BERICAP GMBH & CO KG

55257 Budenheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRA 3302
Eingetragen
17.6.1997

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

2 von 3 angezeigt

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BERICAP GMBH & CO KG

Budenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BERICAP GMBH & CO KG (BERICAP) produziert und vertreibt Kunststoffverschlüsse für Getränke, flüssige Lebensmittel, die Chemie und Motoröl. Die Gesellschaft ist Teil der international tätigen BERICAP Gruppe.

B. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Die im internationalen Vergleich hohen deutschen Strompreise, die kontinuierlich steigenden Kosten aufgrund der Inflation und die Flut an neuen Gesetzen und Verordnungen (Plastiksteuer, EU-Taxonomie, Lieferkettengesetz, ESG-Berichterstattung) führen zu schwierigen Marktbedingungen des Standortes Deutschland im internationalen Wettbewerb. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen ist die Nachfrage und somit der Absatz weitgehen zufriedenstellend.

Geschäftsbereich Getränkeverschlüsse

BERICAP hat eine gute Position in den Märkten für Bier, Fruchtsaft und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränke. Die Umstellung auf angehängte Verschlüsse und die dadurch bedingten hohen Investitionen erlaubt eine notwendige Verbesserung der Margen.

Geschäftsbereich Spezialverschlüsse

Der Geschäftsbereich Spezialverschlüsse hat sich rückläufig entwickelt. Lagerabbau der Kunden und eine schwache wirtschaftliche Konjunktur haben zu einem sinkenden Absatz in allen Kernbereichen geführt. Der Absatzrückgang konnte teilweise durch neue Projekte ausgeglichen werden.

Rohstoffpreise

Die Rohstoffpreise sind im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr stark gefallen (15,98 %). Die Preise anderer Verbrauchsmaterialien sowie Betriebsstoffe haben sich im Jahre 2023 ebenfalls reduziert.

Investitionen

In 2023 wurden Nettoinvestitionen in Höhe von 16,1 Mio. EUR getätigt. Die Investitionen dienten der Umstellung der Produktionstechnologie auf am Flaschenhals anhängende Verschlüsse sowie Investitionen in die Modernisierung des Maschinenparks und der Infrastruktur.

2. Geschäftsverlauf

BERICAP kann auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Abweichend zur Prognose haben sich bei stark fallenden Rohstoffpreisen die durchschnittlichen Verkaufspreise moderat reduziert. Die Umsatzerlöse sanken bei ebenfalls sinkenden Absatzmengen.

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Den nachfolgenden Ausführungen über die Ertragslage der Gesellschaft liegt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens zugrunde. Leistungsindikatoren zur finanziellen Steuerung sind Umsatzerlöse, Rohstoffpreise und Jahresergebnis sowie als nicht finanzieller Leistungsindikator die Absatzmenge.

Die Umsatzerlöse fielen von 133,5 Mio. EUR in 2022 um 9,5 % auf 120,8 Mio. EUR in 2023. Der Umsatz mit Kunststoffverschlüssen hat sich im selben Zeitraum von 128,1 Mio. EUR auf 117,5 Mio. EUR bei einer um 4,9 % gesunkenen Absatzmenge reduziert.

Der Materialaufwand hat sich bei fallenden Rohstoffpreisen und leicht fallender Absatzmenge von 81,1 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR reduziert. Dabei liegt die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatz) bei 52,1 % und fiel um 8,7 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr (60,8 %). Die Rohstoffpreise haben sich leicht überproportional zu den Verkaufspreisen reduziert, der Rohertrag konnte gesteigert werden.

Das Rohergebnis (Ergebnis aus Positionen 1 bis 4 der Gewinn- und Verlustrechnung) hat sich mit 58,0 Mio. EUR von 55,7 Mio. EUR im Vorjahr um 2,3 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,4 Mio. EUR gestiegen. Der Personalaufwand hat sich moderat um 0,4 Mio. EUR erhöht bei leichtem Anstieg der durchschnittlichen Anzahl Mitarbeiter. Die Abschreibung auf das Anlagevermögen ist zum Vorjahreswert (7,9 Mio. EUR) um 0,8 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR auf Grund der in 2022 und 2023 getätigten Investitionen angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. EUR gesunken, hiervon entfallen 1,1 Mio. EUR auf die Reduzierung der Frachten, 0,5 Mio. EUR auf Leiharbeiterkosten und 0,2 Mio. EUR auf geringere Provisionen bei gleichzeitiger Erhöhung des Aufwands für Reparaturen um 0,7 Mio. EUR. Das negative Finanzergebnis ist durch gestiegene Zinsen mit minus 0,6 Mio. um EUR 0,2 Mio. EUR schlechter als im Vorjahr.

Aufgrund der vorgenannten Effekte hat sich das Ergebnis nach Steuern von 4,1 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR und in deren Folge die Umsatzrentabilität von 3,0 % in 2022 auf 4,5 % in 2023 erhöht. Das geplante Betriebsergebnis von 3,1 Mio. EUR wurde weit übertroffen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich von 72,0 Mio. EUR in 2022 auf 75,3 Mio. EUR zum 31.12.2023 leicht erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich durch die getätigten Investitionen um 7,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Vorräte haben sich bei stark gefallenen Rohstoffpreisen um 0,8 Mio. EUR vermindert. Ebenso sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch den Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Eigenkapitalquote (inklusive Gesellschafterdarlehen) hat sich auf 53,10 % (Vj. 49,05 %) erhöht. Wesentlicher Grund für diese Erhöhung ist die Gewinnzuweisung zu den Gesellschafterkonten bei gleichzeitigem Anstieg der Bilanzsumme..

Ansonsten haben sich die Nettoverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 18,9 Mio. EUR (Vj.: 19,5 Mio. EUR) leicht reduziert. Sie bestehen mit 23,0 Mio. EUR aus kurzfristigen und 0,1 Mio. EUR langfristigen Krediten, abzüglich Bankguthaben über 4,2 Mio. EUR.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch die eingeräumten Bankkredite und -linien und durch den positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gesichert.

Der Cashflow 2023 setzte sich wie folgt zusammen:

Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit: +17,4 Mio. EUR (VJ: +4,3)

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit: -16,0 Mio. EUR (VJ: -7,7)

Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit: -1,7 Mio. EUR (VJ: +5,7)

C. Risiko, Chancen- und Prognosebericht

1. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das bestehende Risikomanagement-System identifiziert rechtzeitig und vollständig Gefährdungspotentiale, die sich aus konjunktureller und politischer Entwicklung, Kundenunzufriedenheit oder Qualitätskennzahlen ergeben. Darauf bezugnehmend bestehen die folgenden größten externen Risiken:

Wesentliche, akute Risiken sind zurzeit die Ukrainekriese, der Rohstoff- und Energiesektor und ein möglicher Inflationsanstieg. Weitere Entwicklungen und Auswirkungen sind in voller Höhe und Umfang aber nicht prognostizierbar, können aber schwerwiegend sein. Prognosen, Chancen und Risiken können nur mit einer hohen Unsicherheit der weiteren Entwicklung dargestellt werden.

Ein weiteres wesentliches Risiko sind externe Angriffe auf die IT-Infrastruktur.

Risiken für die IT-Infrastruktur bestehen durch Malware und zielgerichtete Ransomware-Angriffe auf Unternehmen. Der kontinuierliche Ausbau und die Absicherung der IT-Infrastruktur stellt daher ein Aufgabengebiet dar, da Bedrohungen durch gezielte Hacker-Angriffe sowie großflächige SPAM und Malware-Kampagnen auch zukünftig weiter zunehmen werden.

Die Rohstoffpreise sind in 2023 stark gesunken. In 2024 wird sich das Preisniveau in etwa auf dem des Jahres 2023 belaufen.

Die hohen Strompreise werden zumindest in 2024 weiterhin Bestand haben und durch die Preise für CO 2 -Zertifikate auch weiterhin auf einem hohen Niveau verweilen. Der Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Kernkraft und Kohle führt in den nächsten Jahren zu Engpässen in der Stromversorgung. Es ist vollkommen unklar, wie sich diese Engpässe auf das produzierende Gewerbe auswirken.

Wesentliche Chancen ergeben sich aus der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die daraus resultierende kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Produkte. Um dem Margendruck entgegenzuwirken, wird das Produktprogramm gestrafft und auf profitable Produktgruppen konzentriert. Anstrengungen in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung sollen die Zukunftsfähigkeit gewährleisten.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch enge Überwachung der Zahlungsziele und der Lieferung gegen Vorkasse bei zweifelhaften Kunden minimiert.

Es besteht grundsätzlich eine geringe Risikoneigung beim Einsatz von Finanzinstrumenten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine wesentlichen Sicherungsgeschäfte vorgenommen, über die in der Finanzberichterstattung über Finanzinstrumente zu berichten wäre, außer Zinsswaps und -caps für kurz- und mittelfristige variable Bankdarlehen, die im Anhang in den sonstigen Angaben unter Bewertungseinheiten beschrieben sind.

Ein Währungsrisiko besteht nicht, da nahezu alle Verbindlichkeiten sowie der größte Teil der Forderungen in EUR abgewickelt werden.

Im Berichtsjahr bestehen für die BERICAP zurzeit keine existenzgefährdenden Risiken. Aus heutiger Sicht sind die größten Risiken die weitere Entwicklung der Ukrainekrise, der Inflation und die Volatilität des Energiemarktes.

2. Prognosebericht

Der Geschäftsbereich Getränkeverschlüsse hat wie in den Vorjahren eine ausreichend gute Auftragslage für das Jahr 2024. Das Ergebnis im Bereich Getränkeverschlüsse wird bei konstanten Rohstoffpreisen moderat unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Die voraussichtliche Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Spezialverschlüsse hängt im Wesentlichen stark von der weiteren Entwicklung der Konjunktur sowie der Rohstoff- und Energiemärkte ab.

Die Geschäftsführung rechnet für das Jahr 2024 mit nahezu gleichbleibenden Verkaufsmengen und Umsätzen in einem schwierigen Geschäfts- und Wettbewerbsumfeld. Das Jahresergebnis 2024 wird voraussichtlich, abhängig von der Entwicklung der Konjunktur und damit verbunden dem Absatz, positiv sein und weit unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Es sind für die kommenden Jahre keine wesentlichen Änderungen in der rechtlichen Unternehmens- und der Organisationsstruktur vorgesehen.

 

Budenheim, den 21. März 2024

BERICAP Verwaltungs GmbH

Alexander Krautkrämer

Sebastian Hähnel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 34.951.891,79 27.613.947,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.681,00 337.662,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.681,00 337.662,00
II. Sachanlagen 34.823.066,72 27.242.141,48
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.363.620,65 4.586.944,65
2. technische Anlagen und Maschinen 22.835.221,67 14.937.553,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.775.620,48 1.668.263,48
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.848.603,92 6.049.379,95
III. Finanzanlagen 34.144,07 34.144,07
1. Beteiligungen 34.144,07 34.144,07
B. Umlaufvermögen 40.036.769,19 43.875.400,27
I. Vorräte 15.802.657,78 16.555.949,17
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.797.806,94 5.022.463,26
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.410.441,86 3.719.719,90
3. fertige Erzeugnisse und Waren 8.594.408,98 7.813.766,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.024.795,50 22.815.163,75
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.239.007,37 18.935.291,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 597.030,53 1.093.330,82
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.188.757,60 2.786.540,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.209.315,91 4.504.287,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 361.168,36 542.400,37
Aktiva 75.349.829,34 72.031.748,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 23.000.000,00 23.000.000,00
I. Kapitalanteile 23.000.000,00 23.000.000,00
1. Kapitalanteile Kommanditisten 23.000.000,00 23.000.000,00
II. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 3.752.431,07 4.550.837,17
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 596.067,00 570.860,00
2. Steuerrückstellungen 555.917,00 575.761,35
3. sonstige Rückstellungen 2.600.447,07 3.404.215,82
C. Verbindlichkeiten 48.597.398,27 44.480.911,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.073.328,00 23.994.119,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 73.416,98 227.611,84
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.424.238,17 6.621.442,01
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 17.013.129,35 12.329.115,84
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.031.234,97 347.594,18
6. sonstige Verbindlichkeiten 982.050,80 961.027,65
davon aus Steuern 228.868,28 229.548,24
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 140,25 427,67
Passiva 75.349.829,34 72.031.748,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 120.835.614,05 133.467.995,93
2. Verminderung / Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 861.913,92 -2.723.814,51
3. sonstige betriebliche Erträge 957.548,41 556.858,97
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 10.412,27 50.854,87
4. Materialaufwand 62.945.900,62 81.087.720,73
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 62.006.033,76 79.871.068,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 939.866,86 1.216.652,64
5. Personalaufwand 23.978.452,25 23.552.537,74
a) Löhne und Gehälter 20.247.356,12 19.897.714,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.731.096,13 3.654.823,06
davon für Altersversorgung 55.425,58 95.962,34
6. Abschreibungen 8.680.244,17 7.899.357,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.680.244,17 7.899.357,40
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.503.692,26 18.858.901,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 49.339,40 34.075,27
8. Erträge aus Beteiligungen 3.195,49 17.853,22
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.745,23 3.252,64
davon Erträge aus Abzinsung 470,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 604.548,58 435.015,37
davon an verbundene Unternehmen 3.445,75 498,16
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.722,00 17.455,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 706.721,65 866.173,35
12. Ergebnis nach Steuern 5.518.629,73 4.070.068,91
13. sonstige Steuern 39.199,52 30.317,33
14. Jahresüberschuss 5.479.430,21 4.039.751,58
15. Gutschrift auf Kapitalkonten 5.479.430,21 4.039.751,58
16. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

BERICAP GMBH & CO KG, Budenheim

Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Die BERICAP GmbH & Co KG ist eine große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB mit Sitz in Budenheim und ist eingetragen in das Handelsregister Mainz (HRA 3302).

Der Jahresabschluss der BERICAP GmbH & Co KG wurde von uns für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Bilanz ist nach den Vorschriften §§ 265 ff. HGB gegliedert. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde von uns das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert sind.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten werden durch Zuschüsse von Dritten gemindert.

Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände betragen vier bis fünf Jahre, für Gebäude sechs bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen vier bis 16 Jahre und für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis 25 Jahre.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (EUR 250 bis EUR 1.000) werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelöst.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, welche neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen.

Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigerem beizulegenden Wert bewertet.

Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Bestandsrisiken, die sich aus einem Verkaufspreis unter den Herstellungskosten zuzüglich eines Zuschlags von 10 % (Frachtkosten 5 %, Marge 5 %) ergeben, werden ebenfalls durch Abwertungen berücksichtigt. Darüber hinaus ist dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen worden.

Für Kleinmaterialien ist ein Festwert in Höhe von TEUR 607 (Vj. TEUR 486) gebildet. Die letzte körperliche Aufnahme der im Festwert erfassten Bestände erfolgte zum 31. Dezember 2023.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt und mit ihrem Gesamtwert innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen werden allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten wurden verrechnet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 253 HGB nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens basierend auf den Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines 10 Jahreszinssatzes von 1,82 % (Vj. 1,78 % 10 Jahreszinssatz) bei einer Laufzeit von 15 Jahren mit ihrem Erfüllungsbetrag erfasst. Bei der Ermittlung werden künftig zu erwartende Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. Rentensteigerungen von 2,50 % p.a. (Vj. 2,50 % p.a.) und eine Fluktuationsquote von 4 % p.a. zugrunde gelegt.

Durch Verwendung des 10 Jahreszinssatzes in 2023 ergibt sich im Vergleich zum 7 Jahreszinssatz (1,74 %; (Vj. 1,44 %)) ein Unterschiedsbetrag von EUR 4.890 (Vj. EUR 21.004).

Für alle erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt worden. Die Bildung für bestehende und mögliche Gewährleistungsansprüche erfolgte für das Jahr 2023 pauschal mit 0,26 % (Vj. 0,31 %) des anzusetzenden Gewährleistungsumsatzes.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.

Angaben zu latenten Steuern

Auf das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern auszuweisen, wurde verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den personalbezogenen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 13,3 % zugrunde gelegt.

Bewertungseinheiten

Grund- und Sicherungsbeziehungen werden als Bewertungseinheit erfasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt unter Anwendung der Einfrierungsmethode, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres wie folgt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 2.405.102,73 3.060,73 83.853,49 0,00 2.324.309,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.583.515,51 32.168,46 81.238,24 0,00 15.534.445,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 111.197.753,97 10.676.767,47 2.845.609,93 4.875.819,11 123.904.730,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.860.869,07 580.982,67 382.694,05 110.180,00 7.169.337,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.049.379,95 4.785.223,08 0,00 -4.985.999,11 5.848.603,92
139.691.518,50 16.075.141,68 3.309.542,22 0,00 152.457.117,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 34.144,07 0,00 0,00 0,00 34.144,07
Gesamt 142.130.765,30 16.078.202,41 3.393.395,71 0,00 154.815.572,00
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 2.067.440,73 246.041,73 83.853,49 0,00 2.229.628,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.996.570,86 203.491,46 29.237,24 0,00 11.170.825,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.260.200,57 7.647.276,31 2.837.967,93 0,00 101.069.508,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.192.605,59 538.434,67 382.323,05 0,00 5.393.717,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
112.449.377,02 8.434.202,44 3.249.528,22 0,00 117.634.051,24
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 114.516.817,75 8.680.244,17 3.333.381,71 0,00 119.863.680,21
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 94.681,00 337.662,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.363.620,65 4.586.944,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.835.221,67 14.937.553,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.775.620,48 1.668.263,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.848.603,92 6.049.379,95
34.823.066,72 27.242.141,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 34.144,07 34.144,07
Gesamt 34.951.891,79 27.613.947,55

Es besteht eine Beteiligung an der PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bonn, in Höhe von 2,9 %. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von TEUR 1.037 aus. Zudem besteht eine Beteiligung an der BERICAP Benelux B.V., Breda/Niederlande, in Höhe von 5,0 %. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von TEUR 312 und einen Jahresüberschuss von TEUR 265 aus.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle erkennbaren Risiken werden durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Hierfür wurden auf dieue Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr 1,11 % für das Ausfallrisiko und zu erwartende Erlösschmälerungen angesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 97 (Vj. TEUR 83) gegen Gesellschafter enthalten. Diese resultieren aus Umlagen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuerüberzahlungen, geleisteten Anzahlungen und Forderungen an Lieferanten.

Eigenkapital

Das Festkapital der Kommanditisten von TEUR 23.000 ist vollständig eingezahlt. Die Komplementärin leistet keine Kapitaleinlage und nimmt am Gewinn und am Verlust sowie am Kapital nicht teil.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, Gewährleistungen, Instandhaltungsmaßnahmen und ausstehende Rechnungen.

Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die in den ersten drei Monaten des Folgejahres nachgeholt werden.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind wie folgt:

bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Vorjahr) 22.997 77 23.074
(22.998) (997) (23.995)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
(Vorjahr) 73 0 73
(228) (0) (228)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(Vorjahr) 1.031 0 1.031
(347) (0) (347)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
(Vorjahr) 17.013 0 17.013
(12.329) (0) (12.329)
Sonstige Verbindlichkeiten 982 0 982
(Vorjahr) (952) (9) (961)
Gesamt 47.663 934 48.597
(Vorjahr) (43.097) (1.384) (44.481)

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen im Wesentlichen die zugewiesenen Gewinnanteile sowie Entnahmen im Berichtsjahr (TEUR 17.013, Vorjahr: TEUR 12.329). In den Gewinnanteilen sind mit TEUR 16.958 (Vorjahr: TEUR 12.283) solche an verbundene Unternehmen enthalten. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten ist weder durch Pfandrechte noch ähnliche Rechte besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach einzelnen Geschäftsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland
Spezialverschlüsse 18.452 20.171
Getränkeverschlüsse 29.762 29.858
Handelswaren 169 112
Nebengeschäfte 1.414 1.772
49.797 51.913
Ausland
Spezialverschlüsse 49.935 55.651
Getränkeverschlüsse 20.335 22.398
Handelswaren 1.527 2.611
Nebengeschäfte 1.717 2.580
72.514 83.240
Brutto-Erlöse 122.311 135.153
abzüglich Erlösschmälerungen 1.475 1.685
Umsatzerlöse 120.836 133.468

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 194 (Vj. TEUR 127) und aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 85 (Vj. TEUR 163) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 11 (Vj. TEUR 7).

Zinsen und ähnliche Zinsaufwendungen

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 709 (Vj. TEUR 848) Ertragsteuern für das Jahr 2023 sowie Aufwendungen aus Steueranpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR -2 (Vj. TEUR 18).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 815 (Vj. TEUR 2.003). Es handelt sich hierbei um das Obligo aus Investitionsvorhaben TEUR 780 (Vj. TEUR 1.936) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 596 (Vj. TEUR 0)) und Verpflichtungen aus PKW Leasing TEUR 35 (Vj. TEUR 67).

Angaben zur Komplementärin

Die BERICAP Verwaltungs GmbH, Budenheim, ist mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25 Komplementärin der Gesellschaft. Im Jahr 2023 hat sie die Vertretung der Gesellschaft durch ihre Geschäftsführer:

o Master of Business Administration, Dipl. Ingenieur Sebastian Hähnel, Geschäftsführer, Wermelskirchen

o Dipl. Wirtschaftsingenieur Alexander Krautkrämer, Geschäftsführer, Eltville am Rhein

wahrgenommen.

Die Komplementärin erhält einen Nettobetrag von TEUR 2 (Vj. TEUR 2) für erbrachte Tätigkeiten.

Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit bei der Komplementärin wie im Vorjahr keine Bezüge. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufgliederung der Mitarbeiterzahl

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter:

2023
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
259 251
Angestellte 105 107
Zwischensumme 364 358
Auszubildende 13 12
377 370

Bewertungseinheiten

Zu den Bewertungseinheiten geben wir nachfolgende Übersicht:

Risiko Grundgeschäft Sicherungsinstrument
Variable Art Art Betrag Art Betrag
Zins kontrahierter Zahlungsstrom variabel verzinsliche Darlehen EUR 12 Mio. Zinsswaps EUR 13 Mio.
Zins erwarteter kontrahierter Zahlungsstrom *) variabel verzinsliche Darlehen EUR 20 Mio. Cap Höchstsatzverzinsung EUR 20 Mio.
Zins kontrahierter Zahlungsstrom variabel verzinsliche Darlehen EUR 4 Mio. Cap Höchstsatzverzinsung EUR 4 Mio.
Art Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Mikrohedge Laufzeit- und Volumenkongruenz
antizipativer Hedge Laufzeit- und Volumenkongruenz
Mikrohedge Laufzeit- und Volumenkongruenz

*) Es ist beabsichtigt, die aufzunehmenden Finanzmarktkredite künftig so auszugestalten, dass Sie übereinstimmend zu den Sicherungsgeschäften lauten

Abschlussprüferhonorar

Die im Geschäftsjahr als Aufwand gebuchten Honorare für die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Zweigniederlassung Mainz, als Abschlussprüfer der BERICAP GMBH & CO KG betragen für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 47, für andere Bestätigungsleistungen TEUR 3 und für sonstige Leistungen TEUR 3 - Gesamt TEUR 53.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft unterhält eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen, vereinzelt auch zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Liefer- und Leistungsaustausch mit verbundenen Unternehmen. Die nachstehende Tabelle gibt Auskunft über sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Nahestehende Unternehmen
Art des Geschäfts Art der Beziehung Verkäufe
in TEUR
Erbringen von Dienstleistungen
in TEUR
Gesellschafter 51 0
Nahestehende Unternehmen 13.877 0
Art des Geschäfts Art der Beziehung Käufe in TEUR Bezug von Dienstleistungen in TEUR
Gesellschafter 0 1.170
Nahestehende Unternehmen 11.477 0
Nahestehende Unternehmen
Art des Geschäfts Art der Beziehung Erlöse aus Kostenweiterbelastungen
in TEUR
Erträge aus Finanzierungsgeschäften
in TEUR
sonstige Erträge
in TEUR
Gesellschafter 962 0 0
Nahestehende Unternehmen 0 0 17
Art des Geschäfts Art der Beziehung Aufwendungen aus Kostenweiterbelastungen in TEUR Aufwendungen aus Finanzierungsgeschäften in TEUR sonstige Aufwendungen in TEUR
Gesellschafter 0 4 408
Nahestehende Unternehmen 0 0 671

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt Risiko-, Chancen - und Prognosebericht.

Konzernverhältnis

Oberste Muttergesellschaft ist die BERICAP Capital GmbH & Co KG, Budenheim. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BERICAP Capital GmbH & Co KG einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist im Unternehmensregister offenzulegen.

 

Budenheim, 21. März 2024

BERICAP Verwaltungs GmbH

A. Krautkrämer

S. Hähnel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BERICAP GMBH & CO KG, Budenheim

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der BERICAP GMBH & CO KG, Budenheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BERICAP GMBH & CO KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

-vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, 21. März 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Scholz, Wirtschaftsprüfer

Hiller, Wirtschaftsprüfer

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