Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 1507
Eingetragen
12.4.2006
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenReparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Gegenstand
Die Durchführung von Elektroinstallationen aller Art. Der Handel mit Elektrogeräten und Telekommunikationseinrichtungen aller Art sowie der Handel mit und der Auf- und Einbau von Möbelteilen und fertigen Kücheneinrichtungen sowie der Betrieb eines Restaurants. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Nebenarbeiten einschließlich Erdarbeiten zu verrichten, die im Zusammenhang mit dem Hauptzweck des Unternehmens stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Richter
seit 12.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Niederer Fläming
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RBS Elektroinstallation GmbH

Niedergörsdorf OT Altes Lager

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht des Geschäftsjahres 2022

1. Bilanz zum 31.12.2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Eingeschränkter Bestätigungsvermerk

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Elektroinstallationen und der Handel mit Elektrogeräten und Telekommunikationseinrichtungen aller Art sowie der Handel mit und der Auf- und Einbau von Möbelteilen und fertigen Kücheneinrichtungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Umsätze im Bauhauptgewerbe in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten waren im Jahr 2021 rückläufig, 2022 legten sie wieder um +4,0 Prozent zu. Dabei dürfte es sich jedoch eher um Preiseffekte als um eine reale Steigerung der Produktion gehandelt haben. Ein Indiz dafür ist, dass die geleisteten Arbeitsstunden lediglich um +0,9 Prozent gestiegen sind. Im Hochbau nahmen die baugewerblichen Umsätze um +3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Dabei legte der Wohnungsbau um +11,3 Prozent zu. Die Umsätze im gewerblichen und industriellen Hochbau fielen dagegen um -12,7 Prozent. Der Tiefbau legte etwas stärker als der Hochbau zu (+5,1 Prozent). Maßgeblich war hier die Steigerung im sonstigen Tiefbau (+17,8 Prozent). Die Beschäftigung ist um +1,0 Prozent auf jahresdurchschnittlich 18.617 Personen gestiegen. Der Auftragseingang war 2022 aufwärtsgerichtet. Die Aufträge im Bauhauptgewerbe legten um +6,3 Prozent zu. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Aufträge im öffentlichen Hochbau (+41,8 Prozent) gingen die Aufträge im Hochbau in Brandenburg insgesamt um -2,1 Prozent zurück. Gerade im Wohnungsbau zeigen sich die Folgen der massiv gestiegenen Baupreise und der verschlechterten Finanzierungskonditionen. Diese haben zu einer deutlichen Zurückhaltung beim privaten Wohnungsbau geführt. Dagegen nahmen die Aufträge im Tiefbau um +13,5 Prozent zu. Hier sticht der sonstige Tiefbau mit +41,8 Prozent heraus. Die Aufträge im gewerblichen und industriellen Tiefbau und dem Straßenbau stiegen um +7,3 Prozent bzw. +7,4 Prozent. *

(* Quelle: Auszug aus dem Bericht zur konjunkturellen Lage im Land Brandenburg 2022, herausgegeben vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie)

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2021 betrug 10.460 TEUR. Sie erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 994 TEUR auf 11.454 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 24 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Materialaufwand hat sich, bedingt durch die gestiegene Gesamtleistung, um 17 TEUR auf 4.295 TEUR erhöht. Die Materialaufwandsquote liegt damit bei 37,5 % (im Vj. 40,9 %).

Der Personalaufwand hat sich um 156 TEUR verringert. Der Mitarbeiterstamm von durchschnittlich 69 Mitarbeitern hat sich gegenüber dem Vorjahr (73 Mitarbeiter) geringfügig verringert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind um 9 TEUR, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 94 TEUR gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich um 190 TEUR auf 193 TEUR erhöht.

Der Steueraufwand verringerte sich im Jahr 2022 um 297 TEUR auf 511 TEUR. Somit verbleibt ein Jahresüberschuss von 2.512 TEUR (Vorjahr: 779 TEUR).

Der Gesellschaft standen im gesamten Geschäftsjahr ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr von 7.287 TEUR auf 8.561 TEUR erhöht.

In das Anlagevermögen wurden Investitionen in Höhe von 316 TEUR im Geschäftsjahr 2022 getätigt.

Der Bestand an in Ausführung befindlichen Bauvorhaben hat sich von 8.627 TEUR auf 12.746 TEUR erhöht.

Nach Vortrag des Jahresüberschusses 2022 auf neue Rechnung erhöht sich das bilanzielle Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr auf 9.267 TEUR (im Vorjahr 6.754 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 35,2 % (im Vorjahr: 35,6 %).

Um allen erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung zu tragen, wurden Rückstellungen im erforderlichen Umfang gebildet. Der Rückstellungsaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 1.195 TEUR auf 338 TEUR. Darin sind insbesondere Rückstellungen für Tantieme, Gewährleistungen sowie Urlaubs- und Überstundenrückstellungen enthalten.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Für das Geschäftsjahr 2022 können wir die Leistungsanteile wie folgt bestimmen:

61 % Elektroinstallation,
21 % Kabeltiefbau,
7% Telekommunikationsleistungen,
11 % Verkauf von Wohnmöbeln.

Die Umsatzrentabilität liegt im Geschäftsjahr, unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen sowie aktivierten Eigenleistungen, bei 21,93 % gegenüber 7,46 % im Vorjahr.

Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich auf 27,10 % gegenüber 11,53 % im Vorjahr.

Die Liquiditätslage kann unverändert als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Nennenswerte Zahlungsausfälle haben sich nicht ergeben.

Durch eine bisher nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, kurzfristige Zahlungsschwankungen zu überbrücken.

Insgesamt kann die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als ausreichend gesichert eingeschätzt und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt unverändert als gut bezeichnet werden.

3. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt.

Durch die unveränderte Marktausrichtung unseres Unternehmens gelang uns die Akquirierung mehrerer Großprojekte:

TH Wildau Haus 15, Auftragserweiterung 325 TEUR
Berlin GS an den Püttbergen, Auftragserweiterung 210 TEUR
JVA Plötzensee 465 TEUR
Berlin Schindlercampus 1.350 TEUR
Potsdam Nordtorgebäude 465 TEUR
Berlin Flughafen Tempelhof, Auftragserweiterung 3.550 TEUR
Berlin JAA 380 TEUR
Leonardo da Vinci Gymnasium, Auftragserweiterung 1.802 TEUR
Handwerkskammer Berlin, Auftragserweiterung 320 TEUR
Universität Potsdam Rechenzentrum 475 TEUR
Berlin OSZ Elektro & FM 725 TEUR
Berlin Schindlercampus Außenanlagen 117 TEUR
Großbeeren Institut für Saatzucht Elektro 435 TEUR
Berlin Köpenicker Landstr. 146 TEUR
RZL Berlin Grünau 1.285 TEUR

Der Auftragsvorlauf konnte auf hohem Niveau von durchschnittlich 6.100 TEUR gehalten werden. Dies entspricht ca. 60 % der Gesamtjahresleistung. Mit diesem Vorlauf wird ein Beschäftigungszeitraum von nahezu 10 Monaten für die Beschäftigten gesichert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist für das Jahr 2024 mit rd. 1.000 TEUR prognostiziert. Aufgrund der guten Liquiditätslage wird auch zukünftig sichergestellt sein, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen ausreichend nachkommen kann.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Risikobericht

Risiken der künftigen Entwicklung liegen in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Aufgrund der gegenwärtigen Konjunkturaussichten sieht die Gesellschaft durchaus Risiken in Form von Preiserhöhungen und daraus resultierenden Auftragsschwankungen. Der gegenwärtige Auftragsbestand ist, wie bereits beschrieben, mittelfristig gesichert. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass der gegenwärtig andauernde Ukrainekonflikt auf ihren Geschäftsverlauf keinen oder nur einen geringen Einfluss haben wird.

Ein weiteres Risiko besteht im Hinblick auf die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter. Gegenwärtig geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass das vorhandene Auftragsvolumen mit dem vorhandenen Personalbestand realisiert werden kann. Die Mitarbeiterfluktuation ist bisher sehr gering.

Durch die geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind wirtschaftliche Risiken zurzeit adäquat abgedeckt. Betriebsrisiken und Vermögensschäden hat die Gesellschaft - soweit möglich - angemessen versichert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation derzeit nicht erkennbar.

4.2. Chancenbericht

Gegenwärtig lässt sich bereits ein stabiler Auftragsvorlauf verzeichnen.

In größerem Umfang sind bereits Bauvorhaben verhandelt und zum Teil bereits beauftragt. Auszugsweise können genannt werden:

Berlin OSZ Elektro & FM, Auftragserweiterung 126 TEUR
Berlin Berlinische Galerie, Auftragserweiterung 945 TEUR
Großbeeren Institut für Saatzucht Elektro 125 TEUR
Botschaft Brunei 786 TEUR
Weiterführung TH Wildau 3. & 4. BA 428 TEUR
Autobahnmeisterei Michendorf 1.125 TEUR
Alfred-Wegner-Institut Potsdam 385 TEUR
Polizeigebäude Haus D Potsdam, Auftragserweiterung 365 TEUR
RLZ Berlin Grünau, Auftragserweiterung 875 TEUR
Autobahnmeisterei, Auftragserweiterung 356 TEUR

5. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine defensive und konservative Risikopolitik, die insbesondere sicherstellt, dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt ist und Marktpreisrisiken nur in Form von Zinsänderungsrisiken im Rahmen der Liquiditätsanlage eingegangen werden. Liquiditätsüberschüsse wurden ausschließlich kurzfristig und festverzinslich angelegt. Zahlungsströme in fremden Währungen oder der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgten im Berichtsjahr nicht.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Niedergörsdorf, 03.05.2024

Ralf Richter, Geschäftsführer

Dieter Schulze, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 954,00 310,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 568.113,50 246.579,50
2. technische Anlagen und Maschinen 13.689,50 15.454,50
3. Betriebs- u.Geschäftsausstattung 656.024,39 633.786,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 429.114,03
1.237.827,39 1.324.934,05
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 7.603,01 7.501,68
2. Genossenschaftsanteile 153,39 153,39
7.756,40 7.655,07
1.246.537,79 1.332.899,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. in Ausführung befindliche Bauaufträge 12.745.900,00 8.626.700,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 215.949,94 220.421,26
12.961.849,94 8.847.121,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 680.149,15 588.545,19
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.896.225,42 922.168,20
3.576.374,57 1.510.713,39
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.561.362,54 7.286.695,22
25.099.587,05 17.644.529,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.450,91 10.258,41
26.354.575,75 18.987.687,40

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 6.729.351,73 5.950.408,92
III. Jahresüberschuss 2.511.714,20 778.942,81
9.266.630,52 6.754.916,32
B. Sonderposten für Zuschüsse
- Sonderposten für Fördermittel 51.484,63 53.053,83
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 870.771,44
2. Sonstige Rückstellungen 337.900,06 324.526,14
337.900,06 1.195.297,58
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.624,66 127.383,95
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.182.579,63 8.957.929,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 864.048,44 442.279,58
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.593.307,81 1.456.826,74
16.698.560,54 10.984.419,67
- davon aus Steuern € 2.365.381,82 (i. Vj. T€ 1.236,7)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 59.201,11 (i.Vj. T€ 19,0)
26.354.575,75 18.987.687,40

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2022

01.01.-31.12.2022 01.01.-31.12.2021
1. Umsatzerlöse 7.334.775,34 7.838.076,99
2. Bestandsveränderung teilfertige Leistungen 4.119.200,00 2.122.100,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 499.477,03
4. sonstige betriebliche Erträge 92.618,05 11.546.593,39 116.991,70 10.576.645,72
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren 2.967.775,86 2.494.198,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.327.485,90 4.295.261,76 1.784.065,28 4.278.263,43
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.446.483,22 2.540.968,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 503.040,97 2.949.524,19 565.068,14 3.106.036,75
- davon für Altersversorgung € 36.252,08 (i. Vj. T€ 40,0)
7. Abschreibungen 342.266,85 573.318,94
- davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen € 180.000,00 (i. Vj. T€ 420,0)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.116.299,50 8.703.352,30 1.022.443,49 8.980.062,61
2.843.241,09 1.596.583,11
9. Erträge aus Beteiligungen 102,91 85,99
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 245.072,10 42.363,52
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.549,93 39.225,73
12. Steuern von Einkommen und Ertrag 511.264,36 808.165,51
13. Ergebnis nach Steuern 2.524.601,81 791.641,38
14. sonstige Steuern 12.887,61 12.698,57
15. Jahresüberschuss 2.511.714,20 778.942,81

Anhang zum 31.12.2022

Allgemeine Angaben

Das Unternehmen mit Sitz in Niedergörsdorf OT Altes Lager wird beim Amtsgericht Potsdam unter der Handelsregisternummer HRB 1507 P geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen zur Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurden Angaben zu den Gesamtbezügen im Sinne des § 285 Nr. 9 a HGB unterlassen.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB)

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte zu den Anschaffungs-/ Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Bewegliche Anlagegüter bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Das Finanzvermögen wird zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 180.000,00 € vorgenommen (im Vorjahr 420.000,00 €).

Das Vorratsvermögen ist mit den Herstellungskosten bilanziert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und übrigen Aktiva wurden mit dem Nominalbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Der Sonderposten beinhaltet Fördermittel, die die Gesellschaft für Investitionen in das Anlagevermögen erhalten hat. Die Auflösung erfolgt analog der Abschreibungen für diese Wirtschaftsgüter.

Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bemessen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB für das Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagespiegel, der diesem Anhang als Seite 5 beigefügt ist, dargestellt.

Unter den Finanzanlagen ist die atypisch stille Beteiligung an der Seatris Investment GmbH, Berlin, ausgewiesen. Auf die Beteiligung wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 180 T€ (im Vorjahr 420 T€) vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass hinsichtlich der bei der Seatris Investment GmbH bzw. deren Tochtergesellschaft aktivierten Softwareentwicklungskosten für die in der Entwicklung befindlichen Software keine hinreichende Marktfähigkeit gegeben ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe 453 T€ (im Vorjahr 18 T€) sowie 268 T€ (im Vorjahr 100 T€) für Steuerforderungen des Geschäftsjahres ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 2.150 T€ (im Vorjahr 790 T€) und betreffen ausgereichte Darlehen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen für

- Tantieme 130.700,00 €
- Urlaubsansprüche 115.529,88 €
- Ansprüche aus Arbeitszeitkonten 35.020,18 €
- Gewährleistungen 33.100,00 €
- Abschluss und Prüfung 18.600,00 €
- Archivierungskosten 4.950,00 €
337.900,06 €

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2022 je nach Restlaufzeit 0,43 % bis 0,67 %.

Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten können dem Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

(Vorjahreswerte in Klammern)

Gesamtbetrag 31.12.2022 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58.624,66 38.099,58 20.525,08 0,00
(127.383,95) (60.212,54) (67.171,41) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.182.579,63 13.182.579,63 0,00 0,00
(8.957.929,40) (8.957.929,40) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 864.048,44 864.048,44 0,00 0,00
(442.279,58) (442.279,58) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.593.307,81 2.593.307,81 0,00 0,00
(1.456.826,74) (1.456.826,74) (0,00) (0,00)
16.698.560,54 16.678.035,46 20.525,08 0,00
(10.984.419,67) (10.917.248,26) (67.171,41) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

- Sicherungsübereignung Fahrzeuge 58,6 T€

Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Zum Bilanzstichtag bestehen Vorauszahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften sowie Rückbürgschaften für Kautionsversicherung durch Banken und Versicherungen in Höhe von 2.270 T€.

In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 180 T€ enthalten, um die Finanzanlagen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen (§ 285 Nr. 31 HGB).

Finanzielle Verpflichtungen

Im Zusammenhang mit bestehenden Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen bis Vertragsende in Höhe von 93 T€. Der jährliche finanzielle Aufwand aus langfristigen Mietverträgen über Grundvermögen beträgt 191 T€; § 285 Nr. 3a HGB.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 69 Mitarbeiter beschäftigt. Am Bilanzstichtag stellt sich die Arbeitnehmeranzahl nach Bereichen wie folgt dar:

- Elektro 31
- Tiefbau 11
- Wohnkontor 18
- Verwaltung 9

Auf die Angaben gemäß § 285 Nr. 4 HGB, § 285 Nr. 17 HGB und § 285 Nr. 29 und Nr. 32 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse aufgetreten oder bekannt geworden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hätten und eine abweichende Darstellung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft nach sich ziehen würden; (§ 285 Nr. 33 HGB). Insbesondere erwartet die Geschäftsführung aus dem aktuellen Ukrainekonflikt keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf.

Die Geschäftsführung unterbreitet den Vorschlag, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.511.714,20 € auf neue Rechnung vorzutragen, (§ 285 Nr. 34 HGB).

Geschäftsführung

Alleinvertretungsbefugte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren

 

Ralf Richter, 14913 Niederer Fläming.

 

Dieter Schulze, 14913 Niederer Fläming.

 

Niedergörsdorf, 03. Mai 2024

Ralf Richter, Geschäftsführer

Dieter Schulze, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.836,46 993,78 4.240,04 0,00 86.590,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 89.836,46 993,78 4.240,04 0,00 86.590,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 332.607,90 52.074,32 0,00 287.458,10 672.140,32
2. technische Anlagen und Maschinen 100.073,15 0,00 0,00 0,00 100.073,15
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.066.241,61 82.439,96 74.354,74 92.553,16 2.166.879,99
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 429.114,03 0,00 49.102,77 -380.011,26 0,00
Summe Sachanlagen 2.928.036,69 134.514,28 123.457,51 0,00 2.939.093,46
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.322.500,68 180.101,33 0,00 0,00 4.502.602,01
2. Genossenschaftsanteile 153,39 0,00 0,00 0,00 153,39
Summe Finanzanlagen 4.322.654,07 180.101,33 0,00 0,00 4.502.755,40
Summe Anlagevermögen 7.340.527,22 315.609,39 127.697,55 0,00 7.528.439,06
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.526,46 346,78 4.237,04 0,00 85.636,20
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 89.526,46 346,78 4.237,04 0,00 85.636,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86.028,40 17.998,42 0,00 0,00 104.026,82
2. technische Anlagen und Maschinen 84.618,65 1.765,00 0,00 0,00 86.383,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.432.455,59 142.105,13 63.705,12 0,00 1.510.855,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.603.102,64 161.868,55 63.705,12 0,00 1.701.266,07
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.314.999,00 180.000,00 0,00 0,00 4.494.999,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.314.999,00 180.000,00 0,00 0,00 4.494.999,00
Summe Anlagevermögen 6.007.628,10 342.215,33 67.942,16 0,00 6.281.901,27
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022 Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 954,00 310,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 954,00 310,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 568.113,50 246.579,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.689,50 15.454,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 656.024,39 633.786,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 429.114,03
Summe Sachanlagen 0,00 1.237.827,39 1.324.934,05
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 7.603,01 7.501,68
2. Genossenschaftsanteile 0,00 153,39 153,39
Summe Finanzanlagen 0,00 7.756,40 7.655,07
Summe Anlagevermögen 0,00 1.246.537,79 1.332.899,12

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RBS Elektrotechnik GmbH, Niedergörsdorf

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RBS Elektroinstallation GmbH, Niedergörsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RBS Elektroinstallation GmbH, Niedergörsdorf für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Werthaltigkeit der unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens ausgewiesenen Beteiligungen und die Notwendigkeit der im Berichtsjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 180 T€ kann nicht abschließend beurteilt werden, da keine aussagekräftigen Unterlagen von der Gesellschaft vorgelegt worden sind, an der die Gesellschaft beteiligt ist. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über den Beteiligungsansatz gewinnen. Weiterhin können wir die steuerlichen Auswirkungen der außerplanmäßigen Abschreibung und damit die Bewertung der Steuerrückstellungen nicht abschließend beurteilen, da auch hierzu keine Unterlagen vorgelegt worden sind. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Finanzanlagen, den Steuerrückstellungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir verweisen auf § 328 HGB.

Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der RBS Elektroinstallation GmbH erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450 n.F.).

 

Sankt Augustin, den 15. Mai 2024

HKF
Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Kurka, Wirtschaftsprüfer

Dr. Stephan Kurka, Wirtschaftsprüfer

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