HP Pelzer Automotive GmbH
Hüttenstraße 40, 44795 Bochum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Hummel seit 26.4.2022 | Prokura |
Markus Pauling seit 1.7.2021 | Prokura |
Jérome Olivar seit 1.7.2021 | Prokura |
Wayne Robinson seit 27.9.2018 | Prokura |
Vito Frallonardo seit 21.1.2014 | Prokura |
Karsten Meise seit 18.6.2012 | Prokura |
Pietro Lardini seit 26.10.2011 | Geschäftsführer |
Alberto Buniato seit 18.2.2011 | Prokura |
Falk Thomas seit 16.8.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Adlergroup Spa | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HP Pelzer Automotive GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 1. Bilanz zum 31. Dezember 2020 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 3. Anhang 2020 Entwicklung des Anlagevermögens 2020 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020HP Pelzer Automotive GmbH, BochumI. Grundlage des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die HP Pelzer Automotive GmbH ist ein Unternehmen der Adler Pelzer Group. Die Adler Pelzer Group hat den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Automobilzuliefererindustrie. Dabei entwickelt, produziert und vertreibt sie weltweit als Erstausrüster für nahezu alle namhaften Automobilproduzenten Bauteile mit akustisch wirksamen Eigenschaften zur Geräuschdämmung und textile Verkleidungsteile. Die Bauteile werden im Innen-, Motor- und Kofferraum sowie im Bereich des Unterbodens von Fahrzeugen eingesetzt. Innerhalb der Segmente PKW und leichte Nutzfahrzeuge werden Volumen- und Mittelklasse- bis hin zu Premium-Plattformen bedient. Die HP Pelzer Automotive GmbH produziert in vier Werken an den Standorten Bochum, Neutraubling (bis Ende 2020), Saarwellingen und Berka. Der Umsatz wird überwiegend mit externen Kunden (OEMs) erzielt und nur zu etwa 18% mit konzerninternen Gesellschaften. Deutschland stellt den wesentlichen Absatzmarkt für die HP Pelzer Automotive GmbH dar. 2. Forschung und Entwicklung Die HP Pelzer Automotive GmbH betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Bei Bedarf bezieht sie Entwicklungstätigkeiten von ihrer Gesellschafterin, der Adler Pelzer Holding GmbH. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Warenproduktion hat sich seit Mitte 2020 ihrem Vorkrisenwert rasch angenähert, während die Aktivität in Teilen des Dienstleistungssektors in den meisten Ländern infolge von Eindämmungsmaßnahmen der Behörden und Verhaltensänderungen der Konsumenten zur Vermeidung von Infektionen noch erheblich gedrückt ist. Die globale Industrieproduktion war im Dezember 2020 um 1,3 Prozent höher als im Dezember 2019 unmittelbar vor dem Ausbruch der Covid-19-Krise in China. Besonders stark war der Anstieg mit rund 7 Prozent in China und den übrigen asiatischen Schwellenländern sowie in Korea und Taiwan, wo der Produktions-trend von vor der Krise gegen Jahresende zum Teil ebenfalls schon überschritten wurde. Diese Länder konnten offenbar von der starken Nachfrage nach Elektronik-produkten und vielen dort produzierten Konsumgütern besonders profitieren. Im Euroraum wurde das Vorjahresniveau bei der Industrieproduktion knapp erreicht, während in den Vereinigten Staaten und in Japan auch im Dezember gegenüber dem Vorjahr noch deutliche Rückstände blieben. Der weltweite Warenhandel hat sich ebenfalls weitgehend von dem Einbruch im Frühjahr erholt und lag im Dezember um 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. 1 Die Coronakrise hat sich 2020 auf den internationalen Märkten massiv ausgewirkt. In nahezu allen Ländern der Welt gingen die Verkäufe teils drastisch zurück. Von den drei großen Absatzregionen musste Europa (27 EU-Länder, Europäische Freihandelsassoziation EFTA und Vereinigtes Königreich) den größten Rückgang um rund ein Viertel verbuchen. In den USA gingen die Verkäufe zweistellig zurück. Der chinesische Markt erholte sich zwar vergleichsweise zügig, blieb aber im Gesamtjahr noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. In Europa wurden im Jahr 2020 insgesamt knapp 12,0 Millionen Pkw neu zugelassen, 3,8 Millionen beziehungsweise fast ein Viertel (-24 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die fünf größten Märkte verbuchten durchweg zweistellige Rückgänge. In Deutschland sanken die Neuzulassungen um knapp ein Fünftel (-19 Prozent). In Frankreich reduzierte sich das Absatzvolumen um ein Viertel (-25 Prozent). In Italien (-28 Prozent), dem Vereinigten Königreich (-29 Prozent) und Spanien (-32 Prozent) wurde jeweils knapp ein Drittel weniger Autos zugelassen. Alle Länder, die zum europäischen Markt zählen, mussten das Jahr 2020 mit einer negativen Bilanz abschließen. In den vergangenen Monaten ist zwar eine leichte Erholung erkennbar, aber noch im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit mehr als 1,2 Millionen Einheiten 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2020 mit knapp 14,5 Millionen verkauften Fahrzeugen ab (-15 Prozent). Erstmals seit 2012 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 15-Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 28 Prozent zurück, während im Light-Truck-Segment, das mittlerweile 76 Prozent des Light-Vehicle-Marktes ausmacht, die Verkäufe um 10 Prozent nachgaben. Im Dezember wurden 1,6 Millionen Light Vehicles verkauft (+6 Prozent). China hat die Coronapandemie und ihre schwerwiegenden Folgen für den Automobilabsatz weitestgehend hinter sich gelassen. Dank einer raschen Erholung hat sich das Minus im Jahr 2020 auf 6 Prozent reduziert (19,8 Millionen Einheiten). Im Dezember gingen 2,3 Millionen Fahrzeuge an die chinesischen Kundinnen und Kunden. Das ist ein Zuwachs um 7 Prozent zum Vorjahr und der achte monatliche Anstieg in Folge. Der japanische Neuwagenmarkt blieb 2020 mit 3,8 Millionen verkauften Pkw um 11 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Damit unterschritten die Verkäufe erstmals seit 2011 wieder die 4-Millionen-Marke. Im Dezember lag das Verkaufsniveau bei 315.200 Einheiten, 11 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Russland gingen die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 1,6 Millionen Einheiten zurück. Der indische Pkw-Markt gab im Jahr 2020 deutlich nach. Zwar konnte er in der zweiten Jahreshälfte teils starke Zuwächse verbuchen, die Einbußen aus den Lockdown-Monaten konnten jedoch nicht aufgeholt werden. Mit insgesamt 2,4 Millionen Neufahrzeugen (-18 Prozent) fiel der Absatz auf ein Zehnjahrestief. Im Dezember lag die Nachfrage wieder 14 Prozent über dem Vorjahresniveau (253.000 Einheiten). In Brasilien verbuchte der Light-Vehicle-Markt im Gesamtjahr 2020 ein deutliches Minus. Der Neuwagenabsatz ging um knapp 27 Prozent auf 2,0 Millionen Einheiten zurück. Damit wurde eine dreijährige Erholungsphase abrupt beendet. Im Dezember betrug das Minus 8 Prozent (233.000 Einheiten). 2
1 IfW, Kieler Konjunkturberichte, Weltkonjunktur
im Frühjahr 2021 vom 18.03.2021
2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2020 war eine deutliche Verringerung der Umsätze zu verzeichnen. Dies im Wesentlichen aufgrund der folgenden drei Effekte: 1. Die Schließung des Werkes in Neutraubling, verbunden mit der Verlagerung des Produktionsauftrages Audi A4 in die Slowakei (Bratislava) sowie der Teilverlagerung von Produktionsumfängen für den Kunden BMW in das Werk in Bad Dürrenberg (Adler Pelzer Clion GmbH) 2. Ab März 2020 weltweite Coronapandemie mit temporären Schließungen der Werke in der Automotive. 3. Das nahende "End of Production" für die Fertigung der Teile der Daimler C-Klasse und deren Derivaten(hierzu ist ergänzend zu erklären, dass jeweils zu Beginn und zum Ende eines jeden Produktlebenszyklusses deutlich geringere Stückzahlen gefertigt werden). Die Umsatzerlöse mit externen Kunden sanken um 17,6 Mio. € deutlich. Insgesamt sanken in 2020 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Mio. € auf 61,5 Mio. €. Der prognostizierte Umsatz von 76,9 Mio. € wurde somit um 15,4 Mio. € verfehlt. Das ursprünglich prognostizierte EBITDA von 9,1 Mio. € wurde aufgrund von oben ausgeführten geringeren Absatzmengen und zusätzlich anfallender Schließungskosten des Werkes Neutraubling, nicht erreicht. Das tatsächlich erzielte EBITDA betrug minus 7,7 Mio. € und entsprach somit nicht den Erwartungen der Geschäftsführung. 3. Lage a) Ertragslage
Die Umsatzerlösen mit externen Unternehmen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Mio. €, die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen sanken um 2,6 Mio. €. Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr somit um 20,2 Mio. € auf 61,5 Mio. €. Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 47.776 auf Inlandsumsätze (Vorjahr: T€ 63.585), T€ 11.485 (Vorjahr: T€ 13.531) auf Umsätze innerhalb von Europa und T€ 2.214 (Vorjahr: T€ 4.549) auf Umsätze mit dem Drittland. Die im Geschäftsjahr 2020 erzielten externen Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit den Kunden Mercedes / Daimler (21,9 Mio. €; Vj. 23,8 Mio. €), BMW (11,7 Mio. €; Vj. 20,3 Mio. €), VW (10,4 Mio. €; Vj. 16,1 Mio. €), Ford (3,0 Mio. €; Vj. 4,3 Mio. €), Valmet (2,3 Mio. €; Vj. 3,1 Mio. €) sowie Stellantis / PSA (0,7 Mio. €; 0,6 Mio. €) erzielt. Der Materialaufwand beträgt für das Geschäftsjahr 35,1 Mio. € (Vj. 53,3 Mio. €). Im Verhältnis zur Gesamtleistung (= Saldo aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 57,6% (Vj. 64,7%). Die Personalaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio. €, obwohl die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 14 Personen gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Die Erhöhung der Personalaufwendungen ist überwiegend bedingt durch Rückstellungen für Abfindungszahlungen an Mitarbeiter des Standortes Neutraubling, dessen Werksschließung zum Jahresende 2020 anstand. Die sonstigen Aufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. €. Dies war überwiegend bedingt durch die um 0,7 Mio. € gesunkene Verwaltungskostenumlage der Adler Pelzer Holding GmbH aber auch durch die geringeren Qualitäts- und sonstigen Mängelkosten, die typischerweise anteilig zum gefertigten Volumen anfallen. Die HP Pelzer Automotive GmbH weist für das Berichtsjahr 2020 einen Verlust vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 7.151 aus (im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Verlust von T€ 5.278 erwirtschaftet). Dieser Verlust wurde im Rahmen der Ergebnisabführung vollständig durch die Gesellschafterin, der Adler Pelzer Holding GmbH, übernommen. b) Vermögenslage
Die HP Pelzer Automotive GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 den Bestand der unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierten selbsterstellten Entwicklungs-Know-How um Abschreibungen in Höhe von T€ 236 und Anlagenabgängen von T€ 249 auf T€ 41 reduziert. Die sonstigen langfristigen Posten betreffen im Wesentlichen die Kaution für das Mietobjekt am Standort in Bochum. Die Vorräte sind im Wesentlichen aufgrund der Werksschließung in Neutraubling um T€ 1.646 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Kundenforderungen sind aufgrund des gesunkenen Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um T€ 374 reduziert. Dies betraf im Wesentlichen Forderungen gegenüber der HP Pelzer Automotive Inc., USA. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die größten Erhöhungen die Verbindlichkeiten gegenüber der HP Pelzer sro (2,5 Mio. €), Tschechien, und der RAT Spezialmaschinen GmbH (1,5 Mio. €). c) Finanzlage
Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2020 ein Mittelzufluss um T€ 277 auf T€ 657 verzeichnet. Dieser Mittelabfluss resultiert aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 6.463 abzüglich Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 6.186 Die HP Pelzer Automotive GmbH ist mit dem Hauptbankkonto in das Cash-Pooling der Adler Pelzer Holding GmbH integriert, die den Liquiditätsausgleich für die deutschen Gesellschaften der Adler Pelzer Gruppe zentral steuert. Die unsaldierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen, deren direkte oder indirekte Muttergesellschaft die Adler Pelzer Holding GmbH ist, und die Forderungen gegen die Adler Pelzer Holding GmbH selbst sind im Rahmen der Bond- Finanzierung der Muttergesellschaft verpfändet. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Beurteilung der operativen Ertragskraft sind die Kennzahlen EBITDA und die Umsatzerlöse. Die Folgejahre sind weitestgehend auftrags- und projektseitig hinterlegt. Der EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2020: minus 7,7 Mio. € (Vj. minus 4,1 Mio. €). Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 61,5 Mio. € bzw. im Vorjahr 81,7 Mio. €. 5. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die HP Pelzer Automotive GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Adler Pelzer Group einbezogen. Chancen und Risiken werden als Ereignisse und Handlungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit definiert, die das Erreichen strategischer und operativer Pläne unterstützen bzw. gefährden können. Das Risikomanagement ist Bestandteil der operativen und strategischen Geschäftspolitik der Adler Pelzer Group. Insbesondere die Früherkennung, Steuerung und Überwachung der identifizierten Risiken sind in den Controlling Prozessen und Systeme integriert. Die Adler Pelzer Holding hat ein weltweites Risikomanagementsystem im Einsatz, das ein integraler Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation ist. Mit dem Risikomanagementsystem wird das Ziel verfolgt, die frühzeitige Erkennung, sachgemäße Beurteilung und zeitnahe Berichterstattung von Unternehmensrisiken sicherzustellen, um diesen dann mit wirkungsvollen Gegenmaßnahmen entgegentreten zu können. Die Darstellung der unten aufgeführten Risiken erfolgt auf einer Nettobasis, d.h. nach mitigierenden Maßnahmen. Das Chancen-Risikomanagement vollzieht sich in der Adler Pelzer Group auf den Ebenen:
Die Beurteilung, Dokumentation, Kontrolle und Bewertung der Zielerfüllung der Maßnahmen wird für alle transparent durch ein speziell dafür entwickeltes, weltweit per Intranet bereitgestelltes EDV-Reporting-System sichergestellt. Monatlich wird von einer speziellen Organisationseinheit überprüft, welche Ergebnis- und Liquiditätseffekte die Summe aller Maßnahmen auf jedes Einzelergebnis und das Konzernergebnis erreicht hat. Abweichungen werden auf Ebene der Einzelmaßnahmen analysiert, bewertet und korrigiert. Die fachlichen und führungsorganisatorischen Erkenntnisse daraus werden im Rahmen des Know-How-Transfers der Gesamtorganisation zur Verfügung gestellt. Neben diesen Kontrollmechanismen sind die monatlichen Plan-Ist-Vergleiche auf Konzern-, Geschäftsbereichs- und Gesellschafts- bzw. Werksebene methodisch intensiviert worden. Die quantitativen Produktivitäts- und Ergebnisdaten werden weiter detailliert, mit Maßnahmen hinterlegt und sodann bewertet, in Differenzierung von Serien- und Werkzeug- /Entwicklungs-Ergebnis hinsichtlich verschiedener G&V-, Bilanz- und Liquiditätskriterien. Um Tendenzen aus dem Markt, dem Materialeinkauf oder von Produktionsverfahren rechtzeitig erkennen zu können, wurde eine rollierende Vorschau für die kommenden 3 Monate eingeführt. Das Controlling der Adler Pelzer Group deckt durch regelmäßige Besuche der Tochterunternehmen Schwachstellen, vor allem im kaufmännischen Bereich auf und berichtet diese mit Umsetzungsvorschlägen an die Geschäftsleitung. Darüber hinaus wird es gezielt eingesetzt, um erkannte Chancen und Risiken näher zu beleuchten und dann zu nutzen bzw. zu beseitigen. Die Reihenfolge der beschriebenen Risiken- und Chancenfelder spiegelt die derzeitige Einschätzung des relativen Risiko- und Chancenmaßes wider. Innerhalb der nachfolgenden Risiken- und Chancenfelder werden bedeutsamere Themen zuerst genannt. Gleichfalls bietet diese Darstellung einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Gesamtlage der Risiken und Chancen für die HP Pelzer Automotive GmbH. Risikomatrix
Bei der Bewertung der monetären Auswirkung werden die vier Kategorien sehr gering, gering, mittel und hoch unterschieden. Maßgeblich für die Bewertung ist das Schadensausmaß bezogen auf ein Jahr. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird auf einer Prozentskala bewertet und in die vier Kategorien unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich und sehr wahrscheinlich unterteilt. Die Kombination aus Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit definiert die Risikoklasse, die in ihrer Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering, mittel und hoch eingestuft wird. Letzteres wird aus der Steuerungskennzahl EBITDA abgeleitet. Die Einstufung der Risiken in die jeweiligen Risikoklassen erfolgt anhand der Risikomatrix. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Als international ausgerichtetes Unternehmen ist die HP Pelzer Automotive GmbH den gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt und kann sich schwerwiegenden Verwerfungen, beispielsweise bei politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt nicht entziehen. Insgesamt sieht die HP Pelzer Automotive GmbH die Risiken aus den makroökonomischen Rahmenbedingungen als mittel an, wobei das Einsetzen einer erneuten weltweiten Rezession derzeit als mittel eingeschätzt wird. Das Management beobachtet aktuell insbesondere die Entwicklung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland; zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Einnahmen, der Betrieb und die Lieferkette der HP Pelzer Automotive GmbH nicht durch den Konflikt beeinträchtigt worden, mit Ausnahme des zunehmenden Inflationsdrucks auf die Rohstoff- und Energiepreise in Europa. Letzterer scheint sich jedoch bereits wieder zu normalisieren und wieder abzunehmen. Ähnliche geopolitische Spannungen können zu Produktionsstopps bei Kunden, erheblichen Unterbrechungen der Lieferkette oder unmittelbaren Kürzungen des Marktproduktionsvolumens führen. Für die HP Pelzer Automotive GmbH besteht eine starke Abhängigkeit von der gesamtkonjunkturellen Nachfragesituation nach Automobilen sowie von Erfolg und Misserfolg einer Carline. Die Unsicherheiten der konjunkturellen Entwicklung führen automatisch zu Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung der Automobilbranche. Darüber hinaus ist die Gesellschaft durch die oligopolistische Ausprägung des Automobilmarkts einem preisgetriebenen Wettbewerbsumfeld auf der Kundenseite ausgesetzt. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken Die folgenden Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als mittel eingestuft: Die Risiken auf der Beschaffungsseite sind im Wesentlichen durch das Preisrisiko insbesondere der rohölbasierten Rohstoffe bestimmt. Steigende Einkaufspreise von Rohstoffen können die Ertragslage der HP Pelzer Automotive GmbH negativ beeinflussen. Wegen der o.a. Wettbewerbssituation lassen sich die aus dem Markt ergebenden Materialkosten aber auch sonstige Kostensteigerungen nicht unmittelbar in Preiserhöhungen gegenüber den Kunden der Automobilindustrie weitergeben. Die Umsetzung intelligenter Produkt- und Prozessoptimierungen sind Bestandteil des täglichen operativen Geschäfts, um etwaige Kostensteigerungen auszugleichen. Auf der Beschaffungsseite wirkt die HP Pelzer Automotive GmbH zudem mit dem Abschluss von langfristigen Lieferverträgen den Preisvolatilitäten der Rohstoffmärkte entgegen. Die weiteren Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als niedrig eingestuft: Die qualifizierten Mitarbeiter mit ihrer hohen Einsatzbereitschaft und Motivation tragen wesentlich zum Erfolg der HP Pelzer Automotive GmbH bei. Der Verlust von qualifiziertem Personal und den damit verbundenen Verlust von Know-How kann zur Destabilisierung der Geschäftsprozesse führen. Die HP Pelzer Automotive GmbH begegnet dem Risiko mit einer individuell abgestimmten Personalentwicklung, bei der Qualifizierungs- bzw. Weiterbildungsprogramme im Vordergrund stehen. Die Geschäftsprozesse der HP Pelzer Automotive GmbH sind in hohem Maße von den IT-Prozessen und Aktivitäten abhängig. Der Ausfall bestimmter IT-Systeme kann schlimmstenfalls zu Produktionsunterbrechungen und damit zu rechtlichen Verpflichtungen gegenüber Kunden führen. Die HP Pelzer Automotive GmbH ist in die IT-Umgebung der Adler Pelzer Holding GmbH eingebunden. Den informationstechnologischen Risiken in Form von Datenverlusten und Systemausfallzeiten wirkt die Adler Pelzer Holding GmbH mit einem Risiko- und Notfallkonzept entgegen. Demnach werden die IT-Applikationen in zwei räumlich getrennten Rechenzentren betrieben. Darüber hinaus sind die kritischen IT-Applikationen in beiden Rechenzentren in zweifacher Weise verfügbar. Um Systemausfälle und Datenverlust vorzubeugen, finden tägliche Applikations- und Datensicherungen statt. Zusätzlich wird durch regelmäßige Wartung der Server und deren Systeme durch die verantwortlichen IT-Mitarbeiter Systemausfallzeiten und Datenverlust minimiert. Die Sicherstellung der Produktqualität aber auch der Lieferzuverlässigkeit ist eines der kritischen Erfolgsfaktoren der HP Pelzer Automotive GmbH als Automobilzulieferunternehmen. Die von den Kunden abgerufenen Serienteile müssen in ausreichender Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt ("just in time" oder "just in sequence") am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Reklamationen der Kunden wegen Qualitätsmängel können zu Regressforderungen durch den Kunden führen. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko durch ein Qualitätsmanagement entgegen, bei dem sowohl durch interne Ressourcen als auch durch externe Prüfungsgesellschaften die Produkte selber aber auch die Produktions- und Logistikprozesse ständigen Überprüfungen unterzogen werden. Zurzeit liegen keine besonderen Erkenntnisse über Risiken vor, die sich aus der Produktionsbzw. Produkttechnologie ergeben. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die folgenden Risiken wurden von der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung als niedrig eingestuft: Der hohe Kapitalbedarf für die Bereitstellung der Produktionsmittel wie beispielsweise Maschinen und die zeitlich nachgelagerte Amortisation durch den Kunden über den Teilepreis kann dazu führen, dass der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich der laufenden Barmittel und vorhandener externe Finanzierungsmittel den benötigten Liquiditätsbedarf nicht decken. Um eventuellen Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken, stellt die Gesellschaft im Rahmen der jährlichen Konzernplanung einen Finanzplan für einen 5 Jahreszeitraum auf. Ergänzt wird dieser durch eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungszeitraum von 3 Monaten. Zudem ist die Gesellschaft in das Cash-Pooling der Adler Pelzer Holding GmbH integriert, die den Liquiditätsausgleich für die deutschen Gesellschaften der Adler Pelzer Group zentral steuert. Zur Finanzierung wird neben dem Bestand an flüssigen Mitteln die Anleihe der Adler Pelzer Holding GmbH genutzt. Die gewährten Sicherheiten für eigene und fremde Verbindlichkeiten (z.B. Abtretung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen) sind dem Anhang zu entnehmen. Zur weiteren Entwicklung der Anleihe wird auf den Nachtragsbericht im Anhang verwiesen. Für die HP Pelzer Automotive GmbH ergibt sich aus dem operativen Geschäft ein Ausfallrisiko, wenn die Vertragspartner ihre vertraglichen Zahlungspflichten nicht erfüllen. Den Ausfallrisiken begegnet die Gesellschaft mit einem Forderungsmanagement, in dem fortlaufend das Zahlungsverhalten analysiert und die Zahlungsfähigkeit des Gläubigers bewertet wird. Das erkennbare Ausfallrisiko einzelner Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen abgebildet. Chancen sieht das Unternehmen insbesondere in dem weiteren Ausbau des Vertriebes und der Generierung von zusätzlichen Aufträgen. Dabei steht die Stärkung der Vertrauensbasis zwischen Kunden und Unternehmen, verstanden als strukturelle Partnerschaft, im Vordergrund. Die Geschäftsführung wird diesen Prozess aktiv vorantreiben. Aus der Geschäftstätigkeit entstehen der HP Pelzer Automotive GmbH rechtliche Risiken. Diese können aus Verstößen gegen gesetzliche oder andere rechtliche Anforderungen resultieren. Die HP Pelzer Automotive GmbH ist von ihrer Fähigkeit abhängig, sich an verändernde Technologien und neue Trends anzupassen und weiter neue Produkte im Konzern zu entwickeln. Wenn es der HP Pelzer Automotive GmbH künftig nicht gelingt, neue Produkte vorzustellen, könnte sie ihre Wettbewerbsfähigkeit und Marktanteile verlieren. Die Nachfrage in den wichtigsten Zielmärkten der HP Pelzer Automotive GmbH wird zunehmend durch eine Reihe von Trends beeinflusst, insbesondere durch die Trends zur Emissionsreduzierung und die zunehmende Fokussierung auf E-Mobilität, die vor allem durch die in verschiedenen Regionen der Welt geforderten Emissionsziele getrieben werden. Der künftige Wachstumskurs der HP Pelzer Automotive GmbH hängt vor allem von der Fähigkeit ab, neue Technologietrends wie zum Beispiel der E-Mobilität mitzugehen, die passenden Lösungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der HP Pelzer Automotive GmbH ist es bewusst, dass Risiken durch den Klimawandel auftreten können. Neu erlassene Gesetze oder geänderte rechtliche Rahmenbedingungen können Risiken für die Produktion bedeuten und ebenfalls in Haftungsansprüchen resultieren. Besondere Risiken aufgrund von COVID-19 Seit Beginn des Jahres 2020 ist erstmalig das Risiko einer globalen Pandemie in das Risikoinventar aufgenommen worden. Der von China im Wesentlichen ab Januar 2020 ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hatte in der Zwischenzeit weltweite Auswirkungen. Dazu zählten neben dem Schutz der Mitarbeiter vor gesundheitlicher Gefährdung, auch wirtschaftliche Auswirkungen auf nahezu sämtliche Unternehmen bzw. Konzerne, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Die Schließungen von Produktionswerken aufgrund behördlicher Anweisungen oder aufgrund von Produktionsstopps bei den OEMs stellten existenzielle Risiken dar. Außerdem können die Produktionsunterbrechungen und die daraus resultierenden Wiederaufnahme der Produktion zu Risiken hinsichtlich der Lieferketten und Verfügbarkeit von Mitarbeitern führen. Staatlich angeordnete Grenzschließungen auch innerhalb der EU führten darüber hinaus zu Problemen / Verzögerungen in der Lieferkette. Innerhalb von Europa stimmten sich deshalb die einzelnen Staaten miteinander ab, um Maßnahmen möglichst zeitnah mit den Partnerländern umzusetzen. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Pandemie konnten die zuvor genannten anderen Risiken dadurch zusätzlich verstärkt werden und sich daraus erhöhte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben. Die zu Beginn der Pandemie geplanten und im Nachgang eingeführten Risikobegrenzungsmaßnahmen lauten wie folgt:
Die Risikobegrenzungsmaßnahmen waren solange anzuwenden, bis aufgrund von ausreichend zur Verfügung stehenden Impfstoffen für die Gesamtbevölkerung, Entwarnung durch die jeweilige Regierung gegeben wurde. Besondere Chancen aufgrund der Ausnahmesituation wurden unter anderem in der Verstärkung der digitalen Kommunikation gesehen. Dies wird auch weiterhin einen positiven Effekt auf die Unternehmenskultur und das Reiseverhalten haben. Darüber hinaus wurde die Situation genutzt, um organisatorische Maßnahmen auch langfristig effizienter zu gestalten, so dass die Konzernunternehmen gestärkt aus der Situation hervorgehen konnte. Gesamteinschätzung Die Risikoeinschätzung der HP Pelzer Automotive GmbH ist gegenüber der im Vorjahreslagebericht beschriebenen Risikoeinschätzung unverändert. Aktuell und im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikoeinschätzung kontinuierlich und transparent aufbereitet und durch systematisches konzernweit etabliertes Risikomanagement wurde wesentlich dazu beigetragen, die Gesamtrisiken effizient zu steuern. Bestandsgefährdende Risiken liegen aus heutiger Sicht nicht vor. 6. Prognosebericht Für den deutschen Markt rechnen wir 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei gehen wir von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus (Minus 9 Prozent auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, gehen wir bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. Die Märkte in Europa (U27, EFTA & UK; +4 Prozent) und den USA (+2 Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwarten wir einen moderaten Anstieg um 2 Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht. Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für 2024 eine Seitwärtsbewegung (± 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Eine erfreuliche Entwicklung erwarten wir bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw. Diese dürfte 2024 weiter steigen. Wir erwarten hier ein deutliches Plus in Höhe von 19 Prozent (BEV: + 25 Prozent, PHEV: ± 0 Prozent). Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Mio. Pkw um 4 Prozent zulegen. Bezüglich des Exports erwarten wir für 2024 einen leichten Anstieg um ein Prozent auf gut 3,1 Mio. Einheiten. Das entspricht einer Exportquote von 76 Prozent. Bei den schweren Nutzfahrzeugen gehen wir für Europa (U27, EFTA & UK) von einem Rückgang von 10 Prozent aus, für die USA von 5 Prozent. In China erwarten wir ein Wachstum von 8 Prozent. Die Konjunktur in der Anhänger- und Aufbautenindustrie befand sich bereits im Jahr 2023 im Rückwärtsgang. Sowohl die Anhänger insgesamt (-13 Prozent) als auch die schweren Sattelanhänger >6t (-18 Prozent) gingen deutlich zurück. Dieser Trend dürfte sich im Jahr 2024 weiterfortsetzen, wenn auch in mit etwas geringerer Dynamik. 3 Die Entwicklung der Adler Pelzer Gruppe und damit auch der HP Pelzer Automotive GmbH wird in den kommenden Jahren entscheidend von der konjunkturellen Lage abhängen. Das globale Wirtschaftswachstum zeigt sich zwar stabil aber gleichzeitig auch nicht besonders dynamisch. Die Folgen des Krieges in der Ukraine sind weiterhin spürbar, die geld- und fiskalpolitischen Möglichkeiten zur Unterstützung der Konjunktur sind vielfach begrenzt. Das Aufflammen immer neuer geopolitischer Krisenherde sorgt für zusätzliche Verunsicherung. Laut Prognose des IWF wird das globale Wachstum sich auch im Jahr 2024 stabil auf dem Vorjahresniveau von 3,1 % bewegen. Selbst im Jahr 2025 wird derzeit nur mit einer minimalen Belebung gerechnet, so dass das weltwirtschaftliche Umfeld insgesamt relativ verhalten bleibt. Bei den Inflationsraten geht der IWF von einer stetigen Verringerung in den nächsten Jahren aus. Die weltweite Pkw-Produktion wird nach Einschätzung des Unternehmens um etwa 2% über dem Niveau von 2023 liegen. Mit ihrem ausgezeichneten Know-How, den innovativen Technologien insbesondere hinsichtlich der immer wichtiger werdenden Elektroautos, der globalen Präsenz ihrer Produktionsstätten sowie mit einem weltweit etablierten Vertriebssystem sieht sich die Gesellschaft für die o.a. Herausforderungen gut aufgestellt. Insbesondere hat die Gesellschaft im Jahr 2019 ein Kostensenkungsprogramm ("fit to market") gestartet, durch das die Kostenstruktur an das derzeitige gesunkene Umsatzniveau angepasst werden soll. Hierbei werden 3 Säulen getrennt bearbeitet. Auf der Kunden- und Projektseite werden Neuverhandlung der Preise für Produkte und Projekte auf Grund der geringeren Stückzahlen geführt. Des Weiteren werden Kostensenkungsmaßnahmen in allen Produktionsstandorten ergriffen, um das Kostenniveau auf die gesunkenen Abrufzahlen anzupassen. Als dritter Baustein sollen Investitionen auf die geänderte Marktsituation neu bewertet werden und finanzielle Mittel für Anpassungen in allen Bereichen bereitgestellt werden. Für das Geschäftsjahr 2021 wurde ein vorläufiger Umsatz von 46,9 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 8,7 Mio. € erzielt. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein vorläufiger Umsatz von 57,7 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 3,6 Mio. € erzielt.
3 VDA Pressemitteilung vom 30.01.2024
Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein vorläufiger Umsatz von 51,8 Mio. € und ein vorläufiges EBITDA von minus 6,5 Mio. € erzielt. Die Geschäftsjahre 2021 - 2023 sind derzeit noch nicht abschließend geprüft Die Folgejahre sind weitestgehend auftrags- und projektseitig hinterlegt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatz von 44,6 Mio. € und mit einem EBITDA von minus 2,0 Mio. € gerechnet.
Bochum, den 1. Juli 2024 Pietro Lardini Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
(Amtsgericht Bochum, HRB 12950)Anhang 2020A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetztes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 HGB. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gem. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Summen in Tabellen wurden auf Basis von genauen Zahlen berechnet und auf EUR bzw. TEUR gerundet. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit, handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen. Gliederung und Bewertung Der Jahresabschluss entspricht im Ausweis und in der Bewertung der Vermögensgegenstände, der Rechnungsabgrenzungsposten, des Eigenkapitals und der Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der hergestellten Stückzahlen bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten entsprechend dem Fertigungsgrad angesetzt. Als Herstellungskosten sind die Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Zuschlags für die Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde durch Abschläge zur verlustfreien Bewertung berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, wobei (pauschalierte) Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden. Im Geschäftsjahr wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung von 1 % bzw. 2 % für Auslandsforderungen vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind nach kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken die erkennbaren Risiken ab. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind nach den versicherungsmathematischen Berechnungen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach einem modifizierten Teilwertverfahren gebildet worden. Die Rückstellungen wurden mit einem Rechnungszins von 1,60% (Vorjahr: 1,97%) zum 31. Dezember 2020 und mit einer Fluktuationsrate von 2% (Vorjahr 2,0%) gebildet. Der verwendete Rechnungszins ist derjenige, der sich bei der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind nach den versicherungsmathematischen Berechnungen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Barwertmethode gebildet worden. Die Rückstellungen wurden mit einem Rechnungszins von 0,54% zum 31. Dezember 2020 (Vorjahr: 0,58%) und mit einem Gehaltstrend von 2% (Vorjahr: 2%) gebildet. Für die Handelsbilanz wurde für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr der Rechnungszins verwendet, der sich aufgrund der ermittelten durchschnittlichen Restlaufzeit von drei Jahren ergibt. Die Prognose basiert u.a. auf der Rückstellungsabzinsungsverordnung und auf Daten der Deutschen Bundesbank. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. B. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in Form eines Anlagegitters gesondert dargestellt (Anlage zum Anhang). Finanzanlagevermögen Die HP Pelzer Automotive GmbH hält 0,0027% an der HP Pelzer sro, Plzen / Tschechien. Das Eigenkapital beträgt 38.401.384 € (1.010.278.970,91 CZK / 26,3084 Stichtagskurs), der Jahresfehlbetrag beträgt 1.284.590 € (34.024.419,43 CZK / 26,4866 Durchschnittskurs). Die Automotive hält darüber hinaus 0,0092% an der Pelzer de Mexico SA de CV, Puebla / Mexico. Das Eigenkapital beträgt 12.962.033 € (315.007.203,50 MXN / 24,3023 Stichtagskurs), der Jahresüberschuss beträgt 3.218.288 € (79.246.489,43 MXN / 24,6238 Durchschnittskurs). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 2.532; Vorjahr: T€ 2.789) resultieren überwiegend aus Serienteilelieferungen an Kunden und wurden um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vermindert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 83.440 (Vorjahr: T€ 83.813) stammen aus Finanzverkehr (T€ 52.645; Vorjahr: T€ 50.067) und dem Verrechnungs- sowie Lieferungsverkehr (T€ 30.795; Vorjahr: T€ 33.746). Auf Forderungen gegen die Gesellschafterin, Adler Pelzer Holding GmbH, Hagen, entfallen T€ 61.439 (Vorjahr: T€ 63.109). Dies betrifft Cash-Pooling mit 48,8 Mio. € (Vorjahr 48,2 Mio. €), Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) und Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 26,2 Mio. € (Vorjahr: 19,0 Mio. €) saldiert mit Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungs- und Leistungsverkehr in Höhe von minus 17,4 Mio. € (Vorjahr: minus 6,1 Mio. €) und kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von T€ 521 (Vorjahr: T€ 518), Forderungen aus geleisteten Anzahlungen von T€ 547 (Vorjahr: T€ 195), Forderungen aus Vorsteueransprüchen aus dem Ausland T€ 60 (Vorjahr: T€ 32) sowie debitorischen Kreditoren von T€ 155 (Vorjahr: T€ 120).
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 11.105 (Vorjahr: T€ 7.191) berücksichtigen im Wesentlichen Rückstellungen für Schadensersatzleistungen T€ 1.334 (Vorjahr: T€ 2.667), nicht berechnete Leistungen T€ 1.981 (Vorjahr: T€ 1.340), Drohverluste T€ 572 (Vorjahr: T€ 17), Urlaubslöhne T€ 318 (Vorjahr: T€ 693), Werkzeugkosten T€ 11 (Vorjahr: T€ 64), Abfindungen T€ 4.516 (Vorjahr: T€ 185), Tantieme T€ 55 (Vorjahr: T€ 151), und Beitrage für die Berufsgenossenschaft T€ 307 (Vorjahr: T€ 196). Die Jubiläumsrückstellung beträgt T€ 194 (Vorjahr: T€ 181) und basiert auf einem Gutachten der Kern, Mauch & Kollegen GmbH, Stuttgart. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus der Abtretung von Forderungen in Höhe von T€ 1.962 (Vorjahr: T€ 8.148). Bei den Abtretungen von Forderungen handelt es sich um Abtretung von Kundenforderungen, die zu einer temporären Liquiditätsoptimierung führen. Dabei wurde das Ausfallrisiko auf das Kreditinstitut verlagert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 6.712 (Vorjahr: T€ 7.956). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus dem Verrechnungs- sowie Leistungsverkehr.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Vorjahr und im laufenden Jahr die üblichen Eigentumsvorbehalte. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht eine Bürgschaft der Adler Pelzer Holding GmbH. Ansonsten bestehen keinerlei Besicherungen auf Verbindlichkeiten. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 47.776 auf Inlandsumsätze (Vorjahr: T€ 63.585), T€ 11.485 (Vorjahr: T€ 13.531) auf Umsätze innerhalb von Europa und T€ 2.214 (Vorjahr: T€ 4.549) auf Umsätze mit dem Drittland. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 771 (Vorjahr: T€ 534) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung aus Rückstellungen in Höhe von T€ 491 (Vorjahr: T€ 299) und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 45 (Vorjahr: T€ 18). Insgesamt belaufen sich die periodenfremden Erträge auf T€ 629 (Vorjahr: T€ 415) und setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 491 (Vorjahr: T€ 299), Verjährung von Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 1), Stromkostenerstattungen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 0), sonstige periodenfremde Erträge T€ 80 (Vorjahr: T€ 97) und aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen / Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen T€ 45 (Vorjahr: T€ 18) zusammen. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen mit T€ 236 (Vorjahr: T€ 288) immateriellen Vermögensgegenstände und mit T€ 155 (Vorjahr: T€ 96) Abschreibungen auf Forderungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 13.820 (Vorjahr: T€ 14.982) umfassen hauptsächlich Mietaufwendungen von T€ 6.724 (Vorjahr: T€ 6.390). Außerdem enthalten sind: Umlagen gegenüber der Holding T€ 2.602 (Vorjahr: T€ 3.266), Rechts- und Beratungskosten von T€ 452 (Vorjahr: T€ 429), Versicherungen, Beiträge & Abgaben von T€ 339 (Vorjahr: T€ 385), Reparaturen und Instandhaltungen von T€ 368 (Vorjahr: T€ 456), Versand- und sonstige Vertriebskosten von T€ 341 (Vorjahr: T€ 400), Kraftfahrzeugkosten von T€ 171 (Vorjahr: T€ 279), sonstige Personalkosten T€ 287 (Vorjahr: T€ 262), Anpassung der Drohverlustrückstellung T€ 572 (Vorjahr: T€ 2) sowie Reisekosten von T€ 88 (Vorjahr: T€218). Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 97) betreffen im Vorjahrfast ausschließlich Nachzahlungen aufgrund einer SV-Prüfung. Sonstige Zinsen und Zinserträge In diesen Posten befinden sich hauptsächlich Zinserträge von verbundenen Unternehmen, diese belaufen sich auf T€ 3.665 (Vorjahr: T€ 3.171). Sonstige Zinsen und Zinsaufwendungen Die Gesamtsumme der Zinsaufwendungen lag im Geschäftsjahr bei T€ 2.694 (Vorjahr: T€ 2.507) In diesen Posten befinden sich hauptsächlich Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen, diese belaufen sich auf T€ 2.438 (Vorjahr: T€ 2.301). Sonstige Steuern In diesen Posten befinden sich hauptsächlich die im Geschäftsjahr geleistete Strom- und Ökosteuer von T€ 337 (Vorjahr: T€ 402) abzüglich periodenfremden Stromsteuererstattungen in Höhe von T€ 233 (Vorjahr: T€ 0). Ferner ist in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 29) die Grundsteuer ausgewiesen, die gemäß Pachtvertrag von der Betriebsgesellschaft als wirtschaftlichem Steuerschuldner zu tragen ist. Ergebnisabführung Der Verlust von T€ 7.151 (Vorjahr: T€ 5.278) ist gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 21.12.1998, zuletzt geändert am 25.11.2015 - eingetragen im Handelsregister Bochum am 14.01.2016 - von der Muttergesellschaft Adler Pelzer Holding GmbH, Hagen, übernommen worden. D. Sonstige Angaben Ausschüttungssperre Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände (T€ 41, Vorjahr: T€ 526) führen zu einer Ausschüttungssperre i.S.v. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 526). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für die restliche Laufzeit ab 1. Januar 2021 von T€ 12.951 (Vorjahr: T€ 13.474) (davon an verbundene Unternehmen T€ 240 (Vorjahr: T€ 1.564)).
Haftungsverhältnisse Die unsaldierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen, deren direkte oder indirekte Muttergesellschaft die Adler Pelzer Holding GmbH ist, und die Forderungen gegen die Adler Pelzer Holding GmbH selbst sind im Rahmen der Bond-Finanzierung der Muttergesellschaft verpfändet. Die Verpfändung gilt für die Stichtagsforderungen (gemeldet: 98,0 Mio. €, Vorjahr: 87,6 Mio. €) und die zukünftigen Forderungen bis zum Ablauf der Bond-Finanzierung am 01. April 2024. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung ist eine Inanspruchnahme der HP Pelzer Automotive GmbH nicht ersichtlich. Honorare für Abschlussprüfung Im Berichtszeitraum betrug das erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft T€ 42 (Vorjahr: T€ 43), diese teilten sich wie folgt auf:
Jahresdurchschnittszahlen ohne Auszubildende, Werkstudenten und Praktikanten. Werte sind gerundet Nahestehende Personen Es wurden insgesamt keine Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt, die marktunüblich waren. Nachtragsbericht Betriebsprüfung Im Dezember 2022 hat für den deutschen Organkreis eine Betriebsprüfung begonnen, die die steuerlichen Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019 abdeckt. Da die Prüfungsaktivitäten aktuell noch nicht abgeschlossen sind, liegt nach derzeitigem Stand noch kein Ergebnis vor. Coronavirus Der von China zu Beginn des Jahres 2020 vermutlich ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, durch den die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann, hatten weltweite Auswirkungen. Dazu zählen wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen bzw. Konzerne, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Eine direkte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war ab Ende März 2020 spürbar. Die Produktion ist Ende März heruntergefahren worden und auch im Verwaltungsbereich ist Kurzarbeit mit Unterbrechungen für den Zeitraum April 2020 bis Juni 2022 angeordnet gewesen. Ende April / Anfang Mai 2020 starteten die OEM langsam wieder mit der Produktion. Die Werksschließungen und damit einhergehenden Produktionsunterbrechungen führten zu einem deutlichen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr. Außerdem fielen teilweise höhere Kosten aufgrund von längeren Lieferzeiten bedingt durch Erschwernisse bei der Materialbeschaffung (speziell Elektronikbauteile, mit dem Beschaffungsmarkt Asien) an. Die Auswirkungen auf Ertragslage in den Jahren 2020 und 2021 konnte dennoch begrenzt werden, durch die Einführung verschiedener Kostensenkungsmaßnahmen wie zum Beispiel der verstärkten und staatlich geförderten Nutzung von Kurzarbeit oder der Stundung von regelmäßig anfallenden Kosten (zum Beispiel Mietaufwendungen). Die eingeführten Risikobegrenzungsmaßnahmen sind dem Risikobericht (als Teil des Lageberichtes) zu entnehmen. Zu Ende des Geschäftsjahres 2022 wurden sämtliche Maßnahmen in Zusammenhang mit der Pandemie vollumfänglich aufgelöst. Direkte und indirekte Folgen des Ukraine- / Russland-Konflikts Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 spannte sich die allgemeine geopolitische Lage auf Grund des Ukraine- / Russland-Konflikts stark an. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erschüttert die Welt, politische und wirtschaftliche Strukturen sind ins Wanken geraten. Auch für die deutsche Automobilindustrie hatte und hat der Krieg in der Ukraine teils einschneidende Auswirkungen. Der Beginn des Kriegs war gleichbedeutend mit einer Unterbrechung, teilweise auch mit dem Abriss von Logistik- und Lieferketten. Deutlich wurde das zum Beispiel durch das Fehlen von Kabelbäumen, für die die Ukraine einer der europaweit wichtigsten Produzenten sind. Auch verschiedene Vorprodukte und Rohstoffe wie etwa Neongas, das für die Herstellung von Halbleitern essentiell ist, waren nur noch eingeschränkt verfügbar. Des Weiteren waren die Rohstoffmärkte sehr volatil. In Konsequenz führte der Mangel an Teilen und Rohstoffen teilweise auch zu einem Stillstand der Bänder, die Produktion in Deutschland brach im März 2022 im Vorjahresvergleich um 30 Prozent ein. Heute hat sich die Lage zumindest teilweise entspannt. Das liegt zum einen an einer Diversifizierung der Lieferketten. Zum anderen aber auch daran, dass die Infrastrukturen in der Ukraine wieder benutzt werden können. Dennoch wirkt sich der Ukraine-/Russland-Konflikt weiterhin auf die allgemeine Entwicklung der Material- und Energiepreise aus. Für letztere war seit Anfang 2022 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, die Adler Pelzer Group konnte diesen Großteils an ihre Kunden weitergeben. Dennoch finden weiterhin Verhandlung mit allen Kunden der Gruppe statt, um diese vollumfänglich auszugleichen. Und auch die Versorgungssicherheit mit Gas und Strom ist zumindest aktuell vollumfänglich gegeben. Nach großer Unsicherheit und Turbulenzen nach Kriegsbeginn auf den Märkten ist die Situation momentan stabil. Zu Beginn des vergangenen Jahres 2023 war Russland EU-weit noch für knapp 40 Prozent des importierten Gases verantwortlich - mittlerweile hat sich diese Menge drastisch reduziert. Nichtsdestotrotz haben die Kostensteigerungen für Strom und Gas für erhebliche Beanspruchungen der Industrie gesorgt und langfristige Planungen und Investitionen massiv erschwert. Neue Finanzierungen Am 19.05.2023 hat die Adler Pelzer Holding GmbH durch ein Bankenkonsortium eine Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. € emittiert. Die Anleihe hat grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 01.04.2027. Die Konditionen der neuen Anleihe sind vergleichbare mit der abgelösten Anleihe, wobei der Kupon der Anleihe 9,5% beträgt. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis April 2027 und eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Ein wesentlicher Teil der Bondauszahlung wurde für die vorzeitige Rückführung der bisherigen Anleihe von 425 Mio. € (350 Mio. € Anleihe aus 2017, zuzüglich einer Anleihe aus 2021 in Höhe von 75 Mio. €) genutzt. In Zusammenhang mit der Transaktion wurde zudem ein Gesellschafter Darlehen von der Adler Plastic S.p.A. in Höhe von 120 Mio. € bis zum 01.04.2027 zu einem Zinssatz von 6,0% jährlich gewährt und eine neue rollierende Kreditlinie in Höhe von 55 Mio. € mit fünf Kreditinstituten bis 01.10.2026 zu einem variablen Zinssatz zwischen 3,25 - 3,75% + EURIBOR abgeschlossen. Die Anleihe dient im Wesentlichen zu Finanzierungszwecken der operativen Tätigkeiten für einen Großteil der Tochterunternehmen des Konzerns. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben nicht stattgefunden. Gesellschafterin / Konzern Alleinige Gesellschafterin ist die Adler Pelzer Holding GmbH, Hagen. Die Adler Pelzer Holding GmbH stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Ein Teilkonzernabschluss wird jedoch nicht aufgestellt. Der Jahresabschluss der HP Pelzer Automotive GmbH wird in den Konzernabschluss (größter Konsolidierungskreis) der Adler Plastic S.p.A., Ottaviano / Italien als oberstes Mutterunternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Adler Plastic S.p.A., Ottaviano / Italien werden im Bundesanzeiger elektronisch in deutscher Sprache veröffentlich. Geschäftsführung Pietro Lardini, Mailand/Italien, Kaufmann. Der Geschäftsführer ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer hat im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.
Bochum, den 1. Juli 2024 Pietro Lardini, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HP Pelzer Automotive GmbH, Bochum Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HP Pelzer Automotive GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HP Pelzer Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 1. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Klütsch, Wirtschaftsprüfer ppa. David Schneider, Wirtschaftsprüfer
Bochum, den/this 03.07.2024 Adler Pelzer Holding GmbH Pietro Lardini, Managing Director /CEO |
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