. EUR erfolgt in Q1/2024. Die Auszahlung der zweiten Tranche ist an bestimmte Meilensteine geknüpft, deren Erreichung 2025 erwartet wird. Das Eigenkapital hat sich von 5,9 Mio. EUR auf 900 TEUR verringert. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,8 %. Das Unternehmen verfügt über einen Bestand an liquiden Mitteln von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und das Warenlager gedeckt. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Bilanzsumme hat sich von 19,4 Mio. EUR auf 15,5 Mio. EUR verringert. Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr von 4,4 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR leicht erhöht. Die Investitionen betrafen insbesondere die Entwicklung neuer Produkte, Anmeldung neuer Patente und Investitionen in das Betriebsvermögen. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch den Rückgang der liquiden Mittel um 4,1 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR reduziert. Die Rückstellungen haben sich um 229 TEUR auf 692 TEUR erhöht. 3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 RISIKEN BESTANDSGEFÄHRDENDE RISIKEN Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine Jahresüberschüsse erzielt. Es handelt sich hierbei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum sowie den weiteren Aufbau des Unternehmens ergeben. Wie in der Vergangenheit ist die Gesellschaft auch im Prognosezeitraum von Barkapitalerhöhungen und Zuführungen von weiteren liquiden Mitteln durch Gesellschafter/Investoren abhängig, siehe auch die Erläuterungen im Abschnitt 2.2.2. Der Bestand der Gesellschaft ist darüber hinaus von einer erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsätze abhängig. Sollte diese Finanzierung nicht erfolgen, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Wir gehen mittelfristig aufgrund der erfolgreichen Markterschließung von einer positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung in den folgenden Geschäftsjahren aus. Vergleiche hierzu auch die Darstellung unter "4. Prognosebericht". WEITERE RISIKEN Das gesamtwirtschaftliche weltweite Umfeld ist durch die aktuellen internationalen Krisenherde (Inflation, steigende Zinsen und Krieg in der Ukraine) getrübt. Die Gesellschaft kann heute nicht davon ausgehen, dass diese negativen Ereignisse, insbesondere die allgemeine Kaufzurückhaltung, ohne Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung bleiben werden. Die größten Risiken für unsere Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren sehen wir in einer anhaltenden Kaufzurückhaltung für Investitionsgüter aufgrund des hohen Zinsumfeldes, bei welchem sich Unternehmen mit Investitionen in neue Technologien zurückhaltend zeigen. Darüber hinaus beobachten wir das Aufkommen neuer Wettbewerber, welche gegebenenfalls den Druck auf die Verkaufspreise erhöhen könnten. Zudem könnten weitere potenzielle Risiken von Cyberkriminalität ausgehen, welche die Gesellschaft durch geeignete IT-Sicherungsmaßnahmen und Verschlüsselungen versucht auf ein Minimum zu reduzieren. Die aufgezählten Risiken werden jedoch als beherrschbar bezeichnet und können durch gezielte Gegenmaßnahmen mit stetig weiterentwickelten Produkten aufgefangen werden. Aufgrund unseres internen Berichtssystems sind wir grundsätzlich in der Lage, gravierende Risiken, welche die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen könnten, rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend frühzeitig zu reagieren. 3.2 CHANCEN DyeMansion sieht in ihrem Produktportfolio, dem Prozess-Know-How sowie in der Vertriebsstrategie starke Wachstumspotentiale. Immer mehr Marktteilnehmer erhöhen ihren Produktionsanteil 3D gedruckter Komponenten. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch immer mehr verstärken wird. Die Veredelung von 3D gedruckten Teilen wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, da dadurch aus Rohteilen veredelte und auch in ihren Eigenschaften optimierte Endprodukte erzeugt werden können. Besonders in den Bereichen Automotive, Consumer Goods und Medizintechnik sehen wir eine stark steigende Nachfrage. Der zunehmende Protektionismus sowie die aktuell verworfenen Lieferketten liefern darüber hinaus gerade dem 3D-Druck Markt dynamische Wachstumspotentiale. Besondere Wachstumschancen werden in der Neukundenakquise sowie dem weiteren Ausbau der USA Vertriebsstruktur gesehen. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit weiterhin steigenden Auftragseingängen, steigenden Umsätzen und einer verbesserten EBITDA-Rendite gegenüber dem Vorjahr. 4. PROGNOSEBERICHT Die Branche der Additiven Fertigung wird sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv entwickeln. Von den Megatrends hin zu mehr grüner Produktion sowie dem Fokus auf lokale Fertigungen wird besonders der 3D-Druck Markt profitieren. Laut dem Grand View Research Institut soll der weltweite Umsatz im 3D- Druck Markt von 2024 bis 2030 mit einem CAGR von 23,5% p.a. steigen. 4 Für die kommenden drei Jahre liegt unser Fokus auf der weiteren globalen Expansion, auf der Weiterentwicklung des Produkt- und Prozessportfolios, auf dem Ausbau der Digitalisierung und Automatisierung sowie auf dem Ermöglichen von Serienanwendungen. Darüber hinaus möchten wir uns auf margenstarke Bereiche fokussieren, um unsere Profitabilität deutlich zu steigern - dazu zählen wiederkehrende Umsatzmodelle sowie unsere Verbrauchsmaterialen. Die Gesellschaft entwickelte sich analog zum Gesamtmarkt. In den ersten 3 Monaten des Jahres Umsatzseitig unterhalb des Plans. Ergebnisseitig befindet sich die Gesellschaft auf Planniveau. Für das 2. Halbjahr wird eine Verbesserung der Gesamtmarktlage erwartet. In den kommenden drei Jahren erwarten wir ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich p.a. sowie die Erreichung des EBITDA Break-Even Punktes. Unsere aktuelle Finanzierungsstruktur, getragen durch eine vorhandene Kapitalrücklage sowie die Sicherung einer Venture-Debt Finanzierungsstruktur der European Investment Bank, sichert der Gesellschaft ausreichend Liquidität, um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen. Wir sehen einer stabilen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entgegen.
4
https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/3d-printing-industry-analysis
Planegg, 2. Mai 2024 DyeMansion GmbH vertreten durch Felix Ewald, Geschäftsführer Philipp Kramer, Geschäftsführer ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der DyeMansion GmbH PlaneggI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der DyeMansion GmbH, Planegg, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die DyeMansion GmbH ist beim Amtsgericht München im Handelsregister unter der Nummer HRB 205622 geführt und unterhält ihren Sitz in Planegg. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie wendet jedoch für die Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig die Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften (§§ 266, 275 HGB) an. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Für die Aufstellung des Anhangs werden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch genommen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine Jahresüberschüsse erzielt. Es handelt sich hierbei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum sowie den weiteren Aufbau des Unternehmens ergeben. Wie in der Vergangenheit ist die Gesellschaft auch im Prognosezeitraum von Barkapitalerhöhungen und Zuführungen von weiteren liquiden Mitteln durch Gesellschafter/Investoren sowie von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung der konzipierten Umsatzerlöse abhängig. Sollte diese Finanzierung nicht erfolgen, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Da wir vom Erfolg unseres Unternehmenskonzepts sowie von der Fortführung der geplanten Finanzierungsmaßnahmen ausgehen, haben wir den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bis zu zwanzig Jahren angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten gewerbliche Schutzrechte, die aufgrund fehlender Patenterteilungen noch nicht abgeschrieben und aus diesem Grund in den geleisteten Anzahlungen ausgewiesen werden. In Entwicklung befindliche, selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gem. Bilanzierungswahlrecht § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, bestehend aus Personal- und Materialkosten sowie zu angemessenen Teilen der Verwaltungsgemeinkosten. Innerhalb der Herstellungskosten der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert die Gesellschaft keine Fremdkapitalzinsen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear pro rata temporis über eine Nutzungsdauer zwischen einem und fünfundzwanzig Jahren ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Anteile sowie die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen bestehen gegen die 100%-ige Tochtergesellschaft DyeMansion North America Inc., Delaware, in den USA. Diese werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf Netto-Forderungsbestand gebildet. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Das Bankguthaben des US-Dollar-Kontos wurde mit dem Stichtagskurs bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gezeigt, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertrag-Steuersatzes der Gesellschaft von 26,675 %. Eine sich ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen und sonstigen Rückstellungen. Gegenläufig bestanden passive latente Steuern aus der Bilanzierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Die daraus resultierende Steuerentlastung wurde nicht bilanziert. Die Rückstellungen werden in ausreichender Höhe mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzung werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gezeigt, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. II. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 2.426.144,00 Euro angefallen. Davon wurden Entwicklungskosten in Höhe von 342.936,05 Euro aktiviert und betreffen im vollen Umfang die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Durch die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Sinne des § 248 Abs. 2 HGB kommt es zu einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 2.350.955,38 Euro. Unter den Finanzanlagen ist der Anteil an der folgenden Gesellschaft bilanziert:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber DyeMansion North America Inc. und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 183.405,96 Euro (Vj. 155.668,46 Euro), sonstige Rückstellungen in Höhe von 402.079,90 Euro (Vj. 185.301,35 Euro), Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 75.951,55 Euro (Vj. 91.347,50 Euro) und Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 29.500,00 Euro (Vj. 29.700,00 Euro) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber DyeMansion North America Inc. und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten debitorische Kreditoren in Höhe von 47.007,38 Euro (Vj. 20.194,10 Euro), Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 72.518,10 Euro (Vj. 79.880,58 Euro) und Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit in Höhe von 7.644,91 Euro (Vj. 9.220,34 Euro).
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Investitionszuschüsse in Höhe von 630.028,24 Euro (Vj. 628.529,46 Euro), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 97.819,56 Euro (Vj. 251.710,97 Euro) enthalten. In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 216.232,29 Euro (Vj. 208.521,92 Euro) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.420,04 Euro (Vj. 9.450,93 Euro) enthalten. IV. Sonstige Angaben 1) Durchschnittliche Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2023 wurden durchschnittlich 83 Arbeitnehmer beschäftigt (Vj. 76 Arbeitnehmer). Diese setzen sich wie folgt zusammen:
2) Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch folgende Geschäftsführer:
Auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betragen 2.237.333,45 Euro. 4) Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Planegg, 2. Mai 2024 DyeMansion GmbH Felix Ewald Philipp Kramer Anlagengitter zum 31.12.2023
6.1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DyeMansion GmbH, Planegg: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DyeMansion GmbH, Planegg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DyeMansion GmbH, Planegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter dem Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" sowie die Angaben im Lagebericht unter dem Abschnitt "3.1 Bestandsgefährdende Risiken", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die bisherige Verlustsituation auf die Markteintritts- und Wachstumsphase der Gesellschaft zurückzuführen und die Unternehmensfortführung von der Fortsetzung der Finanzierung durch Gesellschafter/Investoren sowie der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung der konzipierten Umsatzerlöse abhängig ist. Wie in den Angaben im Anhang unter dem Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" und in den Angaben im Lagebericht unter dem Abschnitt "3.1 Bestandsgefährdende Risiken" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 15. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
PETER STRAMITZER, Wirtschaftsprüfer Timo Maximilian Schönhals, Wirtschaftsprüfer |
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