Kalzip GmbH
August-Horch-Straße 20, 56070 Koblenz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrew Leach seit 26.1.2022 | Geschäftsführer |
Christoph Heinrich Schmidt seit 24.5.2019 | Prokura |
Volker Sauerbrei seit 28.2.2019 | Prokura |
Thorsten Horst Klein seit 28.2.2019 | Prokura |
Mario Hecker seit 28.7.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Tremco CPG Netherlands B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kalzip GmbHKoblenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Informationen zur Gesellschaft Die Kalzip GmbH produziert und vertreibt Aluminium-Produkte für Dach- und Fassadenverkleidungen. Bedient werden Unternehmen in der Baubranche in Deutschland, Europa, aber auch in Nord- und Mittelamerika sowie in Asien. Die Kalzip GmbH mit ihren europäischen und weltweiten Vertriebsorganisationen ist ein Markteilnehmer für hochwertige Aluminiumlösungen insbesondere für Stadien, Sporthallen, Verkehrsbauten, Industriebauten, Gewerbebauten und Wohnquartiere, hauptsächlich in Deutschland, UK und Westeuropa sowie in Nordamerika. Zum Bilanzstichtag ist die Kalzip GmbH eine Konzerngesellschaft der Mutares SE & Co. KGaA, München (im Folgenden: Mutares). Zusammen mit der alleinigen Gesellschafterin, Donges SteelTec GmbH, den Kalzip Tochterunternehmen Kalzip Ltd, Haydock (UK), Kalzip India Private Ltd., Haryana (Indien), Kalzip Spain S.L., Madrid (Spanien), Kalzip Asia PTE Ltd., Singapur, Kalzip France S.A.S., Magny-le-Hongre (Frankreich), Kalzip Inc., Valparaiso (USA), Kalzip FZE, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) und der Smart Curtain Wall S.A. (früher Permasteelisa España S.A.) wird die Gesellschaft als Donges Group organisatorisch im Segment Engineering & Technology bei der Mutares geführt. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Lage des Unternehmens Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Wesentliche Märkte, neben Deutschland, sind Europa, UK und Nordamerika. Im Hochbau zeigte sich das Geschäftsklima in Deutschland im Jahr 2023 weiter abgeschwächt, nachdem bereits ab März 2022 Unsicherheiten bedingt durch den Krieg in der Ukraine auftraten. Ebenso wurde die Geschäftslage in 2023 schlechter eingeschätzt als in den Jahren davor (ifo - konjunkturperspektiven 01 2024). Das Bauvolumen in den 15 westeuropäischen Euroconstruct-Mitgliedstaaten verringerte sich in 2023 um 1,5 %, nachdem in den Vorjahren ein solides Wachstum von 5,6 % in 2021 und 2,5 % in 2022 zu verzeichnen war. Für 2024 wurde ein weiterer Rückgang des Bauvolumens von -2,0 % realisiert. Dieser wird in 2025 auch nur durch ein schwaches Wachstum von 0,1 % abgelöst. 2. Geschäftsverlauf der Kalzip GmbH Absatz Im Geschäftsjahr betrug das Verkaufsvolumen (Aluminium und Stahlprodukte) 5,1 kt (im Vorjahr: 4,4 kt). Der Umsatz von m€ 63,3 (Vorjahr: m€ 53,9) teilt sich wie folgt auf:
Der Umsatz des Vorjahres konnte im Jahr 2023 auf m€ 63,3 gesteigert werden. Die Steigerung wurde im Wesentlichen auf den Exportmärkten erzielt. Im Export konnten insbesondere die Umsätze in UK gesteigert werden. Hier trugen die Projekte Hinkley Point C Power Station und Eastbrook Film Studio den größten Umsatzanteil. Weitere Wesentliche Projekte waren der LAX Metro Connector (USA) und der Athen Hangar (Griechenland). Im Inland war das wesentlichste Projekt die WDL-Luftschiffhalle am Flughafen Mülheim/Essen. Beschaffung und Produktion Die Beschaffung der wichtigsten Rohstoffe (Aluminium-Coils) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit externen Lieferanten sichergestellt. Wesentliche Handelswaren und Zubehörprodukte wurden ebenfalls über externe Lieferanten eingekauft. Die Produktionskapazitäten im Geschäftsjahr 2023 waren aufgrund fehlenden externen Absatzes nicht voll ausgelastet. Durch das präventive Wartungsmanagement kam es zu keinen signifikanten ungeplanten Maschinenstillständen. Geschäftsergebnis Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.378 erzielt. Im vorangegangenen Geschäftsjahr betrug der Jahresüberschuss T€ 485. Investition und Finanzierung Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf T€ 310. Wesentliche Investitionen waren der Kauf diverser gebrauchter mobiler Maschinen im Wert von T€ 54 und einer Tafelschere für T€ 65 sowie die Überholung von diversen Rollformer- und Biegemaschinen für T€ 91. Forschung - und Entwicklung Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Personalbereich Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl inklusive der Auszubildenden (nach Köpfen) im Geschäftsjahr 2023 betrug 108 (Vorjahr: 102) Mitarbeiter. Pflicht- und Angebotsuntersuchungen werden durch einen Werksarzt durchgeführt. Mehrere Sicherheitsbeauftragte sind bestellt und bei der Berufsgenossenschaft geschult worden. Eine wichtige Kennzahl für Arbeitssicherheit ist LTI (Loss Time Injury). Hierunter ist die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen bei eigenen Mitarbeitern und bei Mitarbeitern von Fremdfirmen zu verstehen. Im Geschäftsjahr 2023 gab es einen LTI. Damit wurde der Planwert von Null leider nicht erreicht. Seitdem verzeichnete die Gesellschaft bis zur Aufstellung des Abschlusses keinen weiteren LTI. Weitere Kennzahlen wie Mitarbeiteranzahl, Arbeitsstunden, Trainingsstunden etc. werden monatlich in verschiedenen Berichten gemeldet. Die Mitarbeiter haben an Schulungs- und Ausbildungsprogrammen teilgenommen. Insbesondere wurde den veränderten Kunden-, Markt- und Rechtsanforderungen Rechnung getragen. Umweltfragen Es bestehen keine unternehmensspezifischen Umweltanforderungen bzw. -fragen. Lage des Unternehmens Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 konnte die Gesellschaft ihre Position weiter ausbauen. Die Umsatzerlöse lagen mit m€ 63,3 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (m€ 53,9) und erreichten damit den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Die Steigerung der Umsatzerlöse wurde durch die Erhöhung der Materialpreise und sonstiger Kosten teilweise aufgezehrt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte auf T€ 3.277 (Vorjahr: T€ 1.169) und das Jahresergebnis auf T€ 2.378 gesteigert werden (Vorjahr: T€ 485). 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 25.624 (Vorjahr: T€ 28.569). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist besonders durch die Finanzanlagen aufgrund des Erwerbs der Smart Curtain Wall S.A., Madrid (Spanien) in 2021 gekennzeichnet. In 2023 zeigten die Anteile an verbundenen Unternehmen keine Veränderung und beliefen sich auf T€ 4.963. Der Wert der Vorräte (ohne Verpackungsmaterial) ist zum 31. Dezember 2023 auf T€ 7.055 im Vergleich zu T€ 8.725 zum 31. Dezember 2022 gesunken. Der physische Bestand an Metallprodukten (Rohstoffe und Fertige Erzeugnisse) lag mit 1,5 kt leicht unter dem Vorjahresniveau von 1,6 kt. Der wesentliche Effekt des Wertrückgangs der gesamten Vorräte basiert auf gesunkenen Einkaufspreisen in 2023. Der Wert pro Tonne des im Bestand befindlichen Coilmaterials sank von 4,60 €/t in 2022 auf 4,05 €/t in 2023. Damit lag er immer noch über dem Wert von 2021 von 3,47 €/t. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 20 % auf T€ 5.303 (Vorjahr: T€ 6.628) resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Umsätzen im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2023 (m€ 12,1) im Vergleich zum Vorjahr (m€ 16,0) sowie kunden- und projektspezifischen Zahlungsbedingungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich leicht auf T€ 2.080 (Vorjahr: T€ 1.485). Grund hierfür waren höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1.372 (Vorjahr: T€ 163) mit der Kalzip Ltd. Der Betrag der Sonstigen Vermögensgegenstände lag mit T€ 750 über dem Vorjahreswert von T€ 452, insbesondere durch gestiegene Einfuhrumsatzsteuerforderungen für Lieferungen nach UK. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von T€ 2.545 lagen um 16 % unter dem Vorjahreswert von T€ 3.025. Dies war getrieben durch geringere Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit ausländischen Lieferanten auf Grund geringerer Einkäufe im letzten Quartal 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.975 (Vorjahr: T€ 8.762) enthalten Darlehensverbindlichkeiten von T€ 3.350 (Vorjahr: T€ 7.839).
Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich leicht auf T€ 362 vom Vorjahreswert T€ 539 durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Mietkäufen für Stapler. Das Working Capital von T€ 6.675 lag damit erneut deutlich über dem Vorjahreswert von T€ 4.379, im Wesentlichen getrieben durch den Abbau von Verbindlichkeiten.
4. Finanzlage Der Zahlungsmittelbestand bei Banken hat sich von T€ 281 im Vorjahr auf T€ 1.997 zum 31. Dezember 2023 erhöht. Die Gesellschaft verfügt über keinen eigenen Kreditrahmen von Banken. Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs ist somit wesentlich von der Erzielung positiver Cashflows sowie alternativen Finanzierungsquellen in Form von Darlehen auch innerhalb der Donges-Gruppe abhängig. Die im Jahr 2021 sowie 2022 zur Finanzierung der Gesellschaft aufgenommenen Darlehen wurden im Jahr 2023 um m€ 4,5 reduziert. Das maximale Gesamtvolumen des Darlehens beläuft sich Ende 2023 auf m€ 3,4. 5. Ertragslage Das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.378 (Vorjahr: T€ 485) ab. Die Bruttomarge (Umsatzerlöse zuzüglich Veränderung des Bestandes und abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag im Geschäftsjahr mit 42,3 % leicht über der Vergleichsmarge des Vorjahres von 41,8 %. Dies ist insbesondere begründet in den gesunkenen Beschaffungspreisen. Der Personalaufwand stieg um 8 % auf T€ 9.787 (Vorjahr: T€ 9.066) insbesondere durch eine höhere Anzahl an Mitarbeitern. Das Verhältnis zu den Umsatzerlösen verringerte sich von 16,8 % im Vorjahr auf 15,4 % im Berichtsjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von insgesamt T€ 567 (Vorjahr: T€ 525) entsprechen in etwa 0,9 % der Umsatzerlöse; dieser Anteil liegt damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 13.862 liegen 12 % über den Aufwendungen im Vorjahr von T€ 12.393. Wesentliche Veränderungen darin waren:
Das EBIT lag mit T€ 3.277 (Vorjahr: T€ 1.169) im positiven Bereich und deutlich über Vorjahr. Das Finanzergebnis von T€ -651 (Vorjahr: T€ -678) beinhaltet Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 243 (Vorjahr: T€ 250). 6. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichsten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von m€ 63,3 (Vorjahr: m€ 53,9). Der Inlandsumsatz betrug m€ 17,6 (Vorjahr: m€ 19,1). Im Exportumsatz von m€ 45,8 (Vorjahr: m€ 34,8) waren Exporte ins Vereinigte Königreich (m€ 19,1, Vorjahr: m€ 13,9) führend, gefolgt von Frankreich (m€ 4,5, Vorjahr: m€ 3,9) und den Vereinigten Staaten von Amerika (m€ 4,0, Vorjahr: m€ 2,4). Der Jahresplan in Höhe von m€ 55,4 konnte insbesondere durch gestiegene Umsätze in den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Vereinigten Königreich deutlich übertroffen werden. Der Jahresüberschuss konnte mit m€ 2,4 in 2023 gegenüber dem Jahresüberschuss mit m€ 0,5 im Vorjahr gesteigert werden. Der geplante Jahresüberschuss von m€ 1,1 konnte damit deutlich übertroffen werden. Eine weitere wichtige Unternehmenskennzahl ist der Auftragsbestand. Der Auftragsbestand per Ende Dezember 2023 betrug m€ 26,8 und lag damit deutlich unter dem Bestand vom Dezember 2022 in Höhe von m€ 33,1. Der Rückgang von m€ 6,3 ist bedingt durch einen niedrigeren Auftragsbestand im Vereinigten Königreich von m€ 8,8 (Vorjahr: m€ 17,9), in Nordamerika von m€ 0,7 (Vorjahr: m€ 3,3) und in Frankreich von m€ 0,9 (Vorjahr: m€ 2,6). C. Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung I. Voraussichtliche Entwicklung Im Geschäftsjahr 2024 ging der Umsatz auf m€ 55,0 zurück, entspricht aber dem Planwert. Insbesondere die Umsätze in den Märkten UK und Nordamerika waren in 2023 durch größere Einzelprojekte gestärkt, die in 2024 nicht erzielt wurden. Die Umsätze in Deutschland konnten jedoch gesteigert werden. Als vorläufiger Jahresüberschuss 2024 wurden m€ 2,9 erwirtschaftet. Darin enthalten war die Dividendenausschüttung der Kalzip FZE in Höhe von m€ 1,0. Der Jahresüberschuss liegt über dem Planwert von m€ 1,6. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wurde bei den Banken ein Kassenbestand von m€ 2,2 verzeichnet, der sich von m€ 2,0 zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erhöht hat. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft leicht steigende Umsatzerlöse von m€ 58 und einen Jahresüberschuss von m€ 0,9 auf Basis konstanter Projektmargen, steigenden Personalaufwands und stabiler sonstiger Aufwendungen. Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit hat die Gesellschaft in 2021 und 2022 verschiedene Darlehensverträge über ein Volumen von insgesamt m€ 7,8 abgeschlossen. Dazu wurden Darlehen von der Donges SteelTec GmbH über m€ 5,7, von der Smart Curtain Wall S.A. über m€ 1,6 und der Kalzip FZE über m€ 0,5 aufgenommen. Bis Juni 2025 konnten die Darlehensbeträge mit der Donges SteelTec GmbH und der Smart Curtain Wall S.A. komplett getilgt werden. Zur Rückzahlung der Darlehen und zur Finanzierung des Working Capital in der Gesellschaft und der Donges-Gruppe wurden im Jahr 2024 eine Dividendenausschüttung der Kalzip FZE in Höhe von m€ 1,0 vorgenommen und Darlehen über m€ 2,3 (mUSD 2,5) von der Kalzip FZE aufgenommen. Ein wesentlicher Teil des Darlehens von ca. mUSD 2,0 wird in 2025 mit einer erwarteten Dividendenausschüttung verrechnet. Vom Gesamtbetrag wurden bis Mai 2025 m€ 2,5 an die Donges SteelTec GmbH und m€ 1,45m an die Smart Curtain Wall als Darlehen gewährt. Die Geschäftsführung der Kalzip GmbH geht weiterhin davon aus, eine ausreichende Liquiditätsausstattung für die Jahre 2025 und 2026 aufrechterhalten zu können und sieht die Unternehmensfortführung als überwiegend wahrscheinlich an. Im April 2024 wurde eine Patronatserklärung zu Gunsten der Smart Curtain Wall S.A. abgegeben. Diese läuft ab dem Datum der Unterzeichnung über 18 Monate (bis zum 16. Oktober 2025) und ist der Höhe nach auf m€ 1,5 begrenzt. Zur Absicherung erhielt die Kalzip GmbH eine Patronatserklärung der Donges SteelTec GmbH über den Betrag von m€ 2,37 mit einer Befristung bis zum 31. Dezember 2025. Die vorläufige Bilanz zum Ende des Geschäftsjahres 2024 zeigt ein positives Eigenkapital von m€ 2,0. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die momentane wirtschaftliche Situation in Deutschland und anderen wesentlichen Märkten der Gesellschaft zu einer Zunahme von Insolvenzen führen wird. Hier wird ein verschärftes Risikomanagement im Debitorenbereich durchgeführt. Umsätze, die nicht durch die Warenkreditversicherung gedeckt sind, werden gegen andere Sicherheiten wie Vorauskasse oder verkürzte Zahlungsbedingungen geliefert. Lieferengpässe sind bisher nicht aufgetreten und entsprechende Risiken sind durch alternative, freigegebene Lieferquellen minimiert. II. Wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancen und Erfolgspotentiale Das Baumarktforschungsinstitut EUROCONSTRUCT prognostiziert für die 15 westeuropäischen Euroconstruct-Mitgliedstaaten (EC-15) für die Jahre 2025 mit 0,1 %, 2026 mit 1,8 % und 2027 mit 2,2 % positive Veränderungen der Gesamtproduktion des Baugewerbes. Die Probleme der letzten Jahre (Zinswende, Inflation, Anstieg der Baukosten) werden den Hochbau weiterhin belasten. Dennoch bietet insbesondere der Nichtwohnungsbau in den Bereichen Bildungs-, Gesundheits- und Bürogebäude Wachstumschancen, auf die sich die Gesellschaft in ihrer Vertriebsstrategie konzentriert. Die Gesellschaft wird ihre Strategie im Wesentlichen auf vier Säulen aufbauen:
Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Risikomanagement ist ein essenzieller Bestandteil der Managementabläufe der Kalzip GmbH und ist weiterhin auch ein Teil des Berichtwesens. Der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine führt weiterhin zu höheren Beschaffungspreisen, die über höhere Verkaufspreise weitergegeben werden. In Russland und der Ukraine bestanden keine wesentlichen Auftragsverpflichtungen, so dass keine wesentlichen Umsatzeinbußen zu verzeichnen waren. Für die Jahre 2024 und 2025 liegen die Risiken in der unsicheren Marktentwicklung in Deutschland und Europa, die sich weiterhin in einer angespannten Preis- und Absatzlage widerspiegeln werden. Da diese Risiken auch für unsere Kunden gelten, stellen Insolvenzen unserer Kunden ein bedeutsames Risiko dar, welches insbesondere durch unsere Warenkreditversicherung minimiert wird. Dem Zahlungsausfallrisiko über das versicherbare Kreditlimit hinaus begegnet das Unternehmen durch intensive Kreditprüfungen und verstärkte Lieferungen gegen Sicherheiten wie Vorkasse, Bankgarantien und Akkreditive. Die Unternehmensführung ist sich darüber im Klaren, dass die zukünftige Entwicklung einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt ist. Darunter sehen wir im Einzelnen die Auswirkungen von Aktivitäten des Wettbewerbs sowie die weitere Entwicklung der Aluminiumpreise, die an der LME (London Metal Exchange) börslich notiert werden. Hierzu bestehen Hedging-Konzepte mit den wesentlichen Lieferanten, um die Risiken der Aluminium-Preis-Fluktuation zu reduzieren. Preiserhöhungen können oft nicht in Gänze und teilweise nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Zur Erfassung und zum Umgang mit unternehmerischen Risiken nutzt die Gesellschaft Kontroll- und Früherkennungssysteme. Die Risikosteuerung ist eine zentrale Aufgabe des Controllings. Im Rahmen einer zeitnahen, unterjährigen Berichterstattung informiert das Controlling die Geschäftsleitung über die Abweichung des eingetretenen vom prognostizierten Verlauf der Geschäfte unter Angabe der Risiken. Um eine zuverlässige Finanzberichterstattung und die zutreffende Erfassung von Transaktionen in der Buchhaltung sicherzustellen, bestehen Kontrollmechanismen, z.B. systemtechnische und manuelle Abstimmungen. Zur Vermeidung von Missbrauch wird auf eine systematische Trennung von Funktionen, die auch durch weitreichende Zugriffsregelungen im IT-System unterstützt wird, geachtet. Über die Finanzierungsnotwendigkeit durch die Donges-Gruppe hinausgehende bestandsgefährdende Risiken oder wesentliche Risiken, die sich nachteilig auf die zukünftige Finanz-, Vermögens- und Ertragslage auswirken, sind derzeit nicht erkennbar.
Koblenz, den 10. Juli 2025 Andrew Leach, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Koblenz unter der Handelsregisternummer HRB 3868 registriert. Die Kalzip GmbH, Koblenz, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Kalzip GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. "Davon"-Angaben erfolgen - soweit zulässig - teilweise im Anhang. II. Angaben zu den Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag aktivierte immaterielle Vermögengenstände werden über 3 bis 15 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Mietereinbauten werden über eine Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der linearen und geometrisch-degressiven Methode. Maschinen und maschinelle Neuanlagen werden über 7 - 15 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 2 - 10 Jahre abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Sofern die Gründe für eine in der Vergangenheit vorgenommene Wertminderung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der historischen Anschaffungskosten vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus eingeschränkter Verwertbarkeit und Alter der Vorräte ergeben, sind entsprechende spezifische Wertabschläge vorgenommen worden. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand der FIFO-Methode. Auf Grund starker Schwankungen an der Rohstoffbörse London Metal Exchange (LME) sowie an den Devisenmärkten kann am Bilanzstichtag der Börsen- bzw. Marktwert unterhalb der FIFO-Werte liegen. Eine Abwertung auf den niedrigeren Börsen- bzw. Marktwert aufgrund des strengen Niederstwertprinzips wird vorgenommen, sofern keine Tatsachen vorliegen, die eine entsprechende Abwertung nicht erfordern. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Fertigungslöhne und Fertigungsmaterial sowie Sonderkosten der Fertigung. Die Gemeinkosten enthalten Anteile für die betriebliche Altersversorgung, des Werteverzehrs des Anlagevermögens und der allgemeinen Verwaltung (Produktionsleitung, Qualitätsmanagement, Produktionsplanung, Personalbüro und Kantine). Fremdkapitalzinsen sind in den Gemeinkosten nicht enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von unverändert 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht besicherten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben ausgewiesen, die Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im vorliegenden Abschluss sind lediglich aktive Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivseite Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von unverändert 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,07 % (Vorjahr: 2,4 %) (bzw. 1,0 % für Zusagen mit garantierter Rentenanpassung nach ZVO II) zugrunde gelegt. Aufgrund der ratierlichen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen über 15 Jahre nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB sind Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 102) nicht in der Bilanz enthalten. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. 4. Latente Steuern Zwischen den Bilanzansätzen nach Handels- und Steuerrecht ergaben sich zum 31. Dezember 2023 gemäß HGB Unterschiede bei den Pensionsrückstellungen, aus denen insgesamt ein Aktivposten aus latenten Steuern resultiert. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2023 steuerliche Verlustvorträge. Der Steuersatz der Gesellschaft beträgt 30,53 %. Auf den Ansatz dieses steuerlichen Aktivpostens wurde nach HGB § 274 Abs. 1 Satz 2 verzichtet. 5. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" in den "Finanzanlagen" ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die durchgeführte Wertberichtigung an der Smart Curtain Wall S.A. (ehemals Permasteelisa España S.A.) in Höhe von T€ 800 wurde beibehalten. Angaben zu Anteilen an verbundenen Unternehmen:
2. Vorratsvermögen Es war wie im Vorjahr keine Niederstwertanpassung zum Bilanzstichtag notwendig. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 2.080 (Vorjahr: T€ 1.485) resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.505 (Vorjahr: T€ 712) sowie kurzfristigen Darlehen in Höhe von T€ 575 (Vorjahr: T€ 773). Gegen die Gesellschafterin bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen. 4. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von T€ 3.070 ist zu 100 % eingezahlt und zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital wurde um den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.378 erhöht. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 976 (Vorjahr: T€ 3.354). 5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen diesem und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt T€ 203 (Vorjahr: T€ 916) und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG zum 1. April 2010 ergibt sich weiterhin ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.535; dieser wurde im Berichtsjahr mit T€ 102 (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 102). Die Steuerrückstellungen zum 31. Dezember 2023 betreffen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbsteuer für den Veranlagungszeitraum 2023. Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten haben T€ 155 eine Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren; es gibt keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 3.975 (Vorjahr: T€ 8.762) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 625 (Vorjahr: T€ 923) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.350 (Vorjahr: T€ 7.839). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf geographische Märkte und Produkte stellt sich wie folgt dar:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 718 (Vorjahr: T€ 617) beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 128 (Vorjahr: T€ 105), aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr: T€ 38) sowie aus einer Erstattung im Zusammenhang mit dem gemieteten Gebäude in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 0). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Wechselkursgewinne in Höhe von T€ 423 (Vorjahr: T€ 359) enthalten. 3. Mitarbeiteranzahl Die nachstehende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr:
Die Gesellschaft beschäftigte zum 31. Dezember 2023 drei (Vorjahr: zwei) Auszubildenden. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 13.862 (Vorjahr: T€ 12.393) sind T€ 6.084 (Vorjahr: T€ 5.593) für bezogene Dienstleistungen und T€ 2.712 (Vorjahr: T€ 2.788) für Frachtkosten enthalten. Weiterhin beinhaltet diese Position Reise- und Kfz-Kosten in Höhe von T€ 495 (Vorjahr: T€ 413), Werbeaufwendungen in Höhe von T€ 666 (Vorjahr: T€ 379), Gewährleistungsaufwendungen in Höhe von T€ 1.132 (Vorjahr: T€ 436), Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von T€ 791 (Vorjahr: T€ 725) sowie Versicherungen in Höhe von T€ 206 (Vorjahr: T€ 247). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von T€ 379 (Vorjahr: T€ 633) aus der Währungsumrechnung. Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB Zuführungen zur Pensionsrückstellung von T€ 102 (Vorjahr: T€ 102) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 243 (Vorjahr: T€ 250). 6. Abschreibung auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr 2023 wurde auf die Beteiligung Smart Curtain Wall S.A. keine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. V. Sonstige Angaben 1. Derivative Finanzinstrumente Die Kalzip GmbH als international tätiges Unternehmen ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungsrisiken ausgesetzt. Ein aktives Währungsmanagement besteht momentan nicht. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften waren nicht zu bilanzieren. 2. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat eine Patronatserklärung zu Gunsten der Smart Curtain Wall S.A. abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen der Gesellschaft erfüllt werden, weshalb eine Inanspruchnahme als unwahrscheinlich angesehen wird. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet- und Leasingverträge betreffen das gemietete Produktions- und Verwaltungsgebäude in Koblenz, angemietete Büroräume für unsere Vertriebsniederlassungen in Gemmrigheim, Hamburg und München, den Fuhrpark sowie eine Datenleitung und eine Gefahrenmeldeanlage. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen einen Dienstleistungsvertrag für Werkschutz- und Ausbildungsdienstleistungen. 4. Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag Nach dem 31. Dezember 2023 hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben. 5. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet. 6. Mitglieder der Geschäftsführung
Der Geschäftsführer übt das Amt hauptberuflich aus. 7. Gesamtbezüge der Organe der Gesellschaft sowie gewährte Vorschüsse und Kredite Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge (§ 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB) wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für den ehemaligen Geschäftsführer Dr. Jörg Schwall besteht eine Pensionszusage. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 ihren Organen weder Vorschüsse noch Kredite gewährt oder ist zugunsten dieser Personen Haftungsverhältnisse eingegangen. 8. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die Donges SteelTec GmbH, Darmstadt. Die Kalzip GmbH wird in den Konzernabschluss der Mutares SE & Co. KGaA, München, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister. 9. Marktunübliche Geschäfte Im Geschäftsjahr sind keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen/Unternehmen zustande gekommen. 10. Pillar II Im März 2022 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Leitlinien zu der globalen Mindeststeuer von 15 %, die als zweite "Säule" (Pillar II) eines Projekts zur Bewältigung der steuerlichen Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft vereinbart wurden. Diese Leitlinien erläutern die Anwendung und Funktionsweise der Globalen (Anti-) Gewinnkürzungs- und Gewinnverlagerungsvorschriften (GloBE). Diese Regeln sehen ein koordiniertes System vor, das sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen und große inländische Gruppen mit einem Umsatz von mehr als Mio. € 750 in jedem Rechtskreis, in dem sie tätig sind, eine Steuer von mindestens 15 % auf die dort erzielten Einkünfte zahlen. Die deutsche Bundesregierung hat das Gesetz zur steuerrechtlichen Umsetzung der globalen effektiven Mindestbesteuerung in Deutschland (Mindeststeuergesetz - MinStG) verabschiedet und veröffentlicht. Das Gesetz ist auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anzuwenden. Das Mindestbesteuerungsregime betrifft grundsätzlich multinationale und große inländische Gruppen, die in mindestens zwei der vier vorangehenden Geschäftsjahre einen konsolidierten Jahresumsatz von mindestens Mio. € 750 erzielt haben, und bei denen entweder die (oberste) Muttergesellschaft oder eine ihrer Geschäftseinheiten in einem EU-Mitgliedsstaat ansässig ist. Die mutares-Gruppe bzw. die Kalzip GmbH fällt gemäß den o.g. Kriterien damit grundsätzlich in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes. Dementsprechend wurde auf Gruppenebene ein entsprechendes Reportingsystem aufgebaut. Im Rahmen des zentral aufgebauten Reportingsystems erfüllt die Kalzip GmbH nicht die Kriterien für eine individuelle Berichterstattung. 11. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurde mit dem vorhandenen Verlustvortrag verrechnet.
Koblenz, den 10. Juli 2025 Andrew Leach, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kalzip GmbH, Koblenz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kalzip GmbH, Koblenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kalzip GmbH, Koblenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 10. Juli 2025 Deloitte
GmbH
Dieter Peppekus, Wirtschaftsprüfer Robert Schneefeld, Wirtschaftsprüfer |
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