AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH

Bonsiepen 5, 45136 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 2969
Eingetragen
23.5.1975
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Der Betrieb eines Ingenieurbüros für die Beratung auf dem Gebiet des industriellen Anlagen-Maschinen und Rohrleitungsbaus sowie die Planung, Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen, Montageüberwachung und Inbetriebnahme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Artur Perepeliza
seit 26.9.2024
Prokura
Pascal Degen
seit 11.1.2024
Prokura
Jürgen Hübbers
seit 18.8.2021
Prokura
Jan Ochel
seit 25.1.2019
Geschäftsführer
Bernd Kallenbach
seit 1.2.2008
Prokura
Dieter Ochel
seit 29.6.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
150.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen

Geschäftsmodell, Ziele und Strategien

Die AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH (kurz AMR-Engineering GmbH oder AMR) ist ein Generalunternehmen für Industrieanlagen mit über 50 Jahren Erfahrung im Anlagen-, Maschinen- und Rohrleitungsbau. Im Laufe dieser Zeit hat AMR zahlreiche Projekte in der Planung und dem Bau von verfahrens- und maschinentechnischen Anlagen für die Chemie-, Prozessindustrie, Pharmazie, das Hüttenwesen und die Energieerzeugung realisiert.

Die AMR plant und errichtet Anlagen und Teilanlagen als unabhängiger Generalunternehmer.

Durch die strategische Ausrichtung auf die unterschiedlichen Geschäftsbereiche Chemie-, Prozessindustrie, Pharmazie-, Hüttenwesen und Energieerzeugung ist die AMR-Engineering GmbH vielseitig aufgestellt und wird dabei hauptsächlich für nationale und internationale Konzerne tätig.

Personal- und Sozialbereich

Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz haben im Unternehmen höchste Priorität. Durch kontinuierliche Schulungen und systematische Gefährdungsanalysen gewährleisten wir ein besonders hohes Maß an Sicherheit am Arbeitsplatz. Unser Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem ist nach dem internationalen Standard DIN EN ISO 45001 zertifiziert. Im Berichtsjahr hatten wir einen meldepflichtigen Arbeitsunfall zu verzeichnen.

Umwelt- und Klimaschutz

Unser Ziel ist es, die Umweltauswirkungen unseres Handelns auf ein Minimum zu reduzieren. Daher hat der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen bei AMR oberste Priorität. In den von der Geschäftsführung formulierten Leitlinien der Unternehmenspolitik sowie in der Unternehmensrichtlinie zum Umweltmanagement sind verbindliche Anforderungen für alle Fachbereiche festgelegt. Die Umsetzung dieser Anforderungen erfolgt im Rahmen eines Umweltmanagementsystems gemäß dem internationalen Standard DIN EN ISO 14001. Es bestehen keine Haftungsgefahren oder Schadenersatzansprüche für selbstverschuldete Umweltschäden, und solche sind auch nicht zu erwarten.

Integriertes Managementsystem

Neben den bereits erwähnten Zertifizierungen im Bereich Umweltschutz sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz ist auch das Qualitätsmanagement der AMR nach dem internationalen Standard DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Diese Zertifizierungen sind in einem integrierten Managementsystem zusammengefasst.

Der Geltungsbereich dieser Zertifizierungen umfasst die Beratung, Planung, Ausführung und Inbetriebnahme von Anlagen für die Chemie-, und Petrochemie, Pharmazie und Biotechnologie, Energieerzeugung und Metallurgie sowie der Prozessindustrie.

Die Einhaltung der Anforderungen dieser Zertifizierungen wird durch regelmäßige Überwachungsaudits der TÜV Nord Cert GmbH überprüft. Die aktuelle Gültigkeit der Zertifizierungen endet am 3. November 2026. Das letzte Überwachungsaudit wurde am 10. Oktober 2023 ohne Abweichungen abgeschlossen.

Darüber hinaus ist die AMR-Engineering GmbH gemäß Überwachungsvertrag vom 26./28. Juli 1994 und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) als Fachbetrieb vom TÜV Nord überprüft und anerkannt. Die letzte Zertifizierung erfolgte im Dezember 2023 und hat eine Gültigkeit von zwei Jahren. Die nächste Überprüfung zur Aufrechterhaltung des Fachbetriebsstatus findet im Dezember 2025 statt.

Mit Schreiben vom 2. Januar 2023 hat die Bezirksregierung Düsseldorf der AMR-Engineering GmbH die Genehmigung erteilt, gemäß § 25 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) in der aktuellen Fassung Personen in fremden Anlagen oder Einrichtungen zu beschäftigen oder als Strahlenschutzverantwortlicher selbst tätig zu sein. Diese Genehmigung ist bis zum 15. Januar 2028 befristet und nicht übertragbar.

Wirtschaftsbericht

Darstellung der Rahmenbedingungen und des Geschäftsverlaufes

Entwicklung der Branche und Marktposition

Die weltweite und insbesondere deutsche Wirtschaftslage war im Jahr 2023 durch zahlreiche Herausforderungen gekennzeichnet. Da unsere Kunden hauptsächlich im Rhein-/Ruhrgebiet ansässig sind, werden wir diese Region näher betrachten. Laut dem 112. Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet sind steigende Kosten, der Mangel an Fachkräften und überbordende Bürokratie die dominierenden Belastungsfaktoren. Politische Impulse, die Wege aus der Rezession aufzeigen könnten, fehlen, was zu einer pessimistischen Stimmung unter den Unternehmen führt.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, ein wichtiger Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung, ist auf 94 Punkte gesunken. Dies ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (101 Punkte) und einer der niedrigsten Stände seit 15 Jahren. Die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise stellen für 61 Prozent der Betriebe ein erhebliches Geschäftsrisiko dar, insbesondere in der Industrie und der Chemie- und Pharmaindustrie, wo diese Zahlen noch höher liegen.

Die allgemeine wirtschaftliche Lage wird von den meisten Unternehmen im Ruhrgebiet als stabil, jedoch zunehmend schwieriger bewertet. 20 Prozent der Unternehmen sehen eine Verschlechterung ihrer Situation, während die Zahl der Unternehmen, die ihre Lage als schlecht einstufen, ebenfalls steigt. Dies spiegelt sich auch in den Geschäftserwartungen wider, wo ein Drittel der Unternehmen pessimistisch in die Zukunft blickt.

Im Bereich der Dienstleistungen steht die Branche gut da, obwohl auch hier die Zahl der Unternehmen, die mit einer Verschlechterung ihrer Lage rechnen, zunimmt. Die Hauptsorge bleibt der Fachkräftemangel, den 67 Prozent der Dienstleistungsunternehmen als große Herausforderung sehen.

Die Industrie steht weiterhin unter Druck. Zwar berichten 29 Prozent der Betriebe von guten Geschäften, jedoch sieht fast ein Viertel der Unternehmen die Geschäftslage kritisch. Die Auftragseingänge aus dem Inland sind rückläufig, und das Investitionsbudget wird überwiegend für den Ersatz alter Maschinen verwendet, während weniger Mittel für Forschung und Entwicklung vorgesehen sind.

Ein wachsender Fokus liegt auf Auslandsinvestitionen, die für viele Unternehmen im Ruhrgebiet zunehmend an Bedeutung gewinnen. 30 Prozent der Betriebe planen, ihre Auslandsinvestitionen auszuweiten, insbesondere in der Industrie, wo 32 Prozent der Unternehmen neue Produktionsstätten und Kosteneinsparungen im Ausland anstreben. Die Eurozone bleibt die bevorzugte Zielregion, jedoch gewinnen Nordamerika und Asien/Pazifik ebenfalls an Bedeutung. Diese internationalen Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Risiken am heimischen Markt zu kompensieren und neue Wachstumspotenziale zu erschließen. 1

Für AMR bleibt die Nachfrage nach Engineering-Dienstleistungen dennoch stabil. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitieren wir von der Energiewende, insbesondere durch unsere Expertise in der Dekarbonisierung und der Kreislaufwirtschaft. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen in diesen Bereichen bleibt hoch, was unsere Marktposition stärkt.

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage für das Unternehmen AMR trotz der allgemeinen Herausforderungen im Ruhrgebiet weiterhin stabil. Die politische und wirtschaftliche Unsicherheit bleibt jedoch ein bedeutender Faktor, der die zukünftige Entwicklung beeinflussen kann.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die AMR-Engineering GmbH erzielte im Berichtsjahr mit planerischen Dienstleistungen 94% des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 96%). Die verbleibenden 6% (Vorjahr: 4%) wurden durch EPC-Projekte (Engineering, Procurement, Construction, im Folgenden auch "Turnkey-Anlagenbau" genannt) erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz verteilt sich auf die Branchen wie folgt:

Chemische & petrochemische Industrie 26%
Pharmazeutische Industrie 11%
Energieerzeugung & neue Energie 13%
Hüttenwesen 40%
Sonstige Prozessindustrie 10%

Im Berichtsjahr wurden der AMR-Engineering GmbH 96% aller Aufträge von nationalen und internationalen Industriekonzernen erteilt.

Im Wesentlichen werden alle Aufträge innerhalb eines Jahres abgewickelt. Zum 31.12.2023 bestanden vier Aufträge, welche über einen längeren Zeitraum abgewickelt werden.

Beschaffung

Das Unternehmen setzt bei der Materialbeschaffung auf langjährige Lieferantenbeziehungen. Im Rahmen des Integrierten Managementsystems wird eine kontinuierliche Verbesserung der Lieferqualität sowie der Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz und im Umweltschutz angestrebt. Aufgrund der geringen Anzahl an EPC-Projekten besteht derzeit kein erhöhtes Risiko in Bezug auf die aktuell schwierige Marktsituation bei der Beschaffung.

Finanzierungsmaßnahmen

Zur Vorfinanzierung der langfristigen Aufträge erhält die AMR-Engineering GmbH Anzahlungen von ihren Auftraggebern. Diese Anzahlungen werden gegenüber den Auftraggebern durch Bankbürgschaften abgesichert. Weitere Finanzierungen werden aus eigenen Mitteln vorgenommen.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der AMR -Engineering GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr um T€ 1.699 von T€ 10.468 auf T€ 12.167.

Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die Vorräte insgesamt um T€ 296 von T€ 728 auf T€ 1.024. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass zum Bilanzstichtag vermehrt Aufträge im Bereich Turnkey-Industrieanlagen noch nicht abgeschlossen waren.

Im Zusammenhang hiermit erhöhten sich auf der Passivseite die erhalten Anzahlungen von T€ 250 um T€ 279 auf T€ 529.

Weitere Änderungen auf der Aktivseite betreffen die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 1.195. Dies resultiert unter anderem darauf, dass im Berichtsjahr Wertpapiere verkauft wurden, die am 31.12.2022 noch im Bestand waren. Die im Umlaufvermögen befindlichen Wertpapiere verminderten sich hierdurch um T€ 395 von T€ 513 auf T€ 118. Die im Bestand verbliebenen Wertpapiere wurden zum 31.12.2023 nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Weiterhin haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um T€ 302 sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 161 erhöht.

Eine weitere wesentliche Veränderung auf der Aktivseite betrifft die Erhöhung des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung um T€ 342 von T€ 251 auf T€ 593. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Erhöhung aufgrund der Bewertung der Wertpapiere zum Kurswert per 31.12.2023 sowie um die Erhöhung der zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen verpfändeten Guthaben bei Kreditinstituten.

Veränderungen auf der Passivseite betreffen neben der oben erläuterten Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen im Wesentlichen die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 234. Im Gegensatz hierzu haben sich die sonstigen Rückstellungen um T€ 151 erhöht. Letzteres betrifft hauptsächlich die Erhöhung der Rückstellungen für den Personalbereich.

Der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.514 hat das Eigenkapital von T€ 8.052 auf T€ 9.566 erhöht.

Die Anlagendeckung durch Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der Veränderung des Eigenkapitals auf 379,2% (Vorjahr 316,7%).

Innerhalb des Finanzanlagevermögens werden Gesellschaftsanteile der IMTEC Industriemontagen und Rohrleitungsbau GmbH, Leverkusen, ausgewiesen. Mit diesem Tochterunternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Gegenstand des Tochterunternehmens ist insbesondere die Fertigung und Industriemontage von Rohrleitungen und Apparaten für Industrie- und Kraftwerksanlagen sowie die Ausführung artverwandter Tätigkeiten.

Die AMR ist zu 100% am Stammkapital der Ingenieurbau Rhein Ruhr GmbH, Essen beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, Planung, Projektmanagement und- Steuerung für gewerbliche und industrielle Hoch- und Tiefbauprojekte.

Zur Absicherung von Pensionszusagen wurden Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten verpfändet. Die verpfändeten Ansprüche beliefen sich zum 31.12.2023 auf insgesamt rund T€ 1.253, im Vorjahr auf T€ 940.

Finanzlage

Die kurzfristig verfügbare Liquidität erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 1.195 auf T€ 4.636. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen in Punkt "Vermögenslage". Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr durch eine solide Zahlungsmittelgenerierung gekennzeichnet, so dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen konnte. Die Finanz- und Liquiditätslage wird tagesaktuell überwacht.

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 in das Sachanlagevermögen betrugen insgesamt T€ 167. Die Investitionen wurden aus eigenen Mitteln bestritten.

Ertragslage

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Ertragslage sind bei der AMR die Gesamtleistung, die Wertschöpfung sowie das Jahresergebnis zu nennen.

Die ausgewiesene Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr, entsprechend unserer Prognose, die von einer moderat erhöhten Gesamtleistung ausging, um 13,1%. Gleichzeitig erhöhte sich der Materialaufwand sowohl für bezogenes Fertigungsmaterial als auch für bezogene Planungsleistungen um insgesamt 43,2 %. Die Erhöhung der Gesamtleistung bei gleichzeitig erhöhtem Materialaufwand führte prognosegemäß zu einer leichten Erhöhung der Wertschöpfung um T€ 544 auf T€ 8.511. Diese Veränderungen beruhen unter anderem auf einem leicht vermehrten Anteil an Aufträgen im Bereich der Turnkey-Industrieanlagen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr um T€ 291. Die Erhöhung ergab sich hauptsächlich durch im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr enthaltenen erhöhten Ertrag in Höhe von T€ 278 aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Weitere Veränderungen betreffen einerseits die Erhöhung der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge um T€ 326. Diese resultieren im Wesentlichen daraus, dass aufgrund der Kursentwicklung der zur Sicherung der Pensionszusagen gehaltenen Wertpapiere im Berichtsjahr deutlich höhere Erträge und stattdessen deutlich geringere Verluste aus der Disposition dieser Wertpapiere erzielt wurden. Andererseits verminderten sich im Geschäftsjahr die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen um T€ 657. Im Vorjahr handelt es sich hierbei hauptsächlich um Aufwendungen aus Vermögensgegenständen zur Verrechnung. Die zur Sicherung der Pensionszusage verpfändeten Wertpapiere verringerten sich aufgrund von im Geschäftsjahr vorgenommenen Verkäufen. Die Erträge sind saldiert mit den vorgenannten Aufwendungen in der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthalten. Die verpfändeten Wertpapiere wurden zum Kurswert per 31.12.2023 bewertet.

Aufgrund von Personaleinstellungen und Gehaltserhöhungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um T€ 790 auf T€ 6.529.

Im Geschäftsjahr verminderten sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens um T€ 402 auf T€ 0,2. Die wesentliche Veränderung basiert darauf, dass im Vorjahr aufgrund des deutlich verminderten Kurswerts per 31.12.2022 Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens nach dem Niederstwertprinzip vorgenommen wurden.

Die Beteiligung an der IMTEC hat in Höhe von T€ 506 (Vorjahr T€ 269) zum Jahresergebnis der AMR vor Ertragsteuern beigetragen.

Aufgrund der Erhöhung der Wertschöpfung um T€ 544 sowie Erhöhung des Finanzergebnisses um T€ 1.621 zum Vorjahr hat sich das Jahresergebnis der AMR vor Ertragsteuern um T€ 1.634 von T€ 264 im Vorjahr auf T€ 1.898 im Geschäftsjahr erhöht.

Das operative Ergebnis erhöhte sich dabei im Geschäftsjahr um T€ 13 von T€ 1.008 auf T€ 1.021.

Insgesamt erhöhte sich das Jahresergebnis 2023 der AMR aus den oben genannten Gründen gegenüber dem Vorjahr entsprechend unserer Prognose, die von einer gegenüber 2022 deutlichen Erhöhung ausging, um T€ 1.642 von T€ -128 auf T€ 1.514.

Obwohl im Geschäftsjahr das Jahresergebnis vor Ertragsteuern T€ 1.898 und im Vorjahr T€ 264 beträgt, fallen im Geschäftsjahr Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 384 und im Vorjahr T€ 392 an. Dies resultiert daraus, dass steuerlich keine Abschreibungen auf Wertpapiere vorgenommen werden mussten.

Voraussichtliche Entwicklung mit Ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Chancen- und Risikobericht

Die Risiko- und Chancenstruktur der AMR-Engineering GmbH für das kommende Jahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Die AMR-Engineering GmbH bietet ein umfassendes Liefer- und Leistungsprogramm an, das auf langjährigem Know-how und einer konsequenten Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden basiert. Durch die optimale Einbeziehung der Tochtergesellschaften in die Wertschöpfungskette ist die Gesellschaft wettbewerbsfähig gut aufgestellt.

Dank einer breiten Diversifizierung des Liefer- und Leistungsportfolios, das von der Konzepterstellung bis zum schlüsselfertigen Bau von technischen Anlagen in der Chemie-, Pharmazie-, Energie-, Hütten- und sonstigen Prozessindustrie reicht, sind wir weniger anfällig für branchenbedingte konjunkturelle Schwankungen.

Die Abwicklung von Großaufträgen für unsere Kunden ist häufig durch hohe Komplexität und verlängerte Projektlaufzeiten gekennzeichnet, wodurch Kosten- und Terminüberschreitungen möglich sind. Diese Risiken begegnen wir durch die sorgfältige Auswahl erfahrener Projektmanager sowie durch von uns entwickelte Steuerungsinstrumente und -prozesse. Zudem stellen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Kunden sicher, dass Zahlungen zeitnah entsprechend dem Auftragsfortschritt erfolgen und Zahlungsausfälle minimiert werden.

Um der anhaltenden Knappheit an gut ausgebildeten Ingenieuren und Technikern entgegenzuwirken, setzen wir auf eigene Ausbildung, fachgerechte Fortbildung und Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitsumfeldes.

Für die AMR-Engineering GmbH sehen wir im Turnkey-Anlagenbau sowie in der Implementierung von Technologien im Bereich der Energiewende erhebliche Chancen.

Um Neubau-, Erweiterungs- oder Instandhaltungsprojekte im industriellen Anlagenbau erfolgreich durchzuführen, benötigen wir ein erfahrenes und flexibles Team. Gleichzeitig müssen technische Anlagen immer effizienter, hochwertiger und flexibler werden. In diesem Zusammenspiel aus "mehr" und "besser" sehen wir mit unserer langjährigen Ingenieurkompetenz in den Branchen Chemie, Pharmazie, Energieerzeugung, Hüttenwesen und sonstiger Prozessindustrie erhebliche Chancen, uns im regionalen und nationalen Umfeld als Premiumanbieter für Anlagenplanung und -bau weiter zu positionieren. Die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens in Richtung Generalunternehmen für den Anlagenbau werden wir intensiv fortsetzen.

Trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation sehen wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Entwicklung des Unternehmens. Eine mittel- oder langfristige negative Beeinflussung der Unternehmensentwicklung wird nicht erwartet, sofern es zu keiner stärkeren gesamtwirtschaftlichen Rezession kommt.

Insgesamt werden nach Betrachtung aller Chancen und Risiken gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die Folgejahre gesehen.

Prognosebericht

Trotz der derzeit angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation sehen wir dennoch ab dem 3. Quartal 2024 eine leicht steigende Investitionsbereitschaft der produzierenden Industrie in Deutschland. Diese Investitionen erwarten wir insbesondere in den Bereichen Effizienzsteigerung, Umbauten zur Energieoptimierung und Dekarbonisierung. Insbesondere die Energiewende bleibt ein wichtiger Treiber für Investitionen in unsere Dienstleistungen.

Für unsere Geschäftstätigkeit wird es entscheidend sein, wie sich die Weltwirtschaft und die Wirtschaft in den Ländern der Europäischen Union entwickeln und damit einhergehend die Anlagenauslastung und Investitionsbereitschaft der deutschen Industriebetriebe. Positive Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sind im weiteren Jahresverlauf 2024 zu erwarten, sofern es nicht zu einer massiven Störung der gesamtwirtschaftlichen Lage kommt.

Auf Basis der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 und unter der Voraussetzung, dass im 3. und 4. Quartal eine stabile gesamtwirtschaftliche Lage und eine weiterhin leichte Investitionsbereitschaft der Industrie bestehen bleibt, gehen wir von einer moderat erhöhten Gesamtleistung und einer leicht erhöhten Wertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr aus. Aufgrund eines gleichbleibenden Finanzergebnisses rechnen wir mit einem leicht erhöhten Jahresüberschuss für das Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr.

 

Essen, den 20.06.2024

AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH

Die Geschäftsführung

Dieter Ochel

Jan Ochel

1 112. Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet, Jahresbeginn 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.625,00 1.348,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.370.674,00 1.410.785,00
2. technische Anlagen und Maschinen 21.377,00 23.321,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.977,00 220.682,00
4. geleistete Anzahlungen 27.350,00 17.835,00
1.651.378,00 1.672.623,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 868.652,81 868.652,81
2.522.655,81 2.542.623,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.024.341,00 728.616,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.007.522,82 846.625,67
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.130.696,14 1.894.364,74
3.138.218,96 2.740.990,41
III. Wertpapiere 118.217,69 513.335,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.635.567,30 3.440.185,95
8.916.344,95 7.423.127,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.115,51 250.551,85
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 593.166,87 251.490,41
12.167.283,14 10.467.793,59

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Jahresüberschuss (Vorjahr: Bilanzgewinn) 1.513.586,60 7.902.504,94
III. Gewinnvortrag 7.902.504,94
9.566.091,54 8.052.504,94
B. Rückstellungen 1.059.215,00 884.554,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 394.894,21 454.340,00
2, übrige Verbindlichkeiten 1.147.082,39 1.076.394,19
1.541.976,60 1.530.734,19
12.167.283,14 10.467.793,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 9.187.289,52 8.352.589,79
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.534.106,56 -4.834.837,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -994.888,64 -904.046,90
(davon für Altersversorgung € 27.948,38; Vorjahr€ 24.984,45)
-6.528.995,20 -5.738.884,11
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -189.268,33 -183.075,93
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -17.674,16 -53.334,89
-206.942,49 -236.410,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.427.486,49 -1.366.481,38
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 506.189,38 269.109,10
(davon aus verbundenen Unternehmen € 506.189,38; Vorjahr € 269.109,10)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 385.401,35 59.190,92
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 50.441,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -150,00 -401.828,03
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.095,40 -670.657,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -384.406,07 -392.005,16
10. Ergebnis nach Steuern 1.516.804,60 -125.376,90
11. sonstige Steuern -3.218,00 -2.924,00
12. Jahresüberschuss /Jahresfehlbetrag 1.513.586,60 -128.300,90
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.530.805,84
14. Ausschüttung -500.000,00
15. Bilanzgewinn 7.902.504,94

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH, Essen

(Amtsgericht Essen HR B 2969)

I. Allgemeines

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die dementsprechenden Vorschriften des HGB und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Bei Erstellung des Anhangs wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften zum Teil Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB für die Bilanz erweitert im Hinblick auf den gesonderten Ausweis der entgeltlich erworbenen EDV-Software innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände, auf die in Arbeit befindlichen Aufträge innerhalb der Vorräte. Das Gliederungsschema gemäß § 275 Abs. 2 HGB wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung um folgende Position erweitert:

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

Aktiva:

Anlagenzugänge werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch die Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Anlagenabgänge werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Ein leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst, die auf Grundlage der wirtschaftlichen Nutzungsdauern bemessen werden. Dabei kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die entgeltlich erworbene EDV-Software wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Gebäude 33,33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 21 Jahre
Hof- und Außenanlagen 9 Jahre
Einbauten in fremden Gebäuden 8-10 Jahre
Büro- und Betriebsausstattung 1-15 Jahre

Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis € 250,00 werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach 6 Jahren unterstellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlichen Wertminderung werden diese auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Für die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wird das Niederstwertprinzip mit der Maßgabe angewandt, dass in allen Fällen, in denen die Anschaffungskosten den sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag ergebenden Wert übersteigen, der niedrigere Wert angesetzt wird.

Die Bewertung der in Arbeit befindlichen Aufträge erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der direkt zuordnungsfähigen Material- und Personalkosten sowie anteiliger Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und geleistete Anzahlungen werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Bei den in Arbeit befindlichen Aufträgen und bei den Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen wurde das Niederstwertprinzip beachtet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen.

Die im Umlaufvermögen befindlichen Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgung bestehen Guthaben auf Festgeldkonten und ein Aktiendepot. Die Festgeldkonten und das Aktiendepot wurden an den Geschäftsführer Dieter Ochel verpfändet. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten zuzüglich der angefallenen Zinsen bzw. zum Kurswert per 31. Dezember 2023. Die Vermögenswerte werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Vermögenswert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als " Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie vorhanden sind und sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung erfolgt der Ausweis unter den aktiven latenten Steuern. Das Aktivierungswahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82% (Vorjahr: 1,78%) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Beruhend auf den geltenden Zusageregelungen und der Tatsache, dass der Geschäftsführer Dieter Ochel der einzig Berechtigte ist, wurden den Berechnungen nicht die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen, sondern lediglich eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2% p.a. (wie im Vorjahr) zugrunde gelegt. Da die Pensionsverpflichtungen lediglich Anwartschaften eines der Geschäftsführer betreffen, wurde wie im Vorjahr eine Fluktuation nicht unterstellt.

Bei der Bildung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Die Rückstellung für Garantieverpflichtungen, die sich aus fehlerhaften Planungsleistungen ergeben können, wird mit 1% der Umsatzerlöse des jeweiligen Geschäftsjahres bewertet. Sonstige langfristige Rückstellungen (Garantie- und Archivierungsrückstellungen) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagengitter gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt.

Eine Übersicht über die Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) nach § 271 Abs. 1 HGB ist dem Anhang als Anlage 2 beigefügt.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben keine Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der in der Bilanz ausgewiesene aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von € 1.253.272,87 (ursprüngliche Anschaffungskosten € 1.761.183,99) sowie Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 660.106,00. Da die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2023 übersteigen, ist im Eigenkapital kein Betrag aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zur Ausschüttung gesperrt. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 3.604,00 (Vorjahr € 17.058,00).

Der im Vorjahr ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von € 7.902.504,94 enthält einen Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2021 in Höhe von € 8.530.805,84. Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Gewinnverwendung aufgestellt, da im Geschäftsjahr 2022 ein Beschluss über eine Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 gefasst und daraufhin eine Ausschüttung vorgenommen wurde. Im Jahr 2023 erfolgte keine Gewinnausschüttung.

Im Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2023 ein Betrag in Höhe von € 3.604,00 (Vorjahr € 17.058,00) aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von € 57.429,29 (Vorjahr € 60.320,00) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von € 337.464,92 (Vorjahr € 394.020,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen € 182.534,86 (Vorjahr € 211.340,00). Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von € 359.734,21 durch eine Grundschuld gesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, betreffen Abschreibungen in Höhe von € 150,00 (Vorjahr € 381.827,03) aus der Bewertung der Wertpapiere im Umlaufvermögen nach dem Niederstwertprinzip. Im Vorjahr wurde außerdem eine Abschreibung der Beteiligung an der RRI GmbH, Essen, in Höhe von Euro 20.001,00 vorgenommen.

Die Höhe der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beträgt € 12.254,00 (Vorjahr € 17.669,00). Die Höhe der Erträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen beträgt € 1.798,00 (Vorjahr € 0,00). Es wurden Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von € 456.599,51 (Vorjahr € 16.266,16) und Erträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von € 1.798,00 (Vorjahr € 0,00) mit Aufwendungen aus Deckungsvermögen in Höhe von € 140.657,19 (Vorjahr € 654.153,74) sowie der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von € 12.254,00 (Vorjahr € 17.669,00) saldiert und sind in dem Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" (Vorjahr "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € 33,00).

Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 1.397,00 (Vorjahr € 0,00) enthalten.

V. Nachtragsbericht

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertaufhellenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. Ergänzende Angaben

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 81 76
Davon
Leitende Angestellte (5) (7)
Teilzeitbeschäftigte (12) (8)
Aushilfen 5 5
86 81

Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 20 Auszubildende beschäftigt.

Haftungsverhältnisse:

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Form von Bürgschaftsaufträgen an Kreditinstitute (Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien) für Leistungen Dritter in Höhe von € 217.360,19.

Nach unserer Einschätzung werden die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch den jeweiligen Hauptschuldner voraussichtlich erfüllt werden können. Vor diesem Hintergrund ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen und somit sind die eingegangenen Eventualverbindlichkeiten nicht zu passivieren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen am 31. Dezember 2023 aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von € 405.242,00 (Gesamtverpflichtung über Vertragslaufzeit) bzw. € 348.432,00 (Einjahresverpflichtung).

VII. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer sind:

Herr Dieter Ochel, Essen, Ingenieur

Herr Jan Ochel, Essen, Kaufmann

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Anhang unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

 

Essen, den 20. Juni 2024

AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH

Die Geschäftsführung

Dieter Ochel

Jan Ochel

Anlage 1 zum Anhang:

Anlagenspiegel 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 336.479,47 2.700,00 282.702,08 56.477,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.762.829,67 0,00 0,00 1.762.829,67
2. technische Anlagen und Maschinen 40.817,00 0,00 0,00 40.817,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.966.887,92 157.085,33 126.750,89 1.997.222,36
4. geleistete Anzahlungen 17.835,00 9.515,00 0,00 27.350,00
3.788.369,59 166.600,33 126.750,89 3.828.219,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 888.653,81 0,00 20.001,00 868.652,81
5.013.502,87 169.300,33 429.453,97 4.753.349,23
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 335.131,47 1.423,00 282.702,08 53.852,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 352.044,67 40.111,00 0,00 392.155,67
2. technische Anlagen und Maschinen 17.496,00 1.944,00 0,00 19.440,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.746.205,92 145.790,33 126.750,89 1.765.245,36
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.115.746,59 187.845,33 126.750,89 2.176.841,03
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.001,00 0,00 20.001,00 0,00
2.470.879,06 189.268,33 429.453,97 2.230.693,42
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.625,00 1.348,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.370.674,00 1.410.785,00
2. technische Anlagen und Maschinen 21.377,00 23.321,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 231.977,00 220.682,00
4. geleistete Anzahlungen 27.350,00 17.835,00
1.651.378,00 1.672.623,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 868.652,81 868.652,81
2.522.655,81 2.542.623,81

Anlage 2 zum Anhang:

Liste des Anteilsbesitzes

Bezeichnung Anteil
in %
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Jahr
Unmittelbare Beteiligungen
Verbundene Unternehmen
IMTEC Industriemontagen und Rohrleitungsbau GmbH, Leverkusen 1 100,00 209,2 2023
Ingenieurbau Rhein Ruhr GmbH, Essen 100,00 21,0 -2,5 2023

1 Angabe des Ergebnisses entfällt, da ein Ergebnisabführungsvertrag besteht

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMR Anlagen-Maschinen-Rohrleitungs-Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 5. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Herting, Wirtschaftsprüfer

ppa. Detmar Lenz, Wirtschaftsprüfer"

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.08.2024 festgestellt.

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