AXIA Asset Management GmbHLiquidiert

Haselweg 1, 34292 Ahnatal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 15254
Vorher
DETER & RASCHE Investmentberatung GmbH
Eingetragen
27.9.2010
Branche
FondsmanagementVermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten, insbesondere im Sinne des § 2 Absatz 2 WpIG, oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); Abgabe von persönlichen Empfehlungen sowie Beratung anderer bei der Anlage in Finanzinstrumenten (Anlageberatung); Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Mitroulis
seit 10.11.2020
Geschäftsführer
Thomas Hellener
seit 10.11.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DETER & RASCHE Investmentberatung GmbH

Ahnatal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nach dem sehr turbulenten Börsenjahr 2020 inklusive einer beachtlichen Jahresendrallye verlief der Auf Galopp in den neuen Turnus relativ ruhig. Die Schlagzeilen zum Jahresanfang wurden hierzulande dominiert von dem Infektionsgeschehen. Der verlängerte Lock-down in Deutschland implizierte massive negative ökonomische Folgen. Gleichzeitig stützte die Aussicht auf weitere fiskalische Impulse in den Vereinigten Staaten die Zuversicht unter den Marktteilnehmern. Mit der Verabschiedung des Billionenschweren US-Konjunkuturpakets im März fokussierten sich die Anleger einhellig auf das gesamtwirtschaftliche Aufschwung Szenario die Pandemie nahm bei den Investitionsentscheidungen augenscheinlich eine immer geringere Rolle ein. Die Aktien surften auf einer Optimismus-Welle mit stark anziehenden Konjunkturschätzungen und einer weiterhin sehr expansiven Geldpolitik seitens der wichtigsten Notenbanken als Unterbau. Die Renditen der längerfristigen US-Staatsanleihen zogen in diesem Umfeld kräftig an. Im Schlepptau kamen die europäischen Pendants spürbar gemächlicher voran.

Der teilweise ungezügelte Risikoappetit fand ferner auch in dem dynamischen Anstieg der weltweiten Frühindikatoren seinen Ausdruck. Insofern konnte die positive Grundstimmung mit Beginn des zweiten Quartals konserviert werden. Auf zwischenzeitliche Überhitzungstendenzen auf dem Börsenparkett wurde stets mit nur leichten Rücksetzern geantwortet, vielmehr wurde eigentlich jeder Anflug einer temporären Schwächephase prompt als attraktive Einstiegsgelegenheit von den wachsamen Marktauguren interpretiert. Im Frühjahr gewann ferner das Thema Inflation nach vielen Jahren der Abstinenz an gesteigerter Aufmerksamkeit. Als Reaktion auf die krisenbedingt niedrigen Werte im Vorjahr und die sich verstetigenden Lieferkettenprobleme rund um den Globus überschritten die Teuerungsraten in den USA und der Euro-Zone die Zielwerte der Währungshüter. Allen voran die US-Notenbank Fed beruhigte die Märkte in diesem Zusammenhang jedoch fortwährend. Sichtlich profitieren von den anziehenden Preisdaten konnte der Goldpreis. Das gelbe Edelmetall markierte Anfang Juni sein zyklisches Hoch oberhalb von 1.900 US-Dollar. Daneben setzte der Ölpreis angesichts der hohen Disziplin der tonangebenden Vereinigung OPEC-plus seine Rallye fort.

Mit dem Eintritt in das Sommerquartal und steigenden Außentemperaturen rückte das Pandemiegeschehen noch weiter in den Hintergrund. Flankiert von spärlichen Impulsen kamen die internationalen Leitbarometer nur noch mühsam in Trippelschritten voran. Unterdessen begründete sich die Outperformance der US-Aktienindizes im Jahr 2021. Verantwortlich für die fortan bessere Wertentwicklung zeichneten die überzeugenden Unternehmensergebnisse vor allem die Resultate der prominenten großkapitalisierten amerikanischen Gesellschaften aus dem Technologiebereich.

Für zwischenzeitliche Verunsicherung insbesondere auf den asiatischen Märkten sorgten die harscheren Regulierungsanstrengungen der chinesischen Regierung im heimischen Unternehmenssektor.

Einmal mehr erwiesen sich aber die ultraniedrigen Zinsen als wichtigster Treiber. Die in den Handelssälen zum Stammvokabular gehörenden Akronyme "TINA" (There Is No Alternative) und "FOMO" (Fear Of Missing Out) wurden trotz der offensichtlich hohen Bewertung von Dividendenpapieren immer wieder schlagend.

Der September bestätigte gleichwohl seinen Ruf als traditionell schwacher Börsenmonat. Als zusätzlicher Belastungsfaktor machten sich zum Ende des dritten Quartals Befürchtungen um eine mögliche Insolvenz des angeschlagenen chinesischen Immobilienriesen Evergrande breit.

Nach dem inzwischen gewohnten Reaktionsmuster schüttelten die Märkte aber auch diese Sorgen zügig ab und begaben sich mit der Einbiegung auf die Zielgerade des Börsenjahres abermals auf Höhenflug. Der DAX markierte in der zweiten November-Hälfte bei knapp 16.300 Punkten seinen neuen Rekordstand, bevor die Entdeckung einer neuen Virus-Variante namens Omikron die Risikowahrnehmung der Marktteilnehmer wieder schärfte und die Kurse unter Druck brachte.

USA: Konjunkturprogramme stützen

Die US-Wirtschaft hat nach einem verhaltenen 3. Quartal im Schlussquartal des Jahres 2021 wieder Fahrt aufgenommen. Für das Gesamtjahr 2021 wuchs sie mit einer Wachstumsrate des BIP von 5,8 Prozent. Eine bemerkenswerte Leistung, zumal die US-Wirtschaftsleistung im Corona-Jahr 2020 nur um 3,4 Prozent schrumpfte. Im neuen Jahr sollte sich der Aufschwung fortsetzen. In der Annahme eines auch in den USA lediglich verhaltenen Jahresauftakts rechnen wir 2022 mit einem Zuwachs des US-BIP um 4 Prozent.

Treibende Kraft bleiben die privaten Konsumausgaben. Sie profitieren vom Aufschwung am Arbeitsmarkt, dem im Sommer 2022 die Rückkehr zur Vollbeschäftigung gelingen sollte. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind mit knapp 69 Prozent die bedeutendste Komponente des amerikanischen BIP. Ein US-Aufschwung ohne florierenden privaten Verbrauch ist daher kaum möglich. Darüber hinaus wird die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in den kommenden Jahren durch staatliche Ausgabenprogramme stimuliert. Neben dem bereits beschlossenen 1,2 Bill. US-Dollar schweren Paket zur Verbesserung der Infrastruktur ist ein Sozial- und Klimaschutzpaket im Volumen von 1,75 Bill. US-Dollar auf dem parlamentarischen Weg.

Der Schwachpunkt des amerikanischen Datenkranzes bleibt das "Zwillingsdefizit". Das Haushaltsdefizit betrug im Fiskaljahr 2021 beachtliche 12,4 Prozent des BIP und dürfte 2022 erneut ungewöhnlich hoch ausfallen. Und da die USA auch weiterhin mehr Güter und Dienstleistungen importieren als exportieren, bleibt die Leistungsbilanz chronisch defizitär. Die Staatsschuldenquote dürfte sich 2022 um 130 Prozent des BIP bewegen. Zudem wird die Staatsverschuldung durch die kreditfinanzierten mehrjährigen Ausgabenprogramme noch weiter steigen.

Die Inflationsrate markierte im November mit 6,8 Prozent den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Sie dürfte im Laufe des neuen Jahres zurückkommen, den Zielwert der US-Notenbank jedoch deutlich überschreiten. Bei der den gesamten Warenkorb umfassenden Headline-Inflation rechnen wir für 2022 mit einem Jahresdurchschnitt zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Die von der US-Notenbank besonders beachtete Kernrate der privaten Konsumausgaben dürfte 2022 zwischen 2,5 und 3,0 Prozent liegen.

Deutschland: Aufschwung mit Verzögerung

Der Aufschwung in Deutschland verlief bisher recht holprig. Er wurde durch Corona-bedingte Einschränkungen und gestörte internationale Lieferketten gebremst. So ist die Industrie trotz voller Auftragsbücher zu Produktionskürzungen und Kurzarbeit gezwungen, weil wichtige Vorprodukte nicht vorhanden sind. Dem schwachen konjunkturellen Jahresauftakt folgte ein wachstumsstarkes Sommerhalbjahr. Die anhaltenden Probleme im industriellen Bereich und die vierte Corona-Welle trugen zu einem eher schwachen Schlussquartal bei. Für das Gesamtjahr 2021 betrug der Zuwachs des BIP 2,7 % (2020: minus 4,6 %).

Die Zutaten für einen kräftigen Aufschwung 2022 sind vorhanden. Das verarbeitende Gewerbe sitzt auf einem Auftragsbestand mit einer Reichweite von Rekordhöhen 7,4 Monaten. Die Bauwirtschaft erfreut sich sowohl im Wohnungs- als auch im Gewerbebereich einer starken Nachfrage. Die privaten Haushalte verfügen über ungewöhnlich hohe Sparguthaben, die eine kräftige Ausweitung der Konsumnachfrage erlauben. Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist weiterhin gering, immer mehr Branchen klagen über Fachkräftemangel. Die Lohnanhebungen dürften zudem höher ausfallen als in den Jahren mit sehr niedrigen Inflationsraten. Und die Zinsen sollten auch weiterhin niedrig bleiben.

Euro-Zone: NGEU und MFR unterstützen

Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone ging Anfang 2021 nur moderat zurück, da Italien und Frankreich im Gegensatz zu Deutschland einen positiven konjunkturellen Jahresauftakt verzeichneten. Einem wachstumsstarken Sommerhalbjahr folgte allerdings ein lediglich verhaltenes Schlussquartal. Im Gesamtjahr 2021 ergab sich für die Euro-Zone ein BIP-Plus von 5 Prozent (2020: minus 6,5 %).

In den kommenden Jahren erhält die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in den Volkswirtschaften Europas einen Sonderschub. Sie wird durch den mehrjährigen Aufbauplan namens "NextGenerationEU" (NGEU) zusätzlich gestärkt. NGEU hat ein Volumen von 807 Mrd. EUR und dient der Beseitigung pandemiebedingter Schäden, aber auch dem Umbau der Volkswirtschaften.

Darüber hinaus stellt der europäische "Mehrjährige Finanzrahmen 2021-2027" (MFR) mehr als 2 Bill. EUR für ein "grüneres, stärker digital ausgerichtetes und krisenfesteres Europa" zur Verfügung.

Aber auch in den Ländern der Euro-Zone wird der Mangel an Vorprodukten noch einige Monate seine Bremswirkung im industriellen Bereich entfalten. Gleichwohl bewegten sich die Einkaufsmanagerindizes sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie klar oberhalb der Wachstumsschwelle und signalisieren damit die Fortsetzung des Aufschwungs.

Die Auswirkungen der "vierten Welle" sowie die Unsicherheit über die neue Virus-Variante haben - genau wie im Vorjahr - den Aufschwung verzögert. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sind die "Großen Vier" der Euro-Zone. Sie stehen für rund drei Viertel der Wirtschaftsleistung des Währungsraumes.

Im Jahr 2021 sind die Märkte in Frankreich (+6,6 %), Italien (+6,2 %) und Spanien (+4,2 %) deutlich stärker gewachsen als in Deutschland (+2,7 %). Allerdings war die vorherige Rezession dort auch viel ausgeprägter. Das BIP schrumpfte 2020 um 8 Prozent in Frankreich, 9 Prozent in Italien und 10,8 Prozent in Spanien. In Deutschland dagegen ging die Wirtschaftsleistung im Corona-Jahr 2020 "nur" um 4,6 Prozent zurück.

Kapitalmarkt 2021

Aktien

An den Aktienmärkten sind die Kurse kontinuierlich gestiegen: Die Aktien großer US-Unternehmen beendeten das Jahr nur knapp unter ihrem absoluten Höchststand, der S&P 500 Index warf eine Rendite von 28,71 Prozent ab. Positive Einflüsse hatten neben effektiven Impfstoffen auch andere Faktoren, darunter robuste Unternehmensgewinne und höhere Verbrauchernachfrage. Die Konsumausgaben stiegen im Laufe des Jahres und erholten sich von der Pandemie. In der Folge konnten US-Unternehmen das dritte Quartal mit Rekordgewinnen beenden. Auch in anderen Märkten stiegen die Kurse, trotz einiger Rückschlage. Nach einem robusten Start ins neue Jahr stieg in der zweiten Jahreshälfte die Volatilität, dennoch bewegten sich die Aktienkurse nahe an Ihren Rekordwerten. Gemessen am MSCI All Country World Index, legten die weltweiten Aktien um 18,54 Prozent zu; internationale Aktien aus den entwickelten Märkten stiegen um 12,62 Prozent. Nur Aktien aus den Schwellenländern fielen leicht um 2,54 Prozent.

Substanzaktien (Value) profitierten von der Erholung der Wirtschaft und legten zu Jahresbeginn deutlich zu. Im Verlauf des Jahres konnten Wachstumswerte (Growth) jedoch aufholen, nachdem die Delta-Variante die Infektionszahlen wieder steigen ließ und die Sorgen zurückkehrten, die die Märkte schon in der ersten Hälfte des Jahres 2020 beherrscht hatten. Seit 1926 haben Value-Aktien im Allgemeinen besser abgeschnitten als Growth-Aktien, doch diese Value-Prämie, wie auch andere Prämien, können bisweilen über lange Zeiträume ausbleiben. Dennoch belegen Daten aus knapp hundert Jahren, dass Substanzwerte bessere Renditen abwerfen und oft treten diese Value-Prämien geballt auf, so wie auch Ende 2020 und Anfang 2021.

Anleihen

An den Anleihenmärkten fielen die Renditen schwächer aus als am Aktienmarkt. Der Bloomberg Global Aggregate Bond Index beendete das Jahr mit einem Minus von 1,39 Prozent. 2020 waren die Bonitätsrisikoaufschläge gestiegen aber Ende 2021 lagen sie unter dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie. Mit Unternehmensanleihen konnten Anleger 2021 meist höhere Renditen erzielen als mit Staatsanleihen. Die Streuung zwischen den beiden Anleiheklassen war deutlich geringer als im Vorjahr, globale Unternehmensanleihen konnten Staats- und staatsnahe Anleihen um 0,82 Prozent übertreffen. Da die tatsächliche Inflation jedoch deutlich über den Erwartungen lag, fielen auch die Renditedifferenzen zwischen inflationsgeschützten und nominalen Anleihen entsprechend hoch aus. Die fünfjährige Breakeven-Inflationsrate stieg von 1,95 Prozent auf bis zu 3,176 Prozent und beendete das Jahr bei 2,87 Prozent. Nominale US-Treasuries warfen eine Rendite von -2,32 Prozent ab, US-Treasury Inflation Protected Securities (TIPS) dagegen 5,96 Prozent.

Die globale Zinsstrukturkurven beendeten das Jahr im Allgemeinen höher und steiler, als sie es begonnen hatten. US-Treasury-Zinsen zu Beispiel stiegen insbesondere bei mittleren Laufzeiten. Anleihen mit längeren Laufzeiten entwickelten sich gegenüber Kurzläufern im Allgemeinen unterdurchschnittlich; US-Treasuries mit mittlerer Laufzeit beendeten das Jahr mit einem Minus von 1,72 Prozent, kurzfristige Laufzeiten dagegen mit einem Plus von 0,04 %.

Rohstoffe

Industriemetalle wichtig für die Energiewende

Die Rohstoffpreise sind im abgelaufenen Jahr enorm gestiegen. Der die sechs Nicht-Edelmetalle Aluminium, Kupfer, Zink, Blei, Nickel und Zinn umfassende London Metal Exchange Index bewegt sich im Bereich historischer Höchststände. Eine der Ursachen ist der globale Aufschwung. Eine wachsende Rolle spielt jedoch die Energiewende. So dürfte der Umbau der Volkswirtschaften hin zu einer klimaneutralen Produktion die Nachfrage nach Metallen vervielfachen.

Für die Produktion erneuerbarer Energien sind enorme Mengen an Industriemetallen erforderlich. So enthält die Turbine einer mittelgroßen Offshore-Windkraftanlage rund 67 Tonnen Kupfer. Die Errichtung von Windkraftanlagen und die Herstellung von Elektromotoren benötigen gewaltige Mengen an Stahl. Für den Ausbau der Stromnetze sind Aluminium und Kupfer unerlässlich. Die Produktion eines Elektroautos erfordert etwa sechsmal so viel Rohstoffe wie die Herstellung eines herkömmlichen Verbrenners. Und die Herstellung von Batterien ist ohne Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan bisher nicht möglich.

Edelmetalle: Gold glänzt etwas weniger

Der Goldpreis verzeichnete seinen Jahreshöchststand 2021 gleich zu Jahresbeginn und bewegte sich im weiteren Jahresverlauf unter Schwankungen seitwärts.

Der Preis für die Feinunze Gold entwickelt sich seit einigen Jahren nahezu spiegelbildlich zur Realverzinsung in den USA, dargestellt als Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe abzüglich der langfristigen Inflationserwartungen. Letztere sind trotz aktueller Inflationsraten von mehr als 6 Prozent immer noch bei rund 2,5 Prozent "verankert" und bremsen den Goldpreis.

Die Goldnachfrage ging im 3. Quartal 2021 um 7 Prozent auf 831 Tonnen (t) zurück. Für die mit Gold unterlegten börsengehandelten Fonds (Gold-ETFs) waren 3.592 t Gold hinterlegt, 27 t weniger als im Vorquartal. Die Schmucknachfrage stieg auf 443 t (+33 %), auf Barren und Münzen entfielen 262 t (+18 %), die Notenbanken weiteten ihre Käufe um 69 t aus und der Technologiesektor erwarb 84 t (+9 %).

Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Provisionserträge der Deter & Rasche Investmentberatung GmbH stiegen im Berichtszeitraum auf 439.722 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 22,5 %. Der größte Anteil an den Provisionserträgen nimmt der Bereich Vermittlung von Investmentfonds mit 63,5 % ein. Die Provisionserträge aus der Vermögensverwaltung steuern 36,5 % bei.

Entwicklung der Geschäftstätigkeit

Die Deter & Rasche Investmentberatung GmbH arbeitet mit 7 Fondsplattformen bzw. Banken zusammen:

- Augsburger Aktienbank

- ebase

- FFB (FIL Fondsbank GmbH)

- DAB-Bank (Consorsbank)

- DWS Plattform

- V-Bank AG

- Comdirect Bank

Die Geschäftsbeziehung zu der DAB-Bank wurde im Juni 2021 beendet.

Durch die Übernahme der Augsburger Aktienbank von der ebase fand im Oktober 2021 eine Übertragung alle Kundendepots von der AAB an die ebase statt.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Konten und Depots mit einem Gesamtvolumen von 63,546 Mio. Euro betreut. Trotz der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, blicken wir auf ein durchaus positives Börsenjahr 2021. Das betreute Volumen hat sich entsprechend gut entwickelt.

Die standarisierte Vermögensverwaltung wurde im Jahr 2021 in fünf Strategien angeboten, mit einem betreuten Volumen von 9,4 Mio Euro.

Im Bereich individuelle Vermögensverwaltung wird ein Volumen von 3,9 Mio Euro verwaltet.

Insgesamt verwaltete die Gesellschaft zum 31.12.2021 in der Vermögensverwaltung Vermögenswerte in Höhe von 13,250 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 35 %.

Investitionen und Finanzierung

Im Geschäftsjahr wurden keine nennenswerte Investitionen vorgenommen.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand hat sich im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Ein neuer Mitarbeiter für den Bereich Kundenbetreuung wurde im April 2021 eigestellt. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 8 Personen in Voll- und Teilzeit beschäftigt. Für 2022 sind, mit einer Aufstockung des Personals im Bereich Kundenbetreuung, weitere Veränderungen im Bereich Personal geplant.

B. Darstellung der Lage

Nach Ende des Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge oder Ereignisse eingetreten, die das vom vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen.

1. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

Vermögen Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Veränderung
Euro
Veränderung
in %
Kasse 189,68 246,87 -57,19 -23,2
Forderungen an Kreditinstitute 212.516,33 19.298,83 193.217,50 1001,2
Forderungen an Kunden 103.902,89 80.253,05 23.649,84 29,5
Sachanlagevermögen 2.162,00 1.778,00 384,00 21,6
Sonstige Vermögensgegenstände 16.138,35 12.627,26 3.511,09 27,8
Aktive Rechnungsabgrenzung 3.044,98 1.253,92 1.791,06 142,8
aktive latente Steuer 0,00 0,00 0,00 0,0
Bilanzsumme 337.954,23 115.457,93 222.496,30 192,7
Kapital Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Veränderung
Euro
Veränderung
in %
VB geg Kreditinstituten 222.098,03 10,42 222.087,61 2.131.359,02
VB geg Kunden 101,60 72,09 29,51 40,93
Sonstige Verbindlichkeiten 20.755,98 22.957,45 -2.201,47 -9,59
Rückstellung Ertragsteuern 0,00 0,00
Rückstellung andere 13.625,00 12.190,00 1.435,00 11,77
Rückstellung gesamt 13.625,00 12.190,00 1.435,00 11,77
Nachrangige Verbindlichkeiten 60.026,67 0,00 60.026,67
Fonds allgemeine Bankrisiken 0,00 57.000,00 -57.000,00 -100,00
Stammkapital 50.000,00 50.000,00 0,00 0,00
Gewinnrücklagen 0,00 18.264,03 -18.264,03 -100,00
Bilanzverlust -28.653,05 -45.036,06 16.383,01 -36,38
Eigenkapital Summe 21.346,95 23.227,97 -1.881,02 -8,10
Bilanzsumme 337.954,23 115.457,93 222.496,30 192,71

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro 222,5 bzw. 192,7 % auf TEuro 338,0 erhöht.

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich um TEuro 193,2 auf TEuro 212,5 erhöht. Sie haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 62,9 %. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände haben sich um TEuro 27,2 auf TEuro 120,0 zum Ende des Geschäftsjahres erhöht mit einem Anteil von 35,5 % an der Bilanzsumme. Das Sachanlagevermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 0,6 % und wird vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch Aufnahme von laufenden Mitteln und Darlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind um Euro 30 auf Euro 102 gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um EURO -2.201 auf Euro 20.756 rückläufig. Die Rückstellungen haben sich insgesamt erhöht um Euro 1.435 auf Euro 13.625. Das Eigenkapital verminderte sich um Euro -1.881,02 auf Euro 21.346,95 und erreicht einen Anteil an der Bilanzsumme von 6,3 %.

2. Finanzlage

Unsere laufende Liquidität legen wir ausschließlich in täglicher Fälligkeit bei Kreditinstituten an. Unsere Zahlungsbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr war jederzeit gewährleistet. Eine Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft ist auch für das folgende Geschäftsjahr nicht erkennbar.

Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2021 betrug TEuro 190,6 (Vorjahr: TEuro 19,5)

3. Ertragslage

Ertragslage Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung Wert in %
Zinsergebnis -2.422,25 -6,27 -2.415,98 38532,4 %
Provisionsergebnis 436.810,78 359.030,48 77.780,30 21,7 %
Sonst betr. Erträge 15.824,32 13.129,28 2.695,04 20,5 %
Personalaufwand -367.185,49 -329.019,33 -38.166,16 11,6 %
andere Verwaltungsaufw -140.361,50 -85.637,86 -54.723,64 63,9 %
Abschreibungen -1.377,88 -2.076,27 698,39 -33,6 %
Auflösung Fonds für allg. Bankrisiken 57.000,00 0,00 57.000,00
EE-Steuern 1,00 -0,09 1,09 -1211,1 %
Sonstige Steuern -170,00 -456,00 286,00 -62,7 %
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.881,02 -45.036,06 43.155,04 -95,8 %

Im laufenden Kalenderjahr sind die Provisionseinnahmen um Euro 80.692,27 auf Euro 439.722,75 gestiegen.

Die sonstige betrieblichen Erträge betragen Euro 15.824,32 (Vorjahr: Euro 13.129,28).

Die Personalaufwendungen sind um TEuro 38,2 auf TEuro 367,2 angestiegen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind um TEuro 54,7 auf TEuro 140,4 gestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEURO 1 rückläufig. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEuro 1,7 getätigt.

Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag von Euro ./. 1.881,02 (Vorjahr: Euro ./. 45.036,06) erzielt. Insgesamt beurteilen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses als nicht ausreichend.

4. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Risiko- und Prognosebericht)

Auch beinahe zwei Jahre nach dem Beginn der Pandemie dominieren Anfang 2022 noch die weltweit steigenden Corona-Fallzahlen die Schlagzeilen. Die aktuelle Omikron-Variante dürfte die Wirtschaftsaktivität kurzfristig bremsen. Aber Dank Erfahrungswerten und dem Impffortschritt können Regierungen besonders in Industriestaaten gezieltere Corona-Maßnahmen implementieren, wie z.B. Zutritt anhand Impfstatus anstatt Schließungen oder kürzere Quarantänedauer.

Wir gehen daher für das Jahr 2022 nach wie vor von einer sehr robusten Weltwirtschaftsentwicklung aus. In den meisten Regionen dürfte das Wachstum über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen. Lediglich in China gehen wir aufgrund der politischen Lage von einer weiteren Verlangsamung aus.

Im März 2022 sollen die Kaufprogramme der US-Notenbank, der EZB und der japanischen Zentralbank beendet werden. Bei den beiden letztgenannten handelt es sich um die während der Pandemie eingeführten Notfallkaufprogramme. Beide Notenbanken kauften bereits vor der Pandemie monatlich Wertpapiere ein. Diese Käufe werden nicht eingestellt.

Im Euroraum und in Japan ist daher noch keine Zinswende in Sicht für 2022. Auch in der Schweiz ist von einer unverändert expansiven Geldpolitik auszugehen. In China ist währenddessen angesichts der Wachstumseintrübung mit einer weiteren leichten Lockerung zu rechnen. In den USA hingegen, wo der Inflationsdruck sehr ausgeprägt ist, sind bis zu fünf Zinserhöhungen zu erwarten. Die Normalisierung der Zinspolitik schreitet somit unterschiedlich voran.

Für das Jahr 2022 gehen wir nach wie vor, von einer positiven Wirtschafts- und Ertragsdynamik aus. Das Wirtschaftswachstum wird auch in diesem Jahr in den meisten Regionen über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen.

Während Corona zwar ein Thema bleibt, dürfte der globale Anstieg der Inflationsraten die Hauptsorge sein. Ein starker Anstieg der Inflationserwartungen würde die Notenbanken unter Handlungsdruck bringen. Entscheidend ist, dass die Geldpolitik für 2022 insgesamt weiterhin expansiv bleibt, der Geldhahn der Zentralbanken aber allmählich zugedreht wird. Der Support für die Aktienmärkte schwächt sich ab, und weil die Zinspolitik der Notenbanken nicht mehr synchron verlaufen wird, ergeben sich regional unterschiedliche Auswirkungen auf die Renditen an den Anleihe- und Aktienmärkten sowie auf das Wirtschaftswachstum.

Das neue Börsenjahr wird somit ganz im Zeichen der Zinsen stehen. Zwingt die Inflation die US-Zentralbank zu stärkeren Zinserhöhungen, wird es höchstwahrscheinlich ein schlechtes Börsenjahr. Sollten die Zinsen stark steigen, wird sich dies konjunkturell durch eine Abschwächung des Konsums und der Investitionen massiv negativ auswirken. An den Aktienmärkten kommt dann auch zum Tragen, dass die Bewertungen historisch hoch sind und die Überinvestition der Anleger in Aktien historische Extreme erreicht hat.

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 zeigt gegenüber der Vorjahresprognose für 2021 folgende wesentliche Änderungen: Das Provisionsergebnis ist um TEuro 55,1 höher als der prognostizierte Planansatz von TEuro 400 ausgefallen. Allerdings haben sich auch die geplanten anderen Verwaltungsaufwendungen (Personal- und Sachaufwand) deutlich erhöht, so dass kein ausgeglichenes Ergebnis erreicht wurde.

Im laufenden Geschäftsjahr 2022 planen wir mit einem Zinsergebnis von TEuro -3 und ein Provisionsergebnis von TEuro 580. Unter Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Erträgen von TEuro 10,0, allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von TEuro 550, gehen wir von einem leicht positiven Jahresergebnis aus.

C. Berichterstattung nach § 289 Absatz 2 HGB

1. Risikomanagementziele und -methoden (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Ein Risikomanagementsystem wurde von der Gesellschaft innerhalb der Geschäftsorganisation eingeführt.

2. Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB) werden nicht betrieben.

3. Bestehende Zweigniederlassungen (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB)

Zweigniederlassungen werden keine unterhalten.

 

Ahnatal, 28. März 2022; (nach Prüfung) 9. Mai 2022

Geschäftsführer

Thomas Mitroulis

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
1. Barreserve 189,68 246,87
a) Kassenbestand 189,68 246,87
3. Forderungen an Kreditinstitute 212.516,33 19.298,83
a) täglich fällig 212.516,33 19.298,83
4. Forderungen an Kunden 103.801,29 80.253,05
12. Sachanlagen 2.162,00 1.778,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 16.138,35 12.627,26
15. Rechnungsabgrenzungsposten 3.044,98 1.253,92
Summe der Aktiva 337.852,63 115.457,93

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 222.098,03 10,42
a) täglich fällig 22.098,03 10,42
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 200.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0,00 72,09
b) Andere Verbindlichkeiten 0,00 72,09
ba) täglich fällig 0,00 72,09
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20.755,98 22.957,45
7. Rückstellungen 13.625,00 12.190,00
c) andere Rückstellungen 13.625,00 12.190,00
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 60.026,67
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 57.000,00
12. Eigenkapital 21.346,95 23.227,97
a) Eingefordertes Kapital 50.000,00 50.000,00
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
c) Gewinnrücklagen 0,00 17.788,01
cd) andere Gewinnrücklagen 0,00 17.788,01
d) Bilanzverlust 1.881,02 45.036,06
Summe der Passiva 337.852,63 115.457,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Zinserträge aus 18,11 59,40
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 18,11 59,40
2. Zinsaufwendungen 2.440,36 65,67
5. Provisionserträge 439.722,75 359.030,48
6. Provisionsaufwendungen 2.911,97
8. Sonstige betriebliche Erträge 15.824,32 13.129,28
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 507.546,99 414.657,19
a) Personalaufwand 367.185,49 329.019,33
aa) Löhne und Gehälter 332.476,22 314.216,40
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 34.709,27 14.802,93
b) andere Verwaltungsaufwendungen 140.361,50 85.637,86
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.377,88 2.076,27
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -58.712,02 -44.579,97
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,00 0,09
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen 170,00 456,00
24a. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 57.000,00
27. Jahresfehlbetrag 1.881,02 45.036,06

Anhangangaben

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss des Finanzdienstleistungsinstitutes Deter & Rasche Investmentberatung GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Gemäß §§ 340/340a HGB haben Wertpapierinstitute grundsätzlich die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 -289 HGB zu beachten.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DETER & RASCHE Investmentberatung GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Ahnatal

Registergericht: Kassel

Register-Nr.: 15254

Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Bilanzposition sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten enthält Forderungen bzw. Verbindlichkeiten an Gesellschafter.

Geschäftszweigtypische Ergänzungen der Gliederung

Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses basiert auf geschäftszweigtypischen Formblättern gemäß § 330 HGB. Dabei wurde das Formblatt für die Finanzdienstleistungsinstitute gemäß § 2 ff. der RechKredV herangezogen.

A. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve umfasst den Kassenbestand des Unternehmens. Der Ansatz erfolgte zum Nominalwert.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute wurden zu ihrem Nennwert bewertet.

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nennwert bewertet. Soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Zum Bilanzstichtag waren bereits getätigte Ausgaben zum Zwecke der Periodenabgrenzung als Rechnungsabgrenzungsposten in die Bilanz einzustellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, ggf. unter Berücksichtigung der Abzinsung zu Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Davon ausgenommen bleiben Verbindlichkeiten und Rückstellungen mit Bagatellbeträgen bis zu einer Höhe von € 1.000,00 im Einzelfall.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Zur Abdeckung der besonderen Risiken des Geschäftszweiges wurde der Fonds für allgemeine Bankrisiken in den Vorjahren gebildet. Im Geschäftsjahr wurde der Fonds vollständig ertragswirksam aufgelöst.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmetho -

den

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber der Vorjahr fand nicht statt.

B. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

1. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt auf:

Restlaufzeit bis 3 Monate 103.902,89 €
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 €
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 €
mehr als 5 Jahre 0,00 €

2. Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und die Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Innerhalb der Sachanlagen beträgt die Betriebs- und Geschäftsausstattung Euro 2.162,00.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und als Abgang erfasst.

3. Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen (Anlage 4).

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an Gesellschafter enthalten in Höhe von Euro 26,00 (Vorjahr: Euro 6.356,45).

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute n gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt auf:

Restalaufzeit bis drei Monate: 0,00 €
Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr: 0,00 €
Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: 112.500,00 €
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre: 87.500,00 €
Insgesamt: 200.000,00 €

6. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von Euro 7.103,87 (Vorjahr: Euro 6.483,52) Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten an Gesellschafter enthalten in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 36,00).

7. Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellungen für Urlaub 2.160,00 €

Rückstellung für die Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses sowie der Steuererklärungen 10.000,00 €

8. Nachrangige Verbindlichkeiten

Der Betrag der für nachrangige Verbindlichkeiten angefallenen Aufwendungen beträgt Euro 26,67.

Im Geschäftsjahr wurde ein nachrangiges Darlehen aufgenommen, dass 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigt. Die Mittelaufnahme betrug 60.000,00 € mit einem Zinssatz von 2 % mit jährlicher Fälligkeit der Zinsen. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt nach Ablauf von 5 Jahren am 21.12.2026.

Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt ausschließlich aus Bilanzgewinnen, einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freien Vermögen. Der Darlehensgeber tritt mit seinem Rückzahlungsanspruch im Falle der Insolvenz hinter die Forderungen der übrigen Gläubiger zurück.

9. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 222.098,03. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

10. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen keine.

11. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von Euro 69.674,50 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Diese Verpflichtungen beruhen auf abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen.

12. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich
Bestandsprovisionen 232.448,27 €
Vermittlungsprovisionen 46.592,29 €
Erlöse Vermögensverwaltung 160.682,19 €

13. Angabe der wichtigsten Einzelbeträge zu den sonstigen betrieblichen Erträgen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von Euro 15.824,32 ist mit Euro 15.824,32 der lohnsteuerliche Sachbezug aus der Kfz-Nutzung durch Arbeitnehmer enthalten.

14. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 1.881,02 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

C. Sonstige Pflichtangaben

1. Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Geschäftsführer Thomas Mitroulis, Diplom-Kaufmann (ab 18.09.2020), geführt.

2. Gesamtbetrag der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans gewährten Vorschüsse und Kredite

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden Kredite gewährt in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 6.330,45).

3. Vergütungen der Geschäftsführer

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge verzichtet.

4. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Forderungen: 26,00 €

Verbindlichkeiten: 60.026,67 €

5. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen 3.250,00 €

andere Bestätigungsleistungen 2.800,00 €

6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 7,0.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs (§ 285 Nr. 33 HGB)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Ahnatal, 28. März 2022; (nach Prüfung) 9. Mai 2022

Geschäftsführer

Thomas Mitroulis

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.05.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Deter & Rasche Investmentberatung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deter & Rasche Investmentberatung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deter & Rasche Investmentberatung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schmalkalden, 9. Mai 2022

Dipl.-Kfm. Axel Krause & Dipl.-Oec. Uwe Göbel
Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Uwe Göbel, Wirtschaftsprüfer

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