Beteiligungsgesellschaften
MIP Pharma GmbH
Kirkeler Straße 41, 66440 Blieskastel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patric Barra seit 12.12.2025 | Geschäftsführer |
Jürgen Walter Dr. Mössinger seit 14.7.2021 | Geschäftsführer |
Werner Dr. Brunder seit 14.7.2021 | Prokura |
Friedrich Dr. Sernetz seit 13.11.2020 | Geschäftsführer |
Uta Dr. Becker seit 28.10.2008 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIP Pharma GmbHBlieskastelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MIP Pharma GmbH, Blieskastel-Niederwürzbach. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MIP Pharma GmbH, Blieskastel-Niederwürzbach, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIP Pharma GmbH, Blieskastel-Niederwürzbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 2. März 2021 ETL
AG
Ambros, Wirtschaftsprüfer Dr. Marettek, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 30. Juni 2020AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2019/2020I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeines Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019/2020 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden 1 bis 13 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände linear vorgenommen. Bis 31.12.2017 wurden geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Seit 01.01.2018 werden Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800,00 Euro netto sofort und in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung des Umlaufvermögens erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für bestehende Ausfallrisiken werden gegebenenfalls angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Es wurde ein gesonderter Passivposten (Sonderposten für Investitionszuschüsse) i. S. d. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB zur zeitlichen Abgrenzung der Zuwendungen aus Investitionszuschüssen gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und korrespondiert mit den Abschreibungen auf die zuschussfinanzierten Vermögensgegenstände. Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. II. Angaben zur Bilanz1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben. 2. Finanzanlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen Der Anteilsbesitz zum 30.06.2020 umfasst folgende Beteiligungen:
Die Muttergesellschaft MIP Holding GmbH hat jeweils eine Patronatserklärung zugunsten der MIP Pharma GmbH für die Beteiligungen MIP Romania S.R.L, Bukarest/Rumänien, MIP Latvija SIA, Riga/Lettland sowie MIP Pharma OU, Tallinn/Estland ausgesprochen. Nach dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die MIP Holding GmbH während der Laufzeit der in den Erklärungen bezeichneten, von MIP Pharma GmbH an diese Beteiligungen ausgereichten Darlehen, die vorgenannten Gesellschaften bei Bedarf so mit entsprechenden finanziellen Mitteln auszustatten, dass diese ihren sämtlichen Verbindlichkeiten fristgerecht jederzeit nachkommen können. Des Weiteren wurde gegenüber der MIP Pharma Austria GmbH, Innsbruck, eine Rangrücktrittserklärung ausgegeben. Dieser Rangrücktritt ist befristet und fällt mit dem 30.06.2021 weg. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 12.646 (Vj. TEUR 12.837) weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden bei Vorliegen einer Aufrechnungslage nach § 387 BGB aufgerechnet. Die Forderungen i. H. v. TEUR 10.751 (Vj. TEUR 10.519) gegen verbundene Unternehmen enthalten i. H. v. TEUR 5.437 (Vj. TEUR 5.177) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 836 (Vj. TEUR 1.047) für Forderungen aus Verrechnungen sowie TEUR 4.477 (Vj. TEUR 4.140) Forderungen aus Darlehen inkl. Zinsen. 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde zur zeitlichen Abgrenzung der durch das saarländische Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft gewährten Mittel aus dem Regionalen Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - Kapitel 08 03 Titel 892 05, gebildet. 5. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betrafen TEUR 88 Gewerbesteuer, TEUR 88 Körperschaftssteuer und TEUR 5 Solidaritätszuschlag. Nach Auslaufen des Ergebnisabführungsvertrages zum 30.06.2019 wurden die entsprechenden Rückstellungen auf Basis des geschätzten zu versteuernden Einkommens bemessen. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten TEUR 30 für Retouren, TEUR 26 für Prüfungs- und Beratungskosten, TEUR 201 für Gratifikationen, TEUR 221 für Urlaubsansprüche der Mitarbeiter und TEUR 4 für Ausgleichsabgabe, sowie TEUR 12 für Abfindungen. Für Kostenrisiken aus Prozessen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 gebildet. 6. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten auf unserem Objekt in Homburg/Saar und in Form von Sicherungsübereignungen der maschinellen Anlagen sowie durch Mitverpflichtungen unser Mutter- und Schwestergesellschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich zugleich um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft haftet neben der CNP Internationale Handelsges. mbH, der Chephasaar GmbH, der Rosen Pharma GmbH und der MIP - Holding GmbH gesamtschuldnerisch für Darlehen in Höhe von TEUR 24.000. Die Darlehen sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen der MIP Pharma GmbH besichert. Des Weiteren haftet die Gesellschaft neben der MIP Holding GmbH, CNP Internationale Handels- ges. mbH, Rosen Pharma GmbH, Chephasaar GmbH und MIP Managementberatung GmbH gesamtschuldnerisch für einen Kreditrahmen in Höhe von TEUR 2.000. Dieser ist durch Grundpfandrechte der Chephasaar GmbH gesichert. Das Risiko aus der Inanspruchnahme aus den genannten Sicherheiten wird bei üblichem Geschäftsverlauf aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation als gering eingeschätzt. Wie im Nachtragsbericht dargestellt, ist das Ausmaß möglicher finanzieller Auswirkungen aufgrund der erheblichen Unsicherheit hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Umfang der evtl. Beeinträchtigungen derzeit nicht verlässlich einzuschätzen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagementsystems werden die Finanzierungsrisiken eng überwacht. Haftungsverhältnisse werden nur nach erfolgter Risikobewertung eingegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus Leasingverpflichtungen, unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, von insgesamt TEUR 164 sowie aus Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 3.698, wovon TEUR 3.518 aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren. Aus Miet-, Leasing, Service- und Beraterverträgen
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremde Erträge, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen keine periodenfremde Aufwendungen. 2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 30) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 74 (Vj. TEUR 104) enthalten. IV. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 124 (Vj. 115) Angestellte. Davon:
2. Geschäftsführer Geschäftsführerin der Gesellschaft war im Berichtsjahr Frau Ursula Seidel, Rechtsanwältin, Karlsruhe. Hinsichtlich weiterer Angaben wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 3. Vorschüsse und Kredite Vorschüsse/Kredite an Mitglieder der Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgane i. S. d. § 285 Nr. 9 Buchstabe c wurden nicht geleistet. 4. Ergebnisverwendung Das Ergebnis wurde auf das neue Geschäftsjahr 2020/2021 vorgetragen. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 05. Februar 1997 mit der MIP Holding GmbH wurde mit Wirkung zum 30.06.2020, 24:00 Uhr, aufgehoben. Die MIP Holding GmbH verzichtet auf ihren Gewinnabführungsanspruch für das Wirtschaftsjahr 2019/2020. 5. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CNP Internationale Handelsgesellschaft mbH Chemie * Nahrung * Pharma, jetzt KlosterPark Fürstenzell GmbH, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft wird geführt beim Amtsgericht Saarbrücken unter HR B 103403. 6. Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Netto-Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf 18.375 Euro. Hiervon entfallen auf die Abschlussprüfungsleistung 18.375 Euro. 7. Nachtragsbericht Die Verbreitung des Corona-Virus in China und die in der Folge verhängten Maßnahmen können zu einem Angebotsengpass von Produktionsmaterialien (Roh-, Hilfsstoffe etc.) und Fertigwaren für die Pharmaindustrie führen. Aufgrund unserer guten Versorgungssituation, bedingt auch durch entsprechende Bevorratung, sind wir auf temporäre Versorgungsengpässe in diesem Bereich vorbereitet. Eine länger anhaltende Beeinträchtigung des Warenbezugs aus China und die Ausbreitung der Corona-Virus Epidemie auf andere Kontinente können zu einem grundsätzlichen Lieferengpass in der pharmazeutischen Industrie weltweit führen. Das Ausmaß möglicher finanzieller Auswirkungen ist aufgrund der erheblichen Unsicherheit hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Umfang der evtl. Beeinträchtigungen nicht verlässlich einzuschätzen. Die MIP Pharma Unternehmensgruppe (zuvor CNP-Gruppe), zu welcher die MIP Pharma GmbH gehört, wurde zum 12. November 2020 an die capiton AG verkauft. Mit Abschluss der Transaktion hat ein neues Management-Team die Führung der Gruppe von der Gründerfamilie übernommen. Neue Geschäftsführer der MIP Managementberatung GmbH sind Dr. Friedrich Sernetz in der Funktion des CEO und Martin Osterhues in der Funktion des CFO. Mit der Übernahme sollen neue Wachstumschancen eröffnet werden.
Blieskastel-Niederwürzbach, 02.03.2021 Dr. Friedrich Sernetz, Geschäftsführer Martin Osterhues, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019/201. Grundlage des Unternehmens Mit Vertrag vom 16.07.2020 und der Ergänzungsvereinbarung vom 04.11.2020 hat die CNP Internationale Handelsgesellschaft mbH mit der Mellifera Siebenunddreißigste Beteiligungsgesellschaft mbH (einem Unternehmen der capiton AG) einen Kaufvertrag über die Veräußerung ihrer sämtlichen Anteile an der MIP Holding GmbH und der CNP Pharma GmbH und somit aller operativen Einheiten der Unternehmensgruppe unterzeichnet. In den Verkauf mit eingeschlossen sind auch die Minderheitenanteile an der MIP Holding GmbH. Die Kartellbehörden in Deutschland und Österreich haben diesem Verkauf zugestimmt. Am 12.11.2020 sind die Anteile an den neuen Eigentümer, die Mellifera Siebenunddreißigste Beteiligungsgesellschaft mbH, übertragen worden. Nach Übertragung der Anteile an die neue Eigentümerin wurde die CNP Internationale Handelsgesellschaft mbH in KlosterPark Fürstenzell GmbH umfirmiert. Die MIP Pharma GmbH gehörte zum Stichtag 30.06.2020 zum Konzern CNP Internationale Handelsgesellschaft mbH. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist durch die engen Verbindungen zur Muttergesellschaft MIP Holding GmbH, den Tochtergesellschaften, sowie zu den verbundenen Gesellschaften des CNP-Konzerns stark beeinflusst. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln und Diagnostika in Deutschland und Europa. 2. Wirtschaftsbericht a) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem Bericht des BPI zu den Pharmadaten 2019 auf Basis der Zahlen für das Kalenderjahr 2018, belief sich der Umsatz mit Arzneimitteln weltweit auf etwa 949 Mrd. Euro (1.198 Mrd. US-Dollar) und lag rund 5 % über dem Vorjahresniveau. Fast dreiviertel des Gesamtumsatzes auf dem Weltmarkt wird lt. BPI-Bericht in Nordamerika (404 Mrd. Euro), Europa (273 Mrd. Euro) und Japan erzielt. Nach den USA hat sich der Pharmamarkt in China als zweitgrößter Einzelmarkt etabliert und betrug annähernd 106 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz der EU-28 (incl. Großbritannien) lag bei 189,4 Mrd. Euro und war gegenüber dem Vorjahr um 4,42 % gewachsen. Lt. BPI-Bericht stellen in der EU-28 Deutschland, Frankreich und Italien, gefolgt von Großbritannien die größten Märkte dar. Gemäß Marktvorhersage der IQVIA (vormals IMS Health) unter Verwendung konstanter Wechselkurse, Wachstum in %, Basis Abgabepreise pharmazeutischer Unternehmer, werden für die TOP fünf Länder der EU- Mitglieder Wachstumsraten für die Zeit von 2018 - 2023 von 3,1 % p.a. erwartet. Für die Nicht-EU-Mitglieder rechnet man mit 9,9 % und für den globalen Markt mit 4,7 %. Lt. IQVIA ist der Umsatz mit Arzneimitteln in Deutschland im Kalenderjahr 2019 um 7% gewachsen. Im Klinikmarkt wurde ein Umsatzwachstum von 10 % verzeichnet, im Apothekenmarkt betrug der Anstieg 6%. In beiden Bereichen betrug das Mengenwachstum 1%. Mit Auftreten der Corona-Pandemie hat es während des Lockdown in Deutschland im Frühjahr 2020 deutliche Einbrüche in Teilbereichen des Pharmamarktes gegeben. Die Techniker Krankenkasse hat in den Monaten April und Mai 2020 einen Rückgang der verschreibungspflichtigen Antibiotika von 43% gegenüber Vorjahr festgestellt. b) Geschäftsverlauf Wir konzentrieren unsere Geschäftsaktivitäten seit Jahren auf das Segment der antibiotischen Arzneimittel und konnten unsere Marktanteile insbesondere im Klinikbereich weiter ausbauen. Die weltweite Corona-Pandemie hat den Geschäftsverlauf des Unternehmens im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres maßgeblich beeinflusst. Nachdem in den Monaten Januar und Februar 2020 die Herausforderungen auf der Beschaffungsseite (Sicherstellen der Lieferketten aus dem Kernbeschaffungsmarkt China) im Fokus standen, war der März von einer extrem ansteigenden Nachfrage nach unseren Produkten seitens der Großhändler und Krankenhäuser (Überbevorratung aus Sorge um Versorgungssicherheit) geprägt, der wir anteilig mit Kontingentierung begegnen mussten. Ab April 2020 haben wir einen signifikanten Umsatzeinbruch verzeichnen müssen, da zum einen die Bevorratung im Vormonat zu geringeren Bedarfen geführt hat und zum anderen die angeordneten Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen eine geringere Infektionshäufigkeit mit den bekannten Infekten sowie die rückläufigen Besuche der Facharztpraxen und Kliniken einen spürbaren Nachfragerückgang nach Antiinfektiva verursacht haben. c) Ertragslage Im Wirtschaftsjahr 2019/20 haben wir Umsatzerlöse von TEUR 36.819 (Vj. TEUR 38.197) erwirtschaftet, wovon TEUR 21.249 (Vj. TEUR 21.685) im Inland erwirtschaftet wurden. TEUR 15.570 Umsatzerlöse (Vj. TEUR 16.512) wurden aus der Lohnherstellung für unsere europäischen Tochtergesellschaften erzielt. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe incl. Bezogenen Leistungen belief sich auf TEUR 23.653 (Vj. TEUR 22.683). Die Gesamtleistung belief sich auf TEUR 38.197 (Vj. TEUR 39.252), Der Rückgang der Rohertragsspanne auf rd. 38 % im Wirtschaftsjahrjahr (gegenüber 42% im Vorjahr) ist durch weiteren Bestandsaufbau sowie einem gestiegenen Lohnherstellungsanteil für die deutschen Schwestergesellschaften verursacht. Die Personalkosten in Höhe von TEUR 5.256 (Vj. TEUR 5.129) sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen. Grund hierfür ist eine allgemeine Anpassung der Löhne und Gehälter zum 01.01.2020 um durchschnittlich 5%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen incl. Konzernumlagen lagen mit TEUR 9.772 um TEUR 416 unter Vorjahr (Vj. TEUR 10.188). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf reduzierte Konzernumlagen zurückzuführen. Nach Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen in Höhe von TEUR 2.147 (Vj. TEUR 2.902 zzgl. Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der MIP Pharma Suomi Oy Finnland in Höhe von TEUR 620) sowie Beteiligungserträgen von TEUR 3.443 weist die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von TEUR 328 (Vj. TEUR -2.603) aus. Die Muttergesellschaft verzichtet auf die Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages, so dass der Gewinn im Eigenkapital des Unternehmens verbleibt. d) Finanzlage Im Berichtsjahr haben wir unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.833 auf TEUR 10.417 (Vj. TEUR 12.250) getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin betrugen TEUR 39.374 gegenüber TEUR 38.214 im Vorjahr. Größere Investitionen wurden im Wirtschaftsjahr nicht getätigt. Aufgrund des Cash Poolings mit unserer Muttergesellschaft standen zu jeder Zeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Eingeräumte Kreditlinien nehmen wir nicht in Anspruch. e) Vermögenslage Das handelsrechtliche Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 353 (Vorjahr TEUR 25). Die Veränderung ergab sich aufgrund des im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschusses von TEUR 328. Im Vorjahr galt noch der mittlerweile gekündigte Ergebnisabführungsvertrag. Inklusive der Verbindlichkeiten gegenüber unserer Gesellschafterin und unter Einbezug der Investitionszuschüsse betrug unser kalkulatorisches Eigenkapital zum Bilanzstichtag TEUR 40.571 (Vj. TEUR 39.146). Die kalkulatorische Eigenkapitalquote betrug damit 75 % (Vj. 72 %) der Bilanzsumme von TEUR 54.205 (Vj. TEUR 54.275). f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung den Umsatz, Rohertrag und den EBIT. Die prä-ökonomischen Leistungsfaktoren, wie Portfolio-Struktur, Produktlebenszyklus, Marktpotentiale und branchenspezifische Innovationsprognosen sind die wesentlichen nicht finanziellen Steuerungsinstrumente. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Weiterhin ist der Markt verschreibungspflichtiger Arzneimittel durch extrem niedrige Preisstrukturen gekennzeichnet. Über Tendermodelle und länderübergreifende Referenzpreise wird das niedrige Preisniveau im Generikabereich von den staatlichen Gesundheitssystemen gezielt aufrechterhalten. Ständig zunehmende rechtliche und technische Anforderungen erschweren die Realisierung innovativer Projekte und führen zudem zu erhöhten Kostenbelastungen, die wir über die Preisgestaltung für unsere Produkte nicht amortisieren können. Zur Verringerung des Fälschungsrisikos bei Arzneimitteln wurden auf europäischer (EU-Fälschungsschutzrichtlinie, kurz: FMD) und nationaler Ebene umfangreiche Verpflichtungen für die pharmazeutischen Unternehmen gesetzlich festgeschrieben, welche zum 01.02.2019 vollumfänglich zu erfüllen waren. Durch die neuen Vorschriften fallen dauerhaft hohe zusätzliche Gebühren und Kosten für Softwarepflege an; zudem wird die Ertragssituation der Gesellschaft im lfd. Geschäftsjahr und in den Folgejahren durch die Abschreibungen auf die hierdurch notwendig gewordenen Investitionen belastet. Der Fachkräftemangel auf den nationalen und anteilig auch internationalen Arbeitsmärkten und der dadurch entstandene "Preiswettbewerb" um verfügbare Arbeitskräfte lässt einen moderaten Anstieg der Personalkosten erwarten. Durch ständige nationale und internationale Marktbeobachtung und Marktbearbeitung werden wir versuchen, unsere Absätze in den jeweiligen Teilmärkten zu halten und durch Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und konsequente Umsetzung der Wertschöpfungsziele moderat zu steigern. Chancen sehen wir in der konsequenten Weiterentwicklung der Internationalisierung in strategisch ausgesuchten Märkten und im Ausbau unserer Position im Klinikbereich durch Nutzung geschaffener Kernkompetenzen. Unter Berücksichtigung von positiven Beteiligungserträgen gehen wir im laufenden Geschäftsjahr bei konstanten Umsatzerlösen von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie auf den Geschäftsverlauf sind vielfältig und in ihrer Ausprägung nur schwer einzuschätzen. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr sichtbaren Auswirkungen auf den Umsatz, die erhöhten Aufwendungen für Hygiene und die erhöhte Bevorratung zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit werden uns in den Zeiten der Pandemie weiter begleiten. Durch ein striktes Kostenmanagement, der Situation angepasste Vertriebsaktivitäten und ein differenziertes Beschaffungsmonitoring werden wir dieser Situation Rechnung tragen. Wesentliche weitere Risiken können sich ergeben durch:
Eine Bestandsgefährdung unseres Unternehmens durch o. g. Risiken sehen wir nicht. 4. Risikoberichterstattung über Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Wertpapiere, Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. 5. Sonstige Angaben Im betriebsüblichen Umfang werden unsere Produkte technisch weiterentwickelt und neue Produkte durch das Erwirken entsprechender Zulassungen in die Märkte eingeführt. Durch zielgerichtete Marketingaktivitäten in unseren Absatzmärkten erhalten und erhöhen wir unsere Marktchancen.
Blieskastel-Niederwürzbach, 15. Februar 2021 Dr. Friedrich Sernetz, Geschäftsführer Martin Osterhues, Geschäftsführer |
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