Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 4443
Eingetragen
7.2.1991
Branche
Herstellung von MatratzenHerstellung von PolstermöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln
Gegenstand
Die Produktion von und der Handel mit Bettwaren, Bettfedern und allen damit zusammenhängenden Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Andreas Brahmer
seit 1.7.2021
Prokura
Markus Brahmer
seit 1.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Andreas BrahmerBetten Duscher Beteiligungs GmbH
50.00%
Markus BrahmerBetten Duscher Beteiligungs GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Betten Duscher GmbH

Roding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Betten Duscher GmbH besteht seit 1990 und hat ihren Sitz in Roding.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Eigentümer der Betten Duscher GmbH ist zu 100% die Betten Duscher Beteiligungs GmbH.

Die Betten Duscher GmbH ist spezialisiert auf die Produktion von und den Handel mit Bettwaren, Bettfedern und allen damit zusammenhängenden Produkten.

Die Produktion findet neben dem Firmensitz in Roding bei Zulieferfirmen in Osteuropa statt (verlängerte Werkbank).

Die Strategie der Betten Duscher GmbH konzentriert sich auf den Verkauf von qualitativ hochwertigen Bettwaren zu günstigen Preisen. Dabei steht bei der Kalkulation von neuen Aufträgen Ertrag vor Umsatz. Durch gezielte Diversifikation, einer umfangreichen Produktpalette und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir neue Produkte in unser Angebot aufgenommen und erfolgreich am Markt angeboten.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die globale Wirtschaft hat sich laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im vergangenen Jahr wesentlich schlechter entwickelt als erwartet.

Das Jahr 2023 war geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den gestiegenen Zinsen. Nach den aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (https://service.destatis.dhttps://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) verringerte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent (2022: Anstieg um 1,9 Prozent).

Die seit 2021 anhaltenden Liefer- und Kapazitätsengpässe führten weiterhin zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen.

Entwicklung der Textilbranche

Für die deutsche Textilbranche sind die Umsatzzahlen des Jahres 2023 im Vorjahresvergleich rückläufig. Seit dem Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Textilindustrie einen deutlichen Rückgang der Auftragslage. Gemäß einer Konjunkturumfrage des ifo Instituts im April 2023 gaben etwa 50 Prozent der befragten Unternehmen in dieser Branche an, dass sie unter Auftragsmangel leiden.

Da sowohl das Füllmaterial, die Hüllen als auch die Verpackungsmittel zum großen Teil importiert werden trug die global angespannte logistische Situation deutlich zur Verschärfung der Situation bei.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Erwartungen der Geschäftsleitung an die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 haben sich bestätigt.

Der Markt, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist neben der Herausforderung durch die Pandemie und dem Russland-Ukraine-Krieg weiterhin von hohem Wettbewerb und Preisdruck geprägt.

Trotz negativer Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Textilbranche sieht die Geschäftsführung die Entwicklung des Geschäftsverlaufes positiv.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,88 % von EUR 48,725 Mio. auf EUR 41,961 Mio.

Die Materialaufwendungen haben sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,285 Mio. (21,68 %) verringert.

Die global angespannte logistische Situation führten im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Engpässen bei der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,109 Mio. (Plus 3,80 %) erhöht, die Abschreibungen haben sich um EUR 0,015 Mio. (7,09 %) verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um EUR 0,714 Mio. (9,90 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Das EBITDA verbesserte sich im Berichtsjahr auf EUR 1,031 Mio. (Vorjahr: EUR 0,692 Mio.).

Durch den mit Wirkung zum 1.1.2017 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin Betten Duscher Beteiligungs GmbH wird das Ergebnis in Höhe von EUR 0,959 Mio. an diese abgeführt.

2. Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens hat sich zum Ende des Berichtsjahres verbessert. Die liquiden Mittel an Kassen- und Bankbestand lagen bei EUR 2,989 Mio. (Vorjahr: EUR 1,005 Mio.), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Stichtagsbezogen auf EUR 2,033 Mio. gesunken (Vorjahr: EUR 3,479 Mio.).

Das Unternehmen weist zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,116 Mio. (Vorjahr: EUR 1,218 Mio.) aus.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Betten Duscher GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 29,855 Mio. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 30,183 Mio.) um 1,09 % verringert.

An der Bilanzsumme hat das Umlaufvermögen zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von 98,15 % (Vorjahr: 97,78 %).

Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um EUR 0,211 Mio. verringert.

Flüssige Mittel umfassen 10,01 % (Vorjahr: 3,33 %) des Gesamtvermögens.

Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr auf EUR 5,542 Mio. (Vorjahr: EUR 9,296 Mio.) verringert.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 73,74 % (Vorjahr: 72,94 %). Die Veränderung ist durch die verringerte Bilanzsumme bei einem aufgrund des Gewinnabführungsvertrags unveränderten Eigenkapital bedingt.

Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen vollständig.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Mit dem anhaltenden Russland-Ukraine Krieg ist weiterhin mit einer wesentlichen Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs, Lieferketten, mit Cyber-Angriffen auf Infrastrukturen und mit der massiven Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds und der Konsumkonjunktur zu rechnen.

Mitentscheidend für das Kaufverhalten der Kunden wird die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und deren Auswirkungen auf das den Kunden zur Verfügung stehende verfügbare Einkommen und Vermögen sein.

Die Bettwarenindustrie insgesamt steht im Bereich Daunen und Federn den Herausforderungen gegenüber, die Konkurrenzsituation mit asiatischen und osteuropäischen Ländern sowie steigende Einkaufspreise zu bewältigen.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 41,961 Mio. unterhalb des Bereichs der erwarteten Umsatzerlösen von 42 bis 48 Mio. EUR.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatz zwischen EUR 41 und 42 Mio. und für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz zwischen EUR 42 und 45 Mio. gerechnet.

Das operative Ergebnis (Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung sowie vor Abschreibungen und Steuern) lag mit EUR 1,16 Mio. unter den Erwartungen von EUR 3,2 bis 3,6 Mio.

Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 wird jeweils mit einem operativen Ergebnis (Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung sowie vor Abschreibung und Steuern) von EUR 1 bis 1,5 Mio. gerechnet.

Die Inflation verbunden mit den höheren Energiekosten führen dazu, dass die Endverbraucher weniger Budget für den Konsum zur Verfügung haben. Eine Kaufzurückhaltung ist bereits jetzt erkennbar. Kurz- bis mittelfristig werden die von uns produzierten qualitativ hochwertige Bettwaren zu günstigen Preisen die mittelpreisigen Produkte verdrängen. Daher rechnen wir auch weiterhin mit einer guten Nachfrage nach unseren Produkten.

Die Geschäftspolitik wird sich weiterhin auf schlanke Strukturen und Kosteneinsparungen bei ertragreicheren Kundenbeziehungen konzentrieren.

Im Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl aus.

Wir gehen davon aus, dass die Eigenproduktion für das gesamte Jahr 2024 ausgelastet ist.

D. Chancen und Risiken

Chancen der Betten Duscher ergeben sich im Wesentlichen aus der zukünftigen Nutzung von Potentialen, der Automation und Effizienzsteigerung sowie durch die Optimierung der Vertriebsbasis.

Die Prognose der Geschäftsleitung ist nicht nur aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die künftige konjunkturelle Entwicklung weiterhin in stärkerem Maße als sonst mit Unwägbarkeiten behaftet.

Geprägt von geopolitischen Spannungen und den daraus folgenden Auswirkungen auf das Konsum- und Investitionsverhalten, geht die Geschäftsleitung von einer Stagnation des Wirtschaftswachstums aus. Unter der Voraussetzung, dass keine neuen gesamtwirtschaftlichen Anspannungen auftreten, geht die Geschäftsleitung von einer Stabilisierung der Lage sowohl an den Rohstoffmärkten als auch an den relevanten Absatzmärkten aus.

Risikomanagementziele und -methoden

Der Unternehmensführung ist die Relevanz bestehender und funktionierender Systeme der Risikoerkennung, Risikoanalyse und Risikokommunikation bekannt und wird vor dem Hintergrund steigender Risiken als äußerst wichtig eingestuft.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Die infolge des Kriegs enorm angestiegenen Energiekosten sowie das mögliche Szenario eines Energieversorgungsengpasses führten auch im Jahr 2023 zu erhöhten Risiken. Für die Verarbeitung von Federn und Daunen wird Gas benötigt, welches nicht durch andere Energiestoffe ersetzt werden kann. Bei Einschränkungen der Gasversorgung könnten Produktionsunterbrechungen drohen. Produktionsunterbrechungen könnten einen negativen Einfluss auf die Lieferfähigkeit haben.

Weitere Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist die Gesellschaft Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Entwicklung des Dollarkurses verteuerten die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren. Die Risiken sollen teilweise durch den Abschluss von Devisentermingeschäften minimiert werden.

Weitere wesentliche Risiken

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt unter anderem auch davon ab, innovative Produkte zu entwickeln und neue Märkte und Abnehmer zu erschließen.

Aufgrund des anhaltenden Russland-Ukraine Krieges sowie des Nahost-Konflikts, sind Risiken durch eine unterbrochene Produktlieferkette aus Asien und geschlossene Absatzkanäle nicht auszuschließen.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Neben dem Ausbau der Eigenproduktion sind keine Investitionen in das Anlagevermögen von außergewöhnlichem Umfang vorgesehen.

Fremdwährungsrisiken sollen mit Absicherungsgeschäften minimiert werden.

Personalrisiken

Die Betten Duscher GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt in der Region ist hoch und macht die Auswahl geeigneten Personals schwierig.

Umweltrisiken

Spezielle Umweltrisiken bestehen nicht.

Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Die weitere Entwicklung des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine, des Nahost-Konflikts sowie dessen Auswirkungen sind aktuell unvorhersehbar. Insgesamt sehen wir aufgrund dieser kriegerischen Auseinandersetzung eine Intensivierung des Risikos.

Die Entwicklung des Unternehmens kann im Wesentlichen durch folgende Risiken beeinflusst werden:

- Verschärfung der Wettbewerbssituation

- Russland-Ukraine Krieg

- Nahost-Konflikt

- USD Entwicklung

- Situation bei den Seefrachten

 

Roding, 20.12.2024

Markus Brahmer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 548.167,00 665.604,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.901,00 24.579,00
II. Sachanlagen 536.266,00 641.025,00
1. technische Anlagen und Maschinen 396.938,00 481.060,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.328,00 159.965,00
B. Umlaufvermögen 29.303.169,62 29.511.845,64
I. Vorräte 5.542.168,44 9.296.099,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.771.675,64 19.210.931,43
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.101.670,49 10.911.615,73
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.670.005,15 8.299.315,70
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.989.325,54 1.004.814,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.259,62 5.954,28
Summe Aktiva 29.854.596,24 30.183.403,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 22.014.514,30 22.014.514,30
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,60 25.564,60
II. Gewinnvortrag 21.988.949,70 21.988.949,70
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.339.490,79 2.525.349,85
C. Verbindlichkeiten 4.500.591,15 5.643.539,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.115.553,87 1.218.470,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.115.553,87 1.218.470,64
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.385.037,28 4.425.069,13
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.385.037,28 4.425.069,13
Summe Passiva 29.854.596,24 30.183.403,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.946.948,14 10.785.038,59
2. Personalaufwand 2.983.372,65 2.874.139,56
a) Löhne und Gehälter 2.506.392,45 2.383.682,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 476.980,20 490.457,51
davon für Altersversorgung 17.341,87 30.107,36
3. Abschreibungen 199.488,62 214.713,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 199.488,62 214.713,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.933.057,22 7.218.658,37
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 73.216,07 6,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 204.204,03 203.688,15
davon aus verbundenen Unternehmen 194.406,04 203.406,15
davon Erträge aus Abzinsung 27,61
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.383,26 229.889,80
davon an verbundene Unternehmen 8.300,00 8.300,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 108,25
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.694,13 -278,00
8. Ergebnis nach Steuern 961.156,29 451.603,66
9. sonstige Steuern 2.064,50 1.598,50
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 959.091,79 450.005,16
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Betten Duscher GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Angaben die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Betten Duscher GmbH gehört mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum ertragsteuerlichen Organkreis der Betten Duscher Beteiligungs GmbH.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Betten Duscher GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Roding
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Regensburg
Register-Nr.: HRB4443

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagengegenstände wurden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktpreise erfolgt im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, zudem werden die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten der Bestände berücksichtigt.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt im Wesentlichen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie teilweise im Wege der retrograden Ermittlung auf Basis der vereinbarten Verkaufspreise. Zudem erfolgt eine verlustfreie Bewertung unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Absatzmarkt.

Die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergebenden erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent) auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen alle Zahlungen, die im Geschäftsjahr geleistet wurden, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Aufgrund von Festbetragszusagen sind Gehalts- und Rententrends nicht zu erfassen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbare Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Bewertung von Rückstellungen wurden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EUR

Der Jahreabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie flüssige Mittel werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
100.540,40 12.657,00 11.901,00 24.579,00
100.540,40 12.657,00 11.901,00 24.579,00
1.368.109,32 126.529,02 396.938,00 481.060,00
543.249,79 60.302,60 139.328,00 159.965,00
1.911.359,11 186.831,62 536.266,00 641.025,00
2.011.899,51 199.488,62 548.167,00 665.604,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.121,40 34.680,00-
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 147.121,40 34.680,00-
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.722.640,30 42.407,02
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.912,19 39.665,60
Summe Sachanlagen 2.365.552,49 82.072,62
Summe Anlagevermögen 2.512.673,89 82.072,62
34.680,00-

Forderungen

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 10.101.670,49 (Vorjahr: EUR 10.911.615,73) enthalten.

Latente Steuern

Die Betten Duscher GmbH gehört zum ertragsteuerlichen Organkreis der Betten Duscher Beteiligungs GmbH uns setzt daher ab dem Geschäftsjahr 2017 keine latenten Steuern an. Sämtliche latente Steuern der Betten Duscher GmbH werden bei der Betten Duscher Beteiligungs GmbH erfasst, die neben den eigenen auch die latenten Steuern ihrer Organgesellschaften berücksichtigt.

Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 7.849,00 (Vorjahr: EUR 35.100,00) aus dem Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

Pensionsrückstellungen

Es erfolgte eine Saldierung der Rückdeckungsversicherung, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtung dient, mit der bestehenden Pensionsrückstellung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung, der den Anschaffungskosten entspricht, wurde lt. Gutachten der Versicherungsgesellschaften zum Bilanzstichtag mit EUR 198.973,37 (Vorjahr: EUR 186.589,00) angesetzt und mit der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 582.418,00 (Vorjahr: EUR 579.015,00) saldiert. Der Ausweis erfolgt bei den Rückstellungen.

Die Entwicklung ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:

Entwicklung Pensionsrückstellung 2023
EUR
2022
EUR
Stand 01.01. 579.015,00 563.565,00
Zinsaufwand 10.562,00 10.274,00
Personalaufwand - 7.159,00 5.176,00
Stand 31.12. 582.418,00 579.015,00
Entwicklung Rückdeckungsversicherung EUR EUR
Stand 01.01. 186.589,00 174.952,00
Zinsertrag 12.384,00 11.637,00
Stand 31.12. 198.973,00 186.589,00
Bilanzausweis 383.445,00 392.426,00

Die Zinsaufwendungen und -erträge werden saldiert unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 7.849,00 (Vorjahr: 35.100,00).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen EUR 2.956.046,16 (Vorjahr: EUR 2.132.923,85) sind die nachfolgenden, nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungsarten

Anteil
in %
Rückstellung für Kundenboni 67,7 %
Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtung 8,0 %
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 12,3 %
Rückstellung für Personalkosten 6,8 %
Rückstellung für drohende Verluste 5,2 %

Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Auf eine Abzinsung der kurzfristigen Rückstellungen wurde verzichtet.

Verbindlichkeitenspiegel und der Sicherungsrechte

Die Restlaufzeiten der bilanzierten Verbindlichkeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Derivate Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden zur Absicherung des Währungsrisikos von schwebenden Beschaffungsgeschäften ein FxNewTargetForward drei Kontrakte mit einem Volumen von 450.000,00 USD. Das Derivat hat im Wesentlichen eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Der Marktwert beträgt zum Bilanzstichtag kumuliert EUR -153.434,93. Die Ermittlung der Marktwerte wurde zum Bilanzstichtag auf Basis aktueller Marktdaten unter Verwendung der Barwertmethode durchgeführt.

Sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen die am 20.09.2016 mit einer festen Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen wurden. Das Mietverhältnis besteht über den 20.09.2021 hinaus fort. Es fallen jährliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.123 an. Die zudem bestehenden Leasingverträge sind für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Der Verkauf erfolgte überwiegend im Inland. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf nach Europa und übrige Länder betrugen ca. 17 Prozent.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsbewertung zum Devisenkassamittelkurs in Höhe von EUR 5.785,49 (Vorjahr: EUR 111.235,48) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 56.507,19) enthalten.

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von EUR 16.996,99 (Vorjahr: EUR 29.713,31) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsbewertung zum Devisenkassamittelkurs in Höhe von EUR 73.216,07 (Vorjahr: EUR 6,40) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 338.467,98 (Vorjahr: EUR 23.489,43) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 194.406,04 (Vorjahr: EUR 203.406,15.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 8.300,00 (Vorjahr: EUR 8.300,00) Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf EUR 10.562,00 (Vorjahr: EUR 10.274,00).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 56
Angestellte 22

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 78

Zudem wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Markus Brahmer (seit 21.06.2019)

Geschäftsführer

Vergütung der Organmitglieder

Auf die Angabe der Vergütung der Organmitglieder gem. § 285 Nr. 9a, 9b HGB wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angaben bezüglich der Gebühren des Abschlussprüfers gem. § 288 Abs. 2 S. 2 HGB.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Roding, den 20.12.2024

Markus Brahmer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Betten Duscher GmbH, Roding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Betten Duscher GmbH, Roding - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Betten Duscher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 20. Dezember 2024

taavas GmbH WPG

Dennis Burmeister, Wirtschaftsprüfer

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