Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 25453
Eingetragen
13.5.2014
Branche
BuntmetallgießereienEnergetische Verwertung von AbfällenRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Gegenstand
Das Recycling von Altmetallen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ilona Maria Prison
seit 8.10.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Peter Prison
Essen
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IST GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gliederungsübersicht

1. Grundlagen des Unternehmens

- Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

- Ertragslage

- Vermögenslage

- Finanzlage

3. Nachtragsbericht

4. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

- Chancen

- Risiken

- Zukünftige Entwicklung

5. Sonstige Angaben

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IST GmbH ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Alle notwendigen Genehmigungen gemäß der Entsorgungsfachbetriebsverordnung, dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrWG und AbfG) und dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) sind erteilt.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit übernimmt die IST GmbH die fachgerechte Entsorgung im Bereich der Autoverwertung, Batterieentsorgung, Motorenzerlegung, Metalle und Schrott.

Durch die Sortierung und Aufbereitung der angenommenen Wertstoffe werden sowohl die Voraussetzungen für ein hochwertiges Recycling geschaffen als auch die weltweite Belieferung der Industrie mit qualitativ hervorragenden Sekundärrohstoffen ermöglicht. Darüber hinaus wird ein Containerservice angeboten sowie der Transport von Problemschrott bzw. gefährlichen Gütern.

Das langjährig traditionell geführte Familienunternehmen ist am Markt im Bereich Entsorgung und Recycling etabliert.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs, der u. a. zu einer extremen Energiepreiserhöhung führte. Hinzu kamen gravierende Material- und Lieferengpässe, weiter steigende Preise, beispielsweise für Nahrungsmittel. Ebenso dauerte der Fachkräftemangel an, der sich nahezu auf alle Branchen auswirkte.

Insoweit konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 nicht mehr so, wie in den vergangenen Jahren weiterentwickeln. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war in 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zurückgegangen und somit um -0,3% niedriger als in 2022.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich in 2023 um 5,9% gegenüber dem Vorjahr erhöht und spiegeln gleichzeitig die Inflationsrate wider. Die hohe Inflationsrate wurde vor allem durch Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine verursacht.

Der Erzeugerpreise für Sekundärstoffe aus Eisen- und Stahlschrott sind in 2023 weitgehend auf hohem Niveau konstant geblieben.

Seit Anfang des vergangenen Jahres vollzog sich ein kräftiger Anstieg der Großhandelspreise für Altmetalle und Altpapier, der sich bis in die Jahresmitte 2023 weiter fortsetzte und einen Höchststand erreichte.

Die Abkühlung der Wirtschaft infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und Lieferengpässe bei Rohstoffen stellten die Entsorgungswirtschaft vor große Herausforderungen. Grundsätzlich steigt mit hohen Preisen für Primärrohstoffe die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen wie Stahlschrott oder Kunststoffrezyklate. Produktions- und Nachfragerückgänge in wichtigen Abnehmerindustrien infolge hoher Energiepreise und durch einen drohenden Versorgungsengpass mit Gas im Winter können aber erhebliche Auswirkungen auf die Branchenentwicklung haben. Neben Nachfragerückgängen seitens der Industrie nach Sekundärrohstoffen waren abnehmende Abfallmengen und ein Mangel an Abfall- und industriellen Reststoffen für eine nachhaltige stoffliche und energetische Verwertung zu verzeichnen.

Viele Industrien können derzeit nicht abschätzen, inwieweit sie infolge der aktuellen Energiekrise ihre Produktion aufrechterhalten können. Lediglich die Preise für Heizöl und Diesel sind im Verlauf des Jahres 2023 wieder günstiger geworden.

Da die Versorgung mit Wertstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr abgenommen hat, haben sich auch die angelieferten wie auch verkauften Mengen in 2023 vermindert. Insbesondere Edelmetalle unterlagen starken Preisschwankungen und gingen mengenmäßig

Ertragslage

Die Gesamtleistung der Gesellschaft verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 44% auf T€ 39.487. Gleichzeitig ist der Materialaufwand einschließlich Fremdleistungen von T€ 59.368 (2022) auf T€ 33.287 im Geschäftsjahr 2023 zurückgegangen. Das Rohergebnis 2023 in Höhe von T€ 6.200 hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 11.486) entsprechend vermindert.

Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft wurden zu zwei Drittel im Inland und zu einem Drittel im EU-Ausland erzielt.

Der Personalaufwand verminderte sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 2.238 gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.114). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich die Fahrzeugkosten; ebenso konnten Reparatur-,-Werbe- und Reisekosten reduziert werden..

Erstmals und wohl auch einmalig wird ein Jahresfehlbetrag von T€ 1.121 (Vorjahresüberschuss T€ 1.738) ausgewiesen.

Ausgehend vom gezeichneten Kapital und dem Gewinnvortrag ist danach auch die Eigenkapitalrendite negativ (Vorjahr +44 %).

Vermögenslage

Bedingt durch die im Jahr 2023 rückläufige Geschäftsentwicklung reduzierte sich die Bilanzsumme zum 31.12.2023 auf T€ 14.634 (Vorjahr T€ 17.151). Die Eigenkapitalquote liegt bei 31,63 %.

Investitionen in das Anlagevermögen wurden in Höhe von T€ 1.451 getätigt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um technische Anlagen (Presse), Bagger sowie fertig gestellte Mietereinbauten und sonstige Transportmittel.

Nach Anlageabgängen in Höhe von T€ 135 und leicht angestiegenen Abschreibungen belaufen sich die Buchwerte des Sachanlagevermögens zum Bilanzstichtag auf T€ 7.954. Dieses ist zu einem wesentlichen Teil durch Eigenkapital gedeckt.

Die Vorräte zum Bilanzstichtag haben sich nach Abzug von Anzahlungen auf T€ 3.550 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr auf T€ 1.829 erhöht wobei die Werthaltigkeit sichergestellt ist.

Finanzlage

Die Gesellschaft verwendet im Rahmen der finanziellen Leistungsindikatoren eine Umsatz- und Ergebnisplanung sowie eine Liquiditätsplanung.

Ergänzend wird nachstehende Kapitalflussrechnung für die beiden letzten Geschäftsjahre aufgezeigt:

2023
Euro
2022
Euro
Periodenergebnis -1.121.343,05 1.738.360,75
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.397.211,71 1.227.539,55
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -283.313,66 -101.245,95
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 32.000,00 42.240,00
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte 270.452,24 -1.235.110,65
+/- Abnahme / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -532.825,81 5.631.694,53
+/- Abnahme / Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -25.161,45 374.039,56
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -104.580,54 11.753,99
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22.986,05 530.227,99
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 14.174,00 190.309,91
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2.290,00 34.108,00
+ Zinsaufwendungen 176.343,77 154.551,14
+ Ertragsteueraufwand 192,29 888.820,16
+/- Ertragsteuerzahlungen -1.169.860,73 -1.350.168,36
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.413.783,18 7.672.020,80
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 34.944,00 448.668,91
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 1.450.836,97 3.498.566,15
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.415.892,97 -3.049.897,24
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 12.956.378,34 3.061.985,32
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 13.602.894,34 3.364.023,22
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 32.000,00 42.240,00
- Gezahlte Zinsen 176.343,77 154.551,14
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -790.859,77 -1.469.349,04
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -3.620.535,92 3.152.774,52
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.155.683,50 1.002.908,98
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 535.147,58 4.155.683,50

Die Finanzmittel am Ende der Periode beinhalten auch valutierende Kontokorrentkredite bei den Kreditinstituten.

Der Cashflow ist im schwierigen Geschäftsjahr 2023 negativ geblieben.

Das im Rahmen der finanziellen Geschäftsführung abgeschlossene Pensionsgeschäft wurde im Jahr 2023 beendet.

4. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten, und die Aussage im Jahresabschluss 2023 verändern würden.

5. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken:

Nach Bewältigung der Corona-Pandemie ist die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft durch den Russland-Ukraine-Krieg erneut ausgebremst worden.

Dies hatte im Geschäftsjahr 2023 einen erheblichen Umsatzrückgang zur Folge. Der verbleibende geringe Rohertrag konnte zum Teil durch Reduzierung von Personal- und Raumkosten ausgeglichen werden.

Im Jahr 2024 hat sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erholt und die Ertragslage hat sich wieder wesentlich verbessert. Ausweislich der Buchführung Oktober wird das Betriebsergebnis 2024 voraussichtlich das Niveau des Jahres 2022 erreichen.

Nicht überschaubare Risiken bestehen nunmehr in der beschlossenen und drohenden Schließung von Stahlwerken in Deutschland. Ebenso ist das abwartende Verbraucherverhalten in Bezug auf Neukäufe von Kraftfahrzeugen ein latentes Risiko.

Weitere Risiken bestehen hinsichtlich möglich steigender Kreditzinsen aufgrund anhaltender Inflationsrate.

Chancen:

Die Geschäftsleitung hat für ihre geplanten Geschäftsfelder notwendige Investitionen vorgenommen.

Weiterhin werden neue Absatzmärkte wie auch namhafte Geschäftspartner akquiriert. Hinsichtlich der Zahlungsziele verhandelt die Geschäftsleitung im üblichen kaufmännischen Rahmen.

Die Geschäftsführung verfolgt rechtzeitig aktuelle Finanzierungsmöglichkeiten, um die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen.

Zukünftige Entwicklung

Das Unternehmen arbeitet neben dem Stammgeschäft an alternativen Möglichkeiten im Bereich der Rohstoffentsorgung und Verwertung. Zusätzlich werden weiterhin Geschäftsfelder im Bereich Lagerung von Fahrzeugen und Teilen eruiert.

Die künftige Entwicklung des Unternehmens ist stark abhängig von der Konjunkturbelebung sowie von andauernden Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten.

Eine Prognose der zukünftigen Entwicklung ist aufgrund der derzeit noch nicht vollumfänglich abschätzbaren Folgen des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine sowie der jüngsten Kriegshandlungen im Nahen Osten mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft wieder mit einem positiven Ergebnis.

6. Sonstige Angaben

Es besteht eine Zweigstelle am Hafen Grimberg, Gelsenkirchen. Weitere Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Essen, 11. Dezember 2024

Peter Prison, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.954.287,00 7.923.721,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 20,00
II. Sachanlagen 7.954.286,00 7.923.701,74
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.824,00 209.517,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.345.763,00 3.599.961,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.209.699,00 3.588.725,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200.000,00 525.498,74
B. Umlaufvermögen 6.665.007,56 9.205.724,83
I. Vorräte 3.550.412,77 3.820.865,01
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 9.182.774,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.231.120,05 1.351.381,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 883.474,74 4.033.478,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.713,12 21.512,47
Summe Aktiva 14.635.007,68 17.150.959,04

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.629.425,45 5.750.576,48
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.725.576,48 3.987.215,73
III. Jahresfehlbetrag 1.121.151,03 -1.738.360,75
B. Rückstellungen 162.655,45 445.969,11
C. Verbindlichkeiten 9.842.926,78 10.954.413,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.061.414,17 9.189.520,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.010.741,82 4.516.631,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.050.672,35 4.672.888,85
2. sonstige Verbindlichkeiten 781.512,61 1.764.893,24
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 781.512,61 1.764.893,24
Summe Passiva 14.635.007,68 17.150.959,04

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.379.415,88 11.992.226,12
2. Personalaufwand 2.238.492,49 3.113.670,06
a) Löhne und Gehälter 1.864.356,39 2.678.674,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 374.136,10 434.995,81
davon für Altersversorgung 8.009,72 7.751,91
3. Abschreibungen 1.397.211,71 1.227.539,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.397.211,71 1.227.539,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.460.558,49 4.627.369,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.811,56 15.011,81
davon Erträge aus Abzinsung 200,00 84,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 385.835,79 390.813,54
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,27 888.820,16
8. Ergebnis nach Steuern -1.096.871,31 1.759.024,86
9. sonstige Steuern 24.279,72 20.664,11
10. Jahresfehlbetrag 1.121.151,03 -1.738.360,75

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: IST GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Essen
Register-Nr.: 25453

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 34.066,60 €

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 15.900,00 € eingestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 168.878,74 €.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Personal (162 T€), Aufbewahrung (9 T€), ausstehende Rechnungen (94 T€) und Rechts- und Beratungskosten (37 T€) gebildet.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 256.960,00 € (Vorjahr: 599.840,00 €).

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 T€ kleiner 1 J.
T€
größer 1 Jahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 9.061,4 5.010,7 4.050,7
aus Lieferungen und Leistungen 268,9 268,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 512,6 512,6 0,0
Summe 9.842,9 5.792,2 4.050,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch Grundschulden, Bürgschaften der Gesellschafter sowie Sicherungsabtretung an Maschinen und Fahrzeugen besichert.

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Die außerbilanziellen Transaktionen betreffen Leasingverträge für den Fuhrpark.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einem Jahresaufwand in Höhe von 21T€ sowie aus Mietverträgen mit einem Jahresaufwand von 580 T€. Die Leasingverträge laufen im Folgejahr aus.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32,00
Angestellte 5,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 40,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 32,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Peter Prison ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 1.121.151,03 € und wird mit dem vorhandenem Gewinnvortrag verrechnet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Essen, 8. Januar 2025

Peter Prison

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die IST GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IST GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gelsenkirchen, 7. Januar 2025

HR Herz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom Betriebswirt Markus Herz, Wirtschaftsprüfer

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