GEP Green Engineering GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hongli Sun seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Markus Reiner Ecker seit 27.4.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CIMC TGE Gasinvestments S.A. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TGE Gas Engineering GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell TGE Gas Engineering GmbH ("TGE Gas") ist ein im internationalen Großanlagenbau tätiges Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit basiert auf Kompetenzen und langjähriger Erfahrung im Projektmanagement, in der Planung, im Ingenieurwesen und im Beschaffungs-, Baustellen- und Qualitätsmanagement für den Bau von Flüssiggasumschlags- und Gasverarbeitungsanlagen. TGE Gas ist ein technologieorientiertes Unternehmen und mit Niederlassungen in Europa aktiv. TGE Gas nutzt eine Vielzahl an Fähigkeiten, die für die Realisierung von Projekten im Bereich der Flüssiggasspeicherung und der Gasverarbeitung als Generalunternehmer erforderlich sind. TGE Gas bietet das Leistungsspektrum von ersten Beratungsleistungen zur Konzepterstellung bis hin zur schlüsselfertigen Lieferung einer voll funktionsfähigen Anlage inklusive geschulter Betriebsmannschaft an. Die wichtigsten Produktlinien von TGE Gas sind:
Sämtliche Produktlinien erfordern Projektmanagement, ingenieurtechnische Arbeiten, Einkauf und Lieferung von Material und Ausrüstung sowie Installations- und Montagearbeiten und sind immer projektbezogen. In der Regel erfolgen Projektangebot und -abwicklung von TGE GAS in der Form von EPC (Engineering, Procurement und Construction) als Generalunternehmer. TGE Gas leistet im Konzernverbund der chinesischen CIMC-Gruppe ("CIMC") ingenieurtechnische Arbeiten für andere Gesellschaften der Gruppe und ist auch in die Aktivitäten der CIMC ENRIC Gruppe eingebunden, die Ausrüstungsgegenstände für das Gasgeschäft der CIMC herstellt. Durch TGE Gas werden die Geschäftsbereiche Energy Industry, als auch Chemical Industry der CIMC ENRIC Gruppe gestärkt. Die Berichterstattung, wie etwa Management Reports, Monats- und Jahresabschlüsse, erfolgt direkt an die CIMC- Gruppe mit Sitz in Shenzhen/China. Die Steuerung der TGE Gas wird seitens der CIMC- Gruppe durch die CIMC ENRIC HOLDINGS Ltd., Shenzhen/China ("CIMC ENRIC"), wahrgenommen. Konzerneinbindung TGE Gas ist unverändert zum Vorjahr Teil des Konzernverbundes der chinesischen CIMC-Gruppe ("CIMC"). Konzernobergesellschaft ist die CHINA INTERNATIONAL MARINE CONTAINERS (GROUP) CO., LTD., Shenzhen/China, in deren Konzernabschluss die TGE Gas wie auch in den Vorjahren einbezogen wird. Alleinige Anteilseignerin der TGE Gas ist nach wie vor die CIMC TGE Gasinvestments S.A. mit Sitz in Strassen/Luxemburg. In 2023 wurde gemäß der strategischen Einscheidungen der Anteilseignern, die interne Restrukturierung von CIMC TGE Gasinvestment S.A. vorgenommen. Wie unten abgebildet wurden die Gesellschaften TGE Trading, TGE Engineering Consultancy und Technodyne International von TGE an die Muttergesellschaft CIMC TGE Gasinvestment S.A. verkauft. Anschließend wurde die strategische Richtung der Gruppe aktualisiert. Auch Änderungen in der Personalstruktur der TGE Gas wurden vorgenommen und sind detaillierter im Lagebericht erläutert. Durch die Restrukturierung entstehen, unter CIMC TGE Gasinvestment S.A., drei voneinander unabhängige, operative Einheiten. Die Entwicklung und Durchführung der Strategie wird durch Synergien in der Verwendung von Ressourcen und regionales Know-how unterstützt. Wir gehen davon aus, dass diese Faktoren der TGE GAS helfen, um neue Aufträge zu gewinnen, allgemeine Kosten zu reduzieren und kompetent auf dem Markt aufzutreten.
Forschung und Entwicklung TGE Gas verfügt über von spezifischen technischen Fähigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit. Aus diesem Grund laufen mehrere interne Forschungs- & Entwicklungsprojekte. Wie in den vergangenen Jahren unterstützt CIMC ENRIC TGE Gas bei der Schaffung von Synergien in Projekten und der Produktentwicklung innerhalb der Gruppe. 2. Bericht zur wirtschaftlichen Lage Märkte TGE Gas ist überwiegend in seinen Kernmärkten Europa und der Volksrepublik China tätig. Es ist jedoch nach wie vor unser Ziel, den geographischen Fußabdruck zu vergrößern. Dabei liegt der Fokus verstärkt auf zukünftigen Wachstumsmärkten wie z.B. Südostasien sowie auch Nordafrika und dem Mittleren Osten. Der vor dem Beginn des Ukraine-Krieges durchaus mit Wachstumspotential eingeschätzte Markt in Russland entfernt sich immer weiter aus dem Blickwinkel. Die politische Situation und die schärfer werdenden Sanktionen verhindern Projektentwicklung und -realisierung. Alternative Märkte wie Kazakhstan, Uzbekistan, Turkmenistan etc. rücken nun mehr in den Fokus und werden als zukünftige Märkte der TGE Gas entwickelt. Trotz der Tatsache, dass derzeit nahezu alle Umsätze außerhalb Deutschlands erwirtschaftet werden, ergeben sich durch die Energiekrise und -wende in Europa aktuelle Projekte auch in Deutschland, die detailliert betrachtet und evaluiert werden. Hierzu zählen beispielsweise der geplante Ausbau der LNG-Infrastruktur in Wilhelmshaven. Die aktuelle Energiekrise betrifft inzwischen nicht nur Europa und die Energiewende in eine klimaneutrale Zukunft nimmt weltweit weiter Fahrt auf. Neuinvestitionen in LNG- Terminals stehen mehr denn je auf dem Prüfstand der Zukunftsfähigkeit. Die Attraktivität von neuen Investitionen in Gasprojekte hat sich dahingehend relativiert, dass potenzielle Kunden die Entscheidungen deutlich länger überdenken. Daraus ergaben sich teilweise zeitliche Verschiebungen einzelner Projekte. Projekte, die durch öffentliche Gelder finanziert werden, erhalten aktuell den Vorzug vor Privatinvestitionsvorhaben. Der Wegfall Russlands als Wachstumsmarkt hatte in 2022 deutliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf erwartete Neuverträge der TGE Gas. Dadurch sind ehemals eingeplante Projekte mit einem durchaus nennenswerten Volumen weggefallen und konnten nur teilweise durch Alternativprojekte aufgefangen werden. Produktlinie: Lageranlagen für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas - LNG) Der Hauptmarkt von TGE Gas für Projekte im Bereich der großen LNG-Umschlagterminals der letzten Jahre war China. Mit Unterstützung des Mutterkonzerns CIMC hat sich TGE Gas nach unserer Einschätzung als zuverlässiger Auftragnehmer für solche Projekte etabliert. Aufgrund unserer Beobachtung des chinesischen Marktes erwarten wir, dass LNG eine wichtige Rolle als Brennstoff der Zukunft spielen wird. Der chinesische Staat hat ein Programm initiiert (https://www.oxfordenergy.org/wpcms/wpcontent/uploads/2018/12/The-Outlook-for-Natural-Gas-and-LNG-in-China-in-the-War-against-Air-Pollution-NG139.pdf), um von Kohle auf Gas als Brennstoffquelle zu wechseln. Trotz dieser geplanten Neuausrichtung des chinesischen Marktes hat sich die Entwicklung neuer LNG-Importprojekte in China aus unserer Sicht verlangsamt, da die Kunden derzeit eine verstärkte Auslastung der bestehenden Infrastruktur vor neuen Investitionsausgaben bevorzugen. Die hohe saisonale Fluktuation und die derzeitige bzw. die prognostizierte Nachfrage nach LNG zeigt die Infrastrukturknappheit auf und wird nach unserer Einschätzung dazu führen, dass neue Investitionen für LNG-Importanlagen entstehen werden. Darüber hinaus hat nach TGE-Einschätzung die Region Südostasien (ASEAN) mittelfristig das Potenzial, einen eigenen LNG-Wirtschaftszweig zu entwickeln. TGE Gas erwartet in der genannten Region ein starkes Interesse an neuer LNG-Infrastruktur und somit potenziell einen künftigen Schwerpunkt für die Geschäftstätigkeiten von TGE Gas. Hier sind besonders kleine bis mittlere LNG Projekte im Bereich "Gas to Power" zu erwähnen. In Europa bestehen im Hinblick auf die beabsichtigte bzw. schon umgesetzte Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Pipelines zusätzliche Möglichkeiten für neue Projekte oder für die Erweiterung bestehender Anlagen. Hier konnte TGE Gas auch bereits erste Erfolge verbuchen. Gleichzeitig besteht die Chance, dass sich die TGE bei, in Abhängigkeit von den politischen Entwicklungen in Russland, steigenden LNG Nachfragen in Deutschland und Europa als Key-Player entwickeln könnte. Hier sind beispielsweise insbesondere die durch die Bundesregierung angekündigten LNG- Onshore-Projekte, wie z.B. Wilhelmshaven, Brunsbüttel, in Deutschland zu erwähnen. Der russische LNG-Markt hat auf längere Sicht durch den anhaltenden Russland-Ukraine- Konflikt, nach TGE-Einschätzung, in den kommenden Jahren kein Potenzial für westliche Firmen mehr. Die aktuelle politische Situation und die Sanktionen über alle Bereiche hinweg erlauben es nicht Projekte in Russland zu entwickeln. Produktlinie: Lageranlagen für verflüssigte Gase (z. B. Ethylen, Propylen, Liquefied Petroleum Gas - LPG, Propan, Ammoniak, Butan, etc.) Die allgemeine Nachfrage im Markt für Anlagen und Lager in der Petrochemie steigt gegenwärtig. Mehrere große europäische und asiatische Produzenten prüfen die Vorteile der Verwendung von Gas als Rohstoff für die Cracker und die damit verbundene Herstellung von Kunststoffen. In diesem Geschäftsjahr wurde bei TGE Gas der Auftrag für den weltweit größten Ethylen-Tank in Antwerpen platziert. Auch in China zeigt der Trend, Ethan oder LPG als Cracker-Ausgangsmaterial zu nutzen, seine kommerziellen Vorteile. In Europa befinden sich derzeit einige Projekte für petrochemische verflüssigte Gase auf dem Markt. Große Mengen von Ethan und Ethylen, die günstig als Gasnebenprodukt aus den USA bezogen werden können, steigern die Nachfrage nach größeren, komplexeren Tank- und Prozessanlagen. Da die Kunden die Wirtschaftlichkeit ihrer Modelle für die Lagerung verstärkt überprüfen, gestalten sich die Investitionsentscheidungen jedoch verhalten. Sobald ein Projekt ausgereift genug für die Ausschreibung ist, erleben wir einen starken vor allem preislichen Wettbewerbsdruck durch eine Vielzahl von anderen Anbietern. Investitionsentscheidungen der Kunden erfolgen unserer Einschätzung nach überwiegend preisorientiert. In China werden wieder mehr Projekte, ebenfalls unterstützt durch den Ethan-Import aus den USA, realisiert. Der Import wird mit großen Tankschiffen realisiert und folglich müssen die Importterminals entsprechend ausgelegt sein, um die logistischen Anforderungen zu erfüllen. Die Kunden dort sind insbesondere Privatunternehmen. Die Ausweitung unserer Vertriebsaktivitäten im Mittleren Osten hat im vergangenen Geschäftsjahr zum ersten Auftrag in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt. Die Projekte, die TGE Gas in dieser Region verfolgt, liegen in einem Bereich (Small Scale Tanks), in dem nur wenige Mitbewerber tätig sind und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit von Folgeprojekten. Ein weiterer Ausbau dieses Marktes wird in den kommenden Jahren angestrebt. In anderen Märkten agiert TGE Gas nur projektbezogen. Je nach Projekt wird allerdings die Strategie verfolgt, das Land oder die jeweilige Region als TGE-Gasmarkt insgesamt zu entwickeln. Derzeit werden Aktivitäten in Vietnam, Thailand und Brasilien begleitet bei denen eine mögliche Ausweitung unserer Aktivitäten auf die jeweilige Region geprüft wird. Plant Optimisation & Services (vormals Produktlinie: Solutions, Applications & Services) Diese Produktlinie umfasst alle anderen Aktivitäten und das Angebot an Vertragsdienstleistungen des TGE Gas-Geschäfts bei Inspektionen, Wartungen, Anlagenverbesserungen oder anderen Services, die die direkte Kundenbeziehung fördern und festigen. Hierzu gehört auch das After Sales Programm, wo die TGE Gas viel Potential sieht. Diese langfristige Bindung an den Kunden unterstützt auch Neubauprojekte, die von diesen Kunden geplant werden, und wo die TGE Gas von Anfang an mit unterstützt. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr Das abgelaufene Geschäftsjahr war insbesondere durch die Auswirkungen des im Februar 2022 beginnenden Russland-Ukraine-Kriegs sowie die sich daraus ergebenden Folgen wie z.B. deutliche gestiegene Preise bei Vormaterialien und fremdbezogenen Dienstleistungen sowie eine insgesamt historisch hohe Inflation vor allem in großen Teilen Europas geprägt. Im Hinblick auf das geschäftliche Handeln in Russland hat die Gesellschaft die Geschäftsaktivitäten mit Russland bereits in 2022 nahezu eingestellt. Geschäftsentwicklung 2023 • Auftragseingang und Auftragsbestand TGE Gas hat 2023 neue Verträge im Wert von 7 Millionen Euro (Vorjahr 147 Millionen Euro) abgeschlossen. Das für 2023 geplante neue Auftragseingangsvolumen von ca. 200 Millionen Euro wurde somit bei weitem nicht erreicht. Die nicht erreichten Ziele stammen im Wesentlichen aus Verschiebungen der Startdaten für geplante Projekte auf der Kundenseite im Auftragsvolumen von 300 Millionen Euro. Grundsätzlich besteht bei allen von uns mit Angeboten versehenen Projekten das Risiko, dass diese nicht zu dem geplanten Zeitpunkt vergeben werden, Projekte abgesagt werden oder der Auftrag nicht an TGE Gas vergeben wird. Auch bei an TGE Gas vergebenen Aufträgen ist es möglich, dass Aufträge nicht mit dem geplanten Arbeitsfortschritt im Kalenderjahr abgeschlossen werden können und sich daher die Umsatz- und Margenrealisierung in Folgeperioden verschiebt. Zum Jahresende betrug der noch abzuarbeitende Auftragsbestand 149 Millionen Euro (Vorjahr 220 Millionen Euro). Aktuell gehen wir von einem Auftragseingangsvolumen für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 160 Millionen Euro aus. Davon konnten per Ende August 2024 keine bedeutenden Aufträge unterschrieben werden. • Ertragslage TGE Gas erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 5,7 Millionen Euro mit einem Jahresfehlbetrag von 66,0 Millionen Euro. Obwohl TGE Gas bei der Auftragsabwicklung im Jahr 2023 gute Fortschritte machte, sind einige zeitliche Verzögerungen aufgetreten, die dazu geführt haben, dass kein Projekt final abgerechnet werden konnte, bzw. erhebliche Kostenerhöhungen insbesondere auf einem Projekt in England und bei Projekten der Arbeitsgemeinschaft in Polen aufgetreten sind und die nicht an den Endkunden weiterberechnet werden können und damit sowohl das operative Ergebnis als auch das Jahresergebnis deutlich negativ beeinflusst haben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten keine nennenswerten Projekte abgerechnet werden. Somit wurde das im Vorjahr erwartete Umsatzvolumen für das Geschäftsjahr 2023 von 80-100 Millionen Euro nicht erreicht. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen im Jahr 2023 57,5 Millionen Euro (Vorjahr 61,9 Millionen Euro). Das Bruttoergebnis ist insbesondere durch deutliche Mehrkosten und die damit vorhandenen Abschreibungen auf die aktivierten Bestände sowie die Rückstellungen für drohende Verluste in der Abwicklung eines Projektes in England und Projekte der Arbeitsgemeinschaft in Polen negativ beeinflusst. Die Vertriebskosten beliefen sich 2022 auf 2,7 Millionen Euro (Vorjahr 2,8 Millionen Euro). Die Verwaltungskosten beliefen 2023 auf 6,6 Millionen Euro (Vorjahr 6,3 Millionen Euro). Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge auf 12,2 Millionen Euro (Vorjahr 4,2 Millionen Euro) ist im Wesentlichen durch den konzerninternen Verkauf von Tochterunternehmen aus UK und in China begründet. Des Weiteren verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 4,0 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro bedingt durch geringere Währungskursverluste. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 12,1 Millionen Euro (Vorjahr Ertrag von 5,5 Millionen EUR) wird insbesondere durch Aufwand aus der Abwertung von aktiven latenten Steuern, die zu einer Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 11,4 Millionen führte, und Quellensteuern aus dem Verkauf von den chinesischen Töchterunternehmen in Höhe von 0,7 Millionen Euro beeinflusst, während die laufenden Aufwendungen aus Ertragsteuern 0,2 Millionen Euro betrugen. TGE Gas weist für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt einen Jahresfehlbetrag von 66,0 Millionen Euro aus (Vorjahresüberschuss 3,6 Millionen Euro). Beim Ergebnis ist anzumerken, dass die Projektabwicklung nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts keine Teilgewinnrealisierung entsprechend des Fertigstellungsgrades der Projekte erlaubt und nur vollständig abgeschlossene Projekte im Umsatz berücksichtigt ("Completed Contract Method"). Einige Projekte werden erst in den Jahren 2024 oder noch später abgeschlossen und eine Teilgewinnrealisierung würde grundsätzlich ein höheres Betriebsergebnis zeigen. • Vermögenslage Die Bilanzsumme der TGE Gas beträgt zum 31. Dezember 2023 120,7 Millionen Euro (Vorjahr 85,8 Millionen Euro). Das Anlagevermögen in Höhe von 0,4 Millionen Euro ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert (6,1 Millionen Euro) stark gesunken. Der Differenz ist im wesentlichen auf den Verkauf von Tochtergesellschaften zurückzuführen. Der Buchwert der abgegangenen Finanzanlagen betrug 5,6 Millionen Euro. Im Umlaufvermögen erhöhen sich die unfertigen Leistungen sowie die geleisteten Anzahlungen von kumuliert 67,8 Millionen Euro auf 120,1 Millionen Euro, die vollständig durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen finanziert bzw. bilanziell kompensiert werden. Der Anstieg der unfertigen Leistungen ist durch den steigenden Leistungsfortschritt bzw. den noch nicht abgerechneten Projekten zu erklären. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 0,6 Millionen Euro auf 0,4 Millionen Euro geringfügig gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 2,1 Millionen Euro in 2023 (Vorjahr 18,4 Millionen Euro). Die Änderung ist auf die Zahlung von Dividendenforderung gegen Tochtergesellschaften in Shanghai/China in Höhe von 17,2 Millionen Euro zurückzuführen. Die liquiden Mittel verringerten sich stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro. Die Reduzierung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 11,4 Millionen Euro resultiert aus der Abwertung von bereits aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge. Diese wurden an die voraussichtliche Nutzbarkeit in den kommenden fünf Jahren angepasst. Das Eigenkapital wird durch den realisierten Jahresfehbetrag negativ beeinflusst. Der Jahresfehlbetrag für 2023 in Höhe von 66,0 Millionen Euro erhöhte den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 18,7 Millionen Euro auf nunmehr 84,7 Millionen Euro. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 23,5 Millionen Euro erhöht und betreffen im wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und drohende Verluste. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,1 Millionen Euro ist überwiegend stichtagsbedingt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 11,6 Millionen Euro erhöht und weisen einen Wert von 67,3 Millionen Euro aus. Sie entfallen mit 64,9 Millionen Euro auf Darlehen und Zinsen von mittelbaren Gesellschaftern, 0,4 Millionen Euro auf Darlehenszinsen einer Tochtergesellschaft sowie 2,0 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund. Vor dem Hintergrund der vorliegenden Patronatserklärung gehen wir davon aus, dass weitere Darlehen grundsätzlich auf Anforderung der Geschäftsführung durch den mittelbaren Hauptgesellschafter CIMC veranlasst werden können. • Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft basiert u.a. auf den vertraglich geregelten Zahlungen aus den bestehenden Aufträgen. Die Gesellschaft verfügt über keine nennenswerten Rücklagen. Im Eigenkapital stammt die bestehende Kapitalrücklage über 4,7 Millionen Euro aus der Zeit des Anteilskaufvertrags im Jahre 2008. Der mittelbare Hauptgesellschafter CIMC unterstützt die TGE Gas neben der Finanzierung auch mit Kreditlinien zur Gewährung von Bankgarantien, durch Darlehen zur Zwischenfinanzierung und in Form von Konzernbürgschaften (Parent Company Guarantees) zur Abwicklung von Großaufträgen. Eine Aufstockung von Aval-Linien der Geschäftsbanken der TGE Gas bzw. ein Erhalt von Bankdarlehen ist derzeit ohne die Unterstützung der CIMC nicht möglich. Der Fortbestand der Gesellschaft ist weiterhin davon abhängig, dass der Hauptanteilseigner die zur Abwicklung künftiger Aufträge erforderlichen Bürgschaften und Darlehen wie bisher erteilt und in ausreichendem Umfang neue Aufträge mit entsprechendem Anzahlungsvolumen akquiriert werden. Das Management geht davon aus, dass CIMC weiterhin Garantien zur Ausführung von Projekten arrangieren und absichern wird. Die Gesellschaft CIMC (Hong Kong) Limited hat gegenüber der CIMC TGE Gas Investments S.A. am 09.07.2024 eine Patronatserklärung für einen Zeitraum von nicht weniger als vierundzwanzig Monaten zum Zeitpunkt nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses der TGE Gas zum 31.12.2023 abgegeben. Die Gesellschaft CIMC TGE Gasinvestments S.A., als direkte Muttergesellschaft der TGE GAS, hat wiederum gegenüber der TGE Gas Engineering GmbH am 09.07.2024 eine Patronatserklärung für einen Zeitraum von nicht weniger als vierundzwanzig Monaten zum Zeitpunkt nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses der TGE Gas zum 31.12.2023 abgegeben. Diese im Konzernverbund abgegebenen sog. harten Patronatserklärungen versetzen die TGE Gas rechtlich in die Lage, sofern dies erforderlich sein sollte, weiter finanzielle Unterstützung im Konzernverbund einzufordern. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Personal Die Gesellschaft beschäftigte per 31. Dezember 2023 190 (i. Vj. 198) Mitarbeiter. Kompetente und motivierte Mitarbeiter sind unerlässlich für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit von TGE Gas Engineering. Wie in den Vorjahren hat die Gesellschaft die interne TGE Academy weitervorangetrieben und insbesondere großen Fokus auf die Implementierung eines "Lessons Learned" Systems gelegt. Besonderes Augenmerk liegt auf der strukturierten Dokumentation von Projektstörungen, Fehlern, etc. und der entsprechenden kontinuierlichen Verbesserung der verschiedenen Geschäftsprozesse. Im Geschäftsjahr 2023 wurde weiterhin die Organisationsstruktur optimiert, um das Verhältnis von abrechenbaren zu Overheadstunden zu verbessern. Die entsprechenden Personalmaßnahmen wurden abgestimmt mit dem Betriebsrat und mit hoher Akzeptanz der Belegschaft durchgeführt. Grundlage des gestarteten Umstrukturierungsprojektes ist die Implementierung einer effizienteren, schlankeren und weniger kopflastigen Organisation, die besser zur Unternehmensgröße der TGE Gas passt. Hierzu wurde im ersten Schritt das TGE Gas Management Board von fünf auf drei Mitglieder reduziert:
Im zweiten Schritt wurde das Umstrukturierungsprojekt von dem neu gegründeten TGE Gas Management Board initiiert und im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung angeführt. Hauptziele des Umstrukturierungsprojektes:
Weiterhin hat TGE Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber (Job Bike, etc.) unternommen um die Kernbelegschaft an das Unternehmen zu binden und durch offene Kommunikation das Organisationklima zu verbessern. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren TGE Gas nutzt verschiedene im Folgenden dargestellte Leistungskennzahlen zur Steuerung. • Finanzielle Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse nach IFRS: Die Umsatzerlöse der TGE Gas (die nach den Vorschriften der IFRS ermittelt werden) stellen eine der wesentlichsten Kennzahlen der TGE Gas dar, da diese die Fähigkeit des Unternehmens widerspiegelt, seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt abzusetzen. Als Umsatzerlöse werden die Umsätze bezeichnet, die die TGE Gas im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch den Verkauf von Produkten oder die Einbringung von Dienstleistungen erwirtschaftet. Die TGE Gas erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen konsolidierten Umsatz nach IFRS von 118 Millionen Euro (Vorjahr 150 Millionen Euro). Damit wurden die gesteckten Ziele für die Umsatzerlöse (im Bereich von 140 Millionen Euro bis 150 Millionen Euro) aufgrund der Verzögerungen in den Projekten nicht erreicht. Ergebnis vor Steuern (PBT nach IFRS): Die Kenngröße Ergebnis vor Steuern stellt einen Indikator zur Messung der operativen Geschäftstätigkeit der TGE GmbH dar. In sie gehen die Umsatzerlöse sowie sämtliche operativen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträge ein. Die TGE GmbH bezieht zusätzlich auch Zinserträge und -aufwendungen zur Leistungsmessung ein, da damit, alle im Projekt anfallenden Aktivitäten ermittelt werden. Damit wird zudem das Ziel erreicht, die Projektkosten vollständig durch Kundenanzahlungen zu finanzieren und Zinserträge aus der kurz- und der mittelfristigen Anlage überschüssiger liquider Mittel zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft nach IFRS ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 31,0 Millionen Euro (Vorjahr negatives Ergebnis vor Steuern von 1,8 Millionen Euro) infolge der Abwertungen von Projekten sowie Aufwendungen, die nicht durch die Umsatzerlöse gedeckt werden konnten. Im Vorjahr wurde für 2023 ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3,0 Millionen Euro erwartet. Unsere Erwartungen des Vorjahres wurden insofern nicht erreicht. Handelsrechtlich erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 66,0 Millionen Euro. Der Unterschied ist auf die unterschiedliche Abrechnung der Projekte sowie auf die unterschiedliche zeitliche Berücksichtigung von Verlusten der Projekte in Polen zurückzuführen. Eigenkapital/Eigenkapitalquote: Die Höhe des Eigenkapitals im Jahresabschluss der TGE Gas stellt einen wichtigen Indikator zur Messung der Unternehmens- und Haftungssubstanz dar. Sie bildet eine wesentliche Grundlage für Entscheidungen von Unternehmensexternen, insbesondere Lieferanten und Banken. Die Eigenkapitalquote ergibt sich aus der Relation von Eigenkapital und Bilanzsumme. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Kapitalstruktur des Unternehmens. Das Eigenkapital wurde im Berichtsjahr Jahr negativ durch den Jahresfehlbetrag beeinflusst. Aufgrund der in den Vorjahren erzielten negativen Ergebnisbeiträge ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 84,7 Millionen Euro auszuweisen. Aufgrund der Ergebniserwartung für 2024 wird von einer weiteren Erhöhung des nicht durch Eigenkapitalgedeckten Fehlbetragess im Folgejahr ausgegangen. Höhe der Avallinien: Das von der TGE Gas betriebene Geschäft setzt zwingend voraus, dass Avallinien von Banken bereitgestellt werden. Die Avallinien werden dazu verwendet, gegenüber Kunden im Rahmen von Projektverträgen geschuldete Bankbürgschaften oder -garantien auszulegen. Für die Gewinnung von Neuaufträgen ist TGE zwingend auf freie, nicht genutzte Avallinien angewiesen. Das Gesamtvolumen der laufenden Garantien oder Garantielinien zum Stichtag betrug rund 142 Millionen Euro. Diese wurden hauptsächlich durch die CIMC beantragt und durch die China Construction Bank gewährt, für die Ausstellung der Garantien an Kunden werden Countergarantien durch inländische Banken ausgestellt. Aufgrund der schon erreichten Unterstützung der Gesellschafter durch eine Patronatserklärung, gehen wir davon aus, dass auch zukünftige durch Gesellschafter unterstützte Garantielinien zur Verfügung stehen werden. Auftragsbestand nach IFRS: Der Auftragsbestand nach IFRS ist ein zentraler Indikator für die Bestimmung des Ertragspotentials zukünftiger Perioden. Er ermittelt sich aus dem Auftragswert aller zum Betrachtungszeitpunkt noch nicht abgearbeiteten Projekte der TGE GmbH abzüglich der in vorangegangenen Perioden nach der nach IFRS anzuwendenden "Over time" Methode bereits realisierten Umsatzerlöse aus diesen Projekten. Die Größe gibt an, in welcher Höhe Umsatzerlöse aus dem aktuellen Auftragsbestand in zukünftigen Perioden noch zu erwarten sind. Zum Jahresende betrug der noch abzuarbeitende Auftragsbestand 149 Millionen Euro (Vorjahr 220 Millionen Euro). • Nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Auslastungsgrad: Als Unternehmen, welches in hohem Maße von der Arbeitskraft seiner Mitarbeiter abhängig ist, ist die Planung dieser Ressource von entscheidender Bedeutung. Ein wesentlicher Indikator im Rahmen der Personalplanung ist der Auslastungsgrad, der sich aus der Relation der produktiv geleisteten Zeiten der Mitarbeiter zu den gesamt zur Verfügung stehenden Zeiten ergibt. Die Bestimmung dieser Größe setzt eine monatliche Stundenerfassung voraus. Der Auslastungsgrad ist leicht gesunken von ca. 47,9% auf ca. 46,9%. 3. Chancen- und Risikobericht In den bestehenden Geschäftsbereichen der TGE Gas bestehen umfassende Chancen. TGE Gas ist nach unserer Einschätzung ein zuverlässiger Auftragnehmer, der seine Verpflichtung in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen, in der Leistung, in der Qualität, und mit einem hohen Sicherheits- und Umweltschutzstandard erfüllt. Die Realisierung von neuen Projekten steht unter einem hohen politischen Druck, den Energiebedarf zu sichern und die Entwicklung von energieoptimierten Lösungen fortzusetzen. TGE Gas hat sich als zuverlässiger Partner für solche Lösungen bewiesen und arbeitet an internen Verbesserungen, um auch weiterhin für alle Kunden attraktiv zu bleiben, die einen Bedarf an qualitativ hochwertigen Projekten und Dienstleistungen haben. TGE Gas bietet den Kunden Komplettlösungen für ihren jeweiligen Bedarf an und unterstützt sie bereits frühestmöglich in der Entwicklungsphase. Insbesondere auch die Übergangsphase von Kohle auf die alternativen Energien werten wir als Fünf-Jahres Chance, sodass wir nach unseren Erwartungen LNG und gleichbedeutende Gas Storage Tanks vermehrt am internationalen Markt platzieren können. Im Bereich von Klimaschutz und Energiesicherheit ist TGE mit seiner Erfahrung und Expertise in der Lage, seine weltweiten Partner bei der Sicherstellung ihrer geplanten Energieprojekte zu unterstützen. TGE ist sich sicher, dass sich die daraus resultierende Geschäftsmöglichkeiten über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten erstrecken und gleichzeitig attraktive, risikobereinigte Renditen in Kombination mit einem positiven Effekt auf Umwelt und Energiesicherheit bieten. Eine weitere Chance für unsere Geschäftsentwicklung stellt die effizientere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen zur Auftragsabwicklung dar. Ziel hierbei ist es die Effizienz der Ressourcen zu steigern und die Denkweise der Mitarbeiter von "Ingenieursarbeiten" hin zu "Anlagenbau" zu verändern. Zusätzlich sehen wir weiteres Wachstumspotenzial in den genannten Regionen ASEAN und mittlerer Osten als Chance. TGE Gas berichtet den aktuellen Stand der Auftragsbearbeitung und die Firmensituation regelmäßig an die Anteilseigner und ist in das gruppenweite Risikomanagement einbezogen. Der Bau von schlüsselfertigen Großprojekten ist in jeder Phase der Auftragsabwicklung, angefangen bei der Vertragsgestaltung über die Planung bis hin zur eigentlichen Bauausführung, mit speziellen Risiken verbunden. Potenzielle Risiken stehen insbesondere im Zusammenhang mit höchst komplexen Projekten im Großanlagenbau und deren Ausführung, wie die umfangreichen Konstruktionsarbeiten mit neuen Geschäftspartnern oder die Nähe zu benachbarten Industrieanlagen in einem herausfordernden länderspezifischen Umfeld bzw. der Einhaltung der dort herrschenden technischen Normen. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, dass Risiken, die in der Geschäftsausübung der TGE Gas im Rahmen der Auftragsannahme und - abwicklung auftreten, möglichst frühzeitig erkannt werden, um Gefahren zu minimieren und Chancen bestmöglich zu nutzen. Mögliche Risiken sind dabei unerwartet auftretende technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen am Projektstandort, welche unter anderem durch politische Risiken hervorgerufen werden können, Probleme auf Kundenseite oder mit Subunternehmern sowie logistische Schwierigkeiten. Die Projektabwicklung kann außerdem durch Währungs- und Zahlungsrisiken negativ beeinflusst werden. Jeder dieser einzelnen Bestandteile kann zu Zeitverlust bei der Durchführung verbunden mit Mehrkosten oder einer Beeinträchtigung der technischen Erfüllungsleistung führen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beurteilt die vorgenannten Risiken mittels eines strengen projektbezogenen Risikomanagementsystems. Es sind alle projektbeteiligten Abteilungen der TGE Gas involviert. Es wird eine quantitative Projektrisikobetrachtung ausgeführt, wobei die mögliche Ergebnisauswirkung der einzelnen Risiken, sowie die tatsächliche Ergebnisauswirkung im Falle eines Eintretens ermittelt wird. Die zu diesem Zweck verwendeten internen Tools werden ständig von den zuständigen Abteilungen geprüft und angepasst. Unerwartete Risikosituationen werden umgehend analysiert und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen besprochen und umgesetzt. Für die Weiterentwicklung der Arbeitsabläufe im Bereich Risikomanagement ist die Funktion Strategic Risk Management verantwortlich. Hierbei führen die projektbezogenen Erfahrungswerte im Bereich Riskmanagement fortlaufend zu einer Anpassung der konzernweiten Riskmanagement-Arbeitsabläufe. Die Ergebnisse der Risikobewertung der einzelnen Projekte werden zentral gesammelt und regelmäßig während der Projektausführung aktualisiert. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit werden bei der Projektrisikobeurteilung berücksichtigt und die Gesellschaft geht ausschließlich kalkulierbare Risiken ein. Spezifische Risiken bestehen in den folgenden Bereichen: Währungsrisiken Aufgrund ihrer internationalen Aufträge erhält die Gesellschaft Zahlungen in unterschiedlicher Währung. Derzeit nutzt die Gesellschaft selbst keine Devisentermingeschäfte oder vergleichbare Maßnahmen zur Absicherung. Eingehende Zahlungen in der Landeswährung der Betriebsstätten (insbesondere in Großbritannien, Türkei und China) werden wiederum für Auszahlungen in der gleichen Währung verwendet. Preissteigerungs-/Inflationsrisiken Auf den Beschaffungsmärkten, ausgelöst durch die Energiekrise, sind starke Preissteigerungen, insbesondere durch hohe Inflationsraten zu verzeichnen. TGE versucht im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit den Kunden, Indexierungsklauseln zu integrieren, damit der Preisdruck reduziert wird und an den Kunden weitergereicht wird. Liquiditäts- und Zinsrisiken Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über erhaltene Anzahlungen und Fortschrittszahlungen ihrer Kunden. Darüber hinaus bestehen entsprechende Gesellschafterdarlehen des mittelbaren Hauptgesellschafters CIMC. Die zur Auftragsabwicklung benötigten Bankbürgschaften sind von CIMC arrangiert und abgesichert. Zwischenfinanzierungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen ebenfalls durch die CIMC. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass CIMC die zur Abwicklung von zukünftigen Aufträgen erforderlichen Bürgschaften sowie Darlehen wie bislang arrangieren und absichern wird. Der Fortbestand der Gesellschaft ist davon abhängig, dass der Hauptanteilseigner die zur Abwicklung künftiger Aufträge erforderlichen Bürgschaften und Darlehen wie bisher erteilt und in ausreichendem Umfang neue Aufträge mit entsprechendem Anzahlungsvolumen akquiriert werden. Going Concern Risiko Da die Gesellschaft über keine eigenen Kreditlinien bei Banken verfügt, ist sie umfänglich auf die anhaltende und weitere Unterstützung durch ihre Gesellschafter bzw. die Konzernmuttergesellschaft angewiesen. Die getroffenen Vereinbarungen insbesondere die im Abschnitt "Finanzlage" beschriebenen, abgegebenen sog. harten Patronatserklärungen sowie die unter den "Liquiditäts- und Zinsrisiken" beschriebenen weiteren erforderlichen Stützungsmaßnahmen sichern im Prognosezeitraum den Fortbestand der Gesellschaft. Aufgrund dieser Patronatserklärungen und den zugesagten weiteren Unterstützungen, der derzeitigen Planung und der Ertragserwartung geht die Geschäftsführung der TGE unverändert davon aus, dass der Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern) weiterhin gegeben ist. Ausfallrisiken Bei der Beurteilung der Risiken prüft die Gesellschaft die Kreditwürdigkeit der Kunden und deren eigene Verpflichtungen zur Fertigstellung des Projekts. Bei Kunden, mit denen die Gesellschaft noch keine langjährige Geschäftsbeziehung unterhält, versucht TGE Gas bevorzugt eine Absicherung durch Akkreditive zu erlangen. Für die meisten LNG-Verträge mit staatlichen Auftraggebern ist eine solche Absicherung allerdings nicht möglich. In solchen Fällen muss die Absicherung durch andere Vertragskonditionen erreicht werden. Grundsätzlich vereinbart TGE Gas Anzahlungen bei Projektbeginn sowie bei Erreichen von vertraglich festgeschriebenen Meilensteinen. Gewährleistungsrisiken Die vorhandenen Vereinbarungen mit Finanzinstituten über den Verfügungsrahmen von Bankgarantien geben der Gesellschaft ausreichend Möglichkeiten, den Kunden Vertragserfüllungsgarantien zu geben. Diese werden zentral kontrolliert und mitCIMC abgestimmt. CIMC unterstützt die Gesellschaft, angemessene Garantielinien für sämtliche laufenden Verträge zu erlangen. Bezüglich der notwendigen Bankgarantien wird laufend die diesbezügliche Planung als Vorabinformation vorgelegt. IT-Risiken In regelmäßigen Abständen führt die Gesellschaft Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass sichere Geschäftsabläufe mittels Informationstechnologie gewährleistet sind. Datenschutz hat höchste Priorität, wobei der Schwerpunkt auf den personenbezogenen Datenschutz, das Verhindern von Datenverlusten und Datenmissbrauch sowie unberechtigtem Datenzugriff gelegt wird. Die Gesellschaft hat eine eigene IT-Abteilung, die die Systeme überwacht und steuert. Zusätzlich wird das Unternehmen von einem externen Datenschutzbeauftragten unterstützt. Personalrisiken Die Stärke der Gesellschaft liegt in der Qualität und Erfahrung ihrer Mitarbeiter. TGE Gas konnte auch im Jahr 2023 im Wesentlichen auf sein Schlüsselpersonal setzen. Die Gesellschaft investiert in die Aus- und Weiterbildung. Auch in 2023 führte TGE Gas das TGE Gas-Leadership-Programm auf individueller Basis durch, um Führungseigenschaften zu fördern und auszubilden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dieses Programm zur Loyalität der Mitarbeiter zur Gesellschaft beiträgt sowie die persönliche Entwicklung Einzelner unterstützen kann. Schlüsselpersonal wird im Hinblick auf künftige Führungspositionen gefördert und auch mit höherer Verantwortung bedacht. Die Geschäftsführung informiert die Mitarbeiter regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, neue Aufträge und freie interne Stellen. Eine Intranet-Plattform wurde zu diesem Zwecke eingerichtet und wird als überaus hilfreich betrachtet. Die Gesellschaft hat einen Betriebsrat. Es finden monatliche Besprechungen zum Informationsaustausch zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung statt. Weitere Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind aus heutiger Sicht derzeit nicht zu erkennen. 4. Ausblick Geschäftsjahr 2024 Im kommenden Geschäftsjahr 2024 wird TGE Gas die bestehenden Verträge gut und professionell ausführen. Ein Schwerpunkt wird auf die Akquise neuer Aufträge gelegt. Für 2024 erwartet die Gesellschaft im IFRS-Abschluss abhängig von der Realisierung der im Bau befindlichen Projekte einen Umsatz im Bereich von 100 bis 200 Millionen Euro und ein über dem Geschäftsjahr 2023 liegendes Ergebnis. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft wieder ein negatives Ergebnis und einen negativen Effekt auf das Eigenkapital, jedoch viel geringer als das Ergebnis im Jahr 2023. Die Reduzierung der Bankgarantien für die in 2024 fertiggestellte Projekte wird sich mit der Neuaufnahme von Bankgarantien für neu gestartete Projekte ausgleichen, die Höhe der benötigte Avallinien wird diesbezüglich auf gleichem Niveau bleiben. Die Gesellschaft ist derzeit in Verhandlungen und bereitet Angebote für einige Projekte vor, gemäß Unternehmensplanung erwartet die Gesellschaft neue Aufträge in Höhe von ca. 300 Millionen Euro in dem Zeitraum von Mitte 2024 bis Mitte 2025. Die geplanten Projekte befinden sich hauptsächlich in Europa und Asien. Um den Auslastungsgrad zu verbessern, versucht die Gesellschaft, zusätzlich zu den geplanten EPC- Projekten, Ingenieurprojekte abzuschließen. Diese sollen die Auslastung der produktiven Abteilungen erhöhen und auch einen positiven Effekt auf das Ergebnis haben. Anhand der aktuellen Inflationszahlen kann davon ausgegangen werden, dass die Inflation in vielen TGE relevanten Wirtschaftsräumen ihren Höhepunkt überschritten hat, wodurch neue Investitionsanreize für TGE-Kunden entstehen. Die Energiesicherung insbesondere in Deutschland durch Wegfall des Pipeline- Gases aus Russland, bringt positive Chancen für die TGE Gas Projekte in Deutschland. Für das Geschäftsjahr 2024 haben jedoch auch die geopolitischen Unsicherheiten durch den Nahostkonflikt zugenommen und beeinflussen die konjunkturelle Entwicklung in für TGE wichtigen Wirtschaftsräumen. Vorschau der Zielmärkte: China und Europa sind nach wie vor die wichtigsten operativen Märkte, die sogenannten Kernmärkte, von TGE Gas, in denen Möglichkeiten für die weitere Marktentwicklung vorhanden sind. Der zusätzliche Fokus liegt im Ausbau der Geschäftstätigkeit im Mittleren Osten, wo neue Energieprojekte für Flüssiggas sowie Projekte in der Petrochemie entwickelt werden. Neben den oben genannten Märkten verfolgt TGE Gas Projekte in aller Welt auf Basis einer Einzelfallbewertung unter dem Gesichtspunkt, ob diese Projekte interessant sind oder das Unternehmen und das Projektrisiko akzeptabel sind. 5. Gesamtaussage Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung schätzt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aus den zuvor genannten Gründen als stabil ein. Basis für diese Aussage sind die vorhandenen Aufträge, die Unterstützung der Konzernmuttergesellschaft sowie die vorliegenden Patronatserklärungen. Es bleibt jedoch anzumerken, dass neue Aufträge aus den bestehenden Produktlinien sowie aus neuen Märkten generiert werden müssen. TGE Gas wird preis- und kostenoptimierter agieren müssen, um Aufträge gegen eine starke Konkurrenz gewinnen zu können. Zukünftiges Wachstum soll auch durch neue Produkte und verbesserten Service gesichert werden, woraus der Bedarf für Partnerschaften mit Unternehmen aus Komplementärindustrien entsteht. Die derzeitigen Diskussionen um die Möglichkeiten, LNG-Terminals in Deutschland auszubauen, bietet in Zukunft eine Chance für die TGE in Deutschland Projekte zu realisieren. Die Gesellschaft ist aufgrund der vorhandenen internationalen Projekterfahrung der Mitarbeiter für die anstehenden Projekte insgesamt gut aufgestellt. 6. Bestehende Tochtergesellschaften und Betriebsstätten Die Gesellschaft unterhält seit 2017 eine Zweigstelle in München. Der TGE Gas verfügt über eine Tochtergesellschaft in Neu-Delhi/Indien, um dessen regionale Aktivitäten im Ausland zu unterstützen. Zudem unterhält die Gesellschaft Betriebsstätten in Brüssel/Belgien, Manchester/England, Lissabon/Portugal, Istanbul/Türkei, die die Gesellschaft bei ihrer operativen Tätigkeit in der jeweiligen Region im Ausland unterstützen. Daneben bestehen Projekte in Swinoujscie/Polen in Form einer Arbeitsgemeinschaft.
Bonn, den 28. August 2024 Hong li Sun, Geschäftsführer (CEO) Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeines Die TGE Gas Engineering GmbH, Mildred-Scheel-Str. 1, 53175 Bonn, ist beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 15567 registriert. Die TGE Gas Engineering GmbH (im Folgenden "TGE Gas") ist Teil des Konzernverbundes der chinesischen CIMC Gruppe ("CIMC"). Konzernobergesellschaft ist die CHINA INTERNATIONAL MARINE CONTAINERS (GROUP) CO., LTD., Shenzhen/China. Alleinige Anteilseignerin der TGE Gas ist die CIMC TGE Gasinvestments S.A. mit Sitz in Strassen/Luxemburg. Anteilseigner dieser Gesellschaft sind die Gasfin Investment SA, Luxemburg ("Gasfin"; 40 %), sowie die Grow Rapid Ltd., Hongkong (60 %). Über letztgenannte Gesellschaft wird die TGE Gas in den CIMC Konzernabschluss einbezogen. Das Geschäftsjahr der TGE Gas Engineering GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Des Weiteren wurde gem. § 265 HGB die gesetzliche Gliederung des § 266 HGB um die Posten "Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" erweitert. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Großanlagenbau tätig. Für Zwecke der handelsrechtlichen Umsatzrealisierung ist die Completed-Contract-Methode anzuwenden. Danach werden die Umsatzerlöse erst nach Anlagenfertigstellung und Abnahme realisiert. Insofern sind die Umsatzerlöse wesentlich von der Fertigstellung und Abnahme von Projekten in einem Geschäftsjahr abhängig und können damit erheblichen Schwankungen unterliegen. Jahresabschluss und Lagebericht werden gemäß § 325 HGB zur Veröffentlichung beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht. Die Bilanzierung und Bewertung im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgen auf der Grundlage der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern). Die Annahme stützt sich insbesondere auf die unverändert anfallende Unterstützung sowie die erteilten Patronatserklärungen der Gesellschaft CIMC (Hong Kong) Limited als mittelbare Gesellschafter der TGE Gas Engineering GmbH zunächst gegenüber der CIMC TGE Gas Investments S.A. sowie der CIMC TGE Gas Investments S.A. gegenüber der TGE Gas Engineering GmbH. Siehe auch dazu der Abschnitt "Eigenkapital" des Anhangs. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten. Herstellungskosten werden mit Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, projektbezogenen Sondereinzelkosten sowie mit angemessenen Teilen der Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um eine planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Anpassungen werden vorgenommen, soweit Änderungen der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer erforderlich sind. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Von dem Bilanzierungswahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht. Den Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände liegen Nutzungsdauern zwischen einem und zehn Jahren zugrunde. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten im Einzelnen EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im laufenden Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden dem wirtschaftlichen Nutzenverlauf entsprechend planmäßig linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen in der Regel folgende Nutzungsdauern in Anlehnung an die amtlichen Afa- Tabellen zugrunde:
Sollte die Restlaufzeit des Mietvertrages kürzer als die gewöhnliche Nutzungsdauer der Mietereinbauten sein, werden diese nach der kürzeren Restlaufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres geprüft und gegebenenfalls an die geänderte Schätzung angepasst. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bilanziert. Sofern in Vorperioden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen wurden, erfolgt nach Wegfall der Gründe eine Wertaufholung. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, erfolgte im Rahmen einer verlustfreien Bewertung einzelner Aufträge eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die verlustfreie Bewertung berücksichtigt dabei die bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit ihrem Nennbetrag bilanziert und offen von den Vorräten abgesetzt. Die die Buchwerte der unfertigen Leistungen übersteigenden erhaltenen Anzahlungen werden gesondert unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden gem. § 256a HGB zum Stichtagskurs bewertet, so dass auch Kursgewinne erfasst werden. Die flüssigen Mittel in Euro werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt nach § 274 HGB auf temporäre Differenzen. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die latenten Steuern derselben Steuerart werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird als aktive latente Steuern angesetzt. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 33 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 17,17 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern ist in dem Posten der Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Für die Bewertung wurde ein Zinssatz von 1,83 % angesetzt. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der Bewertungsstichtag war der 31.12.2023. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Rententrend wird mit 4,5 % p.a. angenommen. Der Rechnungszins Stand Dezember 2023 (7-Jahresdurchschnitt) beträgt 1,75% p.a. Aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 0,3. Änderungen des Diskontierungszinses werden in Ausübung des Wahlrechts im operativen Ergebnis erfasst. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Dabei werden die Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden Zinssätze verwendet, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Bei Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt, werden gem. § 256a HGB auch Kursgewinne erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - sind in Kapitel V. "Sonstige Angaben" unter "Anteilsbesitz" abgebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.140 (i.Vj. TEUR 18.426) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.033 (i. Vj. TEUR 1.117). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im aktuellen wie im Vorjahr den Gesellschafter CIMC TGE Gasinvestment S.A., Strassen, Luxemburg; sie werden in regelmäßigen Abständen mit dessen Forderungen gegen die TGE Gas verrechnet. Die Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 2.866 (i.Vj. TEUR 248) beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - bis auf Kautionen in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr TEUR 247) - haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 1.889 betreffen im Wesentlichen die Vorsteuerüberhänge. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die bis zum 31. Dezember 2023 geleisteten Zahlungen im Wesentlichen für Versicherungsprämien und Lizenzen abgegrenzt, soweit sie auf Folgejahre entfallen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 12.881 (i. Vj. TEUR 24.272). Die Gesellschaft macht, wie per 31.12.2022, von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:
Die Unterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz bestehen im Geschäftsjahr im Wesentlichen bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und bei den sonstigen Rückstellungen. Die Wertberichtigung betrifft ausschließlich die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 11.391 ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von TEUR 12.800 bleibt 2023 unverändert. Die Kapitalrücklage beinhaltet Agio-Beträge aus der Gründung der Gesellschaft. In die Gewinnrücklagen sind die BilMOG-Umstellungseffekte in Höhe von insgesamt TEUR 2.522 unmittelbar eingestellt worden. Es handelt sich dabei nach Artikel 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB um den erstmaligen Ansatz von latenten Steuern gemäß § 274 HGB. Die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen bleiben im Jahr 2023 unverändert. Der das Eigenkapital übersteigende Fehlbetrag wird auf der Aktivseite als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen. Die Gesellschaft ist per 31.12.2023 mit TEUR 84.731 bilanziell überschuldet, daher hat die Gesellschaft CIMC (Hong Kong) Limited als mittelbarer Gesellschafter der TGE Gas Engineering GmbH zunächst gegenüber der CIMC TGE Gas Investments S.A. am 09.07.2024 eine Patronatserklärung für einen Zeitraum von nicht weniger als vierundzwanzig Monaten zum Zeitpunkt nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses der TGE Gas zum 31.12.2023 abgegeben. Die Gesellschaft CIMC TGE Gasinvestments S.A., als direkte Muttergesellschaft der TGE GAS, hat wiederum gegenüber der TGE Gas Engineering GmbH am 09.07.2024 eine Patronatserklärung für einen Zeitraum von nicht weniger als vierundzwanzig Monaten zum Zeitpunkt nach Unterzeichnung des Jahresabschlusses der TGE Gas zum 31.12.2023 abgegeben. Diese im Konzernverbund abgegebenen sog. harten Patronatserklärungen versetzen die TGE Gas rechtlich in die Lage, sofern dies erforderlich sein sollte, weiter finanzielle Unterstützung im Konzernverbund einzufordern. Vor diesem Hintergrund wird der Jahresabschluss der TGE Gas Engineering GmbH unter Anwendung der Going Concern Prämisse aufgestellt. Zum 31. Dezember 2023 unterliegen nach § 268 Abs. 8 HGB bzw. nach § 253 Abs. 6 HGB die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage in voller Höhe der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft, wie im Vorjahr, die aktiven latenten Steuern sowie den Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung der ausschüttbaren Beträge für das Jahr 2023:
Der Aktivsaldo der latenten Steuern beträgt zum 31.12.2023 TEUR 12.881. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestanden, wie im Vorjahr, nicht. Zur Absicherung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden Anzahlungsgarantien (Bankbürgschaften) in Höhe von TEUR 29.237 (i. Vj. TEUR 47.839) gestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen unter anderem Darlehen von mittelbaren Gesellschaftern in Höhe von TEUR 64.810 (i.Vj. TEUR 34.897), von einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 19.330) sowie Zinsen in Höhe von TEUR 542 (i. Vj. TEUR 0). Sie beinhalten darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.978 (i. Vj. TEUR 1.483). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Mieten in Höhe von TEUR 427 (i.Vj. TEUR 570). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 gliedern sich wie folgt:
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen die Aufwendungen aus der verlustfreien Bewertung TEUR 23.129 (i Vj. TEUR 18.643) sowie für drohende Verluste TEUR 24.340 (i. Vj. TEUR 0). Für ein Projekt in England betragen die Aufwendungen TEUR 6.600 (i. Vj. TEUR 16.479). Für Projekte, die in der Arbeitsgemeinschaft ausgeführt werden, betragen die Aufwendungen TEUR 40.869 (i. Vj. TEUR 2.164). Die Aufwendungen aus der verlustfreien Bewertung sind als außergewöhnlich i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB zu klassifizieren. Personalaufwand Der Personalaufwand gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 setzt sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus dem (konzerninternen) Verkauf von Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 7.490, Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.359 (i. Vj. TEUR 2.452) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.016 (i.Vj. TEUR 1.564) und sonstige Posten von TEUR 167 (i. Vj. TEUR 27) enthalten. Die Erträge aus dem Verkauf der Tochterunternehmen sind als außergewöhnliche Posten i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB zu klassifizieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.337 (i. Vj. TEUR 3.972) enthalten. Es sind keine periodenfremden Aufwendungen im Berichtsjahr angefallen. Die Erträge aus Beteiligungen betragen im Berichtsjahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 17.209). Dividendenerträge von den in 2023 veräußerten sowie verbleibenden Tochtergesellschaften sind nicht angefallen. In den Zinserträgen sind Zinserträge aus laufenden Bankguthaben in Höhe von TEUR 190 (i.Vj. TEUR 26) enthalten. Daneben sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe TEUR 266 (i.Vj. TEUR 266) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen von TEUR 2.992 (i. Vj. TEUR 1.284) enthalten. Weitere TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) entfallen auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen anders als im Vorjahr insgesamt einen Aufwand aus und betragen in 2023 TEUR 12.134 (i.Vj. Ertrag von TEUR 5.459). Sie betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 11.391 (i.Vj. Ertrag von TEUR 6.436). Es handelt sich um aperiodische und außergewöhnliche Posten. Darüber hinaus beinhalten diese Quellensteuer in Höhe von TEUR 713, die aus dem Verkauf der chinesischen Tochtergesellschaften resultierte. Weitere Bestandteile sind Körperschaftsteueraufwand in Höhe von TEUR 111 (i.Vj. Ertrag von TEUR 101), Körperschaftsteuer für Vorjahre als periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 71 (i.Vj. Aufwand von TEUR 3). V. Sonstige Angaben Anteilsbesitz Nach dem Verkauf einer Tochtergesellschaft in Großbritannien und zwei Tochtergesellschaften in China, ist die Gesellschaft nun am folgenden Unternehmen beteiligt:
Zum 31. Dezember 2023 (2022) betrug der Stichtagskurs 91,9045 (88,171) indische Rupien. Die Beteiligungsbewertung wurde bereits in den Vorjahren vollständig wertberichtigt. Die TGE Gas Engineering GmbH ist seit 2020 gemeinsam mit einem Partner in Arbeitsgemeinschaften tätig. Im Außenverhältnis sind die Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch gegenüber dem Kunden verpflichtet, jedoch tritt innerhalb des Konsortiums jeder Konsortialpartner schuldnerisch in Höhe des jeweiligen Anteils ein. Die Haftung ist begrenzt auf 100% des Auftragswerts in Höhe von TEUR 148.396 (i.Vj. TEUR 144.634). Eine Inanspruchnahme liegt nicht vor und ist vom Kunden nicht angekündigt. Eine Inanspruchnahme wird seitens der Geschäftsführung nicht erwartet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen ausschließlich Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften, deren Erfüllung erst nach dem Stichtag erfolgt. Es handelt sich um Miet- und Leasingverpflichtungen. Die TGE Gas Engineering GmbH hat in diesem Zusammenhang über die Büroräume der Bonner Hauptniederlassung einen Mietvertrag abgeschlossen. Die Verpflichtung der Verträge beträgt insgesamt TEUR 4.051 bei einer Restlaufzeit des Mietvertrages von 36 Monaten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und deren Fristigkeit stellen sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie dem unter V. Sonstige Angaben erläuterten schuldnerischen Verhältnissen existieren keine Haftungsverhältnisse und keine außerbilanziellen Geschäfte der TGE, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Mitarbeiter Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen haben sich in den Geschäftsjahren 2023 und im Vorjahr wie folgt entwickelt:
Es werden ausschließlich Angestellte beschäftigt. Angaben zur Geschäftsführung
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge. Es wurden keine Vorschüsse und/oder Kredite gewährt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle wesentlichen Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen erfolgt sind, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Angaben zur Konzernzugehörigkeit und zur Konzernrechnungslegung Die Gesellschaft ist seit dem 19. September 2008 ein Unternehmen der CIMC- Gruppe. Konzernobergesellschaft ist die CHINA INTERNATIONAL MARINE CONTAINERS (GROUP) CO., LTD. (Sitz: Shenzhen, China). Diese stellt einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den größten Kreis der Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Den kleinsten Kreis der Unternehmen, in dem die Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der CHINA INTERNATIONAL MARINE CONTAINERS (Hongkong) LTD. (Sitz: Hongkong, China). Die Konzernabschlüsse sind im Internet auf der Seite des Konzerns abrufbar sowie am Sitz der Gesellschaften in Shenzhen und Hongkong einsehbar. Aufgrund des bereits erwähnten Verkaufs von drei Tochtergesellschaften erstellt die Gesellschaft für 2023 keinen eigenen Konzernabschluss. Das noch bestehende Tochterunternehmen in Indien ist gemäß § 296 (2) HGB von untergeordneter Bedeutung. Demnach ist die Gesellschaft, gemäß § 290 (5) i.V.m. § 296 HGB, für das Jahr 2023 befreit von der Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung des Jahresabschlusses mit Rückwirkung auf das Geschäftsjahr 2023 haben sich nicht ergeben. VI. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Bonn, den 28. August 2024 Hong Li Sun, Geschäftsführer (CEO) Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TGE Gas Engineering GmbH, Bonn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TGE Gas Engineering GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TGE Gas Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marc Kunz, Wirtschaftsprüfer ppa. Klaus Mosko, Wirtschaftsprüfer |
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