Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
TARGO Commercial Finance AGLiquidiert
55130 Mainz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Renz seit 18.6.2018 | Prokura |
Christoph Walter Spahn seit 18.6.2018 | Prokura |
Bernd Günnewig seit 5.2.2018 | Prokura |
Rainer Palinsky seit 5.2.2018 | Prokura |
Volker Todt seit 5.2.2018 | Prokura |
Gottfried Andreas Jakob Goeller seit 25.10.2017 | Prokura |
Björn Hemp seit 26.9.2017 | Prokura |
Christian Marlow Stewart seit 26.9.2017 | Prokura |
Johannes Wehrmann seit 17.5.2017 | Prokura |
Alexander Dr. Lampe seit 11.4.2014 | Prokura |
Karin Daus seit 13.8.2013 | Prokura |
Klaus Neumann seit 4.4.2013 | Prokura |
Thomas Urhahn seit 6.11.2012 | Prokura |
Constantin Karl-Peter Gustav Dieter Nold seit 6.11.2012 | Prokura |
Markus Tauch seit 22.8.2011 | Prokura |
Burkhard Reitermann seit 6.1.2011 | Vorstandsmitglied |
Cornelia Dr. Nett seit 9.6.2009 | Prokura |
Thomas Schröder seit 9.6.2009 | Prokura |
Thorsten Seifner seit 9.6.2009 | Prokura |
Klaus Pause seit 26.1.2009 | Prokura |
Frank Hermann Peterlic seit 4.7.2008 | Prokura |
Christoph Heufers seit 9.5.2008 | Prokura |
Christian Stoffel seit 26.9.2007 | Prokura |
Jens Erwin Meireis seit 26.9.2007 | Prokura |
Andreas Prescher seit 26.9.2007 | Prokura |
Ansgar Kugelstadt seit 26.9.2007 | Prokura |
Jörg Michael Diewald seit 10.8.2007 | Vorstandsmitglied |
Mathias Meyer seit 10.4.2006 | Prokura |
Eric Claude Roger Saquet seit 23.9.2005 | Prokura |
Joachim Ludwig Secker seit 23.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
CommerzFactoring GmbHAufgelöst | 49.90% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TARGO Commercial Finance AG (vormals: GE Capital Bank AG)MainzJahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und LageberichtJahresbilanz zum 31. Dezember 2016Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Mit Vertrag vom 31. März 2016 wurde die alleinige Anteilseignerin der GE Capital Bank AG, die Heller GmbH, einschließlich ihrer Anteile an der GE Capital Bank AG zusammen mit anderen deutschen und französischen GE Capital Gesellschaften an die Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg, Frankreich (BFCM) verkauft. Der Verkauf wurde am 20. Juli 2016 vollzogen. Seit dem 4. August 2016 firmiert die GE Capital Bank AG unter TARGO Commercial Finance AG. Die TARGO Commercial Finance AG mit Sitz in Mainz ist beim Amtsgericht Mainz unter der Nummer HRB 224 im Handelsregister eingetragen. A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der TARGO Commercial Finance AG für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Ermittlung der Wertberichtigungen auf offene, einredefrei angekaufte Abnehmerforderungen wie folgt modifiziert: Bei Abnehmern mit einem Forderungsbestand zum Ausfallzeitpunkt von mindestens TEUR 750 erfolgt eine individuelle Analyse des nach Abrechnung mit der Warenkreditversicherung verbleibenden Restbetrags, welcher einzelwertberichtigt wird. Bei allen anderen Abnehmern werden zum Ausfallzeitpunkt des jeweiligen Abnehmers über einen Expected Loss Ansatz pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet und basierend auf dem Forderungsbestand bis zur vollständigen Abwicklung der Forderungen täglich angepasst. Diese Bewertungsänderungen hatten keine nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2016 mit Ausnahme von Änderungen, die sich aus der Anwendung des Bilanzrichtlinien-Änderungsgesetz (BilRUG) ergaben, keine Bewertungs- oder Bilanzierungsmethoden modifiziert. Barreserven, Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Bilanzstichtag bewertet, Aufwendungen und Erträge werden am Buchungstag zum Referenzkurs der EZB umgerechnet. Forderungen an Kunden sind zum Nominalbetrag, vermindert um Wertberichtigungen sowie die Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gem. § 340f HGB, bewertet. Für alle erkennbaren und latenten Risiken im Kreditgeschäft mit Kunden sowie ausgefallene Kundenforderungen aus dem Factoringgeschäft werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Ausfälle gebildet. Bezüglich der Wertberichtigungen auf Abnehmerforderungen im Factoringgeschäft verweisen wir auf die oben dargestellten Bewertungsänderungen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch die Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung wird eine Berechnung gemäß dem BMF-Schreiben vom 10. Januar 1994 durchgeführt und das Ergebnis mit dem Lifetime Expected Loss verglichen. Der höhere der beiden Werte wird als Pauschalwertberichtigung angesetzt. Für die Ermittlung der Pauschalrückstellung für Eventualverbindlichkeiten wird analog vorgegangen. Die Verlusterwartung ermittelt sich beim Lifetime Expected Loss Ansatz als Produkt der Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD), der Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD) und dem Ausfallrisiko zum Ausfallzeitpunkt (Exposure at Default, EAD = Betrag der (angekauften) Forderungen). Die errechnete Verlusterwartung wird anschließend auf die verbleibenden vertraglichen Restlaufzeiten hochgerechnet. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandkredite (Treuhandvermögen) sind zu den Buchwerten angesetzt. Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 150 nicht überschreiten, werden im Jahr der Anschaffung direkt aufwandswirksam erfasst. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über EUR 150 liegen und den Betrag von EUR 410 nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 410 überschreiten, werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Auf unterjährig erfolgte Zugänge wird die Abschreibung monatsgenau errechnet. Die Gesellschaft hat nicht von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Auf Grund des mit der Heller GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags sowie der mit der Heller GmbH bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden in der Gesellschaft keine latenten Steuern erfasst. Transitorische Posten sind in die aktive und passive Rechnungsabgrenzung eingestellt. Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsteilwert unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Die Berechnung basiert auf den folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:
Als Betrachtungszeitraum für den Diskontierungszins wird im Geschäftsjahr 2016 erstmals der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren zu Grunde gelegt. Im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Nr. 1 HGB in Höhe von TEUR 2.954. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Barwerten bzw. Anwartschaftsbarwerten unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 3,23 % bewertet. Die Jubiläumsrückstellung nimmt eine durchschnittliche Fluktuation von 5,00 % an. Des Weiteren wird bei dieser von einer Einkommens- und Beitragsbemessungsgrenzendynamik von 2,30 % ausgegangen. Als Rechnungsgrundlagen dienen jeweils die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die TARGO Commercial Finance AG verwendet zur verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs die periodische (GuV-orientierte) Betrachtungsweise. Die in die Kalkulation einbezogenen Werte wurden auf der Grundlage der aktuellen Zinsstrukturkurve bewertet. Die diskontierten Periodenergebnisse des Bankbuchs weisen unter Berücksichtigung von Gegenleistungsansprüchen (i. W. Zinserträge) sowie Leistungsverpflichtungen (u. a. fiktiver Zinsaufwand, Verwaltungskosten und erwartete Risikokosten) zum Bilanzstichtag einen positiven Saldo auf. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 340a HGB i. V. m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB war nicht erforderlich. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Bildung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgte nach § 6b EStG aus dem Verkauf eines Gebäudes. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz: Laufzeitengliederung Nach § 9 RechKredV erfolgt die nachstehende Gliederung ausgewählter Posten und Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten:
Fremdwährungen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen an Kreditinstitute Wesentlicher Bestandteil der Forderungen an Kreditinstitute sind nicht abgerufene Guthaben aus laufender Rechnung bei diversen in- und ausländischen Banken. Forderungen an Kunden Wesentliche Bestandteile der Forderungen an Kunden sind in Höhe von TEUR 2.155.821 Forderungen an Abnehmer aus Factoringengagements und TEUR 193.960 Forderungen aus Investitionsfinanzierungen. Treuhandvermögen (Treuhandkredite) Bei den Treuhandkrediten handelt es sich in Höhe von TEUR 255 um Forderungen an Kreditinstitute und in Höhe von TEUR 853 um Forderungen an Kunden. Anlagespiegel
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen
1) Als unbeschränkt haftender Gesellschafter. An dem Gemeinschaftsunternehmen "CommerzFactoring GmbH" sind die TARGO Commercial Finance AG und die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, beteiligt. Die CommerzFactoring GmbH ist mit einem Stammkapital von EUR 100.000,00 ausgestattet. Der Buchwert der Beteiligung der TARGO Commercial Finance AG beträgt EUR 523.950,00. Die TARGO Commercial Finance AG hat am 6. März 2006 mit der CommerzFactoring GmbH einen Dienstleistungs-Rahmenvertrag abgeschlossen. Mit der Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH hat die CommerzFactoring GmbH am 24. November 2008 einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die QUANTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft AG & Co. oHG, Mainz, ist eine Objektgesellschaft, die als einzigen wesentlichen Vermögensgegenstand das an die TARGO Leasing GmbH, Düsseldorf, (vormals GE Capital Leasing GmbH, verbundenes Unternehmen) vermietete Verwaltungsgebäude in ihrer Bilanz mit einem Buchwert von TEUR 3.473 zum 31. Dezember 2016 ausweist. Finanziert wird das Objekt durch die TARGO Commercial Finance AG. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Bei den Immateriellen Anlagewerten handelt es sich um Standardsoftware. Die Sachanlagen enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen gegen Kunden und Lieferanten (TEUR 153). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 656.963). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Dieser Posten enthält insbesondere Verbindlichkeiten aus den von den Geschäftspartnern der TARGO Commercial Finance AG noch nicht abgerufenen Verfügbarkeiten aus dem Factoringgeschäft in Höhe von TEUR 469.674 sowie die vereinbarten Kaufpreiseinbehalte mit TEUR 255.622, über die unsere Kunden bei Bezahlung der Rechnungen durch die Abnehmer oder im Delkrederefall verfügen können. Ein weiterer wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten sind die seit Juni 2010 unter der Marke 'GE Capital Direkt' (seit 10. Januar 2017' TARGOBANK Direkt') hereingenommenen Tages- und Termingelder. Die Einlagen von Privatpersonen beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 336.815 (im Vorjahr TEUR 431.532). Daneben sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 41.115 im Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten. Treuhandverbindlichkeiten (Treuhandkredite) Diese Position enthält Treuhandkredite gegenüber einem Kunden. Sonstige Verbindlichkeiten Dieser Posten beinhaltet hauptsächlich die Verbindlichkeit zur Abführung des Gewinns des Geschäftsjahres 2016 aufgrund des mit der Heller GmbH, Mainz, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags (TEUR 32.064). Außerdem sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 1.352 Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Mainz im Wesentlichen aufgrund abzuführender Umsatzsteuer und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 1.328 enthalten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Bestand der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Factoringgebühren in Höhe von TEUR 1.595. Andere Rückstellungen Wesentliche Beträge in dieser Position sind die Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 3.546), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Lieferanten (TEUR 2.184) und für Kredit-versicherungsprämien (TEUR 645) sowie die Rückstellungen für die Erstattung von Factoringgebühren (TEUR 312). Sonderposten mit Rücklageanteil Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich um eine steuerfreie Rücklage nach § 6b EStG aus der Veräußerung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zweigniederlassung Düsseldorf. Der damalige Buchgewinn aus der Veräußerung wurde auf das Objekt der QUANTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft AG & Co. oHG, Mainz, übertragen. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 86.000.000,00. Es ist eingeteilt in 1.682.002 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien werden vollständig von der Heller GmbH, Mainz, gehalten. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen bestehen im Wesentlichen aus der Übernahme von Delkredererisiken der CommerzFactoring GmbH in Höhe von TEUR 1.812.112. TEUR 36 betreffen Mietavale, die die TARGO Commercial Finance AG für ein verbundenes Unternehmen gestellt hat. Bei den unwiderruflichen Kreditzusagen handelt es sich um noch nicht an Kunden ausgezahlte Darlehensteilbeträge. C. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zins- und Provisionserträge Von den Zinserträgen in Höhe von TEUR 86.908 sind TEUR 2.144 und von den Provisionserträgen in Höhe von TEUR 4.779 sind TEUR 122 im Ausland entstanden. Negative Zinsen auf bei der Deutschen Bundesbank gehaltene Guthaben (TEUR 996) wurden von den Zinserträgen in Abzug gebracht. Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen (TEUR 7.161) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.808). Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten TEUR 8.995 (Vorjahr TEUR 13.373) für an andere Konzerngesellschaften ausgelagerte Dienstleistungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.093 (Vorjahr TEUR 1.155). Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Netto-Risikokosten sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 14.040 auf TEUR 7.816 zurückgegangen. Bei der Risikovorsorge im Factoringbereich führte eine niedrigere Zuführung zur Pauschalwertberichtigung und geringere Aufwendungen für Kreditversicherungen zu einem niedrigeren Risikovorsorgeergebnis. Bei der Risikovorsorge für Investitionsfinanzierungen führte die Auflösung von Einzelwertberichtigungen bei gleichzeitig niedrigeren Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen zu einem positiven Risikovorsorgeergebnis. Darüber hinaus wurde die Vorsorgereserve nach § 340f HGB im Geschäftsjahr 2016 nicht weiter erhöht (im Vorjahr Zuführung von TEUR 2.500). Diese Position beinhaltet auch die Kosten für Warenkreditversicherungen in Höhe von TEUR 5.860. D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für das Bürogebäude und den Fuhrpark sowie Lizenz- und Wartungsverträge. Die Gesamtsumme der Verpflichtungen für 2017 beträgt TEUR 3.793. Darin sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Für die Jahre 2017 bis 2022 betragen die Verpflichtungen TEUR 6.472. E. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen. F. Angaben gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG (Country-by-Country-Reporting) Gemäß § 26a Abs. 1 Satz 3 KWG braucht die TARGO Commercial Finance AG die Angaben nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG für das Geschäftsjahr 2016 nicht zu machen, da sie in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg (Frankreich) einbezogen wird und das Mutterunternehmen den Anforderungen der Richtlinie 2013/36/EU unterworfen ist. G. Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstands Joachim Secker, Bankfachwirt, Mainz (Vorsitzender) Jörg Diewald, Bankbetriebswirt, Selzen Burkhard Reitermann, Bankfachwirt, Frankfurt am Main Mitglieder des Aufsichtsrats
Aufsichtsratsmandate der Mitglieder des Vorstands
Bezüge der Gesellschaftsorgane An die Mitglieder des Vorstandes der TARGO Commercial Finance AG wurden im Geschäftsjahr fixe und erfolgsabhängige Bezüge in Höhe von TEUR 5.951 gezahlt. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder beliefen sich in diesem Zeitraum auf TEUR 1.409. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern der TARGO Commercial Finance AG sind TEUR 9.905 zurückgestellt. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr TEUR 23 erfasst. H. Mitarbeiter
Auszubildende wurden gemäß der gängigen Auslegung in Anlehnung an die Aufzählung in § 267 Abs. 5 HGB für die Berechnung der Mitarbeiterzahlen und des Durchschnitts der Mitarbeiter nicht berücksichtigt. I. Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen Die TARGO Commercial Finance AG hat mit der CommerzFactoring GmbH einen Dienstleistungs-Rahmenvertrag geschlossen und erbringt sämtliche mit dem von der Gesellschaft betriebenen Factoringgeschäft in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Für die TARGO Factoring GmbH, Mainz (Schwesterunternehmen), die ebenfalls Factoring betreibt, erbringt die TARGO Commercial Finance AG im Rahmen eines Service Agreements sämtliche Dienstleistungen. Für die Heller GmbH (Mutterunternehmen) werden alle Verwaltungsaufgaben erbracht. Darüber hinaus erbringt die TARGO Commercial Finance AG verschiedene Leistungen an verbundene Unternehmen. J. Honorar des Abschlussprüfers Im Berichtsjahr wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 649 für Abschlussprüferleistungen und in Höhe von TEUR 46 für andere Bestätigungsleistungen für das Jahr 2016 gebucht. Andere Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht. K. Konzernzugehörigkeit und Nachtragsbericht Alleinige Anteilseignerin der TARGO Commercial Finance AG ist die Heller GmbH, Mainz, die Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungskreises ist. Die Heller GmbH erstellt für das Geschäftsjahr 2016 keinen Konzernabschluss, da sie ihrerseits neben der TARGO Commercial Finance AG in den Konzernabschluss der Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg (Frankreich) einbezogen wird und der Konzernabschluss der Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A. im Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht wird. Des Weiteren wird die TARGO Commercial Finance AG in den Konzernabschluss des Caisse Fédérale de Crédit Mutuel, Straßburg (Frankreich) (größter Konsolidierungskreis) einbezogen, der im Internet unter https://www.creditmutuel.fr/groupecm/fr/publications/rapports-annuels abrufbar ist. Nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und Erstellung des Lageberichts sind keine Tatsachen oder Ereignisse bekannt geworden, die einen materiellen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft haben oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Aufstellung des Jahresabschlusses der TARGO Commercial Finance AG zum 31. Dezember 2016 und die Erstellung des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2016 erfolgten unter Annahme der Unternehmensfortführung.
Mainz, den 29. März 2017 TARGO Commercial Finance AG Der Vorstand Joachim Secker Jörg Diewald Burkhard Reitermann Lagebericht für das für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20161 Grundlagen der Bank Mit Vertrag vom 31. März 2016 wurde die alleinige Anteilseignerin der GE Capital Bank AG, die Heller GmbH, einschließlich ihrer Anteile an der GE Capital Bank AG zusammen mit anderen deutschen und französischen GE Capital Gesellschaften an die Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg, Frankreich (BFCM) verkauft. Der Verkauf wurde am 20. Juli 2016 vollzogen. Seit dem 4. August 2016 firmiert die GE Capital Bank AG unter TARGO Commercial Finance AG (im Folgenden auch "Bank" oder "Gesellschaft" genannt). Durch den Verkauf an die Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A. gehört die TARGO Commercial Finance AG zum Konzernverbund des Caisse Fédérale de Crédit Mutuel, Straßburg, Frankreich. Die Bank hat ihren Sitz in Mainz und unterhält eine Zweigniederlassung in Düsseldorf. Geschäftsmodell der Bank Die TARGO Commercial Finance AG ist mit mehr als 50 Jahren Erfahrung im Bereich Working Capital Finanzierung und im Bereich Finanzierung des Anlagevermögens ein etablierter und erfolgreicher deutscher Mittelstandsfinanzierer. Der Erfolg der Gesellschaft beruht auf dem Erfahrungsschatz und dem Wissen ihrer Mitarbeiter, die der Bank größtenteils über viele Jahre treu bleiben, auf den schlanken und kundenfreundlichen Prozessen sowie auf einem hohen Maß an Automatisierung und Digitalisierung. Das strategische Ziel der Bank ist es, gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen unter der Dachmarke TARGO Commercial Finance ein führender Anbieter von Spezialfinanzierungen für mittelständische Unternehmen in Deutschland zu sein. Das Handeln der Gesellschaft ist dabei langfristig orientiert - die TARGO Commercial Finance AG baut auf langfristige und partnerschaftliche Kundenbeziehungen. Als Bank und Factoringgesellschaft kombinieret die Gesellschaft bedarfsgerechte Factoringlösungen mit ganzheitlichen Beratungsleistungen. Seit 2010 refinanziert sich die TARGO Commercial Finance AG zum Teil über Privateinlagen der GE Capital Direkt, die seit dem 10. Januar 2017 unter der Marke "TARGOBANK Direkt" geführt wird. Ferner wurden bis Mitte des Jahres 2016 umfangreiche Refinanzierungsmittel aus dem GE-Konzern in Anspruch genommen, die seit dem Verkauf an die BFCM durch Gesellschaften aus dem Konzernverbund des Crédit Mutuel zur Verfügung gestellt werden. Die Bank vertreibt ihre Produkte hauptsächlich durch eigene Vertriebsmitarbeiter im Außendienst sowie Vertriebsmitarbeiter des Auslagerungspartners TARGO Leasing GmbH. Ferner wird das Geschäft durch Drittunternehmen auf Basis einer Provisionszusage zugeführt. Die TARGO Commercial Finance AG verwendet zu internen Steuerungszwecken als finanzielle Leistungsindikatoren insbesondere
Zusätzlich wird die risiko-adjustierte Eigenkapitalverzinsung als zentrale Kenngröße verwendet. Als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator wird das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge herangezogen, das dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit abzüglich der sonstigen Steuern und damit dem abgeführten Gesamtergebnis entspricht. Darüber hinaus beeinflussen auch nicht finanzielle Faktoren maßgeblich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den finanziellen Erfolg der TARGO Commercial Finance AG wie
2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2016 - nach zeitweiliger Abkühlung in der Jahresmitte - mit solidem und stetigem Wirtschaftswachstum beendet. Das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts lag im Jahr 2016 bei 1,9 %. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war der Inlandsbeitrag: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich mit 4,2 % sogar noch deutlich stärker. Dieser kräftige Anstieg ist unter anderem auf die hohe Zuwanderung von Schutzsuchenden und den daraus resultierenden Konsum zurückzuführen. Auch die Investitionen trugen ihren Teil zum Wachstum bei, allerdings waren die für das Geschäft der TARGO Commercial Finance AG weniger relevanten Bauinvestitionen Wachstumstreiber. Gebremst wurde das BIP-Wachstum im Jahr 2016 durch einen Vorratsabbau (- 0,4 Prozentpunkte). Der Außenbeitrag hatte per Saldo ebenfalls einen leicht negativen Effekt auf das BIP-Wachstum (- 0,1 Prozentpunkte). Erfreulich hierbei war, dass die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen um 2,5 % höher lagen als im Vorjahr. Generell geht es deutschen Unternehmen weiterhin gut: Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist das sechste Jahr in Folge rückläufig. Von Januar bis November 2016 wurden laut Statistischem Bundesamt insgesamt 19.778 Unternehmensinsolvenzen registriert, somit 7,0 % weniger als im Vergleichszeitraum 2015. In der zweiten Jahreshälfte 2016 setzte sich der Aufbau der Erwerbstätigkeit fort. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 6,1 % und damit auf das niedrigste Niveau seit über 20 Jahren. Unverändert geblieben ist die monetäre Politik der EZB und somit das durch niedrige Zinsen und hohe Liquidität gekennzeichnete monetäre Umfeld. Branchenbezogene Rahmenbedingungen In 2016 zeigten sich erstmalig auch in den Branchenzahlen die negativen Auswirkungen des bereits seit Jahren zunehmend anspruchsvollen Markt- und Niedrigzinsumfeldes auf den deutschen Factoring-Markt. So ist das Geschäftsvolumen der Mitgliedsinstitute des Deutschen Factoring Verbandes im 1. Halbjahr 2016 um 4 % auf EUR 104,51 Mrd. angestiegen. Damit blieb der Volumenanstieg deutlich hinter den zweistelligen Wachstumsraten der vergangenen drei Jahre zurück. Nach wie vor erweist sich auch das internationale Factoring als Wachstumstreiber: Getragen durch die Exportstärke der deutschen Wirtschaft stieg im Jahr 2016 das Exportfactoring erneut um 14,86 % auf nunmehr EUR 30,84 Mrd. Bezüglich der Investitionsfinanzierungen legte die Kreditvergabe in dem für die Bank relevanten Marktsegment der Regionalbanken und sonstigen Kreditbanken im Jahr 2016 um 5,6 % zu. 2.2 Geschäftsverlauf Dank der Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter der Gesellschaft konnte die TARGO Commercial Finance AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erzielen. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei wie folgt: 2.2.1 Geschäftsbereich Factoring Für das Volumen der angekauften Forderungen, einem der zentralen finanziellen Leistungsindikatoren der TARGO Commercial Finance AG, wurde ursprünglich mit einem nahezu gleichbleibenden Umsatz im Geschäftsjahr 2016 gerechnet. Die Beendigung einer Großkundenbeziehung zum Ende des Jahres 2015, deren Auswirkung im Geschäftsjahr nicht vollständig durch Neu- und Bestandsgeschäft kompensiert werden konnte, führte zu einem leichten Rückgang von 3,6 % im Volumen. Trotz dieser Verminderung des Factoringumsatzes konnte die Gesellschaft ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Der Factoringumsatz der TARGO Commercial Finance AG verteilte sich im Jahr 2016 prozentual auf die folgenden Branchen: Bereich Factoring nach Branchen 2016
Die Bank möchte den kooperierenden Maklern, Beratern und Gesellschaften ein herzliches Dankeschön aussprechen. Deren hoch geschätzte Unterstützung trug in besonderem Maße zum Erzielen des zufriedenstellenden Geschäftsergebnisses im Geschäftsjahr 2016 bei. 2.2.2 Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung der TARGO Commercial Finance AG belief sich das Neugeschäftsvolumen in 2016 auf EUR 63 Mio. im Vergleich zu EUR 61 Mio. im Vorjahr. Das Neugeschäftsvolumen konnte somit um 3,6 % gesteigert werden. Die Marktentwicklung und der Margendruck haben sich in 2016 für die Investitionsfinanzierung leider nicht verbessert, so dass die TARGO Commercial Finance AG das Neugeschäftsvolumen bei gleichbleibendem Preis-Risiko-Verhältnis nur geringfügig steigern konnte. Neugeschäft Bereich Investitionsfinanzierung nach Objekten 2016
Stärkster Finanzierungsanteil im Bereich der Nutzfahrzeuge Der Bereich der Nutzfahrzeuge blieb in 2016 mit 47 % (Vorjahr: 47 %) konstant. Mit 39 % (Vorjahr 43 %) waren Maschinen die zweitstärkste Objektart. Unter "Andere" sind insbesondere Büroausstattung und IT-Systemlandschaften zusammengefasst. Neugeschäft Bereich Investitionsfinanzierung nach Branchen 2016
Im Jahr 2016 stellte weiterhin der Sektor Verkehr mit EUR 22,3 Mio. den größten Neugeschäftsbereich dar. Der Anteil dieser Branche am Neugeschäft betrug 35 % (Vorjahr 32 %). Im zweitgrößten Sektor Dienstleistungen und freie Berufe war ein Neugeschäftsvolumen von EUR 14,2 Mio. zu verzeichnen. Der Neugeschäftsanteil dieser Branche vergrößerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 20 % auf 22 %. Unter der Rubrik "Andere" wurden im Wesentlichen die öffentlichen Haushalte, der Bergbau sowie die Energie- und Wasserversorgung zusammengefasst. Direktvertrieb als stärkster Vertriebskanal Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung werden drei verschiedene Vertriebskanäle genutzt. Im Direktvertrieb werden Neu- und Bestandskunden von Vertriebsmitarbeitern betreut. Im Vermittlergeschäft wird das Neugeschäftsvolumen von Geschäftspartnern an die TARGO Commercial Finance AG vermittelt und im Programmgeschäft bietet die TARGO Commercial Finance AG eine Absatzfinanzierung für Hersteller und deren Händler an, die als vertriebsfördernde Maßnahme und Servicekomplettierung in deren Angebot eingebaut wird. In allen drei Vertriebskanälen bedient sich die TARGO Commercial Finance AG für die Generierung des Neugeschäftsvolumens bei der vorhandenen Vertriebsstruktur des Auslagerungspartners TARGO Leasing GmbH. Vertriebsstruktur im Bereich Investitionsfinanzierung 2016
Der Direktvertrieb generierte mit 59 % den größten Anteil am Neugeschäftsvolumen (EUR 37 Mio., Vorjahr: EUR 37 Mio.). Das Umsatzvolumen über indirekte Vertriebswege (Vermittler und Programmpartner) erreichte 2016 einen Anteil von insgesamt 41 % (EUR 26 Mio., Vorjahr: EUR 24 Mio.). 2.2.3 Geschäftsbereich GE Capital Direkt (seit 10. Januar 2017 "TARGOBANK Direkt") Neben den Tagesgeldkonten für Privatanleger hat die TARGOBANK Direkt im Geschäftsjahr 2016 auch Festgeldeinlagen mit einer Laufzeit von 180 Tagen angeboten. Beide Produkte wurden vom Markt gut angenommen. Die sich permanent verändernde Marktsituation im Einlagengeschäft hat die TARGO Commercial Finance AG im Geschäftsjahr 2016 dazu veranlasst, die Zinskonditionen für Tages- und Festgeldeinlagen anzupassen. Zum Ende des Jahres 2016 belief sich die Summe der Tagesgeldeinlagen auf rund EUR 294,1 Mio., die der Festgelder auf rund EUR 42,7 Mio. Am 31. Dezember 2016 betrug der Zinssatz für das Tagesgeld 0,25% p.a. und für das 6-monatige Festgeld 0,25% p.a. Die Einlagen aus dem Tages- und Festgeld wurden im Geschäftsjahr 2016 für die Finanzierung der Bereiche Investitionsfinanzierung und Factoring eingesetzt und unterstützen damit direkt das Wachstum des deutschen Mittelstandes. 2.3 Personal Die Anzahl der Mitarbeiter lag am 31. Dezember 2016 wie zum Vorjahresstichtag bei 310. In der Mitarbeiterzahl sind 43 Teilzeitkräfte, 7 Angestellte in Elternzeit sowie 27 Auszubildende, Trainees und Praktikanten enthalten. Mitarbeiteranzahl und -struktur - Mitarbeiterstand 2016
Vergütung und Altersvorsorge Die TARGO Commercial Finance AG lehnt sich an die Tarifverträge für das private Bankgewerbe an. Die Bank bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung. Hierzu unterhält sie eine Mitgliedschaft im BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., dem Altersversorgungswerk der Finanzwirtschaft, und beteiligt sich an den hierfür anfallenden Beiträgen. Kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt sowie interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme an einem berufsintegrierten Studium ermöglicht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TARGO Commercial Finance AG, die durch ihr persönliches Engagement und ihre Leistungsbereitschaft den Geschäftserfolg ermöglicht haben, spricht der Vorstand besonderen Dank und Anerkennung aus. Ausdrücklicher Dank gilt ferner den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihren sachkundigen Rat. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 4 HGB Die TARGO Commercial Finance AG unterliegt gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 DrittelbG dem Drittelbeteiligungsgesetz. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand gemäß § 76 Abs. 4 S. 1 AktG Zielgrößen für den Frauenanteil für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Dabei dürfen gemäß § 76 Abs. 4 S. 2 AktG die Zielgrößen den jeweils erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten, sofern der Frauenanteil bei Festlegung der Zielgrößen unter 30 % liegt. Die Zielgrößen des Frauenanteils für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurden vom Vorstand mit Beschluss vom 30. September 2015 auf den jeweils bei Beschlussfassung erreichten Anteil festgelegt, d. h. auf 20 % für die erste Führungsebene und auf 21 % für die zweite Führungsebene. Diese Ziele wurden während des Zeitraums vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 nicht unterschritten und waren damit erreicht. Aufgrund der Anwendbarkeit des Drittelbeteiligungsgesetzes auf die TARGO Commercial Finance AG hat ferner der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 S. 1 AktG eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festzulegen. Gemäß § 111 Abs. 5 S. 2 AktG darf dabei die Zielgröße den erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten, sofern der Frauenanteil bei Festlegung der Zielgröße unter 30 % liegt. Die Zielgröße des Frauenanteils für den Vorstand wurde vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 9. Dezember 2015 auf den bei Beschlussfassung existierenden Anteil festgelegt, d. h. auf 0 %. 2.4 Überblick über das Geschäftsjahr 2016 a) Ertragslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016:
Zinsergebnis Das Zinsergebnis ist im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 10.839 auf TEUR 78.936 gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang waren insbesondere der in 2016 um 3,6 % gesunkene Factoringumsatz und die damit verminderten Einnahmen aus den Factoringgebühren. Das Ziehungsverhalten der Kunden und somit die Inanspruchnahme der Kaufpreisbevorschussung blieb in 2016 trotz leichtem Anstieg erneut auf einem niedrigen Niveau. Dies ist insbesondere auf die meist gute Liquiditätsausstattung und -versorgung der mittelständischen Kunden der Bank zurückzuführen. Neben dem Factoring haben die gesunkenen Forderungsbestände im Bereich Investitionsfinanzierung und die ebenfalls verminderten Gebührenerträge aus einem Joint Venture zum Rückgang des Zinsergebnisses beigetragen. Provisionsergebnis Das Provisionsergebnis setzt sich aus Provisionserträgen und Provisionsaufwendungen zusammen. Der Rückgang des Provisionsergebnisses resultiert überwiegend aus leicht rückläufigen Provisionserträgen, überwiegend aus Bearbeitungsgebühren. Sonstiges betriebliches Ergebnis Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich von TEUR 10.047 im Jahr 2015 um TEUR 576 auf TEUR 9.471 in 2016 leicht verringert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus um TEUR 1.082 geringeren Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 347 leicht gesunken. Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen und sonstige Steuern) Die Position Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen und sonstige Steuern) ist insgesamt um TEUR 7.150 auf TEUR 51.088 in 2016 gesunken. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der anderen Verwaltungsaufwendungen um TEUR 3.418, der hauptsächlich durch geringere Kostenumlagen von verbundenen Unternehmen getrieben ist. Zudem reduzierten sich die Personalaufwendungen um TEUR 3.739 auf TEUR 25.598, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass im Jahr 2016 keine Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand zu erfassen waren, während hier im Vorjahr Aufwendungen von TEUR 3.075 anfielen. Risikovorsorge Die Netto-Risikovorsorge hat sich von TEUR 14.040 im Jahr 2015 um TEUR 6.224 auf TEUR 7.816 im Jahr 2016 verringert. Im Geschäftsbereich Factoring verringerte sich die Netto-Risikovorsorge um TEUR 4.681 auf TEUR 8.056 im Wesentlichen aufgrund einer um TEUR 2.168 niedrigeren Zuführung zur Pauschalwertberichtigung sowie um TEUR 1.110 geringere Aufwendungen für Kreditversicherungen, die sich damit auf TEUR 5.860 reduziert haben. Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung reduzierte sich die Netto-Risikovorsorge um TEUR 1.544 zu einem positiven Risikovorsorgeergebnis von TEUR 240 (Ertrag), was hauptsächlich auf Auflösungen von Einzelwertberichtigungen bei gleichzeitig niedrigeren Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen zurückzuführen ist. Die Vorsorgereserve nach § 340f HGB wurde in 2016 nicht angepasst, während im Vorjahr eine Zuführung von TEUR 2.500 erfolgte. Gewinnabführung Entsprechend dem seit 1990 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wird die TARGO Commercial Finance AG einen Gewinn von TEUR 32.064 an die Heller GmbH abführen (im Vorjahr TEUR 30.503). Mit der Gesetzesänderung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB und § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB wurde eine ausdrückliche Ausschüttungssperre für die Entlastungseffekte, die sich aus der Verlängerung des Zeitraumes für die Ermittlung der Durchschnittszinssätze zur Bewertung von Pensionsrückstellungen ergeben, im HGB kodifiziert. Eine ergänzende Regelung im Aktiengesetz, nach der dieser Betrag auch abführungsgesperrt ist, wurde vom Gesetzgeber nicht ergänzt. Mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 23. Dezember 2016 hat die Finanzverwaltung klargestellt, dass diese Abführungssperre absichtlich nicht in § 301 AktG geregelt wurde, so dass eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre nicht in Betracht kommt. Dies führt dazu, dass der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 5 Satz 2 HGB zwar einer Ausschüttungs- aber keiner Abführungssperre unterliegt. b) Finanzlage Die Banque Fédérative du Crédit Mutuel S.A., Straßburg, Frankreich (BFCM) hat mit dem zum 20. Juli 2016 vollzogenen Kauf des Mutterunternehmens der TARGO Commercial Finance AG auch die bei der TARGO Commercial Finance AG bestehenden Konzernrefinanzierungen gegenüber der GE Capital Finance III GmbH & Co. KG, Kriftel, der GE Ireland USD Funding Unlimited Company, Shannon, Irland sowie der GE Fleet Company B.V., Breda, Niederlande übernommen. Zum Zeitpunkt des Verkaufs ungenutzte Linien wurden nicht fortgeführt. Ferner wurden im Vorfeld des Verkaufes die bestehenden Cash-Pool Verbindlichkeiten mit der GE Capital European Treasury Services Ireland, Shannon, Irland in eine sog. "Promissory Note" gewandelt und ebenfalls übertragen. Das Cash-Pooling fand letztmalig am 11. Juli 2016 statt. Für den Zeitraum zwischen der Abkopplung der Konten und dem Verkauf an die BFCM wurde ausreichend Liquidität auf den Bankkonten der TARGO Commercial Finance AG bereitgestellt. Für diesen Zeitraum wurde seitens der Gesellschaft eine tägliche Überwachung der Salden durch die Abteilung Treasury mit entsprechender Berichterstattung an den Vorstand etabliert. Die Finanzierung durch den GE-Konzern erfolgte durch den Cash-Pool sowie eine Ziehung des Revolving Credit Agreements. Die Refinanzierung innerhalb des Crédit Mutuel Konzerns erfolgt für kurzfristige Liquiditätsbedarfe über die Kontokorrentlinien bzw. für strukturelle Liquidität über Termingelder. Die TARGO Commercial Finance AG hat für diese Zwecke Bankkonten bei den jeweiligen Gesellschaften eröffnet. Die Liquiditätsbereitstellung erfolgt jeweils über diese Bankkonten. Die TARGO Commercial Finance AG verfügt zum 31. Dezember 2016 über Kontokorrentlinien innerhalb der Crédit Mutuel Gruppe in Höhe von EUR 485,0 Mio. (davon ungenutzt: EUR 280,7 Mio.), USD 65,0 Mio. (davon ungenutzt: USD 33,3 Mio.), GBP 35,0 Mio. (davon ungenutzt: GBP 13,0 Mio.) sowie CHF 30,0 Mio. (davon ungenutzt: CHF 11,6 Mio.). Zudem steht ein revolvierender Kreditrahmen der Commerzbank AG in Höhe von EUR 40,0 Mio. zur Verfügung, der zum Stichtag nicht genutzt wurde. Außerdem stehen eine zur Besicherung von vertraglich festgelegten Engagements, welche die Großkreditobergrenze überschreiten, erhaltene Einlage der BFCM in Höhe von EUR 220,0 Mio. sowie Termingelder der Crédit Mutuel Gruppe in Höhe von EUR 160 Mio. zur Verfügung. Als weitere Quelle der Refinanzierung wurden im Geschäftsjahr 2016 Tages- und Termingeldeinlagen von Privatkunden genutzt. Im November 2016 hat der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG beschlossen, den Produktvertrieb des Einlagengeschäfts im Januar 2017 einzustellen. Die TARGOBANK AG & Co. KGaA hat allen Einlegern zu Beginn des Jahres 2017 ein Wechselangebot unterbreitet. Die TARGO Commercial Finance AG wird das Einlagengeschäft im Laufe des Jahres 2017 gänzlich einstellen. Insgesamt ist die Liquiditätsversorgung und Refinanzierung der TARGO Commercial Finance AG zu marktgerechten Konditionen sichergestellt. Überschüssige Liquidität wird bei der Deutschen Bundesbank gehalten. c) Vermögenslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr:
Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Die Bilanzsumme der TARGO Commercial Finance AG hat sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 262 Mio. erhöht. Das Geschäftsvolumen, das zusätzlich übernommene Bürgschaftsverpflichtungen für ein Joint Venture mit der Commerzbank AG und unwiderrufliche Kreditzusagen beinhaltet, hat sich im Geschäftsjahr 2016 um EUR 461 Mio. erhöht. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum Bilanzstichtag EUR 130 Mio. und beinhalten laufende Konten mit in- und ausländischen Banken sowie Factoringforderungen gegen Kreditinstitute. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden sind im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % angestiegen. Wesentlicher Grund hierfür ist eine durchschnittlich leicht höhere Forderungslaufzeit im Factoringgeschäft. Der daraus resultierende Anstieg der Forderungen an Kunden übersteigt den Rückgang der Kundenforderungen im Investitionsfinanzierungsgeschäft. Übrige Aktiva (einschließlich Beteiligungen) Seit dem 2. Februar 2006 ist die TARGO Commercial Finance AG an der CommerzFactoring GmbH, Mainz, mit 49,9% (Buchwert von TEUR 524) beteiligt, die übrigen Anteile an diesem Gemeinschaftsunternehmen hält die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH. Die Veränderung bei den übrigen Aktiva ist im Wesentlichen auf die Verringerung des Treuhandvermögens zurückzuführen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 592 Mio. auf EUR 692 Mio. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die im Zuge des Verkaufs an die Crédit Mutuel Gruppe neu aufgenommenen kurz- und langfristigen Finanzierungen von verbundenen Kreditinstituten gewährt werden, während die entsprechenden Konzernfinanzierungen zum 31. Dezember 2015 von verbundenen Nicht-Banken bereitgestellt wurden. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Kreditinstituten belief sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 657 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 18,0 % bzw. EUR 328 Mio. Wesentliche Ursache für diesen Rückgang ist der Wegfall der kurz- und langfristigen Finanzierungen durch Gesellschaften aus dem GE-Konzernverbund in Höhe von EUR 349 Mio. Diese wurden mit dem Verkauf an die BFCM durch Finanzierungen seitens der Crédit Mutuel Gruppe ersetzt. Während sich die Verbindlichkeiten gegenüber Factoring-Kunden und Abnehmern um 7,8 % auf EUR 1.113 Mio. erhöhten, sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Privateinlegern aus Tages- und Termingeldern um 21,9 % bzw. EUR 95 Mio. auf EUR 337 Mio. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich um EUR 1,9 Mio. auf EUR 38,2 Mio. vermindert. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang der Pensionsrückstellungen um EUR 1,0 Mio., einer Verringerung der Rückstellungen im Personalbereich um EUR 1,2 Mio. sowie der Reduzierung der Pauschalrückstellung für Bürgschaftsverpflichtungen um EUR 0,7 Mio. d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2016 für die TARGO Commercial Finance AG zufriedenstellend. Der Abgang eines Großkunden zum Ende 2015 ließ das Umsatzvolumen im Bereich Factoring sinken. Durch ein erfolgreiches Jahr in Bezug auf das Neugeschäft konnte jedoch das Umsatzvolumen wieder gestärkt werden. Der risiko-adjustierte Ergebnisbeitrag sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % bzw. TEUR 5.589. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge stieg dagegen um 5,1 % (TEUR 1.561) hauptsächlich aufgrund geringerer Risikovorsorgeaufwendungen und niedrigerer Verwaltungsaufwendungen. Die TARGO Commercial Finance AG verfügt seit der Übernahme durch die Crédit Mutuel Gruppe nach wie vor über verlässliche Finanzierungsquellen. Damit besteht eine solide Basis für die weitere Entwicklung und die Zukunft des Unternehmens. 3 Risikobericht 3.1 Überblick Die TARGO Commercial Finance AG ist als übergeordnetes Unternehmen einer aufsichtsrechtlichen Finanzholding-Gruppe für die Umsetzung des gruppenweiten Risikomanagements verantwortlich. Der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis der Finanzholding-Gruppe (FHG) setzt sich nach § 10a Abs. 1 KWG i. V. m. Artikel 11 und 18 CRR aus folgenden Unternehmen zusammen:
Die TARGO Commercial Finance AG hält eine Kapitalbeteiligung an der CommerzFactoring GmbH i. H. v. 49,9 % der Anteile. Die CommerzFactoring GmbH wird auf freiwilliger Basis quotal in den Konsolidierungskreis der Finanzholding-Gruppe einbezogen. Alle übrigen Unternehmen werden vollkonsolidiert. Sofern die Risiken wesentlich für die Finanzholding-Gruppe sind, gelten die imvorliegenden Bericht getroffenen Regelungen analog für die CommerzFactoring GmbH. Die TARGO Commercial Finance AG und die TARGO Factoring GmbH nehmen seit dem zweiten Quartal 2013 die Ausnahmen für gruppenangehörige Institute gemäß § 2a KWG i. V. m. Artikel 7 CRR in Anspruch. Die Nutzung der sogenannten Waiver-Regelung erstreckt sich bei der
Die Zusammensetzung des Vorstandes der TARGO Commercial Finance AG blieb im Geschäftsjahr 2016 unverändert. Die Mitglieder des Vorstandes der TARGO Commercial Finance AG sind auch Mitglieder der Geschäftsführungen der Heller GmbH und der TARGO Factoring GmbH, in diesen beiden Gesellschaften wurde im Berichtsjahr jeweils ein weiterer Geschäftsführer bestellt. Die TARGO Factoring GmbH verfügt über keine Mitarbeiter und hat ihren Geschäftsbetrieb auf die TARGO Commercial Finance AG ausgelagert. Bei der Heller GmbH handelt es sich um eine Finanzholding-Gesellschaft ohne Mitarbeiter und ohne eigenes operatives Geschäft. Die Finanzholding-Gruppe ist seit dem 20. Juli 2016 eine mit dem Caisse Fédérale de Crédit Mutuel (Crédit Mutuel), Straßburg, verbundene Unternehmensgruppe. Die Integration der Finanzholding-Gruppe in die Crédit Mutuel Gruppe erfolgt in mehreren Stufen. Die Crédit Mutuel Gruppe hat insbesondere die Ausstattung mit Finanzmitteln übernommen; damit ist die Liquiditätsversorgung und Refinanzierung der Finanzholding-Gruppe zu marktgerechten Konditionen sichergestellt. 3.2 Risikomanagementsystem 3.2.1 Zielsetzung Die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Finanzholding-Gruppe sind das Factoring- und Investitionsfinanzierungsgeschäft, wobei das Factoring-Geschäft den größten Anteil am Geschäftsvolumen und an der Ertragslage ausmacht. Das Einlagengeschäft wird nicht mehr angeboten und sukzessive an die TARGOBANK AG & Co. KGaA übertragen. Oberstes geschäftsstrategisches Ziel der TARGO Commercial Finance AG ist die Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite auf das vom Gesellschafter zur Verfügung gestellte Kapital. Zu diesem Zweck nimmt die TARGO Commercial Finance AG eine vorsichtige Abwägung von Risiken im Verhältnis zur Renditeerwartung vor (Risk/Return-Ratio). In diesem Kontext sollen Risiken frühestmöglich identifiziert werden, um zügig und in angemessenem Umfang agieren und reagieren zu können. Ferner sollen unternehmerische Chancen rechtzeitig erkannt und wahrgenommen werden. In Konsistenz zur Geschäfts- und Risikostrategie der TARGO Commercial Finance AG sind Ziele und Maßnahmen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten unter Berücksichtigung interner und externer Einflussfaktoren festgelegt. Das Risikomanagementsystem wird als Grundlage für ein gruppenweites aktives Risikomanagement eingesetzt. Die Risikocontrolling- und Risikosteuerungsprozesse sind derart ausgestaltet, dass sie die Unternehmenssteuerung unterstützen und die wesentlichen Risiken der Finanzholding-Gruppe umfassen. Insbesondere sind für alle wesentlichen Risiken Risikotoleranzen festgelegt. Hiermit wird eine angemessene Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation wesentlicher Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleistet. Ferner sind Methoden und Verfahren im Einsatz, nach denen die Liquiditätssituation der Finanzholding-Gruppe laufend überwacht und gesteuert wird. So wird gewährleistet, dass die Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Das Risikomanagement ist somit integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Zudem soll die in der Finanzholding-Gruppe verankerte Risikokultur nachhaltig gestärkt und eine abteilungsübergreifende Kommunikation risikorelevanter Sachverhalte stetig gefördert werden. 3.2.2 Struktur und Organisation Der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG hat in seiner Verantwortung i. S. d. § 25 a Abs. 1 KWG und § 91 Abs. 2 AktG ein angemessenes und wirksames Risikomanagement eingerichtet, damit den Fortbestand der Finanzholding-Gruppe gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Das Risikomanagement folgt klar definierten Grundsätzen, welche verbindlich anzuwenden sind und deren Einhaltung fortlaufend überprüft wird. Im Rahmen des Risikomanagements hat der Vorstand angemessene ablauforganisatorische Vorkehrungen getroffen, die den Rahmen für die Ausgestaltung des Risikomanagements auf Gruppen- als auch auf Ebene der einzelnen Gruppengesellschaften vorgeben. Die aufbauorganisatorische Ordnung sowie Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind sowohl auf Gruppen- als auch auf Unternehmensebene schriftlich fixiert und entsprechend bekannt gemacht. Die Aufbau- und Ablauforganisation wird regelmäßig und insbesondere durch die Interne Revision überprüft, beurteilt und an interne und externe Entwicklungen zeitnah angepasst. Bei Aufkommen unerwarteter Risiken werden Sonderprüfungen durchgeführt. Der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG, die Geschäftsführungen der gruppenangehörigen Unternehmen sowie die steuernden Einheiten der Finanzholding-Gruppe sind direkt in die fortlaufende, gegebenenfalls Ad hoc-Überwachung und Steuerung der Geschäfts- und Risikoentwicklung eingebunden, wobei die Identifizierung und Kommunikation von Risikosachverhalten insbesondere in der Verantwortung der Bereichs- und Abteilungsleiter liegt. Der Vorstand tagt in regelmäßigen Sitzungen, insbesondere im Enterprise Risk Management Committee (ERMC), und wird über die Risikolage und -entwicklung der Finanzholding-Gruppe informiert. Das ERMC fungiert als oberstes Risikokomitee, welches die Steuerung einzelner Risikoarten an diverse Unterkomitees delegiert hat, wie z. B. das Asset & Liability Committee (ALCO) oder das Operational Risk Management Committee (ORMC). Diese Unterkomitees berichten, gegebenenfalls ad hoc, an das ERMC. Ferner ist im Rahmen einer sachgerechten und erfolgreichen Risiko- und Gesamtbanksteuerung ein umfassendes internes Risikoberichterstattungssystem etabliert, das den Vorstand in aussagefähiger Art und Weise über die Risikosituation und relevante Einflussfaktoren zeitnah informiert. Der Vorstand erhält monatliche und vierteljährliche Berichte über Ergebnisse der Risikoentwicklung. Diese Berichte werden in festgelegten Intervallen generiert. Zudem bestehen Eskalationsprozesse für die Ad hoc-Berichterstattung. Ferner bilden Planungs-, Simulations- und Steuerungsinstrumente mögliche positive und negative Entwicklungen auf die wesentlichen Wert- und Steuerungsgrößen des Geschäftsmodells und ihre Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. Weitere Adressaten der Berichterstattung sind neben dem Vorstand die Geschäftsführungen der gruppenangehörigen Unternehmen, die steuernden Einheiten der Finanzholding-Gruppe sowie der Aufsichtsrat der TARGO Commercial Finance AG. Zur regelmäßigen Überwachung und Bewertung der Wirksamkeit der festgelegten und umgesetzten Grundsätze ordnungsmäßiger Geschäftsführung hat der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG entsprechende Kontrollen implementiert. Ferner hat der Vorstand eine Risikocontrolling- und eine Compliance-Funktion eingerichtet, welche zur Einhaltung der für die Finanzholding-Gruppe maßgeblichen rechtlichen Vorschriften bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken beitragen und damit Bestandteil des internen Kontrollsystems sind. Die Funktionsfähigkeit der Kontrollen wird durch die Interne Revision geprüft. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unter anderem über alle wesentlichen Fragen der Geschäfts- und Risikostrategie, der Risikolage, des Risikomanagements und des Risikocontrollings in der Finanzholding-Gruppe. Dabei informiert der Vorstand den Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich über die Geschäftsstrategie und die korrespondierende Risikostrategie bzw. über entsprechende Anpassungen. Die Strategien werden mit dem Aufsichtsrat erörtert. Die Erörterung erstreckt sich auch auf die Ursachenanalyse im Falle von Zielabweichungen. Wechselt die Leitung des Risikocontrollings, wird der Aufsichtsrat ebenfalls informiert. Zudem informiert der Vorstand den Aufsichtsrat vierteljährlich schriftlich über die Risikosituation der Finanzholding-Gruppe. Hierzu wird dem Aufsichtsrat der quartalsweise erstellte Risikobericht zur Verfügung gestellt. Ferner berichtet der Vorstand regelmäßig dem Risikoausschuss über die Gesamtrisikolage der Finanzholding-Gruppe. 3.2.3 Geschäfts- und Risikostrategie Der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG hat in seiner Verantwortung eine nachhaltige Geschäftsstrategie sowie eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegt und mit den gruppenangehörigen Unternehmen, soweit erforderlich, abgestimmt sowie mit dem Aufsichtsrat der Bank erörtert. In der Geschäftsstrategie werden die wesentlichen Zielsetzungen und Maßnahmen der Finanzholding-Gruppe festgelegt und eine konsistente Risikostrategie entsprechend abgeleitet. Die Reichweite der Risikostrategie und des gruppenweiten Risikomanagements erstreckt sich auf alle wesentlichen Risiken der Finanzholding-Gruppe. Die Risikostrategie wird in Teilstrategien für die wesentlichen Risikoarten heruntergebrochen. Durch eine angemessene Kommunikation der Geschäfts- und Risikostrategie werden ein gemeinsames Risikoverständnis und eine gemeinsame Risikokultur gefördert. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit verschafft sich der Vorstand der TARGO Commercial Finance AG regelmäßig und gegebenenfalls anlassbezogen im Rahmen einer Risikoinventur einen Überblick über die wesentlichen Risiken (Gesamtrisikoprofil) der Finanzholding-Gruppe. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei insbesondere nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblich negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe haben könnte. Das Gesamtrisikoprofil stellt somit eine wesentliche Grundlage für die Ausgestaltung der Risikomanagementverfahren der Finanzholding-Gruppe dar. Die wesentlichen Risiken der Finanzholding-Gruppe - gemessen am Schadenspotenzial - stellen derzeit die Adressenausfall-, die Zinsänderungs-, die Liquiditätsrisiken, die operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken dar. Die aus Fremdwährungsfinanzierungen resultierenden Währungsrisiken werden im Wesentlichen mittels einer fristen- und währungskongruenten Refinanzierung abgedeckt. Länderrisiken sind für die Finanzholding-Gruppe von untergeordneter Bedeutung, da die Kreditnehmer mit Sitz im Ausland überwiegend diejenigen Länder der Europäischen Union betreffen, die derzeit kein erhöhtes Länderrisiko aufweisen. Das im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie etablierte Limit-System dient der Operationalisierung der risikopolitischen Grundsätze und ist Ausdruck der vom Vorstand festgelegten Risikotoleranz. Neben risikoartenübergreifenden Limiten im Rahmen der Gesamtbankrisikosteuerung erfolgt ferner eine risikoartenspezifische Limitierung der wesentlichen Risiken. 3.2.4 Risikotragfähigkeit und Stresstests Ausgehend von der strategischen Geschäftsausrichtung, der als wesentlich identifizierten Risiken und der Risikotragfähigkeit legt der Vorstand die risikopolitischen Grundsätze sowie das angestrebte Risikoprofil fest, welches konservativ bzw. vorsichtig gewählt und durch eine konsequente Überwachung und Limitierung der wesentlichen Risiken sowie Risikokonzentrationen gekennzeichnet ist. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Beachtung der bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen ist im Rahmen der Risikotragfähigkeit das Primärziel. Selbst wenn in einem Zeithorizont von einem Jahr sowohl die erwarteten als auch unerwarteten Verluste einträten, sollen weiterhin alle bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt werden. Vor diesem Hintergrund benutzt die Finanzholding-Gruppe die Going-Concern-Sicht als führendes Steuerungsinstrument. Ferner sind in der Finanzholding-Gruppe Methoden und Verfahren etabliert, welche die laufende Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe gewährleisten. Auf Basis des oben genannten Gesamtrisikoprofils werden im Rahmen der Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe alle wesentlichen Risiken der gruppenangehörigen Unternehmen einbezogen. Die Finanzholding-Gruppe hat zudem Prozesse etabliert, auf deren Grundlage die Angemessenheit der Eigenmittelausstattung der Finanzholding-Gruppe überwacht und gesteuert wird. Vor diesem Hintergrund erstellt die Finanzholding-Gruppe Prognoserechnungen für einen Zeitraum von fünf Geschäftsjahren, um insbesondere den regulatorischen und ökonomischen Kapitalbedarf frühzeitig zu identifizieren. Die nachstehende Tabelle stellt den ökonomischen Kapitalbedarf zum Stichtag 31. Dezember 2016 aus der Going-Concern-Sicht - welcher sich zur Deckung der erwarteten und unerwarteten Verluste rechnerisch in einem Jahr ergeben könnte - dem Risikodeckungspotenzial gegenüber, das in den nächsten zwölf Monaten zur Verfügung stehen wird.
Im Geschäftsjahr 2016 war die Risikotragfähigkeit für die Finanzholding-Gruppe stets gegeben. Sonstige wesentliche Risiken umfassen u. a. allgemeine Geschäftsrisiken sowie einen Risikokapitalpuffer für nicht quantifizierbare Risiken, wie z. B. Reputationsrisiken. Darüber hinaus werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Dabei werden umfangreiche Analysen sowohl auf Ebene einzelner Risikoarten als auch risikoartenübergreifend vollzogen. In diesem Kontext werden insbesondere die Auswirkungen möglicher Risikokonzentrationen berücksichtigt. Bei der Durchführung regelmäßiger Stresstests werden die wesentlichen Risikotreiber derart skaliert, dass sie überdurchschnittlich negative ökonomische Situationen widerspiegeln. Mit Hilfe der implementierten Stresstests wird somit insbesondere überprüft, ob die Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe unter ungünstigen ökonomischen Rahmenbedingungen weiterhin sichergestellt werden kann. Ferner wird bei inversen Stresstests untersucht, welche Konstellationen die Finanzholding-Gruppe in ihrer Überlebensfähigkeit gefährden könnten. 3.2.5 Organisationsrichtlinien Organisationsrichtlinien dokumentieren die Methoden und Verfahren zur Identifizierung, Messung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation von Risiken in Form von z. B. Richtlinien, Arbeitsanweisungen oder Handbüchern. Diese Organisationsrichtlinien stellen durch ihre Konkretisierungen und Operationalisierungen ein adäquates Risikomanagement in der Finanzholding-Gruppe sicher - von der Risikostrategie bis hin zu einzelnen operativen Aktivitäten. Die Organisationsrichtlinien werden allen betreffenden Mitarbeitern in geeigneter Weise bekannt gemacht und in der jeweils aktuellen Fassung zur Verfügung gestellt. Das zentrale, funktionsübergreifende Management der schriftlich fixierten Ordnung obliegt der Abteilung Compliance. 3.3 Risikoarten 3.3.1 Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko bezeichnet das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Vertragspartner. Im Factoring-Geschäft stellen die Veritätsrisiken im Rahmen vergebener Bevorschussungslinien einen bedeutenden Bestandteil der Adressenausfallrisiken dar. Das Veritätsrisiko in Bezug auf den Bestand und die Realisierbarkeit einer angekauften Forderung besteht darin, dass ein Schuldner rechtlich nicht dazu verpflichtet ist, in vollem Umfang zu leisten. Im Rahmen der Kreditvergabe und der Einräumung von Factoring-Bevorschussungslinien werden sämtliche Engagements, abgestuft nach Größe und Komplexität, gemäß eindeutig definierten Kompetenzregeln entschieden. Mit Hilfe definierter Frühwarnindikatoren werden Adressenausfallrisiken laufend überwacht. Das Risikofrüherkennungssystem dient insbesondere dazu, Fehlentwicklungen zeitnah zu erkennen und geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Auf Portfolioebene wird der Bestand mittels Scoring- und Ratingsystemen klassifiziert und der Kapitalbedarf auf Basis eines Value-at-Risk-Ansatzes regelmäßig im Hinblick auf das Gesamtrisikoprofil analysiert. Auf Einzelgeschäftsebene erfolgt das Management der Adressenausfallrisiken getrennt nach Abnehmer- und Kundenebene. Einen wesentlichen Bestandteil des Kreditrisikomanagements stellt die Identifizierung potenzieller Risikokonzentrationen dar. Risikokonzentrationen bezeichnen dabei die Gefahr, die aus einer ungleichmäßigen Verteilung der Geschäftspartner in Kredit- oder sonstigen Geschäftsbeziehungen bzw. aus geografischer Geschäftsschwerpunkt-Bildung entstehen und dadurch so große Verluste resultieren, dass die Solvenz gefährdet sein kann. Um Risikokonzentrationen frühzeitig zu identifizieren, wird das Portfolio unter verschiedenen Ansätzen analysiert, wie z. B. nach geografischen Gebieten, Branchen-, Größen-, Produkt- sowie Risikoklassen oder nach Sicherheitenkategorien. Ferner sind Konzentrationsrisiken Bestandteil der Risikotragfähigkeitsrechnung. Der Betrag für das Risikopotenzial aus Konzentrationsrisiken wird im Rahmen der Value-at-Risk-Rechnung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt und hinsichtlich der Branchenkonzentrationen mit Hilfe des Herfindahl-Index berechnet. Je nach Ausprägung werden Aufschläge auf den ökonomischen Kapitalbedarf definiert. Die Adressenkonzentrationen werden im Tagesgeschäft laufend überwacht und mittels regelmäßiger Berichterstattung aufgezeigt. Im Geschäftsbereich Factoring werden Abnehmerkonzentrationen bei Kunden begrenzt. So sollen im Regelfall von den offenen Posten eines Kunden nicht mehr als 30 % gegen einen Abnehmer bestehen. Abnehmer Im Factoring-Geschäft mit Delkredereübernahme trägt die Finanzholding-Gruppe das Ausfallrisiko des Abnehmers. Der Ankauf von Forderungen erfolgt im Rahmen von Abnehmerlimiten, die für jeden Abnehmer eingeräumt werden. Die Limit-Vergabe erfolgt dabei unter Berücksichtigung von Kreditnehmereinheiten und spiegelt neben der Bonität des Abnehmers zudem die Deckungszusagen von Kreditversicherern wider. Zur Bonitätsüberwachung werden insbesondere Büro- und Bankauskünfte und gegebenenfalls Jahresabschlüsse eingeholt. Ein systemgestütztes Frühwarnsystem sowie eine konservative Ausfalldefinition unterstützen die Bonitätsüberwachung. Größere Rahmenlimite werden in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch jährlich, überprüft. Ferner wird das Zahlungsverhalten der Abnehmer fortlaufend überwacht. Zur Risikoklassifizierung der Abnehmer wird neben den risikorelevanten Informationen aus externen Auskunfteien auf die internen Analysen zum Zahlungsverhalten zurückgegriffen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Ratingabdeckung von 100 % des Abnehmerportfolios erreicht. Kunden Die Adressenausfallrisiken bei Kunden bestehen zum einen aus Veritätsrisiken im Factoring-Geschäft und zum anderen aus Bonitätsrisiken im Kreditgeschäft. Zur Begrenzung der Veritätsrisiken im Factoring werden Höchstobligen vereinbart, innerhalb derer der Kunde Bevorschussungen von Forderungen in Anspruch nehmen kann. Der Forderungsankauf ist zur Risikominimierung in bestimmten Fällen ausgeschlossen, z. B. bei wirksamen Abtretungsverboten, Aufrechnungsmöglichkeit oder Forderungen im Konzernverbund des Kunden. Die Bevorschussung der angekauften Forderungen ist in der Regel auf 85% bis 90% des Forderungsvolumens beschränkt. Die Finanzholding-Gruppe prüft den Bestand der Forderungen durch Einholung einer Stichprobe von Saldenbestätigungen und durch eine laufende, größtenteils systemgestützte Überwachung von Zahlungseingängen, Umsatzentwicklungen und Altersstrukturen der eingereichten Forderungen sowie durch Einholung ergänzender Unterlagen. Zur Beurteilung der Rechnungserstellung, Zahlungsweiterleitung und Auslieferung werden mindestens jährlich und nach Bedarf Außenprüfungen beim Kunden durchgeführt. Neben der Analyse der Jahresabschlüsse holt die Finanzholding-Gruppe Informationen zur aktuellen Unternehmensentwicklung ein. Die Finanzholding-Gruppe verfügt über ein Risikoklassifizierungsverfahren für Kunden, in dem die wirtschaftliche Situation und Factoring-spezifische Merkmale berücksichtigt werden. Dieses Klassifizierungsverfahren wird regelmäßig, mindestens jedoch jährlich, überprüft. Als Sicherheit im Bereich Factoring werden neben der Globalzession der nicht angekauften Forderungen fallbezogen auch Veritätsgarantien und -bürgschaften vereinbart. Ferner werden im stillen Factoringverfahren regelmäßig die Bankkonten, die als Zahlungseingangskonten fungieren, verpfändet. Im Rahmen der Lagerfinanzierung dient der Finanzholding-Gruppe als Sicherheit die Sicherungsübereignung der finanzierten Gegenstände. Als Sicherheit für die von der TARGO Commercial Finance AG im Bereich Investitionsfinanzierung herausgelegten Kredite dienen grundsätzlich die finanzierten und sicherungsübereigneten Objekte. Neben der Sicherungsübereignung werden für die Investitionsfinanzierung gegebenenfalls Bürgschaften und andere Sicherheiten gestellt. Im Rahmen der Investitionsfinanzierung sind spezifische Risikoklassifizierungsverfahren im Einsatz. Dabei werden je Kreditnehmer ein Bonitätsrating und je Finanzierungsvertrag ein Transaktionsrating ermittelt, welches die transaktionsspezifischen Risiken bewertet. Das Bonitätsrating stellt auf das Ausfallrisiko des Kreditnehmers ab, während das Transaktionsrating den zu erwartenden Verlust eines einzelnen Vertrages ermittelt. Beim Transaktionsrating werden insbesondere die bestehenden Sicherheiten für einen Finanzierungsvertrag berücksichtigt. Bei Vorliegen neuer wesentlicher Informationen oder nach Fristablauf findet eine erneute Überprüfung des Ratings statt. In Abhängigkeit der Größe des Engagements werden unterschiedliche Analyse-Module eingesetzt, die sich in der Einbeziehung von Jahresabschlusszahlen und in der Berücksichtigung von qualitativen sowie zukunftsorientierten Kreditnehmerinformationen unterscheiden. Ergänzend wird vertragsbezogen ein automatisiertes Mahnverfahren zur Überwachung und Früherkennung von Bonitätsrisiken genutzt. Risikovorsorgeprozess Im Rahmen des Risikovorsorgeprozesses im Kreditgeschäft werden Forderungen als wertgemindert (notleidend) angesehen, wenn ein Kreditnehmer trotz Wirksamkeit der Forderung seinen Zahlungsverpflichtungen 90 Kalendertage nach Fälligkeit nicht nachkommt (überfällig), Insolvenz, Inkasso oder ein vergleichbares Kriterium vorliegt und/oder für die Forderung eine Wertberichtigung gebildet wurde. Im Geschäftsbereich Factoring wird der Risikovorsorgeprozess getrennt nach Kunde und Abnehmer durchgeführt. Auf Ebene der Abnehmer wird für eine offene, einredefrei angekaufte Forderung zum Ausfallzeitpunkt des Abnehmers eine pauschalierte Einzelwertberichtigung (pEWB) gebildet. Diese berechnet sich nach dem Expected Loss (EL)- Ansatz. Besteht bei einzelnen Abnehmern z. B. aufgrund des Selbstbehaltes der Kreditversicherung eine Verlusterwartung von mindestens TEUR 100 oder ein Forderungsbestand zum Ausfallzeitpunkt von mindestens TEUR 750, wird der Vorsorgebedarf individuell ermittelt und entsprechend eine Einzelwertberichtigung gebildet. Auf Kundenebene erfolgt die Ermittlung des Vorsorgebedarfes individuell anhand der zukünftig erwarteten Verluste, z. B. aufgrund von identifizierten Veritätsrisiken oder aufrechenbaren Ansprüchen von Debitoren. Zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen wird eine Kalkulation gemäß dem BMF-Schreiben vom 10.01.1994 vorgenommen und das Ergebnis mit dem Lifetime Expected Loss verglichen. Der höhere der beiden Werte auf Ebene der Finanzholding-Gruppe wird als Pauschalwertberichtigung gebucht. Ein identischer Ansatz findet bei der Berechnung der Pauschalrückstellung für Eventualverbindlichkeiten Anwendung. Die Verlusterwartung ermittelt sich im Lifetime Expected Loss Ansatz als Produkt der Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD), der Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD) und dem Ausfallrisiko zum Ausfallzeitpunkt (Exposure at Default, EAD = Betrag der (angekauften) Forderungen). Die errechnete Verlusterwartung wird anschließend auf die verbleibenden vertraglichen Restlaufzeiten hochgerechnet. Die Berechnungen werden vierteljährlich durchgeführt. Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung ist abhängig von der Einschätzung des Adressenausfallrisikos sowie der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten. Ab einer bestimmten Ratingstufe wird für jeden Einzelfall auf Basis objektiver Kriterien überprüft, ob und inwieweit der Darlehensnehmer sämtliche gegen ihn bestehenden Forderungen zurückführen kann. Gegebenenfalls wird in Höhe des unbesicherten Forderungsteils eine Einzelwertberichtigung gebildet. Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Darlehensnehmers bzw. Wertveränderungen von vorhandenen Sicherheiten werden zeitnah berücksichtigt. Im Rahmen der Risikovorsorge unterliegen sämtliche Engagements einer regelmäßigen Überwachung und Berichterstattung. Der Risikovorsorgebedarf wird grundsätzlich mit dem Chief Risk Officer abgestimmt und im Rahmen der Kompetenzordnung genehmigt. 3.3.2 Operationelle Risiken Gemäß den grundlegenden Begriffsbestimmungen nach Artikel 4 Abs. 1 Nr. 52 CRR bezeichnet das operationelle Risiko die Gefahr von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren bzw. Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken. Rechtsrisiken bezeichnen das Risiko von Verlusten durch Verletzung rechtlicher Rahmenbedingungen, neue gesetzliche Regelungen und für die Finanzholding-Gruppe nachteilige Änderungen oder Auslegungen bestehender gesetzlicher Regelungen, z. B. höchstrichterliche Entscheidungen. Zudem sind aus vertraglichen Vereinbarungen resultierende Haftungsrisiken Teil der Rechtsrisiken. Ferner wird bei der Finanzholding-Gruppe unter operationellen Risiken das Daten- und Modellrisiko i. S. d. Artikels 3 Abs. 1 Nr. 11 CRD subsumiert, wonach dieses den potenziellen Verlust darstellt, "der einem Institut als Folge von Entscheidungen entsteht, die sich grundsätzlich auf das Ergebnis interner Modelle stützen könnten, wenn diese Modelle Fehler bei der Konzeption, Ausführung oder Nutzung aufweisen". Die regulatorische Eigenmittelanforderung für das operationelle Risiko wird nach dem Basisindikatoransatz gemäß Artikel 315 i. V. m. 316 CRR ermittelt. Der Anrechnungsbetrag entspricht dem Durchschnittsbruttoertrag der letzten drei Jahre mit einem Gewichtungsfaktor in Höhe von 15 %. Externer Betrug, das Risiko von IT-Systemausfällen und prozessuale Risiken stellen die maßgeblichen potenziellen Risikoquellen dar:
Im Rahmen einer jährlichen operationellen Risikoinventur werden die wesentlichen Risiken in allen Fachabteilungen mittels Expertenbefragung identifiziert und auf Basis sowohl historischer als auch zu erwartender Faktoren werden die Schadensintensität und Schadenshäufigkeit quantifiziert. Ziel der Risikoinventur ist es, alle wesentlichen operationellen Risiken zu erfassen, um Verbesserungspotenziale systematisch ableiten und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Frühwarnindikatoren, sogenannte Key Risk Indicators, die Überwachung und Steuerung operationeller Risiken. Die Finanzholding-Gruppe nutzt zudem im Factoring ein Frühwarnsystem zur Identifizierung externer Betrugsfälle unter Einsatz einer IT-Anwendung, die Auffälligkeiten in der Rechnungsstellung auf Basis statistischer Verfahren ermittelt. Das Management operationeller Risiken wird zudem durch die Pflege einer Schadensfalldatenbank unterstützt. Durch die Analyse der Schadensfälle können entsprechende Handlungsmaßnahmen abgeleitet werden. Im Backtesting erfolgt ein Abgleich der aufgetretenen Schadensfälle mit der Ausrichtung der Frühwarnindikatoren und den Ergebnissen der Risikoinventur. Die eingesetzten Methoden und Verfahren unterliegen somit einer systematischen und fortlaufenden Überprüfung, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Ein bedeutender Teil des operationellen Risikomanagements ist zudem das Business Continuity Management (BCM), welches kritische Unternehmensprozesse und Systeme, deren Störung oder Ausfall erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben könnte, identifiziert. So werden geeignete Maßnahmen definiert, um einen geregelten Geschäftsbetrieb nach festgelegten Standards zu sichern. Dies umfasst eine schriftliche Notfallplanung, die bei Eintritt von schweren Betriebsstörungen Verluste auf ein Minimum reduzieren und den laufenden geordneten Geschäftsbetrieb sichern soll. Die kritischen Prozesse sowie die Wirksamkeit der definierten Maßnahmen werden fortlaufend überwacht und weiterentwickelt. Ein BCM-Handbuch steht allen Mitarbeitern zur Verfügung. Im Rahmen des Operational Risk Management Committee (ORMC) werden sämtliche die operationellen Risiken betreffenden wesentlichen Belange beraten und entschieden, wie z. B. die Abnahme der operationellen Risikoinventur, das Management einzelner eingetretener Schadensfälle oder das Einleiten von Maßnahmen zur entsprechenden Schwachstellenbehebung. Das ORMC berichtet mindestens quartalsweise an das ERMC, in dem alle Mitglieder des Vorstands sowie die Geschäftsführungen der gruppenangehörigen Unternehmen vertreten sind. Bei wesentlichen Risiken oder eingetretenen Schadensfällen erfolgt eine Ad hoc-Meldung an den Vorstand und steuernde Einheiten. Analog zu obigen Ausführungen gibt es ein gesondertes Entscheidungsgremium für sämtliche Modellrisiko-relevanten Belange, das sogenannte Model Risk Oversight Committee, das ebenfalls mindestens quartalsweise an das ERMC oder bedarfsweise ad hoc an den Chief Risk Officer berichtet. 3.3.3 Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken bezeichnen Risiken, die sich aus möglichen negativen Wertänderungen von Positionen der Finanzholding-Gruppe durch Veränderungen von Marktpreisen ergeben - wie Zinsen oder Devisen - dazugehörige Sicherungsgeschäfte oder preisbeeinflussende Parameter, z. B. Volatilitäten oder Korrelationen. Ein Handelsbuch gemäß Artikel 4 CRR wird derzeit in der Finanzholding-Gruppe nicht geführt. Ferner ist die Aufnahme von Handelstätigkeiten nicht geplant. Für die Finanzholding-Gruppe stellen lediglich die Zinsänderungsrisiken des Anlagebuches die wesentlichen Marktpreisrisiken dar. Das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch der Finanzholding-Gruppe liegt insbesondere in der Kreditrefinanzierung. Die Konditionengestaltung im Factoring und die hierfür erforderliche Refinanzierung sind vorwiegend variabel mit fristenkongruenter Laufzeit. Ferner berücksichtigt die TARGO Commercial Finance AG unter den Zinsänderungsrisiken auch das Abzinsungsrisiko aus Pensionsverpflichtungen. Die aus Fremdwährungsfinanzierungen gegebenen Währungsrisiken werden im Wesentlichen mittels einer fristen- und währungskongruenten Refinanzierung abgedeckt. Wesentliche (Fremd-) Währungsrisiken bestehen derzeit nicht. Die Auswirkungen auf den Barwert sowie das Zinsergebnis des Gesamtportfolios werden auf der Basis von verschiedenen Zinsszenarien unter Variation der Zinsstrukturkurve berechnet. Die Zinsszenarien beinhalten die Ausweichszenarien im Sinne des BaFin-Rundschreibens 11/2011 "Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch". In diesem Zusammenhang erfolgt die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos unter der Annahme einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um ± 200 Basispunkte. Beträgt die Barwertänderung mehr als 20 % der regulatorischen Eigenmittel, handelt es sich um ein sogenanntes Kreditinstitut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko im Sinne des BaFin-Rundschreibens 11/2011 "Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch". Per 31. Dezember 2016 liegt bei der Finanzholding-Gruppe die regelmäßig ermittelte Barwertänderung beim positiven und negativen Zinsschockszenario stets unter der meldepflichtigen Schwelle von 20 % in Bezug auf die regulatorischen Eigenmittel. Im Zuge der Integration der Finanzholding-Gruppe in die TARGO Deutschland Gruppe wurde die Methodik in Bezug auf die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos auf ein gruppenweites System umgestellt. Die Entscheidung über risikopolitische Maßnahmen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken liegt beim Vorstand, der insbesondere auf Basis interner Zinsablaufbilanzen und erwarteter Zinsentwicklungen die entsprechende Absicherungsstrategie festlegt. Im Zuge der Überwachung der Zinsrisikopositionen wird insbesondere der barwertige Aktiv- bzw. Passivüberhang analysiert. Die Ergebnisse der Analyse der Zinsänderungsrisiken sowie der übrigen Risikoarten werden monatlich im Rahmen des ALCO an den Vorstand berichtet und bei Bedarf erforderliche Maßnahmen beschlossen. 3.3.4 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken stellen Risiken dar, die gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht (Liquiditätsrisiko i. e. S.) oder nur zu erhöhten Kosten (Refinanzierungsrisiko) erfüllen zu können. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken im Sinne einer kurzfristigen Liquiditätsplanung erfolgt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Ein- und Auszahlungen und des Anfangsbestandes an Zahlungsmitteln unter Einhaltung der Mindestreserve sowie den Anforderungen der Liquiditätsdeckungsquote. Die kurzfristige Liquidität wird dabei monatlich im Rahmen des ALCO überwacht und gesteuert. Dispositive Ausgleichsmaßnahmen erfolgen primär über die laufenden Konten der Crédit Mutuel Gruppe sowie über das Bundesbankkonto. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung der Finanzholding-Gruppe ist die Liquiditätsdeckungsquote Liquidity Coverage Ratio (LCR) eine maßgebliche Kennziffer. Die LCR wird auf Basis einer Näherungsrechnung täglich überwacht und monatlich gemeldet. Die Quote ergibt sich aus dem Verhältnis des Bestandes als erstklassig eingestufter Aktiva (Bundesbankgutgaben) zum gesamten Nettoabfluss der nächsten 30 Tage. Der Nettoabfluss ist unter den Regularien des von der CRR vorgegebenen Stressszenarios zu ermitteln. Dabei muss die LCR im Jahr 2016 gemäß regulatorischen Anforderungen 70 % oder mehr betragen. Ein weiteres Instrument zur Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken ist die auf monatlicher Basis erstellte Kennzahl gemäß Liquiditätsverordnung (Laufzeitband 1). Der Schwerpunkt dieser Meldung liegt auf der Liquiditätskennziffer, die als Quotient der liquiden Aktiva und der Liquiditätsabflüsse des Folgemonats gebildet wird. Im Geschäftsjahr 2016 lagen beide Liquiditätskennziffern stets oberhalb der aufsichtsrechtlichen Mindestwerte. Die kurzfristige Liquiditätsplanung wird durch eine strukturelle Liquiditätssteuerung ergänzt, bei der unter Berücksichtigung der Kundengeschäfts-Planung sowie der Refinanzierungsmöglichkeiten die Liquiditätsreserve in Bezug auf die Deckung der Nettomittelabflüsse längerfristig gesteuert wird. Die mittel- und langfristige Refinanzierung erfolgt dabei insbesondere über Termingelder der Crédit Mutuel Gruppe. Im Zuge der Integration der Finanzholding-Gruppe in die TARGO Deutschland Gruppe wurde die Methodik in Bezug auf die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos auf ein gruppenweites System umgestellt. Zur Sicherstellung der Liquidität in Krisensituationen existiert ein detaillierter Notfallplan. Das Inkrafttreten des Notfallplans wird dabei über ein System aus externen und internen Frühwarnindikatoren gesteuert. Die Entwicklung der Indikatoren wird regelmäßig vor dem Hintergrund definierter Schwellenwerte bewertet. Wesentliche Indikatoren werden im täglichen Turnus überwacht. Das Überschreiten der Schwellenwerte führt zur Einberufung des Krisenstabs unter Beteiligung des Vorstands. Abhängig vom Ergebnis einer fundierten Situationsanalyse entscheidet der Krisenstab über die Einleitung von Steuerungsmaßnahmen. Die Analyse der Ergebnisse der genannten Liquiditätssteuerungs-Systeme und die Ableitung von Steuerungsmaßnahmen erfolgt monatlich im Rahmen des ALCO sowie über eine vierteljährliche Berichterstattung. Die Sicherstellung einer laufenden Zahlungsfähigkeit obliegt der Abteilung Treasury, während die Abteilung Risikocontrolling insbesondere die Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen überwacht. Darüber hinaus wird der Vorstand über signifikante Veränderungen des Risikoprofils sowie über neue wesentliche Risiken im Rahmen der Berichterstattung oder gegebenenfalls ad-hoc informiert. Im Geschäftsjahr 2016 standen jederzeit Refinanzierungsmittel in erforderlichem Umfang zur Verfügung. Die Liquidität der Finanzholding-Gruppe war stets gegeben. 3.3.5 Allgemeine Geschäftsrisiken Die allgemeinen Geschäftsrisiken bezeichnen die Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen. Dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenverhalten und der technische Fortschritt. Hieraus ergeben sich z. B. bei Veränderung des Marktes möglicherweise Risiken aus Ertragskonzentrationen. Die allgemeinen Geschäftsrisiken können insbesondere aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, unvorhersehbaren Diskontinuitäten im Markt, dem Markt unzureichend angepassten Produkten oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Strategie resultieren. Die unternehmensstrategische Steuerung ist originäre Aufgabe des Vorstands. Auf der Basis von intensiven Beobachtungen der ökonomischen und politischen Faktoren sowie der Branchen- und Wettbewerbssituation werden Veränderungen und Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte und des Geschäftsumfeldes analysiert und Maßnahmen zur langfristigen Sicherung und zum nachhaltigen Ausbau des Unternehmenserfolges abgeleitet. Dabei werden anhand einer vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren Zielgrößen festgelegt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Die strategische Positionierung wird dabei auf Basis von Soll-Ist-Vergleichen regelmäßig kritisch hinterfragt. Ferner werden insbesondere die Vertriebsleistungen regelmäßig überwacht und analysiert. Zu diesem Zweck stehen ausgereifte Werkzeuge und etablierte Frühwarnindikatoren zur Verfügung. 3.3.6 Reputationsrisiken Unter Reputation versteht die TARGO Commercial Finance AG den aus der Wahrnehmung verschiedener Anspruchsgruppen resultierenden öffentlichen Ruf der Gesellschaft hinsichtlich ihrer Kompetenz, Integrität und Vertrauenswürdigkeit. Die Gefahr, dass die TARGO Commercial Finance AG eine Verschlechterung in ihrem Ansehen bei den Marktteilnehmern, Behörden und in der Öffentlichkeit erleidet, bezeichnet man als das Reputationsrisiko. Zur Begrenzung von Reputationsrisiken hat die TARGO Commercial Finance AG verschiedene Maßnahmen getroffen. Zunächst hat die TARGO Commercial Finance AG einen gruppenweit gültigen Ethik- und Verhaltenskodex (sog. Code of Conduct) implementiert, der allgemeine ethische Grundsätze formuliert und Hilfestellungen zum Umgang mit konfliktträchtigen Situationen und Grauzonen beinhaltet. Dieser Kodex wird durch Compliance-relevante Richtlinien, insbesondere zu den Themen Anti-Korruption, Betrugsprävention, Datenschutz, Geldwäscheprävention sowie kartellrechtliche Compliance konkretisiert und ergänzt. Schließlich fördern themenspezifische Compliance-Kommunikationen und Trainings die Integrität der Mitarbeiter über alle Hierarchieebenen hinweg. In der Abteilung Compliance werden im Rahmen des Compliance Risk Assessments (CRA) u. a. potenzielle Reputationsrisiken identifiziert und bewertet. In der Folge werden anhand des CRA die geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen zur Risikominimierung bestimmt. Des Weiteren ist die Überwachung und Steuerung von Reputationsrisiken insbesondere in das operationelle Risikomanagement eingebunden. Sie erfolgen dabei im Rahmen der Methoden und Verfahren des Managements operationeller Risiken. 3.4 Eigenmittel Die Eigenmittel sind für die Ermittlung der Angemessenheit der regulatorischen Eigenmittelausstattung relevant. Sie dienen als Verlustpuffer von eingegangenen Risiken und erfüllen damit eine Garantie- und Haftungs- sowie Gläubigerschutzfunktion. Die Finanzholding-Gruppe ermittelt die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gemäß den Regularien des KWG und der CRR i. V. m. relevanten delegierten Verordnungen der Europäischen Kommission und ergänzenden nationalen Rechtsverordnungen, wie der Solvabilitätsverordnung. Die Eigenmittel der Finanzholding-Gruppe setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zusammen und bestehen im Wesentlichen aus dem gezeichneten Kapital, den Kapital- und Gewinnrücklagen sowie nachrangigen Verbindlichkeiten. Die nachrangigen Verbindlichkeiten erfüllen die Voraussetzungen des Artikels 63 CRR. Die Anrechnung eines aktivischen Unterschiedsbetrages im Rahmen der Eigenmittel erfolgt beim Kernkapital. Genussrechtsverbindlichkeiten bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2016 nicht. Die Finanzholding-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 zu jeder Zeit sämtliche regulatorischen Anforderungen an die Mindesteigenkapitalausstattung erfüllt. 3.5 Verschuldungsquote Die Verschuldungsquote, die sogenannte Leverage Ratio, stellt das Verhältnis des Kernkapitals zu den gesamten Engagements als Prozentsatz dar. Die gesamten Engagements umfassen bei der Finanzholding-Gruppe bilanzwirksame sowie außerbilanzielle Positionen. Vor dem Hintergrund, dass als Richtwert vom Baseler Ausschuss eine Zielquote von 3 % festgelegt wurde, weist die Finanzholding-Gruppe einen ausreichenden Puffer für potenzielle Erhöhungen regulatorischer Anforderungen an Kapital und Verschuldung auf. Dem Risiko einer übermäßigen Verschuldung trägt die Finanzholding-Gruppe im Planungs- und Steuerungsprozess Rechnung und ist somit integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Ein Überwachungsprozess wird im Rahmen der vierteljährlichen CoRep-Meldungserstellung sowie im Rahmen des regelmäßig tagenden ALCO sichergestellt. Die Finanzholding-Gruppe überprüft fortlaufend die Bilanzentwicklung unter Berücksichtigung wesentlicher Kennzahlen. Ferner erfolgt durch die Überwachung und Steuerung der Kapitalquoten implizit eine Überwachung und Steuerung der Verschuldungsquote. Somit umfasst die Überwachung der Einhaltung von Mindesteigenmittelanforderungen gleichzeitig die Überwachung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung. Die Finanzholding-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 zu jeder Zeit die regulatorischen Anforderungen an die Verschuldungsquote erfüllt. 3.6 Zusammenfassung Die Geschäftsentwicklung der Finanzholding-Gruppe wird im Wesentlichen durch die finanzwirtschaftlichen und operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken beeinflusst. Das Risikomanagementsystem stellt dabei die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken in der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Die etablierte Risikoberichterstattung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ausnahmslos die zeitnahe Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen gewährleistet. Die Risikolage der Finanzholding-Gruppe hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei jederzeit gegebener Risikotragfähigkeit als stabil erwiesen. Die Liquidität war stets gewährleistet. Darüber hinaus wurden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich erfüllt. Für die Finanzholding-Gruppe bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird keine negative Entwicklung erwartet. Mit Hilfe der Risikoüberwachungs- und Risikosteuerungssysteme und der konsequenten Ausrichtung der Gesamtbanksteuerung an der Risikotragfähigkeit kann gewährleistet werden, dass die im Rahmen der Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken jederzeit frühzeitig erkannt und mit ausreichend Risikodeckungspotenzial unterlegt sind. Darüber hinaus stellt insbesondere das Business Continuity Management bei möglichen Störungen einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicher. Das Risikomanagementsystem wird hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität der betriebenen Geschäfte sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und dessen aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch die Interne Revision turnusmäßig überwacht. Ferner finden externe Prüfungen statt. 4 Prognosebericht 4.1 Rahmenbedingungen in Deutschland Das moderate Wachstum der deutschen Wirtschaft wird sich in 2017 trotz der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der weiterhin schwachen Weltwirtschaft voraussichtlich fortsetzen. So prognostiziert der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Gesamtjahr 2017 ein Wachstum des deutschen BIPs von 1,3 %. Die strukturelle Entwicklung der Wirtschaftsleistung bleibt allerdings für das Geschäft der Bank weiter ungünstig: Wachstumstreiber sind nach wie vor der Anstieg der privaten und staatlichen Konsumausgaben, während der Sachverständigenrat einen Rückgang der Komponente Außenbeitrag und nur einen moderaten Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen erwartet. Für 2017 erwartet die TARGO Commercial Finance AG ferner ein stabiles Insolvenzgeschehen auf niedrigem Niveau. Für einzelne Branchen im verarbeitenden Gewerbe beobachtet die Gesellschaft wieder einen leichten Anstieg an Insolvenzen. Die TARGO Commercial Finance AG erwartet keine Zinswende für 2017. Vielmehr geht die Bank von einer Fortsetzung der monetären Expansion, von Geldmarktzinssätzen im negativen Bereich, niedriger Inflation und Liquiditätsüberschüssen im Finanzsektor und einem daraus resultierenden erhöhten Wettbewerbs- und Margendruck aus. Im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses geht die TARGO Commercial Finance AG für das Jahr 2017 von leichtem Wachstum im Factoringmarkt aus. Längerfristig betrachtet hat das Factoring-Produkt in Deutschland allerdings noch nicht das volle Potenzial erreicht. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für das Produkt Factoring sind in Deutschland günstig. Die Factoring-Penetration ist deutlich niedriger als in vielen anderen Volkswirtschaften der Europäischen Union. Die Gesellschaft erwartet bei Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiteres Wachstum für das Produkt Factoring. Die in den vergangenen Jahren erarbeitete Reputation, die Position als führender Produktanbieter und die zahlreichen Kooperationen mit anderen Finanzdienstleistern werden der TARGO Commercial Finance AG weiterhin helfen, mittelfristig ein solides Wachstum zu generieren. Im Markt für Investitionsfinanzierungen erwartet die Bank ebenfalls ein Wachstum. Die verhaltene Investitionstätigkeit der Unternehmen und die insgesamt gute Liquiditätsausstattung der Wirtschaft werden die Dynamik der Neugeschäftsentwicklung in diesem Segment jedoch begrenzen. 4.2 Prognose für die geschäftsbezogene Entwicklung Der Markt der Working Capital Finanzierung ist der strategische Kernmarkt der TARGO Commercial Finance AG. Die Bank strebt weiterhin die Qualitätsführerschaft in ihrem Kern-Produktsegment Factoring an. Dementsprechend liegt das Augenmerk auch in 2017 nicht auf Volumenwachstum um jeden Preis, sondern auf dem Ausbau eines nachhaltig profitablen Portfolios. Wachstumschancen in der Neukundengewinnung sieht die Gesellschfat insbesondere bei Unternehmen im Dienstleistungsbereich, in der Finanzierung von Unternehmen, die sich in Restrukturierung oder M&A Transaktionen befinden sowie in dem historisch stark wachsenden Bereich der Exportfinanzierung. Dem steht die gute Liquiditätsausstattung der Unternehmen gegenüber, was - neben anderen Faktoren - auch in der Zukunft das Ziehungsverhalten der Kunden beeinflussen wird. Ausgehend von diesen Eckdaten erwartet die Bank für 2017 folgende Geschäftsentwicklung:
Geschäftsvolumen Für das Neugeschäft hat die TARGO Commercial Finance AG ihre Volumenerwartung gegenüber 2016 - trotz schwierigerer Marktbedingungen - nicht verändert. Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung wird in 2017, durch intensivierte und gezielte Vertriebsaktivitäten des Partners TARGO Leasing GmbH, mit einem höheren Neugeschäftsvolumen gerechnet. Summe der Erträge Wesentliche Treiber der Summe der Erträge sind das Zins- und Provisionsergebnis, für das die Bank in 2017 insgesamt eine stabile Entwicklung erwartet. Die Gesellschaft wird u. a. von günstigeren Refinanzierungskosten ihres neuen Eigentümers leicht profitieren. Verwaltungsaufwendungen und Risikovorsorge Auf Grund der steigenden regulatorischen Anforderungen wird die Gesellschaft in 2017 ihre direkte Aufwandsbasis nicht senken können. Jedoch profitiert die TARGO Commercial Finance AG von geringeren Kostenumlagen an verbundene Unternehmen unter dem neuen Eigentümer und kann so die Gesamtaufwendungen leicht senken. Im Bereich der Risikovorsorge erwartet die Bank im Jahr 2017 insgesamt eine stabile Entwicklung. Risiko-adjustierter Ergebnisbeitrag Die TARGO Commercial Finance AG erwartet auf Ebene des um Einmaleffekte bereinigten risiko-adjustierten Ergebnisses eine konstante Entwicklung. in Anbetracht der Geldpolitik der EZB und des anhaltenden Margendrucks hält die Bank die Planung für ambitioniert. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren und Zusammenfassung Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erheblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen, werden wir auch in 2017 in deren kontinuierliche Aus- und Weiterbildung investieren. Dazu zählen u. a. die Bereitstellung eines breit gefächerten Spektrums an Weiterbildungsmaßnahmen und der schrittweise Aufbau des Fach- und Führungskräftenachwuchses. Zudem werden wir auch in 2017 zahlreiche Praktikanten, Auszubildende zur Bürokauffrau/ zum Bürokaufmann (IHK Mainz) und Studenten in einem dualen Studium an der DHBW Mannheim mit der Fachrichtung Bankwesen (Bachelor of Arts BA) beschäftigen. Die Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der TARGO Commercial Finance AG wird darüber hinaus insbesondere durch eine sicherheitsorientierte Kreditvergabepraxis und eine risikoadäquate Preisgestaltung gewährleistet. Eine risikoadäquate Preisgestaltung sieht die TARGO Commercial Finance AG als Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg. Im Hinblick auf die Steuerung des Risikoportfolios vermeidet die TARGO Commercial Finance AG ungesunde Konzentrationen durch eine breite Streuung der Kunden und deren Abnehmer. Die TARGO Commercial Finance AG ist zuversichtlich, auch im Jahr 2017 trotz eines schwierigen Marktumfeldes ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erreichen zu können.
Mainz, den 29. März 2017 TARGO Commercial Finance AG Der Vorstand Joachim Secker Jörg Diewald Burkhard Reitermann Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TARGO Commercial Finance AG (bis 4. August 2016: GE Capital Bank AG), Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 27. April 2017 KPMG
AG
Bauer, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat (einschließlich seiner Ausschüsse) hat sich während des Geschäftsjahres 2016 durch schriftliche und mündliche Berichte vom Vorstand fortlaufend über die Lage der Gesellschaft sowie über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichten lassen. Er hat in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen - insbesondere auch soweit sie sich aus dem Gesetz über das Kreditwesen ergeben -, der Satzung und den Geschäftsordnungen die Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand überwacht und beratend begleitet. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern geboten, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats (Risikoausschuss und Prüfungsausschuss) tagten ebenfalls in vier Sitzungen während des Berichtszeitraums. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat In allen vier Beratungen des Aufsichtsrats waren die folgenden Schwerpunktthemen Bestandteil der Tagesordnung: die Besprechung der Quartalszahlen (bzw. in der Sitzung vom 16. März 2016 die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015), die Erörterung des Berichts des Vertriebsvorstands sowie die Erörterung der aktuellen regulatorischen Entwicklungen. Wesentlicher Gegenstand der Beratungen auf der Sitzung am 19. Mai 2016 bildete darüber hinaus die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015, die Vorstellung des Vergütungsberichts durch den Vorstand sowie die Erörterung der Geschäfts- und Risikostrategie mit dem Vorstand. In der Sitzung vom 11. Oktober 2016 wurden zudem u.a. die Kreditkompetenzen der TARGO Commercial Finance besprochen. In der Sitzung vom 9. Dezember 2016 wurde die nachfolgend zur Veräußerung der Gesellschaft aktualisierte Geschäftsstrategie diskutiert. Schwerpunkte der Sitzungen des Prüfungsausschusses waren jeweils die Besprechung des Berichts der Internen Revision sowie in der Sitzung am 19. Mai 2016 die Vorprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 unter Teilnahme des Abschlussprüfers. Schwerpunkte der Sitzungen des Risikoausschusses waren die Erörterung des quartärlichen MaRisk Reports. Besonderes Augenmerk wurde ferner in sämtlichen Sitzungen auf verschiedene Themen im Zusammenhang mit dem Verkauf bzw. der Übertragung der Gesellschaft an die Crédit Mutuel-Gruppe im Juli 2016 sowie anschließender Integrationsaufgaben gelegt. Im schriftlichen Beschlussverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 23. Dezember 2016 dem Budget Plan (IFRS) der Gesellschaft zu. Prüfung des Jahresabschlusses 2016 Der Jahresabschluss der TARGO Commercial Finance AG - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht ist von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 bestellten Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Zwei Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses am 2. Juni 2017 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen sowie den Lagebericht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der TARGO Commercial Finance AG, der damit festgestellt ist. Insbesondere mit der regelmäßigen Befassung des Aufsichtsrats mit der Geschäftsentwicklung und der Tätigkeit der Innenrevision, durch die Prüfung der Buchführung seitens des Abschlussprüfers und die Erörterung des Jahresabschlusses sowie des Prüfungsberichts zwischen Aufsichtsrat, Abschlussprüfer und Vorstand haben der Aufsichtsrat und der Abschlussprüfer zur Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung beigetragen. Wechsel im Aufsichtsrat Vor dem Hintergrund der im vergangenen Jahr vollzogenen Veräußerung der deutschen GE Capital Gruppe (einschließlich der TARGO Commercial Finance AG, vormals firmierend unter GE Capital Bank AG) an die Crédit Mutuel Gruppe gab es folgende Wechsel auf Seiten der Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat. Es legten ihr Amt nieder zum 20. Juli 2016: Herr Barry O'Byrne, Frau Patricia Halliday, Herr Todd Smith und Herr Hermann Weimer. Zum selbigen Tag wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt: Herr Pascal Laugel, Herr Luc Dymarski, Herr René Dangel und Herr Berthold Rüsing. Der Aufsichtsrat wählte mit Beschluss vom 20. Juli 2016 Herrn Laugel zum Vorsitzenden und Herrn Dangel zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Die genannten Niederlegungen führten zugleich zu einem Wechsel in den Ausschüssen des Aufsichtsrats. Zu Mitgliedern des Prüfungsausschusses wurden gewählt: Herr Laugel (Vorsitzender), Herr Dymarski und Herr Rüsing. Zu Mitgliedern des Risikoausschusses wurden gewählt: Herr Laugel (Vorsitzender), Herr Dangel und Herr Rüsing. Auf Arbeitnehmerseite gab es im Aufsichtsrat folgende Wechsel: Das Amt von Herrn Stefan Mund endete turnusgemäß mit dem Ende der Hauptversammlung am 19. Mai 2016. Als Nachfolger wurde von den Arbeitnehmern der TARGO Commercial Finance AG Herr Michael Hornischer gewählt. Dieser legte sein Amt zum 28. September 2016 vor dem Hintergrund seines Ausscheidens aus der Gesellschaft zum Ende des Jahres nieder. Ihm folgte durch die im Anschluss durchgeführte Wahl am 19. Januar 2017 erneut Herr Mund als Arbeitnehmervertreter. Danksagung Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TARGO Commercial Finance AG für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2016.
Mainz, den 2. Juni 2017 Der Aufsichtsrat Pascal Laugel, Vorsitzender |
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