SPECTRO Analytical Instruments GmbH

Boschstraße 10, 47533 Kleve, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 1876
Vorher
SPECTRO Beteiligungs GmbH
Eingetragen
11.6.1997
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Führung der Geschäfte einer Gruppe von Gesellschaften und deren direkten/indirekten Tochtergesellschaften, die sich insbesondere mit der Herstellung und dem Vertrieb von analytischen Geräten aller Art befassen sowie mit dem Erwerb und der Verwaltung von Beteiligungen und Liegenschaften. Gegenstand des Unternehmens ist des weiteren die Produktion und der Vertrieb von Geräten und Komponenten für optische Messgeräte aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Thorsten Genschick
seit 8.5.2025
Prokura
Joan van der Laan
seit 11.3.2025
Prokura
Geschäftsführer
Michael Privik
seit 14.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EMA Corp.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ametek Material Analysis Holdings GmbH
Germany
290.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPECTRO Analytical Instruments GmbH

Kleve

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Gesellschafts-/Konzernstruktur

Die SPECTRO Analytical Instruments GmbH ("SAI GmbH") ist zu 100 % Tochtergesellschaft der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, die wiederum in den Konzernabschluss der AMETEK, Inc., Berwyn/USA, einbezogen wird. Im Folgenden wird auch auf die SPECTRO-Gruppe eingegangen, die neben der SAI GmbH deren Tochtergesellschaften umfasst, da sich deren Entwicklung über die Vertriebsvereinbarungen und die Dividendenpolitik unmittelbar auf die Umsatz- und Ergebnissituation der SAI GmbH auswirkt.

Wirtschaftliche Lage

Die erwartete Abkühlung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 machte sich bei den Auftragseingängen bemerkbar, bereits im zweiten Quartal verzeichnete die Gruppe einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal (-6%).

Die Abschwächung des Auftragseingangs im zweiten Quartal war vor allem auf einen geringeren Auftragseingang aus dem asiatischen Markt zurückzuführen. In unseren strategisch wichtigen Märkten, vor allem in Europa, konnten wir im zweiten Halbjahr bereits eine leichte Erholung feststellen, die jedoch insgesamt hinter den Erwartungen zurückblieb.

Der Auftragseingang unserer stationären Produktlinie lag um 4% unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den schwachen Auftragseingang aus China im zweiten Quartal zurückzuführen. Auch die ICP-Produktlinie verzeichnete einen Rückgang von 11% gegenüber dem Vorjahr, was auf geringere Auftragseingänge aus den USA (-9%) für die nichtmetallischen Märkte zurückzuführen ist.

Trotz des schwächeren Auftragseingangs für unsere Geräte stieg der Gesamtauftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 MEUR bzw. 2%, hauptsächlich getrieben durch höhere Service- und Ersatzteilumsätze.

Die verhaltene Entwicklung des Auftragseingangs führte zu einer nahezu konstanten Umsatzentwicklung, sodass der erzielte Umsatz mit 142,5 MEUR nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (143,3 MEUR) lag.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war zu jeder Zeit sehr gut. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage, aus eigener Kraft sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögens-, Finanz und Ertragslage

Die Entwicklung der Währungsrelationen hatte im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr per Saldo eine negative Auswirkung, da ein wesentlicher Anteil der Umsätze in USD abgerechnet wird und sich der Wert des USD gegenüber dem Euro zu Gunsten des EUR entwickelte.

Der realisierte Umsatz, vor allem aus dem Verkauf von Spektrometern, Ersatzteilen und Service, in Höhe von 142,5 MEUR lag um -0,5 % unter dem Umsatz des Vorjahres (143,3 MEUR). Die Stagnation bei dem Umsatz war gleichzeitig verbunden mit einer Steigerung der Bruttomarge, die durch die Reduzierung der Herstellungskosten um 3,0 MEUR im Vergleich zum Vorjahr erzielt wurde. Die Ersparnisse wurden überwiegend im Materialkostenbereich durch aktives Lieferkettenmanagement erzielt. Der Anstieg der operativen Kosten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung lag mit 1,3 % im niedrigen Bereich.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz nach Forschungs- und Entwicklungskosten lag bei 60,0% (Vorjahr 58,0%) und konnte damit deutlich gesteigert werden.

Die Vertriebskosten wurden um -1,6 % (-0,3 MEUR) reduziert und die Verwaltungskosten erhöhten sich um 5,1% (+0,7 MEUR).

Der Nettoeffekt aus den Kursgewinnen und -verlusten wirkte sich mit rd. -0,4 MEUR nicht wesentlich auf das Betriebsergebnis aus. Insgesamt lag dieses mit 49,3 MEUR um 1,8 MEUR über dem Wert des Vorjahres (47,5 MEUR), was einer Gewinnmarge von 34,6% (Vorjahr: 33,1%) entspricht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden eine Gewinnausschüttung von der Tochtergesellschaft in Hongkong durchgeführt. Daher lagen die Erträge aus Beteiligungen bei 171 TEUR (Vorjahr: 519 TEUR, die von Südafrika war).

Im Berichtsjahr ergab sich keine Veranlassung, die Wertansätze der Beteiligungen zu verändern.

Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 MEUR bzw. 3,1% auf 50,2 MEUR. Dies entspricht einer Nettogewinnmarge von 35,2% (Vorjahr 34,0%).

Zwischen der SAI GmbH und der Gesellschafterin AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Demzufolge wird der Nettogewinn in Höhe von rd. 50,2 MEUR (im Vorjahr: 48,6 MEUR) automatisch an die Gesellschafterin abgeführt. Ferner besteht weiterhin eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, als Organträgerin.

Seit der Übernahme der SPECTRO-Gruppe durch den AMETEK-Konzern im Jahr 2005 bestehen keine Bankverbindlichkeiten mehr. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich durch das operative Geschäft und den dabei erzielten Cashflow. Darüber hinaus kann die Gesellschaft bei Bedarf jederzeit liquide Mittel des AMETEK-Konzerns anfragen.

Die Bilanzsumme hat sich insgesamt um rd. 2,0 MEUR reduziert.

Wesentlicher Treiber der Reduzierung war die Optimierung der Vorräte, die durch die Stabilisierung der Lieferketten erzielt werden konnte.

Innerhalb des Konzerns ist die SAI GmbH regelmäßig in Arbeitsgruppen zur Verbesserung der Umschlagshäufigkeit der Inventurbestände, Reduzierung von Einkaufspreisen sowie Verbesserung der Forderungsstruktur eingebunden.

Die wirtschaftliche Lage der SAI GmbH ist aus unserer Sicht insgesamt zum Bilanzstichtag weiterhin als sehr gut einzustufen.

Beteiligungen

Im Jahr 2023 wiesen die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen, bis auf die Tochtergesellschaft in Südafrika, die Umsatzsteigerungen und Ergebniszuwächse aus.

Der Geschäftsbetrieb der für die Region Asia-Pacific verantwortlichen AMETEK Hong Kong Private Limited, Hongkong/China, wurde zum 1. April 2016 eingestellt. Die Gesellschaft ist im Rahmen des AMETEK Konzerns nur noch geringfügig verwaltend tätig. Die Gesellschaft führte im Berichtsjahr eine Dividendenausschüttung in Höhe von 171 TEUR durch.

Bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS Pty. Limited, Johannesburg/Südafrika, sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr aus dem Verkauf von Geräten und Service um rd. -7,5% gesunken. Trotzdem erzielte diese Tochtergesellschaft ein um rd. 100% verbessertes operatives Ergebnis. Die Gesellschaft führte im Berichtsjahr keine Dividendenausschüttung durch (Vorjahr: 519 TEUR).

Unsere Tochtergesellschaft SPECTRO Analytical Instruments Inc., Wilmington/USA, konnte den Umsatz um rd. 40% im Vergleich zum Vorjahr steigern. Der operative Gewinn erhöhte sich dabei um sogar rd. 130%.

Das Ergebnis der AMETEK SAS, Elancourt/Frankreich, an der eine Beteiligung i.H.v. 14,6% besteht, war wiederum positiv. Unser Geschäft in Frankreich, welches über diese Beteiligungsgesellschaft abgewickelt wird, konnte um 9% wachsen.

Forschung und Entwicklung und Wachstumsorientierung

Nach einem bereits sehr erfolgreichen Jahr 2022 konnten wir, trotz der erwarteten Abkühlung der Weltwirtschaft, ein sehr hohes Niveau von dem Umsatz und der Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2023 erhalten.

Im Jahr 2023 hat SPECTRO alle Überwachungsaudits nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001 erfolgreich bestanden. Zudem wurde die Begutachtung für die Kalibrierdienst-Akkreditierung gemäß ISO/IEC 17025 durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) abgeschlossen. Eine Erstzertifizierung nach ISO 45001 Arbeitsschutzmanagement ist weiterhin in Planung.

Im vergangenen Jahr wurden einige Themen aus dem Compliance-Bereich neu aufgenommen. So haben wir uns intensiv mit dem Thema PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) in unseren Produkten beschäftigt. Und nach wie vor arbeiten wir kontinuierlich an der Aufrechterhaltung und Einhaltung der RoHS- und REACH-Verordnungen.

Investitionen

Die Investitionen der SAI GmbH betrugen im Geschäftsjahr 2023 0,7 MEUR (Vorjahr: 0,8 MEUR). Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Investitionen in Software, Betriebs- und Geschäftsausstattung - insbesondere technische Anlagen und Werkzeuge.

Management und Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl einschließlich Auszubildender betrug im Geschäftsjahr 267 (Vorjahr: 269). Der Umsatz je Mitarbeiter (einschließlich Auszubildender) im Geschäftsjahr betrug damit 534 TEUR gegenüber 533 TEUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Internes Kontrollsystem

Durch die Einbindung in den AMETEK-Konzern unterliegt die SPECTRO-Gruppe den Anforderungen, die sich aus SOX 404 ergeben. Die Dokumentation und Einhaltung der Prozesse zur Risikokontrolle werden im Rahmen der Jahresabschlussprüfung überprüft. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine konzerninterne Revision, die durch eine unternehmensinterne Überprüfung der Abläufe und Dokumentation ergänzt wird. Wesentliche Abweichungen ergaben sich nicht.

Darüber hinaus arbeiten wir permanent weiter an unserem von einer Prüfsoftware unterstütztem Steuer Compliance-System, um den gestiegenen Anforderungen der Steuerverwaltung Rechnung zu tragen.

Schon im Geschäftsjahr 2018 wurden die Prozesse und notwendigen Dokumentationen zum Datenschutz-Compliance entsprechend den neuen Regelungen der DS-GVO eingeführt. Diese legen den Unternehmen erheblich höhere Dokumentationspflichten auf.

Risikomanagement

Die SAI GmbH hat ein System zur Erkennung von Risiken etabliert, dass es uns ermöglichen soll, den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens zu sichern und auf etwaige Veränderungen oder Entwicklungen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, zu reagieren.

Wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagementsystems ist dabei unsere detaillierte Finanz- und Budgetplanung vor Beginn des Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer fortlaufenden Planung ("Forecast") an die tatsächlichen Ergebnisse sowie das wirtschaftliche Umfeld angepasst.

Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an den AMETEK-Konzern werden die Soll-/Ist-Abweichungen zu den Plan- und Forecast-Zahlen analysiert und erläutert und zusätzlich mit dem Management der Division diskutiert. Darüber hinaus wird im Rahmen der Quartalsberichterstattung des an der New Yorker Börse gelisteten Mutterunternehmens umfangreiches Informationsmaterial zur wirtschaftlichen Entwicklung zusammengestellt und anschließend mit dem Konzerncontrolling unter Teilnahme der Wirtschaftsprüfer des obersten Konzernabschlusses im Rahmen von Telefonkonferenzen diskutiert.

Branchen- und Marktrisiko

Die SAI GmbH bedient Abnehmer in Branchen, die zyklischen Schwankungen unterliegen (z.B. Metall- und petrochemische Industrie). Die Investitionen dieser Abnehmer sind u.a. abhängig von verfügbaren Ressourcen, Ausgabenprioritäten sowie anderen Wirtschaftszyklen. Das Investitionsverhalten dieser Abnehmer kann daher einen wesentlichen Einfluss auf die finanziellen Ergebnisse der SAI GmbH haben.

Der Markt für die Produkte und die Serviceleistungen der SAI GmbH ist durch ständige technologische Veränderungen und die Entwicklung von industriellen Standards gekennzeichnet. Unternehmen, die diesen Anforderungen mit ihren Produkten ständig Rechnung tragen wollen, müssen ein hohes Maß an personellen und anderen Ressourcen für Planung, Design, Entwicklung, Test und Herstellung neuer Produkte vorhalten. Diese neuen Produkte ersetzen häufig existierende Produkte und Technologien. Demgegenüber besteht aber auch die Gefahr, dass neue Produkte nur sehr langsam vom Markt angenommen werden.

Die SAI GmbH hat Strategien entwickelt, die es ermöglichen sollen, das Geschäft auszuweiten und darüber hinaus komplementäre Geschäfte abzuschließen. Dazu gehört auch die Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen für existierende Technologien, Erweiterung der Produktangebote an eine größere Anzahl von Industrien und die Verstärkung der Präsenz in ausgewählten geographischen Märkten.

Trotz umfangreicher Qualitätssicherungsmaßnahmen ist nicht auszuschließen, dass Risiken im Bereich der Produkthaftung bestehen. Diese Risiken sind jedoch durch eine Versicherung abgedeckt.

Aufgrund des hohen Exportanteils würde eine Abschwächung der Konjunktur in Asien, insbesondere in China, Indien und den USA das geplante Umsatzwachstum beeinträchtigen.

Die politischen Rahmenbedingungen zwischen den USA, Europa und China haben sich nicht wesentlich verändert. Die Risiken existieren weiterhin, da sich die politische Ausrichtung diesbezüglich grundsätzlich nicht verändert hat. Negative Auswirkungen auf unser Geschäft sind daher vorstellbar, aber im Moment nicht konkret.

Den Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird durch präventive Kreditprüfungen bestehender und neuer Kunden vor Geschäftsabschluss sowie einer regelmäßigen Analyse der Altersstruktur der Forderungen begegnet. Etwaige Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der fortlaufenden Finanz- und Liquiditätsplanung frühzeitig erkannt und ggf. durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen minimiert. Größere Ausfälle von Forderungen als Folge der Corona-Krise oder des Krieges in der Ukraine sind bisher nicht entstanden und im Moment auch nicht sichtbar.

Aufgrund unserer Bestandsaufnahme der Risiken, unserer Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeiten und unserer Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen sind wir der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der SAI GmbH gefährden könnten, nicht bestehen.

Währungsrisiken

Aufgrund des hohen Exportanteils kann die Ertragslage der SAI GmbH durch Wechselkursschwankungen beeinträchtigt werden. Dieses Risiko wird teilweise durch Gegengeschäfte in den jeweiligen Währungen ausgeglichen. Kurssicherungsgeschäfte werden nicht abgeschlossen. Innerhalb des weltweit operierenden Konzerns wird das Konzept des "Natural Hedgings" verfolgt, wobei sich ein ausgeglichenes Verhältnis von Währungsrisiken und -chancen ergibt. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt eine negative Auswirkung der USD / EUR Währungsrelation im Laufe des Geschäftsjahres. Die realisierten Kursgewinne und -verluste hatten netto gesehen einen eher untergeordneten Effekt.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung/Ausblick

Die Märkte für Atomic Spectroscopy sollen nach unabhängigen Studien bis 2026 mit einer CAGR-Rate von 5,0% wachsen. Auf den für uns relevanten Märkten für XRF, ICP-OES und Arc/Spark OES wird in den nächsten Jahren ein Marktwachstum in Höhe von 2,0% bis 5,8% erwartet. Die umsatzstärksten Märkte sind diesbezüglich weiterhin die Märkte Metals & Mining, General & Environmental Labs sowie Academia. Nach der regionalen Betrachtung repräsentieren US & Canada und Europa etwa die Hälfte der globalen Nachfrage. Diese Produkte sind in diesen Regionen sehr gut etabliert, aber das Wachstum ist daher auch limitiert. Die größten Wachstumsraten bis 2026 werden allerdings in China (+6,1%), Indien (+6,9%) Other Asia Pacific (+6,9%) erwartet. Dies ist in einem voraussichtlich höheren Industriewachstum als auch höheren Ausgaben für Umweltschutz begründet.

Nach allgemeiner Auffassung wird die Inflation im Jahr 2024 auf einem niedrigeren Niveau verlaufen. Unser Ziel ist es weiterhin, die höheren Preise auf der Einkaufseite mehr als vollständig an unsere Kunden weiterzugeben, um damit unsere Produktmargen zu halten bzw. sogar zu verbessern.

Wir erwarten unabhängig von der derzeitigen Krise, dass wir mit unseren Produkten langfristig am Markt gut positioniert sind. Die Weiterentwicklung unserer Produkte im Jahr 2023 wurde vom Markt gut angenommen und kann dazu beitragen, unseren Wachstumstrend fortzuführen. Die Entwicklung neuer Produkte wird auch im Jahr 2024 intensiv vorangetrieben. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens geleistet.

Der digitale Wandel wird sich weiter beschleunigen und uns weiter Möglichkeiten bieten. In allen Geschäftsbereichen wie zum Beispiel Produktion, Service und Vertrieb wird die Digitalisierung stark vorangetrieben und ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Für das Euro-Währungsgebiet wird eine Inflation von rd. 2,5% im Jahr 2024 erwartet (Vorjahr 5,4%). Die Auswirkungen auf der Einkaufsseite sowie die sehr moderaten Anstiege der Löhne- und Gehälter werden wir durch Preiserhöhungen ausgleichen können, so dass wir keine negativen Auswirkungen auf unsere Ergebnissituation erwarten.

Im Jahr 2024 wird, gemäß den Prognosen, weltweit ein schwaches Wachstum i.H.v. 3,0% erwartet (Euroraum: +0,1%; USA: +2,5%; China: +4,0%). (Quelle: Commerzbank Research Bericht Februar 2024).

Auf Basis der derzeitig absehbaren Entwicklung gehen wir von einer eher moderaten Steigerung der Umsätze und der Gewinne im Jahr 2024 aus.

Wir erwarten auch mittel- bis langfristig staatliche Investitionen insbesondere in die Infrastruktur und in den Umweltbereichen. Die Notenbanken werden im Jahr 2024 wohl mit den Zinssenkungen starten und damit die Finanzierungen vergünstigen. Dies sollte sich positiv auf das Investionsverhalten unserer Kunden auswirken.

Die Schwankungen im Kursverhältnis zwischen Euro und USD, aber auch die Einflüsse anderer für uns zunehmend wichtig werdender Währungen, werden auch zukünftig die Umsatz- und Margenentwicklung beeinflussen. Eine Prognose hierzu ist jedoch kaum möglich, so dass sich hieraus sowohl Chancen als auch Risiken für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergeben können. Die derzeitige Entwicklung der Währungsrelationen zu Beginn des neuen Geschäftsjahres ist im Vergleich zum letzten Quartal und zum Durchschnitt des Vorjahres eher leicht negativ für unsere Ertragslage.

Die angestrebte ständige Verbesserung der Prozesse soll zur Erhaltung und Verbesserung der Margen und Produktivität beitragen. Es ist weiterhin das Ziel, den Umsatzanteil neuer Produkte am gesamten Geräteumsatz bei rd. 60% zu halten. Zugleich ist dies die Basis, um Margen konstant zu halten und weiterhin Marktanteile gewinnen zu können.

Wir sind zuversichtlich, dass die SAI GmbH ein weiterhin solides positives Ergebnis erzielen wird. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr weiter steigenden Umsätze bei moderaten Kostensteigerungen erwarten wir für das Jahr 2024 ein sehr gutes Ergebnis.

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist auch nach dem Bilanzstichtag weiterhin gut. Das Unternehmen ist in der Lage, aus eigener Kraft sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

 

Kleve, 17. Mai 2024

SPECTRO Analytical Instruments GmbH

Michael Privik, Geschäftsführer

Wiebke Rumpf, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.437,99 154.077,82
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 955.550,75 905.779,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.718,94 84.914,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.938.507,95 1.934.907,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 438.718,59 326.451,98
3.414.496,23 3.252.053,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.202.173,40 3.202.173,40
2. Beteiligungen 887.753,28 887.753,28
4.089.926,68 4.089.926,68
7.602.860,90 7.496.057,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.408.688,52 5.314.724,03
2. Unfertige Erzeugnisse 3.286.980,25 3.869.881,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.942.989,05 1.698.953,92
9.638.657,82 10.883.559,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.145.537,73 8.529.644,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.559.150,67 17.584.119,53
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 196.092,15 256.883,73
4. Sonstige Vermögensgegenstände 468.284,06 1.595.985,58
28.369.064,61 27.966.633,06
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.334.255,93 7.588.100,45
44.341.978,36 46.438.292,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 200.679,61 144.340,46
52.145.518,87 54.078.690,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 290.500,00 290.500,00
II. Kapitalrücklage 31.078.627,59 31.078.627,59
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 8.180,73 8.180,73
IV. Gewinnvortrag 3.473.758,48 3.473.758,48
34.851.066,80 34.851.066,80
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4.262.765,00 5.223.742,04
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.826.391,28 1.865.967,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.392.047,86 11.476.710,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 211.482,31 264.934,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten 601.765,62 396.269,72
davon aus Steuern: EUR 212.809,92 (Vj. EUR 211.723,67)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 41.947,59 (Vj. EUR 41.151,98)
13.031.687,07 14.003.882,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
52.145.518,87 54.078.690,98

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023
EUR
2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 142.538.573,46 143.307.896,93
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 51.900.396,70 54.927.395,30
3. Forschungs- und Entwicklungskosten 5.443.774,24 5.313.642,78
4. Bruttoergebnis vom Umsatz 85.194.402,52 83.066.858,85
5. Vertriebskosten 20.943.802,81 21.273.860,49
6. Allgemeine Verwaltungskosten 15.138.417,17 14.401.641,66
7. Sonstige betriebliche Erträge 2.121.784,50 3.090.105,88
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.338.326,01 (Vj. EUR 2.268.406,47)
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.949.721,27 2.987.054,42
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.764.390,26 (Vj. EUR 2.524.472,66)
35.910.156,75 35.572.450,69
49.284.245,77 47.494.408,16
9. Erträge aus Beteiligungen 171.459,22 519.216,79
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 171.459,22 (Vj. EUR 519.216,79)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 799.126,80 702.385,83
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 799.126,80 (Vj. EUR 702.385,83)
11. Abschreibung auf Finanzanlagen 0,00 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.055,57 13.394,12
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 3.364,00 (Vj. EUR 2.713,00)
957.530,45 1.208.208,50
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -7.405,65
14. Ergebnis nach Steuern 50.241.776,22 48.710.022,31
15. Sonstige Steuern 76.725,00 77.319,00
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -50.165.051,22 -48.632.703,31
17. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Gesellschaftsstruktur

Seit dem 1. Januar 2009 besteht mit der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, als herrschendem Unternehmen ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft.

Unternehmensgegenstand

Gegenstand unseres Unternehmens ist die operative Führung der Geschäfte der SPECTRO-Gruppe. Dabei sind wir direkt an drei ausländischen Gesellschaften mit einer Mehrheit am Kapital beteiligt. Des Weiteren ist Gegenstand des Unternehmens die Produktion und der Vertrieb von Geräten und Komponenten für optische Messgeräte aller Art.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma SPECTRO Analytical Instruments GmbH mit Sitz in Kleve im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer HRB 1876 eingetragen.

II. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Sie wurde um die Posten "Forschungs- und Entwicklungskosten" erweitert, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich aufgelaufener Abschreibungen, angesetzt. Sie werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern betragen in der Regel 3 bis 5 Jahre (immaterielle Vermögensgegenstände), 25 und 50 Jahre (Gebäude), 10 Jahre (sonstige Bauten und Grundstückseinrichtungen) sowie 3 bis 13 Jahre (technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung). Für die in der Produktion, im Service und im Product Support genutzten Proben wurde innerhalb des Anlagevermögens ein Festwert gebildet.

Bei den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren ist zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag erfolgt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu den dem Fertigungsgrad entsprechenden Herstellungskosten oder den niedrigeren Nettoverkaufserlösen, abzüglich noch anfallender Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit letzterer durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für nicht gängige Bestände wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte wurde dem allgemeinen Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % der Nettoforderungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden in Abhängigkeit von der Überfälligkeit einzelner Forderungen mit Sätzen von 25 %, 50 % und 100 % gebildet.

Die liquiden Mittel sind zu Nennbeträgen angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellung für Jubiläumszusagen wird auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Anwendung eines Abzinsungssatzes von 1,75 % (Vj. 1,44 %) gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bilanziert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern werden nicht gebildet, da die latenten Steuern nach DRS 18 beim Organträger zu erfassen sind.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, da die Restlaufzeiten jeweils unter einem Jahr liegen.

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten und, sofern erforderlich, abzüglich Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 HGB bewertet. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB sind:

Anteil am Kapital
%
Währung Eigenkapital *
`000
Jahresergebnis *
`000
SPECTRO Analytical Instruments Inc., Mahwah/USA 100,0 USD 6.927 2.893
(EUR ***) (6.269) (2.618)
AMETEK SAS, Elancourt/Frankreich ** 14,7 EUR 7.610 956
Ametek Hong Kong Private Limited, Hongkong/China 100,0 HKD 619.614 252.323
(EUR ***) (72) (29)
SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS Pty. Limited, Johannesburg/Südafrika 100,0 ZAR 96.112 21.315
(EUR ***) (4.723) (1.048)

* Die Angaben beziehen sich auf den Bilanzstichtag 31. Dezember 2023

** Die Angaben beziehen sich auf den vorläufigen Jahresabschluss

*** umgerechnet mit dem Stichtagskurs 31. Dezember 2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.146 8.530
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.559 17.584
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 196 257
Sonstige Vermögensgegenstände 468 1.596
28.369 27.967

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.954 (Vj. TEUR 2.542) sowie aus Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe TEUR 16.605 (Vj. TEUR 15.042). Letztere resultieren insbesondere aus der in 2015 erfolgten Abtretung der ehemaligen Cashpool-Forderungen gegen die AMETEK Holdings B.V, Amsterdam/Niederlande, an die Gesellschafterin, die noch zur künftigen Verrechnung mit Gewinnabführungen zur Verfügung stehen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Ausstehende Rechnungen 1.287 987
Garantieverpflichtungen 1.030 655
Gehaltsbonusverpflichtungen 920 2.636
Jubiläumsverpflichtungen 250 244
Abfindungen 190 0
Urlaubsansprüche der Mitarbeiter 151 126
Berufsgenossenschaft 93 90
Sonstige 343 486
4.263 5.224

Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.826 1.866
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.392 11.477
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 212 265
Sonstige Verbindlichkeiten 602 396
13.032 14.004

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus kreditorischen Debitoren sowie aus Lohnsteuer- und Sozialverbindlichkeiten.

Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 31.899. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 4.647
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (369)
Einkaufsrahmenverträge 27.252

Von den Miet- und Leasingverträgen sind TEUR 2.542 innerhalb eines Jahres fällig.

Zur Sicherung der Marktkonditionen sowie der Lieferbereitschaft hat die Gesellschaft Einkaufsrahmenverträge mit diversen Lieferanten abgeschlossen. Chancen und Risiken bestehen insbesondere in der zukünftigen Preisentwicklung.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Arc-Spark/GDA 65.578 46,0 64.110 44,7
XRF/ICP 40.661 28,5 43.939 30,7
Service, Handelswaren und Sonstiges 36.300 25,5 35.259 24,6
142.539 100,0 143.308 100,0
- nach Regionen
Inland 23.287 16,3 22.999 16,0
EG-Ausland 26.007 18,2 24.203 16,9
Übriges Ausland 93.245 65,4 96.106 67,1
142.539 100,0 143.308 100,0

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In den Herstellungskosten sind Materialaufwendungen im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB in folgender Höhe enthalten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 40.868 43.849
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.362 1.330
42.230 45.180

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 17.352 18.007
Soziale Abgaben 2.963 2.970
20.315 20.977

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Materialkosten für Entwicklungsprojekte sowie Kosten für wissenschaftliche Beratung.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten beinhalten hauptsächlich Personalkosten, Vertreterprovisionen, Ausgangsfrachten und andere vertriebsbezogene Aufwendungen.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen im Wesentlichen Konzernumlagen, Personalkosten, Miet- und Leasingaufwendungen, Beratungskosten, Instandhaltungsaufwendungen, Abschreibungen, Bankgebühren, Energiekosten, sonstige Fremdleistungen sowie Telekommunikationskosten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren insbesondere aus Kursgewinnen (TEUR 1.338 Vj. TEUR 2.268) sowie aus KFZ-Kostenerstattungen (TEUR 674; Vj. TEUR 607) und aus der Kostenerstattung von Dritten (TEUR 192; Vj. TEUR 43).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend Kursverluste (TEUR 1.764; Vj. TEUR 2.524) sowie Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 125; Vj. TEUR 453).

Abschlussprüferhonorar

Das in den allgemeinen Verwaltungskosten enthaltene Abschlussprüferhonorar für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und die Arbeiten gemäß den Vorgaben des Konzernabschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 243.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

III. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Gesellschafter

Sämtliche Anteile am Kapital unserer Gesellschaft werden seit dem 31. Dezember 2008 von der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, gehalten.

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung wie folgt wahrgenommen:

Herr Michael Privik, Kranenburg, Hauptberuflicher Geschäftsführer

Frau Wiebke Rumpf, Seeheim-Jugenheim, Hauptberufliche Geschäftsführerin bei mehreren Gesellschaften der Ametek-Gruppe

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da Frau Rumpf für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Vertrieb 76 63
Forschung und Entwicklung 51 74
Produktion 92 87
Verwaltung 22 22
241 246
Auszubildende 23 23
264 269

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Gewinnverwendung

Infolge des Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 50.165 an die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, abgeführt.

Konzernbeziehungen

Mutterunternehmen der SPECTRO Analytical Instruments GmbH, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die AMETEK, Inc., Berwyn/ USA. Dieser Konzernabschluss, in den die SPECTRO-Gruppe einbezogen wird, ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt.

Die SPECTRO Analytical Instruments GmbH macht in Übereinstimmung mit § 264 Abs. 3 i.V.m. § 292 HGB i.V.m. der KonBefrV von der Möglichkeit Gebrauch, den Konzernabschluss des Mutterunternehmens (AMETEK, Inc., Berwyn/USA) nach US-GAAP offenzulegen, der nach deutschem Recht von der Konzernabschlusspflicht nach HGB befreit. Der befreiende Konzernabschluss wird durch die Gesellschaft im Unternehmensregister über die deutsche Muttergesellschaft, AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, in englischer Sprache offengelegt.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US-GAAP) und deutscher (HGB) Rechnungslegung in Bezug auf den Konzernabschluss der AMETEK, Inc., Berwyn/ USA, sind nachfolgend ausgeführt.

Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung. Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - sowohl über verschiedene Geschäftsjahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach US-GAAP ein höherer Stellenwert eingeräumt als nach HGB.

Latente Steuern

Nach US GAAP besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz, wobei auch quasi-permanente Unterschiede als temporär einzustufen sind (sog. Temporary-Konzept). Daneben sind auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Zur Steuerberechnung ist der künftig geltende Steuersatz auf Basis der Rechtslage am Bilanzstichtag anzuwenden. Zu jedem Stichtag sind die aktiven latenten Steuern bezüglich ihrer Realisierbarkeit zu prüfen und gegebenenfalls wertzuberichtigen ("valuation allowance"). Nach HGB besteht ein Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern. Grundsätzlich sind steuerliche Verlustvorträge nach HGB nur dann zu berücksichtigen, wenn in den kommenden fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. In Anbetracht der steuerlichen Organschaft unserer Gesellschaft erfolgt der Ansatz der latenten Steuern bei dem Organträger.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Nach US-GAAP bestehen für immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben werden, umfangreiche Aktivierungsvorschriften. Dies gilt auch für solche Werte, die das handelsrechtliche Kriterium des Vermögensgegenstands nicht erfüllen. Nach US-GAAP ist ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb nicht planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und gegebenenfalls außerplanmäßig abzuschreiben. Nach HGB hat eine Aktivierung mit nachfolgend planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibung zu erfolgen.

Sonstige Rückstellungen

Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US-GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen ohne Verpflichtungscharakter, wie z.B. die nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften weiterhin verpflichtend zu bildenden Rückstellungen für Instandhaltungsmaßnahmen, die innerhalb der ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden, sowie für Abraumbeseitigung innerhalb des folgenden Geschäftsjahres, sind nach US-GAAP nicht zulässig.

Leasing

Nach US-GAAP müssen Leasingnehmer nahezu alle ihre Leasingverträge in der Bilanz als Nutzungsrecht bzw. Leasingverbindlichkeit erfassen und über die Vertragslaufzeit amortisieren. Nach HGB hingegen folgt die Bilanzierung den steuerlichen Leasingerlassen; eine Aktivierung beim Leasingnehmer erfolgt in der Regel nur dann, sofern die Verträge als Finanzierungs- oder Spezialleasing eingestuft werden.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.245.833,61 35.404,17 101.625,94 0,00 1.179.611,84
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.986.388,90 76.382,37 283.184,00 116.004,00 4.895.591,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 417.519,88 13.908,40 18.750,00 0,00 412.678,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.748.053,70 266.138,66 246.550,37 82.519,41 5.850.161,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 326.451,98 383.195,70 72.405,68 -198.523,41 438.718,59
11.478.414,46 739.625,13 620.890,05 0,00 11.597.149,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.459.027,26 0,00 0,00 0,00 18.459.027,26
2. Beteiligungen 887.753,28 0,00 0,00 0,00 887.753,28
19.346.780,54 0,00 0,00 0,00 19.346.780,54
32.071.028,61 775.029,30 722.515,99 0,00 32.123.541,92
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.091.755,79 85.142,80 95.724,74 1.081.173,85
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 4.080.609,82 142.592,70 283.162,00 3.940.040,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 332.604,98 17.102,36 18.748,00 330.959,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.813.146,30 344.541,34 246.034,19 3.911.653,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.226.361,10 504.236,40 547.944,19 8.182.653,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.256.853,86 0,00 0,00 15.256.853,86
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
15.256.853,86 0,00 0,00 15.256.853,86
24.574.970,75 589.379,20 643.668,93 24.520.681,02
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.437,99 154.077,82
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 955.550,75 905.779,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.718,94 84.914,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.938.507,95 1.934.907,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 438.718,59 326.451,98
3.414.496,23 3.252.053,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.202.173,40 3.202.173,40
2. Beteiligungen 887.753,28 887.753,28
4.089.926,68 4.089.926,68
7.602.860,90 7.496.057,86

 

Kleve, 17. Mai 2024

SPECTRO Analytical Instruments GmbH, Kleve

Die Geschäftsführung

Michael Privik

Wiebke Rumpf

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SPECTRO Analytical Instruments GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPECTRO Analytical Instruments GmbH, Kleve - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPECTRO Analytical Instruments GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 3. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
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