Atheneum Partners GmbH

Torstraße 49, 10119 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 128382
Eingetragen
9.8.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatenteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Eintragung betreffend den Gegenstand ist von Amts wegen berichtigt und wird wie folgt berichtigt eingetragen: Die Erbringung von Beratungsdienstleistungen, insbesondere im Hinblick auf die Vermarktung und Vermittlung von Interviews.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel McCarthy
seit 11.12.2025
Geschäftsführer
Brett Schnittlich
seit 30.6.2023
Geschäftsführer
Mario Sliskovic
seit 15.1.2016
Prokura
Ammad Ahmad
seit 9.8.2010
Geschäftsführer
Elena de la Fuente
seit 9.8.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Atheneum Partners Holding GmbH
Germany
68.899 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Atheneum Partners GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Atheneum Partners GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Atheneum Partners GmbH (nachfolgend: "AP GmbH") wurde im Jahr 2010 gegründet und vermittelt als weltweit agierendes B2B-Netzwerk Industrieexperten zur Wissensvermittlung an Unternehmen, die einen konkreten Bedarf an Expertise haben. Hauptsitz ist Deutschland (Berlin), jedoch bietet die AP GmbH ihre Dienstleistungen weltweit über ihre Tochtergesellschaften an. Tochtergesellschaften (siehe Anhang des Jahresabschlusses) existieren in London, New York, Shanghai, Hongkong, Lahore, Santiago de Chile, Seoul und Tokyo. Ferner existieren eine Betriebsstätte der AP GmbH in München und eine Betriebsstätte der US-amerikanischen Tochtergesellschaft in San Francisco.

Die Atheneum Partners GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Atheneum Partners Holding GmbH, Berlin.

Die Vermittlung wird über die eigene Technologieplattform als Marktplatz abgewickelt. Die Vermittlung basiert auf der eigens entwickelten Atheneum-Plattform, die den bestmöglichen Experten mittels eines Algorithmus findet. Momentan befinden sich mehr als 2,8 Mio. Industrieexperten (Stand: März 2024) in der Datenbank der AP GmbH. Ziel ist es, die Atheneum-Plattform weiter auszubauen sowie den Fokus auf den Ausbau der Technologie und neuer Produkte zu setzen.

Die AP GmbH nebst ihren Tochtergesellschaften bedient u.a. große internationale Unternehmensberatungen, Life Science- und Pharma-Unternehmen, Venture Capital- bzw. Private Equity-Unternehmen sowie große börsennotierte Konzerne.

Derzeit werden Beratungsdienstleistungen der folgenden Formate angeboten:

Expert Sessions (Expertensitzungen): Telefonkonferenzen, persönliche Gespräche, Webseminare

Expertengestützte Recherchen: Durchführung von fachlich fundierten Recherchen durch Atheneum, z.B. Durchführung von Experteninterviews und Transkription, Erstellung kundenspezifischer Berichte auf Grundlage von Expertenwissen, Online- oder telefonische Expertenbefragungen, Marktscreenings/-analysen (Wettbewerbssituation, Marktteilnehmer usw.), sonstige Bereitstellung von Daten, Surveys

Expert Placement (Expertenvermittlung) für Workshops, Einsätze als Kurzzeitexperten

1.2 Forschung und Entwicklung

Die AP GmbH geht keinen Forschungstätigkeiten nach. Entwicklungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der Atheneum-Plattform. Vom Wahlrecht des Bilanzansatzes selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird Gebrauch gemacht. Der Gesamtbetrag der F&E-Kosten des Geschäftsjahres beträgt 2.264 T€ (Vorjahr: 2.037 T€), davon entfallen 1.375 T€ (Vorjahr: 1.068 T€) auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Aktivierungsquote beträgt 60,7 % (Vorjahr: 52,4 %). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr betragen 418 T€ (Vorjahr: 287 T€).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Für das Jahr 2023 wurde nach den Zahlen der Deutschen Bank (siehe auch für die nachfolgenden Zahlen) ein globales Wachstum von 3,0 % verzeichnet, mit signifikanten Unterschieden zwischen Regionen und Ländern. Insgesamt wird das globale Wachstum für 2023 im Vergleich zu den Vorjahren als gemäßigt eingeschätzt, mit jedoch frühen Anzeichen einer Erholung in einigen Regionen, die den Weg für 2024 ebnen.

Die US-Wirtschaft verzeichnete dabei ein Wachstum von 2,5 %, was höher als ursprünglich erwartet ist. Dies legt den Grundstein für die positive Wachstumsprognose der Deutschen Bank für die US- Wirtschaft von 2,4 % für 2024. Die Eurozone konnte 2023 mit einem leichten Wachstum von 0,5 % eine Rezession knapp vermeiden, was auf eine anhaltende wirtschaftliche Resilienz hinweist. Die Prognose für die Eurozone für 2024 wurde von der Deutschen Bank aufgrund dieser überraschend robusten Leistung leicht angehoben.

Deutschland erlebte hingegen einen schwierigen Start ins Jahr 2023 mit wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch geopolitische Faktoren und die Energiekrise verstärkt wurden. Für 2023 wurde daher nach den Zahlen der Deutschen Bank ein Rückgang des BIP um 0,3 % verzeichnet.

Für 2024 erwartet die Deutsche Bank ein globales Wachstum von rund 2,9 %, das sich 2025 weiter auf 3,2 % verbessert. Für die USA wird dabei ein Wachstum von 2,4 % prognostiziert, wobei künstliche Intelligenz (KI) die Produktivität erheblich steigern soll. Die Eurozone wird laut Prognose der Deutschen Bank mit einem Wachstum von 0,4 % im Jahr 2024 eine Rezession vermeiden, während Deutschland laut Prognose der Deutschen Bank mit einem Rückgang des BIP um 0,2 % im Jahr 2024 weiterhin vor wirtschaftlichen Herausforderungen steht.

Die Inflation bleibt dabei eine zentrale Herausforderung mit einer Kerninflation, die in vielen Ländern hoch bleibt. Beispielsweise lag die Inflation für das Jahr 2023 in der Eurozone nach den Zahlen der Deutschen Bank bei 5,4 %. Spezifisch für Deutschland stieg die Kerninflation im zweiten Quartal 2023 auf 5,6 % und zeigt damit den anhaltenden Inflationsdruck.

Die Expertennetzwerk-Branche, wie andere Branchen auch, steht vor Herausforderungen und Chancen im Zuge der globalen Inflation und sich verändernder Zinssätze. Inflation reduziert die Kaufkraft, was Verbraucher und Unternehmen betrifft und möglicherweise zu Preiserhöhungen führt, um steigende Kosten auszugleichen. Die Expertennetzwerk-Branche muss in diesen wirtschaftlichen Bedingungen navigieren, einschließlich der potenziellen Auswirkungen hoher Inflation und der Reaktionen der Zentralbanken, die die Investitionsstrategien von Unternehmen und die Nachfrage nach Experteneinsichten beeinflussen könnten.

Trotz einer Verlangsamung im Jahr 2022 erreichten die Einnahmen der Expertennetzwerkbranche laut einer von Integrity Research und Inex One, einem Marktplatz für Expertennetzwerke, veröffentlichten Analyse in diesem Jahr insgesamt 2,14 Milliarden US-Dollar, was auf Resilienz und Potenzial für zukünftiges Wachstum hinweist. Die Verlangsamung im Jahr 2022 wurde auf reduzierte Kundenaktivitäten und externen Marktdruck zurückgeführt. Die Diversifizierung der Branche hin zu Dienstleistungen, die über traditionelle Expertenkonsultationen hinausgehen, wie zum Beispiel Umfragen und Marktforschung, deutet jedoch auf Möglichkeiten der Expansion und der Anpassung an sich entwickelnde Marktanforderungen hin.

Die Investmentbank Jefferies prognostiziert in einer Veröffentlichung vom August 2023, dass der Markt von 2021 bis 2026 mit einer jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 12 % wachsen wird, getrieben durch traditionelle Experteninterviews und den aufkommenden Markt für individuelle B2B-Umfragen. Die Expansion spiegelt breitere Trends im Investieren und Beraten wider, wobei Expertennetzwerke zunehmend eine vielfältige Kundenbasis bedienen, die über ihre Hedgefonds- Ursprünge hinausgeht. Dieses Wachstum unterstreicht die Anpassungsfähigkeit der Branche und den steigenden Wert, der spezialisiertem Wissen und Einsichten in verschiedenen Sektoren beigemessen wird.

Die detaillierten Analysen der Jefferies International Limited deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage nach Expertennetzwerken weiter entwickeln wird, mit signifikantem Wachstum in Bereichen wie Private Equity, Beratung und Unternehmenssektoren, die jeweils spezifische Einsichten und Expertise suchen. Die Fähigkeit der Branche, diese diversen Bedürfnisse zu bedienen, einschließlich der Anpassung an geografische Unterschiede in der Nachfrage, wird für anhaltendes Wachstum und Marktdurchdringung entscheidend sein.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war aufgrund eines schwierigen makroökonomischen Umfelds und der daraus resultierenden konjunkturellen Abkühlung von einem nur schwachen gesamtwirtschaftlichen Wachstum geprägt. Die AP GmbH verzeichnete einen Umsatzrückgang von 61.337 T€ auf 60.970 T€ (- 0,6 %). Die konjunkturelle Abkühlung, insbesondere getrieben durch Inflationsdruck und die Energiekrise, führten nur zu einer geringen Erhöhung der Projektnachfrage im Vergleich zum Vorjahr von 4,9 % (im Vorjahr: 20,7 %). Zudem ging die Anzahl der verkauften Interviews im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % zurück (Vorjahr: +13,2 %). Maßgeblich für die Reduzierung des Umsatzes bei leicht steigenden Projekten ist der Rückgang der Interviews pro Projekt beim Produkt Expert Sessions, der auf den Kostendruck auf Kundenseite zurückzuführen ist. Das Produkt Survey konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % steigern und demnach den Umsatzrückgang im Bereich Expert Sessions teilweise kompensieren. Bei gleichbleibendem Personal konnte der Bereich Survey den Umsatz pro Mitarbeiter erhöhen, welches auf Effizienzsteigerungen in diesem Bereich zurückzuführen ist.

Das Expertennetzwerk konnte im Laufe des Geschäftsjahres von ca. 1.800.000 Experten (Stand: März 2023) auf über 2.800.000 Experten (Stand: März 2024) gesteigert werden.

Die Anzahl der Mitarbeiter ging von durchschnittlich 161 im Jahr 2022 auf 138 im Jahr 2023 zurück.

2.3 Ertragslage

Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist durch ein schwieriges makroökonomisches Umfeld geprägt.

Die AP GmbH hat im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 60.970 T€ erzielt, was im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 0,6 % darstellt (Vorjahr: 61.337 T€) und unter den Erwartungen liegt (Vorjahresprognose: Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich). Verantwortlich hierfür waren die geringere Erhöhung der Projektnachfrage im Vergleich zum Vorjahr von 4,9 % (im Vorjahr: 20,7 %). Zudem ging die Anzahl der verkauften Interviews im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % zurück (Vorjahr: +13,2 %). Maßgeblich für die Reduzierung des Umsatzes bei leicht steigenden Projekten ist der Rückgang der Interviews pro Projekt beim Produkt Expert Sessions, der auf den Kostendruck auf Kundenseite zurückzuführen ist. Das Produkt Survey konnte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 % steigern und demnach den Umsatzrückgang im Bereich Expert Sessions teilweise kompensieren. Bei gleichbleibendem Personal konnte der Bereich Survey den Umsatz pro Mitarbeiter erhöhen, welches auf Effizienzsteigerungen in diesem Bereich zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand (Expertenkosten) umfasst die Honorare der vermittelten Industrieexperten. Dieser reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % auf 23.585 T€ (Vorjahr: 25.056 T€) überwiegend aufgrund des geringeren Umsatzes als auch aufgrund eines verbesserten Cost- Controllings. Das Rohergebnis stieg um 3,1 % auf 40.124 T€ (Vorjahr: 38.916 T€). Relativ zum Umsatz hat sich das Rohergebnis leicht verbessert auf 65,8 % (Vorjahr: 63,4 %), was im Wesentlichen den Erwartungen entspricht (Vorjahresprognose: Rohergebnis (in % vom Umsatz) auf Vorjahresniveau).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 269 T€ bzw. 11,5 % auf 2.065 T€ gesunken. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus gesunkenen Erträgen aus Währungsumrechnung, die von 1.840 T€ auf 1.538 T€ gesunken sind.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % auf 11.026 T€ (Vorjahr: 10.413 T€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Gehaltserhöhungen. Die auf die Umsatzerlöse bezogene Personalaufwandsquote ist von 17,0 % auf 18,1 % gestiegen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 31.387 T€ (Vorjahr: 29.718 T€) hängt im Wesentlichen mit höheren Weiterbelastungen der ausländischen Töchter, überwiegend im Zusammenhang mit gestiegen Personalkosten, höheren IT-Kosten im Zusammenhang mit der Workday-Einführung sowie höheren Rechts- und Beratungskosten, zusammen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 2.526 T€ (Vorjahr: 2.587 T€).

In Summe ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.139 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.395 T€). Dieser spiegelt die erhöhten Personalaufwands- und Intercompany-Weiterbelastungskosten bei annähernd gleichbleibendem Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wider. Das um das Ergebnis aus der Währungsumrechnung angepasste EBITDA (angepasstes EBITDA) betrug -1.301 T€ im Vergleich zu -468 T€ im Vorjahr und liegt damit aufgrund der oben dargestellten Gründe deutlich unter den Erwartungen (Vorjahresprognose: angepasstes EBITDA deutlich über Vorjahresniveau).

2.4 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der AP GmbH beträgt zum Stichtag 28,1 % (Vorjahr: 39,6 %). Das Eigenkapital beläuft sich auf 6.748 T€ (Vorjahr: 9.887 T€). Der Rückgang der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr ist auf den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres bei gleichzeitig geringerer Bilanzsumme zurückzuführen. Zur Entwicklung der Bilanzsumme wird auf die Ausführungen zur Vermögenslage verwiesen.

Im Geschäftsjahr besteht eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von 10.000 T€. Zum Bilanzstichtag wurde von dieser Kontokorrentkreditlinie ein Betrag von 6.109 T€ (Vorjahr: 4.651 T€) in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen daher zum Stichtag 6.113 T€ (Vorjahr: 4.658 T€). Der Finanzmittelfonds, bestehend aus den Positionen "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", betrug zum Stichtag -1.961 T€ (Vorjahr: -1.022 T€).

Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen betreffen im Wesentlichen die aktivierten Entwicklungskosten, siehe die Ausführungen oben im Abschnitt 1.2 "Forschung und Entwicklung".

Das kurzfristig gebundene Vermögen von 13.134 T€ (Vorjahr: 16.885 T€) steht einem kurzfristigen Fremdkapital von 16.423 T€ (Vorjahr: 14.788 T€) gegenüber, davon stellen 3.195 T€ (Vorjahr: 3.323 T€) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Das kurzfristig gebundene Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital zu 80,0 % (Vorjahr: 114,2 %). Der zukünftige Kapitalbedarf soll durch laufende Cashflows gedeckt werden.

Die Liquidität ist jederzeit gegeben.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der AP GmbH per 31. Dezember 2023 beträgt 24.024 T€ (Vorjahr: 24.954 T€). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 930 T€ ist im Wesentlichen durch einen reduzierten Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen bedingt. Gegenläufig wirkte der Anstieg des Anlagevermögens, wobei der Effekt bei den Forderungen überwog. Einhergehend damit sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Kreditinstituten angestiegen.

Der Anstieg des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf die aktivierten Entwicklungskosten für die Atheneum-Plattform in den immateriellen Vermögensgegenständen, die Investitionen in IT- Systeme sowie auf die Ausleihung an das Mutterunternehmen in den Finanzanlagen zurückzuführen.

2.6 Gesamtbewertung

Aus der Perspektive der Unternehmensleitung stellte das Geschäftsjahr 2023 für die AP GmbH trotz der Konfrontation mit einem anspruchsvollen makroökonomischen Kontext ein Jahr dar, in dem zufriedenstellende Erfolge erzielt wurden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entwickelte sich unter den Erwartungen, wird aber als stabil angesehen.

2.7 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind der Umsatz, das Rohergebnis im Sinne des § 276 Satz 1 HGB sowie das um das Ergebnis aus der Währungsumrechnung angepasste EBITDA (definiert als Umsatzerlöse +/- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen + andere aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge exkl. Erträge aus Währungsumrechnung - Materialaufwand - Personalaufwand - sonstige betriebliche Aufwendungen exkl. Aufwendungen aus Währungsumrechnung). Das Rohergebnis wird in seiner absoluten und relativen Ausprägung herangezogen. Diese Leistungsindikatoren werden im Rahmen monatlicher Berichte an das Management, die Gesellschafter sowie den Beirat des Mutterunternehmens kommuniziert.

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Abschnitt 2.3 "Ertragslage" oben dargestellt; ihre Prognose ist im nachfolgenden Abschnitt 3 "Prognosebericht" enthalten.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung eine Belebung der Wachstumsdynamik trotz der makroökonomischen Unsicherheit. Wesentliche gravierende Auswirkungen und Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit der AP GmbH werden nicht erwartet. Vorteilhaft zu vermerken ist die Tatsache, dass Atheneum sehr global aufgestellt und mit seinen Tochtergesellschaften weniger abhängig von regionalen Märkten ist. Es wird hinsichtlich des Umsatzes von einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Haupttreiber ist eine weitere Steigerung der Projektanfragen und damit einhergehend der realisierten Projekte. Es wird von einem Rohergebnis (in % vom Umsatz) auf Vorjahresniveau ausgegangen. Es wird ein um das Ergebnis aus der Währungsumrechnung angepasstes EBITDA-Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau erwartet.

4. Risikobericht

4.1. Konjunkturelle Risiken

Das Risiko einer konjunkturellen Abkühlung aufgrund des andauernden Ukraine-Kriegs und der makroökonomischen Unsicherheit aufgrund Inflationsdruck und Energiekrise wird als hoch eingeschätzt. Die weiteren Folgen des andauernden Ukraine-Krieges und die makroökonomischen Unsicherheiten sind in ihren vollen Dimensionen noch nicht absehbar, jedoch werden die Energie-, Nahrungsmittel- und weitere Rohstoffpreise stetig steigen, was zu weiterer Inflation sowie zu reduzierten Realeinkommen führen wird.

Der Einsatz von Expertennetzwerken wird in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs von Unternehmen teilweise auf den Prüfstand gestellt, was zu einer Reduzierung der Projektanfragen und/oder des angebotenen Preises führen kann.

Risikobegrenzend wirkt jedoch die Tatsache, dass die AP GmbH gegenüber Inhouse-Lösungen seitens unserer Kunden eine kostengünstigere Alternative darstellt und somit in solch einem Umfeld als Substitut agieren könnte. Zudem wird neuer Bedarf an der Vermittlung von Expertenwissen durch neue Geschäftsmodelle und durch angepasste Unternehmensprozesse generiert. Zudem gibt es Kundensegmente, die seit Corona vermehrt in Projekte investieren, insbesondere der Bereich Life Sciences/Pharma, welche teilweise negative Entwicklungen ausgleichen können.

Das Risiko einer Reduzierung der Projektanfragen und/oder des angebotenen Preises wird zwischen mittel-niedrig und mittel eingestuft, kann aber je nach Region unterschiedlich ausfallen.

4.2. Wettbewerbsrisiko

Weitere Risiken bestehen durch den Eintritt internationaler Konkurrenten bzw. Plattformen. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

4.3. Rechtliche Risiken

Zudem könnten die teilweise sehr hohen Compliance-Anforderungen der Kunden dazu führen, dass die AP GmbH weitere Investitionen im Bereich Legal und Compliance zu unternehmen hat. Ein Regressrisiko ist gering, da Haftungsrisiken aus den vermittelten Inhalten explizit vertraglich ausgeschlossen werden.

Zusätzlich hat die Gesellschaft zwecks Risikominimierung eine Vermögensschadenhaftplichtversicherung abgeschlossen.

4.4. Liquiditätsrisiko

Gemäß der derzeitigen Finanzplanung benötigt die Gesellschaft keine zusätzliche Liquidität.

Derzeitig besteht eine Kreditlinie in Höhe von 10,0 Mio. €. Diese dient in erster Linie dazu, das Working- Capital-Management der AP GmbH zu verbessern.

Die Geschäftsführung beobachtet Markttrends und Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen ganz genau, um frühzeitig etwaigen negativen Entwicklungen gegensteuern zu können.

4.5. Adressenausfallrisiko

Aufgrund der etablierten und diversifizierten Kundenstruktur ergibt sich trotz des hohen Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nur ein moderates Ausfallrisiko.

4.6. Fremdwährungsrisiko

Aufgrund des hohen Anteils an Eingangs- und Ausgangsrechnungen in USD unterliegt die Gesellschaft einem nicht unerheblichen Fremdwährungsrisiko, welches die Gesellschaft durch eine vorausschauende Planung der Zahlungsströme in Fremdwährungen mitigiert.

5. Chancenbericht

Die AP GmbH hat seit ihrer Gründung im Jahr 2010 ein starkes Wachstum verzeichnen können. Mittlerweile verfügt sie über mehr als 2,8 Mio. Experten (Stand: März 2024) auf ihrer Plattform und gehört somit zu den führenden B2B-Expertennetzwerken in Deutschland.

Wir beobachten am Markt eine steigende Nachfrage nach Industrieexperten zur Wissensvermittlung an Unternehmen. Hauptvorteil für Unternehmen ist die Möglichkeit, flexible Ressourcen zur Lösung bestimmter Fragestellungen/Projekte zu erwerben. Gegenüber anderen Anbietern verfügt die AP GmbH zudem aufgrund ihrer globalen Aufstellung über einen Wettbewerbsvorteil, insbesondere hinsichtlich der Verfügbarkeit und kulturellen Gegebenheiten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich dieser Trend zukünftig noch verstärken wird. Insbesondere sehen wir einen verstärkten Bedarf nach sogenannten Surveys, die wie im Vorjahr rund 11 % vom Gesamtumsatz ausmachen.

Weiteres Potential besteht in der Erweiterung des Produktportfolios und in der weiteren Automatisierung des Experten-Recruitments.

Durch die beschriebenen Chancen können sich für die AP GmbH positive Auswirkungen auf das operative Geschäft ergeben, die sich umsatzsteigernd auswirken können.

 

Berlin, den 29. Juli 2024

Owens, James C., Vorsitzender, Chief Executive Officer

Ahmad, Ammad, Chief Strategy Officer

Lopez, Claudia, Chief Operating Officer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.334.122,00 2.377.925,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 463.278,00 2.525,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 44.564,74 0,00
3.841.964,74 2.380.450,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.383,00 162.187,00
100.383,00 162.187,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.733,96 142.733,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.009.363,14 4.631.246,73
3. Beteiligungen 260,00 260,00
6.152.357,10 4.774.240,69
10.094.704,84 7.316.877,69
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.789.796,38 11.373.460,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.540,63 1.720.878,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 310.687,91 325.855,40
9.128.024,92 13.420.195,19
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.152.074,79 3.636.382,55
13.280.099,71 17.056.577,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 648.744,15 580.909,18
24.023.548,70 24.954.364,61

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 68.899,00 68.899,00
II. Kapitalrücklage 13.142.052,41 13.142.052,41
III. Verlustvortrag -3.323.896,04 -1.929.017,81
IV. Jahresfehlbetrag -3.139.286,17 -1.394.878,23
6.747.769,20 9.887.055,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 618.171,40
2. Sonstige Rückstellungen 2.288.236,48 2.113.172,75
2.288.236,48 2.731.344,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.112.903,35 4.658.489,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.953.525,94 2.452.714,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.195.369,28 3.322.566,11
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.873.287,02 1.623.159,87
davon aus Steuern EUR 110.864,70 (Vorjahr EUR 135.671,88) 14.135.085,59 12.056.929,81
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 47.917,06 (Vorjahr EUR 59.503,01)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 852.457,43 279.035,28
24.023.548,70 24.954.364,61

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 60.969.656,27 61.337.224,57
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 673.664,28 300.408,08
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.065.025,27 2.334.357,02
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.537.666,24 (Vorjahr EUR 1.840.143,60)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -23.584.799,69 -25.056.202,98
-23.584.799,69 -25.056.202,98
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.407.117,11 -8.818.544,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.619.095,04 -1.594.108,42
-11.026.212,15 -10.412.653,41
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-604.450,42 -357.840,25
-604.450,42 -357.840,25
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.526.175,69 (Vorjahr EUR 2.587.049,68) -31.386.999,47 -29.717.831,74
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 359.218,20 285.080,08
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 359.212,45 (Vorjahr EUR 285.076,25)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.903,05 82,17
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -646.899,13 -107.500,77
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.607,62 -1,00
12. Ergebnis nach Steuern -3.139.286,17 -1.394.878,23
13. Sonstige Steuern 0,00 0,00
14. Jahresfehlbetrag -3.139.286,17 -1.394.878,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Atheneum Partners GmbH

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Atheneum Partners GmbH mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 128382 B) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände wurde von der Ausübung des Aktivierungswahlrechts gem. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt mit den während der Entwicklung angefallenen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2a HGB. Die Herstellungskosten umfassen ausschließlich Einzelkosten. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Folgebewertung erfolgt zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, einschließlich Nebenkosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 3 und 8 Jahren) angesetzt:

1.

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: 3-5 Jahre

2.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-8 Jahre

Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Geringwertige selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis 200,00 € (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr ihres Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Ausleihungen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, sofern sie Aufwand für bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden lediglich eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Der zur Berechnung angewandte unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 30,18 %. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander saldiert. Ein sich nach Saldierung ergebender Aktivüberhang wird aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt.

Im Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

B. Weitere Angaben zur Bilanz

1. Angaben zum Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens inkl. Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierter Abschreibung ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

2. Angaben zu Finanzanlagen

Beteiligungsbesitz

31.12.2023 Eigenkapital 2023 Ergebnis
Beteiligung T€ T€
Ausland Atheneum Partners Latinoamerica S.A., Santiago de Chile, Chile 100,00 % 175 56
Ausland Atheneum Partners Asia Limited, Hongkong 100,00 % 397 62
Ausland Atheneum Partners (Shanghai) Limited, Shanghai, China * 100,00 % 474 -73
Ausland Atheneum Partners (Private) Limited, Lahore, Pakistan 100,00 % 140 61
Ausland Atheneum Limited, London, UK 100,00 % 732 197
Ausland Atheneum Partners LLC, New York, USA 100,00 % 682 102
Ausland Atheneum Korea Ltd., Seoul, Republic of Korea 100,00 % 180 42
Ausland Atheneum Partners G.K., Tokyo, Japan 100,00 % 78 16
Ausland Inversiones Atheneum Chile SpA., Santiago de Chile, Chile ** 100,00 % 6 0

* indirekt beteiligt über Atheneum Partners Asia Limited, Hongkong
** indirekt beteiligt über Atheneum Partners Latinoamerica S.A., Santiago de Chile, Chile

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 6.009 T€ (Vorjahr: 4.631 T€) sind Ausleihungen an die Gesellschafterin in Höhe von 4.455 T€ (Vorjahr: 3.202 T€) enthalten.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen im Wesentlichen auf Kautionen in Höhe von 146 T€ (Vorjahr: 172 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Weiterbelastungen an Tochterunternehmen sowie Intercompany-Verrechnungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 28 T€ (Vorjahr: 17 T€) enthalten.

4. Eigenkapital

Für die Ausschüttung sind im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB die in dem Bilanzposten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ausgewiesenen Beträge, abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern (siehe Abschnitt B. 8.), gesperrt.

5. Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen liegen zum Bilanzstichtag nicht vor (Vorjahr: 618 T€).

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 1.032 T€ (Vorjahr: 723 T€), für Kundenrabatte in Höhe von 632 T€ (Vorjahr: 690 T€), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 452 T€ (Vorjahr: 458 T€), für Jahresabschlussprüfungs-, Steuerdeklarationskosten sowie andere prüfungsnahe Dienstleistungen in Höhe von 85 T€ (Vorjahr: 101 T€), für Expertenkosten in Höhe von 28 T€ (Vorjahr: 81 T€), für Aufbewahrungskosten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 10 T€) sowie sonstige Kosten in Höhe von 50 T€ (Vorjahr: 50 T€) enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2023 * Restlaufzeit bis ein Jahr *
(T€) (T€)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.113 6.113
(4.659) (4.659)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 2.954 2.954
Leistungen (2.453) (2.453)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 3.195 3.195
Unternehmen (3.323) (3.323)
4. Sonstige Verbindlichkeiten, 1.873 1.873
(1.623) (1.623)
- davon aus Steuern 111 111
(136) (136)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 48 48
(60) (60)

* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Cost-Plus-Weiterbelastungen der Tochterunternehmen sowie Intercompany- Verrechnungen.

8. Latente Steuern

Aus der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von 1.006 T€ (Vorjahr: 718 T€), wovon sich 289 T€ (Vorjahr: 236 T€) auf das Berichtsjahr beziehen. Dem gegenüber stehen wie im Vorjahr aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich wie im Vorjahr ein Aktivüberhang, der aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt wurde.

C. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach geographisch bestimmten Märkten:

2023 2022
TEUR TEUR
Americas 21.705 22.646
APAC 15.787 15.220
EMEA 23.478 23.471
60.970 61.337

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
TEUR TEUR
Expert Sessions & EBR 54.010 54.861
Survey 6.959 6.476
60.970 61.337

2. Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen, Erträge aus Ausleihungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 1.538 T€ (Vorjahr: 1.840 T€) enthalten. Zudem sind periodenfremde Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 186 T€ (Vorjahr: 145 T€), aus der Ausbuchung von verjährten Kundenüberzahlungen in Höhe von 121 T€ (Vorjahr: 138 T€) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 67 T€ (Vorjahr: 51 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 2.526 T€ (Vorjahr: 2.587 T€). Periodenfremde Aufwendungen liegen wie im Vorjahr nicht vor.

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 359 T€ (Vorjahr: 285 T€) enthalten.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt 2.264 T€ (Vorjahr: 2.037 T€). Der Gesamtbetrag der gemäß § 248 Abs. 2 HGB aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 1.375 T€ (Vorjahr: 1.068 T€), hiervon entfallen 1.375 T€ (Vorjahr: 1.068 T€) auf die Erstellung immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 138 (Vorjahr: 161) Angestellte beschäftigt. Die Angestellten sind verteilt auf folgende Gruppen:

2023
Operations 90
Vertrieb/Marketing 1
Administration 44
Management 3
138

2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Wengeler, Mathias, New York, Vorsitzender/Chief Executive Officer (bis zum 15.02.2023)

Schnittlich, Brett, New York, Interims- Vorsitzender/Interim Chief Executive Officer (ab dem 16.02.2023 bis zum 31.05.2023)

Owens, James C., New York, Vorsitzender/Chief Executive Officer (ab dem 31.05.2023)

Ahmad, Ammad, London, Chief Strategy Officer

Margolis, Marta, München, Chief Revenue Officer (bis zum 30.06.2024)

Claudia Lopez, Überlingen, Chief Operating Officer (ab dem 03.05.2024)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB).

3. Angaben zum Beirat und den Mitgliedern des Beirats

Mitglieder des Beirats:

Günter Schürger, Vogel Communications Group, CFO

Samuli Siren, Redstone Digital GmbH, Managing Director

Mathias Wengeler, Atheneum Partners GmbH, CEO

Michael Brehm, M.C.B. Beteiligungsgesellschaft mbH, Geschäftsführer

Sascha von Holt, Crosslantic Capital Management GmbH, Partner

Christian Köglsperger, Crosslantic Capital Management GmbH, Associate Partner

Die Mitglieder des Beirats haben im Geschäftsjahr von der Gesellschaft keine Vergütung erhalten.

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23.02.2023 wurde der Gesellschaftsvertrag neu gefasst. Insofern hat die Atheneum Partners GmbH ab dem 23.02.2023 keinen Beirat mehr.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Atheneum Partners Holding GmbH, Berlin, enthalten.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesen Verbindlichkeiten bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 581 T€. Hiervon entfallen 413 T€ auf das folgende Geschäftsjahr.

Für Verpflichtungen aus einem KFZ-Leasingvertrag sind bis zum Ende der Laufzeit des Vertrags voraussichtlich 8 T€ aufzuwenden. Hiervon entfallen 8 T€ auf das folgende Geschäftsjahr.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Atheneum Partners Holding GmbH, Berlin, einbezogen (größter und kleinster Kreis). Diese werden gemäß den §§ 290 ff. HGB aufgestellt und im Unternehmensregister offengelegt. Insoweit entfällt auch nach § 291 HGB die Pflicht, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Das Mutterunternehmen der Atheneum Partners Holding GmbH, Berlin, lautet GGE Redwood Investor LP (eingetragen bei dem Secretary of State des Staates Delaware, Division of Corporations, unter Nr. 6035929 Delaware, USA). Die Gesellschaft erstellt keinen Konzernabschluss zum 31.12.2023.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Berlin, 29. Juli 2024

Geschäftsführung

Owens, James C., Vorsitzender, Chief Executive Officer

Ahmad, Ammad, Chief Strategy Officer

Lopez, Claudia, Chief Operating Officer

Weitere Angaben zur Bilanz

1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.937.293,20 1.374.549,96 0,00 5.311.843,16
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.887,47 568.552,11 0,00 627.439,58
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 44.564,74 0,00 44.564,74
3.996.180,67 1.987.666,81 0,00 5.983.847,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 537.983,26 16.494,35 0,00 554.477,61
537.983,26 16.494,35 0,00 554.477,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.733,96 0,00 0,00 142.733,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.631.246,73 1.378.116,41 0,00 6.009.363,14
3. Beteiligungen 260,00 0,00 0,00 260,00
4.774.240,69 1.378.116,41 0,00 6.152.357,10
9.308.404,62 3.382.277,57 0,00 12.690.682,19
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.559.368,20 418.352,96 0,00 1.977.721,16
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.362,47 107.799,11 0,00 164.161,58
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
1.615.730,67 526.152,07 0,00 2.141.882,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 375.796,26 78.298,35 0,00 454.094,61
375.796,26 78.298,35 0,00 454.094,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.991.526,93 604.450,42 0,00 2.595.977,35
Bilanzwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.334.122,00 2.377.925,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 463.278,00 2.525,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 44.564,74 0,00
3.841.964,74 2.380.450,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.383,00 162.187,00
100.383,00 162.187,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.733,96 142.733,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.009.363,14 4.631.246,73
3. Beteiligungen 260,00 260,00
6.152.357,10 4.774.240,69
10.094.704,84 7.316.877,69

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Atheneum Partners GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Atheneum Partners GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Atheneum Partners GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 29. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer

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