Berry Plastics GmbH
Goethestraße 61, 68753 Waghäusel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Waldemar Schuldeis seit 27.4.2026 | Geschäftsführer |
Gabriele Ditsch seit 12.4.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Berry Plastics GmbHWaghäuselJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023)Allgemeine HinweiseDie Berry Plastics GmbH ist bei dem Registergericht am Amtsgericht Mannheim unter der Firmennummer HRB 250455 registriert und hat ihren Firmensitz in der Goethestraße 61, 68753 Waghäusel. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die größenabhängige Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde dabei in Anspruch genommen. Bei der Aufstellung des Anhangs wird von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Absatz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach wirtschaftlicher Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen grundsätzlich linear. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Sämtliche geringwertige Wirtschaftsgüter, die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im jeweiligen Geschäftsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungswerten von EUR 800,01 bis zu EUR 1.000,00 werden einzeln eingestellt und über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Die Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Dieser Wert entspricht dem steuerlichen Aktivwert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt ermittelt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen bei den fertigen Erzeugnissen das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne sowie angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Die unfertigen Erzeugnisse werden ausschließlich mit den direkten Fertigungsmaterialkosten bewertet, da auf dieser Fertigungsstufe die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Fertigungslöhne nur unwesentlich sind. In den Herstellungskosten sind keine Zinsen für Fremdkapital enthalten. Auf die Einbeziehung von angemessenen Teilen der Verwaltungs- und sonstigen Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wird verzichtet. Für ungängige und veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten beziehungsweise den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände, ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,45 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nur transitorische Posten im engeren Sinne. Die Rückstellungen für Pensionen werden von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") errechnet. Als Rechnungsgrundlage dienen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Im Pensionsgutachten wird eine durchschnittliche Fluktuation nach dem Standard RT 2018 G berücksichtigt. Der Rechnungszinsfuß wurde mit 1,81% in Anlehnung an den Zinssatz der Deutschen Bundesbank zum 30.09.20232 festgelegt. Dabei wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen und von einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Umstellung des Durchschnittszinssatzes von 7 Jahren (1,66%) auf 10 Jahre (1,81%) beträgt hierbei 319.363,00 Euro. Das Finanzierungsendalter liegt bei 65 Jahren bzw., soweit zutreffend, dem Alter zu Beginn der gesetzlichen Altersrente im Sinne des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom April 2007. Es wird mit zukünftigen Rentensteigerungen, Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung sowie Einkommenssteigerungen in Höhe von 2,0% p.a. gerechnet. Der Erfüllungsbetrag für frühere Geschäftsführer beträgt zum Bilanzstichtag 57 TEUR. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sowie flüssige Mittel werden zum Devisenkassamittelkurs, die mittel- und längerfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenEs wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Der Abschreibungsberechnung liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahr im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände auf 97 TEUR (Vj. 792 TEUR) geht hauptsächlich auf die Erstattung der Steuerentlastung nach § 10 StromStG im Jahr 2023, keine Lieferantenboni sowie auch keine debitorischen Kreditoren zurück. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 575 TEUR auf 12.703 TEUR (Vj. 12.128 TEUR) erhöht. Wesentlich war hierbei die Erhöhung des langfristigen Darlehens an die Muttergesellschaft auf 10.453 TEUR (Vj. 10.188 TEUR) und weiterer Ansprüche an die Berry Plastics Holding GmbH & Co. KG aufgrund der Verlustübernahme für das Rumpfgeschäftsjahres 2023 gemäß Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 2.006 TEUR (Vj. 1.619 TEUR). . Ferner bestehen eine MwSt-Forderung im Rahmen der steuerlichen Organschaft gegenüber der Obergesellschaft in Höhe von 170 TEUR (Vj. 169 TEUR) sowie Forderungen aus konzerninternen Warenlieferungen und Dienstleistungen in Höhe von 74 TEUR (Vj. 152 TEUR). Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. RückstellungenDie Erstanwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 führte bei den Pensionsrückstellungen zu einer Erhöhung des Rückstellungsbedarfs von 945 TEUR. Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB haben wir in den Geschäftsjahren 2010 bis einschließlich 2023 von diesem Unterschiedsbetrag je ein Fünfzehntel bzw. 63 TEUR zugeführt und diese Zuführung als sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Zum 30. September 2023 beträgt somit der noch nicht zugeführte Restbetrag 79 TEUR, welcher in den Folgejahren das Ergebnis belasten wird. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen sowie für Instandhaltungen gebildet. VerbindlichkeitenEs bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus einem Darlehen in Höhe von 6.038 TEUR (Vj. 6.038 TEUR) und Lieferungen und Leistungen für aus den USA bezogene Waren in Höhe von 2.980 TEUR (Vj. 2.840 TEUR). Das Verrechnungskonto gegenüber der Gesellschafterin Berry Plastics Holding GmbH & Co. KG in Höhe von 44 TEUR (Vj. 176 TEUR) beinhaltet die Serviceumlage. HaftungsverhältnisseZum 30. September 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen in Höhe von 727 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 TEUR) für die gesamte Laufzeit der Verträge. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 31. März 2024 und 31. März 2028. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungPeriodenfremde Erträge und AufwendungenPeriodenfremde Erträge und Aufwendungen sind wie nachfolgend dargestellt in dem Rohergebnis, den Vertriebskosten sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. RohergebnisIm Rohergebnis sind periodenfremde Erträge von 191 TEUR (Vj. 123 TEUR) enthalten, welche aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 56 TEUR (Vj. 50 TEUR) sowie aus sonstigen periodenfremden Erträgen in Höhe von 135 TEUR (Vj. 73 TEUR) resultieren. Bei der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um das Vorjahr betreffende Kundenboni und Provisionen. Bei den sonstigen periodenfremden Erträgen handelt es sich bei den größten Posten um Erträge aus den Erstattungen der Energiekosten in Höhe von 116 TEUR (Vj. 0 TEUR) und nachträgliche Lieferantenerstattungen in Höhe von 19 TEUR (Vj. 68 TEUR). VertriebskostenIn den Vertriebskosten sind periodenfremde Erträge von 1 TEUR (Vj. 49 TEUR Aufwand) aus der Einzelwertberichtigung auf Forderungen enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 49 TEUR (Vj. 50 TEUR) enthalten, welche im Wesentlichen aus durch Nachbelastungen das Jahr 2022 betreffenden Umbaukosten in Höhe von 26 TEUR (Vj. 0 TEUR), Energiekosten in Höhe von 8 TEUR (Vj. 19 TEUR) und sonstigen Personalkosten in Höhe von 13 TEUR (Vj. 10 TEUR) resultieren. Ferner beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Konzernumlagen der Berry Global Inc. für das Jahr 2023 in Höhe von 517 TEUR (Vj. 574 TEUR) sowie die Serviceumlage der Berry Plastics Holding GmbH & Co .KG in Höhe von 711 TEUR (Vj. 1.056 TEUR). Weiter ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB der Effekt aus der Erstanwendung der Vorschriften des BilMoG im Zusammenhang mit der Erhöhung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 63 TEUR (Vj. 63 TEUR) erfasst. WährungsumrechnungIm Rohergebnis sind Erträge in Höhe von 79 TEUR (Vj. 267 TEUR) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Beträge in Höhe von 205 TEUR (Vj. 419 TEUR) aus der Währungsumrechnung enthalten. ZinsergebnisDas Zinsergebnis beinhaltet Zinserträge von Gesellschaftern in Höhe von 521 TEUR (Vj. 292 TEUR). Die Zinsaufwendungen in Höhe von 246 TEUR (Vj. 456 TEUR) resultieren aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) in Höhe von 129 TEUR (Vj. 331 TEUR) und in Höhe von 114 TEUR (Vj. 125 TEUR) aus einem Darlehen einer Schwestergesellschaft. Steuern vom Einkommen und vom ErtragAufgrund der seit 2014 bestehenden gültigen steuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin erfolgt kein Ausweis von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige AngabenGeschäftsführungDer Geschäftsführung gehörten im Rumpfgeschäftsjahr an:
Gesamtbezüge der GeschäftsführungBezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB wurde die befreiende Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse
VerlustübernahmeDer Verlust des Rumpfgeschäftsjahres ist gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 11. April 2014 durch die Gesellschafterin auszugleichen.
Waghäusel, den 11. Dezember 2023 Gabriele Ditsch, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 20231. Grundlagen des UnternehmensDie Berry Plastics GmbH ist ein Unternehmen der Berry Global Group Inc., Evansville, Indiana/USA. Die Berry Global Group Inc. ist ein führender Produzent und Anbieter von Verpackungen aus Kunststoff. An weltweit produzierenden Standorten arbeiten mehr als 46.000 Mitarbeiter und erzielten im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresumsatz von über 12,6 Milliarden US$. Die Berry Plastics GmbH ist ein produzierender Standort im Segment der Engineered Material Division der Berry Global Group Inc. in Deutschland und beschäftigt dort ca. 65 Mitarbeiter. Am Produktionsstandort in Philippsburg erfolgt ausschließlich die Herstellung von PVC-Lebensmittelfolie sowie die Bearbeitung von PE-Folie, welche über den in Waghäusel befindlichen Vertrieb und die Verwaltung mit angeschlossenem Fertigwarenlager für die Regionen Europa, Türkei, Nordafrika und Mittlerer Osten abgesetzt wird. In den Absatzmärkten werden hierbei, je nach Größe des Marktes, zwei bis drei Händler beliefert, welche in der dortigen Region als Systemhändler für Verpackungsmaterialien agieren. Die Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgt über die finanzielle Kennziffer EBITDA zuzüglich Konzernumlage für Corporate Allocation und Royalty Fees. 2. WirtschaftsberichtDie Berry Plastics GmbH hat am 14. August 2023 die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres in das Handelsregister eingetragen. Vom 1. Januar 2023 bis 30. September 2023 wurde daher ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Die nachfolgenden Darstellungen beziehen sich somit auf den Zeitraum 1. Januar 2023 bis 30. September 2023. Die Vorjahresangaben umfassen das Kalenderjahr 2022, sodass die Perioden nur eingeschränkt vergleichbar sind. 2.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs im Rumpfgeschäftsjahres 20232.1.1 Entwicklung der Industrie für Kunststoffverarbeitung in DeutschlandIm Jahr 2022 konnte die deutsche Kunststoffverarbeitende Industrie, trotz der gestiegenen Energiekosten, ein Umsatzwachstum von 13,7% auf 78,9 Mrd. EUR (Vorjahr 69,4 Mrd. EUR) verzeichnen. Hierbei wuchsen die im Inland getätigten Umsätze weniger stark (+7,6%) als die Exporte (+19,7%). Die Unternehmen stehen unter sehr starkem Ergebnisdruck, da die gestiegenen Kosten nur in eingeschränktem Maße oder gar nicht an die Kunden weitergegeben werden können. In den Monaten Januar bis Juni 2023 ist der Umsatz der Kunststoff verarbeitenden Industrie, aufgrund geringerer Umsätze im Handel und in wichtigen Industriezweigen, um 4,6% gegenüber Vorjahr gesunken. Auch wenn ein Teil des Umsatzrückgangs auf gegenüber dem Vorjahr veränderten Rohstoffpreisen zurückzuführen sein mag, so trifft der Umsatzrückgang in vielen wichtigen Kundenindustrien auch die Kunststoffverarbeitende Industrie spürbar. Besonders stark von der Konjunkturflaute betroffen sind die Hersteller von Halbzeugen (Platten und Folien aus Kunststoff), deren Umsätze um 10,8% zurückgingen. Die Umsätze der Hersteller von Verpackungsmitteln aus Kunststoff waren mit 6% ebenfalls rückläufig. (Quelle: Pressemitteilung Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. vom 22. Februar 2023 und 25. August 2023) 2.1.2 Absatz, Umsatz und AuftragsentwicklungDer gesamte Absatz der Berry Plastics GmbH in Tonnen belief sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf 7.675 Tonnen (Vorjahr 11.905 Tonnen). Hierbei haben sich die Umsatzsegmente gegenüber dem Jahr 2022 in gleicher Weise entwickelt. Für den Bereich der PVC-Folien mussten wir in 2023 einen Rückgang verzeichnen. Der Rückgang im Umsatz beruhte zum einen darauf, dass der Trend von Kunststoffverpackungen zu alternativen Verpackungen wie Papier zunimmt. Zum anderen beruhte der Umsatzrückgang darauf, dass wir uns entschieden haben, uns aus Marktsegmenten mit niedrigen Preisen zu verabschieden. Der Absatz für die verschiedenen, aus den USA von unserer Muttergesellschaft importierten Verpackungsprodukte hat sich gegenüber dem Jahr 2022 verringert. Dieser Umsatzrückgang kommt aus dem Bereich der NON-PVC-Folie. Nach wie vor entfällt der wesentliche Umsatzanteil der bezogenen Intercompany-Produkte auf den Absatz für Polyethylen-Stretchfolien, der gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs verzeichnen konnte. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat die Berry Plastics GmbH ein Nettoumsatz von TEUR 23.429 (Vorjahr TEUR 37.744) erwirtschaftet. 2.1.3 ErgebnisentwicklungDas Rumpfgeschäftsjahr 2023 hat sich, gemessen an den für die interne Steuerung benutzten Indikatoren, schlechter als erwartet entwickelt. Das EBITDA zuzüglich Konzernumlage lag mit TEUR 468 (Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von TEUR -387 zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 0, Zinsen und ähnlicher Aufwendungen von TEUR 246, Abschreibungen von TEUR 613 und Aufwendungen aus der Konzernumlage für Corporate Allocation und Royalty Fees von 517 TEUR und abzüglich Zinsen und ähnlicher Erträge von TEUR 521) unter dem budgetierten Zielwert und unserer Vorjahresprognose. Das diesjährige EBITDA zuzüglich Konzernumlage verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR -65. Das Rumpfgeschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -387 ab. Dieser liegt um TEUR 1.232 über dem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme aus 2022 in Höhe von TEUR -1.619. Entscheidend hierbei waren die zum Teil gesunkenen Kosten bei den Rohstoffen. Die damit verbundene Verbesserung der Marge konnte aber nicht den negativen Mengeneffekt aus dem Absatzrückgang voll kompensieren. Das Ergebnis nach Steuern (vor sonstigen Steuern) hat sich um TEUR 1.231 verbessert. Der Steigerung im Ergebnis nach Steuern resultiert somit im Wesentlichen aus der Kostenreduzierung. Trotz der Verbesserung kann der Verlauf des Rumpfgeschäftsjahr 2023 aufgrund des Verlusts daher als nicht zufriedenstellend bezeichnet werden. 2.1.4 ProduktionNahezu unverändert operierte unsere Fertigung auch in diesem Geschäftsjahr im vollkontinuierlichen Dreischichtbetrieb. Die Gesamtmenge an produzierter PVC-Folie in Tonnen betrug Rumpfgeschäftsjahr 2023 5.787 Tonnen (VJ 9.033 Tonnen). 2.1.5 BeschaffungDie Preise für unseren Primärrohstoff PVC sind auch im Jahr 2023 weiter gefallen, bewegen sich jedoch nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für die sonstigen Rohstoffe ab. Die Preise für unsere Verpackungsmaterialien sind nur leicht gefallen. Die Hersteller versuchen nach wie vor die hohen Energiekosten weiterzugeben. Auch die Frachtkosten bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Kosten für den Bezug von Energie haben sich gegenüber dem Jahr 2022 erhöht. 2.1.6 InvestitionenIm Rumpfgeschäftsjahr 2023 lag die Gesamtsumme der Investitionen in das Sachanlagevermögen bei TEUR 793, damit um insgesamt TEUR 342 über denen des Jahres 2022. Größte Einzelinvestition waren hierbei die Investitionen in eine neue Anlage für die NON-PVC-Folie. 2.1.7 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhabenSämtliche im Rumpfgeschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen wurden, wie auch schon in den Vorjahren, wieder aus Eigenmitteln finanziert. Die Aufnahme von Fremdmitteln zur Finanzierung des operativen Geschäftes oder von Investitionen ist nicht vorgesehen. 2.1.8 Personal- und SozialbereichDie Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr zeigt sich reduziert. Ausgeschiedene Mitarbeiter wurden nicht durch Neueinstellungen ersetzt. Unser Konzept für Arbeitssicherheit wurde auch im Jahr 2023 erfolgreich umgesetzt. 2.1.9 UmweltschutzAuch im Jahr 2023 ist es im Bereich des Umweltschutzes zu keinen wesentlichen Beanstandungen in unserem Unternehmen gekommen. 2.1.10 Wichtige Vorgänge im Rumpfgeschäftsjahr 2023Wie auch schon in den Vorjahren lag das Hauptaugenmerk im Jahr 2023 auf der Umsetzung unserer Verkaufsstrategie, unsere Marktanteile zu sichern und somit eine kosteneffiziente Auslastung unserer Produktion zu erreichen. Diese Zielsetzung konnte jedoch nur noch bedingt erreicht werden, da die Nachfrage nach unseren Produkten sehr verhalten war. Ein Grund hierfür war die steigende Inflation und das damit veränderte Kaufverhalten der Verbraucher. Ein anderer Grund ist die andauernde Diskussion über Verpackungen im allgemeinen und Kunststoffverpackungen im Besonderen. Zu Beginn des Jahres 2023 ist es uns gelungen die fallenden Rohstoffpreise nicht in vollem Umfang weiterzugeben und so unsere Margen zu verbessern. Ab Mitte des Jahres sind dann die Verkaufspreise aufgrund der schwachen Nachfrage zunehmend unter Druck geraten. Das Geschäft mit den aus Kanada bezogenen Polyethylen-Stretchfolien konnten wir im Rumpfgeschäftsjahr 2023 weiter ausbauen. 2.2 Darstellung der Lage2.2.1 ErtragslageDie im Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge, im Wesentlichen aus der Neubewertung der Rückdeckungsversicherung der betrieblichen Altersversorgung, Währungsgewinnen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erstattung Sozialversicherungsbeiträge haben sich um TEUR 186 gegenüber Vorjahr reduziert. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten betragen im Rumpfgeschäftsjahr 2023 TEUR 1.901 (VJ TEUR 2.581). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Jahr 2022 um TEUR 615 reduziert. Die Zinserträge haben sich im Vergleich zu dem Jahr 2022 um TEUR 228 erhöht. Hierbei handelte es sich um Zinserträge aus Darlehensforderungen aus der revolvierenden Kreditlinie gegen die Muttergesellschaft Berry Plastics Holding GmbH & Co. KG. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Jahr 2022 reduziert, in diesem Rumpfgeschäftsjahrum TEUR 210. Die Reduzierung im Zinsaufwand beruht hierbei im Wesentlichen auf geringeren Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Das negative Ergebnis nach Steuern (vor sonstigen Steuern) für das Rumpfjahr 2023 hat sich gegenüber dem Jahr 2022 um TEUR 1.231 (76,2 %) verbessert und beträgt TEUR -385. Der Jahresfehlbetrag 2023 vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -387 liegt um TEUR 1.232 (76,1 %) über dem letztjährigen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -1.619. Der laufende Steueraufwand wird seit 2014 durch die steuerliche Organschaft mit der Gesellschafterin bei der Organträgerin ausgewiesen. 2.2.2 FinanzlageUnsere unveränderte Finanzierungsstrategie besteht darin, die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hauptsächlich aus Eigenmitteln oder über die BerryGruppe sowie durch die Ausnutzung der Zahlungsziele unserer Lieferanten vorzunehmen. Umgekehrt versuchen wir durch ein konsequentes Kundenkreditmanagement, unsere Forderungen zeitnah zu realisieren. Finanzinstrumente setzen wir nicht ein, Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten bestehen keine. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 71,5 % bzw. TEUR 3.182 erhöht. Seit dem 22. Januar 2018 besteht zwischen der Berry Plastics GmbH als Darlehensgeberin und der Berry Plastics Holding GmbH & Co. KG als Darlehensnehmerin eine revolvierende Kreditlinie bis zu einem Maximalbetrag von TEUR 10.000. Zum Bilanzstichtag wird im Rahmen dieser Kreditlinie ein Darlehen in Höhe von TEUR 10.453 (Vorjahr TEUR 10.188) ausgewiesen. Das Darlehen wurde auf Basis der einmonatigen LIBORRate plus 2,0 % mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 6,99 % in 2023 vergütet. Zusätzlich seit dem 21.02.2022 besteht zwischen der RPC Promens Group B.V. als Darlehensgeberin und der Berry Plastics GmbH als Darlehensnehmerin ein Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 6.000. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von 2,5 % verzinst. Wir waren jederzeit in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen vollständig und zeitnah erfüllen zu können. 2.2.3 VermögenslageDie Bilanzsumme zum 30. September 2023 liegt mit TEUR 39.558 um 2,5% über der des letzten Bilanzstichtages vom 31. Dezember 2022. Das Sachanlagevermögen hat sich hierbei durch die Abschreibungen und Abgänge überschreitenden Investitionen um TEUR 105 erhöht. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um TEUR 878 gestiegen. Der Anstieg im Umlaufvermögen ist im Wesentlichen durch die Steigerung der liquiden Mittel um TEUR 3.182 und die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 575 verursacht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich hingegen bedingt durch die Reduzierung des Absatzes um TEUR 1.801 verringert. Dem Risiko des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen hat sich im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung um TEUR 695 ergeben. Im Wesentlichen ist dies bedingt durch eine Auszahlung der Storm-Steuererstattung aus den Vorjahren Der Bestandsabbau der Vorräte um TEUR 384 hatte keinen wesentlichen Effekt auf das Umlaufvermögen. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr, bedingt durch den Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, nicht verändert und liegt zum Bilanzstichtag bei TEUR 17.965. Die Eigenkapitalquote hat sich um 1,1 Prozentpunkte verringert und liegt mit 45,4 % unterhalb der des letzten Bilanzstichtages. Bei der Rückstellung für Pensionen ist ein Anstieg im Vergleich zu dem letzten Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 308 zu verzeichnen. Diese Erhöhung beinhaltet auch den Effekt aus der erneut ratierlichen Anpassung der Pensionsrückstellung an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Hierbei haben wir von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht und 1/15 (TEUR 63) des Erhöhungsbetrages zugeführt. Die Höhe der sonstigen Rückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 445 erhöht. Hierbei hat im Wesentlichen die Erhöhung der Personalrückstellung für die Sonderzahlungen und Urlaubslohn zur Erhöhung geführt. Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2022 um TEUR 221 erhöht, was im Wesentlichen durch eine Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verursacht wurde. 2.2.4 ZusammenfassungDer Verlauf des Jahres 2023 wird, insbesondere im Vergleich zu dem Jahr 2022, aus Sicht der Unternehmensführung als befriedigend, aber noch nicht als zufriedenstellend, gewertet. Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme liegt über dem Ergebnisniveau des letzten Geschäftsjahres, welches mit einem höheren Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme abgeschlossen wurde. Bedingt durch den deutlichen Absatzrückgang und die gestiegenen Energiekosten, konnte trotz der Kostenreduktion bei den Rohstoffen kein positives Jahresergebnis vor Gewinnabführung erzielt werden. Aber die nach wie vor auf hohem Niveau befindliche Eigenkapitalquote steht hierbei für eine stabile Vermögenslage. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht3.1 Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungDer am 11. April 2014 unterzeichnete Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Berry Plastics GmbH und dem Gesellschafter (Berry Plastics Holding GmbH & Co. KG) wird auch zukünftig dazu führen, dass das Ergebnis der Berry Plastics GmbH grundsätzlich komplett abzuführen ist. Folgende wesentliche Risiken und Chancen (absteigend sortiert nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft) wurden für die Berry Plastics GmbH identifiziert: Die von der EU-Kommission und dem EU-Parlament verabschiedete PPWR Richtlinie und die damit verbundene öffentliche Diskussion über Kunststoff haben sich bereits negativ auf unseren Absatz von PVC-Folien ausgewirkt. Auch zukünftig rechnen wir diesbezüglich mit weiteren negativen Auswirkungen auf unser Kerngeschäft. Dieses Risiko können wir etwas minimieren durch die Entwicklung der neuen PE Folie und die damit verbundene Investition in die neue Anlage. Auch die Einführung von sogenannten Kunststoffverpackungssteuern in verschiedenen Ländern der EU bedeuten ein Risiko für unser Geschäft. Die bereits erfolgreiche Fortführung der Strategie für die Markteinführung von zusätzlichen Produkten aus dem Verpackungsportfolio des Konzerns ist unverändert ein weiterer Schritt zur Erreichung der erforderlichen Diversifikation. Eine weitere Ausweitung unserer Produktstruktur könnte uns zusätzliche Chancen auf den Absatzmärkten eröffnen, allerdings stößt das bisherige Geschäftsmodell basierend auf konzernseitigen Importen an seine Wachstumsgrenzen. Wechselkursrisiken sowie die Festsetzung von Verrechnungspreisen werden allerdings auch zukünftig die Ertragslage für die aus den USA importierten Produkte wesentlich beeinflussen. Signifikante Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite müssen zur Erhaltung der Ertragssituation möglichst zeitnah an den Absatzmarkt weitergegeben werden. Eine verzögerte Anpassung der Verkaufspreise geht, bedingt durch den hohen Anteil der Materialkosten, unverzüglich zu Lasten des Deckungsbeitrages. Umgekehrt bieten sinkende Preise am Beschaffungsmarkt die Chance auf eine weitere Verbesserung der Ertragslage. Die steigenden Energiekosten führen zu einer Kostenbenachteiligung im Vergleich zu unseren internationalen Wettbewerbern. Bei zeitlich längeren Störungen der Mischanlage ist die begrenzte Silokapazität für unser Halbfabrikat Granulat als signifikantes Risiko einzustufen. Ein weiteres Risiko liegt in einer möglichen Mengenbegrenzung auf Seiten unserer Rohstofflieferanten bei Force Majeure vor. Hierdurch kann es zu Produktionsstillständen in der Extrusion mit nachgelagerten Lieferausfällen kommen. Dieses Risiko gilt es, durch Ausweitung der Silokapazität zu reduzieren. Unverändert ist die auch in 2023 fortschreitende Umsatzkonzentration auf wenige Großkunden und das damit einhergehende Ausfallrisiko als Schwachstelle zu bezeichnen. Wir werden auch zukünftig durch Ausweitung unserer Kundenstruktur sowie weiterhin durch konsequente Anwendung von Kreditlimits versuchen, dieses Risiko so weit wie möglich zu minimieren. Der kontinuierliche Geschäftsverlauf, weitgehend frei von saisonalen Einflüssen, ist die Grundlage zur Vermeidung von Zahlungsstromschwankungen. Die dargestellten Risiken, welche sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert haben, werden von der Geschäftsführung laufend überwacht, um bei Bedarf in angemessener Zeit zielgerichtet auf Veränderungen reagieren beziehungsweise im Vorfeld agieren zu können. Dazu werden durch die Geschäftsführung verschiedene Auswertungen mindestens monatlich analysiert und im Rahmen von Management Reviews mit dem Corporate Management besprochen. Bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen können, sind zum Zeitpunkt der Berichtslegung nicht bekannt. 3.2 AusblickFür das Wirtschaftsjahr vom 1.10.2023 bis 30.9.2024 ist der wirtschaftliche Ausblick sehr gemischt, da die Nachfrage nach unseren Produkten sehr verhalten bleibt. Aufgrund von Überkapazitäten im Markt kommt es daher mehr und mehr zu einem Preisverfall für unsere Produkte. Die Situation bis zum 30. November 2023 zeigt für den gesamten Absatz -7,2% und für den Umsatz -19,0% gegenüber Vorjahreszahlen. Hinsichtlich unserer Zielsetzung für Absatz (12.670 Tonnen) im Wirtschaftsjahr 2024 sind wir aufgrund der aktuellen Entwicklung nicht im Rahmen unserer Erwartungen. Das Ergebnis vor Steuern zum 30. November 2023 liegt mit TEUR 12 oberhalb der zu diesem Zeitpunkt geplanten Ergebnisentwicklung von TEUR -114. Zum 30. November 2023 liegen die erzielten Nettoumsatzerlöse einschließlich Handelsware mit 12,3 % unter den erwarteten Planzahlen für den gleichen Zeitraum. Das EBITDA (ohne Konzernumlage) liegt mit 147 TEUR um 52 TEUR über dem geplanten Wert in Höhe von TEUR 94. Auf der Beschaffungsseite erwarten wir, dass sich die Rohstoffpreise Anfang 2024 auf einem im Vergleich zu 2023 stabilen Niveau einpendeln werden. Wir erwarten für 2024 keine Versorgungsprobleme und somit auch keine signifikanten Preissteigerungen. Es zeichnet sich bereits im 1. Quartal 2024 ab, dass die größte Herausforderung auf den Absatzmärkten liegt. Zusätzliche Schwierigkeiten bereitet uns der zunehmende Druck seitens nachhaltiger Kreislaufwirtschaft auf unser Hauptprodukt PVC-Folien. Für die Zukunft war es deshalb wichtig, dass das Projekt PE-Folien-Produktion in Philippsburg genehmigt wurde. Auf Basis der bisherigen Umsatz- und Kostenentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 ein deutlich gestiegenes EBITDA zuzüglich Konzernumlage im Vergleich zum Vorjahr. Bezüglich der vorstehenden Ergebniserwartungen weisen wir darauf hin, dass diese auf Annahmen sowie Erfahrungswerten beruhen. Die Zielwerte sind somit mit Unsicherheiten behaftet, so dass es zu Abweichungen zwischen diesen und den tatsächlichen Ergebnissen kommen kann. Insofern enthalten unsere Einschätzungen sowohl Chancen als auch Risiken. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Berry Plastics GmbH, Waghäusel PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Berry Plastics GmbH, Waghäusel, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berry Plastics GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 21. Mai 2024 KPMG
AG
Andreas Bähr, Wirtschaftsprüfer Katrin Fröhlich, Wirtschaftsprüferin |
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