Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 736977
Eingetragen
17.7.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Hard- und Software, insbesondere für Zeit-, Betriebsdaten- und Projektzeiterfassungssysteme und für Systemtechnik auf dem Gebiet elektronischer Zugangskontrollanlagen und der Gebäudeleittechnik, für Internetanwendungen sowie für Sicherheitstechnik, die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen sowie der Erwerb von Unternehmen, auch im Wege der Verschmelzung, sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen und die Ausübung von Konzernleitungsfunktionen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Häuptle
seit 24.9.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Azkoyen S.A.ESP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Azkoyen S.A.
Spain
5.550.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

primion Technology GmbH

Stetten am kalten Markt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die primion Technology GmbH ist ein international tätiger Anbieter von innovativen soft- und hardwarebasierten Systemen für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung, integrierte Sicherheitstechnik und Sicherheitsmonitoring. Im Zentrum der Geschäftstätigkeit der primion Technology GmbH stehen die Zutrittskontrollsysteme. Diese Kernkompetenz wird ergänzt um weitere Dienstleistungen für diese Bereiche.

1.1 Gesellschaftsrechtliche Struktur

Die primion Technology GmbH, Stetten am kalten Markt, ist im Handelsregister von Ulm unter HRB Nr. 736977 eingetragen.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 16. Mai 2018.

Einziger Gesellschafter ist die Azkoyen S.A, Peralta, Spanien.

1.2 Organisationsstruktur der Gesellschaft

Die primion Technology GmbH nimmt neben ihrer operativen Vertriebs- und Installationstätigkeit als Mutterunternehmen Entwicklungs-, Produktions- und Holdingfunktionen für den gesamten primion-Konzern wahr.

Der Vertrieb und die Installation erfolgen primär endkundenorientiert über zwölf (Vorjahr: zwölf) eigene Niederlassungen in Deutschland und acht (Vorjahr: sieben) weitere Standorte bei den Konzern- und Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden sowie über weitere Vertriebspartner im In- und Ausland.

Das "One-Stop-Shop"-Geschäftsmodell der primion Technology GmbH umfasst die komplette Wertschöpfungskette von der Entwicklung und der Produktion über die Projektierung bis hin zur Installation und Integration sowie die Erbringung komplementärer Dienstleistungen (z. B. Consulting, Schulungen, Hotline-Support und Systemwartung).

Wir ermöglichen sowohl die auf Kundenanforderungen ausgerichtete individuelle Kombination einzelner Module als auch die Integration in bestehende IT-Systeme über standardisierte Schnittstellen sowie eine globale Vernetzung der Systemkomponenten.

Gegenüber den Kunden fungiert im Inland die zuständige Niederlassung und im Ausland die jeweiligen Tochterunternehmen als Ansprechpartner für die Planung und Umsetzung von Kundenprojekten. In Drittländern werden diese Aufgaben über Partner erledigt.

Der überwiegende Teil der in den Kundenprojekten installierten Hardware wird am Hauptsitz der Gesellschaft in Stetten am kalten Markt produziert. Es erfolgen somit regelmäßig Lieferungen und Leistungen zwischen Mutter- und Tochterunternehmen.

Insgesamt sind bei der primion Technology GmbH zum 31. Dezember 2023 302 Mitarbeiter (Vorjahr: 290 Mitarbeiter) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 bzw. 31. Dezember 2022 teilt sich die Mitarbeiterzahl (inkl. der Geschäftsführung und Auszubildenden) auf die einzelnen Funktionsbereiche des Unternehmens wie folgt auf:

2023 absolut 2023 relativ 2022 absolut 2022 relativ
Funktionsbereich
Vertrieb und Technik 171 56,6 162 55,9
Produktion 31 10,3 35 12,1
Entwicklung 62 20,5 57 19,6
Verwaltung 38 12,6 36 12,4
Gesamt 302 100 290 100

Zum 31. Dezember 2023 sind in Vollzeitäquivalenten ausgedrückt 276 (Vorjahr: 265) Mitarbeiter (einschließlich der Geschäftsführung und Auszubildende) beschäftigt.

1.3 Andere Erfolgsfaktoren

1.3.1 Gesellschaftliche Verantwortung

Das Engagement der primion Technology GmbH endet nicht an den Werkstoren, sondern entfaltet sich im unmittelbaren Umfeld ihrer Standorte. Als Förderer unterstützt das Unternehmen lokale und regionale Vereine und Organisationen. Zu diesem Engagement gehört etwa die Unterstützung von Aktivitäten der näheren Umgebung. Die primion Technology GmbH wurde nach ISO 14001 zertifiziert. Die Gesellschaft ist bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) registriert.

1.3.2. Mitarbeiter

1.3.2.1 Organisationsentwicklung

Die Organisationsstruktur wird durch die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen laufend überprüft, um Prozessabläufe und Ressourceneinsatz stetig anzupassen und zu verbessern. Die primion Technology GmbH wurde nach ISO 9001 zertifiziert.

1.3.2.2 Ausbildung

Die Ausbildung bei der primion Technology GmbH ist ein wichtiger Baustein zur Entwicklung qualifizierter Mitarbeiter. So waren bei der primion Technology GmbH zum 31. Dezember 2023 insgesamt vier Ausbildungsplätze belegt (im Vorjahr: sechs), davon vier im kaufmännischen Bereich.

1.3.2.3 Personalentwicklung

Systematische Qualifizierungsplanung anhand eines breiten Angebots ist die Basis für das hochspezialisierte Geschäftsfeld der primion Technology GmbH. Aktuell werden daneben bedarfsorientierte Qualifizierungsschwerpunkte gesetzt. Sie gewährleisten den flexiblen Einsatz ausgewählter Mitarbeiter gemäß den definierten Anforderungen.

1.4 Produkte und Märkte

Die primion Technology GmbH bietet soft- und hardwarebasierte Systeme für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und integrierte Sicherheitstechnik/Sicherheitsmonitoring sowie hierzu komplementäre Dienstleistungen an. Die Systemlösungen für die Zeiterfassung beinhalten Module des Arbeitszeitmanagements, der Personaleinsatzplanung und der Betriebsdatenerfassung; diejenigen der integrierten Sicherheitstechnik beinhalten Module des Sicherheitsmonitoring, der Gefahrenmelde- und Videotechnik. Die Prime-Key-Technology erweitert die Bereiche Zutrittskontrolle und integrierte Sicherheitstechnik um mechatronische Systemkomponenten. Zielgruppe für die Produkte und Dienstleistungen von primion sind Unternehmen aller Branchen und Betriebsgrößen.

Das folgende Schaubild zeigt die primion Systemlösungen und die integrierten Module:

Die Produkte gliedern sich in Hardware, Software, Sicherheitstechnik/Mechatronik (Prime-Key-Technologie) und Komponenten. Die Dienstleistungen werden unterteilt in Professional Services (Planung und Projektierung, Schulungen, Implementierung und Integration sowie Support und Hotline) und Systemwartung. primion bietet grundsätzlich ganzheitliche Systemlösungen an, die modular aufgebaut sind. Bestimmte Komponenten, die primion nicht selbst fertigt, wie Schlösser, mechatronische Komponenten sowie Identifikationsträger (z. B. Ausweise und Schlüsselanhänger), PCs und Kameras, werden von Lieferanten bezogen.

1.4.1 Systeme für Zutrittskontrolle

Elektronische Zutrittskontrollsysteme gelten mittlerweile als integraler Bestandteil des Sicherheitskonzeptes von Gebäuden. Sie erfüllen eine Vielzahl von organisatorischen und technischen Aufgaben und bilden die Verknüpfung zu anderen Elementen des Facility-Managements. Die Sicherstellung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Werten, Informationen und Dienstleistungen ist daher zu einer systemtechnischen Aufgabe geworden. Die wesentlichen Leistungsmerkmale sind:

zeitliche und räumliche Zuordnung von Zutrittsberechtigungen für vorbestimmte Personen,

flexible und schnelle Änderung von Berechtigungen,

zuverlässiger Ausschluss nicht berechtigter Personen,

Meldung von Manipulationsversuchen am System und an den von dem Zutritts-Kontrollsystem überwachten Bereichen,

Dokumentation aller systemrelevanten Ereignisse,

Besuchermanagement,

Möglichkeit der Integration zusätzlicher Anwendungen (CCTV, Einbruch- und Brandmeldetechnik).

Die Bandbreite der Zutrittskontrollsysteme reicht vom einfachen Schließsystem bis zur komplexen Lösung für Hochsicherheitsbereiche. Die modernen Zutrittskontrollzentralen steuern und überwachen nicht nur die angeschlossenen Türen, sondern auch Drehkreuze, Schranken und Schleusen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig, so kann z. B. über eine Zutrittskontrollzentrale eine Aufzugssteuerung erfolgen.

Das primion Zutrittskontrollsystem steuert über die webbasierte Host-Software parametrierbare Kontrolleinheiten (Zutrittskontrollsteuereinheiten), an denen je nach Anforderung bis zu 32 Ausweisleser angeschlossen werden können. Die örtlichen Gegebenheiten und Kundenbedürfnisse (z. B. Anzahl der Ein-/Ausgänge und der zutrittsberechtigten Personen sowie der erforderlichen Systemredundanzen) bestimmen die jeweilige Anzahl der Zutrittskontrollsteuereinheiten, deren Gesamtzahl innerhalb einer Systemlösung technisch nahezu unbegrenzt ist. Der Ausweisleser erfasst die Identifikationsmerkmale und wandelt diese in für die Zutrittskontrollsteuereinheit lesbare elektrische Signale um. Die Identifikationsmerkmale werden in Abstimmung mit dem Kunden festgelegt und reichen von einfachen Nummernsystemen (Zahlenkombinationen) über RFID-Technologien (Smartcards) bis hin zu persönlichen biometrischen Merkmalen (z. B. "Fingerabdruck" und "Iris-Scan"). Zu den entsprechenden Identifikationsmerkmalen sind über die Software die jeweiligen Personen mit ihren individuellen Berechtigungen in einer Datenbank hinterlegt. Diese individuellen Berechtigungen können bei Bedarf unmittelbar gesperrt und deaktiviert werden.

1.4.2. Systeme für Zeiterfassung

Elektronische Zeiterfassungssysteme unterstützen die Erfassung und Kontrolle von An- bzw. Abwesenheiten und bewerten die entsprechenden Zeiten (An-, Abwesenheits-, Zuschlags- und Fehlzeiten) im Vorfeld der Personalabrechnung. Hinzu kommen planerische Funktionen wie z. B. Schicht-, Personaleinsatz- und Urlaubsplanung. Die gespeicherte Datenbasis dient zugleich als Grundlage für Personalstatistiken und Personalinformationen. Im Produktionsbereich können auf diese Weise die erforderlichen auftrags- und arbeitsgangbezogenen Zeiten ermittelt werden. Zur Erfassung der Kommen/ Gehen-Zeiten können die gleichen Identifikationsmerkmale, die in den Systemen zur Zutrittskontrolle zum Einsatz kommen, herangezogen werden. Die Buchungen können über spezielle Zeiterfassungsterminals mit Display und Tastatur, über den PC am Arbeitsplatz oder über das Telefon erfolgen.

Arbeitszeitmanagementsysteme bewältigen eine zunehmende Anzahl komplexer und verschiedenartiger Arbeitszeitmodelle (wie z. B. flexible Arbeitszeit, Schichtbetrieb, Jahres- und Lebensarbeitszeit sowie die Erfassung von Leistungsdaten). Darüber hinaus müssen sie den Wechsel einzelner Mitarbeiter zwischen diesen Modellen abbilden und die Bewertung der darunter erfassten Arbeitszeiten erlauben. Ferner wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Personalkosten zeitnah zu überwachen und verursachungsgerecht zurechnen zu können. Die tarifgerechte Bereitstellung der erfassten Arbeitszeiten einschließlich der Ermittlung der zuschlagspflichtigen Zeiten, wie z. B. Überstundenzuschläge, Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge, bilden hierbei den Schwerpunkt.

1.4.3. Integrierte Sicherheitstechnik/Sicherheitsmonitoring

Im Rahmen der integrierten Sicherheitstechnik werden die Module der Gefahrenmeldetechnik (Brand-, Einbruchalarm und technischer Alarm) und Videotechnik angeboten.

Als zentrales Produkt der integrierten Sicherheitstechnik bietet primion den Sicherheitsleitstand psm2200 an. Mit diesem Software-Produkt ist der Kunde in der Lage, verschiedene Gewerke, wie z. B. Zutrittskontrolle, Einbruch- und Brandmeldeanlagen sowie Videosysteme und Fluchttüranlagen, zu zentralisieren, zu visualisieren und zu steuern (Sicherheitsmonitoring).

Ergänzt werden die primion-Lösungen für Zutrittskontrolle und integrierte Sicherheitstechnik durch die im Bereich der Mechatronik angesiedelten Produkte der Prime-Key-Technologie. Grundlage dieser Technologie bilden die auf der RFID-Technologie basierenden wiederbeschreibbaren Smartcards. Diese Smartcards werden über spezielle Ausweisleser, welche über die Zutrittskontrolleinheit mit der Host-Software in Verbindung stehen, mit aktuellen Berechtigungsdaten versehen. Somit sind Teile der Berechtigungsdaten auf der Smartcard abgespeichert. Spezielle Zutrittskontrolleinheiten greifen auf diesen Datenbestand, der auf der Smartcard abgespeichert ist, unmittelbar zu und benötigen daher keinerlei Verbindung zur Host-Software. Diese Zutrittskontrolleinheiten können daher sehr klein konstruiert und gemeinsam mit einem Ausweisleser in mechatronischen Produkten, wie Zylindern und Türbeschlägen, integriert werden. Die entsprechende Energieversorgung erfolgt durch kleine, leistungsstarke Batterien; die Notwendigkeit einer Verkabelung entfällt. Mit der Prime-Key-Technologie wird aus dem bisher passiv genutzten Kartenleser ein aktives System, das sowohl lesen als auch schreiben kann.

1.5 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit der primion Technology GmbH ist das allgemeine konjunkturelle Umfeld in Westeuropa prägend, da die Unternehmen, die wir zu unseren Kunden zählen dürfen, aus verschiedensten Branchen stammen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2023 - 2024 "WACHSTUMSSCHWÄCHE ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN" auszugsweise wie folgt beschrieben:

"Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren."

Globales Wachstum, Warenhandel und Industrieproduktion

1 - Durchschnitte der saisonbereinigten Quartalswerte. Das globale BIP wird angenähert durch die Summe der Länder in Tabelle 1 (Insgesamt). 2 - Prognose des Sachverständigenrates. 3 - Abgernzung wie in Fußnote 9 in Tabelle 1. 4 - Abgrenzung wie in Fußnote 10 in Tabelle 1. 5 - Umfasst das saisonbereinigte Warenhandelsvolumen in 81 Ländern und knapp 99 % des globalen Warenhandels. 6 - Umfasst die Industrieproduktion in 85 Ländern und etwa 97 % der gobalen Industrieproduktion.

Quellen: CPB, Eurostat, IWF, nationale Statistikämter, OECD, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat | 23-239-03

Konjunktureller Ausblick

1 - Prognose des Sachverständigenrates. 2 - Werte basieren auf saison- und kalenderbereinigten Quartalswerten. Prognose JG 2022 ohne Kroatien. 3 - Basierend auf saison- und kalenderbereinigten Daten. 4 - Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie. 5 - Durchschnitt über den Zeitraum von 1999 bis 2022.

Quellen: Deutsche Bundesbank, Eurostat, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat | 23-485-01

Preise für Energie, Agrarprodukte und Rohstoffe

1 - Der European Gas Index (EGIX) basiert auf börslichen Handelsgeschäften mit den jeweils aktuellen Frontmonatskontrakten der Trading Hub Europe (THE). Ein Frontmonatskontrakt ist definiert als ein zum nächsten Monat fälliger Kontrakt, der an den Terminbörsen gehandelt wird.

2 - Durchschnittliche Futures-Preise der letzten 10 Handelstage für den November 2023 und die folgenden Monate, abgerufen am 27. Oktober 2023.

3 - Die Preise basieren auf der Lieferung am Henry Hub in Louisiana. Offizielle Tagesschlusspreise um 14:30 Uhr auf dem Parkett der New York Mercantile Exchange (NYMEX) für einen bestimmten Liefermonat.

4 - Preis in US-Dollar/MMBtu (1 million British thermal units) umgerechnet in Euro/MWh. Für die Umrechnung der Futures-Preise wird der letzte verfügbare Tageskurs verwendet.

5 - Japan Korea Marker (JKM) ist der nordostasiatische Spotpreisindex für LNG, das ab Schiff nach Japan und Korea geliefert wird.

6 - Ölpreis fortgeschrieben mit einer jährlichen Inflationsrate von 2%.

7 - Deflationiert den nominalen Preisindex mit dem Manufactures Unit Value (MUV) Index der Weltbank.

8 - Enthält Preise für Gerste, Hirse, Mais, Reis und Weizen.

9 - Enthält Preise für zehn verschiedene pflanzliche Speiseöle.

10 - Enthält Preise für Harnstoff-, Kali-und Phosphatdünger.

11 - Enthält Preise für Aluminium, Blei, Eisenerz, Kobalt, Kupfer, Molybdän, Nickel, Uran, Zink und Zinn.

Quellen: EEX, EIA, EZB, FAO, ICE, IWF, NYMEX, Refinitiv Datastream, eigene Berechnungen

© Sachverständigenrat | 23-230-02

1.6 Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Im Berichtsjahr hat sich die Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechtert. Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr sehr leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr jedoch ebenso deutlich erhöht. Ferner sind die Beteiligungserträge niedriger als im Vorjahr. Nach unserer Auffassung haben folgende Entwicklungen den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich geprägt:

Die Gesamtleistung der Gesellschaft ist von EUR 40,0 Mio. im Vorjahr um EUR 0,9 Mio. (2,3 %) auf EUR 40,9 Mio. im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse beträgt hierbei EUR 0,3 Mio. Die Bestandsveränderung hat sich um EUR 0,6 Mio. erhöht. Die Materialaufwendungen haben sich von EUR 9,0 Mio. im Vorjahr um EUR 1,0 Mio. (11,0 %) auf EUR 10,0 Mio. im Berichtsjahr erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,7 Mio. deutlich erhöht.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,5 Mio. (12,9 %) auf EUR 22,0 Mio. aufgrund eines Anstieges der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und der Anpassungen der Löhne und Gehälter deutlich gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr mit EUR 9,9 Mio. aufgrund der Erhöhungen von Rückstellungen sowie erhöhter Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Stellennachbesetzungen und Kfz-Kosten deutlich angestiegen.

Das EBITDA hat sich von EUR 4,3 Mio. im Vorjahr um EUR 3,7 Mio. (86,1 %) auf EUR 0,6 Mio. im Berichtsjahr deutlich verschlechtert. Die sonstigen Steuern werden bei der Berechnung des EBITDA als sonstige betriebliche Aufwendungen nach der Konzernrichtlinie eingestuft und minimieren daher ebenfalls das EBITDA und das EBIT.

Das EBIT hat sich ebenso von EUR 3,7 Mio. im Vorjahr um EUR 3,6 Mio. (96,9 %) auf EUR 0,1 Mio. deutlich verschlechtert.

Die Beteiligungserträge aus der Vereinnahmung der beiden Dividenden der Tochtergesellschaften GET und Digitek belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.).

Der Ertragsteueraufwand ist von EUR 1,0 Mio. um EUR 1,2 Mio. (120,0 %) auf EUR - 0,2 Mio. deutlich gesunken.

2. Entwicklungsbericht

Die interne Weiter- und Neuentwicklung von Hard- und Software für das Leistungsportfolio von primion ist für die Gesellschaft ein wesentlicher Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor, der konsequent weiterverfolgt wird.

Die Entwicklungsabteilung ist in die Bereiche Hardware und Software unterteilt. Diese Bereiche wiederum sind in Produktpflege, laufende Kundenanforderungen sowie strategische Produktweiterentwicklung untergliedert. Maßnahmen wurden eingeführt, die Entwicklungsabläufe bündeln, effektives und agiles Arbeiten garantieren und das bestehende, am Markt erfolgreich etablierte Produktportfolio stärken.

Die Entwicklungsprojekte werden von speziell zusammengestellten Teams, sofern erforderlich auch standortübergreifend, bearbeitet. Das Team besteht aus Spezialisten verschiedener Bereiche, die die Aufgabe haben, eine Spezifikation in ein Produkt umzuwandeln. Eine reibungslose und schnelle Serienfertigung, die den Bedürfnissen der Kunden Rechnung trägt, wird durch die nahtlose Verzahnung aller verantwortlichen Abteilungen und Entscheidungsträger gewährleistet.

Im Kerngeschäft Zutrittskontrolle wird der Markt hinsichtlich neuer Entwicklungen kontinuierlich gescannt. Dabei wird jedoch in enger Abstimmung mit dem Vertrieb konsequent der real vorhandene Kundenwunsch in Relation zu realistischen Erfolgsaussichten in den Vordergrund gestellt. Neuentwicklungen für Lösungen der Zeiterfassung berücksichtigen sowohl Markttrends, Kundenwünsche wie auch ggf. aktuelle Anpassungen der Software an die Legislative der jeweiligen Länder.

Die Hardware-Integration im Gesamtkonzern ist weitgehend abgeschlossen. Alle wichtigen Komponenten werden in der Fertigung am Standort Stetten produziert, geprüft und an die entsprechenden Ländergesellschaften geliefert.

Die Ländergesellschaften fokussieren sich, basierend auf ihrer Historie und den verschiedenen Märkten, auf unterschiedliche Segmente. Entsprechend werden kundenspezifische Projekte differenziert behandelt und in der Entwicklung vorangetrieben. So haben beispielsweise sowohl die Bereiche Luft- und Raumfahrt/Flughafen sowie das Gesundheitswesen, als auch der öffentliche Sektor zunehmend Einfluss auf die Geschäfte in Deutschland. Entsprechend werden lokale Entwicklungen in Stetten am kalten Markt getätigt. Andere Standorte entwickeln ebenfalls lokal kundenspezifische Projekte.

Bei den derzeit wesentlichen Entwicklungsprojekten sind im Bereich Hardware die Entwicklung einer neuen Familie von Lesern für die Zutrittskontrolle zu erwähnen, die sich an der designorientierten Terminalfamilie ADT-Advanced Data Reader orientieren. In der Zeiterfassung stehen Funktionserweiterungen für das Terminal ADT1100 im Fokus.

In der Software stehen die Entwicklung einer neuen Softwareplattform für Zutrittskontrolle, Identitätsmanagement und Zeiterfassung sowie Erweiterungen und Weiterentwicklungen wie z.B. für Funktionalitäten einer mobilen App, Schnittstellen für verschiedene Gewerke wie Brand- und Einbruchmeldeanlagen für das Leitstandsystem psm2200, sowie standortübergreifende Software-Anpassungen für die Besucherverwaltung prime Visit im Vordergrund.

Das innerhalb der Gruppe vorhandene Know-how ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für gemeinsame Entwicklungsprojekte. Die Entwicklungskapazitäten werden gebündelt und zielgerichtet gesteuert, um den größtmöglichen Nutzen bei gleichzeitig effizienter Ressourcennutzung zu erzielen.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich im Einzelnen wie nachfolgend beschrieben dar:

3.1.1 Entwicklung der Erträge (Gesamtleistung und sonstige betriebliche Erträge)

Die Entwicklung der Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
Umsatzerlöse 39.441 39.197 244 0,6
Bestandsveränderung 1.456 866 590 68,1
Gesamtleistung 40.897 40.063 834 2,1
Sonstige betriebliche Erträge 1.668 999 669 67

Im Berichtsjahr hat sich die Gesamtleistung von primion von TEUR 40.063 im Vorjahr um TEUR 834 (2,1 %) auf TEUR 40.897 verbessert. Unter den Umsätzen werden auch die Erträge aus Weiterberechnungen innerhalb des Konzerns in Höhe von insgesamt TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 868) ausgewiesen.

Die Bestandserhöhung in Höhe von TEUR 1.456 im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Unfertigen Leistung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in erster Linie den geldwerten Vorteil aus der privaten Kraftfahrzeugnutzung sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen.

3.1.2 Aufwendungen

Die Entwicklung der Aufwendungen gegenüber dem Vergleichszeitraum stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
Materialaufwand 10.032 9.041 991 11
Personalaufwand 22.034 19.520 2.514 12,9
Abschreibungen 477 599 -122 -20,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.855 8.114 1.741 21,5

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) ist mit 24,5 % im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte gestiegen, was vor allem auf die erhöhten Preise auf dem Beschaffungsmarkt für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren zurückzuführen ist.

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) ist mit 53,9 % im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (48,7 %) um 5,2 Prozentpunkte deutlich angestiegen.

Die Abschreibungsquote - definiert als Verhältnis der Abschreibungen zur Gesamtleistung - hat sich im Berichtsjahr um 0,4 Prozentpunkte reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Verhältnis zur Gesamtleistung im Berichtsjahr um 3,8 Prozentpunkte auf 24,1 % gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Inflation hat einen Einfluss auf den Materialaufwand und auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im jeweils einstelligen Prozentbereich. Die Gesellschaft versucht, den Inflationseffekt an die Kunden weiter zu berechnen. Dies ist aufgrund der Wettbewerbssituation jedoch nicht vollständig möglich.

3.1.3 EBITDA und EBIT

Die zur Steuerung der Aktivitäten der primion Technology GmbH u. a. eingesetzten Kennzahlen EBITDA und EBIT aus der operativen Geschäftstätigkeit (ohne Beteiligungserträge) betrugen im Berichtsjahr und im Vorjahr:

2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
EBITDA 593 4.330 -3.737 -86,3
EBIT 116 3.731 -3.615 -96,9

Als Steuern zur Berechnung dieser Kennzahlen sind für den Bericht nur Steuern vom Einkommen und Ertrag definiert. Die sonstigen Steuern mindern somit die Kennzahlen EBITDA und EBIT.

Das EBITDA hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Ausschlaggebend hierfür war der Anstieg der Personalkosten sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr.

3.1.4 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich wie folgt entwickelt.

2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
EBIT 116 3.731 -3.615 -96,9
Finanzerträge 1.002 1.503 -501 -33,3
Finanzaufwendungen -119 -69 -50 72,5
Finanzergebnis 883 1.434 -551 -38,4
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 999 5.165 -4.166 -80,7

Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Beteiligungserträge (Dividenden) in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) von der GET-Gruppe (EUR 1,0 Mio.).

Die Finanzaufwendungen resultieren vor allem aus Kontokurrentverbindlichkeiten sowie dem Darlehen gegenüber der Tochtergesellschaft General Engineering & Technology N.V und Opertis GmbH.

Wechselkurseinflüsse spielen nach wie vor bei der primion Technology GmbH lediglich eine untergeordnete Rolle, da Forderungen und Verbindlichkeiten fast vollständig in EUR bestehen.

3.1.5 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragssteueraufwand verminderte sich sehr stark von TEUR 1.000 um TEUR 1.153 auf TEUR -153. Der Ertrag aus der Forschungszulage in Höhe von 134 TEUR für die Jahre 2021 und 2022 ist hier ausgewiesen und hat den Steueraufwand vermindert.

3.1.6 Jahresergebnis

Primion schließt das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.151 gegenüber einem Jahresüberschuss im Vorjahr von TEUR 4.164 ab. Einer leicht höheren Gesamtleistung stehen ein erhöhter Materialaufwand sowie große Erhöhungen beim Personalaufwand und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Ferner sind die Beteiligungserträge aus der Vereinnahmung der Dividende der Tochtergesellschaften der GET-Gruppe (EUR 1,0 Mio.) im Berichtsjahr um EUR 0,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,5 Mio.) gesunken.

3.2. Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.436 880 556 63,2
Sachanlagen 2.510 2.602 -92 -3,5
Finanzanlagen 13.588 13.588 0 0
17.534 17.070 464 2,7
2023
TEUR
2022
TEUR
absolut
TEUR
relativ
%
Umlaufvermögen
Vorräte 8.908 8.542 366 4,3
Forderungen und sonstige Vermögensg. 7.208 6.895 313 4,5
(davon Forderungen aus Lief. und Leist.) 4.650 5.569 -919 -16,5
(davon gegen verbundene Unternehmen) 1.200 965 235 24,4
Liquide Mittel 1.369 2.025 -656 -32,4
17.485 17.462 23 0,1

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr vor allem durch geleistete Anzahlungen für das ERP-System deutlich erhöht. Die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr haben die Abschreibungen im selben Jahr unterschritten, so dass sich der Nettobuchwert leicht vermindert hat. Die Investitionen in Sachanlagen betreffen vor allem die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Gebäude.

Die Finanzanlagen stellen mit TEUR 13.588 (Vorjahr: TEUR 13.588) bzw. 38,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 38,4 %) den größten Vermögensposten dar.

Der wesentliche Geschäfts- oder Firmenwert ist in den Vorjahren planmäßig vollständig abgeschrieben worden.

Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 366 erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, was auch auf die erhöhten Preise auf dem Beschaffungsmarkt zurückzuführen ist, sowie dem Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen.

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 656 vermindert. Dies ist hauptsächlich auf Steuerzahlungen für Vorjahre sowie einer Sonderzahlung für Arbeitnehmer zurückzuführen.

3.3. Finanzlage

Bei der primion Technology GmbH bestehen Avallinien bei der Baden-Württembergischen Bank in Höhe von EUR 2,0 Mio., bei der Commerzbank AG von EUR 3,0 Mio. und bei der UniCredit Bank in Höhe von EUR 2,0 Mio.

Die Avallinien sind zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.672 (Vorjahr: TEUR 2.630) nicht in Anspruch genommen.

Mit einer Kreditlinienvereinbarung vom 04. Juli 2017 stellt Azkoyen S.A. der primion Technology GmbH eine Kreditlinie in Höhe von EUR 2,5 Mio. zur Verfügung. Die Vereinbarung wurde für die Dauer von zwölf Monaten abgeschlossen und verlängert sich automatisch, wenn nicht eine der beiden Parteien mit einer Kündigungsfrist von einem Monat vor Ablauf der zwölf Monate kündigt. Teilentnahmen zwischen EUR 50.000 und EUR 500.000 müssen mind. fünf Geschäftstage im Voraus angefordert werden. In Anspruch genommene Kreditbeträge werden zu einem Zinssatz von 1,3 % im Jahr (ab dem 1.7.2024 mit 4,0%) verzinst. Die nicht in Anspruch genommene Kreditlinie wird mit einem Zinssatz von 0,1 % im Jahr verzinst. Die Zinsberechnung erfolgt jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eines jeden Jahres. Im Laufe des Jahres 2023 wurde diese Kreditlinie in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Verbindlichkeit 0 EUR. Im Vorjahr wurde die Kreditlinien nicht in Anspruch genommen. Die Kreditlinie wurde nicht gekündigt.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Stichtag auf 61,0 % (Vorjahr: 66,6 %), sie veränderte sich nur unwesentlich.

Die Steuerrückstellungen haben sich um TEUR 1.173 auf TEUR 380 im Vergleich zum Vorjahr verringert. Dies ist vor allem auf die Gewerbe- und die Körperschaftssteuer zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich auf TEUR 4.931 im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.793) um TEUR 138 erhöht, was vor allem auf die Personalrückstellungen zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten haben sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 um TEUR 2.891 auf 7.981 TEUR erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.062. Es besteht jeweils ein kurzfristiges Darlehen bei der Tochterfirma General Engineering & Technology N.V in Höhe von TEUR 1.973 und bei der Tochterfirma Opertis GmbH in Höhe von TEUR 350.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind von untergeordneter Bedeutung. Sämtliche Verbindlichkeiten werden marktüblich verzinst.

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr und im Vorjahr folgende Cashflows:

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 2.851 (Vorjahr: TEUR 1.834)

Cashflow aus Investitionstätigkeit von TEUR -933 (Vorjahr: TEUR -1.085)

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -2.575 (Vorjahr: TEUR -2.535)

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtsjahr mit TEUR -933 gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR -1.085 leicht gesunken. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen nach Abzug der Einzahlungen aus Anlagenabgängen TEUR 933 im Berichtsjahr gegenüber TEUR 1.085 im Vorjahr und betreffen Rechte und Lizenzen, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Zinsen für Finanzverbindlichkeiten sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten. Die Zunahme des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert vor allem aus der Abnahme der Forderungen sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten; der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist weitgehend unverändert.

3.4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die primion Technology GmbH hat das Berichtsjahr mit einer leicht erhöhten Gesamtleistung und mit einem verschlechtertem EBITDA und EBIT abgeschlossen. Die reduzierten Erträge aus Beteiligungen führten zudem zu einem geringeren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr.

Die Bilanzstruktur hat sich bei einer Eigenkapitalquote im Berichtsjahr von 61,0 % (Vorjahr: 66,6 %) leicht verschlechtert.

4. Risikobericht

Für die primion Technology GmbH sind das Chancen- und Risikomanagement und das entsprechende Controlling integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Grundlage hierfür bilden ein systematischer Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung sowie ein einheitliches Berichtssystem. Daraus lassen sich, unterstützt durch das Controlling, für die Geschäftsführung der primion Technology GmbH Risiken und deren Umfang bzw. Bedeutung erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird systematisch verfolgt, so dass ggf. Anpassungen vorgenommen werden können.

Die primion Technology GmbH verfügt über ein eigenes Debitorenmanagement auf Basis konzerneinheitlicher Regelungen. Diese konzentrieren sich auf die Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und das Management von zweifelhaften Forderungen.

4.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als europaweit agierendes Unternehmen unterliegt die primion Technology GmbH den konjunkturellen Entwicklungen in diesen Märkten. Wir verweisen diesbezüglich - insbesondere in Bezug auf die weitere Entwicklung - auch auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 5.

Die Inflationsrate in der EU ist innerhalb des Geschäftsjahres von 10,4 % auf 3,4 % gesunken. Die Gesellschaft sieht trotz weiterhin steigender Preise auf dem Energie- und Rohstoffmarkt jedoch keine langfristigen gravierenden Auswirkungen, da die primion Technology GmbH über eine wiederkehrende Analyse und die Anwendung des Lean-Konzeptes zum einen höhere Beschaffungspreise über höhere Verkaufspreise teilweise ausgleichen und zum anderen durch permanente Optimierungen im Produktherstellungsprozess die Herstellungskosten reduzieren wird.

4.2. Branchenrisiken

Der Markt für Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und integrierte Sicherheitstechnik, in dem die primion Technology GmbH tätig ist, ist durch hohe Wettbewerbsintensität und starken technologischen Wandel geprägt. Aus diesem Grund ist die weitere Geschäftsentwicklung von primion davon abhängig, inwieweit es gelingt, die Marktposition zu halten bzw. auszubauen sowie ständig flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Da primion ihre Hard- und Softwareprodukte laufend weiterentwickelt, gehen wir davon aus, dass wir unsere Marktposition verteidigen können.

4.3. Produkt- und Reputationsrisiken

Die Produkte und Dienstleistungen von primion könnten mit Fehlern behaftet sein, die zu einer Beeinträchtigung ihrer Marktakzeptanz und damit auch des Absatzes der Produkte und Dienstleistungen bei Kunden oder zu entsprechenden Ersatzansprüchen führen könnten.

Bei auftretenden Produktmängeln kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Unternehmung von primion künftig Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen oder Ansprüchen auf Zahlung von Vertragsstrafen ausgesetzt sein könnte. Dies gilt für den Fall, dass aufgrund vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Fehlverhaltens von Mitarbeitern von primion oder beauftragten Subunternehmern bei der Entwicklung oder der Installation von sicherheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen Folgeschäden bei Kunden eintreten, deren Höhe den Wert der von primion gelieferten Produkte oder der erbrachten Dienstleistungen deutlich übersteigt. Diese Fälle können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich steht hierfür die übliche allgemeine Gewährleistungsrückstellung zur Verfügung. Sollte es im Einzelfall notwendig sein, bilden wir zudem Einzelrückstellungen. Insgesamt ist den Produktrisiken ausreichend Rechnung getragen worden.

Im Übrigen besteht das Risiko, dass ein der Öffentlichkeit bekanntwerdender Schadensfall den Ruf der Produkte und der Dienstleistungen von primion schädigen und somit die wichtige Vertrauensbasis mit den Kunden in Frage stellen könnte. Auch dies könnte zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von primion führen.

4.4. IT-Risiken

Der Ausfall jeglicher IT-Systeme stellt ein latentes Risiko dar und kann die Leistungsfähigkeit des Unternehmens signifikant beeinträchtigen. Durch regelmäßige Investitionen in die IT-Infrastruktur ist dieses Risiko zu minimieren. primion entwickelt hierzu einen mittelfristigen Investitionsplan, um die Infrastruktur und die Softwareanwendungen auf einem aktuellen, den Sicherheitsanforderungen entsprechenden Stand zu halten. Zudem erhalten alle Mitarbeiter regelmäßig Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Datenschutz und werden zur Einhaltung eines hohen Sicherheitsstandards bei den Datenschutzbestimmungen verpflichtet.

4.5. Entwicklungsrisiken

Die primion Technology GmbH erbringt hohe Vorleistungen für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Sollten sich diese nicht in neue, durch die primion Technology GmbH selbst vermarktungsfähige Produkte umsetzen lassen, wären mittelfristig wegen zurückgehender Umsatzerlöse bzw. reduzierter Beteiligungserträge negative Auswirkungen auf die Ertragslage der primion Technology GmbH zu erwarten.

4.6. Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Der Liquiditätsbedarf der primion Technology GmbH wird im Rahmen des Budgetprozesses durch eine Cashflow-Planung festgelegt. Die tatsächliche Liquiditätsentwicklung wird unterjährig zentral von der primion Technology GmbH überwacht und koordiniert, so dass eventuelle Risiken frühzeitig erkannt werden können, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Es kommt auch der Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden eine zentrale Bedeutung zu. Dadurch soll ermöglicht werden, sich abzeichnende Risiken durch Forderungsausfälle zu minimieren. Durch unsere heterogene Kundenstruktur ist das Risiko von Forderungsausfällen unverändert überschaubar. Darüber hinaus wird das Liquiditäts- und Ausfallrisiko durch Abschlagszahlungen nach Projektfortschritt verringert. Das maximale Ausfallrisiko beläuft sich auf den Buchwert der Forderungen. Das Ausfallrisiko trägt das Unternehmen selbst. Das Risiko wird mithilfe eines entsprechenden Forderungsmanagements gesteuert.

4.7. Währungs-, Zins- und Preisänderungsrisiken

Wie bereits erläutert, haben Währungsrisiken für primion direkt lediglich eine sehr geringfügige Bedeutung, weil nahezu sämtliche Geschäfte im Euro-Raum getätigt werden. Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen fast ausschließlich in Euro. Währungssicherungsgeschäfte sind daher nicht erforderlich.

Ob Bedarf zur Absicherung des Zinsrisikos besteht, wird laufend beobachtet, so dass entsprechende Zinssicherungsgeschäfte bei Bedarf abgeschlossen werden könnten. Derzeit bestehen jedoch keine solchen Sicherungsgeschäfte. Die Auswirkungen der Zinsrisiken auf das Ergebnis von primion werden derzeit als gering eingestuft.

Die Preisänderungsrisiken auf Beschaffungs- und Absatzmärkten werden insgesamt als moderat eingeschätzt. Potenzielle Preisschwankungen auf Rohstoffmärkten betreffen nur einen relativ kleinen Anteil der bezogenen Waren und wirken sich nur untergeordnet aus. Im Rahmen des Projektmanagements wird auf eine Sicherung der Einkaufspreise zur Reduzierung des Preisrisikos geachtet. Trotzdem kann es durch Krisen wie z.B. den Ukrainekonflikt zu Preiserhöhungen kommen.

4.8. Vermögensrisiken

Die wesentlichen Risiken der primion Technology GmbH liegen neben der Bewertung der Projekte im Wesentlichen in den immateriellen Vermögensgegenständen und den Beteiligungsansätzen für die einzelnen Tochtergesellschaften. Diese werden mindestens einmal pro Jahr einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen und wenn notwendig angepasst. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes und eines eventuell erforderlichen Abwertungsbedarfs erfolgte im Berichtsjahr, wie auch in den Vorjahren, mithilfe eines Discounted-Cash-flow-Modells. Dabei wurde grundsätzlich ein Detailplanungszeitraum von fünf Jahren zu Grunde gelegt.

Besonderes Augenmerk gilt hierbei nach wie vor der Beteiligung an der GET-Gruppe in Belgien, die zum Stichtag mit TEUR 13.309 (Vorjahr: TEUR 13.309) bilanziert ist sowie den immateriellen Vermögensgegenständen, die mit einem Wert in Höhe von TEUR 1.436 (Vorjahr: TEUR 880) ausgewiesen sind.

4.9. Bewertung des Gesamtrisikos

Das Gesamtrisiko, dem die Unternehmung des primion-Konzerns ausgesetzt ist, stellt sich nach unserer Auffassung vor dem Hintergrund der dargestellten Vermögens- und Finanzlage unter Berücksichtigung der erwarteten Liquiditätsentwicklung als gering dar. Die Geschäftsführung hat keine Kenntnis von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

5. Prognosebericht

5.1. Allgemeine Konjunkturentwicklung und Entwicklung in der Branche

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten auszugsweise mit folgenden Kernbotschaften zusammengefasst:

"Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren."

5.2. Trend zu Mechatronik und Integrierter Sicherheitstechnik hält an

In den jeweiligen Entwicklungsabteilungen arbeitet die primion Technology GmbH an einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie an einer Optimierung der Prozesse, um die Innovations- und Technologiekompetenz zu erhalten. Auf die für uns relevanten Wachstumsmärkte, wie Mechatronik und Sicherheitsmonitoring, wird dabei nach wie vor besonderes Augenmerk gelegt.

5.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale Leistungsindikatoren dienen der Steuerung der primion Technology GmbH und der Überwachung der im Rahmen des jährlichen Budgetprozesses festgelegten Zielgrößen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die zentralen Leistungsindikatoren Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung), Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) sowie Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (EBITDA) gelegt. Diese Ergebnisgrößen sind u. a. Bestandteil der erfolgsabhängigen Entlohnung der Geschäftsführung der primion Technology GmbH sowie einem Teil der Bereichsleiter der primion Technology GmbH.

5.4. Prognosen zur Entwicklung von Umsatz, Ertrag und Finanzlage

Die nachfolgenden Prognosen für das Folgejahr wurden aus der Planung der Geschäftsführung, die durch den Alleingesellschafter verabschiedet wurde, abgeleitet.

Für unsere Absatzmärkte erwarten wir für das Folgejahr die nachfolgend dargestellte Entwicklung:

Trotz der aktuellen Krise und aufgrund des bestehenden Auftragsbestandes sowie des erwarteten Auftragseingangs, u. a. aufgrund der Markteinführung von neuen und der Weiterentwicklung von bestehenden Produkten, planen wir für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse der primion Technology GmbH im einstelligen Prozentbereich. Die geplante Akquisition von Projekten mit mittlerer Größe bleibt ein wichtiger Faktor für die Leistungserbringung im Jahr 2024 und auch in den Folgejahren. Es wird daran gearbeitet, die Kostenquote auf einem optimalen Niveau zu halten, sowie das Produkt- und Leistungsangebot und den Vertrieb zu optimieren. Die Effizienz soll somit sowohl im operativen Geschäft (Vertrieb, Projektabwicklung, Produktion, Einkauf, Logistik, Entwicklung) als auch in der Verwaltung gesteigert werden. Grundlage für die Erwartungen sind weitere Investitionen in das Produktportfolio sowie steigende Wartungs- und Dienstleistungserlöse. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage in der Europäischen Union rechnet die Gesellschaft für 2024 mit einem im Vergleich zu 2023 moderat ansteigenden EBT, EBIT und EBITDA.

Die oben beschriebenen Erwartungen bezüglich der Entwicklung der primion Technology GmbH beinhalten Chancen und Risiken. Die Chancen bestehen darin, dass sich der Auftragseingang im Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte und der Eintritt in neue Märkte besser entwickelt als geplant. Die Risiken betreffen den möglichen negativen Einfluss des wirtschaftlichen und politischen Umfelds auf unseren Absatz.

Die Corona-Pandemie und der 2022 begonnene Ukrainekonflikt führten letztendlich zu einer steigenden Inflation (siehe "Gesamtwirtschaftliche Risiken"), und obwohl sich die Preiserhöhungen normalisiert haben, rechnen wir weiterhin mit erhöhten Preisen auf den Beschaffungsmärkten. Die Auswirkungen des Ukrainekonflikts, können letztendlich nach wie vor noch nicht ganzheitlich eingeschätzt werden.

5.5. Gesamtprognose

Die primion Technology GmbH sieht sich mit dem bestehenden Chancen- und Risikoprofil gut für die Zukunft aufgestellt und geht davon aus, wirtschaftlich nachhaltig erfolgreich zu sein.

5.6. Im Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognosen

5.6.1. Umsatzentwicklung

Die im Lagebericht des Vorjahres getroffene Prognose eines Anstiegs der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich für das Berichtsjahr ist eingetreten.

5.6.2. Ertragsentwicklung

Die im Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose von im Vergleich zum Vorjahr moderat ansteigenden EBITDA, EBIT und EBT ist nicht eingetreten. Die Kennzahlen haben sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung aufgrund der höheren Material-, Personal- und sonstigen Aufwendungen verbunden mit geringeren Beteiligungserträgen verschlechtert.

5.6.3. Finanzlage

Die Liquidität war jederzeit gegeben.

 

Stetten am kalten Markt, 30. Juli 2024

Die Geschäftsführung

gez. Jorge Pons Vorberg, Geschäftsführer

gez. Francis Cepero Tchernev, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen 17.534 17.070
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.436 880
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 231 171
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. geleistete Anzahlungen 1.205 709
II. Sachanlagen 2.510 2.602
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.061 2.185
2. technische Anlagen und Maschinen 80 34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 324 337
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45 46
III. Finanzanlagen 13.588 13.588
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.588 13.588
B. Umlaufvermögen 17.485 17.462
I. Vorräte 8.908 8.542
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.784 3.383
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 13.537 11.507
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.209 2.712
4. geleistete Anzahlungen 212 10
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 10.834 9.070
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.208 6.895
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.650 5.569
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.200 965
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.358 361
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.369 2.025
C. Rechnungsabgrenzungsposten 619 847
Summe Aktiva 35.638 35.379

Passiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital 21.722 23.570
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 5.550 5.550
1. Gezeichnetes Kapital 5.550 5.550
II. Kapitalrücklage 10.610 10.610
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 63 63
1. gesetzliche Rücklage 20 20
2. andere Gewinnrücklagen 43 43
IV. Bilanzgewinn 5.499 7.347
B. Rückstellungen 5.310 6.346
1. Steuerrückstellungen 380 1.553
2. sonstige Rückstellungen 4.930 4.793
C. Verbindlichkeiten 7.981 5.090
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.127 1.576
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.720 2.658
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.134 856
D. Rechnungsabgrenzungsposten 625 373
Summe Passiva 35.638 35.379

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
TEUR
1.1.2022 - 31.12.2022
TEUR
2. Jahresüberschuss 1.152 4.164

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der primion Technology GmbH, im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 (1) Nr. 2 HGB ausgegangen.

Einziger Gesellschafter der primion Technology GmbH ist die Azkoyen S.A, Peralta, Spanien.

Die Berichtswährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

II. Registerinformation

Die primion Technology GmbH hat ihren Sitz in Stetten am kalten Markt, Steinbeisstraße 2-5, Deutschland, und wird beim Handelsregister Ulm unter der Handelsregisternummer HRB 736977 geführt.

Die Gesellschaft ist 2018 durch eine formwechselnde Umwandlung der Aktiengesellschaft "primion Technology AG", Stetten am kalten Markt (Amtsgericht Ulm HRB 710911) gemäß § 190 ff. UmwG entstanden.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 16. Mai 2018.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert und die immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde mit zehn bzw. 15 Jahren festgesetzt. Die Nutzungsdauer von zehn bzw. 15 Jahren wurde in Anlehnung an die typische Nutzungsdauer einer Produktgruppe bestimmt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens und anteilige Verwaltungskosten, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 20 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattungen drei bis zehn Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Finanzanlagen

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Vorräte

Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird das Verbrauchsfolgeverfahren FiFo angewandt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Neben den Material- und Fertigungseinzelkosten werden in die Herstellungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens und anteilige Verwaltungsgemeinkosten, soweit durch die Fertigung veranlasst, sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten einbezogen. Die Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse erfolgt mittels der so genannten Zuschlagskalkulationsmethode. Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse und Leistungen sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet.

Die Handelswaren werden nach dem FiFo-Verfahren (first in - first out) bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungs- und am Absatzmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt.

Auf Vorräte werden Abwertungen gemäß den folgenden Maßgaben vorgenommen: Artikel des Vorratsvermögens ohne Verbrauch innerhalb des letzten Jahres vor dem Bilanzstichtag werden zu 100 % abgewertet. Artikel des Vorratsvermögens mit Verbrauch innerhalb des letzten Jahres und einem Bestand zum 31. Dezember 2023, der eine Lagerreichweite von vier Jahren überschreitet, werden abhängig von der Lagerreichweite bis zu 100 % abgewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden entsprechend dem Ausweiswahlrecht offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen, deren Eingang zweifelhaft ist. Wegen des Ausfall- und Erlösschmälerungsrisikos wird auf den Forderungsrestbestand eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,98 % (Vorjahr: 0,81 %) vorgenommen (bei Auslandsforderungen auf den Nennwert, bei Inlandsforderungen auf den Nennwert nach Abzug der Umsatzsteuer).

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken bzw. drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Entstehungszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs zum Einbuchungszeitpunkt oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 823 63 50 92
2. Geschäfts- und Firmenwert 8.978 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 709 588 0 -92
10.509 651 50 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.279 18 10 12
2. Technische Anlagen und Maschinen 577 59 28 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.929 202 523 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46 11 0 -12
6.831 290 561 0
III. Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.553 0 0 0
15.553 0 0 0
32.893 941 611 0
Abschreibungen
31.12.23
TEUR
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 928 650 97 50
2. Geschäfts- und Firmenwert 8.978 8.978 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 1.205 0 0 0
11.110 9.628 97 50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.299 2.093 154 10
2. Technische Anlagen und Maschinen 608 543 14 29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.608 1.593 212 521
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45 0 0 0
6.560 4.229 380 559
III. Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.553 1.965 0 0
15.553 1.965 0 0
33.223 15.822 477 609
Buchwerte
Umbuchungen
TEUR
31.12.23
TEUR
31.12.23
TEUR
31.12.22
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 697 231 171
2. Geschäfts- und Firmenwert 0 8.978 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 1.205 709
0 9.675 1.436 880
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0 2.238 2.061 2.185
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 528 80 35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 1.284 325 337
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 45 46
0 4.050 2.510 2.602
III. Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 1.965 13.588 13.588
0 1.965 13.588 13.588
0 15.689 17.534 17.070

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
Inlandsgesellschaften
Primion GmbH, Stetten am kalten Markt 100 7 -1 1)
Opertis GmbH, Volkmarsen 100 1.364 234
Währung Beteiligung
%
Auslandsgesellschaften
Primion SAS, Nanterre, Frankreich 100
Primion Technology GmbH, Graz, Österreich 100
Primion Digitek S.L.U., Peralta, Spanien 100
General Engineering & Technology N.V., Malle, Belgien 100
GET Nederland B.V., Waardenburg, Niederlande 100 2)
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
Auslandsgesellschaften
Primion SAS, Nanterre, Frankreich 402 -10
Primion Technology GmbH, Graz, Österreich -83 -2 1)
Primion Digitek S.L.U., Peralta, Spanien 1.087 207
General Engineering & Technology N.V., Malle, Belgien 2.388 272
GET Nederland B.V., Waardenburg, Niederlande 87 21

1) Keine aktive Gesellschaft.

2) Mittelbare Beteiligungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 950 (Vorjahr: TEUR 654) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Für die Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus den Bewertungsunterschieden bei den Geschäfts- und Firmenwerten, Anteilen an verbundenen Unternehmen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie für die ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge aktive latente Steuern. Passive latente Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der Steuersatz für Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer beträgt in Summe 29,13 %.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern, die die passiven latenten Steuern übersteigen, nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Bilanzgewinn

Wie geplant wurden im Geschäftsjahr TEUR 2.500 aus dem Bilanzgewinn 2022 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 verwiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalverpflichtungen 2.638 1.926
Ausstehende Eingangsrechnungen 199 416
Regressrisiken aus Prozessen 129 129
Garantierückstellung 47 47
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 164 153
Drohverluste 1.398 911
Gutschriften 40 40
Bereits empfangene Lieferungen und Leistungen 56 400
Sonderzahlung 2022 0 502
Übrige 260 269
4.931 4.793

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt 31.12.2023 Gesamt 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.127 0 0 1.127 1.576
(Vorjahr) (1.576) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.720 0 0 5.720 2.658
(Vorjahr) (2.658) (0) (0)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.134 0 0 1.134 856
(Vorjahr) (856) (0) (0)
- davon aus Steuern 947 0 0 947 722
(Vorjahr) (722) (0) (0)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.397 (Vorjahr: TEUR 285) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.323 (Vorjahr: TEUR 2.350) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.521 (Vorjahr: TEUR 22).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Tätigkeitsbereiche und geographisch bestimmte Märkte:

2023
TEUR
% 2022
TEUR
%
Nach Tätigkeitsbereich
- Systemumsätze 28.602 72,5 28.995 74
- Wartungsumsätze 9.946 25,2 9.334 23,8
- Weiterberechnungen 893 2,3 868 2,2
39.441 100 39.197 100
2023 2022
TEUR % TEUR %
Nach Absatzmärkten
- Inland 34.194 86,7 35.620 90,9
- Ausland 5.247 13,3 3.577 9,1
39.441 100 39.197 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und von Rückstellungen in Höhe von TEUR 711 (Vorjahr: TEUR 171), Erträge aus geldwerten Vorteilen aus der Dienstwagennutzung in Höhe von TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 776) und Versicherungsentschädigungen in Höhe TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 48).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 711 (Vorjahr: TEUR 171) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und von Rückstellungen. Darüber hinaus sind in den Erträgen Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten.

Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betreffen in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.500) verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Zinsen für Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -10) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen in den nächsten Jahren Verpflichtungen von insgesamt TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 480), davon

TEUR
fällige Mietzahlungen im Jahr 2024 260
fällige Mietzahlungen im Jahr 2025 131
fällige Mietzahlungen im Jahr 2026 79
fällige Mietzahlungen im Jahr 2027 76
fällige Mietzahlungen im Jahr 2028 70

Aus Leasingverträgen bestehen in den nächsten Jahren Verpflichtungen von insgesamt TEUR 1.127 (Vorjahr: TEUR 759), davon:

TEUR
fällige Leasingraten im Jahr 2024 520
fällige Leasingraten im Jahr 2025 402
fällige Leasingraten im Jahr 2026 205

Bei den Mietverträgen handelt es sich ausschließlich um Mietverträge für Büro-, Lagerräume und Mitarbeiterparkplätze von Niederlassungen in Deutschland. Die Leasingverträge betreffen überwiegend Leasing von Kraftfahrzeugen sowie Büro- und Geschäftsausstattung.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es gab keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte.

Aufsichtsrat

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren vom 31. März bis 31. Dezember 2023 folgende Personen bestellt:

Juan José Suárez Alecha, Pamplona (Spanien)

Corporate Finance Director der Berkelium S.L., Pamplona (Spanien),

Pablo Cervera Garnica, Madrid (Spanien)

Selbständig

Esther Málaga García, Madrid (Spanien)

IT Executive

Ralph Oliver Horner, Stuttgart

Selbständiger Berater

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr vom 31. März 2023 bis 31. Dezember 2023 betrugen TEUR 40 (Vj: TEUR 63). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sind kurzfristig fällig.

Geschäftsführung

Jorge Pons Vorberg, Owingen (vom 1. Januar 2023 bis 31. Juli 2024)

(Geschäftsführer)

Francis Cepero Tchernev, Mannheim ab dem 1. Juli 2024

(Geschäftsführer)

Darío Vicario Ramírez, Madrid (seit 14.04.2023 bis 26.01.2024)

(Geschäftsführer)

Auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter im Durchschnitt

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 23 28
Angestellte 277 239
300 267
Auszubildende 6 6
306 273

Konzernverhältnisse

Die primion Technology GmbH, Stetten a.k.M., erstellt einen Konzernabschluss (für den kleinsten Kreis von Unternehmen) zum 31. Dezember 2023 nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser wird beim Bundesanzeiger offengelegt. Darüber hinaus erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss (für den größten Kreis von Unternehmen) der Azkoyen S.A., Peralta (Navarra), Spanien (Registergericht: Commercial Register of Navarra/Spanien Tomo 327, 174 of the 3rd section of the book of Societies, Seite 19, Blatt no. 3378) zum 31. Dezember 2023. Der Konzernabschluss der Azkoyen S.A., Peralta (Navarra), Spanien ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.azkoyen.com) erhältlich.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf eine Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da das Honorar des Abschlussprüfers in die Angabe im Konzernabschluss der primion Technology GmbH, Stetten am kalten Markt, einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Die Corona-Pandemie und der in 2022 begonnene Ukrainekonflikt führen zu einer anwachsenden Inflation. Wir rechnen mit höheren Preisen an den Beschaffungsmärkten. Es wird zudem auf den Abschnitt 5. Prognosebericht im Lagebericht zur Ukrainekrise und Corona-Pandemie sowie auf den Abschnitt Ergebnisverwendung und Geschäftsführung dieses Anhangs verwiesen. Ansonsten sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.498.560,13 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Geschäftsführung wird diesen Einzelabschluss und den Lagebericht unverzüglich dem Gesellschafter vorgelegen, um von diesem geprüft und gebilligt zu werden.

 

Stetten am kalten Markt, 30. Juli 2024

gez. Jorge Pons Vorberg, Geschäftsführer

gez. Francis Cepero Tchernev, Geschäftsführer

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung am 28. November 2024 wurde beschlossen, dass aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 5.498.560,13 eine Dividende in Höhe von 1.000.000,00 EUR an die Alleingesellschafterin ausgeschüttet wird. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 4.498.560,13 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Beschlüsse

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28. November 2024.

sonstige Berichtsbestandteile

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 39.441 39.197
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Leistungen 1.456 865
3. sonstige betriebliche Erträge 1.668 999
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.929 7.308
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.103 1.733
10.032 9.041
5. Rohergebnis 32.533 32.020
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.606 16.363
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.428 3.157
davon für Altersversorgung EUR 89.516,43 (i.Vj. EUR 71.110,35)
22.034 19.520
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 477 599
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.855 8.114
9. Erträge aus Beteiligungen 1.000 1.500
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.000.000 (i.Vj. EUR 1.500.000,00)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 3
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj. EUR 1.247,67)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 119 69
davon an verbundene Unternehmen EUR 82.954,98 (i.Vj. EUR 40.035,74)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -153 1.000
13. Ergebnis nach Steuern 1.203 4.221
14. Sonstige Steuern 51 57
15. Jahresüberschuss 1.152 4.164
16. Gewinnvortrag 7.347 5.683
17. Vorabausschüttung Vorjahr 500 0
18. Ausschüttung an Gesellschafterin 2.500 2.500
19. Bilanzgewinn 5.499 7.347

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erteilt:

"An die primion Technology GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der primion Technology GmbH, Stetten am kalten Markt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der primion Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31. Juli 2024

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