Lieblings-Zahnarzt Leipzig MVZ GmbH
Selbe AdresseZahnarztpraxen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Alexander Laue seit 1.4.2025 | Prokura |
Stefan Stein seit 16.2.2022 | Prokura |
Ralf Westhoff seit 2.2.2022 | Geschäftsführer |
Frank Brinkmann seit 2.2.2022 | Prokura |
Jörn Schipper seit 2.2.2022 | Prokura |
Olaf Steinbrink seit 6.12.2021 | Geschäftsführer |
Klaus Fetzer seit 6.12.2021 | Geschäftsführer |
Lars Schäfer seit 27.7.2021 | Prokura |
Knut Grabenkamp seit 9.11.2020 | Prokura |
Anke Schröder seit 25.8.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
perdata Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbHLeipzigJahresabschluss zum 31.12.2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011Geschäftsentwicklung perdata erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen deutlichen Umsatzsprung unter Beibehaltung der guten Ertragskraft. Das Umsatzwachstum resultiert sowohl aus der deutschlandweiten Ausweitung des Geschäftsvolumens außerhalb des Konzerns als auch aus einem höheren Leistungsvolumen für die verbundenen Unternehmen. perdata positioniert sich mit hochwertigen IT-Leistungen für Unternehmen der Versorgungswirtschaft sowie im öffentlichen Sektor und am Markt. Schwerpunkte des Leistungsportfolios bilden die prozessorientierte Beratung, Implementierung und Integration von IT-Lösungen sowie der sichere und serviceorientierte Betrieb von kundeneigenen oder outgesourcten IT-Landschaften. Die Nähe zum Kunden, die unabhängige Beratung sowie die Fokussierung auf starke IT-Produkte sichern marktgerechte Lösungen, Skalierbarkeit und Investitionssicherheit für die perdata-Kunden. Im Jahr 2011 verbuchte perdata einen Auftragseingang von über Mio. EUR 19 durch Verlängerung zahlreicher Mehrjahresverträge mit Bestandskunden und durch die Gewinnung neuer Kunden für Projekt- und Betriebsleistungen. Der Anteil der einzelnen Leistungsfelder am Gesamtumsatz des Unternehmens verteilt sich wie folgt:
Das leistungsfähige perdata-Rechenzentrum bildet die Grundlage für die Erbringung hochwertiger Betriebsleistungen. Durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur sowie Standardisierung von Prozessen und einheitliche IT-Ressourcen kann sehr kurzfristig auch auf anspruchsvolle Kundenwünsche reagiert werden. Die Ausprägung als georedundantes Rechenzentrum ermöglicht durch die Datenhaltung an verschiedenen Orten beständige Sicherheit und höchste Verfügbarkeiten. Je nach Kundenbedürfnissen sind jedoch auch andere Szenarien mit individuellen Vereinbarungen zu Service-Leveln und Kosten möglich. Durch die zugrunde liegenden Virtualisierungstechnologien kann der Kunde bei Bedarf in ein anderes Betriebsmodell wechseln. perdata ermöglicht damit ihren Kunden, die genutzte Qualität und Quantität der IT-Leistungen flexibel auf ihre aktuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Energieeffizienz im Rechenzentrum wurde durch Einsatz einer effizienteren Klimatisierung und Virtualisierungstechnologien kontinuierlich weiter verbessert. So konnten trotz Anstieg der Energiekosten und erhöhter Serveranzahl die Stromkosten im Rechenzentrum auf dem bisherigen Niveau gehalten werden. Als ganzheitlicher IT-Dienstleister benötigt perdata themenbezogen verlässliche Partnerschaften. Durch bewährte Leistungs- und Technologiepartnerschaften kann perdata auch bei komplexen IT-Anforderungen sehr flexibel handeln und neben einer hohen Qualität ein sehr breites Leistungsportfolio anbieten. In das Partnernetzwerk sind namhafte Unternehmen wie SAP, Hewlett Packard, und Microsoft ebenso integriert wie mittelständische IT-Dienstleister aus der Energieversorgungsbranche. Insbesondere im SAP Projekt- und Beratungsgeschäft setzt perdata ergänzend auf die Kooperation mit verlässlichen Partnerunternehmen, um schnell und umfassend Kundenwünsche zu bedienen. Im Rahmen der regionalen Vernetzung und zur Gewinnung von Fachkräften engagiert sich das Unternehmen aktiv im Vorstand des Vereins Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland e.V. Im Jahr 2011 lag der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Mitgliederbasis sowie der Etablierung eines Cluster-Managements. Im Jahr 2011 erbrachte perdata im Rahmen der erfolgreichen Rezertifizierung erneut den Nachweis für ein leistungsfähiges IT-Sicherheits-Managementsystem und Qualitäts-Managementsystem. Bei dem Überwachungsaudit ISO/IEC 27001:2005 und bei dem Wiederholungsaudit für ISO 9001:2008 durch den TÜV Süd wurden die Qualitäts- und Sicherheitsmechanismen von perdata als erfolgreichem IT-Dienstleister bestätigt. In Ergänzung zu den bereits erfolgten Zertifizierungen als "SAP Partner Hosting" und als "Customer Center of Expertise (CCoE)" setzte perdata ein Programm zur umfassenden Zertifizierung ihrer SAP-Berater durch SAP um. perdata erlangte im Jahr 2011 das Zertifikat "Microsoft Gold Kompetenz Partner Desktop" sowie das Zertifikat "Microsoft Silver Midmarket Solution Provider". Diese externen Qualitätssiegel sind Ausdruck der hervorragenden Kompetenzen und Erfahrungen von perdata und werden weiter ausgebaut. Hauptumsatzträger im Geschäftsjahr 2011 waren der Betrieb von Anwendungen und Infrastrukturen der Informationstechnologie sowie das Projektgeschäft. Die Umsätze im Betriebsbereich betrugen in 2011 TEUR 15.210, die Umsätze im Projektgeschäft lagen bei TEUR 12.265. Erneut erzielte perdata mit Kunden außerhalb des Konzernverbundes einen deutlichen Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr (+ 24 %). Auch im Konzern der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) stieg das Leistungsvolumen deutlich an (+ 23 %). Hervorzuheben ist hier ein von perdata geführtes komplexes Kundenprojekt zur Optimierung der IT-Landschaft, das bis in das Jahr 2012 reicht.
Bei den Kunden der Versorgerbranche lagen die vertrieblichen Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2011 in der Verbreiterung der Kundenbasis vor allem im Westen und Süden Deutschlands sowie in der Intensivierung der Leistungen für Bestandskunden. perdata profitierte dabei von aktuellen Marktbedürfnissen hinsichtlich der Anforderungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) in Bezug auf die Umsetzung der Vorgaben zur Gasabrechnung (G685), zu den Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom (MaBiS), zu den Wechselprozessen im Messwesen (WiM) und aus der neuen EnWG-Novelle. Darüber hinaus konnte perdata wesentliche Verträge mit bestehenden Kunden verlängern. Zu den Kernpunkten branchenbezogener Beratungsleistungen gehörten wie bereits in den Vorjahren Projekte zur Systemoptimierung, zur Umsetzung der EnWG-Prozesse, zum Wechselprozessmanagement und zum Energiedatenmanagement. Daneben konnten verstärkt Unternehmen angesprochen werden, die aufgrund der Entwicklungen im Energiemarkt einen hohen Bedarf an qualifizierter IT-Unterstützung haben. Im ersten Quartal 2011 konnte perdata zwei Kundenprojekte zur Marktrollentrennung abschließen und erfolgreich produktiv setzen. Weitere Projektschwerpunkte in der Versorgerbranche bildete die prozessuale und technische Umsetzung gesetzlicher Anforderungen in der Energiewirtschaft. perdata entwickelte und realisierte bundesweit für mehrere Stadtwerke und Energiedienstleister Lösungen für die branchenspezifischen Anforderungen aus MaBiS, WiM und G685. Ein bereits im Vorjahr begonnenes Großprojekt zur Optimierung der IT-Landschaft im Zuge der Neuausrichtung des Vertriebsprozesses bei einem großen Stadtwerk wurde in 2011 mit hohem Einsatz eigener Fachberater unter Einbindung weiterer spezialisierter Dienstleister vorangetrieben. Das Projekt wird im Folgejahr abgeschlossen und löst die bisherige IT-Landschaft produktiv ab. Nachhaltig ausgebaut wurde die Kundenbasis in Bezug auf das Outsourcing von IT-Landschaften. perdata gewann wesentliche Neukunden, die auf der Basis von perdata-eigenen Cloud-Lösungen, wie yourCLOUD.DESKTOP und yourCLOUD.SERVER, ihre benötigten IT-Betriebsleistungen teilweise bis vollständig durch perdata erbringen lassen. Die eingesetzten IT-Lösungen für die Kunden zeichnen sich durch hohe Standardisierung der dezentralen Infrastruktur in Kombination mit Hochverfügbarkeitslösungen aus. Bei der Produktentwicklung für Unternehmen der Versorgungsbranche fokussierte sich perdata im Jahr 2011 auf die Entwicklung von durchgängigen Application Service Providing (ASP)-Prozesslösungen für Vertriebs- und Netzgesellschaften. Zur Umsetzung der aktuellen Anforderungen der BNetzA wurden für die Versorgungsunternehmen kostengünstige und effiziente Lösungen entwickelt. Die Kundengruppe "Öffentliche Auftraggeber" konnte auf Basis des aktuellen Produktportfolios weiter ausgebaut werden. perdata steigerte das Projektvolumen vorrangig mit SAP-Lösungen, wobei die Kunden insbesondere Unterstützung in kaufmännischen Lösungen, getrieben durch gestiegene technologische und gesetzliche Anforderungen, nachfragten. Die erfolgreiche Verlängerung wesentlicher IT-Betriebsverträge mit Bestandskunden im öffentlichen Bereich ist auch in diesem Jahr Ausdruck stabiler Kundenbeziehungen und marktgerechter Leistungsangebote von perdata. Zu den Höhepunkten im Projektgeschäft 2011 zählten vor allem kaufmännische Themen wie zwei SAP-Neueinführungen, die Einführung des Neuen Hauptbuchs in SAP sowie die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen wie SEPA und e-Bilanz. Aber auch Projekte zur Realisierung neuer technisch-organisatorischer Anforderungen in Instandhaltungsprojekten bei Kunden wurden durch perdata bei öffentlichen Auftraggebern mit Erfolg umgesetzt. Die Produktentwicklung konzentrierte sich auf zwei Schwerpunkte. Ausgehend von gesetzlichen Anforderungen, beispielsweise für e-Bilanz oder SEPA, entwickelte das Unternehmen passende Lösungen für SAP-Anwender. Parallel wurde die Template-Lösung von perdata für kaufmännische und logistische Prozesse maßgeblich ausgebaut und steht nun auch als ASP-LösungASPertise.CORE zur Verfügung . perdata beteiligte sich im Jahr 2011 deutschlandweit an zahlreichen Veranstaltungen. Mit dieser Präsenz zielte perdata darauf ab, ihr Leistungsportfolio vorzustellen, aktuelle Trends frühzeitig zu erkennen, das Know-how ihrer Berater und Entwickler beständig zu erweitern, aber auch, die eigene Expertise unter Beweis zu stellen. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf Messen und Kongressen der Versorgerbranche sowie Themen rund um SAP. Auf verschiedenen Veranstaltungen wie der E-world in Essen und dem DSAG-Jahreskongress in Leipzig, präsentierte perdata als Aussteller ihre Lösungen und Angebote und war außerdem auch durch eigene Experten im begleitenden Vortragsprogramm vertreten. Den Anspruch, ihren Kunden und SAP-Anwendern als Partner kompetent zur Seite zu stehen, erfüllt perdata mit verschiedenen eigenen Veranstaltungsangeboten. Die Reihen S@P-Inside und IT-Inside wurden erfolgreich weitergeführt. Dabei lag in diesem Jahr der Fokus verstärkt auf den Anforderungen der EVU-Branche sowie den von perdata entwickelten ASP- und CLOUD-Lösungen. Um ausgewählte Fragestellungen und aktuelle Themen rund um SAP vorzustellen und Lösungen aufzuzeigen, wurde eine Webcast-Reihe ins Leben gerufen. Über diesen neuen Kommunikationskanal stellen die Berater von perdata ihr Fachwissen via Online-Meeting zur Verfügung und gehen im Anschluss an jede Live-Präsentation zudem auf Fragen der Teilnehmer ein. Seit ihrer Gründung engagiert sich perdata in der Region und übernimmt mit zahlreichen Mitgliedschaften und Projekten soziale Verantwortung. So werden jedes Jahr verschiedene gemeinnützige Verbände und Einrichtungen mit Geld-, Sach- und Dienstleistungen unterstützt. Beispielsweise stattete perdata im Jahr 2011 die Freiwilligenagentur Leipzig mit zehn PC-Arbeitsplätzen aus, damit diese die Umstellung ihrer Datenbank auf ein leistungsfähigeres System ermöglichen konnte. Da sich perdata auch als sehr sportliches Unternehmen versteht, profitierten in diesem Jahr auch das Leichtathletikzentrum Leipzig, die Mädchenmannschaft des 1. FC Lok Leipzig e.V., das "Projekt Marathon" der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig und der Stadtwerke Mini-Marathon. Finanz-, Vermögens- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2011 erzielte das Unternehmen deutlich gestiegene Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 27.475. Auf Basis der guten Auftragslage wurden zum Bilanzstichtag angearbeitete Leistungen von TEUR 720 vorwiegend aus Projektaufträgen in den Beständen aktiviert. Die Auftragseingänge im Jahr 2011 von über Mio. EUR 19 umfassen Projektaufträge sowie mehrjährige Leistungsverträge und bilden ein solides Fundament für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus den Verträgen zum Betrieb von IT-Landschaften im Konzernverbund, die im Rahmen der von der Stadt Leipzig bestimmten Ausschreibung zur Veräußerung von perdata-Geschäftsanteilen bereits verhandelt worden sind. Die gute Ertragslage des Unternehmens resultiert aus dem erhöhten Geschäftsvolumen und einem konsequenten Kostenmanagement. Im Jahr 2011 stieg die Unternehmensleistung aus Umsatzerlösen und Bestandsänderungen um 18 % gegenüber dem Vorjahr an. Der Personalaufwand erhöhte sich im Verhältnis zur erbrachten Unternehmensleistung unterproportional, der Materialaufwand stieg auf Grund des verstärkten Einsatzes von Fremdpersonal deutlich an. Der erhöhte Fremdpersonalanteil resultiert sowohl aus dem Fachkräftemangel als auch dem Zukauf von Leistungsbestandteilen im Zuge der Generalunternehmerschaft der perdata für Kundenaufträge. Ein Anstieg der Investitionen in Soft- und Hardware führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem leichten Zuwachs der Abschreibungen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten Einsparungen erzielt werden. Zum guten Jahresergebnis trugen - in geringerem Umfang als im Vorjahr - periodenfremde Erträge aus der Verminderung vorhandener Risikovorsorge bei. perdata erzielte im Jahr 2011 ein Ergebnis von TEUR 2.710 (Vj.: TEUR 2.845). Aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich nach Zusammenfassung einzelner Posten folgende Ertragsübersicht.
Das Investitionsvolumen der perdata im Geschäftsjahr 2011 betrug TEUR 2.458. Schwerpunkt waren erneut mit über 80 % kundenbezogene Anschaffungen. Auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände entfielen TEUR 906, das sind 37 % der gesamten Investitionen. Hierbei stand der Erwerb von Anwendungssoftware im Mittelpunkt. Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.552 (63 %) beinhalten Server und Arbeitsplatztechnik für Kundenverträge, den weiteren Ausbau des perdata-Rechenzentrums sowie in die Ausstattung von Geschäftsräumen und Arbeitsplätzen der Mitarbeiter. Im Zuge der Integration der Finanzbeziehungen im Konzernverbund wurde perdata im Geschäftsjahr 2007 in die Konzernfinanzierungsregelung des Gesellschafters aufgenommen. Bereits seit 1999 besteht zwischen perdata und dem Gesellschafter ein Cash-Pooling-Vertrag zum Zweck der Finanzoptimierung im kurzfristigen Bereich. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im Jahr 2011 durch eigene Mittel und ein Gesellschafterdarlehen. Zum Bilanzstichtag bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.875, deren Tilgungen wie in den vorangegangenen Jahren planmäßig erfolgten. Die Bilanzsumme der perdata betrug zum Bilanzstichtag TEUR 13.436. Der Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen stieg auf Grund verstärkter Lizenzinvestitionen im Geschäftsjahr 2011 an, der Sachanlagebestand reduzierte sich geringfügig. Der leicht erhöhte Forderungsbestand zum Bilanzstichtag enthält auftragsbezogene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das Cash Pool-Guthaben gegenüber dem Gesellschafter. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Finanzbasis und sehr gute Voraussetzungen zur Umsetzung der auf Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie. Das Eigenkapital der perdata lag zum Bilanzstichtag unverändert bei TEUR 2.512. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2011 19 % und entspricht damit stabil dem Niveau der vorangegangenen Jahre. Unter den personalbezogenen Rückstellungen werden Urlaubs- und Zeitguthaben sowie variable Gehaltsbestandteile der Mitarbeiter ausgewiesen. Weitere Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen, auftragsbezogene Vorsorgemaßnahmen für risikobehaftete Einzelprojekte und ungewisse Verpflichtungen. Aus der Bilanz ergibt sich nach Zusammenfassung einzelner Posten folgende Übersicht. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind als langfristig behandelt.
1) Dem langfristigen Fremdkapital wurden die Gesellschaftdarlehen (TEUR 1.875) in voller Höhe zugerechnet, da mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Februar 2012 eine Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital beschlossen wurde. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen operativen Cash Flow in Höhe von TEUR 5.325. Nachtragsbericht Aufgrund des bevorstehenden Gesellschafterwechsels wurden nach dem Bilanzstichtag die Ergebnisabführungs- und Cash Pool-Vereinbarungen mit den Stadtwerken Leipzig aufgehoben. Zudem wird perdata die bestehenden Gesellschafterdarlehen zurückführen und eine Zuführung in die Kapitalrücklage in gleicher Höhe vom derzeitigen Gesellschafter erhalten, wodurch sich die Finanzkraft des Unternehmens weiter erhöht. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 29. Februar 2012 wird ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. Im Rahmen des europaweiten Ausschreibungsprozesses zur Veräußerung von Geschäftsanteilen der perdata wurden 20 Betriebsleistungsverträge mit einem Auftragswert von Mio. EUR 50 mit verbundenen Unternehmen der LVV-Gruppe verhandelt. Diese werden nach Abschluss des Ausschreibungsprozesses im Jahre 2012, rückwirkend zum 1. Januar 2012 wirksam. Die Leistungserbringung und somit die Umsatzwirksamkeit dieser Verträge reicht bis 2015, teilweise bis zum Jahre 2019. Risikomanagement Auf der Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) betreibt die Gesellschaft seit mehreren Jahren ein systematisches Risikomanagement. Mit dem Risikomanagementsystem verbindet perdata folgende Ziele und Aufgaben: · Identifikation wesentlicher Risiken · Beobachtung, Bewertung und Dokumentation der Risiken · Informations- und Warnsystem zur Entscheidungsunterstützung · Einleitung zielgerichteter Steuerungsmaßnahmen · Unterstützung des Risikobewusstseins bei den Mitarbeitern. Das Risikomanagementsystem stellt ein wichtiges Steuerungsinstrument im Unternehmen dar und ist mit dem Risikomanagementsystem des Gesellschafters vernetzt. Im Jahr 2011 fand eine turnusmäßige Überprüfung und Überarbeitung des perdata-Risikoportfolios statt. Im perdata-Risikohandbuch sind die Ziele und Prozesse des Risikomanagements sowie das aktuelle Risikoportfolio im Unternehmen dokumentiert. Gleichzeitig werden Vollständigkeit, Aktualität und Wirtschaftlichkeit als grundlegende Prämissen des Risikomanagementsystems im Risikohandbuch festgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 waren keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Organisation und Personalentwicklung Der Hauptsitz des Unternehmens in Leipzig bildet den Mittelpunkt bei der Leistungserbringung und der optimalen Nutzung von Skaleneffekten. Zur Sicherstellung zeitlich begrenzter Vor-Ort-Präsenz, zum Beispiel im Rahmen von Kundenprojekten, richtet perdata bei Bedarf Projektbüros in direkter Kundennähe ein. Die im Vorjahr erarbeitete Unternehmensstrategie wurde im Jahr 2011 konsequent umgesetzt. Kernthemen waren die Entwicklung und Markteinführung der skalierbaren Produktlinien ASPertise und your.CLOUD sowie der weitere Ausbau der Kundenbasis in der Versorgerbranche. Besondere Aufmerksamkeit richtete perdata auf die nachhaltige Personalgewinnung und -entwicklung, um den Fachkräftebedarf mittel- und langfristig abzudecken. So wurde beispielsweise das Ausbildungsangebot um Bachelorstudiengänge erweitert, um die Entwicklung von Nachwuchskräften zu fördern. In enger Zusammenarbeit mit Leistungspartnern konnte die Ressourcenverfügbarkeit weiter gesteigert werden. Hohe Qualitätsstandards und breite fachliche Kompetenzen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wesentliche Erfolgsfaktoren für perdata. Daher ist es eines der wichtigsten Ziele des Personalmanagements die Fähigkeiten der Mitarbeiter konsequent weiterzuentwickeln. Dazu gehören gezielte individuelle Weiterbildungen, ein Mentorenprogramm, die optimale Potenzialerkennung und -förderung wie auch teambildende Aktivitäten zur Stärkung der Zusammenarbeit. Im Jahr 2011 investierte perdata mehr als TEUR 300 in die persönliche und fachliche Weiterentwicklung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der SAP-Zertifizierung der Mitarbeiter. Um den Bedarf an Fach- und Führungskräften im Kontext des demografischen Wandels auch zukünftig decken zu können, bietet perdata differenzierte Beschäftigungs- und Vergütungsmodelle an, die die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bewerber berücksichtigen. Gleichzeitig wird der Mitarbeiterbindung eine hohe Bedeutung beigemessen, die zum Beispiel durch individualisierte Personalmaßnahmen, eine langfristige Laufbahnplanung und ein attraktives Arbeitsumfeld gestärkt wird. Darüber hinaus fördert perdata durch flexible Arbeitszeitmodelle und attraktive Sozialleistungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und unterstützt das soziale und sportliche Engagement der Mitarbeiter. Die steigende Nachfrage nach IT-Fachspezialisten deckt das Unternehmen unter anderem durch verstärkte Hochschulaktivitäten und -kooperationen, durch erweiterte eigene Ausbildungskonzepte sowie durch die bewusste Positionierung von perdata als attraktiven IT-Arbeitgeber in der Region Mitteldeutschland. perdata baute ihre Ausbildungsaktivitäten im Jahr 2011 weiter aus. In einem technisch und einem kaufmännisch ausgerichteten IT-Beruf werden gegenwärtig insgesamt fünf eigene Auszubildende sowie drei Studierende in unterschiedlichen Dualen Studiengängen ausgebildet. Die Mitarbeiterzahl stieg vor dem Hintergrund des erreichten Geschäftswachstums abermals an, wobei hauptsächlich SAP-Berater neu eingestellt wurden. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr inklusive Auszubildender 171 Mitarbeiter (Vj.: 153) bei perdata beschäftigt. Ausblick sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Bei den Zielkunden in der Versorgungswirtschaft und im öffentlichen Bereich legt perdata einen Schwerpunkt auf das Betriebs- und Betreuungsgeschäft und wird ihre Marktposition und das Auftragsvolumen schrittweise weiter ausbauen. Die dynamischen Anforderungen des Marktes und die Vorgaben der Bundesnetzagentur an die Versorgungsunternehmen bieten weiterhin gute Chancen für die Platzierung der auf effizienten IT-Betrieb fokussierten Kernleistungen des Unternehmens bei den Kunden. Aufbauend auf den im Jahr 2011 entwickelten und im Markt eingeführten Produktlinien ASPertise und yourCLOUD wird eine Verbreiterung der Kundenbasis in den Zielmärkten erfolgen. Dabei stehen Unternehmen aus dem Netzbereich, dem Energievertrieb sowie im Shared Service-Umfeld im Mittelpunkt. perdata verfügt mit ASPertise.SALES und ASPertise.NET über passgenaue Lösungen für die aktuellen Marktanforderungen der Versorgerbranche. Insbesondere die Kombination einer effizienten Unterstützung der energiewirtschaftlichen Prozesse mit hoch verfügbarer IT-Infrastruktur gilt als Erfolgsfaktor für die weitere Entwicklung. Innerhalb des LVV-Konzerns unterstützt perdata aktiv bei der Gestaltung leistungsfähiger und kostengünstiger IT-Lösungen. Einen Schwerpunkt der Projektarbeit in 2012 bildet der erfolgreiche Abschluss des mehrjährigen Projektes zur Optimierung der komplexen IT-Landschaft. Hohe Aufmerksamkeit liegt zusätzlich auf der Erzielung von Synergieeffekten mit der LVV. In Kooperation mit der LAS ist beabsichtigt, die ASPertise-Lösung von perdata, ergänzt um Dienstleistungen für Energieversorger, zu vermarkten. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus der Integration von perdata in die arvato-Gruppe im Zuge des beschlossenen Gesellschafterwechsels. Dies betrifft die Ergänzung des Dienstleistungs- und Kundenportfolios sowie die Ausweitung der regionalen Fokussierung auf Österreich und die Schweiz. Die im Rahmen des Ausschreibungsprozesses zur Veräußerung von Geschäftsanteilen der perdata verhandelten langfristigen Betriebsverträge mit Unternehmen der LVV-Gruppe bilden ein wirtschaftlich solides Fundament für den weiteren Ausbau der IT-Betriebsleistungen. Auch für den Bereich der öffentlichen Unternehmen steht mit der Lösung ASPertise.CORE eine effiziente Lösung für die kaufmännischen Prozesse zur Verfügung. Auf der Grundlage der umfassenden perdata-Kompetenzen im SAP-Betrieb werden sowohl die SAP-Beratung und Einführung von SAP-Lösungen im kaufmännischen und logistischen Umfeld als auch der weitere Ausbau der Kundenbasis für SAP-Betriebsleistungen vorangetrieben. Mit hochmotivierten Mitarbeitern und durch die Nutzung modernster Technologien wird das perdata-Rechenzentrum auch zukünftig einen hohen Standardisierungsgrad und die erforderliche Flexibilität gewährleisten. Dabei können Kunden im Server-, Netz- und Storageumfeld zwischen verschiedenen Anforderungs- und Leistungsklassen wechseln und auf geänderte Bedürfnisse sehr kurzfristig reagieren. Die Nutzung von "shared"- oder "private"-Ressourcen eröffnet den Kunden weitere Alternativen zur Beeinflussung ihrer Betriebskosten. Im Beratungsgeschäft gelten fundierte Kenntnisse versorgerspezifischer Geschäftsprozesse, herstellerübergreifende Produktkompetenzen und die Erfahrungen aus zahlreichen realisierten Kundenprojekten als wesentliche Erfolgsfaktoren. Angesichts großer Projektaufträge im Jahr 2012 widmet perdata der Sicherstellung einer ausreichenden Ressourcenverfügbarkeit für das Beratungsgeschäft besondere Aufmerksamkeit. Das Unternehmen wird eigene Beratungskapazitäten in den Kernkompetenzen nachhaltig erweitern und die Zusammenarbeit mit zuverlässigen Partnerunternehmen verstärken. In Ergänzung des Projektgeschäftes werden auch die Beratung und Betreuung im Rahmen des Applikationsmanagements weiter entwickelt und ausgebaut. perdata engagiert sich seit Jahren für die Ausbildung künftiger Fachkräfte sowohl im eigenen Haus als auch bei den Bildungsträgern der Region. Daher wird das Unternehmen auch künftig in verschiedenen Ausbildungsrichtungen berufliche Perspektiven für Jugendliche schaffen. Um diesen Einsatz in den kommenden Jahren noch weiter zu intensivieren, verstärkt perdata die Kooperationen mit verschiedenen sächsischen Hochschulen. Daneben werden wie bisher gemeinnützige Vereine sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen vor allem in Form von Hardware-Patenschaften sowie durch den persönlichen Einsatz der perdata-Mitarbeiter unterstützt. Für die Jahre 2012 und 2013 erwartet perdata eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen strebt in den nächsten Jahren auf wirtschaftlich solider Grundlage ein kontinuierliches Geschäftswachstum bei marktorientierter Rentabilität an.
Leipzig, den 10. Februar 2012 Dr. Percy Dahm, Geschäftsführer Thomas Nautsch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 20111. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ab dem Geschäftsjahr 2002 gilt der Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Leipzig GmbH (SW Leipzig) vom 15. November 2002. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen pro rata temporis bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen vorgenommen worden. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und unter Berücksichtigung steuerrechtlich zulässiger Höchstsätze. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis EUR 410,00 werden in das Anlagevermögen übernommen und im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter i. S. d. § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten bis EUR 150,00) werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Leistungserbringung veranlasst ist, einbezogen. Die verlustfreie Bewertung wurde gewährleistet. Bei längerfristigen Aufträgen werden für abgrenzbare Teilleistungen Umsatzrealisierungen vorgenommen. Die Umsätze werden maximal in Höhe der entstandenen Kosten realisiert, da etwaige Gewinne aus Teilfaktura im Wege der Rückstellungsbildung und -auflösung erst im Zeitpunkt der Fertigstellung ausgewiesen werden. Die verlustfreie Bewertung der Aufträge ist gewährleistet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Stichtag bilanziert, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Anwendung des pauschalen von der Deutschen Bundesbank gemäß den Vorschriften der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Bundesbank (RückAbzinsV) ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (5,14 %), passiviert worden. Den Berechnungen der Rückstellungen für Pensionen liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Bei den Pensionsrückstellungen wurden entsprechend dem der Rückstellung zugrundeliegenden Regelungen des Tarifvertrags kein Gehalts- bzw. Rententrend berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde entsprechend den der Rückstellung zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen keine Kostensteigerung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2011 entsprechend der Restlaufzeit 4,24 %. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Unter diesen Posten ist die Software mit zugehörigen Lizenzen ausgewiesen. Sachanlagen Hierunter sind die DV-Anlagen und die Büroausstattung erfasst. Umlaufvermögen Vorräte Unter den Vorräten sind als unfertige Leistungen Abrechnungen der Subauftragnehmer für laufende Aufträge erfasst, die noch nicht an Kunden weiter berechnet sind. Ferner sind hier angearbeitete Aufträge der perdata zu den Herstellungskosten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.194), aus Cash Pool-Bestand (TEUR 4.494) sowie aus Steuern (TEUR 178). In den übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Ansprüche aus berechneten Leistungen enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern (TEUR 37, Vj.: TEUR 12) enthalten, bei denen es sich um antizipative Posten handelt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.500 (Vj.: TEUR 2.500). Sämtliche Anteile werden von der SW Leipzig gehalten. Die Einlagen wurden voll erbracht. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ergibt sich aus dem Saldo von Aktiva- und Passiva-Übernahme aus der Verschmelzung der LIVE auf die perdata im Geschäftsjahr 2002. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.870; Vj.: TEUR 1.837), für drohende Verluste und fehlende Kosten (TEUR 1.533; Vj.: TEUR 1.436), für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 744; Vj.: TEUR 668), für mietvertragliche Verpflichtungen (TEUR 140; Vj.: TEUR 113), für Schadenersatz und Rechtsstreitigkeiten (TEUR 58; Vj.: TEUR 174) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 270; Vj.: TEUR 335). Verbindlichkeiten
1) In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen (TEUR 1.875) enthalten, von denen TEUR 833 entsprechend den Darlehensverträgen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 1.042 eine Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren aufweisen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Februar 2012 hat die Gesellschafterin eine andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage mit Wirkung zum 29. Februar 2012 beschlossen, die durch Verrechnung mit den Gesellschafterdarlehen erbracht werden wird. Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter SW Leipzig sind Verbindlichkeiten für ein Darlehen (TEUR 1.875; Vj.: TEUR 833), die Ergebnisabführung entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag (TEUR 2.710; Vj.: TEUR 2.845) sowie Lieferungen und Leistungen (TEUR 8; Vj.: TEUR 10) erfasst. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 207; Vj.: TEUR 81). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus laufenden Verträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.677 (Vj.: TEUR 4.822), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.429 (Vj.: TEUR 2.492). Der Anteil kurzfristiger Verpflichtungen beträgt TEUR 1.056 (Vj.: TEUR 1.408). Das Bestellobligo beträgt TEUR 3.126 (Vj.: TEUR 6.199), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 200 (Vj.: TEUR 611). Mit einem verbundenen Unternehmen sind Leasingverträge abgeschlossen, die von ihrem wirtschaftlichen Inhalt her als Operating-Lease-Verträge zu qualifizieren sind, sodass der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Die Leasingzahlungen aus Operating- Lease- Verträgen betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 93. Die Operating-Lease-Verträge für Kraftfahrzeuge haben Laufzeiten zwischen 3 und 4,5 Jahren. Die Verträge enden in der Regel automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit. Zum Teil bestehen Mietverlängerungsoptionen für diese Kraftfahrzeuge. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen bis zum Laufzeitende belaufen sich auf insgesamt TEUR 343. Das Leasinggeschäft dient der mittel- und langfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Ein weiterer Vorteil besteht in dem flexiblen Austausch von Kraftfahrzeugen bei Ausfall innerhalb der Vertragsbindung. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit. perdata hat sich im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zur Leistung von Beiträgen zur Direktversicherung für die Mitarbeiter verpflichtet. Im Geschäftsjahr 2011 betrug der Aufwand daraus TEUR 75. Die Betriebsvereinbarung kann mit einer Frist von drei Kalendermonaten jeweils zum 30. September bzw. 31. März gekündigt werden, wobei die bestehende Betriebsvereinbarung bis zum Abschluss einer neuen Vereinbarung nachwirkt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen von TEUR 27.475 (Vj.: TEUR 22.313) sind Erlöse mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 19.872 (Vj.: TEUR 16.164) enthalten. Davon entfallen auf den Gesellschafter SW Leipzig TEUR 11.333 (Vj.: TEUR 9.107). Von den Umsatzerlösen entfielen TEUR 15.210 (Vj.: TEUR 15.032) auf den Betrieb von Anwendungen und Infrastrukturen der Informationstechnologie und TEUR 12.265 (Vj.: TEUR 7.281) auf das Projektgeschäft. Materialaufwand
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren erfassen den Aufwand für Ersatz- und Verschleißteile der DV-Anlagen. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Fremdleistungen für Betrieb und Wartung der DV-Anlagen erfasst. Personalaufwand
Abschreibungen Bei den Abschreibungen (TEUR 2.366) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. Im Vorjahr (TEUR 1.953) entfielen davon TEUR 21 auf außerplanmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten für Immobilien und Mobilien (TEUR 934; Vj.: TEUR 969), sonstige Fremdleistungen (TEUR 900; Vj.: TEUR 1.274), Datenleitungs- und Anschlussgebühren (TEUR 608; Vj.: TEUR 572), Berufsaus- und Weiterbildung (TEUR 261; Vj.: TEUR 216), Jahresabschluss- und Beraterleistungen (TEUR 128; Vj.: TEUR 97) sowie Versicherungsprämien (TEUR 34; Vj.: TEUR 58). Zinsergebnis
Das periodenfremde Ergebnis beträgt TEUR 856 (Vj.: TEUR 1.151) und beinhaltet Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 842; Vj.: TEUR 1.122), Erträge aus Abgang Anlagevermögen (TEUR 28; Vj.: TEUR 23) und sonstige Erträge (TEUR 5; Vj.: TEUR 18) sowie Aufwendungen für Zinsen (TEUR 0; Vj.: TEUR 6) und Verluste aus Abgang Anlagevermögen (TEUR 19; Vj.: TEUR 6). 5. Sonstige Angaben a) Das Unternehmen wird in den Teilkonzernabschluss der Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig, und in den Konzernabschluss der LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Leipzig, einbezogen. Der Konzernabschluss der LVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. b) Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der LVV enthalten sein werden.
d) Geschäftsführung: · Dr. rer. nat. Dipl. Physiker Percy Dahm · Dipl. Volkswirt Thomas Nautsch Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Leipzig, den 10. Februar 2012 Dr. Percy Dahm, Geschäftsführer Thomas Nautsch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der perdata Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der perdata Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH, Leipzig, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 10. Februar 2012 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Drüppel, Wirtschaftsprüfer gez. Schrader, Wirtschaftsprüfer |
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