North Sea Group Germany GmbHLiquidiert

Riswicker Straße 85, 47533 Kleve, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 15899
Vorher
North Sea Petroleum GmbH
Eingetragen
21.10.2008
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Handel mit Mineralölprodukten

Historie

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Management

NameRolle
Hendrik Wolthaus
seit 3.12.2012
Prokura
Ludger van Ackeren
seit 3.12.2012
Geschäftsführer
Cornelis den Ouden
seit 24.2.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Argos Supply Trading B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Argos Supply Trading B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

North Sea Group Germany GmbH

Neuss (vormals: Bietigheim-Bissingen)

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2009

 

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der North Sea Petroleum GmbH, Bietigheim-Bissingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht unter B.2. Vermögens- und Finanzlage hin. Dort führt die Geschäftsführung aus, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 aufgrund des Fehlbetrages und der geringen Eigenkapitalausstattung zwar bilanziell überschuldet ist, eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn jedoch nicht vorliegt, da die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist. Im Hinblick auf die geringe Eigenkapitalausstattung hat zudem die Muttergesellschaft der North Sea Petroleum GmbH am 20. Januar 2010 hinsichtlich eines Betrages von TEUR 900 ihrer Forderungen eine Rangrücktrittserklärung abgegeben.

 

Stuttgart, 19. November 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Dyck, Wirtschaftsprüfer

Wittmann, Wirtschaftsprüfer

  

Bilanz
zum 31. Dezember 2009

Aktiva


EUR

EUR
31.12.2008
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und ähnliche Rechte 28.597,00 25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.486,00 26
56.083,00 51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 5.519.889,09 6.934
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.330.519,17 39.968
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.301.060,21 418
3. Sonstige Vermögensgegenstände 250.912,71 35
20.882.492,09 40.421
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.561.277,01 18.639
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.450,00 24
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 862.446,99 0
33.910.638,18 66.069

Passiva


EUR

EUR
31.12.2008
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 193.959,96 0
III. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) - 1.081.406,95 194
- 862.446,99 219
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 862.446,99 0
0,00 219
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 0
2. Sonstige Rückstellungen 561.188,52 744
561.188,52 744
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 730
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.937.931,35 7.657
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.425.279,20 41.551
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.986.239,11 15.168
33.349.449,66 65.106
33.910.638,18 66.069

  

Gewinn- und Verlustrechnung
für 2009


EUR

EUR
17.9. bis 31.12.2008
TEUR
1. Umsatzerlöse 519.817.984,29 130.680
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.363.968,54 21
523.181.952,83 130.701
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 390.560.033,64 109.300
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 389.168,91 109
b) Soziale Abgaben 58.872,40 11
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.685,97 5
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.170.360,20 630
396.194.121,12 110.055
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 466.659,77 299
- 466.659,77 - 299
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 126.521.171,94 20.347
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 45.810,00 95
10. Sonstige Steuern 127.648.388,89 20.058
127.602.578,89 20.153
11. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) - 1.081.406,95 194

  

Anhang
für 2009

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264a ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Vorjahr ergab sich ein Rumpfgeschäftsjahr vom 17. September bis zum 31. Dezember 2008. Die Vorjahresangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung sind daher nicht vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (lineare Methode) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs einem Sammelposten zugewiesen und entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Dazu werden die Werte im Rahmen des gewogenen Durchschnittswertverfahrens unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bewertung der durch Verkaufskontrakte gedeckten Bestände erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren vertraglichen Verkaufserlösen. Die Bewertung der durch Verkaufskontrakte nicht gedeckten Mengen erfolgt nach dem Niederstwertprinzip entsprechend den Vorschriften des § 253 HGB zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Marktwert am Bilanzstichtag. Allen erkennbaren Risiken wurde Rechnung getragen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Form einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen keine.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem Kurs des Entstehungszeitpunktes bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr mit dem aktuellen Stichtagskurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.331 39.968
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.301 418
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.616 365
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 251 35
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
20.883 40.421

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber Gesellschaftern.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind abgegrenzte Kosten für Bankbürgschaften (Vj. und Versicherungsprämien).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 25 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Wiederauffüllverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Personalverpflichtungen und Kosten des Jahresabschlusses gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Unter den Verbindlichkeiten sind keine Beträge, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

31.12.2009 31.12.2008

Restlaufzeit
gesichert
mit

Gesamt
Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0 730 730
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.938 0 0 8.938 7.657 7.657
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.425 0 0 21.425 41.551 41.551
davon aus Lieferungen und Leistungen 3.048 0 0 3.048 41.551 41.551
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.986 0 0 2.986 15.168 15.168
33.349 0 0 33.349 65.106 65.106

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 2.898 (Vj. TEUR 41.551).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 3.048 (Vj. TEUR 1.317) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 1.014 (Vj. TEUR 935) sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten aus Miet- und Leasingverträgen.

Die Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge enden zwischen dem 31. Mai 2010 und 31. Dezember 2013.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2009 17.9. - 31.12.2008
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
Heizöl 282.113 54,3 107.677 82,4
Diesel 235.837 45,4 22.598 17,3
Sonstiges 1.868 0,3 405 0,3
519.818 100,0 130.680 100,0

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend weiterberechnete Kostenumlagen an die North Sea Petroleum B.V. und Erträge aus Kursdifferenzen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft ausschließlich Aufwendungen für die bezogenen Waren und die Anschaffungsnebenkosten.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen ausschließlich Aufwendungen für die Energiesteuer.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

 

Herr Michael Güll - Groß- und Außenhandelskaufmann (bis 10. November 2009, mit Wirkung zum 31. Dezember 2009)

 

Herr Walter Rog - Kaufmann

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB belief sich auf TEUR 25 und umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB abgeschlossen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es lagen keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte im Abschlusszeitraum vor.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 8 (Vj. 7) Angestellte beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der NSP Beheer B.V., Winterswijk, Niederlande, einbezogen. Oberste Muttergesellschaft ist die Reggeborgh Fundatie B.V. mit Sitz in Rijssen, Niederlanden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.081.406,95 mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 193.959,96 zu verrechnen und den Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bietigheim-Bissingen, 19. November 2010

North Sea Petroleum GmbH

Walter Rog, Geschäftsführer

  

Entwicklung des Anlagevermögens
für 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und ähnliche Rechte 25.980,95 10.655,80 0,00 36.636,75
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung 29.427,44 10.336,17 0,00 39.763,61
55.408,39 20.991,97 0,00 76.400,36
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und ähnliche Rechte 1.300,95 6.738,80 0,00 8.039,75
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung 3.330,44 8.947,17 0,00 12.277,61
4.631,39 15.685,97 0,00 20.317,36
Buchwerte
31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software und ähnliche Rechte 28.597,00 24.680,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung 27.486,00 26.097,00
56.083,00 50.777,00

  

Lagebericht
für 2009

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Markt- und Branchensituation

Während das Jahr 2009 für große Teile der Welt als das schlechteste Jahr seit der Weltwirtschaftskrise gesehen wird, ist ein Kollaps des gesamten Weltfinanzsystems durch beispiellose und globale Anstrengungen erfolgreich verhindert worden.

Das Jahr hat mit einigen positiven Zeichen geendet, die nach der schwierigen Phase wieder Wachstumssignale erkennen lassen. Die Kapital- und Warenmärkte zeigten auch einige Zeichen einer Erholung. Jedoch wird der Weg bis zur vollständigen Erholung der Märkte noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise war im Anschluss an den drastischen Auftrags- und Umsatzrückgang in anderen Branchen, der auch bereits im vorherigen Jahr zu sehen war, das Jahr 2009 auch ein schwieriges Jahr für die globale Ölnachfrage. Leider hatte diese Situation auch einen negativen Einfluss für unsere Gesellschaft.

2. Geschäftsverlauf

Am 15. Januar 2009 haben die Van der Sluijs Groep Holding B.V. und FNR+ Holding B.V. fusioniert. Die beiden Unternehmen wurden im Zuge der Fusion in der North Sea Petroleum Holding B.V. vereinigt.

Die neue Struktur verschafft der NSP-Gruppe weitere Möglichkeiten für den Ausbau der Aktivitäten in Deutschland beispielsweise durch Integration mit bestehenden Aktivitäten der Van der Sluijs Group in Deutschland.

Der Hauptlieferant der North Sea Petroleum GmbH ist die Muttergesellschaft North Sea Petroleum B.V. Die Gesellschaft und ihre wesentlichen Aktivitäten werden von Bietigheim-Bissingen aus geführt. Die von den Lagerhaltern angemieteten Depots wurden im Verlauf des Jahres von 9 auf 14 erweitert.

Verkauft werden im Wesentlichen 2 Produktgruppen, Dieselkraftstoff sowie Heizöl. Wesentliche Kunden sind Großhandelskunden, Speditionen und Unternehmen der Mineralölweiterverarbeitung, die durch Tanklager- und Schiffsverkäufe bedient werden.

Anfang des Jahres 2009 bestand eine hohe Nachfrage durch die Kunden, was im Speziellen durch den kalten Winter 2008/2009 beeinflusst war. Bedingt durch die hohe Nachfrage waren entsprechende positive Ergebnisbeiträge zu Beginn des Jahres 2009 noch möglich.

Wie auch in anderen Branchen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise mit einer gewissen Zeitverzögerung auch unsere Branche beeinflusst und spürbare Auswirkungen auf die Nachfrage sowie das Ergebnis ab Mitte des Jahres 2009 hinterlassen.

Bedingt durch diese Markteinflüsse war es im Geschäftsjahr 2009 nicht immer möglich sämtliche Transaktionen mit profitablen Preisen abzuschließen; der Preisdruck wurde zusätzlich neben der allgemeinen Marktentwicklung durch die bestehende Überkapazität der Raffinerien in Deutschland weiter verschärft.

Eine im Jahr 2009 sinkende Nachfrage der Kunden war auch das Ergebnis der im Jahr 2008 bis Anfang des Jahres 2009 aufgebauten hohen Vorratsbestände. Unsere Kunden haben wegen eigenem Nachfragerückgang und der Erwartung sinkender Preise aus den vorhandenen Beständen abverkauft. Eine Neueindeckung der von den Kunden verkauften Bestände hat wegen dieser Erwartungshaltungen nicht stattgefunden. Die dargestellten Entwicklungen haben im Zusammenhang mit den vorhandenen Fixkosten ab Mitte des Jahres 2009 das Ergebnis negativ beeinflusst.

In 2009 haben wir auf Anfrage mit einigen Terminkunden die Kontraktlaufzeiten über das Jahr 2009 hinaus verlängert. Die positiven Auswirkungen der bestehenden Kontrakte werden sich erst im Geschäftsjahr 2010 realisieren.

Die im Jahr 2008 begonnene Client-Relationship ist auch im Jahr 2009 kontinuierlich gefördert und ausgebaut worden.

Die North Sea Petroleum Gruppe betrachtet den deutschen Markt als wichtigen Absatzmarkt im Rahmen der Gesamtstrategie des Konzerns.

3. Mitarbeiter

In Anbetracht der Geschäftsentwicklung und der erforderlichen Maßnahmen bestanden zwischen dem lokalen Management und der Konzernleitung unterschiedliche Vorstellungen. Da in diesem Punkt keine Übereinstimmung zustande kam, wurde im gegenseitigen Einverständnis am 10. November 2009 mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 die Zusammenarbeit mit dem operativen Geschäftsführer vor Ort in Bietigheim-Bissingen beendet.

Ein gesundes Arbeitsklima ist die Basis für ein erfolgreiches Unternehmen. Die Basis für unseren Erfolg ist kompetente und engagierte Mitarbeiter einzustellen, entsprechend ihrer jeweiligen Fähigkeiten zu fördern und langfristig an uns zu binden. Gute Kommunikation und Zusammenarbeit sind dabei wesentlich. Kreativität und Unternehmertum kennzeichnen die North Sea Petroleum Gruppe und sind das Fundament für unseren anhaltenden Erfolg.

Für die neue strategische Ausrichtung konnten zu Beginn des Jahres 2010 sehr erfahrene neue Mitarbeiter gewonnen werden, die insbesondere für die Bereiche Verkauf und Vertrieb im deutschen Markt verantwortlich sind, um die bestehende Marktposition weiter zu festigen und auszubauen.

Ab dem 1. März 2010 wird die Geschäftsführung durch Herrn Rudiger Hanss und Herrn Jack van Lint wahrgenommen werden. Mit den strukturellen Änderungen und dem Know How im Personalbereich sehen wir selbst in einem schwierigen Marktumfeld gute Geschäftschancen.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Gesamtleistung basiert auf einer Gesamtabsatzmenge von 1.157.768 cbm (Vj. 198.577 cbm), davon entfällt auf Diesel 426.465 cbm (Vj. 20.713 cbm) und auf Heizöl 730.304 cbm (Vj. 177.864 cbm). Der Umsatzanteil von Diesel beträgt 45 % (Vj. 17 %), der Anteil von Heizöl 54 % (Vj. 83 %), der Rest entfällt auf übrige Umsätze. Die Vorjahreszahlen enthalten wegen der Neugründung lediglich 3,5 Monate.

Im ersten vollständigen Geschäftsjahr konnte nach Abzug der Energiesteuer ein Umsatzvolumen von 392,2 Mio. EUR (Vj. 110,6 Mio. EUR) erzielt werden, bei einer entsprechenden Materialaufwandsquote von 99,6 % (Vj. 98,8 %) wurde ein Rohertrag von 1,6 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR) erwirtschaftet. Der Rohertrag war im Gegensatz zum Vorjahr nicht ausreichend, um sämtliche Personal- und Sachkosten sowie die Abschreibungen abzudecken, was einen Verlust nach Ertragsteuern von 1,1 Mio. EUR (Vj. Gewinn TEUR 194) ergab. Der enorme Preisdruck und die aufgebauten Kapazitäten konnten trotz der bestehenden aber wegen der Wirtschaftskrise rückläufigen Nachfrage durch den Vorteil der permanenten Lieferfähigkeit insbesondere durch die entsprechenden Tanklagerkapazitäten nicht vollständig kompensiert werden. Hieraus resultierte in Anbetracht der geringen Margen im Berichtsjahr das im Vergleich zum Vorjahr wenig erfreuliche Ergebnis. Die Planzahlen für das Folgejahr sehen eine deutlich positivere Entwicklung vor.

Das Zinsergebnis wird durch Zinsaufwendungen aus Konzernfinanzierung sowie Avalprovisionen geprägt. Es sind insgesamt Zinsaufwendungen von TEUR 467 (Vj. TEUR 299) angefallen, was einem Anteil von 0,1 % (Vj. 0,3 %) am wirtschaftlichen Umsatz entspricht.

2. Vermögens- und Finanzlage

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 33.911 (Vj. TEUR 66.069) ist der Anteil der Forderungen aus Lieferungen mit 54,1 % (Vj. 60,5 %) die mit weitem Abstand größte Vermögensposition. Wesentliche Positionen sind noch die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Vorratsbestände, die in Summe mit den Forderungen aus Lieferungen zum Stichtag einen Gesamtwert von TEUR 30.412 (Vj. TEUR 65.541) haben, was 89,7 % (Vj. 99,2 %) der Bilanzsumme entspricht. Unter Berücksichtigung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen die liquiditätsnahen Vermögensgegenstände TEUR 32.713 und somit 96,5 % der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt TEUR 33.349 (Vj. TEUR 65.107), was 98,3 % (Vj. 98,5 %) der Bilanzsumme entspricht.

Die Finanzlage spiegelt ebenfalls die Anforderung des kurzfristig orientierten Handelsbereichs wider. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich kurzfristig und im Wesentlichen durch entsprechende Zahlungsziele bei der Muttergesellschaft und einer weiteren Konzerngesellschaft, die im Jahr 2009 zusätzliche kurzfristige Finanzierungen zur Verfügung gestellt hat.

Die Liquidität 2. Grades (Forderungen und Flüssige Mittel im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beträgt 82,3 % (Vj. 90,7 %), ohne Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft und anderen Konzerngesellschaften beträgt diese Kennzahl 230,1 % (Vj. 250,7 %).

Mittels ausreichender Liquidität im Konzern konnten sämtliche Finanzierungen aus dem positiven Cash Flow und der Finanzierung durch Konzernunternehmen getätigt werden. Diese Finanzierungspolitik soll auch zukünftig beibehalten werden.

Zum 31. Dezember 2009 besteht aufgrund des Fehlbetrages und der geringen Eigenkapitalausstattung eine bilanzielle Überschuldung. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn liegt nicht vor, da nach den Umständen eine Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist. Im Hinblick auf unsere geringe Eigenkapitalausstattung hat zudem unsere Muttergesellschaft am 20. Januar 2010 eine Rangrücktrittserklärung hinsichtlich eines Betrages von TEUR 900 ihrer Forderungen gegen die Gesellschaft abgegeben.

C. Ausblick mit wesentlichen Chancen und Risiken

Die weitere Entwicklung des Unternehmens bleibt im Wesentlichen von der Entwicklung der Mineralölpreise an den verschiedenen Märkten und insbesondere von sich ergebenden Preisentwicklungen in Deutschland abhängig. Die potenziellen Risiken werden durch die Zentrale Trading Abteilung bei der Muttergesellschaft über Warenterminbörsen (hedging) gesichert.

Um Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung frühzeitig zu erkennen, wird das Risikomanagement- und Controllingsystem der holländischen North Sea Petroleum Gruppe laufend verbessert bzw. den wachsenden Anforderungen angepasst. Somit können potenzielle Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig erfasst, analysiert und bewertet werden.

Derzeit bestehen keine Risiken in Bezug auf Währung, Mineralölpreise und Liquidität.

Ein identifiziertes Risiko ist die Bonität und Zahlungsfähigkeit der Kunden. Um dieses Risiko zu minimieren, wird den Kunden ein Kreditlimit eingeräumt und das Risiko eventueller Zahlungsausfälle durch Kreditversicherungen gemanagt. Zusätzlich werden bei größeren Transaktionen adäquate Banksicherheiten beispielsweise in Form von Bankbürgschaften gefordert. Bei Überschreitung des Kreditlimits werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet.

Darüber hinaus wird die Verfügbarkeit von Produkten als Risiko betrachtet (Beschaffungsrisiko). Dies ist innerhalb der gesamten Gruppe ein wichtiger Faktor, wobei alle möglichen Maßnahmen unternommen werden, um jederzeit lieferfähig zu sein.

Ein potenzielles Risiko, das schwerwiegende Folgen haben könnte, wäre der Ausfall der Lagerhalter, bei denen wir unsere Produkte bis zum Verkauf einlagern.

Risiken, die den Bestand der Gesellschaft direkt gefährden, sind mit Ausnahme der in Abschnitt 2. Vermögens- und Finanzlage genannten geringen Kapitalausstattung, nicht erkennbar.

Im Jahr 2010 wird die Gesellschaft mit dem neuen Management Team eine positive Entwicklung nehmen. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass im Jahr 2010 eine weitere positive Geschäftsentwicklung und nach der sinkenden Tendenz des 2. Halbjahres 2009 wieder ein Wachstum zu verzeichnen sein wird. Trotzdem gehen wir davon aus, dass das Jahr 2010 ein Übergangsjahr sein wird.

Laut Veröffentlichungen und aktuellen Berichten soll die weltweite Nachfrage nach Ölprodukten in 2010 wieder zunehmen, da eine weltweite Erholung der Wirtschaft erwartet wird. Die Geschwindigkeit und die Stabilität der Erholung sind jedoch nicht vorhersehbar.

Im letzten Quartal 2009 hat die North Sea Gruppe auch in der Schweiz ihre Geschäftsaktivitäten aufgenommen und ein Tanklager in Birsfelden (Kanton Baselland) gekauft. Die Teams von North Sea Petroleum in Deutschland und der Schweiz werden intensiv zusammenarbeiten, um Marktmöglichkeiten weiter zu untersuchen und zu entwickeln sowie Marktopportunitäten zu nutzen. Die Geschäftsführung verspricht sich aus dieser Zusammenarbeit viel Erfolg in der Zukunft.

Für 2010 erwarten wir ein positives Ergebnis in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Obwohl wir geringere Absatzmengen als in 2009 erwarten, wird der gross margin in 2010 ansteigen, mit der Folge eines besseren Ergebnisses. Für 2011 gehen wir von einem ähnlichen Ergebnis aus wie in 2010.

 

Bietigheim-Bissingen, 19. November 2010

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