Auto Bierschneider GmbH
Dettenheimer Straße 23, 91781 Weißenburg in Bayern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ines Fleischmann seit 26.3.2025 | Geschäftsführer |
Thomas König seit 18.3.2021 | Prokura |
Michael Fleischmann seit 8.2.2012 | Geschäftsführer |
Doris, geb. Bierschneider Fleischmann seit 22.3.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Doris FleischmannAuto Bierschneider Holding GmbH | 49.98% |
Michael FleischmannAuto Bierschneider Holding GmbH | 46.64% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Auto Bierschneider GmbHWeißenburg i. Bay.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AUTO BIERSCHNEIDER GMBH, WEIßENBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AUTO BIERSCHNEIDER GMBH, WEIßENBURGI. Allgemeine Angaben zum Gesellschaft Die Auto Bierschneider GmbH hat ihren Sitz in Weißenburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter HRB 3953 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Bilanzierung erfolgt nach teilweiser Ergebnisverwendung. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Es wurden die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzesbuchs (HGB), ergänzt durch die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG), angewendet. Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden im Einzelnen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bis zu 15 Jahren, bewertet. Der entgeltlich erworbene Firmenwert wurde über eine unter Berücksichtigung von Standort und Kundenbeziehungen individuell geschätzte Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwei bis 95 Jahre), angesetzt. Für die in 2023 angeschafften abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände wurde die Jahresabschreibung pro rata temporis ermittelt und verrechnet. Für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und einen Wert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 haben, erfolgt die Abschreibung linear über fünf Jahre. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der niedrigere beizulegende Wert wurde für die Fahrzeugbestände ausgehend von den bis zur Bilanzerstellung erzielten bzw. voraussichtlich erzielbaren Veräußerungserlösen ermittelt. Hinzu kommen pauschale Wertabschläge. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, liquiden Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,75 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und enthalten Ertragssteuern für 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, erfolgt die Abzinsung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, erfolgt die Abzinsung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Bilanzstichtag passiviert, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus insgesamt ergebende steuerliche Belastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen beim Firmenwert, bei den sonstigen Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten sowie aus der unterschiedlichen Behandlung erhaltener Zuschüsse. Passive latente Steuern betreffen abweichende Wertansätze der Sachanlagen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für die Berücksichtigung einer sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern insgesamt ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden mit den geltenden Sätzen für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer (rund 28 %) berechnet. IV. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist im Beiblatt zum Anhang dargestellt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen geschäftsführende Gesellschafter von € 1.285,20 (Vj. € 26,58) enthalten. Die Forderungen gegen Geschäftsführer waren unverzinslich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten € 228.445,00 (Vj. € 115.941,56) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von € 18.193.933,21. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von € 65.755.922,11 (Vj. € 63.315.165,05) sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen und Bürgschaften gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 6.079.801,16 (Vj. € 6.134.971,51) bestehen verlängerte Eigentumsvorbehalte gemäß der jeweiligen allgemeinen Geschäftsbedingungen der Lieferanten. Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten beläuft sich damit auf € 71.835.723,27 (Vj. € 69.450.136,56). In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 6.346.808,88 (Vj. € 9.530.931,49) enthalten, bei denen es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt, welche der Gläubiger im Rahmen des Factorings an ein Kreditinstitut verkauft hat. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind € 33.033,83 (Vj. € 32.003,81) und in den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 149.997,45 (Vj. € 178.569,17) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen damit insgesamt € 183.031,28 (Vj. € 210.572,98). Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 89.952 bestehen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Form von Grundschulden und Sicherungsübereignungen, davon T€ 88.251 zugunsten von verbundenen Unternehmen und T€ 1.701 zugunsten von nahestehenden Unternehmen der Bierschneider-Gruppe. Für diese und weitere Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens von T€ 6.984 wurde die Gewährleistung für fremde Leistungen durch die selbständige und gesamtschuldnerische Mithaft übernommen. Somit beträgt die Gewährleistung für fremde Leistungen insgesamt T€ 96.936. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften bestehen in Höhe von T€ 250 ebenfalls zugunsten eines nahestehenden Unternehmens der Bierschneider-Gruppe. Die Haftungsverhältnisse von insgesamt T€ 97.186 betreffen mit T€ 95.235 verbundene Unternehmen und mit T€ 1.951 nahestehende Unternehmen der Bierschneider-Gruppe. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als sehr gering eingeschätzt, da sämtliche Unternehmen der Gruppe termingerecht ihren Verpflichtungen nachkommen. Angaben zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften: Es bestehen zum 31. Dezember 2023 Rücknahmeverpflichtungen von Gebrauchtwagen gegenüber Autovermietern aus vertraglichen Vereinbarungen, sogenannte "buy back-Verträge". Der Vorteil dieser Verträge besteht darin, dass mit einer genauen Menge und Art (Marke, Ausstattung usw.) sowie Rücklieferzeitraum der Gebrauchtwagen kalkuliert werden kann. Das Verwertungsrisiko für eventuell schwerer abzusetzende Fahrzeuge stellt einen Nachteil dieser Verträge dar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Es ergibt sich somit ein Betrag von T€ 12.246 zahlbar bis zum Jahr 2031. Davon betreffen T€ 1 verbundene Unternehmen, T€ 66 nahestehende Unternehmen der Bierschneider-Gruppe. Darüber hinaus fallen jährliche Verpflichtungen zur Zahlung von Erbbauzinsen von T€ 60 bis zum Jahr 2100 an. Die angegebenen Beträge weisen diejenigen Verpflichtungen aus, die aus den Verträgen zum nächstmöglichen Kündigungstermin anfallen. Weitere Eventualverbindlichkeiten und aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen lagen am Bilanzstichtag nicht vor. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aufgliederung der Umsatzerlöse:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 84, davon T€ 64 aus der Bildung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und T€ 20 Verluste aus Anlagenabgängen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten T€ 4 (Vj. T€ 5) an verbundene Unternehmen. VI. Sonstige Angaben Angaben zur Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die Geschäftsführer Frau Doris Fleischmann, Berching, Bilanzbuchhalterin (einzelvertretungsberechtigt) Herr Michael Fleischmann, Berching, KFZ-Meister (einzelvertretungsberechtigt) Die Geschäftsführer Frau Doris Fleischmann und Herr Michael Fleischmann sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Konzernzugehörigkeit Die Auto Bierschneider GmbH, Weißenburg, wird in den Konzernabschluss der Auto Bierschneider Holding GmbH mit Sitz in Mühlhausen einbezogen, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Auto Bierschneider Holding GmbH, Mühlhausen, werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Angaben zu Arbeitnehmern
Die folgende Tabelle zeigt alle wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
* Dieser Betrag ist in den Haftungsverhältnissen enthalten. Angabe der Abschlussprüferhonorare Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernabschluss der Auto Bierschneider Holding GmbH, Mühlhausen.
Weißenburg, 14. Juni 2024 Auto Bierschneider GmbH Die Geschäftsführer Doris Fleischmann Michael Fleischmann
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AUTO BIERSCHNEIDER GMBH, WEIßENBURGA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftstätigkeit Die Firmengruppe "Bierschneider" ist ein erfolgreich geführtes mittelständisches Familienunternehmen mit 23 Standorten, die sich als Dienstleister in der Automobilbranche durch höchste Kunden-, Mitarbeiter- und Serviceorientierung auszeichnet. Mittelpunkt unseres Handelns sind der Mensch und das Automobil. Wir stehen für kompetente Beratung, höchste Kundenzufriedenheit, gut ausgebildete Mitarbeiter und ein faires Miteinander. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Firmengruppe Bierschneider einen Umsatz von rund 770 Mio. Euro nach 710 Mio. Euro im Vorjahr. Die Gruppe beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter. Unsere Gesellschaft, die Auto Bierschneider GmbH, betreibt seit 23. Dezember 2004 in 91781 Weißenburg, Dettenheimer Straße 23 und seit 1. Mai 2007 in 91781 Weißenburg, Nürnberger Straße 40, Autohandel für die Marken Audi, Volkswagen, VW Nutzfahrzeuge, SEAT, Cupra und Škoda sowie Werkstattbetrieb, Ersatzteileverkauf und Mietwagenstation. Der Neubau des VW Betriebes in der Dettenheimer Straße 17 wurde im Sommer 2018 fertig gestellt und zugleich in Betrieb genommen. Seit 1. Februar 2012 gibt es einen zusätzlichen Standort in 91757 Treuchtlingen, Ansbacher Straße 64. Seit dem 1. Oktober 2016 besteht ein weiterer Standort in 91710 Gunzenhausen, Nürnberger Straße 94. Seit 1. Juli 2017 haben wir einen weiteren Standort in 91626 Schopfloch, Lehengütingen 23 a. Zum 1. August 2019 kam ein weiterer Standort in 73460 Hüttlingen, In den Kocherwiesen 4, hinzu. Ein weiterer Neubau für die Marken Audi und Cupra in Donauwörth ist begonnen. Das Bauvorhaben soll Anfang 2025 bezugsfertig sein. Mit den Herstellerfirmen Audi, VW, SEAT, Cupra und Škoda sind folgende Verträge geschlossen:
II. Strategie Wir verfolgen eine 3-Säulen-Strategie, um größere Schwankungen am Markt ausgleichen zu können:
III. Produkt- und Sortimentspolitik Der Volkswagenkonzern treibt den grundlegenden Systemwechsel in der individuellen Mobilität voran und will deshalb bis 2028 fast 70 neue Elektro-Modelle auf den Markt bringen. In den kommenden zehn Jahren sollen nicht weniger als 22 Millionen Elektroautos von den Bändern rollen. Um die Elektromobilität zu forcieren, hat VW Partnerschaften mit Batterieherstellern in Europa und China geschlossen. Der Konzern plant Investitionen von mehr als 30 Milliarden Euro in die Neuausrichtung. Außerdem will der Volkswagenkonzern bis 2050 komplett CO 2-neutral werden, was den Klimazielen von Paris entspricht. In Europa sollen bis zum Ende des Jahrzehnts nun mindestens 70 % der Verkäufe auf ausschließliche Elektrofahrzeuge entfallen. Die Produktion der ersten Volkswagen ID.3 startete im Dezember 2019; die ersten Fahrzeuge der ID Reihe wurden im Sommer 2020 ausgeliefert. Im Jahr 2020 präsentierte VW das SUV ID.4, 2021 wurde der ID.5 vorgestellt. Seit Oktober 2023 kann der neue ID.7 bestellt werden. Im Bereich der Nutzfahrzeuge steht der VW ID Buzz zur Verfügung. Bis 2026 sollen insgesamt 10 weitere neue ID-Modelle auf den Markt kommen. Außerdem ist der Bau eines günstigen massentauglichen Elektrofahrzeugs bis 20.000 EUR angekündigt worden Im Jahr 2024 erfolgt die Markteinführung des Audi Q6 e-tron. Auch der Audi A6 e-tron soll noch in 2024 bestellbar sein. Ab 2026 sollen bei Audi keine Modelle mehr mit Verbrennungsmotoren auf den Markt kommen, was bedeutet, dass bis 2025 noch einmal die Verbrenner-Modelle aktualisiert werden. Auch unsere Marken Seat und die Seat-Schwestermarke Cupra mit dem ersten vollelektrischen Modell Born bieten attraktive Elektrofahrzeuge für verschiedene Ansprüche und Preisklassen. Die breite Produktpalette der Hersteller VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Cupra verschafft uns eine sehr gute Ausgangsposition. Auch hinsichtlich optimierter klassischer Antriebe und alternativer Antriebe bzw. deren Kombination sind wir durch unsere Herstellermarken bestens gerüstet. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem im Jahr 2021 das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % gestiegen ist, nahm das Bruttoinlandsprodukt in 2022 um 1,8 % zu. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/) Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging 2023 um 0,3 % zurück. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief dabei in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) Nach Angaben des Kraftfahrzeugbundesamtes (KBA) hat der deutsche Automarkt mit 2,84 Millionen Neuzulassungen im Jahr 2022 insgesamt 7,3 % zum Vorjahr gewonnen. VW verzeichnete ein Plus von 7,9 % und bleibt mit einem Anteil von 18,2 % weiterhin Marktführer. Die Tochter Audi verzeichnete in 2023 ein Plus von 15,7 %. SEAT nahm um 18,8 % zu, während die Anzahl der Neuzulassungen von Škoda um 17,1 % zunahm. (Quelle: https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.html) Für 2024 rechnen Experten mit einem Rückgang auf rund 2,65 Millionen neu zugelassene PKW und damit rund 7 % im Vergleich zu 2023. (Quelle: https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/automarkt-waechst-dank-sondereffekt-19-prozent-mehr-neuzulassungen-im-januar-3478466) Im Jahr 2023 lag die CO 2 -Emission der neu zugelassenen Pkw pro Kilometer bei 114,9 Gramm (Vorjahr 109,6 g/km). Grund dafür dürfte vor allem sein, dass im Januar 2023 die Kaufprämie für Elektroautos reduziert wurde. Viele Käuferinnen und Käufer hatten deshalb noch im Dezember 2022 den Kauf getätigt, um die volle Prämie zu erhalten. Insgesamt wurden laut KBA im vergangenen Jahr mehr als 524.000 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das waren 11,4 % mehr als 2022. Der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen betrug demnach 18,4 %. Auch das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr: 2022 betrug der BEV-Anteil noch 17,7 %. Doch auch größere Fahrzeuge und weniger Hybride könnten für mehr CO 2 -Emissionen gesorgt haben. Zum einen sind die Neuzulassungen der Plug-in-Hybride (-52 %) nach dem Auslaufen der Förderung so deutlich eingebrochen, dass auch der Zuwachs bei den BEVs diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen konnte. Zum anderen haben Oberklasse-Pkw (+12,9 %) und Sportwagen (+12,7 %), die mehr CO 2 als Kleinwagen ausstoßen, einen überdurchschnittlichen Zulassungsanstieg verzeichnet. (Quelle:https://www.springerprofessional.de/automobilwirtschaft/emissionen/neuwagen-stiessen-2023-im-schnitt-mehr-co2-aus/26630858 :~:text= Die%20durchschnittlichen%20CO 2 %2DEmissionen,%2DBundesamts%20(KBA)%20hervorgeht.) Als Ziele für die durchschnittlichen Emissionen hat die EUKommission eine Einsparung zu 2021 in Höhe von 55 % ab dem Jahr 2030 und volle 100 % ab 2035 festgelegt. Das bedeutet, dass alle zugelassenen Neuwagen ab 2035 emissionsfrei sein müssen. (Quelle: https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2023/03/28/fit-for-55-council-adopts-regulation-on-co2-emissions-for-new-cars-and-vans/) II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1. Umsatz- und Absatzmengenentwicklung Trotz eines leichten Umsatzrückgangs im Geschäftsjahr können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Ergebnis nahm wie erwartet im Vergleich zum Jahr 2022 ab. Der Umsatzrückgang resultiert vor allem daraus, dass an die Autovermieter im Jahr 2022 weniger Neuwagen geliefert wurden. Somit waren zeitversetzt um ein halbes Jahr folglich weniger Gebrauchtwagen für die Vermarktung verfügbar. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 nahm gegenüber dem Vorjahr um rund 1,1 % ab. Der Neuwagenumsatz nahm um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zu. Der Gebrauchtwagenumsatz (inklusive Exporte) nahm um 3,0 % ab. Der Teile- und Serviceumsatz erhöhte sich um 10,1 %. Im Geschäftsjahr 2023 wurden gegenüber dem Vorjahr um 24,3 % mehr Neuwagen in Stück verkauft bzw. ausgeliefert, was vor allem die Einlieferungen in das Autovermietergeschäft betrifft. Durch weniger abgesetzte Gebrauchtwagen im Großhandelsgeschäft (inklusive Exporte) wurden - trotz eines deutlichen Anstiegs des Absatzes an Einzel- und Gewerbekunden - insgesamt 4,1 % weniger Gebrauchtwagen in Stück verkauft. III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Umsatzerlöse um 1,1 %. Gleichzeitig ging der Materialaufwand um 1,7 % zurück. Es wurde ein um 3,1 % höherer Rohertrag als im Vorjahr erwirtschaftet. Der Personalaufwand nahm sich im Berichtsjahr durch die höhere Mitarbeiterzahl und das steigende Lohn- und Gehaltsniveau um 5,0 % zu. Die planmäßigen Abschreibungen gingen um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das Jahresergebnis verringerte sich um 21,7 % im Vergleich zu 2022 und damit stärker als im Lagebericht 2022 prognostiziert, was auf Kostensteigerungen in vielen Bereichen durch die hohe Inflation und auf das höhere Zinsniveau zurückzuführen ist. 2. Finanzlage Der Kapitalbedarf unserer Gesellschaft ist durch unsere Kreditinstitute - insbesondere durch die Finanzierung der Neu- und Gebrauchtwagenbestände - gewährleistet. Die aus dem Geschäftsverlauf erzielten hohen Zahlungsmittelzuflüsse haben sich während des Geschäftsjahres 2023 positiv auf unsere Liquidität ausgewirkt. Der Cash-Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) beträgt T€ 5.813 nach T€ 7.014 im Vorjahr. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt; Mittelaufnahmen erfolgten vor allem zur Finanzierung der Fahrzeugbestände im Vorratsvermögen und für die Baumaßnahme in Donauwörth. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Investitionsverpflichtungen werden überwiegend durch aufzunehmende Darlehen finanziert. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um T€ 6.571. Auf der Aktivseite nahmen vor allem das Anlagevermögen durch die Investitionstätigkeit und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zu 2022 zu. Im Bereich des Anlagevermögens wurde vor allem in den begonnenen Neubau in Donauwörth (rund 2,7 Mio. Euro) sowie die Erweiterung einer bestehenden Ausstellungshalle (rund 1,6 Mio. Euro) investiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Jahr 2023 um T€ 3.670, da viele Auslieferungen im Dezember 2023 erst Anfang 2024 durch Leasing- oder Finanzierungsgeber beglichen wurden. Das Eigenkapital hat sich von T€ 18.594 auf T€ 22.912 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 21,2 % nach 18,3 % im Vorjahr. Die Abnahme der Rückstellungen um insgesamt T€ 1.327 resultiert auf geringeren Rückstellungen für Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen durch die Aufnahme eines Darlehens sowie durch die höhere Einkaufsfinanzierung der Fahrzeuge um T€ 2.441 zu, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 55 abgebaut wurden. C. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren I. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere beiden wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Daneben ziehen wir weitere Indikatoren für die interne Steuerung des Unternehmens heran. Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: Umsatzerlöse T€ 221.657 nach T€ 224.041 im Vorjahr Jahresüberschuss T€ 4.318 nach T€ 5.513 im Vorjahr EBIT T€ 8.571 nach T€ 8.937 im Vorjahr EBITDA T€ 10.066 nach T€ 10.438 im Vorjahr Eigenkapitalrentabilität 18,8 % nach 29,6 % im Vorjahr Gesamtkapitalrentabilität 7,9 % nach 8,8 % im Vorjahr Umsatzrentabilität 3,9 % nach 4,0 % im Vorjahr II. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte unsere Gesellschaft 308 Mitarbeiter. Wir beschäftigen ein sehr junges Team, da wir ständig viele junge Menschen ausbilden und versuchen diese auch zu übernehmen. Die Auszubildenden werden ideal geschult, lernen von Anfang an unsere Arbeitsweise, Kundenfreundlichkeit, Flexibilität und vor allem unser Arbeitstempo. Aus diesem Potential beziehen wir unsere qualifizierten Mitarbeiter. Ständige fachliche Aus- und Weiterbildung ist für uns eine Grundvoraussetzung. Die Fluktuation ist in unserem Hause sehr gering. Es herrscht ein freundliches, motivierendes Arbeitsklima, von der Geschäftsleitung bis hin zum Auszubildenden. Die Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern basiert auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt, unsere geschätzten Mitarbeiter sind wichtiger Teil des Unternehmenserfolges, durch den wir langfristig Arbeitsplätze sichern und weiter ausbauen. Wir versuchen stets, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für unsere Mitarbeiter so gut wie möglich zu gestalten. Vor allem für Frauen ist dies ein sehr wichtiger Aspekt. Ein wichtiger Bestandteil unseres Personalmanagements ist es, Mitarbeitergespräche regelmäßig und strukturiert und im Sinne der Geschäftsleitung und zweiten Führungsebene zu gewährleisten. Wir wollen in Zukunft ein noch attraktiverer Arbeitgeber sein und arbeiten deshalb an einem künftigen noch motivierenderen Einkommenssystem und an noch flexibleren Arbeitszeiten. D. Prognosebericht Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 geht von einem etwa gleichbleibendem Umsatz bei einem rückläufigen Ergebnis aus. 2021 und 2022 waren Ausnahmejahre: In Folge der Corona-Pandemie stiegen die Preise sowohl für Neuwagen als auch für Gebrauchtwagen stark an. Dadurch konnten deutlich höhere Erträge als üblich verzeichnet werden. Für 2024 gehen wir von einem weiteren leichten Rückgang der Preise am Gebrauchtwagenmarkt aus, da wieder mehr Neuwagen verfügbar sind und sich die Lieferengpässe auflösen. Das voraussichtliche Ergebnis wird unter dem Niveau von 2021/2022 liegen und auf das eines normalen Geschäftsjahres zurückgehen. Die finanziellen Kennzahlen werden trotz des im Vergleich zu 2023 rückläufigen Ergebnisses unserer Einschätzung nach auf einem guten Niveau bleiben. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens positiv, da wir die Zeit während der verschiedenen Lockdownphasen in 2020 und 2021 genutzt haben und unter anderem an unserem Geschäftsmodell gearbeitet haben. Wir haben unsere Online-Präsenz auf den verschiedenen Plattformen weiter ausgebaut und verbessert. Im Gebrauchtwagenbereich ist eine exakte Vorhersage schwierig, deshalb beobachten wir sowohl die langfristigen Markttrends als auch die kurzfristigen Entwicklungsmöglichkeiten sehr genau. Diese Marktnähe erlaubt es uns, stets die gefragten Modelle zu attraktiven Konditionen anbieten zu können. Daher sehen wir uns auch in Zukunft in der Lage, unseren Gebrauchtwagenabsatz auf diesem hohen Niveau konstant halten zu können und diesen vor allem im Privatkundenbereich sogar noch auszubauen. Im Servicebereich können wir aufgrund unserer Firmen- und Großkunden eine positive Entwicklung erwarten. Des Weiteren hat sich gerade im Servicebereich bereits positiv ausgewirkt, dass wir in den letzten Jahren den Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen im regionalen Markt forciert haben. Auf Grund der starken Marktposition unserer Firmengruppe und der vielfältigen Modellpalette unserer Fahrzeugmarken sehen wir der nahen Zukunft trotz der hohen Inflation, des Krieges in der Ukraine und der aktuellen Eskalation im Nahostkonflikt positiv entgegen. E. Chancen- und Risikobericht Wir arbeiten weiterhin an einer lukrativen Einkaufs- und Absatzpolitik, um unsere Marktchancen zu nutzen, und wollen dadurch künftige Erträge sichern. Die in der Vergangenheit erarbeitete Einkaufsstrategie, die konsequente Nutzung sämtlicher Vertriebswege und die strenge Überwachung der Gebrauchtwagenstandtage haben sich in den vergangenen Geschäftsjahren positiv ausgewirkt, ebenso die bereits umgesetzte optimierte Ablauforganisation. Diese Maßnahmen werden konsequent fortgeführt. Um unsere Marktgebiete optimal nutzen zu können, betreiben wir seit einigen Jahren aktiv den Außendienst und haben dadurch bereits deutliche Umsatzsteigerungen erwirken können. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Wir haben unsere Unternehmensgruppe in 2016 strategisch neu ausgerichtet: Zusammen mit der zweiten Führungsebene wurden intensiv strategische Ziele erarbeitet, die wir zusammen mit unseren Mitarbeitern in naher Zukunft erreichen wollen. Es ist uns wichtig, dass jeder Mitarbeiter sein Ziel kennt und entsprechend eigenverantwortlich agiert. Wir sind überzeugt, dass nur dadurch der gewünschte Unternehmenserfolg erreicht und erhalten werden kann. Zusätzlich wollen wir in 2024 das erarbeitete und bereits umgesetzte Kostenmanagement weiter verbessern. Außerdem haben wir die Controlling-Abteilung nochmals vergrößert und ein neues Controlling-Tool im Einsatz, damit wir alle Kosten und Erlöse genauestens analysieren können. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir bereit, beherrschbare Risiken einzugehen. Über die identifizierten Risiken für unser Unternehmen berichten wir nach der Gesamtwirkung (Eintrittswahrscheinlichkeit und Gesamtwirkung) in absteigender Reihenfolge: Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Risiken Sollte ein Andauern des Ukraine-Krieges die Verwerfungen auf den weltweiten Rohstoff- und Energiemärkten weiter verschärfen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer gewerblichen und privaten Kunden, insbesondere durch eine erneut stark steigende Inflation, belasten und zu einem Nachfragerückgang führen. Die konkreten Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die allgemeine Konjunkturentwicklung und das Branchenwachstum lassen sich derzeit auch für 2024 noch nicht abschließend beurteilen. Auch der Nahostkonflikt kann zu negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung führen. Die Auswirkungen dieser Risiken beeinflussen vor allem die Vermarktung unseres Gebrauchtwagenbestandes. Aktuell sind die Gebrauchtwagenpreise - mit Ausnahme von Elektrofahrzeugen - am Markt stabil bzw. gehen nur leicht zurück. Der Rückgang der Preise ist unter anderem auch auf die hohen Zinsen und die verschiedenen geopolitischen Konflikte zurückzuführen. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Mögliche Risiken aus Leasingrückläufern können durch Restwertabsicherungsmodelle abgesichert werden. Mit Autovermietungsgesellschaften wurden in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 sogenannte "Buy back-Verträge" abgeschlossen. Aufgrund unserer optimalen Absatzpolitik können wir aus heutiger Sicht die zurückzunehmenden Gebrauchtwagen aus diesen Verträgen sehr gut vermarkten. Erkennbare Risiken bei einzelnen Fahrzeugen aufgrund des Modells oder der Ausstattung wurden durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend berücksichtigt. Ein mögliches Ertragsrisiko im Neuwagenbereich könnte entstehen, wenn aufgrund rückläufiger Konjunktur die Nachfrage nach Neuwagen zurückgeht. Dies kann vor allem dann passieren, wenn die Hersteller keine neuen Aktionen zur Verkaufsförderung hervorbringen. Auch können Probleme bei neuen Modellen dafür sorgen, dass sich die Auslieferungen über einen langen Zeitraum hinauszögern. Forderungsausfälle Das Risiko von Forderungsausfällen begrenzen wir durch unser striktes Debitorenmanagement, dem verbleibenden Risiko haben wir bilanziell durch ausreichende Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Zinsänderungrisiken Infolge der steigenden Inflationsraten ist das Zinsniveau im Jahr 2023 stark angestiegen, aktuell zeichnen sich aber bereits erste Schritte zur Zinssenkung ab. Unsere Zinsaufwendungen für bestehende und neue Finanzierungen werden daher zukünftig leicht sinken. IT-Risiken Der unternehmensweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie und damit der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten kommt eine stetig wachsende Bedeutung zu. Zum Schutz unserer Systeme vor unbefugtem Zugriff, der Modifikation oder dem Abzug sensibler Daten und der Zerstörung oder mangelnder Verfügbarkeit der Systeme durch Störungen, Schadensfälle oder Cyber-Angriffe setzen wir eine moderne IT-Infrastruktur sowohl im Hardware- als auch im Software-Bereich ein, so dass wir das Risiko als niedrig einschätzen. Gesamtbewertung der Risikosituation Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sowie einer ausreichend möglichen Einkaufsfinanzierung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. F. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Kreditinstituten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir daher eine konservative Risikopolitik. G. Bericht über Niederlassungen Unsere betriebenen Niederlassungen in Weißenburg, Treuchtlingen, Gunzenhausen, Schopfloch und Hüttlingen runden das Servicenetz und unser Marktgebiet ab. Durch die Optimierung der internen Strukturen und den Einsatz von Betriebsleitern in den einzelnen Standorten wurden die Erträge stabilisiert und erhöht. Hierdurch konnten unsere Ziele an den Standorten zusammen mit den Mitarbeitern umgesetzt werden.
Weißenburg, 14. Juni 2024 Auto Bierschneider GmbH Die Geschäftsführer Doris Fleischmann Michael Fleischmann BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AUTO BIERSCHNEIDER GMBH, WEIßENBURGAn die Auto Bierschneider GmbH, Weißenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Auto Bierschneider GmbH, Weißenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Bierschneider GmbH, Weißenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 14. Juni 2024 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Andreas Schwarzhuber, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung vom 10. Oktober 2024 hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Offenlegung des ErgebnisverwendungsbeschlussesDie Gesellschafterversammlung hat am 10. Oktober 2024 beschlossen, den Bilanzgewinn von € 22.511.862,56 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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