Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 16530 KI
Vorher
NOVOPROT GmbH
Eingetragen
5.3.2015
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Produkten für die Pharma-, die Kosmetik- und die Lebensmittelindustrie, Vermarktung an Endverbraucher eingeschlossen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Darius Jan Smyczek
seit 20.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Steffen Rode
seit 5.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
45.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ROKA Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
12.500 €
50.00%
VE Bio Tech Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROVITA GmbH

Winsen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ROVITA GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Protein- und Stärkederivaten, funktionalen Zusatzstoffen sowie Fermentationsprodukten für die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie, insbesondere für Fleisch- und Wurstwaren sowie für vegane Lebensmittel.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in der Trocknung von Milcheiweiß, Molkeneiweiß und Stärke sowie in der Herstellung von lactosefreiem Milchpulver.

ROVITA bezieht Molkeneiweißkonzentrat aus Österreich, Deutschland und Italien. Es wird auf zwei Sprühtrocknungsanlagen Molkenproteinkonzentrat mit 35, 60 und 80 % Eiweiß hergestellt. Im Werklohn werden außerdem auch Pflanzenproteine und deren Hydrolisate sowie Collagenprodukte verarbeitet und getrocknet. Ferner wird auf zwei Walzentrocknungsanlagen im Werklohn Kaseinat und Quellstärke produziert.

In einem Mischbetrieb werden insbesondere funktionale Pulvermischungen für die Anwendung in Wurstprodukten und veganen Lebensmitteln hergestellt. Ferner verfügt das Unternehmen über Fermentationskapazitäten für die Herstellung natürlicher Genusssäuren für die Anwendung in Fleischprodukten und Backwaren. Dieser Bereich hat strategische Bedeutung für die weitere Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens und wird zukünftig weiter ausgebaut.

Im Rahmen einer Umfirmierung wurde das Unternehmen im Dezember 2022 von NOVOPROT GmbH in ROVITA GmbH umbenannt.

Die heutige ROVITA GmbH (vormals NOVOPROT GmbH) hat im Juli 2018 die Anlagen und Mitarbeiter der ehemaligen Firma ROVITA GmbH in Form eines Asset Deals übernommen und das Werk in Wiesmühl langfristig vom Gesellschafter ROKA Beteiligungsgesellschaft gepachtet. Im Frühjahr 2020 wurde die Walzentrocknungsanlage durch eine Stärkelinie ergänzt und die Stärketrocknung für einen Werklohnkunden aufgenommen.

b. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen verfügt über Labore und ein Anwendungs-Technikum zur Herstellung und Erprobung seiner Produkte in Endanwendungen. Ferner besteht eine enge Zusammenarbeit mit der verbundenen Firma Focus Foodlabs GmbH, die ein mikrobiologisches Labor zur Analyse und Entwicklung von Mikroorganismen betreibt und die dabei unterstützt, die Funktionalität der Fermentationsprodukte zu überprüfen und zu optimieren. Einen wesentlichen Anteil an den Entwicklungen haben kundenspezifische Produkte, die auf die individuellen Anforderungen einer Kundenanwendung optimiert werden.

Ferner befindet sich auf dem Betriebsgelände die Entwicklungsfirma VTEC Ingredients GmbH, die vegane Lebensmittelzutaten und Anwendungen entwickelt und die Herstellung der funktionellen Lösungen bei ROVITA in Auftrag gibt.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stand weltweit unter dem Einfluss der Spätfolgen einer inflationären Preisentwicklung, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und dem dramatischen Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022. Das fehlende Wachstum der Weltwirtschaft führte insbesondere in China zu einer reduzierten Nachfrage der Konsumenten. Gleichzeitig erhöhte China abermals die Eigenproduktion für Milchprodukte und Schweinefleisch. Der geringere Importbedarf führte zu einem erheblichen Preisverfall aller weltweit gehandelten Milchprodukte. Stark gestiegene Zinsen verstärkten diese Entwicklung, da die Lagerhaltung bei den Industriekunden und den Zwischenhändlern im Jahr 2023 aus finanziellen Gründen deutlich reduziert wurde. Demzufolge fielen die Absatzzahlen der Molkereien im Exportgeschäft und die Lagerbestände stiegen.

In Deutschland war die Situation durch eine moderate Zuwanderung, insbesondere von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, gekennzeichnet und führte zu einem Bevölkerungszuwachs von 0,4%. Die Wirtschaft rutschte in eine Rezession und das BIP sank um 0,3%. Die Energiekosten stiegen für den privaten Konsumenten abermals um 5,3%, sanken jedoch für die Industriekunden. Der Umsatz des Gastgewerbes stieg abermals deutlich (+9,6%) und die Sparquote ist leicht gestiegen. Die Inflationsrate von Nahrungsmitteln war mit 12 % fast so hoch wie im Vorjahr (13,4%). Die Gesamtinflationsrate lag mit 5,9% leicht unter dem Vorjahr (6,9%) und führte zu Zweitrundeneffekten, da es hohe Lohnabschlüsse gab, obwohl die Wirtschaftsleistung sank.

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland lagen um 14% unter dem Vorjahr.

Die Milchanlieferung in der EU an Molkereien blieb auf Vorjahresniveau konstant. Die Milchinhaltstoffe nahmen jedoch wieder zu, wodurch die insgesamt angelieferte Menge an Fett und Eiweiß im Jahr 2023 einen Rekordwert von 10,94 Mio. t aufwies. Damit stand in der EU insgesamt mehr Milchtrockenmasse zur Verfügung. In Deutschland war die Situation im Wesentlichen identisch.

(Quelle: ZMB)

Der Durchschnitt der Milchauszahlung in Deutschland lag bei 45,34 cent/kg (AMI incl. Zuschläge; VJ. 53,18). Für die Landwirte war die Ertragslage damit deutlich schlechter als im Vorjahr. Dennoch ist die Milchproduktion, bei sinkenden Kosten für Dünger und Futtermittel, im Jahresdurchschnitt überwiegend noch profitabel gewesen. Die Kuhzahlen in der EU sanken jedoch mit 1,7% deutlich stärker als in den Vorjahren (Quelle: ZMB), weshalb mehr Kühe geschlachtet wurden als in den Vorjahren.

Zwar fielen bereits auch die Preise der pflanzlichen Rohstoffe wie z.B. Weizen, jedoch blieben die Zuckerpreise und die Preise für Stärkederivate über einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau stabil. Für ROVITA hatte dies im Jahr 2023 zu einer hohen Kostenbelastung insbesondere für die Rohstoffe geführt, die für die Fermentationsproduktion eingesetzt werden.

Während die niedrigeren Milcherzeugerpreise aus niedrigen Preisen für Magermilchpulver, Käse und Butter am Weltmarkt resultierten, hatten die süddeutschen Molkereien einen höheren Anteil an Konsumprodukten und konnten von höheren Kontraktabschlüssen mit dem Lebensmitteleinzelhandel profitieren.

Auch die fleischverarbeitende Industrie und damit die Hauptkundengruppe der ROVITA, profitierte von höheren Abschlüssen mit dem Lebensmitteleinzelhandel und von einer höheren Verfügbarkeit von Rohstoffen, insbesondere für Fleisch. Allerdings nimmt der Wurstabsatz seit Jahren ab und vegane Wurstalternativen nehmen an Bedeutung zu. Die wesentliche Alternative für Wurst bleibt jedoch Käse, dessen Prokopfverbrauch seit Jahren zunimmt. Insofern ist auch die Preisentwicklung von Käse von Bedeutung für die Absatzentwicklung von Wurstwaren.

Die deutsche Notierung der Schnittkäsepreise sank deutlich am Beginn des Jahres 2023 und erholte sich im zweiten Quartal wieder etwas. Zeitweilig sank die Verwertung unter die Verwertung von Magermilchpulver und Butter, insbesondere aufgrund niedriger Erlöse für Molke, wovon die ROVITA durch eine hohe Werklohnauslastung bei der Trocknung von Molkenproteinkonzentraten profitieren konnte.

China

China hat aufgrund seiner großen Importmengen an Fleisch und an Milchprodukten sowie an Futtermitteln einen starken Einfluss auf die Weltmärkte und auf die Preisentwicklung vieler Produkte. Die Importmengen von Milchprodukten haben sich in China im Jahr 2023 in nahezu allen Produktkategorien negativ entwickelt. Insbesondere beim Vollmilchpulver sank die Importmenge um 286.000 t. Dies hat dazu geführt, dass die Preise im Jahr 2023 am Weltmarkt stark gefallen sind. Für Molkenderivate und Molkenpulver stieg die Importmenge Chinas gegen den Trend jedoch wieder an.

b. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der ROVITA GmbH liegt mit 29,8 Mio. € rd. 9,4 % über dem Vorjahr (27,3 Mio. €).

Auf zwei Walzentrocknungsanlagen wurden Stärke und Kaseinat (Milcheiweiß) im Werklohn für die Lactoprot Deutschland GmbH und einen weiteren Werklohnkunden hergestellt. Die Anlagen waren ganzjährig nahezu vollständig ausgelastet. Ferner wurden erhebliche Mengen Molkenproteine, Collagen und pflanzliche Eiweiße im Werklohn auf den Sprühtrocknungsanlagen hergestellt, wodurch die Sprühtrocknungsanlagen ganzjährig ausgelastet waren.

Die Menge aller Trocknungsprodukte nahm mit 11.957 t um 23,9 % zu (Vj. 9.654 t). Die Kapazitäten waren nahezu vollständig ausgelastet. Es wurden eine Reihe von funktionalen Flüssigprodukten entwickelt, deren Absatzmenge in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 6,1 % nochmals deutlich auf 4.955 t gesteigert wurde. Die Fermentationskapazitäten wurden ausgebaut und die Prozesse weiter optimiert.

c. Lage

1. Ertragslage

Wir konnten die Ertragslage, trotz der negativen Einflüsse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen, gegenüber dem Vorjahr verbessern. Mit einem Jahresüberschuss von 594 T€ wurde die Ertragslage des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um rd. 27 T€ gesteigert.

Den Rohertrag konnten wir gegenüber dem Vorjahr abermals um rd. 1.900 T€ erhöhen. Die Auslastung unseres Werkes und der damit verbundene Einfluss auf den Rohertrag wurde gesteigert, insbesondere durch die Schaffung von zusätzlichen Fermentationskapazitäten. Dazu kam ein nicht unwesentlicher Anstieg im Absatz von Neuprodukten, sodass wir eine deutliche Verbesserung im Rohertrag zum Vorjahr erzielen konnten.

Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2023 auf 5.621 T€ gestiegen (Vorjahr: 4.920 T€).

Die bezogenen Leistungen sanken im Jahr 2023 auf 2.769 T€ (Vorjahr: 3.924 T€). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen geringere Aufwendungen für den Energiebezug.

2. Finanzlage

Die Finanzlage ist stabil und darauf gerichtet, Zahlungsverpflichtungen pünktlich zu begleichen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6.110 T€ (Vj. 5.790 T€). Sämtliche Verbindlichkeiten konnten innerhalb des Zahlungszieles beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 24,3 % der Bilanzsumme aus (Vj. 16,4%) und haben absolut um 1,8 Mio. € zugenommen Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns kurzfristiger Kredite, die auch der Bestandsfinanzierung dienen. Wir verfügen über höhere Kreditlinien als derzeit in Anspruch genommen werden.

Die Kapitalstruktur wird durch ein Gesellschafterdarlehen über 2,9 Mio. € (Vj. 2,7 Mio. €) unterstützt.

3. Vermögenslage

Die positive Ertragslage führte zu einer weiteren Erhöhung des Eigenkapitals. Für 2024 und die Folgejahre erwarten wir, aufgrund der bereits erfolgten und weiterhin durchzuführenden Restrukturierungsmaßnahmen, eine verbesserte Ertragslage, so dass sich das Unternehmensvermögen bzw. das Eigenkapital weiter positiv entwickeln wird.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Rohertrag hat sich absatzbedingt von 9.785 T€ auf 11.685 T€ verbessert.

Das EBITDA betrug 1.538 T€ (Vorjahr 1.125 T€).

Die Eigenkapitalquote betrug 9,6 % (Vj. 7,4 %).

Das Unternehmen bezieht einen Teil des Gasbedarfs durch die Belieferung mit CO Gas, welches als Kuppelprodukt in einem Chemiewerk anfällt. Dieses Gas ist CO 2 abgabenfrei. Der Standort Wiesmühl ist IFS zertifiziert und hat für das Energiemanagement eine Zertifizierung nach ISO 50001. Ziel ist es, den spezifischen Energieverbrauch jährlich zu reduzieren.

Die hergestellte Menge an Produkten am Standort Wiesmühl erhöhte sich in 2023 um 7,9 % (von 16.041 t auf 16.911 t).

III. Prognosebericht

Es wird für 2024 eine verbesserte Ertragssituation erwartet.

Die Marktlage bei WPC (Molkenproteinkonzentrat) gestaltet sich nach einer Periode, die im Wesentlichen durch die weltweiten Folgen der Energiekrise geprägt war und einen Nachfragerückgang zur Folge hatte, wieder in einer besseren Verfassung. Niedrigere Lagerbestände und eine gute Nachfrage werden zu weiter ansteigenden Preisen führen, wodurch die Werklohnauslastung für Molkenproteine stabil bleiben sollte. Die Kaseinatproduktionsmenge dürfte gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen, wobei die Stärkemenge konstant bleiben sollte.

Der Absatz der funktionalen Flüssigprodukte und der funktionalen Pulverprodukte dürfte abermals deutlich zunehmen und einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ertragslage beisteuern.

Im Jahr 2023 wurde eine Ultrahocherhitzungsanlage in Betrieb genommen und es wurden einige sterile Fermentationsbehälter installiert, wodurch die Fermentationskapazitäten deutlich erweitert wurden und sich die Produktionssicherheit der Prozesse deutlich verbessert hat.

Der Umsatz wird daher absatzbedingt steigen, insbesondere aufgrund der funktionalen Produkte. Das Rohergebnis dürfte aus diesem Grunde steigen. Die Personalkosten werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der allgemein zu erwartenden deutlich steigenden Lohnabschlüsse, ebenfalls steigen. Die Energiekosten reduzieren sich 2024 aufgrund der Konsolidierung der Strom- und Gaspreise im Verhältnis zum Jahr 2023.

Insgesamt wird mit einem positiven Geschäftsergebnis gerechnet, da sich ROVITA auf Nischenmärkte konzentriert, die weniger stark von den Auswirkungen der Rohstoffpreissteigerungen betroffen sind und in denen sich komparative Wettbewerbsvorteile aufbauen lassen. Die Investitionen in neue Produkte und Fermentationsprozesse werden sich in den kommenden Jahren auszahlen, da die Produktions- und Absatzmengen kontinuierlich weiter gesteigert werden können.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem positiven Ergebnis von rd. 1,2 Mio. EUR vor Steuern aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

a. Risikobericht

Für den Sachbereich bestehen Versicherungen, die alle wesentlichen Risiken abdecken, auch das Betriebsunterbrechungsrisiko. Es besteht eine Produkthaftpflichtversicherung in ausreichendem Umfang.

Die Finanzierung der Betriebsmittel ist durch Verträge weitestgehend abgesichert. Die Covenants werden grundsätzlich eingehalten.

Zum Berichtszeitpunkt sind keine wesentlichen Reklamationen bekannt.

Absatzrisiken, die in einzelnen Abnehmerländern entstehen können, sind in ihrer Wirkung auf das Gesamtunternehmen beschränkt, solange es nicht in mehreren Ländern gleichzeitig zu massiven Beeinträchtigungen des Warenverkehrs kommt.

Der Krieg in der Ukraine hat keine direkten Auswirkungen auf das Unternehmen, da die Ukraine kein Absatzmarkt und kein Beschaffungsmarkt für die ROVITA ist. Die wesentlichen Auswirkungen betreffen den Energiemarkt. Im Falle eines Gaslieferstopps könnte ROVITA auf CO Gas und Heizöl vollständig umstellen.

b. Chancenbericht

Die Kooperation mit den am Standort ansässigen Firmen Focus Ingredients GmbH und VTEC Ingredients GmbH sollten auch in der Zukunft Perspektiven für eine intensive Kooperation bieten. Ein weiterer Ausbau der Fermentationskapazitäten wird auch in den Jahren 2024 und 2025 eine weitere Erhöhung der Produktionsmenge zulassen.

c. Gesamtaussage

Das Unternehmen hat das Risiko durch Diversifikation in neue Produkte und Dienstleistungen in Wachstumsmärkten reduziert. Ziel in den nächsten Jahren wird die Fokussierung auf eine weitere Mengenerhöhung in den Fermentationsprodukten sein, sowie die Entwicklung funktionaler kundenspezifischer Produkte.

Risiken, die den Fortbestand der Unternehmung gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm.

Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Das Forderungsrisiko an die Endkunden ist durch eine Warenkreditversicherung beschränkt.

Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken vorhanden sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird bei jedem nennenswerten Geschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

 

Winsen, 30. Oktober 2024

gez. Steffen Rode

gez. Dr. Markus Veen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 59.344,00 5.726,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.060,00 23.645,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.235.540,00 2.529.548,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.946,00 10.280,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.208.565,45 1.533.101,52
6.537.111,45 4.096.574,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.662.962,23 5.408.128,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 312.273,74 354.512,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.595.106,24 3.095.961,52
3.907.379,98 3.450.473,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 99,90 20.740,44
16.166.897,56 12.981.643,54

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 929.863,85 362.853,85
III. Jahresüberschuss 593.894,15 567.010,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 54.086,93 70.468,79
C. Rückstellungen 838.274,07 727.461,47
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.924.807,75 2.135.907,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.405.772,65 3.217.298,21
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.395.198,16 5.875.643,52
13.725.778,56 11.228.849,43
- davon aus Steuern Euro 56.166,48 (Euro 44.792,17)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 376,56 (Euro 0,00)
16.166.897,56 12.981.643,54

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 12.212.891,30 10.176.550,92
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.688.222,91 4.058.648,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 933.097,03 861.704,24
5.621.319,94 4.920.352,84
- davon für Altersversorgung Euro 0,00 (Euro 52.495,48)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 485.597,34 371.023,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.051.356,15 4.127.301,26
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.823,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 230.326,11 127.295,77
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 234.362,61 59.980,21
8. Ergebnis nach Steuern 595.752,15 570.597,80
9. sonstige Steuern 1.858,00 3.587,80
10. Jahresüberschuss 593.894,15 567.010,00

Anhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

Firma: ROVITA GmbH

Sitz: Winsen

Registergericht: Kiel, HRB 16530 KI

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf. Sie wendet jedoch freiwillig teilweise die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an. Bei der Offenlegung wird von den größenabhängigen Erleichterungen Gebrauch gemacht.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Vorräte werden einerseits zu Herstellungskosten und andererseits zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Soweit erforderlich, wurde eine verlustfreie Bewertung bzw. wurden Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Vereinnahmte Investitionszuschüsse wurden in den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingestellt und nach Maßgabe der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Zusammensetzung und Entwicklung des gesamten Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Kumulierte Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 17.424,00 58.870,93 0,00 0,00 76.294,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31.250,11 0,00 0,00 0,00 31.250,11
2. technische Anlagen und Maschinen 3.562.920,09 0,00 163.081,50 0,00 3.726.001,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.424,43 82.335,91 0,00 0,00 123.760,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.533.101,52 2.838.545,43 -163.081,50 0,00 4.208.565,45
5.168.696,15 2.920.881,34 0,00 0,00 8.089.577,49
5.186.120,15 2.979.752,27 0,00 0,00 8.165.872,42
Kumulierte Abscheibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 11.698,00 5.252,93 0,00 0,00 16.950,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 7.605,11 2.585,00 0,00 0,00 10.190,11
2. technische Anlagen und Maschinen 1.033.372,09 457.089,50 0,00 0,00 1.490.461,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.144,43 20.669,91 0,00 0,00 51.814,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.072.121,63 480.344,41 0,00 0,00 1.552.466,04
1.083.819,63 485.597,34 0.00 0,00 1.569.416,97
Nettobuchwerte zum 01.01.2023 Nettobuchwerte zum 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.726,00 59.344,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 23.645,00 21.060,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.529.548,00 2.235.540,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.280,00 71.946,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.533.101,52 4.208.565,45
4.096.574,52 6.537.111,45
4.102.300,52 6.596.455,45

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr Gesellschafter.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

Davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023 bis zu einem Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.924.807,75 3.824.332,84 100.474,91 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.405.772,65 2.693.673,69 712.098,96 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 6.395.198,16 6.279.025,64 116.172,52 0,00
13.725.778,56 12.797.032,17 928.746,39 0,00
im Vorjahr
RLZ bis zu einem Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.964.564,39 171.343,31 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 717.298,21 2.500.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 5.875.643,52 0,00 0,00
8.557.506,12 2.671.343,31 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 171 durch Sicherungsübereignung von Maschinen und maschinellen Anlagen gesichert sowie in Höhe von TEUR 2.753 durch Globalforderungsabtretung, Negativerklärung zur Belastung der Vorräte und Rangrücktritts- und Darlehensbelassungserklärung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 126 durch Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 3.406 (i.V. TEUR 3.217) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Dabei handelt es sich in Höhe von TEUR 500 (i.V. TEUR 555) um sonstige Verbindlichkeiten (Mitzugehörigkeitsvermerk).

Außerbilanzielle Geschäfte (Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 3 HGB)

Teilweise wurden benötigte technische Anlagen und Maschinen im Rahmen eines sog. "Sale-and-lease-back-Vertrages" verkauft und zurück gemietet. Die Laufzeit des Mietvertrages beträgt sieben Jahre. Aus dem abgeschlossenen Mietvertrag resultiert eine finanzielle Belastung von TEUR 240 p. a. (in 2024) bzw. insgesamt TEUR 780 über die noch verbleibende Vertragslaufzeit. Durch den Verkauf wurden im Geschäftsjahr 2020 stille Reserven realisiert. Zukünftig verringert dieses Mietgeschäft insbesondere die Kapitalbindung und verbessert die Eigenkapitalquote.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 3a HGB)

Der Gesellschaft entstehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Lagerräume und Leasing für Betriebs- und Geschäftsausstattung:

TEUR
2024 651
2025 - 2027 1.775
2028 ff. 231
2.657

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Im Rohergebnis sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 16, Erträge aus Sachbezügen von TEUR 33 und Erträge aus Energiezuschüssen nach BECV und EKPD für Vorjahre von TEUR 343 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für Wasser- und Stromkosten des Vorjahres in Höhe von TEUR 72 enhalten.

5. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:

- Steffen Rode, Winsen Geschäftsführer Finanzen und Verkauf
- Dr. Markus Veen, Mühldorf Geschäftsführer Produktion und Technik

Die Bezüge der Geschäftsführung werden unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB nicht dargestellt.

Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023 im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter betrug 101 (davon 29 Angestellte und 72 Arbeiter).

Abschlussprüferhonorare

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB zum Abschlussprüferhonorar werden mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Winsen, 30. Oktober 2024

gez. Steffen Rode

gez. Dr. Markus Veen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss un dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ROVITA GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROVITA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROVITA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 11. November 2024

Rades Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rades, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 20.12.2024 festgestellt.

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