TRUMPF Sachsen GmbHLiquidiert

01904 Neukirch/Lausitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 418
Eingetragen
6.8.1990
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten StoffenHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Maschinenbauerzeugnissen, insbesondere Werkzeugen und Sondermaschinen, sowie hiermit verbundene Dienst- und Ingenieurleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Reifke
seit 26.6.2023
Prokura
Teresa Völker
seit 26.6.2023
Prokura
Sven Künkels
seit 12.1.2023
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRUMPF Sachsen GmbH

Neukirch/Lausitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2008 bis zum 30.06.2009

Lagebericht für 2008/2009

1. Geschäftstätigkeit

Die TRUMPF Sachsen GmbH ist ein Mitglied der TRUMPF Gruppe. Die TRUMPF Sachsen GmbH entwickelt und produziert:

Automatisierungen für Stanzmaschinen und Stanzkombimaschinen,

Automatisierungen für Laserflachbettmaschinen und

Doppelkopf-Laserschneidanlagen.

2. Geschäftsverlauf

Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise gingen Umsatz und Auftragseingang besonders im 2. Halbjahr stark zurück. Der Umsatz der TRUMPF Sachsen GmbH sank um 41 % gegenüber dem Vorjahr auf 67,1 Mio. EUR. Die Auftragseingänge des Geschäftsjahres gingen um 47 % auf 54,8 Mio. EUR zurück. Um die Sach- und Kapazitätskosten an den Umsatzrückgang anzupassen, wurden u. a. folgende Instrumente angewendet:

Abbau von Arbeitszeitkonten

Konsequente Nutzung der Kurzarbeit seit März 2009

Ergebnisverbesserungsprogramm

Kapazitätsaustausch zwischen TRUMPF Werken

Investitionen, die sich schnell amortisieren, wurden weiter vorgenommen.

2.1 Forschung und Entwicklung

Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 10,9 % des Umsatzes aufgewendet. Als besondere Schwerpunkte der Entwicklung sind die Herstellung der Serienreife für die TruLaser 7040 NEU, den Sheetmaster 7000 und den LiftMaster compact zu nennen. Weiterhin wurde die Entwicklung einer TruLaser 7040 mit 2 Stück 6KW CO 2 Lasern abgeschlossen. Das Geschäftjahr war weiterhin von vielen Sonderentwicklungen nach kundenspezifischen Forderungen geprägt.

2.2 Produktion

Das abgelaufene Geschäftsjahr zeichnete sich im Wesentlichen durch folgende Schwerpunkte aus:

Das Produktionssystem, welches in den letzten Jahren kontinuierlich weiter entwickelt wurde, hat sich auch in der gegenwärtigen kritischen Marktsituation bewährt.

Die monatlichen Umsatzschwankungen und die damit verbundene Auslastungsunterschiede der einzelnen Fertigungs- und Montagebereiche waren sehr erheblich.

Die Anpassung der Produktionskapazitäten an den starken Nachfragerückgang ab November wurde insbesondere durch den Abbau von Arbeitszeitkonten und die Nutzung der Kurzarbeit erreicht. Die Anpassungen konnten zeitnah umgesetzt werden. Ein Lageraufbau erfolgte nicht.

2.3 Beschaffung

Der Einbruch der Nachfrage stellte im vergangenen Geschäftsjahr Einkauf und Logistik vor zusätzliche Aufgaben. Da der langfristige Erfolg des Einkaufs in direktem Zusammenhang mit unseren Lieferanten steht, wurde auch weiterhin großer Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit gelegt.

Zusätzlich wurde dem Risikomanagement große Aufmerksamkeit beigemessen, um die kontinuierliche, termingerechte Produktion durch eine gesicherte Materialbeschaffung ohne Versorgungsengpässe fortführen zu können.

Um in der Bestellabwicklung Kosten zu senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen, wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Lieferanten eine elektronische Abwicklung von Bestellprozessen (EDI) umgesetzt. Die Ausweitung von EDI ist für die Zukunft geplant.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Der Umsatzrückgang im 2. Halbjahr führte zu verminderten Erträgen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank von TEUR 14.093 auf TEUR 23.

Ab Dezember 2008 startete die TRUMPF Sachsen GmbH ein Programm, um die Kosten in allen Bereichen effizient zu reduzieren. Die erreichten Kosteneinsparungen beliefen sich auf TEUR 1.940.

Der Personalaufwand ist bezogen auf die Anzahl der Mitarbeiter gesunken.

Der sonstige Betriebsaufwand reduzierte sich auf Grund umsatzabhängiger Kosten und durch das Kosteneinsparprogramm.

3.2 Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme auf 86,9 % erhöht.

Das Umlaufvermögen sank um 10,5 % auf TEUR 41.343, die Vorräte konnten um 16,9 % reduziert werden.

3.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden Investitionen an Gebäuden, Grundstücken, Produktionsanlagen und Informationstechnik in Höhe von TEUR 993 getätigt. Es konnten Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 354 vereinnahmt werden.

Die Rückstellungen verringerten sich von TEUR 7.642 im Vorjahr auf TEUR 3.329 um 57 %, was im Wesentlichen auf die fast vollständige Auflösung der Rückstellung für Steuern zurückzuführen ist.

Auf Grund des Umsatzrückganges reduzierten sich die Verbindlichkeiten um 30 %.

4. Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres

Ab März 2009 wurde für 347 Mitarbeiter Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit angezeigt. Die Kurzarbeit ist vorerst bis zum 31.12.2009 befristet. In den Monaten davor erfolgte die Anpassung der Personalkapazitäten an die Nachfrage durch den Abbau der Arbeitszeitkonten.

Seit September werden für alle Mitarbeiter in Kurzarbeit Qualifizierungen durchgeführt. Ziel ist es, jeden Mitarbeiter durchschnittlich 75 Stunden pro Jahr zu qualifizieren.

5. Risikobericht

Die TRUMPF Sachsen GmbH ist in das Risikomanagement-System der TRUMPF Gruppe eingebunden.

Im Rahmen des "Gruppen-Informations-Systems" (GIS) werden alle relevanten Kapazitäts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragskennzahlen monatlich bzw. quartalsweise ermittelt und durch die Geschäftsleitung der TRUMPF Sachsen GmbH und die Gruppengeschäftsführung analysiert und bewertet.

Die TRUMPF Sachsen GmbH verkauf alle Produkte und Leistungen über das Vertriebs- und Servicesystem der TRUMPF Gruppe. Eine rasche Erholung der Märkte ist derzeit nicht absehbar. Risiken des Marktzugangs könnten sich zudem aus einer Schwächung des internationalen Freihandels durch das Aufkommen protektionistischer Tendenzen ergeben.

Auch auf der Beschaffungsseite ist die TRUMPF Sachsen GmbH in das Lieferantenmanagement der TRUMPF Gruppe aktiv eingebunden und nutzt die entsprechenden Sicherungssysteme und -strategien.

Finanzwirtschaftliche Risiken werden durch zentrales Liquiditäts- und Finanzmanagement innerhalb der TRUMPF Gruppe minimiert.

Im November 2009 wurde bei der TRUMPF Sachsen GmbH im Rahmen der DIN EN ISO 9001 Zertifizierung der TRUMPF Gruppe ein Gruppenaudit durchgeführt, bei dem die TRUMPF Sachsen GmbH ein sehr gutes Ergebnis erzielte. Folgende Risiken werden ebenfalls durch Vorgaben der TRUMPF Gruppe minimiert:

Forschung und Entwicklung - Gruppenweit einheitlicher Entwicklungsprozess

Betriebsunterbrechungsrisiko, Sach- und Feuerschäden, Betriebs- und Produkthaftpflicht - zentral bewertet und versichert

IT-Risiko - Gruppenweite Vorgaben/Lösungen

6. Ausblick

Weltweit weisen erste Indikatoren (Aktien-, Geschäftsklima- und Einkaufsmanagerindizes) auf eine mögliche Entspannung der Märkte hin, auch wenn sich dies in den Auftragseingängen bei der TRUMPF Sachsen GmbH noch nicht niederschlägt.

Die Weltwirtschaft zeigt sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 in einer ungewissen Lage, auch wenn sich einzelne Erholungssignale zeigen. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass im Kalenderjahr 2010 eine Belebung stattfindet, die Größenordnung im Auftragseingang und in der Umsatzwirksamkeit ist nicht abschätzbar. Sollte sich die Auftragslage nicht deutlich verbessern, wird ein Verlust nicht vermeidbar sein.

 

Neukirch, 30. November 2009

TRUMPF Sachsen GmbH

Rainer Strehle, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2009

Aktiva

  EUR EUR 30.06.2008
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Software   96.841,00 180
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 23.969.646,08   25.094
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.773.578,00   2.224
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.443.225,00   2.821
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 95.103,14   63
    28.281.552,22 30.202
    28.378.393,22 30.382
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.467.933,69   2.679
2. Unfertige Erzeugnisse 2.512.261,37   3.375
3. Fertige Erzeugnisse 4.187.429,80   4.935
4. Geleistete Anzahlungen 97.722,89   165
    9.265.347,75 11.154
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.592,52   914
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.240.623,12   32.610
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 223.157,48 (Vj. TEUR 392)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.585.020,55   1.489
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 818.127,68 (Vj. TEUR 1.387)      
    31.886.236,19 35.013
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   190.931,66 86
    41.342.515,60 46.253
C. Rechnungsabgrenzungsposten   543.577,30 552
    70.264.486,12 77.187

Passiva

     
  EUR EUR 30.06.2008
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00   5.000
II. Gewinnvortrag 56.118.722,10   46.361
III. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -66.860,80   9.758
    61.051.861,30 61.119
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 514.005,06   540
2. Steuerrückstellungen 40.376,00   3.216
3. Sonstige Rückstellungen 2.774.117,07   3.886
    3.328.498,13 7.642
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.496.723,76   3.009
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.496.723,76 (Vj. TEUR 3.009)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.277.738,08   1.900
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.277.738,08 (Vj. TEUR 1.900)      
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.109.664,85   3.503
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.839.413,85 (Vj. TEUR 2.346)      
davon aus Steuern EUR 575.924,37 (Vj. TEUR 1.099)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 66.117,27 (Vj. TEUR 12)      
    5.884.126,69 8.412
D. Rechnungsabgrenzungsposten   0,00 14
    70.264.486,12 77.187

Gewinn- und Verlustrechnung für 2008/2009

  EUR EUR 2007/2008
TEUR
1. Umsatzerlöse 67.140.103,47   113.655
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.610.866,83   -153
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 227.649,91   93
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.483.386,79   2.681
    67.240.273,34 116.276
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.857.286,05   64.787
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.252.347,90   4.218
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 15.724.851,94   17.723
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.387.098,28   3.365
davon für Altersversorgung EUR 288.793,06 (Vj. TEUR 257)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.599.045,39   2.915
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.802.029,14   9.494
    67.622.658,70 102.502
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 459.715,83   383
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 393.547,85 (Vj. TEUR 382)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 54.188,57   65
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)      
    405.527,26 318
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   23.141,90 14.092
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.701,02   4.283
13. Sonstige Steuern 51.301,68   51
    90.002,70 4.334
14. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss)   -66.860,80 9.758

Entwicklung des Anlagevermögens 2008/2009

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.7.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge *)
EUR
Umbuchungen
EUR
30.6.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Software 668.266,88 0,00 20.458,53 0,00 647.808,35
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 32.683.542,85 268.914,94 156.178,30 33.856,50 32.830.135,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.801.783,45 11.941,49 255.019,33 0,00 5.558.705,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.462.637,96 617.150,27 518.966,16 28.578,07 8.589.400,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.574,00 94.963,71 0,00 -62.434,57 95.103,14
  47.010.538,26 992.970,41 930.163,79 0,00 47.073.344,88
  47.678.805,14 992.970,41 950.622,32 0,00 47.721.153,23
  Kumulierte Abschreibungen
  1.7.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 487.685,88 80.217,28 16.935,81 550.967,35
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 7.589.151,65 1.271.338,26 0,00 8.860.489,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.578.028,45 403.635,48 196.536,32 3.785.127,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.641.754,96 843.854,37 339.434,19 6.146.175,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  16.808.935,06 2.518.828,11 535.970,51 18.791.792,66
  17.296.620,94 2.599.045,39 552.906,32 19.342.760,01
  Buchwerte
  30.6.2009
EUR
30.6.2008
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 96.841,00 180
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 23.969.646,08 25.094
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.773.578,00 2.224
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.443.225,00 2.821
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 95.103,14 63
  28.281.552,22 30.202
  28.378.393,22 30.382

*) In den Abgängen sind nachträgliche Minderungen der Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände durch erhaltene Fördermittel in Höhe von EUR 360.800,00 enthalten.

Anhang für 2008/2009

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Abschluss ist in EUR aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Ab 1. Januar 2008 wurde für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150 bis EUR 1.000 steuerlich ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird linear über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig, im Rahmen der Unternehmenssteuerreform 2008 ab 1. Januar 2008 entfiel die Anwendung der degressiven Abschreibung. Bei beweglichen Vermögensgegenständen wurde die Halbjahresregelung von R 44 Abs. 2 EStR bis zum 31. Dezember 2003 in Anspruch genommen. Für Anlagenzugänge ab dem 1. Juli 2001 wurden teilweise veränderte Nutzungsdauern angesetzt.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden um vereinnahmte Investitionszuschüsse gekürzt. Investitionszulagen werden unmittelbar in voller Höhe ertragswirksam vereinnahmt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten (einschließlich Werteverzehr des die Fertigung betreffenden Anlagevermögens) berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Diesen ermittelten Anwartschaftsbarwerten liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 5,7 % zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß von 5,5 % angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebucht. Kursgewinne und -verluste, die bis zum Stichtag durch Realisation entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Kursverluste, die durch Bewertung mit dem Stichtagskurs entstehen, werden ebenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 223 eine Restlaufzeit von über einem Jahr und betreffen ein Guthaben im Rahmen der Insolvenzsicherung für Altersteilzeitverpflichtungen.

Des Weiteren bestanden sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von insgesamt TEUR 818. Dabei handelt es sich um einen abgezinsten Körperschaftsteuererstattungsanspruch nach § 37 Abs. 5 S. 1 KStG.

Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Stichtag nicht.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden außerdem Forderungen aus Investitionszulagen in Höhe von TEUR 261 ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 2.774) wurden im Wesentlichen für Aufwendungen aus Altersteilzeitverträgen (TEUR 1.289), für ausstehenden Urlaub für das Kalenderjahr 2008 (TEUR 396) sowie für ausstehende Überstunden (TEUR 138) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

  30.06.2009 Restlaufzeit 30.06.2008 Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus          
Lieferungen und Leistungen 1.497 0 1.497 3.009 3.009
2. Verbindlichkeiten gegenüber          
verbundenen Unternehmen 1.278 0 1.278 1.900 1.900
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.839 347 3.109 2.346 3.503
davon aus Steuern 576 0 576 1.099 1.099
davon im Rahmen der          
sozialen Sicherheit 0 0 0 12 12

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Stichtag nicht.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in Verbindung mit § 268 Nr. 7 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht aus der Bilanz ersichtlich sind. Sie verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Zeiträume:

  TEUR
2009/2010 128
2010/2011 55
2011/2012 22
2012/2013 6
  211

Ein Bestellobligo aus begonnenen Investitionen besteht nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

  2008/2009
TEUR
2007/2008
TEUR
- Inland 50.782 81.256
- Ausland 16.358 32.399
  67.140 113.655

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 23 ist mit Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 27 und mit Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 20 belastet.

Des Weiteren werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuererstattungen für vorangegangene Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 8 ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:

 

Herr Diplom-Ingenieur Rainer Strehle, Wilthen.

Dem Geschäftsführer ist Einzelvertretungsbefugnis erteilt.

Zu Prokuristen wurden im Geschäftsjahr Herr Dr. Harry Thonig sowie Herr Bernd Wechler mit Eintragung ins Handelsregister vom 12. Juni 2008 bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 179
Angestellte 203
  382
Auszubildende 35
  417

Konzernverhältnisse

Die Anteile der TRUMPF Sachsen GmbH werden zu 94,4 % von der TRUMPF International Beteiligungs-GmbH, Ditzingen, gehalten.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, wird von der TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger erhältlich.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 66.860,80 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neukirch/Lausitz, den 30. November 2009

TRUMPF Sachsen GmbH

Rainer Strehle, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der TRUMPF Sachsen GmbH, Neukirch/Lausitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, den 30. November 2009

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