Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 262579
Vorher
SCUR-Alpha 1279 GmbH
Eingetragen
21.1.2021
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Erforschung und Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von technischen, elektronischen und mechanischen Komponenten, Instrumenten und Systemen sowie von Software und die Erbringung von damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Harry Harold Demas
seit 12.3.2025
Geschäftsführer
Yin Chong Sorrell
seit 12.3.2025
Geschäftsführer
Sonja Pierer
seit 29.5.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intel Germany Services GmbH

München

Jahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Intel Germany Services GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Intel Germany Services GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intel Germany Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 9. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Collie, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.031.432,95 2.494.136,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.867,00 2.900,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.867,00 2.900,00
II. Sachanlagen 3.029.565,95 2.491.236,45
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.283.281,38 2.326.851,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 746.284,57 164.385,00
B. Umlaufvermögen 204.949.077,18 246.763.690,15
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 204.949.077,18 246.763.690,15
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 202.592.059,32 245.719.882,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.357.017,86 1.043.808,02
207.980.510,13 249.257.826,60

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.013.964,71 13.013.964,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 12.988.964,71 12.988.964,71
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Rückstellungen 175.084.604,68 192.081.820,63
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 134.021.493,00 132.859.807,00
2. Steuerrückstellungen 783.001,86 6.536.316,27
3. Sonstige Rückstellungen 40.280.109,82 52.685.697,36
C. Verbindlichkeiten 19.881.940,74 44.162.041,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.646.130,10 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.391.355,68 6.796.617,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.497.260,73 34.568.950,77
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.347.194,23 2.796.473,48
davon aus Steuern EUR 2.058.966,42 (Vorjahr TEUR 1.267)
207.980.510,13 249.257.826,60

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023
EUR
Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 103.864.240,79 189.046.627,63
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.959.454,78 9.903.394,31
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 2.959.454,78 (Vorjahr TEUR 9.893)
3. Materialaufwand 21.753.701,67 31.121.227,38
a) Aufwendungen für bezogene Waren 0,00 -108,98
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.753.701,67 31.121.336,36
4. Personalaufwand 57.231.114,03 116.538.620,98
a) Löhne und Gehälter 50.989.142,75 80.585.455,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.241.971,28 35.953.165,56
davon für Altersversorgung EUR 158.013,20 (Vorjahr TEUR 31.300)
5. Abschreibungen 567.145,70 556.926,32
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 567.145,70 556.926,32
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.686.869,36 31.079.739,53
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 9.958.127,25 (Vorjahr TEUR 4.706)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.108.725,22 2.282.469,09
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.793.177,46 (Vorjahr TEUR 2.282)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.191.416,00 2.946.625,35
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 2.191.416,00 (Vorjahr TEUR 2.947)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 276.563,52
10. Ergebnis nach Steuern 6.502.174,03 18.712.787,95
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 6.502.174,03 18.712.787,95
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeines

Sitz der Intel Germany Services GmbH (INES) ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 262579 im Register des Amtsgerichts München eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die INES hat mit der Intel Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Neubiberg, (INGE) als herrschender Gesellschaft mit Beschluss der Gesellschafter vom 10. Dezember 2021 einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der am 28. Dezember 2021 ins Handelsregister eingetragen wurde und ab 1. Januar 2022 gültig ist.

Der Jahresabschluss der INES wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Dokument nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

B. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 HGB). Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände ist in der Regel fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben (§253 Abs. 3 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauern Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken in der Regel 10 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 3 bis 5 Jahre

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB). Der angewandte Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden - sofern relevant - jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 4,00 % (Vorjahr 3,8 %), dem jährlichen Trend der Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,20% (Vorjahr 2,2 %), Rentensteigerungen von jährlich 1,00 % bzw. 2,20 % (Vorjahr 1,00 % bzw. 2,20 %) abhängig vom Pensionsplan sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 4,00 % (Vorjahr 4 %) unterstellt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Dies gilt entsprechend für die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (§ 253 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA 3) vom 19. Juni 2013 gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck. Der angewandte Rechnungszinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 4,00 % (Vorjahr 3,8 %) unterstellt. Die Aufstockungsbeträge werden dabei als Abfindungsverpflichtungen angesehen und unter den sonstigen Rückstellungen passiviert.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der angewandte Rechnungszinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 4,00 % (Vorjahr 3,8 %), sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 4,00 % (Vorjahr 4 %) unterstellt.

Rückstellungen für Übergangs- und Sterbegeldzahlungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der angewandte Rechnungszinssatz beträgt 1,74 % (Vorjahr 1,44 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 4,00 % (Vorjahr 3,8 %) sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 4,00 % (Vorjahr 4 %) unterstellt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm werden zum am Stichtag geltenden aktuellen Kurs bewertet und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren Stichtagskurswert am Abschlussstichtag angesetzt.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert am Abschlussstichtag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die davon-Vermerke hinsichtlich der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassen sowohl realisierte als auch unrealisierte Währungsdifferenzen.

Latente Steuern werden nicht gebildet, da die latenten Steuern nach DRS 18 beim Organträger zu erfassen sind.

C. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 Satz 1 HGB ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage beigefügt ist. Diese Anlage ist Bestandteil des Anhangs.

Die Forderungen sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Darlehen sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Zum Abschlussstichtag bestehen kurzfristige Darlehensforderungen gegen die Intel Finance B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande (Intel Finance), aus der konzerninternen Liquiditätsbündelung in Höhe von TEUR 119.047 (Vorjahr TEUR 119.413) zzgl. Zinsen in Höhe von TEUR 1.380 (Vorjahr TEUR 853). Im Übrigen bestehen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie auch im Vorjahr aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 2.351 (Vorjahr TEUR 1.042) erfasst. Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die ausgewiesenen Rückstellungen von insgesamt TEUR 175.084 (Vorjahr TEUR 192.082) betreffen Verpflichtungen aus Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 134.021 (Vorjahr TEUR 132.860), aus Steuern in einer Höhe von TEUR 783 (Vorjahr TEUR 6.536) sowie mit TEUR 40.280 (Vorjahr TEUR 52.686) aus sonstigen Verpflichtungen.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 140.331 (Vorjahr TEUR 138.403). Dieser wurde mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes von TEUR 6.310 (Vorjahr TEUR 5.543) verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 4.950 (Vorjahr TEUR 4.762). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens sowie den Anschaffungskosten beträgt TEUR 1.360 (Vorjahr TEUR 781) und ist grundsätzlich abführungsgesperrt. Durch bestehende vororganschaftliche Gewinnvorträge ist der Betrag entsperrt. Die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen wurden gem. § 253 Abs. 2 HGB unter Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) berechnet. Bei Zugrundelegung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) wären die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen um TEUR 2.516 (Vorjahr TEUR 11.339) höher ausgefallen als bei der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes.

Rückstellungspflichtige Verpflichtungen aus Altersteilzeit bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe des Erfüllungsbetrages von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 116).

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände bei den Pensionsverpflichtungen wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Sachverhalte:

Sonstige Rückstellungen
in TEUR
2023 2022
Personalbezogene Rückstellungen (u.a. Restrukturierung, Urlaub, Boni, Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) 31.058 46.281
Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen 9.222 6.403
Weitere Rückstellungen 0 1
40.280 52.686

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr alle innerhalb eines Jahres fällig und gliedern sich wie folgt auf:

Verbindlichkeiten
in TEUR
2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.646 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.391 6.797
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.497 34.569
sonstigen Verbindlichkeiten 3.347 2.796
19.881 44.162

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 11.204 (Vorjahr TEUR 27.824). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 6.502 (Vorjahr TEUR 18.713) und im Übrigen aus Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind teilweise durch handelsüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereich
in Mio. EUR
2023 2022
Marketing und Vertrieb 97 159
Fertigungsunterstützung 7 30
Sonstige 0 0
104 189

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.959 (Vorjahr TEUR 9.893).

Der Personalaufwand enthält Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 16.173 (Vorjahr TEUR 27.783), die von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9.958 (Vorjahr TEUR 4.706), welche durch einen Anstieg des USD/EUR-Kurses getrieben wurden.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.793 (Vorjahr TEUR 2.282).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.191 (Vorjahr TEUR 2.947) sind in Höhe von TEUR 2.191 (Vorjahr TEUR 2.947) der Abzinsung von Rückstellungen für Jubiläumsleistungen und Altersteilzeitverpflichtungen, der Abzinsung von Verpflichtungen für Übergangs- und Sterbegeld sowie der Abzinsung von Pensionsverpflichtungen zuzuordnen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen betreffend die Pensionszusagen in Höhe von TEUR 596 (Vorjahr TEUR 215) wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr TEUR 1.955) verrechnet. Der sich ergebende Saldo von TEUR 318 (Vorjahr TEUR 1.741) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" (Vorjahr "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") ausgewiesen.

Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen für Leasingverträge bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 937. Wovon TEUR 380 binnen eines Jahres fällig werden und TEUR 557 innerhalb von zwei bis fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen für ein langfristiges Mietverhältnis mit einer Laufzeit bis 2086 jährliche Belastungen in Höhe von TEUR 205 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Jahresabschluss enthält Gebühren für Abschlussprüfungsleistungen (Honorare und Auslagen) in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr TEUR 84).

Die INES ist eine indirekte Tochtergesellschaft der Intel Corporation, Wilmington, Delaware/USA (Intel Corporation), die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC), New York, USA, einsehbar.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 waren:

Tiffany Doon Silva, General Manager, San Mateo, CA, USA

Sharon Heck, General Manager, Steamboat Springs, CO, USA (bis 31. Juli 2023)

Christin Eisenschmid, General Manager, Bad Feilnbach (bis 27. Februar 2024)

Nicole Lau, General Manager, Otterfing (bis 23. Januar 2024)

Sean Brian, Fennelly, General Manager, Leixlip, County Kildare / Irland (seit dem 23. Januar 2024, bis zum 11. Oktober 2024)

Jeffrey Ross Schneiderman, General Manager, Folsom, CA / Vereinigte Staaten (seit dem 23. Januar 2024)

Sonja Pierer, General Manager, Mettenheim-Hart (seit dem 15. April 2024)

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wurde Gebrauch gemacht, da nur die zwei in Deutschland ansässigen Mitglieder dieses Organs in 2023 Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.

Im Jahresdurchschnitt betrug die Beschäftigtenzahl 286 Angestellte (Vorjahr 319). Diese gliedern sich auf in 226 Mitarbeiter (Vorjahr 241) im Bereich "Marketing Support Services" sowie 61 Mitarbeiter (Vorjahr 78) im Bereich "Fertigungsunterstützung".

Der Ergebnis nach Steuern wird an die INGE abgeführt.

F. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag bis zum Aufstellungszeitpunkt wurden weitere Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen und durchgeführt. Die aufgrund des Sozialplans entstandenen Restrukturierungsaufwendungen unterliegen dem Verrechnungspreismodell und führen daher zu deutlich gestiegenen Umsatzerlösen im folgenden Geschäftsjahr 2024. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags werden die daraus entstandenen Ergebniseffekte an die Intel Germany GmbH & Co. KG abgeführt werden.

 

Neubiberg, den 15. November 2024

Tiffany Doon Silva, General Manager

Jeffrey Ross Schneiderman, General Manager

Sonja Pierer, General Manager

ANLAGE ZUM ANHANG:

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31/12/2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226.392,21 0,00 -207.476,96 18.915,25
226.392,21 0,00 -207.476,96 18.915,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.029.599,36 451.029,36 -44.233,58 19.436.395,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.251.990,62 658.109,71 -1.418.718,04 1.491.382,29
21.281.589,98 1.109.139,07 -1.462.951,62 20.927.777,43
21.507.982,19 1.109.139,07 -1.670.428,58 20.946.692,68
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31/12/2023
EUR
31/12/2023
EUR
31/12/2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 223.492,21 1.033,00 -207.476,96 17.048,25 1.867,00 2.900,00
223.492,21 1.033,00 -207.476,96 17.048,25 1.867,00 2.900,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.702.747,91 493.699,62 -43.333,77 17.153.113,76 2.283.281,38 2.326.851,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.087.605,62 72.413,08 -1.414.920,98 745.097,72 746.284,57 164.385,00
18.790.353,53 566.112,70 -1.458.254,75 17.898.211,48 3.029.565,95 2.491.236,45
19.013.845,74 567.145,70 -1.665.731,71 17.915.259,73 3.031.432,95 2.494.136,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. ORGANISATIONSSTRUKTUR, MARKTENTWICKLUNG UND PRODUKTE

Organisationsstruktur

Aufgrund der Einbindung der Intel Germany Services GmbH (INES) in den Intel Konzern (Intel oder Intel Gruppe) und des in 2021 eingeführten Verrechnungspreismodells hängen die Geschäftstätigkeiten der INES sehr stark mit denen der Intel Gruppe zusammen. Das Geschäftsmodell der INES wird in Abschnitt 2 näher erläutert. Die von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erzielten Umsatzerlöse basieren größtenteils auf Verrechnungen an die Intel Corporation, Wilmington, Delaware, USA (Intel Corporation) und die Intel Corporation (UK) Ltd., Swindon, Vereinigtes Königreich.

Die INES erbringt Systemleistungen für relevante Marktsegmente der Intel Gruppe. Die INES erbringt Unterstützungsleistungen in zwei Geschäftsfeldern: "Fertigungsunterstützung" und "Marketing Support Services". Von besonderer Bedeutung ist die Sales and Marketing Group (SMG).

Die SMG arbeitet geschäftsübergreifend mit globalen Kunden und Partnern zusammen, um kritischen Geschäftsproblemen mit Intel-basierten Technologielösungen zu begegnen. Zu Intels Kundenbasis gehören neben kleinen und mittelständischen Unternehmen auch große Unternehmen und Institutionen sowie Regierungen. Gemeinsam mit den Partnern entwickelt Intel in den Bereichen Personal Computing, Data Center und Cloud Services, Big Data, künstliche Intelligenz und Internet of Things ("Internet der Dinge" oder IoT). Unsere Vertriebsmitarbeiter arbeiten über Branchen hinweg und beeinflussen die Produkt-Roadmaps innerhalb des komplexen Partner- und Kunden-Ökosystems.

Marktentwicklung

Intel hat sich von einem PC-zentrierten Unternehmen mit Servergeschäft zu einem datenzentrierten Unternehmen mit wachsendem Portfolio an Technologielösungen entwickelt, die die Kundenbedürfnisse über Plattform, Speicher, Konnektivität und Software hinweg abdecken.

Eine Prognose der International Data Corporation (IDC) geht davon aus, dass es im Jahr 2025 41,6 Milliarden IoT-Geräte geben wird. Die Gesamtzahl der vernetzten Geräte wird bis 2025 auf mehr als 31 Milliarden ansteigen. Diese produzieren täglich eine unvorstellbar große Menge an Daten, deren Analyse ein enormes Geschäftspotenzial bietet.

Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC setzt die Großzahl der Unternehmen künftig auf intelligente Anwendungen, wie Prozessautomatisierungen. Dabei ist künstliche Intelligenz (KI) von entscheidender Bedeutung.

KI ist ein integraler Bestandteil all unserer Produkte. KI ist der Schlüssel um Big Data in sinnvolle, verwertbare Ergebnisse umzuwandeln und für die Weiterentwicklung von Ökonomie und Gesellschaft positiv zu nutzen. Wir stehen vor großen Veränderungen in den Bereichen Mobilität (Autonomes Fahren) und Industrie (Industry 4.0), die alle Computer und Cloud-Lösungen mit entsprechender Vernetzung und für den Datenaustausch treiben.

Intel-Geschäftsentwicklung 2023

2023 belief sich der Umsatzerlös der Intel-Gruppe auf 54,2 Mrd. USD, ein Rückgang um 8,8 Mrd. USD oder 14 % gegenüber 2022. Der CCG-Umsatz (CCG - Client Computing Group) ging durch geringere Laptop- und Desktop-Stückzahlen wegen weniger Nachfrage in allen Marktsegmenten um 8 % zurück, was teilweise durch ein höheres Volumen in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen wurde, da sich die Lagerbestände der Kunden im Vergleich zu den höheren Werten in der ersten Jahreshälfte normalisierten. Die durchschnittl. Notebook/Laptop-Verkaufspreise (VP) sanken aufgrund eines größeren Anteils an Produkten mit wenig Kernen sowie mehr Produkten einer älteren Generation. Dies wurde teilweise kompensiert durch höhere durchschnittl. Desktop-VPs infolge eines gestiegenen Anteils an Produktverkäufen im kommerziellen und Gaming-Marktsegment. Der DCAI-Umsatz (DCAI - Data Center and AI) sank um 20 % aufgrund geringerer Serverstückzahlen infolge eines nachlassenden CPU-Rechenzentrumsmarktes (CPU - Central Processing Unit), was teilweise durch höhere durchschnittl. VPs aufgrund eines geringeren Anteils von Hyperscale-Kunden und eines höheren Anteils von Produkten mit hoher Anzahl an Kernen ausgeglichen wurde. Der NEX-Umsatz (NEX - Network and Edge) ging um 31 % zurück, da die Kunden ihre Käufe zurückhielten, um ihre Lagerbestände zu reduzieren und sich auf eine geringere Nachfrage in allen Produktbereichen einzustellen.

Zur Unterstützung unserer IDM (Integrated Device Manufacturer) 2.0 Strategie tätigt Intel sowohl erhebliche Investitionen, um Fertigungskapazitäten zu erhöhen und die Roadmap für Prozesstechnologien zu beschleunigen, als auch Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese Investitionen sollen Intel in die Lage versetzen, langfristiges Umsatzwachstum zu generieren und zu beschleunigen.

2. GESCHÄFTSMODELL

Marketing Support Services

Die INES erbringt Dienstleistungen zur Unterstützung des Vertriebs, der Vermarktung und der Distribution von Produkten durch die Intel Corporation und ihre Vertriebsgesellschaften. Die INES verrechnet für solche Dienstleistungen einen Betrag in Höhe von 110 % der Kosten 1 an die Intel Corporation und die Intel Corporation (UK) Ltd. Marketing-Aufwendungen (MARCOM) der INES werden zu 100 % von den genannten Vertragspartnern erstattet.

Fertigungsunterstützung

Für die erbrachten Dienstleistungen zur Unterstützung des Fertigungsprozesses der Intel Corporation verrechnet die INES ihre Kosten 2 mit einem Aufschlag von 10 % an die Konzernmutter Intel Corporation.

3. MITARBEITER UND STANDORTE

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die INES 254 Mitarbeiter (Vorjahr 340).

Die Beschäftigten der INES teilen sich nach Standorten wie folgt auf:

Standort Mitarbeiter 2023 Mitarbeiter 2022
München 238 321
Karlsruhe 16 19
254 340

Die Veränderung der Mitarbeiterzahl ist bedingt durch die in 2022 beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen.

4. GESCHÄFTSVERLAUF 2023

Aus Sicht der Geschäftsführung sind die angestrebten Ziele, die Etablierung der Gesellschaft und die Übernahme der Geschäftstätigkeiten "Fertigungsunterstützung" und "Marketing Support Services" von der IDE erfolgreich und effizient umgesetzt worden.

Im Intel-Konzern wird das operative Geschäft Gesellschafts- und Regionen übergreifend nach Geschäftsbereichen gesteuert. Wir sehen als bedeutsamste finanziellen Leistungsindikatoren für die INES in Bezug auf den handelsrechtlichen Jahresabschluss das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung). Es sind keine bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und die Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Dokument nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

A. Ertragslage

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich im Berichtsjahr wie folgt auf:

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereich
in Mio. EUR
2023 2022
Marketing und Vertrieb 97 159
Fertigungsunterstützung 7 30
Sonstige 0 0
104 189

Die von der Gesellschaft im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse basieren auf Verrechnungen an die Intel Corporation und die Intel Corporation (UK) Ltd und sind somit durch das Verrechnungspreisabkommen zwischen den Gesellschaften getrieben. Die Erträge aus Marketing und Vertrieb sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was insbesondere auf gesunkene Personalaufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist.

Die im Berichtsjahr 2023 um TEUR 6.944 auf TEUR 2.959 gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.959 (Vorjahr TEUR 9.893).

Operative Aufwendungen
in TEUR
2023 2022
Materialaufwendungen 21.754 31.121
Personalaufwendungen 57.231 116.539
Abschreibungen 567 557
Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.687 31.080
106.239 179.297

Die um 30% auf TEUR 21.754 gesunkenen Materialaufwendungen werden von bezogenen Marketingdienstleistungen, Aufwendungen für Promotion-Veranstaltungen sowie dem Einkauf von Dienstleistungen bei anderen Intel-Gesellschaften dominiert.

Die um ca. 51 % auf TEUR 57.231 gesunkenen Personalaufwendungen sind hauptsächlich auf gesunkene Restrukturierungsaufwendungen sowie gesunkene Zuführungen zu Pensionsverpflichtungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen von TEUR 567 (Vorjahr TEUR 557) enthalten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 5) sowie Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 552).

Die um 14% gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 26.687. Der Rückgang resultiert aus geringeren Verrechnungen anderer Intel-Gesellschaften für Verwaltungsfunktionen von TEUR 11.850 (Vorjahr TEUR 18.449). Die übrige Veränderung setzt sich aus einer Vielzahl von jeweils nicht wesentlichen Einzelposten zusammen, wie für Mieten, Versicherungen, Fahrzeugkosten, Rechts- und Beratungskosten u.a. Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung fielen in Höhe von TEUR 9.958 (Vorjahr TEUR 4.706) an.

Im Zusammenhang mit dem konzerninternen Liquiditätsausgleich mit der Intel Finance B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande (Intel Finance), fielen im Berichtsjahr fast ausschließlich Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.793 (Vorjahr TEUR 2.282) an. Die Zinsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.191 (Vorjahr TEUR 2.947) und beinhalten hauptsächlich Effekte im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen

Die operative Ertragskraft des Unternehmens, gemessen am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Beteiligungs- und Finanzergebnis ( EBIT), beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 585 und damit auf einem deutlich niedrigerem Niveau wie im Vorjahr (Vorjahr TEUR 19.654).

Infolge des ab 1.1.2022 gültigen Ergebnisabführungsvertrages wurde der sonst entstandene Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.502 an die Intel Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Neubiberg abgeführt. Das Ergebnis vor Gewinnabführung im Vorjahr betrug TEUR 18.713.

Planvergleich

Die INES erwartete für die beiden Geschäftsbereiche -"Marketing Support Services" sowie "Fertigungsunterstützung" - für 2023 deutlich niedrigere Umsätze und Ergebnisbeiträge und daher für das Unternehmen als Ganzes Umsätze und Ergebnisbeiträge auf deutlich niedrigerem Niveau wie im Geschäftsjahr 2022. Für die Ergebnisprognose unberücksichtigt blieb das Risiko aus Währungsschwankungen, welches nicht verlässlich einschätzbar war.

Der Umsatz und auch das Jahresergebnis war auf erwartetem Niveau. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen niedrigere Kosten, insbesondere da im Vorjahr durch die Änderung des Rententrends verursachte Erhöhung der Pensionsaufwendungen sowie die erhöhten Restrukturierungsaufwendungen, welche durch im Jahr 2022 beschlossene Restrukturierungsmaßnahmen verursacht wurden, einen Sonderfall darstellen. Durch die Verrechnungspreisvereinbarung wirken sich Kostensteigerungen unmittelbar auf Umsatz und Ergebnis aus. Das Ergebnis wurde durch die Effekte aus der Währungsumrechnung (Anstieg des EUR-Kurses/US-Dollar (USD)), die bei der Erstellung der Planzahlen in der Regel nicht verlässlich abgeschätzt werden können, in 2023 negativer beeinflusst als in 2022. Die Währungseffekte lagen saldiert bei TEUR 6.999 (Aufwand) in 2023 (Vorjahr TEUR 5.188 Ertrag). Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass der Steueraufwand infolge des ab 2022 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages von TEUR 277 im Vorjahr auf TEUR 0 in 2023 gesunken ist. Vor Steuern und Währungseffekten lag das Jahresergebnis bei TEUR 13.801 in 2022 versus TEUR 13.501 in 2023.

Die Geschäftsführung ist zufrieden mit dem Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft.

B. Vermögenslage

Das Anlagevermögen setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Anlagevermögen
in TEUR
2023 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 3
Sachanlagevermögen 3.030 2.491
3.031 2.494

Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 2.494 zum 31. Dezember 2022 um TEUR 537 auf TEUR 3.031 zum Bilanzstichtag erhöht.

Während die immateriellen Vermögensgegenstände leicht zurückgingen, ist das Sachanlagevermögen mit TEUR 538 infolge der Zugänge deutlich gestiegen.

Umlaufvermögen
in TEUR
2023 2022
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 202.592 245.720
Sonstige Vermögensgegenstände 2.357 1.044
204.949 246.764

Das Umlaufvermögen enthält fast ausschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Diese ergeben sich überwiegend aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich mit der Intel Finance von TEUR 119.047 (Vorjahr TEUR 119.413) sowie aus der Leistungsverrechnung an die Konzernobergesellschaften Intel Corporation und die Intel Corp. UK.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen die Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 2.351 (Vorjahr TEUR 1.042).

Eigenkapital
in TEUR
2023 2022
Gezeichnetes Kapital 25 25
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 12.989 12.989
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0 0
-13.014 -13.014

Mit der Intel Germany GmbH & Co KG besteht seit dem 01. Januar 2022 ein Gewinnabführungsvertrag. Außerdem besteht seither eine ertragssteuerliche Organschaft.

Rückstellungen
in TEUR
2023 2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 134.021 132.860
Steuerrückstellungen 783 6.536
Sonstige Rückstellungen 40.280 52.686
175.084 192.082

Der Rückstellungsbestand zum 31. Dezember 2023 ist mit TEUR 175.084 um TEUR 16.998 niedriger als zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr TEUR 192.082), was im Wesentlichen aus niedrigeren sonstigen Rückstellungen resultiert.

Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen wird insbesondere durch deutlich niedrigere Restrukturierungsrückstellungen verursacht.

Verbindlichkeiten
in TEUR
2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.646 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.391 6.797
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.497 34.569
davon aus der Leistungsverrechnung 4.995 15.856
davon aus Ergebnisabführungsvertrag 6.502 18.713
sonstigen Verbindlichkeiten 3.347 2.796
19.881 44.162

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dominieren mit TEUR 11.497 (Vorjahr TEUR 34.569) die Verbindlichkeiten von TEUR 19.881 (Vorjahr TEUR 44.162). Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert insbesondere aus der geringeren Leistungsverrechnung aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl.

Der Liquiditätsgrad (current ratio), berechnet als Verhältnis des Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, beträgt zum Bilanzstichtag 339% (Vorjahr 240%).

C. Finanzlage

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 1.109 (Vorjahr TEUR 129). Dabei handelt es sich um Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.109 (Vorjahr TEUR 129).

Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt über erwirtschaftete Cashflows, im Wesentlichen aufgrund des bestehenden Verrechnungspreismodells mit konzerninternen Vertragspartnern.

Die INES nimmt am konzerninternen Liquiditätsausgleich (Cash Pooling) teil. Überschüssige liquide Mittel werden in Form kurzfristiger Darlehen an die Intel Finance übertragen bzw. eine etwaige Liquiditätsunterdeckung durch Aufnahme kurzfristiger Kredite von der Intel Finance ausgeglichen. Die Kreditlinie beträgt TUSD 500.000. Die Verzinsung der Darlehen erfolgt seit dem Jahr 2022 zum Dreimonats-USD-Term-SOFR (Secured Overnight Financing Rate) einschließlich einer Anpassung. Cash Pooling Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 119.047 (Vorjahr TEUR 119.413). Durch den jederzeit möglichen Zugriff auf liquide Mittel ist die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt.

5. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Das Chancen- und Risikoprofil der INES sind im Wesentlichen durch folgende beide Punkte geprägt:

Verrechnungspreismodell: Die Gesellschaft bzw. deren Geschäftstätigkeit ist stark geprägt durch das implementierte Cost-Plus System. Dadurch ist die Entwicklung der Gesellschaft mit ihren Chancen und Risiken stark an konzerninterne Geschäftsbeziehungen und die Geschäftsentwicklung der Intel Gruppe gebunden.

Die INES hat am 10. Dezember 2021 mit der Intel Germany GmbH & Co. KG ("INGE") einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Somit wird die INES das gesamte Jahresergebnis 2024 wie auch in 2023 an die INGE abführen.

Das Chancen- und Risikoprofil der INES setzt sich darüber hinaus wie folgt zusammen (in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung):

Marktentwicklung: Die finanzielle Leistungsfähigkeit der INES ist mit der Entwicklung der Bereiche PC, Data-Center, "Internet der Dinge" und System- und Netzwerksicherheit verknüpft, die in hohem Maße von verschiedenen wirtschaftlichen Bedingungen abhängig sind. Ungünstige Wirtschaftsbedingungen, die sich negativ auf die Umsatzerwartungen der Intel Corporation auswirken, können einen Einfluss auf die Erlösstruktur der INES haben. Positive Bedingungen für die Branche und ein starkes, wettbewerbsfähiges Produktportfolio können eine positive Umsatzentwicklung für die Intel Corporation zur Folge haben, die sich wiederum positiv auf die Präsenz der INES in Deutschland auswirken kann. Auch die kontinuierlichen Investitionen des Intel Konzerns in Forschung und Entwicklung sowohl in Auf- als auch Abschwungphasen des Marktes stellen eher Chancen für INES dar.

Wechselkursschwankungen: Ein wichtiges Zahlungsmittel der INES ist der US-Dollar, die Bücher werden jedoch in Euro geführt, was zu Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Wechselkursänderungen führt. Da die Hauptlieferanten der Gesellschaft in USD abrechnen und Dienstleistungen in USD an die konzerninternen Vertragspartner fakturiert werden, ist die INES stark an den USD gebunden. Wechselkursrisiken werden durch das daraus resultierende "Natural Hedging" jedoch teilweise eingedämmt. Insbesondere bei hohen offenen Posten aus dem in USD geführten Liquiditätsausgleich mit der Intel Finance können sich sowohl Wechselkursgewinne als auch -verluste ergeben.

Anhaltende Konflikte: Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022, sowie anhaltende Konflikte im Nahen Osten stellen bedeutsame Geschehnisse dar, welche die Weltwirtschaft und in der Folge die Finanzberichterstattung der Unternehmen beeinflussen. Derzeit ergeben sich für die INES jedoch keine Anhaltspunkte für Risiken in wesentlichem Ausmaß, da die INES ihre Geschäftstätigkeit unverändert fortsetzen kann und steigende Kosten über die Cost-Plus-Methodik des Verrechnungspreisabkommens weiterverrechnet werden können.

Die Geschäftsführung sieht die Risiken handhabbar und sieht derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken.

6. ERWARTUNGEN FÜR 2024

Durch die Integration der INES in die Intel Gruppe und die implementierte Verrechnungspreismethode sind die Ergebnisse der INES untrennbar mit denen der Intel Corporation verbunden. Die kontinuierlichen Investitionen des Intel Konzerns in Forschung und Entwicklung sowohl in Auf- als auch Abschwungphasen des Marktes stellen das Leistungsportfolio in den Folgejahren sicher.

Intel erwartet, dass das zukünftige Wachstum insbesondere durch die Geschäftsbereiche PC, Server und Künstliche Intelligenz (KI) als auch durch programmierbare Schaltkreise (FPGAs), Auftragsfertigung und Mobilität angetrieben wird.

Im Rahmen von Intels Ausrichtung auf spezifische Industrien wird die INES die Zusammenarbeit mit wichtigen Kunden und Partnern in der Industrie weiter vertiefen. Die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes bezüglich Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Industrie 4.0 sowie die Partnerschaften mit deutschen multinationalen Konzernen in der Industrie ergeben Vorteile für alle Seiten.

Die INES erwartet für beide Geschäftsbereiche - "Marketing Support Services" sowie "Fertigungsunterstützung" - für 2024 deutlich gestiegene Umsätze insbesondere durch gestiegene Kosten die durch weitere in 2024 beschlossene Restrukturierungsmaßnahmen begründet sind. Das Zinsergebnis wird auf ähnlichem Niveau wie in 2023 erwartet. Für die Ergebnisprognose bleibt das Risiko aus Währungsschwankungen zwischen EURO und USD, die derzeit nicht verlässlich einzuschätzen sind und basierend auf der derzeitigen Entwicklung einen günstigeren Ergebnisbeitrag wie im Vorjahr erwarten lassen, so dass derzeit von einem deutlich gestiegenen Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) auszugehen ist.

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der INES sowie auf allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen subjektive Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreten oder andere Risiken wirksam werden, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Prognosen abweichen.

 

München, den 15. November 2024

Tiffany Doon Silva, General Manager

Jeffrey Schneiderman, General Manager

Sonja Pierer, General Manager

* Intel, das Intel Logo, Intel Atom, Intel Xeon und Intel XMM sind Marken der Intel Corporation in den USA und / oder in anderen Ländern.‎

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.502.174,03 wird gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 21. Oktober 2021 an die Intel Germany GmbH & Co. KG abgeführt.

1 basierend auf Zahlen des lokalen Abschlusses
2 basierend auf Zahlen des lokalen Abschlusses

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