Herstellung von Türen und Fenstern aus Holz
mimatic GmbH
Westendstraße 3, 87488 Betzigau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Armin Ledermann seit 24.1.2022 | Prokura |
Andreas Simon seit 22.9.2021 | Geschäftsführer |
Horst Leidner seit 12.2.2003 | Geschäftsführer |
Theo A. J. Stokman seit 12.2.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MERIPRO B. V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mimatic GmbHBetzigauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Zweigniederlassungsbericht IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellDie 1974 gegründete mimatic GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionswerkzeuge, die in der Metall- und Holzindustrie zum Einsatz kommen. Das Leistungsspektrum umfasst sowohl Standardwerkzeuge als auch kundenspezifische Sonderlösungen. Aufgrund der Kombination von Maschinenkomponenten, Spanntechnik als auch Zerspanungswerkzeuge, nimmt das Unternehmen eine Sonderstellung innerhalb der Branche ein. Über ein bundesweit flächendeckendes Servicenetz mit Kooperationspartnern bieten wir unsere Dienstleistungen an und entwickeln anwendungsspezifische Lösungen. Das gesamte Produkt- und Leistungsspektrum sichert unseren Kunden dauerhaft Wettbewerbsvorteile. Wir verfügen über Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in den USA und China. 2. Forschung und EntwicklungDie mimatic GmbH hat unter dem Produktnamen "eltimon" ein sensorbasiertes, elektronisches Überwachungssystem für angetriebene Werkzeuge entwickelt. Die Messdaten werden im eltimon-Modul analysiert und lokal gespeichert. Zusätzlich steht eine eltimon-Cloud zur Verfügung, die dem Anwender ein übergeordnetes Werkzeugdatenmanagement mit Serviceplanung ermöglicht. Mit eltimon leistet die mimatic GmbH ihren Beitrag zu Industrie 4.0 mit der eigenen Produktpalette. Im Jahr 2022 wurde von der mimatic GmbH eine Gateway-Lösung für die vollautomatische Datenübertragung entwickelt. Für die Kunden ergibt sich daraus der Vorteil einer Plug-and-Play-Installation sowie der mannlose Datentransfer für mehrere Maschinen. Die mimatic GmbH hat im Berichtszeitraum das bestehende Standardprogramm weiterentwickelt. Der im Vorjahr entwickelte intelligente Produktfinder ist die Basis für den im Jahr 2024 geplanten Webshop. Das Entwicklungsprojekt "PTI" (Polygonal Turning Interface) wurde im Vorjahr mit drei Partnern wieder neu aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen neue Revolverschnittstelle für CNC-Drehmaschinen, die einen schnellen Wechsel bei höchster Zerspanleistung und Genauigkeit gewährleistet. Hier hat die mimatic GmbH angetriebene Werkzeuge (AGW) entwickelt, die für ein automatisches Wechseln durch Roboter geeignet sind. In einem Forschungsprojekt, zusammen mit der RWTH Aachen, entwickelt die mimatic GmbH eine Sensorik, welche die Positionskontrolle und Spannkraft während des "mannlosen" Handlings der AGW überwacht. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1% etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8% geringer. In den USA (+2,5%) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5% das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8%. Im globalen Maschinenbau fiel angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6% gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60% der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34% der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen, mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8%) auf Oktober (85,9%) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. 2. Geschäftsverlauf und LageDie mimatic GmbH konnte im Berichtsjahr einen Anstieg im Auftragseingang von +5% erreichen (Vorjahr +10%). Der Umsatz stieg dadurch im Berichtsjahr um +2% (Vorjahr +9%). Das Geschäftsjahr startete mit einem niedrigen Auftragsbestand, der sich im Verlauf des Jahres deutlich erhöht hat. Im Inland stieg der Umsatz um +4% (Vorjahr +3%), die Auslandsumsätze stiegen um +16% (Vorjahr +6%). Im europäischen Ausland stiegen die Umsätze um +2% (Vorjahr +16%), das USA-Geschäft verzeichnete ein Anstieg um +3% (Vorjahr +9%). Der asiatische Raum legte im Berichtsjahr um +1% zu (Vorjahr +17%). Der Anstieg des Auftragseinganges im Berichtsjahr führte zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse. Der Rohertrag der mimatic GmbH lag im Jahr 2023 bei 11.256 TEUR. Die Tochtergesellschaft Zettl Mimatic Inc. in den USA konnte das Jahr 2023 erneut mit einem positiven Ergebnis abschließen. Die Tochtergesellschaft in China, Mimatic Tool Systems Shanghai konnte das Berichtsjahr ebenfalls wieder mit einem positiven Ergebnis abschließen. Die im Geschäftsjahr 2022 neu gegründete Tochtergesellschaft in China, Mimatic Tool Production Shanghai, mit dem Ziel, Werkzeuge vor Ort selbständig zu montieren und einen Werkzeugservice anzubieten, befindet sich noch in der Geschäftsstartphase und hat das Jahr 2023 nochmals mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. a) Ertragslage
Die Haupteinflussfaktoren lagen im Personalbereich durch personelle Erweiterungen sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen im tariflichen Rahmen als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, dort im Detail die Energiekosten, Messen und Reisekosten, Kfz- und Leasingkosten, Vertriebsaufwendungen als auch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. b) Finanzlage Im Geschäftsjahr wurden Investitionen von 205 TEUR für Software, Maschinen, Technische Anlagen, allgemeine Betriebs-/Geschäftsausstattung und Computeranlagen getätigt. Alle Investitionen wurden aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert. Auf eine Aktivierung für Entwicklung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird auch in diesem Jahr verzichtet, da eine verlässliche Unterscheidung von Forschungs- und Entwicklungskosten nicht eindeutig möglich ist. Die bilanzielle Eigenkapitalquote im Berichtsjahr liegt mit 55,8 %, wie in der Vergangenheit (Vorjahr 54,4%) auf einem guten Niveau. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf TEUR 52 (Vj. TEUR +1.175). Die Liquiditätsbasis kann als gesund bezeichnet werden. Die Erfüllung der fälligen Verbindlichkeiten war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gewährleistet. c) Vermögenslage
Die technischen Anlagen und Maschinen haben sich aufgrund der getätigten Investitionen und unter Berücksichtigung der angefallenen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 522 TEUR verringert. Die Lagerbestände der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren erhöhten sich um 484 TEUR (im Vorjahr Erhöhung um 61 TEUR). 3. Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus des Unternehmens auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen zur Wertschöpfung der Mitarbeiter, die Umsatzrendite und der Cashflow herangezogen. Die Gesamtleistung je Euro Personalkosten beträgt 1,94 EUR (im Vorjahr 1,97 EUR). 4. GesamtaussageDie Vermögens- und Finanzlage ist zufriedenstellend. Die Ertragslage war aufgrund der gestiegenen Aufwendungen und einer nicht vollständigen Möglichkeit der Weitergabe dieser in den Markt im Vergleich zum Vorjahr geringer aber immer noch leicht positiv. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, möglichst mit Skontoabzug, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch das Umlaufvermögen gedeckt. III. ZweigniederlassungsberichtDie mimatic GmbH verfügt neben dem Hauptsitz in Betzigau über keine weiteren Zweigniederlassungen in Deutschland. IV. PrognoseberichtDer Prognosebericht steht weiter unter dem Einfluss der Kriegssituation in der Ukraine, den damit verbundenen Sanktionen, der unsicheren Lage im Nahostkonflikt, der Wachstumsverlangsamung in China und dem nur langsam sinkenden Zinsniveau der EZB. Auch wenn die Auswirkungen auf die Energiemärkte wie auch die Inflationsrate sich deutlich verbessert haben, zeigt sich eine verhaltene Stimmung, welche sich lt. VDMA in einem rückläufigen Auftragseingang im Maschinenbau widerspiegelt. Auch bei der mimatic GmbH macht sich dies mit einem Rückgang im Auftragseingang von -16% bis September 2024 bemerkbar. Trotz weiterhin intensiver Bearbeitung unseres Absatzmarktes, den damit einhergehenden Aufwendungen, den Preissteigerungen bei der Materialbeschaffung und der nicht vollumfänglichen Möglichkeit einer Weitergabe der Kosten in den Markt, erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau, das Ergebnis für 2024 wird aber deutlich negativer ausfallen. Dies hängt auch damit zusammen, da das Unternehmen aufgrund des Rückgangs im Auftragseingang bisher noch auf Restrukturierungsmaßnahmen verzichtet hat. Ein neues Schleifzentrum wird im Jahr 2024 unsere Fertigung im Wertstrom Zerspanungswerkzeuge weiter rationalisieren und Kapazitäten erweitern. Weitere Neuinvestitionen werden in begrenztem Umfang getätigt. Die mimatic GmbH geht davon aus, dass der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit den Liquiditätsbedarf in 2024 nicht vollständig decken kann, da auch für die Umsetzung der strategischen Zielsetzungen und dem damit einhergehenden, erforderlichen Lageraufbau die Liquidität in Anspruch genommen werden wird. Die gesetzlichen Vertreter der mimatic GmbH gehen davon aus, dass die Umsatzzahlen auf Vorjahresniveau liegen werden. Gleichzeitig wird jedoch mit einem deutlich negativeren Ergebnis gerechnet, während der Gesellschafter weiterhin seine Unterstützung zusichert, damit die mimatic GmbH jederzeit Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Bei der Vermögens- und Finanzlage wie auch bei der Ertragslage wird eine deutlich negativere Entwicklung gegenüber dem Vorjahr erwartet. V. Chancen- und RisikoberichtChancen sieht die mimatic GmbH in der Inbetriebnahme des geplanten Webshops wie auch in einer produktgruppenbezogenen Änderung im Fertigungsbereich, welche beide zur Verbesserung der Ertragslage beitragen sollen. Risiken des zukünftigen Geschäftsverlaufs bestehen zum einen in der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung im Werkzeugmaschinenbau und der Automobilindustrie in Richtung e-Antriebe. Zum anderen sind auch die im Prognosebericht genannten Faktoren von Bedeutung. Auch muss auf die weltweiten Engpässe bei der Material- und Betriebsmittelversorgung hingewiesen werden. Die mimatic GmbH ist zwar aktuell nicht betroffen und hat auch Vorkehrungen durch erhöhte Bevorratung und erhöhte Vertragsmengen getroffen. Dennoch können mittel- bis langfristig Engpässe nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich der Energieversorgung hat das Unternehmen entsprechende Vorkehrungen getroffen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Durch permanente Analysen der VDMA-Zahlen sowie eigener Marktdaten sollen Veränderungen frühzeitig erkannt werden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Mit dem aktuellen Kennzahlensystem ist das Management in der Lage, die Entwicklung der Geschäftstätigkeit inkl. der Liquiditätsindikatoren auf wöchentlicher Basis zu analysieren und zu überwachen. Die Liquiditätsindikatoren werden täglich überwacht. Bedingt durch die Spezialisierung des Unternehmens in Nischenbereichen ist ein Preisverfall mittelfristig nicht zu erwarten. Risiken aufgrund von Kursschwankungen bestehen hinsichtlich der Geschäfte, die mit der amerikanischen Tochtergesellschaft Zettl Mimatic Inc. getätigt werden. Erforderliche Anpassungen des internen Währungsfaktors an den aktuellen Dollarkurs für die Geschäfte mit den USA werden bei Bedarf vorgenommen. Mit dem Vertriebspartner in USA wurden vertragliche Vereinbarungen getroffen, die eine hälftige Aufteilung des Währungsrisikos auf beide Vertragspartner vorsehen. Die beiden Tochtergesellschaften Zettl Mimatic Inc. in den USA wie auch die Mimatic Tool Systems Shanghai in China haben im Berichtsjahr 2023 einen Gewinn erzielt, dagegen hat die neu gegründete Tochtergesellschaft Mimatic Tool Production Shanghai in China im Berichtsjahr 2023 mit einem Verlust abgeschlossen. Forderungsausfälle bei Geschäften mit kritischen Ländern waren bisher vernachlässigbar. Obwohl der jeweilige Geschäftsumfang gering ist, werden die Risiken immer wieder neu bewertet und in bestimmten Fällen Absicherungen, wie zum Beispiel durch "cash against documents" oder Vorkasse, vorgesehen. Einige sensible Länder wurden von der Geschäftsleitung für Geschäftsbeziehungen gesperrt. Die mimatic GmbH beachtet die gesetzlichen Auflagen und Vorschriften des Umweltschutzes und setzt diese in vollem Umfang um. Die Risiken bei der Lagerung und der Entsorgung von Kühlschmierstoffen für die Produktionsmaschinen werden durch geeignete Maßnahmen und die Beauftragung eines zertifizierten Entsorgungsunternehmens minimiert. VI. Sonstige AngabenDie mimatic GmbH legt sehr großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften und auf den sorgsamen und schonenden Umgang mit Ressourcen. So wurde bereits vor mehr als 10 Jahren eine zentrale Geothermie-Anlage installiert, mit der die Werkhallen klimatisiert werden. Ein Bürogebäude wird mit Pellets beheizt. Für die Drucklufterzeugung sind energieeffiziente Kompressoren im Einsatz, die über ein Energiemanagementsystem gesteuert werden. Bei der Beleuchtung wird grundsätzlich LED-Technik eingesetzt. Im Fuhrpark ist ein E-Fahrzeug im Einsatz.
Betzigau, den 28. Oktober 2024 Die Geschäftsführer Horst Leidner Andreas Simon Theo A.J. Stokman BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie mimatic GmbH hat ihren Sitz in 87488 Betzigau, Westendstraße 3. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Kempten in der Abteilung B unter der Nr. 2532 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss ist gemäß § 244 HGB in Euro aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1 AnlagevermögenSelbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Berichtsjahr nicht aktiviert, da eine verlässliche Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten nicht möglich war. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- und/oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der jeweils steuerlich zulässigen Sätze nach der linearen Methode berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250 EUR - aber unter 1.000 EUR - betragen, werden nach § 253 Abs. 3 HGB i.V.m. § 6 Abs. 2a EStG im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und auf 5 Jahre abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 EUR werden dagegen nach § 253 Abs. 3 HGB i.V.m. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die unter der Position Finanzanlagen ausgewiesenen "Anteile an verbundenen Unternehmen" sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit dieser Wert über dem Wert liegt, der am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Gesellschaft ist alleiniger Anteilseigner an der "Zettl Mimatic, Inc." mit Sitz in Mundelein, USA. Nach dem vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt das Eigenkapital EUR 155.564,00 (USD 171.686,66), der Jahresüberschuss EUR 36.701,90 (USD 40.505,74). Im Jahr 2022 beträgt das Eigenkapital EUR 157.689,00 (USD 168.331,74), der Jahresüberschuss EUR 158.805,00 (USD 169.522,48). Des weiteren ist die Gesellschaft zu 100% an der im Jahr 2012 in Shanghai gegründete "Mimatic Tool Systems (Shanghai) Co., Ltd." beteiligt. Nach dem vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist diese Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von EUR - 147.353,00 (CNY -1.149.719,45) und einen Gewinn in Höhe von EUR 39.725,40 (CNY 309.957,95), im Vorjahr Gewinn von EUR 75.119,20 (CNY 555.137,76) aus. Mit Vertrag vom 12. Januar 2022 wurde die Mimatic Tool Production (Shanghai) Co., Ltd. gegründet, an der die Berichtsgesellschaft zu 65% beteiligt ist. Die ursprünglich zum 30. November 2022 fällige Einzahlung wurde im April 2023 geleistet. Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 448.102 (CNY 3.496.316,74) und einen Verlust in Höhe von EUR 55.582,50 (CNY 433.683,26), im Vorjahr einen Verlust von EUR 9.472,14 (CNY 70.000) aus. Die auf fremde Währung lautenden Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB und unter Beachtung von § 253 Abs.1 und 3 HGB angesetzt und bewertet. Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr zeigt folgender Anlagespiegel:
2.2 UmlaufvermögenDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte entsprechend dem Fertigungsgrad am Bilanzstichtag mit den Materialeinzelkosten, den anteiligen Materialgemeinkosten, den Fertigungslohnkosten sowie den anteiligen Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen neben den steuerlichen Mindestbestandteilen anteilige Verwaltungsgemeinkosten. Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert, im Bedarfsfall unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen, aktiviert. Forderungen in Fremdwährung wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 nicht angewendet. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von 37 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen und somit nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten bilanziert.. 2.3 Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung bzw. Beurteilung des Risikos oder der latenten Verbindlichkeit in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Von den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.714 (Vj. TEUR 4.972) haben TEUR 970 (Vj. TEUR 981) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Der durch Sicherungsübereignung des Anlagevermögens gesicherte Betrag der Verbindlichkeiten beläuft isch auf TEUR 1.052 (Vj. TEUR 1.384). Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassakurs am Bilanzstichtag angesetzt. 2.4 Verrechnung von Vermögensgegenständen und SchuldenGemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde der Anspruch aus einer Rückdeckungsversicherung, der dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient, mit dieser Pensionsrückstellung verrechnet. Bei der Bewertung wurde die Rückstellung gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt, da sich die Höhe der Rückstellung ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung bestimmt. Die Vorschriften des § 254 HGB über die Bildung von Bewertungseinheiten wurden beachtet. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt 86 TEUR. 3. Ergänzende AngabenDer Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt 20 TEUR. Die Forschungs- und Entwicklungskosten können nicht verlässlich voneinander unterschieden werden. In den "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 32 TEUR enthalten. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf 3,00 EUR. Dieser Betrag entfällt in voller Höhe auf die in der Vergangenheit vorgenommene Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Für den Ansatz von latenten Steuern wurde gemäß der Ansatzkonzeption des § 274 HGB die Gesamtdifferenzbetrachtung zugrunde gelegt. Aus der Gegenüberstellung von Handels- und Steuerbilanz und der Bewertung der temporären und quasi permanenten Differenzen ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, der gemäß dem Wahlrecht in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wurde. Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen bei den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Rückstellungen für Pensionen, die aktiven latenten Steuern auf Differenzen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 27,38%. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. 3.1 PatronatserklärungMit Schreiben vom 20. Januar 2023 hat sich der Gesellschafter, die MERIPRO B.V. sowie die MERIFIN CAPITAL B.V. verpflichtet dafür Sorge zu tragen, dass die mimatic GmbH finanziell und kapitalmäßig so ausgestattet wird, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihren gesamten Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen. Die Erklärung gilt bis zum 31. Dezember 2028 und ist der Höhe nach begrenzt auf 500.000 EUR. 3.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
3.3 Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende)
3.4 GeschäftsführungsorganeAls Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt: Herr Horst Leidner, Dipl. Ing. Herr Andreas Simon, Dipl. Betriebswirt Herr Theo A.J. Stokman Auf die Angabe der in § 285 Nr. 9 a) und b) HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand der Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs feststellen lassen. 3.5 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) wie folgt eingetreten: Der nicht unerhebliche Rückgang im Auftragseingang, wird, falls sich hier keine Besserung einstellt, Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage wie auch auf die Ertragslage der mimatic GmbH haben. 3.6 ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 9.586,96 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 5.693.318,74 auf neue Rechnung vorzutragen.
Betzigau, den 28. Oktober 2024 Die Geschäftsführer Horst Leidner Andreas Simon Theo A.J. Stokman sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die mimatic GmbH, Betzigau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mimatic GmbH, Betzigau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mimatic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten, den 28. Oktober 2024 asr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Tatjana Puscher, Wirtschaftsprüferin Matthew Kiskadden, Wirtschaftsprüfer |
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