FP ASSET MANAGEMENT GmbHLiquidiert

79100 Freiburg im Breisgau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 710207
Eingetragen
18.7.2013
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
im Rahmen der bankaufsichtsrechtlichen Lizenzierung die Betreuung von Privatkunden und institutionellen Anlegern in Fragen der Vermögensanlage insbesondere auch die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlußvermittlung) sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Die Gesellschaft ist bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen oder auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln. Die Gesellschaft darf im Rahmen der gesetzlichen, insbesondere der bankaufsichtsrechtlichen Zulässigkeit auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern dies dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mathias Stefan Lebtig
seit 18.7.2013
Geschäftsführer
Jürgen Josef Schwab
seit 18.7.2013
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FP ASSET MANAGEMENT GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

1.1 Erlaubnis

Die FP Asset Management GmbH (FPAM) ist ein zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte dem Institut per 18.07.2013 die folgenden Erlaubnistatbestände, gem. § 32 I und II KWG.

a. Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG)

b. Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG)

c. Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG)

d. Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG)

Seit dem 21.05.2015 ist die FP Asset Management GmbH in das Honorar-Anlageberaterregister der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingetragen. Die Eintragung beruht auf § 93 WPHG.

1.2 Geschäftstätigkeit

Die FP Asset Management GmbH stellt ihren Mandanten die Vermögensverwaltung in Form der Finanzportfolioverwaltung zur Verfügung.

Die Gesellschaft nutzt die Infrastruktur ihrer Schwestergesellschaft, der Financial Planning GmbH Lebtig-Schwab-Anspichler. Daraus ergeben sich Kostenvorteile für beide Firmen.

1.3 Geschäftsmodell Finanzportfolioverwaltung

Die FP Asset Management GmbH stellt ihren Mandanten sieben risikokontrollierte Vermögensverwaltungsstrategien zur Verfügung. Die Dienstleistung wird über ein transparentes Honorar vergütet. Vergütungen von Depotbanken und Produktanbietern nimmt die FP Asset Management GmbH nicht an. Bestandsprovisionen (Kickbacks) aus Sondervermögen kommen den Anlegern zugute.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung an den Kapitalmärkten

Nach dem sehr herausfordernden Jahr 2022, was ins besonders in Europa vom Krieg in der Ukraine und der sich daraus entwickelnden Herausforderungen geprägt war, war das Jahr 2023 an den Kapital- und Finanzmärkten insgesamt ein erfreuliches. Wir hatten zu Jahresbeginn ein Übergangs- und Stabilisierungsjahr erwartet und uns gegen die allgemein überwiegend negativen Prognosen positioniert. Die Kapital- und Finanzmärkte sind gleich zu Jahresbeginn positiv gestartet und haben, bis auf zwei schwächere Phasen im Frühjahr und Herbst, positive Ergebnisse erzielt.

Der Ukraine-Krieg hatte dazu geführt, dass die Preise, insbesondere für Energie, stark gestiegen sind. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor (Quelle: Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de). Die Inflation hatte im Jahr 2022 noch bei 6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war.

Die Inflationsraten sind im Jahr 2023 in nahezu allen westlichen Ländern von den Höchstständen im Jahr 2022 zurückgekommen. In den USA war der Rückgang der Inflationsraten noch etwas deutlicher, hier ist die Rate gegenüber dem Vorjahr um 4,08 % angestiegen. (Quelle: USA - Inflationsrate bis 2028 | Statista)

Die US-Notenbank FED hat im Jahr 2023 ihren Zinserhöhungskurs bis in den Juli 2023 hinein fortgesetzt und die Leitzinsen in den USA bis zu einer Spanne von 5,25 bis 5,5 % erhöht. In ihrer letzten Sitzung des Jahres, am 13.12.2023 hat sie für eine Überraschung gesorgt und entgegen der Erwartung der Marktteilnehmer, für 2024 drei Zinssenkungen angekündigt. (Quelle: Geldpolitik: US-Notenbank lässt Leitzins konstant und deutet Zinssenkungen an (handelsblatt.com) und Leitzins in den USA bis 2023 | Statista)

Die europäische Zentralbank EZB hat den Leitzins ebenfalls im Jahr 2023 weiter auf nun 4,5 % angehoben. Lt. Aussage der EZB, ist der EZB-Rat entschlossen, für eine zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von 2 % zu sorgen. Auf Grundlage seiner aktuellen Beurteilung ist der EZB-Rat der Auffassung, dass sich die EZB-Leitzinsen auf einem Niveau befinden, das - wenn es lange genug aufrechterhalten wird - einen erheblichen Beitrag zu diesem Ziel leisten wird. Die zukünftigen Beschlüsse des EZB-Rats werden dafür sorgen, dass die Leitzinsen so lange wie erforderlich auf ein ausreichend restriktives Niveau festgelegt werden. Bei der Festlegung der angemessenen Höhe und Dauer des restriktiven Niveaus wird der EZB-Rat auch künftig einen datengestützten Ansatz verfolgen. Seine Zinsbeschlüsse werden vor allem auf seiner Einschätzung der Inflationsaussichten vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, der Entwicklung der zugrunde liegenden Inflation sowie der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren. (Quelle: Geldpolitische Beschlüsse (europa.eu)

Nach dem sehr negativ geprägten Jahr 2022, in dem nahezu alle Anlageklassen verloren haben, hat der weltweite "MSCI World Index" im Jahr 2023 um 19,6 % zugelegt. (Quelle: 890dd84d-3750-4656-87f2-1229ed5a5d6e (msci.com) Insbesondere die Hoffnung auf sinkende Zinsen in der Zukunft und starke Zuwächse im Technologiesegment, hier insbesondere beim Thema künstliche Intelligenz, haben für ein guten Jahrgang 2023 gesorgt.

Der ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres 2023 erholt, aber ab April beim Geschäftsklima, als auch bei der Geschäftslage und der Erwartungskomponente, wieder deutlich abgegeben und ist somit im Jahresverlauf (außer in der Erwartungskomponente) sogar gefallen. Quelle: ku-2023-12-pm-geschaeftsklima-DT.pdf (ifo.de)

Die deutsche Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt) ist im Jahr 2023, in Folge der globalen Krisen, um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die hohen Preise infolge der Inflation und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch die hohen Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland haben zu dem Rückgang geführt. Quelle: pm-bip.pdf (destatis.de)

2.2 Geschäftsverlauf

Die FP Asset Management GmbH blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach dem sehr herausfordernden Jahr 2022, das durch den Ukraine-Krieg und die sich daraus ergebenden Herausforderung (Inflationsanstieg etc.) geprägt war, haben sich die Kapital- und Finanzmärkte stabilisiert und die Zurückhaltung der Kunden hat sich etwas aufgelöst. Nach wie vor ist ein hoher regulatorisches Zeitaufkommen notwendig. In Summe konnte im Jahr 2023 wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.

Trotz der nach wie vor herausfordernden Rahmendaten konnten neue Mandate gewonnen und bestehende Verbindungen gehalten werden.

Im Jahresverlauf konnte die Anzahl der Vermögensverwaltungsmandate um 12 (auf 140) gesteigert werden. Das betreute Vermögen ist dabei um 7,02 % auf 30,5 Mio. € gestiegen. Die Einnahmen aus den Vermögensverwaltungshonoraren stiegen im Laufe des Jahres um 9,21 % gegenüber dem schwierigen Jahr 2022. Die Kapitalbasis der FPAM ist weiterhin solide.

Insgesamt wurden unsere Erwartungen hinsichtlich der Einnahmenentwicklung und des betreuten Vermögens im Jahr 2023 erreicht. Im Vergleich zur Vorjahresprognose war das Provisionsergebnis geringer, der Jahresüberschuss aber deutlich höher als veranschlagt. Die positiven Aktienbörsen und der Anstieg der Rentenmärkte, ins besonders zum Jahresende 2023 hin, haben die gute Entwicklung gestützt.

2.3 Lage

Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft in Höhe von 241`8 T€ (Vorjahr: 216`4 T€) besteht im Wesentlichen aus täglich fälligen Bankeinlagen (Sichteinlagen zum Bilanzstichtag) in Höhe von 83`4 T€ (Vorjahr: 86`7 T€) und aus offenen Honorarforderungen aus der Finanzportfolioverwaltung in Höhe von 119`2 T€ (Vorjahr: 80`2 T€). Hinzu kommen Sachanlagen in Höhe von 11`8 T€ (Vorjahr: 13`3 T€). Des Weiteren bestehen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 25`3 T€ (Vorjahr: 31`9 T€) und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2`2 T€ (Vorjahr: 4`1 T€). Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt unter Einrechnung des Fonds für allgemeine Bankenrisiken, 82,8 Prozent (Vorjahr: 84,8 Prozent). Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditverbindlichkeiten.

Finanzlage

Die Gesellschaft ist liquide. Den laufenden Kosten standen im Jahr 2023 höhere Honorarforderungen gegenüber. Die Liquiditätsausstattung ist solide. Während des gesamten Jahres bestand eine positive Liquidität. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Ertragslage

Das Nettoprovisionsergebnis (Honorare aus den Vermögensverwaltungsmandaten) betragen aufgrund des gestiegenen verwalteten Vermögens 310`9 T€ (Vorjahr: 284`7 T€), Erfolgsprovisionen (Performance-Fee) konnten im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Der Personalaufwand steigt aufgrund der Inflationstendenz von 206`6 T€ im Vorjahr auf 211,6 T€. Andere Verwaltungsaufwendungen sinken im Jahr 2023 auf 68`1 T€ gegenüber dem Vorjahr von 82,0 T€. Die FP Asset Management GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 22`8 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 6`4 T€).

3. Risikobericht

Vom Kapitalmarkt ausgehende "externe" Risiken (z.B. ein Börsencrash) und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Höhe des verwalteten Vermögens, sowie die Auswirkungen auf Basis des einzelnen Kundendepots sind durch den Einsatz des FPAM Depotsicherungssystems relativ gut kalkulierbar. Es handelt sich dabei um ein auf technischen Signalen beruhendes Timing-Modell für den Teil des Vermögens, der am Aktienmarkt positioniert ist. Bei entsprechender Signallage werden Aktieninvestments veräußert bzw. die Aktienquoten in den Kundenportfolios reduziert. Der Einsatz professioneller EDV-Programme unterstützt die Überwachung der Kundenportfolios hinsichtlich auftretender Risiken.

Marktrisiken

Plötzlich auftretenden Risiken, wie zum Beispiel die durch den Ukraine-Krieg 2022 ausgelösten Kursrückgänge, begegnet die FP Asset Management GmbH durch gezielte Risikosteuerung. Sollten Finanzmarktcrashs auch die Anleihemärkte erreichen, erfolgt die Risikosteuerung zusätzlich durch Reduktion der betreffenden Anlageklassen in den Vermögensverwaltungen der Kunden. Somit findet die Risikosteuerung sowohl in der Anlageklasse Aktien über das FPAM-Depotsicherungssystem als auch bei weiteren Anlageklassen, durch gezielte Investition/ Desinvestition, statt.

Mit Hilfe von Diversifikation (Streuung) der Vermögenswerte in den Kundendepots wird zusätzlich das Ziel verfolgt, Auswirkungen signifikanter Kursausschläge bei einzelnen Werten oder Märkten, in Bezug auf das Gesamtportfolio des einzelnen Kunden, möglichst gering zu halten.

Diversifikation findet bei der FP Asset Management GmbH auf unterschiedlichen Ebenen statt:

- Diversifikation durch Anlage in unterschiedliche Zielanlagen bzw. Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Edelmetalle)

- Internationale Diversifikation durch gezielte Ansteuerung globaler Märkte

- Währungsdiversifikation durch gezielte Investition in Anlageprodukte internationaler Währungen

Ertragsrisiken

Die FP Asset Management GmbH sieht sich hauptsächlich Ertragsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung des Ertragsrisikos identifiziert und quantifiziert die Geschäftsleitung die Erfolgsquellen des Instituts. Maßgebliches Risiko ist dabei der Verlust von Kunden oder ganzen Kundengruppen. Vor dem Hintergrund der heterogenen und breit diversifizierten Kundenstruktur ist mit dem gleichzeitigen Verlust einer Vielzahl von Kunden nicht zu rechnen. Durch eine breite Streuung auf viele Vermögensverwaltungsmandate sind auch die Risiken, die sich aus Mandatskündigungen ergeben können, überschaubar.

Adressausfallrisiken

Adressausfallrisiken bestehen nur in geringem Umfang. Die FP Asset Management GmbH vergibt keine Kredite und betreibt keine Eigengeschäfte, Adressausfallrisiken bestehen insoweit nur hinsichtlich Honorarforderungen der FPAM gegenüber ihren Kunden. Das Risiko der Nichtrealisierbarkeit von Honorarforderungen ist aufgrund der Kundenstruktur (gehobenes Kundenklientel) als gering einzustufen. Die FP Asset Management GmbH legt Eigenmittel des Unternehmens nur bei Kreditinstituten mit guter Bonität an. Zudem hat das Kreditinstitut einer anerkannten Einlagensicherung des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) anzugehören, die den Erhalt der angelegten Mittel gewährleistet.

Marktpreisrisiko

Die Anlage der Eigenmittel der FP Asset Management GmbH erfolgt nicht in Aktien oder Derivatestrategien. Marktpreisrisiken sind daher ebenfalls als gering einzuschätzen. Die Realisierung von Zinsänderungsrisiken ist nicht geeignet, nachhaltigen Einfluss auf die Kapitalstruktur der FP Asset Management GmbH auszuüben. Es erfolgen keine Anlagen in Fremdwährungen.

Operationelle Risiken und Reputationsrisiken

Zur Steuerung der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Risiken hat sich die FP Asset Management GmbH eine Risikocontrolling-Funktion, eine Interne Revision und eine Compliance-Organisation und -Funktion eingerichtet. Aufgrund der Größe und Struktur der FP Asset Management GmbH reichen diese Maßnahmen aus, um der Geschäftsleitung jederzeit einen Überblick über das Unternehmen und seine operativen Risiken zu geben. Die Risikocontrolling-Funktion, Interne Revision und Compliance-Funktion berichten unmittelbar an die Geschäftsleitung und die Aufsichtsorgane. Durch die Definition standardisierter Abläufe werden Fehlerquellen weitgehend ausgeschlossen. Sollte es in Einzelfällen doch zu Verstößen kommen, können diese durch die festgelegten Arbeits- und Organisationsanweisungen, die Risikocontrolling-Funktion, die Interne Revision und die Compliance-Funktion aufgedeckt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Reputationsrisiken in den von der FP Asset Management GmbH angebotenen Geschäftsfeldern resultieren vor allem aus nicht gesetzeskonformen Geschäftsgebaren und Akquisitionsmethoden. Neben der Transparentmachung durch die Compliance-Funktion und Interne Revision können solche Risiken auch durch die strikte Organisation der Abläufe und das Beschwerdemanagement minimiert werden. Das Beschwerdemanagement berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung. Sollte die Geschäftsleitung Reputationsrisiken erkennen, können unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Zu nennen sind hier ein verantwortungsvoller Umgang mit Kundenbeschwerden.

Risikotragfähigkeit

Zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit wertet die Geschäftsleitung quartalsweise die betriebswirtschaftlichen Auswertungen aus. Zudem werden vierteljährlich die Zwischenabschlüsse durch die Geschäftsleitung ausgewertet. Daneben wird eine Liste sämtlicher offener Forderungen und Verbindlichkeiten geführt, so dass die Geschäftsleitung jederzeit einen Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens hat. Sollte die Geschäftsleitung hierbei Risiken identifizieren, werden unverzüglich kurzfristige Gegenmaßnahmen, beispielsweise in Form von Kostenreduzierungen, eingeleitet.

Stresstests

Die FP Asset Management GmbH führt regelmäßig angemessene Stresstests für die wesentlichen Risiken durch, die Art, Umfang, Komplexität und den Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten widerspiegeln. Dabei sind die für die jeweiligen Risiken wesentlichen Risikofaktoren zu identifizieren.

4. Chancenbericht

Chancen ergeben sich durch die Gewinnung weiterer Neumandate. Ein gestiegenes Vermögensverwaltungsvolumen führt zu steigenden Honorareinnahmen. Die Kosten fallen dabei unterproportional an (Fixkostendegression), da mit der vorhandenen Infrastruktur die Betreuung eines größeren Mandantenstamms möglich ist.

Im aktuellen Kapitalmarktumfeld können sich die in den Vermögensverwaltungsstrategien eingesetzten Anlageklassen mit internationaler Ausrichtung (Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Währungen) deutlich besser entwickeln als deutsche Festzinsanlagen. Auch in diesem Falle würde das verwaltete Vermögensvolumen, sowohl über die Performance der Vermögensverwaltungen als auch über zu erwartende Zuzahlungen in die Vermögensverwaltungen, ansteigen.

Erhöhte Regulierungsanforderungen können dazu führen, dass andere Vermögensverwalter und Banken die Vermögensverwaltungsdienstleistung aufgeben und deren Mandanten bei der FP Asset Management GmbH neue Lösungen für ihr Vermögen suchen.

5. Sonstige Angaben

Notfallprogramm bei Systemausfall und Datenschutz

Das Computersystem der FP Asset Management GmbH, insbesondere der Zentralserver ist über eine externe Stromquelle in der Lage, temporäre Stromausfälle zu überbrücken. Es werden börsentäglich Daten-Back-ups der gesamten Serverdaten erstellt, die auf einem dauerhaften Datenträger gespeichert werden. Somit ist die Rekonstruktion des jeweils letzten Börsentages sichergestellt.

Für den vorstehenden Fall und den Fall eines vollständigen Systemausfalls, d. h. Ausfall des kompletten Computersystems hat die FP Asset Management GmbH ein Notfall-Programm entwickelt, welches im Organisationshandbuch dokumentiert ist.

Die FP Asset Management GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit eine Vielzahl personenbezogener Daten, insbesondere von Kunden und Interessenten. Die FP Asset Management GmbH ist sich dabei bewusst, dass ihr insbesondere im Rahmen der Einholung der Kundenangaben gemäß Angaben nach § 64 Abs. 3 und § 63 Abs. 10 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) i.V. mit Artikel 54 und 55 Delegierte VO (EU) 2017/565 eine Vielzahl vertraulicher Daten kundenseitig offenbart werden. Die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes BDSG bzw. der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) erfolgt dabei durch die Geschäftsleitung.

Ausgelagerte Bereiche:

Bei der Verwahrung der Kundengelder bedient sich die FP Asset Management GmbH einer Depotbank (V-Bank), zu der ein Vertragsverhältnis besteht. Die Depotbank führt dabei für jeden Anleger ein gesondertes Depot. Die FP Asset Management GmbH achtet darauf, dass von den ausgelagerten Bereichen Datenschutzerklärungen vorliegen.

Eine angemessene Kontrolle und Sicherheit der Daten ist gewährleistet, da externe Dienstleister auf Grund standesrechtlicher Bestimmungen berufsrechtlich zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Andere externe Dienstleister, die gespeicherte Daten erhalten, haben sich vorab durch eine entsprechende Vereinbarung gegenüber dem Unternehmen zur Verschwiegenheit und zur vertraulichen Behandlung dieser Daten zu verpflichten. Für die Weitergabe gilt wiederum das Erfordernis, dass diese nur dann erfolgen darf, soweit dies im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) bzw. der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zulässig ist. Die Abstimmung hat mit dem Datenschutzbeauftragten, bzw. der Geschäftsleitung zu erfolgen.

Personal- und Vergütungsbericht nach § 16 Institutsvergütungsverordnung

Die FPAM beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich insgesamt 8 Mitarbeitende. Die beiden Geschäftsführer waren in der Kundenbetreuung tätig, die sechs Mitarbeiterinnen arbeiteten in Teilzeit im Backoffice.

Die Bilanzsumme der FP Asset Management GmbH (FPAM) liegt unter 10 Mio. Euro. Es kommen somit die allgemeinen Anforderungen der Institutsvergütungsverordnung zur Anwendung.

Zielsetzung der Verordnung ist es, unverhältnismäßige Vergütungsanreize von Banken und Finanzdienstleistern zu verhindern. Ein angemessenes Vergütungssystem ist gegeben, wenn das Geschäftsmodell des Instituts in Einklang mit dem implementierten Vergütungssystem steht.

Das Geschäftsmodell der FPAM beruht auf der Finanzportfolioverwaltung. Es sieht den langfristigen, lebensbegleitenden und vertrauensvollen Umgang mit den Mandanten vor. Die Mandanten der FPAM vergüten die Vermögensverwaltungsdienstleistung über ein transparentes Vermögensverwaltungshonorar. Provisionen von Depotbanken oder Produktanbietern erhält die FPAM nicht. Die FPAM beauftragt die Depotbank des Mandanten, Bestandsprovisionen (Kickbacks) nicht an die FPAM, sondern an die Kunden weiterzuleiten. Die FPAM bekennt sich somit uneingeschränkt zum Provisionsannahmeverbot.

Feste Vergütung:

Entsprechend dem lebensbegleitenden Umgang mit den Kunden, ist das Vergütungssystem der FPAM auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Von besonderer Bedeutung ist daher ein der Qualifikation und Leistung angemessenes Gehaltsfixum. Die Mitarbeiter und Geschäftsführer werden mit festen Monatsgehältern vergütet.

Variable Vergütung:

Variable Vergütungsbestandteile sind mit den Mitarbeitern nicht vereinbart. Die Geschäftsführung entscheidet jährlich über die Auszahlung von Gratifikationen. Für eine Gratifikation sprechen, bei Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt (Kundenbetreuung), insbesondere

- positive Beiträge des betreffenden Mitarbeiters zur Unternehmensentwicklung

- Neukundenempfehlungen aufgrund zufriedener Bestandskunden

- überdurchschnittliche Arbeits- und Fortbildungsmotivation

Für eine Gratifikation sprechen, bei Mitarbeitern mit indirektem Kundenkontakt (Back-Office), insbesondere

- die gewissenhafte und verlässliche Einhaltung der Arbeitsanweisungen und der Unternehmensziele, soweit diese den Arbeitsplatz betreffen

- die sorgfältige Erledigung der Kontrollaufgaben

Im Jahr 2023 wurden keine Gratifikationen und Prämien (Vorjahr 3`0 T€) an Mitarbeiter ausgezahlt.

Die Gehälter werden jährlich überprüft.

Personalaufwendungen:

Die Personalaufwendungen (ohne Sozialabgaben) betrugen im Geschäftsjahr 2023: T€ 193`4. Hierbei gab es keine variablen Vergütungsbestandteile in Form von Gratifikationen, 100 Prozent wurden fix ausbezahlt.

Eine überdurchschnittliche Abhängigkeit von variablen Vergütungen ist somit nicht gegeben.

6. Prognosebericht

Allgemeine Erwartungen für das Jahr 2024

Der Ausblick auf das Jahr 2024 ist nach wie vor von einigen Unsicherheiten behaftet, die durch den Ukraine Krieg und die sich daraus ergebenden Herausforderungen geprägt werden. Positiv zu werten ist die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft und der technologische Fortschritt insbesondere im Segment "Künstliche Intelligenz" (KI).

Zum Jahresstart wird damit gerechnet, dass die Weltwirtschaft im neuen Jahr 2024 trotz aller Widrigkeiten wiederum wachsen wird. Es wird auf die Widerstandsfähigkeit der globalen Wirtschaft und auf eine Verbesserung der weltwirtschaftlichen Situation gehofft.

Zudem ist die Hoffnung, dass sich die weltweiten Inflationsraten weiter reduzieren und die Notenbanken im Sommer 2024 mit Zinssenkungen beginnen könnten, sofern sich die Inflationsraten in Richtung der Zielgröße von 2 % bewegen.

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin herausfordernd und sind schwierig planbar. Insbesondere der Ukraine- und Gaza-Krieg und die Spannungen zwischen den USA und China, geben Anlass zur Sorge. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die Präsidentschaftswahlen in den USA im November dieses Jahres.

Es wird mit einem weltweiten Weltwirtschaftswachstum von 2,9 % im Jahr 2024 gerechnet und mit einer weiteren Erholung im Jahr 2025 auf 3,2 %. Quelle: Weltwirtschaft im Winter 2023: Konjunkturelle Dynamik bleibt vorerst gering | Kiel Institute (ifw-kiel.de)

Auch die deutsche Industrie rechnet mit einer leichten Erholung der Wirtschaft. Erwartet wird im Jahr 2024 ein leichtes Plus beim Bruttoinlandsprodukt um 0,9 %. Quelle: Deutsche Wirtschaft im Winter 2023: Finanzpolitik in Turbulenzen - Gegenwind für die Erholung | Kiel Institute (ifw-kiel.de)

Für das Jahr 2024 dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 1,2 % und für 2025 um 1,4 % zulegen. Grund für die sich leicht verbesserten Aussichten ist die Zukunft hinsichtlich der Weltwirtschaft und ein Rückgang der Inflation.

Kapitalmarktausblick

Die weiterhin hohen, wenn auch durch die geänderte Notenbankpolitik reduzierten, Geldmengen und Liquidität suchen weiter nach aussichtsreichen und aktiv gemanagten Kapital- und Vermögensanlagen. Positiv zu werten ist es, dass es wieder festverzinste Anlagen mit Zinsen gibt.

Auf mittlere bis lange Sicht ist die Geschäftsleitung der FPAM durchaus positiv für die Aktienmärkte eingestellt. Wir sehen zuversichtlich in das Jahr 2024. Wir gehen davon aus, dass die Anleger für die einzugehende Volatilität entlohnt werden, insbesondere durch die Liquiditätssituation und den Mangel an Anlagealternativen. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Schwankung im neuen Jahr durch überraschende Entwicklungen, z.B. durch die Geopolitik (Ukraine/ Gaza, mögliche neue Konflikte) bzw. die Wahlen in den USA im November 2024, ausgelöst bzw. deutlich zunehmen könnten.

Im Anleihemarkt erwartet die FPAM-Geschäftsleitung im Jahr 2024 ein durchaus positives Jahr. Wir gehen je nach Inflations- und Wirtschaftsentwicklung davon aus, dass die weltweiten Notenbanken ab dem Sommer 2024 mit Zinssenkungen beginnen. Dies sollte dazu führen, dass neben der Zinszahlung der Anleihen, auch Chancen auf Kurssteigerungen bei den Anleihen bestehen. Bei der Auswahl der Anleihen messen wir den Bonitäten und den Laufzeiten der Papiere weiterhin eine hohe Bedeutung bei.

Die weltweiten Notenbanken haben die Leitzinsen seit dem Jahr 2022, teilweise im Rekordtempo, bis in den Sommer 2023 hinein angehoben. In der letzten Sitzung des Jahres, am 13.12.2023 hat die US-Notenbank FED für eine Überraschung gesorgt und entgegen der Erwartung der Marktteilnehmer für 2024 drei Zinssenkungen angekündigt. Quelle: Geldpolitik: US-Notenbank lässt Leitzins konstant und deutet Zinssenkungen an (handelsblatt.com) Leitzins in den USA bis 2023 | Statista)

Somit dürfte der Inflationstrend, neben den geopolitischen Entwicklungen, der entscheidende Faktor für 2024 an den Kapitalmärkten bleiben, da die Notenbanken die Inflationsbekämpfung momentan als oberste Priorität ansehen. Als Zielgröße wird eine Inflationsrate von 2 % pro Jahr angestrebt. Aktuell ist zu erkennen, dass in den USA die Inflationsrate zum Jahresende, deutlich auf 3,4 % gefallen ist und auch die Frühindikatoren Entspannungssignale senden. Quelle: USA - Inflationsrate nach Monaten bis Januar 2024 | Statista)

In Europa bzw. Deutschland kann diese Entwicklung aus unserer Sicht ggf. etwas länger dauern, dafür erscheinen die wirtschaftlichen Aussichten in den USA stabiler. Wichtig wird auch sein, dass die Lohn-Preis-Spirale nicht stärker in Gang kommt. Zudem wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung darüber entscheiden, wie sich die Kapital- und Finanzmärkte entwickeln. In der Gesamtheit wird von einem wirtschaftlichen Anstieg im Jahr 2024 ausgegangen. Wie stark die globale Konjunktur sich im nächsten Jahr erholt, hängt entscheidend an der geopolitischen Entwicklung rund um den Ukraine- und den Gaza-Krieg und deren sich daraus ergebenden Implikationen ab.

Neben der Geopolitik wirkt sich die Zinspolitik auf die Wirtschaft aus und hier wird es spannend sein, ob wir ein so genanntes "soft landing" der Wirtschaft sehen. Als Impulsgeber für die Wirtschaft könnten die Schwellenländer (Emerging Markets), aber auch der technologische Fortschritt durch die Künstliche Intelligenz, dienen. Aktienaffinen Anlegern bieten sich in diesem Umfeld Chancen zum antizyklischen Einstieg. Investoren tun gut daran, sich in diesem Umfeld volatiler Währungen und Anlagemärkten international aufzustellen und Risiken zu kontrollieren. Erfreulich zu werten ist auch, dass Zinsanlagen wieder Positivzinsen erwirtschaften.

Ausblick auf das neue Geschäftsjahr und voraussichtliche Entwicklung

Auch für das neue Jahr sieht die FPAM-Geschäftsleitung vielfältige Herausforderungen. Es wird erwartet, dass die Zins- bzw. Inflationsentwicklung, neben der Geopolitik das beherrschende Thema bleiben sollte bzw. wird.

Das geopolitische Umfeld insbesondere die Spannungen zwischen den USA und China bzw. der Ukraine und Russland und auch neu: durch die unsichere Lage im Nahen Osten (Gaza) ist herausfordernd und könnte zu Unsicherheiten führen. Trotz dieser Herausforderungen bleiben die FPAM-Verantwortlichen positiv und erwarten ein gutes, aber wie erläutert, herausforderndes Umfeld im Jahr 2024.

Ein steigendes Weltwirtschaftswachstum und die erreichten Bewertungsniveaus bei insbesondere den Aktienanlagen, könnten den Bewertungen langfristig Auftrieb geben. Die zwischenzeitlich erreichten höheren Zinsniveaus könnten Anleger weiter zu internationalen Anleiheinvestitionen anspornen, da man wieder positive Zinskupons erhält und von Zinssenkungen in den nächsten Jahren profitieren kann. Dies stellt eine Möglichkeit dar, von sinkenden Zinsen, im Gegensatz zur Anlage in Tages- und Festgeldern, zu profitieren.

Die gestiegenen Anforderungen an eine Vermögensanlage infolge des Inflationsumfeldes, sollten für das Anlegerinteresse an Vermögensverwaltungsdienstleistungen sorgen. Bezüglich des Zinsumfeldes sieht sich die FP Asset Management GmbH gut aufgestellt. Die Vermögensverwaltungsstrategien berücksichtigen internationale Märkte und die Anlegernachfrage nach globalen Zins- und Aktienthemen nimmt zu.

Mit dem auf technischen Signalen basierenden FPAM DEPOTSICHERUNGSSYSTEM kommt man zudem dem Anlegermotiv von risikokontrollierten Aktieninvestitionen nach.

Kurzfristige Prognosen für die Kapitalmärkte sowie für das Ergebnis der Gesellschaft sind nur schwer abzugeben . Wir erwarten für 2024 ein Provisionsergebnis in Höhe von TEUR 332,5 sowie einen Jahresüberschuss von TEUR 20,5. Sollten die Jahreserlöse im Zuge einer Verschärfung der vorhandenen Krisen oder neuer Krisenherde um 20 Prozent von 310,9 T€ (Jahr 2023) auf 248,7 T€ im Jahr 2024 einbrechen, wäre bei unveränderter Kostenstruktur (282,3 T€ im Jahr 2023) ein negatives Jahresergebnis von 33,6 T€ zu verzeichnen.

 

Freiburg, den 17. April 2024

Mathias Lebtig, Geschäftsführer

Jürgen Schwab, Geschäftsführer

Quellen zum Lagebericht

Inflationsrate Deutschland:

Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Inflationsrate USA

USA - Inflationsrate bis 2028 | Statista

USA - Inflationsrate nach Monaten bis Januar 2024 | Statista

US-Inflationsrate nach Jahr: 1929 bis 2023 (investopedia.com)

Anleihekäufe und Zinsentscheidung Fed/ EZB

Geldpolitik: US-Notenbank lässt Leitzins konstant und deutet Zinssenkungen an (handelsblatt.com)

Leitzins in den USA bis 2023 | Statista

Geldpolitische Beschlüsse (europa.eu)

Press releases by date (europa.eu)

Ifo

ku-2023-12-pm-geschaeftsklima-DT.pdf (ifo.de)

BIP Dtl.

pm-bip.pdf (destatis.de)

MSCI World

890dd84d-3750-4656-87f2-1229ed5a5d6e (msci.com)

Ifw Kiel Deutschland

Konjunktur | Kiel Institute (ifw-kiel.de)

6c4fd05f-bb55-42f7-b7a4-96b9fc631caf-KKB_110_2023-Q4_Deutschland_DE.pdf (ifw-kiel.de)

Deutsche Wirtschaft im Winter 2023: Finanzpolitik in Turbulenzen - Gegenwind für die Erholung | Kiel Institute (ifw-kiel.de)

Ifw Kiel Weltwirtschaft

Weltwirtschaft im Winter 2023: Konjunkturelle Dynamik bleibt vorerst gering | Kiel Institute (ifw-kiel.de)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 83.408,43 86.740,57
a) täglich fällig 83.408,43 86.740,57
4. Forderungen an Kunden 119.176,82 80.174,50
11. Immaterielle Anlagewerte 1,00 167,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 167,00
12. Sachanlagen 11.759,00 13.279,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 25.300,51 31.914,53
15. Rechnungsabgrenzungsposten 2.167,31 4.093,05
Aktiva 241.813,07 216.368,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.285,84 4.156,57
7. Rückstellungen 38.277,77 28.735,17
b) Steuerrückstellungen 23.917,77 12.697,17
c) andere Rückstellungen 14.360,00 16.038,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 39.000,00 39.000,00
12. Eigenkapital 161.249,46 144.476,91
a) Eingefordertes Kapital 51.000,00 51.000,00
Gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
b) Kapitalrücklage 6.000,00 6.000,00
d) Bilanzgewinn 104.249,46 87.476,91
Passiva 241.813,07 216.368,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 1.573,87 171,18
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.573,87 171,18
5. Provisionserträge 310.946,76 284.735,36
8. Sonstige betriebliche Erträge 133,25
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 279.688,22 288.613,78
a) Personalaufwand 211.598,28 206.573,69
aa) Löhne und Gehälter 193.382,25 187.375,28
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.216,03 19.198,41
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 68.089,94 82.040,09
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.686,00 2.926,00
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.000,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 31.279,66 -7.633,24
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.507,11 -1.208,25
28. Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 81.476,91 93.901,90
34. Bilanzgewinn 104.249,46 87.476,91

Anhangangaben

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Registernummer der FP ASSET MANAGEMENT GmbH beim Amtsgericht Freiburg lautet 710207.

Der Jahresabschluss der FP ASSET MANAGEMENT GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte anhand der durch die RechKredV vorgeschriebenen Formblätter.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss gemäß §§ 340 Abs. 4, 340a Abs. 1 HGB nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt.

Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich um Provisionsforderungen. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Sie beinhalten:

- Guthaben Telekomunikationsdienstleister (Euro 8,99; Vorjahr Euro 10,01)
- Guthaben aus Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember 2023 (Euro 25.005,80; Vorjahr Euro 0,00)
- Forderungen aus Körperschaftsteuer (Euro 0,00; Vorjahr Euro 12.699,86)
- Forderungen aus Gewerbesteuer (Euro 0,00; Vorjahr Euro 10.879,00)
- Im Folgejahr abziehbare Vorsteuer (Euro 285,72; Vorjahr Euro 500,78)
- Umsatzsteuer für das laufende Jahr (Euro 0,00; Vorjahr Euro 7.824,88)

Der auf der Aktivseite ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine bereits im Abschlussjahr bezahlte Dienstleistung, welche durch den Auftragnehmer im I. Quartal des Folgejahres zu erbingen ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und beinhalten:

- Gewerbesteuerrückstellung (Euro 2.047,00; Vorjahr Euro 0,00)

- Körperschaftsteuerrückstellung (Euro 2.951,39; Vorjahr Euro 0,00)

- Umsatzsteuer nicht fällig (Euro18.919,38; Vorjahr Euro 12.697,17)

Bei der Umsatzsteuer nicht fällig handelt es sich um die in den Forderungen an Kunden enthaltene Umsatzsteuer, welche erst bei Geldeingang im Folgejahr fällig wird.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken wurde in 2014 der Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gemäß § 340g HGB in Höhe von Euro 39.000,00 gebildet. Im Abschlussjahr erfolgte keine Einstellung in den Sonderposten.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Forderungen

Über die Restlaufzeit (RLZ) der Forderungen gibt folgender Forderungsspiegel Auskunft:

Art der Forderung Gesamtbetrag RLZ bis drei Monate RLZ mehr als drei Monate bis ein Jahr RLZ mehr als ein Jahr bis fünf Jahre RLZ mehr als fünf Jahre
Forderungen an Kreditinstitute, täglich fällig
Abschlussjahr 83.408,43 83.408,43 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 86.740,57 86.740,57 0,00 0,00 0,00
Forderungen an Kunden
Abschlussjahr 119.176,82 119.176,82 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 80.174,50 80.174,50 0,00 0,00 0,00
Gesamt
Abschlussjahr 202.585,25 202.585,25 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 166.915,07 166.915,07 0,00 0,00 0,00

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagengitter zu entnehmen. Der Ausweis gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 2 RechKredV (Bewertung Wertpapiere) entfällt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
1. Immaterielle Anlagewerte 1.000,00 999,00
2. Sachanlagen 23.657,35 11.898,35
Gesamt 24.657,35 0,00 0,00 12.897,35
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
1. Immaterielle Anlagewerte 166,00 1,00 167,00
2. Sachanlagen 1.520,00 11.759,00 13.279,00
Gesamt 1.686,00 11.760,00 13.446,00

Sonstige Vermögensgegenstände

Über die Restlaufzeit (RLZ) der sonstigen Vermögensgegenstände gibt folgender Forderungsspiegel Auskunft:

Art der Forderung Gesamtbetrag RLZ bis drei Monate RLZ mehr als drei Monate bis ein Jahr RLZ mehr als ein Jahr bis fünf Jahre RLZ mehr als fünf Jahre
Guthaben Telekommunikationsdienstleister
Abschlussjahr 8,99 8,99 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 10,01 10,01 0,00 0,00 0,00
Guthaben aus Umsatzsteuer-Voranmeldung Dezember
Abschlussjahr 25.005,80 25.005,80 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Forderungen aus Körperschaftsteuer
Abschlussjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 12.699,86 0,00 12.699,86 0,00 0,00
Forderungen aus Gewerbesteuer
Abschlussjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 10.879,00 0,00 10.879,00 0,00 0,00
Im Folgejahr abziehbare Vorsteuer
Abschlussjahr 285,72 285,72 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 500,78 500,78 0,00 0,00 0,00
Umsatzsteuerforderung
Abschlussjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 7.824,88 0,00 7.824,88 0,00 0,00
Gesamt
Abschlussjahr 25.300,51 25.300,51 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 31.914,53 510,79 31.403,74 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten

Über die Restlaufzeit (RLZ) der Verbindlichkeiten gibt folgender Verbindlichkeitenspiegel Auskunft:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag RLZ bis drei Monate RLZ mehr als drei Monate bis ein Jahr RLZ mehr als ein Jahr bis fünf Jahre RLZ mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Abschlussjahr 1.794,80 1.794,80 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.826,69 1.826,69 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
Abschlussjahr 1.490,73 1.490,73 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 2.329,88 2.329,88 0,00 0,00 0,00
Umsatzsteuerzahllast
Abschlussjahr 0,31 0,00 0,31 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt
Abschlussjahr 3.285,84 3.285,53 0,31 0,00 0,00
Vorjahr 4.156,57 4.156,57 0,00 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten sind bis auf die Umsatzsteuerzahllast im Januar und Februar des Folgejahres vollständig gezahlt worden.

Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2022 Änderung ggü. dem Vorjahr
in
Euro Euro Euro %
Steuerrückstellungen 23.917,77 12.697,17 11.220,60 88,37%
- Gewerbesteuer 2.047,00 0,00 1.097,00
- Körperschaftsteuer 2.951,39 0,00 1.160,75
- Umsatzsteuer nicht fällig 18.919,38 12.697,17 6.222,21
Andere Rückstellungen 14.360,00 16.038,00 -1.678,00 -10,46%
- Andere Rückstellungen 760,00 3.210,00 -2.450,00
- Abschluss- und Prüfungskosten 13.600,00 12.828,00 772,00
Rückstellungen gesamt 38.277,77 28.735,17 9.542,60 33,21%

IV. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 5 Arbeitnehmer beschäftigt, zuzüglich der 2 Geschäftsführer.

Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit

Die Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit betragen Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00).

Gesellschaftsorgane

Die Geschäfte wurden durch folgende Personen geführt:

Mathias Lebtig

Dipl.-Vermögensmanager (DIA), Christophorusweg 14, 79206 Breisach

Jürgen Schwab

Dipl.-Vermögensmanager (DIA), Grillparzerstr. 5, 79102 Freiburg

Vergütungen der Mitglieder der Gesellschaftsorgane

Es wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt:

- Für die Prüfung des Jahresabschlusses Euro 5.000,00 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer

- Für die Prüfung nach § 89 WpHG Euro 4.350,00 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Mandate in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften (§ 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB)

Weder die gesetzllichen Vertreter noch andere Mitarbeiter der FP Asset Management GmbH haben ein Mandat in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremium einer großen Kapitalgesellschaft inne.

Angabe nach § 285 Nr. 21 HGB

Im Berichtsjahr sind alle wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Jahresüberschuss des Berichtsjahres Euro 22.772,55
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr Euro 87.476,91
Gewinnausschüttung für Vorjahr Euro - 6.000,00
Bilanzgewinn Euro 104.249,46
Gewinnausschüttung an die Gesellschafter Euro 0,00
Vortrag auf neue Rechnung Euro 104.249,46

 

Freiburg, 17. April 2024

Mathias Lebtig, Geschäftsführer

Jürgen Schwab, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Mathias Lebtig, Geschäftsführer, Dipl.-Vermögensmanager (DIA), Breisach

gez. Jürgen Schwab, Geschäftsführer, Dipl.-Vermögensmanager (DIA), Freiburg

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der FP Asset Management GmbH, Freiburg, unter dem Datum vom 23. Mai 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FP Asset Management GmbH, Freiburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FP Asset Management GmbH, Freiburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FP Asset Management GmbH, Freiburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit den Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagerbericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung des stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage des Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken, wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch, sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten, zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

gez. Holtzberg, Wirtschaftsprüfer

gez. Müller, Wirtschaftsprüfer

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