Dometic Light Systems GmbH

In der Steinwiese 16, 57074 Siegen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 7855
Vorher
Dometic Systemtechnik GmbH
Eingetragen
24.6.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Lampen und LeuchtenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1) Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Designerleuchten, Leuchten, Leuchtsystemen, Transformatoren und sonstigen elektronischen Steuerungen. 2) Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und Ausland Zweigniederlassungen zu errichten, sich bei anderen Unternehmen des In- und Auslandes zu beteiligen, solche Unternehmen zu erwerben und zu gründen und alle Geschäfte zu tätigen, die den Geschäftszweck mittelbar oder unmittelbar fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, in Beteiligungsgesellschaften die persönliche Haftung zu übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dometic Germany Holding GmbH

Siegen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Bilanz zum 31. Dezember 2021

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Anlagenspiegel

4. Kapitalflussrechnung

5. Eigenkapitalspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Dometic Group ist ein kundenorientierter, weltweit führender Hersteller innovativer Komfortprodukte für den Wohnwagen-, Reisemobil-, Lkw-, Pkw- und Bootsmarkt. Darüber hinaus liefert die Dometic Group die nötige Werkstatt-Ausrüstung für die Wartung und Reparatur von Fahrzeug-Klimaanlagen. Weiterhin ist die Dometic Group Marktführer mit ihren Spezialkühlschränken für Hotels, Büros und medizinischen Einrichtungen sowie maßgeschneiderten Weinklimaschränken.

Die Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns gliedern sich im Wesentlichen in Vertriebs- und Produktionsgesellschaften. Gesellschaften mit Vertriebsaktivitäten sind in Emsdetten, Siegen, Dillenburg, Krautheim, Neuenkirchen, Hannover (alle DE), Oosterhout (NL), Gent (BE), Rümlang (CH), Guntramsdorf (AT) sowie Filäkovo (SK). Produktionsstandorte befinden sich in Siegen (DE), Dillenburg (DE), Krautheim (DE) und Filäkovo (SK). Darüber hinaus ist in Emsdetten das europäische Distributions- und Logistikzentrum ("European Distribution Center") angesiedelt.

Die wesentlichen Produktgruppen des Teilkonzerns sind "Fenster und Türen", "Absorptionskühlschränke", "Kochgeräte, Spülen und Öfen", "Peltier-Kühlboxen", "Klimaservice-Stationen", "Klimaanlagen für den Recreational Vehicle Bereich (RV)", "Kompressor-Kühlboxen", "Rückfahrvideosysteme", "Bordbars", "Minibars", "Minicool-Kühlschränke", "Wechselrichter", "Lichtsysteme", "Klimageräte für Lkw", "Solarmodule für autarke Energieversorgung" sowie "Outdoor Fahrzeugausrüstungen".

Bei den Absatzmärkten unterscheiden wir nach Kunden in OEM ("Erstausrüster") und dem Aftermarkt ("Endkundenmarkt" / "AM"). Im OEM-Markt sind wir insbesondere von der Entwicklung der Reisemobil-, der Automobil- sowie der Hotelindustrie abhängig. Im AM-Markt hängen wir dagegen vorwiegend von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung ab.

Bereits im Geschäftsjahr 2013 hatten die wesentlichen deutschen Gesellschaften des Teilkonzerns ihr Geschäftsmodell umgestellt. Im Einzelnen hatte der Teilkonzern die deutschen produktbezogenen immateriellen Vermögensgegenstände ("Intellectual Property") mit Wirkung zum Jahresanfang 2013 an die Dometic Sweden AB, Solna/Schweden, verkauft.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung stehen die Ansprüche unserer Kunden im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Hierbei stellen die Steigerung des Gebrauchsnutzens und des Produkterlebnisses unsere wesentlichen Ziele dar. Ferner haben Maßnahmen zur Erreichung einer kostengünstigeren Produktion bei gleichbleibender oder höherer Qualität eine hohe Priorität bei unseren Tätigkeiten.

Unsere Schwerpunkte liegen auf folgenden Aktivitäten:

Die Weiterentwicklung der aktuellen Produktreihen, insbesondere bezüglich der Wartungsfreundlichkeit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit unserer Produkte.

Die Fortentwicklung bestehender Produkte mit neuen Varianten.

Gewichtsreduzierung durch Einführung neuer Werkstoffe.

Die stetige Einhaltung eines hohen Qualitätsstandards bildet unverändert den Fokus unserer Entwicklungstätigkeit. Daher ist es für uns auch selbstverständlich, dass für alle wesentlichen Betriebe unseres Teilkonzerns die Zertifizierungs-Audits nach DIN ISO 9001 bzw. ISO/TS 16949 erfolgen und routinemäßig die Wiederholungs-Audits nach diesen Normen durchgeführt werden.

Die kontinuierliche Umsetzung von Innovationen in das Produktprogramm der Unternehmen unserer Gruppe, deren Ausbau und Komplettierung unter ökonomischen sowie ökologischen Gesichtspunkten, verfolgt stets das Ziel, die daran ausgerichteten Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen. Sie ist damit Schlüssel für den Erhalt und Ausbau der Marktstellung unserer Unternehmen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinen Einschätzungen davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 5,9% gewachsen ist nach dem Rückgang um 3,1% im ersten Corona-Jahr. Im Verlauf des Jahr 2022 dürfte die globale Wirtschaftsleistung um 4,4 % zulegen, das sind 0,5 Punkte weniger als noch im Oktober 2021 angenommen. Grundsätzlich rechnet der IWF wegen der aktuellen Corona-Welle mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante mit einem schwachen Start in das Jahr 2022 für die Wirtschaft. Die sanktionsbedingten Auswirkungen durch den Konflikt im östlichen Europa sind hierbei allerdings noch nicht berücksichtigt und zurzeit auch noch nicht abschließend beurteilbar.

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum legte laut vorläufiger Berechnungen um 5,2 % im Jahr 2021 zu und erholte sich damit von ihrem Einbruch im ersten Jahr der Corona-Krise. Die 27 Länder der Europäische Union (EU) wuchsen im selben Tempo. Im Jahr 2020 war das BIP in den Ländern der Eurozone um 6,4 % deutlich gesunken.

Ende des vergangenen Jahres 2021 hatte sich dann die konjunkturelle Wirtschaftslage wieder deutlich eingetrübt. Weiterhin global gestörte Lieferketten, steigende Preise und das Aufkommen der neuen Coronavirus-Mutante Omikron setzten der Wirtschaft erneut zu.

Auch die deutsche Wirtschaft erholte sich trotz der andauernden Pandemie und den weiterhin gestörten Lieferketten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Dabei war die konjunkturelle Erholung auch im Jahr 2021 stark von immer wieder neuen Corona-Schutzmaßnahmen und zunehmenden Liefer- und Materialengpässen geprägt und konnte als Folge daher das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreichen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor dem Entstehen der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Der Deutsche Arbeitsmarkt blieb in dem weiterhin schwierigen Umfeld mit 44,9 Millionen Erwerbstätigen dennoch robust. Das waren ungefähr genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings waren viele Beschäftigte nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor tätig. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Demgegenüber standen im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im ersten Jahr der Corona-Pandemie Beschäftigungsverluste (-1,8 %). Zudem nahm die Anzahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger im Jahr 2021 weiter ab, während es Zuwächse bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gab.

Trotz dieser insgesamt negativen Rahmenbedingungen gehen wir aufgrund des nachhaltig geänderten Reise- und Freizeithaltens der Menschen hin zu Individualität und Outdoor- Aktivitäten weiterhin von einer positiven Entwicklung der deutschen Caravan-Industrie aus. Für den Automotive Bereich muss aufgrund der insgesamt negativen Rahmenbedingungen (Corona, Materialengpässe und gestörte Lieferketten) von einer weiterhin instabilen Entwicklung ausgegangen werden

2.2 Branchenbezogene Rahmendaten

Caravaning- Industrie:

Urlaub mit dem Caravan liegt in Europa weiterhin voll im Trend. Der europäische Markt für Freizeitfahrzeuge verbuchte laut der European Caravan Federation (ECF) im vergangenen Jahr ein Pius von 9,9 %. Die Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans erzielten mit 259.393 Fahrzeugen das beste Ergebnis ihrer Geschichte und lagen um 9,9 % über dem Rekordergebnis des Vorjahres, Hierbei lagen fast alle nationalen Märkte im Plus. Für das Jahr 2022 wird weiterhin Wachstum erwartet. In Europa war Deutschland auch im vergangenen Jahr mit 106.138 Reisemobilen und Caravans der bei Weitem größte Markt, auch wenn die Zulassungen gegenüber dem Rekordjahr 2020 um 1 % stagnierten. Auch in der Schweiz (10.185 Fahrzeuge), Belgien (8.376 Fahrzeuge) und Finnland (3.686 Fahrzeuge) wurden 2021 bei den Freizeitfahrzeugen wieder deutliche Zulassungssteigerungen erreicht. Ein überdurchschnittliches Wachstum in Höhe von 47,5 % erzielte Österreich (5.851 Fahrzeuge). Ebenso zu den starken Wachstumsmärkten zählen die Niederlande (plus 24,4 %), Frankreich (plus 19,4 %), Schweden (plus 17,2 %) und Dänemark (plus 10,3 %). Das Vereinigte Königreich wächst trotz den Auswirkungen des Brexit um 16,2 % auf 32.207 Caravans und Reisemobile. Nur drei kleinere Märkte liegen unter dem Vorjahresergebnis. Deutschland erreicht zwar in Europa 41 % der Zulassungen, unterschreitet mit 1 % jedoch den Vorjahreswert.

Neuer Rekord bei Reisemobilneuzulassungen: die Neuzulassungen von Reisemobilen in Europa legten ebenso laut ECF in den meisten Ländern zweistellig zu. Insgesamt wuchsen die Reisemobilneuzulassungen in Europa um 13,2 % und erreichten mit 181.299 Fahrzeugen einen neuen Höchstwert. Dies ist nun das fünfte Rekordjahr in Serie und die Neuzulassungen verdoppelten sich damit seit 2010. Dafür verantwortlich sind zahlreiche Rekorde in den europäischen Märkten. Deutschland ist auch 2021 wieder der mit Abstand größte europäische Reisemobilmarkt mit einem Zulassungsplus von 4,3 % (81.420).

Erfreulich ist auch die Entwicklung in Frankreich, dem zweitgrößten Markt und im Vereinigten Königreich, der Nummer drei in Europa. Der französische Markt legte um 23,5 % auf 30.822 neu zugelassene Reisemobile zu, der britische Markt um 12,3 % (14.160).

Automobilmärkte:

Grundsätzlich haben die Auswirkungen der andauernden Corona-Pandemie die Automobilmärkte auch 2021 weiterhin negativ belastet: während insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2021 aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, ergab sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheiten bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie deutlich zu schaffen.

Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) im Jahr 2021 knapp 11,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 2 % weniger als im Vorjahr. Eine Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen steht in Europa somit weiterhin aus. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr unterschiedlich: In Italien wurde ein Plus von knapp 6 % realisiert, in Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich wurde ein geringer Zuwachs erzielt (jeweils +1 %). In Deutschland wurden hingegen 10 % weniger Pkw zugelassen als im Vorjahr. Zum Jahresende musste der europäische Gesamtmarkt nochmals einen starken Rückgang verzeichnen: 950.200 neuzugelassene Pkw im Dezember 2021 bedeuten einen Rückgang um 22 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) 2021 um 3 % auf 14,9 Mio. Fahrzeuge gewachsen und lagen damit aber weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von rund 17,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2019.

Der chinesische Pkw-Markt hat das Jahr 2021 mit einem Marktvolumen von 21,1 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen beendet und ist somit um 7 % gewachsen. Die Jahresbilanz fiel damit auch besser aus als im Vor-Corona Jahr 2019. Hinter dem Rekordjahr 2017 blieb das Absatzvolumen aber weiter deutlich zurück.

2.3 Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bezogen sich die Geschäftsaktivitäten der Dometic Gruppe im Wesentlichen auf das Erstausrüstergeschäft (OEM) und auf den Aftermarkt.

Bei den Produkten sind folgende Neuheiten zu erwähnen:

Dometic RCD 10.5T - Kompressor-Kühlschrank, 1531, TFT-Display, zwei Türen mit Doppelscharnieren. Dieser Kompressor-Kühlschrank der nächsten Generation ist unglaublich praktisch: Kühl- und Gefrierfach sind mit separaten Türen ausgestattet, die sich beide nach links und nach rechts öffnen lassen, die Kompressor-Technologie sorgt für leistungsstarke Kühlung und das vielseitige Innenleben bietet zahlreiche Aufbewahrungsmöglichkeiten für Lebensmittel und Getränke.

Dometic RMS 10.5XT - Absorberkühlschrank, 981, TFT-Display, extra tief. Dieses Radkastenmodell nutzt den Platz, der normalerweise ungenutzt bleibt. Der ästhetisch ansprechende Unterbau-Absorberkühlschrank verfügt über zahlreiche beliebte Merkmale der 10er Serie: die Tür mit Doppelscharnier, die sich nach links und rechts öffnen lasst, die TFT- Steuerung der nächsten Generation und das besonders geräumige und flexibel nutzbare Innenleben.

Dometic FreshJet 2000 - Dachklimaanlage für Wohnmobile, 2.000 W. Kompakt, leicht und mit sanfter, aber effizienter Luftverteilung: Die 2000-W-Dachklimaanlage ist die ideale Klimatisierungslösung für Wohnmobile. Sie kühlt, erwärmt und entfeuchtet die Luft auf Knopfdruck. Die aerodynamische Dachanlage in Dunkelgrau passt perfekt zum Design moderner Wohnmobile.

Dometic Connect - "Smart Home" auf Rädern

Dometic Patrol Coolboxes - passive Kühlboxen für einen kürzeren Ausflug über ein paar Tage. Diese tragbaren Eisboxen sind extrem effektiv isoliert und halten Lebensmittel, Fisch, Köder, Wild und andere verderbliche Waren mehrere Tage lang frisch - abhängig von der Verwendung und den Wetterbedingungen.

Dometic MoBar 550 S - Mobile Outdoor-Bar, rotationsgeformter Korb, Zwei-Zonen- Kühlschrank, Edelstahl. Die Dometic MoBar 550 ist die ultimative mobile Outdoor-Bar. Professionell entwickelt und in einem zeitlosen, hochmodernen und patentierten Design gefertigt macht sie keine Kompromisse zwischen Stil und Funktionalität

Dometic Rarotonga FTT 401 TC Vestibule - Aufblasbarer Vorraum. Mit diesem optionalen Vorraum vergrößern Sie Ihren Wohnraum beim Camping im Freien. Der Vorraum ist mit Reißverschluss leicht und sauber an der Zeltseite anzubringen. Egal, ob Sie sich vor den Elementen oder vor Insekten schützen wollen, mehr Privatsphäre oder Platz brauchen, mit diesem Vorraum mit seiner großen Tür können Sie Ihr Campingabenteuer maximal auskosten.

Dometic TRT120E Ocean - Dachzelt 4WD, 12 V. Das TRTI120E von Dometic kann Dank 12-V-Antrieb und mitgelieferter Fernbedienung in wenigen Minuten aufgebaut werden. Ein erholsamer Schlaf ist garantiert mit der 5 cm dicken Matratze aus hochdichtem Schaumstoff, die groß genug ist für zwei Personen. Der Einstieg in das Zelt ist dank der leichten Ausziehleiter aus Aluminium ganz einfach.

Dometic Revo Zip 400 - Sackmarkise für Wohnwagen und Wohnmobile. Die Sackmarkise wird einfach in die Kederschiene des Wohnwagens oder Wohnmobils eingehängt. Keine Schrauben oder Bohrmaschine erforderlich! Nach der Montage ist sie in wenigen Minuten einsatzbereit und lässt sich ebenso schnell wieder verstauen.

Dometic PerfectView CAM 200 - Fahrradträgerkamera. Sicheres Rückwärtsfahren. Auch wenn Sie Ihre Fahrräder am Heck Ihres Wohnmobils transportieren, sorgt unsere patentierte Fahrradträgerkamera für mehr Sicherheit - für Sie, die anderen Verkehrsteilnehmer und Ihre Fahrräder!

Dometic DeliBox 90H - Lieferbox für warme Speisen, 90 I. Sie wollen Ihren Lieferservice-Kunden dieselbe Speisenqualität bieten wie bei einem Besuch im Restaurant? Dann werten Sie Ihre Lieferflotte mit der Dometic DeliBox auf! Mit der innovativen Cateringbox stellen Sie sicher, dass die richtige Temperatur von der Küche bis an die Haustür Ihrer Kunden zuverlässig gehalten wird.

OEM-Bereich

In diesem Erstausrüstergeschäft beliefern wir die "OEMs" (Original Equipment Manufacturer) vorwiegend in der Reisemobil- und Caravan-Industrie, der Freizeitbootindustrie sowie der Pkw- und Lkw-Herstellerindustrie. Dabei ist die europäische Reisemobil- und Caravan-Industrie die umsatzstärkste Kundengruppe.

Für die wirtschaftliche Entwicklung im europäischen Freizeitmobile-Markt verweisen wir auf die obigen Ausführungen unter 2.2.

Der externe Umsatz im Bereich Recreational Vehicle OEM ("Freizeitmobile") stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 31,6% und lag damit deutlich über dem Zuwachs des Gesamtmarktes.

Im Bereich Commercial and Passenger Vehicle ("Lkw und Pkw") konnten wir ebenfalls eine deutliche Steigerung von 37,4% verzeichnen.

Insgesamt stieg der externe Umsatzanteil unserer OEM-Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr von 57,7 % um 1,0 %-Punkte auf 58,7 % an.

Bereich Aftermarkt

Im Bereich Aftermarkt (AM) liefern wir Fahrzeugklimaersatzteile und Werkstattzubehör, Fahrzeugklimatisierung, elektronischen Fahrzeugkomfort und Fahrzeugsicherheitsprodukte, mobile Energieversorgung und Produkte für die mobile Kühlung sowie Produkte für das Nachrüstgeschäft im Reisemobil- und Caravan-Bereich. Des Weiteren liefern wir Minibars und Safes an den Hotelbereich und mobile Kühlboxen an den Einzelhandel.

Insgesamt hat sich der externe Umsatz im Bereich AM um 34,2% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der externe Umsatz im Bereich Recreational Vehicle AM ist im Vergleich zum Vorjahr um 54,2 % angestiegen. Ebenfalls konnten Umsatzzuwächse im Bereich Marine (+2,6 %) den Bereichen Commercial and Passenger Vehicle AM (+14,6 %), Hospitality ("Hotellerie") (+54,9 %) und Outdoor (+37,8 %) erzielt werden.

Der wichtige Bereich Aftermarkt weist einen Anteil von 40,4 % am externen Umsatz des Teilkonzerns aus (Vorjahr: 39,3 %).

Gesamtaussage

Die Umsatzplanung des Teilkonzerns für 2021 ging von einem deutlich ansteigenden Umsatz aus. Das tatsächlich erreichte Umsatzvolumen entsprach diesen Erwartungen. Das EBITDA-Ergebnis der Gruppe erreichte durch deutlich gestiegene Logistikkosten aufgrund gestörter Lieferketten mit einer Höhe 50.305 TEUR nicht in vollem Umfang das erwartete Niveau. Insgesamt ist für die Dometic-Group der Geschäftsverlauf des Jahres 2021 dennoch unter den negativen konjunkturellen Begleitumständen der globalen Corona-Pandemie als robust bis gut zu beurteilen.

2.4. Lage des Konzerns im Geschäftsjahr 2021

Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Front Runner GmbH, Hannover, und die Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH), Neuenkirchen, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Vor diesem Hintergrund wird auf die Darstellung von Vergleichszahlen verzichtet und lediglich bei relevanten Posten eine Erläuterung vorgenommen

2.4.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Gesamtumsatz von TEUR 539.899 um TEUR 150.714 auf TEUR 690.613. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 27,92 %. Der Anstieg im Umsatz wurde im Wesentlichen durch die Bereiche Outdoor (OUTD), Hospitality ("Hotellerie") und Recreational Vehicle AM (RVAM) getrieben. Aus der erstmaligen Einbeziehung der beiden neuen Beteiligungen ergibt sich eine Anstieg der Umsatzerlöse von TEUR 11.832.

Der Umsatz wurde mit TEUR 325.017 (47,1 %) in Deutschland, mit TEUR 329.983 (47,7 %) im sonstigen Europa, mit TEUR 11.644 (1,7 %) in Nordamerika, mit TEUR 2.119 (0,3 %) in Mittlerer Osten/Afrika und mit TEUR 21.850 (3,2 %) in der restlichen Welt erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus weiterberechneten Frachtkosten und sonstige Kosten innerhalb der Dometic Gruppe (TEUR 7.588), Währungskursgewinne (TEUR 1.834), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.671), weiterberechnete Kosten Dritte (TEUR 158) sowie sonstige Erträge (TEUR 3.319) zusammen. Sie sanken im Geschäftsjahr deutlich durch den Wegfall der Erträge aus der Sale and Leaseback-Transaktion (Veräußerung der Liegenschaften in Siegen, Emsdetten und Krautheim) Höhe von TEUR 26.153, welche im Vorjahr enthalten waren.

Der Anstieg der Materialaufwendungen von TEUR 317.152 auf TEUR 408.048 ist überwiegend auf die gestiegenen Umsatzerlöse im Geschäftsjahr zurückzuführen. Aus den Erstkonsolidierungen ergibt sich eine Anstieg des Postens in Höhe von TEUR 7.010.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 83.433 durch den Wegfall von Kurzarbeit und eine höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl über dem Niveau des Vorjahresjahres von TEUR 73.899. Die Erstkonsolidierungen haben zu einem Anstieg von TEUR 2.329 geführt.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr geringfügig auf TEUR 19.971 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 19.548 und beinhalten auch die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 13.757. Diese stiegen aufgrund der Erwerbe der Geschäftsanteile an der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH im Jahr 2021 um TEUR 1.488.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Dometic-Konzernumlagen, Frachtkosten, Kundendienst- und Garantieleistungen, Werbe- und Messekosten, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Raum- und Gebäudekosten, sonstige Fertigungskosten, Honorare und Provisionen, Kursverluste sowie sonstige Aufwendungen und fallen im Berichtsjahr mit TEUR 163.722 höher aus als im Vorjahr mit TEUR 127.328. Der Anstieg von TEUR 36.394 resultiert insbesondere aus gestiegenen Vertriebsaufwendungen.

Im Berichtsjahr sank das EBITDA von TEUR 58.566 auf TEUR 50.305. Ein wesentlicher Treiber für die negative Entwicklung war hierbei der bereits erwähnte Einfluss gestiegener Logistikkosten sowie der positive Sondereffekt aus den Sale and Leaseback-Transaktion im EBITDA des Vorjahres.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge stiegen von TEUR 1.083 im Vorjahr auf TEUR 1.324 im Geschäftsjahr. Grund hierfür ist eine Forderung für Erstattungszinsen resultierend aus der Betriebsprüfung 2012 - 2015.

Die Zinsaufwendungen sanken von TEUR 10.108 im Vorjahr auf TEUR 2.174 im Geschäftsjahr und betreffen im Wesentlichen Zinsen für ein gewährtes Konzerndarlehen. Der Rückgang resultiert aus dem Sondereffekt für Nachzahlungszinsen aus der Betriebsprüfung 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 7.449 im Jahr 2020.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 13.801 im Vergleich zu TEUR 44.772 im Vorjahr. Der Steueraufwand im Vorjahr beinhaltet in Höhe von TEUR 28.667 einen Aufwand aus der Bildung von Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken.

Bereits im Geschäftsjahr 2013 haben die wesentlichen deutschen Gesellschaften des Teilkonzerns ihr Geschäftsmodell umgestellt und die deutschen produktbezogenen immateriellen Vermögensgegenstände zum Jahresanfang 2013 an die Dometic Sweden AB verkauft. Gemäß dem bestehenden Geschäftsmodell werden sämtliche Geschäftsaktivitäten der Dometic Gesellschaften in Routineaktivitäten und strategische Aktivitäten unterschieden. Strategische Aktivitäten werden aufgrund der getroffenen Vereinbarungen überwiegend durch die Dometic Sweden AB durchgeführt. Für die Routineaktivitäten im Rahmen des operativen Geschäftsbetriebs erhalten die Gesellschaften nunmehr eine angemessene Vergütung.

Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Konzernüberschuss in Höhe von TEUR 15.659 (Vorjahr Konzernfehlbetrag TEUR 14.890) abgeschlossen. Wobei das Vorjahresergebnis insbesondere durch die gebildeten Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken beeinflusst wurde.

2.4.2 Vermögenslage

Die Aktiva der Gesellschaft setzen sich aus Anlagevermögen (TEUR 83.297; Vorjahr TEUR 52.941) sowie Vorräten (TEUR 144.372; Vorjahr TEUR 73.935), Forderungen (TEUR 81.763; Vorjahr TEUR 109.771), Bankguthaben (TEUR 16.180; Vorjahr TEUR 13.894) sowie Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern (TEUR 6.736; Vorjahr TEUR 6.032) zusammen.

Der Geschäfts- und Firmenwert (TEUR 41.446; Vorjahr TEUR 23.372) erhöhte sich aufgrund der Erwerbe der Geschäftsanteile an der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH um TEUR 31.831 und reduzierte sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 13.759 (davon TEUR 1.488 für die neuen Geschäfts- und Firmenwerte der Dometic Gerany MPS GmbH und der Front Runner GmbH).

Das Sachanlagevermögen stieg im Geschäftsjahr leicht an (TEUR 32.436; Vorjahr TEUR 29.011).

Die Vorräte (TEUR 144.372; Vorjahr TEUR 73.935) sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Hauptursache hierfür ist ein um TEUR 63.387 höherer Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren. Dieser Anstieg ist im wesentlich getrieben durch deutlich höhere Auftragsbestände und Sicherheitsreserven im Lagerbestand wegen den durch die Corona-Pandemie nicht mehr reibungslos verlaufenden globalen Lieferketten.

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr (TEUR 81.763; Vorjahr TEUR 109.771) und resultieren im Wesentlichen aus der Abnahme der Forderungen aus verbundenen Unternehmen aufgrund gesunkener Forderung aus Cash Pool gegenüber der schwedischen Muttergesellschaft.

Die aktuelle Cash-Pool Struktur beinhaltet einen Sockelbetrag TEUR 10.000 in den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel (TEUR 16.180; Vorjahr TEUR 13.894) erhöhten sich leicht im Geschäftsjahr. Hinsichtlich der übrigen Veränderungen der Finanzlage verweisen wir auf die Konzernkapitalflussrechnung.

Der Rechnungsabgrenzungsposten und die aktiven latenten Steuern (TEUR 6.736; Vorjahr TEUR 6.032) blieben weitgehend auf dem Niveau des Vorjahrs.

Die Passiva der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Eigenkapital (TEUR 51.041; Vorjahr TEUR 35.285), Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen (TEUR 36.464; Vorjahr TEUR 35.892), Steuerrückstellungen (TEUR 24.241; Vorjahr TEUR 67.897), sonstigen Rückstellungen (TEUR 29.188; Vorjahr TEUR 30.468), Verbindlichkeiten (TEUR 186.350; Vorjahr TEUR 84.742) sowie passiven latenten Steuern (TEUR 5.058; Vorjahr TEUR 2.284).

Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere um den erzielten Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 15.659.

In der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 war insbesondere strittig, zu welchem Zeitpunkt diverse immaterielle Werte und damit verbundene Funktionen, Risiken und Gewinnpotentiale nicht mehr der deutschen Besteuerung unterliegen. Ferner war umstritten, ob die vereinbarten Verrechnungspreise fremdvergleichskonform sind.

Die Steuerrückstellungen reduzierten sich insbesondere durch die Inanspruchnahme der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für Betriebsprüfungsrisiken, welche sich von TEUR 53.666 auf TEUR 228 reduzierte. Gegenläufige Effekte ergaben sich insbesondere aus der Bildung der Steuerrückstellung für das laufende Geschäftsjahr 2021 sowie die Anpassung der Rückstellungen für Vorjahr.

Mit der am 8. Juli 2022 vom Bundesrat erteilten Zustimmung zum 2. Gesetzes zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung gilt für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ein neuer Zinssatz von monatlich 0,15 % (1,8 % p. a.) (§ 238 Abs. 1a AO). Dieser Zinssatz gilt sowohl für Steuernachforderungen als auch für Steuererstattungen. Auf dieser Basis erfolgte eine Neuermittlung der Zinsrückstellung für die erwartete Nachzahlung aus der Betriebsprüfung. Der Rückstellungsbedarf reduzierte sich dadurch von TEUR 7.449 auf TEUR 6.255. Da unterjährig bereits Zahlungen auf die erwartete Nachzahlungszinsen geleistet wurden, ergibt sich insgesamt eine Überzahlung von TEUR 1.380, welche als sonstiger Vermögensgegenstand aktiviert wurde.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 73.913 auf TEUR 130.447 ist im Wesentlichen durch die Aufstockung des bestehenden Darlehens um TEUR 9.500 sowie der Neuaufnahme eines weiteren Darlehens in Höhe von TEUR 56.000 gegenüber der Muttergesellschaft begründet.

Das Unternehmen weist eine Eigenkapitalquote von 15,36% (Vorjahr 13,75%) aus.

2.4.3 Finanzlage

2.4.3.1 Kapitalstruktur

Die Gesellschaft finanziert sich unverändert durch Eigenkapital bzw. den erwirtschafteten Cashflow sowie durch zwei Darlehen des schwedischen Mutterkonzerns mit einem Rahmen von Gesamt TEUR 136.000 (Vorjahr TEUR 45.500). Der Darlehensrahmen in Höhe TEUR 80.000 wurde zum 31.12.2021 in Höhe von TEUR 55.000 ausgenutzt und ist grundsätzlich zum 31.12.2023 fällig. Im Anschluss verlängert sich das Darlehen auf unbestimmte Zeit, kann jedoch kurzfristig von beiden Seiten gekündigt werden. Das aufgrund der Steuernachzahlung im Jahr 2021 erhaltene unverzinsliche Darlehen in Höhe von TEUR 56.000 ist jederzeit rückzahlbar bzw. nach schriftlicher Vereinbarung verlängerbar. Hinweise darauf, dass die Darlehen kurzfristig durch die Konzernmutter gekündigt werden sollen oder dass eine Verlängerung nicht möglich ist, liegen uns derzeit nicht vor. Somit gehen wir derzeit für den Prognosezeitraum von einer gesicherten Finanzierung aus.

2.4.3.2 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) in Höhe von TEUR 18.756 getätigt, denen Abschreibungen von TEUR 6.214 gegenüberstanden.

Maßstab der Investitionspolitik des Teilkonzerns ist die Stärkung von Produkten, deren Innovationspotential und Kostenstruktur eine Stärkung der Marktposition und eine Verbesserung der Ertragskraft versprechen oder von Nachfragen aus dem Markt initiiert werden.

Außer den notwendigen üblichen Rationalisierungsmaßnahmen und Ersatzinvestitionen wurde insbesondere in Maschinen, Werkzeuge und Vorrichtungen für neue Produkte investiert.

2.4.3.3 Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR -12.280 (Vorjahr TEUR +12.484).

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -52.929 (Vorjahr TEUR 47.983) resultiert im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen aus dem Anteilserwerb der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 64.390 (Vorjahr TEUR -51.755) resultiert im Wesentlichen aus der Neuaufnahme eines Darlehens bei der Konzernmutter.

Der Konzern ist in das konzernweite Cash-Pooling und Treasury Management des schwedischen Dometic-Konzerns eingebunden. Hierdurch ist die Liquidität des deutschen Konzernkreises gesichert.

2.4.3.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Einkaufs- und Vorratspolitik

Zur Sicherung der Versorgung mit Zukaufteilen werden mit den wichtigsten Lieferanten Rahmenvereinbarungen geschlossen. Die Höhe des Fertigwarenbestandes trägt der Notwendigkeit Rechnung, innerhalb kürzester Zeit unseren Lieferverpflichtungen und den Anfragen unserer Kunden nachzukommen.

Produktmanagement, Qualitätssicherung und Innovation

Beim Produktmanagement sowie bei der Innovation von neuen Produkten stehen die Ansprüche unserer Kunden im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Neben einer Steigerung des Gebrauchsnutzens optimieren wir unsere Produktion mit dem Ziel bei gleichbleibender oder höherer Qualität kostengünstiger herzustellen. Die herausragende Qualität unserer Produkte ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Unsere Qualitätsmanagementorganisation ist auf allen Ebenen unseres Geschäfts etabliert, um den Qualitätsansprüchen unserer Kunden stets in vollem Umfang gerecht zu werden.

Umweltschutz

Unser Engagement für die Umwelt sowie eine nachhaltige Geschäftspolitik gehen Hand in Hand mit einer soliden Umweltpolitik. Die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt stetig zu reduzieren, um eine intakte Umwelt für kommende Generationen zu erhalten, ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Gesellschaft. Wir wollen, dass unsere Kunden unsere Produkte mit dem höchsten Maß an Komfort und Qualität genießen, aber auch mit einem klaren ökologischen Gewissen.

Deshalb basiert unsere Umweltarbeit auf einem Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte von der Entwicklung, über die Produktion und Nutzung bis zur Entsorgung beinhaltet. Weitere wichtige Einflüsse für unsere Umweltarbeit sind: Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und Kundenanforderungen sowie die Berücksichtigung zukünftiger Trends in der Umweltpolitik.

Wir sind ständig bestrebt, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, die Nutzung der Ressourcen zu optimieren und das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner zu stärken.

Dometic verfolgt zudem einen proaktiven Ansatz in Sachen Gesundheits- und Arbeitssicherheitsfragen. Dies beschränkt sich nicht nur auf folgende Ziele:

Unser Ziel ist es sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für jeden Mitarbeiter zu schaffen. Niemand sollte als Folge der Arbeit verletzt werden, oder eine körperliche oder psychische Krankheit erleiden.

Priorisierung von Gesundheit und Arbeitssicherheit als wesentliches Ziel und Bereitstellung des notwendigen Budgets und von Ressourcen.

Umsetzung von Prozessen und Schulungen zur Sicherstellung der Gesundheits- und Arbeitssicherheit und der Rechtssicherheit.

Eine starke Sicherheitskultur fördern und erhalten.

Einige Beispiele für die Nachhaltigkeitsarbeit im Bereich des Teilkonzerns der Dometic Gruppe sind:

Nutzung des Corporate Sustainability Management (CSM) Reporting Systems auf Dometic Group Ebene zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung gemäß GRI G4 Standard und Veröffentlichung der umweltrelevanten Daten im Group Annual Report.

Umsetzung eines Energiemonitoringsystems (econ-solution) für detaillierte Verbrauchsanalysen und Ermitteln von Einsparpotentialen.

Zertifizierung und regelmäßige Auditierung aller Fertigungsstandorte nach ISO 14001, ISO 50001 und ISO 45001

Durchführung von Business Impact Analysis BIA Workshops zum Ziel der Vermeidung von Betriebsunterbrechungen durch Brand oder Naturkatastrophen, sowie der damit verbundenen Umweltauswirkungen. Erstellen von BCP - Business Continuity Plans auf Basis der BIA Workshops.

Umsetzung der Dometic Health & Safety Guideline - DHSG auf Dometic Group Ebene zum Zweck der Gesundheits- und Arbeitsschutzprävention. Auditierung und Grading der Standorte gem. DHSG.

Durchführung von EHS Compliance Audits an allen Standorten (Audit, Aktualisierung Rechtskataster, Betreiberpflichten, Übertragung Unternehmerpflichten).

Anwendung einer Health & Safety Managementsoftware (eplas) für alle Gesellschaften (Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsunterweisungen, Unfallmanagement).

Monatliches Reporting auf EMEA Ebene mit dem Accident Reporting.

Unsere laufenden Bemühungen, dem Umweltschutz eine herausragende Bedeutung einzuräumen und unsere Mitarbeiter für dieses Ziel zu motivieren, soll den hohen Grad der Umweltverantwortung nachweisen, den wir übernommen haben und dem wir entsprechen wollen.

Mitarbeiter

Im Teilkonzern der Dometic Germany Holding GmbH waren am 31. Dezember 2021 einschließlich Teilzeitarbeitskräften und Auszubildenden 1.427 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 lag die Beschäftigtenzahl bei 1.403.

Mit der Ausbildung von jungen Menschen nehmen wir unsere gesellschaftspolitische Verantwortung wahr. Wir hatten daher im Geschäftsjahr 20 Auszubildende (Vorjahr 19) in unseren Gesellschaften.

Des Weiteren fördern wir unsere Mitarbeiter durch interne und externe Trainings- und Schulungsmaßnahmen. Zu diesem Zweck haben wir die Dometic Academy gegründet, die sowohl interne als auch externe Veranstaltungen anbietet. Die Fortbildung unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Personalpolitik. Durch die Aus- und Weiterbildung soll das in unseren Gesellschaften bestehende Human-Capital erhalten und ausgebaut werden.

Wir leben den weltweit gültigen Code of Conduct der Dometic Group. Ein faires Miteinander von Unternehmensleitung, Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretungen spielt eine zentrale Rolle bei Dometic. Wir stellen uns unserer sozialen Verantwortung und respektieren und schützen die grundlegenden Rechte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vertrauensvoller und kooperativer Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen.

3. Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht

Der Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen der Dometic Group und können von unvorhersehbaren Ereignissen beeinflusst werden. Dies kann dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweichen kann.

3.1 Risikobericht

Als Risiken gelten mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Risiken werden durch ein konzernweites Risikomanagement identifiziert und bewertet. Die Analyse der Risikolage - also die Identifikation und die Bewertung von Risiken - sowie die Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Gegensteuerung ist eine wesentliche Aufgabe der Geschäftsführung. Wesentliche Maßnahmen umfassen die Änderung von Prozessen, die Bildung von Rückstellungen und der Abschluss von Versicherungen.

Mit der unter 1.1 dieses Berichts dargestellten Umstellung des Geschäftsmodells im Jahr 2013 hat sich die finanzielle Risikosituation für den deutschen Teilkonzern grundlegend geändert. Für die Funktionen Vertrieb, Produktion, Lagerhaltung und Forschung & Entwicklung erhält der deutsche Teilkonzern funktionsadäquate Vergütungen, die dem Teilkonzern einen Routinegewinn sichern. Dieser basiert auf einer Gewinnmarge, welche gemäß Benchmarkanalysen fremde Dritte für die Erbringung dieser Routineaktivitäten zahlen würden.

Die nachfolgend aufgeführten Risiken fallen zwar originär bei den Gesellschaften des Teilkonzerns an, werden jedoch aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells sowie der damit in Zusammenhang stehenden Vergütung auf die Dometic Sweden AB verlagert:

• Währungsrisiko:

Als weltweit tätiges Unternehmen wird die Dometic Germany Holding GmbH mit ihren Tochtergesellschaften von weltwirtschaftlichen Rahmendaten und den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Den Währungsschwankungen begegnet das Unternehmen sowohl strategisch als auch operativ. In strategischer Hinsicht steuert das Unternehmen Wechselkursrisiken mittel- und langfristig durch "natural hedging" im Konzern. Daneben werden kurz- und mittelfristig Währungsrisiken auf dem Finanzmarkt abgesichert. Entsprechende Geschäfte werden nur mit Finanzierungspartnern einwandfreier Bonität abgeschlossen. Zur Minimierung von einkaufsseitigen Währungsrisiken werden Einkäufe im Konzern in Euro getätigt. Fremdwährungsforderungen an Konzernunternehmen werden in das Makro-Hedging der Muttergesellschaft in Schweden einbezogen.

Lieferantenausfallrisiko:

Im Rahmen des Risikomanagements beobachten wir kontinuierlich die Entwicklung der wirtschaftlichen Stabilität der Lieferanten. Deuten sich Fehlentwicklungen an, werden Maßnahmen eingeleitet, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen und Komponenten sicherzustellen und weitere Risiken zu reduzieren. Um die Lieferfähigkeit zu sichern, schließen wir mit ausgesuchten Lieferanten langfristige Lieferverträge. Durch die enge Zusammenarbeit steigt zwar die gegenseitige Abhängigkeit, allerdings realisieren wir dabei wirtschaftliche Vorteile. Des Weiteren versuchen wir, die Risiken von Preissteigerungen bei Rohstoffeinkäufen durch mögliche Wechsel zu Alternativlieferanten und Alternativmaterialien sowie durch Reengineering aufzufangen.

• Kundenausfallrisiko:

Die Kundenstruktur bei den OEM's ist weitgehend unverändert. Das Insolvenzrisiko hat sich insgesamt nicht negativ verändert. Die Kreditversicherer decken diese Risiken nach wie vor nur teilweise ab. Dem wird durch ein aktives Debitorenmanagement und entsprechend ausgerichtete Frühwarnsysteme Rechnung getragen.

• Innovationsrisiko:

Um unsere Position als Marktführer halten und ausbauen zu können, erwarten unsere Kunden eine stetige Steigerung des Gebrauchsnutzens, des Komforts sowie hohe Qualität unserer Produkte. Damit verbunden ist die stetige Neu- und Weiterentwicklung unserer Produktpalette. Eine Stagnation unserer Innovationsfähigkeit würde langfristig dazu führen, dass wir unsere Marktführerschaft nicht halten können.

• Qualitätsrisiko:

Der Produktqualität kommt wegen des kontinuierlich steigenden Wettbewerbsdrucks eine immer größere Bedeutung zu. Deshalb analysieren wir geschäftsbereichsübergreifend systematisch mögliche Risiken aus Qualitätsmangeln und ergreifen wirksame Maßnahmen zu deren Minimierung. Kundenerwartungen und Erfahrungen aus der Praxis fließen bereits in die Konzept- und Entwicklungsphase neuer Produkte ein. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit allen Geschäftsbereichen und den Lieferanten. Bei diesem Vorgehen besteht stets auch die Chance, etablierte Prozesse in allen Bereichen gemeinsam weiterzuentwickeln und zu optimieren. Des Weiteren werden Produkthaftpflichtrisiken durch den Abschluss entsprechender Versicherungen ausgeschlossen oder vermindert.

• Anlaufrisiko:

Bei Investitionen in neue Maschinen und technische Anlagen kann es in den jeweiligen Anlaufphasen zu zeitlichen Verzögerungen und / oder finanziellen Mehraufwendungen kommen, deren genaue Größenordnung nicht vorher abschätzbar sind.

• Liquiditätsrisiko:

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich zum einen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und daraus resultierenden Nichterfüllung von Zahlungsverpflichtungen seitens unserer Kunden. Zum anderen sind wir hinsichtlich unserer Finanzierungsstruktur Teil der Dometic Group und daher abhängig von der finanziellen Lage des Gesamtkonzerns.

• Steuerrisiko:

Änderungen in der Steuergesetzgebung oder Ergebnisse von Betriebsprüfungen könnten zu erhöhten Steuerbelastungen führen, welche wiederum zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf das laufende Geschäft, die finanzielle Situation des Unternehmens und das operative Ergebnis führen könnten. Für die laufende Betriebsprüfung der Jahre 2012 bis 2015 haben die Dometic Germany Holding GmbH und die Finanzverwaltung im Rahmen der sogenannten tatsächlichen Verständigung Anfang 2021 eine Einigung erzielt. Das Ergebnis dieser Einigung ist eine Steuernachzahlung in Höhe von TEUR 61.144 inkl. geschätzter Zinsen.

• IT-Risiko:

Risiken oder Verstöße im IT-Bereich, seiner Hard- und Software, IT-Sicherheit oder unsachgemäß geführter IT-Änderungen, könnten negative Auswirkungen auf die Geschäfte und Erreichung der Geschäftsziele von Dometic haben.

• Rechtstreitigkeiten und Prozessrisiken:

Streitigkeiten, Ansprüche, Untersuchungen und Verfahren könnten dazu führen, dass Dometic Schadensersatz zahlen oder bestimmte Praktiken einstellen muss. Konzernunternehmen könnten im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit an Streitigkeiten beteiligt sein und Risiken aus verschiedenen Ansprüchen unterliegen. Streitigkeiten, Ansprüche, Untersuchungen und solche Verfahren können zeitaufwendig sein, den normalen Betrieb stören, große Schadenbeträge beinhalten und zu erheblichen Kosten führen. Darüber hinaus kann es schwierig sein, Vorhersagen über die Ergebnisse von komplexen Streitigkeiten, Forderungen, Untersuchungen und Verfahren abzugeben.

• Wetterrisiko:

Witterungsschwankungen können das Betriebsergebnis von Dometic und die Fähigkeit, das Umsatzvolumen zu halten, beeinflussen. Die Geschäftstätigkeit von Dometic kann durch eine ungünstige Witterung beeinträchtigt werden, die dazu führt, dass die Kundennachfrage nach den Produkten des Konzerns sinkt und die Absatzmengen sinken.

• Personalrisiko:

Der Verlust von Führungs- und Schlüsselpersonen sowie Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten und notwendiges Personal zu rekrutieren, könnten ein operatives Risiko darstellen.

• Physisches Risiko:

Es besteht ein operatives Risiko im Falle eines unbefugten Zugangs zu den eigenen oder gemieteten Einrichtungen des Unternehmens, bei dem es zu Sach- oder Personenschäden, Informationsverlust oder Verlust von physischen Gegenständen wie z.B. Werkzeuge, Produktions-/Rohmaterial, Produkte usw. kommen würde.

• Politisches Länder Risiko:

Die andauernde Krise in der Ukraine stellt kein unmittelbares Risiko dar. Allerdings ergeben sich mittelbar Risiken, welche die Lieferketten stören können und es besteht das Risiko, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage und damit die Kaufkraft der Endkunden verschlechtert.

Weder für den Zeitraum der nächsten zwölf Monate noch für den Zeitraum danach sind derzeit Risiken erkennbar, die eine Bestandsgefährdung oder eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Teilkonzerns zur Folge haben könnten.

3.2 Chancenbericht

Neben Risiken wurden auch die wesentlichen Chancen, durch die im Jahr 2013 erfolgte Umstellung des Geschäftsmodells auf die Dometic Sweden AB übertragen. Der deutsche Teilkonzern kann im Rahmen seiner funktionsadäquaten Vergütung an Chancen partizipieren. Hierbei sehen wir für den deutschen Teilkonzern die folgenden Chancen:

Wie auch im Geschäftsjahr 2021 werden wir im Jahr 2022 und darüber hinaus die Entwicklung neuer Produkte weiter vorantreiben und diese mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen versehen, um den stetig gestiegenen Kundenanforderungen zu entsprechen, so den Nutzungswert weiter zu erhöhen sowie gleichzeitig Wettbewerbsvorteile zu erzielen und um unsere Zielmärkte und die Nachfrage nach unseren Produkten zu stimulieren.

Des Weiteren ergeben sich Chancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung durch den Trend zu Individualurlaub und dem daraus folgendem Marktwachstum insbesondere im Bereich der deutschen Caravaning-Industrie.

3.3 Prognosebericht und Ausblick

3.3.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat im November 2022 sein Jahresgutachten vorgelegt. Der Sachverständigenrat hat seine Wachstumsprognose für das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2022 deutlich auf+1,7% nach unten korrigiert. Als Gründe nennt er die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie sowie den Ausbruch des Kriegs in der Ukraine. Für das Jahr 2023 wird eine Wachstum des BIP von 1,5 % erwatet. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung des Rates im Jahr 2022 bei +10,4 % liegen (Jahresgutachten 2021: 2,6 %) und im nächsten Jahr auf +8,0 % zurückgehen.

Die neuen Prognosen der Gemeinschaftsdiagnose und des Sachverständigenrates sind erste Einschätzungen, die die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in aktuellen Prognosen verarbeiten. Die konjunkturelle Entwicklung ist gegenwärtig von sehr großer Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Krieges geprägt. Zudem lassen sich die mittelfristigen Auswirkungen weiterhin gestörter globaler Lieferketten sowie das deutliche Anziehen der Inflationsraten und damit einhergehend steigender Zinsen nicht abschließend einschätzen.

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Diese hängen wesentlich auch von dem Ausmaß und der Dauer der Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus und die darauffolgende wirtschaftliche Erholung ab.

3.3.2 Branchenbezogenes Umfeld

Die europäische Caravaning-Branche wuchs im vergangenen Jahr 2021 um 9,9%. 2021 ist bereits das achte Jahr in Folge, dass die Branche mit einem neuen Bestwert abschloss. Auch für 2022 sind die Aussichten weiterhin gut unter der Voraussetzung, dass sich die aktuelle Corona-Lage weiterhin stabilisiert und die globalen Auswirkungen des Krieges im östlichen Europa, weiterhin gestörte Lieferketten sowie anziehende Inflation und Zinsen die generell erwartete konjunkturelle Erholung nicht zunichte machen.

3.3.2 Prognose

Für das Tochterunternehmen Dometic GmbH, Siegen, wurde im Juli 2022 beschlossen, die Produktion am Standort Siegen im Geschäftsjahr 2023 zu schließen. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir daher einen gegenüber dem Jahr 2021 im besten Fall unveränderten Umsatz mit einem aufgrund der Gesamtlage insgesamt zufriedenstellendem, positiven EBITDA-Ergebnis von TEUR 35.000 bis TEUR 40.000.

Die Ergebnisse der ersten 3 Quartale des Jahres 2022 bestätigen bisher die Erwartungen. Allerdings zeichnen sich im Ausblick auf das 4. Quartal bereits erste negative Auswirkungen der globalen Gesamtlage ab.

 

Siegen, den 30. November 2022

Dometic Germany Holding GmbH

Michael Danneberg

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.790 23.861
II. Sachanlagen 32.436 29.011
III. Finanzanlagen 69 69
83.295 52.941
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.469 16.585
2. Unfertige Erzeugnisse 2.497 1.726
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 118.646 55.259
4. Geleistete Anzahlungen 760 365
144.372 73.935
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.261 24.673
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.775 76.130
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.727 8.968
81.763 109.771
III. Flüssige Mittel 16.180 13.894
242.315 197.600
C. Rechnungsabgrenzungsposten 742 544
D. Aktive latente Steuern 5.994 5.488
332.346 256.573

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000 10.000
II. Kapitalrücklage 134.261 134.261
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 435 338
IV. Konzernbilanzverlust -93.655 -109.314
51.041 35.285
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.464 35.892
2. Steuerrückstellungen 24.241 67.897
3. Sonstige Rückstellungen 29.188 30.468
89.893 134.257
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.132 449
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.236 17.837
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130.447 59.776
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.525 6.680
186.350 84.742
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4 5
E. Passive latente Steuern 5.058 2.284
332.346 256.573

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
T€ T€
1. Umsatzerlöse 690.613 539.899
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -837 1.571
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.733 35.474
4. Materialaufwand 408.048 317.152
5. Personalaufwand 83.433 73.899
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.974 19.548
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 163.722 127.328
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.324 1.084
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.174 10.108
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.801 44.772
11. Ergebnis nach Steuern 15.681 -14.779
12. Sonstige Steuern 22 111
13. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 15.659 -14.890
14. Verlustvortrag -109.314 -94.424
15. Konzernbilanzverlust -93.655 -109.314

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

der Dometic Germany Holding GmbH

I. Vorbemerkung und allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Dometic Germany Holding GmbH mit Sitz in Siegen ist beim Amtsgericht Siegen unter HR B Nr. 5557 eingetragen und erreicht die Größenkriterien, nach denen gemäß § 290 HGB ein Konzernabschluss aufgestellt werden muss.

Die Gesellschaften des deutschen Teilkonzerns sind einbezogen in den Konzernabschluss der Dometic Group AB (publ), Schweden. Dieser wird in Schweden beim Swedish Companies Registration Office sowie auf der Website der Muttergesellschaft veröffentlicht.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dometic Germany Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Abschluss auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Die Vergleichsperiode umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in T€.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Aus Gründen der Klarheit und einer verbesserten Darstellung werden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 298 i.V.m. § 265 Abs. 7 HGB teilweise zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Im Berichtsjahr wurden keine Änderungen in den angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und/oder Ausweismethoden vorgenommen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Dometic Germany Holding GmbH alle Tochtergesellschaften, an denen der Dometic Germany Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar die Stimmrechtsmehrheit zusteht.

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungshöhe in % Konsolidierungsmethode
Unmittelbare Beteiligungen
Dometic GmbH, Siegen 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Germany Krautheim GmbH, Krautheim 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Light Systems GmbH, Dillenburg 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Germany GmbH, Emsdetten 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Germany MPS GmbH, Neuenkirchen (vormals Büttner Elektronik GmbH) 100,00 Vollkonsolidierung
Front Runner GmbH, Hannover 100,00 Vollkonsolidierung
Mittelbare Beteiligungen
Dometic Netherlands Holding B.V.,Oosterhout 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Middle East FZCO, Dubai 80,00 Anschaffungskosten
Dometic Austria GmbH, Guntramsdorf 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Switzerland AG, Rümlang 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Benelux B.V, Oosterhout 100,00 Vollkonsolidierung
Dometic Slovakia s.r.o., Fil`akovo 99,949 Vollkonsolidierung

Neben der Muttergesellschaft, der Dometic Germany Holding GmbH, sind im Wege der Vollkonsolidierung sechs inländische und fünf ausländische Unternehmen einbezogen.

Die Dometic Middle East FZCO wird zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Wir nehmen das Wahlrecht des § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch, da diese Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist.

Erstmalig wurde im Berichtsjahr die Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH), Neuenkirchen, sowie die Front Runner GmbH, Hannover, im Berichtsjahr einbezogen. Die Erstkonsolidierung führte im Konsolidierungskreis unter anderem zu einer Erhöhung des Goodwills in Höhe von TEUR 31.831.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden die Gesellschaften Dometic Germany MPS GmbH und Front Runner GmbH erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Somit sind die Werte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021 nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die Werte zum 31. Dezember 2021 der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung um die entsprechenden Effekte aus der Erstkonsoldierung bereinigt und in den folgenden Übersichten dargestellt:

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2021 ohne Erstkonsolidierungen 31.12.2020
T€ T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.790 11.576 23.861
II. Sachanlagen 32.436 32.124 29.011
III. Finanzanlagen 69 69 69
83.295 43.769 52.941
B. Umlaufvermögen
L Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.469 22.469 16.585
2. Unfertige Erzeugnisse 2.497 2.247 1.726
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 118.646 108.268 55.259
4. Geleistete Anzahlungen 760 662 365
144.372 133.646 73.935
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.261 37.578 24.673
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.775 27.775 76.130
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.727 13.574 8.968
81.763 78.927 109.771
III. Flüssige Mittel 16.180 12.904 13.894
242.315 225.477 197.600
C. Rechnungsabgrenzungsposten 742 717 545
D. Aktive latente Steuern 5.994 5.994 5.488
332.346 275.957 256.573

Passiva

31.12.2021 31.12.2021 ohne Erstkonsolidierungen 31.12.2020
T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000 10.000 10.000
II. Kapitalrücklage 134.261 134.261 134.261
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 435 435 338
IV. Konzernbilanzverlust -93.655 -99.522 -109.314
51.041 45.174 35.285
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.464 36.464 35.892
2. Steuerrückstellungen 24.241 22.416 67.897
3. Sonstige Rückstellungen 29.188 27.905 30.468
89.893 86.785 134.257
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 0 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.132 1.132 449
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.236 38.908 17.837
0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130.447 87.364 59.776
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.525 14.506 6.680
186.350 141.910 84.742
0
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4 4 5
0
E. Passive latente Steuern 5.058 2.084 2.284
332.346 275.957 256.573
2021 2021 ohne Erstkonsolidierungen 2020
T€ T€ T€
1. Umsatzerlöse 690.613 678.781 539.899
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -837 0 -837 1.571
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.733 15.449 35.474
4. Materialaufwand 408.048 401.038 317.152
5. Personalaufwand 83.433 82.120 73.899
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.974 17.645 19.548
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 163.722 161.714 127.328
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.324 1.324 1.084
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.174 2.173 10.108
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.801 12.931 44.772
11. Ergebnis nach Steuern 15.681 17.098 -14.779
12. Sonstige Steuern 22 20 111
13. Konzernjahresüberschuss /-fehlbetrag 15.659 17.078 -14.890

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung der Dometic Gruppe erfolgte auf der Grundlage der Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Einzelabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften wurden dabei zunächst nach den jeweils maßgeblichen landesüblichen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wurden sodann, soweit erforderlich, auf die einheitlich im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend §§ 300 und 308 HGB angepasst.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt § 275 Abs. 2 HGB.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die handelsrechtlich bis 2009 zulässige Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 HGB a.F. angewendet, durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs oder ihrer erstmaligen Einbeziehung. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Soweit der Unterschiedsbetrag auf einen Geschäfts- oder Firmenwert entfällt, wird dieser im Anlagevermögen ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbungen ab 2010 nach der Neubewertungsmethode des § 301 HGB durch Verrechnung des neubewerteten Eigenkapitals auf den Zeitpunkt der jeweiligen Erstkonsolidierung. Die dabei entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge, die aus den Erwerbsvorgängen selbst resultieren, sind als Firmenwerte erfasst. Dieser Betrag beläuft nach Zugang der Dometic Germany MPS GmbH (vormals Büttner Elektronik GmbH) sowie der Front Runner GmbH zum 31. Dezember 2021 auf EUR 41 Mio. Die Erstkonsoldierung und Ermittlung der Firmewerte erfolgte für beide Gesellschaften auf den 30. Juni 2021, da die Erwerbszeitpunkte und somit der Erwerb der Kontrolle über die Gesellschaften nur unwesentlich vom 30. Juni 2021 abweichen. Der Firmenwert der Dometic Germany MPS GmbH beläuft sich auf EUR 19,4 Mio. und der Firmenwert der Front Runner GmbH auf EUR 3,8 Mio..

Der Firmenwert für die ursprüngliche Dometic-Gruppe wird letztmalig im Jahr 2022 abgeschrieben. Für die ehemaligen WAECO-Gesellschaften beträgt der verbleibende Abschreibungszeitraum 5 Jahre. Im Hinblick auf die kontinuierliche Entwicklung und den Fortbestand des Marktes werden die Firmenwerte über 20 Jahre linear abgeschrieben. Für die Zugänge der Firmenwerte im Jahr 2021 wurde eine Abschreibungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Unsere Schätzung basiert auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen.

Die Beteiligung an der Dometic Middle East FZCO wurde im Konzernabschluss mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 69 bilanziert.

Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind gemäß § 303 HGB gegeneinander verrechnet.

Aus konzerninternen Lieferungen resultierende Zwischenergebnisse im Anlagevermögen und in den Vorräten sind eliminiert (§ 304 HGB).

In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB in vollem Umfang eliminiert.

Gemäß § 306 HGB sind für Abweichungen zwischen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertungen in den Einzelabschlüssen, Abweichungen zwischen HB I und HB II aufgrund von Bewertungsunterschieden sowie ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge, soweit es sich um zeitliche Unterschiede handelt, eine aktive bzw. eine passive latente Steuerabgrenzung vorgenommen worden.

IV. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen außerhalb der Euro-Zone erfolgte bei den Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs. Die Aufwands- und Ertragsposten wurden zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Die dem Konzernabschluss zugrundeliegenden Wechselkurse wesentlicher Währungen sind wie folgt:

am Bilanzstichtag Durchschnittskurse
Währung 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2021 31.12.2020
1 Schweizer Franken (CHF) = 0,96374 € 0,92182 € 0,93112 € 0,93112 €

V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Anlagevermögen

Anschaffungskosten beinhalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Wirtschaftsgüter sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Im Hinblick auf die kontinuierliche Entwicklung und den Fortbestand des Marktes werden die Firmenwerte für die Dometic Gruppe sowie die ehemaligen WAECO-Gesellschaften über 20 Jahre linear abgeschrieben. Für die Zugänge im Jahr 2021 beträgt die Abschreibungsdauer 10 Jahre. Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen beträgt die lineare Abschreibungsdauer überwiegend 3 bis 5 Jahre.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und sofern abnutzbar abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Einzelkosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Den Abschreibungen der Sachanlagen liegen die jeweiligen branchenüblichen, voraussichtlichen Nutzungsdauern und eine lineare Abschreibung zu Grunde. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Bei Gebäuden liegen die durchschnittlichen Nutzungsdauern bei 5 Jahren bis 25 Jahren. Die Nutzungsdauern der anderen Betriebs- und Geschäftsausstattung belaufen sich auf 3 bis 15 Jahre, die der technischen Anlagen auf 6 bis 10 Jahre.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen des Anlagevermögens sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Anlagen im Bau werden zu Herstellungskosten bilanziert, die die unter den Sachanlagen beschriebenen Bestandteile beinhalten.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs.1 Satz 1 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Das ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Im Fall einer vormaligen Abschreibung wird ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht nach dem Niederstwertprinzip eine niedrigere Bewertung vorzunehmen ist.

Roh,- Hilfs,- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis bzw. aus dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert ergibt.

Rechte zur Emission von CO 2 -Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von 0 € erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis der Emissionsrechte unter die Anschaffungskosten gefallen ist.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden unter Verwendung des Plankostenansatzes mit den Planherstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Zur Ermittlung der Ist-Kosten werden entsprechende Korrekturen vorgenommen. Für Risiken in der Lagerhaltung durch überhöhte Lagerdauer oder verminderte Verwertbarkeit sind bei den entsprechenden Erzeugnissen ausreichende Abschläge vorgenommen.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit einem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis bzw. aus dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert ergibt.

Die geleisteten Anzahlungen des Vorratsvermögens sind zum Nennbetrag angesetzt.

Übriges Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - mit Ausnahme der darin enthaltenen Rückdeckungsversicherung - sowie Kassenbestand und Bankguthaben sind zu Nominalwerten bewertet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit ihrem Aktivwert bilanziert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (unverändert 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft zeitanteilige Abgrenzungen von Vorauszahlungen von künftigen Aufwandsposten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Steuern werden unsaldiert angesetzt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Gliederungspunkt "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" erläutert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen ab.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der verwendete Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,31 %) und weicht damit unwesentlich vom Stichtagszins ab. Des Weiteren wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %), ein Rententrend von 1,70 % (Vorjahr: 1,50 %) und eine Fluktuation von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) zugrunde gelegt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum versicherungsmathematischen Aktivwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Die Steuerrückstellungen wurden auf Basis der voraussichtlichen Steuerzahlungen unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme zum Erfüllungsbetrag gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Aus den verursachten Emissionen erwächst die Verpflichtung zur Abgabe der Emissionsrechte. Für die Verpflichtung zur Einreichung von CO 2 -Emissionsrechten bei den zuständigen Behörden wird eine Rückstellung gebildet, die mit dem Bezugspreis der CO 2 -Emissionsrechte in Höhe des Verbrauchs des Geschäftsjahres bilanziert wird.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle bis zum Bilanzstichtag getätigten Einnahmen, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Vorauszahlungen für künftige Zeiträume wurden zeitanteilig abgesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind aufgrund der Laufzeit von weniger als einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages bewertet.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.790 23.861
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.347 489
2. Geschäfts- oder Firmenwert 41.443 23.372
II. Sachanlagen 32.436 29.011
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.220 5.821
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.500 15.605
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.949 4.857
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.767 2.728
III. Finanzanlagen 69 69
Anteile an verbundenen Unternehmen 69 69

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist dem Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - zu entnehmen.

Anteilsbesitz

Die Beteiligungen der Dometic Germany Holding GmbH und der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften gehen aus der folgenden Aufstellung hervor:

lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital in% gehalten von lfd. Nr. Währung Eigenkapital in T-Währung Ergebnis in T-Währung
1 Dometic Germany Holding GmbH, Siegen
2 Dometic GmbH, Siegen *) 100,00 1 EUR 9.923 0
3 Dometic Germany Krautheim, GmbH, Krautheim *) 100,00 1 EUR 4.285 0
4 Dometic Light Systems GmbH, Dillenburg *) 100,00 1 EUR 775 0
5 Dometic Germany GmbH, Emsdetten *) 100,00 1 EUR 21.835 0
6 Dometic Germany MPS GmbH, Neuenkirchen (vormals Büttner Elektronik GmbH) 100,00 1 EUR 6.306 3.677
7 Front Runner GmbH, Hannover 100,00 1 EUR 2.500 -129
8 Dometic Netherlands Holding B.V.,Oosterhout 100,00 5 EUR 26.104 1.812
9 Dometic Middle East FZCO, Dubai 80,00 8 AED 1.384 881
10 Dometic Austria GmbH, Guntramsdorf 100,00 8 EUR 1.742 173
11 Dometic Switzerland AG, Rümlang 100,00 8 CHF 2.292 125
12 Dometic Benelux B.V, Oosterhout 100,00 8 EUR 11.892 1.255
13 Dometic Slovakia s.r.o., Fil'akovo 99,95 2 EUR 19.701 2.261

*) Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dometic Germany Holding GmbH, Siegen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die zu Anschaffungskosten bilanzierten Anteile (80 %) an der Dometic Middle East FZCO. Die Gesellschaft wird aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert.

Vorräte

In den Vorräten sind CO 2 - Emissionszertifikate mit einem Wert von insgesamt T€ 294 enthalten. Dabei wurden unentgeltlich erworbene Zertifikate mit einem Wert von € 0 bewertet. Entgeltlich erworbene Zertifikate wurden entsprechend des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten oder dem Marktpreis bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.261 24.673
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2 12
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.775 76.130
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
davon gegen Gesellschafter 5.946 0
Sonstige Vermögensgegenstände 15.727 8.968
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.066 2.920

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

aus Cash-Pool TEUR 9.330 (Vorjahr TEUR 50.052)

sowie aus dem Leistungs- und Verrechnungsverkehr TEUR 18.445 (Vorjahr TEUR 26.078).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beziehen sich ausschließlich auf abzugsfähige zeitliche Differenzen aus Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen effektiven Steuersätzen der konsolidierten Gesellschaften in einer Spanne von 21% - 32%.

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2020 Zugang Abgang 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 5.488 506 0 5.994

Konzerneigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 10.000 ist voll eingezahlt und entspricht dem der Muttergesellschaft Dometic Germany Holding GmbH.

Die Kapitalrücklage beinhaltet sonstige Zuzahlungen der Gesellschafter gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist als Anlage gesondert dargestellt.

Der Konzernbilanzverlust enthält einen Verlustvortrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 109.314.

Pensionsrückstellungen

Zum 31. Dezember 2021 betragen die Rückstellungen für Pensionen TEUR 36.464 (Vorjahr TEUR 35.892). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 2.618 (Vorjahr TEUR 3.450) und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre, Auswirkungen zum Bilanzstichtag ergaben sich jedoch aufgrund der frei verfügbaren Rücklagen nicht.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 43.447 enthält einen rückgedeckten Teilbetrag in Höhe von TEUR 9.914, von dem die darauf entfallenden fortgeführten Anschaffungskosten (Aktivwerte) der entsprechenden Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 7.013 abgesetzt wurden.

Die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen sind in Höhe von insgesamt TEUR 7.013 (Vj. TEUR 7.090) verpfändet.

Steuerrückstellungen

Das Dometic Group Management hat das Verrechnungspreis-System so harmonisiert, dass entsprechend der organisatorischen Wirklichkeit Dometic Schweden als das Hauptunternehmen der Gruppe agiert. Dieser Reorganisierungs-/Zentralisierungsprozess in der Gruppe begann bereits im Geschäftsjahr 2009 indem das Hauptunternehmen zunehmend die Kontrolle über Funktionen in der Gruppe übernahm.

In der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2012 bis 2015 war insbesondere strittig, zu welchem Zeitpunkt diverse immaterielle Werte und damit verbundene Funktionen, Risiken und Gewinnpotentiale nicht mehr der deutschen Besteuerung unterliegen. Ferner war umstritten, ob die vereinbarten Verrechnungspreise fremdvergleichskonform sind.

Dies betraf die folgenden Organgesellschaften:

Dometic GmbH

Dometic Germany Krautheim GmbH

Dometic Light Systems GmbH

Dometic Germany GmbH

Die genannten Gesellschaften haben dazu mit dem zuständigen Finanzamt im Februar 2021 jeweils eine Einigung mit bindender Wirkung (tatsächliche Verständigung) getroffen. Per 31. Dezember 2020 wurde für die sich hieraus ergebenden Mehrsteuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 53.665 gebildet. Für die steuerlichen Nebenleistungen i.H.v. TEUR 7.449 wurde eine sonstige Rückstellung gebildet. Die im Vorjahr gebildete Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 53.665 wurde im Geschäftsjahr i.H.v. T€ 53.438 bis auf T€ 228 verbraucht.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen, Aufwendungen aus Mitwirkungspflichten im Rahmen von Betriebsprüfungen, sowie ausstehende Rechnungen.

Der Berechnung der Rückstellung für Nachzahlungszinsen aus der Betriebsprüfung, die im Geschäftsjahr 2020 gebildet wurde, lag ein Zinssatz von 6% für Verzinsungszeiträume bis 31.12.2018 und 3% für Verzinsungszeiträume ab 01.01.2019 zugrunde. Mit dem 2. Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung und des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung gilt für Verzinsungszeiträume ab dem 01.01.2019 ein neuer Zinssatz von monatlich 0,15 Prozent (1,8 Prozent p. a.) (§ 238 Abs. 1a AO). Dieser Zinssatz gilt sowohl für Steuernachforderungen als auch für Steuererstattungen. Auf dieser Basis erfolgte eine Neuermittlung der Zinsrückstellung. Die im Vorjahr ermittelten Nachzahlungszinsen in Höhe von TEUR 7.449 reduzierten sich somit um TEUR 1.194 auf TEUR 6.255. Aufgrund der bereits getätigten Zahlungen an die jeweiligen Finanzämter ergeben sich insgesamt per 31.12.2021 eine Überzahlung, die als sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.380 unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst wird.

Alle Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden laufzeitadäquat mit dem von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2021 veröffentlichten Zinssatz von 0,34 % p.a. abgezinst.

In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsrechten mit einem Wert von insgesamt T€ 88 enthalten, die mit dem Bezugspreis der CO 2 -Emissionsrechte bewertet wurden in Höhe des Verbrauchs des Geschäftsjahres.

VERBINDLICHKEITEN

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10 1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.132 449
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.132 449
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.236 17.837
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 40.230 17.837
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 6 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 130.447 59.776
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 75.447 14.186
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 55.000 45.590
- davon gegenüber Gesellschaftern 117.917 48.334
Sonstige Verbindlichkeiten 14.525 6.680
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 14.516 6.680
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 9 0
- davon aus Steuern: 1.089 3.323
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 117 291

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 19.379 (Vorjahr TEUR 14.186)

sowie aus Darlehen in Höhe von TEUR 111.068 (Vorjahr TEUR 45.590).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über 5 Jahre. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte seitens der Lieferanten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beziehen sich ausschließlich auf abzugsfähige zeitliche Differenzen, die im Wesentlichen auf unterschiedliche Abschreibungsdauern im Anlagevermögen zurückzuführen sind. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den unternehmensindividuellen effektiven Steuersätzen der konsolidierten Gesellschaften in einer Spanne von 21% - 32%.

Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2021 sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2021 Zugang Abgang 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR
Passive latente Steuern 2.284 2.774 0 5.058

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG ausgewiesen.

Gesamtumsatz nach Regionen

2021 2020
TEUR TEUR
Deutschland 325.017 239.877
Sonst. Europa 329.983 269.571
Nordamerika 11.644 9.729
Mittel- u. Südamerika 0 1
Mittlerer Osten / Afrika 2.119 1.046
Restliche Welt 21.850 19.675
690.613 539.899

Umsätze nach Marktbereichen

2021 2020
TEUR TEUR
OEM 292.671 220.189
Aftermarket 201.509 150.148
Sonstiges 4.417 11.410
Zwischensumme 498.597 381.747
Umsatz mit Konzerngesellschaften 192.016 158.152
690.613 539.899

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich überwiegend aus weiterberechneten Frachtkosten und sonstige Kosten innerhalb der Dometic Gruppe (TEUR 7.588; Vorjahr TEUR 5.824), Währungskursgewinne (TEUR 1.834; Vorjahr TEUR 1.078), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.671; Vorjahr TEUR 1.163), weiterberechnete Kosten Dritte (TEUR 158; Vorjahr TEUR 332) sowie sonstige Erträge (TEUR 3.319; Vorjahr TEUR 1.731). Im Vorjahr waren darüber hinaus Erträge aus Sale-and-Lease-Back Transaktionen in Höhe von TEUR 26.153 enthalten. Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.752 (Vorjahr TEUR 21.324).

Materialaufwand

Der Posten setzt sich wie folg zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 381.472 299.124
Aufwendungen für bezogene Leistungen 26.576 18.028
408.048 317.152

Personalaufwand

Der Posten setzt sich wie folg zusammen:

2021 2020
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 67.890 60.059
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 15.543 13.840
- davon Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung TEUR 2.037 (Vorjahr TEUR 2.709)
83.433 73.899

Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten weder im Vorjahr noch im laufenden Jahr außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Konzernumlagen, Frachtkosten, Kundendienst- und Garantieleistungen, Werbe- und Messekosten, Kursverluste, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Raum- und Gebäudekosten, sonstige Fertigungskosten sowie sonstige Aufwendungen enthalten. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in geringem Umfang. Ferner sind in der Position Währungsverluste in Höhe von TEUR 2.243 (Vorjahr TEUR 1.866) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2021 2020
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.519 1.084
- davon aus verbundenen Unternehmen 999 849

Aus der Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB resultieren Zinserträge in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 167) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 56).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2021 2020
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.174 10.108
- davon an verbundene Unternehmen 1.148 1.709

Der Zinsaufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen von TEUR 947 (Vorjahr: TEUR 671) ist mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen von TEUR 121 (Vorjahr TEUR 289) verrechnet worden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2021 2020
TEUR TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.801 44.772
- davon Steuern aus periodenfremdem Aufwand für Vorjahre 3.876 28.760

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steueraufwendungen und Steuererträge aus den nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahresabschlüssen der in- und ausländischen Gesellschaften des Konzerns. Die Steuern enthalten einen periodenfremden Aufwand für Vorjahre in Höhe von TEUR 3.876 (Vorjahr Ertrag TEUR 28.760), sowie Erträge aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 700 (Vorjahr: Ertrag TEUR 3.766). Die inländischen Steuern betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer, inklusive Rückstellungszuführung für laufende Betriebsprüfungen.

Beträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Der vorliegende Jahresabschluss beinhaltet die folgenden Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung:

Zinserträge

• Zinserträge aus einer Forderung für Erstattungszinsen aus der Betriebsprüfung 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 1.195 (Vorjahr TEUR 0)

VIII. Ergänzende Hinweise zur Bilanz

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 44.758 (Vorjahr TEUR 30.791). Sie gliedern sich nach Fristigkeit wie folgt:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Fälligkeit Folgejahr 8.510 4.969
Fälligkeit innerhalb 2 - 5 Jahren 28.083 18.745
Fälligkeit nach 5 Jahren 8.165 7.077
44.758 30.791

Für Invenstitionsgüterbestellungen besteht ein Obligo von TEUR 646.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen zum 31.12.2021 nicht.

Die Leasing- und Mietverträge betreffen Grundstücke und die aufstehenden Gebäude, den Fuhrpark sowie Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

IX. Sonstige Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen dar, die einen Konzernabschluss aufstellen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Siegen erhältlich und wird im Bundesanzeiger elektronisch bekannt gemacht.

Alleiniger Gesellschafter der Obergesellschaft des Teilkonzerns ist die Dometic Sweden AB, Solna/Schweden.

Die Dometic Group AB (publ), Schweden, stellt für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen einen Konzernabschluss zum 31.12.2021 auf. Dieser Abschluss wird in Schweden veröffentlicht.

Für die folgenden Tochterunternehmen, bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB durch Verzicht auf die Aufstellung eines Lageberichtes sowie Verzicht auf die Prüfung der Jahresabschlusses und Verzicht auf die Offenlegung teilweise Gebrauch gemacht:

Dometic GmbH

Dometic Germany Krautheim GmbH

Dometic Light Systems GmbH

Dometic Germany GmbH

Dometic Germany MPS GmbH

Front Runner GmbH

Da nur ein Geschäftsführer von der deutschen Konzernobergesellschaft im Berichtsjahr Bezüge erhielt, haben wir in analoger Anwendung die Schutzvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen und auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.252 auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungshonorare

Prüfungshonorare des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 287. Hiervon entfallen TEUR 271 auf die Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 16 auf sonstige Leistungen.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch Herrn Henrik Bøggild, Düsseldorf, Kaufmann (bis zum 31. August 2022) wahrgenommen.

Mit Wirkung vom 31. August 2022 hat Herr Michael Dannberg die Geschäftsführung übernommen.

Beschäftigte

Im Konzern waren im Durchschnitt folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 838 792
Angestellte 565 506
1.403 1.298

Aus der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften Dometic Germany MPS GmbH (vormals: Büttner Elektronik GmbH) sowie Front Runner GmbH erhöhte sich die Anzahl der gewerblichen Arbeitnehmer um 0 und Angestellten um 40.

Zum Jahresende betrug der Mitarbeiterstand:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 838 810
Angestellte 568 512
1.406 1.322

Nachtragsbericht

Für das Tochterunternehmen Dometic GmbH, Siegen, wurde im Juli 2022 beschlossen, die Produktion am Standort Siegen zu schließen. Dieser Vorgang stellt ein wertbegründendes Ereignis des Geschäftsjahres 2022 dar. Es ergeben sich daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. den vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021. Für das Geschäftsjahr 2022 wird aufgrund der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes Siegen und dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Dometic GmbH mit einer deutlichen Ergebnisbelastung der Dometic Germany Holding GmbH durch die zu erwartende Verlustübernahme gerechnet. Dennoch erwartet die Dometic Germany Holding GmbH für das kommende Geschäftsjahr 2022 weiterhin ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern.

Die unverändert andauende Ukraine-Krise hat keine unmittelbaren Auswirken auf die Gesellschaft gehabt. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften beziehen weder Waren noch Rohstoffe aus der Ukraine bzw. beliefern ukrainische Kunden. Mittelbar können sich negativen Auswirkungen auf die deutsche Dometic Gruppe in Form von gestörten Lieferketten, Preissteigerungen sowie einer geschmälerten Kaufkraft ergeben. Bisher ergeben sich jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, bzw. die zukünftigen Auswirkungen lassen sich nicht abschließend einschätzen.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Siegen, den 30. November 2022

Dometic Germany Holding GmbH

Michael Danneberg

Anlagenspiegel

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.195 9.874 119 -4 19.946
2. Geschäfts- oder Firmenwert 244.894 31.830 0 0 276.724
255.089 41.704 119 -4 296.670
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, gründstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.625 146 0 379 10.150
2. Technische Anlagen und Maschinen 83.597 3.793 5.406 1.264 83.248
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.011 878 2.191 760 27.458
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.728 4.067 6 -2.022 4.767
123.961 8.884 7.603 381 125.623
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 69 0 0 0 69
69 0 0 0 69
379.119 50.588 7.722 377 422.362
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Abschreibungen kumuliert 31.12.2021
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.706 1.015 118 -4 10.599
2. Geschäfts- oder Firmenwert 221.522 13.759 0 0 235.281
231.228 14.774 118 -4 245.880
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, gründstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.804 404 0 -278 3.930
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.992 3.495 5.170 1.431 67.748
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.154 1.301 2.174 -772 21.509
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
94.950 5.200 7.344 381 93.187
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0
0 0 0 0 0
326.178 19.974 7.462 377 339.067
Restbuchwerte
31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.347 489
2. Geschäfts- oder Firmenwert 41.443 23.372
50.790 23.861
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, gründstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.220 5.821
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.500 15.605
3. Andere Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.949 4.857
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.767 2.728
32.436 29.011
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 69 69
69 69
83.295 52.941

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
T Euro T Euro
Periodenergebnis 15.659 -14.890
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 19.974 19.548
Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen(+)/Erträge (-) 244 1.974
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 708 -224
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -53 0
Zuschreibungen (-) / Abschreibungen (+) auf Finanzanlagen 0 -31.071
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 -43.132 12.198
0
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 39.338 -20.668
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 850 9.025
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 13.801 44.772
Saldo Ertragsteuerzahlungen (+/-) -59.670 -8.182
=Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -12.280 12.482
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögen (+) 0 336
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -188 -888
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögen (+) 116 52.458
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -7.566 -5.007
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis (-) -45.910 0
Erhaltene Zinsen (+) 619 1.084
=Cashflow aus der Investitionstätigkeit -52.929 47.983
Gezahlte Zinsen (-) -1.108 -1.755
Erhöhung (+)/Rückzahlung (-) Darlehen Konzern 65.498 -50.000
=Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 64.390 -51.755
Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel -819 8.710
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 43 2
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 3.063 0
Finanzmittel am Anfang der Periode (+) 13.894 5.182
= Finanzmittel am Ende der Periode 16.180 13.894

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbestand und kurzfristigen Bankguthaben zusammen. Es bestehen keine Verfügungsbeschränkungen.

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss /- fehlbetrag
T€ T€ T€ T€
Stand am 31.12.2019 10.000 134.261 -71.307 -23.117
Verlustvortrag -23.117 23.117
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Konzernjahresfehlbetrag 2020 -14.890
Stand am 31.12.2020 10.000 134.261 -94.424 -14.890
Verlustvortrag -14.890 14.890
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Konzernjahresfehlbetrag 2021 15.659
Stand am 31.12.2021 10.000 134.261 -109.314 15.659
Konzernbilanzverlust Währungsausgleichsposten Konzerneigenkapital
T€ T€ T€
Stand am 31.12.2019 -94.424 331 50.168
Verlustvortrag 0
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 7 7
Konzernjahresfehlbetrag 2020 -14.890 -14.890
Stand am 31.12.2020 -109.314 338 35.285
Verlustvortrag 0
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen 97 97
Konzernjahresfehlbetrag 2021 15.659 15.659
Stand am 31.12.2021 -93.655 435 51.041

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter beträgt wie im Vorjahr weniger als T€ 1.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dometic Germany Holding GmbH, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dometic Germany Holding GmbH, Siegen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dometic Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 27. Januar 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Linscheidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Benjamin Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.