Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 8699
Eingetragen
22.12.1980
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Handel mit Bekleidung, unter anderem unter der Marke "Liberty woman", die Gesellschaft darf auch andere Marken verwenden. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch die Geschäftsführung für Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen. Sie darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Michael Wolf
seit 17.4.2026
Geschäftsführer
Urs-Stefan Kinting
seit 26.1.2026
Geschäftsführer
Susanne Stegmann
seit 21.1.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
994.350 €
97.00%
Germany
30.750 €
3.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Liberty Damenmoden GmbH

Lübbecke

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis 31.08.2023

A. Grundlage der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Liberty Damenmoden GmbH (kurz: Liberty) ist ein deutscher Bekleidungsfilialist (Textileinzelhandelsunternehmen) für Damenoberbekleidung (DOB) im mittleren Preis- und Modegradsegment. Wir richten uns an Frauen ab 45 Jahren und gehören zu den semivertikalen DOB-Anbietern, die sich durch eine kontinuierliche Sortimentssteuerung mit neuen Artikeln, Farben und Dessins sowie kurze Bestell- und Lieferzyklen auszeichnen. Eine eigene Fertigung halten wir aber nicht vor, so dass wir dadurch die traditionellen und noch immer branchenüblichen Vor- und Nachorderzyklen vermeiden und somit schnell und flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren können. Liberty fertigt vornehmlich in Europa und kann dadurch die hohen Sozial- und Textilstandards einhalten.

Wir gehören zur Gruppe der Fast Follower, die Trends sukzessiv und an der Zielgruppe orientiert aufnehmen und damit die Gefahr, Modetrends falsch einzuschätzen, minimieren.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben wir unser Sortiment (Damenoberbekleidung sowie die passenden Accessoires) in 114 (Vj. 113) angemieteten Filialen, einem Outlet-Center und über einen eigenen Online-Shop vertrieben.

2. Steuerungssystem

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse sowie EBITDA heran. Das EBITDA stellt das ordentliche Periodenergebnis vor Zinsergebnis sowie Ertragsteuern dar. In der Analyse und Prognose dieser Kennzahlen werden Umsatz-, EBITDA- und sonstige Ergebnisänderungen von 0-5 % als leicht, 5-10 % als moderat und größer 10 % als deutlich oder stark bezeichnet.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen die Nachwirkungen aus der Corona-Pandemie, die verschärften Material- und Lieferengpässe, massive Preissteigerungen beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. Trotz dieser, nach wie vor schwierigen Bedingungen, konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2022 als sehr robust. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen deutlich um 1,3 % auf 45,6 Millionen Personen. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich im Gegenzug auf 2,54 Millionen Personen (Arbeitslosenquote: 5,3 %).

Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren verzeichnete unter allen erfassten Einzelhandelsbranchen den größten Umsatzzuwachs zum Vorjahr 2021, ein Plus von real 27,0 %. Trotz dieses starken Zuwachses konnte die Branche die coronabedingten Verluste der beiden Vorjahre nicht vollständig aufholen. Die Umsätze im Jahr 2022 lagen mit einem Minus von real 7,6 % noch immer deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019. Vor allem beim Versand- und Internethandel brachen die Umsätze ein. Inflationsbereinigt gingen die Einnahmen in 2022 um 8,1 % zurück. Die Branche hatte allerdings während der Corona-Pandemie 2021 enorme Zuwächse erzielt.

Die Rahmenbedingungen für den Konsum zeigten sich trotz der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung, insbesondere der Gas- und Strompreisbremse, insgesamt schwierig. Vor allem eine hohe Inflation beeinflusste die Kaufkraft und Konsumneigung der Kunden über sinkende Realeinkommen.

Neben den gesellschaftspolitischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen muss sich die Modebranche den veränderten klimatischen Bedingungen stärker anpassen. Ansteigende Temperaturen und eine Zunahme von Extremwetterlagen hatten negative Auswirkungen auf die Modenachfrage. Diesen Veränderungen muss einkaufsseitig Rechnung getragen werden und in einer besseren Wareneingangssteuerung münden.

Abschließend lässt sich sagen, dass nach wie vor eine schwere Zeit vor dem Einzelhandel liegt. Die Zahl der Ladengeschäfte in Deutschland nimmt weiter ab und angesichts der Entwicklung der letzten Jahre müssen seitens der Politik Maßnahmen gegen weiteres Ladensterben in den Innenstädten getroffen werden, denn ohne erfolgreichen Einzelhandel haben die Stadtzentren kaum Zukunftsperspektiven.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Liberty Damenmoden GmbH war im Berichtsjahr 2022/23 auf der Markt- und Konsumseite deutlich zweigeteilt. Die ersten sechs Monate waren geprägt durch extreme Energiepreiserhöhungen, Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine und der steigenden Inflation. Durch das hierdurch bedingte schlechte Konsumklima konnten die Planumsätze nicht erreicht werden.

Ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte konnte dann eine deutlich spürbare Entspannung beim Konsumenten wahrgenommen werden und die Umsätze stiegen deutlich an.

Das Coronavirus hatte keinerlei Einfluss mehr auf die Konsumlaune und somit konnten wir deutliche Umsatzzuwächse zum Vorjahr verzeichnen. An unseren Kundenevents im März 2023 (Kollektionspremiere) und April 2023 (VIP-Event) konnten erfreuliche Umsätze erzielt werden.

In den letzten beiden Monaten des Geschäftsjahres gingen die Umsätze aufgrund wetterbedingter Schwankungen wieder etwas zurück. So bremsten extreme Wetterlagen, mit hochsommerlichen Temperaturen einerseits und kaltem Herbstwetter mit starken Regenfällen andererseits, im Juli 2023 und August 2023 die Nachfrage nach Sommermode.

Letztendlich wurde Vorjahresumsatz deutlich übertroffen und der Lagebericht 2021/2022 prognostizierte Umsatz für das Geschäftsjahr 2022/2023 erreicht.

Ein wesentlicher Faktor für das Umsatzwachstum zum Vorjahr ist auch die Erhöhung der Endverbraucherpreise, welche bei unseren Kundinnen erfolgreich durchgesetzt werden konnte.

Unser Onlineshop konnte, wie auch in der gesamten Bekleidungsbranche, nicht an die zweistelligen Wachstumsraten der Corona-Zeit anknüpfen, aber mit einem leichten Umsatzplus zum Vorjahr abschließen und dazu ein positives wirtschaftliches Ergebnis erzielen.

Es bestätigte sich, dass die Retail-Filialen vor allem in den Klein- bis mittelgroßen Städten ein substanzieller Erfolgsfaktor für das Liberty-Geschäftsmodell sind und durch die enge Verbindung von Kundin und Teams auf lokaler Ebene außergewöhnliche Ergebnisse erzielt werden können. Wir sehen daher eine moderate Expansion in gut ausgewählten Standorten weiterhin als wichtig an und haben mit Fulda, Memmingen, Kassel und Villingen-Schwenningen vier neue Filialen im Berichtsjahr eröffnet.

Vor allem im Sommer-Zeitkorridor zeigte sich wiederholt, dass die Beschaffungsstruktur von Liberty, mit kurzen Lead-Times und Nachkaufoptionen, höchst agil und damit fähig ist, die aufkommende Nachfrage der Kundin stets sehr zeitnah mit neuen und frischen Wareneingängen zu bedienen.

Dem Umsatzrückgang zum Plan durch den vorzeitigen Wetterumschwung ab Mitte Juli begegnete das Unternehmen daher sofort mit einer angepassten Wareneingangssteuerung. Dadurch entstanden zu keiner Zeit Warenüberhänge.

Parallel dazu betrieb das Unternehmen ein aktives Kostenmanagement, wodurch Kosten sowohl im Bereich der Filialen als auch in der Zentrale gegenüber der Planung eingespart werden konnten.

Aufgrund dieser Maßnahmen verfügte das Unternehmen nicht nur zu jeder Zeit über ausreichend Liquidität, sondern konnte diese auch gegenüber dem Vorjahr zum Stichtag deutlich steigern.

Die erfolgreich umgesetzte Steigerung der Verkaufspreise, eine agile Wareneingangssteuerung und ein aktives Kostenmanagement führten dazu, dass das Unternehmen das Wirtschaftsjahr trotz der herausfordernden Situation im Markt mit einem positiven EBITDA von EUR 3,8 Mio. (9,3 % vom Umsatz) abschließen konnte.

Die im letzten Jahr erstellte Umsatzprognose eines starken Umsatzwachstums konnte mit einem Anstieg um 11,9 % erreicht werden. Lediglich die Steigerung des Online-Umsatzes liegt mit 3,9 % unter unseren Erwartungen. Die Ergebnisprognose eines deutlich besseren EBITDA haben wir mit einem Anstieg um 67 % ebenfalls erreicht und unsere Erwartungen konnten übertroffen werden.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich aufgrund der zum Vorjahr verbesserten Rahmenbedingungen sowie der eingangs beschriebenen Maßnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Es wird ein Gewinn in Höhe von EUR 3,5 Mio. (Vj. EUR 1,9 Mio.) ausgewiesen, der aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt wird.

Der Umsatz ist aufgrund des eingangs beschriebenen Geschäftsverlaufs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,9 % bzw. um EUR 4,4 Mio. auf EUR 41,3 Mio. (davon Online-Umsatz EUR 3,0 Mio. nach Retouren) gestiegen.

Die Marge des letzten Geschäftsjahres 2021/2022, konnte merklich verbessert werden (+ 2,8 %-Punkte). Grund hierfür ist die Fortführung der Anhebung der Endverbraucherpreise, welche erst zum Ende des letzten Geschäftsjahres begonnen hatte. Aufgrund der gestiegenen Umsätze, allerdings weniger stark gestiegener Einkaufspreise, erhöhte sich der absolute Materialaufwand nur um 3,1 % bzw. EUR 0,4 Mio. auf EUR 13,4 Mio.

Die Personalaufwendungen stiegen im Wesentlichen aufgrund des höheren Gehaltsgefüges und höherer gesetzlicher Sozialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr bei weitestgehend konstanter durchschnittlicher Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis von EUR 11,0 Mio. um EUR 1,3 Mio. auf EUR 12,3 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 12,3 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 11,6 Mio.), was u.a. auf die allgemein hohe Teuerungsrate und auf die gestiegenen Energiekosten zurückzuführen ist. Daneben erhöhten sich die Werbekosten um TEUR 267 aufgrund erhöhter Aktivitäten im Bereich Neukundengewinnung, Online-Marketing und Marken-Relaunch. Weiterhin sind in diesem Geschäftsjahr erstmals Aufwendungen für Beratungs- / Managementdienstleistungen (TEUR 214) und für Beiratsvergütungen (TEUR 54) angefallen. Durch den Wechsel und der damit verbundenen vorübergehenden Doppelspitze in der Geschäftsführung ergaben sich TEUR 115 höhere Kosten für Dienstleistungen der Muttergesellschaft. Die Transportkosten sind nochmals um TEUR 52 auf TEUR 718 angestiegen.

Insgesamt wurde das Vorjahresergebnis trotz der gestiegenen Kosten aufgrund des starken Umsatzwachstums deutlich überschritten. Das EBITDA stieg um 67 % bzw. EUR 1,5 Mio. auf EUR 3,8 Mio. Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend auf 9,3 % der Umsatzerlöse.

b) Vermögenslage

Die Vermögenslage ist bei einer Bilanzsumme von EUR 11,8 Mio. (Vj. EUR 10,8 Mio.) geschäftsfeldtypisch durch einen hohen Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens von 85,9 % (Vj. 85,8 %) gekennzeichnet.

Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,5 Mio. bleibt auf Vorjahresniveau (EUR 1,4 Mio.).

Das Umlaufvermögen enthält vor allem mit EUR 3,3 Mio. (Vj. EUR 3,1 Mio.) Handelswaren sowie mit EUR 6,2 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.) liquide Mittel.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der Bilanzverlängerung von 44,2 % auf 40,7 % gesunken. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Liberty Fashion Holding GmbH beträgt das Eigenkapital absolut unverändert zum Vorjahr EUR 4,8 Mio.

Die Rückstellungen i.H. von EUR 3,0 Mio. liegen weitgehend auf Vorjahresniveau (EUR 3,2 Mio.) und beinhalten wie im Vorjahr EUR 1,5 Mio. für die erwarteten Rückzahlungsbeträge der Überbrückungshilfe III. Daneben erfassen die Rückstellungen überwiegend personalbezogene sowie kundenbezogene Verpflichtungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückbauverpflichtungen und Drohverluste.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,2 Mio. auf EUR 2,0 Mio. ist vor allem der Erhöhung der Einkaufspreise für Waren geschuldet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Erhöhung um EUR 1,0 Mio. resultiert überwiegend aus der höheren Ergebnisabführung.

c) Finanzlage

Die Finanzlage ist nach wie vor stabil. Zum Geschäftsjahresende weisen wir liquide Mittel von EUR 6,2 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.) aus. Bankverbindlichkeiten bestehen keine.

Im Geschäftsjahr konnte ein operativer Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen und Working-Capital-Veränderung) in Höhe von EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 2,4 Mio.) erwirtschaftet werden.

d) Gesamtbeurteilung

Mit dem abgeschlossenen Berichtsjahr unterstreicht Liberty die Stärke und Nachhaltigkeit seines Geschäftsmodells. Gegen den Markt konnten Umsatz und vor allem das Ergebnis gesteigert werden. Trotz widriger Konsumstimmung und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten konnte man auf die loyale und gut situierte Kundschaft setzen und mit einem agilen Warenmanagement die aufkommende Nachfrage nahtlos bedienen. Somit kann die Gesamtlage des Unternehmens, trotz der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, als positiv und aussichtsreich bezeichnet werden.

B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Gesellschaft verfügt zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko über eine detaillierte Liquiditätsplanung, die monatlich den Gegebenheiten angepasst wird. Aufgrund der Struktur des Geschäfts ist ein plötzlicher Liquiditätsverlust nicht zu erwarten.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Liquiditätslage ist sehr gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

b) Risiko in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Umsätze werden überwiegend durch EC- oder Bargeld- bzw. Kreditkartengeschäfte mit dem privaten Endkunden getätigt. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend über Eigenkapital und Lieferantenkredite.

c) Sonstige Risiken

Risiken aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen birgen weiterhin Unsicherheiten. Die hohe Inflation und Kostensteigerungen führen grundsätzlich zu einer Konsumsensibilisierung und ggfs. zu einer Konsumzurückhaltung. Ein Ende dieser Verunsicherung ist aktuell nicht absehbar. Dieses Risiko versuchen wir durch unsere Kundenbindungspolitik entgegenzuwirken.

Risiken aus Konsumschwankungen

Den Unwägbarkeiten bzgl. der Konsumneigung der Endverbraucher trägt das Unternehmen mit einer für die Branche außergewöhnlich kurzen Lead-Time und damit verbundenen Risikominimierung Rechnung. Weiterhin werden als Fast Follower die Mode-Trends nur sukzessive aufgenommen, so dass hierdurch die Gefahr einer Fehleinschätzung minimiert wird.

Risiken aus ungünstigen Wetterbedingungen

A-saisonale Wetterbedingungen wie warmer Herbst/Winter oder kalter Frühling/Sommer können die Konsumentscheidungen von Kunden hemmen. Konsequenz wären rückläufige Umsätze und höhere Abschriften bei der jeweiligen Saisonware.

Da die Kunden der Liberty Damenmoden modische Artikel erwarten, ist der Anteil an sog. "Never out of stock - Artikeln" (NOS) relativ klein, so dass das Unternehmen grundsätzlich etwas anfälliger für ungünstige Wetterbedingungen ist. Seitens Liberty werden die Chancen aus dieser Geschäfts-ausrichtung höher eingeschätzt als die Risiken.

Investitionsrisiko Filialeröffnung

Die Wachstumsstrategie von Liberty setzt aktuell auf ein moderates, vor allem qualitatives Filialwachstum, das sich aus der Schließung unrentabler Filialen und der Eröffnung einzelner besonders aussichtsreicher Standorte zusammensetzt. Die in den letzten Jahren eröffneten Filialen, waren mit wenigen Ausnahmen, sehr erfolgreich. Dennoch birgt die Wahl des Standortes und die Beurteilung der regionalen Marktentwicklung typischerweise Risiken, die sich auf Umsatz und EBITDA auswirken können, wie z.B. die Bindung an Mietverträge, aus denen die resultierenden Mietaufwendungen nicht mehr erwirtschaftet werden können. Wir schätzen dieses Risiko aufgrund unserer Markterfahrung und der verfolgten Strategie als gering ein.

Markenimage

Gegen die Risiken hinsichtlich schadstoffhaltiger Textilien sowie eines Imageschadens durch Kinderarbeit, Benachteiligung von Minderheiten u. ä. verursacht durch Lieferanten trägt das Unternehmen dadurch Rechnung, dass von allen maßgeblichen Lieferanten entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigungen gezeichnet wurden. Die Einhaltung dieser Richtlinie wird stichprobenhaft kontrolliert.

Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite wird auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurückgegriffen. Der Hauptlieferant deckt rd. 15 % des Gesamtumsatzes ab, so dass bei einem möglichen Ausfall dieses Volumen durch adäquate alternative Lieferanten entsprechend abgedeckt werden müsste.

Datenschutzrisiken

Dem höheren Datenschutzrisiko, bedingt durch eine Ausweitung des Onlinegeschäftes und der CRM-Maßnahmen, begegnet das Unternehmen mit einem externen Datenschutzbeauftragten.

Fachkräftemangel

Neben diversen anderen Bereichen, erlebt der Einzelhandel eine zunehmende Verschärfung im Bereich der qualifizierten Fachkräfte für den Verkauf. Die Verknappung von verfügbaren Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt, bei gleichzeitiger Anpassung der Öffnungszeiten zu der "Vor-Corona-Zeit" bedingen größere Anstrengungen. Qualifiziertes Personal ist für das beratungsintensive Boutique-Geschäftsmodell von Liberty elementar. Liberty steuert dem mit attraktiven und erfolgsbasierten Vergütungsmodellen und einer einladenden Firmenkultur entgegen.

d) Gesamtbeurteilung der Risiken

Insgesamt schätzen wir die Risiken als gering ein.

1. Chancenbericht

Das Geschäftsmodell der Liberty Damenmoden hat sich im aktuellen Geschäftsjahr trotz der wirtschaftlich anspruchsvollen Rahmenbedingungen und der vor allem im ersten Halbjahr negativen Konsumstimmung als sehr erfolgreich erwiesen und konnte sich gegenüber dem Markt deutlich besser stellen. Liberty ist es eindrucksvoll gelungen, den widrigen Umständen zu trotzen und seine Wirtschaftlichkeit zu steigern. So konnte das Planergebnis, trotz Umsatzverfehlung zum Plan, deutlich übertroffen werden.

Unser Geschäft besitzt durch die systematische Filialexpansion weiterhin ein hohes Umsatzpotenzial, vor allem an guten Mikrostandorten in Klein- und Mittelstädten mit einem großen ländlichen Einzugsgebiet. Insbesondere der Süden Deutschlands, Baden-Württemberg und Bayern, ist hierbei bei weitem nicht erschlossen und zählt zu den kaufkraftstärksten Regionen in Deutschland.

Auch wenn die aktuellen Schlagzeilen rund um den Internethandel sehr negativ sind, da vor allem die Wirtschaftlichkeit der Online Shops immer stärker in den Fokus rückt, besitzt Liberty in Form der Anteiligkeit des Online Business zum Gesamtumsatz noch Potenzial gegenüber dem Wettbewerb. Darüber hinaus gewinnt die Bedeutung des Online Auftritts im Zusammenhang mit dem stationären Geschäft an Bedeutung, vor allem als Katalog-, Informations- und Serviceangebot. Die Omnikanal-Strategie hat hohe Priorität bei uns. Der Online Auftritt und das digitale Marketing sind allerdings auch für die Steigerung der Bekanntheit von Liberty und dessen Geschäftsmodell sowie für die Generierung von Neukundinnen höchst relevant.

Aufgrund der Tatsache, dass vor allem im Best-Ager Segment eine Vielzahl von Insolvenzen auftreten, eröffnen sich für Liberty weitere Möglichkeiten, neue Kundinnen für sich zu gewinnen. Dies impliziert auch und bestätigt die Bedeutung des digitalen Auftritts, dass wir als Marke für die Neukundinnen an Bekanntheit und Bedeutung gewinnen müssen.

Durch das wachstumsbedingte größere Einkaufsvolumen können zunehmend Einkaufsvorteile generiert werden, die das Potenzial zur Margensteigerung haben. Die engere Verzahnung von Ein- und Verkauf führt zu niedrigeren Abschriftenquoten, die sich unmittelbar in Ergebnis und Cashflow auswirken.

2. Prognosebericht

Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der Unsicherheit bezüglich dem neu aufflammenden Kriegsgeschehen in Nahost, gehen wir nicht von stark steigender Konsumfreudigkeit aus, allerdings haben wir in einzelnen Monaten des GJ 23/24 zum Vorjahr noch Wachstumspotenzial, da sowohl die Preissteigerung im Vergleich zu 22/23 im ersten Halbjahr noch nicht vollständig umgesetzt war und das inländische Konsumklima deutlich kritischer zu betrachten war.

Das Unternehmen wird weiterhin den Weg der Sortimentsmodernisierung verfolgen und sich dank seiner kurzen Lead-Times sehr schnell auf Umsatz-Veränderungen einstellen können. Die sinnvolle Stärkung von Sortimentsbereichen und die Tests rund um weitere sinnvolle Produktgruppen sollen die Attraktivität und Markenbindung von Liberty steigern. Darüber hinaus kann Liberty mit einer verstärkten Analyse durch Marktkennzahlen zu Sortimenten der Mitbewerber die Potenziale durch den Einkauf valide beleuchten und für seine Kanäle und Beschaffungsstrategie mit kurzfristigen Lead-Times gewinnbringend nutzen.

Im Bereich der Filialen gehen wir von einem moderaten Wachstum zum Vorjahr von rd. 6 % zum Vorjahr auf vergleichbaren Flächen aus, begründet anhand der aufgeführten Potenziale und anhand der beschriebenen Maßnahmen.

Das zuvor beschriebene Potenzial im Online Bereich gilt es wirtschaftlich zu aktivieren und auszubauen, so dass wir hier von einer deutlichen Umsatzsteigerung zum Vorjahr ausgehen.

Insgesamt prognostizieren wir für 2023/24 ein moderates Umsatzwachstum, getrieben durch die zuvor beschriebenen Maßnahmen, so dass trotz Investitionen in Filialen, Expansion, Digitalisierung und Neukundengewinnung eine moderate Steigerung des EBITDA zu erwarten ist.

Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen hat im Berichtsjahr mit Memmingen, Fulda, Kassel und Villingen Schwenningen vier neue Filialen eröffnet und betreibt nun nach der Schließung von Gummersbach, Hagen und Detmold 115 (VJ 114) Filialen (einschließlich Outlet-Center) in 14 Bundesländern. Schwerpunkt liegt dabei in NRW, Niedersachsen und den neuen Bundesländern.

Im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres 2023/24 wurden mit Soest, Weimar, Warendorf und Aschaffenburg bereits vier neue Filialen erfolgreich eröffnet. Für weitere Standorte liegen aktuell keine unterschriebenen Verträge vor.

 

Lübbecke, den 7. Dezember 2023

Liberty Damenmoden GmbH

Geschäftsführung

Kevin Ziegler

Ulrike Drüner

Bilanz zum 31. August 2023

Aktiva

Stand am 31.8.2023 Stand am 31.8.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 108.885,00 93.784,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 427.398,04 509.649,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 912.811,02 786.269,60
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.666,48 23.265,95
1.432.875,54 1.319.184,59
III. Finanzanlagen 300,00 300,00
1.542.060,54 1.413.268,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.174.476,12 2.972.647,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 708.065,80 751.806,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.215.253,90 5.564.332,87
10.097.795,82 9.288.787,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 131.970,45 132.379,05
11.771.826,81 10.834.434,96

Passiva

Stand am 31.8.2023 Stand am 31.8.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital 994.350,00 994.350,00
II. Gewinnvortrag 3.794.473,63 3.794.473,63
4.788.823,63 4.788.823,63
B. Rückstellungen 3.011.441,00 3.240.312,89
C. Verbindlichkeiten 3.913.415,26 2.724.391,47
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.766.322,45 (Vj. EUR 805.723,66)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 58.146,92 80.906,97
11.771.826,81 10.834.434,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023

2022/ 2023 2021/ 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 28.420.015,30 24.903.260,88
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.073.641,36 9.045.594,83
b) Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersvorsorge 2.252.427,39 1.961.022,72
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 377.329,73 400.534,85
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.244.583,57 11.598.229,05
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.338,52 5.145,11
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.299,37 42.686,41
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.274,84 0,00
8. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.493.797,56 1.860.338,13
9. Sonstige Steuern 3.972,95 4.602,60
10. Aufgrund von Gewinnabführungsvertrag abgeführte Gewinne 3.489.824,61 1.855.735,53
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Liberty Damenmoden GmbH hat ihren Sitz in Lübbecke und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen (HRB 8699).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Zugänge werden ab dem Zugangsmonat pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen oder degressiven Methode vorgenommen. Ladenumbauten und -einrichtungen werden bei Neueröffnung einer Filiale linear über sieben Jahre bzw. über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde § 6 Abs. 2 und 2a EStG angewendet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Hilfsstoffe und Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Soweit erforderlich, erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die ausgewiesenen Hilfsstoffe werden mit einem Festwert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt und werden gem. § 257 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nennwerten bewertet. Wertberichtigungen wurden in erforderlichem Umfang gebildet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nominalwert bilanziert.

Die Saldierung der Pensionsrückstellung mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung und den für die Altersvorsorge verpfändeten Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen ergibt einen Passivwert in Höhe von TEUR 53, der als passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wurde.

Für die Saldierung der Pensionsrückstellungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten gem. § 246 Abs. 2 HGB wurden folgende Werte zum 31. August 2023 ermittelt:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen 378
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 325
Passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 53
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 347

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlegende Annahmen der Berechnung der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) sind der Rechnungszins von 1,81 % gemäß pauschaler Annahme mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren sowie die Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck, Köln.

Der Rechnungszinssatz basiert im Geschäftsjahr 2022/2023 - entsprechend der gesetzlichen Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,81 % (im Vorjahr: 1,77 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. August 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2 (Unterschiedsbetrag).

Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt und ermittelt sich wie folgt:

TEUR
Erfüllungsbetrag 10-Jahres-Durchschnittszinssatz 378
Erfüllungsbetrag 7-Jahres-Durchschnittszinssatz 380
Unterschiedsbetrag 2

Zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen sowie Fluktuation werden nicht erwartet, so dass sie bei der Ermittlung nicht berücksichtigt wurden.

Passivierungspflichtige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen wird bis zum Ende des jeweiligen Mietvertrags angesammelt. Hierbei werden erwartete Rückbaukosten sowie zukünftige Kostensteigerungen geschätzt.

Die Rückstellung für Kundenboni aus dem Bonuspunkte-System wird anhand der geschätzten Wareneinsatz- und Einlösequote ermittelt.

Drohverlustrückstellungen werden anhand der erwarteten Filialverluste bemessen, deren zugrundeliegender Mietvertrag trotz Schließungsabsicht nicht kurzfristig gekündigt werden kann.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 123 (Vj. TEUR 124) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der Jahresüberschuss wurde in voller Höhe an die Liberty Fashion Holding abgeführt. Grundlage hierfür ist der am 23. Januar 2012 geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. August 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und resultieren überwiegend aus der Ergebnisabführung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 71 (Vj. TEUR 0) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 30 (Vj. TEUR 32).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung von rund TEUR 112 (Vj. TEUR 75).

Die Zinserträge erfassen mit TEUR 34 (Vj. TEUR 5) Erträge aus unterjährigen Forderungen gegen die Gesellschafterin und verbundenes Unternehmen. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Zinsen und Erträgen.

Die Zinsaufwendungen enthalten mit TEUR 1 (Vj. TEUR 5) saldiert Verluste aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Im Zusammenhang mit der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4 und Zinserträge in Höhe von TEUR 22 verrechnet.

D. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (ohne Auszubildende) betrug im Geschäftsjahr:

Vollzeitbeschäftigte 64
Teilzeitbeschäftigte 480
544

Auf Vollzeitbasis umgerechnet ergibt sich eine durchschnittliche Zahl aller Mitarbeiter von 301.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB bestanden am Bilanzstichtag:

TEUR
Mietverträge Geschäftsräume Filialen 14.094
Beratervertrag 500
Leasingverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung 241
14.835

Zudem besteht noch ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.508 für Warenlieferungen.

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften aus der gesamtschuldnerischen Haftung für ein der Muttergesellschaft gewährtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 2.118 (Vj. TEUR 2.824) sowie ein gewährtes Mittelstandsdarlehen in Höhe von TEUR 750 (Vj. TEUR 1.250).

Des Weiteren besteht die die gesamtschuldnerische Mithaftung gegenüber der VR Equitypartner GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von EUR 5,0 Mio. aus dem Vertrag über eine typisch stille Beteiligung vom 21. Januar 2022.

Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen

In Höhe von TEUR 1.500 (Vj. TEUR 1.500) bestehen ebenfalls zugunsten der Muttergesellschaft Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommene Kreditlinien, die vom Mutterunternehmen in Anspruch genommen werden können.

Weiterhin haftet die Gesellschaft gem. § 73 AO als Organgesellschaft für die Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer des Organträgers (Liberty Fashion Holding GmbH).

Haftungsverhältnisse aus Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Alternativ zu den oben dargestellten Haftungsverhältnissen aus KfW-Darlehen, Mittelstandsdarlehen und aus Gewährleistungen in Höhe der offenen Kreditlinien von in Summe TEUR 4.368 (Vj. TEUR 5.574) dienen die Sicherungsübereignung des Hauptwarenlagers sowie die Bestellung einer erstrangigen Buchgrundschuld als Sicherheiten für die entsprechenden Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten.

Ergänzende Angabe der Haftungsverhältnisse aus mittelbaren Bürgschaften

Ergänzend hierzu bestehen mit TEUR 1.500 nicht unter § 251 HGB fallende mittelbare Haftungsverhältnisse für Avalkreditlinien, von denen zum Bilanzstichtag TEUR 1.372 in Anspruch genommen wurden.

Das Risiko einer Inanspruchnahme der oben aufgeführten Haftungsverhältnisse wird als gering eingeschätzt, da in der Zukunft mit einem weiter positiven Geschäftsverlauf gerechnet wird.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von Herrn Peter Friedrich, Achim (CEO, bis 31.12.2022) sowie von Frau Ulrike Drüner (CPO), Zülpich und Herrn Kevin Ziegler (CEO), Hiddenhausen wahrgenommen.

Konzerneinbezug

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Liberty Fashion Holding GmbH, Lübbecke, einbezogen, der im Bundesanzeiger offengelegt wird.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. August 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Lübbecke, 7. Dezember 2023

Liberty Damenmoden GmbH

Geschäftsführung

Ulrike Drüner

Kevin Ziegler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.9.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 908.079,98 56.384,00 0,00 964.463,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.793.019,53 0,00 0,00 2.793.019,53
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.801.658,23 357.684,11 291.698,28 9.890.910,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.265,95 92.666,48 0,00 92.666,48
12.617.943,71 450.350,59 291.698,28 12.776.596,02
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 300,00
13.526.323,69 506.734,59 291.698,28 13.741.360,00
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.9.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 814.295,80 41.283,18 0,00 855.578,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.283.370,49 82.251,00 0,00 2.365.621,49
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.015.388,63 253.795,55 291.085,19 8.978.098,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.298.759,12 336.046,55 291.085,19 11.343.720,48
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
12.113.054,92 377.329,73 291.085,19 12.199.299,46
Buchwerte
Stand am 31.8.2023 Stand am 31.8.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 108.885,00 93.784,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 427.398,04 509.649,04
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 912.811,02 786.269,60
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.666,48 23.265,95
1.432.875,54 1.319.184,59
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 300,00 300,00
1.542.060,54 1.413.268,77

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Liberty Damenmoden GmbH, Lübbecke

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Liberty Damenmoden GmbH, Lübbecke, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Liberty Damenmoden GmbH, Lübbecke, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 7. Dezember 2023

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Wülfing, Wirtschaftsprüfer

Jürgen Richter, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses 2023

Der Jahresabschluss zum 31. August 2023 der Liberty Damenmoden GmbH, Lübbecke, ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 8. Dezember 2023 festgestellt worden.

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