Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 7512
Eingetragen
25.4.2006
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenGroßhandel mit Sanitärkeramik
Gegenstand
Im- und Export von Leuchten aller Art

Historie

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Management

NameRolle
Thorben Grothaus
seit 2.6.2023
Prokura
Philipp Müller
seit 13.1.2020
Prokura
Ralf Stahlhut
seit 21.4.2011
Geschäftsführer
Bernd Müller
seit 25.4.2006
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reality Leuchten GmbH

Arnsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

Gegenstand der Gesellschaft ist unverändert zum Vorjahr der Handel von Wohnraumleuchten, insbesondere für den Möbel- und Leuchtenfachhandel. Die Geschäftstätigkeit erfolgt unverändert in gemieteten Räumen in Arnsberg.

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der TRIO Leuchten GmbH, die sich durch Gesellschafterwechsel ab 1.1.2011 vom Großkonzern Philips löste. Durch diesen Wechsel löste sich die Gesellschaft gleichzeitig von den eingeführten Konzernstrukturen. Die Auflösung aller Verflechtungen zum Großkonzern erfolgte im laufenden Geschäftsjahr und endete planmäßig insgesamt zum 31.12.2011. Die umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen zur Muttergesellschaft TRIO Leuchten GmbH bleiben bestehen.

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

A.1 Entwicklung von Branchen und Gesamtwirtschaft

Das gesamtwirtschaftliche Klima in unserem Hauptabsatzmarkt Deutschland erholte sich nach dem Einbruch infolge der Wirtschafs- und Finanzkrise, die im Krisenjahr 2009 ihren Höhepunkt fand mit einem negativen Wirtschaftswachstum von 4,7 %. 2010 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 %, im Jahr 2011 um 3 %.

Die im Leuchten Markt stattfindenden Strukturveränderungen - hin zu energieeffizienten Sparlampen und LED - verursachen einen wichtigen Wachstumsimpuls in der Branche. Mit der Abschaffung der herkömmlichen Glühbirne, deren Produktion in einem Mehrjahresstufenplan verboten wird, stellt sich der Markt auf angemessene Ersatz-Leuchtmittel um. Die Auswirkung wird sich vor allem bei den privaten Haushalten (Wohnraumleuchten) zeigen, denn diese haben die Bestandsmehrheit an herkömmlichen Glühbirnen. Die neueste Entwicklung auf dem Leuchtmittel-Markt sind unbestritten die kleinen LEDs, die sich zu einer Alternative als Leuchtmittel in der allgemeinen Beleuchtungstechnik entwickeln.

A.2 Beschaffung

Der Großteil der Produkte wird unverändert von Lieferanten aus Fernost auf US-Dollarbasis bezogen. Insoweit hängt die Wareneinsatzquote entscheidend von der Entwicklung des Dollarkurses sowie der Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt ab. Durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte wird versucht dem Währungsrisiko entgegenzusteuern.

B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

B.1 Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Ertragslage des Unternehmens deutlich verbessert. Diese außergewöhnliche Verbesserung findet ihre Ursache in der Ablösung der Muttergesellschaft vom Großkonzern. Durch die dadurch veränderten Strukturen des Unternehmens entfallen insbesondere die Konzernumlagekosten, die dem Unternehmen während der Zugehörigkeit zum Großkonzern belastet wurden. Die nach Ablösung vom Konzern von der Gesellschaft wieder selbst zu verrechnenden Leistungen liegen deutlich unter den eingeforderten Umlagekosten des Konzerns. Eine Vergleichbarkeit des Jahresergebnisses zum Vorjahr ist daher nur bedingt aussagefähig. Die vollständige Entflechtung vom Konzern während des lfd. Geschäftsjahres 2011 verursachte Kosten, teilweise wurden Kosten eingespart. Zusätzlich wurde im Kalenderjahr 2011 die Verrechnung der Kosten zwischen der Gesellschaft und der TRIO Leuchten GmbH angepasst.

Im Geschäftsjahr konnte das Rohergebnis um 36,5 % Punkte verbessert werden. Die Gesellschaft konnte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Sinkende Frachtraten und ein geringerer Wareneinsatz aufgrund von günstigeren Währungskursen führten zum Rückgang der Wareneinsatzquote, die zur Verbesserung des Rohergebnisses geführt hat. Durch die Strukturveränderungen im Geschäftsjahr wurde die Weiterberechnung der Kosten von der TRIO Leuchten GmbH an die Gesellschaft angepasst. Zu der Veränderung der Abrechnungsmethode im Frachtkostenbereich erfolgten zusätzliche Belastungen gegenüber dem Vorjahr, die zur Erhöhung des ausgewiesenen Betriebsaufwandes führen. Hauptsächlich bei den ausgewiesenen Kosten des Betriebsergebnisses lassen sich Auswirkungen der nur bedingten Vergleichbarkeit zum Vorjahr (wegen der Ablösung der Gesellschaft vom Philips Konzern, sowie der direkteren Belastung der Kosten von der Muttergesellschaft) nicht vermeiden.

Im Geschäftsjahr 2011 wird ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 1.333 gegenüber im Vorjahr negativ EUR 229 ausgewiesen. Der bestehende Gewinnabführungsvertrag zwischen TRIO Leuchten GmbH und Reality Leuchten GmbH wurde beibehalten.

B. 2 Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 2.112 auf TEUR 7.312 gestiegen.

Entsprechend der gestiegenen Gesamtleistung erhöhte sich der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen.

Durch Ablösung vom Konzern wurde das bestehende Cash-Pool-Verfahren beendet, folglich erhöhte sich der Bestand an flüssigen Mitteln im Geschäftsjahr um TEUR 1.691. Aufgrund der US-Dollar-Entwicklung kam es im Geschäftsjahr zu einem Preisanstieg der bezogenen Waren. Insgesamt veränderte sich zum Bilanzstichtag das ausgewiesene Vorratsvermögen unwesentlich von TEUR 2.819 auf TEUR 2.828.

Das Eigenkapital per 31.12.2011 beträgt 57,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr 81,1 %).

Die kurzfristigen Rückstellungen, mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr, betragen insgesamt TEUR 454 bzw. 6,2 % der Bilanzsumme. Insbesondere betreffen die Rückstellungen kundenbezogenen Verpflichtungen wie Boni, Retouren, Skonti, Werbekosten, Präsentationen u.ä. (TEUR 383) sowie sonstige Kosten für Personal, Prozesse und Jahresabschluss (TEUR 71).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr durch geändertes Zahlungsverhalten gestiegen. Wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das positive Jahresergebnis 2011 (Vorjahr negativ) an die Muttergesellschaft abgeführt, dadurch erhöhte sich i.W. die Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern insgesamt auf TEUR 1.271 gegenüber dem Vorjahr TEUR 45.

B.3 Finanzlage

Investitionen und Finanzierung

Alle finanziellen Verpflichtungen wurden aus den Mitteln der laufenden Geschäftstätigkeit erfüllt.

Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.800. Dem stehen negative Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeiten gegenüber, so dass der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag TEUR 1.698 beträgt. Da das Finanzmanagement im Vorjahr durch die Konzernobergesellschaft in Form der "Zero-Balancing" Methode geführt wurde standen der Gesellschaft keine eigenen flüssigen Mittel zur Verfügung. Zu Beginn des Geschäftsjahres bestand der Finanzmittelfonds lediglich in Höhe von TEUR 7 und verbesserte sich bis zum Ende des Geschäftsjahres um TEUR 1.691.

C. Voraussichtliche Entwicklung incl. wesentlicher Chancen und Risiken

Soweit der Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzlich Unsicherheit bei den Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ereignisse.

C.1 Risikobericht

Aufgrund des Wareneinkaufs in Fernost ist das Ergebnis seit Bestehen der Firma maßgeblich von der Entwicklung des US-Dollarkurses abhängig, wobei die von der Gesellschaft abgeschlossenen Kurssicherungsgeschäfte bei der Hausbank zur Einschränkung des Währungsrisikos führen sollen. Zusätzlich sind zunehmend Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt zu verzeichnen, Gleichzeitig stehen die Verkaufspreise am Absatzmarkt unverändert erheblich unter Druck.

Konkrete Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Alle bekannten bilanziellen Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

Die sich aus der allgemeinen Wirtschaftslage ergebenen Risiken und Maßnahmen, sowie die langfristigen Währungsentwicklungen, sind in ihrer Auswirkung nicht absehbar.

C.2 Prognosebericht

1.Chancen

Wir sind bei den bedeutenden deutschen Einkaufsverbänden und Möbelhäusern als Lieferant gelistet und beliefern diese seit einigen Jahren. Durch die Ablösung vom Konzern können wir durch erhöhte Flexibilität auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden besser eingehen und durch innovative Produkte die Präsenz im Markt weiter festigen und ausbauen.

2. Voraussichtliche Entwicklung

Durch steigende Auftragseingänge und Umsatzentwicklungen erwarten wir eine Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr.

Durch steigende Einkaufspreise und Bezugskosten wird prozentual jedoch für 2012 mit erhöhtem Materialeinsatz, bezogen auf den Umsatz gerechnet. Unverändert wird der Wareneinsatz und damit das Rohergebnis von der US-Dollar-Entwicklung beeinflusst. Durch wirtschaftlich vertretbare Kurssicherungsgeschäfte wird weiterhin versucht, diesen Einfluss zu begrenzen.

Die Umlagekosten für den Verwaltungsbereich werden sich planmäßig erhöhen. Die Kosten im Bereich der Werbung werden durch die Intensivierung der Kundenbetreuung zunehmen, da der Verdrängungswettbewerb im Leuchtenmarkt unverändert stark ist.

Insgesamt gehen wir von einem positiven Jahresergebnis für 2012 aus, das jedoch deutlich unter dem Jahresergebnis 2011 liegt. Für die Folgejahre erwarten wir eine dynamische Marktentwicklung in Richtung energieeffizienter Leuchten. Da wir in diesem Bereich gut aufgestellt sind wird mit einer Umsatzsteigerung gerechnet, die insbesondere die steigenden Kosten auffangen wird um weiterhin positive Jahresergebnisse zu erzielen.

D. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Arnsberg, 12. Dezember 2012

Bernd Müller, Geschäftsführer

Ralf Stahlhut, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 439.896,00 487.086,00
II. Sachanlagen 2.681,00 1.752,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.828.537,80 2.818.812,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.339.812,12 1.885.369,53
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.697.822,58 7.316,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.502,78 0,00
7.312.252,28 5.200.336,48

PASSIVA

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.330.192,57 3.330.192,57
III. Gewinnvortrag 861.196,46 861.196,46
4.216.389,03 4.216.389,03
B. Rückstellungen 454.000,00 278.590,61
C. Verbindlichkeiten 2.641.863,25 705.356,84
7.312.252,28 5.200.336,48

Gewinn- und Verlustrechnung

2011
EUR
2010
EUR
1. Rohergebnis 3.083.193,36 1.440.844,33
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 48.312,00 - 48.425,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.703.767,03 - 1.389.845,71
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.339,72 419,77
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 71,83 - 3.223,23
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.333.382,22 - 229,84
7. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 229,84
8. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen - 1.333.382,22 0,00
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde gem. den Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie ergänzender Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Während der Zugehörigkeit über die Muttergesellschaft zum Philips Konzern wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Die Zugehörigkeit zum Großkonzern wurde durch die Veräußerung der Muttergesellschaft TRIO Leuchten GmbH per 1.1.2011 beendet.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden zutreffend in Anspruch genommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Der Firmenwert wird über 15 Jahre abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden teils degressiv, teils linear auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verrechnet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis jeweils EUR 410,00 Einzelwert werden im Berichtsjahr in voller Höhe abgeschrieben, gleichzeitig wird ihr Ausscheiden aus dem Betriebsvermögen unterstellt. Die in den Vorjahren gebildete Sammelposition für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird entsprechend der steuerlichen Vorschriften mit 20 % linear abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden Wertabschläge für Schlechtgängigkeit auf der Basis einer Altersstrukturbetrachtung sowie Wertabschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen soweit erforderlich.

Der Ausweis der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird für das latente Ausfall- Zins- und Kostenrisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % des Forderungsbestandes in Abzug gebracht.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume anteilig abgegrenzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von größer 1 Jahr werden gem. § 253 HGB abgezinst.

Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt in Höhe der Erfüllungsbeträge.

Währungsumrechnungen

Die Gesellschaft bezieht die Handelswaren überwiegend von Lieferanten, die in US-Dollar fakturieren. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gem. § 254 HGB Gebrauch und bildet Bewertungseinheiten für bestehende und zukünftige Fremdwährungsverbindlichkeiten als Grundgeschäfte und Fremdwährungstermin-kontrakte als Sicherungsgeschäfte. Zum Stichtag bestanden bei einem Kreditinstitut offene Fremdwährungskontrakte als Sicherungsgeschäfte in Höhe von 3,8 Mio. USD. Davon entfallen 1,5 Mio. USD auf bestehende Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die darüber hinaus abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte dienen der Absicherung der zukünftigen Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die Fremdwährungsterminkontrakte dienen der Kurssicherung und somit dem Schutz vor Währungsschwankungen.

Sofern nicht besicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen, werden diese gem. § 256a HGB bei einer Laufzeit von unter einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen nicht.

II. Angaben zu einzelnen Positionen des Jahresabschlusses

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel gem. § 268 HGB (Darstellung nach der direkten Bruttomethode).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3,8 ausgewiesen.Zum 31.12.2010 bestanden Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 57.

3. Kapital

Gem. § 283 HGB wird das gezeichnete Kapital zum Nennwert ausgewiesen.

Die Gesellschaft ist über einen Gewinnabführungsvertrag an die herrschende Gesellschafterin angebunden.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.271.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft nimmt Leistungen ihrer Muttergesellschaft in Anspruch, die im Umlageverfahren belastet werden. Die berechneten Kosten sind beim Materialaufwand unter den bezogenen Leistungen für Löhne und Gehälter ausgewiesen sowie unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind nicht angefallen.

III. Sonstige Angaben

1. Finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für alle bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche eines Kreditinstitutes aus deren Geschäftsverbindung, die gegenüber der Gesellschaft, dem Gesellschafter und dem Geschäftsführer B. Müller bestehen, sind an Sicherheiten gestellt:

Globalabtretungen sämtlicher Kundenforderungen incl. Zentralregulierungsabkommen, Sicherungsübereignungen des Warenlagers und der importierten Waren, Raumsicherungsübereignung der Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschaft in Höhe von 10 Mio. EUR. Mit einer Inanspruchnahme ist zum Bilanzstichtag nicht zu rechnen.

2. Mitarbeiter

Personalkosten werden der Gesellschaft im Umlageverfahren von der Muttergesellschaft berechnet. Die Geschäftsführer erhalten keine Vergütung.

3. Geschäftsführung im Berichtsjahr:

 

Bernd Müller,

einzelvertretungsberechtigt

 

Ralf Stahlhut,

Vertretung gemeinsam mit einem Geschäftsführer

oder Prokuristen

 

Arnsberg, 12. Dezember 2012

Bernd Müller, Geschäftsführer

Ralf Stahlhut, Geschäftsführer

Datum der Feststellung: 21. Dezember 2012

Bescheinigung und Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Reality Leuchten GmbH, Arnsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Iserlohn, 21. Dezember 2012

NAUST HUNECKE und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Ökonom Ralf Kaufmann, vereidigter Buchprüfer

Dipl.-Ökonom Ole Bogena, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.499,00 0,00 0,00 1.499,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 700.000,00 0,00 0,00 700.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 701.499,00 0,00 0,00 701.499,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.293,33 2.051,00 400,00 10.944,33
Summe Sachanlagen 9.293,33 2.051,00 400,00 10.944,33
Anlagevermögen -gesamt- 710.792,33 2.051,00 400,00 712.443,33
kumulierte Abschreibungen
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 417,00 500,00 0,00 917,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 213.996,00 46.690,00 0,00 260.686,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 214.413,00 47.190,00 0,00 261.603,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.541,33 1.122,00 400,00 8.263,33
Summe Sachanlagen 7.541,33 1.122,00 400,00 8.263,33
Anlagevermögen -gesamt- 221.954,33 48.312,00 400,00 269.866,33
Buchwerte
31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 582,00 1.082,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 439.314,00 486.004,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 439.896,00 487.086,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.681,00 1.752,00
Summe Sachanlagen 2.681,00 1.752,00
Anlagevermögen -gesamt- 442.577,00 488.838,00

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