Greving Landtechnik GmbH

Sabstätte 37, 48683 Ahaus, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 13078
Eingetragen
3.3.2011
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Gegenstand
Handel mit landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen aller Art sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Philipp Bock
seit 8.2.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Werlemann
seit 3.3.2011
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Greving Landtechnik GmbH

Ahaus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 5.235,00 7.570,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.441,00 8.170,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.541,00 14.291,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.935.222,00 3.332.546,00
3.966.204,00 3.355.007,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.408.814,81 19.408.814,81
2. Genossenschaftsanteile 155.000,00 145.000,00
19.563.814,81 19.553.814,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.000,00 4.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 12.440.128,28 11.034.408,89
3. geleistete Anzahlungen 0,00 22.592,39
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 375.780,80- 909.620,80-
12.068.347,48 10.151.380,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.474.537,28 4.540.458,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 952.982,11 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 474.757,58 356.314,08
5.902.276,97 4.896.772,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 44.529,14 142.496,14
41.550.407,40 38.107.041,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 2.166.022,49 1.264.784,51
III. Jahresüberschuss 3.032.928,28 901.237,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 1.581.704,81 510.991,68
3. sonstige Rückstellungen 843.862,00 676.806,00
2.425.566,81 1.187.797,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.313.879,23 12.933.932,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.449.213,89 7.341.913,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 673.498,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 12.062.796,70 13.703.876,26
33.825.889,82 34.653.221,18
- davon aus Steuern Euro 97.156,81 (Euro 430.223,82)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 66.547,86 (Euro 64.148,75)
41.550.407,40 38.107.041,35

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 7.812.077,20 6.635.486,30
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.930.438,22 2.584.067,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 554.836,94 494.733,44
3.485.275,16 3.078.800,70
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 691.516,16 662.984,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.448.672,92 1.308.353,43
5. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 3.540.403,02 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.372,90 12.226,89
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.217.398,13 260.854,99
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.481.250,47 424.465,34
9. Ergebnis nach Steuern 3.043.740,28 912.253,98
10. sonstige Steuern 10.812,00 11.016,00
11. Jahresüberschuss 3.032.928,28 901.237,98

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Greving Landtechnik GmbH mit Sitz in Ahaus (Amtsgericht Coesfeld, HRB 13078) ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB (neue Fassung). Der Anhang ist nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde gem. § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Abschreibungen wurden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; notwendige Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten bilanziert. Gegebenenfalls erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden gebildet; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB mit dem Zeitwert angesetzt, da die Versorgungszusagen leistungskongruent rückgedeckt sind.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, sofern vorhanden, werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt worden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (vgl. Anlage IV) dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten sämtliche Geschäftsanteile der im Vorjahr erworbenen Greving Landtechnik Süd (vormals: Zimmermann Landtechnik GmbH) mit Standorten in Euskirchen, Wesseling und Polch.

Die Genossenschaftanteile beinhalten Anteile an der ILAFA eG.

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen gegenüber der Greving Landtechnik Süd GmbH.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB.

Unter den Pensionsrückstellungen befinden sich Verpflichtungen für Pensionen i.H.v. 45 TEuro. Demgegenüber existieren Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe. Der Ausweis in der Handelsbilanz erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HS 1 HGB saldiert.

Steuerrückstellungen beinhalten die zu erwartende Nachzahlung für das Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen die Rückstellungen für Personalkosten und Gewährleistungen.

Art und Umfang der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Insgesamt Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 5 Jahre
TEuro TEuro TEuro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.314 14.195 0
(Vj. 12.934) (Vj. 10.795) (Vj. 113)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.449 6.449 0
(Vj. 7.342) (Vj. 7.342) (Vj. 0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
(Vj. 673) (Vj. 673) (Vj. 0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 12.063 3.295 4.126
(Vj. 13.703) (Vj. 3.506) (Vj. 5.876)
33.826 23.939 4.126

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert mit dem Warenlager und der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Standorte Greven, Werne und Wettringen sowie mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft. Darüber hinaus ist ein Teil der Fahrzeuge sicherungsübereignet worden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Unternehmen Josef Greving Landmaschinen e.K., Inhaberin Henrika Werlemann-Greving (5.505 TEuro).

Über die üblichen Eigentumsvorbehalte hinaus existieren am Bilanzstichtag folgende Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB:

Das Warenlager, alle Maschinen, Traktoren und Geräte des Mietparks und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dienen als Sicherheit für die Betriebsmittelfinanzierung von 4 Unternehmen der Greving-Gruppe. Die maximale Inanspruchnahme aus der Bestellung dieser Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten beträgt 33.500 TEuro.

Für Finanzierungsdarlehen der Greving-Werlemann Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. KG wurden Sicherheiten in Höhe von 12.500 TEuro gegeben.

Sonstige bedeutende finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, ergeben sich wie folgt:

aus Mietverhältnissen in Höhe von 480 TEuro; davon fällig in 2024: 384 TEuro.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Steuerbelastung für das ordentliche Ergebnis beträgt auf Grund des Jahresüberschusses 1.481 TEUR.

E. Sonstige Angaben

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren bestellt:

Henrika Werlemann-Greving, Ahaus ausgeübter Beruf: Kauffrau
Michael Werlemann, Ahaus ausgeübter Beruf: Kaufmann
Jan Philipp Bock, Gescher ausgeübter Beruf: Vertriebsleiter

In 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 51 Beschäftigte, davon 4 in Teilzeit.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 286 Nr. 4 HGB verzichtet.

Die Greving Landtechnik GmbH hat als herrschendes Unternehmen im Dezember 2023 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Greving Landtechnik Süd GmbH (vormals Zimmermann Landtechnik GmbH) Wesseling, geschlossen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (§ 285 Nr. 33 HGB) sind nicht eingetreten.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen (§ 285 Nr. 34 HGB).

 

Ahaus-Wüllen, den 16. Oktober 2024

Greving Landtechnik GmbH

gez. Henrika Werlemann-Greving

gez. Michael Werlemann

gez. Jan Philipp Bock

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 35.000,00 0,00 0,00 35.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 35.000,00 0,00 0,00 35.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.004,20 11.661,04 0,00 20.665,24
2. technische Anlagen und Maschinen 35.000,00 0,00 0,00 35.000,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.723.748,46 3.838.308,12 2.986.441,71 5.575.614,87
Summe Sachanlagen 4.767.752,66 3.849.969,16 2.986.441,71 5.631.280,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.408.814,81 0,00 0,00 19.408.814,81
2. Genossenschaftsanteile 145.000,00 10.000,00 0,00 155.000,00
Summe Finanzanlagen 19.553.814,81 10.000,00 0,00 19.563.814,81
Summe Anlagevermögen 24.356.567,47 3.859.969,16 2.986.441,71 25.230.094,92
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen 2023 Abgänge 2023 kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 27.430,00 2.335,00 0,00 29.765,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 27.430,00 2.335,00 0,00 29.765,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 834,20 1.390,04 0,00 2.224,24
2. technische Anlagen und Maschinen 20.709,00 1.750,00 0,00 22.459,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.391.202,46 686.041,12 436.850,71 1.640.392,87
Summe Sachanlagen 1.412.745,66 689.181,16 436.850,71 1.665.076,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.440.175,66 691.516,16 436.850,71 1.694.841,11
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 5.235,00 7.570,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.235,00 7.570,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.441,00 8.170,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.541,00 14.291,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.935.222,00 3.332.546,00
Summe Sachanlagen 3.966.204,00 3.355.007,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.408.814,81 19.408.814,81
2. Genossenschaftsanteile 155.000,00 145.000,00
Summe Finanzanlagen 19.563.814,81 19.553.814,81
Summe Anlagevermögen 23.535.253,81 22.916.391,81

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Greving Landtechnik GmbH ist ein Unternehmen innerhalb der Greving-Gruppe. Neben den Firmen Josef Greving Landmaschinen e. K. mit den Standorten in Ahaus, Heiden und Nottuln, gibt es die Landmaschinen Greving GmbH in Kevelaer und die Greving Landtechnik GmbH mit den Standorten in Greven, Wettringen und Werne. Rückwirkend zum 01.01.2022 wurden die Geschäftsanteile der Zimmermann Landtechnik GmbH durch die Greving Landtechnik GmbH übernommen. Alle 4 Firmen arbeiten im Verbund zusammen. Das Hauptgeschäft ist der Handel und die Reparatur von Landmaschinen. Hauptsächlich werden die Produkte vom Weltmarktführer John Deere vertrieben. Seit 1979 ist Greving exklusiver John Deere Vertragshändler mit dem Hauptsitz in 48683 Ahaus-Wüllen. Greving gehört als A-Händler zu den führenden Landmaschinenhändlern im Vertragsgebiet. Die Anzahl der Beschäftigten beläuft sich auf 288 Mitarbeiter.

1.2 Wirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach Informationen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in Deutschland im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Die Beschäftigung nahm durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und die steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Arbeitskräfte um 0,7% zu. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

1.3 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Charakteristisch für die Betriebe des Landmaschinenhandels sind einerseits multinationale Konzerne, die andererseits durch viele, im Wesentlichen familiengeführte, mittelständische Unternehmen am Markt begleitet werden. Der Landmaschinenhandel fungiert als Bindeglied zwischen Landmaschinenherstellern und den landwirtschaftlichen Kunden (i. W. Landwirte und Lohnunternehmer).

Bedingt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft nahm die Konzentration der landwirtschaftlichen Betriebe in Richtung von Großbetrieben weiter zu. Das Leistungsspektrum der Landmaschinenhändler und -servicebetriebe reicht heute vom Handel mit Neumaschinen, Gebrauchtmaschinen und Ersatzteilen bis zu qualifizierten Werkstattleistungen für die Landtechnik. Die Technisierung und die After Sales Betreuung nimmt auch in der Landwirtschaft weiter stetig an Bedeutung zu. Somit legen sehr gut geschulte und flexible Mitarbeiter die Grundlage des Unternehmenserfolges.

Nach den aktuellen Ergebnissen des Agrarbarometers der Landwirtschaftlichen Rentenbank verbesserte sich das Agrar-Geschäftsklima im Frühjahr im Vergleich zum Jahr 2023. Gleichzeitig bleibt die Einschätzung der zukünftigen Lage nahezu unverändert pessimistisch. Die jüngsten Ernteergebnisse unterschreiten jedoch die Erwartungen der letzten Monate. Das leichte Stimmungshoch könnte daher vor allem bei den Ackerbaubetrieben lediglich eine Momentaufnahme sein. Die insgesamt verhaltenen Zukunftserwartungen spiegeln sich in der gesunkenen Investitionsbereitschaft wider.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz von rd. 48,6 Mio. € erzielt. Somit konnte der Vorjahresumsatz um rd. 6,3 Mio. € (+15 %) gesteigert werden. Der Umsatz mit den ebenfalls zur Greving-Gruppe gehörenden Unternehmen stieg um rd. 0,5 Mio. € auf insgesamt 5,2 Mio. €. Der wesentliche Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr (+ 5,8 Mio. €) ist auf ein Wachstum des externen Geschäftes zurückzuführen.

Der Rohertrag beläuft sich auf rd. 7,6 Mio. €. Somit konnte der Vorjahresrohertrag um 1,0 Mio. € verbessert werden. Die Ursache für das absolute Wachstum des Rohertrages ist dabei ausschließlich auf das Umsatzwachstum zurückzuführen. Der relative Rohertrag beläuft sich mit 15,7 % auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Gesamtkosten des Unternehmens belaufen sich auf rd. 6,8 Mio. €. und übertreffen das Vorjahresniveau von 5,3 Mio. € somit deutlich. Erhöhte, tariflich bedingte Lohnaufwendungen (+0,4 Mio. €), sowie deutlich erhöhte Finanzierungskosten (+0,9 Mio. €) zeigen sich als ursächlich für die negative Entwicklung. Die erhöhte Zinsbelastung ist in der rückwirkenden Übernahme der Zimmermann Landtechnik GmbH (heute Greving Landtechnik Süd GmbH) zu Ende 2022, sowie der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung begründet.

Aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Greving Landtechnik Süd GmbH wurde das Jahresergebnis 2023 von 3,5 Mio. € an das Unternehmen abgeführt.

Der Jahresüberschuss der Greving Landtechnik GmbH beläuft sich auf rd. 3,0 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss 0,9 Mio. €).

2.2 Finanzlage

Die Bilanzsumme beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 40,6 Mio €. Dies entspricht einem Bilanzsummenwachstum von 2,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

Vorratsbestände wurden auf einen Gesamtbestand in Höhe von 12,4 Mio. € erhöht (+1,4 Mio. € ggü. VJ). Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Bilanzstichtag um 0,5 Mio. € reduziert. Mietmaschinenbestände erhöhen sich um 0,6 Mio. Euro auf insgesamt 3,5 Mio. €. Mit einer Gesamtsumme von 4,5 Mio. € bewegt sich der Forderungssaldo auf Vorjahresniveau.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Rückgang in Höhe von -0,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Gruppeninterne Verbindlichkeiten an die Greving Werlemann Immobilien Verwaltung GmbH & Co. KG konnten um rd. 1,4 Mio. € reduziert werden. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten weisen einen Saldo von 15,3 Mio. € auf (+2,4 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 12,8 %. Trotz eines Bilanzsummenwachstums liegt die Eigenkapitalquote über dem Vorjahresniveau (6,0 %).

Wesentlicher Lieferant ist das Unternehmen Josef Greving Landmaschinen e. K., Inhaberin Henrika Werlemann-Greving.

Lieferantenrechnungen werden zu 100 % innerhalb der Skontofrist beglichen.

Die Greving Landtechnik GmbH ist Mitglied in der Einkaufsgemeinschaft "ILAFA eG". Über deren Abrechnungsmodus werden zusätzliche Bonifikationen generiert.

2.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Inventurstichtag auf 23,5 Mio. €. Somit ist ein Wachstum ggü. dem Vorjahr von 0,6 Mio. € zu vermelden. Der Hintergrund für diese Entwicklung liegt in der Erhöhung des Miet- und Demomaschinenparks um 0,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.

Der Vorratsbestand beläuft sich zum Bilanzstichtag 2023 auf eine Summe von rd. 12,0 Mio. €. Der Aufbau des Vorratsbestandes im Vergleich zum Vorjahr ist dabei im Wesentlichen in der Erhöhung der Fertigen Erzeugnisse (+1,4 Mio. €), sowie in der Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen (0,5 Mio. €) begründet.

Trotz des Umsatzwachstums bewegt der Forderungssaldo (rd. 4,5 Mio. €) zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau.

Den wesentlichen Hintergrund zu den Finanzanlagen (19,6 Mio. €) bildet die zum 01.01.2022 rückwirkende durchgeführte Übernahme der Zimmermann Landtechnik GmbH (heute Greving Landtechnik Süd GmbH) durch die Greving Landtechnik GmbH.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Neben politischen Einflüssen und den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine unterliegt die Greving Landtechnik GmbH den üblichen Geschäftsrisiken. Hier sei insbesondere die Abhängigkeit von der Bonität der Kunden erwähnt. Naturelle Einflüsse auf die Erzeugung landwirtschaftlicher Güter, sowie damit verbundene Schwankungen der Ertragslage der Landwirtschaft stellen das wesentliche Risiko unserer Kunden dar.

Für unsere Geschäftsbereiche halten wir ein weites Produktsortiment vor, um attraktiv für die Kundschaft zu sein. Die damit einhergehenden erkennbaren Risiken (vornehmlich für gebrauchte Waren und Ersatzteile), welche sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen ausreichend berücksichtigt.

Wir haben auch in dem vorliegenden Jahresabschluss 2023 nach derzeitiger Kenntnis umfassend Vorsorge für die unsere Gesellschaft betreffenden besonderen Geschäftsrisiken getroffen (namentlich Abwertungen, Einzelwertberichtigungen oder Gewährleistungsansprüche).

Stetig zunehmende Konzentrationsprozesse auf Kundenseite werden die Ertragslage der Greving Landtechnik GmbH weiterhin stark herausfordern. Risiken, die den Bestand der Greving Landtechnik GmbH gefährden könnten, sind uns nicht bekannt.

Eine stärker werdende Nachfrage nach heimischen Produkten ist sowohl für die Landwirtschaft, als auch für den Vertrieb von Landtechnik als Chance zu werten. Weiterhin ist durch die ständig wachsende Weltbevölkerung mittel- bis langfristig mit einer hohen Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu rechnen.

Die Sicherstellung der Einsatzsicherheit der Maschinen erweist sich als wesentlicher zukunftsgerichteter Erfolgsfaktor. Dies gilt sowohl für die zunehmend spezialisierte Kunden- wie Handelsstrukturen. Innovative, hochtechnisierte Produkte des Lizenzgeber John Deere wecken (trotz der allgemeinwirtschaftlichen Turbulenzen) die Erwartung, dass der realisierte Absatz des Geschäftsjahres 2023 im Jahr 2024 lediglich einen moderaten Abschwung erfahren wird.

Lieferfähigkeit, sowie das hohe Maß an Werkstatt- und Servicequalität zeichnet die Greving Landtechnik GmbH ebenso aus, wie Kundennähe und Schnelligkeit. Der After-Sales-Bereich tritt zunehmend in den Fokus. Hier profitiert die Greving Landtechnik GmbH als Teil des Unternehmensverbundes Greving von Gruppensynergien (Konzentration von Know-How und Mitteleinsatz).

Die aktuelle Weltlage macht derzeit eine belastbare Aussage über das in 2024 erwartete Ergebnis jedoch schwierig. Auf Grund der aktuellen Entwicklung gehen wir derzeit von einem moderaten Umsatzrückgang aus. Durch eine erhöhte Konkurrenzsituation sowie die Kapitalmarktentwicklung rechnen wir im Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 mit einem geringeren Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

4. Bestehende Niederlassungen

Es bestehen im Geschäftsjahr folgende Niederlassungen innerhalb der Greving-Gruppe:

Josef Greving Landmaschinen e. K., Sabstätte 37, 48683 Ahaus-Wüllen

Josef Greving Landmaschinen e. K., Schulze-Delitzsch-Str. 11, 46359 Heiden

Josef Greving Landmaschinen e. K., Oststr. 24, 48301 Nottuln

Landmaschinen Greving GmbH, Sonsbecker Str. 29, 47626 Kevelaer-Winnekendonk

Greving Landtechnik GmbH, Aldruper Str. 118, 48268 Greven

Greving Landtechnik GmbH, Eichenbusch 5, 59368 Werne

Greving Landtechnik GmbH, Bilk 75, 48493 Wettringen

Greving Landtechnik Süd GmbH, Brühler Str. 306, 50389 Wesseling-Berzdorf

Greving Landtechnik Süd GmbH, Heinrich-Barth-Str. 25, 53881 Euskirchen-Großbüllesheim

Greving Landtechnik Süd GmbH, Im Gohl 19, 56751 Polch

 

Ahaus-Wüllen, den 16. Oktober 2024

gez. Henrika Werlemann-Greving

gez. Michael Werlemann

gez. Jan Philipp Bock

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Greving Landtechnik GmbH, Ahaus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Greving Landtechnik GmbH, Ahaus, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Greving Landtechnik GmbH, Ahaus für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster (Westf.), den 16. Oktober 2024

Dr. Merschmeier + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kortbuß, Wirtschaftsprüfer

Jäger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

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