Herstellung von Lampen und Leuchten
Lerbs GmbHLiquidiert
Handelshof 32, 28816 Stuhr, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lerbs GmbH (vormals: heptus 321. GmbH)Stuhr (vormals: München)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019
Anhang zum 31. Dezember 2019I. Allgemeine Angaben Die Lerbs GmbH wurde unter der Firmierung heptus 321. GmbH am 26. März 2019 gegründet. Die ehemalige Lerbs AG (Amtsgericht Walsrode, HRB 200659) wurde durch Verschmelzungsvertrag vom 30. August 2019 rückwirkend zum 01. Januar 2019 auf die heptus 321. GmbH (aufnehmende Gesellschaft) verschmolzen und diese anschließend in Lerbs GmbH umbenannt. Die Lerbs GmbH, Stuhr-Seckenhausen, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode unter HRB 208115 eingetragen. II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze Der Jahresabschluss der Lerbs GmbH wurde gemäß den §§ 266 und 275 HGB sowie den ergänzenden Regelungen des GmbHG und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden der ehemaligen Lerbs AG im Rahmen der Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Die Lerbs GmbH (vormals: heptus 321. GmbH) wurde erst im Jahr 2019 gegründet und war vor der Verschmelzung der ehemaligen Lerbs AG nicht aktiv tätig. Zur besseren Darstellung der Vergleichbarkeit sind deshalb die geprüften und mit einem unbeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Vorjahreswerte der Lerbs AG angegeben. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren. Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die beweglichen Anlagegüter wird überwiegend die lineare, zum Teil wurde aber für ältere Wirtschaftsgüter auch die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Dabei wird überwiegend eine Nutzungsdauer zwischen vier und dreizehn Jahren angesetzt. Die Anschaffungskosten der geringwertigen Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Sofern der beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten (Fracht) abzüglich Anschaffungspreisminderungen (Skonto und Boni) angesetzt, sofern nicht eine Abwertung auf den niedrigeren Marktpreis erforderlich war. Der niedrigere Marktpreis wird artikelbezogen in Abhängigkeit von der Reichweite des am Bilanzstichtag vorhandenen Lagerbestandes auf Basis der in den letzten 2 Jahren vor dem Bilanzstichtag veräußerten Mengen durch pauschale Abschläge ermittelt. Im Vorjahresabschluss wurde der niedrigere Marktpreis bei den Vorräten noch in Abhängigkeit von der Lagerdauer durch einen gestaffelten Abschlag vom Einkaufspreis ermittelt. Die Bewertungsänderung erfolgte zur Anpassung der Bewertungsmethoden an eine Bewertung im Konzern des neuen Gesellschafters Rubix Holding Deutschland GmbH. Darüber hinaus erfolgt ein Abgleich der Beschaffungspreise mit den Marktpreisen am Bilanzstichtag. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist ein Festwert auf Basis der Anschaffungskosten gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Liquide Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die zu erwartenden Belastungen aus Pensionszusagen sind durch Bildung einer ausreichenden Pensionsrückstellung erfasst. Die Bewertung erfolgte zum Anwartschaftsbarwert (PuC - Methode) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Als Rechnungszins wurde der restlaufzeitäquivalente durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre angenommen. Somit wurde die Rückstellung mit 2,71 % p.a. abgezinst; für künftige Rentensteigerungen wurden 2,00 % p.a. berücksichtigt. Berechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Bilanzstichtag EUR 285,00. Der Ausweis der Zinsänderungskosten in Höhe von EUR 369,00 erfolgt unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für erwartete Kostensteigerungen wird eine Steigerung von 2% p.a. berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt Sämtliche Gegenstände des Anlagevermögens sind im Jahr 2019 zugegangen. Um jedoch künftig auch die ursprünglichen kumulierten Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen der ehemaligen Lerbs AG zu zeigen, wurden die rückwirkend zum 01. Januar 2019 durch die Verschmelzung zugegangenen Gegenstände mit den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Werten zum 01. Januar 2019 in den so bezeichneten Spalten des Anlagespiegels erfasst. Beteiligungen gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 844 betreffen im Wesentlichen mit TEUR 536 Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie mit TEUR 183 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. IV. Fristigkeiten Die Fristigkeit der Forderungen ergibt sich aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel: Restlaufzeiten
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen mit TEUR 88 (Vorjahr TEUR 104) auf verbundene Unternehmen. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: Restlaufzeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden von TEUR 4.017 auf dem Betriebsanwesen in Stuhr-Seckenhausen und durch Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von TEUR 30 gegenüber verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche gegenüber Gesellschaftern von TEUR 1.681 (Vorjahr TEUR 499) enthalten. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei der ehemaligen Lerbs AG wurde der niedrigere Marktpreis bei den Vorräten noch in Abhängigkeit von der Lagerdauer durch einen gestaffelten Abschlag vom Einkaufspreis ermittelt. Im Geschäftsjahr wurde der niedrigere Marktpreis artikelbezogen in Abhängigkeit von der Reichweite des am Bilanzstichtag vorhandenen Lagerbestandes ermittelt. Dies hat zu einem einmaligen Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 385 geführt, der im Materialaufwand enthalten ist. Im Posten Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine Beteiligung in Höhe von TEUR 300 ausgewiesen. Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen wird eine außerplanmäßige Abschreibung einer Forderung gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 146 TEUR ausgewiesen. Die sonstigen Steuern betreffen mit TEUR 200 die voraussichtliche Grunderwerbsteuer aufgrund eines im Geschäftsjahr vollzogenen grunderwerbsteuerpflichtigen Vorgangs. VI. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Die Gesellschaft haftet aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 311. Die Gesellschaft haftet zudem aus einer Patronatserklärung gegenüber einem verbundenen Unternehmen bis zur Höhe des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages für fällige Zahlungen von Verbindlichkeiten. Zum Abschlussstichtag belief sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beim verbundenen Unternehmen auf TEUR 391. Die Gesellschaft haftet zudem aufgrund von Bürgschaftsverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.000 für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da der Hauptschuldner aufgrund seiner aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse seine Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich erfüllen wird. VII. Angaben zu finanziellen Verpflichtungen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte mit Einfluss auf die Finanzlage bestehen in den nächsten fünf Jahren aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 906 zum Bilanzstichtag. Davon werden im Jahr 2020 TEUR 519 fällig. Ferner existiert noch eine nicht eingeforderte Einzahlungsverpflichtung von Stammkapital bei der hw Hortmann + Wolf GmbH in Höhe von TEUR 450. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit wurden zum Stichtag diverse Bankbürgschaften bei einem Kreditinstitut in Anspruch genommen. Diese stellen schwebende Geschäfte dar und gliedern sich wie folgt: Aval für die Erfüllung von Verträgen: TEUR 20. Aval für erhaltene Anzahlungen: TEUR 188. Aval für Erfüllung von Mietverträgen: TEUR 40. Bei den hier angegebenen Beträgen handelt es sich um Aval-Inanspruchnahmen, die nicht bereits durch im vorliegenden Jahresabschluss ausgewiesene Verbindlichkeiten erfasst sind. Risiken können sich dann ergeben, wenn Rückgriffsansprüche des Avalgebers entstehen sollten, Dies würde bei entsprechender Sachverhaltslage zu einer entsprechenden Verpflichtung der Gesellschaft führen. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Rechtsgeschäfte und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse sieht die Geschäftsführung eine Zahlungsverpflichtung nicht als wahrscheinlich an. Weitere außerbilanzielle Geschäfte wurden nicht getätigt. VIII. Anzahl der Arbeitnehmer Das Unternehmen beschäftigte 2019 im Durchschnitt 168 (Vj.: 159) Angestellte und 23 (Vj.: 21) gewerbliche Arbeitnehmer. IX. Organe der Gesellschaft Zu Geschäftsführern sind bestellt:
Herr Reinhard Bannasch ist alleinvertretungsberechtigt. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates der ehemaligen Lerbs AG waren bis zum 23. Oktober 2019 bestellt:
Die Amtszeit des Aufsichtsrates endete mit Eintragung der Verschmelzung der früheren Lerbs AG auf die heptus 321. GmbH, jetzt Lerbs GmbH, am 23. Oktober 2019. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf EUR 42.700,00. X. Nachtragsbericht Besondere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, die für die Beurteilung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag von Bedeutung sind, haben sich nicht ergeben. XI. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Lerbs GmbH wird in den Konzernabschluss der Rubix Holdings Limited, Knustford, Cheshire (eingetragen im Handels- und Firmenregister in England und Wales unter der Nummer 10485684) einbezogen. Gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses für die Lerbs GmbH in Anspruch genommen. XII. Sonstige Angaben Mit Beschluss der Hauptversammlung der ehemaligen Lerbs AG vom 13. Mai 2019 wurde der Bilanzgewinn 2018 in Höhe von TEUR 600 ausgeschüttet und im Übrigen in die Gewinnrücklagen eingestellt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuhr, 6. Februar 2020 Reinhard Banasch Kai-Uwe Meyer Marc Schötz Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019
LageberichtA. Grundlagen der Gesellschaft Die Lerbs GmbH versteht sich als kompetenter Partner für die professionelle Versorgung von Industrie, Behörden und Gewerbe. Von Arbeitsschutz über Schiffsausrüstungen bis zu den Werkzeugen beraten, schulen und vertreiben wir viele Markenprodukte national und international. Lerbs betreibt heute neben der Zentrale, in der auf 12.000 qm ca. 150.000 Artikel rund um die Betriebs- und Schiffsausrüstung lagern, sieben weitere Niederlassungen in Deutschland. Im letzten Quartal 2019 ist die Lerbs GmbH von der Rubix-Group übernommen worden. Im Zuge der Übernahme ist die ursprüngliche Lerbs AG 2019 auf eine Vorratsgesellschaft in der Rechtsform GmbH verschmolzen worden. Durch die Übernahme ergeben sich für die Zukunft vielfältig Synergien und Sortimentserweiterungen für die Lerbs GmbH. B. Wirtschaftsbericht • Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Lerbs GmbH konnte das 1. Halbjahr 2019 durchweg positiv abschließen. Zur Jahresmitte lag das Gesamtergebnis gut über Plan und mit knapp 13% über dem Vorjahr. Diesen Schwung konnten wir leider nicht mit in die 2. Jahreshälfte nehmen. Insbesondere die beiden letzten Monate des Berichtsjahres sind regelrecht "abgeschmiert". Getrieben von schlechten Nachrichten aus dem Umfeld der Automobilindustrie und deren Zulieferer, ist es auch zu spürbaren Rückgängen, teilweise zu kompletten Bestellstopps in unserer Kundschaft gekommen. Praktisch über Nacht hatte ein Großkunde Kurzarbeit für seine Belegschaft angekündigt und die Bestelltätigkeit gänzlich eingestellt. Zum Jahresende konnten wir die Umsatzerlöse trotz der widrigen Umstände leicht über der Planung halten und insgesamt um über 5% zum Vorjahr steigern. Eine herausragende Stellung bei der Entwicklung hat dabei unser Standort in Emden einnehmen können. Durch die gute Auftragslage einer großen Werft im Einzugsgebiet unserer Niederlassung, konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 67% gesteigert werden. Eine ähnlich positive Entwicklung hat auch unser Servicebereich gezeigt. Der im Vorjahr ins Berichtsjahr verschobene Großauftrag einer Reederei hat unserem Bereich Schifffahrt und Export auch deutlich positive Zahlen beschert. Umsatz und Rohgewinn wurden in diesem Vertriebsbereich um über 17% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. • Personal Die Lerbs GmbH beschäftigte im Berichtsjahr 2019 im Durchschnitt 168 Angestellte (Vorjahr: 159) und 23 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 21) im Haupthaus und seinen Niederlassungen. Ertragslage • Umsatz Der Gesamtumsatz der Gesellschaft ist durch die vorgenannten Effekte von 65,8 Mio. € im Vorjahr auf 69,5 Mio. € im Berichtsjahr gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,7 Mio. € oder 5,7 %. • Ergebnis Das Ebit beträgt 1.167 TEUR und liegt um 1.269 TEUR unter dem Ergebnis des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich der zusätzliche Personalaufwand, außerordentlicher Aufwand aus der Wertberichtigung einer Beteiligung sowie der entstandene Aufwand aus einer veränderten Bewertung der Warenbestände im Rahmen des Erwerbs der Lerbs GmbH durch die Rubix GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um 350 TEUR (8,5%) im Vergleich zum Vorjahr an. Die zusätzliche Personalaufwand resultiert größtenteils aus der Tariferhöhung im Geschäftsjahr. Diese sind ca. 875 TEUR gestiegen und betragen insgesamt 10,8 Mio. €. Durch den gleichzeitigen Umsatzzuwachs ergibt sich eine Personalkostenquote von ca. 15,5 %. Der Jahresüberschuss in 2019 beträgt 72 TEUR (Vorjahr: 1.437 TEUR). Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 3.969 TEUR und liegt somit um 1.892 TEUR über dem Cashflow des Vorjahres. Der Cashflow aus der zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug 2019 1.943 TEUR (Vorjahr: 1.152 TEUR). Vermögenslage Durch den geringeren Jahresüberschuss hat sich das Eigenkapital auf 5.655 TEUR verringert. Ein weiterer Grund für den Rückgang des Eigenkapitals ist die Herabsetzung des Gezeichneten Kapitals im Rahmen der Änderung der Gesellschaftsform sowie die Auflösung der Gewinnrücklagen. Zusammenfassung Die positive Entwicklung aus dem operativen Geschäft schlägt sich nicht unmittelbar positiv auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft nieder. C. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. D. Prognosebericht Sichtlich schwer haben sich unsere Verkaufsbereiche mit der Vertriebsplanung für das Geschäftsjahr 2020 getan. Konjunkturelle Dellen der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung, die Flüchtlingskrise im Euroraum, die anhaltende Flaute auf dem Stahlmarkt und die immer noch nicht absehbaren Folgen des VW-Abgasskandals tragen nicht unbedingt zu einer euphorischen Stimmung bei unseren Kunden und somit zu einer Bereitschaft dieser bei den Investitionen bei. Die Lerbs GmbH setzt jedoch große Hoffnungen in Umsatzwachstum durch den Anschluss an die Rubix-Group. Wir rechnen für 2020 mit einem Umsatzzuwachs gegenüber 2019 von ca. 5,7 Mio. EUR bzw. ca. 8,2 %. Bei der-Personalkostenquote rechnen wir mit einem Wert von 15,6 %. Für das Ebit rechnen wir mit einer Steigerung auf 3.404 TEUR, beim Cashflow erwarten wir einen leichten Rückgang auf 1.310 TEUR. Durch die erhebliche Erweiterung des Produktportfolios erhoffen wir uns einen Ausbau der Umsätze und Erträge bei unseren Kunden und die Gewinnung von neuen Kundenverbindung bei diesem breiten Angebotsspektrum. Die Verbindung der Unternehmen Lerbs und Rubix lässt uns zu einem Vollversorger im Bereich der MRO Versorgung werden. Mit weiter ausgebauten Prüf-, Service- und Reparaturleistungen runden wir unsere Angebotspalette ab. Im ersten Quartal 2020 wollen wir mit beiden Unternehmen noch weiter zusammenwachsen und uns kennenlernen. Insgesamt werden jedoch beide Unternehmen von den gegenseitigen Stärken profitieren. Beide Unternehmen sind jedoch auch stark abhängig von der derzeitigen Konjunktur. Brexit, Handelsabkommen China - USA, Coronavirus, Syrien - Krieg sind alles Themen, die erheblichen Einfluss auf die weltweite wirtschaftliche Konjunktur haben können. Negative Entwicklungen schlagen hier auch schnell auf unser Unternehmen durch. Die Finanzierung der Lerbs GmbH wird durch gewöhnliche Bankdarlehen gewährleistet. Wir rechnen für 2020 mit einer zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelbestands und damit mit einem Cashflow von ca. -288 TEUR. E. Chancen- und Risikobericht zur künftigen Entwicklung Im Wesentlichen schätzen wir die Risikosituation der Lerbs GmbH für 2020 wie Anfang 2019 unverändert ein. Durch die neu dazugekommenen Tochterunternehmen (2019: Einbringung des Betriebs der B.W.L. Handels GmbH & Co. KG in die B.W.L. Handels GmbH) und die Übernahme und Einbindung in die Rubix - Gruppe sehen wir aber die Chance, signifikant zu wachsen und Größeneffekte zu nutzen. Relevante Geschäftsrisiken ergeben sich weiterhin im Bereich der neuen Vertriebswege und des Wettbewerbs über das Internet- und Onlinegeschäfts. Hier ist es unser Ziel unsere Position, durch Kundenbindungen und einen Service über das Beschaffen von Ware hinaus, insbesondere durch eigene elektronische Anbindungen an unseren Shop sowie unsere IT sowie durch individuelle Logistiklösungen, zu stärken. Zentrales Werkzeug zur Risikoerkennung ist bei der Lerbs GmbH die enge Zusammenarbeit von Planung, Controlling und Rechnungswesen. Die Jahresplanung, inklusive Erfolgs-, Bilanz- und Cash-Flow-Planung, würde bereits erste Risiken erkennbar machen. Unterjährig arbeitet die Gesellschaft mit Erfolgsrechnungen, Warenbestandsüberprüfungen und Cash-Flow-Betrachtungen im Plan-Ist-Vergleich sowie im Forecast. Auftretende Abweichungen werden hierdurch lokalisiert, ihr Risiko eingeschätzt und notwendige Gegenmaßnahmen eingeleitet. Den größten Einfluss auf die Entwicklung der Lerbs AGmbH hat nach wie vor die allgemeine konjunkturelle Entwicklung. Kurz- und mittelfristig sind die volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Einflüsse auf die Gesellschaft als überwiegend positiv einzuschätzen. Zusätzlich zu den vom Einkaufsverband herausgebrachten Katalogen, nutzt die Lerbs GmbH eigene Verkaufsaktionen um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen auszubauen. Darüber hinaus arbeitet die Lerbs GmbH mit weiteren Lieferanten zusammen, damit wir unseren Kunden auch Alternativen und Innovationen am Markt anbieten können. Durch das horizontal stark diversifizierte Produktangebot der Gesellschaft hätten, nach Einschätzung der Geschäftsleitung, partiell auftretende signifikante Beschaffungspreisschwankungen oder Beschaffungsengpässe bei einzelnen Artikeln ungeachtet einer niedrig einzustufenden Eintrittswahrscheinlichkeit keinen wesentlichen Einfluss auf die mittelfristige Leistungs- und Ertragsfähigkeit der Gesellschaft (Preisänderungsrisiko). Die Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden permanent beobachtet. Relevante Veränderungen werden dadurch erkannt, ihr Risiko eingeschätzt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Im Geschäftsfeld der Schiffs- und Industrieausrüstung herrscht ein intensiver Wettbewerb. Viele Unternehmen der Branche sind durch die Substituierbarkeit ihrer Produkte nicht fähig, sich von Marktbegleitern abzugrenzen. Dem hieraus entstehenden Margendruck entgegnet die Lerbs GmbH mit gezielten Strategien, unter anderem durch eine konsequent umgesetzte Serviceorientierung und eine hohe Flexibilität in der Produktgestaltung. Eventuell auftretende Risiken sind, soweit bilanzierungsfähig, in den Rückstellungen der Gesellschaft berücksichtigt. Die Lerbs GmbH verfügt über ein Forderungsmanagement. Bis Dezember 2019 ergaben sich keine nennenswerte Forderungsausfälle oder Zahlungsverzögerungen. Existenzbedrohende Ausfallrisiken werden durch eine Kreditversicherung abgedeckt.
Stuhr, 6. Februar 2020 Reinhard Banasch Kai-Uwe Meyer Marc Schötz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lerbs GmbH: Vermerk über die Prüfung des JahresabschlussesPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lerbs GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lerbs GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft. Nach unserer Prüfung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 19.02.2020 ECENTIS GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gerold Heinen, Wirtschaftsprüfer Arne Oetting, Wirtschaftsprüfer Anlage zur Veröffentlichung 2019 der Lerbs GmbH 1) Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2019 wurde am 25.03.2020 festgestellt 2) Für Offenlegungszwecke wurde die Gewinn- und Verlustrechnung gekürzt. 3) Hinweis gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 HGB Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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