Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 511927
Vorher
VfA Verwaltungsgesellschaft für AUTANIAAltvermögen mbH
Eingetragen
1.10.1991
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
ist die Fortführung des durch Kaufvertrag vom 14.12.2015 übernommenen Geschäftsbetriebs der Raster-Zeulenroda Werkzeugmaschinen GmbH (URNr. 1407 für 2015 des Notars Siegfried Bretschneider mit dem Amtssitz in Erfurt) und umfasst Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Automaten, Anlagen, Komplettausrüstungen, Software, Einzelteilen, Baugruppen, Ersatzteilen (vornehmlich Werkzeugmaschinen für die Blechbearbeitung und das Umformen von Werkstoffen), Umform- und Trennwerkzeugen und besonders Stanzund Umformautomaten, Stufenumformautomaten und Pressen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lutz Olaf Heller
seit 16.3.2022
Geschäftsführer
Daniel Scharf
seit 5.7.2021
Prokura
Prokura
Michael Troche
seit 5.7.2021
Prokura
Stephan Dr. Kohlsmann
seit 19.1.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AUTANIA Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zeulenroda Presstechnik GmbH

Zeulenroda-Triebes

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.733,00 45.111,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.593.358,00 1.672.204,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365.322,00 189.969,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.957,39 0,00
1.987.637,39 1.862.173,00
2.033.370,39 1.907.284,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.315.772,42 1.297.358,58
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.862.631,61 5.777.663,65
3. Fertige Erzeugnisse 245.000,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.305.517,60 285.597,68
8.728.921,63 7.360.619,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.399.740,21 3.046.279,36
2. Sonstige Vermögensgegenstände 138.482,59 28.863,61
1.538.222,80 3.075.142,97
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 573.021,59 100.214,00
10.840.166,02 10.535.976,88
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 538,95 538,95
12.874.075,36 12.443.799,83

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Kapitalrücklage 4.800.000,00 4.800.000,00
III. Verlustvortrag -1.860.389,78 -1.379.199,04
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 118.480,63 -481.190,74
3.160.349,23 3.041.868,60
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 282.728,44 303.260,83
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.278.916,25 2.698.531,14
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.461.900,00 3.340.737,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447.304,49 696.565,18
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.922.373,39 1.830.614,88
5. Sonstige Verbindlichkeiten 320.503,56 532.221,70
- davon aus Steuern: EUR 100.833,13 (Vj.: EUR 320.809,72)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj.: EUR 9.374,56)
9.430.997,69 9.098.670,40
12.874.075,36 12.443.799,83

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.794.770,21 8.875.498,50
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -670.032,04 4.036.889,65
3. Sonstige betriebliche Erträge 79.022,74 88.091,88
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.982.666,05 5.197.614,18
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.785.193,63 2.279.440,69
5.767.859,68 7.477.054,87
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.016.870,26 3.673.778,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 819.329,76 820.932,50
- davon für Altersversorgung: EUR 63.930,20 (Vj.: EUR 50.579,93)
4.836.200,02 4.494.710,73
6. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 230.856,37 166.962,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.047.772,76 1.224.454,84
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.286,85 95.669,78
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 34.073,30 (Vj.: EUR 44.179,56)
9. Ergebnis nach Steuern 154.785,23 -458.372,83
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.317,00 0,00
11. Sonstige Steuern 22.987,60 22.817,91
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 118.480,63 -481.190,74

Amtsgericht Jena, HRB 511927

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der Zeulenroda Presstechnik GmbH, Zeulenroda-Triebes, wird nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Diese Annahme beruht auf der Unternehmensplanung der Gesellschaft, nach der im Jahr 2024 ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden soll und liquitätsstützenden Maßnahmen durch die Gesellschafterin. Zur Sicherstellung der Liquidität und Stärkung des Eigenkapitals leistete die Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2022 eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.000. Des Weiteren hat die Gesellschafterin in Vorjahren Finanzierungsdarlehen über TEUR 1.000 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und einem Rangrücktritt ausgereicht.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Software wird über einen Zeitraum von drei bzw. fünf Jahren abgeschrieben. Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung zeitanteilig vorgenommen. Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 5 Jahre

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 werden zu einem Sammelposten für jedes Geschäftsjahr zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten nach der Methode des gleitenden Durchschnittspreises bewertet. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch Abschreibungen auf den niedrigeren Marktpreis zum Abschlussstichtag und Gängigkeitsabschläge Rechnung getragen.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für unfertige Erzeugnisse und Leistungen erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils mit dem Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigt alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste, die dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so kann eine sich nach Saldierung insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt werden. Allerdings wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz verzichtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr sind aus dem als Anlage zum Anhang beiliegenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle am Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

3. Eigenkapital

Bisher erfolgte noch keine Umstellung des im Handelsregister eingetragenen Stammkapitals von DM 200.000,00 (EUR 102.258,38) in Euro.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 180), Leistungsverpflichtungen (TEUR 40) sowie Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 20).

5. Verbindlichkeiten

Zu den Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag Restlaufzeit
bis zu einem Jahr über ein Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.279 1.258 21 0
Vorjahr 2.699 2.623 76 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.462 2.444 3.018 0
Vorjahr 3.341 3.341 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 447 447 0 0
Vorjahr 697 697 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.922 1.245 677 83
Vorjahr 1.830 1.381 449 0
Sonstige Verbindlichkeiten 321 321 0 0
Vorjahr 532 532 0 0
9.431 5.715 3.716 83
Vorjahr 9.099 8.574 525 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.279 sind durch Sicherungsübereignungen von Maschinen besichert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von TEUR 5.462 durch Anzahlungsbürgschaften von Kreditinstituten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.473 (Vj. TEUR 1.000) sonstige Verbindlichkeiten (Darlehen und Zinsen) und in Höhe von TEUR 449 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEUR 1.473 (Vj. TEUR 1.022) bestehen diese Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Zu Verbindlichkeiten über TEUR 1.000 (Vj. TEUR 1.000) hat die Gesellschafterin Rangrücktritte erklärt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beläuft sich auf TEUR 144.

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 96 Arbeitnehmer (Vj.: 94 Arbeitnehmer) beschäftigt. Davon waren 12 Arbeitnehmer in der Konstruktion, 57 in der Produktion und 27 in der Verwaltung beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AUTANIA Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen, Kelkheim, einbezogen, die für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Herr Dr. Stephan Kohlsmann, Doktor der Physik, Leipzig

Herr Lutz Heller, Diplomingenieur des Maschinenbaus, Zeulenroda-Triebes OT Weckersdorf

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Zeulenroda-Triebes, 17. September 2024

Dr. Stephan Kohlsmann, Geschäftsführer

Lutz Heller, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Zeulenroda Presstechnik GmbH, Zeulenroda-Triebes

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Zeulenroda Presstechnik GmbH, Zeulenroda-Triebes - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zeulenroda Presstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. November 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Assmann, Wirtschaftsprüferin

Hohmann, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Zeulenroda Presstechnik GmbH (im Folgenden kurz "ZPT") ist ein deutsches, traditionsreiches Unternehmen, welches im Bereich Maschinenbau tätig ist. ZPT spezialisiert sich auf die Herstellung von Maschinen und Anlagen für die Blechbearbeitung, insbesondere von Stanz- und Umformmaschinen und ist bekannt für seine hochwertigen Produkte und auch für seine hohen Standards in Bezug auf Technik, Kundenservice und Nachhaltigkeit.

Die Zeulenroda Presstechnik GmbH hat ein erfahrenes Team von Ingenieuren und Technikern, das sich auf die Konstruktion und Entwicklung von Maschinen spezialisiert hat. Das Unternehmen arbeitet eng mit Kunden zusammen, um sicherzustellen, dass die Maschinen ihren Anforderungen entsprechen. Es hat seinen Heimatmarkt in Deutschland, exportiert seine Produkte jedoch auch weltweit und hat eine wachsende Präsenz in Europa, Asien und Nordamerika. ZPT strebt ständig danach, seine Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, um den hohen Ansprüchen seiner Kunden gerecht zu werden. Das Unternehmen ist stolz darauf, ein verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein und seinen Mitarbeitern eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung zu bieten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen - Maschinen- und Anlagenbau

Im Jahr 2023 stand der deutsche Maschinenbau, einschließlich des Pressenbaus, vor einer Reihe von Herausforderungen. Diese Herausforderungen waren teils fortlaufende Probleme aus den Vorjahren, die durch die COVID-19-Pandemie und den Ukraine-Konflikt verschärft wurden.

Energiepreise: Hohe Energiekosten, insbesondere für Strom und Gas, belasteten die Produktion. Diese Kosten konnten nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden, was zu Preissteigerungen bei Endprodukten führte.

Rohstoffpreise: Die Preise für wichtige Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer und andere Metalle waren ebenfalls gestiegen, was die Produktionskosten für Maschinen und Pressen erhöhte.

Störungen in der Lieferkette: Globale Lieferketten blieben auch 2023 fragil. Verzögerungen bei der Beschaffung von Komponenten und Materialien führten zu längeren Lieferzeiten für Maschinen.

Mangel an qualifizierten Arbeitskräften: Der Fachkräftemangel in der Industrie, insbesondere bei spezialisierten Technikern und Ingenieuren, verschärfte sich. Dies beeinträchtigte die Kapazität und Effizienz der Produktion.

Höhere Lohnkosten: Um Fachkräfte zu halten oder neue zu gewinnen, mussten Unternehmen höhere Löhne zahlen, was die Produktionskosten weiter ansteigen ließ.

Nachhaltigkeitsanforderungen: Strengere Umweltauflagen und steigende CO 2 -Kosten zwangen Unternehmen, in umweltfreundlichere Technologien zu investieren und Produktionsprozesse zu optimieren. Dies erhöhte den administrativen Aufwand, besonders durch Zertifizierungen wie TISAX oder SAQ/S-Rating, und stellte eine erhebliche Belastung für Ressourcen und Zeit dar.

Rezessionsängste: Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, einschließlich der Angst vor einer globalen Rezession, führte zu einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft in der Industrie. Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen war teils volatil, was Planung und Produktion erschwerte.

2.2. Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.919 bzw. 44,2 % auf TEUR 12.795 gesteigert werden. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen, insbesondere bedingt durch steigende Finanzierungskosten, erzielte das Unternehmen mit einer Gesamtleistung von TEUR 12.125 (Vorjahr: TEUR 12.912) ein positives Jahresergebnis von TEUR 118 (Vorjahr: negatives Jahresergebnis von TEUR 481). Die geplanten Umsatzerlöse von über EUR 13 Mio. und das geplante Jahresergebnis von knapp EUR 1 Mio. wurden nicht erreicht.

2.3. Ertragslage

Die Zeulenroda Presstechnik GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 12.795 (Vorjahr: TEUR 8.875) und ein Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) von TEUR 6.436 (Vorjahr: TEUR 5.523). Bei Personalaufwendungen von TEUR 4.836 (Vorjahr: TEUR 4.495) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 1.224) wurde ein EBITDA von TEUR 529 (Vorjahr: TEUR -218) erreicht. Nach Abschreibungen von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 167), Finanzaufwendungen von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 96) und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) resultierte ein Jahresergebnis von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR -481).

Die intensivere Eigenfertigung und die damit verbundene Steigerung der Wertschöpfung führten im Geschäftsjahr 2023 zu einer reduzierten Materialaufwandsquote (inklusive Aufwendungen für bezogene Leistungen) von 47,6 % (Vorjahr: 57,9 %). Im Gegenzug erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 39,9 % (Vorjahr: 34,8 %), jeweils bezogen auf die Gesamtleistung.

2.4. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln stieg zum Stichtag von TEUR 100 auf TEUR 573.

Die Finanzverbindlichkeiten konnten stichtagsbezogen von TEUR 4.530 auf TEUR 3.201 reduziert werden, wovon TEUR 1.279 (Vorjahr: TEUR 2.699) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und TEUR 1.922 (Vorjahr: TEUR 1.831) Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 durchgehend gewährleistet.

2.5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.033 (Vorjahr: TEUR 1.907) und entspricht einem Anteil von 15,8 % (Vorjahr: 15,3 %) am Gesamtvermögen. Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 751) konzentrierten sich überwiegend auf neue technische Anlagen, darunter ein mobiles Laser-Messgerät, ein Schweißgerät, ein Werkzeugeinstellgerät sowie die Erweiterung der CAD-Infrastruktur.

Das Umlaufvermögen ist gegenüber den Vorjahr um TEUR 304 auf TEUR 10.840 gestiegen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 18), die fertigen Erzeugnisse (TEUR 245), die geleisteten Anzahlungen (TEUR 2.020), die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 110) sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 473) erhöhten sich um insgesamt TEUR 2.866. Demgegenüber verringerten sich die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen (TEUR 915) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.647) um insgesamt TEUR 2.562.

Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen ein Eigenkapital von TEUR 3.160 (Vorjahr: TEUR 3.042) auf, was einer Eigenkapitalquote von 24,5 % (Vorjahr: 24,4 %) entspricht.

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber den Vorjahr um TEUR 332 auf TEUR 9.431 gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 2.121) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (TEUR 92) erhöhten sich um insgesamt TEUR 2.213. Demgegenüber verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.420), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 249) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 212) um insgesamt TEUR 1.881.

2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kenngrößen für unsere interne Unternehmenssteuerung sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Darüber hinaus sind weitere Leistungsindikatoren die Umsatzrendite, EBIT, EBITDA sowie Auftragseingang und Auftragsbestand. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Insgesamt werten wir die Entwicklung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr 2023 als positiv.

2.7. Forschung und Entwicklung

Die Herstellung von Elektroblechen und Batteriebechern gehört zu den Schlüsseltechnologien im Rahmen des Wandels, insbesondere in der Automobilindustrie, aber auch in anderen zukunftsweisenden Märkten. ZPT bietet hierfür innovative Lösungen, die durch konkrete Projekte weiterentwickelt und umgesetzt werden. Durch die gezielte Stärkung der Vertriebs- und Entwicklungsabteilung konnte die Marktpräsenz nachhaltig intensiviert werden.

Im Jahr 2023 wurde die erste von mehreren Anlagen zur Herstellung von Elektroblechen fertiggestellt. Das Vertrauen der Kunden konnte durch die enge Zusammenarbeit mit einem renommierten Automatisierungsexperten und der Unterstützung durch die Gesellschafterin gestärkt werden. Dieses Vertrauen wurde 2023 durch professionelle Projektarbeit, technische Expertise und die erfolgreiche Vorabnahme der ersten Anlage weiter gefestigt.

3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung

3.1. Risikobericht und entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

Die Zeulenroda Presstechnik GmbH steht im Geschäftsjahr 2024 vor mehreren operativen Risiken, die es zu bewältigen gilt:

Wettbewerb: Der zunehmende Wettbewerb aus dem In- und Ausland könnte zu einer Reduzierung der erzielbaren Preise und Margen führen, was sich negativ auf die Profitabilität auswirken könnte.

Handelskonflikte: Mögliche Handelskonflikte könnten den globalen Handel und die Zulieferketten beeinträchtigen, was zu Rohstoff- und Komponentenengpässen führen könnte.

Überkapazitäten: Überkapazitäten auf den Märkten könnten den Druck auf Unternehmen erhöhen, was zu einer Zunahme von Insolvenzen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen könnte.

Digitalisierung: Die fortschreitende Digitalisierung könnte die Anforderungen an den Maschinen- und Anlagenbau erheblich verändern und neue Wettbewerber auf den Markt bringen, die den bestehenden Unternehmen Konkurrenz machen.

Politische Unsicherheiten: Politische Unsicherheiten und Unruhen in einigen Regionen könnten negative Auswirkungen auf den internationalen Handel und die Geschäftstätigkeit haben.

Ein zusätzliches wesentliches Risiko stellt das Finanzierungsrisiko dar. Steigende Zinsen in Kombination mit einem beachtlichen Auftragseingang von TEUR 22.876 (Vorjahr: TEUR 8.678) erfordern eine effektive Finanzierungsstrategie, beispielsweise durch flexible Zahlungskonditionen mit Partnern und Lieferanten.

Zur Sicherstellung der Liquidität und Stärkung der Eigenkapitalbasis leistete die Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2022 eine Einlage in Höhe von TEUR 3.000 in die Kapitalrücklage. Des Weiteren hat die Gesellschafterin Finanzierungsdarlehen über TEUR 1.000 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und einem Rangrücktritt ausgereicht.

Die Liquiditätsplanung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 zeigt unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien und vereinbarter Darlehenstilgungen einen durchgehend positiven Liquiditätssaldo. Im Fall von Planabweichungen oder verzögerten Zahlungseingängen könnte es jedoch zu Belastungen der Finanzlage kommen. Nach aktueller Einschätzung ergeben sich hieraus zwar entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen, jedoch keine bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft, die Geschäftstätigkeit fortzuführen.

Zusammenfassend wird die Zeulenroda Presstechnik GmbH weiterhin Maßnahmen ergreifen, um diesen Risiken entgegenzuwirken und ihre Marktposition zu festigen.

3.2. Chancenbericht

Im kommenden Geschäftsjahr beabsichtigt ZPT eine Stärkung der Marktposition durch:

Forschung und Entwicklung: Eine starke Investition in Forschung und Entwicklung kann helfen, neue Technologien und Produkte zu entwickeln und den Wettbewerbsvorteil zu erhöhen.

Kundenorientierung: Eine enge Zusammenarbeit mit Kunden und ein gründliches Verständnis ihrer Bedürfnisse und Wünsche kann dazu beitragen, passgenaue und innovative Produkte anzubieten.

Nachhaltigkeit: Eine starke Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz kann den Marktwert steigern und neue Kunden anziehen.

Partnerschaften und Kooperationen: Die Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen und Branchenakteuren kann helfen, Synergien zu nutzen und neue Märkte zu erschließen.

Markenaufbau: Ein konsequenter Markenaufbau kann dazu beitragen, die Bekanntheit und das Ansehen des Unternehmens zu stärken und die Kundenbindung zu erhöhen.

Internationalisierung: Eine Expansion in neue Märkte und Regionen kann den Absatz und den Umsatz erhöhen.

3.3. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023, einschließlich der finanziellen Leistungskennzahlen und der strategisch erfolgreichen Ausrichtung unserer Vertriebsorganisation, wird insgesamt positiv bewertet. Besonders hervorzuheben sind die gewonnenen Partner und das wachsende Kundenvertrauen in die Leistungsfähigkeit der Zeulenroda Presstechnik GmbH.

Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen jedoch Unsicherheiten, insbesondere aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts und dessen globaler Auswirkungen. Dennoch gehen wir von einem moderaten Wirtschaftswachstum auf globaler Ebene aus und erwarten, dass in vielen Ländern das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Es bleiben jedoch Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf anhaltende Lieferengpässe bei Vorprodukten, die Volatilität und Höhe der Rohstoffpreise sowie die stark gestiegenen Energiepreise.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen wir auf gezielte Fokussierung in Wachstumsbereiche wie die Elektromobilität. Die hohe Investitionsbereitschaft in diesem Sektor ist weitgehend unabhängig von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung.

Angesichts der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der bestehenden Unsicherheiten halten wir einen optimistischen, jedoch vorsichtigen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 für angemessen. Laut aktueller Planung rechnen wir mit Umsatzerlösen von über EUR 13 Mio. und einem Jahresüberschuss von etwa EUR 1 Mio. Der positive Geschäftsverlauf zum Jahresende 2023, der sehr hohe Auftragseingang sowie konkrete Kundenanfragen stimmen uns zuversichtlich, unsere Ziele im Jahr 2024 zu erreichen.

 

Zeulenroda-Triebes, 17. September 2024

Dr. Stephan Kohlsmann, Geschäftsführer

Lutz Heller, Geschäftsführer

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