Dometic GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dipl.-Ing. Rügner seit 3.5.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dometic Germany Holding GmbHSiegenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 1. Bilanz zum 31. Dezember 2021 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021 Anlagenspiegel 4. Kapitalflussrechnung 5. Eigenkapitalspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell des Konzerns Die Dometic Group ist ein kundenorientierter, weltweit führender Hersteller innovativer Komfortprodukte für den Wohnwagen-, Reisemobil-, Lkw-, Pkw- und Bootsmarkt. Darüber hinaus liefert die Dometic Group die nötige Werkstatt-Ausrüstung für die Wartung und Reparatur von Fahrzeug-Klimaanlagen. Weiterhin ist die Dometic Group Marktführer mit ihren Spezialkühlschränken für Hotels, Büros und medizinischen Einrichtungen sowie maßgeschneiderten Weinklimaschränken. Die Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns gliedern sich im Wesentlichen in Vertriebs- und Produktionsgesellschaften. Gesellschaften mit Vertriebsaktivitäten sind in Emsdetten, Siegen, Dillenburg, Krautheim, Neuenkirchen, Hannover (alle DE), Oosterhout (NL), Gent (BE), Rümlang (CH), Guntramsdorf (AT) sowie Filäkovo (SK). Produktionsstandorte befinden sich in Siegen (DE), Dillenburg (DE), Krautheim (DE) und Filäkovo (SK). Darüber hinaus ist in Emsdetten das europäische Distributions- und Logistikzentrum ("European Distribution Center") angesiedelt. Die wesentlichen Produktgruppen des Teilkonzerns sind "Fenster und Türen", "Absorptionskühlschränke", "Kochgeräte, Spülen und Öfen", "Peltier-Kühlboxen", "Klimaservice-Stationen", "Klimaanlagen für den Recreational Vehicle Bereich (RV)", "Kompressor-Kühlboxen", "Rückfahrvideosysteme", "Bordbars", "Minibars", "Minicool-Kühlschränke", "Wechselrichter", "Lichtsysteme", "Klimageräte für Lkw", "Solarmodule für autarke Energieversorgung" sowie "Outdoor Fahrzeugausrüstungen". Bei den Absatzmärkten unterscheiden wir nach Kunden in OEM ("Erstausrüster") und dem Aftermarkt ("Endkundenmarkt" / "AM"). Im OEM-Markt sind wir insbesondere von der Entwicklung der Reisemobil-, der Automobil- sowie der Hotelindustrie abhängig. Im AM-Markt hängen wir dagegen vorwiegend von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung ab. Bereits im Geschäftsjahr 2013 hatten die wesentlichen deutschen Gesellschaften des Teilkonzerns ihr Geschäftsmodell umgestellt. Im Einzelnen hatte der Teilkonzern die deutschen produktbezogenen immateriellen Vermögensgegenstände ("Intellectual Property") mit Wirkung zum Jahresanfang 2013 an die Dometic Sweden AB, Solna/Schweden, verkauft. 1.2 Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung stehen die Ansprüche unserer Kunden im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Hierbei stellen die Steigerung des Gebrauchsnutzens und des Produkterlebnisses unsere wesentlichen Ziele dar. Ferner haben Maßnahmen zur Erreichung einer kostengünstigeren Produktion bei gleichbleibender oder höherer Qualität eine hohe Priorität bei unseren Tätigkeiten. Unsere Schwerpunkte liegen auf folgenden Aktivitäten:
Die stetige Einhaltung eines hohen Qualitätsstandards bildet unverändert den Fokus unserer Entwicklungstätigkeit. Daher ist es für uns auch selbstverständlich, dass für alle wesentlichen Betriebe unseres Teilkonzerns die Zertifizierungs-Audits nach DIN ISO 9001 bzw. ISO/TS 16949 erfolgen und routinemäßig die Wiederholungs-Audits nach diesen Normen durchgeführt werden. Die kontinuierliche Umsetzung von Innovationen in das Produktprogramm der Unternehmen unserer Gruppe, deren Ausbau und Komplettierung unter ökonomischen sowie ökologischen Gesichtspunkten, verfolgt stets das Ziel, die daran ausgerichteten Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen. Sie ist damit Schlüssel für den Erhalt und Ausbau der Marktstellung unserer Unternehmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinen Einschätzungen davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 5,9% gewachsen ist nach dem Rückgang um 3,1% im ersten Corona-Jahr. Im Verlauf des Jahr 2022 dürfte die globale Wirtschaftsleistung um 4,4 % zulegen, das sind 0,5 Punkte weniger als noch im Oktober 2021 angenommen. Grundsätzlich rechnet der IWF wegen der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante mit einem schwachen Start in das Jahr 2022 für die Wirtschaft. Die sanktionsbedingten Auswirkungen durch den Konflikt im östlichen Europa sind hierbei allerdings noch nicht berücksichtigt und zurzeit auch noch nicht abschließend beurteilbar. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum legte laut vorläufiger Berechnungen um 5,2 % im Jahr 2021 zu und erholte sich damit von ihrem Einbruch im ersten Jahr der Corona-Krise. Die 27 Länder der Europäische Union (EU) wuchsen im selben Tempo. Im Jahr 2020 war das BIP in den Ländern der Eurozone um 6,4 % deutlich gesunken. Ende des vergangenen Jahres 2021 hatte sich dann die konjunkturelle Wirtschaftslage wieder deutlich eingetrübt. Weiterhin global gestörte Lieferketten, steigende Preise und das Aufkommen der neuen Coronavirus-Mutante Omikron setzten der Wirtschaft erneut zu. Auch die deutsche Wirtschaft erholte sich trotz der andauernden Pandemie und den weiterhin gestörten Lieferketten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Dabei war die konjunkturelle Erholung auch im Jahr 2021 stark von immer wieder neuen Corona-Schutzmaßnahmen und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen geprägt und konnte als Folge daher das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreichen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor dem Entstehen der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Der Deutsche Arbeitsmarkt blieb in dem weiterhin schwierigen Umfeld mit 44,9 Millionen Erwerbstätigen dennoch robust. Das waren ungefähr genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings waren viele Beschäftigte nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor tätig. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Demgegenüber standen im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im ersten Jahr der Corona-Pandemie Beschäftigungsverluste (-1,8 %). Zudem nahm die Anzahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger im Jahr 2021 weiter ab, während es Zuwächse bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gab. Trotz dieser insgesamt negativen Rahmenbedingungen gehen wir aufgrund des nachhaltig geänderten Reise- und Freizeithaltens der Menschen hin zu Individualität und Outdoor- Aktivitäten weiterhin von einer positiven Entwicklung der deutschen Caravan-Industrie aus. Für den Automotive Bereich muss aufgrund der insgesamt negativen Rahmenbedingungen (Corona, Materialengpässe und gestörte Lieferketten) von einer weiterhin instabilen Entwicklung ausgegangen werden 2.2 Branchenbezogene Rahmendaten Caravaning- Industrie: Urlaub mit dem Caravan liegt in Europa weiterhin voll im Trend. Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge verbuchte laut der European Caravan Federation (ECF) im vergangenen Jahr ein Pius von 9,9 %. Die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans erzielten mit 259.393 Fahrzeugen das beste Ergebnis ihrer Geschichte und lagen um 9,9 % über dem Rekordergebnis des Vorjahres, Hierbei lagen fast alle nationalen Märkte im Plus. Für das Jahr 2022 wird weiterhin Wachstum erwartet. In Europa war Deutschland auch im vergangenen Jahr mit 106.138 Reisemobilen und Caravans der bei Weitem größte Markt, auch wenn die Zulassungen gegenüber dem Rekordjahr 2020 um 1 % stagnierten. Auch in der Schweiz (10.185 Fahrzeuge), Belgien (8.376 Fahrzeuge) und Finnland (3.686 Fahrzeuge) wurden 2021 bei den Freizeitfahrzeugen wieder deutliche Zulassungssteigerungen erreicht. Ein überdurchschnittliches Wachstum in Höhe von 47,5 % erzielte Österreich (5.851 Fahrzeuge). Ebenso zu den starken Wachstumsmärkten zählen die Niederlande (plus 24,4 %), Frankreich (plus 19,4 %), Schweden (plus 17,2 %) und Dänemark (plus 10,3 %). Das Vereinigte Königreich wächst trotz den Auswirkungen des Brexit um 16,2 % auf 32.207 Caravans und Reisemobile. Nur drei kleinere Märkte liegen unter dem Vorjahresergebnis. Deutschland erreicht zwar in Europa 41 % der Zulassungen, unterschreitet mit 1 % jedoch den Vorjahreswert. Neuer Rekord bei Reisemobilneuzulassungen: die Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa legten ebenso laut ECF in den meisten Ländern zweistellig zu. Insgesamt wuchsen die Reisemobilneuzulassungen in Europa um 13,2 % und erreichten mit 181.299 Fahrzeugen einen neuen Höchstwert. Dies ist nun das fünfte Rekordjahr in Serie und die Neuzulassungen verdoppelten sich damit seit 2010. Dafür verantwortlich sind zahlreiche Rekorde in den europäischen Märkten. Deutschland ist auch 2021 wieder der mit Abstand größte europäische Reisemobilmarkt mit einem Zulassungsplus von 4,3 % (81.420). Erfreulich ist auch die Entwicklung in Frankreich, dem zweitgrößten Markt und im Vereinigten Königreich, der Nummer drei in Europa. Der französische Markt legte um 23,5 % auf 30.822 neu zugelassene Reisemobile zu, der britische Markt um 12,3 % (14.160). Automobilmärkte: Grundsätzlich haben die Auswirkungen der andauernden Corona-Pandemie die Automobilmärkte auch 2021 weiterhin negativ belastet: während insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2021 aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, ergab sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheiten bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie deutlich zu schaffen. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) im Jahr 2021 knapp 11,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 2 % weniger als im Vorjahr. Eine Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen steht in Europa somit weiterhin aus. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr unterschiedlich: In Italien wurde ein Plus von knapp 6 % realisiert, in Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich wurde ein geringer Zuwachs erzielt (jeweils +1 %). In Deutschland wurden hingegen 10 % weniger Pkw zugelassen als im Vorjahr. Zum Jahresende musste der europäische Gesamtmarkt nochmals einen starken Rückgang verzeichnen: 950.200 neuzugelassene Pkw im Dezember 2021 bedeuten einen Rückgang um 22 % gegenüber dem Vorjahresmonat. In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) 2021 um 3 % auf 14,9 Mio. Fahrzeuge gewachsen und lagen damit aber weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von rund 17,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2019. Der chinesische Pkw-Markt hat das Jahr 2021 mit einem Marktvolumen von 21,1 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen beendet und ist somit um 7 % gewachsen. Die Jahresbilanz fiel damit auch besser aus als im Vor-Corona Jahr 2019. Hinter dem Rekordjahr 2017 blieb das Absatzvolumen aber weiter deutlich zurück. 2.3 Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr bezogen sich die Geschäftsaktivitäten der Dometic Gruppe im Wesentlichen auf das Erstausrüstergeschäft (OEM) und auf den Aftermarkt. Bei den Produkten sind folgende Neuheiten zu erwähnen: Dometic RCD 10.5T - Kompressor-Kühlschrank, 1531, TFT-Display, zwei Türen mit Doppelscharnieren. Dieser Kompressor-Kühlschrank der nächsten Generation ist unglaublich praktisch: Kühl- und Gefrierfach sind mit separaten Türen ausgestattet, die sich beide nach links und nach rechts öffnen lassen, die Kompressor-Technologie sorgt für leistungsstarke Kühlung und das vielseitige Innenleben bietet zahlreiche Aufbewahrungsmöglichkeiten für Lebensmittel und Getränke. Dometic RMS 10.5XT - Absorberkühlschrank, 981, TFT-Display, extra tief. Dieses Radkastenmodell nutzt den Platz, der normalerweise ungenutzt bleibt. Der ästhetisch ansprechende Unterbau-Absorberkühlschrank verfügt über zahlreiche beliebte Merkmale der 10er Serie: die Tür mit Doppelscharnier, die sich nach links und rechts öffnen lasst, die TFT- Steuerung der nächsten Generation und das besonders geräumige und flexibel nutzbare Innenleben. Dometic FreshJet 2000 - Dachklimaanlage für Wohnmobile, 2.000 W. Kompakt, leicht und mit sanfter, aber effizienter Luftverteilung: Die 2000-W-Dachklimaanlage ist die ideale Klimatisierungslösung für Wohnmobile. Sie kühlt, erwärmt und entfeuchtet die Luft auf Knopfdruck. Die aerodynamische Dachanlage in Dunkelgrau passt perfekt zum Design moderner Wohnmobile. Dometic Connect - "Smart Home" auf Rädern Dometic Patrol Coolboxes - passive Kühlboxen für einen kürzeren Ausflug über ein paar Tage. Diese tragbaren Eisboxen sind extrem effektiv isoliert und halten Lebensmittel, Fisch, Köder, Wild und andere verderbliche Waren mehrere Tage lang frisch - abhängig von der Verwendung und den Wetterbedingungen. Dometic MoBar 550 S - Mobile Outdoor-Bar, rotationsgeformter Korb, Zwei-Zonen- Kühlschrank, Edelstahl. Die Dometic MoBar 550 ist die ultimative mobile Outdoor-Bar. Professionell entwickelt und in einem zeitlosen, hochmodernen und patentierten Design gefertigt macht sie keine Kompromisse zwischen Stil und Funktionalität Dometic Rarotonga FTT 401 TC Vestibule - Aufblasbarer Vorraum. Mit diesem optionalen Vorraum vergrößern Sie Ihren Wohnraum beim Camping im Freien. Der Vorraum ist mit Reißverschluss leicht und sauber an der Zeltseite anzubringen. Egal, ob Sie sich vor den Elementen oder vor Insekten schützen wollen, mehr Privatsphäre oder Platz brauchen, mit diesem Vorraum mit seiner großen Tür können Sie Ihr Campingabenteuer maximal auskosten. Dometic TRT120E Ocean - Dachzelt 4WD, 12 V. Das TRTI120E von Dometic kann Dank 12-V-Antrieb und mitgelieferter Fernbedienung in wenigen Minuten aufgebaut werden. Ein erholsamer Schlaf ist garantiert mit der 5 cm dicken Matratze aus hochdichtem Schaumstoff, die groß genug ist für zwei Personen. Der Einstieg in das Zelt ist dank der leichten Ausziehleiter aus Aluminium ganz einfach. Dometic Revo Zip 400 - Sackmarkise für Wohnwagen und Wohnmobile. Die Sackmarkise wird einfach in die Kederschiene des Wohnwagens oder Wohnmobils eingehängt. Keine Schrauben oder Bohrmaschine erforderlich! Nach der Montage ist sie in wenigen Minuten einsatzbereit und lässt sich ebenso schnell wieder verstauen. Dometic PerfectView CAM 200 - Fahrradträgerkamera. Sicheres Rückwärtsfahren. Auch wenn Sie Ihre Fahrräder am Heck Ihres Wohnmobils transportieren, sorgt unsere patentierte Fahrradträgerkamera für mehr Sicherheit - für Sie, die anderen Verkehrsteilnehmer und Ihre Fahrräder! Dometic DeliBox 90H - Lieferbox für warme Speisen, 90 I. Sie wollen Ihren Lieferservice-Kunden dieselbe Speisenqualität bieten wie bei einem Besuch im Restaurant? Dann werten Sie Ihre Lieferflotte mit der Dometic DeliBox auf! Mit der innovativen Cateringbox stellen Sie sicher, dass die richtige Temperatur von der Küche bis an die Haustür Ihrer Kunden zuverlässig gehalten wird. OEM-Bereich In diesem Erstausrüstergeschäft beliefern wir die "OEMs" (Original Equipment Manufacturer) vorwiegend in der Reisemobil- und Caravan-Industrie, der Freizeitbootindustrie sowie der Pkw- und Lkw-Herstellerindustrie. Dabei ist die europäische Reisemobil- und Caravan-Industrie die umsatzstärkste Kundengruppe. Für die wirtschaftliche Entwicklung im europäischen Freizeitmobile-Markt verweisen wir auf die obigen Ausführungen unter 2.2. Der externe Umsatz im Bereich Recreational Vehicle OEM ("Freizeitmobile") stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 31,6% und lag damit deutlich über dem Zuwachs des Gesamtmarktes. Im Bereich Commercial and Passenger Vehicle ("Lkw und Pkw") konnten wir ebenfalls eine deutliche Steigerung von 37,4% verzeichnen. Insgesamt stieg der externe Umsatzanteil unserer OEM-Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr von 57,7 % um 1,0 %-Punkte auf 58,7 % an. Bereich Aftermarkt Im Bereich Aftermarkt (AM) liefern wir Fahrzeugklimaersatzteile und Werkstattzubehör, Fahrzeugklimatisierung, elektronischen Fahrzeugkomfort und Fahrzeugsicherheitsprodukte, mobile Energieversorgung und Produkte für die mobile Kühlung sowie Produkte für das Nachrüstgeschäft im Reisemobil- und Caravan-Bereich. Des Weiteren liefern wir Minibars und Safes an den Hotelbereich und mobile Kühlboxen an den Einzelhandel. Insgesamt hat sich der externe Umsatz im Bereich AM um 34,2% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der externe Umsatz im Bereich Recreational Vehicle AM ist im Vergleich zum Vorjahr um 54,2 % angestiegen. Ebenfalls konnten Umsatzzuwächse im Bereich Marine (+2,6 %) den Bereichen Commercial and Passenger Vehicle AM (+14,6 %), Hospitality ("Hotellerie") (+54,9 %) und Outdoor (+37,8 %) erzielt werden. Der wichtige Bereich Aftermarkt weist einen Anteil von 40,4 % am externen Umsatz des Teilkonzerns aus (Vorjahr: 39,3 %). Gesamtaussage Die Umsatzplanung des Teilkonzerns für 2021 ging von einem deutlich ansteigenden Umsatz aus. Das tatsächlich erreichte Umsatzvolumen entsprach diesen Erwartungen. Das EBITDA-Ergebnis der Gruppe erreichte durch deutlich gestiegene Logistikkosten aufgrund gestörter Lieferketten mit einer Höhe 50.305 TEUR nicht in vollem Umfang das erwartete Niveau. Insgesamt ist für die Dometic-Group der Geschäftsverlauf des Jahres 2021 dennoch unter den negativen konjunkturellen Begleitumständen der globalen Corona-Pandemie als robust bis gut zu beurteilen. 2.4. Lage des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Front Runner GmbH, Hannover, und die Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH), Neuenkirchen, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Vor diesem Hintergrund wird auf die Darstellung von Vergleichszahlen verzichtet und lediglich bei relevanten Posten eine Erläuterung vorgenommen 2.4.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Gesamtumsatz von TEUR 539.899 um TEUR 150.714 auf TEUR 690.613. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 27,92 %. Der Anstieg im Umsatz wurde im Wesentlichen durch die Bereiche Outdoor (OUTD), Hospitality ("Hotellerie") und Recreational Vehicle AM (RVAM) getrieben. Aus der erstmaligen Einbeziehung der beiden neuen Beteiligungen ergibt sich eine Anstieg der Umsatzerlöse von TEUR 11.832. Der Umsatz wurde mit TEUR 325.017 (47,1 %) in Deutschland, mit TEUR 329.983 (47,7 %) im sonstigen Europa, mit TEUR 11.644 (1,7 %) in Nordamerika, mit TEUR 2.119 (0,3 %) in Mittlerer Osten/Afrika und mit TEUR 21.850 (3,2 %) in der restlichen Welt erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus weiterberechneten Frachtkosten und sonstige Kosten innerhalb der Dometic Gruppe (TEUR 7.588), Währungskursgewinne (TEUR 1.834), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.671), weiterberechnete Kosten Dritte (TEUR 158) sowie sonstige Erträge (TEUR 3.319) zusammen. Sie sanken im Geschäftsjahr deutlich durch den Wegfall der Erträge aus der Sale and Leaseback-Transaktion (Veräußerung der Liegenschaften in Siegen, Emsdetten und Krautheim) Höhe von TEUR 26.153, welche im Vorjahr enthalten waren. Der Anstieg der Materialaufwendungen von TEUR 317.152 auf TEUR 408.048 ist überwiegend auf die gestiegenen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr zurückzuführen. Aus den Erstkonsolidierungen ergibt sich eine Anstieg des Postens in Höhe von TEUR 7.010. Der Personalaufwand lag mit TEUR 83.433 durch den Wegfall von Kurzarbeit und eine höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl über dem Niveau des Vorjahresjahres von TEUR 73.899. Die Erstkonsolidierungen haben zu einem Anstieg von TEUR 2.329 geführt. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr geringfügig auf TEUR 19.971 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 19.548 und beinhalten auch die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 13.757. Diese stiegen aufgrund der Erwerbe der Geschäftsanteile an der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH im Jahr 2021 um TEUR 1.488. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Dometic-Konzernumlagen, Frachtkosten, Kundendienst- und Garantieleistungen, Werbe- und Messekosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Raum- und Gebäudekosten, sonstige Fertigungskosten, Honorare und Provisionen, Kursverluste sowie sonstige Aufwendungen und fallen im Berichtsjahr mit TEUR 163.722 höher aus als im Vorjahr mit TEUR 127.328. Der Anstieg von TEUR 36.394 resultiert insbesondere aus gestiegenen Vertriebsaufwendungen. Im Berichtsjahr sank das EBITDA von TEUR 58.566 auf TEUR 50.305. Ein wesentlicher Treiber für die negative Entwicklung war hierbei der bereits erwähnte Einfluss gestiegener Logistikkosten sowie der positive Sondereffekt aus den Sale and Leaseback-Transaktion im EBITDA des Vorjahres. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge stiegen von TEUR 1.083 im Vorjahr auf TEUR 1.324 im Geschäftsjahr. Grund hierfür ist eine Forderung für Erstattungszinsen resultierend aus der Betriebsprüfung 2012 - 2015. Die Zinsaufwendungen sanken von TEUR 10.108 im Vorjahr auf TEUR 2.174 im Geschäftsjahr und betreffen im Wesentlichen Zinsen für ein gewährtes Konzerndarlehen. Der Rückgang resultiert aus dem Sondereffekt für Nachzahlungszinsen aus der Betriebsprüfung 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 7.449 im Jahr 2020. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 13.801 im Vergleich zu TEUR 44.772 im Vorjahr. Der Steueraufwand im Vorjahr beinhaltet in Höhe von TEUR 28.667 einen Aufwand aus der Bildung von Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken. Bereits im Geschäftsjahr 2013 haben die wesentlichen deutschen Gesellschaften des Teilkonzerns ihr Geschäftsmodell umgestellt und die deutschen produktbezogenen immateriellen Vermögensgegenstände zum Jahresanfang 2013 an die Dometic Sweden AB verkauft. Gemäß dem bestehenden Geschäftsmodell werden sämtliche Geschäftsaktivitäten der Dometic Gesellschaften in Routineaktivitäten und strategische Aktivitäten unterschieden. Strategische Aktivitäten werden aufgrund der getroffenen Vereinbarungen überwiegend durch die Dometic Sweden AB durchgeführt. Für die Routineaktivitäten im Rahmen des operativen Geschäftsbetriebs erhalten die Gesellschaften nunmehr eine angemessene Vergütung. Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Konzernüberschuss in Höhe von TEUR 15.659 (Vorjahr Konzernfehlbetrag TEUR 14.890) abgeschlossen. Wobei das Vorjahresergebnis insbesondere durch die gebildeten Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken beeinflusst wurde. 2.4.2 Vermögenslage Die Aktiva der Gesellschaft setzen sich aus Anlagevermögen (TEUR 83.297; Vorjahr TEUR 52.941) sowie Vorräten (TEUR 144.372; Vorjahr TEUR 73.935), Forderungen (TEUR 81.763; Vorjahr TEUR 109.771), Bankguthaben (TEUR 16.180; Vorjahr TEUR 13.894) sowie Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern (TEUR 6.736; Vorjahr TEUR 6.032) zusammen. Der Geschäfts- und Firmenwert (TEUR 41.446; Vorjahr TEUR 23.372) erhöhte sich aufgrund der Erwerbe der Geschäftsanteile an der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH um TEUR 31.831 und reduzierte sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 13.759 (davon TEUR 1.488 für die neuen Geschäfts- und Firmenwerte der Dometic Gerany MPS GmbH und der Front Runner GmbH). Das Sachanlagevermögen stieg im Geschäftsjahr leicht an (TEUR 32.436; Vorjahr TEUR 29.011). Die Vorräte (TEUR 144.372; Vorjahr TEUR 73.935) sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Hauptursache hierfür ist ein um TEUR 63.387 höherer Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren. Dieser Anstieg ist im wesentlich getrieben durch deutlich höhere Auftragsbestände und Sicherheitsreserven im Lagerbestand wegen den durch die Corona-Pandemie nicht mehr reibungslos verlaufenden globalen Lieferketten. Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr (TEUR 81.763; Vorjahr TEUR 109.771) und resultieren im Wesentlichen aus der Abnahme der Forderungen aus verbundenen Unternehmen aufgrund gesunkener Forderung aus Cash Pool gegenüber der schwedischen Muttergesellschaft. Die aktuelle Cash-Pool Struktur beinhaltet einen Sockelbetrag TEUR 10.000 in den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel (TEUR 16.180; Vorjahr TEUR 13.894) erhöhten sich leicht im Geschäftsjahr. Hinsichtlich der übrigen Veränderungen der Finanzlage verweisen wir auf die Konzernkapitalflussrechnung. Der Rechnungsabgrenzungsposten und die aktiven latenten Steuern (TEUR 6.736; Vorjahr TEUR 6.032) blieben weitgehend auf dem Niveau des Vorjahrs. Die Passiva der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Eigenkapital (TEUR 51.041; Vorjahr TEUR 35.285), Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen (TEUR 36.464; Vorjahr TEUR 35.892), Steuerrückstellungen (TEUR 24.241; Vorjahr TEUR 67.897), sonstigen Rückstellungen (TEUR 29.188; Vorjahr TEUR 30.468), Verbindlichkeiten (TEUR 186.350; Vorjahr TEUR 84.742) sowie passiven latenten Steuern (TEUR 5.058; Vorjahr TEUR 2.284). Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere um den erzielten Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 15.659. In der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 war insbesondere strittig, zu welchem Zeitpunkt diverse immaterielle Werte und damit verbundene Funktionen, Risiken und Gewinnpotentiale nicht mehr der deutschen Besteuerung unterliegen. Ferner war umstritten, ob die vereinbarten Verrechnungspreise fremdvergleichskonform sind. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich insbesondere durch die Inanspruchnahme der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für Betriebsprüfungsrisiken, welche sich von TEUR 53.666 auf TEUR 228 reduzierte. Gegenläufige Effekte ergaben sich insbesondere aus der Bildung der Steuerrückstellung für das laufende Geschäftsjahr 2021 sowie die Anpassung der Rückstellungen für Vorjahr. Mit der am 8. Juli 2022 vom Bundesrat erteilten Zustimmung zum 2. Gesetzes zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung gilt für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ein neuer Zinssatz von monatlich 0,15 % (1,8 % p. a.) (§ 238 Abs. 1a AO). Dieser Zinssatz gilt sowohl für Steuernachforderungen als auch für Steuererstattungen. Auf dieser Basis erfolgte eine Neuermittlung der Zinsrückstellung für die erwartete Nachzahlung aus der Betriebsprüfung. Der Rückstellungsbedarf reduzierte sich dadurch von TEUR 7.449 auf TEUR 6.255. Da unterjährig bereits Zahlungen auf die erwartete Nachzahlungszinsen geleistet wurden, ergibt sich insgesamt eine Überzahlung von TEUR 1.380, welche als sonstiger Vermögensgegenstand aktiviert wurde. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 73.913 auf TEUR 130.447 ist im Wesentlichen durch die Aufstockung des bestehenden Darlehens um TEUR 9.500 sowie der Neuaufnahme eines weiteren Darlehens in Höhe von TEUR 56.000 gegenüber der Muttergesellschaft begründet. Das Unternehmen weist eine Eigenkapitalquote von 15,36% (Vorjahr 13,75%) aus. 2.4.3 Finanzlage 2.4.3.1 Kapitalstruktur Die Gesellschaft finanziert sich unverändert durch Eigenkapital bzw. den erwirtschafteten Cashflow sowie durch zwei Darlehen des schwedischen Mutterkonzerns mit einem Rahmen von Gesamt TEUR 136.000 (Vorjahr TEUR 45.500). Der Darlehensrahmen in Höhe TEUR 80.000 wurde zum 31.12.2021 in Höhe von TEUR 55.000 ausgenutzt und ist grundsätzlich zum 31.12.2023 fällig. Im Anschluss verlängert sich das Darlehen auf unbestimmte Zeit, kann jedoch kurzfristig von beiden Seiten gekündigt werden. Das aufgrund der Steuernachzahlung im Jahr 2021 erhaltene unverzinsliche Darlehen in Höhe von TEUR 56.000 ist jederzeit rückzahlbar bzw. nach schriftlicher Vereinbarung verlängerbar. Hinweise darauf, dass die Darlehen kurzfristig durch die Konzernmutter gekündigt werden sollen oder dass eine Verlängerung nicht möglich ist, liegen uns derzeit nicht vor. Somit gehen wir derzeit für den Prognosezeitraum von einer gesicherten Finanzierung aus. 2.4.3.2 Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) in Höhe von TEUR 18.756 getätigt, denen Abschreibungen von TEUR 6.214 gegenüberstanden. Maßstab der Investitionspolitik des Teilkonzerns ist die Stärkung von Produkten, deren Innovationspotential und Kostenstruktur eine Stärkung der Marktposition und eine Verbesserung der Ertragskraft versprechen oder von Nachfragen aus dem Markt initiiert werden. Außer den notwendigen üblichen Rationalisierungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen wurde insbesondere in Maschinen, Werkzeuge und Vorrichtungen für neue Produkte investiert. 2.4.3.3 Liquidität Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR -12.280 (Vorjahr TEUR +12.484). Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -52.929 (Vorjahr TEUR 47.983) resultiert im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Anteilserwerb der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 64.390 (Vorjahr TEUR -51.755) resultiert im Wesentlichen aus der Neuaufnahme eines Darlehens bei der Konzernmutter. Der Konzern ist in das konzernweite Cash-Pooling und Treasury Management des schwedischen Dometic-Konzerns eingebunden. Hierdurch ist die Liquidität des deutschen Konzernkreises gesichert. 2.4.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einkaufs- und Vorratspolitik Zur Sicherung der Versorgung mit Zukaufteilen werden mit den wichtigsten Lieferanten Rahmenvereinbarungen geschlossen. Die Höhe des Fertigwarenbestandes trägt der Notwendigkeit Rechnung, innerhalb kürzester Zeit unseren Lieferverpflichtungen und den Anfragen unserer Kunden nachzukommen. Produktmanagement, Qualitätssicherung und Innovation Beim Produktmanagement sowie bei der Innovation von neuen Produkten stehen die Ansprüche unserer Kunden im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Neben einer Steigerung des Gebrauchsnutzens optimieren wir unsere Produktion mit dem Ziel bei gleichbleibender oder höherer Qualität kostengünstiger herzustellen. Die herausragende Qualität unserer Produkte ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Unsere Qualitätsmanagementorganisation ist auf allen Ebenen unseres Geschäfts etabliert, um den Qualitätsansprüchen unserer Kunden stets in vollem Umfang gerecht zu werden. Umweltschutz Unser Engagement für die Umwelt sowie eine nachhaltige Geschäftspolitik gehen Hand in Hand mit einer soliden Umweltpolitik. Die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt stetig zu reduzieren, um eine intakte Umwelt für kommende Generationen zu erhalten, ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Gesellschaft. Wir wollen, dass unsere Kunden unsere Produkte mit dem höchsten Maß an Komfort und Qualität genießen, aber auch mit einem klaren ökologischen Gewissen. Deshalb basiert unsere Umweltarbeit auf einem Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte von der Entwicklung, über die Produktion und Nutzung bis zur Entsorgung beinhaltet. Weitere wichtige Einflüsse für unsere Umweltarbeit sind: Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und Kundenanforderungen sowie die Berücksichtigung zukünftiger Trends in der Umweltpolitik. Wir sind ständig bestrebt, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, die Nutzung der Ressourcen zu optimieren und das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner zu stärken. Dometic verfolgt zudem einen proaktiven Ansatz in Sachen Gesundheits- und Arbeitssicherheitsfragen. Dies beschränkt sich nicht nur auf folgende Ziele:
Einige Beispiele für die Nachhaltigkeitsarbeit im Bereich des Teilkonzerns der Dometic Gruppe sind:
Unsere laufenden Bemühungen, dem Umweltschutz eine herausragende Bedeutung einzuräumen und unsere Mitarbeiter für dieses Ziel zu motivieren, soll den hohen Grad der Umweltverantwortung nachweisen, den wir übernommen haben und dem wir entsprechen wollen. Mitarbeiter Im Teilkonzern der Dometic Germany Holding GmbH waren am 31. Dezember 2021 einschließlich Teilzeitarbeitskräften und Auszubildenden 1.427 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 lag die Beschäftigtenzahl bei 1.403. Mit der Ausbildung von jungen Menschen nehmen wir unsere gesellschaftspolitische Verantwortung wahr. Wir hatten daher im Geschäftsjahr 20 Auszubildende (Vorjahr 19) in unseren Gesellschaften. Des Weiteren fördern wir unsere Mitarbeiter durch interne und externe Trainings- und Schulungsmaßnahmen. Zu diesem Zweck haben wir die Dometic Academy gegründet, die sowohl interne als auch externe Veranstaltungen anbietet. Die Fortbildung unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Personalpolitik. Durch die Aus- und Weiterbildung soll das in unseren Gesellschaften bestehende Human-Capital erhalten und ausgebaut werden. Wir leben den weltweit gültigen Code of Conduct der Dometic Group. Ein faires Miteinander von Unternehmensleitung, Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretungen spielt eine zentrale Rolle bei Dometic. Wir stellen uns unserer sozialen Verantwortung und respektieren und schützen die grundlegenden Rechte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vertrauensvoller und kooperativer Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen. 3. Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht Der Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Dometic Group und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweichen kann. 3.1 Risikobericht Als Risiken gelten mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Risiken werden durch ein konzernweites Risikomanagement identifiziert und bewertet. Die Analyse der Risikolage - also die Identifikation und die Bewertung von Risiken - sowie die Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Gegensteuerung ist eine wesentliche Aufgabe der Geschäftsführung. Wesentliche Maßnahmen umfassen die Änderung von Prozessen, die Bildung von Rückstellungen und der Abschluss von Versicherungen. Mit der unter 1.1 dieses Berichts dargestellten Umstellung des Geschäftsmodells im Jahr 2013 hat sich die finanzielle Risikosituation für den deutschen Teilkonzern grundlegend geändert. Für die Funktionen Vertrieb, Produktion, Lagerhaltung und Forschung & Entwicklung erhält der deutsche Teilkonzern funktionsadäquate Vergütungen, die dem Teilkonzern einen Routinegewinn sichern. Dieser basiert auf einer Gewinnmarge, welche gemäß Benchmarkanalysen fremde Dritte für die Erbringung dieser Routineaktivitäten zahlen würden. Die nachfolgend aufgeführten Risiken fallen zwar originär bei den Gesellschaften des Teilkonzerns an, werden jedoch aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells sowie der damit in Zusammenhang stehenden Vergütung auf die Dometic Sweden AB verlagert: • Währungsrisiko: Als weltweit tätiges Unternehmen wird die Dometic Germany Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften von weltwirtschaftlichen Rahmendaten und den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Den Währungsschwankungen begegnet das Unternehmen sowohl strategisch als auch operativ. In strategischer Hinsicht steuert das Unternehmen Wechselkursrisiken mittel- und langfristig durch "natural hedging" im Konzern. Daneben werden kurz- und mittelfristig Währungsrisiken auf dem Finanzmarkt abgesichert. Entsprechende Geschäfte werden nur mit Finanzierungspartnern einwandfreier Bonität abgeschlossen. Zur Minimierung von einkaufsseitigen Währungsrisiken werden Einkäufe im Konzern in Euro getätigt. Fremdwährungsforderungen an Konzernunternehmen werden in das Makro-Hedging der Muttergesellschaft in Schweden einbezogen. Lieferantenausfallrisiko: Im Rahmen des Risikomanagements beobachten wir kontinuierlich die Entwicklung der wirtschaftlichen Stabilität der Lieferanten. Deuten sich Fehlentwicklungen an, werden Maßnahmen eingeleitet, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen und Komponenten sicherzustellen und weitere Risiken zu reduzieren. Um die Lieferfähigkeit zu sichern, schließen wir mit ausgesuchten Lieferanten langfristige Lieferverträge. Durch die enge Zusammenarbeit steigt zwar die gegenseitige Abhängigkeit, allerdings realisieren wir dabei wirtschaftliche Vorteile. Des Weiteren versuchen wir, die Risiken von Preissteigerungen bei Rohstoffeinkäufen durch mögliche Wechsel zu Alternativlieferanten und Alternativmaterialien sowie durch Reengineering aufzufangen. • Kundenausfallrisiko: Die Kundenstruktur bei den OEM's ist weitgehend unverändert. Das Insolvenzrisiko hat sich insgesamt nicht negativ verändert. Die Kreditversicherer decken diese Risiken nach wie vor nur teilweise ab. Dem wird durch ein aktives Debitorenmanagement und entsprechend ausgerichtete Frühwarnsysteme Rechnung getragen. • Innovationsrisiko: Um unsere Position als Marktführer halten und ausbauen zu können, erwarten unsere Kunden eine stetige Steigerung des Gebrauchsnutzens, des Komforts sowie hohe Qualität unserer Produkte. Damit verbunden ist die stetige Neu- und Weiterentwicklung unserer Produktpalette. Eine Stagnation unserer Innovationsfähigkeit würde langfristig dazu führen, dass wir unsere Marktführerschaft nicht halten können. • Qualitätsrisiko: Der Produktqualität kommt wegen des kontinuierlich steigenden Wettbewerbsdrucks eine immer größere Bedeutung zu. Deshalb analysieren wir geschäftsbereichsübergreifend systematisch mögliche Risiken aus Qualitätsmangeln und ergreifen wirksame Maßnahmen zu deren Minimierung. Kundenerwartungen und Erfahrungen aus der Praxis fließen bereits in die Konzept- und Entwicklungsphase neuer Produkte ein. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit allen Geschäftsbereichen und den Lieferanten. Bei diesem Vorgehen besteht stets auch die Chance, etablierte Prozesse in allen Bereichen gemeinsam weiterzuentwickeln und zu optimieren. Des Weiteren werden Produkthaftpflichtrisiken durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ausgeschlossen oder vermindert. • Anlaufrisiko: Bei Investitionen in neue Maschinen und technische Anlagen kann es in den jeweiligen Anlaufphasen zu zeitlichen Verzögerungen und / oder finanziellen Mehraufwendungen kommen, deren genaue Größenordnung nicht vorher abschätzbar sind. • Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko bezieht sich zum einen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und daraus resultierenden Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen seitens unserer Kunden. Zum anderen sind wir hinsichtlich unserer Finanzierungsstruktur Teil der Dometic Group und daher abhängig von der finanziellen Lage des Gesamtkonzerns. • Steuerrisiko: Änderungen in der Steuergesetzgebung oder Ergebnisse von Betriebsprüfungen könnten zu erhöhten Steuerbelastungen führen, welche wiederum zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf das laufende Geschäft, die finanzielle Situation des Unternehmens und das operative Ergebnis führen könnten. Für die laufende Betriebsprüfung der Jahre 2012 bis 2015 haben die Dometic Germany Holding GmbH und die Finanzverwaltung im Rahmen der sogenannten tatsächlichen Verständigung Anfang 2021 eine Einigung erzielt. Das Ergebnis dieser Einigung ist eine Steuernachzahlung in Höhe von TEUR 61.144 inkl. geschätzter Zinsen. • IT-Risiko: Risiken oder Verstöße im IT-Bereich, seiner Hard- und Software, IT-Sicherheit oder unsachgemäß geführter IT-Änderungen, könnten negative Auswirkungen auf die Geschäfte und Erreichung der Geschäftsziele von Dometic haben. • Rechtstreitigkeiten und Prozessrisiken: Streitigkeiten, Ansprüche, Untersuchungen und Verfahren könnten dazu führen, dass Dometic Schadensersatz zahlen oder bestimmte Praktiken einstellen muss. Konzernunternehmen könnten im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit an Streitigkeiten beteiligt sein und Risiken aus verschiedenen Ansprüchen unterliegen. Streitigkeiten, Ansprüche, Untersuchungen und solche Verfahren können zeitaufwendig sein, den normalen Betrieb stören, große Schadenbeträge beinhalten und zu erheblichen Kosten führen. Darüber hinaus kann es schwierig sein, Vorhersagen über die Ergebnisse von komplexen Streitigkeiten, Forderungen, Untersuchungen und Verfahren abzugeben. • Wetterrisiko: Witterungsschwankungen können das Betriebsergebnis von Dometic und die Fähigkeit, das Umsatzvolumen zu halten, beeinflussen. Die Geschäftstätigkeit von Dometic kann durch eine ungünstige Witterung beeinträchtigt werden, die dazu führt, dass die Kundennachfrage nach den Produkten des Konzerns sinkt und die Absatzmengen sinken. • Personalrisiko: Der Verlust von Führungs- und Schlüsselpersonen sowie Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten und notwendiges Personal zu rekrutieren, könnten ein operatives Risiko darstellen. • Physisches Risiko: Es besteht ein operatives Risiko im Falle eines unbefugten Zugangs zu den eigenen oder gemieteten Einrichtungen des Unternehmens, bei dem es zu Sach- oder Personenschäden, Informationsverlust oder Verlust von physischen Gegenständen wie z.B. Werkzeuge, Produktions-/Rohmaterial, Produkte usw. kommen würde. • Politisches Länder Risiko: Die andauernde Krise in der Ukraine stellt kein unmittelbares Risiko dar. Allerdings ergeben sich mittelbar Risiken, welche die Lieferketten stören können und es besteht das Risiko, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage und damit die Kaufkraft der Endkunden verschlechtert. Weder für den Zeitraum der nächsten zwölf Monate noch für den Zeitraum danach sind derzeit Risiken erkennbar, die eine Bestandsgefährdung oder eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Teilkonzerns zur Folge haben könnten. 3.2 Chancenbericht Neben Risiken wurden auch die wesentlichen Chancen, durch die im Jahr 2013 erfolgte Umstellung des Geschäftsmodells auf die Dometic Sweden AB übertragen. Der deutsche Teilkonzern kann im Rahmen seiner funktionsadäquaten Vergütung an Chancen partizipieren. Hierbei sehen wir für den deutschen Teilkonzern die folgenden Chancen: Wie auch im Geschäftsjahr 2021 werden wir im Jahr 2022 und darüber hinaus die Entwicklung neuer Produkte weiter vorantreiben und diese mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen versehen, um den stetig gestiegenen Kundenanforderungen zu entsprechen, so den Nutzungswert weiter zu erhöhen sowie gleichzeitig Wettbewerbsvorteile zu erzielen und um unsere Zielmärkte und die Nachfrage nach unseren Produkten zu stimulieren. Des Weiteren ergeben sich Chancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung durch den Trend zu Individualurlaub und dem daraus folgendem Marktwachstum insbesondere im Bereich der deutschen Caravaning-Industrie. 3.3 Prognosebericht und Ausblick 3.3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat im November 2022 sein Jahresgutachten vorgelegt. Der Sachverständigenrat hat seine Wachstumsprognose für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2022 deutlich auf+1,7% nach unten korrigiert. Als Gründe nennt er die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie sowie den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine. Für das Jahr 2023 wird eine Wachstum des BIP von 1,5 % erwatet. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung des Rates im Jahr 2022 bei +10,4 % liegen (Jahresgutachten 2021: 2,6 %) und im nächsten Jahr auf +8,0 % zurückgehen. Die neuen Prognosen der Gemeinschaftsdiagnose und des Sachverständigenrates sind erste Einschätzungen, die die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in aktuellen Prognosen verarbeiten. Die konjunkturelle Entwicklung ist gegenwärtig von sehr großer Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges geprägt. Zudem lassen sich die mittelfristigen Auswirkungen weiterhin gestörter globaler Lieferketten sowie das deutliche Anziehen der Inflationsraten und damit einhergehend steigender Zinsen nicht abschließend einschätzen. Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Diese hängen wesentlich auch von dem Ausmaß und der Dauer der Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus und die darauffolgende wirtschaftliche Erholung ab. 3.3.2 Branchenbezogenes Umfeld Die europäische Caravaning-Branche wuchs im vergangenen Jahr 2021 um 9,9%. 2021 ist bereits das achte Jahr in Folge, dass die Branche mit einem neuen Bestwert abschloss. Auch für 2022 sind die Aussichten weiterhin gut unter der Voraussetzung, dass sich die aktuelle Corona-Lage weiterhin stabilisiert und die globalen Auswirkungen des Krieges im östlichen Europa, weiterhin gestörte Lieferketten sowie anziehende Inflation und Zinsen die generell erwartete konjunkturelle Erholung nicht zunichte machen. 3.3.2 Prognose Für das Tochterunternehmen Dometic GmbH, Siegen, wurde im Juli 2022 beschlossen, die Produktion am Standort Siegen im Geschäftsjahr 2023 zu schließen. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir daher einen gegenüber dem Jahr 2021 im besten Fall unveränderten Umsatz mit einem aufgrund der Gesamtlage insgesamt zufriedenstellendem, positiven EBITDA-Ergebnis von TEUR 35.000 bis TEUR 40.000. Die Ergebnisse der ersten 3 Quartale des Jahres 2022 bestätigen bisher die Erwartungen. Allerdings zeichnen sich im Ausblick auf das 4. Quartal bereits erste negative Auswirkungen der globalen Gesamtlage ab.
Siegen, den 30. November 2022 Dometic Germany Holding GmbH Michael Danneberg Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021der Dometic Germany Holding GmbHI. Vorbemerkung und allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Dometic Germany Holding GmbH mit Sitz in Siegen ist beim Amtsgericht Siegen unter HR B Nr. 5557 eingetragen und erreicht die Größenkriterien, nach denen gemäß § 290 HGB ein Konzernabschluss aufgestellt werden muss. Die Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns sind einbezogen in den Konzernabschluss der Dometic Group AB (publ), Schweden. Dieser wird in Schweden beim Swedish Companies Registration Office sowie auf der Website der Muttergesellschaft veröffentlicht. Der vorliegende Konzernabschluss der Dometic Germany Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Abschluss auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Die Vergleichsperiode umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in T€. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Aus Gründen der Klarheit und einer verbesserten Darstellung werden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 298 i.V.m. § 265 Abs. 7 HGB teilweise zusammengefasst und im Anhang erläutert. Im Berichtsjahr wurden keine Änderungen in den angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und/oder Ausweismethoden vorgenommen. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Dometic Germany Holding GmbH alle Tochtergesellschaften, an denen der Dometic Germany Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar die Stimmrechtsmehrheit zusteht.
Neben der Muttergesellschaft, der Dometic Germany Holding GmbH, sind im Wege der Vollkonsolidierung sechs inländische und fünf ausländische Unternehmen einbezogen. Die Dometic Middle East FZCO wird zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Wir nehmen das Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch, da diese Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Erstmalig wurde im Berichtsjahr die Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH), Neuenkirchen, sowie die Front Runner GmbH, Hannover, im Berichtsjahr einbezogen. Die Erstkonsolidierung führte im Konsolidierungskreis unter anderem zu einer Erhöhung des Goodwills in Höhe von TEUR 31.831. Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Gesellschaften Dometic Germany MPS GmbH und Front Runner GmbH erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Somit sind die Werte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021 nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Werte zum 31. Dezember 2021 der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung um die entsprechenden Effekte aus der Erstkonsoldierung bereinigt und in den folgenden Übersichten dargestellt: Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 Aktiva
Passiva
III. Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierung der Dometic Gruppe erfolgte auf der Grundlage der Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Einzelabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften wurden dabei zunächst nach den jeweils maßgeblichen landesüblichen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden sodann, soweit erforderlich, auf die einheitlich im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend §§ 300 und 308 HGB angepasst. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt § 275 Abs. 2 HGB. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die handelsrechtlich bis 2009 zulässige Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 HGB a.F. angewendet, durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs oder ihrer erstmaligen Einbeziehung. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Soweit der Unterschiedsbetrag auf einen Geschäfts- oder Firmenwert entfällt, wird dieser im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbungen ab 2010 nach der Neubewertungsmethode des § 301 HGB durch Verrechnung des neubewerteten Eigenkapitals auf den Zeitpunkt der jeweiligen Erstkonsolidierung. Die dabei entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge, die aus den Erwerbsvorgängen selbst resultieren, sind als Firmenwerte erfasst. Dieser Betrag beläuft nach Zugang der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH zum 31. Dezember 2021 auf EUR 41 Mio. Die Erstkonsoldierung und Ermittlung der Firmewerte erfolgte für beide Gesellschaften auf den 30. Juni 2021, da die Erwerbszeitpunkte und somit der Erwerb der Kontrolle über die Gesellschaften nur unwesentlich vom 30. Juni 2021 abweichen. Der Firmenwert der Dometic Germany MPS GmbH beläuft sich auf EUR 19,4 Mio. und der Firmenwert der Front Runner GmbH auf EUR 3,8 Mio.. Der Firmenwert für die ursprüngliche Dometic-Gruppe wird letztmalig im Jahr 2022 abgeschrieben. Für die ehemaligen WAECO-Gesellschaften beträgt der verbleibende Abschreibungszeitraum 5 Jahre. Im Hinblick auf die kontinuierliche Entwicklung und den Fortbestand des Marktes werden die Firmenwerte über 20 Jahre linear abgeschrieben. Für die Zugänge der Firmenwerte im Jahr 2021 wurde eine Abschreibungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Unsere Schätzung basiert auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen. Die Beteiligung an der Dometic Middle East FZCO wurde im Konzernabschluss mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 69 bilanziert. Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind gemäß § 303 HGB gegeneinander verrechnet. Aus konzerninternen Lieferungen resultierende Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und in den Vorräten sind eliminiert (§ 304 HGB). In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB in vollem Umfang eliminiert. Gemäß § 306 HGB sind für Abweichungen zwischen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertungen in den Einzelabschlüssen, Abweichungen zwischen HB I und HB II aufgrund von Bewertungsunterschieden sowie ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge, soweit es sich um zeitliche Unterschiede handelt, eine aktive bzw. eine passive latente Steuerabgrenzung vorgenommen worden. IV. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen außerhalb der Euro-Zone erfolgte bei den Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs. Die Aufwands- und Ertragsposten wurden zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die dem Konzernabschluss zugrundeliegenden Wechselkurse wesentlicher Währungen sind wie folgt:
V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Anlagevermögen Anschaffungskosten beinhalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Wirtschaftsgüter sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Im Hinblick auf die kontinuierliche Entwicklung und den Fortbestand des Marktes werden die Firmenwerte für die Dometic Gruppe sowie die ehemaligen WAECO-Gesellschaften über 20 Jahre linear abgeschrieben. Für die Zugänge im Jahr 2021 beträgt die Abschreibungsdauer 10 Jahre. Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die lineare Abschreibungsdauer überwiegend 3 bis 5 Jahre. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und sofern abnutzbar abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Den Abschreibungen der Sachanlagen liegen die jeweiligen branchenüblichen, voraussichtlichen Nutzungsdauern und eine lineare Abschreibung zu Grunde. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Bei Gebäuden liegen die durchschnittlichen Nutzungsdauern bei 5 Jahren bis 25 Jahren. Die Nutzungsdauern der anderen Betriebs- und Geschäftsausstattung belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre, die der technischen Anlagen auf 6 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen des Anlagevermögens sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Anlagen im Bau werden zu Herstellungskosten bilanziert, die die unter den Sachanlagen beschriebenen Bestandteile beinhalten. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs.1 Satz 1 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Das ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Im Fall einer vormaligen Abschreibung wird ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht nach dem Niederstwertprinzip eine niedrigere Bewertung vorzunehmen ist. Roh,- Hilfs,- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis bzw. aus dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert ergibt. Rechte zur Emission von CO 2 -Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von 0 € erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis der Emissionsrechte unter die Anschaffungskosten gefallen ist. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden unter Verwendung des Plankostenansatzes mit den Planherstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Zur Ermittlung der Ist-Kosten werden entsprechende Korrekturen vorgenommen. Für Risiken in der Lagerhaltung durch überhöhte Lagerdauer oder verminderte Verwertbarkeit sind bei den entsprechenden Erzeugnissen ausreichende Abschläge vorgenommen. Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis bzw. aus dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert ergibt. Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens sind zum Nennbetrag angesetzt. Übriges Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - mit Ausnahme der darin enthaltenen Rückdeckungsversicherung - sowie Kassenbestand und Bankguthaben sind zu Nominalwerten bewertet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit ihrem Aktivwert bilanziert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (unverändert 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) erfasst. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft zeitanteilige Abgrenzungen von Vorauszahlungen von künftigen Aufwandsposten. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Steuern werden unsaldiert angesetzt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Gliederungspunkt "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" erläutert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Rückstellungen Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen ab. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der verwendete Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,31 %) und weicht damit unwesentlich vom Stichtagszins ab. Des Weiteren wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %), ein Rententrend von 1,70 % (Vorjahr: 1,50 %) und eine Fluktuation von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum versicherungsmathematischen Aktivwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Die Steuerrückstellungen wurden auf Basis der voraussichtlichen Steuerzahlungen unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme zum Erfüllungsbetrag gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aus den verursachten Emissionen erwächst die Verpflichtung zur Abgabe der Emissionsrechte. Für die Verpflichtung zur Einreichung von CO 2 -Emissionsrechten bei den zuständigen Behörden wird eine Rückstellung gebildet, die mit dem Bezugspreis der CO 2 -Emissionsrechte in Höhe des Verbrauchs des Geschäftsjahres bilanziert wird. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle bis zum Bilanzstichtag getätigten Einnahmen, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Vorauszahlungen für künftige Zeiträume wurden zeitanteilig abgesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind aufgrund der Laufzeit von weniger als einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages bewertet. VI. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:
Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist dem Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - zu entnehmen. Anteilsbesitz Die Beteiligungen der Dometic Germany Holding GmbH und der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften gehen aus der folgenden Aufstellung hervor:
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die zu Anschaffungskosten bilanzierten Anteile (80 %) an der Dometic Middle East FZCO. Die Gesellschaft wird aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert. Vorräte In den Vorräten sind CO 2 - Emissionszertifikate mit einem Wert von insgesamt T€ 294 enthalten. Dabei wurden unentgeltlich erworbene Zertifikate mit einem Wert von € 0 bewertet. Entgeltlich erworbene Zertifikate wurden entsprechend des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten oder dem Marktpreis bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beziehen sich ausschließlich auf abzugsfähige zeitliche Differenzen aus Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen effektiven Steuersätzen der konsolidierten Gesellschaften in einer Spanne von 21% - 32%. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:
Konzerneigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 10.000 ist voll eingezahlt und entspricht dem der Muttergesellschaft Dometic Germany Holding GmbH. Die Kapitalrücklage beinhaltet sonstige Zuzahlungen der Gesellschafter gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist als Anlage gesondert dargestellt. Der Konzernbilanzverlust enthält einen Verlustvortrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 109.314. Pensionsrückstellungen Zum 31. Dezember 2021 betragen die Rückstellungen für Pensionen TEUR 36.464 (Vorjahr TEUR 35.892). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 2.618 (Vorjahr TEUR 3.450) und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre, Auswirkungen zum Bilanzstichtag ergaben sich jedoch aufgrund der frei verfügbaren Rücklagen nicht. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 43.447 enthält einen rückgedeckten Teilbetrag in Höhe von TEUR 9.914, von dem die darauf entfallenden fortgeführten Anschaffungskosten (Aktivwerte) der entsprechenden Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 7.013 abgesetzt wurden. Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen sind in Höhe von insgesamt TEUR 7.013 (Vj. TEUR 7.090) verpfändet. Steuerrückstellungen Das Dometic Group Management hat das Verrechnungspreis-System so harmonisiert, dass entsprechend der organisatorischen Wirklichkeit Dometic Schweden als das Hauptunternehmen der Gruppe agiert. Dieser Reorganisierungs-/Zentralisierungsprozess in der Gruppe begann bereits im Geschäftsjahr 2009 indem das Hauptunternehmen zunehmend die Kontrolle über Funktionen in der Gruppe übernahm. In der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 war insbesondere strittig, zu welchem Zeitpunkt diverse immaterielle Werte und damit verbundene Funktionen, Risiken und Gewinnpotentiale nicht mehr der deutschen Besteuerung unterliegen. Ferner war umstritten, ob die vereinbarten Verrechnungspreise fremdvergleichskonform sind. Dies betraf die folgenden Organgesellschaften:
Die genannten Gesellschaften haben dazu mit dem zuständigen Finanzamt im Februar 2021 jeweils eine Einigung mit bindender Wirkung (tatsächliche Verständigung) getroffen. Per 31. Dezember 2020 wurde für die sich hieraus ergebenden Mehrsteuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 53.665 gebildet. Für die steuerlichen Nebenleistungen i.H.v. TEUR 7.449 wurde eine sonstige Rückstellung gebildet. Die im Vorjahr gebildete Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 53.665 wurde im Geschäftsjahr i.H.v. T€ 53.438 bis auf T€ 228 verbraucht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen, Aufwendungen aus Mitwirkungspflichten im Rahmen von Betriebsprüfungen, sowie ausstehende Rechnungen. Der Berechnung der Rückstellung für Nachzahlungszinsen aus der Betriebsprüfung, die im Geschäftsjahr 2020 gebildet wurde, lag ein Zinssatz von 6% für Verzinsungszeiträume bis 31.12.2018 und 3% für Verzinsungszeiträume ab 01.01.2019 zugrunde. Mit dem 2. Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung gilt für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ein neuer Zinssatz von monatlich 0,15 Prozent (1,8 Prozent p. a.) (§ 238 Abs. 1a AO). Dieser Zinssatz gilt sowohl für Steuernachforderungen als auch für Steuererstattungen. Auf dieser Basis erfolgte eine Neuermittlung der Zinsrückstellung. Die im Vorjahr ermittelten Nachzahlungszinsen in Höhe von TEUR 7.449 reduzierten sich somit um TEUR 1.194 auf TEUR 6.255. Aufgrund der bereits getätigten Zahlungen an die jeweiligen Finanzämter ergeben sich insgesamt per 31.12.2021 eine Überzahlung, die als sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.380 unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst wird. Alle Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden laufzeitadäquat mit dem von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2021 veröffentlichten Zinssatz von 0,34 % p.a. abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsrechten mit einem Wert von insgesamt T€ 88 enthalten, die mit dem Bezugspreis der CO 2 -Emissionsrechte bewertet wurden in Höhe des Verbrauchs des Geschäftsjahres. VERBINDLICHKEITEN Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 5 Jahre. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte seitens der Lieferanten. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern beziehen sich ausschließlich auf abzugsfähige zeitliche Differenzen, die im Wesentlichen auf unterschiedliche Abschreibungsdauern im Anlagevermögen zurückzuführen sind. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen effektiven Steuersätzen der konsolidierten Gesellschaften in einer Spanne von 21% - 32%. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:
VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind in der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG ausgewiesen. Gesamtumsatz nach Regionen
Umsätze nach Marktbereichen
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus weiterberechneten Frachtkosten und sonstige Kosten innerhalb der Dometic Gruppe (TEUR 7.588; Vorjahr TEUR 5.824), Währungskursgewinne (TEUR 1.834; Vorjahr TEUR 1.078), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.671; Vorjahr TEUR 1.163), weiterberechnete Kosten Dritte (TEUR 158; Vorjahr TEUR 332) sowie sonstige Erträge (TEUR 3.319; Vorjahr TEUR 1.731). Im Vorjahr waren darüber hinaus Erträge aus Sale-and-Lease-Back Transaktionen in Höhe von TEUR 26.153 enthalten. Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.752 (Vorjahr TEUR 21.324). Materialaufwand Der Posten setzt sich wie folg zusammen:
Personalaufwand Der Posten setzt sich wie folg zusammen:
Abschreibungen Die Abschreibungen beinhalten weder im Vorjahr noch im laufenden Jahr außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Konzernumlagen, Frachtkosten, Kundendienst- und Garantieleistungen, Werbe- und Messekosten, Kursverluste, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Raum- und Gebäudekosten, sonstige Fertigungskosten sowie sonstige Aufwendungen enthalten. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in geringem Umfang. Ferner sind in der Position Währungsverluste in Höhe von TEUR 2.243 (Vorjahr TEUR 1.866) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Aus der Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB resultieren Zinserträge in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 167) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 56). Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 671) ist mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen von TEUR 121 (Vorjahr TEUR 289) verrechnet worden. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steueraufwendungen und Steuererträge aus den nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahresabschlüssen der in- und ausländischen Gesellschaften des Konzerns. Die Steuern enthalten einen periodenfremden Aufwand für Vorjahre in Höhe von TEUR 3.876 (Vorjahr Ertrag TEUR 28.760), sowie Erträge aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 700 (Vorjahr: Ertrag TEUR 3.766). Die inländischen Steuern betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer, inklusive Rückstellungszuführung für laufende Betriebsprüfungen. Beträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Der vorliegende Jahresabschluss beinhaltet die folgenden Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung: Zinserträge • Zinserträge aus einer Forderung für Erstattungszinsen aus der Betriebsprüfung 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 1.195 (Vorjahr TEUR 0) VIII. Ergänzende Hinweise zur Bilanz Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 44.758 (Vorjahr TEUR 30.791). Sie gliedern sich nach Fristigkeit wie folgt:
Für Invenstitionsgüterbestellungen besteht ein Obligo von TEUR 646. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum 31.12.2021 nicht. Die Leasing- und Mietverträge betreffen Grundstücke und die aufstehenden Gebäude, den Fuhrpark sowie Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. IX. Sonstige Angaben Der vorliegende Konzernabschluss stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen dar, die einen Konzernabschluss aufstellen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Siegen erhältlich und wird im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht. Alleiniger Gesellschafter der Obergesellschaft des Teilkonzerns ist die Dometic Sweden AB, Solna/Schweden. Die Dometic Group AB (publ), Schweden, stellt für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen einen Konzernabschluss zum 31.12.2021 auf. Dieser Abschluss wird in Schweden veröffentlicht. Für die folgenden Tochterunternehmen, bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB durch Verzicht auf die Aufstellung eines Lageberichtes sowie Verzicht auf die Prüfung der Jahresabschlusses und Verzicht auf die Offenlegung teilweise Gebrauch gemacht:
Da nur ein Geschäftsführer von der deutschen Konzernobergesellschaft im Berichtsjahr Bezüge erhielt, haben wir in analoger Anwendung die Schutzvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.252 auf neue Rechnung vorzutragen. Prüfungshonorare Prüfungshonorare des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 287. Hiervon entfallen TEUR 271 auf die Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 16 auf sonstige Leistungen. Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021 Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch Herrn Henrik Bøggild, Düsseldorf, Kaufmann (bis zum 31. August 2022) wahrgenommen. Mit Wirkung vom 31. August 2022 hat Herr Michael Dannberg die Geschäftsführung übernommen. Beschäftigte Im Konzern waren im Durchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Aus der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften Dometic Germany MPS GmbH (vormals: Büttner Elektronik GmbH) sowie Front Runner GmbH erhöhte sich die Anzahl der gewerblichen Arbeitnehmer um 0 und Angestellten um 40. Zum Jahresende betrug der Mitarbeiterstand:
Nachtragsbericht Für das Tochterunternehmen Dometic GmbH, Siegen, wurde im Juli 2022 beschlossen, die Produktion am Standort Siegen zu schließen. Dieser Vorgang stellt ein wertbegründendes Ereignis des Geschäftsjahres 2022 dar. Es ergeben sich daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. den vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021. Für das Geschäftsjahr 2022 wird aufgrund der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes Siegen und dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Dometic GmbH mit einer deutlichen Ergebnisbelastung der Dometic Germany Holding GmbH durch die zu erwartende Verlustübernahme gerechnet. Dennoch erwartet die Dometic Germany Holding GmbH für das kommende Geschäftsjahr 2022 weiterhin ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern. Die unverändert andauende Ukraine-Krise hat keine unmittelbaren Auswirken auf die Gesellschaft gehabt. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften beziehen weder Waren noch Rohstoffe aus der Ukraine bzw. beliefern ukrainische Kunden. Mittelbar können sich negativen Auswirkungen auf die deutsche Dometic Gruppe in Form von gestörten Lieferketten, Preissteigerungen sowie einer geschmälerten Kaufkraft ergeben. Bisher ergeben sich jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, bzw. die zukünftigen Auswirkungen lassen sich nicht abschließend einschätzen. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Siegen, den 30. November 2022 Dometic Germany Holding GmbH Michael Danneberg Anlagenspiegel Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbestand und kurzfristigen Bankguthaben zusammen. Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen. Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt wie im Vorjahr weniger als T€ 1. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dometic Germany Holding GmbH, Siegen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dometic Germany Holding GmbH, Siegen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dometic Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 27. Januar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Linscheidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Benjamin Kaufmann, Wirtschaftsprüfer |
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