Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 85703
Eingetragen
13.7.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenVermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Gegenstand
Betrieb von Hotels und gastronomischen Betrieben im In- und Ausland, insbesondere des Hotels Adlon in Berlin, einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christophe Heinemann
seit 23.3.2021
Prokura
Colin Lubbe
seit 14.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kempinski Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhalt

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Unternehmensprofil und Geschäftstätigkeit

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Steuerungssysteme

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

3.1 Vermögens- und Finanzlage

3.2 Ertragslage

3.3 Entwicklung finanzieller Leistungsindikatoren aus der Management Berichterstattung

3.3.1 Definition der Kennzahlen des Management Reportings

3.3.2 Entwicklung der Kennzahlen des Management Reportings

3.4 Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

3.5 Gesamtaussage des Vorstands

4 Entwicklung und Management der Chancen und Risiken

4.1 Nichtfinanzielle Chancen und Risiken

4.2 Finanzielle Chancen und Risiken

4.3 Risikoanalyse im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie (kurz: Coronavirus)

4.3.1 Sachverhalt

4.3.2 Wirtschaftliches Risiko

4.3.3 Operatives Risiko

4.4 Wesentliche gerichtliche Auseinandersetzungen

4.5 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

5 Prognosebericht

5.1 Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen

5.2 Strategische Ausrichtung

5.3 Russland-Ukraine-Konflikt

5.4 Erwartete Entwicklung und Prämissen zur Zielerreichung für 2022

5.5 Erwartete Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

5.6 Erwartete Entwicklung der Finanzlage

5.7 Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Unternehmensprofil und Geschäftstätigkeit

Seit dem Jahr 1897 betreibt die Kempinski Gruppe 1 Hotels, ist damit die älteste unabhängige Luxushotelmarke Europas und besteht im Jahr 2022 seit 125 Jahren. Das Kerngeschäft des Konzerns besteht im Vertrieb dieser Expertise durch langfristige Betriebsführungsverträge mit Hoteleigentümern. In den 1990ern stieß Kempinski, bis auf eine Ausnahme, die Mehrzahl seiner Immobilien ab.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 umfasste das Portfolio des Kempinski Konzerns ein Hotel im Eigentum, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski, München, zwei gepachtete Hotels (das Hotel Adlon Kempinski, Berlin, und das Palais Hansen Kempinski, Wien) sowie 75 Hotels unter Betriebsführungsverträgen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika, Südostasien, China und Amerika.

Die Kempinski AG, München, (kurz: KAG) hat ihren eingetragenen Sitz in München. Sie unterhält eine Zweigniederlassung in Berlin sowie eine Zweigniederlassung für ein Vertriebsbüro in London. Die 100 %ige Tochtergesellschaft der Kempinski AG, die Kempinski Hotels SA (kurz: KISA) in Genf, koordiniert das operative Geschäft der Gruppe. Die KISA unterhält eine Zweigniederlassung in Dubai, welche für die Verwaltung der Hotels in Afrika und dem Nahen Osten zuständig ist. Die Verwaltung eines Vertriebsbüros in Frankfurt und einige Funktionen der regionalen Verwaltung der europäischen Hotels befinden sich bei der Kempinski Services Germany GmbH, München. Mehrheitsaktionärin der Kempinski AG ist unverändert die MCM Hotel Beteiligungs GmbH, München.

Im Geschäftsleitungsbereich der Kempinski Hotels SA, Genf, sind weiterhin die regionalen Zuständigkeiten (Europa, Mittlerer Osten und Afrika, China und Südostasien und amerikanischer Kontinent) vertreten, des Weiteren jeweils ein Vertreter aus den Bereichen Business Development, Information Technologies und Human Resources sowie ein Mitarbeiter aus der Abteilung für die Entwicklung von Hotelbetriebsführungsverträgen.

Zu Angaben über die Mitglieder des Vorstands der KAG und des Aufsichtsrats verweisen wir auf den Anhang.

1 Definition i.S.v. Hotel Management seitens eines der Unternehmen des Kempinski Konzerns in Bezug auf das Portfolio aller Hotels der Marke Kempinski (kurz: Kempinski).

1.2 Ziele und Strategien

Kempinskis Philosophie besagt, dass Luxus limitiert ist und dass deshalb ein wahrhaft exklusives Erlebnis niemals im Überfluss verfügbar sein sollte. Die langfristige Strategie besteht darin, für die bestehenden Investitionen eine außergewöhnliche Leistung zu erzielen, den Markenwert zu stärken sowie den Unternehmenswert insgesamt zu steigern.

Kempinski verfolgt das klare Ziel, ein unabhängiger Europäischer Luxushotelier zu sein, welches mit definierten strategischen Zielvorgaben erreicht werden soll. Die langfristigen Aussichten der Gruppe bleiben unvermindert positiv, was durch Wachstum und starkes Engagement für die vier Werttreiber (Marke, Management-Knowhow, Immobilien und Loyalität) weiterhin gestärkt wird.

Die Markenbekanntheit von ,Kempinski' mit ihrer Traditionsgeschichte von 125 Jahren spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Stärke der Marke Kempinski ist auch die Grundlage, um die Gruppe gegen große Branchenkonkurrenten sowie kleinere Betreiber im Luxussegment zu verteidigen. Die Portfoliogröße von Kempinski ermöglicht es, die Beziehung zu den Hotelbesitzern individuell anzupassen, zu fördern und erfolgreich auszubauen.

Kempinski bietet Europäischen Service im gesamten Portfolio, basierend auf von Kempinski entwickelten Servicegrundsätzen, einzigartigen Markenstandards und Systemen. Spürbare Qualität und Handwerkskunst gehören zu den grundlegenden globalen Erfahrungen unserer Gäste im gesamten Portfolio, während gleichzeitig jedes Hotel seine unverwechselbaren und individuellen Berührungspunkte für die Gästeerfahrung bewahrt. Dies umfasst neben dem gesamten Qualitätsmanagement eine gezielte Markenstrategie im Bereich Gastronomie und die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns.

Im Bereich Nachhaltigkeit wird der ökologische Fußabdruck eines jeden Hotels von der Bauphase bis zur Betriebsphase in den Mittelpunkt des Kempinski Geschäftsmodells gestellt. Im Rahmen des Triple Bottom Line Ansatzes soll eine Reihe umweltfreundlicher innovativer Standards und Initiativen entwickelt werden, mit denen Kempinski an der Spitze der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung in der Hotellerie stehen soll und gleichzeitig die operative Leistung sicherstellt.

Das Asset Management der gepachteten und im Eigentum befindlichen Häuser zielt auf Wertigkeit für den Gast ab, berücksichtigt aber auch nötige Optimierungen der wirtschaftlichen Leistung. Von strategischer Bedeutung ist die Koordination der regelmäßig durchzuführenden Modernisierungsprojekte, wie derzeit im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München, welches schon in den vorherigen Jahren Modernisierungsmaßnahmen im Zimmer- und Gastronomiebereich vorgenommen hat. Im Jahr 2020 wurde die Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung begonnen, welche trotz Verzögerungen im Jahr 2021 abgeschlossen werden konnte. Die Investitionen in das Anlagevermögen im Hotel Vier Jahreszeiten belaufen sich im Jahr 2021 auf Mio. EUR 6,2.

Im Hotel Adlon bezogen sich alle Investitionen von TEUR 187 ausschließlich auf Ersatzbeschaffungen. Die geplanten Investitionen, im Besonderen die Modernisierung des Schwimmbad- und Saunabereichs sowie die Neugestaltung des Restaurants, verschieben sich aufgrund der Corona-Pandemie in die nächsten Jahre.

Im Palais Hansen in Wien wurden im Jahr 2021 TEUR 31,9 in Ersatzbeschaffungen investiert.

1.3 Steuerungssysteme

Das Ziel in Bezug auf das bestehende Hotel-Portfolio und den Konzern ist sowohl die Stärkung von finanziellen als auch nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

Zur Messung der finanziellen Leistungsindikatoren des Hotelportfolios sowie zahlreicher weiterer Daten verfügt der Kempinski Konzern über ein speziell entwickeltes System, welches das komplette Management-Berichtswesen in standardisierter Form abdeckt. Dies umfasst monatlich aktualisierte Prognosen, die Erstellung der Jahresbudgets und die Erstellung von Fünfjahresplänen. Diese Software-Technik sichert das Single Source of Truth-(SSOT-)Prinzip im Unternehmen.

Neben der Verfügbarkeit von Standard-Schlüsselgrößen wie Belegung, Durchschnittszimmerrate, Umsatz pro verfügbarem Zimmer (kurz: RevPAR) und Bruttobetriebsgewinn (Gross Operating Profit; kurz: GOP), sind wir in der Lage ein umfassendes und detailliertes internes Benchmarking zwischen allen Kempinski-Hotels weltweit durchzuführen, da alle Hotels nach dem USALI 2 Kontenplan geführt werden. Aufgrund dieses Reportstandards kann sich die Gruppe auch mit Daten der Konkurrenz in den verschiedenen Märkten messen.

Eine andere Komponente des Systems, ebenfalls auf dem SSOT-Prinzip basierend, besteht für die Leitung, Kontrolle und Führung des Konzerns. Dieses System ist ein wesentlicher Teil aller im Unternehmen unternommenen Planungs- und Controlling-Prozesse und ist daher eingebettet in die gesamtwirtschaftliche Konzernführung.

Auf Analysen und individuell gewünschte Berichte kann entsprechend der jeweiligen Nutzerrechte bei Bedarf zugegriffen werden, während zusätzlich zu jedem Monatsende eine vereinbarte Anzahl an Berichten erstellt und an den Vorstand verteilt wird. Weitere Analysen werden von den operativen Abteilungen der KISA und den übrigen Unternehmen des Konzerns bereitgestellt und geplante Maßnahmen werden in den regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes erörtert.

Ein strukturierter und detaillierter Budgetplanungsprozess bei allen Kempinski Hotels ist ein wesentlicher Bestandteil des Steuerungssystems. Strategische Ziele und Maßnahmen werden im Vorfeld durch den Kempinski-Vorstand festgelegt und an die Hotels kommuniziert. Im Rahmen der kritischen Überprüfung des Geschäftsplans jedes Hotels erörtern die Vorstandsmitglieder alle Details der geplanten Ziele unter Zuhilfenahme der Vorgaben. Das Konzernbudget wird in einem ähnlichen Prozess erarbeitet, durch den Aufsichtsrat genehmigt und nachfolgend als Plan für das neue Geschäftsjahr herangezogen.

Die 5-Jahres-Strategiepläne der Hotels und des Konzerns, welche zu einer Steigerung des Unternehmenswertes führen sollen, werden in letzter Instanz in der Regel mittels einer unabhängigen Bewertung beurteilt und dem Aufsichtsrat vorgelegt.

Für die Steuerung und Kontrolle der operativen Abläufe in den Hotels besteht neben einer Reihe von Verfahren und Richtlinien seit 2020 eine interne Revisionsabteilung, welche eine Kontrolle gemäß der Kempinski Richtlinien vornimmt, bewertet und hotelübergreifend vergleicht. Darüber hinaus finden verschiedene Selbstkontrollen durch die Controller vor Ort statt.

Zusätzlich zu dem Berichtswesen an das Management werden monatliche Konzernbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erstellt, welche sich auf die deutschen Rechnungslegungsvorschriften berufen. Dieser Prozess unterstützt und verbessert die rechnungslegungsbezogene Kontrolle im Konzern in Bezug auf die Identifikation wesentlicher bestandsgefährdender Risiken und liegt der Erstellung des gesetzlich vorgeschriebenen Konzernabschlusses am Jahresende zugrunde.

2 'Uniform System of Accounts for the Lodging Industry', 11. Auflage (kurz: USALI).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 war weiterhin von der Corona Pandemie geprägt. Regionale Unterschiede waren hier deutlich erkennbar. Während es zu starken Einschränkungen insbesondere in der 1. Jahreshälfte in Europa kam, hatten viele asiatische Länder in der zweiten Jahreshälfte mit Corona Ausbrüchen zu kämpfen. Eine Null Covid Strategie wurde über das ganze Jahr hinweg von Chinas Regierung verfolgt, was zu strikten Abschottungsmaßnahmen führte. Staatliche Hilfsprogramme in den westlichen Ländern und steigende Impfquoten trugen jedoch entscheidend zu einer Erholung der Weltwirtschaft bei.

Die Weltwirtschaft ist um 5,5 % in 2021 gewachsen 3. China konnte trotz der Pandemie ein Wachstum von 8,0 % verzeichnen, und auch die Wirtschaft der Eurozone konnte um 5,2 % und jene des Mittleren Ostens und Nordafrika um 3,1 % wachsen.

Die globale Inflation lag in 2021 mit 4,35 % um 1,17 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. 4.

Die Weltwirtschaft hat sich gemäß Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) im 4. Quartal etwas belebt 5. Allerdings sind vor allem im Dienstleistungssektor erhöhte Belastungen aufgrund des verstärkten Infektionsgeschehens zu beobachten.

Die globale Tourismusbranche verzeichnete 2021 einen weltweiten Anstieg der Auslandsreisen um 3 % gegenüber dem Vorjahr, gemäß einer Pressemitteilung der IPK International in Zusammenarbeit mit der ITB Berlin vom März 2022 6. Generell zeigt sich die globale Entwicklung sehr unterschiedlich. Während die Auslandsreisen der Europäer und Amerikaner um 10 % und 11 % anstiegen, ist bei den Auslandsreisen der Asiaten ein Rückgang von 40% zu verzeichnen. Überdurchschnittlich positiv konnten sich die Bereiche der Urlaubsreisen (+ 4%) und der sonstigen Privatreisen (+ 9 %) entwickeln, während bei den Geschäftsreisen ein erneuter Rückgang von 14 % zu verzeichnen war. Es wird in der Branche erwartet, dass der durch die Pandemie verursachte historische Tiefpunkt im Tourismus im Jahr 2021 überwunden wurde und die Post-Covid-Ära gestartet ist.

3 Laut Bericht der Weltbank: World Bank Global Economic Prospects - Januar 2022.
4 Vergleiche: https://www.statista.com/statistics/256598/global-inflation-rate-compared-to-previous-year/.
5 Vergleiche, auch im Folgenden: Bericht über die wirtschaftliche Lage in Deutschland, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, online Version vom 14.Januar 2022.
6 Vergleiche, auch im Folgenden: Presse-Information ITB Berlin in IPK International: Trendwende im internationalen Tourismus, vom 17. März 2022.

2.2 Geschäftsverlauf

In der Kempinski-Gruppe wurden im Jahr 2021 drei neue Hotels eröffnet:

Kempinski Residences Guangzhou, China (am 10. Januar 2021)

Kempinski Hotel Jinan, China (am 21. Mai 2021)

Kempinski Palace Engelberg Titlis, Schweiz (am 25. Juni 2021)

Vier Hotels haben 2021 das Portfolio verlassen.

Das Kerngeschäft der Gruppe, das Management der Hotels der Marke Kempinski erfolgt weiterhin mit der Kempinski AG, München, als Obergesellschaft der Gruppe und der Kempinski Hotels SA, Genf, als Verwaltungsgesellschaft. Diese Struktur soll die Exklusivität der Marke Kempinski bewahren und dem Kempinski Konzern langfristig Möglichkeiten des Wachstums und den Hoteleigentümern Möglichkeiten der Wertsteigerung geben.

Das Jahr 2021 war weiterhin von den Auswirkungen der Corona Pandemie geprägt. Gestartete Impfkampagnen führten in der 1. Jahreshälfte zu einer deutlichen Entspannung und damit verbundenen Öffnungsschritten, allerdings führte eine neue Virusvariante im Herbst zu neuen Corona Höchstständen und damit verbunden zu Auflagen und Restriktionen in der Hotellerie und Gastronomie.

Alle Hotels in China und Südostasien waren durchgehend im Jahr 2021 geöffnet. Allerdings litten sie weiterhin unter den Auswirkungen der Corona-Krise. Einschränkungen durch weitreichende COVID-19-Testpflichten, Quarantäneregelungen und reduzierte Flugverbindungen führten insgesamt zu geringen Auslastungen.

In Deutschland waren das Adlon und das Hotel Bristol in Berlin sowie das Hotel Vier Jahreszeiten in München während der Krise weiterhin geöffnet, jedoch mit sehr geringer Auslastung. Wenige andere Hotels in Europa mussten für eine bestimmte Anzahl von Monaten schließen, entweder auf behördliche Anordnung oder auf Anfrage der Eigentümer.

Auch die Hotels im Nahen Osten und in Afrika konnten im gesamten Jahr 2021 geöffnet bleiben, allerdings mit geringerer Auslastung als üblich, da die Einreise für ausländische Gäste und der Flugverkehr beschränkt wurden.

Die Hotels auf dem amerikanischen Kontinent stehen immer noch vor großen Herausforderungen, da Kuba für den größten Teil des Jahres für ausländische Reisende gesperrt war und Zugangsbeschränkungen den Betrieb des neuen Hotels in Dominica erschweren.

In dem im Eigentum befindlichen Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München wurden im Geschäftsjahr 2021 Modernisierungsmaßnahmen der technischen Gebäudeausstattung finalisiert. Einzelne Teilbereiche wurden jedoch in das Jahr 2023 verschoben.

Der Managementvertrag der KISA für das Hotel in Singapur, welches im Jahr 2018 eröffnete, beinhaltet eine Leistungsgarantie für die ersten fünf Betriebsjahre, beginnend mit 2019, dem ersten vollen Betriebsjahr. In 2021 war keine Garantiezahlung der KISA für das Hotel fällig. Die Leistungsgarantie für Singapur wurde im Einvernehmen mit dem Besitzer für 2021 ausgesetzt (Vorjahr: TEUR 1.848).

Der Betriebsführungsvertrag mit dem Besitzer des Kempinski Hotel Mall of the Emirates in Dubai, wurde mit Wirkung ab dem 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Für die Jahre 2020 bis 2026 wurde vertraglich ein Mindestergebnis vereinbart, was die KISA verpflichtet, eventuelle Fehlbeträge bis zu diesem Mindestergebnis jährlich an den Eigentümer zu zahlen. In 2021 war keine Garantiezahlung der KISA für das Hotel Mall of the Emirates in Dubai/UAE fällig, da das Mindestergebnis erreicht und übertroffen wurde. Im Vorjahr ergab sich daraus eine Kompensationszahlung von TEUR 4.439.

Im Rahmen der Finanzanlagen wurde die Beteiligung an der Beijing Lufthansa Center Co. Ltd, Peking, (kurz: BLC) weiterhin planmäßig um TEUR 667 im Jahr 2021 abgeschrieben. Aufgrund einer Änderung des chinesischen Rechts in 2019 wird es nicht möglich sein, die Beteiligung an BLC nach Ablauf des ursprünglichen Vertrags im Mai 2022 zu verlängern.

Am 15. November 2019 hat die Hospitality Investment Group SA, Genf (kurz: HIG), Anteile von 81,5 % an Concilio Labs, Inc., Delaware/USA, gekauft. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss für 2021 wurde unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Bei Concilio Labs Inc. handelt es sich um eine Start-up-Firma im Technologiesektor, welche Lösungen zur Kundenzufriedenheit in der Hotellerie entwickelt und vermarktet. Die Ausbaufähigkeit der angebotenen Dienstleistungen dieses Unternehmens wird als hoch eingeschätzt.

Concilio Labs erhielt einen bedeutenden Auftrag von Global Hotel Alliance (der weltweit größten Allianz unabhängiger Hotelmarken) zur Entwicklung der neuen Website und der mobilen Anwendung für das neue DISCOVERY-Treueprogramm der Allianz. Dieser Auftrag wurde sowohl vom Kunden als auch vom Markt positiv aufgenommen; die von Concilio Labs entwickelte Website und die mobile Anwendung wurden mit zwei Preisen ausgezeichnet.

Bei den Kosten wurden weiterhin Einsparungsmaßnahmen verfolgt. Auch wenn die Erhaltung möglichst vieler Arbeitsplätze im Vordergrund stand, um Talent und Knowhow in der Gruppe zu bewahren, wurden nicht unbedingt notwendige Ausgaben gestrichen oder auf spätere Zeiträume verschoben. Regierungsprogramme und Unterstützungshilfen, wie beispielsweise Kurzarbeit oder Mietkürzungen, wurden, soweit anwendbar, ebenfalls in Anspruch genommen.

Insgesamt haben sich die Kosten für Reisetätigkeiten der KAG und der KISA im Jahr 2021 um TEUR 463,3 gegenüber dem Budget (entspricht -52 %) und um TEUR 120,8 (entspricht -22 %) im Vergleich zum Vorjahr verringert.

3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

3.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanz weist Mio. EUR 231,9 an Vermögenswerten auf (2020: Mio. EUR 217,1), von denen 59,2 % oder Mio. EUR 137,3 (2020: Mio. EUR 136,8) Anlagevermögen und 40,8 % bzw. Mio. EUR 94,6 (2020: Mio. EUR 80,4) Umlaufvermögen (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) darstellen. Die Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,282 Mio. EUR angestiegen. Die Finanzanlagen beinhalten seit 2021 den Kauf seitens der HIG der verbleibenden Anteile von 53,0 % an Resense Spa SA (kurz: Resense), Genf. Resense ist derzeit nicht im Konsolidierungskreis enthalten.

Der Anstieg im Umlaufvermögen auf Mio. EUR 94,6 (2020: Mio. EUR 80,4) erklärt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg von sonstigen Vermögensgegenständen aus Regierungsprogrammen und Unterstützungshilfen, welche aufgrund der Corona-Pandemie in Anspruch genommen wurden. Von österreichischen Behörden werden Mio. EUR 1,6 für Kurzarbeitsentschädigungen und Verlustersatz erwartet und Mio. EUR 29,5 beziehen sich auf die Überbrückungshilfen III und III Plus des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Deutschland. In der KISA werden Mio. EUR 7,1 von der Schweizer Regierung als Unterstützungshilfe erwartet.

Darüber hinaus ist eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen, bedingt durch den Anstieg des generellen Geschäftsvolumens.

Die Summe der Verbindlichkeiten und Rückstellungen inklusive der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und latenten Steuern beträgt Mio. EUR 129,3 (2020: Mio. EUR 118,2), was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um Mio. EUR 11,1 entspricht. Im Wesentlichen ist dieser Anstieg durch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von Mio. EUR 15,3 (Vorjahr: Mio. EUR 45,7) sowie einem Rückgang der Sonstigen Rückstellungen von Mio. EUR -6,3 bedingt.

Da aufgrund der Corona-Pandemie die Liquiditätsreserven der Kempinski AG kurz- und mittelfristig nicht ausreichend waren, um die Bedürfnisse der Gruppe zu decken, wurden am 4. August 2020 die folgenden Darlehen bei der Commerzbank AG, Frankfurt, aufgenommen:

Darlehen der HVJ von Mio. EUR 30,0, welches der Finanzierung von Investitionen in das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München dient. Davon wurden Mio. EUR 15,0 in 2020 abgerufen und die verbleibenden Mio. EUR 15,0 im Januar 2021.

Darlehen der KAG von Mio. EUR 25,0 zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs der Gruppe, welches in voller Höhe in 2020 in Anspruch genommen wurde.

Vertrag mit der KAG über einen Kreditrahmen von Mio. EUR 30,0, welcher zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs der Gruppe dient. Zum 31. Dezember 2021 beträgt die Beanspruchung an Barmitteln Mio. EUR 5,9.

Die beiden Darlehen sowie der Kreditrahmen haben eine Laufzeit von drei Jahren, welche zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden können. Sie sind mit der Immobilie des Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski besichert. In dem Kreditrahmen sind zwei Avale zugunsten des Immobilieneigentümers der Kempinski Hotel Vienna Management GmbH enthalten. Diese belaufen sich zum Jahresende 2021 auf insgesamt Mio. EUR 6,3.

In den Rückstellungen für Steuern sind insgesamt Mio. EUR 6,1 (2020: Mio. EUR 6,9) für Sachverhalte aus der Betriebsprüfung der Jahre 2010 bis 2013 enthalten, welche sich bei der Kempinski AG als umsatzsteuerliche Organträgerin ergeben haben.

Das Eigenkapital beträgt Mio. EUR 102,6 (2020: Mio. EUR 98,9). Damit beträgt die Eigenkapitalquote zum Jahresende 44,2 % und hat sich damit um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von im Vorjahr Mio. EUR -36,7 auf Mio. EUR -17,0 verbessert. Dem gegenüber steht ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit einer Veränderung zum Vorjahr von Mio. EUR -30,7 auf Mio. EUR 14,6. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich verglichen zum Vorjahr um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR -7,2 verringert. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen von insgesamt Mio. EUR 5,7, welche sich hauptsächlich auf das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München beziehen, haben sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,4 verringert. In 2021 wurde eine Einzahlung aus Dividenden von der Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd. in Höhe von Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 0) erhalten.

Der Kempinski Konzern konnte im Geschäftsjahr 2021 jederzeit seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

3.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse von Mio. EUR 78,3 (Vorjahr: Mio. EUR 75,8) setzen sich zu 66,8 % (Vorjahr: 75,7 %) aus Umsätzen der vier im Eigentum befindlichen bzw. gepachteten Hotels und zu 27,9 % (Vorjahr: 19,8 %) aus den Umsätzen der KAG und KISA aus Managementgebühren und weiteren Gebühren zusammen. Die Umsatzerlöse haben sich damit um Mio. EUR 2,5 erhöht, was auf eine leichte Erholung der Märkte in Bezug auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um Mio. EUR 20,0 auf Mio. EUR 46,7 erhöht. In den sonstigen Erträgen sind Unterstützungshilfen enthalten, welche aufgrund der Corona-Pandemie von deutschen, österreichischen und Schweizer Ministerien zur Verfügung gestellt wurden. Entsprechend ist ein Betrag von insgesamt TEUR 2.630 für Verlustersatz und Ausfallbonus für das Kempinski Hotel Vienna Management GmbH enthalten, TEUR 29.481 beziehen sich auf die KAG im Rahmen der Überbrückungshilfen III und III Plus und TEUR 7.099 sind außerordentliche Finanzhilfen des Departements für Wirtschaft und Beschäftigung der Schweiz. Erträge aus der Währungsumrechnung haben sich um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 0,8 verringert.

Trotz des Anstiegs der Umsatzerlöse im Jahr 2021 haben sich die Aufwendungen für Material und Leistungen, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen, sofern es sich nicht um Fixkosten handelte, reduziert.

Aus dem Personalaufwand von Mio. EUR 39,2 (Vorjahr: Mio. EUR 44,3) entfallen 56,5 % (Vorjahr: 60,3 %) auf die vier bereits erwähnten Hotels und 38,4 % (Vorjahr: 35,6 %) auf KAG und KISA.

Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt Mio. EUR 56,2 (Vorjahr: Mio. EUR 66,3) beträgt für das Hotel im Eigentum und die drei gepachteten Hotels 61,9 % (Vorjahr: 60,0 %) und für KAG und KISA 35,6 % (Vorjahr: 37,3 %).

Anders als im Vorjahr waren in 2021 keine Garantiezahlungen aus den Managementverträgen der KISA für das Hotel in Singapur und für das Hotel Mall of the Emirates in Dubai/UAE fällig und sind daher nicht in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Leistungsgarantie für Singapur wurde im Einvernehmen mit dem Besitzer für 2021 ausgesetzt (Vorjahr: TEUR 1.848) und im Hotel Mall of the Emirates in Dubai/UAE wurde das Mindestergebnis erreicht und übertroffen. Im Vorjahr ergab sich daraus eine Kompensationszahlung von TEUR 4.439.

Nachdem die Fixpacht im Palais Hansen bereits im Jahr 2020 um TEUR 729 reduziert wurde, konnte die Pacht für das Jahr 2021 ebenfalls um TEUR 950 (entspricht 25 %) verglichen mit den Konditionen des Pachtvertrags reduziert werden. Darüber hinaus ist der Rückgang der Mieten und Pachten in erster Linie durch die Auflösung des Pachtvertrages für das Hotel in St.Moritz zum 31. Mai 2021 bedingt. Seit Juni besteht ein Gebührenvertrag mit dem Hotel.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen von insgesamt Mio. EUR 7,4 (2020: Mio. EUR 6,7) enthalten in 2021 eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von Mio. EUR 1,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0,6) in der KISA. Diese bezieht sich mit Mio. EUR 0,7 auf die Beteiligung an der BLC und mit Mio. EUR 0,5 auf die Abschreibung der Beteiligung und der zusätzlichen Investition in die BE Health Management Company SA.

Das saldierte Ergebnis aus Finanzerträgen (Erträge aus Beteiligungen, Erträge aus assoziierten Unternehmen, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) und Finanzaufwendungen (sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,1 vermindert und zeigt in 2021 einen negativen Saldo von TEUR -1.180. Dies ist trotz einem verbesserten Ergebnis aus assoziierten Unternehmen hauptsächlich auf die erhöhte Abschreibung auf Finanzanlagen zurückzuführen.

Der Konzernjahresüberschuss des Kempinski Konzerns betrug Mio. EUR 1,6 (2020: Konzernjahresfehlbetrag Mio. EUR -33,8), was einen Anstieg von Mio. EUR 35,4 im Vergleich zum Vorjahr darstellt. In diesem Ergebnis sind Mio. EUR 4,6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2020: Mio. EUR 1,5) und Mio. EUR 0,7 (2020: Mio. EUR 0,7) sonstige Steuern enthalten.

3.3 Entwicklung finanzieller Leistungsindikatoren aus der Management Berichterstattung

3.3.1 Definition der Kennzahlen des Management Reportings

Für die Steuerung des Konzerns wird ein Management-Berichtssystem verwendet, welches das Konzernergebnis in einer Gliederung darstellt, die entsprechend der Entscheidungsfindung im Konzern strukturiert ist. Die wichtigsten Kennzahlen sind der Betriebsertrag, der Investitionsertrag und das Betriebsergebnis vor Steuern.

In diesem Zusammenhang bezieht sich der Betriebsertrag auf die summierten Erträge der Kempinski AG und der Kempinski Hotels SA, den beiden wesentlichen Konzerngesellschaften, in denen das Kerngeschäft der Kempinski-Gruppe, das Management von Dritthotels, betrieben wird. Dieser Betriebsertrag beinhaltet Management-, Incentive- und sonstige Gebühren, vermindert um Vermittlungsprovisionen, Quellensteuern, Garantien und andere direkt zurechenbare Kosten.

Die Jahresergebnisse aller anderen Tochter- und Konzerngesellschaften, einschließlich der vier eigenen bzw. gepachteten Hotels, werden zusammen mit den Erträgen aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungen unter dem Begriff Investitionsertrag zusammengefasst. Die Leistung des operativen Geschäfts der einzelnen Hotels wird gemäß der Aufteilung des "Uniform System of Accounts for the Lodging Industry", 11. Auflage (kurz: USALI), beurteilt. Dementsprechend werden die Begriffe "betriebliche Umsätze" für alle Umsätze, welche sich aus dem operativen Hotelgeschäft ergeben und "Bruttobetriebsgewinn" (kurz: GOP), welches das Ergebnis des operativen Geschäfts darstellt, verwendet.

Das Betriebsergebnis vor Steuern bezieht sich in diesem Zusammenhang auf das gesamte Konzernergebnis vor den Steuern der KAG und der KISA. Das Betriebsergebnis nach Steuern entspricht dem Jahresergebnis gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Ergebnisse dieser Zielgrößen werden monatlich ermittelt, zur operativen Steuerung analysiert und im Rahmen der Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat kommuniziert. Auch die Planung für das Folgejahr (Budget) und rollierenden Prognosen folgen dieser Gliederung und ihren Kennzahlen.

3.3.2 Entwicklung der Kennzahlen des Management Reportings

Das Budget für den Kempinski Konzern für 2021, welches im März 2021 fertiggestellt und vom Aufsichtsrat genehmigt wurde, konnte aufgrund der Corona-Pandemie und deren neuer Mutationen, welche die Weltwirtschaft im gesamten Jahr schwer getroffen hatte, in keiner Weise eingehalten werden. Hotels hatten weiterhin mit geringer Nachfrage zu kämpfen und der internationale Flugverkehr war weltweit weiterhin eingeschränkt. Großveranstaltungen und Meetings wurden in den meisten Ländern noch nicht wieder aufgenommen. Staatliche Hilfen wurden, soweit die Förderungsvoraussetzungen zum Abschlussstichtag erfüllt waren, im Konzernabschluss berücksichtigt.

Bei den Kosten wurden, nachdem das Ausmaß der weltweiten Corona Pandemie in 2020 bereits sichtbar war, weitere Einsparmaßnahmen ergriffen. Regierungsprogramme und Unterstützungshilfen, wie beispielsweise Kurzarbeit oder Mietkürzungen, wurden soweit wie möglich in Anspruch genommen.

Der Betriebsertrag 7 hat sich um 145,9 % gegenüber dem Vorjahr mit Mio. EUR 37,1 auf Mio. EUR 62,5 erhöht. Darin sind Managementgebühren in Höhe von Mio. EUR 19,1 (Vorjahr: Mio. EUR 12,6) enthalten.

35,8 % dieser Managementgebühren wurden von KAG und KISA aus Hotels des Nahen Ostens und Afrikas verdient, 29,4 % aus Hotels in China und Südostasien und 32,1 % aus Hotels in Europa einschließlich Deutschland.

In dem Betriebsertrag sind Mio. EUR 29,4 enthalten, welche bei der KAG als Unterstützung von der deutschen Regierung im Rahmen der Überbrückungshilfen III und III plus erfasst wurden, sowie Mio. EUR 7,1, welche der KISA als Unterstützung seitens der Schweizer Regierung gewährt wurden.

Direkte Kosten in Bezug auf die Managementgebühren beinhalten im Wesentlichen Quellensteuern, Vermittlungsprovisionen, Kompensationszahlungen und sonstige direkt zurechenbare Kosten. Kompensationszahlungen fielen 2021 nicht an.

Damit lag der Betriebsertrag im Jahr 2021 um Mio. EUR 42,1 über dem Budget.

Der Investitionsertrag 8 war am stärksten von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen und war im Jahr 2021 negativ mit insgesamt Mio. EUR -19,8. Das darin enthaltene Ergebnis von Mio. EUR -20,5 für die gepachteten Hotels und das im Eigentum befindliche Hotel lag um Mio. EUR 1,9 über dem Vorjahr. Es gab keine Dividenden aus den Beteiligungen (Vorjahr: Mio. EUR 0,1). Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 0,7 leicht gesteigert, allerdings fielen sie um Mio. EUR 0,9 hinter dem Budget zurück. Dies ist im Wesentlichen durch den verbesserten Equity Ertrag aufgrund einer leichten Erholung der Corona-Pandemie der Beijing Key International Hotel Management Co. Ltd. zurückzuführen, welcher in 2021 Mio. EUR 0,7 (Vorjahr: Mio. EUR 0,3) betrug.

Das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,6 steigern. Die Logisumsätze betrugen TEUR 12.689 und liegen um TEUR 1.067 (+9,2 %) über dem Vorjahr und TEUR 7.622 (-37,5 %) unter Budget. Die Jahresbelegung betrug 28,1 % in 2021, im Vorjahr lag sie bei 25,0 % - die durchschnittliche Zimmerrate pro verkauftem Zimmer lag bei EUR 405,50 und somit EUR -10,80 (-2,6 %) unter dem Vorjahr. Die Umsätze im Gastronomiebereich sind insgesamt im Vergleich zu 2020 um TEUR 274 auf TEUR 4.842 gestiegen. Der relativ geringe Anstieg resultiert aus den getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie. Gastronomiebetriebe mussten weiterhin mit einschränkenden Maßnahmen bewirtschaftet werden wie zum Beispiel Sitzplatzreduktionen. Kosteneinsparungen im operativen Bereich betrugen Mio. EUR 1,6 im Vergleich zum Vorjahr. Der angepasste Nettoverlust für die Konzernrechnungslegung ohne Managementgebühren beträgt Mio. EUR -0,5.

Ebenso wie das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München war auch das Hotel Adlon Kempinski in Berlin von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie der Bundesregierung betroffen. Entsprechend betrugen die Logisumsätze TEUR 12.533 und liegen um TEUR 1.822 (+17,0 %) über dem Vorjahr aber TEUR 5.070 (-28,8 %) unter Budget. Die Jahresbelegung betrug 2021 28,2 %, im Vorjahr lag sie bei 25,5 % - die durchschnittliche Zimmerrate pro verkauftem Zimmer lag bei EUR 316,3 und somit EUR 17,87 (+6,0 %) über dem Vorjahr. Die Umsätze im Gastronomiebereich sind im Vergleich zu 2020 um TEUR 723 auf TEUR 7.184 gestiegen. Die operativen Kosten sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch den leichten Anstieg in der Belegung und im Gastronomiebereich um TEUR 602 gestiegen. Der angepasste Nettoverlust für die Konzernrechnungslegung ohne Managementgebühren beträgt Mio. EUR -13,9.

Die Geschäftsbedingungen für das Palais Hansen Kempinski in Wien waren im Jahr 2021 aufgrund der Auswirkungen der Corona Pandemie sehr schwierig. Trotzdem betrugen die Logisumsätze TEUR 3.518 und liegen damit TEUR 490 (+16,2 %) über dem Vorjahr, jedoch TEUR 1.901 ( - 62,9 %) unter dem Budget. Die Jahresbelegung betrug 23,9 % in 2021, im Vorjahr lag sie bei 21,5 % - die durchschnittliche Zimmerrate pro verkauftem Zimmer lag bei EUR 265,3 und somit EUR 11,91 (+4,7 %) über dem Vorjahr. Die Umsätze im Gastronomiebereich sind im Vergleich zu 2020 um TEUR 69 auf TEUR 1.907 gestiegen. Sorgfältiges Kostenmanagement in den operativen Abteilungen sowie eine erneute Reduzierung der Mietkosten trugen dazu bei, die operativen Verluste einzudämmen. Ebenfalls haben staatliche Beihilfeprogramme der österreichischen Ministerien zum Ausgleich der durch die Corona Krise eingeschränkten Geschäftsbedingungen von insgesamt Mio. EUR 3,6 dazu beigetragen, den Nettoverlust auf Mio. EUR -1,4 zu beschränken. Bei den Beihilfen beziehen sich Mio. EUR 1,0 auf Kurzarbeitszuschüsse und Mio. EUR 2,6 auf Verlustersatz und Ausfallbonus.

Der Pachtvertrag für das Grand Hotel des Bains Kempinski in St. Moritz wurde zum 31. Mai 2021 vorzeitig und einvernehmlich beendet. Seit dem 1. Juni 2021 wird das Hotel unter einem Gebührenvertrag betrieben. Bis zum Ende der Laufzeit des Pachtvertrages in 2021 verzeichnete das Hotel eine Belegung von 35,4 % (Vorjahr: 42,9 %). Die Logisumsätze betrugen TEUR 2.336 und lagen damit TEUR 3.733 unter dem Budget. Die durchschnittliche Zimmerrate pro verkauftem Zimmer lag bei EUR 519,70 und somit EUR 35,80 unter dem Budget. Die Umsätze im Gastronomiebereich sind insgesamt im Vergleich zu 2020 um TEUR 503 gesunken Der Bruttobetriebsgewinn ist im Verhältnis zum Umsatz von im Vorjahr 31,6 % auf 8,1 % gesunken. Zusammen mit geringen operativen Kosten seit Juni 2021 beträgt der Nettoverlust in 2021 Mio. EUR - 4,4 im Vergleich zum Vorjahr von Mio. EUR -3,8.

Die Aufwendungen der KAG und KISA erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr durch sorgfältiges Kostenmanagement nur leicht und lagen bei insgesamt Mio. EUR 36,8 (Vorjahr: Mio. EUR 34,6). Die Kosten konnten insgesamt stabil auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, lediglich die Ausgaben für Rechtsberatung und Sales & Marketing stiegen an, was zum Einen auf Ausgaben für zusätzliche anwaltliche Beratungen und zum anderen auf erhöhte Ausgaben bedingt durch eine Einmalzahlung im Bereich Markenbekanntheit zurückzuführen ist.

Zusammengenommen erzielte die Gruppe insgesamt ein Betriebsergebnis vor Steuer 9 von Mio. EUR 5,8, verglichen mit einem Budget von Mio. EUR -39,6 und dem Vorjahresergebnis von Mio. EUR -32,1.

Nach Steuern der KAG und KISA von Mio. EUR 4,2 ergibt sich im Managementreporting ein Gesamtergebnis von Mio. EUR 1,6, welches sich mit dem Konzernergebnis gemäß HGB deckt.

7 Gemäß Definition unter 3.3.1.

8 Gemäß Definition unter 3.3.1.

9 Gemäß Definition unter 3.3.1.

3.4 Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Kempinski-Gruppe gehören Kundenzufriedenheit, Markenbekanntheit, Talentförderung und Qualitätssicherung.

Die Kundenzufriedenheit wird durch den Global Review IndexTM (kurz: GRI) gemessen, eine Standardgröße, welche von der Firma ReviewPro 10 in Verbindung mit Branchenexperten und Beratern entwickelt wurde. Diese Größe drückt die Zufriedenheit der Gäste auf der Basis von Online-Bewertungen auf verschiedenen Kanälen aus. Im Jahr 2021 lag diese Bewertung bei 93,6 % (Vorjahr 93,1 %) für unser Hotelportfolio insgesamt und damit konnte Kempinski im Jahr 2021 auf Platz 2 im Vergleich mit den Mitbewerbern rücken.

In Bezug auf Markenbekanntheit werden alle Hotels bis auf wenige Ausnahmen mit einer Gruppe von lokalen Mitbewerbern verglichen, um daraus Maßnahmen abzuleiten mit dem Ziel, eine relativ höhere Durchschnittsrate und Belegung am Markt zu erreichen. Diese Benchmark wird von STR Global Ltd., London, England, ermittelt. Das Ziel ist, eine Größe über 1, also über dem Durchschnitt der Gruppe der Mitbewerber, zu erreichen. Im Jahr 2021, ebenso wie im Vorjahr, konnte allerdings die Messung dieses KPI aufgrund vorübergehender oder zeitweiliger Schließungen von Hotels in vielen Destinationen in den jeweiligen Gruppen von Mitbewerbern nicht ermittelt werden.

Unsere Mitarbeiter Management-Strategie hat sich nicht geändert und basiert weiterhin auf fünf Säulen: der Qualitätsrekrutierung, Talentförderung, dem Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter, Mitarbeiterleistung und ein konformes HR-System. Im COVID-19-Kontext wurde die Rekrutierung jedoch für den größten Teil des Jahres 2021 auf ein Minimum reduziert. Die Initiative "I'm Ready" wurde in allen Hotels eingeführt. Ein Programm, das darauf abzielte, Teammitglieder nach Corona Pandemie bedingten Abwesenheitszeiten erneut willkommen zu heißen und sie wieder mit dem Hotel und ihrer Abteilung zu verbinden. Das Programm, das ein Online-Schulungselement enthielt, wurde von zahlreichen Teammitgliedern weltweit absolviert.

Angesichts der anhaltenden Reisebeschränkungen und der Schwierigkeit, sich in Gruppen zusammenzufinden, lag der Schwerpunkt weiterhin auf dem Angebot von Online-Schulungen mit 56 verschiedenen Themen und über 3700 Teilnehmern weltweit.

Kempinski's Engagement für die Zufriedenheit der Mitarbeiter wurde im Herbst auf der renommierten "Forbes World's Best Employers" Liste 2021 mit Platz 1 in der Kategorie Reise und Freizeit gewürdigt (Platz 63 unter allen Kategorien). Dies ist das Ergebnis einer unabhängigen und anonymen Umfrage, welche von Forbes und seinen Partnern durchgeführt wurde. Diese herausragende Leistung ist ein klares Zeichen dafür, dass die Kempinski-Hotelgruppe mit ihren 18.000 Mitarbeitern weltweit ihr Versprechen zur Mitarbeiterbindung einlöst und die Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Unternehmensorganisation stellt.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter wird durch eine anonymisierte Umfrage aller Mitarbeiter jährlich durchgeführt. Kempinski erreichte den höchsten Engagement-Wert seit dem Beginn der Partnerschaft mit Gallup 11 im Jahr 2016, mit einem Engagement Wert von 4,40 von möglichen 5 Punkten. Kempinski wurde daraufhin von Gallup für den Workplace Excellence Award nominiert, welcher im März 2022 verliehen und mit welchem Kempinski als Gewinner ausgezeichnet wurde.

Die Qualitätssicherung wird seit Mitte 2017 mittels einer App durchgeführt, welche eine umfassende und häufige Qualitätskontrolle liefert. Dieses Kempinski Experience Assessment Tool (kurz: KEA) wurde von einer externen Firma gemäß den Spezifikationen der Kempinski Service und Qualitätsstandards entwickelt und dient der Kontrolle und Bewertung festgelegter Parameter der operativen Standards in den Hotels. Diese App wird sowohl intern als Selbsttest genutzt als auch seit 2018 von externen Testern. Aufgrund der globalen Lockerungen der Reisebeschränkungen wurden die externen Qualitätskontrollen, die im Vorjahr ausgesetzt wurden, wieder eingeführt. Ausgehend von einer Maximalgröße von 100 % für perfekte Servicestandards wurde für das Kempinski Hotelportfolio für 2021 eine Zielgröße von 85 % aus der Bewertung von ausschließlich externen Tests festgelegt. Tatsächlich wurde ein Qualitätsniveau von 87,86 % erreicht.

3.5 Gesamtaussage des Vorstands

2021 begann ganz im Banne der Covid-19-Alpha-Variante. Im Sommer breitete sich die viel aggressivere Delta Variante aus und gegen Ende des Jahres wurde diese immer mehr durch die mildere, aber hoch ansteckende Omikron Variante abgelöst. Die meisten Länder hatten Reiserestriktionen und Schutzmaßnahmen im täglichen Leben eingeführt, was Reisetätigkeiten und Eventorganisation unplanbar machte und zum praktischen Stillstand solcher Aktivitäten führte. Das hatte verheerende Folgen für die Reiseindustrie, sowie für die Beherbergungs- und Restaurationsbetriebe.

Kempinski, als etabliertes Unternehmen, ist eine der größten unabhängigen Luxus Hotelgruppen der Welt. Kempinski's Markenbekanntheit ist seit bald 125 Jahren stark. Die Marke ist sowohl in Europa, als auch in Asien und dem Nahen Osten gut etabliert. Das Kerngeschäft, Management-Knowhow gegen eine Gebühr im Rahmen langfristiger Vereinbarungen zu erbringen, soll Sicherheit und Wertvermehrung für unsere Investoren bieten, sowie zu langfristigen und festen Bindungen mit den Eigentümern der durch Kempinski betrieben Hotels führen.

Als einer der Höhepunkte im Geschäftsjahr 2021 wurde das Kempinski Loyalitätsprogramm, Kempinski Discovery, in Zusammenarbeit mit der Global Hotel Alliance, eines unserer assoziierten Unternehmen, von einem reinen Kundenerkennungsprogramm mit gewissen Privilegien in ein Kundenbonusprogramm umgewandelt. Das Programm ist eine Allianz von 35 Hotelgruppen mittlerer Größe mit Hotels in 85 Ländern und elf Millionen Mitgliedern. Mitglieder und Gäste sammeln durch dieses Programm neu auf dem gesamten Umsatz sogenannte "Discovery Dollars", welche sie in allen mit der Global Hotel Alliance assoziierten Betrieben einlösen lassen.

Für das Kerngeschäft von Kempinski sind Hotelumsätze die Berechnungsgrundlage für die Lizenz- und Managementgebühren. Weit mehr als das Managementgeschäft haben die vier selbst betriebenen Hotels das Ergebnis der Gruppe negativ beeinflusst und einen Großteil des Konzernverlustes ausgemacht und haben daher einen wesentlichen Teil des verfügbaren Kapitalflusses absorbiert. Ende Mai 2021 konnte die Gruppe erfolgreich einen gepachteten Betrieb in einen Gebührenvertrag umwandeln und somit die typischen Fixkosten einer Pacht eliminieren. Das hat nicht nur im Berichtsjahr, sondern wird auch in den Folgejahren das Gesamtergebnis erheblich verbessert. Das Hotel Adlon in Berlin und das Hotel Palais Hansen in Wien haben Mietverträge mit fixer Pacht. Das hat sich wegen der durch Covid verursachten tiefen Auslastung der Hotels, sowie der Tagungs- und Gastronomiebereiche negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Das Hotel Vier Jahreszeiten in München ist im Besitz der Gruppe und hat daher keine fixen Pachtkosten.

Als Folge der verzögerten Erholung und des anhaltenden Drucks auf den Cash Flow mussten sämtliche Prognosen im Detail überarbeitet werden. Die zur Verfügung stehenden Kurzarbeit Programme der Regierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden optimal genutzt, um möglichst viele Entlassungen zu vermeiden. Schon früh zeichnete sich ab, dass sich zukünftige Rekrutierungen für die Hotellerie und Restauration schwierig gestalten würden. Trotz der erhaltenen Hilfen konnten Kündigungen jedoch nicht ganz vermieden werden. Sämtliche Unterstützungshilfen in Österreich, Deutschland und der Schweiz wurden, soweit möglich, in Anspruch genommen.

Die Optimierung der Gruppen Kostenstruktur wurde mit höchster Priorität fortgesetzt. Der Sitz in Genf wurde wesentlich verkleinert und in einen besseren Stadtteil verlegt. Die Büro-Räumlichkeiten der Resense Spa SA wurden aufgelöst und in die Kempinski Büros integriert. Im Februar 2021 wurden die restlichen Aktien der Resense SPA gekauft und voll in Kempinski integriert. Wir sind der Überzeugung, dass die Thematik um Wellness und Wohlbefinden künftig noch mehr an Bedeutung gewinnt und ein SPA in diesem Kontext ein noch wichtigeres komplementäres Angebot für unsere Hotelgäste sein wird. In Dubai wurde das Regionalbüro der KISA mit Kempinski Trading zusammengelegt.

Zu Beginn des Berichtsjahres haben wir eine detaillierte Standortbestimmung durchgeführt und eine Strategie daraus entwickelt, um nachhaltig Shareholder Value durch Wachstum und optimierte Produktivität zu generieren. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden konkrete Optimierungsprojekte identifiziert, wobei die Digitalisierung der Arbeitsprozesse in allen Bereichen als oberste Priorität festgelegt wurde.

Der Konzern hat eine stabile Finanzsituation. Die langfristigen Aussichten der Gruppe schätzen wir mittlerweile als moderat optimistisch ein. Kempinski, durch seine relativ kleine Größe und deutliche Markenpositionierung, ist für Hoteleigentümer eine attraktive Alternative zu den großen Hotel Managementgesellschaften. Kempinski ist dadurch in der Lage, mit einem sehr personalisierten Service und mit fokussierter Aufmerksamkeit die einzelnen Betriebe zu führen. Die Eigentümer haben auf unkomplizierte Weise direkten Zugang zur obersten Führungsebene von Kempinski. Das ermöglicht, direkt und auf kompetente Weise, eine für das Hotel und den Eigentümer wertvermehrende Strategie partnerschaftlich zu entwickeln. Die Nachfrage nach der Marke Kempinski, bzw. nach neuen Projekten hat sich gut und zügig entwickelt so dass wir mit Zuversicht in die nächsten Jahre blicken können.

Vermehrt wurde der Fokus auf unsere gesellschaftliche Verantwortung für ein nachhaltiges Wirtschaften unter Einbezug ökologischer und sozialer Aspekte gelegt. Dies wird von der Arbeitsgruppe "Sustainability Committee" betreut.

Ein Hauptaugenmerk wird auch weiterhin auf die Personalauswahl, -entwicklung und -förderung gelegt, welche Kempinski durch seine mitarbeiternahen Prinzipien einen starken Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Forbes World's Best Employers List 2021 weist Kempinski Hotels als Arbeitgeber Nummer 1 in der Reise- und Freizeitbranche aus. Diese Aspekte sind unter der Beschreibung der nichtfinanziellen Chancen und Risiken näher ausgeführt.

Das Jahr 2021 war ein Jahr der Stabilisierung der Führungsebene von Kempinski und wir versprechen uns durch die derzeitige Besetzung Stärke durch Kontinuität und Fokussierung. Unsere Mitarbeiter weltweit und aus über 150 Ländern, welche der Marke Kempinski die Identität geben und spürbar für den Gast und Hotelbesitzer machen, werden weiterhin mit größter Sorgfalt und Verantwortung betreut.

10 Review Rank S.A, Barcelona, Spanien.

11 Gallup Inc., Washington, USA (kurz: Gallup).

4 Entwicklung und Management der Chancen und Risiken

4.1 Nichtfinanzielle Chancen und Risiken

Die Hotellerie ist ein Geschäft, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Daher ist die Suche nach geeignetem Personalprofil von strategischer Bedeutung. Kurzfristig stellt die Corona-Pandemie und die damit verbundene Notwendigkeit, Personalkosten einzusparen eine große Herausforderung dar, da dadurch gut ausgebildete und talentierte Mitarbeiter verloren gehen könnten. Dies wird entsprechend eine Herausforderung für die Wiederaufnahme vieler Hotelbetriebe nach der Pandemie sein und stellt ein signifikantes Risiko dar. Ebenfalls stellen die geplanten Zuwächse im Portfolio in dieser Beziehung eine Herausforderung dar.

Die Personalstrategie basiert auf fünf Säulen, durch welche sich Kempinski von Mitbewerbern abhebt und sich daher im Personalbereich Chancen eröffnet: der Qualitätsrekrutierung, Talentförderung, dem Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter, Mitarbeiterleistung und ein einheitlich aufgestelltes HR-System.

Kempinski setzte seine Nutzung der Cloud-basierten, konzernweiten HR-Technologie im Jahr 2021 fort, ohne jedoch neue Module freizugeben. Wir werden uns weiterhin auf die vollständige Übernahme der aktuellen Module konzentrieren, anstatt neue einzuführen, da die HR-Teams weltweit immer noch herausgefordert sind, die Auswirkungen der COVID-19-Krise zu bewältigen. Die Karriere-Website von Kempinski, die auf unserem Employer Branding-Konzept basiert und 2018 gestartet wurde, wird weiterhin aktiv genutzt.

Die Qualität der Kandidatenauswahl und Investitionen in die Entwicklung von Führungskräften ist weiterhin von hoher Priorität, allerdings sind aufgrund von Reisebeschränkungen und finanziellen Einschränkungen nach dem Ausbruch von COVID-19 die Ausbildungskurse für Führungskräfte weiterhin ausgesetzt. Sobald es die Umstände zulassen, werden wir diese sehr effektive Ausbildung wieder aufnehmen. Trotzdem wurden in der Zwischenzeit verschiedene Schulungsressourcen mobilisiert und Online-Schulungskurse zu diversen Themen und Interessensgebieten angeboten und durchgeführt.

Das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter stand weiterhin im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit, da es laut Studien von Gallup nachweislich Auswirkungen auf Qualität, wirtschaftliche Leistung und Mitarbeiterbindung hat. Die globale Mitarbeiterbefragung von Gallup, einem auf Analysen und Beratungen spezialisierten Unternehmen, die seit 2016 jedes Jahr bei Kempinski durchgeführt wird, erfasst nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern auch ein breiteres Zugehörigkeitsgefühl und eine emotionale Bindung an jede Rolle. Um auch einen Einblick in den COVID-19-Kontext zu erhalten wurde die Umfrage um spezifische Fragen zum Wohlbefinden der Mitarbeiter ergänzt.

Im Einklang mit dem integrierten Ansatz des Qualitätsmanagements wird das Kempinski-Training für Markenstandards durch maßgeschneiderte, modulare Schulungskomponenten und E-Learning-Module angeboten, die Hotelmitarbeitern aus verschiedenen Fachbereichen weltweit in Form von verschiedenen Medien verfügbar gemacht werden können.

Der Kempinski-spezifische KEA-Qualitätsaudit wird seit 2018 durch externe Qualitätsaudits mit diesem Tool sowie durch die fortgesetzte interne Anwendung ergänzt.

Um sicherzustellen, dass neue Mitarbeiter verstehen und ausdrücken können, wofür Kempinski als Marke steht, existiert ein Orientierungs- und Markeneinführungsprogramm, welches jeder neue Mitarbeiter durchläuft.

Dieses Programm bildet eine feste Grundlage für das Verständnis der Verbindung zwischen der Kempinski-DNA, den Markenwerten und dem Einfluss, den jeder Mitarbeiter hat, diese Faktoren zusammenzubringen.

Risiken bezüglich Datennutzung und Datenverwaltung wurden unter Beachtung der Europäischen Regelung "GDPR" zusammengefasst und beurteilt und den Regelungen entsprechend wurden risikomindernde Prozesse eingeführt. In der Konzernverwaltung besteht die Position des Datenschutzbeauftragten für den gesamten Konzern, unter anderem auch für die Gewährleistung der Einhaltung der Regelungen der Datenschutzverordnungen. Das Risiko bezüglich der Datensicherheit und Verbreitung von Cyber-Angriffen wird als signifikant eingeschätzt und mit den Maßnahmen, welche Kempinski ergriffen und in seine Systeme eingebettet hat entsprechend gemindert.

Das Thema Nachhaltigkeit erlangt einen immer wichtiger werdenden Stellenwert. Es reicht von Maßnahmen zum Schutz der Umwelt über Mitarbeiter spezifische Themen, wie Diversität bis hin zu nachhaltigen Finanzierungsstrategien. Um diesem weiten Feld besser Rechnung tragen zu können, wurde im Jahr 2021 ein ESG Komitee gegründet, welches zur Aufgabe hat, diese Themen innerhalb der Kempinski Gruppe weiter voran zu treiben.

Als Reaktion auf neue Reise- und Lifestyle-Trends wurde das Loyalitätsprogramm KEMPINSKI DISCOVERY in Zusammenarbeit mit der Global Hotel Alliance von einem reinen Kundenerkennungsprogramm in ein Kundenbonusprogramm überführt. GHA DISCOVERY ist das weltweit größte Treueprogramm für unabhängige Hotelmarken und umfasst aktuell etwa 11 Millionen Mitglieder. Das Prämienprogramm zielt darauf ab, wiederholte Aufenthalte, zusätzliche Ausgaben im gesamten Hotel und markenübergreifendes Engagement zu fördern. Hauptmerkmal des erneuerten Programms ist die Einführung der ersten digitalen Reward-Währung der Branche, DISCOVERY Dollars. Die neue Währung wird das Ziel von GHA unterstützen, Anreize für Direktbuchungen zu schaffen, da die Mitglieder die Möglichkeit haben, ihre DISCOVERY Dollars gegen berechtigte Ausgaben einzulösen.

4.2 Finanzielle Chancen und Risiken

Weiterhin geprägt durch die weltweite Corona Pandemie, bei der die weitere Entwicklung, insbesondere für die Hotellerie, schwer absehbar zu sein scheint, ist die Unsicherheit in der Finanz- und Liquiditätsplanung groß. Die detaillierten und vielschichtigen Planungsprozesse innerhalb der Kempinski Gruppe, welche von einem integrierten und für Kempinski speziell entwickelten System unterstützt werden, mindern die Unsicherheit sowie das Prognose- und Planungsrisiko ab und ermöglichen eine transparente und flexible Planung, wie im Folgenden dargelegt.

Eine der Funktionen der jährlichen Budgetplanung ist die Identifikation und die Beurteilung potenzieller interner und externer finanzieller Risiken für das kommende Jahr. Diese implementierte Strategie soll bestandsgefährdende Risiken in Bezug auf Erträge und Aufwendungen frühzeitig erkennen, minimieren und eine kurzfristige Gegensteuerung ermöglichen. Die von jedem Hotel vorgelegten Unterlagen enthalten dabei einen detaillierten Marketing- und Finanzplan sowie diesem Plan zugrunde liegenden Annahmen, die strategischen Ziele, das Leitbild und eine SWOT-Analyse.

Die Prognosen des Konzernbudgets werden kontinuierlich über das Jahr hinweg auf Basis der Marktentwicklung sowie der finanziellen und nicht finanziellen Faktoren aktualisiert. Annahmen über die erwartete Zinsentwicklung werden im Rahmen des Budgetprozesses prognostiziert. Konjunkturentwicklungen, welche einen maßgeblichen Einfluss auf die Managementgebühren und die Hotelergebnisse haben, werden im Rahmen der Budgeterstellung dokumentiert und überprüft.

Die Hoteldirektoren berichten monatlich über die Entwicklung des jeweiligen Hotels, was einen Abgleich zum Budget, dem Vorjahr und die monatlich aktualisierten Prognosen zum Geschäftsverlauf miteinschließt. Der 360°-Report stellt auch nicht finanzielle Risiken wie zum Beispiel Mitarbeiter-Zugehörigkeit, Gästezufriedenheit und Qualitätssicherung zusätzlich zu Markt- und Finanzrisiken sowie Vergleiche mit den Wettbewerbern dar. Die jeweiligen Entwicklungen werden in den entsprechenden Regionen überwacht und falls nötig zeitnah korrigiert.

Die Kempinski AG erstellt monatliche Konzernbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen und hält regelmäßige Sitzungen mit allen Hauptabteilungsleitern und regionalen Büros ab, um die gegenwärtigen Ausgaben gegenüber dem Budget und dem Vorjahr im Blick zu behalten sowie die aktualisierten Prognosezahlen zu verabschieden. Um den Liquiditätsabfluss möglichst gering zu halten, stand auch im Jahr 2021 die rigorose Senkung der Kosten im Fokus. Des Weiteren werden die Risiken aus Währungsschwankungen, der Zinsentwicklung und der Konjunktur beobachtet. Abweichungen der Managementgebühren vom Budget und vom Vorjahr, welche sich aus der Währungsumrechnung ergeben, werden separat ermittelt.

Da durch die Pandemie auch die einzelnen Hotels in Liquiditätsschwierigkeiten gekommen waren, war Kempinski besonders gefordert, die Debitoren Situation genau zu beobachten und maßgeschneiderte Abzahlungsmodelle für die Hotels zu entwickeln.

In 2020 wurde die Erfassung und Prognostizierung der Liquiditätsströme im Konzern überarbeitet, welche weiterhin auch in 2021 genutzt wurde, um monatlich detailliert berichten zu können. Signifikante Liquiditätsstärkungen waren die Unterstützungsprogramme der Regierungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Die Hotels und die Abteilungen der Kempinski AG Hauptverwaltung erstellen zudem jeweils einen Fünfjahresplan, welcher auf Konzernebene zusammengeführt wird. Der Plan und die zugrunde liegenden Annahmen werden mindestens jährlich aktualisiert, um das organische Wachstum und die Risikoanfälligkeit der Gruppe zu überwachen. Dieser Plan wurde ebenfalls der Liquiditätsplanung zugrunde gelegt und war auch im Jahr 2021 von höchster Bedeutung, um eine mittel- bis langfristige Planung und die zukünftige Solvenz der Firma sicherzustellen.

Durch die detaillierten Planungsprozesse soll sichergestellt werden, dass Zielgrößen beobachtet, kontrolliert und gegebenenfalls modifiziert werden können, selbst wenn unvorhergesehene Geschäftsvorfälle oder politisch oder wirtschaftlich bedingte Einflüsse die geplante Zusammensetzung dieser Zielgrößen nicht mehr ermöglichen. Dies ist für Kempinski besonders bei den Betriebsführungsverträgen wichtig, welche Verpflichtungen zu Mindestergebnisgarantien enthalten und zu Kompensationszahlungen führen, falls diese nicht erreicht werden.

2015 hat eine Betriebsprüfung der Jahre 2010 bis 13 bei Unternehmen in der steuerlichen Organschaft der Kempinski AG, München, begonnen, welche im Februar 2021 abgeschlossen wurde. Diese umfasst Prüfungen der Hotel Adlon GmbH, Hotel Vier Jahreszeiten GmbH und der Kempinski AG. Bescheide sind im September 2021 eingegangen. Eine teilweise Anpassung und Reduktion der Steuerlast bezüglich einem von zwei strittigen Sachverhalten konnte zuvor erreicht werden, allerdings ohne finale Klärung und Einverständnis mit der Finanzverwaltung. Einspruch wurde erhoben und ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung für diese strittigen Sachverhalte gestellt. Diesem wurde stattgegeben und beide Themen befinden sich in weiterer Untersuchung. Rückstellungen wurden entsprechend der Bescheide gebildet. Das verbleibende Risiko wird als moderat eingeschätzt.

Dem Liquiditätsrisiko, welches in der derzeitigen Situation signifikant ist, wird durch die detaillierte, im Einklang mit § 15a InsO regelmäßige Beobachtung des Kapitalflusses Rechnung getragen. Die Liquiditätsplanung umfasst alle Einzelunternehmen innerhalb der Kempinski Gruppe und wird monatlich aktualisiert. Die Zahlungsströme der KAG und KISA, als auch jene der Hotels im Konzern werden auf detaillierter Basis, gemäß jedem neuen Forecast und im Abgleich der aktuellen Monatsabschlüsse untersucht und aktualisiert. Im Rahmen der Fünf-Jahresplanung wird ebenfalls eine detaillierte Liquiditätsplanung durchgeführt, welche fundamental für die Sichtweite und Planung, und damit für die Unternehmensfortführung ist.

Der Kassenbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 9,5 auf Mio. EUR 31,6 verringert. Dieser Betrag besteht hauptsächlich aus frei verfügbaren Bankguthaben. Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr gewährleistet. Bedingt durch die Corona-Krise mussten im Jahr 2020 Bankdarlehen aufgenommen werden. Dementsprechend betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten am 31. Dezember 2021 Mio. EUR 60,9 (Vorjahr: Mio. EUR 45,7). Die Inanspruchnahme der freien Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 30,0 betrug zum 31. Dezember Barmittel in Höhe von Mio. EUR 5,9, sowie Avale in Höhe von Mio. EUR 6,3 an den Verpächter des Hotels in Wien.

Zu den weiteren Risiken von Kempinski gehört die Eindringlichkeit von Forderungen, welche sich aus den Betriebsführungsverträgen ergeben. Der Stand der Forderungen wird stetig überwacht und potenzielle Ausfallrisiken werden monatlich aufgezeigt und Maßnahmen, diesen entgegenzuwirken, besprochen und ausgeführt. Einem potenziellen Forderungsverlust wird mit Einzelwertberichtungen und Pauschalwertberichtigungen aufgrund objektiver Schätzung Rechnung getragen.

Das Risiko aus Preisänderungen wird für Kempinski als groß eingeschätzt. Die anhaltenden, durch Covid-19 verursachten Störungen in der weltweiten Logistik, sowie die geopolitischen Spannungen in Osteuropa, kombiniert mit der lockeren Geldpolitik der meisten Nationalbanken hat zu einem starken Inflationsschub geführt. Energiepreise, Roh- und Baumaterialien, Lebensmittel und letztlich die Verknappung der qualifizierten Arbeitskräfte haben sich als eine gefährliche und preistreibende Kombination erwiesen. Durch die weite geographische Diversifizierung des Konzerns haben die Entwicklungen in Osteuropa nur einen geringen bis vernachlässigbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten von Kempinski. Die anhaltenden Restriktionen in China und die "Null Toleranz" Politik haben hingegen verheerende Folgen für die Hotels und Restaurationsbetriebe. Diese führt zu einer verzögerten Erholung der Ertragslage in China und hat somit einen negativen Einfluss auf die Gebühreneinnahmen von Kempinski.

Die Kostenstrukturen in den Hotels wurden während der Covid-19-Pandemie sehr optimiert. Der ohnehin hohe Personalaufwand für die Hotellerie hat sich durch die Personal Verknappung weiter gesteigert. Durch die Kombination von Preissteigerungen für Personal, Waren, Energie und Dienstleistungen sind Preisanpassungen unumgänglich geworden.

4.3 Risikoanalyse im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie (kurz: Coronavirus)

4.3.1 Sachverhalt

Das Coronavirus, welches sich seit Anfang des Jahres 2020 weltweit ausgebreitet hat, stellt weiterhin eine große Herausforderung für die globale Wirtschaft im Allgemeinen und für die Reise- und Hotelbranche im Besonderen dar. Einschränkungen für Hotel- und Restaurantbetriebe durch Vorschriften für Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Mindestabstände und Limitationen zu einer maximalen Anzahl von Gästen bestehen weiterhin in vielen Ländern.

Mit dem Beginn der Impfungen gegen das Corona Virus im vierten Quartal 2020 wurden die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung von der Pandemie geweckt und zahlreiche Maßnahmen wurden durchgeführt, um so schnell wie möglich hohe Impfquoten zu erzielen. Umso größer war die Enttäuschung, als bekannt wurde, dass eine zweimalige Impfung nicht ausreicht, um eine Immunisierung zu erreichen, was sich negativ auf die wirtschaftliche Situation auswirkte.

4.3.2 Wirtschaftliches Risiko

Diese Krise hat zu einer bedeutenden globalen Rezession geführt, deren Ausgang und Tempo der Erholung weiterhin noch ungewiss ist und daher für die globale Hotellerie ein signifikantes Risiko darstellt.

Die weltweit durchgeführten Umfragen der IPK vom März 2022 belegen durch einen Anstieg der Auslandsreisen um 3 % im Vergleich zum Vorjahr, dass ein erhöhtes Interesse am Reisen besteht. Hauptreisegrund sind nach wie vor die Urlaubsreisen, gefolgt von sonstigen Privatreisen. Lediglich das Interesse an Geschäftsreisen zeigt einen erneuten Rückgang. Laut den Erhebungen von IPK scheint sich der internationale Tourismus im Jahr 2022 zu erholen. Weltweit könnten die Auslandsreisen 50 bis 60 % des Niveaus vor der Pandemie erreichen 12.

Die Notwendigkeit mancher Hotelbesitzer, ihr Hotel vorübergehend zu schließen, übt Druck auf deren Liquiditätsmanagement aus, was auch das Risiko für Kempinski erhöht, dass zum einen keine oder nur geringe Gebühren erwirtschaftet werden können, und zum anderen das Risiko verspäteter oder ausfallender Zahlungen erhöht ist. Im Extremfall kann dies auch zu frühzeitigen Vertragsterminierungen von Betriebsführungsverträgen führen, welche langfristig den Konzern schwächen könnten.

Staatliche Hilfsprogramme werden von Kempinski derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht und soweit anwendbar, verfolgt. Sollten diese nicht oder nicht in dem erwarteten Umfang stattgegeben werden, stellt dies ein weiteres wirtschaftliches Risiko und Liquiditätsrisiko für den Kempinski Konzern dar.

12 IPK International, www.ipkinternational.com, Presse-Information vom 17. März 2022.

4.3.3 Operatives Risiko

Durch das Sinken der Belegungsrate und in vielen Fällen auch die vorübergehende Schließung der Hotels, bedingt durch die Corona-Pandemie, war es in vielen Fällen nicht möglich, alle Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen. Damit geht das Risiko einher, gut ausgebildetes und talentiertes Personal zu verlieren. Dies ist wiederum eine Herausforderung für die Wiederaufnahme der Hotelbetriebe, da jederzeit sichergestellt werden muss, dass die neuen überarbeiteten und angepassten Standards für den Gästeservice geschult und eingehalten werden. Wie bereits dargestellt, glauben wir, durch unsere HR Strategien dem Fluktuationsrisiko effektiv entgegenwirken zu können.

Wie sich die Nachfrage nach Hotelunterbringung nach dem Abklingen der Pandemie insgesamt entwickeln wird, bleibt noch abzuwarten. Durch die Erfahrung der Arbeitsleistung aus dem Homeoffice und der erhöhten Nutzung von digitalen Meeting-Plattformen und Veranstaltungen, wird sich die Nachfrage nach dem Gruppengeschäft und Tagungsräumen auf jeden Fall kurz- und mittelfristig verringern. Auch wird erwartet, dass Geschäftsreisen zum Teil durch den Einsatz digitaler Meetings ersetzt werden.

Dem Risiko mangelnder Nachfrage aufgrund Zweifel und Ängsten seitens der Gäste ist Kempinski gleich zu Anfang der weltweiten Pandemie entgegengekommen und hat das Konzept und den Leitfaden des "Kempinski White Glove Service" entwickelt und für alle Kempinski Hotels weltweit herausgegeben. Dieser ist auf starkes Interesse seitens der Medien gestoßen und gibt nicht nur Anleitungen bezüglich Reinigung und Hygienestandards, stattdessen ist dieses Konzept als ein allumfassendes System zu verstehen, wie wir, auch sichtbar für die Gäste, weiterhin professionell und gemäß dem Kempinski-Erbe unsere Serviceleistung erfüllen können, während die Beachtung hoher Sicherheits- und Hygienevorschriften höchste Priorität bleibt.

4.4 Wesentliche gerichtliche Auseinandersetzungen

Im März 2011 hat Zamani Resorts Limited (ZRL), Eigentümer des damals unter dem Namen Zamani Zanzibar Kempinski Resort bekannten Hotel-Resorts, den bestehenden Managementvertrag gekündigt und ein Schiedsgerichtsverfahren gegen Kempinski Hotels SA (KISA) eingeleitet. Die Internationale Handelskammer hat im September 2015 alle Ansprüche von ZRL zurückgewiesen und zugunsten von Kempinski entschieden, mit einer Verpflichtung zur Zahlung einer Summe von GBP 3.500.000 als Erstattung von Rechtsberatungskosten und einer Summe von USD 244.000 als Erstattung der Kosten für die Internationale Handelskammer an Kempinski. ZRL hat diese Entscheidung angefochten, aber das ICC Gericht hat diesen Vorwurf im Februar 2016 zurückgewiesen und hat ZRL zu zusätzlichen Zahlungen in Höhe von GBP 38.000 und USD 7.000 verurteilt. ZRL hat sich geweigert, dieses Urteil anzuerkennen und Kempinski Hotels SA bemüht sich weiterhin um die Vollstreckung des Schadensersatzurteils gegen ZRL bei den lokalen Gerichten von Zanzibar und Tansania. Das Schadensersatzurteil wurde offiziell im Dezember 2017 zu den Akten genommen, was die Kempinski Hotels SA befähigt, die Vollstreckung durchzusetzen. Die Durchsetzung der Vollstreckung wird angestrebt, ist allerdings bis jetzt noch ohne Erfolg.

Die KAG hat im März 2021 gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied vor dem Landgericht München ein gerichtliches Verfahren angestrengt. Eine abschließende Klärung der Angelegenheit ist nicht vor Ende 2022 zu erwarten. Das Risiko für KAG wird als gering eingeschätzt. Darüber hinaus ist vor dem Arbeitsgericht Genf eine Klage des ehemaligen Vorstandsmitglieds gegen KISA anhängig, worin von der KISA ein niedriger siebenstelliger Betrag gefordert wird. Der Ausgang des Verfahrens ist noch nicht absehbar. Ein Urteil wird nicht vor 2023 erwartet.

4.5 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Der Lagebericht und der Ausblick enthalten sowohl spezifische als auch allgemeine Annahmen und Einschätzungen in Hinblick auf die Zukunft. Trotzdem können im Falle eines Eintritts verschiedener Risiken die tatsächlichen Ergebnisse von gegenwärtigen Erwartungswerten wesentlich abweichen. Mögliche Risiken dieser Art bestehen ebenso in Änderungen der politischen oder wirtschaftlichen Lage, dem Ausbrechen von Krankheiten oder dem Eintritt von Naturkatastrophen sowie in Terrorakten, Krieg oder innenpolitischen Unruhen.

Der Konzern ist gegen einige dieser Risiken mit einer Schutzschirmhaftpflichtversicherung in Höhe von Mio. EUR 100 abgesichert. Auch jedes Hotel des Portfolios unterhält Versicherungen für Fälle von Vermögensschädigung und Betriebsunterbrechung.

Darüber hinaus besteht eine "Cybercrime"-Versicherung für alle Hotels und den Konzern. Um zusätzlich der wachsenden Gefahr des Cybercrime entgegenzuwirken und das Bewusstsein der Onlinesicherheit zu stärken, hat Kempinski diesen Aspekt nun in die Zielgrößen für alle Hoteldirektoren mitaufgenommen.

Sofern die Endergebnisse aus Rechtsstreitigkeiten, wie unter dem Punkt "Wesentliche gerichtliche Auseinandersetzungen" erläutert, nicht zugunsten des Konzerns ausfallen, könnte dies eine negative Auswirkung auf die finanzielle Lage und die Entwicklung des Konzerns haben.

Die Mehrzahl der oben genannten Faktoren kann nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden.

Auch wenn derzeit das Risiko von weiteren Ansteckungswellen des Coronavirus besteht, wird davon ausgegangen, dass eine mögliche erneute Ausbreitung durch die stark gewachsene Anzahl an durchgeführten Impfungen weltweit schwere Krankheitsverläufe reduziert. Somit sollte das Virus grundsätzlich keinen wesentlichen kurz- oder langfristigen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung des Konzerns haben und das Unternehmensrisiko insgesamt wird damit als moderat eingeschätzt.

5 Prognosebericht

5.1 Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen

In ihrem World Bank Global Economic Prospects Report vom Januar 2022 über die globalen Wirtschaftsaussichten hebt die Weltbank hervor, dass der weltweite Aufschwung deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie bleiben wird. Als Gründe dafür werden die Ausbreitung neuer Corona Varianten, rekordhohe Schuldenstände aufgrund staatlicher Hilfspakete, die Erhöhung der Rohstoffpreise und Versorgungsengpässe genannt.

Das globale Wachstum wird sich im Jahr 2022 deutlich auf 4,1 % verlangsamen. Auch für das Jahr 2023 ist eine weitere Abschwächung auf 3,2 % zu erwarten, was vor allem auf den rückläufigen Nachholbedarf und die Reduktion der unterstützenden makroökonomische Politik zurückzuführen ist.

Die Begrenzung der Verbreitung des Virus und die weltweite Verbreitung von Impfstoffen, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen, sowie die steigenden Kosten des Klimawandels zu bewältigen sind nach wie vor die wichtigsten unmittelbaren Prioritäten, die eine globale Zusammenarbeit erfordern.

Nach wie vor wird sich die Reise- und Gastgewerbebranche nur zögerlich von den Auswirkungen der Corona Pandemie erholen, da die Besorgnis über erneute grenzüberschreitende Beschränkungen vorhanden ist. Für europäische Hotels erwarten wir, dass sich das inländische Freizeitgeschäft zuerst erholt, gefolgt vom internationalen grenzüberschreitenden Geschäft. Das internationale Geschäft wird mit der Wiederaufnahme der Flugrouten anziehen und Meetings und Events werden darauf folgen.

5.2 Strategische Ausrichtung

Trotz der Herausforderungen bei der Prognose des Erholungsmusters nach der Krise bleibt die Pipeline neuer Leads für Hotelmanagementvereinbarungen lebhaft. Im April 2022 wurde das The David Kempinski Tel Aviv, Israel eröffnet.

Zwei Hotels, das Kempinski Hotel Huizhou und das Kempinski Hotel Shenyang, beide in China, verließen das Portfolio im Januar 2022.

Für das gesamte operative Hotelportfolio, mit Ausnahme von Russland und China, erwarten wir eine Belebung der internationalen Nachfrage als auch eine stärkere Nachfrage des Inlandgeschäftes. Wir planen in allen Regionen außerhalb von Russland und China eine Fortsetzung der Erholung nach den starken Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Der kommende Herbst / Winter birgt nach wie vor gewisse Risiken von möglichen neuen Corona Varianten. In China erwarten wir eher eine Verschlechterung der Nachfrage, da die Null Toleranz Politik immer wieder zum Lockdown von Millionenstädten und Regionen führt. Eine Erholung in China erwarten wir gegen Ende des 1. Quartals 2023, sofern bis dahin eine breite Immunisierung der Bevölkerung gelingen konnte. Diese Risiken wurden im März 2022 im Gesamtjahres-Forecast einbezogen.

5.3 Russland-Ukraine-Konflikt

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch für den Kempinski Konzern wird dies aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und wirtschaftlichen Veränderungen führen. Der Kempinski Konzern betreibt zurzeit zwei Hotels in Russland, das Kempinski Hotel Moika 22 in St. Petersburg und das Hotel Baltschug Kempinski in Moskau. Derzeit unterliegt keiner der Eigentümer der russischen Immobilien oder eines Unternehmens der Kempinski Gruppe einem Sanktionsprogramm. Die Kempinski Gruppe betreibt keine Hotels in der Ukraine.

Trotz der geopolitischen Lage zwischen Russland und der Ukraine sind die Kempinski Hotels in Russland weiterhin in Betrieb. Mit Beginn der Covid-19 Pandemie gab es bereits viele Reisebeschränkungen für die russischen Bürger und daher hat sich die Situation nicht wesentlich geändert. Die Einnahmen der Kempinski-Gruppe aus Russland und der Ukraine sind begrenzt, da das Geschäftsvolumen bereits vor dem Krieg und den zusätzlichen Sanktionen gering war. Russland ist mit Visabeschränkungen konfrontiert und einige Länder haben aufgrund der Kriegssituation die Erteilung von Visa für russische Staatsbürger ausgesetzt, weitere Länder könnten folgen.

Wie schnell die Gebühren der Hotels eingezogen werden können ist angesichts der internationalen Sanktionen gegen Russland nicht bekannt, Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen. Aufgrund der Inflation nimmt die Zahlungsfähigkeit aus Russland drastisch ab, was möglicherweise zu einem Rückgang des russischen Tourismus in einigen Regionen führen könnte.

Auf internationaler Ebene, insbesondere im Nahen Osten und in Südostasien, gibt es keine Visabeschränkungen oder Sanktionen gegen Russland und wir rechnen damit, dass unsere Hotels von zusätzlichen Geschäften mit wohlhabenden russischen und ukrainischen Kunden profitieren können.

5.4 Erwartete Entwicklung und Prämissen zur Zielerreichung für 2022

Für die Konzernprognose im laufenden Jahr werden die wesentlichen Leistungsindikatoren wie Betriebsertrag, Investitionsertrag und Betriebsergebnis vor Steuern beobachtet 13 und mit dem Budget und den Vorjahreszahlen verglichen und analysiert. Daraus werden Annahmen für die künftige Entwicklung abgeleitet und in den Zwölf Monats Forecast des laufenden Monats integriert.

In Bezug auf die der Planung zugrunde liegenden Annahmen wurden die Hotelbudgets sowie das Konzernbudget mit den voraussichtlichen Wechselkursen vom August 2021 erstellt. Wechselkurse und Prognosen werden monatlich überprüft und entsprechend angepasst.

Das derzeit prognostizierte Ergebnis wurde vor dem Hintergrund der Konsequenzen der Corona-Pandemie und daraufhin angepasster Planungen erstellt. Diese Annahmen beruhen auf dem Ergebnis bis März 2022 und Prognose der Folgemonate bis zum Jahresende 2022.

Der erwartete Betriebsertrag der KAG und KISA für das Geschäftsjahr 2022 laut Management Reporting ist mit Mio. EUR 27,9 prognostiziert, welcher damit um Mio. EUR 2,7 über dem Budget und mit Mio. EUR 34,6 unter dem Vorjahr liegt. In erster Linie ist die Varianz zum Vorjahr auf die Corona Hilfen in Deutschland und der Schweiz zurückzuführen, welche in 2021 mit Mio. EUR 36,6 enthalten waren. Die derzeitige Prognose für das Jahr 2022 sieht somit ein negatives Betriebsergebnis vor Steuern laut Management Reporting von Mio. EUR -14,1 vor, welches um Mio. EUR 3,7 besser als Budget und um Mio. EUR 20,0 unter dem positiven Betriebsergebnis des Vorjahres liegt.

Nach Steuern der KAG und KISA entspricht dies einer derzeitigen Erwartung für das Konzernergebnis gemäß HGB für 2022 von Mio. EUR-17,1.

Da die derzeitige Verbreitung der Omikron Variante des Corona Virus zwar ansteckender aber deutlich weniger tödlich als der zuvor dominierende Delta Stamm verläuft, haben viele Länder die Corona Beschränkungen aufgehoben oder zumindest stark gelockert. Die weltweite Flug-Reisenachfrage ist durch den Anstieg der Ölpreise infolge des Russland-Ukraine-Konflikts derzeit gebremst, sollte sich aber im Sommer wieder langsam erholen.

China hält seine Grenzen für den Ein- und Ausreisetourismus weiterhin weitgehend geschlossen, da es eine Null-Covid-Politik verfolgt. Die Hotels in Südostasien signalisieren, dass der Markt an Zugkraft gewonnen hat. Auch scheint die Erholung in allen Hotels in Afrika sehr stark zu sein.

Die Hotels im Nahen Osten hatten bis auf ganz wenige Ausnahmen einen starken Jahresbeginn und die Prognosen bleiben zuversichtlich optimistisch, da die Region durch die geopolitischen Spannungen in Osteuropa und die US/EU Sanktionen gegen Russland und Weißrussland sowie der Fußball WM in Katar stark profitiert.

Die Hotels auf dem amerikanischen Kontinent zeigen einen positiven Trend und die Nachfrage nach internationalen Reisen hat zugenommen und wird mit der Eröffnung zusätzlicher Flugverbindungen, insbesondere für das Hotel in Dominica, einen Aufwärtstrend aufweisen. Auch Kuba verzeichnet mittlerweile vermehrte Flugverbindungen nach Europa.

Praktisch sämtliche Hotels in Europa versprechen ein gutes Sommergeschäft, was bis in den Herbst anhalten sollte. Der Winter wurde vorsichtiger prognostiziert da die Ausbreitung neuer Corona Varianten ungewiss ist. Die Durchsetzung von höheren Verkaufspreisen ist nun zwingend notwendig.

Das derzeit prognostizierte Ergebnis wurde vor dem Hintergrund der aufgeführten, relevanten Entwicklungen und den daraus abgeleiteten Annahmen erstellt.

Dementsprechend ist gemäß der derzeitigen Liquiditätsplanung die benötigte Liquidität für den Konzern in diesem Szenario für das Geschäftsjahr 2022 und 2023 sichergestellt.

13 Gemäß Definition unter 3.3.1.

5.5 Erwartete Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Auch wenn die Zielerreichung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren aufgrund der Corona-Krise und die damit verbundenen Anpassungen der operativen Standards schwieriger zu messen sein wird, werden diese dennoch als Indikatoren für die Führung des Konzerns im Auge behalten.

So wird für 2022 eine Steigerung des durchschnittlichen GRI für das Kempinski Portfolio von 0,2 % gegenüber dem Wert von 2021 angestrebt.

Sollte es möglich sein, die Hotels weltweit einer externen Qualitätsprüfung zu unterziehen, werden wir als Hauptindikator den seit 2019 entwickelten QCR (Quality Compliance Ratio) nutzen, welcher die Möglichkeit bietet, die Qualität der einzelnen Betriebe auf der Basis von allen vorhandenen Qualitätsindikatoren zu überprüfen. Der QCR setzt sich zusammen aus externen Audits (auf der Basis von KEA), dem CQI (Competitive Quality Index), welcher auf der GRI Größe basiert und dem direkten Gäste-Feedback (GSS), welcher ebenso wie der GRI von ReviewPro 14 ermittelt wird. Die Kombination dieser drei Indikatoren definiert den QCR mit dem Zielwert von 100 %.

Im Bereich des Personalmanagements ist die Hotellerie eine der am stärksten von der Pandemie betroffenen Industrien und der wirtschaftliche Aufschwung hat zu einem Arbeitskräftemangel geführt. Rekrutierungsmaßnahmen, aber auch Umstrukturierungen der zentralen und regionalen Teams stehen besonders im Vordergrund.

14 Review Rank S.A., Barcelona, Spain.

5.6 Erwartete Entwicklung der Finanzlage

Eine eingehende Überprüfung der Prognose der liquiden Mittel wurde und wird fortlaufend durchgeführt, und es wird derzeit, auf Basis unserer Liquiditätsprognosen, erwartet, dass die Liquiditätsreserven inklusive der erhaltenen Unterstützungshilfen aufgrund der Corona-Pandemie von den österreichischen, deutschen und schweizerischen Ministerien den Bedarf im Jahr 2022 und in 2023 hinein decken. Ein Konzernergebnis auf Vor-COVID-Niveau wird frühestens ab 2024 erwartet.

Zur Sicherstellung der Liquidität verfügt der Konzern zum Monatsende März 2022 über liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 45,8 und zusätzlich Kreditlinien von Mio. EUR 30,0. Davon sind im März 2022 Mio. EUR 6,5 für Avale an den Verpächter des Hotels in Wien genutzt worden und Mio. EUR 23,5 sind als Barmittel verfügbar. Nach der aktuellen Konzernfinanzplanung geht der Vorstand davon aus, dass die Liquidität für das Geschäftsjahr 2022 und 2023 sichergestellt ist.

5.7 Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Der Ausblick auf das Jahr 2022 und die Aussagen bezüglich folgender Jahre werden alle vor dem Hintergrund von Ereignissen getroffen, die bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und welche für die Geschäftstätigkeit des Kempinski-Konzerns relevant sein könnten.

Abweichungen vom prognostizierten Jahresergebnis bzw. von der Liquiditätssituation, welche durch einen anderen als erwarteten Entwicklungsweg des Virus ausgelöst werden könnten, stellen in der derzeitigen Situation ein zusätzliches Finanzrisiko dar. Trotzdem glauben wir, aufgrund unseres aktuellen Liquiditätsplans und der strengen Überwachung der Ereignisse im Geschäft, dass der Fortbestand des Kempinski-Konzerns kurz- bis mittelfristig gesichert ist.

 

München, 14. Juni 2022

Kempinski Aktiengesellschaft

Vorstand

Bernold Schröder

Isidoro Geretto

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 908.055 857
908.055 857
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.186.814 107.306
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.437.248 6.670
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.286 7,492
121.749.348 121.468
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.392.641 1.305
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 2.113.605 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.727.355 4.983
4. Beteiligungen 2.649.329 3.205
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 2.018
6. Sonstige Ausleihungen 2.760.617 2.933
14.643,547 14.444
137.300.951 136.769
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 58.566 62
2. Waren 2.494,935 3.541
2.553.501 3.603
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.311.317 10.721
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.125.434 427
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 939.345 431
4. Sonstige Vermögensgegenstände 42.299.894 22.316
58.675.990 33.895
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 31.619.086 41.142
92.848.577 78.640
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.736.415 1.739
231.885.943 217.148

Passiva

31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.842.369 9.842
II. Kapitalrücklage 31.331.966 31.332
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -3.037.629 -5.119
IV. Konzernbilanzgewinn 64.446.696 62.847
102.583.402 98.902
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.462.452 10.626
2. Steuerrückstellungen 10.945.711 7.333
3. Sonstige Rückstellungen 22.265.958 28.551
43.674.121 46.510
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.930.969 45.663
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.683.773 4.603
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.138.222 9.780
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 191.448 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0 3
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.366.037 2.306
davon aus Steuern: EUR 242.651 (Vorjahr: TEUR 320)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 99.676 (Vorjahr: TEUR 520)
76.310.449 62355
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.614.831 3.767
E. Passive latente Steuern 5.703.140 5.614
231.885.943 217.148

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 78.305.106 75.809
2. Sonstige betriebliche Erträge 46.678.338 27.036
124.983.444 102.845
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.334.026 13.019
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.930.792 3.784
15.264.818 16.803
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.376.092 35.991
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.814.979 8.309
davon für Altersversorgung: EUR 2.232.133 (Vorjahr: TEUR 2.633)
39.191.071 44.300
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.248.387 6.015
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 56.168.127 66.255
7. Erträge aus Beteiligungen 1.534 101
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 250.034 44
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.673 (Vorjahr: TEUR 4)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.201.012 639
10. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 779.290 293
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.009.848 855
davon an verbundene Unternehmen: EUR O (Vorjahr: TEUR O)
-1.180.002 -1.056
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.626.222 1.510
davon Aufwand / (Vorjahr: Ertrag) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 88.645 (Vorjahr: -332)
13. Ergebnis nach Steuern 2.304.817 -33.094
14. Sonstige Steuern 704.691 715
15. Konzernjahresüberschuss 1.600.126 -33.809
(Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag)
16. Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter 0 0
17. Konzernergebnis 1.600.126 -33.809
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 62.846.570 96.656
19. Konzernbilanzgewinn 64.446.696 62.847

(Registergericht München, HRB 159185)

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

1 Vorbemerkung

Der Konzernabschluss wurde aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktienrechts (AktG) unter Zugrundelegung der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.

Die folgenden Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschrift von der Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Hotel Adlon GmbH, Berlin

Hotel Vier Jahreszeiten GmbH, München

Kempinski Handelsgesellschaft für Hotelbedarf mbH, Hamburg

Kempinski Services Germany GmbH, München

2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Kempinski AG als Einzelunternehmen (kurz: KAG) folgende Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Hotel Adlon GmbH, Berlin (100 %)

Hotel Vier Jahreszeiten GmbH, München (100 %)

Kempinski Handelsgesellschaft für Hotelbedarf mbH, Hamburg (100 %)

Kempinski Services Germany GmbH, München (100 %)

Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Wien/Österreich (100 %)

Kempinski Hotels SA, Genf/Schweiz (100 %)

Kempinski Hotels (Russia) SA, Genf/Schweiz (100 %)

Kempinski Bulgaria-OOD, Sofia/Bulgarien (100 %)

Kempinski Trading DMCC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate (100 %)

Hospitality Investment Group SA, Genf/Schweiz (100 %)

PT Kempinski Indonesia, Jakarta/Indonesien (100 %)

Kempinski Hotels & Resorts Egypt LLC, Kairo/Ägypten (100 %)

Swiss Hospitality Management Group SA, Genf/Schweiz (100 %)

Am 15. November 2019 hat die Hospitality Investment Group SA, Genf/Schweiz (kurz: HIG), Anteile von 81,5 % an Concilio Labs Inc. Delaware/USA (kurz: Concilio), gekauft. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss für 2021 wurde unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Bei Concilio handelt es sich um eine Start-up-Firma mit im Vergleich zum Kempinski Konzern relativ geringer Bilanzsumme und Ertrag.

Am 18. Februar 2021 schloss HIG den Kauf der 53 % verbleibenden Anteile an Resense Spa SA, Genf (kurz: Re- sense) ab, was zu einer Beteiligung von 100 % an diesem Unternehmen seit diesem Datum führte. Resense wird weiterhin als individuelles Spa-Unternehmen tätig sein und Kempinski wird seine Infrastruktur und sein Know- how nutzen, um Wellness weiter in den Betrieb der Kempinski-Hotels zu integrieren. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss für 2021 wurde unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Bilanzsumme und das Ergebnis sind im Vergleich zum Kempinski Konzern gering.

Am 23. September 2021 hat die Kempinski Hotels SA (kurz: KISA) die verbleibenden Anteile von 51 % an BE Health Management Company SA, Genf, gekauft und hält seitdem 100 % der Anteile. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss für 2021 wurde unter Bezugnahme auf § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Bilanzsumme und das Ergebnis sind im Vergleich zum Kempinski Konzern gering.

Zusätzlich wurden folgende Beteiligungen gemäß der Equity-Methode bewertet:

Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd., Peking/China (50 %)

BE Health Management Company SA, Genf/Schweiz (49 %) - bis September 2021

Resense Spa SA, Genf/Schweiz (47 %) - bis Februar 2021

GHA Holdings Limited, Cayman Inseln (33,4 %)

Die GHA Holdings Ltd. (kurz: GHA) hat per 20. Januar 2021 von einem ihrer Aktionäre eine Reihe von Aktien zurückgekauft, die teilweise von bestehenden Aktionären übernommen wurden. Damit hält die Hospitality Investment Group SA zum 19. März 2021 33,4 % der Anteile an GHA.

Auf die Einbeziehung der Shaza Hotels Ltd., George Town/Cayman Islands, ein assoziiertes Unternehmen der Swiss Hospitality Management Group SA, Genf, wurde aufgrund des geringen Beteiligungsbuchwertes von CHF 59,74 und der anhaltend negativen Jahresergebnisse gemäß § 311 Abs. 2 HGB verzichtet.

Eine detaillierte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns kann der Anlage 2 zum Konzernanhang entnommen werden.

3 Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden bzw. des maßgeblichen Einflusses.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 wird die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Die Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital erfolgte dabei gemäß § 301 Abs. 1 HGB auf der Grundlage des neubewerteten Eigenkapitals, indem alle zu übernehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen mit ihrem Zeitwert bewertet wurden.

In den Geschäftsjahren vor dem 1. Januar 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 HGB a.F. nach der Buchwertmethode durchgeführt. Gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB sind diese Unternehmenserwerbe von den neuen Regelungen nicht betroffen.

Alle konzerninternen Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden aufgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge wurden um konzerninterne Verrechnungen gekürzt.

Die Umrechnung der einbezogenen Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften in Euro erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Bilanzposten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet, mit Ausnahme der Posten des Eigenkapitals, die zu historischen Kursen umgerechnet wurden. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Differenzen aus der Umrechnung wurden direkt im Eigenkapital unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfasst.

Die Einbeziehung assoziierter Unternehmen erfolgt gemäß § 312 HGB nach der Buchwertmethode.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse wurden nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Muttergesellschaft erstellt. Die Form der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtete sich nach den §§ 266, 275, 298 HGB unter Anwendung der maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen stimmen ebenfalls mit denen der Kempinski AG überein.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Immaterielle Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche üblicherweise drei bis fünf Jahre beträgt, linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden jeweils über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren sowie drei bis 15 Jahren bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Umfassende Modernisierungen des Gebäudes, die zu einer wesentlichen Verbesserung über den ursprünglichen Zustand hinausführen, werden aktiviert und über die voraussichtliche Restnutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bzw. mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei dauerhaften Wertminderungen werden sie um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vermindert. Kursergebnisse aus Fremdwährungsdarlehen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Vorräte, bestehend aus Waren, Lebensmitteln, Getränken und sonstigen Beständen, werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet, wobei das strenge Niederstwertprinzip beachtet wird.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen erfasst.

Eine Einzelwertberichtigung von zweifelhaften Forderungen wird vorgenommen, wenn die Begleichung der Forderung nicht länger wahrscheinlich ist. Uneinbringliche Forderungen werden bei Feststellung der Uneinbringlichkeit abgeschrieben. Dem Ausfallrisiko für übrige Forderungen wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen wird in der Regel in Höhe von 2 % - bzw. bis zum steuerlich zulässigen Prozentsatz des jeweiligen Landes - der gesamten Nettoforderungen nach der Einzelwertberichtigung bestimmter zweifelhafter Forderungen berechnet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Höhe, in der Ausgaben nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre, sich in der Zukunft voraussichtlich abbauende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB bzw. § 306 HGB zulässig ist.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Einkommensteuersatzes der Organträgerin Kempinski AG von derzeit 30,825 %. Der Steuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz saldiert als passive latente Steuer angesetzt. Ein sich ggf. ergebender Aktivüberhang würde dagegen nicht angesetzt werden.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 1,87 % p.a. (Vorjahr: 2,30 % p.a.) gemäß RückAbzinsV und ein Rententrend von 2,0 % p.a. (wie im Vorjahr) zugrunde gelegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen, da keiner der Begünstigten bei Kempinski mehr angestellt ist. Die Berechnungen beruhen auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 697).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt (unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen).

Die Rückstellungen für Pachterneuerungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit fristenkongruenten Zinssätzen abgezinst. Sie werden vertragsgemäß für die Verpflichtung zur Erhaltung und bei Bedarf dem Ersatz der Hotelausstattung (FF&E) bis zur Rückgabe an den Eigentümer gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Höhe, in der Einnahmen nachfolgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind, angesetzt.

Gewinne werden gemäß § 252 HGB nur berücksichtigt, soweit sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Erlöse aus Hotelübernachtungen, Verkauf von Speisen und Getränken und ähnliche Leistungen werden demnach zum Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Sonstige Erlöse - Gebühren aus Hotel-Managementverträgen, Marken-Lizenzgebühren, Marketing- und Dienstleistungsverträge und sonstige verschiedene Einnahmen - werden erfasst, nachdem die Leistung erbracht oder die Marke Kempinski verwendet wurde.

Erstattungen und Hilfszahlungen im Rahmen von direkten Finanzhilfen aufgrund der Corona-Pandemie, werden zum Zeitpunkt des Entstehens des Anspruchs (bei Erfüllung aller faktischen Vorrausetzungen und der Absicht der Einreichung der entsprechenden Anträge) in den sonstigen Vermögensgegenständen erfolgswirksam aktiviert.

Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen in Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld werden zum Zeitpunkt des Entstehens des Anspruchs im Personalaufwand berücksichtigt.

5 Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 51 leicht erhöht. Darin enthalten sind Zugänge von TEUR 894 im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München (kurz: HVJ), welche sich auf die Modernisierung der Gebäudeleittechnik beziehen. Dem gegenüber stehen Verringerungen durch die Abschreibung von entgeltlich erworbenen Software und Lizenzen.

Die Zugänge der Sachanlagen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 5.530 (Vorjahr: TEUR 6.681) das HVJ, welches sich weiterhin in einer umfassenden Modernisierungsphase befindet. 2020 betraf dies im Wesentlichen die Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung des Hotels.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.393 1.305
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.114 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.727 4.983
Beteiligungen 2.649 3.205
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 2.018
Sonstige Ausleihungen 2.761 2.933
14.644 14.444

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich mit EUR 1.304.908,23 (wie im Vorjahr) um die von der HIG am 15. November 2019 gekauften Anteile von 81,5 % an Concilio.

Des Weiteren hat die HIG am 18. Februar 2021 die verbleibenden Anteile von 53,0 % an Resense Spa SA (kurz: Resense), Genf gekauft und hält seitdem 100 % der Anteile. Da diese Firma derzeit nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist, sind die Anteile mit EUR 982.182,70 in den Finanzanlagen enthalten. Darin enthalten sind EUR -45.417,53 aus dem Equity Wert des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt der Übernahme.

Die Anteile der KISA an der BE Health Management Company SA (kurz: BEHM), welche seit September 2021 100 % betragen, sind mit einem Erinnerungswert von CHF 1,00 in den Anteilen an verbundenen Unternehmen verbucht. Zusätzlich dazu ist im Konzern der Equity Wert zum Zeitpunkt der Übernahme mit EUR 105.549,26 enthalten.

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um die Ausleihungen der KISA an Resense Spa SA, welche mit einem Rangrücktritt versehen sind. Diese waren im Vorjahr unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag resultiert von Wechselkursschwankungen.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
GHA Holdings Limited, Cayman Inseln (30,6%) 81 77
Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd., Peking (50 %) 4.646 4.762
BE Health Management Company SA, Genf (49 %, ab September 100 %) 0 144
Resense Spa SA, Genf (47 %, ab Februar 2021 100 %) 0 0
4.727 4.983

Die Beteiligungen an Resense und BEHM sind bis zu ihren jeweiligen Übernahmedaten im Februar 2021 und September 2021 entsprechend in den Ergebnissen berücksichtigt und die Werte sind in den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Anschaffungswert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Zeitpunkt der jeweils erstmaligen Einbeziehung sind wie folgt:

Anschaffungswert Unterschiedsbetrag 31.12.2021
TEUR TEUR
GHA Holdings Limited, Cayman Inseln (30,6 %) 39 (2)
Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd., Peking (50 %) 283 45
322 43

Die Beteiligungen betreffen:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Beijing Lufthansa Center Co. Ltd, Peking (11,9 %) 278 903
Kempinski Hotel Budapest Zrt., Budapest (5,2 %) 2.371 2.264
Sonstige Beteiligungen 0 38
2.649 3.205

Die Beteiligung an der Beijing Lufthansa Center Co. Ltd, Peking (kurz: BLC), wurde in 2019 mit TEUR 14.581 bis auf TEUR 1.538, dem niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Aufgrund einer Änderung des chinesischen Rechts im Jahr 2019 wird es nicht möglich sein, die Beteiligung an BLC nach Ablauf des ursprünglichen Vertrags im Mai 2022 zu verlängern, wie bislang geplant. Der Wert der Abschreibung in 2021 beträgt TEUR 667. Die übrigen Wertänderungen ergeben sich aus Wechselkursschwankungen. Die angabepflichtigen Beteiligungen des Konzerns sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 2) ausgewiesen.

Die Sonstigen Ausleihungen beziehen sich auf einen Darlehensvertrag, welcher am 29. Februar 2020 mit GCC Resorts Ltd, Accra, Ghana, dem Eigentümer des Kempinski Hotel Gold Coast City, Accra, abgeschlossen wurde. Eine seit 2017 aufgelaufene und ausstehende Forderung, bestehend aus Verwaltungsgebühren in Höhe von insgesamt TEUR 3.727 (entsprechend dem Originalbetrag von USD 4.105.703,93) wurde in ein langfristiges Darlehen mit einem Zahlungsplan umgewandelt, welcher Rückzahlungen bis Juni 2028 vorsieht. Davon wurden bisher insgesamt USD 980.000, davon USD 480.000 in 2021 getilgt und der ausstehende Betrag am Jahresende 2021 entspricht einem Außenstand von USD 3.125.703,93 oder TEUR 2.761.

Vorräte

Die in den Vorräten ausgewiesenen Waren gliedern sich wie folgt:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Gäste- und Gebrauchsartikel der Kempinski Handelsgesellschaft, Hamburg und der Kempinski Trading DMCC, Dubai 920 1.579
Lagerartikel Hotels 1.439 1.815
Sonstige 135 147
2.495 3.541

Die Vorräte in Höhe von TEUR 920 aus Gebrauchs- und Gästeartikeln der Marke Kempinski von der Kempinski Handelsgesellschaft für Hotelbedarf mbH, Hamburg, und der Kempinski Trading DMCC, Dubai, werden zum Weiterverkauf an die Kempinski Hotels bereitgestellt.

Gemeinsam mit den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 62) beträgt die Bilanzposition Vorräte somit TEUR 2.554 (Vorjahr: TEUR 3.603).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.311 10.721
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.125 428
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 939 431
Sonstige Vermögensgegenstände 42.300 22.316
58.676 33.896

Forderungen gegen Gesellschafter des Mutterunternehmens betragen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen hauptsächlich aus Darlehen und sonstigen Forderungen von insgesamt TEUR 1.088 (Vorjahr: TEUR 471) gegen Concilio.

In den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen sind, unter Berücksichtigung von Verrechnungen, Forderungen i.H.v. TEUR 893 gegen Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd. enthalten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unter anderen folgende Sachverhalte:

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie wurden in vielen Ländern Regierungsprogramme und Unterstützungshilfen, soweit anwendbar, in Anspruch genommen. In diesem Zusammenhang sind Forderungen von insgesamt TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 985) gegen Deutsche und Österreichische und Behörden enthalten, welche sich auf Entschädigungen für Kurzarbeit beziehen. Zusätzlich sind gegen österreichische Behörden Forderungen für Verlustersatz von insgesamt TEUR 1.565 (Vorjahr: TEUR 2.622 insgesamt für Verlustersatz, Fixkostenzuschuss und Umsatzersatz) enthalten, welche sich auf die Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Wien (kurz: VIENNA), beziehen. Forderungen gegen deutsche Behörden im Rahmen der Überbrückungshilfe sind mit TEUR 29.481 (Vorjahr: TEUR 14.038 für Beihilferegime Schadensausgleich) enthalten. In der KISA sind Forderungen von TEUR 7.138 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, welche von der Schweizer Regierung als Unterstützungshilfe gewährt wurden.

Die KAG hat am 22. Oktober 2020 einen Vertrag über Schlüsselgeld mit der Betriebsgesellschaft des Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch abgeschlossen. Für eine Gesamtsumme von Mio. EUR 1,5 wurde der Betriebsführungsvertrag ab dem 1. Januar 2021 um insgesamt zwanzig Jahre verlängert. Zum Jahresende 2020 wurden TEUR 150 und im Januar 2021 wurden TEUR 1.000 ausgezahlt. Eine finale Zahlung von TEUR 350 wird im Januar 2022 fällig. Falls der Betriebsführungsvertrag vorzeitig beendet wird, wären entsprechende pro-rata Rückerstattungen dieses Betrages fällig. Das Schlüsselgeld von insgesamt Mio. EUR 1,5 wird linear über die Laufzeit der Vertragsverlängerung ergebniswirksam verteilt. Der Betrag, der für diesen Sachverhalt in den Sonstigen Vermögensgegenständen zum Jahresende 2021 enthalten ist, beträgt TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 150).

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen deutsche Steuerbehörden in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 718). Forderungen gegen Steuerbehörden im gesamten Konzern belaufen sich auf TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 1.220).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 1.101 (Vorjahr: TEUR 249) auf solche mit einer Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Fristigkeit von unter einem Jahr.

Liquide Mittel

Im Wesentlichen handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Aktive Rechnungsabgrenzungen

Es handelt sich um Ausgaben für Aufwendungen des Jahres 2022.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Kempinski AG beträgt zum 31. Dezember 2021 wie im Vorjahr EUR 9.842.369 und ist eingeteilt in 385.000 Stückaktien. Die Gesellschaft ist berechtigt, Sammelurkunden auszugeben. Die Aktien lauten auf den Namen.

Konzernbilanzgewinn

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 62.847 96.656
Konzernjahresergebnis 1.600 -33.809
64.447 62.847

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen TEUR 4.731 (Vorjahr: TEUR 4.575) einer Ausschüttungssperre bei der Kempinski AG, bedingt durch die Erfassung aktiver latenter Steuern im Jahresabschluss des Unternehmens.

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung beinhaltet im Wesentlichen:

a)

Die durch Kursveränderungen zum Bilanzstichtag bestehenden Differenzbeträge aus dem Gesellschaftskapital, der Kapital- und Gewinnrücklage ausländischer Tochtergesellschaften zu historischen Kursen im Vergleich zum Stichtagswechselkurs.

b)

Die Differenzbeträge aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres und der Bilanzposten mit dem Stichtagskurs.

c)

Währungsdifferenzen infolge der Zugrundelegung des Durchschnittskurses bei der Umrechnung von Jahresüberschüssen assoziierter Unternehmen und des historischen Kurses bei der Umrechnung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr im Vergleich zu dem am Stichtag verwendeten Wechselkurs.

Eine detaillierte Übersicht über die Veränderungen des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel aufgeführt.

Rückstellungen

Nachfolgend wird die Zusammensetzung der Rückstellungen dargestellt:

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 10.462 10.626
Steuerrückstellungen 10.946 7.333
Sonstige Rückstellungen:
Pachterneuerungsrückstellung Hotel Adlon GmbH 8.201 7.686
Pachterneuerungsrückstellung KISA St.Moritz Zweigstelle (ehemals Kempinski Hotel St.Moritz AG) 0 2.344
Pachterneuerungsrückstellung Kempinski Hotel Vienna
Management GmbH 2.614 2.370
Ausstehende Rechnungen 5.692 11.052
Personalkosten 3.963 3.394
Vermittlungsprovisionen 1.735 1.644
Prozessrisiken 52 52
Sonstige 9 10
22.266 28.552
43.674 46.511

Der sich aus der Zinsanpassung der Pensionsrückstellung ergebende Betrag der Kempinski AG belief sich auf TEUR 384. Pensionsrückstellungen bestehen für zwei Anwärter und neun Pensionäre, welche bereits Leistungen empfangen.

Die Rückstellungen aus der in 2021 beendeten Betriebsprüfung für die Jahre 2010 bis 2013 und Folgezeitraum der KAG betragen zum Jahresende 2021 TEUR 6.059 (Vorjahr: TEUR 6.923) und sind in den Steuerrückstellungen enthalten. Entsprechende Bescheide sind im September 2021 eingegangen.

Die Pachterneuerungsrückstellung der KISA St.Moritz Zweigstelle (ehemals Kempinski Hotel St.Moritz AG) konnte mit der vorzeitigen Beendigung des Pachtvertrages zum 31. Mai 2021 aufgelöst werden.

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen haben sich vor allem in der KISA reduziert, da diese im Vorjahr Rückstellungen für Ergebnisgarantien aus den Managementverträgen mit den Hotels in Singapur und Dubai von insgesamt TEUR 6.273 enthielten. In 2021 sind keine dieser Garantien fällig.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten des Konzerns und deren Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen in Klammern):

Fristigkeit
2021 bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.931 0 60.931 0
(45.663) (0) (45.663) (0)
davon mit Hypotheken besichert 60.931 0 60.931 0
(45.663) (0) (45.663) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.684 3.684 0 0
(4.603) (4.603) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.138 10.138 0 0
(9.779) (9.779) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 191 191 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
(3) (3) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.366 1.277 89 38
(2.307) (2.231) (76) (37)
davon aus Steuern 243 243 0 0
(320) (320) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 100 100 0 0
(520) (520) (0) (0)
76.311 15.290 61.020 38
(62.355) (16.616) (45.739) (37)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen, welche die KAG und das HVJ am 4. August 2020 bei der Commerzbank AG, Frankfurt, im Rahmen der folgenden Darlehensverträge aufgenommen haben:

Darlehen der HVJ von Mio. EUR 30,0, welches der Finanzierung von Investitionen in das Hotel Vier Jahreszeiten in München dient. Davon wurden Mio. EUR 15,0 in 2020 abgerufen und die verbleibenden Mio. EUR 15,0 im Januar 2021.

Darlehen der KAG von Mio. EUR 25,0, welches in voller Höhe in 2020 in Anspruch genommen wurde.

Vertrag über einen Kreditrahmen von Mio. EUR 30,0, welcher zur Finanzierung des Betriebsmittelbedarfs der Gruppe zur Verfügung steht. Zum Jahresende betrug die Beanspruchung von Barmitteln daraus Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Mio. EUR 5,7).

Die beiden Darlehen sowie der Kreditrahmen haben eine Laufzeit von drei Jahren, welche zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden können. Sie sind mit der Immobilie des Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten drei ausstehende Monatsmieten des Hotel Adlon an den Vermieter des Hotels in Höhe von insgesamt TEUR 3.609, welche aufgrund der Coronapandemie zwischen April und Juni 2020 ausgesetzt wurden. Diese wurden in der ersten Jahreshälfte 2022 an den Verpächter gezahlt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten einen Betrag von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 109), der durch die vertragliche Verpflichtung der Kempinski Trading DMCC, Dubai, Hotelausstattung zu beschaffen, entstanden ist. Zu diesem Zweck werden Bankkonten im Auftrag Dritter geführt.

Passive Rechnungsabgrenzungen

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Einnahmen aus vertraglich vereinbarten Gebühren für Dienstleistungen in der Bau- und Voreröffnungsphase von Hotels, welche zukünftig dann als Umsatzerlöse verbucht werden, wenn die tatsächliche Dienstleistung erfolgt ist.

Aus der Gesamtsumme von TEUR 3.615 (Vorjahr: TEUR 3.767) werden erwartungsgemäß TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 1.004) im Jahr 2022 erfolgswirksam verbucht und TEUR 993 (Vorjahr: TEUR 2.433) in den darauffolgenden vier Jahren.

Passive latente Steuern

31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 1.129 1.091
Instandhaltungs- und sonstige Rückstellungen 0 252
Aktive latente Steuern 1.129 1.343
Grundstück (Hotel Vier Jahreszeiten GmbH) 4.512 4.512
Gebäude (Hotel Vier Jahreszeiten GmbH) 1.117 1.235
Konzerninterne Forderungen 1.203 1.203
Sonstige 0 7
Passive latente Steuern 6.832 6.957
Passive latente Steuern (Saldo) 5.703 5.614

Die latenten Steuern der KAG wurden unter Ansatz eines Konzernsteuersatzes von 30,825 % bemessen. Der Konzernsteuersatz beinhaltet 15,0 % Gewerbesteuer sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von zusammengenommen 15,825 %. Es ergeben sich keine latenten Steuern aus anderen Konzerngesellschaften in 2021.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.343) resultieren vor allem aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 6.832 (Vorjahr: TEUR 6.957) resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz, die im Wesentlichen auf das Grundstück und das Gebäude der Hotel Vier Jahreszeiten GmbH entfallen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Aus den Verlusten von 2019 und 2020, welche für Gewerbesteuerzwecke vorgetragen werden, ergibt sich eine Varianz zur Steuerbilanz. Eine Berücksichtigung der sich daraus ergebenden aktiven latenten Steuern ist nicht erfolgt, weil auf Steuerschuldnerebene keine passiven latenten Steuern zur Verrechnung bestehen und das Wahlrecht zur Aktivierung des jeweiligen Aktivüberhangs (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) nicht ausgeübt wird.

6 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Segmenten:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Logis 31.150 33.133
Gastronomie 14.852 15.459
Managementgebühren 19.063 12.005
Erlöse aus sonstigen Leistungen der Hotels 3.265 5.133
Erlöse aus Mieten und Pachten 2.701 2.949
Erlöse aus Handelswaren für Hotels 3.039 3.105
Sonstige 4.235 4.025
78.305 75.809

Aufgliederung nach Regionen:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 42.555 38.966
Schweiz 26.736 29.578
Österreich 5.918 5.218
Sonstige 3.096 2.047
78.305 75.809

Sonstige betriebliche Erträge

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Erträge aus sonstigen Weiterbelastungen/Kostenerstattungen 2.514 2.147
Personalkostenweiterbelastung 676 585
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Ausbuchung von Verbindlichkeiten 1.134 4.996
Erträge aus der Währungsumrechnung 802 1.230
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 1.440 99
Sonstige Erträge 40.113 17.979
46.678 27.036

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthielten in 2020 einen Betrag von TEUR 3.814 aus der Anpassung der Rückstellung in KAG für Umsatzsteuern in Bezug auf die Firmen Hotel Adlon GmbH (kurz: Adlon) und Hotel Vier Jahreszeiten GmbH (kurz: HVJ) des Zeitraums 2010 bis 2013 und Folgejahre. Im Rahmen der Betriebsprüfung der Jahre 2010 bis 2013 sind im September 2021 Bescheide ergangen, welche eine um diesen Betrag geringere Steuerverpflichtung mit sich bringen, als bisher angesetzt war.

In den Sonstigen Erträgen sind Unterstützungshilfen enthalten, welche aufgrund der Corona-Pandemie von deutschen, österreichischen und schweizerischen Ministerien zur Verfügung gestellt wurden. Die Förderungsvoraussetzungen waren zum Abschlussstichtag erfüllt und entsprechende Anträge wurden eingereicht. In Bezug auf VIENNA ist ein Betrag von insgesamt TEUR 2.630 (Vorjahr: TEUR 2.622) für Verlustersatz und Ausfallbonus enthalten, und TEUR 29.481 (Vorjahr: TEUR 14.038) beziehen sich auf die KAG im Rahmen der Überbrückungshilfen III und III+ (Vorjahr: Beihilferegime Schadensausgleich). Des Weiteren wurden an die KISA von den schweizerischen Behörden TEUR 7.099 (Vorjahr: TEUR 0) gewährt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.196 (Vorjahr: TEUR 6.019).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Mieten und Pachten 23.693 25.920
Verkaufsförderungsaufwendungen 8.429 7.859
Rechts- und Beratungskosten einschließlich Rückstellungen für Prozessrisiken 5.119 3.808
Instandhaltungsaufwendungen 3.260 4.265
Abschreibungen auf Forderungen 2.835 3.068
Sonstige Personalkosten 1.194 1.321
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.730 1.769
Sonstige 9.908 18.245
56.168 66.255

Der Rückgang der Mieten und Pachten ist in erster Linie durch die Auflösung des Pachtvertrages für das Hotel in St.Moritz zum 31. Mai 2021 bedingt.

In 2021 waren keine Garantiezahlungen aus den Managementverträgen der KISA für das Hotel in Singapur und für das Hotel Mall of the Emirates in Dubai/UAE fällig. Die Leistungsgarantie für Singapur wurde im Einvernehmen mit dem Besitzer für 2021 ausgesetzt (Vorjahr: TEUR 1.848) und im Hotel Mall of the Emirates in Dubai/UAE wurde das Mindestergebnis erreicht und übertroffen. Im Vorjahr ergab sich daraus eine Kompensationszahlung von TEUR 4.439.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 869 (Vorjahr: TEUR 1.149).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten in 2021 ausschließlich Dividenden der Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fond Nr.31KG an die KAG. Der Betrag im Vorjahr bezog sich auf Dividenden der Kempinski Hotel Budapest Zrt. an die KISA.

Zinserträge und -aufwendungen

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Zinsen und sonstige Erträge 250 44
- davon von verbundenen Unternehmen 11 4
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 231 28
Zinsen und sonstige Aufwendungen (1.010) (855)
- davon an verbundene Unternehmen 0 (0)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (210) (478)
Zinsergebnis (760) (811)

Zinserträge und Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Pachterneuerungsrückstellung der Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Wien, und der Hotel Adlon GmbH, Berlin, sowie auf die Zinseffekte der Pensionsrückstellungen der KAG und KISA.

Die übrigen Zinsaufwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf die aufgenommenen Darlehen sowie den Kreditvertrag, welche die KAG und das HVJ bei der Commerzbank abgeschlossen haben. Des Weiteren sind darin Zinsen bezüglich der seit 2020 drei aufgeschobenen Monatsmieten des Hotel Adlon enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Beteiligung an der BLC wurde in 2019 mit TEUR 14.482 bis auf TEUR 1.538 in der KISA abgeschrieben. Aufgrund einer Änderung des chinesischen Rechts, welche 2019 bekannt wurde, wird es nicht möglich sein, die Beteiligung an BLC nach Ablauf des ursprünglichen Vertrags im Mai 2022 zu verlängern. Der verbleibende Wert der Beteiligung wird über die verbleibende Laufzeit des aktuellen Joint Ventures planmäßig abgeschrieben. Entsprechend beträgt die Abschreibung in 2021 TEUR 664.

Des Weiteren sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 537 enthalten, welche sich auf die Anteile und zusätzliche Investition in die BE Health Management Company SA (kurz: BEHM) bezieht. Im Juli 2021 wurde die Liquidation der BE Health Association (kurz: BEHA), einem Aktionär der BE Health Management Company SA (kurz: BEHM), beschlossen. Die Anteile der BEHM gehören zu 49 % der Kempinski Hotels SA (kurz: KISA) und zu 51 % der BEHA. Im September 2021 kaufte KISA die 51 % der Anteile an BEHM von BEHA und erwarb damit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft. Der Wert der Gegenleistung von TEUR 490 (TCHF 510) sowie der Nennbetrag der Erstinvestition in diese Gesellschaft von TEUR 47 (TCHF 49) wurden abgeschrieben.

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Nach einem starken Rückgang im Jahr 2020 stiegen die Erträge aus assoziierten Unternehmen wieder von insgesamt TEUR 293 im Vorjahr auf TEUR 779 im Berichtsjahr. Sie betreffen im Wesentlichen die Beijing Key International Hotel Management Co. Ltd., auf die TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 289) des Gesamtsaldos entfallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Berichtsperiode 4.384 211
Steuern vom Einkommen und Ertrag aus früheren Jahren 154 1.632
4.538 1.843
Aufwand/(Ertrag) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern - "KAG" (156) (156)
Aufwand/(Ertrag) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern - "Vienna" 252 (224)
Aufwand/(Ertrag) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern - "Egypt" (7) 48
4.626 1.510

Steuern in der Berichtsperiode enthalten TEUR 3.806 Steuern der KAG (Vorjahr: TEUR 0).

Steuern aus früheren Jahren beziehen sich hauptsächlich auf erwartete Nachzahlungen der KAG aus der im Februar 2021 beendeten Betriebsprüfung der Jahre 2010 bis 2013 und, soweit erforderlich, entsprechenden Anpassungen für Folgejahre. Bescheide sind im September 2021 ergangen.

Der Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern der KAG beinhaltet zusammengenommen TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 156) bezüglich der Bewertung der Immobilie des Hotel Vier Jahreszeiten und der steuerlichen Bewertung der Pensionsrückstellung. Die aktiven latenten Steuern der VIENNA aus der Bewertung der Pachterneuerungsrückstellung und der Jubiläumsrückstellung für langjährige Mitarbeiter wurden in 2021 aufgelöst und resultierten in einem Aufwand von TEUR 252.

7 Sonstige Angaben

Die Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt stellt sich wie folgt dar:

2021 Vorjahr
Vollzeitbeschäftigte 668 886
Teilzeit- und Aushilfskräfte 112 118
780 1.004
Management 2 3
Auszubildende 140 151
922 1.158

Nach § 267 Abs. 5 HGB hat der Konzern im Berichtsjahr durchschnittlich 780 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.004 Mitarbeiter) beschäftigt.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme während der Berichtsperiode zugeordnet nach dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit. Der Kapitalstrom aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode dargestellt, wobei Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode um die Auswirkungen der nicht zahlungswirksamen Transaktionen bereinigt werden.

Die finanziellen Ressourcen des Unternehmens bestehen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Einlagen mit einer Fälligkeit von maximal drei Monaten. TEUR 106 beziehen sich auf Bankkonten im Auftrag Dritter aus der vertraglichen Verpflichtung der Kempinski Trading DMCC, Dubai, Hotelausstattung zu beschaffen.

Der Betrag der Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 639) bezieht sich auf die Abschreibung der Beteiligung in BLC und die Abschreibung der Beteiligung an BEHM. Bei den zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen handelt es sich um Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen und Wechselkursschwankungen aus konzerninternen Transaktionen.

Die erhaltenen Dividenden beziehen sich auf eine Zahlung der Beijing Key International Hotel Management Co. Ltd. In Höhe von TEUR 616.

Die gezahlten Ertragsteuern im Jahr 2021 belaufen sich auf TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 255).

Die gezahlten Zinsen im Jahr 2021 belaufen sich auf insgesamt TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 268).

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten betrugen in 2021 TEUR 15.268 (Vorjahr: TEUR 45.663). Diese beziehen sich auf die im August 2020 aufgenommenen Darlehen bei der Commerzbank AG, Frankfurt.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Für den Abschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr 2021 für die Durchführung der Abschlussprüfung und sonstige erbrachte Leistungen die folgenden Gebühren und Honorare ausgewiesen.

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Abschlussprüfung 222 143
Steuerberatung 313 217
Sonstige Beratungsleistungen 334 0
869 360

Die sonstigen Beratungsleistungen enthalten Kosten für ein strategisches Beratungsprojekt und Kosten für die Anträge der Deutschen Coronahilfen.

Haftungsverhältnisse

Die Kempinski AG hat an den Verpächter der Kempinski Hotel Vienna Management GmbH eine Bürgschaft für die Pachtzahlungen in Höhe von Mio. EUR 2,0 im März 2013 ausgereicht, welche sich zuletzt im März 2022 vertragsgemäß von Mio. EUR 3,8 auf Mio. EUR 4,0 erhöhte.

Außerdem wurde im Zusammenhang mit dem Pachtvertrag und gemäß einer Einigung mit dem Verpächter der Kempinski Hotel Vienna Management GmbH im April 2017 eine Garantie seitens der Kempinski AG ausgereicht, welche die Finanzierung der vertraglich vereinbarten Pachterneuerungsrückstellung (FF&E Reserve) sicherstellen soll. Diese beträgt derzeit Mio. EUR 2,5.

Des Weiteren hat die Kempinski AG eine zeitlich unbegrenzte Patronatserklärung an die Kempinski Hotel Vienna Management GmbH abgegeben, welche die KAG verpflichtet, das Eigenkapital der Gesellschaft jederzeit auf die Höhe des vollen Stammkapitals aufzufüllen. Bezüglich der Darlehen an die Kempinski Hotel Vienna Management GmbH wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung auf unbestimmte Zeit vereinbart, welche spätestens dann gekündigt werden soll, sobald die Kempinski Hotel Vienna Management GmbH ein positives Eigenkapital aufweist. Eine Bekräftigung dieser Rangrücktrittserklärung wurde am 25. Dezember 2020 erklärt und unterzeichnet.

Die Garantie, welche die Kempinski AG an den Verpächter des Hotels in St. Moritz zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen über den Zeitraum des Pachtvertrages abgegeben hatte, ist mit der vorzeitigen Beendigung des Pachtvertrages zum 31. Mai 2021 nicht mehr wirksam.

Wir rechnen aktuell nicht mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen, da die Konzerngesellschaften mit ausreichend eigener Liquidität ausgestattet sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Auftragsobligo 593 655

Das Auftragsobligo besteht im Wesentlichen aus Aufträgen der Kempinski Handelsgesellschaft für Hotelbedarf mbh und der Kempinski Trading DMCC.

Verbindlichkeiten aus Leasing-, Pacht-/Mietverträgen und sonstigen Verträgen

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Fällig in 2022 27.766 27.736
Fällig zwischen 2023 bis 2026 83.496 82.709
Fällig ab 2027 203.372 225.286
314.634 335.731

Zwei Hotels laufen gegenwärtig unter Pachtverträgen mit daraus resultierenden Verpflichtungen von insgesamt Mio. EUR 281. Der Pachtvertrag für das Kempinski Hotel in St.Moritz wurde mit Wirkung zum 1. Juni 2021 vorzeitig und einvernehmlich beendet.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde der Pachtvertrag der Hotel Adlon GmbH erneuert. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und läuft bis Dezember 2032.

Der Pachtvertrag für die Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Wien, hat eine Laufzeit von 30 Jahren ab dem Zeitpunkt der Eröffnung des Hotels im März 2013.

Der Abschluss der Pachtverträge mit langer Laufzeit ermöglicht Planungssicherheit. Nachteil der festen Pacht ist die Ergebnisbelastung auch in weniger ertragsstarken Jahren. Insbesondere kam dies in den letzten beiden Jahren aufgrund der Corona-Pandemie zum Tragen, woraufhin Gespräche und Verhandlungen mit den Verpächtern gesucht wurden. Mit dem Verpächter des Hotels in Wien wurde am 21. Dezember 2020 ein Nachtrag zum Pachtvertrag abgeschlossen, in welchem eine Reduktion von 25 % der fixen Netto-Pachtzinszahlungen für den Zeitraum Januar bis Dezember 2021 vereinbart wurde.

Im Jahr 2018 wurde ein Managementvertrag für den Betrieb des Hotels Capitol Kempinski in Singapur unterzeichnet. Diese Vereinbarung beinhaltet eine fünfjährige Garantiezeit, in der ein Mindestergebnis erreicht werden muss. Andernfalls muss Kempinski Hotels SA den Fehlbetrag unter Berücksichtigung des vereinbarten Höchstbetrages von Mio. SGD 3,0 pro Jahr an den Eigentümer zahlen. Für 2021 wurden eine Aussetzung und ein Aufschub, bedingt durch die Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie, verhandelt.

Im November 2019 wurde eine Verlängerung des Betriebsführungsvertrages bis 31. Dezember 2026 mit dem Besitzer des Kempinski Hotel Mall of the Emirates in Dubai vereinbart, welcher ab dem 1. Januar 2020 wirksam geworden ist. Für die Jahre 2020-2026 wurde vertraglich ein Mindestergebnis vereinbart, was die KISA verpflichtet, eventuelle Fehlbeträge bis zu diesem Mindestergebnis jährlich an den Eigentümer zu zahlen. Für 2021 wurde das Mindestergebnis erreicht und somit kam diese Garantie nicht zum Tragen. Im Vorjahr wurde aufgrund der Corona-Pandemie eine Sonderregelung mit einer Pauschalsumme von Mio. AED 20,0 (Mio. EUR 4,4) ausgehandelt.

Eventualverbindlichkeiten

Die Unterstützungshilfen, wie unter den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgeführt, welche aufgrund der Corona-Pandemie von deutschen, österreichischen und schweizerischen Regierungen zur Verfügung gestellt und teilweise bereits ausgezahlt wurden, unterliegen weiterhin eventuellen Nachprüfungen. In Deutschland müssen gemäß geregelten Fristen nach Antragsstellung zusätzliche Schlussabrechnungen eingereicht werden.

Die Förderungsvoraussetzungen wurden jeweils vor den Antragsstellungen sorgfältigen Verprobungen unterzogen. Eventuelle Risiken wurden zu dem Zeitpunkt ausführlich aufgearbeitet und diskutiert und entsprechende Anträge wurden daraufhin von jeweils berechtigten und qualifizierten Dritten eingereicht. Ein Abschluss von möglichen Nachprüfungen wird nicht vor Ende 2023 erwartet.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung des Konzernvorstands belief sich auf TEUR 1.615 (Vorjahr: TEUR 1.912). Die Bezüge beinhalten Gehälter, Bonuszahlungen und Sachbezüge von Vorständen, die während der jeweiligen Amtszeit im Geschäftsjahr gezahlt wurden.

Es bestehen ebenso wie im Vorjahr keine Rückstellungen für Pensionsansprüche des derzeitigen Vorstands.

Die Vergütungsleistungen an ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene beliefen sich im Konzern auf TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 667). Die Rückstellungen für Pensionsansprüche dieses Personenkreises betrugen TEUR 6.967 (Vorjahr: TEUR 7.345).

Die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021 betrug TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 227).

Verzeichnis der Mitglieder der Organe

Aufsichtsrat

H. E. Abdulla H. Saif, Manama, Bahrain, Vorsitzender, Berater von H. H. The Prime Minister for Economic Affairs des Königreichs Bahrain

Chonpreya Pacharaswate, Bangkok, Thailand, Rechtsanwältin

Robertus HJJ. Timmers, AI Jasrah, Bahrain, Director

René Nijhof, Hospitality Advisor, Manama, Bahrain

Andreas Mattmüller, Hospitality Advisor, Makati City, Philippines

Vorstand

Bernold Schröder, Genf, Schweiz, (Vorstandsmitglied seit 1. Mai 2017, Vorstandsvorsitzender seit 11. Dezember 2020)

Isidoro Geretto, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, (Vorstandsmitglied seit dem 4. Februar 2021, eingetragen im Handelsregister am 9. Juni 2021)

Dr. Peter Fiedler, Starnberg, Deutschland, wurde am 19. Oktober 2020 zum Vorstandsmitglied bestellt, sein Vertrag ist zum 18. Oktober 2021 ausgelaufen. Eine Eintragung im Handelsregister erfolgte nicht.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit dem Potenzial sich wesentlich auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns auszuwirken, werden in erster Linie mit politischen Unruhen verbunden. Solche nicht beherrschbaren Risiken sind schwer zu quantifizieren.

Für die Einschätzung der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine auf den Kempinski Konzern verweisen wir auf das Kapitel 5.3 im Lagebericht.

Weitere Angaben

Oberstes Mutterunternehmen in Deutschland ist die MCM Hotel Beteiligungsgesellschaft mbH, München.

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss für 2021 der Kempinski AG in Höhe von EUR 9.284.038,32 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 14. Juni 2022

Kempinski Aktiengesellschaft

Vorstand

Bernold Schröder

Isidoro Geretto

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Veränderungen aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.141.547 1.005.623 0 259.950 235.138
6.141.547 1.005.623 0 259.950 235.138
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 157.284.290 4.187.654 0 6.942.837 0
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.115.963 1.514.983 -434.889 0 65.400
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.491.522 16.575 -180.024 -7.202.787 0
197.891.775 5.719.212 -614.913 -259.950 65.400
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.304.908 984.746 1 102.986 0
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 2.101.925 11.679
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.983.419 365.157 0 -102.986 21.956
4. Beteiligungen 18.545.990 1 -39.402 0 871.689
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.018.197 0 0 -2.101.925 83.729
6. Sonstige Ausleihungen 2.932.548 -308.848 0 0 136.917
29.785.062 1.041.056 -39.401 0 1.125.970
233.818.382 7.765.891 -654.314 0 1.426.508
Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020 Zugänge Abgänge Veränderungen aus Währungsumrechnung Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.642.258 5.284.110 1.246.336 0 203.756 6.734.202
7.642.258 5.284.110 1.246.336 0 203.756 6.734.202
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 168.414.781 49.978.060 3.249.908 0 0 53.227.968
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.261.457 26.446.397 1.752.143 -434.889 60.558 27.824.209
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.286 0 0 0 0 0
202.891.524 76.424.457 5.002.051 -434.889 60.558 81.052.177
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.392.641 0 0 0 0 0
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.113.605 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.267.546 0 537.206 0 2.985 540.191
4. Beteiligungen 19.378.278 15.341.056 663.807 0 724.086 16.728.949
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
6. Sonstige Ausleihungen 2.760.617 0 0 0 0 0
31.912.687 15.341.056 1.201.013 0 727.071 17.269.140
242.356.467 -97.049.623 7.449.400 -434.889 991.385 105.055.519
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2021 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9O8.O55 857
908.055 857
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.186.814 107.306
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.437.248 6.670
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.286 7.492
121.749.348 121.468
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.392.641 1.305
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.113.605 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.727.355 4.983
4. Beteiligungen 2.649.329 3.205
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 2.018
6. Sonstige Ausleihungen 2.760.617 2.933
14.643.547 14.444
137.300.951 136.769

Anteilsbesitzliste Kempinski Aktiengesellschaft, München

Konsolidierte Unternehmen: Eigenkapital 2) Ergebnis 3) Beteiligungsquote
Firma des Unternehmens: TEUR TEUR %
Kempinski Handelsgesellschaft für Hotelbedarf mbH, Hamburg 1) 26 0 100
Hotel Adlon GmbH, Berlin 1) 511 0 100
Hotel Vier Jahreszeiten GmbH, München 1) 77.289 0 100
Kempinski Services Germany GmbH, München 1) 26 0 100
Kempinski Hotel Vienna Management GmbH, Wien -10.138 -998 100
Kempinski Hotels S.A., Genf 1.858 -5.707 100
Kempinski Hotel (Russia) S.A., Genf -1.394 -82 100
Kempinski Bulgaria-OOD, Sofia 13 32 100
Kempinski Hotels & Resorts Egypt LLC, Kairo 1.021 355 100
Kempinski Trading DMCC, Dubai 796 270 100
Hospitality Investment Group S.A., Genf 3.972 808 100
PT Kempinski Indonesia, Jakarta 378 175 100
Swiss Hospitality Management Group S.A., Genf 95 -21 100
Assoziierte Unternehmen (at equity einbezogen): Eigenkapital 2) Ergebnis 3) Beteiligungsquote
Firma des Unternehmens: TEUR TEUR %
Beijing Key International Hotels Management Co. Ltd., Peking 12.065 1.324 50
GHA Holdings Limited, Cayman Islands 8.296 193 34
Nicht konsolidierte und nicht at equity einbezogene Unternehmen: Eigenkapital2) Ergebnis3) Beteiligungsquote
Firma des Unternehmens: TEUR TEUR %
Concilio Labs Inc., Delaware 1.345 316 82
Shaza Hotels Ltd., George Town -18.294 -1.333 49
Tangram Hotels Group S.A., Zug (i.L.) 0 0 100
BE Health Management Company S.A., Genf 312 5 100
Resense Spa S.A., Genf -1.871 -310 100
Beteiligungen (nicht konsolidiert): Eigenkapital 2) Ergebnis 3) Beteiligungsquote
Firma des Unternehmens: TEUR TEUR %
Beijing Lufthansa Center Co. Ltd, Peking 102.847 10.472 12
Kempinski Hotel Budapest Zrt., Budapest 82.872 - 750 5
Golf Zuoz AG, Zuoz 0 0 1

1) Unternehmen mit Ergebnisabführungsverträgen
2) zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet
3) zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in EUR umgerechnet

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft stellt sich anhand einer kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit wie folgt dar:

2021 Vorjahr
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag 1.600 -33.809
Abschreibungen/(Zuschreibungen) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.248 6.017
Abschreibungen/(Zuschreibungen) auf das Finanzanlagevermögen 1.201 639
Zunahme/(Abnahme) der Rückstellungen -6.033 2.542
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/(Erträge) 1.811 -1.187
(Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 180 639
(Zunahme)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -24.594 -8.373
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.556 -4.713
Ertragsteueraufwand 4.627 1.511
Ertragsteuerzahlungen -553 -255
Zinsaufwendungen/Zinserträge 648 268
Sonstige Beteiligungserträge -616 0
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -17.037 -36.721
(Auszahlungen) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.719 -7.118
(Auszahlungen) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.006 -350
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 421 0
(Auszahlungen) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.475 0
Erhaltene Dividenden 616 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.163 -7.468
Gezahlte Zinsen -648 -268
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 15.268 45.663
(Auszahlungen) aus der Tilgung von Finanzkrediten 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 14.620 45.395
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -9.579 1.205
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 56 -106
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 41.142 40.043
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.619 41.142

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital Stammaktien Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR EUR
Stand 31. Dezember 2019 9.842.369 31.331.966
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
Stand 31. Dezember 2020 9.842.369 31.331.966
Währungsumrechnung 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0
Stand 31. Dezember 2021 9.842.369 31.331.966
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe
EUR EUR EUR
Stand 31. Dezember 2019 -4.073.437 96.655.704 133.756.603
Währungsumrechnung -1.045.779 0 -1.045.779
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 -33.809.134 -33.809.134
Stand 31. Dezember 2020 -5.119.216 62.846.570 98.901.689
Währungsumrechnung 2.081.587 0 2.081.587
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 1.600.126 1.600.126
Stand 31. Dezember 2021 -3.037.629 64.446.696 102.583.402
Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital
EUR EUR
Stand 31. Dezember 2019 0 133.756.603
Währungsumrechnung 0 -1.045.779
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 -33.809.134
Stand 31. Dezember 2020 0 98.901.689
Währungsumrechnung 0 2.081.587
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 1.600.126
Stand 31. Dezember 2021 0 102.583.402

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kempinski Aktiengesellschaft, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kempinski Aktiengesellschaft, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kempinski Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 14. Juni 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Müller, Wirtschaftsprüfer

Axel Zeltner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.