Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 5271
Vorher
GESIKA Büromöbelwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
22.6.1962
Branche
Herstellung von BüromöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Möbeln, vornehmlich von Büromöbeln und Büromöbelkomponenten sowie artverwandter Produkte, der Handel mit fremdbezogenen Artikeln dieser Branche sowie Produkten der Bürotechnik und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, die mit dem genannten Unternehmensgegenstand verbunden oder ihm zu dienen geeignet sind. 2. Die Gellschaft kann alle Geschäfte vornehmen, die geeignet sind, den in Absatz 1. umschriebenen Gesellschaftszweck zu fördern. Sie kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Sie kann ferner sich an Unternehmen der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie beteiligen und ist insbesondere berechtigt, als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung und Vertretung solcher Unternehmen zu übernehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Cornel Marcus Spohn
seit 7.10.2025
Geschäftsführer
Daniel Werhahn
seit 20.4.2018
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sedus Systems GmbH

Geseke

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Lagebericht

1. Struktur, Geschäftsmodell und Marktumfeld

Die Sedus Systems GmbH ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Sedus Stoll AG, einem der führenden europäischen Anbieter für moderne Büroeinrichtungen und Kommunikationsmöbel. Die Sedus Systems GmbH stellt Büroeinrichtungen mit einem umfangreichen Produktportfolio her, bestehend aus Büro-, Konferenz- und Objektmöbeln.

Die Fertigung der Produkte erfolgt am Sitz der Gesellschaft in Geseke. Vertrieben werden die Produkte unter der Marke Sedus direkt über das Mutterunternehmen in Deutschland, über acht europäische Tochtergesellschaften und im Direktexport mittels der über 50 Vertretungen weltweit.

Die Sedus Systems GmbH versteht sich, ebenso wie die Sedus Stoll AG als ein Traditionsunternehmen, das in seiner über 50-jährigen Firmengeschichte immer wieder Maßstäbe gesetzt hat. Design, "Made in Germany", wegweisende ergonomische Konzepte zum Wohle des modernen Wissensarbeiters und ökologische Verantwortung für die nächsten Generationen sind die Triebfelder für das Geschäftsmodell. Sedus steht für eine produktive Wohlfühlkultur in den Büros der Kunden. Von Menschen für Menschen, die einen hohen Leistungsanspruch haben und etwas bewegen wollen. Konzeptionelle Gesamteinrichtungen, welche den Menschen in der täglichen Arbeit motivieren und fördern, stehen für Sedus im Mittelpunkt.

Die Leistungen der Marke Sedus werden weltweit über kompetente Büroeinrichtungshäuser vertrieben, international tätige Großkunden werden durch Sedus direkt betreut.

2. Wertorientierte Konzernsteuerung

Die wertorientierte Steuerung des Gesamtunternehmens erfolgt auf Basis des absoluten Wertbeitrages ( Economic Value Added), der sich aus der Differenz des ermittelten ROI ( Return Of Investment) und den entsprechenden Kapitalkosten WACC ( Weighted Average Cost of Capital), multipliziert mit dem gebundenen verzinslichen Kapital, ergibt. Für die kurzfristige operative Steuerung werden insbesondere die hierin einfließenden Kennzahlen wie Umsatz, EBIT und ROCE herangezogen. Jahresüberschuss und Eigenkapitalrendite bilden die Bilanz- und GuV-orientierten Steuerungsgrößen.

Für die Sedus Stoll Gruppe und damit auch die Sedus Systems GmbH als produzierendes Unternehmen stellen der Auftragseingang sowie die Umsatzerlöse elementare Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts dar. Um die Geschäftsentwicklung zeitnah beurteilen zu können, werden beide täglich kommuniziert und untersucht. Darüber hinaus erfolgt auf monatlicher Basis ein detaillierter Vergleich zwischen geplanten und realisierten Kosten und anderen ergebnisbeeinflussenden Größen. Auf Basis der Kennzahlen EBIT und Jahresüberschuss wird die Erreichung der geplanten Ergebnisse laufend verfolgt.

Der Steuerung der Finanz- und Vermögenslage dienen neben Kennzahlen über die Entwicklung der verschiedenen Kapitalbindungspositionen wie Vorräte, Forderungen und der Investitionen die Instrumente des Finanzmanagements, um den Liquiditätsbedarf der Gruppengesellschaften nicht nur kostengünstig sondern auch nachhaltig zu decken.

Zur Sicherstellung einer zeitnahen Kontrolle der Zielerreichung wird ein gruppenweit über alle Geschäftseinheiten einheitlich angewandtes Berichtssystem eingesetzt.

3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach zwei Jahren mit nur sehr verhaltenen Zuwächsen ist das Bruttoinlandsprodukt 2014 in Deutschland erstmals wieder mit 1,6% nennenswert gestiegen. Die wesentlichen Wachstumsimpulse ergaben sich aus einer um 3,9% erhöhten Auslandsnachfrage im Zuge der Konjunkturerholung im Euroraum und in anderen wichtigen Industrie- und Schwellenländern, insbesondere zu Beginn des Jahres 2014. Weiterer wesentlicher Wachstumstreiber war der private Konsum als Folge der günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus, hoher Lohnzuwächse und einer niedrigen Inflationsrate.

Bemerkenswert ist hierbei allerdings die hohe Dynamik der Konjunkturentwicklung im Jahresverlauf. Während sich zum Jahresende 2013 und im 1. Quartal 2014 eine erhebliche konjunkturelle Beschleunigung zeigte, kam es im weiteren Verlauf des Jahres nur zu einer sehr verhaltenen Seitwärtsbewegung des Konjunkturverlaufes mit einer leichten Belebung zum Jahresende.

Die Ausrüstungsinvestitionen wiesen nach zwei rückläufigen Jahren in 2014 erstmals wieder einen Zuwachs von 4,3% auf und trugen damit zur positiven Entwicklung des BIP bei. Auch hier zeigte sich die Dynamik in der unterjährigen Entwicklung mit entsprechender Auswirkung auf den Büromöbelmarkt.

Die Entwicklung dieser Eckdaten zeigt die folgende Grafik:

Der Euroraum konnte in 2014 die über mehr als zwei Jahre andauernde rezessive Phase überwinden und insgesamt einen BIP-Zuwachs von 0,9% verzeichnen. Hierzu haben alle wirtschaftlich bedeutenden Länder der Eurozone einen positiven Beitrag geleistet, wenngleich Italien und Frankreich immer noch eine nicht zufriedenstellende BIP-Entwicklung aufweisen. Der BIP-Rückgang des Jahres 2009 ist damit allerdings bei weitem noch nicht aufgeholt. Die Euroländer sind trotz relativer Verbesserungen der BIP-Entwicklungen in einigen Ländern immer noch von einer übergreifenden Wachstumsschwäche gekennzeichnet, die sich insbesondere auch in einem niedrigen Investitionsniveau widerspiegelt.

Demgegenüber hebt sich die Konjunkturentwicklung der britischen Wirtschaft mit einer Zuwachsrate von 2,6% deutlich positiv von der in den übrigen europäischen Ländern ab. Auch die Schweiz konnte trotz der Belastung ihrer Exportwirtschaft durch den starken Franken ein Konjunkturwachstum von 1,8% verzeichnen.

4. Entwicklung des Büromöbelmarktes

Die Verbesserung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatte entsprechend positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Büromöbelmarktes.

Nach einer zweijährigen Schwächephase mit zum Teil deutlichen Rückgängen konnte die deutsche Büromöbelindustrie 2014 einen Trendumschwung verzeichnen. Die Marktvolumina für Büromöbel und Bürositzmöbel sind gemäß BSO (Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel) sowohl in der Auftragseingangs- wie auch in der Umsatzbetrachtung gestiegen.

Der Zuwachs des Gesamtmarktes im Auftragseingang im In- und Ausland belief sich auf 5,6% (Vorjahr: -2,9%). Hierbei hat sich das Marktvolumen für Büromöbel mit +6,9% (Vorjahr: -1,3%) wie bereits im Vorjahr positiver entwickelt als das der Bürositzmöbel mit +4,3% (Vorjahr: -4,4%).

Die Marktvolumensveränderungen im Zeitablauf zeigt die folgende Grafik:

Sowohl bei Bürositzmöbeln als auch bei Büromöbeln sind die Auftragseingänge aus dem Ausland stärker gestiegen als die aus dem Inland. Die Veränderungen im Einzelnen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Veränderung des Büromöbelmarktes in 2014 (lt. BSO)

  Auftragseingang
Veränderung zum Vorjahr in % (Vorjahreswerte in Klammern) Inland Ausland
Bürositzmöbel +3,8 (-6,6) +5,1 (-1,0)
Büromöbel +5,4 (-1,8) +12,4 (+0,7)

Der Büromöbelmarkt hat sich im Jahresverlauf 2014 uneinheitlich entwickelt: Einem starken ersten Quartal folgten zwei schwache um die Jahresmitte. Im vierten Quartal zog der Auftragseingang wiederum spürbar an.

Eine daraus folgende Erhöhung der Auftragsbestände der Branche zum Jahresende liegt darin begründet.

5. Ertragslage

Bei einer Umsatzreduzierung von -1,8 MioEUR (-4,3%) weist die Sedus Systems GmbH einen Jahresüberschuss von 1,9 MioEUR aus (Vorjahr 2,2 MioEUR).

Unter Berücksichtigung eines Bestandsaufbaus an Fertigerzeugnissen von 0,1 MioEUR (Vorjahr -0,7 MioEUR) ergibt sich eine im Vergleich zum Vorjahr um -1,0 MioEUR geringere Gesamtleistung von 40,1 MioEUR (Vorjahr 41,1 MioEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzieren sich von 0,4 MioEUR auf 0,2 MioEUR. Dies resultiert maßgeblich aus im Vorjahr von Dritten erhaltenen Schadensersatzleistungen in Höhe von 0,1 MioEUR. Darüber hinaus enthält diese Position Erträge aus Vorjahren und aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 0,1 MioEUR (Vorjahr 0,1 MioEUR).

Der Materialaufwandverringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um -0,9 MioEUR (-4,1%) auf 19,7 MioEUR. Die Rohertragsmarge verbesserte sich vor dem Hintergrund verbesserter Einkaufskonditionen und eines veränderten Sortiments von 50,0% auf 50,9%.

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich in 2014 um +1,4%-Punkte von 27,2% auf 28,6%. Die Gründe hierfür liegen zum einen in den für 2014 umgesetzten Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie in der gewährten Sonderzahlung für 2014. Zum anderen ergab sich eine leichte Verschiebung des Produktmixes zu lohnintensiveren Produkten.

Der Abschreibungsaufwand reduzierte sich aufgrund des geringeren Investitionsvolumens in 2014 um -0,2 MioEUR auf 1,6 MioEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um -0,2 MioEUR (-4,6%) reduziert werden. Schwerpunktmäßig ist dies auf eine geringere Inanspruchnahme von Aushilfslöhnen (-0,2 MioEUR zurückzuführen.

Das Finanzergebnis erreicht mit 0,2 MioEUR fast das Vorjahresniveau von 0,3 MioEUR und beinhaltet im Wesentlichen Zinsen auf langfristige Kredite zur Investitionsfinanzierung.

6. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um -3,5 MioEUR auf 20,0 MioEUR verringert. Dieser Rückgang entfällt mit -0,9 MioEUR auf ein geringeres Anlagevermögen und mit -2,5 MioEUR auf eine stichtagsbedingte Reduzierung des Umlaufvermögens.

Ein in 2014 vergleichsweise geringes Investitionsvolumen führte zu einem Rückgang des Sachanlagevermögens. Durch die starke Reduzierung der Bilanzsumme hat sich gleichwohl die Anlagenquote von 52,3% auf 56,7% erhöht. Das Anlagevermögen ist zu 92,2 % durch Eigenkapital finanziert (Vorjahr 100,0%).

Die Vorräte werden um +0,4 MioEUR (+20,6%) höher als im Vorjahr ausgewiesen und entwickelten sich damit gegenläufig zum Umsatzrückgang von -4,3%. Dies resultiert aus einer stichtagsbezogenen Erhöhung der Vorräte zum 31. Dezember 2014 zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit im Zusammenhang mit Projektaufträgen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um insgesamt -3,0 MioEUR. Dabei reduzierten sich die Forderungen gegen die Gesellschafterin um -2,7 MioEUR, begründet durch die vorgenommene Ausschüttung von 5,0 MioEUR. Im Einzelnen werden hierbei im Vorjahresvergleich die Darlehensforderungen um -1,5 MioEUR sowie die Cashpool-Forderungen um -1,3 MioEUR niedriger ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen veränderten sich im Vorjahresvergleich um -0,3 MioEUR, wesentlich durch geringere Lieferungs- und Leistungsforderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen separat auszuweisende debitorische Kreditoren.

Der Zahlungsmittelbestand erhöhte sich stichtagsbedingt um +0,1 MioEUR auf 0,2 MioEUR.

Das Eigenkapital reduzierte sich durch eine Gewinnausschüttung von 5,0 MioEUR saldiert mit dem Jahresüberschuss 2014 um -3,1 MioEUR auf 10,5 MioEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 52,3% (Vorjahr 57,6%).

Die Erhöhung der Rückstellungen um +1,0 MioEUR resultiert maßgeblich aus um +0,6 MioEUR höheren Ertragssteuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2014. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um +0,3 MioEUR bzw. +0,2 MioEUR.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt -1,5 MioEUR. Hintergrund sind ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-0,3 MioEUR) infolge planmäßiger Darlehenstilgungen sowie stichtagsbedingt niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-1,1 MioEUR).

7. Investitionen

Bei der Sedus Systems GmbH reduzierte sich das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,1 MioEUR auf 0,7 MioEUR.

Nachdem die gesamte Fertigung erfolgreich auf eine kundenauftragsbezogene Produktion umgestellt wurde, lagen in 2014 die Investitionsschwerpunkte im Bereich der Ersatzbeschaffungen, in der Verbesserung von logistischen Abläufen sowie in der Umsetzung umweltrelevanter Themen, wie z.B. der Reduzierung der Stromverbräuche.

8. Qualitätsmanagement

Die Qualitätsleistungen der Sedus Systems GmbH befinden sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Strukturen, Prozesse und Führungsinstrumente sind klar und zielgerichtet. Es finden ständig Aktivitäten und Programme zur Qualitätsverbesserung statt. In diese Programme sind vor allem Entwicklung, Einkauf und Produktion einbezogen, darüber hinaus sind ebenfalls unsere Lieferanten aktiv in diesen Prozess integriert.

Die Reklamationsquote konnte dadurch um weitere 0,3%-Punkte reduziert werden. Das Ziel ist die ständige Erhöhung der Kundenzufriedenheit in Bezug auf die Unternehmensleistungen.

9. Umweltmanagement

Das externe Wiederholaudit zum Energie- und Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN ISO 50001 (Energiemanagement) fand im Geschäftsjahr 2014 im Werk der Sedus Systems GmbH in Geseke statt. Im Rahmen des Verfahrens wurde der Nachweis erbracht, dass ein funktionierendes Umweltmanagementsystem gemäß den Anforderungen der Verordnung (EG) 1221/2009 (EMAS III) implementiert wurde und unverändert aufrechterhält wird.

Umwelteffiziente Prozesse tragen maßgeblich dazu bei, die Kosten für Energie, Materialien, Emissionen und für die Abfälle zu verringern. In der Sedus Systems GmbH sind die Strukturen, Zielsetzungen und Ressourcen vorhanden, um die Mitarbeiter in der ständigen Verbesserung der ökologischen Effizienz zu unterstützen. So werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch die Umweltleistungen verbessert.

Im Bereich der Energieeffizienz sind deutliche Verbesserungen erreicht worden. Zur Verbesserung des Energiemanagements wurde u.a. ein Datenerfassungssystem zur Analyse der Stromverbräuche in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf ist in 2014 gegenüber 2013 um -7,6% auf 9.333 MWh gesunken. Die größte Einsparung ergab sich beim Stromverbrauch. Dieser wurde um -11,6% auf 2.542 MWh reduziert. Das Abfallaufkommen konnte im Berichtsjahr um weitere -18,5% von 884 t auf 720 t gesenkt werden, was in erster Linie auf einen weiterhin stark reduzierten Restholzanteil, verursacht durch eine anlagenbedingte Optimierung des Verschnittsatzes, zurückzuführen ist. Die Verwertungsquote beträgt konstant 100%. Die CO2-Emissionen, bezogen auf den Energieverbrauch der verwendeten Energieträger, konnten in 2014 um -7,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 4.457 t/a reduziert werden.

10. Nachhaltigkeitsmanagement

Sedus setzt weiterhin auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen langfristig wirtschaftlichem Erfolg, bei dem auch Ökoeffizienz eine wichtige Rolle spielt, dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und der sozialen Verantwortung, zu der auch attraktive Arbeitsplätze in einem ansprechendem Umfeld zählen. Wir wollen unsere Anspruchsgruppen, zu denen wir neben den Gesellschaftern die Kunden, die Mitarbeiter, die Nachbarn, die Gesellschaft, den Staat, die Lieferanten und auch die Mitbewerber zählen, kennen und ihren Ansprüchen über die rechtlichen Verpflichtungen hinaus nachkommen.

Dazu entwickeln und nutzen wir Strukturen, Vorgehensweisen und Instrumente, zu denen auch der weltweit anerkannte Berichtsrahmen nach dem Standard der Global Reporting Initiative zur Nachhaltigkeit gehört.

11. Entwicklung neuer Produkte und Designpreise

Die Entwicklungsaktivitäten 2014 waren geprägt durch die Markteinführung neuer Produkte und Produktergänzungen, der Präsentationen der Neuheiten auf der Orgatec 2014 in Köln und der Sicherstellung deren kurzfristiger Lieferfähigkeit. Hierbei handelte es sich um umfangreiche Produktfamilien und Programme für die ganzheitliche Büroeinrichtung.

Der Vorteil der Serie Hochcontainer Plus liegt in der Bereitstellung eines direkten, persönlichen und funktionalen Stauraumes am Arbeitsplatz. Die großvolumigen Auszüge bieten neben der Abschirmung auch einen Kommunikationspunkt, der im Stehen genutzt werden kann. Die Hochcontainer werden mit unterschiedlichen Einrichtungen angeboten und lassen sich mit vielfältigem Zubehör ausstatten.

Die Kombination des Tischsystems temptation four mit dem modularen Stauraumsystem terri tory erzeugt eine Vielfalt an Möglichkeiten für individuell gestaltete Räume. Die Produkterweiterung umfasst Einzel- und Doppelarbeitsplätze bis hin zu größeren Teamarbeitsplätzen mit integrierten Stauraumlösungen.

Mit dem Tischprogramm Sedus up wurde eine weitere Serie elektromotorisch höhenverstellbarer Arbeitstische entwickelt und eingeführt. Der ergonomische Sitz-/ Stehbereich von 650 - 1250 mm in der Höhenverstellung bietet Bewegung per Knopfdruck. Eine entsprechende Ausstattung und das Zubehör ergänzen die Produktfamilie.

Mit dem neuen Arbeitstischprogramm " get together" können je nach Anforderung Gruppen- und Teamarbeitsplätze unterschiedlicher Art geplant und umgesetzt werden. Das systemische Konzept, die intelligente Struktur, die durchdachten Details und das entsprechende Zubehör bieten eine Vielzahl von bedarfsorientierten Ausbaustufen. Abschirmungs- und Organisationselemente und die benutzerfreundliche Integration von Daten- und Stromkabeln orientieren sich an den heutigen Anforderungen der Nutzer. Bei der Entwicklung wurde vor allem Wert darauf gelegt, dass sich "get together" einfach planen sowie schnell auf- und umbauen lässt.

12. Mitarbeiter und Ausbildung

Der Erfolg eines Unternehmens hängt maßgeblich von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern ab, die sich für das Unternehmen und seine Kunden einsetzen. Deshalb stehen die Mitarbeiter seit Gründung des Unternehmens im Mittelpunkt.

Im Zuge des Gesundheitsmanagements wurde - neben der jährlichen Grippeschutzimpfung - erstmals den Mitarbeitern der Sedus Systems GmbH eine kostenfreie Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung angeboten.

Die betriebliche Betreuung wird seit Mai 2014 durch das Zentrum für Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit (ZAmAs) aus Paderborn geleistet. In diesem Zuge wurde die direkte betriebliche Betreuung intensiviert.

Jungen Menschen die Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung zu bieten, um dem zukünftigen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, motiviert die Sedus Systems GmbH, auch zukünftig auszubilden. Ende 2014 beschäftigte die Sedus Systems GmbH 15 Auszubildende. Dabei haben 3 Auszubildende im Jahr 2014 ihre Ausbildung abgeschlossen und 5 neue Auszubildende ihre Ausbildung aufgenommen.

Die berufliche Weiterentwicklung ist eine Investition in die Zukunft eines jeden Mitarbeiters. Die Gesellschaft ermöglicht den Beschäftigten unterschiedliche Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen. Das Angebot umfasst Programme zur persönlichen Fortbildung und zur Kompetenzentwicklung. Hierzu gehören Sprach- und IT-Kurse sowie spezielle Qualifizierungen, die auf den konkreten Bedarf einzelner Fachbereiche oder Mitarbeiter abgestimmt sind.

Durch altersbedingte Austritte und das Einstellen von jüngeren Mitarbeitern konnte das Durchschnittsalter der Belegschaft konstant auf 44,4 Jahren gehalten werden. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist damit leicht auf 15,4 Jahre gesunken.

Das ständige Verbessern in kleinen Schritten durch alle Mitarbeiter ist auch weiterhin das Ziel des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Um bestehende Prozesse zu optimieren, wurden in 2014 insgesamt 72 Vorschläge eingereicht, was einem Zuwachs von rund 18,0% entspricht.

13. Gesamtaussage der Geschäftsführung

Aufgrund der zum Jahresende 2013 und zu Jahresbeginn 2014 günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der darauf basierenden positiven Prognosen waren wir von einem leicht steigenden Marktvolumen für Büromöbel in 2014 ausgegangen. Trotz erheblicher unterjähriger Markt- und Auftragseingangsschwankungen wurden diese Erwartungen im Gesamtjahr übertroffen.

Der Auftragseingang der Sedus Systems GmbH hat sich hierbei insgesamt noch leicht besser entwickelt als der Büromöbelmarkt. Die gesetzten Ziele zur Marktanteilssteigerung wurden hierdurch erreicht.

Aufgrund eines Auftragsbestandsabbaus im Vorjahr und eines deutlichen Aufbaus im Berichtsjahr lag der Umsatz der Sedus Systems GmbH unter dem Niveau des Jahres 2013. Gleichwohl konnte das Ergebnis aufgrund eines verbesserten relativen Rohertrages weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden. Somit reduzierte sich die EBIT-Rendite nur leicht von 8,3% im Vorjahr auf 7,9% und der Jahresüberschuss von 2,2 MioEUR auf 1,9 MioEUR.

Wegen nicht vorgesehener größerer Investitionsprojekte und nur geringer Werkzeuginvestitionen fiel das Gesamt- Investitionsvolumen im Berichtsjahr außergewöhnlich gering aus.

Die Sedus Systems GmbH hat damit ihre für 2014 gesetzten Wachstumsziele im Auftragseingang fast erreicht und das angestrebte Ertragsziel deutlich überschritten. Die Geschäftsentwicklung war damit aus unserer Sicht zufriedenstellend.

14. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren keine besonderen Vorgänge zu verzeichnen.

15. Risiko- und Chancenbericht

In der Sedus Stoll Gruppe wird ein für alle Gesellschaften einheitliches Risikomanagementsystem eingesetzt. Ziel dieses Steuerungs- und Kontrollinstrumentes ist es, mit Hilfe geeigneter Prozesse und Kontrollen sowie durch die Analyse von Frühindikatoren zur Marktentwicklung zukünftige Chancen und Risiken des Geschäftsverlaufs vor Eintritt zu erkennen.

Hierbei wird versucht, die identifizierten Risiken größtenteils zu vermeiden und nicht vermeidbare Risiken zu vermindern oder abzusichern.

Die sich bietenden Chancen werden zielgerichtet erschlossen und genutzt, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Die Chancen fließen hierbei in die jährlich zu erstellende operative Planung ein und werden unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt.

So wurden in der Planung die nachfolgenden Chancen berücksichtigt: Durch neue Produkte, Produktmodifikationen und Neuerungen an den bestehenden Produkten sowie die Erweiterung des Produktportfolios mit dem Ziel, zusätzliche Marktsegmente zu erschließen, sollen in allen Gruppeneinheiten Marktanteile hinzugewonnen werden. Weiterhin gewährleisten der Ausbau des Global Account Managements sowie neue Rahmenverträge, die Sicherstellung von Rahmenvertragsverlängerungen und Projekterfolgen im Zusammenhang mit adäquaten Marketingaktionen die geplanten Absatzzuwächse.

Mit quartalsweisen Risikoberichten informiert das Controlling den Vorstand zeitnah und kontinuierlich auch über die identifizierten Risiken und die Entwicklung ihrer Schadenserwartungswerte in der Gruppe. Grundlage hierfür sind die in den einzelnen Gruppengesellschaften durch die Risikoverantwortlichen aktualisierten Risikoberichte. In diesen werden die festgelegten Risikoabwehrmaßnahmen aus den Risikoerhebungen der Gruppengesellschaften zur Verringerung derSchadenserwartungswerte laufend aktualisiert und stetig umgesetzt. Die Summe der mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe bewerteten Einzelrisiken der jeweiligen Bereiche ergibt den gesamten Schadenserwartungswert in der Sedus Stoll Gruppe. Die mögliche Schadenshöhe ermittelt sich in der Regel aus den Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Für unerwartet auftretende Risiken besteht neben der Regelberichterstattung zusätzlich eine gruppeninterne Berichterstattungspflicht.

Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale:

beobachten

überwachen

ständig zu überwachen.

Die Bandbreiten dieser potenziellen finanziellen Auswirkungen sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Risikoausprägung Potentielle finanzielle Auswirkung
beobachten <0,4 Mio EUR
überwachen 0,4 Mio EUR bis 1,5 Mio EUR
ständig zu überwachen >1,5 Mio EUR

Die Gesamtsituation der Sedus Stoll Gruppe zum Berichtszeitpunkt stellt sich wie folgt dar:

Beschreibung Eintritts- wahrscheinlichkeit Risikoausprägung
Auftragseingangsrisiko 25% bis 50% ständig zu überwachen
Wettbewerbsrisiko 25% bis 50% ständig zu überwachen
Lieferantenrisiko <25% beobachten
Geschäftsprozess- und Projektrisiko <25% beobachten

Zum 31. Dezember 2014 hat auf Basis der derzeit bekannten Informationen die Überprüfung der Einzelrisiken der Gruppe ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.

Ein ständig zu überwachendes Risiko ergibt sich aus den Abhängigkeiten von Großkundenumsätzen aus Rahmenverträgen und Projektgeschäften sowie möglichen Verlusten von Großkunden im In- und Ausland.

Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs mit steigenden Erlösschmälerungen, besonders im Projektgeschäft, werden die Wettbewerbsrisiken beobachtet. Mögliche Prozess- und Entwicklungs- sowie Lieferantenrisiken, die sich in Kostensteigerungen beim Bezug von Materialien ergeben können, werden ebenfalls beobachtet.

Auch die aus der Währungsentwicklung resultierenden Risiken werden beobachtet und sind teilweise durch Devisentermingeschäfte seitens der Muttergesellschaft abgesichert. Das verbleibende Restrisiko und ein aus der Zinsentwicklung resultierendes Risiko werden für die Sedus Stoll Gruppe als auch auf die Sedus Systems GmbH als nicht entscheidend betrachtet.

16. Prognosebericht

Durch ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im 4. Quartal 2014 und eine deutliche Verbesserung des Ifo-Konjunkturklimaindex nach dem Einbruch in 2014 hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen deutlich verbessert und beeinflusst den Konjunkturausblick für das laufende Jahr positiv. Gestützt durch den niedrigen Ölpreis, den exportfördernden schwachen Eurokurs sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau erscheint der für Deutschland vorhergesehene Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von etwa 1,5% erreichbar. Hiermit würde sich der leichte Wachstumstrend der deutschen Wirtschaft im gleichen Maße wie 2014 fortsetzen. Eine entsprechende Trendaussage dürfte hieraus, wenn auch etwas abgeschwächt, auch für die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen abzuleiten sein.

Diese verhalten positive Einschätzung lässt sich angesichts der letztjährigen wirtschaftlichen Fortschritte wohl auch auf die Eurozone übertragen. Insgesamt gehen wir somit für den Euroraum wie auch für Großbritannien von einem ebenfalls mehr oder weniger gleichlaufenden Wachstumstrend wie in 2014 aus. Die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft wird wesentlich davon abhängen, inwieweit es gelingt, die aufgrund der Währungsentwicklung erforderlichen Anpassungsmaßnahmen, insbesondere in den exportorientierten Unternehmen, umzusetzen.

Dieser grundsätzlich positiven Einschätzung entgegenstehende Risiken liegen im Wesentlichen in möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen infolge der Ukraine-Krise. Des Weiteren ist fraglich, inwieweit sich aus dem neuen Politik-Kurs Griechenlands konjunkturdämpfende Effekte in den anderen Ländern der Eurozone ergeben. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die jüngsten Arbeitsmarktreformen in Deutschland, zumindest mittelfristig, negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Ein schwungvolleres Wirtschaftswachstum im Euroraum wird wohl auch in 2015 durch die dringend erforderlichen aber nur äußerst zögerlich umgesetzten Strukturreformen in Frankreich und Italien gebremst werden.

Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass auch der europäische Büromöbelmarkt sein in 2014 begonnenes Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich fortsetzen wird.

Sedus beabsichtigt, an diesem Marktwachstum teilzunehmen und darüber hinaus seinen Marktanteil im Büromöbelbereich auszubauen. Grundlage hierfür sind die im In- und Ausland umgesetzten zahlreichen Maßnahmen in Marketing Entwicklung und Vertrieb sowie die auf der Orgatec 2014 gezeigten Ergänzungen des Produktportfolios.

Sowohl das angestrebte Auftragseingang - und Umsatzwachstum wie auch die für 2015 geplante Einführung neuer Produkte bieten trotz der Absenkung einzelner konzerninterner Verrechnungspreise gegenüber ausländischen Sedus-Vertriebsgesellschaften gute Voraussetzungen, das letztjährige Unternehmensergebnis im EBIT wie auch im Jahresüberschuss wieder zu erreichen.

Wenngleich auch in 2015 keine größeren Projekte vorgesehen sind, wird das voraussichtliche Investitionsvolumen für die Fertigung, den Fuhrpark und die IT den Vorjahreswert erheblich übersteigen.

 

Geseke, den 5. März 2015

Sedus Systems GmbH

Carl-Heinz Osten

Dr. Rolf Hallstein

Bilanz

Aktiva

  31.12.2014
31.12.2013
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.800,00 184.677,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.896.103,35 3.168.263,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.980.708,00 7.796.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.117.109,00 1.034.078,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.952,50 103.034,12
  11.097.872,85 12.101.395,47
  11.340.672,85 12.286.072,47
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.393.657,08 2.007.703,98
2. Unfertige Erzeugnisse 147.580,14 125.191,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 77.748,01 39.123,40
  2.618.985,23 2.172.019,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen Gesellschafter 3.820.898,70 6.495.232,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.962.866,62 2.273.874,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 29.238,22 88.003,57
  5.813.003,54 8.857.110,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 220.177,80 144.059,98
  8.652.166,57 11.173.189,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.404,61 15.708,33
  20.006.244,03 23.474.970,35

Passiva

   
  31.12.2014
31.12.2013
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 1.750.000,00 1.750.000,00
III. Gewinnvortrag 4.180.003,82 6.996.800,74
IV. Jahresüberschuss 1.924.932,80 2.183.203,08
  10.454.936,62 13.530.003,82
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.561.772,00 3.263.622,00
2. Steuerrückstellungen 741.471,00 190.802,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.639.418,00 1.453.691,06
  5.942.661,00 4.908.115,06
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.471.544,00 1.788.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 563.321,09 1.707.832,52
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 61.347,34 99.824,24
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 320,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.512.433,98 1.440.874,71
(davon aus Steuern € 128.472,62; 31.12.2013 € 113.873,44)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 19.878,37; 31.12.2013 € 14.129,42)    
  3.608.646,41 5.036.851,47
  20.006.244,03 23.474.970,35

Gewinn- und Verlustrechnung

  2014
2013
1. Umsatzerlöse 40.016.494,61 41.804.269,18
2. Erhöhung (Vj.: Minderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 61.013,07 -718.119,43
3. Aktivierte Eigenleistungen 1.967,94 0,00
4. Gesamtleistung 40.079.475,62 41.086.149,75
5. Sonstige betriebliche Erträge 162.240,35 399.143,99
  40.241.715,97 41.485.293,74
6. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren -19.446.490,84 -20.285.174,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -261.744,09 -274.484,96
  -19.708.234,93 -20.559.659,04
7. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.327.961,27 -9.193.814,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.127.417,06 -1.985.000,65
(davon für Altersversorgung € 252.491,47; 2013 € 133.714,79)    
  -11.455.378,33 -11.178.815,37
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.634.183,74 -1.801.383,31
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.200.047,62 -4.404.635,85
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.347,53 8.619,73
davon verbundene Unternehmen 15.416,25 6.780,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -263.943,94 -276.320,34
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.997.274,94 3.273.099,56
13. außerordentliches Ergebnis -43.988,00 -43.988,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -965.142,53 -983.924,48
15. Sonstige Steuern -63.211,61 -61.984,00
16. Jahresüberschuss 1.924.932,80 2.183.203,08

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sedus Systems GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Sedus Systems GmbH für das Geschäftsjahr 2014 sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes ( GmbH G) angewendet worden.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht grundsätzlich den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB und daher dem Gesamtkostenverfahren.

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.

1.1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Wertverzehr. Anlagenzugänge ab dem 1. Januar 2010 werden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von 150 Euro bis 1.000 Euro werden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Anlagegüter bis 150 Euro werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung direkt aufwandswirksam erfasst.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit dem Nennwert angesetzt.

1.2. Umlaufvermögen

Bei der Bewertung des Umlaufvermögens wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit Anschaffungskosten, mit gewachsenen Durchschnitts-Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Tagespreisen bewertet. Bei den Rohstoffen wird gemäß § 256 HGB unterstellt, dass die zuletzt angeschafften Bestände zuerst verbraucht werden.

Die Lifo-Reserve gem. § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 137. Auf ungängige oder minderwertige Bestände wurden Abschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind einheitlich mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten des § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Sie enthalten neben den Materialeinzelkosten anteilige Materialgemeinkosten und den zurechenbaren Fertigungslohn zuzüglich Fertigungsgemeinkosten (Kosten der Eigenleistung) einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Bei den unfertigen Erzeugnissen wurden wie im Vorjahr Gängigkeitsabschläge nach dem Reichweitenverfahren vorgenommen. Zur verlustfreien Bewertung werden die Fertigerzeugnisse mit dem beizulegenden Wert angesetzt, sofern dieser niedriger ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Aufgrund des Vorliegens der Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 erster Halbsatz HGB sind die Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den betreffenden Verpflichtungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände entspricht dem versicherungsmathematischen Aktivwert (= fortgeführte Anschaffungskosten) gemäß der Mitteilung des Versicherers.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich auf Ebene der Sedus Systems GmbH nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 221. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern geführt haben, resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen personalbezogener Rückstellungen und sonstiger Rückstellungen. Der Bewertung der temporären Differenzen wurde der für das Geschäftsjahr geltende kombinierte Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 30,5% (Vorjahr: 30,5%) zugrunde gelegt.

1.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

1.4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Pensionen aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Einzelzusagen an aktive und ehemalige Geschäftsführer und Mitarbeiter und die auf einer Betriebsvereinbarung und Einzelzusagen an Mitarbeiter sowie aktive und ehemalige Geschäftsführer beruhenden Kapitalversorgungsverpflichtungen (Direktzusagen) aufgrund von Lohn- und Gehaltsumwandlungen ab. Die Rückstellungen sind aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist der 31. Oktober 2014. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2014 herausgegebene Zinssatz in Höhe von 4,53 %, der sich bei einer angenommen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, bei der Bewertung zugrunde gelegt. Der Berechnung wurden jährliche Rentenerhöhungen von 2,0 % zugrunde gelegt.

Aus den neuen Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen ergab sich per 1. Januar 2010 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 660 im Vergleich zu dem Bilanzstichtag per 31. Dezember 2009. Es wurde insoweit von dem Wahlrecht des Art. 67 EGHGB Gebrauch gemacht und der ermittelte Unterschiedsbetrag jeweils mit 1/15 über die Geschäftsjahre 2010 bis 2024 verteilt. Der sich daraus ergebene Unterschiedsbetrag wurde wie in den Vorjahren als außerordentlicher Aufwand erfasst. Der zum 31. Dezember 2014 noch verbleibende Betrag der Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 439.

Für die Bewertung der Rückstellung für Kapitalversorgungsverpflichtungen aus Entgeltumwandlung gelten die Ausführungen zur Bewertung der Pensionsrückstellungen.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Ebenfalls mit Stichtag zum 31. Oktober 2014 wurden die Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen ermittelt und mit den von der deutschen Bundesbank im Oktober 2014 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Im Rahmen der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführten Bewertung der Jubiläumsrückstellung wurde ein Zinssatz von 4,62% zugrunde gelegt, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Weiterhin ist eine künftige jährliche Einkommenssteigerung von 2,5% und ein jährlicher Anstieg der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze von 2,0% unterstellt worden.

Bei der Bildung der Sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Der Bewertung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung zugrunde gelegt. Mögliche Preis- und Kostensteigerungen sind bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

1.5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.6. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen- und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Laufzeiten von bis zu einem Jahr finden gemäß § 256a HGB das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip bei der Bewertung keine Anwendung. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs.

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf die erweiterte Darstellung des Anlagenspiegels verwiesen.

2.2. Forderungen gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.821. Diese Forderungen resultieren in Höhe von TEUR 91 aus Lieferungen und Leistungen, aus der bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von TEUR 1.391, aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 839 sowie aus einem im Vorjahr neu abgeschlossenen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 1.500.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.962 aus Lieferungen und Leistungen sowie aus der Weiterberechnung für Transportleistungen in Höhe von TEUR 1.

2.3. Sonstige Vermögensgegenstände

Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

2.4. Rechnungsabgrenzungsposten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Wartungsverträge über insgesamt TEUR 13 sowie sonstige Vorauszahlungen.

2.5. Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 beinhaltet das voll eingezahlte Stammkapital von TEUR 2.600. Alleinige Gesellschafterin ist die Sedus Stoll AG, Waldshut. Der Konzernabschluss der Gesellschafterin (kleinster und größter Konsolidierungskreis), in den die Sedus Systems GmbH einbezogen wird, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Kapitalrücklage lautet über TEUR 1.750.

2.6. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen die Rückstellungen für Freizeitausgleich (TEUR 371), Sonderzahlungen (TEUR 309), Jubiläen (TEUR 327), Gewährleistungen (TEUR 196), Urlaubslöhne und -gehälter (TEUR 89), variable Gehälter (TEUR 180) und für die Holz- und Berufsgenossenschaft (TEUR 31) enthalten.

2.7. Verbindlichkeiten

  Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit>1 bis 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit>5 Jahre
TEUR
insgesamt 2014
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 317 (317) 1.091 (1. 149 ) 64 ( 323 ) 1.472 ( 1.788 )
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 563 ( 1.708 ) 0 (0) 0 (0) 563 ( 1.708 )
3. Verbindlichkeiten gegen- über Gesellschaftern 61 (1 00 ) 0 (0) 0 (0) 61 (1 00 )
4. Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unternehmen 0 ( 0 ) 0 (0) 0 (0) 0 ( 0 )
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.488 ( 421 ) 0 (1.000) 25 (19 ) 1.513 (1. 441 )
  2 .429 (2. 546 ) 1.091 (2. 149 ) 89 ( 342 ) 3.609 (5. 037 )

Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben

Von den Verbindlichkeiten am 31.12.2014 sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 1.472 durch die im Grundbuch von Geseke (Amtsgericht Lippstadt) Blatt 1500 in Abt. III eingetragenen Grundschulden gesichert.

Bei den Lieferantenverbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 61. Sie resultieren im Wesentlichen aus den Weiterbelastungen von Kosten für die EDV-Umlage in Höhe von TEUR 30, für die Überlassung von EDV-Lizenzen in Höhe von TEUR 7, für erbrachte Designleistungen TEUR 5, für die Personalkostenumlage TEUR 5 und für angefallene sonstige diversen betrieblichen Aufwendungen.

Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen .

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist wie im Vorjahr ein Darlehen der Karl Bröcker Stiftung, Lippstadt, in Höhe von TEUR 1.000 enthalten.

2.8. S onstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nur in einem für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft unbedeutenden Umfang.

2.9. Gliederung der Umsatzerlöse

  2014
TEUR
2013
TEUR
Deutschland 30.277 31.912
Europa 9.739 9.892
Gesamt 40.016 41. 804

Maßgebend für die geografische Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Sitz des Rechnungsempfängers.

Gliederung der Umsatzerlöse nach Produkten:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Tische 18.587 19.323
Schränke, Container 17.051 19.437
Sonstiges 4.377 3.044
Gesamt 40.016 41. 804

2.10. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Buchgewinne aus Sachanlagenabgängen 13 93
Auflösungen von Rückstellungen 35 53
Erträge aus Vorjahren 21 63
Schadensersatz von Dritten 0 52
Kursgewinne 36 48
Erträge Kantine, Essensverkauf 6 6
Übrige sonstige betriebliche Erträge 51 84
Gesamt 162 399

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 69 enthalten.

2.11. Personalaufwand

In dem Personalaufwand von insgesamt TEUR 11.410 sind Aufwendungen für Sonderzahlungen von TEUR 708 enthalten.

2.12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Frachtkosten 1.147 1.095
Energiekosten 642 657
Reparaturen und Instandhaltungen 627 631
Mieten und Versicherungen 523 546
Personalnebenkosten 349 539
Fremdleistungen 302 309
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 123 135
Kursverluste 6 56
Übrige Aufwendungen 481 437
Gesamt 4. 200 4.405

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 67 enthalten.

2.13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind im Wesentlichen Zinserträge mit verbundenen Unternehmen (TEUR 15) enthalten.

2.14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beinhaltet vor allem die Zinsen für ein in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenes Darlehen (TEUR 21), für langfristige Bankdarlehn (TEUR 46) sowie die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (TEUR 194; Vorjahr: TEUR 195). In den Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist mit TEUR 168 der in den Zuführungen zur Pensionsrückstellung enthaltende Zinsanteil erfasst.

2.15. Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung (TEUR 44) aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts des Art. 67 Abs.1 Satz 1 EGHGB und der Verteilung des Aufwands aus der Umstellung auf BilMoG zum 1. Januar 2010 und der danach zulässigen Verteilung des Aufwands linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren.

2.16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus einer körperschaftsteuerlichen Belastung von TEUR 478 sowie einer gewerbesteuerlichen Belastung von TEUR 460, davon entfallen TEUR 5 auf periodenfremde steuerliche Belastungen. Die restliche Steuerbelastung entfällt ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

2.17. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern umfassen die Grund- und Kraftfahrzeugsteuer für das laufende Geschäftsjahr.

3. Beschäftigte Arbeitnehmer

Die Zahl der während des Geschäftsjahres 2014 im Jahresquartalsdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen beträgt:

  2014 2013
Angestellte 75 77
Gewerbliche Arbeitnehmer 129 132
Auszubildende 13 11
Gesamt 2 17 220

4. Ergänzende Angaben

4.1. Organe

Dr. Rolf Hallstein, Paderborn (Geschäftsführer der Sedus Systems)

Carl-Heinz Osten, Waldshut (Vorstand Finanzen/Personal/IT der Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen)

Für ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene betrugen die Gesamtbezüge TEUR 91. Die für diesen Personenkreis gebildete Rückstellung beträgt TEUR 531. Aufgrund des lt. Art. 67 EGHGB ausgeübten Wahlrechts besteht zum Bilanzstichtag eine Unterdeckung von TEUR 77.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB i.V. m. § 285 Nr. 9 a HGB verzichtet, da nur einer der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

4.2. Honorare des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der gemäß § 285 Nr. 17 HGB anzugebenden Honorare des Abschlussprüfers wird im Sedus Stoll Konzern von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, dass diese Angaben im Konzernanhang erfolgen.

 

Geseke, den 5. März 2015

Sedus Systems GmbH

Carl-Heinz Osten

Dr. Rolf Hallstein

Entwicklung des Anlagevermögens

  Bruttowerte Anschaffungs-/Herstellungskosten
  01.01.2014
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 859.149,47 70.761,01 65.594,72 246.597,92 748.907,28
  859.149,47 70.761,01 65.594,72 246.597,92 748.907,28
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke , grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.579.545,11 5.567,55 0,00 2.140,00 19.582.972,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.311.965,27 246.509,67 0,00 2.369.223,43 17.189.251,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.059.867,79 322.453,19 37.439,40 674.527,13 3.745.233,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.034,12 103.952,50 -103.034,12 0,00 103.952,50
  43.054.412,29 678.482,91 -65.594,72 3.045.890,56 40.621.409,92
  43.913.561,76 749.243,92 0,00 3.292.488,48 41.370.317,20
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2014
Zugänge
Abgänge
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 674.472,47 78.232,73 246.597,92 506.107,28
  674.472,47 78.232,73 246.597,92 506.107,28
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke , grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.411.281,76 277.727,55 2.140,00 16.686.869,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.515.945,27 1.013.857,87 2.321.259,63 10.208.543,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.025.789,79 264.365,59 662.031,13 2.628.124,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  30.953.016,82 1.555.951,01 2.985.430,76 29.523.537,07
  31.627.489,29 1.634.183,74 3.232.028,68 30.029.644,35
  Restbuchwerte
  31.12.2014
31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.800,00 184.677,00
  242.800,00 184.677,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke , grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.896.103,35 3.168.263,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.980.708,00 7.796.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.117.109,00 1.034.078,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103.952,50 103.034,12
  11.097.872,85 12.101.395,47
  11.340.672,85 12.286.072,47

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sedus Systems GmbH, Geseke, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 5. März 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sebastian Huth, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 21. April 2015 festgestellt.

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