Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 29334 HB
Eingetragen
10.3.2014
Branche
Architekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Die technische, wirtschaftliche, logistische und umweltseitige Beratung, schwerpunktmäßig in Zusammenhang mit der Vorbereitung, Planung und Durchführung von Bauvorhaben; die Bauplanung, die Projektsteuerung und Bauüberwachung; die Aus- und Weiterbildung und Bereitstellung von Fachkräften sowie die Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Consultingunternehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christiane Boje
seit 25.4.2025
Prokura
Michael Beckmann
seit 25.4.2025
Prokura
Markus Schuckert
seit 25.4.2025
Prokura
Gesche Fremerey
seit 19.1.2024
Geschäftsführer
Ronny Glaser
seit 19.1.2024
Geschäftsführer
Volker Stölting
seit 29.12.2023
Prokura
Prokura
Henry Christian Wiese
seit 29.12.2023
Prokura
Gerd Kupsch
seit 28.1.2022
Prokura
Marcus Fourmont
seit 28.1.2022
Prokura
Wolfgang Eckstaller
seit 28.1.2022
Prokura
Oliver Schwarz
seit 18.6.2020
Prokura
Holger Palme
seit 2.6.2020
Prokura
Klaus Maria Richter
seit 5.3.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Lutz Hempelt
seit 10.3.2014
Geschäftsführer
Olaf Wingeß
seit 10.3.2014
Prokura
Olaf Albrecht
seit 10.3.2014
Prokura
Torsten Retzlaff
seit 10.3.2014
Geschäftsführer
Frank Bernhardt
seit 10.3.2014
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INROS LACKNER SE

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 82.013,00 24.194,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.799,50
3. Geschäfts- oder Firmenwert 13.729,00 65.439,00
4. Selbst geschaffene immaterielle VG in Entwicklung 609.634,97 375.689,67
705.376,97 496.122,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 377.122,00 369.414,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.222.250,50 2.064.160,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.000,00 0,00
2.610.372,50 2.433.574,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.023.337,33 508.089,81
2. Beteiligungen 540.206,80 395.906,80
1.563.544,13 903.996,61
4.879.293,60 3.833.693,67
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.484,08 21.366,85
2. Unfertige Leistungen 125.176.300,00 113.212.600,00
3. Geleistete Anzahlungen 6.423.057,66 8.176.977,06
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (131.643.841,74) (121.410.943,91)
0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.748.022,30 5.160.041,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.207.723,91 3.446.729,16
3. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 4.782.446,53 2.065.556,47
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.745.242,28 6.462.033,53
20.483.435,02 17.134.360,31
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 15.551.649,28 15.092.668,13
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.889.268,02 18.491.290,36
52.924.352,32 50.718.318,80
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 810.938,99 1.011.614,68
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 290.242,01 560.769,08
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 11.189,70 40.984,48
58.916.016,62 56.165.380,71

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage 61.286,08 61.286,08
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 122.385,72 122.385,72
2. Satzungsmäßige Rücklagen 945.205,16 900.972,51
3. Andere Gewinnrücklagen 470.999,60 470.999,60
1.538.590,48 1.494.357,83
IV. Bilanzgewinn 3.320.072,26 3.604.651,93
6.419.948,82 6.660.295,84
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.372.131,00 6.381.018,00
2. Steuerrückstellungen 8.131,00 131.612,00
3. Sonstige Rückstellungen 15.841.205,36 15.529.846,68
22.221.467,36 22.042.476,68
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.124.060,93 23.517.859,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.281.599,20 888.237,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.608,74 91.192,95
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 661.125,82 692.039,13
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.127.205,75 2.273.278,89
- davon aus Steuern: EUR 1.990.871,83 (Vj.: EUR 2.176.104,04)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.408,85 (Vj.: EUR 10.956,59)
30.274.600,44 27.462.608,19
58.916.016,62 56.165.380,71

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 53.324.288,84 53.189.657,08
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 11.944.179,07 6.963.732,32
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.426.825,95 4.694.490,07
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 49.775,24 (Vj.: EUR 475.836,82)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (873.601,42) (968.282,90)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (15.203.107,80) - (12.421.228,33)
(16.076.709,22) (13.389.511,23)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (32.556.268,69) (30.885.949,37)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (6.478.311,14) (6.712.064,58)
- davon für Altersversorgung: EUR 334.923,99 (Vj.: EUR 802.275,14)
(39.034.579,83) (37.598.013,95)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (1.103.141,06) (1.213.054,29)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (11.349.204,75) (10.289.508,47)
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 473.106,17 (Vj.: EUR 445.493,25)
8. Erträge aus Beteiligungen 490.098,00 103.890,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 3.466,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.085.501,92 365.369,02
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (225.775,94) (1.519.746,67)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (117.086,00) (114.853,37)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 117.054,00 (Vj.: EUR 114.603,00)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (439.853,74) (568.456,21)
- davon Aufwand/Ertrag aus der Veränderung latenter Steuerabgrenzungen: EUR 270.527,07 (Vj.: EUR 262.810,66)
14. Ergebnis nach Steuern 924.543,24 627.460,30
15. Sonstige Steuern (39.890,26) (13.079,51)
16. Jahresüberschuss 884.652,98 614.380,79
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.479.651,93 3.020.990,18
18. Einstellung in die Gewinnrücklagen (44.232,65) (30.719,04)
- davon Einstellung in die satzungsmäßige Rücklage: EUR 30.719,04 (Vj.: EUR 64.175,81)
19. Bilanzgewinn 3.320.072,26 3.604.651,93

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die INROS LACKNER SE hat ihren Sitz in Bremen. Ort der Geschäftsleitung ist in Rostock, Rosa-Luxemburg-Straße 16. Das Unternehmen ist registriert unter der Nummer HRB 29334 HB beim Amtsgericht Bremen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB wurde entsprechend der geschäftsspezifischen Besonderheiten um die Posten "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" bzw. "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" ergänzt. Diese Forderungen und Verbindlichkeiten sind demnach nicht den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Der Fuhrpark wird über vier bis sechs Jahre, EDV-Geräte und -Anlagen werden über ein bis drei Jahre, die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über fünf bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Die Mietereinbauten haben eine Nutzungsdauer von 30 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis EUR 250,00 werden direkt im Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben; gleichzeitig wird im Anlagespiegel in Höhe der Anschaffungskosten ein Abgang ausgewiesen.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Grundlage der Ermittlung der direkten zurechenbaren Einzelkosten ist eine Kostenträgerrechnung. In dieser Kostenträgerrechnung werden die Stunden pro Vorhaben mit einem durchschnittlichen Stundensatz aller Mitarbeiter bewertet und die Fremdleistungen für dieses Vorhaben erfasst.

Die Einzelkosten werden um einen Fertigungsgemeinkostenzuschlag erhöht, der im Wesentlichen die allgemeinen Fertigungskosten sowie den Anteil, der für die Fertigung arbeitenden allgemeinen Kostenstellen beinhaltet. Hierbei werden die Wahlrechte gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB dahingehend in Anspruch genommen, dass die angemessenen Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung, sowie für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung in die Berechnung des Fertigungsgemeinkostenzuschlages einbezogen wurden.

In den Fällen, in denen die vertraglich vereinbarten Erlöse abzüglich der in Zukunft noch anfallenden Kosten auf Basis der Selbstkosten (= Resterlöse) unter den aktivierten Herstellungskosten liegen, werden die Herstellungskosten um die Differenz aus Resterlös zu aktivierten Herstellungskosten abgewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt und in Höhe des übersteigenden Anteils gesondert auf der Passivseite als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Gewinn- und Umsatzrealisierung erfolgt nach vollständiger Erbringung der vertraglichen Leistungen.

Die Forderungen sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert aktiviert. Für bestehende Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert aktiviert.

Die Bewertung der sonstigen Wertpapiere erfolgt zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Stichtagskurs. Sofern der Stichtagskurs höher liegt als der Buchwert des Vorjahres und vorher Abschreibungen vorgenommen worden, erfolgt eine Zuschreibung auf den Stichtagskurs bis maximal zum Anschaffungskurs.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls in EUR umgerechnet. Vermögensgegenstände und Schulden, die zum Stichtag in Fremdwährungen bestehen, wurden mit dem Devisenkassamittelwert zum 31.12.2023 umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Mit dem Erfüllungsbetrag bewertete Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Lebensarbeitszeitmodellen TEUR 785 (Vorjahr: TEUR 773) werden mit zu ihrem Zeitwert bewerteten Deckungsguthaben TEUR 790 (Vorjahr: TEUR 808) verrechnet und der sich ergebende Unterschiedsbetrag als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge wurden nicht verrechnet. Die bei einer Versicherung bestehenden Wertguthaben - Anschaffungskosten TEUR 790 (Anschaffungskosten Vorjahr: TEUR 808) - dürfen nur zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Lebensarbeitszeitmodellen verwendet werden und sind dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 1.500.000,00. Zum Bilanzstichtag ist das Grundkapital der Gesellschaft eingeteilt in 75.000 Stammaktien und 75.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber.

Die gesetzliche Rücklage beträgt EUR 122.385,72.

In die satzungsmäßige Rücklage wurden gemäß § 19 Abs. 3 der Satzung 5 % des handelsrechtlichen Jahresüberschusses der Gesellschaft bis zu EUR 1.500.000,00 und 30% des handelsrechtlichen Jahresüberschusses der Gesellschaft für den EUR 1.500.000,00 übersteigende Teile eingestellt.

Diese Rücklage entwickelt sich wie folgt:

01.01.2023 Einstellung aus dem Jahresüberschuss Entnahme für das Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
900.972,51 44.232,65 0,00 945.205,16

Die Höhe der Pensionsrückstellung entspricht dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert nach dem Teilwertverfahren. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt. Die Fluktuation wurde pauschal durch ein individuelles Finanzierungsbeginnalter berücksichtigt.

Die ergebnismäßigen Auswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis erfasst.

Der nach Maßgabe des § 268 Abs. 8 HGB gesperrte Gesamtbetrag von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 240), resultierend aus dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem 7-jährigen und dem 10-jährigen Betrachtungszeitraum der Pensionsrückstellungen. Er ist durch den Bilanzgewinn (TEUR 3.320) und durch frei verfügbare Gewinnrücklagen (TEUR 471) gedeckt.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt zum 31. Dezember 2023 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Hierbei wird ein Abzinsungssatz aus den vergangenen 7 Jahren von 1,74 % p. a. (Vorjahr: 1,44 %) zugrunde gelegt. Dieser entspricht dem durchschnittlichen Marktzins, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Fluktuation wurde pauschal durch ein individuelles Finanzierungsbeginnalter berücksichtigt. Bei der Berechnung wurde ein Gehaltstrend von 1 % zu Grunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. für bereits bekannte Einzelgewährleistungsfälle unter Berücksichtigung des aktuellen Erfüllungsbetrages sowie für latente Gewährleistungsrisiken auch durch eine pauschale Rückstellung in Höhe eines Erfahrungswertes von 0,5 % des Jahresumsatzes gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,73 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,90 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 454,55 %.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Von den Forderungen haben folgende eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:

2023 2022
TEUR TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.761 1.630
Sonstige Vermögensgegenstände 4.406 4.306

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.447 (Vorjahr: TEUR 1.817) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.761 (Vorjahr: TEUR 1.630) aus Darlehen. Hiervon sind TEUR 566 durch Grundschulden gesichert.

In den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Darlehensforderungen von TEUR 4.406 (Vorjahr: TEUR 4.306) sind am Stichtag in Höhe von TEUR 4.025 durch Briefgrundschulden in Höhe von TEUR 6.550 besichert. Weitere Darlehensforderungen bestehen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 151) gegen zwei Aktionäre, welche durch die Pfändung von 2.976 Aktien der INROS LACKNER SE besichert sind.

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.372 (Vorjahr: TEUR 6.381).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.841 (Vorjahr: TEUR 15.530) enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Vorsorgen für Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Nacharbeiten, Personalaufwendungen, Tantiemen sowie Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 91), Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4) und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 660 (Vorjahr: TEUR 688) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben sämtlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 2.127 (Vorjahr: TEUR 2.273) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die latenten Steuern wurden auf temporäre Differenzen aus Anpassungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie auf temporäre Differenzen auf Grund des BMF-Schreibens vom 15. März 2016 zur Gewinnrealisierung bei Abschlagsrechnungen für Werkleistungen gebildet. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Unterschieden in den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie aus einem unterschiedlichen Gewinnrealisierungszeitpunkt bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a.F. für Werkleistungen.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der geltende kombinierte Steuersatz für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 31,73% verwendet. Auf Grund eines aktivischen Gesamtsaldos in Höhe von TEUR 290 besteht ein Wahlrecht für den Ansatz der aktiven latenten Steuern.

Vermögens unterschied am 31.12.2023 Latente Steuerabgrenzung 01.01.2023 Latente Steuerabgrenzung 31.12.2023 Latente Steuern 2023 TEUR
TEUR TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 2.675 854 849 -5
Jubiläumsrückstellungen 542 174 172 -2
Rückstellung Lebensarbeitszeitkonten -779 -244 -247 -3
Verschmelzungsmehrwert / Geschäfts- oder Firmenwert 18 -10 6 16
Vorräte -2.154 -526 -684 -158
Rückdeckungsversicherung - LAZ 790 257 250 -7
Sonstige 3 56 -57 -113
01.01.2023 Zugang Auflösung 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 561 0 271 290

Die Ausschüttungssperre gern. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 290 ist durch den Bilanzgewinn (TEUR 3.320) und durch frei verfügbare Gewinnrücklagen (TEUR 471) gedeckt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die INROS LACKNER SE bietet Architektur-, Planungs- und Ingenieurleistungen weltweit an.

Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse auf folgenden Kontinenten erwirtschaftet:

2023
TEUR
Europa 41.754
Afrika 8.896
Asien 2.579
Australien 95
Σ Umsatzerlöse 53.324

Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 2.427 (Vorjahr: TEUR 4.694) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 3.495). Diese resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.406 (Vorjahr: TEUR 1.462). Des Weiteren sind Erlöse aus der PKW-Überlassung an Mitarbeiter von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 513), Kursgewinne von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 476) und Schadensersatzleistungen von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 1.984) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 63) ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr TEUR 568) betreffen in Höhe von TEUR 0 das Geschäftsjahr 2023 und in Höhe von TEUR - 204 (Vorjahr: TEUR -288) Vorjahre.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2023 beinhalten einen latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 263). Die Erträge aus latenten Steuern beruhen vollständig auf unterschiedliche Bilanzansätze in der Handels- und Steuerbilanz.

5. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital
%
Unmittelbar
INROS LACKNER international GmbH, Rostock 100,0 EUR -25.371
Viaponti Ingenieurgesellschaft mbH, Potsdam 100,0 EUR 5.282
VIN CONSULT spol. s.r.o., Prag/Tschechische Republik 51,0 EUR 961.875
INROS LACKNER Vietnam LLC, Sozialistische Republik Vietnam 100,0 EUR 146.194
INROS LACKNER (CAMBODIA) CO., LTD. Penh/Kambodscha 63,4 EUR 1.003.486
INROS LACKNER TOGO SARL, Lome/Republik Togo 87,5 EUR 259.331
INROS Lackner BLR OOO, Minsk Weißrussland 63,0 EUR -218.830
WAGENER & HERBST Management Consultans GmbH, Potsdam 0,0 EUR 0
INROS LACKNER IMMOBILIEN BLR OOO, Minsk/Weißrussland 90,0 EUR -13.146
INROS LACKNER Senegel SARL, Dakar / Republik Senegal 70,0 EUR 120.517
INROS LACKNER India pvt. Ltd. Mumbai / Republik Indien 95,0 EUR 8
Baugrund Stralsund GmbH, Stralsund 40,0 EUR 1.075.978
Name und Sitz Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Information
Unmittelbar
INROS LACKNER international GmbH, Rostock EUR -87.674 31.12.2022
Viaponti Ingenieurgesellschaft mbH, Potsdam EUR 5.061 31.12.2022
VIN CONSULT spol. s.r.o., Prag/Tschechische Republik EUR 41.133 31.12.2021 1)
INROS LACKNER Vietnam LLC, Sozialistische Republik Vietnam EUR 7.697 31.12.2023 2)
INROS LACKNER (CAMBODIA) CO., LTD. Penh/Kambodscha EUR 162.138 31.12.2022 3)
INROS LACKNER TOGO SARL, Lome/Republik Togo EUR 41.804 31.12.2022 4)
INROS Lackner BLR OOO, Minsk Weißrussland EUR in Liquidation
WAGENER & HERBST Management Consultans GmbH, Potsdam EUR Veräußert
INROS LACKNER IMMOBILIEN BLR OOO, Minsk/Weißrussland EUR -5.937 31.12.2019 5)
INROS LACKNER Senegel SARL, Dakar / Republik Senegal EUR 22.611 31.12.2022 4)
INROS LACKNER India pvt. Ltd. Mumbai / Republik Indien EUR -8 31.03.2022 6)
Baugrund Stralsund GmbH, Stralsund EUR 351.746 31.12.2021

1.) Umrechnungskurs: CZK/EUR: 0,04013 / EK 0,04014
2.) Umrechnungskurs: VND/EUR: 0,00003998 / EK 0,000038997
3.) Umrechnungskurs: US/EUR: 0,88295 / EK 0,88287
4.) Umrechnungskurs: CFA/EUR: 0,00152449
5.) Umrechnungskurs: BYN/EUR 0,4240892 / EK 0,425957
6.) Umrechnungskurs INR/EUR 0,01132 / EK 0,01123

6. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Es waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 554 553
Aushilfen 57 57
Summe 611 610

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:

Gesamtbetrag T€ Angabe der gewährten Pfandrechte bzw. der sonstigen Sicherheiten
- Bürgschaften 2.186 Vertragserfüllungs- und Garantiebürgschaften
davon betreffend die Altersversorgung 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0
- Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0
davon betreffend die Altersversorgung 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0
Summe 2.186

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Mietverträgen. Die Miete aus diesen Dauerschuldverhältnissen beträgt im Berichtszeitraum TEUR 2.710 brutto (Vorjahr: TEUR 2.710 brutto) p. a.

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 3.111 52 89 2.970
0 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
69 14 55 0
- aus Leasingverträgen 0 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe 3.180 66 144 2.970
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
davon aus Altersversorgungsverpflichtungen 0 0 0 0

Der Abschluss von langfristigen Mietverträgen dient der Absicherung von Büroraumkapazitäten und -kosten, er schränkt aber die Flexibilität in den Standorten ein.

Weitere über die bilanzierten Verbindlichkeiten und Rückstellungen hinaus entstandene Miet- und Leasingverpflichtungen und Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen oder Unternehmen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 24 diejenigen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können, beziehungsweise die auf das berichtende Unternehmen Einfluss nehmen können.

Aus Sicht der INROS LACKNER SE stellen insbesondere unsere Aktionäre und Tochterunternehmen sowie sämtliche Unternehmen, die zum Konzernverbund der INROS Holdinggesellschaft mbH, Rostock, zählen, nahestehende Personen oder Unternehmen dar.

Alle Geschäfte mit diesen Personen oder Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen vorgenommen.

Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die als Aufwand für das Geschäftsjahr 2023 erfassten Honorare für die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft in Höhe von TEUR 38 gliedern sich wie folgt auf:

a) TEUR 31 Abschlussprüfungsleistungen
b) TEUR 0 andere Bestätigungsleistungen
c) TEUR 11 Steuerberatungsleistungen
d) TEUR 0 sonstige Leistungen

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten. Das Unternehmen ist bis zur Erstellung des Anhangs nicht wesentlich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Inflation oder der Energiekrise betroffen. Der anhaltende Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen beinträchtigen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nicht. Für den Berichtszeitraum ist das Unternehmen durch die vorgenannten Konflikte nicht wirtschaftlich betroffen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung der INROS LACKNER SE:

 

Herr Dipl.-Ing. Uwe Lemcke, Kessin (ausgeschieden 30.06.2023)

 

Herr Dipl.-Kfm. Ingo Aschmann, Rostock (Vorsitzender)

 

Herr Dipl.-Ing. Frank Bernhard, Graal-Müritz

 

Herr Dipl.-Ing. Lutz Hempelt, Kritzmow

 

Herr Dipl.-Ing. Torsten Retzlaff, Kessin

 

Herr Dr. Klaus Maria Richter, Steinheim

 

Herr Dr. Ronny Glaser, Cottbus (ab 01.01.2024)

 

Frau Gesche Fremerey, Stuttgart (ab 01.01.2024)

Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE:

 

Herr Dipl.-Ing. Uwe Lemcke, Kessin

 

Herr Dipl.-Kfm. Ingo Aschmann, Rostock (Vorsitzender)

 

Geschäftsführer INROS LACKNER SE

 

Frau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina Klemt-Albert

 

Geschäftsführerin albert.ing GmbH

Der Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.320 (Vorjahr: TEUR 3.605) an die Aktionäre eine Bruttodividende von EUR 7,00 je Stammaktie zzgl. EUR 1,00 für die stimmrechtslosen Vorzugsaktien auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 2.195 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt als oberstes Unternehmen einen Konzernabschluss nach § 290 ff. HGB auf. Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die INROS LACKNER SE.

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.

 

Bremen, den 5. Juli 2024

Geschäftsführende Direktoren der INROS LACKNER SE

Ingo Aschmann

Frank Bernhardt

Lutz Hempelt

Torsten Retzlaff

Dr. Klaus Maria Richter

Gesche Fremerey

Dr. Ronny Glaser

Lagebericht per 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftstätigkeit

1.2 Standorte

1.3 Beteiligungsstruktur

1.4 Strategische Ausrichtung

2 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.2 Regulatorisches Umfeld

3.3 Geschäftsverlauf

3.3.1 Bedeutsame Leistungsindikatoren

3.3.2 Prognose-Ist-Vergleich

3.4 Ertragslage

3.5 Vermögenslage

3.6 Finanzlage

3.7 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

4 Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Risikobericht

4.2 Chancenbericht

4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken.

5 Prognosebericht.

5.1 Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

5.2 Entwicklung des regulatorischen Umfelds

5.3 Entwicklung der Leistungsindikatoren

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftstätigkeit

Die INROS LACKNER SE mit Sitz in Bremen, Deutschland, ist eine Architektur- und Ingenieurgesellschaft. Sie erbringt Architektur- und Ingenieurlösungen aus einer Hand. Die Basis dafür ist ein Kompetenz- und Erfahrungsprofil, das sich durch eine über 85-jährige Marktpräsenz auszeichnet. Sowohl mit Spezialleistungen als auch mit Generalplanungen ist sie für Bauherren tätig und trägt durch ein Genehmigungs- und Baumanagement maßgeblich zum Erfolg der Bauvorhaben bei. Mit interdisziplinären Teams gewährleistet sie technische, ökologische und wirtschaftliche Lösungen.

Dabei steht die INROS LACKNER SE für ein breites fachliches und regionales Angebot, das vor dem Hintergrund einer langjährigen Firmengeschichte kontinuierlich ausgebaut wurde und wird. Das Leistungsspektrum konzentriert sich auf die folgenden Kernbereiche:

Das Portfolio umfasst Planungs- und Beratungsleistungen in allen Planungsstufen, Projektsteuerungstätigkeiten sowie die Begleitung der Bauherren bei der Umsetzung der Vorhaben.

1.2 Standorte

Eine dezentrale Unternehmensstruktur mit zahlreichen Standorten, Beteiligungsgesellschaften und internationalen Büros sichert eine regionale Realisierung von nationalen und internationalen Projekten. Die INROS LACKNER SE ist in der Nähe ihrer Kunden präsent.

In Deutschland wird diese Kundennähe durch 13 Standorte gesichert:

Weitere Niederlassungen und Projektbüros im Ausland stellen neben den Beteiligungsgesellschaften lokale Erfahrungen mit Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozessen sicher.

1.3 Beteiligungsstruktur

Mit Hilfe von Beteiligungsgesellschaften in Europa, Asien und Afrika werden spezielle Leistungen für Kunden angeboten bzw. eine lokale Expertise bei der Umsetzung der Projekte sichergestellt. Hierfür beschäftigt die INROS LACKNER SE in ihren Beteiligungsgesellschaften mehr als 150 Mitarbeitende.

1.4 Strategische Ausrichtung

Ziel der INROS LACKNER SE ist es, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und dabei ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Das Prinzip der Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und der Gesellschaft gehört zum Selbstverständnis des Unternehmens. Hierzu bekennt sich die Unternehmensführung und sichert langfristigen ökonomischen Erfolg auf Grundlage der Unternehmenswerte.

Durch die breite Basis der Kernbereiche sowie einer Diversifizierung in verschiedene Regionen entsteht ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dieser Ansatz, der in der Aufstellung des Unternehmens weiterverfolgt wird, setzt in der Unternehmensstrategie eine differenzierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Marktbedingungen voraus. Hierbei werden national gesellschaftliche Randbedingungen, wie der demografische Wandel, Fachkräftemangel und fehlender Wohnraum genauso in der Strategie reflektiert, wie mögliche gesetzliche Änderungen oder geänderte Planungsmethoden durch den Stufenplan des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Einführung des Building Information Modelling (BIM) oder der wachsende Einfluss von Nachhaltigkeitsaspekten in der Planung von Projekten.

International bilden globale Megatrends, wie die wachsende Weltbevölkerung und steigendes Einkommen sowie politische Rahmenbedingungen, wie die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, den Ausgangspunkt der strategischen Überlegungen.

Ausgehend davon hat das Unternehmen unter Einbeziehung mehrerer Interessengruppen wie Aktionäre, Mitarbeitende, Betriebsräte, eine mittelfristige Strategie "INROS LACKNER 2025" erarbeitet, die die Unternehmensentwicklung in vier Themenfeldern (fachliche, regionale, wirtschaftliche und organisatorische Entwicklung) beschreibt und ggf. an veränderte Randbedingungen angepasst wird. Hieraus werden jährliche Aufgabenschwerpunkte abgeleitet.

2 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die INROS LACKNER SE keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Allerdings werden eine enge Zusammenarbeit und der fachliche Austausch mit mehreren Hochschulen genutzt, um ständig die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern und auf dem aktuellen Stand der Forschung zu bleiben. Die Nähe zu Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten hat eine lange Tradition bei der INROS LACKNER SE. Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Nachwuchsförderung - somit können Studierende frühzeitig in das Unternehmen integriert werden.

Als wichtiges Gremium hat INROS LACKNER zu diversen Zukunftsthemen Arbeitskreise gegründet, die sich aus interessierten Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Hierarchieebenen zusammensetzen. Die Arbeitskreise arbeiten aktiv an der Entwicklung dieser Themen.

Die Einführung der BIM-Methodik bedeutet im Planungs- und Bauprozess einen Umbruch in den Arbeitsweisen der Architektur- und Ingenieurbüros. Seit 2016 realisiert die INROS LACKNER SE bereits mehrere Pilotprojekte. Aus diesen Erfahrungen heraus hat die INROS LACKNER SE auch einen Arbeitskreis BIM aus technikaffinen Mitarbeitenden gegründet, der einen firmeninternen BIM-Leitfaden entwickelt hat. Dieser beinhaltet neben einer Begriffsdefinition auch Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Grundsätze der modellorientierten Arbeitsweise. Bereits im Jahr 2020 wurde der übergreifende Leitfaden durch spezielle Fachleitfäden für die Komplexe Gebäudeplanung und die Infrastruktur konkretisiert. Im Jahr 2021 kam ein weiterer Leitfaden für Projekte im Auftrag der Deutschen Bahn hinzu. Im Jahr 2022 wurde in allen Bereichen der INROS LACKNER SE eine Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit in Bezug auf BIM durchgeführt und hieraus weitere Maßnahmen abgeleitet.

Mit dem Arbeitskreis "Nachhaltiges Bauen" wurde ein weiteres Zukunftsthema in die Unternehmensentwicklung aufgenommen. Das Thema Nachhaltiges Bauen ist äußerst komplex und erfordert ein gewerkeübergreifendes Denken und Handeln. Der Arbeitskreis bündelt Informationen zum Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen und trägt diese in das Unternehmen. Durch die Auseinandersetzung mit den Anforderungen an das nachhaltige Bauen ist die Voraussetzung geschaffen worden, dass jeder Mitarbeitende dies in sein Bewusstsein aufnehmen kann. Ziel ist es, dass das nachhaltige Bauen als das neue Normal gesehen wird.

Unterstützend besuchen Mitarbeitende regelmäßig deutsche und internationale Kongresse, sind in Fachausschüssen aktiv und veröffentlichen regelmäßig Fachartikel. Durch Qualifizierungsmaßnahmen und fachliche Weiterbildungen wird das Know-how kontinuierlich ausgebaut. Die Sicherstellung von fachlich hochwertigen und fehlerfreien Planungen hat eine sehr hohe Priorität. Durch umfangreiche in- und externe Weiterbildungsmaßnahmen sowie moderne und innovative Bearbeitungsmittel wird gewährleistet, dass Planungen auf dem Stand der Technik erfolgen. Des Weiteren steht die Steigerung der Produktivität im Mittelpunkt.

3 Wirtschaftsbericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Stärker unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat das Bauhauptgewerbe gelitten. Der Umsatz in dieser Branche erreichte im Jahr 2023 zwar ca. 162,6 Mrd. €. Damit stieg der Umsatz in allen Betrieben nominal um 1,3 %, real verlor er ca. 5 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlichen realen Verlusten.

Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Bausparten sehr unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und Mobilitätswende.

Nachdem es dem Bauhauptgewerbe in den Vorjahren noch gelungen war, jeweils einen Beschäftigtenzuwachs von ca. 20.000 Beschäftigten im Jahr 2021 und von ca. 15.000 Beschäftigten im Jahr 2022 zu generieren, ist dieser Prozess angesichts der Nachfrageschwäche 2023 gebremst worden. Nach 926.660 Beschäftigten im Jahr 2022 sind in den Unternehmen des Bauhauptgewerbes 2023 jahresdurchschnittlich 927.780 Beschäftigte tätig. Das schmale Plus von 1.120 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr ist dem Zuwachs in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten zuzuschreiben. Hier betrug der Beschäftigtenzuwachs knapp 6.700 Beschäftigte, wohingegen die kleineren Unternehmen ca. 5.600 Beschäftigte verloren.

Die internationale Baukonjunktur ist aufgrund der unterschiedlichen Märkte, in denen sich die INROS LACKNER SE bewegt, nicht einheitlich zu beschreiben. Eine weitere konjunkturelle Belebung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist im Jahr 2023 ausgeblieben. Gemäß den weltwirtschaftlichen Konjunkturberichten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, war hierfür vielfach weiterhin der Inflationsschocks im Jahr 2022 und die daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktionen verantwortlich.

Die jährliche Konjunkturumfrage des Verbands Beratender Ingenieure (VBI), die Anfang 2024 veröffentlicht wurde und an der fast 190 Büros teilnahmen, zeigt eine deutliche Eintrübung des Marktes. Zwar gaben 12% der Büros an, dass sie die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens "sehr gut" einschätzen. Dies waren bei der letzten Umfrage aber noch 19%. Mit "gut" bewerten aktuell noch 57% ihre Situation, aber auch hier waren dies im Vorjahr noch 61% der teilnehmenden Unternehmen. Eine ähnliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Umsatzrenditen der Unternehmen wider. Während noch 2022 24% angeben, dass sich ihre Umsatzrenditen verbessert haben, waren dies 2023 nur noch 17%.

Der durchschnittliche Auftragsvorlauf lag fast unverändert bei 11 Monaten. Hier haben aber nur 15% der Teilnehmenden angegeben, dass sich ihr Auftragsbestand verbessert hat und bei 49% der Teilnehmenden war der Auftragsbestand rückläufig.

Trotz der Rahmenbedingungen haben 22 % der Büros Personal aufgebaut (i.Vj. 24%) 35 % haben ihren Personalbestand planmäßig nicht verändert und 31 % konnten den Personalbestand aufgrund des Mangels an geeigneten Bewerbern nicht erhöhen. Damit ist der Mangel an Fachkräften immer noch ein großes Problem der deutschen Ingenieurbüros. Allerdings wurde zum ersten Mal seit vielen Jahren der Fachkräftemangel als das größte Problem durch Bürokratie und regulatorische Einschränkungen abgelöst.

3.2 Regulatorisches Umfeld

Die Zukunft gehört dem digitalen Bauen. Mit der Publikation des "Stufenplans Digitales Planen und Bauen" durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI, 2015) wurde "Building Information Modelling" als Planungsmethode in Deutschland eingeführt.

Als wesentliches Ergebnis werden eine erhöhte Kostensicherheit und Planungsgenauigkeit sowie eine Verringerung von Nachträgen durch besser kalkulierbare Risiken erwartet.

Mit der Ankündigung des BIM-Masterplans durch das BMVI im Januar 2017 wurden konkrete erste Ziele für den Einsatz genannt. Dazu zählen Pilotprojekte in der Infrastruktur, technologische Pilotprojekte und Kompetenzzentren zum Wissenstransfer.

Im September 2021 veröffentlichte das Bundesministerium des Innern und für Heimat den Masterplan BIM für Bundesbauten. Er sieht die Einführung der BIM-Methode für alle Bundesbauten ab Ende 2022 verbindlich, für alle neu zu planenden Baumaßnahmen über drei Levels, vor. Die Levels beschreiben eine mehrstufige Einführung der BIM Anwendungsfälle für Bundesbauten, um eine vollständige Implementierung bis 2027 zu gewährleisten.

Die verbindliche Festlegung von Mindest- und Höchstsätzen in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die bisher die Vergütung für einen Großteil unserer Leistungen innerhalb bestimmter Grenzen festgelegt hat, ist mit Europarecht nicht zu vereinbaren (EuGH- Urteil vom 4.7.2019). In der vorher zitierten Konjunkturumfrage des VBI haben dies 42 % der Teilnehmer als maßgeblich für die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens im Jahr 2023 gesehen.

Nachhaltigkeitsaspekte werden in Zukunft immer größere Bedeutung in der Planung haben. So hat sich die Europäische Union mit Green Deal das Ziel gesetzt bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren (Ziel: erster klimaneutraler Kontinent). Hierbei wurde auch die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030, die im Jahre 2015 durch die UN beschlossen wurde, integriert. Mit der Taxonomie-Verordnung vom 18. Juni 2020 verfolgt die EU das Ziel, ein Klassifizierungssystem für die Bewertung der Nachhaltigkeit von wirtschaftlichen Aktivitäten zu etablieren, um Geld in umwelt- und klimafreundliche Wirtschaftsbereiche zu lenken und Anleger vor Greenwashing zu schützen. In Abschnitt 7 der Verordnung sind technische Bewertungskriterien für die Errichtung neuer Gebäude genannt, nach der bei Gebäuden von mehr als 5.000 qm ein Lebenszyklus-Treibhauspotential für jede Phase des Lebenszyklus berechnet und auf Nachfrage offengelegt werden muss.

Die Richtlinie (EU) 2022/2464 über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen trat am 5. Januar 2023 in Kraft und muss bis Mitte 2024 in nationales Recht umgesetzt werden. Die neuen Vorschriften sollen sicherstellen, dass Investoren und andere Interessengruppen Zugang zu den Informationen haben, die sie benötigen, um die Auswirkungen von Unternehmen auf Mensch und Umwelt zu beurteilen und um finanzielle Risiken und Chancen zu bewerten, die sich aus dem Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Die ersten Unternehmen, zu denen auch die Inros Lackner SE gehört, werden die neuen Regeln erstmals im Geschäftsjahr 2024 für Berichte anwenden müssen, die im Jahr 2025 veröffentlicht werden. Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) berichten.

3.3 Geschäftsverlauf

Der Fokus der Tätigkeiten der INROS LACKNER SE lag im Berichtsjahr fachlich unverändert auf den bereits im Abschnitt 1.1 genannten Kompetenzbereichen. Die Aktivitäten wiesen regional weiterhin einen Schwerpunkt auf Nord- und Ostdeutschland auf, auch wenn die INROS LACKNER SE 2023 wiederholt Projekte in fast allen deutschen Bundesländern bearbeiten durfte. International konnten Projekte in 26 Staaten Afrikas und Asiens geplant, überwacht oder gesteuert werden.

Zahlreiche interessante und große Vorhaben konnten im Jahr 2023 gewonnen werden. Im Inland waren dies u. a.:

Bauüberwachung für die Baulose 9 und 10 der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung SuedLink

Planung für den Neubau der Abstell- und Behandlungsanlage als Teil der Reaktivierung der Siemensbahn in Berlin

Planung für den Streckenausbau des Wesel-Datteln-Kanals vom Rhein bis Marl

Generalplanung für den Neubau der feuerwehrtechnischen Zentrale in Elmenhorst

Planung und Bauüberwachung der haustechnischen Anlagen für den Neubau des Hauses A der Kreisverwaltung Bad Segeberg

Bauüberwachung bei der Errichtung einer passiven Gigabit Netzinfrastruktur in Baden- Württemberg

Dazu kommen Auslandsvorhaben wie:

Planung einer Kompaktwerft nach europäischem Standard, Nigeria

Planung einer Landstromanlage für Containerschiffe im Hafen von Aarhus, Dänemark

Planprüfung und Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für einen Massengutkai inklusive landseitiger Transportinfrastruktur und Lagerflächen, Elfenbeinküste

Zum 31.12.2023 hatte die INROS LACKNER SE mit diesen Projekterfolgen einen Auftragsvorlauf von 15 Monaten.

Wirtschaftlich entwickelte sich die Gesellschaft im Jahr 2023 stabil weiter. Die Umsatzerlöse, korrigiert um die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen, sind mit TEUR 65.268 um 9 % gestiegen (Vorjahr TEUR 60.154). Verstärkend ist hierbei die handelsrechtliche Bewertung des hohen Bestandsaufbaus im Jahr 2023 zu Herstellungskosten zu beachten. Dies führte handelsrechtlich zu einer Reduzierung des Betriebsergebnisses.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von TEUR 4.694 im Vorjahr auf TEUR 2.427. Insgesamt stieg die Betriebsleistung dabei um TEUR 2.847 bzw. 4 %.

Wie in den Vorjahren ist der größte Posten auf der Aufwandsseite - entsprechend der Geschäftstätigkeit als Architektur- und Ingenieurgesellschaft - der Personalaufwand. Durch einen fast unveränderten Mitarbeiterstamm bei gleichzeitigen Gehaltssteigerungen, entwickelte sich der Personalaufwand von TEUR 37.598 im Vorjahr auf TEUR 39.034 im Berichtsjahr.

Der Anteil von Nachauftragnehmern und freien Mitarbeitenden im Materialaufwand stieg deutlich an, während die sonstigen projektbezogenen Kosten leicht zurück gingen, sodass aber der gesamte Materialaufwand insgesamt immer noch um 20% anstieg. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg ebenfalls deutlich um TEUR 1.060. Ursächlich hierfür waren insbesondere gestiegene Ausgaben für EDV-Leistungen, höhere Zuführungen zu Einzelgewährleistungsrückstellungen, Ausgaben für Beratung und Rechtsschutz sowie Aufwendungen für Personaleinstellungen.

In Summe erhöhten sich die Betriebsaufwendungen um TEUR 5.138 überproportional zur Betriebsleistung. Ursächlich hierfür ist die bereits vorher genannte handelsrechtliche Bewertung der unfertigen Erzeugnisse. Insgesamt verblieb daraus ein niedrigeres Betriebsergebnis von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 2.345).

Bei einem Beteiligungsertrag von TEUR 490 und einem positiven Finanzergebnis mit gleichzeitig niedrigeren Steuern wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 885 erzielt, der deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von TEUR 614 lag.

Das Eigenkapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 TEUR 6.420 und liegt damit um TEUR 240 unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 6.660). Die Eigenkapitalquote beträgt dabei verstärkt durch eine höhere Bilanzsumme 11 %.

Der Vorratsbestand erhöhte sich um TEUR 10.233 und betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 131.644 (Vorjahr: TEUR 121.411).

3.3.1 Bedeutsame Leistungsindikatoren

INROS LACKNER steuert seine operative Geschäftstätigkeit insbesondere anhand der Eigenleistung, der Produktivität und der Anzahl der Vollbeschäftigteneinheiten (VBE).

Die Eigenleistung bemisst sich dabei anhand eines monatlich eingeschätzten Anarbeitungsstandes der Projekte. Während die Höhe der schlussgerechneten Projekte stichtagsbedingten Schwankungen in nennenswerten Größenordnungen unterworfen ist, stellt die Eigenleistung der INROS LACKNER SE eine nachhaltige Kenngröße dar.

Die Produktivität stellt als Kennzahl die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden dar und berechnet sich durch die Eigenleistung geteilt durch die Vollbeschäftigteneinheiten. Diese stellt die Anzahl der Mitarbeitenden auf Basis eines Vollzeitäquivalentes von 40 Stunden pro Woche dar.

Die Entwicklung der Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr ist der Tabelle zu entnehmen:

2023 2022
Eigenleistung in TEUR 53.106 52.389
Produktivität in TEUR/VBE 103 100
VBE 518 524

3.3.2 Prognose-Ist-Vergleich

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Werte der Leistungsindikatoren und deren Erreichung im Geschäftsjahr sind der Tabelle zu entnehmen:

Ist-Wert 2023 Prognose für 2023
Eigenleistung in TEUR 53.106 56.603
Produktivität in TEUR/VBE 103 106
VBE 518 535

Die Produktivität blieb 2023 hinter den Prognosewerten zurück. Dies lag trotz einer guten Auftragslage an mehreren Verlustprojekten. Der erwartete Mitarbeiterbestand wurde nicht ganz erreicht, da offene Stellen nicht immer sofort besetzt werden konnten. Dies schlug sich auch auf die Eigenleistung durch, die trotz der leicht verbesserten Produktivität verfehlt wurde.

3.4 Ertragslage

Zur Darstellung der Ertragslage wird in der Übersicht eine unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete Ergebnisrechnung verwendet:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 53.324 78,8 53.190 82,0
Bestandsveränderung 11.944 17,6 6.964 10,8
Sonstige betriebliche Erträge 2.427 3,6 4.694 7,2
Betriebsleistung A) 67.695 100,0 64.848 100,0
Materialaufwand -16.077 -23,7 -13.389 -20,7
Personalaufwand -39.034 -57,7 -37.598 -58,0
Planmäßige Abschreibungen -1.103 -1,6 -1.213 -1,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -11.349 -16,8 -10.290 -15,9
Gewinnunabhängige Steuern -40 -0,1 -13 -0,0
Aufwendungen für die Betriebsleistung B) -67.603 -99,9 -62.503 -96,5
Betriebsergebnis 92 0,1 2.345 3,5
Beteiligungsertrag 490 104
Zinsergebnis C) 743 -1.266
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.325 1.183
Ertragsteuern D) -440 -569
Jahresüberschuss 885 614
Ergebnisveränderung
TEUR
Umsatzerlöse 134
Bestandsveränderung 4.980
Sonstige betriebliche Erträge -2.267
Betriebsleistung 2.847
Materialaufwand -2.688
Personalaufwand -1.436
Planmäßige Abschreibungen 110
Sonstiger betrieblicher Aufwand -1.059
Gewinnunabhängige Steuern -27
Aufwendungen für die Betriebsleistung -5.100
Betriebsergebnis -2.253
Beteiligungsertrag 386
Zinsergebnis 2.009
Ergebnis vor Ertragsteuern 142
Ertragsteuern 129
Jahresüberschuss 271

A) Betriebsleistung

Die INROS LACKNER SE konnte ihre Leistungsfähigkeit gegenüber 2022 weiter steigern. Dies zeigt eine um TEUR 2.847 bzw. 4% auf TEUR 67.695 gestiegene Betriebsleistung. Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse von TEUR 53.190 im Vorjahr nur leicht auf TEUR 53.324, gleichzeitig stieg aber die Bestandsveränderung von TEUR 6.964 im Vorjahr auf TEUR 11.944.

Hierbei muss die handelsrechtliche Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten berücksichtigt werden. Bei einem Bestandsaufbau werden durch diese Systematik stille Reserven in den Vorräten aufgebaut bzw. bei einem Bestandsabbau diese stillen Reserven realisiert. Die Umsatzerlöse lagen zwar nur leicht über dem Vorjahr, insgesamt wurden aber bei einem weiteren Bestandsaufbau in Höhe von fast 12 Mio. EUR weitere stille Reserven in den Vorräten angelegt.

Der Bestandsaufbau an unfertigen Leistungen führte dazu, dass der bilanzielle Wert der noch nicht abgerechneten Projekte sich auf TEUR 131.599 (im Vorjahr TEUR 121.390) erhöhte.

B) Aufwendungen für Betriebsleistungen

Die beiden wesentlichen Faktoren bei den operativen Kosten, wie bei jedem Dienstleister, sind der Material- und der Personalaufwand. Die Ausgaben für Nachauftragnehmer und freie Mitarbeitende im Materialaufwand stiegen um TEUR 2.782 bzw. 22 % wesentlich auf TEUR 15.203. Grund hierfür ist die sehr gute Auftragslage. Die sonstigen projektbezogenen Kosten reduzierten sich hingegen leicht um TEUR 95 auf TEUR 874, spielen aber insgesamt eine untergeordnete Rolle. Der Materialaufwand insgesamt erhöhte sich damit ebenfalls deutlich von TEUR 13.389 um TEUR 2.688 auf TEUR 16.077. Der Personalaufwand stieg gleichzeitig um 4 % auf TEUR 39.034 (im Vorjahr TEUR 37.598) bedingt durch die bereits vorher genannte Erhöhung der Gehälter um 5% bei gleichzeitig 1% weniger Beschäftigten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reflektieren hauptsächlich die Kosten für den Betrieb der INROS LACKNER SE. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Büroinfrastruktur an allen Standorten sowie für EDV- und sonstige Dienstleistungen. Sie stiegen von TEUR 10.290 im Vorjahr auf TEUR 11.349 im Jahr 2023. Ursächlich hierfür waren insbesondere größere Ausgaben für EDV-Leistungen, höhere Zuführungen zu Einzelgewährleistungsrückstellungen, Ausgaben für Beratung und Rechtsschutz, Aufwendungen für Personaleinstellungen.

Insgesamt erhöhten sich die Aufwendungen für die Betriebsleistung damit überproportional zur gestiegenen Betriebsleistung um TEUR 5.100 auf TEUR 67.603. Insbesondere durch die starke Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse mit einhergehenden stillen Reserven verschlechterte sich das Betriebsergebnis auf 0,1 % der Betriebsleistung bzw. TEUR 92.

C) Zinsergebnis

Nachdem im letzten Jahr das Zinsergebnis durch das Ende der Niedrigzinspolitik seitens der EZB belastet wurde, ist im aktuellen Jahr das Zinsergebnis wieder positiv.

Durch die Randbedingungen im letzten Jahr, ausgelöst durch Unsicherheiten aufgrund des Ukrainekrieges, fielen die Aktien und Anleihemärkte deutlich, sodass 2022 erstmals ein negatives Zinsergebnis erzielt wurde.

Das gute Zinsergebnis 2023 resultiert aus dem positiven Ergebnis der eigenen Wertpapiere des Umlaufvermögens von TEUR 743 sowie Darlehenszinsen und sonstige Zinseinnahmen von TEUR 258. Belastend für das Zinsergebnis wirkten sich die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit TEUR 117 und Abschreibungen auf Finanzanlagen mit TEUR 153 aus.

D) Ertragssteuern

Die Ertragsteuern beinhalten einen Steuerertrag aus Vorjahren von TEUR 204. Die laufenden Steuern betragen TEUR 644 gegenüber TEUR 857 im Vorjahr und beinhalten einen latenten Steueraufwand von TEUR 271. Der latente Steueraufwand reflektiert im Wesentlichen die Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz durch unterschiedliche Bewertungen in den unfertigen Projekten und unterschiedliche Gewinnrealisierungszeitpunkte bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a. F. für Werkleistungen gemäß BMF-Schreiben vom 15. März 2016. Die rein steuerliche Änderung der Gewinnrealisierungszeitpunkte bei Abschlagsrechnungen wurde im Jahr 2015 handelsrechtlich durch die Bildung von Steuerrückstellungen für den vorgezogenen Steuerertrag berücksichtigt. Das handelsrechtliche Ergebnis wurde dabei durch aktive latente Steuern ins Verhältnis gesetzt. Diese aktiven latenten Steuern werden im Verhältnis der nachgelagerten handelsrechtlichen Gewinnrealisierung aufgelöst. Ebenfalls werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände steuerbilanziell nicht aktiviert.

Im laufenden Steueraufwand sind TEUR 348 ausländische Steuern enthalten. Die laufende Steuerquote beträgt deshalb ca. 49 % gegenüber 72 % im Vorjahr. Korrigiert man die ausländischen Steuern aus dem laufenden Aufwand, da diese nur teilweise auf die deutsche Steuer angerechnet werden können, verbleibt weiterhin eine Steuerquote von 22 %.

3.5 Vermögenslage

2023 2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 705 1,2 496 0,9
Sachanlagen 2.610 4,4 2.434 4,3
Finanzanlagen 1.564 2,7 904 1,6
Anlagevermögen A) 4.879 8,3 3.834 6,8
Vorräte (abzüglich erhaltener Anzahlungen) B) 0 0,0 0 0,0
Liefer- und Leistungsforderungen 10.302 17,5 9.042 16,1
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 3.167 5,4 3.254 5,8
Wertpapiere und Flüssige Mittel 32.441 55,1 33.584 59,8
Gruppenfinanzierung C) 7.837 13,3 5.890 10,5
Umlaufvermögen 53.747 91,3 51.770 92,2
Aktive latente Steuern D) 290 0,5 561 1,0
Gesamtvermögen 58.916 100,0 56.165 100,0
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 3.100 5,3 3.055 5,4
Bilanzgewinn, soweit nicht zur Ausschüttung vorgesehen 2.195 3,7 2.480 4,4
Vorgesehene Gewinnausschüttung E) 1.125 1,9 1.125 2,0
Eigenkapital 6.420 10,9 6.660 11,8
Pensionsrückstellungen 6.372 10,8 6.381 11,4
Andere langfristige Rückstellungen 284 0,5 259 0,5
Langfristiges Fremdkapital 6.656 11,3 6.640 11,9
Übrige Rückstellungen 15.565 26,4 15.403 27,4
Erhaltene Anzahlungen B) 25,124 42,6 23.518 41,9
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 3.024 5,1 1.671 3,0
Übrige Verbindlichkeiten 2.127 3,6 2.273 4,0
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 45.840 77,7 42.865 76,3
Fremdkapital gesamt 52.496 89,0 49.505 88,2
Gesamtkapital 58.916 100,0 56.165 100,0
Veränderung
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 209
Sachanlagen 176
Finanzanlagen 660
Anlagevermögen 1.045
Vorräte (abzüglich erhaltener Anzahlungen) 0
Liefer- und Leistungsforderungen 1.260
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten -87
Wertpapiere und Flüssige Mittel -1.143
Gruppenfinanzierung 1.947
Umlaufvermögen 1.977
Aktive latente Steuern -271
Gesamtvermögen 2.751
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 45
Bilanzgewinn, soweit nicht zur Ausschüttung vorgesehen -285
Vorgesehene Gewinnausschüttung 0
Eigenkapital -240
Pensionsrückstellungen -9
Andere langfristige Rückstellungen 25
Langfristiges Fremdkapital 16
Übrige Rückstellungen 162
Erhaltene Anzahlungen 1.606
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 1.353
Übrige Verbindlichkeiten -146
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 2.975
Fremdkapital gesamt 2.991
Gesamtkapital 2.751

A) Anlagevermögen

Die Gesellschaft investierte TEUR 2.189 (Vorjahr: TEUR 1.793) in das Anlagevermögen. Die Investitionen betreffen immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 353), Sachanlagen (TEUR 1.176) sowie Finanzanlagen (TEUR 660). Beim Sachanlagevermögen wurden die wesentlichen Investitionen in die Erneuerung und Erweiterung des Fuhrparks (TEUR 511) und die Erneuerung der EDV-Geräte und -Anlagen (TEUR 328) getätigt.

Die laufenden Abschreibungen von planmäßig TEUR 1.103 liegen unter dem Niveau des Investitionswertes.

B) Vorräte (abzüglich erhaltener Anzahlungen)

Der bilanzielle Wert, der zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Projekte, erhöhte sich im Jahr 2023 von TEUR 113.213 auf TEUR 125.176. Dies entspricht einem Bestandsaufbau von 10 %. Die Gesellschaft hat an ihre Nachauftragnehmer und freien Mitarbeitenden Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.423 (i. Vj. TEUR 8.177) geleistet. Wie aus der Vermögenslage ersichtlich, decken die erhaltenen Anzahlungen vollständig die Herstellungskosten in diesen Projekten. Der gesamte Wert der erhaltenen Anzahlungen beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 156.768 (i. Vj. TEUR 144.929).

C) Gruppenfinanzierung

Unter Gruppenfinanzierung werden Finanzierungsaktivitäten (Darlehen) mit den verbundenen Unternehmen und den mit der Aktionärin INROS Holdinggesellschaft mbH, Rostock, verbundenen Unternehmen dargestellt. Die Veränderung in der Gruppenfinanzierung resultiert aus der Gewährung von neuen und der Rückzahlung von bestehenden Darlehen sowie noch nicht gezahlten Dividenden.

D) Latente Steuern

Die latenten Steuern betreffen zum einen Bewertungsänderungen durch das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz und zum anderen den Unterschiedsbetrag aus einem unterschiedlichen Gewinnrealisierungszeitpunkt bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a. F. für Werkleistungen gemäß BMF-Schreiben vom 15. März 2016.

E) Vorgesehene Gewinnausschüttung

Der Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Gewinnausschüttung je Aktie in Höhe von 7,00 EUR zzgl. 1,00 EUR für die stimmrechtslosen Vorzugsaktien an die Aktionäre zu beschließen.

3.6 Finanzlage

2023 2022
TEUR TEUR
Periodenergebnis 885 614
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 1.103 1.213
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 178 40
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -36 -33
Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -902 -4.849
Zunahme der erhaltenen Anzahlungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.813 2.610
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit A) 4.041 -405
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 57 122
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 115
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.187 -1.043
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -323 -273
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -660 -477
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit B) -2.113 -1.556
Auszahlungen an Unternehmenseigner -1.124 -1.124
Auszahlung aus der Begebung der Gruppenfinanzierung -2.047 -544
Einzahlungen aus der Rückführung der Gruppenfinanzierung 100 315
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit C) -3.071 -1.353
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.143 -3.314
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 33.584 36.898
Finanzmittelfonds am Ende der Periode D) 32.441 33.584

A) Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2023 hat die INROS LACKNER SE ein Periodenergebnis von TEUR 885 (Vorjahr: TEUR 614) erzielt, aus dem sich unter Korrektur der zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 4.041 (Vorjahr: TEUR -405) ableitet.

B) Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Die INROS LACKNER SE hat in ihr Anlagevermögen zahlungswirksam TEUR 2.170 investiert. Dem gegenüber stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagegegenständen in Höhe von TEUR 57. Der gesamte Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt damit TEUR -2.113 und liegt somit über den Investitionen des Vorjahres.

C) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Der Zahlungsabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -3.071 ist durch die Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR -1.124) und die Veränderung von Darlehen aus Gruppenfinanzierungen (TEUR -1.947) begründet.

D) Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Durch die oben genannten Effekte ergibt sich insgesamt eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds im Jahr 2023 von TEUR -1.143.

Der Finanzmittelbestand beinhaltet Wertpapiere des Umlaufvermögens, Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

3.7 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Die Baukonjunktur in Deutschland befand sich im Jahr 2023 zum zweiten Jahr in Folge in einer Abwärtsbewegung. Gründe hierfür sind weiterhin die Inflation, die hohen Finanzierungskosten, Rohstoffknappheit und die Unsicherheiten am Markt. Die INROS LACKNER SE hat sich im Gegensatz hierzu im operativen Geschäft stabil weiterentwickelt. Wesentliche bedeutsame Leistungsindikatoren wurden zwar knapp verpasst, doch ein Personalanstieg im letzten Quartal 2024 sowie ein sehr guter Auftragsvorlauf stimmen positiv. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 885 liegt zwar unter der geplanten Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 1.125, wodurch sich das Eigenkapital reduziert, dies ist aber bedingt durch einen weiteren Bestandsaufbau mit handelsrechtlich stillen Reserven. Durch einen hohen Auftragsvorlauf und weiterhin hohe Liquidität ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens für die nächsten Jahre weiterhin gesichert.

4 Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

Risiken und Chancen sind Teil unternehmerischen Handelns. Die INROS LACKNER SE hat Instrumente und Prozesse installiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Die Geschäftsführung der INROS LACKNER SE ist verantwortlich für das Risikomanagementsystem und prüft regelmäßig die Risikosituation und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Genauso werden laufend Chancen gesucht, um die Unternehmensstrategie hierauf anzupassen.

Durch das Risikomanagement der Gesellschaft quantifiziert und überwacht die Geschäftsführung regelmäßig neben wirtschaftlichen Kennzahlen wie Leistungsmeldung, Umsatzrendite, nicht abgerechnete Leistungen, überfällige Forderungen, Auftragsvorlauf, Liquidität auch Personalindikatoren wie Auslastung, Erreichung des Personalplanes und anderes. Weiterhin im Fokus steht die regelmäßige Überwachung der politischen Situation v. a. in einigen Ländern Afrikas und in Pakistan.

Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen.

4.1 Risikobericht

Die Bedeutung von Risiken wird auf Basis der möglichen negativen Auswirkung auf die prognostizierten finanziellen Ziele, verbunden mit der Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Risikos, ermittelt. Risiken werden gemäß diesen beiden Faktoren als "hoch", "wahrscheinlich" oder "gering" klassifiziert.

Risiken Eintrittswahrscheinlichkeit * Potenzielle finanzielle Auswirkungen **
Eingehen von Projekten mit einem hohen Verlust hoch wesentlich
Gewährleistungsrisiko hoch wesentlich
Fachkräftemangel hoch gering
Preisverfall durch den Wegfall der Tafelwerte in der HOAI wahrscheinlich wesentlich
Auswirkungen eines Cyberangriffs wahrscheinlich wesentlich
Auswirkungen des Ukrainekrieges verbunden mit konjunkturellen Einbrüchen wahrscheinlich moderat
Politische Unsicherheiten in Ländern in denen wir aktiv sind wahrscheinlich moderat
Währungsrisiko wahrscheinlich moderat
Ausfallrisiko von Forderungen gering moderat
Abhängigkeit von einzelnen Kunden gering gering

* gering bei < 25 %; wahrscheinlich 25-50 %; hoch > 50 %
** gering < TEUR 200; moderat TEUR 200 - TEUR 1.000; wesentlich > TEUR 1.000

Die INROS LACKNER SE verfügt über ein Controllingsystem, bei dem alle Kosten auf Projekte umgelegt werden, sodass für alle realisierten Projekte der letzten Jahre detailliert die Kostenstruktur analysiert werden kann. Diese Erfahrungswerte von vielen tausenden von Projekten dienen als Kalkulationsbasis, wenn vergleichbare Projekte angeboten werden. Hierdurch ist die INROS LACKNER SE in der Lage, bei einem Preisverfall ihre Selbstkosten genau vorherzusagen und das Risiko von Verlustprojekten zu minimieren. Zusätzlich können durch die Einbindung von internationalen Beteiligungsgesellschaften Kostenvorteile erzielt werden.

Zur Sicherung des Gewährleistungsrisikos verfügt die INROS LACKNER SE über eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Versicherungssumme von TEUR 10.000 im Einzelfall jeweils für Personen- und sonstige Schäden.

Dem Fachkräftemangel begegnet die Gesellschaft mit vielfältigen Image- und Marketingkampagnen. Durch eine transparente Kommunikation dieser Inhalte in öffentlichen Medien wie Xing, LinkedIn, Kununu, etc. konnte eine Vielzahl von Bewerbern angesprochen werden.

Durch jahrelange Projekterfahrungen in den Ländern, in denen die INROS LACKNER SE tätig ist, verfügt die Gesellschaft über hohe lokale Kenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Umstände in den Ländern, in denen Projekte angeboten werden. Falls ein Projekt in einem Land angeboten wird, in dem diese Erfahrung nicht vorliegt, werden diese Projekte gemeinsam mit lokalen Architektur- und Ingenieurbüros angeboten, um diese länderspezifischen Erfahrungen in das Projekt einzubringen. Hierdurch ist die Gesellschaft in der Lage Länderrisiken zu händeln.

Im November 2023 wurde die INROS Gruppe Opfer eines Cyberangriffs, der teilweise die Produktionsabläufe wesentlich gestört hat. Aus dieser Erkenntnis heraus wird die INROS LACK- NER SE 2024 nennenswert in ihre IT Sicherheit investieren.

Im Berichtsjahr 2023 standen den Risiken der INROS LACKNER SE stets Deckungsmassen in ausreichender Höhe gegenüber.

4.2 Chancenbericht

Die INROS LACKNER SE ist unverändert, in den unter 1.1 genannten Kernbereichen, sowie in allen Planungsstufen der HOAI, auf nationalen als auch internationalen Märkten tätig. Die dadurch erhaltene Unabhängigkeit von einzelnen Märkten führt zu einer Stabilität hinsichtlich konjunktureller Schwankungen, damit hebt sich das Unternehmen von der Vielzahl von spezialisierten oder regional tätigen Architektur- und Ingenieurbüros ab. Mit Projekten im Bereich der Verkehrs- und Energiewende sowie des Hochwasserschutzes ist die INROS LACKNER SE gut im Markt bei anstehenden gesellschaftlichen Veränderungen positioniert.

Zur Absicherung der operationalen Projektrisiken verfügt die INROS LACKNER SE über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001, das laufend zertifiziert wird.

Auf dem nationalen Markt sieht die Geschäftsführung, durch die Einführung von BIM und Fragestellungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Projekten, eine große Chance in ihrer Aufstellung als Generalplaner.

Der internationale Markt, insbesondere Afrika, eröffnet dem Unternehmen unverändert Möglichkeiten zur Expansion. Die Wirtschaft in den wachsenden Märkten Asiens sowie die Bevölkerungsentwicklung Afrikas bieten hier ein großes Investitionspotenzial mit zahlreichen Projektchancen. Auf diesen Märkten kann sich die INROS LACKNER SE dank der langjährigen und fundierten Erfahrungen und sehr guter Projektreferenzen dem internationalen Wettbewerb stellen.

Durch eine gute Auftragslage zum 31.12.2023 von 15 Monaten, die über dem Branchendurchschnitt von 11 Monaten liegt, kann das Unternehmen kurzfristige konjunkturelle Effekte besser überstehen als der Branchendurchschnitt.

Eine besonders gute Liquiditätssituation der Gesellschaft macht es möglich, unabhängig von kurzfristigen Entwicklungen die Unternehmensstrategie fortzuführen.

4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Aufgrund der vorher genannten Chancen und Risiken und der guten Positionierung unter den größten deutschen Architektur- und Ingenieurbüros wird die Wettbewerbsfähigkeit der INROS LACKNER SE für gut eingeschätzt.

Das Unternehmen bleibt konsequent auf die nachhaltige Schaffung von Werten für seine drei Interessengruppen (Kunden, Mitarbeitende und Anteilseigner) ausgerichtet.

5 Prognosebericht

5.1 Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Für 2024 rechnet der Zentralverband der deutschen Bauwirtschaft mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 % und einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte.

Die Auswirkungen der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie der Unsicherheiten im Investitionsbereich kommen durch die langen Projektlaufzeiten zeitverzögert in der Planungsbranche an. Auch die Erwartungen der unabhängigen Ingenieurunternehmen für das kommende Geschäftsjahr haben sich gegenüber dem Vorjahr, in dem es zu einer deutlichen Eintrübung kam, nicht verbessert. Das ergab die jährliche Konjunkturumfrage des VBI, die Anfang 2024 veröffentlicht wurde. Demnach wollen noch 27 % (i. Vj. 26 %) der befragten Unternehmen 2024 personell wachsen, 20 % (i. Vj. 23 %) rechnen mit einem Umsatzwachstum und 15 % (i. Vj. 13 %) erwarten auch eine Verbesserung ihres Auftragsbestandes.

5.2 Entwicklung des regulatorischen Umfelds

Die Geschäftsführung der INROS LACKNER SE rechnet durch den Wegfall der verbindlichen Mindest- und Höchstsätze in der HOAI weiterhin mittelfristig mit einem Preisverfall im Inland, auch wenn, bedingt durch die bisher stabile Baukonjunktur, sich dieses erst in einigen Teilbereichen in den Honoraren widerspiegelt. Durch die Trendwende in der Bauwirtschaft kommt aktuell, besonders im Hochbau, ein größerer Preiswettbewerb auf die Architektur- und Ingenieurbüros zu. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es im Anschluss an solche Entscheidungen kurzfristig zu einem Preisverfall mit einer anschließender Marktkonsolidierung kommt. Erst langfristig führt dies wieder zu steigenden Honoraren.

Die Einführung von Berichtspflichten für nachhaltige Aktivitäten und einer Taxonomie zur Definition nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten durch die EU-Kommission ist ein wesentlicher Baustein in der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft. Die für eine Berichterstattung gemäß Taxonomie-Verordnung notwendigen Daten liegen aktuell nicht vollständig vor. Es wird in den nächsten Jahren dafür gesorgt werden müssen, dass diese von Unternehmen, öffentlichen Datenbanken und externen Dienstleistern in der notwendigen Qualität zur Verfügung gestellt werden. Hierbei werden Architektur- und Ingenieurbüros große Aufgaben sowie Herausforderungen bei der Bereitstellung der Daten sowie bei der Integration der Daten in den Planungsprozess haben.

Im ersten Halbjahr 2024 hat die Inros Lackner SE bereits ihre Wesentlichkeitsanalyse zur Erfüllung ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung im Jahr 2025 abgeschlossen. Aktuell werden für die wesentlichen Einflussfaktoren die Datenerfassung und -analyse vorbereitet.

5.3 Entwicklung der Leistungsindikatoren

In der Unternehmensplanung für 2024 geht die Geschäftsführung von einem moderaten Anstieg der Mitarbeitenden und dadurch der Leistungsfähigkeit des Unternehmens aus. Die Situation der Bewerbungen auf offene Stellen hat sich bereits in den ersten Wochen des Jahres 2024 als sehr gut gezeigt, wobei die Steigerung der Eigenleistung überproportional zum Mitarbeiterwachstum erwartet wird. Trotz der guten konjunkturellen Situation im Jahr 2023 wird auch von einer weiteren Steigerung der Produktivität ausgegangen. Auf Grund eines Cyberangriffs im November 2023, der zu einer Störung der Produktionsabläufe führte, lag die Eigenleistung im ersten Quartal 2024 hinter dem Vorjahr zurück. Da die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens inzwischen aber wieder hergestellt werden konnte, gehen wir von einer weiteren positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 aus.

 

Bremen, den 5. Juli 2024

Ingo Aschmann

Frank Bernhardt

Gesche Fremerey

Dr. Ronny Glaser

Lutz Hempelt

Torsten Retzlaff

Dr. Klaus Maria Richter

Geschäftsführende Direktoren der INROS LACKNER SE

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.041.563,75 118.909,50 3.125,00 3.157.348,25
2. Geleistete Anzahlungen 30.799,50 0,00 30.799,50 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 758.043,06 0,00 0,00 758.043,06
4. Selbst geschaffene immaterielle VG in Entwicklung 375.689,67 233.945,30 0,00 609.634,97
4.206.095,98 352.854,80 33.924,50 4.525.026,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 680.435,69 49.000,00 0,00 729.435,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.134.816,46 1.127.445,17 401.163,74 9.861.097,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.000,00 0,00 11.000,00
9.815.252,15 1.187.445,17 401.163,74 10.601.533,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 741.329,93 515.247,52 0,00 1.256.577,45
2. Beteiligungen 395.906,80 144.300,00 0,00 540.206,80
1.137.236,73 659.547,52 0,00 1.796.784,25
15.158.584,86 2.199.847,49 435.088,24 16.923.344,11
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.017.369,75 61.089,50 3.124,00 3.075.335,25
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 692.604,06 51.710,00 0,00 744.314,06
4. Selbst geschaffene immaterielle VG in Entwicklung 0.00 0,00 0,00 0,00
3.709.973,81 112.799,50 3.124,00 3.819.649,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 311.021,69 41.292,00 0,00 352.313,69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.070.655,57 949.049,56 380.857,74 7.638.847,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.381.677,26 990.341,56 380.857,74 7.991.161,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 233.240,12 0,00 0,00 233.240,12
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
233.240,12 0.00 0,00 233.240,12
11.324.891,19 1.103.141,06 383.981,74 12.044.050,51
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 82.013,00 24.194,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 30.799,50
3. Geschäfts- oder Firmenwert 13.729,00 65.439,00
4. Selbst geschaffene immaterielle VG in Entwicklung 609.634,97 375.689,67
705.376,97 496.122,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 377.122,00 369.414,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.222.250,50 2.064.160,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.000,00 0,00
2.610.372,50 2.433.574,89
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.023.337,33 508.089,81
2. Beteiligungen 540.206,80 395.906,80
1.563.544,13 903.996,61
4.879.293,60 3.833.693,67

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Eingeschränkter Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die INROS LACKNER SE, Bremen:

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der INROS LACKNER SE, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INROS LACKNER SE, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Die Gesellschaft hat entgegen § 285 Nr. 9 a) bis c) HGB die Gesamtbezüge der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats der INROS LACKNER SE, die für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und das an einen derzeitigen geschäftsführenden Direktor gewährte Darlehen nebst der weiteren hierzu gesetzlich geforderten Angaben im Anhang nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 5. Juli 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schöne, Wirtschaftsprüfer

Herwig, Wirtschaftsprüfer

Protokoll über die Hauptversammlung der INROS LACKNER SE

Datum: 08.07.2024
Ort: INROS LACKNER SE, Sitz Rostock

Teilnehmer:

Aktionäre: INROS Holdinggesellschaft mbH
Vertreten durch die Geschäftsführer
Herr Ingo Aschmann
Herr Uwe Lemcke
Herr Ingo Aschmann
Herr Frank Bernhardt
Herr Uwe Lemcke
Herr Winfried Koldrack
Frau Dr. Karla Spindler
Herr Lutz Hempelt
Herr Dr. Klaus Richter
Herr Tobias Günzl
Frau Christiane Boje
Herr Markus Schuckert
Herr Olaf Albrecht
Geschäftsführende Direktoren: Herr Ingo Aschmann (Vorsitzender)
Herr Frank Bernhardt
Herr Dr. Ronny Glaser
Herr Lutz Hempelt
Herr Dr. Klaus Richter
Verwaltungsrat: Herr Ingo Aschmann (Vorsitzender)
Herr Uwe Lemcke
Von folgenden Aktionären lag eine Vollmacht und Weisung vor:
Herr Torsten Retzlaff
Nicht anwesend:
Frau Gesche Fremerev
Frau Univ.-Prof. Dr. Katharina Klemt-Albert

Tagesordnung:

1.

Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses zum 31.12.2023, des Lageberichts und des Berichts des Verwaltungsrates

2.

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2023

3.

Beschlussfassungen über die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der geschäftsführenden Direktoren

4.

Beschlussfassung über die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

5.

Beschlussfassung zur Aufnahme neuer Aktionäre

Die Einladung zur Hauptversammlung erfolgte ordnungsgemäß durch das Schreiben vom 06.06.2024.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Herr Ingo Aschmann, übernahm gemäß § 18 der Satzung den Vorsitz und stellt fest:

Dass 97,3 % der stimmberechtigten Aktien anwesend sind.

Die Beschlussfähigkeit ist damit gegeben.

Das Abstimmungsverfahren erfolgt durch Handheben zur Abgabe der Ja- oder Nein- Stimmen und der Stimmenthaltungen.

zu 1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses 2023

Bericht: Herr Aschmann

Allen Aktionären lag der Jahresabschluss per 31.12.2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht vor.

Der Wirtschaftsprüfer bescheinigte, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt ein zutreffendes Bild der Lage der Gesellschaft und stellt Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Aufgrund der fehlenden Offenlegung nach § 285 Satz 1 Nr. 9 a bis c HGB enthält der Bericht einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Bericht des Verwaltungsrates:

Bericht: Herr Aschmann

zu 2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2023

Der Verwaltungsrat schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 3.320.072,26 EUR an die Aktionäre eine Bruttodividende von 7,00 EUR je Stammaktie zzgl. 1,00 EUR für stimmrechtslose Vorzugsaktien auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.195.072,26 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Auszahlungstermin ist der 31.07.2024.

Beschluss 01/2024

Beschlussfassung zum Vorschlag: Zustimmung: 100%

zu 3. Beschlussfassungen über die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der geschäftsführenden Direktoren

Der Verwaltungsrat schlägt vor, den Mitgliedern des Verwaltungsrates und den geschäftsführenden Direktoren für das Jahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Beschluss 02/2024

Den geschäftsführenden Direktoren wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Beschlussfassung zum Vorschlag: Zustimmung: 63,8 %
Enthaltung: 36,2 %

Beschluss 03/2024

Dem Verwaltungsrat wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Beschlussfassung zum Vorschlag: Zustimmung: 79,4 %
Enthaltung: 20,6 %

zu 4. Beschlussfassung über die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Der Verwaltungsrat schlägt vor zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Hamburg zu bestellen.

Beschluss 04/2024

Beschlussfassung zum Vorschlag: Zustimmung: 100 %

zu 5. Beschlussfassung zur Aufnahme neuer Aktionäre

Vorgeschlagen wird folgende Führungskräfte mit je 1 Prozent Anteil (1.500 Aktien) als neue Aktionäre zu beteiligen:

Herr Dr. Ronny Glaser

Herr Michael Beckmann

Vorgeschlagen wird folgenden Aktionären je 1 Prozent Anteile (1.500 Aktien) zu übertragen:

Herr Dr. Klaus Richter

Herr Markus Schuckert

Herr Tobias Günzl

Beschluss 05/2024

Beschlussfassung zum Vorschlag: Zustimmung: 100 %

 

Rostock, den 09.07.2024

Ingo Aschmann, Vorsitzender der Hauptversammlung

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

66 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.