Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 49442
Vorher
Pharma Westen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
21.10.1998
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von pharmazeutischen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Brandhof
seit 17.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
725.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orifarm GmbH

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Orifarm GmbH ist im Geschäftsbereich des Re- und Parallelimports von Arzneimitteln tätig. Die Umsatzerlöse werden überwiegend mit Großhändlern und Apotheken in Deutschland realisiert.

Die Orifarm GmbH ist eine 100 %-Tochtergesellschaft der Orifarm Trading GmbH & Co. KG, Leverkusen, und Teil der dänischen Orifarm-Gruppe.

Die Gesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage war in Deutschland leicht rückläufig in 2023. Laut statistischem Bundesamt war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) -0,2 % niedriger als in 2022. Im gesamten Euro-Raum ist das BIP leicht angestiegen, um +0,5 %. Deutschland lag also unter dem Durchschnitt des Euro-Währungsgebiets.

Die Entwicklung des Re-Importmarkts für Arzneimittel hängt stark von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Sozialgesetzbuch V ab.

Mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes am 20. Oktober 2022 wurden durch den Gesetzgeber verschiedene Maßnahmen initiiert, welche zu einer Kostenentlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen führen sollen. Hierbei wurde der gesetzliche Herstellerabschlag befristet vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 von 7 % auf 12 % erhöht (vgl. § 130a Abs. 1b SGB V). Zudem wurde das Preismoratorium in § 130a Abs. 3a SGB V bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Allerdings ist es weiterhin möglich, Arzneimittelpreise zum Stichtag 1. Juli um den Betrag anzuheben, der sich aus der Veränderung des vom Statistischen Bundesamt festgelegten Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ergibt. In § 130e SGB V wurde zudem ein sogenannter "Kombinationsabschlag" in Höhe von 20 % eingeführt. Dieser fällt für alle Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen an, die in einer vom Gemeinsamen Bundesausschuss zuvor nach § 35a Abs. 3 Satz 4 benannten Kombination eingesetzt und ab dem 2. Mai 2023 zu Lasten der Krankenkassen abgegeben werden. Weiterhin wurde das AMNOG reformiert. Der nach § 130b zwischen dem pharmazeutischen Unternehmer und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zu vereinbarende Erstattungsbetrag gilt nicht mehr ab dem 13. Monat, sondern nunmehr rückwirkend ab dem 7. Monat nach dem erstmaligen Inverkehrbringen oder nach Zulassung eines neuen Anwendungsgebiets. Zudem war der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gesetzlich verpflichtet bis zum 16. August 2023 Hinweise zur Austauschbarkeit von biologisch hergestellten Arzneimitteln auf Apothekenebene zu erteilen. Die ursprüngliche Frist bis zum 16. August 2022 wurde hierbei durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz um ein Jahr verlängert. Apotheken müssen künftig - wie im generischen Markt - verordnete biologisch hergestellte Arzneimittel durch preisgünstige Arzneimittel austauschen. Vorrangig sind hierbei Rabattarzneien durch die Apotheke abzugeben.

Der Parallel-Importmarkt (gemessen am Wert der Abverkäufe an private Endkunden) ist von 2022 auf 2023 deutlich angestiegen, um +12 %. Damit lag der Trend über der Entwicklung des gesamten deutschen Pharmamarktes. Dieser lag in 2023 +6 % über dem Wert von 2022 (Quelle: IQVIA Commercial Deutschland GmbH & Co. KG (im Folgenden: IQVIA)).

Die Warenverfügbarkeit, die Positionierung im Wettbewerb auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten, divergierende Wechselkurse sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen waren, sind und bleiben die den Umsatz bestimmenden Faktoren. Auch ist der Markt weiterhin stark von Rabattverträgen beeinflusst. Die Anzahl der Import-Produkte, für die mindestens mit einer Krankenkasse ein Rabattvertrag abgeschlossen wurde, lag mit 3.744 PZN schon im Dezember 2022 auf einem hohen Niveau und ist im Laufe des Jahres nochmal weiter angestiegen, bis auf 4.030 PZN im Dezember 2023 (Quelle: Deutsches Apotheken Portal).

2. Geschäftsverlauf Orifarm GmbH

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft mit Dritten sind im Geschäftsjahr 2023 um +10,0 % angestiegen. Das hatte zur Folge, dass die Gesellschaft im fünften Jahr in Folge Marktanteile gewinnen konnte und auf jetzt 14,2 % angestiegen ist (Quelle: IQVIA).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von Mio. EUR 7,4 aus, das somit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (Mio. EUR 3,8) liegt.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 36,7 auf Mio. EUR 403,7 gestiegen und liegen damit deutlich über der Prognose (Mio. EUR 375,0). Ursächlich hierfür sind der erhöhte Abschluss von Rabattverträgen und ein höherer Marktanteil der Gesellschaft am Parallelimport-Markt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (Mio. EUR 0,8) sind gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 0,6) leicht gestiegen. Sie bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Materialintensität (Materialaufwand / Umsatzerlöse) erhöhte sich um 0,1 %-Punkte auf 92,9 % (Vorjahr: 92,8 %).

Im Zuge des Wachstums der Gesellschaft wurden in allen Funktionsbereichen weitere Mitarbeiter eingestellt, so dass der Personalaufwand um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 11,5 anstieg. Die Personalintensität (Personalaufwand / Umsatzerlöse) ist mit 2,8 % gegenüber dem Vorjahresniveau von 2,6 % gestiegen.

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr im Unternehmen angestellten Mitarbeiter stieg gegenüber 2022 um 15 auf 167. Zum Jahresende des Geschäftsjahres gab es 124 (Vorjahr: 111) Vollzeitangestellte, 42 (Vorjahr: 40) Teilzeitangestellte und 1 (Vorjahr: 1) geringfügig Beschäftigten in der Gesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit Mio. EUR 13,0 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 13,0) und umfassen insbesondere Aufwendungen für Leistungsvergütungen sowie Fracht-, Marketing- und Beratungskosten.

Das EBIT der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr Mio. EUR 4,0 gegenüber Mio. EUR 3,6 im Vorjahr.

Daneben ist der deutliche Anstieg des Ergebnisses vor Gewinnabführung geprägt durch ein um Mio. EUR 3,2 verbessertes Zinsergebnis. Hintergrund ist die gestiegene Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Intercompany-Verbindlichkeiten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 9,4 auf Mio. EUR 126,5. Dieser Anstieg beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf der Erhöhung des Guthabens bei Kreditinstituten (Mio. EUR 3,9), dem umsatzbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 4,1 sowie dem Anstieg des Sachanlagevermögens um Mio. EUR 1,7. Demgegenüber steht insbesondere die Reduzierung des Warenbestandes um Mio. EUR 1,3.

Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in 2023 44,4 Tage (Vorjahr: 44,8 Tage).

Der Anstieg der Bilanzsumme beruht auf der Passivseite im Wesentlichen auf der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 10,3, die sich insbesondere aufgrund gestiegener kundenbezogener Rückstellungen deutlich erhöht haben. Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um Mio. EUR 0,6 gestiegen.

Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Minderung um Mio. EUR 1,3) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (Reduzierung um Mio. EUR 0,2).

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 6,6 % gegenüber 7,1 % im Vorjahr. Der Anstieg ist bei gleichbleibendem Eigenkapital v.a. auf den zuvor erläuterten Anstieg der Rückstellungen zurückzuführen.

Im Berichtsjahr 2023 wurden Mio. EUR 2,6 investiert, im Wesentlichen in neue Anlagen. Die Investitionsquote beträgt 69,3 % gegenüber 40,7 % im Vorjahr.

Finanzlage

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt Mio. EUR 6,9 (Vorjahr: Mio. EUR 74,2). Auf die Entwicklung des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit haben sich insbesondere die liquiditätsunwirksamen Effekte aus der Erhöhung der Rückstellungen ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR +3,5 (Vorjahr: Mio. EUR -0,8) und enthält neben Abflüssen für Investitionen von Mio. EUR 2,6 erhalten Zinszahlungen von Mio. EUR 6,1. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt aufgrund des im Vorjahr erzielten Ergebnisses und den gezahlten Zinsen insgesamt Mio. EUR -6,5.

Der Finanzmittelfonds beträgt am Ende des Geschäftsjahres Mio. EUR 70,2 gegenüber Mio. EUR 66,3 im Vorjahr und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und dem Guthaben gegenüber Kreditinstituten zusammen.

4. Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen bzw. nicht finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen sind die Umsatzerlöse, das EBIT und die Mitarbeiterzahl. Die Entwicklung dieser Leistungsindikatoren stellt sich wie folgt dar:

Leistungsindikator Geschäftsjahr 2022 Prognose für 2023 Geschäftsjahr 2023 Prognose für 2024
Umsatzerlöse Mio. EUR 367,1 Mio. EUR 375,0 Mio. EUR 403,7 Mio. EUR 559,0
EBIT Mio. EUR 3,6 Mio. EUR 3,5 Mio. EUR 4,0 Mio. EUR 7,0
Anzahl Mitarbeiter 152 Personen 168 Personen 167 Personen 206 Personen

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt sehr zufriedenstellend.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Der dänische Mutterkonzern - Orifarm Group A/S, Odense/Dänemark, - wird über die unternehmerischen Risiken und Chancen regelmäßig informiert.

Das in der Gesellschaft installierte Risikomanagementsystem hat folgende Betrachtungsschwerpunkte:

1.

Identifikation und Bewertung von Chancen und Risiken gleichermaßen

2.

Vorbeugende Maßnahmen zur Risikovermeidung und -minderung

3.

Überwachung von Chancen und Risiken durch ein effektives Berichtswesen, welches die Chancen und Risiken den verantwortlichen Personen aufzeigt

4.

Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken in den Führungsgremien der operativen Geschäftsbereiche und an das Konzerncontrolling in Dänemark zwecks zentraler Lenkung und Kontrolle

Das Risikomanagement gehört zu den zentralen und alltäglichen Managementaufgaben, um Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu minimieren.

Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren, durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen zu begrenzen sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden.

Im Berichtszeitraum 2023 und bis heute haben sich keine das Geschäftsmodell gefährdenden Risiken ergeben. Die Bonitätsprüfung und -überwachung inländischer Kunden sowie ggf. das Inkasso von Inlandsforderungen erfolgen in enger Kooperation mit einem hierauf spezialisierten Versicherungsunternehmen.

Das größte Risiko besteht - wie die vergangenen Jahre gezeigt haben - in regulierenden Eingriffen der Politik. Diese lassen sich jedoch teilweise nur schwer vorhersehen und erfordern dann kurzfristige Reaktionen.

2. Prognose, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Verschiedene Pharmaunternehmen, darunter Ipsen, Roche, AbbVie und Janssen Deutschland haben Verfassungsbeschwerde gegen das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz eingelegt. Sowohl die Neuregelung der Rabattfolgen einer Nutzenbewertung als auch der Zusatzrabatt auf Medikamentenkombinationen werden als systemwidrige Eingriffe in die etablierten Regeln der Arzneimittelerstattung gewertet.

Im Rahmen der beschlossenen "Pharmastrategie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Pharmabereich in Deutschland" im Dezember 2023, hat die Bundesregierung angekündigt, dass diese beabsichtigt den Herstellerabschlag für erstattungsfähige Arzneimittel ohne Festbetrag künftig auf dem Niveau von 7 % zu stabilisieren. Weiterhin möchte die Bundesregierung die Ablösung des öffentlich gelisteten Erstattungsbetrags durch einen vertraulichen Erstattungsbetrag im Rahmen der AMNOG-Erstattungsbetragsverhandlungen ermöglichen. Am 27. März 2024 hat das Kabinett diesbezüglich den Entwurf eines Medizinforschungsgesetzes beschlossen. In § 130b Abs. 1 SGB V ist für den pharmazeutischen Unternehmer die Option enthalten, vertrauliche Preise mit dem GKV-Spitzenverband zu vereinbaren. Der GKV-Spitzenverband soll nach dem Gesetzesentwurf allerdings verpflichtet sein, Arzneimittelimporteuren auf Anfrage Auskunft über den Erstattungsbetrag zu erteilen. Weiterhin sollen im Falle einer gewählten Vertraulichkeit des Erstattungsbetrags, entsprechende preisgünstige importierte Arzneimittel von der gesetzlichen "Importquote" in § 129 Abs. 1 SGB V ausgenommen werden. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zu "vertraulichen Arzneimittelpreisen" stößt in der Praxis, insbesondere auf Kassenseite auf heftige Kritik. Zudem hat auch der Bundesrat in einer Stellungnahme die Streichung der Regelung zu den vertraulichen Erstattungsbeträgen gefordert. Das Gesetz ist indes nicht zustimmungspflichtig.

Es wird erwartet, dass Rabattverträge für die Sicherstellung der Abgabefähigkeit von Arzneimitteln von hoher Bedeutung bleiben. In den vergangenen Jahren wurden auch im Parallelimport-Markt sowohl von den großen als auch von kleineren Anbietern zahlreiche Rabattverträge abgeschlossen. Soweit ein Rabattvertrag zwischen einer Krankenkasse und einem Originalhersteller oder Importeur geschlossen wird, führt dies zu einer bevorzugten Abgabeverpflichtung.

Die zunehmende Preissensitivität der Apotheken, wodurch im generischen Wettbewerb nur die vier preisgünstigsten Pl-Anbieter in die Lieferantenauswahl einbezogen werden, wird auch in 2024 maßgeblich auf den Markt Einfluss nehmen. Um einem potenziellen Verlust von Marktanteilen entgegenzuwirken, beabsichtigt die Gesellschaft einen weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Großhandel und den Apotheken.

Die Gesellschaft erwartet aufgrund einer verbesserten Produktverfügbarkeit, erfolgreicher Neueinführungen, wettbewerbsfähigerer Preise, intensivierter Verkaufsaktivitäten und eines allgemeinen Marktwachstums ein starkes Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2024 (+156 Mio. EUR) sowie ein steigendes EBIT in Höhe von Mio. EUR 7,0. Die noch vorläufigen handelsrechtlichen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 bestätigen diese Prognose. Für das Jahr 2025 plant die Gesellschaft mit Umsatzerlösen von Mio. EUR 583,8 und einem EBIT von Mio. EUR 7,3.

Die Gesellschaft wird auch in Zukunft jede Anstrengung unternehmen, bestehende Arbeitsabläufe auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu analysieren und bei Verbesserungsmöglichkeiten bzw. erkennbaren Schwächen diese entsprechend zu modifizieren.

Die Orifarm GmbH betrachtet Veränderungen der politischen Rahmen- und damit auch Marktbedingungen immer wieder als neue Herausforderung, ihr bestehendes Sortiment auf seine zukünftige Rentabilität hin zu analysieren und anzupassen.

 

Leverkusen, den 21. März 2025

Orifarm GmbH

Thomas Brandhof, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.988.161,25 1.985.853,23
1.988.161,25 1.985.853,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.628.832,72 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.914,54 9.076,74
1.748.747,26 9.076,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
3.762.473,10 2.020.494,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 474.188,74 1.737.673,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.767.911,96 45.654.734,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 224.556,11 234.704,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 353.519,95 203.255,09
50.345.988,02 46.092.694,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 70.206.186,13 66.261.646,38
121.026.362,89 114.092.013,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.704.364,65 1.010.792,05
126.493.200,64 117.123.300,55

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 725.000,00 725.000,00
II. Gewinnvortrag 7.585.778,73 7.585.778,73
8.310.778,73 8.310.778,73
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 33.095.190,08 22.808.446,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 931.938,25 321.604,85
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 83.173.429,33 84.461.805,91
3. Sonstige Verbindlichkeiten 981.864,25 1.220.664,98
davon aus Steuern: EUR 672.424,34 (Vorjahr: EUR 1.016.774,89)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 138.751,15 (Vorjahr: EUR 136.114,95)
85.087.231,83 86.004.075,74
126.493.200,64 117.123.300,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 403.713.155,80 367.052.076,80
2. Sonstige betriebliche Erträge 820.561,66 629.011,44
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 375.178.292,35 340.689.479,88
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.711.870,57 8.217.244,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.788.166,84 1.465.371,80
davon für Altersversorgung: EUR 53.768,60 (Vorjahr: EUR 49.800,50)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 865.622,95 729.664,37
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.007.057,51 12.990.484,93
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.157.256,33 385.613,12
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.157.256,33 (Vorjahr: EUR 238.309,40)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.688.341,37 121.677,46
davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.684.751,55 (Vorjahr: EUR 96.376,29)
9. Ergebnis nach Steuern 7.451.622,20 3.852.778,27
10. Sonstige Steuern 2.717,50 5.742,00
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -7.448.904,70 -3.847.036,27
12. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die Gesellschaft ist eingetragen unter der Nummer 49442 in der Abteilung B des Handelsregisters des Amtsgerichts Köln.

Der Jahresabschluss der Orifarm GmbH, Leverkusen, wurde nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Nach den Größenklassen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern unterstellt:

Lizenzen und Mitvertriebsrechte: fünf Jahre,

Software: drei Jahre,

technische Anlagen und Maschinen: drei bis zwölf Jahre,

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: drei bis 23 Jahre.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 3.250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst.

Vorratsvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der Altersstruktur und Risiken der Verwertungsmöglichkeit wird durch Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung in Höhe von 0,5 % des Nettoforderungsbestandes gegenüber nicht verbundenen Unternehmen Rechnung getragen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden - soweit zulässig - saldiert ausgewiesen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden bereits im Geschäftsjahr geleistete Ausgaben, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, abgegrenzt.

Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Fremdwährungskurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Rückstellungen für Herstellerrabatte für gesetzliche wie für private Krankenversicherungen werden auf Basis der im Januar des Folgejahres erhaltenen Eingangsrechnungen sowie auf Grundlage des über das Geschäftsjahr durchschnittlich gewährten Herstellerrabatts bezogen auf die noch nicht abgerechneten Umsatzerlöse des Monats Dezember ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen und sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Die Umsatzerlöse werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen

Die betrieblichen Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsaufwendungen und -erträge

Die Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Orifarm GmbH & Co. KG, Leverkusen, nicht zu bilanzieren.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Unter dem Finanzanlagevermögen wird die 100 %ige Beteiligung an der 1 0 1 Carefarm GmbH, Leverkusen, ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.638 bei einem Jahresüberschuss von TEUR 1.019.

Umlaufvermögen

Die Vorräte betreffen im Wesentlichen für den deutschen Markt umverpackte und umetikettierte Arzneimittel.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 235) betreffen im Geschäftsjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 203) betreffen debitorische Kreditoren (TEUR 243; Vorjahr: TEUR 123) und Hinterlegungen (TEUR 111; Vorjahr: TEUR 80).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Leistungsvergütungen (TEUR 28.200; Vorjahr: TEUR 17.960), Herstellerrabatte (TEUR 3.457; Vorjahr: TEUR 3.561), Personalkosten (TEUR 720; Vorjahr: TEUR 195) und Versicherungsprämien (TEUR 614; Vorjahr: TEUR 950).

Die Rückstellung für Herstellerrabatte setzt sich sowohl aus Beträgen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassenverbänden als auch den privaten Krankenkassenverbänden zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 83.173 (Vorjahr: TEUR 84.462) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 43.813; Vorjahr: TEUR 57.033) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 39.360; Vorjahr: TEUR 27.429), die im Wesentlichen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und aus der Ergebnisabführung resultieren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 39.360 (Vorjahr: TEUR 27.429) auf die Gesellschafterin.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig mit dem Parallelimport von Arzneimitteln erzielt.

Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Aufgliederung der Umsatzerlöse:

2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Inland 400.926 99,3 366.235 99,8
Ausland 2.787 0,7 817 0,2
403.713 100,0 367.052 100,0

Periodenfremde Erträge

Die in den sonstigen Erträgen ausgewiesenen periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 821 (Vorjahr: TEUR 519) beinhalten wie im Vorjahr überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Aufwendungen aus Währungsdifferenzen

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus Währungsdifferenzen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 12).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen offene Raten aus Leasingverträgen (TEUR 299; Vorjahr: TEUR 261) und Mietverpflichtungen (TEUR 1.296; Vorjahr: TEUR 1.153). Davon entfallen TEUR 683 (Vorjahr: TEUR 628) auf Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2023 fielen Honoraraufwendungen für den Abschlussprüfer von TEUR 297 an, welche mit TEUR 35 Abschlussprüferleistungen und mit TEUR 262 Steuerberaterleistungen betreffen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen betrug:

2023 Vorjahr
(Kaufmännische) Angestellte 166 151
Davon Teilzeitbeschäftigte 42 40
Geringfügig Beschäftigte 1 1
167 152

Gesellschafterin

Gesellschafterin mit einem Kapitalanteil von 100 % ist die Orifarm Trading GmbH & Co. KG mit Sitz in Leverkusen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Herr Thomas Brandhof, Chief Executive Officer, Orifarm Supply A/S, Odense/Dänemark

Hinsichtlich der Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird von der Erleichterungsregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Orifarm Group A/S, Odense/Dänemark, (Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der HBS Capital ApS, Odense/Dänemark, (Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind bei der Danish Business Authority unter der Registernummer 27347282 bzw. 41000880 abrufbar. Der Konzernabschluss der Orifarm Group A/S dient zugleich als befreiender Konzernabschluss gemäß § 291 HGB. Der befreiende Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

VI. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Orifarm GmbH hatten.

 

Leverkusen, den 21. März 2025

Orifarm GmbH

Thomas Brandhof, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 7.763.814,24 794.482,48 0,00 8.558.296,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.600,00 1.684.805,55 0,00 1.701.405,55
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 267.920,83 128.214,46 0,00 396.135,29
284.520,83 1.813.020,01 0,00 2.097.540,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 25.564,59
8.073.899,66 2.607.502,49 0,00 10.681.402,15
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.777.961,01 792.174,46 0,00 6.570.135,47
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 16.600,00 55.972,83 0,00 72.572,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.844,09 17.475,66 0,00 276.319,75
275.444,09 73.448,49 0,00 348.892,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.053.405,10 865.622,95 0,00 6.919.028,05
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.988.161,25 1.985.853,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.628.832,72 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.815,54 9.076,74
1.748.648,26 9.076,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
3.762.374,10 2.020.494,56

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Orifarm GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orifarm GmbH, Leverkusen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Orifarm GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 21. März 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer

Andreas Himmelsbach, Wirtschaftsprüfer

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