INROS Immobilien Bremen GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christiane Boje seit 25.4.2025 | Prokura |
Michael Beckmann seit 25.4.2025 | Prokura |
Markus Schuckert seit 25.4.2025 | Prokura |
Gesche Fremerey seit 19.1.2024 | Geschäftsführer |
Ronny Glaser seit 19.1.2024 | Geschäftsführer |
Volker Stölting seit 29.12.2023 | Prokura |
Jens Gunnar Paul Jepsen seit 29.12.2023 | Prokura |
Henry Christian Wiese seit 29.12.2023 | Prokura |
Gerd Kupsch seit 28.1.2022 | Prokura |
Marcus Fourmont seit 28.1.2022 | Prokura |
Wolfgang Eckstaller seit 28.1.2022 | Prokura |
Oliver Schwarz seit 18.6.2020 | Prokura |
Holger Palme seit 2.6.2020 | Prokura |
Klaus Maria Richter seit 5.3.2015 | Geschäftsführer |
Ingo Reinhold Aschmann seit 10.3.2014 | Geschäftsführer |
Lutz Hempelt seit 10.3.2014 | Geschäftsführer |
Olaf Wingeß seit 10.3.2014 | Prokura |
Olaf Albrecht seit 10.3.2014 | Prokura |
Torsten Retzlaff seit 10.3.2014 | Geschäftsführer |
Frank Bernhardt seit 10.3.2014 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INROS LACKNER SEBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die INROS LACKNER SE hat ihren Sitz in Bremen. Ort der Geschäftsleitung ist in Rostock, Rosa-Luxemburg-Straße 16. Das Unternehmen ist registriert unter der Nummer HRB 29334 HB beim Amtsgericht Bremen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet. Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB wurde entsprechend der geschäftsspezifischen Besonderheiten um die Posten "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" bzw. "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" ergänzt. Diese Forderungen und Verbindlichkeiten sind demnach nicht den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Fuhrpark wird über vier bis sechs Jahre, EDV-Geräte und -Anlagen werden über ein bis drei Jahre, die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über fünf bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Die Mietereinbauten haben eine Nutzungsdauer von 30 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 250,00 werden direkt im Aufwand erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben; gleichzeitig wird im Anlagespiegel in Höhe der Anschaffungskosten ein Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Grundlage der Ermittlung der direkten zurechenbaren Einzelkosten ist eine Kostenträgerrechnung. In dieser Kostenträgerrechnung werden die Stunden pro Vorhaben mit einem durchschnittlichen Stundensatz aller Mitarbeiter bewertet und die Fremdleistungen für dieses Vorhaben erfasst. Die Einzelkosten werden um einen Fertigungsgemeinkostenzuschlag erhöht, der im Wesentlichen die allgemeinen Fertigungskosten sowie den Anteil, der für die Fertigung arbeitenden allgemeinen Kostenstellen beinhaltet. Hierbei werden die Wahlrechte gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB dahingehend in Anspruch genommen, dass die angemessenen Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung, sowie für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung in die Berechnung des Fertigungsgemeinkostenzuschlages einbezogen wurden. In den Fällen, in denen die vertraglich vereinbarten Erlöse abzüglich der in Zukunft noch anfallenden Kosten auf Basis der Selbstkosten (= Resterlöse) unter den aktivierten Herstellungskosten liegen, werden die Herstellungskosten um die Differenz aus Resterlös zu aktivierten Herstellungskosten abgewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt und in Höhe des übersteigenden Anteils gesondert auf der Passivseite als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gewinn- und Umsatzrealisierung erfolgt nach vollständiger Erbringung der vertraglichen Leistungen. Die Forderungen sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert aktiviert. Für bestehende Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert aktiviert. Die Bewertung der sonstigen Wertpapiere erfolgt zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Stichtagskurs. Sofern der Stichtagskurs höher liegt als der Buchwert des Vorjahres und vorher Abschreibungen vorgenommen worden, erfolgt eine Zuschreibung auf den Stichtagskurs bis maximal zum Anschaffungskurs. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls in EUR umgerechnet. Vermögensgegenstände und Schulden, die zum Stichtag in Fremdwährungen bestehen, wurden mit dem Devisenkassamittelwert zum 31.12.2023 umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Mit dem Erfüllungsbetrag bewertete Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Lebensarbeitszeitmodellen TEUR 785 (Vorjahr: TEUR 773) werden mit zu ihrem Zeitwert bewerteten Deckungsguthaben TEUR 790 (Vorjahr: TEUR 808) verrechnet und der sich ergebende Unterschiedsbetrag als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge wurden nicht verrechnet. Die bei einer Versicherung bestehenden Wertguthaben - Anschaffungskosten TEUR 790 (Anschaffungskosten Vorjahr: TEUR 808) - dürfen nur zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Lebensarbeitszeitmodellen verwendet werden und sind dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt EUR 1.500.000,00. Zum Bilanzstichtag ist das Grundkapital der Gesellschaft eingeteilt in 75.000 Stammaktien und 75.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Die gesetzliche Rücklage beträgt EUR 122.385,72. In die satzungsmäßige Rücklage wurden gemäß § 19 Abs. 3 der Satzung 5 % des handelsrechtlichen Jahresüberschusses der Gesellschaft bis zu EUR 1.500.000,00 und 30% des handelsrechtlichen Jahresüberschusses der Gesellschaft für den EUR 1.500.000,00 übersteigende Teile eingestellt. Diese Rücklage entwickelt sich wie folgt:
Die Höhe der Pensionsrückstellung entspricht dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert nach dem Teilwertverfahren. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % zugrunde gelegt. Die Fluktuation wurde pauschal durch ein individuelles Finanzierungsbeginnalter berücksichtigt. Die ergebnismäßigen Auswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis erfasst. Der nach Maßgabe des § 268 Abs. 8 HGB gesperrte Gesamtbetrag von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 240), resultierend aus dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem 7-jährigen und dem 10-jährigen Betrachtungszeitraum der Pensionsrückstellungen. Er ist durch den Bilanzgewinn (TEUR 3.320) und durch frei verfügbare Gewinnrücklagen (TEUR 471) gedeckt. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt zum 31. Dezember 2023 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Hierbei wird ein Abzinsungssatz aus den vergangenen 7 Jahren von 1,74 % p. a. (Vorjahr: 1,44 %) zugrunde gelegt. Dieser entspricht dem durchschnittlichen Marktzins, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Fluktuation wurde pauschal durch ein individuelles Finanzierungsbeginnalter berücksichtigt. Bei der Berechnung wurde ein Gehaltstrend von 1 % zu Grunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. für bereits bekannte Einzelgewährleistungsfälle unter Berücksichtigung des aktuellen Erfüllungsbetrages sowie für latente Gewährleistungsrisiken auch durch eine pauschale Rückstellung in Höhe eines Erfahrungswertes von 0,5 % des Jahresumsatzes gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,73 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,90 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 454,55 %. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Von den Forderungen haben folgende eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.447 (Vorjahr: TEUR 1.817) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.761 (Vorjahr: TEUR 1.630) aus Darlehen. Hiervon sind TEUR 566 durch Grundschulden gesichert. In den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Darlehensforderungen von TEUR 4.406 (Vorjahr: TEUR 4.306) sind am Stichtag in Höhe von TEUR 4.025 durch Briefgrundschulden in Höhe von TEUR 6.550 besichert. Weitere Darlehensforderungen bestehen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 151) gegen zwei Aktionäre, welche durch die Pfändung von 2.976 Aktien der INROS LACKNER SE besichert sind. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.372 (Vorjahr: TEUR 6.381). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.841 (Vorjahr: TEUR 15.530) enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Vorsorgen für Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Nacharbeiten, Personalaufwendungen, Tantiemen sowie Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 91), Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4) und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 660 (Vorjahr: TEUR 688) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben sämtlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 2.127 (Vorjahr: TEUR 2.273) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die latenten Steuern wurden auf temporäre Differenzen aus Anpassungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie auf temporäre Differenzen auf Grund des BMF-Schreibens vom 15. März 2016 zur Gewinnrealisierung bei Abschlagsrechnungen für Werkleistungen gebildet. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Unterschieden in den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie aus einem unterschiedlichen Gewinnrealisierungszeitpunkt bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a.F. für Werkleistungen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der geltende kombinierte Steuersatz für Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 31,73% verwendet. Auf Grund eines aktivischen Gesamtsaldos in Höhe von TEUR 290 besteht ein Wahlrecht für den Ansatz der aktiven latenten Steuern.
Die Ausschüttungssperre gern. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 290 ist durch den Bilanzgewinn (TEUR 3.320) und durch frei verfügbare Gewinnrücklagen (TEUR 471) gedeckt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die INROS LACKNER SE bietet Architektur-, Planungs- und Ingenieurleistungen weltweit an. Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse auf folgenden Kontinenten erwirtschaftet:
Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 2.427 (Vorjahr: TEUR 4.694) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 3.495). Diese resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.406 (Vorjahr: TEUR 1.462). Des Weiteren sind Erlöse aus der PKW-Überlassung an Mitarbeiter von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 513), Kursgewinne von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 476) und Schadensersatzleistungen von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 1.984) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 63) ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr TEUR 568) betreffen in Höhe von TEUR 0 das Geschäftsjahr 2023 und in Höhe von TEUR - 204 (Vorjahr: TEUR -288) Vorjahre. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2023 beinhalten einen latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr: TEUR 263). Die Erträge aus latenten Steuern beruhen vollständig auf unterschiedliche Bilanzansätze in der Handels- und Steuerbilanz. 5. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:
1.) Umrechnungskurs: CZK/EUR: 0,04013 / EK
0,04014
6. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Es waren durchschnittlich beschäftigt:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:
Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Mietverträgen. Die Miete aus diesen Dauerschuldverhältnissen beträgt im Berichtszeitraum TEUR 2.710 brutto (Vorjahr: TEUR 2.710 brutto) p. a.
Der Abschluss von langfristigen Mietverträgen dient der Absicherung von Büroraumkapazitäten und -kosten, er schränkt aber die Flexibilität in den Standorten ein. Weitere über die bilanzierten Verbindlichkeiten und Rückstellungen hinaus entstandene Miet- und Leasingverpflichtungen und Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen oder Unternehmen Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 24 diejenigen definiert, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können, beziehungsweise die auf das berichtende Unternehmen Einfluss nehmen können. Aus Sicht der INROS LACKNER SE stellen insbesondere unsere Aktionäre und Tochterunternehmen sowie sämtliche Unternehmen, die zum Konzernverbund der INROS Holdinggesellschaft mbH, Rostock, zählen, nahestehende Personen oder Unternehmen dar. Alle Geschäfte mit diesen Personen oder Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen vorgenommen. Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Die als Aufwand für das Geschäftsjahr 2023 erfassten Honorare für die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft in Höhe von TEUR 38 gliedern sich wie folgt auf:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten. Das Unternehmen ist bis zur Erstellung des Anhangs nicht wesentlich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Inflation oder der Energiekrise betroffen. Der anhaltende Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen beinträchtigen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nicht. Für den Berichtszeitraum ist das Unternehmen durch die vorgenannten Konflikte nicht wirtschaftlich betroffen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung der INROS LACKNER SE:
Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE:
Der Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.320 (Vorjahr: TEUR 3.605) an die Aktionäre eine Bruttodividende von EUR 7,00 je Stammaktie zzgl. EUR 1,00 für die stimmrechtslosen Vorzugsaktien auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 2.195 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernabschluss Die Gesellschaft stellt als oberstes Unternehmen einen Konzernabschluss nach § 290 ff. HGB auf. Das Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die INROS LACKNER SE. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.
Bremen, den 5. Juli 2024 Geschäftsführende Direktoren der INROS LACKNER SE Ingo Aschmann Frank Bernhardt Lutz Hempelt Torsten Retzlaff Dr. Klaus Maria Richter Gesche Fremerey Dr. Ronny Glaser Lagebericht per 31.12.2023Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftstätigkeit 1.2 Standorte 1.3 Beteiligungsstruktur 1.4 Strategische Ausrichtung 2 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 3.2 Regulatorisches Umfeld 3.3 Geschäftsverlauf 3.3.1 Bedeutsame Leistungsindikatoren 3.3.2 Prognose-Ist-Vergleich 3.4 Ertragslage 3.5 Vermögenslage 3.6 Finanzlage 3.7 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage 4 Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Risikobericht 4.2 Chancenbericht 4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken. 5 Prognosebericht. 5.1 Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen 5.2 Entwicklung des regulatorischen Umfelds 5.3 Entwicklung der Leistungsindikatoren 1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftstätigkeit Die INROS LACKNER SE mit Sitz in Bremen, Deutschland, ist eine Architektur- und Ingenieurgesellschaft. Sie erbringt Architektur- und Ingenieurlösungen aus einer Hand. Die Basis dafür ist ein Kompetenz- und Erfahrungsprofil, das sich durch eine über 85-jährige Marktpräsenz auszeichnet. Sowohl mit Spezialleistungen als auch mit Generalplanungen ist sie für Bauherren tätig und trägt durch ein Genehmigungs- und Baumanagement maßgeblich zum Erfolg der Bauvorhaben bei. Mit interdisziplinären Teams gewährleistet sie technische, ökologische und wirtschaftliche Lösungen. Dabei steht die INROS LACKNER SE für ein breites fachliches und regionales Angebot, das vor dem Hintergrund einer langjährigen Firmengeschichte kontinuierlich ausgebaut wurde und wird. Das Leistungsspektrum konzentriert sich auf die folgenden Kernbereiche:
Das Portfolio umfasst Planungs- und Beratungsleistungen in allen Planungsstufen, Projektsteuerungstätigkeiten sowie die Begleitung der Bauherren bei der Umsetzung der Vorhaben. 1.2 Standorte Eine dezentrale Unternehmensstruktur mit zahlreichen Standorten, Beteiligungsgesellschaften und internationalen Büros sichert eine regionale Realisierung von nationalen und internationalen Projekten. Die INROS LACKNER SE ist in der Nähe ihrer Kunden präsent. In Deutschland wird diese Kundennähe durch 13 Standorte gesichert:
Weitere Niederlassungen und Projektbüros im Ausland stellen neben den Beteiligungsgesellschaften lokale Erfahrungen mit Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozessen sicher. 1.3 Beteiligungsstruktur Mit Hilfe von Beteiligungsgesellschaften in Europa, Asien und Afrika werden spezielle Leistungen für Kunden angeboten bzw. eine lokale Expertise bei der Umsetzung der Projekte sichergestellt. Hierfür beschäftigt die INROS LACKNER SE in ihren Beteiligungsgesellschaften mehr als 150 Mitarbeitende. 1.4 Strategische Ausrichtung Ziel der INROS LACKNER SE ist es, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und dabei ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Das Prinzip der Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und der Gesellschaft gehört zum Selbstverständnis des Unternehmens. Hierzu bekennt sich die Unternehmensführung und sichert langfristigen ökonomischen Erfolg auf Grundlage der Unternehmenswerte. Durch die breite Basis der Kernbereiche sowie einer Diversifizierung in verschiedene Regionen entsteht ein ausgeglichenes Risikoprofil. Dieser Ansatz, der in der Aufstellung des Unternehmens weiterverfolgt wird, setzt in der Unternehmensstrategie eine differenzierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Marktbedingungen voraus. Hierbei werden national gesellschaftliche Randbedingungen, wie der demografische Wandel, Fachkräftemangel und fehlender Wohnraum genauso in der Strategie reflektiert, wie mögliche gesetzliche Änderungen oder geänderte Planungsmethoden durch den Stufenplan des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Einführung des Building Information Modelling (BIM) oder der wachsende Einfluss von Nachhaltigkeitsaspekten in der Planung von Projekten. International bilden globale Megatrends, wie die wachsende Weltbevölkerung und steigendes Einkommen sowie politische Rahmenbedingungen, wie die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, den Ausgangspunkt der strategischen Überlegungen. Ausgehend davon hat das Unternehmen unter Einbeziehung mehrerer Interessengruppen wie Aktionäre, Mitarbeitende, Betriebsräte, eine mittelfristige Strategie "INROS LACKNER 2025" erarbeitet, die die Unternehmensentwicklung in vier Themenfeldern (fachliche, regionale, wirtschaftliche und organisatorische Entwicklung) beschreibt und ggf. an veränderte Randbedingungen angepasst wird. Hieraus werden jährliche Aufgabenschwerpunkte abgeleitet. 2 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten Als Dienstleistungsunternehmen betreibt die INROS LACKNER SE keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Allerdings werden eine enge Zusammenarbeit und der fachliche Austausch mit mehreren Hochschulen genutzt, um ständig die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern und auf dem aktuellen Stand der Forschung zu bleiben. Die Nähe zu Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten hat eine lange Tradition bei der INROS LACKNER SE. Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Nachwuchsförderung - somit können Studierende frühzeitig in das Unternehmen integriert werden. Als wichtiges Gremium hat INROS LACKNER zu diversen Zukunftsthemen Arbeitskreise gegründet, die sich aus interessierten Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Hierarchieebenen zusammensetzen. Die Arbeitskreise arbeiten aktiv an der Entwicklung dieser Themen. Die Einführung der BIM-Methodik bedeutet im Planungs- und Bauprozess einen Umbruch in den Arbeitsweisen der Architektur- und Ingenieurbüros. Seit 2016 realisiert die INROS LACKNER SE bereits mehrere Pilotprojekte. Aus diesen Erfahrungen heraus hat die INROS LACKNER SE auch einen Arbeitskreis BIM aus technikaffinen Mitarbeitenden gegründet, der einen firmeninternen BIM-Leitfaden entwickelt hat. Dieser beinhaltet neben einer Begriffsdefinition auch Rollen und Verantwortlichkeiten sowie Grundsätze der modellorientierten Arbeitsweise. Bereits im Jahr 2020 wurde der übergreifende Leitfaden durch spezielle Fachleitfäden für die Komplexe Gebäudeplanung und die Infrastruktur konkretisiert. Im Jahr 2021 kam ein weiterer Leitfaden für Projekte im Auftrag der Deutschen Bahn hinzu. Im Jahr 2022 wurde in allen Bereichen der INROS LACKNER SE eine Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit in Bezug auf BIM durchgeführt und hieraus weitere Maßnahmen abgeleitet. Mit dem Arbeitskreis "Nachhaltiges Bauen" wurde ein weiteres Zukunftsthema in die Unternehmensentwicklung aufgenommen. Das Thema Nachhaltiges Bauen ist äußerst komplex und erfordert ein gewerkeübergreifendes Denken und Handeln. Der Arbeitskreis bündelt Informationen zum Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen und trägt diese in das Unternehmen. Durch die Auseinandersetzung mit den Anforderungen an das nachhaltige Bauen ist die Voraussetzung geschaffen worden, dass jeder Mitarbeitende dies in sein Bewusstsein aufnehmen kann. Ziel ist es, dass das nachhaltige Bauen als das neue Normal gesehen wird. Unterstützend besuchen Mitarbeitende regelmäßig deutsche und internationale Kongresse, sind in Fachausschüssen aktiv und veröffentlichen regelmäßig Fachartikel. Durch Qualifizierungsmaßnahmen und fachliche Weiterbildungen wird das Know-how kontinuierlich ausgebaut. Die Sicherstellung von fachlich hochwertigen und fehlerfreien Planungen hat eine sehr hohe Priorität. Durch umfangreiche in- und externe Weiterbildungsmaßnahmen sowie moderne und innovative Bearbeitungsmittel wird gewährleistet, dass Planungen auf dem Stand der Technik erfolgen. Des Weiteren steht die Steigerung der Produktivität im Mittelpunkt. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Stärker unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat das Bauhauptgewerbe gelitten. Der Umsatz in dieser Branche erreichte im Jahr 2023 zwar ca. 162,6 Mrd. €. Damit stieg der Umsatz in allen Betrieben nominal um 1,3 %, real verlor er ca. 5 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlichen realen Verlusten. Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Bausparten sehr unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und Mobilitätswende. Nachdem es dem Bauhauptgewerbe in den Vorjahren noch gelungen war, jeweils einen Beschäftigtenzuwachs von ca. 20.000 Beschäftigten im Jahr 2021 und von ca. 15.000 Beschäftigten im Jahr 2022 zu generieren, ist dieser Prozess angesichts der Nachfrageschwäche 2023 gebremst worden. Nach 926.660 Beschäftigten im Jahr 2022 sind in den Unternehmen des Bauhauptgewerbes 2023 jahresdurchschnittlich 927.780 Beschäftigte tätig. Das schmale Plus von 1.120 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr ist dem Zuwachs in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten zuzuschreiben. Hier betrug der Beschäftigtenzuwachs knapp 6.700 Beschäftigte, wohingegen die kleineren Unternehmen ca. 5.600 Beschäftigte verloren. Die internationale Baukonjunktur ist aufgrund der unterschiedlichen Märkte, in denen sich die INROS LACKNER SE bewegt, nicht einheitlich zu beschreiben. Eine weitere konjunkturelle Belebung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ist im Jahr 2023 ausgeblieben. Gemäß den weltwirtschaftlichen Konjunkturberichten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, war hierfür vielfach weiterhin der Inflationsschocks im Jahr 2022 und die daraufhin erfolgten scharfen geldpolitischen Reaktionen verantwortlich. Die jährliche Konjunkturumfrage des Verbands Beratender Ingenieure (VBI), die Anfang 2024 veröffentlicht wurde und an der fast 190 Büros teilnahmen, zeigt eine deutliche Eintrübung des Marktes. Zwar gaben 12% der Büros an, dass sie die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens "sehr gut" einschätzen. Dies waren bei der letzten Umfrage aber noch 19%. Mit "gut" bewerten aktuell noch 57% ihre Situation, aber auch hier waren dies im Vorjahr noch 61% der teilnehmenden Unternehmen. Eine ähnliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Umsatzrenditen der Unternehmen wider. Während noch 2022 24% angeben, dass sich ihre Umsatzrenditen verbessert haben, waren dies 2023 nur noch 17%. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf lag fast unverändert bei 11 Monaten. Hier haben aber nur 15% der Teilnehmenden angegeben, dass sich ihr Auftragsbestand verbessert hat und bei 49% der Teilnehmenden war der Auftragsbestand rückläufig. Trotz der Rahmenbedingungen haben 22 % der Büros Personal aufgebaut (i.Vj. 24%) 35 % haben ihren Personalbestand planmäßig nicht verändert und 31 % konnten den Personalbestand aufgrund des Mangels an geeigneten Bewerbern nicht erhöhen. Damit ist der Mangel an Fachkräften immer noch ein großes Problem der deutschen Ingenieurbüros. Allerdings wurde zum ersten Mal seit vielen Jahren der Fachkräftemangel als das größte Problem durch Bürokratie und regulatorische Einschränkungen abgelöst. 3.2 Regulatorisches Umfeld Die Zukunft gehört dem digitalen Bauen. Mit der Publikation des "Stufenplans Digitales Planen und Bauen" durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI, 2015) wurde "Building Information Modelling" als Planungsmethode in Deutschland eingeführt. Als wesentliches Ergebnis werden eine erhöhte Kostensicherheit und Planungsgenauigkeit sowie eine Verringerung von Nachträgen durch besser kalkulierbare Risiken erwartet. Mit der Ankündigung des BIM-Masterplans durch das BMVI im Januar 2017 wurden konkrete erste Ziele für den Einsatz genannt. Dazu zählen Pilotprojekte in der Infrastruktur, technologische Pilotprojekte und Kompetenzzentren zum Wissenstransfer. Im September 2021 veröffentlichte das Bundesministerium des Innern und für Heimat den Masterplan BIM für Bundesbauten. Er sieht die Einführung der BIM-Methode für alle Bundesbauten ab Ende 2022 verbindlich, für alle neu zu planenden Baumaßnahmen über drei Levels, vor. Die Levels beschreiben eine mehrstufige Einführung der BIM Anwendungsfälle für Bundesbauten, um eine vollständige Implementierung bis 2027 zu gewährleisten. Die verbindliche Festlegung von Mindest- und Höchstsätzen in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die bisher die Vergütung für einen Großteil unserer Leistungen innerhalb bestimmter Grenzen festgelegt hat, ist mit Europarecht nicht zu vereinbaren (EuGH- Urteil vom 4.7.2019). In der vorher zitierten Konjunkturumfrage des VBI haben dies 42 % der Teilnehmer als maßgeblich für die wirtschaftliche Situation ihres Unternehmens im Jahr 2023 gesehen. Nachhaltigkeitsaspekte werden in Zukunft immer größere Bedeutung in der Planung haben. So hat sich die Europäische Union mit Green Deal das Ziel gesetzt bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren (Ziel: erster klimaneutraler Kontinent). Hierbei wurde auch die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030, die im Jahre 2015 durch die UN beschlossen wurde, integriert. Mit der Taxonomie-Verordnung vom 18. Juni 2020 verfolgt die EU das Ziel, ein Klassifizierungssystem für die Bewertung der Nachhaltigkeit von wirtschaftlichen Aktivitäten zu etablieren, um Geld in umwelt- und klimafreundliche Wirtschaftsbereiche zu lenken und Anleger vor Greenwashing zu schützen. In Abschnitt 7 der Verordnung sind technische Bewertungskriterien für die Errichtung neuer Gebäude genannt, nach der bei Gebäuden von mehr als 5.000 qm ein Lebenszyklus-Treibhauspotential für jede Phase des Lebenszyklus berechnet und auf Nachfrage offengelegt werden muss. Die Richtlinie (EU) 2022/2464 über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen trat am 5. Januar 2023 in Kraft und muss bis Mitte 2024 in nationales Recht umgesetzt werden. Die neuen Vorschriften sollen sicherstellen, dass Investoren und andere Interessengruppen Zugang zu den Informationen haben, die sie benötigen, um die Auswirkungen von Unternehmen auf Mensch und Umwelt zu beurteilen und um finanzielle Risiken und Chancen zu bewerten, die sich aus dem Klimawandel und anderen Nachhaltigkeitsthemen ergeben. Die ersten Unternehmen, zu denen auch die Inros Lackner SE gehört, werden die neuen Regeln erstmals im Geschäftsjahr 2024 für Berichte anwenden müssen, die im Jahr 2025 veröffentlicht werden. Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) berichten. 3.3 Geschäftsverlauf Der Fokus der Tätigkeiten der INROS LACKNER SE lag im Berichtsjahr fachlich unverändert auf den bereits im Abschnitt 1.1 genannten Kompetenzbereichen. Die Aktivitäten wiesen regional weiterhin einen Schwerpunkt auf Nord- und Ostdeutschland auf, auch wenn die INROS LACKNER SE 2023 wiederholt Projekte in fast allen deutschen Bundesländern bearbeiten durfte. International konnten Projekte in 26 Staaten Afrikas und Asiens geplant, überwacht oder gesteuert werden. Zahlreiche interessante und große Vorhaben konnten im Jahr 2023 gewonnen werden. Im Inland waren dies u. a.:
Dazu kommen Auslandsvorhaben wie:
Zum 31.12.2023 hatte die INROS LACKNER SE mit diesen Projekterfolgen einen Auftragsvorlauf von 15 Monaten. Wirtschaftlich entwickelte sich die Gesellschaft im Jahr 2023 stabil weiter. Die Umsatzerlöse, korrigiert um die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen, sind mit TEUR 65.268 um 9 % gestiegen (Vorjahr TEUR 60.154). Verstärkend ist hierbei die handelsrechtliche Bewertung des hohen Bestandsaufbaus im Jahr 2023 zu Herstellungskosten zu beachten. Dies führte handelsrechtlich zu einer Reduzierung des Betriebsergebnisses. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von TEUR 4.694 im Vorjahr auf TEUR 2.427. Insgesamt stieg die Betriebsleistung dabei um TEUR 2.847 bzw. 4 %. Wie in den Vorjahren ist der größte Posten auf der Aufwandsseite - entsprechend der Geschäftstätigkeit als Architektur- und Ingenieurgesellschaft - der Personalaufwand. Durch einen fast unveränderten Mitarbeiterstamm bei gleichzeitigen Gehaltssteigerungen, entwickelte sich der Personalaufwand von TEUR 37.598 im Vorjahr auf TEUR 39.034 im Berichtsjahr. Der Anteil von Nachauftragnehmern und freien Mitarbeitenden im Materialaufwand stieg deutlich an, während die sonstigen projektbezogenen Kosten leicht zurück gingen, sodass aber der gesamte Materialaufwand insgesamt immer noch um 20% anstieg. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg ebenfalls deutlich um TEUR 1.060. Ursächlich hierfür waren insbesondere gestiegene Ausgaben für EDV-Leistungen, höhere Zuführungen zu Einzelgewährleistungsrückstellungen, Ausgaben für Beratung und Rechtsschutz sowie Aufwendungen für Personaleinstellungen. In Summe erhöhten sich die Betriebsaufwendungen um TEUR 5.138 überproportional zur Betriebsleistung. Ursächlich hierfür ist die bereits vorher genannte handelsrechtliche Bewertung der unfertigen Erzeugnisse. Insgesamt verblieb daraus ein niedrigeres Betriebsergebnis von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 2.345). Bei einem Beteiligungsertrag von TEUR 490 und einem positiven Finanzergebnis mit gleichzeitig niedrigeren Steuern wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 885 erzielt, der deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von TEUR 614 lag. Das Eigenkapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 TEUR 6.420 und liegt damit um TEUR 240 unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 6.660). Die Eigenkapitalquote beträgt dabei verstärkt durch eine höhere Bilanzsumme 11 %. Der Vorratsbestand erhöhte sich um TEUR 10.233 und betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 131.644 (Vorjahr: TEUR 121.411). 3.3.1 Bedeutsame Leistungsindikatoren INROS LACKNER steuert seine operative Geschäftstätigkeit insbesondere anhand der Eigenleistung, der Produktivität und der Anzahl der Vollbeschäftigteneinheiten (VBE). Die Eigenleistung bemisst sich dabei anhand eines monatlich eingeschätzten Anarbeitungsstandes der Projekte. Während die Höhe der schlussgerechneten Projekte stichtagsbedingten Schwankungen in nennenswerten Größenordnungen unterworfen ist, stellt die Eigenleistung der INROS LACKNER SE eine nachhaltige Kenngröße dar. Die Produktivität stellt als Kennzahl die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden dar und berechnet sich durch die Eigenleistung geteilt durch die Vollbeschäftigteneinheiten. Diese stellt die Anzahl der Mitarbeitenden auf Basis eines Vollzeitäquivalentes von 40 Stunden pro Woche dar. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahr ist der Tabelle zu entnehmen:
3.3.2 Prognose-Ist-Vergleich Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Werte der Leistungsindikatoren und deren Erreichung im Geschäftsjahr sind der Tabelle zu entnehmen:
Die Produktivität blieb 2023 hinter den Prognosewerten zurück. Dies lag trotz einer guten Auftragslage an mehreren Verlustprojekten. Der erwartete Mitarbeiterbestand wurde nicht ganz erreicht, da offene Stellen nicht immer sofort besetzt werden konnten. Dies schlug sich auch auf die Eigenleistung durch, die trotz der leicht verbesserten Produktivität verfehlt wurde. 3.4 Ertragslage Zur Darstellung der Ertragslage wird in der Übersicht eine unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgeleitete Ergebnisrechnung verwendet:
A) Betriebsleistung Die INROS LACKNER SE konnte ihre Leistungsfähigkeit gegenüber 2022 weiter steigern. Dies zeigt eine um TEUR 2.847 bzw. 4% auf TEUR 67.695 gestiegene Betriebsleistung. Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse von TEUR 53.190 im Vorjahr nur leicht auf TEUR 53.324, gleichzeitig stieg aber die Bestandsveränderung von TEUR 6.964 im Vorjahr auf TEUR 11.944. Hierbei muss die handelsrechtliche Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten berücksichtigt werden. Bei einem Bestandsaufbau werden durch diese Systematik stille Reserven in den Vorräten aufgebaut bzw. bei einem Bestandsabbau diese stillen Reserven realisiert. Die Umsatzerlöse lagen zwar nur leicht über dem Vorjahr, insgesamt wurden aber bei einem weiteren Bestandsaufbau in Höhe von fast 12 Mio. EUR weitere stille Reserven in den Vorräten angelegt. Der Bestandsaufbau an unfertigen Leistungen führte dazu, dass der bilanzielle Wert der noch nicht abgerechneten Projekte sich auf TEUR 131.599 (im Vorjahr TEUR 121.390) erhöhte. B) Aufwendungen für Betriebsleistungen Die beiden wesentlichen Faktoren bei den operativen Kosten, wie bei jedem Dienstleister, sind der Material- und der Personalaufwand. Die Ausgaben für Nachauftragnehmer und freie Mitarbeitende im Materialaufwand stiegen um TEUR 2.782 bzw. 22 % wesentlich auf TEUR 15.203. Grund hierfür ist die sehr gute Auftragslage. Die sonstigen projektbezogenen Kosten reduzierten sich hingegen leicht um TEUR 95 auf TEUR 874, spielen aber insgesamt eine untergeordnete Rolle. Der Materialaufwand insgesamt erhöhte sich damit ebenfalls deutlich von TEUR 13.389 um TEUR 2.688 auf TEUR 16.077. Der Personalaufwand stieg gleichzeitig um 4 % auf TEUR 39.034 (im Vorjahr TEUR 37.598) bedingt durch die bereits vorher genannte Erhöhung der Gehälter um 5% bei gleichzeitig 1% weniger Beschäftigten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reflektieren hauptsächlich die Kosten für den Betrieb der INROS LACKNER SE. Dazu gehören beispielsweise Kosten für die Büroinfrastruktur an allen Standorten sowie für EDV- und sonstige Dienstleistungen. Sie stiegen von TEUR 10.290 im Vorjahr auf TEUR 11.349 im Jahr 2023. Ursächlich hierfür waren insbesondere größere Ausgaben für EDV-Leistungen, höhere Zuführungen zu Einzelgewährleistungsrückstellungen, Ausgaben für Beratung und Rechtsschutz, Aufwendungen für Personaleinstellungen. Insgesamt erhöhten sich die Aufwendungen für die Betriebsleistung damit überproportional zur gestiegenen Betriebsleistung um TEUR 5.100 auf TEUR 67.603. Insbesondere durch die starke Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse mit einhergehenden stillen Reserven verschlechterte sich das Betriebsergebnis auf 0,1 % der Betriebsleistung bzw. TEUR 92. C) Zinsergebnis Nachdem im letzten Jahr das Zinsergebnis durch das Ende der Niedrigzinspolitik seitens der EZB belastet wurde, ist im aktuellen Jahr das Zinsergebnis wieder positiv. Durch die Randbedingungen im letzten Jahr, ausgelöst durch Unsicherheiten aufgrund des Ukrainekrieges, fielen die Aktien und Anleihemärkte deutlich, sodass 2022 erstmals ein negatives Zinsergebnis erzielt wurde. Das gute Zinsergebnis 2023 resultiert aus dem positiven Ergebnis der eigenen Wertpapiere des Umlaufvermögens von TEUR 743 sowie Darlehenszinsen und sonstige Zinseinnahmen von TEUR 258. Belastend für das Zinsergebnis wirkten sich die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit TEUR 117 und Abschreibungen auf Finanzanlagen mit TEUR 153 aus. D) Ertragssteuern Die Ertragsteuern beinhalten einen Steuerertrag aus Vorjahren von TEUR 204. Die laufenden Steuern betragen TEUR 644 gegenüber TEUR 857 im Vorjahr und beinhalten einen latenten Steueraufwand von TEUR 271. Der latente Steueraufwand reflektiert im Wesentlichen die Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz durch unterschiedliche Bewertungen in den unfertigen Projekten und unterschiedliche Gewinnrealisierungszeitpunkte bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a. F. für Werkleistungen gemäß BMF-Schreiben vom 15. März 2016. Die rein steuerliche Änderung der Gewinnrealisierungszeitpunkte bei Abschlagsrechnungen wurde im Jahr 2015 handelsrechtlich durch die Bildung von Steuerrückstellungen für den vorgezogenen Steuerertrag berücksichtigt. Das handelsrechtliche Ergebnis wurde dabei durch aktive latente Steuern ins Verhältnis gesetzt. Diese aktiven latenten Steuern werden im Verhältnis der nachgelagerten handelsrechtlichen Gewinnrealisierung aufgelöst. Ebenfalls werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände steuerbilanziell nicht aktiviert. Im laufenden Steueraufwand sind TEUR 348 ausländische Steuern enthalten. Die laufende Steuerquote beträgt deshalb ca. 49 % gegenüber 72 % im Vorjahr. Korrigiert man die ausländischen Steuern aus dem laufenden Aufwand, da diese nur teilweise auf die deutsche Steuer angerechnet werden können, verbleibt weiterhin eine Steuerquote von 22 %. 3.5 Vermögenslage
A) Anlagevermögen Die Gesellschaft investierte TEUR 2.189 (Vorjahr: TEUR 1.793) in das Anlagevermögen. Die Investitionen betreffen immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 353), Sachanlagen (TEUR 1.176) sowie Finanzanlagen (TEUR 660). Beim Sachanlagevermögen wurden die wesentlichen Investitionen in die Erneuerung und Erweiterung des Fuhrparks (TEUR 511) und die Erneuerung der EDV-Geräte und -Anlagen (TEUR 328) getätigt. Die laufenden Abschreibungen von planmäßig TEUR 1.103 liegen unter dem Niveau des Investitionswertes. B) Vorräte (abzüglich erhaltener Anzahlungen) Der bilanzielle Wert, der zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Projekte, erhöhte sich im Jahr 2023 von TEUR 113.213 auf TEUR 125.176. Dies entspricht einem Bestandsaufbau von 10 %. Die Gesellschaft hat an ihre Nachauftragnehmer und freien Mitarbeitenden Anzahlungen in Höhe von TEUR 6.423 (i. Vj. TEUR 8.177) geleistet. Wie aus der Vermögenslage ersichtlich, decken die erhaltenen Anzahlungen vollständig die Herstellungskosten in diesen Projekten. Der gesamte Wert der erhaltenen Anzahlungen beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 156.768 (i. Vj. TEUR 144.929). C) Gruppenfinanzierung Unter Gruppenfinanzierung werden Finanzierungsaktivitäten (Darlehen) mit den verbundenen Unternehmen und den mit der Aktionärin INROS Holdinggesellschaft mbH, Rostock, verbundenen Unternehmen dargestellt. Die Veränderung in der Gruppenfinanzierung resultiert aus der Gewährung von neuen und der Rückzahlung von bestehenden Darlehen sowie noch nicht gezahlten Dividenden. D) Latente Steuern Die latenten Steuern betreffen zum einen Bewertungsänderungen durch das Bilanzrechtmodernisierungsgesetz und zum anderen den Unterschiedsbetrag aus einem unterschiedlichen Gewinnrealisierungszeitpunkt bei Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI a. F. für Werkleistungen gemäß BMF-Schreiben vom 15. März 2016. E) Vorgesehene Gewinnausschüttung Der Verwaltungsrat der INROS LACKNER SE wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Gewinnausschüttung je Aktie in Höhe von 7,00 EUR zzgl. 1,00 EUR für die stimmrechtslosen Vorzugsaktien an die Aktionäre zu beschließen. 3.6 Finanzlage
A) Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Im Geschäftsjahr 2023 hat die INROS LACKNER SE ein Periodenergebnis von TEUR 885 (Vorjahr: TEUR 614) erzielt, aus dem sich unter Korrektur der zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge ein Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 4.041 (Vorjahr: TEUR -405) ableitet. B) Cash Flow aus Investitionstätigkeit Die INROS LACKNER SE hat in ihr Anlagevermögen zahlungswirksam TEUR 2.170 investiert. Dem gegenüber stehen Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagegegenständen in Höhe von TEUR 57. Der gesamte Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt damit TEUR -2.113 und liegt somit über den Investitionen des Vorjahres. C) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der Zahlungsabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -3.071 ist durch die Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR -1.124) und die Veränderung von Darlehen aus Gruppenfinanzierungen (TEUR -1.947) begründet. D) Finanzmittelfonds am Ende der Periode Durch die oben genannten Effekte ergibt sich insgesamt eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds im Jahr 2023 von TEUR -1.143. Der Finanzmittelbestand beinhaltet Wertpapiere des Umlaufvermögens, Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. 3.7 Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Die Baukonjunktur in Deutschland befand sich im Jahr 2023 zum zweiten Jahr in Folge in einer Abwärtsbewegung. Gründe hierfür sind weiterhin die Inflation, die hohen Finanzierungskosten, Rohstoffknappheit und die Unsicherheiten am Markt. Die INROS LACKNER SE hat sich im Gegensatz hierzu im operativen Geschäft stabil weiterentwickelt. Wesentliche bedeutsame Leistungsindikatoren wurden zwar knapp verpasst, doch ein Personalanstieg im letzten Quartal 2024 sowie ein sehr guter Auftragsvorlauf stimmen positiv. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 885 liegt zwar unter der geplanten Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 1.125, wodurch sich das Eigenkapital reduziert, dies ist aber bedingt durch einen weiteren Bestandsaufbau mit handelsrechtlich stillen Reserven. Durch einen hohen Auftragsvorlauf und weiterhin hohe Liquidität ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens für die nächsten Jahre weiterhin gesichert. 4 Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken Risiken und Chancen sind Teil unternehmerischen Handelns. Die INROS LACKNER SE hat Instrumente und Prozesse installiert, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen zu begegnen. Die Geschäftsführung der INROS LACKNER SE ist verantwortlich für das Risikomanagementsystem und prüft regelmäßig die Risikosituation und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Genauso werden laufend Chancen gesucht, um die Unternehmensstrategie hierauf anzupassen. Durch das Risikomanagement der Gesellschaft quantifiziert und überwacht die Geschäftsführung regelmäßig neben wirtschaftlichen Kennzahlen wie Leistungsmeldung, Umsatzrendite, nicht abgerechnete Leistungen, überfällige Forderungen, Auftragsvorlauf, Liquidität auch Personalindikatoren wie Auslastung, Erreichung des Personalplanes und anderes. Weiterhin im Fokus steht die regelmäßige Überwachung der politischen Situation v. a. in einigen Ländern Afrikas und in Pakistan. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. 4.1 Risikobericht Die Bedeutung von Risiken wird auf Basis der möglichen negativen Auswirkung auf die prognostizierten finanziellen Ziele, verbunden mit der Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Risikos, ermittelt. Risiken werden gemäß diesen beiden Faktoren als "hoch", "wahrscheinlich" oder "gering" klassifiziert.
* gering bei < 25 %; wahrscheinlich 25-50 %;
hoch > 50 %
Die INROS LACKNER SE verfügt über ein Controllingsystem, bei dem alle Kosten auf Projekte umgelegt werden, sodass für alle realisierten Projekte der letzten Jahre detailliert die Kostenstruktur analysiert werden kann. Diese Erfahrungswerte von vielen tausenden von Projekten dienen als Kalkulationsbasis, wenn vergleichbare Projekte angeboten werden. Hierdurch ist die INROS LACKNER SE in der Lage, bei einem Preisverfall ihre Selbstkosten genau vorherzusagen und das Risiko von Verlustprojekten zu minimieren. Zusätzlich können durch die Einbindung von internationalen Beteiligungsgesellschaften Kostenvorteile erzielt werden. Zur Sicherung des Gewährleistungsrisikos verfügt die INROS LACKNER SE über eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Versicherungssumme von TEUR 10.000 im Einzelfall jeweils für Personen- und sonstige Schäden. Dem Fachkräftemangel begegnet die Gesellschaft mit vielfältigen Image- und Marketingkampagnen. Durch eine transparente Kommunikation dieser Inhalte in öffentlichen Medien wie Xing, LinkedIn, Kununu, etc. konnte eine Vielzahl von Bewerbern angesprochen werden. Durch jahrelange Projekterfahrungen in den Ländern, in denen die INROS LACKNER SE tätig ist, verfügt die Gesellschaft über hohe lokale Kenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Umstände in den Ländern, in denen Projekte angeboten werden. Falls ein Projekt in einem Land angeboten wird, in dem diese Erfahrung nicht vorliegt, werden diese Projekte gemeinsam mit lokalen Architektur- und Ingenieurbüros angeboten, um diese länderspezifischen Erfahrungen in das Projekt einzubringen. Hierdurch ist die Gesellschaft in der Lage Länderrisiken zu händeln. Im November 2023 wurde die INROS Gruppe Opfer eines Cyberangriffs, der teilweise die Produktionsabläufe wesentlich gestört hat. Aus dieser Erkenntnis heraus wird die INROS LACK- NER SE 2024 nennenswert in ihre IT Sicherheit investieren. Im Berichtsjahr 2023 standen den Risiken der INROS LACKNER SE stets Deckungsmassen in ausreichender Höhe gegenüber. 4.2 Chancenbericht Die INROS LACKNER SE ist unverändert, in den unter 1.1 genannten Kernbereichen, sowie in allen Planungsstufen der HOAI, auf nationalen als auch internationalen Märkten tätig. Die dadurch erhaltene Unabhängigkeit von einzelnen Märkten führt zu einer Stabilität hinsichtlich konjunktureller Schwankungen, damit hebt sich das Unternehmen von der Vielzahl von spezialisierten oder regional tätigen Architektur- und Ingenieurbüros ab. Mit Projekten im Bereich der Verkehrs- und Energiewende sowie des Hochwasserschutzes ist die INROS LACKNER SE gut im Markt bei anstehenden gesellschaftlichen Veränderungen positioniert. Zur Absicherung der operationalen Projektrisiken verfügt die INROS LACKNER SE über ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001, das laufend zertifiziert wird. Auf dem nationalen Markt sieht die Geschäftsführung, durch die Einführung von BIM und Fragestellungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Projekten, eine große Chance in ihrer Aufstellung als Generalplaner. Der internationale Markt, insbesondere Afrika, eröffnet dem Unternehmen unverändert Möglichkeiten zur Expansion. Die Wirtschaft in den wachsenden Märkten Asiens sowie die Bevölkerungsentwicklung Afrikas bieten hier ein großes Investitionspotenzial mit zahlreichen Projektchancen. Auf diesen Märkten kann sich die INROS LACKNER SE dank der langjährigen und fundierten Erfahrungen und sehr guter Projektreferenzen dem internationalen Wettbewerb stellen. Durch eine gute Auftragslage zum 31.12.2023 von 15 Monaten, die über dem Branchendurchschnitt von 11 Monaten liegt, kann das Unternehmen kurzfristige konjunkturelle Effekte besser überstehen als der Branchendurchschnitt. Eine besonders gute Liquiditätssituation der Gesellschaft macht es möglich, unabhängig von kurzfristigen Entwicklungen die Unternehmensstrategie fortzuführen. 4.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Aufgrund der vorher genannten Chancen und Risiken und der guten Positionierung unter den größten deutschen Architektur- und Ingenieurbüros wird die Wettbewerbsfähigkeit der INROS LACKNER SE für gut eingeschätzt. Das Unternehmen bleibt konsequent auf die nachhaltige Schaffung von Werten für seine drei Interessengruppen (Kunden, Mitarbeitende und Anteilseigner) ausgerichtet. 5 Prognosebericht 5.1 Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Für 2024 rechnet der Zentralverband der deutschen Bauwirtschaft mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 % und einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte. Die Auswirkungen der gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie der Unsicherheiten im Investitionsbereich kommen durch die langen Projektlaufzeiten zeitverzögert in der Planungsbranche an. Auch die Erwartungen der unabhängigen Ingenieurunternehmen für das kommende Geschäftsjahr haben sich gegenüber dem Vorjahr, in dem es zu einer deutlichen Eintrübung kam, nicht verbessert. Das ergab die jährliche Konjunkturumfrage des VBI, die Anfang 2024 veröffentlicht wurde. Demnach wollen noch 27 % (i. Vj. 26 %) der befragten Unternehmen 2024 personell wachsen, 20 % (i. Vj. 23 %) rechnen mit einem Umsatzwachstum und 15 % (i. Vj. 13 %) erwarten auch eine Verbesserung ihres Auftragsbestandes. 5.2 Entwicklung des regulatorischen Umfelds Die Geschäftsführung der INROS LACKNER SE rechnet durch den Wegfall der verbindlichen Mindest- und Höchstsätze in der HOAI weiterhin mittelfristig mit einem Preisverfall im Inland, auch wenn, bedingt durch die bisher stabile Baukonjunktur, sich dieses erst in einigen Teilbereichen in den Honoraren widerspiegelt. Durch die Trendwende in der Bauwirtschaft kommt aktuell, besonders im Hochbau, ein größerer Preiswettbewerb auf die Architektur- und Ingenieurbüros zu. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es im Anschluss an solche Entscheidungen kurzfristig zu einem Preisverfall mit einer anschließender Marktkonsolidierung kommt. Erst langfristig führt dies wieder zu steigenden Honoraren. Die Einführung von Berichtspflichten für nachhaltige Aktivitäten und einer Taxonomie zur Definition nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten durch die EU-Kommission ist ein wesentlicher Baustein in der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft. Die für eine Berichterstattung gemäß Taxonomie-Verordnung notwendigen Daten liegen aktuell nicht vollständig vor. Es wird in den nächsten Jahren dafür gesorgt werden müssen, dass diese von Unternehmen, öffentlichen Datenbanken und externen Dienstleistern in der notwendigen Qualität zur Verfügung gestellt werden. Hierbei werden Architektur- und Ingenieurbüros große Aufgaben sowie Herausforderungen bei der Bereitstellung der Daten sowie bei der Integration der Daten in den Planungsprozess haben. Im ersten Halbjahr 2024 hat die Inros Lackner SE bereits ihre Wesentlichkeitsanalyse zur Erfüllung ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung im Jahr 2025 abgeschlossen. Aktuell werden für die wesentlichen Einflussfaktoren die Datenerfassung und -analyse vorbereitet. 5.3 Entwicklung der Leistungsindikatoren In der Unternehmensplanung für 2024 geht die Geschäftsführung von einem moderaten Anstieg der Mitarbeitenden und dadurch der Leistungsfähigkeit des Unternehmens aus. Die Situation der Bewerbungen auf offene Stellen hat sich bereits in den ersten Wochen des Jahres 2024 als sehr gut gezeigt, wobei die Steigerung der Eigenleistung überproportional zum Mitarbeiterwachstum erwartet wird. Trotz der guten konjunkturellen Situation im Jahr 2023 wird auch von einer weiteren Steigerung der Produktivität ausgegangen. Auf Grund eines Cyberangriffs im November 2023, der zu einer Störung der Produktionsabläufe führte, lag die Eigenleistung im ersten Quartal 2024 hinter dem Vorjahr zurück. Da die Arbeitsfähigkeit des Unternehmens inzwischen aber wieder hergestellt werden konnte, gehen wir von einer weiteren positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 aus.
Bremen, den 5. Juli 2024 Ingo Aschmann Frank Bernhardt Gesche Fremerey Dr. Ronny Glaser Lutz Hempelt Torsten Retzlaff Dr. Klaus Maria Richter Geschäftsführende Direktoren der INROS LACKNER SE Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERKEingeschränkter Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die INROS LACKNER SE, Bremen: Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der INROS LACKNER SE, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INROS LACKNER SE, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Die Gesellschaft hat entgegen § 285 Nr. 9 a) bis c) HGB die Gesamtbezüge der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats der INROS LACKNER SE, die für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und das an einen derzeitigen geschäftsführenden Direktor gewährte Darlehen nebst der weiteren hierzu gesetzlich geforderten Angaben im Anhang nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 5. Juli 2024 Rödl
& Partner GmbH
Schöne, Wirtschaftsprüfer Herwig, Wirtschaftsprüfer Protokoll über die Hauptversammlung der INROS LACKNER SE
Teilnehmer:
Tagesordnung:
Die Einladung zur Hauptversammlung erfolgte ordnungsgemäß durch das Schreiben vom 06.06.2024. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Herr Ingo Aschmann, übernahm gemäß § 18 der Satzung den Vorsitz und stellt fest: Dass 97,3 % der stimmberechtigten Aktien anwesend sind. Die Beschlussfähigkeit ist damit gegeben. Das Abstimmungsverfahren erfolgt durch Handheben zur Abgabe der Ja- oder Nein- Stimmen und der Stimmenthaltungen. zu 1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses 2023 Bericht: Herr Aschmann
Bericht des Verwaltungsrates: Bericht: Herr Aschmann zu 2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2023 Der Verwaltungsrat schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 3.320.072,26 EUR an die Aktionäre eine Bruttodividende von 7,00 EUR je Stammaktie zzgl. 1,00 EUR für stimmrechtslose Vorzugsaktien auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von 2.195.072,26 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Auszahlungstermin ist der 31.07.2024. Beschluss 01/2024
zu 3. Beschlussfassungen über die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der geschäftsführenden Direktoren Der Verwaltungsrat schlägt vor, den Mitgliedern des Verwaltungsrates und den geschäftsführenden Direktoren für das Jahr 2023 Entlastung zu erteilen. Beschluss 02/2024 Den geschäftsführenden Direktoren wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.
Beschluss 03/2024 Dem Verwaltungsrat wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.
zu 4. Beschlussfassung über die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 Der Verwaltungsrat schlägt vor zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Hamburg zu bestellen. Beschluss 04/2024
zu 5. Beschlussfassung zur Aufnahme neuer Aktionäre Vorgeschlagen wird folgende Führungskräfte mit je 1 Prozent Anteil (1.500 Aktien) als neue Aktionäre zu beteiligen: Herr Dr. Ronny Glaser Herr Michael Beckmann Vorgeschlagen wird folgenden Aktionären je 1 Prozent Anteile (1.500 Aktien) zu übertragen: Herr Dr. Klaus Richter Herr Markus Schuckert Herr Tobias Günzl Beschluss 05/2024
Rostock, den 09.07.2024 Ingo Aschmann, Vorsitzender der Hauptversammlung |
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