Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder
Fox Factory GmbH
Gewerbepark 6, 66989 Höhfröschen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christopher James Tutton seit 18.11.2024 | Geschäftsführer |
Oliver Ernst seit 13.3.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Fox Factory, Inc. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fox Factory GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Fox Factory GmbH ist Teil der Fox Factory Group, die Hochleistungs-Stoßdämpfer und Rennsport-Federungsprodukte entwickelt, herstellt und vermarktet, die vor allem bei Fahrrädern, Side-by-Sides, On-Road-Fahrzeugen mit und ohne Off-Road-Fähigkeiten, Off-Road-Fahrzeugen und Lastwagen, ATVs, Schneemobilen, Spezialfahrzeugen und -anwendungen, Motorrädern und Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Geschäft der Fox Factory Group unterteilt sich in die beiden Geschäftsfelder Powered Vehicles und Specialty Sports, wobei durch die Fox Factory GmbH ausschließlich Produkte der Sparte Specialty Sports, welche Fahrradprodukte umfasst, vertrieben werden. Der Vertrieb erfolgt vorwiegend an Händler, welche an Endkunden verkaufen, aber auch an OEMs und Endkunden direkt. Neben dem Handel mit Fahrradprodukten betreibt die Fox Factory GmbH auch die Sparte Customer Service, die Serviceleistungen und Reparaturen erbringt. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird in eigenen Räumlichkeiten am Standort Höhfröschen ausgeübt. I.2. Forschung und Entwicklung Die Fox Factory GmbH betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Diese werden von anderen Gesellschaften der Fox Factory Group geleistet. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Demgegenüber ist nach Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen (Eurostat 30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024). Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte. Die Konsumstimmung europaweit und hier stellvertretend herausgegriffen in Deutschland liegt laut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Durch den Krieg in der Ukraine stürzte der Konjunkturindikator im Laufe des Jahres 2022 rasant ab, konnte sich in den ersten Monaten des Jahres 2023 zwar ein wenig erholen, ist aber seit August 2023 wieder rückläufig. GfK-Konsumklima-Index gemessen in Deutschland von September 2021 bis Oktober 2023:
Branchenentwicklung Fahrräder nehmen in Deutschland einen weiterhin großen Stellenwert bei Berufspendlern und in der Freizeitgestaltung ein. Dies zeigt sich auch in den veröffentlichten Marktdaten des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) für das Jahr 2023. Die Inlandsproduktion lag im Jahr 2023 bei 2,3 Millionen Fahrrädern (wenn auch ein leichter Rückgang von 2,6 Millionen im Vorjahr) - davon 1,6 Millionen E-Bikes - mit einem Minus von 11 Prozent. Der Anteil von in Deutschland produzierten unmotorisierten Fahrrädern geht leicht auf 0,7 Millionen zurück (i.Vj. 0,9 Millionen). Die Inlandsanlieferung an den deutschen Handel lag im Jahr 2023 mit 4,36 Millionen Stück um rund 1,1 Millionen Stück unter dem Vorjahr, was höheren Lagerbestände aus 2022 geschuldet ist. Sie lag somit ungefähr auf dem Niveau von vor Corona 2019. Im Jahr 2023 wurden rund 4,0 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland verkauft (2022 rund 4,6 Millionen). Nach deutlichen Steigerungen in 2020 bis 2022 geht es nun auf ein ähnliches Stückzahl-Niveau wie vor Corona zurück. Insgesamt ergibt sich für 2023 verglichen mit 2022 ein Rückgang der Gesamtstückzahl um rund 13%, welcher sich am deutlichsten aus dem Fahrradsegment ergibt (-21%), der E-Bike-Verkauf ist dagegen nahezu stabil zum Vorjahr. Somit lag 2023 zum ersten Mal der Anteil der E-Bikes über 50% (1,9 Mio. Fahrräder und 2,1 Mio. E-Bikes) und er wird laut ZIV der Fahrrad-Industrie Prognose weiter wachsen. Auch der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes ist in Deutschland im Jahr 2023 mit 7,06 Mrd. Euro leicht gegenüber dem Vorjahr (2022 7,36 Mrd. Euro) zurückgegangen. Somit hält der Fahrradboom weiterhin an, da die Umsätze stabil auf hohem Niveau bleiben. Die Fahrradbranche trotzt somit einem negativen Konsumklima. Der durchschnittliche Verkaufswert pro Fahrrad und E-Bike zusammen lag im Jahr 2023 bei ca. 1.788 Euro. Dies entspricht einer Steigerung um rund 11,6% gegenüber dem Vorjahr (2022 war die Steigerung schon bei 15% gegenüber 2021). Der Trend zu hochwertigen und sicheren E-Bikes und Fahrrädern hält damit an. Ebenso ist die Nachfrage nach hochwertigen Fahrradkomponenten weiterhin hoch. II.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Fox Factory GmbH enttäuschend. Der Gesamtumsatz ging im Jahr 2023 um TEUR 2.196 bzw. 11,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 16.570 zurück (Vorjahr: TEUR 18.766). Zugleich stiegen die Kosten bezogen auf die Umsatzerlöse an, so dass das operative Ergebnis (EBIT) 2023 um 59,0% unter demjenigen des Jahres 2022 lag (TEUR 1.556; i.Vj. TEUR 3.794). Unter Einbezug von Finanzergebnis und Steuern war für das Jahr 2023 ein um 77,2% gesunkener Jahresüberschuss zu verzeichnen (TEUR 628; i.Vj. TEUR 2.758). Die im Vorjahreslagebericht abgegebene Prognose wurde bei den Umsatzerlösen übertroffen ("Umsatzerlöse EUR 15,1 Mio."), beim Jahresüberschuss jedoch verfehlt (Prognose "Jahresüberschuss EUR 1,5 Mio."). Zu den Sondereffekten, die das Jahresergebnis 2023 negativ beeinflusst haben, verweisen wir auf Abschnitt II.3.1 Ertragslage sowie die Angaben im Anhang. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Fox Factory GmbH im Geschäftsjahr 2023 als nicht zufriedenstellend. II.3. Lage II.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse 2023 sanken auf TEUR 16.570 gegenüber TEUR 18.766 im Vorjahr. Der Hauptgrund für die um 11,7% gesunkenen Umsatzerlöse ist die rückläufige Branchenentwicklung. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse betrug im Geschäftsjahr 2023 47,0% (Vorjahr: 43,2%). Ursächlich für den Anstieg der Materialeinsatzquote gegenüber den Geschäftsjahren 2022 und 2021 sind im Wesentlichen Erhöhungen der konzerninternen Einkaufspreise für 2023 und Vorjahre (TEUR 564) sowie erhöhte Reichweitenabschläge für Risiken aus gesunkenen Verwertungsmöglichkeiten der Vorräte (TEUR 935; i.Vj. TEUR 47). Die sonstigen betrieblichen Erträge 2023 sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 484 (153,3%) auf TEUR 799 gestiegen (Vorjahr: TEUR 316). Der Anstieg entfiel mit TEUR 122 auf höhere Erträge aus der Währungsumrechnung und mit TEUR 400 auf Gewinne aus Devisentermingeschäften, wobei diese aufgrund entsprechender Verluste (TEUR 361) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen weitgehend neutralisiert wurden. Nachfolgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung im Dreijahresvergleich:
Der Personalaufwand 2023 stieg gegenüber 2022 um TEUR 524 auf TEUR 4.269 (Vorjahr: TEUR 3.745) und betrug damit 25,8% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 20,0%). Der Anstieg des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr um 14,0 % resultiert bei fast konstanter durchschnittlicher Mitarbeiterzahl (67; Vorjahr 68) neben üblichen Entgeltsteigerungen im Wesentlichen auf Aufwendungen für Mitarbeiterabfindungen und -freistellungen (TEUR 326). Darüber hinaus stieg der Aufwand durch die unterjährige Fluktuation, die im Jahr 2023 höher war als im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr absolut nur um TEUR 90 (3,0 %), relativ zu den Umsatzerlösen jedoch von 16,2% im Vorjahr auf 18,9%. Die Veränderung 2023 gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf niedrigeren Währungsverlusten (TEUR -745), wohingegen die Aufwendungen für Vertrieb (TEUR +205), Betrieb (TEUR +70) sowie für Verwaltung (TEUR +90) anstiegen; des Weiteren fielen Verluste aus Devisentermingeschäften an (TEUR 361, s.o.). Als Ergebnis der vorstehenden Entwicklungen wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.586 erzielt (Vorjahr: TEUR 3.797; -58,2 %). Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR -189 (Vorjahr: TEUR +73), wobei die Verschlechterung hauptsächlich aus dem weggefallenen Vorjahres-Beteiligungsertrag aus der Auflösung der Tochtergesellschaft Fox Factory Austria GmbH (TEUR -; Vorjahr: TEUR 123) sowie aus gestiegenen Zinsaufwendungen (TEUR 191; Vorjahr TEUR 50) aufgrund eines höheren Darlehens sowie gestiegener Zinssätze resultiert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich für das Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.366 (Vorjahr: TEUR 3.868; -64,7%). Die Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2023 sind um TEUR 275 aufgrund einer abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung für Vorjahre erhöht. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern (TEUR 739; Vorjahr: TEUR 1.110) wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 628 erzielt (Vorjahr: TEUR 2.758; -77,2 %). Die Umsatzrentabilität betrug im Geschäftsjahr 2023 3,8 % (Vorjahr: 14,7 %) und die Gesamtkapitalrentabilität 3,6 % (Vorjahr: 14,8 %). II.3.2. Finanzlage Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Das Finanzmanagement ist in dasjenige der Fox Factory Group integriert. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.605 (i.Vj. TEUR 3.735) und damit 15,0% der Bilanzsumme (i.Vj. 17,2%). Die flüssigen Mittel betreffen neben einem geringfügigen Kassenbestand ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten. Zum 31. Dezember 2023 finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen aus Eigenmitteln (51,9 %; i.Vj. 54,8 %) und aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (35,6 %; i.Vj. 29,8 %). Seit dem 05.03.2020 besteht ein Darlehens-Rahmenvertrag in Höhe von fünf Millionen USD mit der Schwestergesellschaft Fox Factory Switzerland GmbH, Wabern, Schweiz, der am 9. Oktober 2023 auf zwölf Millionen USD erhöht wurde. Der Vertrag verfügt über eine Laufzeit bis 2030, kann aber von beiden Parteien jederzeit gekündigt werden. Die Verzinsung ist fremdüblich. Zum 31.12.2023 war das Darlehen zu TUSD 7.000 (31.12.2022: TUSD 2.000) in Anspruch genommen. Der Rückgang der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 130 ergab sich wie folgt: Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 TEUR -1.735 (Vorjahr: TEUR 2.335) und resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss (TEUR 628) und dem Rückgang der Vorräte (TEUR 2.099), wohingegen sich der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR -2.052) und der Rückgang der Rückstellungen (TEUR -460) negativ auswirkten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR -3.191 (Vorjahr TEUR -594) und betrifft die Investitionen in Sachanlagen (TEUR -1.785) und in immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR -1.406). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2023 war aufgrund der Aufstockung des Darlehens von der Schwestergesellschaft Fox Factory Switzerland GmbH positiv (TEUR 4.796; Vorjahr: Tilgung dieses Darlehens TEUR -2.557). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. II.3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 von TEUR 21.679 auf TEUR 24.093 (+11,1 %). Die Erhöhung betrifft beim Vermögen im Wesentlichen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.052) sowie das Anlagevermögen (TEUR 2.584), während die Vorräte (TEUR -2.099) und die flüssigen Mittel (TEUR -130) abnahmen. Beim Kapital erhöhten sich das Eigenkapital (TEUR 628) und die Verbindlichkeiten (TEUR 2.586). Die Buchwerte des Anlagevermögens beliefen sich am 31.12.2023 auf TEUR 9.327 (Vorjahr: TEUR 6.743). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zugänge in Höhe von insgesamt TEUR 3.192 (Vorjahr: TEUR 651) gebucht, während die Abschreibungen TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 409) betrugen. Von den Zugängen entfielen TEUR 1.785 auf Sachanlagen (Vorjahr: TEUR 631) und TEUR 1.406 auf immaterielle Vermögensgegenstände (Software; Vorjahr: TEUR 20). Bei den Sachanlagen erhöhte sich 2023 neben dem Fahrzeugbestand insbesondere die geleisteten Anzahlungen für den geplanten Hallenneubau in Höhfröschen (TEUR 1.546). Der Bestand der Waren ging zum Abschlussstichtag 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.887 auf TEUR 7.691 (Vorjahr: TEUR 9.578) zurück. Außerdem verminderten sich die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte zum Abschlussstichtag gegenüber dem Vorjahr um TEUR 212 auf TEUR 0. Insgesamt belief sich das Vorratsvermögen zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 7.691 gegenüber TEUR 9.790 im Vorjahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betrugen am Bilanzstichtag 2023 insgesamt TEUR 3.434 (Vorjahr: TEUR 1.382). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen 2023 um TEUR 1.364 auf TEUR 1.739 (Vorjahr: TEUR 375) an, wohingegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 330 auf TEUR 92 abnahmen (Vorjahr: TEUR 422). Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.018 auf TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 585), hauptsächlich aufgrund von Ertragsteuerforderungen. Das Eigenkapital betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 12.502 (Vorjahr: TEUR 11.874); die Erhöhung betraf den Jahresüberschuss 2023. Die Eigenkapitalquote blieb mit 51,9 % unter der Quote des Vorjahres mit 54,8 %. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert bei gestiegenem Eigenkapital aus der hierzu überproportional gestiegenen Bilanzsumme. Es wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen per 31.12.2023 in Höhe von TEUR 549 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 719). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen am Abschlussstichtag 2023 TEUR 8.588 (Vorjahr: TEUR 6.455), wobei die Liefer-und Leistungsverbindlichkeiten abnahmen (TEUR -2.502) und die Darlehensverbindlichkeiten zunahmen (TEUR +4.635). Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 635 auf TEUR 1.598 an (Vorjahr: TEUR 963), im Wesentlichen aufgrund von kreditorischen Debitoren. Insgesamt befand sich die Fox Factory GmbH zum 31. Dezember 2023 in einer soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wenngleich signifikant cashflow- und ertragsschwächer als in den beiden Vorjahren. II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
III. Nachtragsbericht Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV.1 Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Inzwischen wurde der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 mit -0,2 % festgestellt (destatis 15.1.2025). Für 2025 wird für Deutschland lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,2 % bis 0,4 % erwartet (BMWK 29.1.2025; OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Für die Weltwirtschaft wurde das Wachstum im Jahr 2024 mit 3,2 % festgestellt (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Auch für das Jahr 2025 wird für die Weltwirtschaft nur von verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,1 % bis 3,3 % ausgegangen (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Noch schwächer war das Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 in der EU mit 1,0 % und im Euro-Raum mit 0,9 % (eurostat 7.3.2025). Im Euro-Raum werden mit 1,0 % auch für 2025 keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (OECD 17.3.2025, IWF 17.1.2025). Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, war jedoch mit 2,2 % deutlich geringer als im Vorjahr (5,9 %). Im Euro-Raum wird die Inflation 2024 mit 2,4 % geschätzt (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, eurostat 17.1.2025). Die Inflation wird für das Jahr 2025 in Deutschland mit 2,0-2,4 % erwartet. Im Euro-Raum wird die Inflation für 2025 mit 2,1-2,2 % erwartet (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, OECD 17.3.2025, ifo institut 17.3.2025). Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im März 2025 auf 86,7 Punkte, nach 85,3 Punkten im Februar. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit der aktuellen Lage. Die Erwartungen stiegen merklich. Die deutsche Wirtschaft hofft auf Besserung. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Insbesondere die skeptischen Stimmen bei den Erwartungen sind merklich weniger geworden. Die Unternehmen beurteilten zudem ihre aktuelle Lage besser. Der Auftragsbestand war hingegen leicht rückläufig. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas positiver. Zudem hellten sich die Erwartungen spürbar auf. Insbesondere bei Architektur- und Ingenieurbüros keimte wieder vermehrt Hoffnung auf. Im Handel ist der Index erneut gestiegen. Insbesondere die Erwartungen der Händler fielen weniger pessimistisch aus. Die Unternehmen bewerteten ihre laufenden Geschäfte als etwas besser. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima aufgehellt. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas positiver. Die Erwartungen bleiben trotz einer Verbesserung von starker Skepsis geprägt. Nach wie vor bleibt der Auftragsmangel die größte Herausforderung für die Bauwirtschaft (ifo Institut 25.3.2025). Branchenentwicklung Gemäß den veröffentlichten Marktdaten des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) für das Jahr 2024 lag die Inlandsproduktion bei 2,0 Millionen Fahrrädern, was einen weiteren Rückgang um 13,8% gegenüber dem Vorjahr bedeutet (2023 bereits -11%). Die Inlandsanlieferung an den deutschen Handel lag im Jahr 2024 mit 3,16 Millionen Stück nochmals signifikant unter dem Vorjahr (2023 4,36 Millionen Stück, 2022 5,45 Millionen Stück), was weiterhin hohen Lagerbestände geschuldet ist. Auch der Umsatz mit Fahrrädern und E-Bikes war in Deutschland im Jahr 2024 mit 6,33 Mrd. Euro weiterhin rückläufig (2023 7,06 Mrd. Euro; 2022 7,36 Mrd. Euro). 2024 war für die deutsche Fahrradbranche herausfordernd, doch langsam sieht der Branchenverband Licht am Ende des Tunnels. ZVI geht von einem angespannten Jahr 2025 aus und hofft auf ein gutes Frühjahrsgeschäft. Erste Anzeichen der Besserung zeigen sich bereits im Reparaturen- und im Zubehörgeschäft. Ab 2026 erwartet die Branche eine deutliche Verbesserung (ZVI 12.3.2025). Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Fox Factory GmbH Umsatzerlöse von 16,8 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 0,8 Mio. Euro bei ähnlicher Mitarbeiterzahl wie 2023. Für das Geschäftsjahr 2025 geht die Geschäftsführung von Umsatzerlösen im Bereich von 18,0 bis 19,0 Mio. Euro bei einem Jahresüberschuss zwischen 1,0 bis 1,5 Mio. Euro aus. Im Jahr 2024 wurde der Neubau einer weiteren Lagerhalle am Standort Höhfröschen abgeschlossen, um Lagerkapazitäten für die gestiegenen Warenbestände zu schaffen. Außerdem wurde zum 1. Januar 2024 der Vertrieb der Marke Rideconcept übernommen, der mit der Fertigstellung der neuen Lagerhalle den Vertrieb der bisherigen Marken erweitert. IV.2 Risikobericht Risikomanagement Unser Geschäft könnte durch verschiedene Risiken nachteilig beeinflusst werden. Wir verfügen daher über ein permanentes Risikomanagementsystem, das die regelmäßige Identifikation, Analyse und Bewertung der wesentlichen unternehmensspezifischen Risiken wie Absatzpreisreduzierungen, Beschaffungsrisiken und Nachfragerückgänge sicherstellt. Im Rahmen der Risikosteuerung und -bewältigung ergreift die Unternehmensleitung die notwendigen Maßnahmen. Auch das Risikomanagementsystem ist in dasjenige der Fox Factory Group integriert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken dargestellt. Gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken Zu den Risiken resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere in Deutschland, aus den internationalen Krisen u.ä. verweisen wir auf Punkt IV.1 Prognosebericht. Signifikante Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung der Fox Factory GmbH können aus den Anfang April 2025 verkündeten US-Zöllen sowie ggfs. aus EU- bzw. China-Gegenmaßnahmen resultieren. Wir beobachten diese Entwicklung genau. Die weiterhin in fast allen Bereichen der Wirtschaft auftretenden Kostensteigerungen könnten zu reduzierten Gewinnmargen führen, wenn es nicht gelingt, sie in entsprechende Absatzpreiserhöhungen umzusetzen. Ebenso stellen Lieferengpässe bei Zulieferern ein Risiko für die geplante Umsatzerzielung und Kundenbeziehungen dar. Ein weiteres unternehmensexternes Risiko ist in der derzeitigen wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland und deren möglicher Auswirkungen u.a. auf die Konsumenten zu sehen. Ein breiter Rückgang des Konsums würde auch die von Fox Factory GmbH vertriebenen Produkte treffen und hätte negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Die Marktentwicklung bzw. die Wettbewerbssituation in der Fahrradindustrie und damit auch im Markt für hochwertige Fahrradkomponenten stellt ein bedeutendes Einzelrisiko für die Fox Factory GmbH dar. Die Märkte für leistungsbestimmende Produkte, einschließlich Fahrwerksprodukte, sind hart umkämpft. Veränderungen in der Wirtschaft, ein schrumpfender Markt für diese Produkte oder ein wesentlicher Rückgang der Nachfrage nach High-End-Fahrrädern, die einen erheblichen Teil unseres Umsatzes ausmachen, können die Ertragslage nachteilig beeinflussen. Die Fox Factory GmbH steht im Wettbewerb mit anderen Unternehmen wie RockShox, SR Suntour und Manitou, die Produkte an Händler und Distributoren vertreiben. Auf dem Markt für andere Fahrradkomponenten konkurrieren wir mit SRAM, Truvativ und Zipp (alles Tochtergesellschaften der SRAM Corp.), DT Swiss (eine Tochtergesellschaft der Vereinigten Drahtwerke AG), Mavic (eine Tochtergesellschaft von Bourrelier) und Shimano. Der Ruf als Hersteller leistungsfähiger Produkte spielt eine entscheidende Rolle bei den Verkäufen an die Kunden. Um sich auf die weitere Branchenentwicklung frühzeitig einstellen zu können, betreibt die Fox Factory GmbH systematische Marktbeobachtung und nimmt Wettbewerbsanalysen vor. Zur Minderung des Absatzrisikos auf dem inländischen Fahrradmarkt betreibt die Fox Factory GmbH einen kontinuierlichen Ausbau der Exportaktivitäten. Erschließung und Ausbau neuer Absatzgebiete werden dabei ermöglicht durch das hochwertige Produktsortiment. Der Wettbewerbssituation begegnet die Fox Factory GmbH durch die Strategie, Produkte auf sehr hohem Qualitätsniveau anzubieten. Die weitere positive Entwicklung Fox Factory GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann; hier ist die Gesellschaft abhängig von den produzierenden Unternehmen der Fox Factory Group. Daneben ist auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen. Kundenrisiken In den Bereichen Forderungs- und Liquiditätsmanagement könnten sich zukünftig Risiken aus dem Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall von Kunden für die Gesellschaft ergeben. Die Fox Factory GmbH nutzt zur Begrenzung des Forderungsausfall-Risikos ein aktives Forderungsmanagement. Bei Neu- und Bestandskunden trägt eine bonitätsabhängige individuelle Festlegung der Zahlungskonditionen sowie ggf. die Hereinnahme von Vorauszahlungen zu einem geringen Ausfallrisiko bei. Beschaffungsrisiken Die Belieferung erfolgt im Wesentlichen durch die Schwestergesellschaft Fox Factory Switzerland GmbH, Taiwan Branch. Die Preisentwicklung und die Beziehungen zu den Rohstofflieferanten innerhalb der Fox Factory Group werden regelmäßig überwacht. Ein Risiko ergibt sich durch Lieferkettenprobleme, die zu verlängerten Frachtzeiten führen können und durch die Steigerung des Frachtbedarfs. Die Fox Factory GmbH betreibt deshalb eine permanente Analyse der Transitbestände, um den Risiken zeitnah begegnen zu können. Hierbei ist auch die Entwicklung des schwelenden Konflikts China/Taiwan genau zu beobachten. Da wesentliche Wareneinkäufe in USD erfolgen, stellt die Entwicklung des Wechselkurses USD/EUR ein Ertragsrisiko für die Gesellschaft dar. Seit Anfang April 2025 könnte ein weiteres Ertragsrisiko auf der Beschaffungsseite aus der Entwicklung der weltweiten Zölle, angestoßen durch die US-Zölle, entstehen. Technische Risiken Für die Risiken in den Bereichen Gebäude, Einrichtung, Transport, Elementarschäden, Technische Anlagen, Elektronik und Vorräte besteht ausreichender Versicherungsschutz. IT-Risiken wird durch Datenschutz- bzw. Datensicherungssysteme entgegengewirkt. Rechtliche Risiken Es bestehen keine Rechtsstreitigkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Gesellschaft hat diverse Maßnahmen etabliert, um die Bonität von Neukunden zu beurteilen. In Einzelfällen greift die Gesellschaft zu Maßnahmen wir Vorauskasse oder Teilzahlungen zurück. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze überwiegend in Euro, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Dagegen wird der Einkauf, d.h. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen überwiegend in USD abgewickelt. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein konzerninternes Darlehen in USD, so dass die Gesellschaft dem Währungsrisiko insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des USD ausgesetzt ist. Gleichzeitig ist hervorzuheben, dass die Gegenparteien der Fremdwährungsgeschäfte vornehmlich weitere Konzerngesellschaften sind. Die Geschäftsführung ist sich dieses Risiko bewusst und versucht die Auswirkungen zu minimieren. Im Jahr 2023 wurde die Änderung des IC-Darlehensvertrags abgeschlossen, um die für den Bau eines neuen Lagers erforderliche zusätzliche Finanzierung zu erhalten. Die verzinsliche Finanzierung der Gesellschaft wird grundsätzlich zu einem Festzins vereinbart, der jedoch ggfs. an geänderte Marktbedingungen angepasst wird (so in 2023). Diesbezüglich besteht ein Zinsrisiko aus Finanzinstrumenten. Aufgrund der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft einschließlich noch nicht ausgenutzter Kreditzusagen aus dem Rahmenkreditvertrag mit der Fox Factory Switzerland GmbH wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Gesamtaussage zur Risikosituation Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. IV.3 Chancenbericht Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten zwei Geschäftsjahre insbesondere folgende Chancen: Neue Märkte / Produkte Wir beabsichtigen, den Absatz unserer Produkte vor allem im Händler- und OEM-Geschäft auszubauen, um den weiterhin hohen Lagerbestand zu kompensieren. Um den Aftermarket weiter zu durchdringen, beabsichtigen wir, zusätzliche Händler und Distributoren in bestimmten geografischen Märkten zu gewinnen, unser internes Verkaufspersonal auszubauen und die Anzahl der von uns angebotenen Produkte und Dienstleistungen strategisch zu erhöhen. Neue Vertriebswege Wir beschäftigen spezialisierte und engagierte Vertriebsmitarbeiter. Jeder Vertriebsmitarbeiter ist voll verantwortlich für die Betreuung von OEM- oder Händler-Kunden innerhalb unserer Produktkategorien, wodurch sichergestellt wird, dass unsere Kunden mit fähigen und sachkundigen Vertriebsmitarbeitern in Kontakt stehen, um ihre spezifischen Bedürfnisse zu erfüllen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Bereitstellung eines hohen Serviceniveaus für unsere Endkunden eine wesentliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung unseres guten Rufs auf dem Markt ist. Im Jahr 2020 wurde der Bau des neuen Geschäftsgebäudes in Höhfröschen abgeschlossen, um Fox-Produkte in ganz Europa zu vertreiben. Diese Einrichtung wird für die Lagerung, den Vertrieb und den Service genutzt und bietet außerdem Büroräume für Vertrieb, Marketing, IT, Personal und Finanzen. Steigende Nachfrage Nicht erst seit der Coronakrise erfreuen sich Fahrrad und E-Bike (Pedelec) immer größerer Beliebtheit. Gerade auch die bisherige massive Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland macht deutlich, dass das Fahrrad und E-Bike die hervorragende Alternative für die Mehrzahl aller Wege im Personentransport sind. Wir glauben, dass das High-End-Segment, in dem wir tätig sind, aufgrund mehrerer Faktoren gut für langfristiges Wachstum positioniert ist, u.a aufgrund steigender Nachfrage der Verbraucher nach leistungsorientierten Produkten; steigender durchschnittlicher Verkaufspreise im Einzelhandel, die unserer Meinung nach durch differenzierte und funktionsreiche Produkte mit fortschrittlichen Technologien angetrieben werden; fortlaufende Produktinnovationen, die nach unserer Beobachtung die Verbraucher häufig dazu motivieren, neue Produkte zu kaufen, um ihre Leistung zu verbessern; und steigende Absatzchancen für High-End-Fahrräder in ganz Europa. Da sich die Fahrzeuge in unseren Endmärkten weiterentwickeln und leistungsfähiger werden, sind leistungsbestimmende Produkte und Systeme für eine verbesserte Leistung und Kontrolle immer wichtiger geworden, und wir glauben, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Darüber hinaus sind wir der Ansicht, dass es Möglichkeiten gibt, unser technisches Know-how im Bereich der Fahrwerksprodukte weiter zu nutzen, um Lösungen anzubieten, die über unsere derzeitigen Anwendungen und Endmärkte hinausgehen.
München / Höhfröschen, den 9. April 2025 Fox Factory GmbH, München Die Geschäftsführung gez. Oliver Ernst, Geschäftsführer gez. Christopher James Tutton, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und 1. Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Fox Factory GmbH ("Gesellschaft"), München, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 205196, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 33 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Soweit notwendig wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte werden einer verlustfreien Bewertung unterzogen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden zum Nennbetrag bilanziert. Bei Vorliegen konkreter Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, werden ausreichende Wertberichtigungen gebildet. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 29,1 % (i.Vj. 28,6 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 26 (i.Vj. TEUR 272) gegen Gesellschafter. Sonstige Rückstellungen Der Posten "Sonstige Rückstellungen" beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen (TEUR 134), für Verpflichtungen aus "stock based compensations" (TEUR 111), für Abfindungszahlungen incl. Freistellungen (TEUR 326), für ausstehende Rechnungen (TEUR 186) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 57). Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.512 (i.Vj. TEUR 1.877) sonstige Verbindlichkeiten (aus Darlehensgewährung) und in Höhe von TEUR 2.076 (i.Vj. TEUR 4.578) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2023 fielen folgende Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an: Der Posten Materialaufwand enthält Aufwendungen aus Erhöhungen der konzerninternen Einkaufspreise für 2023 und Vorjahre in Höhe von TEUR 564. Aufgrund einer Detaillierung der Berechnung der Reichweitenabschläge auf das Vorratsvermögen beträgt der Reichweitenabschlag zum 31. Dezember 2023 TEUR 935, wohingegen er zum 31. Dezember 2022 TEUR 47 betrug. Der Posten Personalaufwand enthält Aufwendungen für Abfindungen/Freistellungen von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 326. Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält mit TEUR 275 Steueraufwendungen für Vorjahre aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung. III. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen für 2024 in Höhe von TEUR 34 und für 2025 in Höhe von TEUR 15. Darüberhinaus bestehen Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 2.070. Derivative Finanzinstrumente Am 31. Dezember 2023 bestand ein Devisentermingeschäft (EUR/USD) mit einem Nominalvolumen von TEUR 5.230 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -57. Der beizulegende Zeitwert wurde nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Risiken aus diesem Finanzinstrument sind zum 31. Dezember 2023 mit einem Buchwert von TEUR 57 in dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Oliver Ernst, Director International Sales der Fox Factory Group und bis 29. Oktober 2024 Alleingeschäftsführer der Fox Factory GmbH; Herr Christopher James Tutton, President Specialty Sports Group (SSG) der Fox Factory Group, (seit 29. Oktober 2024). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 67 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Ergebnisverwendung Für die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2023 ist der Gewinnvortrag vorgeschlagen. Konzernabschluss, Mutterunternehmen Alleingesellschafterin der Gesellschaft ist die Fox Factory, Inc. mit Sitz in Duluth, GA, USA. Oberstes Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB ist die Fox Factory Holding Corp., Duluth, GA, USA. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Fox Factory GmbH, München, einbezogen wird. Der Konzernabschluss kann bei der dortigen SEC-Behörde sowie auf der Homepage der Fox Factory Holding Corp. eingesehen werden.
München / Höhfröschen, den 9. April 2025 Fox Factory GmbH, München Die Geschäftsführung gez. Oliver Ernst, Geschäftsführer gez. Christopher James Tutton, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 15.04.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fox Factory GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fox Factory GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fox Factory GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 9. April 2025 Grant
Thornton AG
gez. Hämmerle, Wirtschaftsprüfer gez. Betzin, Wirtschaftsprüfer |
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