PCS GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Brandhof seit 17.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Orifarm GmbHLeverkusenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Orifarm GmbH ist im Geschäftsbereich des Re- und Parallelimports von Arzneimitteln tätig. Die Umsatzerlöse werden überwiegend mit Großhändlern und Apotheken in Deutschland realisiert. Die Orifarm GmbH ist eine 100 %-Tochtergesellschaft der Orifarm Trading GmbH & Co. KG, Leverkusen, und Teil der dänischen Orifarm-Gruppe. Die Gesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage war in Deutschland leicht rückläufig in 2023. Laut statistischem Bundesamt war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) -0,2 % niedriger als in 2022. Im gesamten Euro-Raum ist das BIP leicht angestiegen, um +0,5 %. Deutschland lag also unter dem Durchschnitt des Euro-Währungsgebiets. Die Entwicklung des Re-Importmarkts für Arzneimittel hängt stark von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Sozialgesetzbuch V ab. Mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes am 20. Oktober 2022 wurden durch den Gesetzgeber verschiedene Maßnahmen initiiert, welche zu einer Kostenentlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen führen sollen. Hierbei wurde der gesetzliche Herstellerabschlag befristet vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 von 7 % auf 12 % erhöht (vgl. § 130a Abs. 1b SGB V). Zudem wurde das Preismoratorium in § 130a Abs. 3a SGB V bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Allerdings ist es weiterhin möglich, Arzneimittelpreise zum Stichtag 1. Juli um den Betrag anzuheben, der sich aus der Veränderung des vom Statistischen Bundesamt festgelegten Verbraucherpreisindex für Deutschland im Vergleich zum Vorjahr ergibt. In § 130e SGB V wurde zudem ein sogenannter "Kombinationsabschlag" in Höhe von 20 % eingeführt. Dieser fällt für alle Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen an, die in einer vom Gemeinsamen Bundesausschuss zuvor nach § 35a Abs. 3 Satz 4 benannten Kombination eingesetzt und ab dem 2. Mai 2023 zu Lasten der Krankenkassen abgegeben werden. Weiterhin wurde das AMNOG reformiert. Der nach § 130b zwischen dem pharmazeutischen Unternehmer und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zu vereinbarende Erstattungsbetrag gilt nicht mehr ab dem 13. Monat, sondern nunmehr rückwirkend ab dem 7. Monat nach dem erstmaligen Inverkehrbringen oder nach Zulassung eines neuen Anwendungsgebiets. Zudem war der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gesetzlich verpflichtet bis zum 16. August 2023 Hinweise zur Austauschbarkeit von biologisch hergestellten Arzneimitteln auf Apothekenebene zu erteilen. Die ursprüngliche Frist bis zum 16. August 2022 wurde hierbei durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz um ein Jahr verlängert. Apotheken müssen künftig - wie im generischen Markt - verordnete biologisch hergestellte Arzneimittel durch preisgünstige Arzneimittel austauschen. Vorrangig sind hierbei Rabattarzneien durch die Apotheke abzugeben. Der Parallel-Importmarkt (gemessen am Wert der Abverkäufe an private Endkunden) ist von 2022 auf 2023 deutlich angestiegen, um +12 %. Damit lag der Trend über der Entwicklung des gesamten deutschen Pharmamarktes. Dieser lag in 2023 +6 % über dem Wert von 2022 (Quelle: IQVIA Commercial Deutschland GmbH & Co. KG (im Folgenden: IQVIA)). Die Warenverfügbarkeit, die Positionierung im Wettbewerb auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten, divergierende Wechselkurse sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen waren, sind und bleiben die den Umsatz bestimmenden Faktoren. Auch ist der Markt weiterhin stark von Rabattverträgen beeinflusst. Die Anzahl der Import-Produkte, für die mindestens mit einer Krankenkasse ein Rabattvertrag abgeschlossen wurde, lag mit 3.744 PZN schon im Dezember 2022 auf einem hohen Niveau und ist im Laufe des Jahres nochmal weiter angestiegen, bis auf 4.030 PZN im Dezember 2023 (Quelle: Deutsches Apotheken Portal). 2. Geschäftsverlauf Orifarm GmbH Die Umsatzerlöse der Gesellschaft mit Dritten sind im Geschäftsjahr 2023 um +10,0 % angestiegen. Das hatte zur Folge, dass die Gesellschaft im fünften Jahr in Folge Marktanteile gewinnen konnte und auf jetzt 14,2 % angestiegen ist (Quelle: IQVIA). 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von Mio. EUR 7,4 aus, das somit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (Mio. EUR 3,8) liegt. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 36,7 auf Mio. EUR 403,7 gestiegen und liegen damit deutlich über der Prognose (Mio. EUR 375,0). Ursächlich hierfür sind der erhöhte Abschluss von Rabattverträgen und ein höherer Marktanteil der Gesellschaft am Parallelimport-Markt. Die sonstigen betrieblichen Erträge (Mio. EUR 0,8) sind gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 0,6) leicht gestiegen. Sie bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Materialintensität (Materialaufwand / Umsatzerlöse) erhöhte sich um 0,1 %-Punkte auf 92,9 % (Vorjahr: 92,8 %). Im Zuge des Wachstums der Gesellschaft wurden in allen Funktionsbereichen weitere Mitarbeiter eingestellt, so dass der Personalaufwand um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 11,5 anstieg. Die Personalintensität (Personalaufwand / Umsatzerlöse) ist mit 2,8 % gegenüber dem Vorjahresniveau von 2,6 % gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr im Unternehmen angestellten Mitarbeiter stieg gegenüber 2022 um 15 auf 167. Zum Jahresende des Geschäftsjahres gab es 124 (Vorjahr: 111) Vollzeitangestellte, 42 (Vorjahr: 40) Teilzeitangestellte und 1 (Vorjahr: 1) geringfügig Beschäftigten in der Gesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit Mio. EUR 13,0 auf dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 13,0) und umfassen insbesondere Aufwendungen für Leistungsvergütungen sowie Fracht-, Marketing- und Beratungskosten. Das EBIT der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr Mio. EUR 4,0 gegenüber Mio. EUR 3,6 im Vorjahr. Daneben ist der deutliche Anstieg des Ergebnisses vor Gewinnabführung geprägt durch ein um Mio. EUR 3,2 verbessertes Zinsergebnis. Hintergrund ist die gestiegene Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Intercompany-Verbindlichkeiten. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 9,4 auf Mio. EUR 126,5. Dieser Anstieg beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf der Erhöhung des Guthabens bei Kreditinstituten (Mio. EUR 3,9), dem umsatzbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio. EUR 4,1 sowie dem Anstieg des Sachanlagevermögens um Mio. EUR 1,7. Demgegenüber steht insbesondere die Reduzierung des Warenbestandes um Mio. EUR 1,3. Die Reichweite der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt in 2023 44,4 Tage (Vorjahr: 44,8 Tage). Der Anstieg der Bilanzsumme beruht auf der Passivseite im Wesentlichen auf der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 10,3, die sich insbesondere aufgrund gestiegener kundenbezogener Rückstellungen deutlich erhöht haben. Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um Mio. EUR 0,6 gestiegen. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Minderung um Mio. EUR 1,3) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (Reduzierung um Mio. EUR 0,2). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 6,6 % gegenüber 7,1 % im Vorjahr. Der Anstieg ist bei gleichbleibendem Eigenkapital v.a. auf den zuvor erläuterten Anstieg der Rückstellungen zurückzuführen. Im Berichtsjahr 2023 wurden Mio. EUR 2,6 investiert, im Wesentlichen in neue Anlagen. Die Investitionsquote beträgt 69,3 % gegenüber 40,7 % im Vorjahr. Finanzlage Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt Mio. EUR 6,9 (Vorjahr: Mio. EUR 74,2). Auf die Entwicklung des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit haben sich insbesondere die liquiditätsunwirksamen Effekte aus der Erhöhung der Rückstellungen ausgewirkt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR +3,5 (Vorjahr: Mio. EUR -0,8) und enthält neben Abflüssen für Investitionen von Mio. EUR 2,6 erhalten Zinszahlungen von Mio. EUR 6,1. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt aufgrund des im Vorjahr erzielten Ergebnisses und den gezahlten Zinsen insgesamt Mio. EUR -6,5. Der Finanzmittelfonds beträgt am Ende des Geschäftsjahres Mio. EUR 70,2 gegenüber Mio. EUR 66,3 im Vorjahr und setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln und dem Guthaben gegenüber Kreditinstituten zusammen. 4. Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Die bedeutsamsten finanziellen bzw. nicht finanziellen Leistungsindikatoren für das Unternehmen sind die Umsatzerlöse, das EBIT und die Mitarbeiterzahl. Die Entwicklung dieser Leistungsindikatoren stellt sich wie folgt dar:
5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt sehr zufriedenstellend. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Der dänische Mutterkonzern - Orifarm Group A/S, Odense/Dänemark, - wird über die unternehmerischen Risiken und Chancen regelmäßig informiert. Das in der Gesellschaft installierte Risikomanagementsystem hat folgende Betrachtungsschwerpunkte:
Das Risikomanagement gehört zu den zentralen und alltäglichen Managementaufgaben, um Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu minimieren. Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren, durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen zu begrenzen sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden. Im Berichtszeitraum 2023 und bis heute haben sich keine das Geschäftsmodell gefährdenden Risiken ergeben. Die Bonitätsprüfung und -überwachung inländischer Kunden sowie ggf. das Inkasso von Inlandsforderungen erfolgen in enger Kooperation mit einem hierauf spezialisierten Versicherungsunternehmen. Das größte Risiko besteht - wie die vergangenen Jahre gezeigt haben - in regulierenden Eingriffen der Politik. Diese lassen sich jedoch teilweise nur schwer vorhersehen und erfordern dann kurzfristige Reaktionen. 2. Prognose, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Verschiedene Pharmaunternehmen, darunter Ipsen, Roche, AbbVie und Janssen Deutschland haben Verfassungsbeschwerde gegen das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz eingelegt. Sowohl die Neuregelung der Rabattfolgen einer Nutzenbewertung als auch der Zusatzrabatt auf Medikamentenkombinationen werden als systemwidrige Eingriffe in die etablierten Regeln der Arzneimittelerstattung gewertet. Im Rahmen der beschlossenen "Pharmastrategie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Pharmabereich in Deutschland" im Dezember 2023, hat die Bundesregierung angekündigt, dass diese beabsichtigt den Herstellerabschlag für erstattungsfähige Arzneimittel ohne Festbetrag künftig auf dem Niveau von 7 % zu stabilisieren. Weiterhin möchte die Bundesregierung die Ablösung des öffentlich gelisteten Erstattungsbetrags durch einen vertraulichen Erstattungsbetrag im Rahmen der AMNOG-Erstattungsbetragsverhandlungen ermöglichen. Am 27. März 2024 hat das Kabinett diesbezüglich den Entwurf eines Medizinforschungsgesetzes beschlossen. In § 130b Abs. 1 SGB V ist für den pharmazeutischen Unternehmer die Option enthalten, vertrauliche Preise mit dem GKV-Spitzenverband zu vereinbaren. Der GKV-Spitzenverband soll nach dem Gesetzesentwurf allerdings verpflichtet sein, Arzneimittelimporteuren auf Anfrage Auskunft über den Erstattungsbetrag zu erteilen. Weiterhin sollen im Falle einer gewählten Vertraulichkeit des Erstattungsbetrags, entsprechende preisgünstige importierte Arzneimittel von der gesetzlichen "Importquote" in § 129 Abs. 1 SGB V ausgenommen werden. Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zu "vertraulichen Arzneimittelpreisen" stößt in der Praxis, insbesondere auf Kassenseite auf heftige Kritik. Zudem hat auch der Bundesrat in einer Stellungnahme die Streichung der Regelung zu den vertraulichen Erstattungsbeträgen gefordert. Das Gesetz ist indes nicht zustimmungspflichtig. Es wird erwartet, dass Rabattverträge für die Sicherstellung der Abgabefähigkeit von Arzneimitteln von hoher Bedeutung bleiben. In den vergangenen Jahren wurden auch im Parallelimport-Markt sowohl von den großen als auch von kleineren Anbietern zahlreiche Rabattverträge abgeschlossen. Soweit ein Rabattvertrag zwischen einer Krankenkasse und einem Originalhersteller oder Importeur geschlossen wird, führt dies zu einer bevorzugten Abgabeverpflichtung. Die zunehmende Preissensitivität der Apotheken, wodurch im generischen Wettbewerb nur die vier preisgünstigsten Pl-Anbieter in die Lieferantenauswahl einbezogen werden, wird auch in 2024 maßgeblich auf den Markt Einfluss nehmen. Um einem potenziellen Verlust von Marktanteilen entgegenzuwirken, beabsichtigt die Gesellschaft einen weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Großhandel und den Apotheken. Die Gesellschaft erwartet aufgrund einer verbesserten Produktverfügbarkeit, erfolgreicher Neueinführungen, wettbewerbsfähigerer Preise, intensivierter Verkaufsaktivitäten und eines allgemeinen Marktwachstums ein starkes Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2024 (+156 Mio. EUR) sowie ein steigendes EBIT in Höhe von Mio. EUR 7,0. Die noch vorläufigen handelsrechtlichen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 bestätigen diese Prognose. Für das Jahr 2025 plant die Gesellschaft mit Umsatzerlösen von Mio. EUR 583,8 und einem EBIT von Mio. EUR 7,3. Die Gesellschaft wird auch in Zukunft jede Anstrengung unternehmen, bestehende Arbeitsabläufe auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu analysieren und bei Verbesserungsmöglichkeiten bzw. erkennbaren Schwächen diese entsprechend zu modifizieren. Die Orifarm GmbH betrachtet Veränderungen der politischen Rahmen- und damit auch Marktbedingungen immer wieder als neue Herausforderung, ihr bestehendes Sortiment auf seine zukünftige Rentabilität hin zu analysieren und anzupassen.
Leverkusen, den 21. März 2025 Orifarm GmbH Thomas Brandhof, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeines Die Gesellschaft ist eingetragen unter der Nummer 49442 in der Abteilung B des Handelsregisters des Amtsgerichts Köln. Der Jahresabschluss der Orifarm GmbH, Leverkusen, wurde nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Nach den Größenklassen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern unterstellt:
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 3.250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Vorratsvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der Altersstruktur und Risiken der Verwertungsmöglichkeit wird durch Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung in Höhe von 0,5 % des Nettoforderungsbestandes gegenüber nicht verbundenen Unternehmen Rechnung getragen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden - soweit zulässig - saldiert ausgewiesen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden bereits im Geschäftsjahr geleistete Ausgaben, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, abgegrenzt. Währungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Fremdwährungskurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung, die eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Rückstellungen für Herstellerrabatte für gesetzliche wie für private Krankenversicherungen werden auf Basis der im Januar des Folgejahres erhaltenen Eingangsrechnungen sowie auf Grundlage des über das Geschäftsjahr durchschnittlich gewährten Herstellerrabatts bezogen auf die noch nicht abgerechneten Umsatzerlöse des Monats Dezember ermittelt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen und sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Die Umsatzerlöse werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst. Betriebliche Aufwendungen Die betrieblichen Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsaufwendungen und -erträge Die Zinsaufwendungen und -erträge werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst. Latente Steuern Latente Steuern sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Orifarm GmbH & Co. KG, Leverkusen, nicht zu bilanzieren. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Unter dem Finanzanlagevermögen wird die 100 %ige Beteiligung an der 1 0 1 Carefarm GmbH, Leverkusen, ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.638 bei einem Jahresüberschuss von TEUR 1.019. Umlaufvermögen Die Vorräte betreffen im Wesentlichen für den deutschen Markt umverpackte und umetikettierte Arzneimittel. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 235) betreffen im Geschäftsjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 203) betreffen debitorische Kreditoren (TEUR 243; Vorjahr: TEUR 123) und Hinterlegungen (TEUR 111; Vorjahr: TEUR 80). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Leistungsvergütungen (TEUR 28.200; Vorjahr: TEUR 17.960), Herstellerrabatte (TEUR 3.457; Vorjahr: TEUR 3.561), Personalkosten (TEUR 720; Vorjahr: TEUR 195) und Versicherungsprämien (TEUR 614; Vorjahr: TEUR 950). Die Rückstellung für Herstellerrabatte setzt sich sowohl aus Beträgen gegenüber den gesetzlichen Krankenkassenverbänden als auch den privaten Krankenkassenverbänden zusammen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 83.173 (Vorjahr: TEUR 84.462) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 43.813; Vorjahr: TEUR 57.033) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 39.360; Vorjahr: TEUR 27.429), die im Wesentlichen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und aus der Ergebnisabführung resultieren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 39.360 (Vorjahr: TEUR 27.429) auf die Gesellschafterin. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. IV. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden vollständig mit dem Parallelimport von Arzneimitteln erzielt. Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Aufgliederung der Umsatzerlöse:
Periodenfremde Erträge Die in den sonstigen Erträgen ausgewiesenen periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 821 (Vorjahr: TEUR 519) beinhalten wie im Vorjahr überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Aufwendungen aus Währungsdifferenzen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen aus Währungsdifferenzen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 12). V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen offene Raten aus Leasingverträgen (TEUR 299; Vorjahr: TEUR 261) und Mietverpflichtungen (TEUR 1.296; Vorjahr: TEUR 1.153). Davon entfallen TEUR 683 (Vorjahr: TEUR 628) auf Verpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2023 fielen Honoraraufwendungen für den Abschlussprüfer von TEUR 297 an, welche mit TEUR 35 Abschlussprüferleistungen und mit TEUR 262 Steuerberaterleistungen betreffen. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen betrug:
Gesellschafterin Gesellschafterin mit einem Kapitalanteil von 100 % ist die Orifarm Trading GmbH & Co. KG mit Sitz in Leverkusen. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft:
Hinsichtlich der Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird von der Erleichterungsregelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Orifarm Group A/S, Odense/Dänemark, (Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der HBS Capital ApS, Odense/Dänemark, (Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind bei der Danish Business Authority unter der Registernummer 27347282 bzw. 41000880 abrufbar. Der Konzernabschluss der Orifarm Group A/S dient zugleich als befreiender Konzernabschluss gemäß § 291 HGB. Der befreiende Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. VI. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Orifarm GmbH hatten.
Leverkusen, den 21. März 2025 Orifarm GmbH Thomas Brandhof, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Orifarm GmbH, Leverkusen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Orifarm GmbH, Leverkusen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Orifarm GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 21. März 2025 Deloitte
GmbH
Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer Andreas Himmelsbach, Wirtschaftsprüfer |
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