Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24980
Vorher
LK Zweihundertzwölfte Vermögensverwaltungs GmbHDREWAG Netz GmbH
Eingetragen
26.10.2006
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu VersorgungszweckenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Tätigkeit als Netzbetreiber gemäß dem Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz -EnWG), insbesondere Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der örtlichen Verteilernetze und -anlagen für Elektrizität und Gas sowie Erbringung aller zu den genannten Aufgaben gehörenden Dienstleistungen für Dritte, insbesondere für Netzbetreiber.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Rupp
seit 9.1.2023
Prokura
Kathrin Dr. Kadner
seit 18.1.2021
Geschäftsführer
Torsten Schöley
seit 18.1.2021
Prokura
Steffen Kupke
seit 28.10.2019
Prokura
Steffen Dr. Heine
seit 9.1.2012
Geschäftsführer
Egbert Hennig
seit 8.9.2011
Prokura
Henning Egbert
seit 2.9.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH
Germany
5.001.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SachsenNetze GmbH

Dresden

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die SachsenNetze gehört zum Unternehmensverbund des SachsenEnergie Konzerns. Die SachsenNetze hat am 1. Januar 2007 ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen rechtlichen Entflechtung/Trennung des Netzbetriebes von anderen Tätigkeiten der Energieversorgung aufgenommen.

Als Verteilnetzbetreiber übernimmt die SachsenNetze alle relevanten Aufgaben für den Betrieb

der gesamten Gas-Mittel- und Niederdrucknetze in Ostsachsen inkl. Dresden sowie

des Strom-Mittel- und Niederspannungsnetzes in Dresden.


Die SachsenNetze ist neben dem Betrieb insbesondere für Instandhaltung, Planung, Anschluss- und Netzbau bzw. deren Vorgaben und Normung im Netzgebiet sowie Verbindungen zu anderen Netzen zuständig.

Die Schwestergesellschaft SachsenNetze HS.HD übernimmt diese Aufgaben für das gesamte Gas-Hochdrucknetz in Ostsachsen inkl. Dresden einschließlich eines Teilnetzes in Brandenburg sowie alle Strom-Spannungsebenen in Ostsachsen einschließlich des Hochspannungsnetzes in Dresden.

Ziele und Strategie

Ziel der SachsenNetze ist es, eine moderne und leistungsfähige Netzinfrastruktur, deren zuverlässigen Betrieb sowie deren zeitgemäßen Ausbau sicherzustellen. Damit sollen die Voraussetzungen zur sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen Energieversorgung im Netzgebiet gewährleistet werden.

Die SachsenNetze sichert mit einem diskriminierungsfreien Zugang zu ihrer Netzinfrastruktur die technischen Voraussetzungen für die eingespeisten erneuerbaren Energiemengen und schafft damit eine wesentliche Grundlage für die Energiewende in ihrem Netzgebiet. Dies ist unabhängig von den verschiedenen Interessen der sich im Wettbewerb befindlichen Marktteilnehmer.

Das im Jahr 2021 begonnene Fusionsumsetzungsprogramm "Post-Merger-Integration" soll im Jahr 2024 abgeschlossen werden. Die im Rahmen des Projektes identifizierten Kostensenkungspotentiale wurden bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 erreicht. Auch organisatorisch, strukturell, prozessual und kulturell hat der SachsenEnergie Konzern in den vergangenen Jahren die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung und Infrastrukturentwicklung gestellt. Die Harmonisierung und Digitalisierung der Prozesse im SachsenEnergie Konzern stand auch 2023 weiterhin im Vordergrund. Ein Schwerpunkt war auch die Einführung und Implementierung der künftig in allen Konzernteilen als Standard eingesetzten ERP-Software SAP S/4 HANA. Das Ergebnis der "Post-Merger-Integration" soll die Basis für den effektiven und effizienten Betrieb sowie für die nachhaltige Weiterentwicklung des SachsenEnergie Konzerns bilden.

Aus personalwirtschaftlicher Sicht stellt die Realisierung des angestrebten Netzausbauplans in den kommenden Jahren die SachsenNetze vor große Herausforderungen. Basierend auf den vorliegenden Regionalszenarien in Hoch-, Mittel- und Niederspannung bedarf es neben den finanziellen Investitionen in zukunftsfähige Energienetze ebenfalls großer Investitionen in die Schaffung neuer Personalressourcen - sowohl im Ingenieur- als auch im Monteurbereich. Trotz erschwerter Rahmenbedingungen durch Demografie und Arbeitsmarkt sind neue Mitarbeitende zu rekrutieren sowie schnellstmöglich zu integrieren. Auf Grund der angespannten hiesigen Arbeitsmarktsituation wird zudem die internationale Fachkräftegewinnung sowie die frühzeitige Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Studierenden und Schülern eine große Rolle einnehmen.

Wirtschaftsbericht

Energiepolitisches Umfeld - Schwerpunkte 2023

Wie bereits 2022, war auch das Jahr 2023 ein energiepolitisch dynamisch geprägtes Jahr mit umfangreichen Novellen sowie neuen Gesetzen. Im internationalen Kontext wirkte dabei weiterhin der Russland-Ukraine-Krieg auf die Energiewirtschaft sowie die damit verbundene Substitution des russischen Erdgases durch andere Energieträger und -quellen inkl. deren Auswirkungen auf die Energiekosten. Damit im Zusammenhang steht auch der von EU und Bund forcierte Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfügte das Bundesfinanzministerium Ende 2023 eine Haushaltssperre, welche sich auf den Klima- und Transformationsfonds (KTF) und damit auf für die Energiewende zentrale Förderprogramme des Bundes auswirkte.

Energiepolitische Schwerpunktthemen in 2023 waren u. a. die:

Gewährleistung der Versorgungssicherheit,

Entlastungen für Verbraucher bei hohen Strom- und Gaspreisen,

Schaffung eines Rahmenwerks für ein europäisches und nationales Wasserstoffnetz sowie

Wärmewende in Gebäuden und Kommunen.


Konkret ergaben sich 2023 auf EU- und Bundesebene folgende energiepolitisch zentrale Änderungen:

Änderungen auf EU-Ebene

Energieeffizienz-Richtlinie

Aus dem EU-Fit-for-55-Maßnahmenpaket wurde am 29. September 2023 die überarbeitete Energieeffizienz-Richtlinie (EED) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die neuen Vorgaben sind innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umzusetzen. Nach den neuen Vorgaben soll der Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 um mindestens 11,7 % gegenüber der Projektion aus dem Jahr 2020 sinken. Das allgemeine jährliche Einsparziel wird ebenfalls angehoben. Weitere Regelungen betreffen eine stringente Ausgestaltung des Efficiency-first-Prinzips, das Themenfeld Messen und Abrechnen sowie Maßnahmen gegen Energiearmut. Neu gefasst wurde die Definition für ein effizientes Fernwärmesystem.

Renewable Energy Directive (RED III) - Höhere Ausbauziele & Konzept für "Beschleunigungsgebiete"

Im Oktober 2023 wurde die aktualisierte Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III (RED - Renewable Energy Directive) vom Europäischen Rat angenommen und verbindlich beschlossen. Zum 20. November 2023 ist die Richtlinie in Kraft getreten. Mit der RED III soll die Nutzung erneuerbarer Energien weiter gesteigert und Treibhausgasemissionen verringert werden. Entsprechend der vorhergehenden RED II galt bislang das Ziel, bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 32,0 % zu steigern. Dieses EU-Ziel wurde mit der Novelle auf mindestens 42,5 % angehoben. Ebenfalls wurden verbindliche Ziele für die unterschiedlichen Sektoren eingeführt. So soll bspw. in der Wärmeversorgung bis 2030 ein Anteil von 49 % aus erneuerbaren Quellen stammen. Für den Industriesektor wurde ein verbindliches Ziel für den Einsatz von Wasserstoff und anderen strombasierten Brennstoffen (RFNBO - renewable fuels of non-biological origin) vorgegeben. Dementsprechend sollen 42 % des verbrauchten Wasserstoffes im Jahr 2030 aus erneuerbaren Energiequellen stammen und 60 % bis 2035. Der notwendige EE- und Netzausbau gilt als von überragendem öffentlichem Interesse, sodass bspw. in sogenannten Vorranggebieten auf zeitaufwendige Prüfschritte wie eine zweite Umwelt- und Artenschutzprüfung verzichtet werden kann.

Zum 10. Juli 2023 sind darüber hinaus zwei delegierte Rechtsakte zur RED II (Art. 27 und 28) in Kraft getreten. Im delegierten Rechtsakt zu Art. 27 werden die Kriterien für den Strom festgelegt, der für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff bzw. zur Erzeugung erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) im Verkehrssektor genutzt werden darf. Ziel des Rechtsakts war es sicherzustellen, dass dem angespannten Strommarkt möglichst keine benötigten erneuerbaren Energien aufgrund der Herstellung von Kraftstoffen bzw. grünem Wasserstoff entzogen wird. Grundsätzlich ergeben sich aus dem Rechtsakt drei verschiedene Szenarien des grünen Strombezugs, welche die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und zur vollständigen Anrechenbarkeit des erneuerbaren Stroms für die Herstellung von RFNBO führen. Der delegierte Rechtsakt zur RED II befasste sich lediglich mit der Nutzung von Wasserstoff im Verkehrssektor. Mit der RED III wurden die für den Verkehrssektor geltenden Kriterien entsprechend auch auf die Verwendung in den anderen Sektoren übertragen.

EU-Gaspaket - Rahmen für europäisches Wasserstoffnetz gesetzt

Mit dem "Fit for 55"-Paket der EU von 2021 wurde u. a. ein sogenanntes "Gaspaket" angekündigt, welches aus einer Verordnung und einer Richtlinie zum Gas-Wasserstoff-Binnenmarkt sowie einer Methan-Verordnung bestehen soll. Diese Rechtsvorhaben sollen auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 einzahlen und in diesem Zusammenhang auch den Übergang des Gassektors zu erneuerbaren und CO 2-armen Gasen gestalten.

Mit der Gasbinnenmarktrichtlinie werden die Vorschriften für die schrittweise Einrichtung eines europäischen Wasserstoffverbundnetzes (EHB - European-Hydrogen-Backbone) festgelegt, welches die Grundlage für die Integration von Wasserstoff in das europäische Energieversorgungssystem schaffen soll. Im Trilog-Verfahren haben sich Parlament, Rat und Kommission der EU Anfang Dezember 2023 darauf geeinigt, dass die Richtlinie ein horizontales Entflechtungsmodell für Wasserstoffnetzbetreiber enthalten soll, d. h. Betreiber nicht gleichzeitig auch Vertrieb und Erzeugung von Wasserstoff verantworten. Gleichzeitig wird diese Regelung jedoch den Mitgliedsstaaten durch eine sogenannte "Opt-Out"-Regelung freigestellt. Von den Regeln zum horizontalen Unbundling sind Fernleitungsnetzbetreiber betroffen, nicht jedoch Verteilnetzbetreiber.

Die dazugehörige Gasbinnenmarktverordnung behandelt primär die Regeln für die Netzbetreiber und umfasst etwa die Planung einer unabhängigen europäischen Wasserstoff-Regulierungsbehörde (ENNOH - European Networks of Hydrogen Networks Operators) sowie eine weitere Reduzierung noch laufender Importe von russischem Erdgas. Die Festlegungskompetenz der jeweiligen Netztarife soll weiterhin bei den nationalen Regulierungsbehörden liegen.

EU-Methanemissions-Verordnung

Zur Eindämmung von Methanemissionen innerhalb des EU-Energiesektors sowie bei Energieimporten haben sich das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten am 15. November 2023 auf neue Regeln geeinigt, die in der EU-Methanemissions-Verordnung zusammengefasst sind.

Anlagenbetreiber innerhalb der EU sind künftig verpflichtet, regelmäßig Methanemissionen zu messen und darüber zu berichten. Davon betroffen sind auch nicht-operative Anlagen. Auch sollen Öl- und Gasunternehmen ihre Anlagen regelmäßig auf Methanlecks überprüfen und diese ggf. umgehend reparieren. Routinemäßiges Entlüften und Abfackeln im Öl- und Gassektor ist künftig auf unvermeidbare Umstände beschränkt.

Für die mit dem Import von Öl, Gasen und Kohle verbundenen Methanemissionen soll eine Methan-Transparenzdatenbank eingerichtet werden. Importeure und EU-Betreiber sollen hierbei Daten über Methanemissionen melden, welche dann der Öffentlichkeit bereitgestellt werden.

Für den Betrieb unserer Gasnetze bedeuten die neuen Vorgaben eine deutliche Erhöhung des Prüf- und Dokumentationsaufwandes, obwohl die Leckageverluste nur sehr gering sind.

Änderungen auf Bundesebene

Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - mindestens 65 % EE-Anteil bei neuen Heizungen

Im Bundesgesetzblatt wurde am 19. Oktober 2023 die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) veröffentlicht, welche zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist. Mit dem geänderten Gesetz wird die Dekarbonisierung des Wärmesektors im Gebäudebereich adressiert und der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen sowie der Warmwasserbereitstellung forciert. Das Gesetz fokussiert auf Wärmepumpen und Wärmenetze, wobei die lokal wirtschaftlich sinnvollen Optionen unter Einbezug von Fördermitteln zuvor über die kommunale Wärmeplanung identifiziert werden sollen. Zentraler Inhalt des GEG ist die Pflicht zu einem Anteil erneuerbarer Energien oder unvermeidbarer Abwärme i. H. v. mindestens 65 % bei Heizungserneuerung im Gebäudebestand und im Neubau von Gebäuden. Diese Regelung greift für Bestandsgebäude und baulückenschließende Neubauten jedoch erst mit Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung (vgl. Wärmeplanungsgesetz - WPG). Für Gebäude mit Perspektive eines Fernwärmeanschlusses wird eine Übergangsfrist von 10 Jahren eingeräumt, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht werden muss. Die gelieferte Wärme muss dann zu 65 % aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme bestehen. Bei direktem Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz ohne Zwischenlösung gelten die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes an Wärmenetze. Für Regionen, die laut Wärmeplan mit Wasserstoff versorgt werden sollen, hat der Gasnetzbetreiber bis 2028 darzulegen, wie die Wasserstoffversorgung gewährleistet werden kann. Damit einher gehen aus dem GEG umfangreiche Anforderungen an den Gasnetzbetreiber, welcher einen verbindlichen Fahrplan bis zur Vollendung der Umstellung der Netzinfrastruktur auf die vollständige Versorgung der Anschlussnehmer mit Wasserstoff mit Angaben zur Finanzierung zu veröffentlichen hat. Darin ist auch festzulegen, wer die Kosten der Umrüstungen und des Austauschs der nicht umrüstbaren Verbrauchsgeräte tragen soll.

Wärmeplanungsgesetz (WPG) - Wärmewende beginnt in den Kommunen

Eng mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) verknüpft ist das Ende 2023 verabschiedete und zum Januar 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz (WPG), welches die verpflichtende Erstellung von kommunalen Wärmeplänen (kWP) vorsieht. Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis spätestens 2045 aufzuzeigen. Bestehende Wärmenetze müssen bis 2030 zu mindestens 30 % und bis 2040 zu 80 % mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Bei neuen Wärmenetzen liegt dieser Mindestanteil bei 65 %. Die im Wärmeplan für das jeweilige Untersuchungsgebiet favorisierten Technologien zur Wärmeversorgung wirken sich entsprechend auch auf die Infrastruktur aus, weshalb Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber eine zentrale Rolle bei der Wärmeplanung einnehmen.

Für Kommunen mit über 100.000 Einwohnern sollen die Wärmepläne bis zum 30. Juni 2026 vorliegen, während kleinere Kommunen zwei Jahre länger Zeit haben. Da der Bund die Kommunen nicht direkt verpflichten kann, werden mit dem WPG formal die Bundesländer verpflichtet, für die Umsetzung des Bundesgesetzes Sorge zu tragen. Der Freistaat Sachsen muss den rechtlichen Rahmen noch spezifizieren.

Die Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns werden die Umsetzung der neuen Vorgaben aus GEG und WPG, basierend auf der Energieverteilstrategie für die Verteilnetze, aktiv begleiten. Dies betrifft sowohl die Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung, die Energieverteilstrategie und damit die Erstellung zukunftssicherer Wärmeversorgungslösungen für die Kunden.

Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) - Planung eines Wasserstoff-Kernnetzes und Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur

Im Juni 2023 veröffentlichte die Bundesregierung die Fortschreibung der ersten Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus dem Jahr 2020. Die Fortschreibung sieht u. a. den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland vor, die mit dem Wasserstoffmarkt wächst und in den europäischen Binnenmarkt eingebettet ist. Das sogenannte "Wasserstoffkernnetz" mit einer Länge von 9.700 km soll die Versorgung von Schlüsselindustrien und Regionen mit Wasserstoff sicherstellen und bereits bis 2032 in Betrieb gehen. Die Zielstellung für die heimische Elektrolyseleistung bis 2030 wird auf 10 GW angehoben.

Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG 2023) hat die Bundesregierung die notwendigen Rechtsgrundlagen für das Wasserstoffkernnetz geschaffen, wonach sich die Ausprägung bzw. der Verlauf des Kernnetzes auf die Ermöglichung eines überregionalen Transports von Wasserstoff konzentrieren soll. Hierfür sollen die verschiedenen Fernleitungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen gemeinsamen Antrag auf ein entsprechendes Wasserstoffkernnetz zur Genehmigung vorlegen.

Der SachsenEnergie Konzern hat erreicht, dass die Anbindung der Landeshauptstadt Dresden an das Wasserstoffkernnetz in den Antragsentwurf der FNB Gas (Zusammenschluss der Fernleitungsnetzbetreiber "FNB Gas e. V.") aufgenommen wurde. Auch für die Verbrauchsschwerpunkte im Industriebogen Meißen wurden entsprechende Erweiterungsmeldungen veranlasst. Den finalen Antrag werden die FNB Gas bis Mai 2024 an die BNetzA übermitteln, welche dann abschließend über die Realisierung der gemeldeten Leitungsabschnitte entscheiden wird. Abseits des Kernnetzes wird die Wasserstoffversorgung über das Gasverteilnetz erfolgen. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben bereits begonnen.

Neben den Regelungen zum Wasserstoffkernnetz wurde mit der EnWG-Novelle auch einem Urteil des europäischen Gerichtshofs zur Stärkung der BNetzA Rechnung getragen. Diese soll künftig frei über Netzentgelte und Netzzugänge entscheiden können und unabhängiger vom deutschen Verordnungsgeber sein. Ebenfalls Bestandteil der EnWG-Novelle ist die Einführung des Prinzips "Nutzen statt Abregeln" von erneuerbaren Energien im Stromsektor. Für eine Netzentgeltbefreiung können nach 2008 errichtete Elektrolyseure und Speicher anstatt wie bisher 2026 nun bis spätestens 2029 in Betrieb genommen werden. Für 2024 wurden bereits weitere Novellierungen des EnWG angekündigt.

Novelle Messstellenbetriebsgesetz - Digitalisierung der Energiewende

Das Inkrafttreten des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai 2023 setzte den Startpunkt des von der Branche lange geforderten rechtssicheren Rollouts von intelligenten Messsystemen. Für Verbraucher bis 100.000 kWh/a und Anlagen bis 100 kW können die Messstellenbetreiber den Rollout auf freiwilliger Basis sofort beginnen oder fortsetzen. Zur Pflicht wird das Rollout für grundzuständige Messstellenbetreiber spätestens ab 1. Januar 2025.

Haushaltsfinanzierungsgesetz zum Bundeshaushalt 2024 - Stromsteuersenkung statt Industriestrompreis sowie Anhebung des CO 2-Preises ab 2024

Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes ist eine Anhebung der Festpreise im Brennstoffemissionshandelsgesetz. Dieses wird dahingehend angepasst, dass der CO 2-Preis im Jahr 2024 von 30 EUR/t auf 45 EUR/t und ab 2025 von 45 EUR/t auf 55 EUR/t erhöht wird. Die Änderung betrifft vor allem den privaten Gasverbrauch und Kfz-Kraftstoffe.

Ursprünglich sollte es für 2024 einen Zuschuss des Bundes an die Übertragungsnetzbetreiber i. H. v. EUR 5,5 Mrd. zur Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte geben. Darauf hatte sich die Bundesregierung mit dem Strompreispaket vom 9. November 2023 geeinigt. Infolge des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichtes wurden diese EUR 5,5 Mrd. jedoch im Bundeshaushalt 2024 wieder eingespart und sind somit nicht mehr Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes 2024. Dies hat deutlich gestiegene Netzentgelte der Übertragungsnetze zur Folge.

Forschung und Entwicklung

Die eigene Zukunft unter den Randbedingungen der Energiewende und der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung zu gestalten, erfordert die proaktive Beschäftigung mit neuen Trends und Marktchancen. Dafür beteiligt sich die SachsenNetze an ausgewählten perspektivreichen Projekten, aus denen Ansätze für neue Dienstleistungen, Effizienzverbesserungen oder eine noch bessere Servicequalität hervorgehen können.

Ein Baustein der Vorsorge ist eine krisenfeste Kommunikation. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die öffentlichen Netze hierfür nicht geeignet sind. Deshalb beteiligt sich SachsenNetze gemeinsam mit SachsenGigaBit am Aufbau eines unabhängigen und schwarzfallfesten Funknetzes auf Basis der Technologie LTE 450. Hierbei wird der Funkstandard LTE, welcher aktuell auch für Mobilfunknetze verwendet wird, auf niedrigeren Frequenzen (450 MHz) genutzt. Der Vorteil dieser Technologie sind die wesentlich besseren Ausbreitungseigenschaften, wie z. B. eine bessere Gebäudedurchdringung insbesondere bis in die Keller, in denen sich meist die Technik (z. B. Zähler) befindet. Da das entstehende Netz exklusiv für die Energiewirtschaft errichtet wird, ist es gegenüber kommerziellen Netzen bezüglich Ausfall- und Abhörsicherheit sowie Sicherheit bei Überlastung im Krisenfall deutlich überlegen. Die SachsenNetze errichtet die notwendige Standortinfrastruktur.

Das Förderprojekt E-Com (E-Commuter) hat, wie das Projekt Daten Tanken, den Aufbau und Betrieb moderner leistungsfähiger Ladeinfrastruktur zum Inhalt. Es ist seit 2020 ebenfalls ein Teilprojekt im "Sofortprogramm Saubere Luft". Die Landeshauptstadt Dresden ist dabei Fördermittelempfänger (100 % Förderung nur für Kommunen) und die SachsenNetze fungiert als deren Unterauftragnehmer. Neben dem zentralen Projektziel des Ausbaus der Ladeinfrastruktur in Dresden ist eine IT-Plattform zur Verbesserung der Nutzerakzeptanz ein wesentlicher Förderbestandteil. In enger Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden wurden in diesem Projekt vorrangig Investitionen in die Normalladeinfrastruktur, vor allem an Mobilitätspunkten der Dresdner Verkehrsbetriebe, getätigt. Weiterhin wurden Ladepunkte auf Parkplätzen Dresdner Wohnungsgenossenschaften errichtet. Das Projekt wurde Mitte 2023 fristgerecht abgeschlossen. Insgesamt wurden 196 Ladepunkte errichtet, wovon 60 % öffentlich nutzbar sind.

Mit dem Forschungsvorhaben dymoBat - KI unterstützte Kommunikationstechnologien zur dynamischen Optimierung von Energiespeichern zur Frequenzstabilisierung und Energieversorgung - wird erforscht, ob und wie das bidirektionale Laden von Elektrofahrzeugen in Kombination mit der 5G-Technologie für die Systemsicherheit Anwendung finden kann. Das Forschungsvorhaben wird durch die TU Dresden, Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze geleitet. Weitere Partner sind die SAP AG, Meshmerize GmbH, CampusGenius GmbH, Comfort Charge GmbH sowie die Landeshauptstadt Dresden
Das Projekt digiTechNetz verfolgt das Ziel, Digitalisierungstechnologien insbesondere für die Betriebsführung, aber auch für die Planung von Niederspannungsnetzen zu entwickeln, im Labor zu erproben und ausgewählte Services dann auch im Reallabor einzusetzen. An dem Projekt nehmen folgende Partner teil: TU Dresden mit der Professur für Elektroenergieversorgung und dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft, DIgSILENT GmbH, Robotron Datenbank-Software GmbH, F&S Prozessautomation GmbH, SachsenNetze HS.HD GmbH und emsys grid services GmbH.

Im September 2023 wurde das seit 2017 laufende Projekt "MAtchUP" [1] abgechlossen, welches unter dem EU-Programm HORIZON 2020 gefördert wurde und an dem sich der SachsenEnergie Konzern zusammen mit europäischen Partnern beteiligte. Ziel des Projektes war es, Ansätze für weitere Städte zu geben, um diese Konzepte zu adaptieren, wofür in einem Testquartier potenziell replizierbare Smart-City-Konzepte zur Digitalisierung und Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz implementiert wurden. Erarbeitet und umgesetzt wurden u. a. Projekte mit der Wohnungswirtschaft zu Photovoltaik und Mieterstrom mit flexiblen Tarifen. Im Bereich der Elektromobilität entstanden neue Ladepunkte sowie ein verbessertes Bezahl- und Abrechnungssystem für Ladevorgänge. Die Auswirkungen von Schnellladern auf die Wirksamkeit eines netzstabilisierenden Großspeichers konnten innerhalb von MAtchUP analysiert werden. Zur Dekarbonisierung der Energieversorgung wurde die Reduzierung der Vorlauftemperaturen (LowEx) des Fernwärmesystems untersucht als Voraussetzung für die Integration volatiler erneuerbarer Energien.

Das unter dem EU-Programm HORIZON Europe geförderte Projekt "NEUTRALPATH" wurde im Januar 2023 gestartet und ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren angesetzt. Der SachsenEnergie Konzern untersucht als Projektpartner innerhalb des europäischen Konsortiums, wie Städte zukünftig klimaneutral gestaltet werden können. In Dresden wurden dafür zwei Testquartiere definiert, welche durch die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen eine positive Energiebilanz erreichen sollen. Ein zentraler Forschungsbestand ist die saisonale Absenkung des Temperaturniveaus der Fernwärmeversorgung. Ziel soll es sein, das Verhalten von Sekundärnetzen bei verringerten Temperaturen und die Trinkwarmwasserbereitung unter den geänderten Bedingungen zu untersuchen. Weiterhin soll der Ausbau schnellladefähiger, bidirektional steuerbarer Infrastruktur für die Elektromobilität weiter vorangetrieben und ladedynamische Abrechnungstarife entwickelt werden.

In 2023 wurden die bisherigen Projektergebnisse reflektiert sowie die zukünftige Ausrichtung von energy.NEXT im Kernteam Innovationsmanagement erarbeitet. Die Ausbildung neuer agiler Coaches in 2023 liefert einen essenziellen Beitrag zur weiteren Stärkung der Innovationsfähigkeit der SachsenNetze. Gestützt durch den konzernweiten Rollout von Kollaborationswerkzeugen kann die agile Arbeitsweise von allen Mitarbeiten angewandt und in den Arbeitsalltag integriert werden. Das Kommunikationsformat "mit" macht allen Geschäftsbereichen Themen wie Agilität, Interdisziplinarität und Kunden-/Nutzenorientierung zugänglich. Zum weiteren Ausbau der Innovationsfähigkeit und der Operationalisierung wurde eine neue Projektvereinbarung abgeschlossen.

Das Projekt "H2-Readiness - Kompendium Wasserstoff in Gasverteilnetzen" beschäftigt sich mit der Zukunftsoption Wasserstoff und der H2-Readiness in Gasverteilnetzen. Es umfasst ein Nachschlagewerk in Form allgemeiner Steckbriefe zur H2-Readiness und Herstellerbewer- tungen zur Wasserstoffverträglichkeit konkreter Produkte oder Produktgruppen, welche im Gasverteilnetz vorkommen. Das Projekt wird von einem Konsortium mehrerer Netzbetreiber gehalten und von der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH ausgeführt. Die Verfügbarkeit der Daten zum Kompendium ist über eine Online-Datenbank (verifHy) sichergestellt, welche mit weiteren Daten aus Forschungsaktivitäten gefüllt wird. Ziel ist es, einen belastbaren und anwachsenden Kenntnisstand über die Wasserstoffverträglichkeit der Assets im Gasverteilnetz zu schaffen sowie den Handlungsbedarf für Asset-Bestand und Asset-Beschaffung zu bewerten.

Im Rahmen des Projektes "H2vorOrt" haben sich Gasverteilnetzbetreiber zusammengeschlossen, um der Frage nachzugehen, wie eine regionale und sichere Versorgung mit klimaneutralen Gasen in Zukunft bundesweit konkret ausgestaltet werden kann und welcher Transformationspfad hierfür durchlaufen werden muss. Dabei steht Wasserstoff als klimaneutraler Energieträger und Bindeglied zwischen den Sektoren und Infrastrukturen besonders im Fokus. Begleitet wurden sie dabei vom DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V., dem zentralen Impulsgeber und technisch-wissenschaftlichem Partner. Als ein Ergebnis von "H2vorOrt" ist der Gasnetzgebietstransformationsplan (GTP) zu nennen, welcher bereits für 2022 und 2023 vorliegt und jährlich bis zum Jahr 2025 aktualisiert wird.

Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick

Die SachsenNetze zieht für das Geschäftsjahr 2023 eine positive Bilanz. Unter anderem energiewirtschaftliche und regulatorische Effekte führen zu einer Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern (EBT) gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,2 Mio. (i. Vj. Verbesserung um EUR 3,3 Mio).

SachsenNetze 2023 2022
Umsatzerlöse in TEUR 472.090 326.596
Ergebnis vor Steuern (EBT) in TEUR 206 -6.976
Ergebnis vor Verlustübernahme in TEUR -53 -7.191
Investitionen (ohne Finanzanlagen) in TEUR 9.206 10.808
Mitarbeitende zum 31. Dezember (inkl. Geschäftsführung; ohne Auszubildende) 571 562


Insgesamt entspricht die Entwicklung der Gesellschaft den Erwartungen der Geschäftsführung.

Zertifizierung des Informationssicherheits- sowie des Umwelt- und Energiemanagementsystems

Die SachsenNetze ist seit 2021 im Umwelt- und Energiemanagement nach den internationalen Normen ISO 14001 und 50001 zertifiziert. Der umweltgerechte und energieeffiziente Betrieb der Strom- und Gasnetze wird im Rahmen der entsprechenden Managementprozesse überwacht und bewertet sowie durch die externe Überprüfung der OmniCert Umweltgutachter GmbH, Bad Abbach, hinsichtlich Norm- und Rechtskonformität bestätigt. Im Jahr 2023 fand ein Überwachungsaudit statt, in dem das bis November 2024 gültige Zertifikat erfolgreich verteidigt werden konnte.


Als Bestandteil der Verbundzertifizierung im SachsenEnergie Konzern ist das Umwelt- und Energiemanagementsystem ein zentral gelenktes Instrument zur Überwachung und Berichterstattung im Konzern.

Die im Jahr 2023 erfolgreich in externen Audits absolvierte Überprüfung entsprechend dem IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur (äquivalent zu ISO/IEC 27001:2013) ist Bestandteil des integrierten Managementansatzes der Unternehmen. Sie beinhaltet insbesondere die Aspekte der Informationssicherheit im Bereich Netzführung sowie der notwendigen Telekommunikations- und elektronischen Datenverarbeitungssysteme. Somit wird der Betrieb eines sicheren Energieversorgungsnetzes (Strom und Gas) gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) unter Einbeziehung des IT-Sicherheitskataloges der Bundesnetzagentur sowie der "Systeme zur Angriffserkennung" sichergestellt.


Messstellenbetreiber

Die Durchführung des Messstellenbetriebs von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen wurde zum 1. September 2018 an die DIGImeto übertragen. Der Messstellenbetrieb von konventioneller Messtechnik verbleibt weiterhin bei der SachsenNetze.

Mit Beginn des Rollouts von modernen Messeinrichtungen im April 2019 wurden durch die DIGImeto bis zum 31. Dezember 2023 161.076 konventionelle Stromzähler durch moderne Messeinrichtungen ersetzt. Davon wurden 2.510 Pflichteinbaufälle und optionale Einbaufälle mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Somit sank der Bestand von eingesetzter konventioneller Messtechnik im Netzgebiet der SachsenNetze um ca. 43,21 %.

Pachtvertrag

Die SachsenNetze pachtet für das Medium Strom das Mittel- und Niederspannungsnetz und zugehörige Anlagen von der DREWAG. Im Medium Gas werden das Mittel- und Niederdrucknetz sowie die Hochdruckkundenanschlüsse von DREWAG (Stadtnetz Dresden) und SachsenEnergie (Region Ostsachsen) gepachtet.

DREWAG und SachsenEnergie stellen als Verpächter auf Anforderung der SachsenNetze die Mittel für Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen bereit. An den angeschafften und hergestellten Netzen und Anlagen erlangen DREWAG bzw. SachsenEnergie das Eigentum.

Stromnetz

Die SachsenNetze betreibt das Strom-Mittel- und Niederspannungsnetz in der Landeshauptstadt Dresden.

Baugeschehen

In das Stromnetz wurden im Geschäftsjahr 2023 durch den Verpächter DREWAG nach Vorgabe der SachsenNetze EUR 24,9 Mio. (i. Vj. EUR 20,1 Mio.) investiert.

Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag 2023 in dem Ausbau von Umspannstationen zu "intelligenten Ortsnetzstationen". Ausgewählte Stationen werden mit fernüberwachten und fernsteuerbaren Schaltanlagen ausgestattet und damit die Versorgungszuverlässigkeit erhöht, die Zugriffszeiten im Störungsfall reduziert und die volatile dezentrale Einspeisung von erneuerbaren Energien sowie die steigende Auslastung der Netze durch die E-Mobilität beobachtbar gemacht. Insgesamt wurden für den Ausbau und die getätigten Ersatzmaßnahmen EUR 1,4 Mio. investiert.

Die Maßnahmen für Ausbau und Ertüchtigung im MS-/NS-Netz umfassten mehr als EUR 8,5 Mio. Schwerpunkte lagen hier im Ersatz von nicht qualitätsgerechtem Leitungsbestand, wie z. B. der Ablösung störungsbehafteter Mittelspannungskabel (PE- und Massekabel). Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen erfolgt in Koordinierung mit der Landeshauptstadt Dresden. Als Beispiele können dafür die Maßnahmen Hansastraße, Reicker Straße sowie Arno-Lade-Straße genannt werden.

Für den Ausbau, die Erweiterung und den Ersatz von Netzanschlüssen wurden mehr als EUR 2,3 Mio. investiert.

Netznutzung

Die SachsenNetze hat im Geschäftsjahr 2023 2.978 GWh über das von der DREWAG gepachtete Verteilernetz durchgeleitet. Damit erhöht sich die Nutzung des Stromnetzes gegenüber dem Vorjahr um 14,6 %.

Der Bedarf der mit Standardlastprofil abgerechneten Kunden lag mit 766 GWh um 1,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Bei den lastgangabgerechneten Kunden erhöhte sich der Bedarf dagegen um 21,6 % auf 2.212 GWh.

Gasnetz

Die SachsenNetze betreibt in Ostsachsen einschließlich der Landeshauptstadt Dresden die Mittel- und Niederdrucknetze.

Baugeschehen

In die Gasnetze wurden im Geschäftsjahr 2023 durch die Verpächter SachsenEnergie und DREWAG nach Vorgabe der SachsenNetze EUR 16,0 Mio. (i. Vj. EUR 17,5 Mio.) investiert.

Der Schwerpunkt lag auf der Erneuerung von Netz- und Hausanschlussleitungen, wobei die Ablösung von Hausanschlüssen aus Stahl sowie von Netzleitungen entsprechend Erreichung der festgelegten Nutzungsdauern hierbei im Fokus stand.

Bei den Erneuerungsmaßnahmen an Netzleitungen in Ostsachsen sind die Mitteldruck-Transportleitungen in Hainewalde im Landkreis Görlitz sowie die Niederdruck-Transportleitungen in Pulsnitz im Landkreis Bautzen hervorzuheben. Zusätzlich beteiligte sich SachsenNetze insbesondere in Dresden an komplexen Straßenbauvorhaben, wie z. B. Großenhainer Straße, Caspar-David-Friedrich-Straße und Hansastraße, bei denen umfangreiche Auswechslungen und Umverlegungen an Gasleitungen umgesetzt wurden.

Auch 2023 erfolgten in Dresden weitere Netzumstellungen bei Gasleitungen von Niederdruck auf erhöhten Niederdruck oder Mitteldruck, um in druckschwachen oder druckschwankungsreichen Gebieten wie Dresden-Plauen, -Wölfnitz, -Kleinpestitz, -Strehlen, -Mockritz sowie - Zschertnitz eine erhöhte Versorgungsqualität zu erreichen.

Netznutzung

Im Geschäftsjahr 2023 hat die SachsenNetze 12.024 GWh über das von der SachsenEnergie und DREWAG gepachtete Mittel- und Niederdrucknetz durchgeleitet. Die Nutzung des Gasnetzes verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,6 %, sowohl teilweise witterungsbedingt als auch aufgrund von Sparmaßnahmen der Kunden infolge der relativ hohen Energiekosten, insbesondere Anfang 2023.

Der Bedarf der mit Standardlastprofil abgerechneten Kunden lag mit 3.736 GWh um 6,7 % unter dem Vorjahresniveau. Die lastgangabgerechneten Kunden und unterlagerte Netzbetreiber bezogen 8.288 GWh und damit 2,2 % weniger als im Vorjahr.

Der Netzabsatz wurde im Wesentlichen über den vorgelagerten Netzbetreiber SachsenNetze HS.HD eingespeist sowie kleinere Mengen von nachgelagerten Netzbetreibern.

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Die SachsenNetze erzielt 2023 Umsatzerlöse i. H. v. EUR 472,1 Mio. (i. Vj. EUR 326,6 Mio.) und liegt damit um EUR 145,5 Mio. über dem Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen die den Lieferanten in Rechnung gestellten Netznutzungsentgelte, sonstige Strom- und Gaslieferungen aus Mehr-/Mindermengen, die Erlöse aus weiterberechneten Einspeisevergütungen aus Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien sowie die Umsatzerlöse aus sonstigen Lieferungen und Leistungen einschließlich Betriebsführungen.

Die gegenüber dem Jahr 2022 um EUR 145,5 Mio. gestiegenen Umsatzerlöse resultieren zum einen aus um EUR 16,2 Mio. mengenbedingt höheren Erlösen aus der Netznutzung im Medium Strom und um EUR 37,8 Mio. preisbedingt höheren Erlösen aus der Netznutzung im Medium Gas. Zum anderen sind die sonstigen Erlöse aus der Lieferung von Mehr-/Mindermengen im Strom preisbedingt um EUR 17,3 Mio. und im Gas mengen- und preisbedingt um EUR 74,3 Mio. angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. EUR 2,2 Mio. (i. Vj. EUR 1,7 Mio.) bewegen sich über dem Vorjahreswert.

Der Materialaufwand i. H. v. EUR 383,0 Mio. (i. Vj. EUR 251,6 Mio.) liegt um EUR 131,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch im Materialaufwand enthaltene Aufwendungen aus Mehr-/Mindermengen-Abrechnungen und höhere Aufwendungen für Fremdleistungen begründet. Der Anstieg der Fremdleistungen resultiert insbesondere aus EUR 27,5 Mio. höheren Kosten vorgelagertes Netz Strom und Gas.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,0 Mio. auf EUR 50,5 Mio. Ursächlich dafür sind Tarifsteigerungen, eine im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden (ohne Auszubildende) und Rückstellungszuführungen.

Die Abschreibungen sind mit EUR 5,8 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 4,9 Mio. angestiegen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. EUR 35,9 Mio. (i. Vj. EUR 35,3 Mio.) sind im Wesentlichen Aufwendungen für Konzessionsabgaben Strom und Gas, Miet- und Leasingaufwand sowie Büro- und Kommunikationsaufwand enthalten.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt die SachsenNetze mit einem Ergebnis vor Steuern i. H. v. EUR 0,2 Mio. (i. Vj. EUR -7,0 Mio.) ab. Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern beträgt das Ergebnis, das gemäß Gewinnabführungsvertrag durch die SachsenEnergie ausgeglichen wird, EUR -0,1 Mio. (i. Vj. EUR -7,2 Mio.).

Vermögenslage

Die Bilanz der SachsenNetze zum 31. Dezember 2023 weist eine Bilanzsumme von EUR 79,2 Mio. (i. Vj. EUR 63,6 Mio.) aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht auf der Aktivseite insbesondere auf höheren Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Demgegenüber sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gesunken. Auf der Passivseite sind insbesondere die höheren sonstigen Rückstellungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ursächlich für den Anstieg. Gegenläufig dazu verminderten sich die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr.

Das Anlagevermögen bewegt sich mit EUR 45,6 Mio. (i. Vj. EUR 42,2 Mio.) über Vorjahresniveau. Unter den Sachanlagen werden insbesondere die Grundstücke und Gebäude des zentralen Betriebshofes sowie Fahrzeuge und Werkzeuge ausgewiesen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 12,1 Mio. erhöht und beinhaltet im Wesentlichen Vorräte, noch offene Ansprüche aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände.

Der Vorratsbestand der SachsenNetze erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio. Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und geleistete Anzahlungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um EUR 12,5 Mio. gestiegen. Demgegenüber sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um insgesamt EUR 5,1 Mio., insbesondere aufgrund stichtagsbedingt geringerer Forderungen gegen DREWAG, gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,5 Mio. - im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Steuererstattungsansprüchen.

Das Fremdkapital ist überwiegend von kurzfristiger Natur und beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Rückstellungen mit einem Bestand von EUR 22,3 Mio. zeigen eine Erhöhung um EUR 3,3 Mio. zum Vorjahr mit EUR 19,0 Mio. Ursächlich hierfür sind insbesondere höhere Rückstellungen für Altersteilzeit.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um EUR 4,4 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert aus der Schlussabrechnung von Anschlussvorhaben und der damit verbundenen Verrechnungen von Anzahlungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt um EUR 1,2 Mio. unter dem Vorjahreswert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um EUR 16,8 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür sind überwiegend höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der SachsenNetze HS.HD und DREWAG.

Finanzlage

Durch den mit der DREWAG abgeschlossenen Rahmenkreditvertrag war die Liquidität der SachsenNetze im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die kurzfristigen Darlehen verlängert werden.

Finanzlage 2023 2022

TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.223 25.952
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.209 -10.588
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 11.432 -3.748


Die Verminderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist insbesondere auf Veränderungen bei den Forderungspositionen zurückzuführen. Aufgrund der gesunkenen zahlungswirksamen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verminderte sich der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit weiter. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund Änderung des DRS 21 sowie dem Verlustausgleich des Jahresergebnisses 2022 durch die SachsenEnergie gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Aufgrund der Änderung des DRS 21 durch DRÄS 13 wird das Cash-Pooling nicht mehr im Finanzmittelfonds ausgewiesen. Entsprechend wurde die Darstellung im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr angepasst.

Der Finanzmittelfonds betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

Die Geschäftsführung schätzt die Lage der Gesellschaft als stabil ein.

Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG

Die SachsenNetze führt die folgenden Tätigkeiten im Sinne des § 6b EnWG durch:

Elektrizitätsverteilung,

Gasverteilung.


Tätigkeitsabschlüsse werden für die regulierten Bereiche Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze erstellt und veröffentlicht.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit der SachsenNetze werden neben finanziellen auch nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen herangezogen. Beide spielen für die Unternehmensentwicklung eine wichtige Rolle.

Am bedeutsamsten für die interne Unternehmensteuerung ist die Verwendung der betriebswirtschaftlich ermittelten Kenngröße "Betriebliches Ergebnis vor Steuern" (EBT). Dieses ist bereits im Abschnitt "Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick" dargestellt.

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfasst die SachsenNetze regelmäßig die einge-speisten und entnommenen Mengen Strom und Gas.

Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen

Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind gemäß § 36 GmbHG, § 52 Abs. 2 GmbHG und § 5 EG-GmbHG Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegen, verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie den ersten beiden Führungsebenen nach der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen.

In der Gesellschafterversammlung der SachsenNetze vom 06. Februar 2023 wurden folgende Frauenanteile beschlossen, die bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden sollen: Aufsichtsrat: 33,33 %, Geschäftsführung: 50 %.

Im Aufsichtsrat wurde zum 31. Dezember 2023 die Zielgröße erreicht (3 von 9 Sitzen).

Auf Ebene der Geschäftsführung wurde zum 31. Dezember 2023 ein Frauenanteil von 50 % erreicht.

Für die SachsenNetze wurde durch die Geschäftsführung ein Frauenanteil von 6 % für die erste Führungsebene und 15 % für die zweite Führungsebene beschlossen (Beschluss vom 26. Januar 2023). Damit wurde der gesetzlichen und gesamtgesellschaftlichen Zielstellung einer dauerhaften Erhöhung der Beteiligung von Frauen in Führungspositionen angemessen Rechnung getragen. Als Fristende zur Erreichung der Zielgrößen wurde der 30. Juni 2027 beschlossen.

In der ersten Führungsebene betrug der Frauenanteil zum Abschlussstichtag 12 % (i. Vj. 7 %), innerhalb der zweiten Führungsebene lag er bei 7 % (i. Vj. 0 %).

Prognosebericht

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Die SachsenNetze geht für das Jahr 2024 von einem EBT von EUR 16,4 Mio. aus. Ursächlich für die geplante Ergebnisverbesserung gegenüber 2023 ist im Wesentlichen die Regulierung der Strom- und Gasnetze sowie die in der Planung unterstellte Erlöspfadentwicklung.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der SachsenEnergie AG, sodass EUR 16,2 Mio. Gewinn abgeführt werden.

Zum Zeitpunkt der Planerstellung wurden die vorliegenden Kostenmitteilungen der Bundesnetzagentur berücksichtigt.

Im Planungszeitraum 2024 bis 2028 geht die SachsenNetze bei der Netzlieferung Strom von leicht steigenden und bei der Netzlieferung Gas von leicht sinkenden Absatzmengen aus.

Die SachsenNetze erwartet für das Jahr 2024 Umsatzerlöse über dem Vorjahresniveau, insbesondere durch Netznutzung und weiterberechnete Einspeisevergütungen gemäß KWKG und EEG.

Die eigenen Investitionen der SachsenNetze betreffen insbesondere die Betriebs- und Geschäftsausstattung, den Fuhrpark sowie die Informationsverarbeitung.

Zur Verminderung entstehender Deckungslücken wird die SachsenNetze auch zukünftig alle Anstrengungen darauf verwenden, Kostensenkungspotenziale aufzudecken und zu nutzen, um somit mittel- und langfristig eine Entlastung der beeinflussbaren Kosten zu erreichen. Um dauerhaft die geforderte Versorgungssicherheit für die Kunden zu gewährleisten, darf die SachsenNetze hierbei nicht die Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen in Netze und Anlagen vernachlässigen.

Berücksichtigt werden müssen zudem der demographische Wandel, den die Netzgesellschaften bereits spüren und aktuelle Herausforderungen, die die neuen Wachstumsfelder und die vertiefte Integration mit sich bringen. Ein Fokus liegt deshalb auch künftig auf einer weiteren Harmonisierung von Geschäftsprozessen, um die Grundlage für eine zukünftige gesellschaftliche Fusion zu schaffen. Um parallel zum Bestandsgeschäft die neuen Geschäftsfelder erfolgreich bearbeiten zu können, besteht ein weiterer Schwerpunkt in der Konzentration von Aufgaben mit dem Ziel einer fachlichen Weiterentwicklung und Vertiefung, Effizienzsteigerung und Innovationskraftsteigerung.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten ist die SachsenNetze einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Parallel dazu können sich aus dem unternehmerischen Handeln auch gegenüber den geplanten Ergebnissen bessere Wertentwicklungen - Chancen - ergeben.

Durch das Konzernrisikomanagementsystem des SachsenEnergie Konzerns - in welches die SachsenNetze eingebunden ist - werden Risiken zum Entstehungszeitpunkt erfasst, deren Ursachen und Zusammenhänge analysiert sowie die weitere Entwicklung bewertet.

Der Risikomanagementprozess ist ein kontinuierlicher Prozess und umfasst als wesentliche Bestandteile die Identifikation, Analyse mit Bewertung, Frühwarnung, Steuerung und Dokumentation mit Berichterstattung. Er beginnt jährlich mit einer systematischen Risiko- und Chancenbestandsaufnahme. Die dort aufgenommenen Sachverhalte werden bewertet und dokumentiert. Sie bilden die Basis für eine quartalsweise Berichterstattung an die Geschäftsleitung. Größere Risiken werden vierteljährlich hinsichtlich Veränderungen untersucht und gegebenenfalls neu bewertet. Sind Sachverhalte aus objektiven Gründen nicht quantifizierbar, werden sie verbal in die Berichte aufgenommen.

Die folgenden Risiken sind nach absteigender Bedeutung für das Unternehmen sortiert.

Politische und regulatorische Risiken

Das Geschäft der Versorgungsunternehmen ist und wird auch künftig maßgeblich durch die politischen Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber sowie die Umsetzung und Interpretation der Vorgaben durch die Regulierungsbehörden bestimmt. Für die SachsenNetze ist besonders die Rolle der Verteilnetze im zukünftigen Energiekonzept von Bedeutung. Mit den politischen Vorgaben werden die Rentabilität und Risikobehaftung der Geschäftsaktivitäten beeinflusst. Diese Vorgaben haben erheblichen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse der SachsenNetze.

Die Festlegungen der Regulierungsbehörden können gegebenenfalls zu einer Veränderung der Einnahmensituation gegenüber der Planung führen.Die Bundesnetzagentur hat die ihr zugesprochene weitreichende Gestaltungsfreiheit bei der Methodenwahl zur Festlegung der Eigenkapitalverzinsung in Verbindung mit dem geringen Marktzinsniveau genutzt und die Eigenkapitalverzinsung für die vierte Regulierungsperiode festgelegt. Die weitere Absenkung des Verzinsungsanspruchs mit negativen Auswirkungen auf die Investitions- und Finanzkraft der Branche wurde in der aktuellen Planung berücksichtigt. Allerdings sind das Ausgangsniveau und der Effizienzwert der vierten Regulierungsperiode jeweils für Gas und Strom noch nicht beschieden. Des Weiteren bestehen laufende Verfahren zu einer Erhöhung der anerkannten Verzinsung und einer verkürzten Abschreibungsdauer, insbesondere im Bereich Gas für die vierte Regulierungsperiode. Weiterhin bestehen Unsicherheiten, ob Mehrkosten infolge der Energiewende, z. B. für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme, vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

Marktrisiken

Da Netze räumlich festgelegte Strukturen sind, ist der Wegfall nachfragestarker Kunden schwer kompensierbar. Dieser Wegfall kann durch Schließung eines Standortes oder einen Energieträgerwechsel geschehen. Der Ausbau erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmebereich wird langfristig Auswirkungen auf die Auslastung und damit die Effizienz der Netze haben. Ebenfalls ungünstig auf die Netzeffizienz können sich Rückgänge in der Energienachfrage aufgrund langfristig steigender Energiepreise und die Verschärfung von Vorgaben zur Energieeffizienz im Gebäudebereich auswirken. Mit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges hat sich diese Sicht auf das Medium Gas verstärkt. Um eine Transformation der Gasnetze zu realisieren, werden Umstellungen auf das Medium Wasserstoff bereits bei der Netzplanung sowie durch die erlangte Anschlusszusage an das Wasserstoff-Kernnetz berücksichtigt. Dabei ist die ausreichende Verfügbarkeit von klimaneutralem Wasserstoff von internationalen Lieferketten abhängig.

Die Investitionen in die Versorgungssicherheit des Dresdner Nordens rentieren sich auf Dauer nur bei anhaltender Energienachfrage der dort angesiedelten Hochtechnologiefirmen, deren Wettbewerbsfähigkeit auch von der Energiepreisentwicklung in Deutschland abhängt.

Kreditrisiken

Ausfallrisiken von Geschäftspartnern bestehen bei der SachsenNetze durch Insolvenz der die Netze nutzenden Händler, Einspeiser und direkten Netznutzer sowie der Lieferanten von Verlustenergie.

Bei der SachsenNetze kann es zu Zahlungsausfällen durch die Insolvenz von Händlern, welche Kunden im Netzgebiet beliefern, oder direkten Netznutzern kommen. Zahlungsausfälle werden in regulierten Netzen nicht bei der Festsetzung der Erlösobergrenze berücksichtigt und sind dadurch ein Risiko. Durch die Insolvenzverwalter von insolventen Händlern bestehen Rückforderungen aufgrund Insolvenzanfechtung (§ 129 ff. InsO) an die SachsenNetze. Neue Insolvenzen von Händlern oder direkten Netznutzern können zu weiteren - auch über mehrere Jahre zurückreichenden - Forderungen aufgrund Insolvenzanfechtung führen.

Ebenso kann ein wirtschaftlicher Nachteil bei Insolvenz von Verlustenergielieferanten entstehen, wenn eine Ersatzbeschaffung nur zu ungünstigeren Konditionen möglich ist.

Insolvenzen von Einspeisern können zu wirtschaftlichen Nachteilen führen, wenn die bereits unterjährig ausgezahlten Vergütungen infolge fehlender Nachweise und Gutachten nicht in den bundesweiten Belastungsausgleichen wälzbar sind.

Ausfälle von Vertragspartnern für die Lieferung von technischen Komponenten und Dienstleistungen können zu Projektverzögerungen, Nachbeschaffungen und dem Verlust vereinbarter Garantieleistungen führen.

Die SachsenNetze nutzt ihre verfügbaren Handlungsmöglichkeiten, um Zahlungsausfällen vorzubeugen. So unternimmt die Gesellschaft unterschiedliche Maßnahmen zur Bonitätsprüfung von Vertragspartnern und Absicherung von Zahlungsausfällen, um diesem Risiko entgegenzuwirken.

Sonstige Risiken

Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen.

Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden (Fach-)Personales eine hohe Bedeutung beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche interne und externe Maßnahmen ergriffen.

Die SachsenNetze ist Risiken aus Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter Umwelteinflüssen werden wetterbedingte Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen hohe Schäden an technischen Anlagen und flächendeckende Versorgungsausfälle verursachen können. Bei der Beseitigung der dadurch entstehenden Schäden ist mit hohen Kosten zu rechnen. Zum Hochwasserschutz sind sowohl von der Stadt Dresden als auch der SachsenNetze zahlreiche Maßnahmen, z. B. Höherlegung von Umspannstationen und Hausanschlusskästen, zur Schadensbegrenzung umgesetzt worden. Dennoch ist insbesondere bei Wasserständen, die das Niveau des städtischen Schutzsystems übertreffen, ein hoher Schadenswert möglich.

Weiterhin bestehen Risiken aufgrund technischer Schäden. Zur Begrenzung dieser Schäden sind vertragliche, technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt.

Die Konzessionsverträge mit der Landeshauptstadt Dresden für Strom und Gas vom 18. Dezember 2012 verpflichten die DREWAG und die SachsenNetze, städtischen Maßnahmen im öffentlichen Verkehrsraum durch den Umbau und die Anpassung des Anlagenbestandes zu folgen. Die Kosten dafür sind überwiegend vom Konzessionsnehmer zu tragen. Die intensive Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur enthält daraus resultierend sowohl Chancen durch die Steigerung der Attraktivität der Stadt als auch Risiken durch die erheblichen Investitionen in Anlagen teilweise vor Erreichen des technischen Lebensdauerendes dieser Anlagen. Durch intensive Zusammenarbeit mit den städtischen Partnern wird versucht, den Umfang der notwendigen Anlagenänderungen und damit die Kosten zu minimieren.

Finanz- und Zinsrisiken

Da die SachsenNetze keine Kredite bei Banken aufgenommen hat, bestehen nur minimale Zinsrisiken. Die für das Geschäft erforderliche Liquiditätsreserve wird als Dienstleistung von den Eigentümern gesteuert. Dadurch ist die Gesellschaft weiterhin auf die Finanzierung durch den Gesellschafter angewiesen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Finanzierung jederzeit gesichert ist.

Risiken aus globalen Krisen und Pandemien

Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg sowie dem Nahost-Konflikt können weitere lokale und globale Krisen, verursacht z. B. durch Epidemien, Anschläge, Kriege oder Naturkatastrophen, den Geschäftsablauf erheblich beeinflussen. Für existenzielle Kernprozesse sind Notfallpläne im Handbuch Notfallmanagement (Anlage2) hinterlegt. Sämtliche Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement koordiniert.

In Krisensituationen erfolgen kurzfristig einberufene Besprechungen des Krisenstabs zur Beurteilung der aktuellen Lage mit Prüfung und Beschluss von risikominimierenden Maßnahmen unter Teilnahme von Geschäftsleitung, Risikomanagement und Fachabteilungen.

SachsenNetze hat zahlreiche Maßnahmen zur Sicherstellung der Geschäftsabläufe und der damit verbundenen Aufrechterhaltung der Versorgung der Kunden eingeführt. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem Krisenstab permanent den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Zur Steuerung der wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere der erhöhten Liquiditätsanforderung aus Zahlungsverzügen oder Zahlungsausfällen, erfolgt eine laufende Bonitätsprüfung.

Chancenbericht

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden auch Chancen als potenzielle Ertrags- oder Vermögensverbesserungen gegenüber den Planwerten erfasst und bewertet. Chancen können sich im Hinblick auf die Entwicklung der Erlösobergrenzen Strom und Gas ergeben. Jeder Beschluss der Regulierungsbehörden wird auf Optimierungsmöglichkeiten geprüft.

Solch eine Chance besteht z. B. beim Eigenkapital-Zinssatz. Hierzu hat die BNetzA Beschlüsse erlassen, gegen die jeweils Beschwerden eingelegt wurden. Solange die Beschwerden nicht abschließend geklärt sind, gibt die BNetzA jeweils Anpassungszusagen zum Sachverhalt mit den betroffenen Netzbetreibern ab.

Im Zuge des Ausbaus der Stromnetze zur Deckung des steigenden Bedarfs sowie der Energiewende bestehen Chancen zur Erlösung höherer Entgelte.

Chancen sieht die SachsenNetze außerdem in einer weiterhin positiven Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung in Dresden. Maßnahmen zur Stadtverdichtung können sich günstig auf die Netzauslastung auswirken.

Eine verbesserte Netzauslastung durch Chancen aus Mehrverbräuchen (bspw. zunehmende Elektrifizierung durch Wärmepumpen, Elektromobilität oder das angesprochene Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum und der damit einhergehende steigende Energiebedarf) erzeugt liquiditätsseitig die Chance auf einen erhöhten Zufluss von Netzentgelten. Trotz des Ausgleichs in späteren Jahren vermindert ein solcher Liquiditätszufluss den Finanzierungsbedarf und demnach die in der Gesellschaft bzw. im Konzernverbund notwendigen Fremdkapitalaufwendungen. Durch Netzoptimierung werden zusätzlich Effizienzsteigerungen angestrebt.

Die erlangte Anschlusszusage zum Wasserstoff-Kernnetz ermöglicht der SachsenNetze Chancen im Kontext der Umstellung beim Energieträger Gas.

Des Weiteren ist die SachsenNetze in den Konzernverbund der SachsenEnergie eingebunden, was durch dort vorhandene langfristige Finanzierungsvereinbarungen in Zeiten steigender Zinssätze einen Finanzierungsvorteil und operative Synergien als Chancen generiert.

Gesamtaussage

Die Risiken infolge der Unsicherheit der zukünftigen Netzregulierung schätzt die SachsenNetze weiterhin als anspruchsvoll ein.

Die Wirkung globaler Krisen, die Umsetzung der klimapolitischen Ziele und die allgemeine Ressourcenverknappung haben Auswirkung auf die Entwicklung des Energienetzes und -marktes sowie auf Zuliefermärkte. Deren Folgen können nur unzureichend abgeschätzt werden. Daher ist die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin mit Unsicherheiten verbunden.

Die Geschäftsführung sieht nach derzeitiger Einschätzung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

1 MAximizing the UPscaling and replication potential of high level urban transformation strategies, https://www.matchup-project.eu/, aufgerufen am 11.12.2023

 

Dresden, den 26. April 2024

Geschäftsführung

Dr. Steffen Heine

Dr. Kathrin Kadner

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene Software 12.014.921,68
10.790
2. Geleistete Anzahlungen 3.841.721,72 15.856.643,40 4.708 15.498
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und



Bauten einschließlich der Bauten auf fremden



Grundstücken 13.251.889,08
13.920
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.764.613,40
562
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-



ausstattung 9.868.207,62
8.997
4. Anlagen im Bau 4.901.152,73 29.785.862,83 3.251 26.730


45.642.506,23
42.228
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.000,00
33
2. Unfertige Leistungen 297.796,48
0
3. Geleistete Anzahlungen 889.150,00 1.216.946,48 9 42
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.270.028,62
12.742
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 721.622,80
5.820
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.202.744,89 32.194.396,31 2.696 21.258


33.411.342,79
21.300
C. Rechnungsabgrenzungsposten
101.657,85
93


79.155.506,87
63.621

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 5.001.000,00 5.001
II. Kapitalrücklage 14.204.261,05 14.204

19.205.261,05 19.205
B. Sonderposten für Zuwendungen 283.600,62 63
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.100.273,91 1.138
2. Sonstige Rückstellungen 21.216.433,47 17.860

22.316.707,38 18.998
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.890.817,92 6.265
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.031.253,78 5.275
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.481.414,50 12.674
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.946.451,62 1.141
- davon aus Steuern

EUR 943.662 (i. Vj. TEUR 693) -


37.349.937,82 25.355

79.155.506,87 63.621

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
472.090.091,29
326.596
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen
297.796,48
0
3. Sonstige betriebliche Erträge
2.181.396,55
1.731
4. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe 114.518.688,48
8.505
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 268.504.523,38 383.023.211,86 243.085 251.590
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 42.692.565,22
36.410
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 7.823.312,50 50.515.877,72 7.092 43.502
- davon für Altersversorgung



EUR 308.421,06 (i. Vj. TEUR 308) -



6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
5.771.077,97
4.913
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
35.874.258,90
35.316
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
878.585,15
53
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 878.571,15 (i. Vj. TEUR 53) -



9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
57.201,18
35
- davon aus der Aufzinsung



EUR 51.692,00 (i. Vj. TEUR 31) -



10. Ergebnis nach Steuern
206.241,84
-6.976
11. Sonstige Steuern
259.721,17
215
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages



ausgeglichene Verluste
53.479,33
7.191
13. Jahresergebnis
0,00
0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A Allgemeine Hinweise

Die SachsenNetze GmbH (kurz: "SachsenNetze") mit Sitz in Dresden ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 24980 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ferner wurden die Vorschriften des EnWG berücksichtigt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es besteht seit dem 15. Juli 2021 ein Gewinnabführungsvertrag mit der SachsenEnergie AG (kurz: "SachsenEnergie").

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt zur Verbesserung der Klarheit eine Ausweisänderung in Form der unsaldierten Darstellung der Mehr-/Mindermengen-Abrechnung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst (Auswirkung TEUR 6.050 Mehr-/Mindermengen Strom und TEUR 43.104 Mehr-/Mindermengen Gas).

B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen unter Ansatz der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen angesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 - 25 Jahre

Bauten: 10 - 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 10 - 30 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 - 15 Jahre.


Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind die Einzelkosten und die angemessenen Teile der Gemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit der durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen worden. Fremdkapitalkosten sind nicht enthalten.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Im Jahr 2023 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter, die den Betrag von EUR 800 nicht übersteigen, sofort abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Geleistete Anzahlungen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Personalrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten mittels der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) ermittelt worden. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. In Analogie zu der Verfahrensweise in den Vorjahren werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenseitig aufgerechnet.

C Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der in der Anlage zu diesem Anhang enthalten ist, dargestellt.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Verbrauchsabgrenzungen zum Stichtag in Höhe von TEUR 29.667 ausgewiesen. Erhaltene Abschlagszahlungen werden mit TEUR 25.855 aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr handelte es sich neben Forderungen aus Cash-Pool in Höhe von TEUR 4.242 mehrheitlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH (Gesellschafter) 0 4.242
SachsenEnergieBau GmbH 487 1.325
DVB AG 52 144
SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG 0 37
SachsenGigaBit GmbH 0 31
DIGImeto GmbH & Co. KG 133 29
SachsenServices GmbH 40 0
Übrige 9 12
Summe 721 5.820


Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen noch nicht abziehbare Vorsteuer (TEUR 3.730) sowie Forderungen gegenüber der Finanzbehörde aus Umsatzsteuer (TEUR 2.449).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der SachsenNetze beträgt TEUR 5.001 und die Kapitalrücklage TEUR 14.204.

4 Sonderposten für Zuwendungen

Der Posten enthält Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen.

Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Anlagegüter aufgelöst und der Auflösungsbetrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Auflösung für das laufende Jahr beträgt TEUR 24.

5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden unter Berücksichtigung nachfolgender Annahmen ermittelt:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,82 % (Stand 31. Oktober 2023)
Rententrend p. a.: 0,00 %
Fluktuationsrate: 1,00 % (für alle Aktiven)

Die Berechnung der Rückstellung für Überbrückungsgeldverpflichtungen erfolgte mit den versicherungsmathematischen Annahmen:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,70 % (Stand 31. Oktober 2023)
Gehaltserhöhung p. a.: 4,50 % ab November 2024 Gehaltstrend p. a.: 4,00 % ab September 2025; 3,50 % p. a. ab 2026 Fluktuationsrate: 1,00 %.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden statt mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 13 (i. Vj. TEUR 44) und wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Darüber hinaus sind in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 94 Rückstellungen für Sterbegelder ausgewiesen.

6 Sonstige Rückstellungen

Die Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen erfolgte mit folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,70 % (Stand 31. Oktober 2023)
Gehaltserhöhung p. a.: 4,50 % ab November 2024 Gehaltstrend p. a.: 4,00 % ab September 2025; 3,50 % p. a. ab 2026 Fluktuationsrate: 1,00 %.

Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem PUC-Verfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses und des Rechnungszinses, der sich bei der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen wurde unter Zugrundelegung des IDW RS HFA 3 berechnet. Für die Bewertung wurde eine Gehaltserhöhung von 4,50 % ab November 2024, ein Gehaltstrend von 4,00 % ab September 2025 und von 3,50 % p.a. ab dem Jahr 2026 sowie die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen im selben Umfang zugrunde gelegt. Der Ermittlung des Barwertes wurde jeweils ein Rechnungszinssatz von 1,00 % p. a. (Stand 31. Oktober 2023) zugrunde gelegt.

Für einen bestimmten Mitarbeiterkreis (50% möglicher Anspruchsberechtigter) wurde darüber hinaus eine weitere Rückstellung für Altersteilzeit gebildet. Grundlage für die Bewertung bildet der Aufstockungsbetrag von 30% auf die durchschnittliche Vergütung zuzüglich 14,7 % Aufstockung zur Rentenversicherung. Es wurde eine Laufzeit bis zum Jahr 2028 unterstellt. Entsprechende Tarifsteigerungen und Abzinsungen wurden berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen 9.600 10.394
Personalrückstellungen 8.424 5.577
Konzessionsabgabe 1.667 1.506
Regulatorische Sachverhalte 1.039 0
Prozessrisiken 326 246
Übrige 160 137
Summe 21.216 17.860

7 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel (Angaben in TEUR; Vorjahresbeträge in Klammer):


Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem
bis zu
fünf Jahren
über
fünf Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
1.891
(6.265)
1.891
(6.265)
0
(0)
0
(0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.031
(5.275)
3.911
(4.966)
120
(309)
0
(0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
29.481
(12.674)
29.481
(12.674)
0
(0)
0
(0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.947
(1.141)
1.947
(1.141)
0
(0)
0
(0)
davon: aus Steuern 944
(693)
944
(693)
0
(0)
0
(0)

37.350
(25.355)
37.230
(25.046)
120
(309)
0
(0)


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der DREWAG sind saldiert mit Forderungen aus Cash-Pool (TEUR 17.416).


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
SachsenNetze HS.HD GmbH 20.444 10.578
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH 6.359 0
SachsenEnergie AG 1.855 1.704
SachsenEnergie Kraftwerksgesellschaft Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG 561 0
Dresden Netz OHG 207 323
Technische Werke Dresden GmbH 55 0
SachsenServices GmbH 0 52
Dresden-IT GmbH 0 5
Übrige 0 11
Summe 29.481 12.674

8 Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:


31.12.2023 31.12.2022

TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Pachtverträgen 56.929 55.635
Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen 49.255 46.786
Bestellobligo 14.874 18.029
Summe 121.058 120.450


Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 106.184 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Für die Strombeschaffung zur Abdeckung der Netzverluste wurden für das Geschäftsjahr 2024 Lieferverträge mit den Stadtwerken Duisburg (TEUR 16.126) abgeschlossen.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen keine.

D Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse


2023 2022

TEUR TEUR
Netznutzungsentgelte

Strom 184.418 168.229
Gas 129.201 91.385

313.619 259.614
KWK-Ausgleich/EEG-Lieferung 32.378 22.536
KWK-Strom 299 842
Sonstige Erlöse Strom (Mehr-/Mindermengen) 20.299 2.999
Sonstige Erlöse Gas (Mehr-/Mindermengen) 57.187 -17.148
Erlöse aus Vermietung und Verpachtung 4.310 4.027
Erlöse aus Anlagenverkäufen an DREWAG 2.154 13.073
Sonstiges 41.844 40.653
Umsatzerlöse gesamt 472.090 326.595


Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erzielt und enthalten periodenfremde Minderumsatzerlöse von TEUR 1.350.

Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert u.a. auch aus einer Ausweisänderung in Form der unsaldierten Darstellung der Mehr-/Mindermengen-Abrechnung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst (Auswirkung TEUR 6.050 Mehr-/Mindermengen Strom und TEUR 43.104 Mehr-/Mindermengen Gas).

2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf folgende Erträge:


2023 2022

TEUR TEUR
Periodengleiche Erträge

Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz 907 495
übrige Erträge 309 496

1.216 991
Periodenfremde Erträge

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 147 525
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 73 168
übrige Erträge 745 47

965 740
Summe 2.181 1.731

3 Materialaufwand

Die Materialaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Strom- und Gasbezug, Bau- und Betriebsmaterial, Netznutzungsaufwendungen, Pachtentgelte und Betriebsführungsaufwand.

Der Anstieg der Materialaufwendungen resultiert u.a. auch aus einer Ausweisänderung in Form der unsaldierten Darstellung der Mehr-/Mindermengen-Abrechnung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst (Auswirkung TEUR 6.050 Mehr-/Mindermengen Strom und TEUR 43.104 Mehr-/Mindermengen Gas).

4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:


2023 2022

TEUR TEUR
Konzessionsabgaben 21.532 21.479
Büro- und Kommunikationsaufwendungen sowie IP-Verbindungen 4.684 4.504
Mieten, Pachten und Leasing 2.721 2.740
Rechts- und Beratungsaufwendungen 845 776
Versicherungsprämien 416 384
Sonstiges 5.676 5.433
Summe 35.874 35.316


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Buchverluste aus Anlageabgängen von TEUR 21 und weitere periodenfremde Aufwendungen von TEUR 35 enthalten.

5 Zinsen

Zinserträge (TEUR 879) sind aufgrund des Cash-Pool-Vertrages mit der DREWAG realisiert wurden. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 57 (i. Vj. TEUR 35) betreffen im Wesentlichen die Zinsen für Bürgschaften (TEUR 4) und die Zinsbestandteile von Rückstellungszuführungen (TEUR 52).

6 Latente Steuern

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ist die SachsenNetze Organgesellschaft der SachsenEnergie. Das steuerliche Einkommen der SachsenNetze ist aus diesem Grund der SachsenEnergie anzurechnen. Die SachsenNetze berichtet deshalb nicht über die Belastung mit latenten Steuern.

E Sonstige Pflichtangaben

1 Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten.

2 Geschäfte größeren Umfangs

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß § 6b Abs. 2 EnWG folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

Ergebnisabführungsvertrag mit SachsenEnergie (Ertrag: TEUR 53)

Pachtvertrag mit DREWAG (Aufwand: TEUR 40.162)

Pachtvertrag mit SachsenEnergie (Aufwand: TEUR 17.465)

Dienstleistungsrahmenverträge zur Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen mit SachsenNetze HS.HD (Aufwand: TEUR 9.950; Ertrag: TEUR 3.558)

Dienstleistungen für Ablesung und Abrechnung mit der SachsenServices GmbH (Aufwand: TEUR 12.938)


3 Prüfungs- und Beratungsgebühren

Der Ausweis des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar und dessen Aufschlüsselung unterbleibt mit Bezug auf § 285 Nr. 17 HGB, da die Angaben im Konzernabschluss der Technische Werke Dresden GmbH, Dresden, enthalten sind.

4 Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter:


2023 2022
Mitarbeiter Standort Dresden 556 553
Mitarbeiter Regionalbereiche 11 7
Summe 567 560

5 Geschäftsführung

Dr. Steffen Heine Dresden
Dr. Kathrin Kadner Berlin


Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6 Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2023 war die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH zu 100 % am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt.

7 Aufsichtsrat

Dr. Frank Brinkmann Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorstandsvorsitzender der SachsenEnergie AG
Dortmund
Ralf Schaff 1 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Betriebsrat
Dresden
Tabitha Bleienstein 1 HSB Zentrale Aufgaben Fernwärme
Wilsdruff
Dr. Axel Cunow Vorstand der SachsenEnergie AG
Berlin
Franz-Josef Fischer Lehrer
Dresden
Katrin Fischer Geschäftsführerin der KBO Kommunale Beteiligungsgesellschaft
mbH an der Energie Sachsen Ost Dresden
Dresden
Dirk Hilbert Oberbürgermeister Landeshauptstadt Dresden
Dresden
Tanja Schewe Tierärztin
Dresden
Sven Tönjes 1 Betriebsrat
Freital


An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde im Geschäftsjahr eine Vergütung von TEUR 11 gezahlt.

7 Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Technische Werke Dresden GmbH, Dresden. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, ist die SachsenEnergie AG, Dresden. Es handelt sich hierbei um einen freiwilligen Teilkonzernabschluss, der in den Konzernabschluss der Technischen Werke Dresden GmbH, Dresden, eingeht und nicht veröffentlicht wird.

 

Dresden, 26. April 2024

Geschäftsführung

Dr. Steffen Heine

Dr. Kathrin Kadner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- oder Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Um-
buchungen
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Software 24.173.729,37 1.605.582,32 2.166.158,53 0,00 27.945.470,22
2. Geleistete Anzahlungen 4.707.925,22 297.796,50 -1.164.000,00 0,00 3.841.721,72

28.881.654,59 1.903.378,82 1.002.158,53 0,00 31.787.191,94
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte




und Bauten einschließlich der Bauten auf




fremden Grundstücken 26.522.622,66 0,00 0,00 0,00 26.522.622,66
2. Technische Anlagen und Maschinen




a) Erzeugungsanlagen 21.035,54 0,00 -625,31 125,86 20.284,37
b) Verteilungsanlagen 1.194.596,07 567.108,84 783.571,53 0,00 2.545.276,44

1.215.631,61 567.108,84 782.946,22 125,86 2.565.560,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 25.147.433,90 3.204.773,20 96.327,44 507.876,41 27.940.658,13
4. Anlagen im Bau 3.251.391,91 3.531.193,01 -1.881.432,19 0,00 4.901.152,73

56.137.080,08 7.303.075,05 -1.002.158,53 508.002,27 61.929.994,33

85.018.734,67 9.206.453,87 0,00 508.002,27 93.717.186,27

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres
Um-
buchungen
Abgänge gesamt 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene Software 13.383.099,30 2.547.449,24 0,00 0,00 15.930.548,54
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

13.383.099,30 2.547.449,24 0,00 0,00 15.930.548,54
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte




und Bauten einschließlich der Bauten auf




fremden Grundstücken 12.602.916,88 667.816,70 0,00 0,00 13.270.733,58
2. Technische Anlagen und Maschinen




a) Erzeugungsanlagen 15.930,73 1.164,42 -625,31 125,86 16.343,98
b) Verteilungsanlagen 637.726,46 146.876,97 0,00
784.603,43

653.657,19 148.041,39 -625,31 125,86 800.947,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 16.150.603,46 2.407.770,64 625,31 486.548,90 18.072.450,51
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

29.407.177,53 3.223.628,73 0,00 486.674,76 32.144.131,50

42.790.276,83 5.771.077,97 0,00 486.674,76 48.074.680,04

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Software 12.014.921,68 10.790
2. Geleistete Anzahlungen 3.841.721,72 4.708

15.856.643,40 15.498
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken 13.251.889,08 13.920
2. Technische Anlagen und Maschinen

a) Erzeugungsanlagen 3.940,39 5
b) Verteilungsanlagen 1.760.673,01 557

1.764.613,40 562
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung 9.868.207,62 8.997
4. Anlagen im Bau 4.901.152,73 3.251

29.785.862,83 26.730

45.642.506,23 42.228


Die SachsenNetze GmbH unterliegt seit dem Geschäftsjahr 2007 den Unbundlinganforderungen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und hat somit interne Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die folgenden Aktivitäten zu erstellen:

Angaben über die Zuordnungsregeln einschließlich Abschreibungsmethoden gemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung


Grundlage für die Erstellung der Aktivitätenabschlüsse Strom- und Gasverteilung bildet der geprüfte Jahresabschluss der SachsenNetze GmbH.

Gewinn- und Verlustrechnung der Aktivitäten

Die Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen Tätigkeitsfelder basiert auf der Profitcenterrechnung der SachsenNetze GmbH. Es existiert eine 1:1 Beziehung zwischen Kostenstellen und Profitcentern. Über sachgerechte Kontierung wird eine direkte Zuordnung zu den Tätigkeitsfeldern sichergestellt. Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten und Erlöse zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten mit einem sachgerechten Schlüssel. Dies betrifft ausschließlich die Kosten und Erlöse der Overheadbereiche. Die Overheadstrukturen werden entsprechend deren Tätigkeiten mittels eines sachgerechten Schlüssels auf die Strom- und Gasverteilung zugeordnet.

Für die Verteilung (Umlage) der Gewinn- und Verlustrechnungspositionen der Overheadbereiche kamen hierbei folgende Schlüssel zur Anwendung:

direkte Zuordnung Strom

direkte Zuordnung Gas

hälftige Zuordnung zu Strom und Gas

Zuordnung anhand des Personalschlüssels

Zuordnung anhand der Messlokationen

Zuordnung anhand der Auszubildenden


Leistungsverrechnungen zwischen den Aktivitäten wurden nicht gebucht.

Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen direkt in den Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde über die Umlage zugeordnet.

Für die Bestandsveränderungen erfolgte eine hälftige Zuordnung zu Strom und Gas über die Umlage.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sind gemessen an der Gesamtsumme in geringerem Umfang direkte Zuordnungen erfolgt. Die Mehrzahl der Erträge entstammen den Overheadbereichen und wurden entsprechend deren Profitcenterzuordnung den Aktivitäten zugeordnet.

Der Materialaufwand konnte im Wesentlichen auf Grund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag, der im Overheadbereich entsteht, erfolgt eine Schlüsselung entsprechend der Profitcenterzuordnung.

Sämtliches Personal der SachsenNetze GmbH ist den Overheadbereichen zugeordnet. Der Personalaufwand wird damit komplett, gemäß der Profitcenterzuordnung, auf die einzelnen Aktivitäten geschlüsselt.

Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear und werden anhand der Profitcenterzuordnung den Aktivitäten entweder direkt zugeordnet oder sachgerecht zu geschlüsselt.

Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Wesentlichen auf Grund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag erfolgte eine Schlüsselung der Overheadbereiche zu den Aktivitäten.

Das Zinsergebnis wurde komplett, gemäß der Profitcenterzuordnung, auf die einzelnen Aktivitäten geschlüsselt.

Auch die sonstigen Steuern fallen überwiegend in Overheadbereichen an und werden entsprechend deren Profitcenterzuordnung den Aktivitäten zugeordnet. Ein Großteil der Grundsteuer wurde hingegen per direkter Buchung in den Aktivitäten erfasst.

Aktivitätenbilanzen

Nachfolgend wird dargestellt, wie die SachsenNetze GmbH die einzelnen Sachkonten den Tätigkeitsfeldern zugeordnet hat. Grundsätzlich werden die Bilanzpositionen nach demselben Schlüssel aufgeteilt, wie die korrespondierenden Positionen in der GuV. Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang (Anlage 1.3).

Aktiva

Das Anlagevermögen wird mittels Profitcenterzuordnung den Tätigkeiten einerseits direkt zugeordnet. Andererseits wird das Anlagevermögen der Overheadbereiche, welches für Tätigkeiten sowohl in der Strom- als auch in der Gasverteilung genutzt wird, über deren Profitcenterzuordnung auf die Tätigkeiten aufgeteilt. Somit wird u.a. gewährleistet, dass die Abschreibungshöhe in der GuV mit der im Anlagengitter übereinstimmt.

Die Vorräte setzen sich aus den Materialvorräten sowie den geleisteten Anzahlungen für Vorräte zusammen. Die Zuordnung zu den Tätigkeiten erfolgt mittels Einzelpostenauswertung bzw. Profitcenterzuordnung.

Bei der Aufteilung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte für die Mehrzahl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten. Für eine untergeordnete Anzahl von Forderungen wird im Wesentlichen der Umsatzschlüssel oder bei personalbezogenen Forderungen der Personalschlüssel verwendet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mittels Einzelpostenauswertung den einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 452 (i. Vj. TEUR 584) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 270 (i. Vj. TEUR 994) für die Gasverteilung. Gegen Gesellschafter sind Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 2.842) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.400) für die Gasverteilung enthalten.

Die aktivische Rechnungsabgrenzung wird anhand von Profitcentern den einzelnen Aktivitäten zugeordnet.

Passiva

Die Zuordnung des Eigenkapitals zu den Aktivitäten erfolgt unter der Verwendung eines Kapitalbedarfsschlüssels.

Die Rückstellungen werden den jeweiligen Aktivitäten anhand der Profitcenter zugeordnet. Die personalabhängigen Rückstellungen werden mit dem Personalschlüssel verteilt.

Für die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der 7-Jahres-Durchschnittsbildung TEUR 6 (i. Vj. TEUR 21) für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 7 (i. Vj. TEUR 23) für die Gasverteilung.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten WE/RE-Verrechnungen, die über den Schlüssel "Materialaufwand" verteilt werden.

Die Verbindlichkeiten werden überwiegend über den Schlüssel Materialaufwand aufgeteilt. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt die Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten darüber hinaus über Einzelpostenauswertung bzw. Profitcenterzuordnung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 11.953 (i. Vj. TEUR 7.877) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 11.170 (i. Vj. TEUR 4.796) für die Gasverteilung. Gegen Gesellschafter sind Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 3.370 (i. Vj. TEUR 0) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 2.989 (i. Vj. TEUR 0) für die Gasverteilung enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen sonstige Steuerverbindlichkeiten, die anhand des Umsatzschlüssels aufgeteilt werden. Die Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer u. a. wurden entsprechend des Personalschlüssels aufgeteilt. Verbindlichkeiten nicht zugeordneter Zahlungseingänge sowie kreditorischer Debitoren werden ebenfalls mit dem Umsatzschlüssel verteilt.

Schlüsselung

Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgte die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein muss.

Zusätzlich zu den im ersten Abschnitt genannten Umlageschlüsseln werden folgende weitere Schlüssel als sachgerecht angesehen, die zur Aufteilung der Aktivitätenbilanzen zur Anwendung kamen:

Umsatzschlüssel

Schlüssel Materialaufwand

Kapitalbedarfsschlüssel

Schlüssel Erhaltene Anzahlungen

Schlüssel Forderungskonto für sonstige Lieferanten

Bilanz zum 31. Dezember 2023 Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Elektrizitätsverteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene Software 9.040.822,91
8.258
2. Geleistete Anzahlungen 3.841.721,72 12.882.544,63 4.708 12.966
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und



Bauten einschließlich der Bauten auf fremden



Grundstücken 6.625.944,54
6.960
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.120.840,75
273
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-



ausstattung 5.070.515,45
4.582
4. Anlagen im Bau 4.593.382,63 17.410.683,37 2.618 14.432


30.293.228,00
27.398
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Unfertige Leistungen 148.898,24
0
2. Geleistete Anzahlungen 885.510,00 1.034.408,24 0 0
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.924.903,21
6.163
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 451.582,49
3.426
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.246.591,19 18.623.076,89 1.464 11.053


19.657.485,13
11.053
C. Rechnungsabgrenzungsposten
45.565,40
47


49.996.278,52
38.498

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
A. Eigenkapital 14.498.872,92 9.894
B. Sonderposten für Zuwendungen

Investitionszuschüsse 167.042,73 31
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 530.845,40 549
2. Sonstige Rückstellungen 13.347.904,99 13.824

13.878.750,40 14.374
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.317.786,87 1.277
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 1.317.786,87 (i. Vj. TEUR 1.277) -

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.778.026,11 4.354
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 3.714.167,48 (i. Vj. TEUR 4.162) -

- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

EUR 63.858,63 (i. Vj. TEUR 192) -

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.323.002,46 7.877
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 15.323.002,46 (i. Vj. TEUR 7.877) -

4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.032.797,03 691
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 1.032.797,03 (i. Vj. TEUR 691) -

- davon aus Steuern 481.270,69 (i. Vj. TEUR 391) -


21.451.612,48 14.199

49.996.278,52 38.498

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Elektrizitätsverteilung


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
260.676.656,42
217.689
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen
148.898,24
0
3. Sonstige betriebliche Erträge
955.023,86
1.094
4. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.427.350,23
17.211
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 151.223.273,72 201.650.623,95 138.734 155.945
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 21.454.504,50
17.821
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 3.912.152,33 25.366.656,82 3.459 21.280
Altersversorgung und für Unterstützung



- davon für Altersversorgung



EUR 151.293,29 (i. Vj. TEUR 145) -



6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
3.501.270,06
3.026
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
27.610.729,64
27.284
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
439.292,58
26
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 439.285,58 (i. Vj. TEUR 26) -



9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
29.158,52
18
- davon aus der Aufzinsung



EUR 26.362,92 (i. Vj. TEUR 16) -



10. Ergebnis nach Steuern
4.061.432,10
11.256
11. Sonstige Steuern
168.721,76
108
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages
3.892.710,34
11.148
abgeführte Gewinne



13. Jahresergebnis
0,00
0

Bilanz zum 31. Dezember 2023 Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Gasverteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software
2.974.098,77
2.533
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und



Bauten einschließlich der Bauten auf fremden



Grundstücken 6.625.944,54
6.960
2. Technische Anlagen und Maschinen 643.772,65
289
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-



ausstattung 4.797.692,17
4.415
4. Anlagen im Bau 307.770,10 12.375.179,46 633 12.297


15.349.278,23
14.830
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.000,00
33
2. Unfertige Leistungen 148.898,24
0
3. Geleistete Anzahlungen 3.640,00 182.538,24 9 42
II. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.345.125,41
6.579
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 270.040,31
2.394
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.956.153,70 13.571.319,42 1.232 10.205,00


13.753.857,66
10.247
C. Rechnungsabgrenzungsposten
56.092,45
45


29.159.228,35
25.123

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR TEUR
A. Eigenkapital 4.706.388,12 9.312
B. Sonderposten für Zuwendungen

Investitionszuschüsse 116.557,89 31
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 569.428,51 588
2. Sonstige Rückstellungen 7.868.528,48 4.036

8.437.956,99 4.624
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 573.031,05 4.988
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 573.031,05 (i. Vj. TEUR 4.988) -

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 253.227,67 922
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 196.598,31 (i. Vj. TEUR 804) -

- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

EUR 56.629,36 (i. Vj. TEUR 118) -

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.158.412,04 4.796
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 14.158.412,04 (i. Vj. TEUR 4.796) -

4. Sonstige Verbindlichkeiten 913.654,59 450
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 913.654,59 (i. Vj. TEUR 450) -

- davon aus Steuern EUR 462.391,22 (i. Vj. TEUR 302) -


15.898.325,34 11.156

29.159.228,35 25.123

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Gasverteilung


2023 2022

EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
210.076.360,03
101.157
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen
148.898,24
0
3. Sonstige betriebliche Erträge
1.226.372,69
637
4. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 61.396.405,77
-9.855
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 118.639.107,30 180.035.513,07 97.750 87.895
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 21.238.060,72
18.589
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für 3.911.160,17 25.149.220,90 3.632 22.221
Altersversorgung und für Unterstützung



- davon für Altersversorgung EUR 157.127,77



(i. Vj. TEUR 162) -



6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
2.269.807,91
1.886
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen



7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
8.263.529,26
8.033
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
439.292,58
26
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 439.285,58 (i. Vj. TEUR 26) -



9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
28.042,66
17
- davon aus der Aufzinsung



EUR 25.329,08 (i. Vj. TEUR 16) -



10. Ergebnis nach Steuern
-3.855.190,26
-18.232
11. Sonstige Steuern
90.999,42
108
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages



ausgeglichene Verluste
3.946.189,67
18.340
13. Jahresergebnis
0,00
0

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die SachsenNetze GmbH, Dresden
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SachsenNetze GmbH, Dresden‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SachsenNetze GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter‌‌‌ sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG‌ - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG‌.


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG‌.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG‌.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG‌ entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG‌ zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG‌ sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Dresden, den 26. April 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rößler, Wirtschaftsprüfer

Dr. Knospe, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates der SachsenNetze GmbH für das Geschäftsjahr 2023


Während des Geschäftsjahres 2023 hat der Aufsichtsrat der SachsenNetze GmbH die Aufgaben, die ihm nach Gesetz und Satzung zukommen, uneingeschränkt wahrgenommen. Die nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse wurden eingehend beraten und gefasst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand in regelmäßigem Kontakt zur Geschäftsführung.

Es fanden im Geschäftsjahr 2023 zwei Aufsichtsratssitzungen statt, nämlich am 15. Mai 2023 und am 14. November 2023. In den Aufsichtsratssitzungen berichtete die Geschäftsführung unter anderem über wichtige Geschäftsvorgänge, die Geschäftsentwicklung, die Investitionsplanung, die finanzielle Lage der Gesellschaft und ihre Ergebnissituation sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen.

In der Sitzung am 15. Mai 2023 wurde über die Festlegungen der Bundesnetzagentur für die 4. Regulierungsperiode und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Netzgesellschaften berichtet. Ebenso wurden die Planungsstände zum Ausbau des Hochspannungsnetzes sowie die Netzstrategie zum Ausbau und zur Digitalisierung des Niederspannungsnetzes vorgestellt. Über den Jahresabschluss 2022 wurde Beschluss gefasst.

Wesentliche Berichtspunkte in der Sitzung am 14. November 2023 waren die Vorbereitungen für einen neuen 380-kV-Knoten im Dresdner Norden sowie die Aktivitäten zur Kommunalen Wärmeplanung und zur Wasserstoff-Anbindung. In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung empfohlen, dem Wirtschaftsplan 2024 zuzustimmen und die Mittelfristplanung 2025 bis 2028 zur Kenntnis zu nehmen.

Der Jahresabschluss der SachsenNetze GmbH und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates ausgehändigt. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 15. Mai 2024 war er Gegenstand einer eingehenden Prüfung und Erläuterung. Hieran nahm der Wirtschaftsprüfer teil, der im Einzelnen über Umfang und Schwerpunkte der Prüfung berichtete und für Fragen zur Verfügung stand.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 geprüft. Er hat keine Einwendungen erhoben und der Gesellschafterversammlung empfohlen, den Jahresabschluss festzustellen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung der SachsenNetze GmbH für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit und spricht ihnen seine Anerkennung aus.

 

Dresden, im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Feststellung des Jahresabschlusses

                                         
Der Jahresabschluss der SachsenNetze GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. Mai 2024 festgestellt.

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