Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 19755
Vorher
Advanced Shrinkfilms & Solutions GmbHAdvanced Performance Films GmbHInnovia Shrinkfilms GmbH
Eingetragen
26.8.2013
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffen und ähnlichen Produkten sowie der Handel mit Druckerzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Giuseppe Ronzoni
seit 8.6.2022
Geschäftsführer
Simon Alain Huber
seit 8.6.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CCL Label A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Syrinx Holding Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Innovia Films GmbH

Schkopau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Offenlegungsbilanz zum 31. Dezember 2023

der Innovia Films GmbH, Schkopau

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 183,31
II. Sachanlagen 45.743.658,64 10.617.151,86
45.743.658,64 10.617.335,17
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 2.964.329,23 2.748.249,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.739.578,51 1.473.480,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.479.451,30 2.246.857,26
8.183.359,04 6.468.587,21
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.647,50 4.662,50
53.934.665,18 17.090.584,88

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.574.742,10 1.574.742,10
III. Gewinnvortrag 3.747.533,60 2.679.543,07
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -33.376,05 1.067.990,53
5.313.899,65 5.347.275,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 514.149,00 542.403,00
C. VERBINDLICHKEITEN 48.106.616,53 11.200.906,18
53.934.665,18 17.090.584,88

Offenzulegende Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

der Innovia Films GmbH, Schkopau

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.351.030,07 5.563.391,75
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.479.618,61 -2.118.673,09
b) Soziale Abgaben -451.313,95 -371.714,21
-2.930.932,56 -2.490.387,30
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -416.915,97 -550.400,51
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 764,20 (Vorjahr: EUR 1.164,90) -1.519.715,57 -889.565,31
5. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 1.483.465,97 1.633.038,63
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.408.375,11 (Vorjahr: EUR 114.528,92)
- davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 927,00) -1.408.375,11 -115.455,92
7. Finanzergebnis -1.408.375,11 -115.455,92
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -98.616,06 -439.420,33
9. Ergebnis nach Steuern -23.525,20 1.078.162,38
10. Sonstige Steuern -9.850,85 -10.171,85
11. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -33.376,05 1.067.990,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Innovia Films GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schkopau
Registergericht: Stendal
Registereintrag und -nummer: Handelsregister HRB 19755

1.2 Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu Vorjahresbeträgen und deren Abweichung

Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) wird zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen generell nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die für gebraucht erworbene Gegenstände sowie bei Nachaktivierungen angemessen verkürzt wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Anschaffungsjahr zu 100 % abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und noch im gleichen Jahr als Abgang erfasst.

Die Bewertung des Umlaufvermögens erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu tatsächlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit der Wiederbeschaffungspreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser zugrunde gelegt. Soweit Lagerrisiken bestehen, sind diese durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

Die unfertigen Erzeugnisse (einschließlich regranulierter Fertigware) und die fertigen Erzeugnisse werden nach der retrograden Methode unter Ansatz eines angemessenen Abschlags vom Verkaufspreis bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nominalwert angesetzt und beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die hierunter enthaltene Rückstellung für Jubiläumsleistungen (EUR 27.930) ist mit einem marktüblichen Zinssatz von 1,44 % zum Barwert bewertet. Als Berechnungsgrundlage für die Jubiläumsrückstellung dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (o RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln).

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage der Einbuchung der Rechnung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.872.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 63 Forderungen, die erst im Folgejahr rechtlich entstehen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe von EUR 25.000,00 ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Ertragsteuern des Vorjahres.

Die Sonstigen Rückstellungen sind u. a. für Belegschaftsansprüche (TEUR 228), ausstehende Rechnungen (TEUR 132), Reklamationen (TEUR 16), Beratungskosten (TEUR 28), Berufsgenossenschaft (TEUR 29), Jubiläumszuwendungen (TEUR 28), Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 6) sowie für Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 22) gebildet worden.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon fällig in einem Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.930.000,00 900.000,00 2.930.000,00 900.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.227.801,59 2.361.872,48 2.227.801,59 2.361.872,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.918.130,49 7.918.130,49 0,00 6.418.130,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 30.684,45 20.903,21 30.684,45 20.903,21
48.106.616,53 11.200.906,18 5.188.486,04 9.700.906,18
davon fällig in 1 - 5 Jahren davon fällig in > 5 Jahren
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.000.000,00 1.500.000,00 40.918.130,49 6.418.130,49
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
2.000.000,00 1.500.000,00 40.918.130,49 6.418.130,49

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 42.918.130,49 (Vorjahr: EUR 7.918.130,49) Verbindlichkeiten an den Gesellschafter aus einem Darlehen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 30.684,45 (Vorjahr: EUR 20.086,59) ausgewiesen.

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus dem Erbbaurecht, das eine Laufzeit bis 21. März 2100 hat, beläuft sich auf EUR 6.590.922,37, zahlbar in 152 Halbjahresraten jeweils am 1. Januar und 1. Juli eines Jahres sowie einer Schlussrate für 80 Tage.

Des Weiteren besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo für Investitionen von EUR 25.994.640,60.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von EUR 58.543,62 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

5. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 42 Arbeitnehmer, davon 8 Frauen und 34 Männer.

Geschäftsführer:

Simon Huber, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer;

Giuseppe Ronzoni, technischer und kaufmännischer Geschäftsführer.

Der Geschäftsführer Simon Huber erhält keine direkten Bezüge von der Gesellschaft. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Es wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag von EUR 33.376,05 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres zu verrechnen.

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Syrinx Holding Germany GmbH, Holzkirchen. Der Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis von Unternehmen wird von der CCL Industries Inc., Willowdale/Kanada, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist bei CCL Industries Inc. Investor Relations Department, Willowdale/Kanada, als Download unter www.cclind.com verfügbar und wird von der Syrinx Holding Germany GmbH im Unternehmensregister veröffentlicht.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben oder sich bestandsgefährdend auf die Lage des Unternehmens auswirken könnten, haben sich nicht ereignet.

 

Schkopau, 26. November 2024

Simon Huber, Geschäftsführer

Giuseppe Ronzoni, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

der Innovia Films GmbH, Schkopau

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 50.367,45 0,00 0,00 50.367,45
50.367,45 0,00 0,00 50.367,45
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.932.602,27 107.010,75 0,00 3.039.613,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.877.705,79 0,00 0,00 6.877.705,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.421,34 21.446,93 3.737,93 378.130,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.606.497,43 35.414.781,76 0,00 43.021.279,19
17.777.226,83 35.543.239,44 3.737,93 53.316.728,34
17.827.594,28 35.543.239,44 3.737,93 53.367.095,79
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Abschreibungen im Geschäftsjahr Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 50.184,14 183,31 0,00 50.367,45
50.184,14 183,31 0,00 50.367,45
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 845.503,53 96.857,99 0,00 942.361,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.056.035,28 286.450,39 0,00 6.342.485,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.536,16 33.424,28 3.737,93 288.222,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.160.074,97 416.732,66 3.737,93 7.573.069,70
7.210.259,11 416.915,97 3.737,93 7.623.437,15
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 183,31
0,00 183,31
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.097.251,50 2.087.098,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 535.220,12 821.670,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.907,83 101.885,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.021.279,19 7.606.497,43
45.743.658,64 10.617.151,86
45.743.658,64 10.617.335,17

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

Innovia Films GmbH mit Sitz in Schkopau ist ein Unternehmen der in Kanada ansässigen CCL Industries Inc. in Willowdale, Kanada. Die CCL Industries Inc. ist ein global agierendes Unternehmen der Verpackungsbranche, das in die Geschäftssegmente "CCL", "Avery", "Checkpoint" und "Innovia" gegliedert ist. Zur CCL-Gruppe gehören 213 Werke mit ca. 26.000 Mitarbeitern in 43 Ländern auf sechs Kontinenten.

Der Geschäftsbereich "Innovia" ist ein führender Hersteller mehrlagiger, oberflächenbehandelter Hochleistungs-Spezialfilme für Etiketten, Verpackungen und Sicherheitsanwendungen. Innovia Films GmbH produziert transparente Spezialfolien für die Herstellung von bedruckten Shrink-Sleeve-Etiketten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Allgemeine Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl innerhalb der Eurozone als auch im europäischen Wirtschaftsraum um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dagegen hat sich die deutsche Wirtschaftsleistung in 2023 nach zwei Erhöhungen in Folge verringert. Das BIP sank um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr, nach einer Erhöhung von 1,8 % im Jahr 2022.

Nach den von der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. veröffentlichten Marktdaten ist die Produktion von Verpackungsfolien in Deutschland von 1.612 kt im Jahr 2022 auf 1.412 kt im Jahr 2023 gesunken. Der Umsatz belief sich im Jahr 2022 auf Mio. EUR 6.564 und hat sich im Jahr 2023 auf Mio. EUR 5.620 verringert.

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung bei Innovia Films GmbH

Die Betriebliche Leistung (Umsatz aus dem Verkauf produzierter Folien einschließlich der Bestandsveränderung) für Shrink-Sleeves hat sich im Geschäftsjahr um 5,3 % auf TEUR 15.300 (Vorjahr: TEUR 16.160) verringert, was einer Produktionsleistung von ca. 4.025 t (Vorjahr: 4.501 t) entspricht. Durch eine wirkungsvolle Qualitätsverbesserung und die allgemein hohe Nachfrage nach Lebensmittel- und Hygieneverpackungen erreichten die Auftragseingänge in 2023 ein konstant hohes Niveau.

2.3 Geschäftsergebnis und finanzielle Leistungsindikatoren

Die Innovia Films GmbH steuert ihr operatives Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren sowie EBIT (operatives Ergebnis). Das EBIT ist das Jahresergebnis vor Zinsen und vor Ertragssteuern.

Im Geschäftsjahr wurde ein EBIT von TEUR 1.473 (Vorjahr: TEUR 1.624) erzielt. Das verringerte Ergebnis ist im Wesentlichen auf gestiegene Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen.

Die Leistungsindikatoren zeigten 2023 im Vorjahresvergleich die nachstehende Entwicklung:

2023 2022 Veränderung
Leistungsindikatoren TEUR TEUR TEUR
Betriebliche Leistung 15.300 16.160 -860
EBIT 1.473 1.624 -151

2.4 Produktion und Beschaffung

Die Produktionsmenge hat sich auf 4.025 t (Vorjahr: 4.501 t) verringert.

Die Einkaufspreise für Granulat sind von der Entwicklung des Ölpreises und dem US-Dollar-/Euro-Währungskurs abhängig und sind insgesamt auf einem konstant hohen Niveau geblieben, während die Kosten für Verpackung (-26 %) und Energie (-15 %) pro produzierter Tonne Folie gesunken sind.

2.5 Qualitätsmanagement

Das Werk in Schkopau ist nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagementsystem) zertifiziert.

Neben der strikten Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz und zur Sicherheit werden unsere Mitarbeiter regelmäßig in den Bereichen Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Brandschutz und allgemeine Sicherheit von speziell hierfür geschulten Fachkräften unterwiesen.

2.6 Personal

Die Zahl der Beschäftigten belief sich auf durchschnittlich 42 (Vorjahr: 39) Mitarbeiter. Die Mitarbeiter und ihr Fachwissen sind ein Schlüsselelement für den Geschäftserfolg und wir sind bestrebt, die Qualifikationen der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen weiterzuentwickeln.

2.7 Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ist die Betriebliche Leistung im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % auf TEUR 15.300 gesunken. Im Lagebericht des Vorjahres wurde eine konstante Betriebliche Leistung prognostiziert. Der leichte Rückgang, der auf eine geringere abgesetzte Menge zurückzuführen ist, konnte durch die gesunkenen Kosten für Verpackung und Energie aufgrund von höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht kompensiert werden, so dass das operative Ergebnis (EBIT) entsprechend der Prognose um TEUR 151 niedriger ist als im Vorjahr.

3. Vermögenslage

In beigefügter Übersicht werden die konzerninternen Forderungen solchen aus Lieferungen und Leistungen bzw. den sonstigen Vermögensgegenständen zugeordnet.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 45.744 84,8 10.617 62,1
Vorräte 2.964 5,5 2.748 16,1
Forderungen (gesamt) 1.912 3,5 1.260 7,4
Sonstige Vermögensgegenstände 828 1,5 214 1,3
Flüssige Mittel 2.479 4,7 2.247 13,1
Umlaufvermögen 8.183 15,2 6.469 37,9
Aktive Rechnungsabgrenzung 8 0,0 5 0,0
53.935 100,0 17.091 100,0
Eigenkapital 5.314 9,9 5.347 31,3
Rückstellungen 514 1,0 543 3,2
Verbindlichkeiten 48.107 89,1 11.201 65,5
Fremdkapital 48.621 90,1 11.744 68,7
53.935 100,0 17.091 100,0

Den Investitionen von TEUR 35.543 stehen Anlagenabgänge von TEUR 0 und Abschreibungen von TEUR 417 gegenüber, so dass das Anlagevermögen um TEUR 35.127 gestiegen ist. Es umfasst nunmehr 84,8 % der Bilanzsumme. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen den Neubau einer Folienproduktionsanlage inklusive Gebäude sowie IT-Ausstattung und Klimatisierung des bestehenden Gebäudes.

Die Vorräte erhöhten sich absolut um TEUR 216 und sind im Berichtsjahr auf 5,5 % (Vorjahr: 16,1 %) der Bilanzsumme gesunken. Die Veränderung der Vorräte entfällt auf eine Senkung der Rohstoffe um TEUR 17 sowie auf eine Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse um TEUR 233. Das Vorratsvermögen beläuft sich nunmehr auf das 2,4-fache (Vorjahr: 2,1-fache) des durchschnittlichen Monatsumsatzes. Die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich leicht auf ca. 46 Tage (Vorjahr: ca. 30 Tage).

Von den Verbindlichkeiten betreffen TEUR 42.918 (Vorjahr: TEUR 7.918) verbundene Unternehmen, die vollständig auf Finanzierungsdarlehen entfallen.

4. Finanzlage

Das Eigenkapital beläuft sich auf 9,9 % (Vorjahr: 31,3 %) der Bilanzsumme. Die verringerte Quote ergibt sich durch den Anstieg des Fremdkapitals aufgrund der Finanzierungsdarlehen für Investitionen. Die Liquidität ist durch die Zugehörigkeit zur CCL-Gruppe sichergestellt. Die flüssigen Mittel sind um TEUR 232 gestiegen.

5. Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatz (ohne Erlöse aus Dienstleistungen) 15.067 98,5 15.496 95,9
Bestandsveränderung 233 1,5 664 4,1
Betriebliche Leistung 15.300 100,0 16.160 100,0
Materialaufwand (ohne Aufwand für Dienstleistungen) -9.279 -60,6 -10.833 -67,0
Personalaufwand -2.931 -19,2 -2.490 -15,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen, sonstige Steuern vermindert um sonstige betriebliche Erträge -1.200 -7,8 -663 -4,1
EBITDA 1.890 12,4 2.174 13,5
Abschreibungen -417 -2,8 -550 -3,5
EBIT 1.473 -9,6 1.624 -10,0
Finanzergebnis -1.408 -9,2 -116 -0,7
Steueraufwand -98 -0,6 -440 -2,7
Jahresergebnis -33 -0,2 1.068 6,6

Im Berichtsjahr sanken die Umsätze um 2,8 % bzw. TEUR 429. Gleichzeitig sank der Anteil des Materialaufwandes an der Gesamtleistung des Geschäftsjahres auf 60,6 % (Vorjahr: 67,0 %), während der Anteil des Personalaufwandes an der Gesamtleistung sich nunmehr auf 19,2 % beläuft und somit um 3,8 %-Punkte gestiegen ist.

Insgesamt ist das EBIT bei einem höheren Rohertrag (Betriebliche Leistung abzüglich Materialaufwand), jedoch gestiegenen Personalaufwendungen und Sondereffekten aus Entsorgungskosten leicht zurückgegangen.

Nach Abzug des Finanzergebnisses und der Ertragsteuern ergibt sich das im Berichtsjahr erzielte Jahresergebnis von TEUR -33 (Vorjahr: TEUR 1.068), welches somit um TEUR 1.101 unter dem Vorjahr liegt.

6. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken

Die Innovia Films GmbH rechnet im kommenden Jahr aufgrund von gesunkenen Absatzprognosen, aber konstanten Verkaufspreisen der Folie mit einer im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigeren Betrieblichen Leistung, wodurch ein deutlich geringeres, jedoch positives EBIT im Bereich Shrink Sleeves erwartet wird. Diese Erwartung hat sich durch die vorliegenden aktuellen Zahlen aus den ersten drei Quartalen 2024 bisher bestätigt. Die erwarteten Aufwendungen im Rahmen der Inbetriebnahme der neuen Folienproduktionsanlage am Standort werden im kommenden Jahr ein insgesamt negatives EBIT für das Unternehmen zur Folge haben.

Chancen sieht die Innovia Films GmbH:

in einem angestrebten Mengenwachstum, insbesondere auch durch die Gewinnung weiterer Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe;

in der Fortführung von organisatorischen und technischen Verbesserungen in Fertigung und Qualitätskontrolle, was zu optimierten Produktionsabläufen und damit geringeren Herstellungskosten sowie zu einer Reduzierung der Reklamationen führt;

durch die Zugehörigkeit zu der CCL-Gruppe, wodurch der Verkauf der Produkte an Gesellschaften mit Sleeve-Produktionen ermöglicht wird;

in der Erweiterung des Produktportfolios durch die Investition in eine neue Produktionsanlage.

Risiken für die Geschäftsentwicklung der Innovia Films GmbH bestehen:

im Bereich der Beschaffung von Granulat durch Lieferengpässe der Hersteller;

bei der Preisentwicklung von Granulat durch einen steigenden Ölpreis sowie durch den schwankenden Wechselkurs von US-Dollar und Euro;

durch die ohnehin in Deutschland hohen und weiter steigenden Energiepreise und den Rückgang der Förderung von energieintensiven Herstellungsbetrieben;

in möglichen Stillstandzeiten durch Reparaturarbeiten an der einzigen Produktionslinie, was durch einen Wartungsplan und turnusmäßige Wartungen reduziert wird;

in der Begrenzung der Herstellungskapazität durch eine Produktionslinie;

durch Sanktionen als Folge des Ukraine-Kriegs, welche den Handel mit Russland beeinträchtigen könnten.

Mit regelmäßig anzupassenden Verkaufspreisen wird das Risiko der Preisentwicklung von Granulat minimiert. Lieferengpässe werden durch einen vereinbarten Notfallbestand beim Lieferanten abgedeckt Durch die Investition in eine weitere Produktionsanlage können die Risiken, die durch den Ausfall der bisher einzigen Produktionslinie bestehen, reduziert werden. Dem Risiko von gestörten Lieferketten wird mit der Vorhaltung größerer Mengen an Vorräten begegnet. Möglichen Absatzeinbußen auf dem russischen Markt kann mit der Gewinnung von Neukunden begegnet werden.

 

Schkopau, 26. November 2024

Simon Huber, Geschäftsführer

Giuseppe Ronzoni, Geschäftsführer

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 326 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für dieses Geschäftsjahr haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Innovia Films, Schkopau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Innovia Films GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Innovia Films GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Halle (Saale), 3. Dezember 2024

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katja Nötzel, Wirtschaftsprüferin

Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt.

Durch die Gesellschafterin wurde in der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2024 beschlossen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 33.376,05 auf neue Rechnung vorzutragen.

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