SWA Steuer & Wirtschafts-Akademie Nürnberg GmbH
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rasiah Ramakrishna Sriranjan seit 16.8.2019 | Geschäftsführer |
Mary Higgins seit 16.8.2019 | Geschäftsführer |
Felix Immendörffer seit 11.3.2009 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUSE LINUX GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2016 bis zum 30.04.2017Jahresabschluss zum 30. April 2017 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersInhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016/17
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/171) Allgemeine Angaben Die SUSE LINUX GmbH ist seit November 2014 mittelbar eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Micro Focus International Plc mit Geschäftssitz in Newbury, UK. Die geschäftlichen Aktivitäten der SUSE LINUX GmbH umfassen im Wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Linux-Software. Die Gesellschaft erzielt ihre Einnahmen aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ausschließlich aus Verträgen mit der SUSE LLC (USA). Die Forschungs- und Entwicklungskosten werden hierbei im Rahmen eines Kostenaufschlagsverfahrens weitergegeben. Da die Gesellschaft keine eigenen Vertriebskanäle unterhält und somit auch nicht direkt vom deutschen Markt abhängig ist, konzentrierte sie sich im Geschäftsjahr 2016/17 außerdem auf die Entwicklung von Linux-Software für internationale Märkte und die weltweiten Tätigkeitsfelder der Micro Focus Gruppe. Daneben erbringt die SUSE LINUX GmbH technische Unterstützungsleistungen und sonstige Dienstleistungen gegenüber einer Schwestergesellschaft. Die Dienstleistungen umfassen Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen und werden ebenfalls im Rahmen eines Kostenaufschlagsverfahrens weitergegeben. Zudem erbringt die SUSE LINUX GmbH in verschiedenen Funktionsbereichen wie Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb u.ä. Leistungen für Konzerngesellschaften in Europa, dem mittleren Osten und Afrika (EMEA). Die für diese Leistungen direkten und indirekten Kosten werden einschließlich eines Aufschlags an die Schwestergesellschaft Micro Focus Software (Ireland) Ltd weiterbelastet. Seit dem Geschäftsjahr 2015/16 erbringt die SUSE LINUX GmbH zusätzlich Unterstützungsdienstleistungen im Bereich Management Consulting mit Fokus auf das SUSE Produktportfolio- und der perspektivischen Marktentwicklung für Schwestergesellschaften. Diese Leistungen werden ebenfalls im Rahmen des Kostenaufschlagsverfahrens an den jeweiligen konzerninternen Leistungsempfänger weiterbelastet. 2) Forschung und Entwicklung Alle Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurden als Auftragsarbeiten im Namen von Micro Focus Software Inc. bis zum 31. Dezember 2012 bzw. ab dem 1. März 2013 im Namen von SUSE LLC ausgeführt Im Geschäftsjahr 2016/17 lag die Zahl der neuen Einführungen gegenüber dem Vorjahr auf einem vergleichbaren Level. 3) Wirtschaftsbericht 3.1) Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % gestiegen. Damit setzte sich der Aufwärtstrend aus den Vorjahren fort. Im Kalenderjahr 2015 lag die Wachstumsrate bei 1,7 %. Im ersten Quartal 2017 stieg das BIP um 0,6 % und wuchs etwas moderater als die direkten Vorquartale in 2016. Nach Angaben der US-Marktforschungsfirma International Data Corporation (IDC) wird die Investitionsbereitschaft und damit auch die IT-Ausgaben von Unternehmen durch die zunehmende digitale Transformation beeinflusst, wie in der Vergangenheit. Laut der Veröffentlichung der Zahlen des ITC-Marktes durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (nachfolgend "BITKOM" bezeichnet) konnte im Kalenderjahr 2016 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr der Bereich IT und somit die Sparten IT Hardware, Software und IT Services ein Wachstum von 3,3 % (2015 4,1 %) verzeichnen. Dies ist insbesondere auf das hohe Wachstum in Höhe von 6,2 % (2015 6,6 %) im Bereich Software im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. 3.2) Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg von T€ 20.161 im Vorjahr auf T€ 20.330 im Berichtszeitraum. Die wesentlichen Posten auf der Aktivseite sind Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.178 (Vorjahr: T€ 2.490) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 17.371 (Vorjahr: T€ 16.769). Bei Abschreibungen von T€ 724 belaufen sich die Investitionen in das Sachanlagevermögen auf T€ 948. Die immateriellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus dem im Bereich Product Business Unit aktivierten Goodwill in Höhe von T€ 488 (Vorjahr: T€ 1.024). Die Verringerung des Goodwills ist das Ergebnis planmäßiger Abschreibungen. Die Eigenkapitalquote im Berichtszeitraum liegt bei 64 % (Vorjahr: 57 %) und damit etwas über dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich ist im Wesentlichen der Anstieg des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss von T€ 1.631 bei in etwa gleichbleibender Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen sanken gegenüber dem Vorjahr um T€ 603 auf T€ 3.142 . Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.875 (Vorjahr: T€ 3.854) ergeben sich aus den Liefer- und Dienstleistungstransaktionen. 3.3) Finanzlage Der Großteil der liquiden Mittel der Gesellschaft wird im Auftrag von SUSE LINUX GmbH von der Abteilung Treasury der Unternehmenszentrale der Micro Focus Gruppe verwaltet. Der Bestand an liquiden Mitteln am 30. April 2017 betrug T€ 289 und lag damit um T€ 19 höher als im Vorjahr (TE 270). 3.4) Ertragslage Die SUSE LINUX GmbH erzielt Einnahmen durch die Weitergabe von Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten und weitere Dienstleistungen und erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 ein Rohergebnis in Höhe von T€ 37.512 (Vorjahr: T€ 30.866). Die Personalkosten liegen mit T€ 23.870 um T€ 3.749 über denen des Geschäftsjahres 2015/16, was vornehmlich auf höhere Bonuszahlungen an die Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf T€ 1.260 (Vorjahr: T€ 1.221). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TE 10.646 (Vorjahr: T€ 8.169). Entsprechend unserer Erwartungen beläuft sich der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr auf T€ 1.631 nach T€ 1.357 im Vorjahr. Auch die Tochtergesellschaft SUSE Linux s.r.o (Tschechische Republik) hat sich im laufenden Geschäftsjahr erneut positiv entwickelt. 3.5) Mitarbeiter Aus Sicht des Geschäftsjahrs 2016/17 waren keine strukturellen Änderungen an der Mitarbeiterstruktur im Bereich Forschung und Entwicklung erforderlich. Die konzerninterne Nachfrage nach Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Insgesamt stieg die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum auf 287. 4) Risikobericht Durch das Risikomanagement der Gesellschaft wird sichergestellt, dass alle ab dem jeweiligen Stichtag erkannten wesentlichen Risiken in Form von Prognosen regelmäßig erfasst und gesteuert werden. Durch die Risikoerfassung und Risikoberichterstattung ist gewährleistet, dass etwaige Fehlentwicklungen zu einem frühen Zeitpunkt erkannt werden und unverzüglich Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Ein wesentlicher Teil der Risikokontrolle ist der regelmäßige Planungsprozess sowie das umfangreiche Berichtssystem. Im Rahmen des Controllings werden die tatsächlichen Faktoren monatlich mit den Zielfaktoren verglichen und Abweichungen werden analysiert, um ggf. unverzüglich intervenieren und steuern zu können. Sowohl im Bereich Entwicklung am Standort Nürnberg als auch am Entwicklungsstandort Prag, der von der Tochtergesellschaft SI1SE s.r.o betrieben wird, sind nach wie vor hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, deren Verlust oder deren Ausscheiden aus den Gesellschaften das operative Geschäft vorübergehend belasten würden und die kurzfristig nicht bzw. nur schwer zu ersetzen wären. Dies gilt in besonders hohem Maße für die große Zahl der erfahrenen Linux-Entwickler, die in der Gesellschaft beschäftigt sind. Die Fähigkeit, weiter hochqualifizierte Mitarbeiter im Bereich der Software-Entwicklung zu akquirieren, ist eine Voraussetzung dafür, dass die führende Rolle im Bereich Linux bewahrt werden kann. Für die Gesellschaft ist aktuell kein eigenständiges Auftreten auf dem Markt geplant. Die Geschäftsführung sieht jedoch grundsätzlich in der Abhängigkeit vom Konzern keine nachteiligen Auswirkungen auf die künftige Auftragslage, da ein Großteil der Linux-Entwickler in Nürnberg beschäftigt ist. Aus unserer Sicht führt dies wiederum zu einer Abhängigkeit des Konzerns von den Dienstleistungen der SUSE LINUX GmbH. Aufgrund des Tätigkeitsfelds der Gesellschaft besteht jedoch immer die Gefahr, dass Aufträge innerhalb des Konzerns nicht der SUSE LINUX GmbH erteilt werden. An ihrer Stelle könnte eine andere Konzerngesellschaft mit Dienstleistungen im Bereich der Forschung und Entwicklung beauftragt werden, insbesondere, wenn diese eine im Vergleich zu unserer Gesellschaft günstigere Preisstruktur bietet. Die Risikolandschaft der Gesellschaft hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken, auch in Verbindung mit anderen Risiken, ab. 5) Chancenbericht Die Geschäftsführung erwartet ferner eine weitere positive Entwicklung auf dem IT-Markt und zukünftig erhebliche weltweite Wachstumsraten für das Betriebssystem Linux. Mittel- bis langfristig wird die Akzeptanz von Linux-Produkten und auch der Bekanntheitsgrad weiter steigen. Wir sehen hierin die Möglichkeiten, unser Auftragsvolumen für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Standort Nürnberg trotz teilweise schwieriger wirtschaftlicher Entwicklungen in Zukunft weiter zu sichern. Die Micro Focus International plc beabsichtigt den Bereich Suse Linux und somit auch die Gesellschaft an den Finanzinvestor EQT Partners zu veräußern. Mit dem Abschluss der Transaktion wird Anfang 2019 gerechnet. Nach der Übernahme durch EQT Partners werden Chancen insbesondere in dem Aufbau des Cloud-Geschäfts und neuen Produkten gesehen. 6) Prognosebericht Die Umsatzerlöse und somit das Rohergebnis variieren in Abhängigkeit vom Umfang der im Auftrag von Schwestergesellschaften durchgeführten und über einen angemessenen Gewinnaufschlag auf die Kosten vergüteten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Im Geschäftsjahr 2017/18 haben wir ein Rohergebnis und einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016/17 erzielt. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Mai 2018 bis 31. Oktober 2018 erwarten wir ebenfalls ein anteiliges Rohergebnis und einen anteiligen Jahresüberschuss auf diesem Niveau.
Nürnberg, den 13. Dezember 2018 SUSE LINUX GmbH Die Geschäftsführung Felix Imendörffer
Newbury/Großbritannien, den 13. Dezember 2018 Graham Norton Jane Smithard Bilanz zum 30. April 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2016 bis 30. April 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Nürnberg und ist unter der Nummer HRB 21284 im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Durch die Anwendung des BilRUG wurde die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst und die Zwischensumme "Ergebnis nach Steuern" eingefügt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die größenabhängige Erleichterung, bestimmte Posten unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammenzufassen, erstmalig in Anspruch genommen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Weitere Änderungen der im Vorjahr angewandten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden ergeben sich nicht. I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Lizenzen für Softwarerechte beträgt in der Regel 5 Jahre, die des Geschäfts- oder Firmenwertes 15 Jahre. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere übernommenes 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse). Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Zugänge im Geschäftsjahr werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat April 2017 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,94 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 0 % p.a. unterstellt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Aufgrund der sich insgesamt ergebenen aktiven latenten Steuer wurde gemäß dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 2 HGB auf eine Bilanzierung verzichtet. Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Folgebewertung zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt zum Stichtags-Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden dabei nur berücksichtigt, soweit sie Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Aus dieser Aufstellung sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich. Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der SUSE LINUX, s.r.o., Prag/Tschechische Republik. Die SUSE LINUX, s.r.o. hat im Geschäftsjahr 2016/17 ein Ergebnis von TCZK 5.248 erzielt. Das Eigenkapital der SUSE LINUX, s.r.o. zum 30. April 2017 beträgt TCZK 43.207. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Rückstellungen für Pensionen liegen um T€ 11 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich (T€ 2.906), Rückbauverpflichtungen (T€ 168) sowie ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 52). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 560 (Vorjahr T€ 398) Steuern. Wie auch im Vorjahr haben die Verbindlichkeiten eine Laufzeit von unter einem Jahr. Fremdwährungsgewinne von T€ 0 (Vorjahr Gewinn T€ 20) werden im Rohergebnis ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste von T€ 113 (Vorjahr T€ 0) enthalten. III. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden 287 Angestellte beschäftigt. Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: • Felix Imendörffer, Rechtsanwalt, Nürnberg • Graham Norton, Group Financial Controller der Micro Focus International plc, Surrey/Vereinigtes Königreich • Jane Smithard, Group General Counsel and Company Secretary der Micro Focus International plc, London/Vereinigtes Königreich Da Bezüge nur an Felix Imendörffer gezahlt werden, wird von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angabe der Bezüge unterlassen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge. Bei den Mietobjekten ist die Anmietung einem Erwerb vorzuziehen, um im Falle der Beendigung von Leistungsverträgen einzelner Objekte nicht das Verwertungsrisiko der jeweiligen Immobilie tragen zu müssen. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen. Die Fälligkeiten verteilen sich wie folgt:
Außer diesen Mietverträgen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Fusion der Micro Focus International plc mit der Software-Sparte von Hewlett Packard Enterprise wurde im September 2017 abgeschlossen. Die Micro Focus International plc beabsichtigt den Bereich Suse Linux und somit auch die Gesellschaft an den Finanzinvestor EQT Partners zu veräußern. Mit dem Abschluss der Transaktion wird Anfang 2019 gerechnet. Es sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, bekannt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Micro Focus International pk, Newbury/Großbritarmien, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Micro Focus International plc wird beim englischen Companies House unter der Nummer 05134647 hinterlegt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Nürnberg, den 13. Dezember 2018 SUSE LINUX GmbH Die Geschäftsführung Felix Imendörffer
Newbury/Großbritannien, den 13. Dezember 2018 Graham Norton Jane Smithard Anlagenspiegel Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SUSE LINUX GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2016 bis 30. April 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 13. Dezember 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Siegfried von Parzotka-Lipinski, Wirtschaftsprüfer ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.04.2017 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 11.01.2019 festgestellt. |
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