Bichelhuber GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Wolf seit 14.4.2026 | Geschäftsführer |
Gregor Bernhard Walter Dr. Sommer seit 5.6.2025 | Geschäftsführer |
Thorsten Blasius seit 31.7.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 11.19% |
| Name | Anteil |
|---|---|
ASICA Invest GmbH | 88.81% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ASICA Holding GmbHKarlsruheKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ASICA HOLDING GMBH, KARLSRUHEI. ALLGEMEINE ANGABEN / GESCHÄFTSMODELL Die ASICA Holding GmbH ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das in den Leistungsfeldern Anbau, Export, Import und Veredelung (Reifung und Verpackung) von Obst, insbesondere Südfrüchten, sowie mit dem Handel dieser tätig ist. Wir operieren mit unseren Leistungen länderübergreifend, wobei die Hauptabsatzgebiete im europäischen Markt, hier in erster Linie in den D-A-CH-Staaten Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen. Die Muttergesellschaft BRASICA Holding GmbH wurde mit Gesellschaftervertrag vom 12. Juni 2018 gegründet. Die Gesellschaft wurde zum 15. Dezember 2021 umbenannt in ASICA Holding GmbH. Der Konzern besteht zum 31. Dezember 2023 aus den Tochterunternehmen:
Der Konzern wurde durch Einbringung der Beteiligungen (mittelbar und unmittelbar) in die BRASICA Holding GmbH mit Notarvertrag vom 13. August 2018 gegründet. Mit dem Einbringungsvorgang wurden zwei Unternehmensgruppen, die Bratzler-Unternehmensgruppe (Deutschland, Niederlande) und die Asica-Unternehmensgruppe (Peru, Niederlande) zusammengeführt. Mit der Zusammenführung wird die Handelstätigkeit um die agrar-wirtschaftliche Anbautätigkeit erweitert. Mit immer weiter steigenden Importmengen bei der Bratzler & Co. GmbH aus Übersee fiel im Jahr 2014 die Entscheidung zur Gründung der Bratzler & Co. B.V. mit Sitz in Poeldijk. Dieser Standort bot eine räumlich günstige Nähe zu den großen Seehäfen, schaffte zusätzliche Reifekapazitäten und eröffnete den Zugang zu neuen Märkten. Zum 1. Januar 2020 wurde das niederländische Unternehmen Fruitsolute B.V am Standort Poeldijk umfassend neu strategisch ausgerichtet. Dazu gehörte auch, die Reifekapazität erheblich auszuweiten, sodass zu den bisherigen 19 Reifekammern weitere zehn hinzukamen. Ab dem Jahr 2020 hat das Unternehmen als Dienstleister Exoten wie Avocados, Mangos sowie Kiwis und deren Reifung, Sortierung, Verpackung und Logistik angeboten. Die Asica Farms S.A.C. bewirtschaftet landwirtschaftliche Flächen in Peru und exportiert Südfrüchte. Die Asica Group B.V. übernimmt den Vertrieb und die Distribution von Südfrüchten. Dies geschieht sowohl in die D-A-CH-Staaten Deutschland, Österreich und Schweiz, als auch zu Kunden in Skandinavien und den Benelux-Ländern. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland (Quelle: Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 des Statistischen Bundesamts) Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Dennoch ist die Inflationsrate weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Das Ergebnis für das Jahr 2023 resultiert jedoch im Wesentlichen aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2023 erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie um 14,0 %, unter anderem kostete Erdgas 14,7 % und Strom 12,7 % mehr als ein Jahr zuvor. Hingegen verbilligte sich unter den Haushaltsenergieprodukten leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich um 22,2 %. Auch Kraftstoffe wurden im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für die Verbraucherinnen und Verbraucher um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preiserhöhungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5 %, darunter Butter: -17,8 %). Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag 2023 bei +5,1 %, nach +3,8 % im Jahr 2022 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit verstärkt. Diese Kenngröße verdeutlicht auch, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2023 ebenfalls hoch war. Waren insgesamt verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 um 7,3 %. Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich um +8,8 %, unter anderem wurden neben den Nahrungsmitteln (+12,4 %) auch alkoholfreie Getränke (+10,5 %) sowie alkoholische Getränke und Tabakwaren (+8,5 %) merklich teurer. Gebrauchsgüter verteuerten sich 2023 um 4,8 %, auch hier wurden für einige Güter deutliche Preiserhöhungen ermittelt, zum Beispiel für Möbel und Leuchten (+6,9 %) oder für Fahrzeuge (+6,3 %). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit 4,4 % unterdurchschnittlich. Die für diese Entwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten sich im Jahresdurchschnitt um 2,0 %. Unter dem Jahresdurchschnitt für 2023 lag auch die Preisentwicklung im öffentlichen Personennahverkehr, hier wirkte sich insbesondere die Einführung des Deutschlandtickets aus. Die Preise für den kombinierten Verkehr erhöhten sich 2023 um 2,5 % gegenüber 2022. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Pauschalreisen (+9,1 %), für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+8,4 %) oder Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (+8,1 %). Konjunkturelle Entwicklung: Die konjunkturelle Erholung in Deutschland verzögert sich. Die Konjunktur wird noch immer von der Energiekrise und den durch die hohe Inflation gesunkenen Realeinkommen gebremst. Um die Inflation zu bekämpfen, haben die Zentralbanken weltweit ihre Geldpolitik gestrafft. Die Straffung und die schleppende Entwicklung in China tragen zum eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfeld bei. Das höhere Zinsniveau dämpft zudem Investitionen und Bautätigkeit im Inland. Der Sachverständigenrat erwartet daher, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % schrumpft. Im Jahr 2024 ist aufgrund steigender Realeinkommen mit einer Ausweitung des privaten Konsums zu rechnen. Dies dürfte zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führen und das BIP um 0,7 % erhöhen (Quelle: Quelle: Sachverständigenrat für Wirtschaft: Jahresgutachten 2023/24 (sachverstaendigenrat-wirtschaft.de)). Branchenentwicklung: Nach dem Auslaufen der Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie sind Hotellerie und Gastronomie wieder in den Normalbetrieb zurückgekehrt. Somit ist die Nachfrage aus diesen wichtigen Kundengruppen des Großhandels mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren wieder sichergestellt. Dennoch kann die Branche nicht vollumfänglich am wiederbelebten Geschäft ihrer Abnehmer teilhaben, auch wenn das Umsatzplus von 15,8 % das suggeriert. Aufgrund sehr starker Preissteigerungen in allen Teilbranchen ist das Wachstum vor allem preisgetrieben und zahlreiche Teilbranchen verbuchen unterm Strich ein reales Umsatzminus (Quelle: Branchenservice der Sparkassen-Finanzgruppe; www.dsgv.de; Abruf vom 04.07.2024). Preisentwicklung: Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war (Quelle: Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 des Statistischen Bundesamts). Niederlande Konjunkturelle Entwicklung: Laut aktuellen Zahlen des niederländischen Statistikamtes Centraal Bureau voor Statistiek (CBS) wuchs die niederländische Wirtschaft im vergangenen Jahr minimal um 0,1 % und ist damit raus aus der Rezession. Sowohl der Export, mit einem Minus von 1,3 %, als auch die Importe mit -0,8 % sanken und führen zu einer negativen Handelsbilanz für das Jahr 2023. Im vergangenen Jahr konnten die Niederlande bei den Exporten gegenüber dem Vorjahr noch ein Plus von 5,2 % erzielen, und ein Plus von 4,3 % bei den Importen. Zudem hatte im Vorjahr das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) noch bei 4,5 % gelegen. Und das, obwohl 2022 noch Corona-Maßnahmen die Handelszahlen beeinflussten. 2023 war das erste vollständige Jahr ohne Corona-Einschränkungen. Trotz dieser vorläufigen Handelszahlen mit negativer Außenhandels-Bilanz und lediglich einem kleinen BIP-Wachstum sind niederländische Wirtschaftsexperten vorsichtig optimistisch: Denn im vierten Quartal war das BIP gegenüber dem dritten Quartal erstmals wieder gewachsen, und zwar um 0,3 %. Und damit befinden sich die Niederlande nicht mehr in einer Rezession. Nachdem in den ersten drei Quartalen des Jahres das BIP rückläufig war (1. Quartal: -0,3 %; 2. Quartal: -0,2 %, 3. Quartal: -0,3 %). Der Anstieg des BIP im vierten Quartal ist laut CBS hauptsächlich auf den Konsum der privaten Haushalte zurückzuführen, die gegenüber dem dritten Quartal wieder 1,8 % mehr Geld für Waren, insbesondere für Kleidung, sowie für Dienstleistungen und andere Güter ausgaben. Insbesondere für Kultur, Freizeit und Urlaub gaben die Niederländer im vierten Quartal wieder deutlich mehr Geld aus. Lediglich für Lebensmittel gaben die Konsumenten weniger aus (Quelle: https://www.dnhk.org/newsroom/ news/news-details/niederlaendische-wirtschaft-bleibt-2023-stabil). Branchenentwicklung: 2023 exportierten die Niederlande Agrargüter im Wert von 123,8 Milliarden EUR - ein kleines Plus von 1,6 %, das auf Preissteigerungen zurückzuführen ist. Nach Deutschland exportierten die Niederlande Agrarprodukte im Wert von knapp 30 Mrd. EUR. Somit liegt Deutschland als Abnehmer von beinahe einem Viertel der Erzeugnisse weiterhin deutlich an der Spitze als wichtigster Handelspartner im Agrarsektor. Der Zuwachs des Gesamtexports der Agrarwirtschaft in den Niederlanden setzt sich 2023 fort - zum achten Mal in Folge. So berichtet es das CBS. Nach Schätzungen des CBS verdiente die niederländische Wirtschaft im Jahr 2023 durch den Export von Agrargütern 50,4 Milliarden EUR. 45,7 Milliarden EUR davon durch den Export inländischer Produkte, unter anderem nach Deutschland, dem traditionell wichtigsten Abnehmer von Agrargütern. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich in der Rangliste der gesamten Top 3 der niederländischen Agrarexporte keine Veränderung feststellen: Milchprodukte und Eier fallen auf Platz Eins, gefolgt von Produkten der Blumenzucht und Fleischprodukten. Ein außerordentlicher Zuwachs ist jedoch besonders bei Gemüse und Obst sichtbar. Der Exportwert von Gemüse stieg um etwa 12 %, der von Obst um 11 % und Obst- und Gemüsezubereitungen verzeichneten einen Anstieg um 14 %. Dies ist teilweise auf gestiegene Preise aufgrund von Witterungsbedingungen, höheren Lagerungskosten und verstärktem Wettbewerb in der Landnutzung zurückzuführen (Quelle: https://www.dnhk.org/newsroom/news/news-details/deutschland-wichtigster-import-partner-fuer-niederlaendische-agrargueter). Preisentwicklung: Im Jahr 2023 hat die durchschnittliche Inflationsrate in den Niederlanden rund 4,1 % betragen. Für das Jahr 2024 wird die durchschnittliche Inflationsrate in den Niederlanden auf rund 2,7 % prognostiziert (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/213055/umfrage/ inflationsrate-in-den-niederlanden/). Peru Konjunkturelle Entwicklung: Trotz der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise und der Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine wurde die peruanische Volkswirtschaft nicht so stark beeinträchtigt wie die anderer Länder Lateinamerikas. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Jahr 2023 um 0,55 %, nachdem fünf Hauptsektoren negative Ergebnisse zwischen -2 und -8 % verzeichnet hatten: Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Telekommunikation und sonstige Informationsdienstleistungen sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Die Fischerei war mit -19,75 % der am stärksten betroffene Sektor. Das prognostizierte BIP-Wachstum für 2024 liegt zwischen 2,0 und 2,5 % (Quelle: https://library.fes.de/pdf-files/international/gm-lak/21173/2024-peru.pdf). Branchenentwicklung: Obwohl der peruanische Agrarexportsektor im Jahr 2023 interessante Wachstumszahlen für mehrere nicht-traditionelle Produkte aufweist, verzeichnet das wichtigste Agrarexportprodukt - ungerösteter Kaffee - einen Rückgang der Verkaufszahlen. Bei den Importen aus Deutschland sticht der Bereich Gesundheit/Medizin bei weitem heraus. Nach Angaben der deutschen Statistikbehörde DESTATIS sind die peruanischen Exporte nach Deutschland bis Ende 2023 um rund 13,5 % (in EUR) zurückgegangen, während die Importe deutscher Produkte nach Peru eine Veränderung von -9 % gegenüber dem vorangegangenen Zeitraum aufweisen. Bei den peruanischen Exporten nach Deutschland ist der vom peruanischen Zoll angegebene Rückgang höher als der von DESTATIS (-25 %). Dieser Unterschied ist möglicherweise auf eine Verzögerung bei der Registrierung der Warenbewegungen und auf eine Verstärkung des Rotterdam-Effekts bei den Ausfuhren zurückzuführen (die Nichterfassung von Ausfuhren nach Deutschland über Drittländer wie die Niederlande). Bei den Einfuhren nach Peru weisen beide Zollämter ähnliche Zahlen und Prozentsätze aus. So weist die Handelsbilanz mit Deutschland nach deutschen Angaben einen Überschuss von +284 Mio. EUR auf, während die peruanischen Statistiken ein Handelsdefizit von 256 Mio. US-Dollar ausweisen. Aufgrund dieses Unterschieds in der Rangfolge der peruanischen Exportdestinationen würde Deutschland in der Rangfolge der peruanischen Exportdestinationen an 12. oder 16. Stelle stehen. In der Rangfolge der Herkunft der peruanischen Importe steht Deutschland weltweit an zehnter Stelle, in Europa jedoch an erster Stelle. Nach peruanischen Angaben entfallen rund 50 % der Ausfuhren nach Deutschland auf Bergbauprodukte sowie Eisen- und Stahlerzeugnisse (hauptsächlich Kupfererze und deren Konzentrate). Landwirtschaftliche und tierische Erzeugnisse erreichten einen Anteil von 30 %, wobei das wichtigste peruanische Agrarexportprodukt ungerösteter Kaffee ist, trotz des schwierigen Jahres, das die peruanische Kaffeeindustrie durchmachen musste. Bei den Einfuhren deutschen Ursprungs entfallen fast 50 % der Gesamteinfuhren auf Investitionsgüter, 33 % auf Vorleistungsgüter und etwas mehr als 17 % auf Konsumgüter. Zu den Produkten mit dem höchsten Importvolumen gehören Diesel-LKW und Medikamente für den menschlichen Verbrauch (Quelle: https://peru.ahk.de/news/news-details/handelsaustausch-peru-deutschland-2023). Preisentwicklung: Im Jahr 2023 hat die durchschnittliche Inflationsrate in Peru rund 6,3 % betragen. Für das Jahr 2024 wird die durchschnittliche Inflationsrate in Peru auf rund 2,3 % prognostiziert (Quelle: Peru - Inflationsrate bis 2029 | Statista). 2. Geschäftsverlauf Die dargestellte Situation und Entwicklung in Deutschland, den Niederlanden und in Peru spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung des Konzerns wider. Der Warenumsatz, bereinigt um konzerninterne Umsätze, beträgt im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 EUR 108.996.399,68 (VJ: EUR 98.620.799,31). Der Umsatz des Konzerns verteilt sich auf die unterschiedlichen Vertriebsregionen wie folgt: Ca. 98 % werden in Europa abgesetzt, ca. 2 % in Nordamerika (USA) und kleiner 1 % in Asien. Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 lag bei EUR 8.726.602,08 (VJ: Konzernjahresfehlbetrag EUR 444.426,53). Der Konzern definiert eine Reihe von nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Dazu zählen in erster Linie Umwelt- und Qualitätsstandards (u.a. Verbrauch von Ressourcen, Verwertung von Produktionsabfällen, Entsorgung von Restabfällen, Einsparung von Verpackungsmaterial) sowie Sozialstandards wie Arbeitnehmerschutz (u.a. Durchführung interner und externer Schulungen). Der Konzern verfügt über entsprechende Strategien, Prozesse und Richtlinien, um Verstößen gegen Lieferkettenstandards vorzubeugen und unsere Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern. Als die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren sind zu nennen der Konzernumsatz, das Konzern-Rohergebnis und das Konzernergebnis vor Steuern. Hierauf wird in den Kapiteln 3 und 4 des Lageberichts verstärkt eingegangen. III. Lage des Konzerns 1. Ertragslage Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beträgt EUR 8.726.602,08 (VJ: Konzernjahresfehlbetrag EUR 444.426,53). Davon entfallen EUR -894,26 (VJ: EUR -353,08) auf nicht beherrschende Gesellschafter, so dass der dem Konzernmutterunternehmen zuzurechnende Konzernverlust bei EUR 8.725.707,85 (VJ: Konzernverlust EUR 444.073,45) liegt. Das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2023 beträgt EUR -9.763.517,27 (VJ: EUR 446.755,52). Das Ergebnis 2023 vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) beträgt EUR -934.453,12 (VJ: EUR 4.751.674,67). Das Rohergebnis beläuft sich auf EUR 32.258.110,59 (VJ: EUR 31.200.512,60) und macht 29,60 % (VJ: 31,64 %) der Umsatzerlöse aus. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Firmengruppe beträgt im Jahr 2023 bei fest angestellten Mitarbeitern/innen in Summe 1.048 (VJ: 854) Arbeitnehmer. Diese verteilen sich auf die einzelnen Gesellschaften wie folgt:
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 beträgt EUR 10.355.442,88 (VJ: EUR 8.840.398,63). Die durchschnittliche Steuerquote des Konzernergebnisses beträgt 10,62 % (VJ: 199,48 %) und ergibt sich insbesondere aus den Gewinnen der europäischen Konzernunternehmen und dem Verlust der peruanischen Gesellschaft. Die Gewinne aus Währungsumrechnung betrugen EUR 751.983,42 (VJ: EUR 3.166.474,78). Währungsverluste waren in Höhe von EUR 36.937,03 (VJ: EUR 158.835,74) zu verzeichnen. Bezugnehmend auf die vorgenannten Kennziffern und die Konzernentwicklung ist die Ertragslage der Firmengruppe insgesamt gekennzeichnet durch die Wertberichtigung einer Forderung der Asica Farms SAC, Peru, sowie den umfangreichen Investitionen in die Plantage in Peru. Die dort stetig wachsenden Obstbäume werden in den kommenden Jahren ihre volle Ertragskraft entfalten. 2. Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage Die Bilanzsumme der Firmengruppe zum 31.12.2023 beträgt EUR 78.607.928,33 (VJ: EUR 69.857.618,39). Die Eigenkapitalquote (Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) beträgt 6,82 % (VJ: 20,22 %). Das Anlagevermögen beläuft sich auf EUR 50.056.545,96 (VJ: EUR 36.895.307,80). Die Anlagenintensität (Verhältnis des Anlagevermögens zur Bilanzsumme) liegt bei 63,68 % (VJ: 52,82 %). Die Vermögenslage ist als gut zu bewerten. Der Konzern verfügt über sehr große stille Reserven. Diese resultieren aus der Bewertung der Obstplantage in Peru. Im Einzelabschluss der Asica Farms SAC wurden die Ländereien, sowie Gebäude und anderen Konstruktionen mit umgerechnet 29.908.344,42 Euro bewertet (IFRS), im konsolidierten Konzernabschluss dagegen lediglich mit 9.224.005,66 Euro (HGB). Darüber hinaus existiert ein unabhängiges Sachverständigengutachten vom 28.06.2022, wonach der kommerzielle Wert der Obstplantage mit 102.409.391 USD beziffert wird. Finanzlage Die liquiden Finanzmittel per 31.12.2023 betragen EUR 4.408.652,32 (VJ: EUR 4.375.663,78), dem stehen kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. EUR 45.954.263,07 (VJ: EUR 32.472.254,10) gegenüber. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.961.594,97 (VJ: EUR 2.785.141,85), der Warenbestand beläuft sich auf EUR 2.880.202,00 (VJ: EUR 2.778.487,38) und Anzahlungen wurden bereits i.H.v. EUR 129.294,94 (VJ: EUR 7.089.464,19) geleistet. Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 70.063.922,24 (VJ. EUR 53.157.978,93) entsprechen rd. 89,13% (VJ: 76,09%) der Bilanzsumme. Davon sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 41.732.589,47 (VJ: EUR 33.334.193,14) innerhalb eines Jahres fällig. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr ergibt sich aus der dem Konzernabschluss beigefügten Kapitalflussrechnung mit EUR 8.454.535,73 (VJ: EUR 7.086.438,12). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -16.432.864,75 (VJ: EUR -14.055.110,74) resultiert im Wesentlichen aus dem Abfluss liquider Mittel für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 16.413.636,83 (VJ: EUR 14.068.775,17). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 8.011.317,56 (VJ: EUR 5.619.611,75) betrifft insbesondere die Aufnahme von Krediten für Investitionen. Darüber hinaus verfügt der Konzern zum Bilanzstichtag über nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von ca. Mio. EUR 5,0 (VJ: ca. Mio. EUR 5,5). Die Finanz- und Liquiditätslage stellt sich derart dar, dass fälligen Verpflichtungen jederzeit nachgekommen werden kann. 3. Gesamtaussage Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz der oben genannten Sondereffekte als solide zu beurteilen. Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen des weiteren Ausbaus der Struktur eines national und international verbundenen, vertikal integrierten Fruchthandels-Unternehmens. Dabei kommt der Bratzler & Co. GmbH innerhalb der Firmengruppe eine Führungsrolle zu. Die Umsetzung einer optimalen Zusammenarbeit aller Tochter- und Schwestergesellschaften in der ASICA Group, sowohl im operativen als auch im administrativen Bereich, wird auch in den Folgejahren noch ein zentrales Thema und eine Herausforderung bleiben. Wir sind auch unter dem Eindruck des diesjährigen Ergebnisses davon überzeugt, dass die nationale und internationale Diversifizierung für die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Stabilität des Unternehmens unabdingbar ist und treiben deshalb diesen Prozess weiter fort. IV. Prognosebericht Aufgrund der Festigung unserer Marktposition und der Erweiterung der Firmengruppe, erwarten wir unter Berücksichtigung der unten dargestellten Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung im nächsten Geschäftsjahr 2024 einen Konzernumsatz in Höhe von TEUR 121.800, folglich ist die Auftragslage als gut zu bezeichnen. Ferner rechnen wir mit einem Konzern-Rohergebnis in Höhe von TEUR 39.100 und einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 2.400. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem Konzernumsatz in Höhe von TEUR 142.100 aus. Ferner rechnen wir mit einem Konzern-Rohergebnis von TEUR 51.100 und einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 8.200. Im Vorjahr hatten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von TEUR 113.000 prognostiziert. Tatsächlich haben wir einen Umsatz von TEUR 109.000 erzielt. Damit wurde der Planumsatz nur leicht verfehlt. Des Weiteren hatten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.600 prognostiziert. Tatsächlich haben wir einen Jahresfehlbetrag von TEUR 8.726 erzielt. Der Grund für die Abweichung liegt in erster Linie an einer Forderungsabschreibung auf eine voraussichtlich uneinbringliche Forderung der Asica Farms SAC in Höhe von ca. TEUR 6.800. Die Mitarbeiterzahl der europäischen Gesellschaften wird sich nicht nennenswert verändern. Ähnliches gilt für die Mitarbeiterzahl der Asica Farms SAC. In Summe rechnen wir mit ca. 1.000 Mitarbeitern. Der Konsum von Mangos und Avocados wächst in den kommenden Jahren weiter an. Laut einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird die Avocado im Jahr 2030 die meistgehandelte tropische Frucht der Welt sein. Demnach wird die Avocado-Produktion bis 2030 auf 12 Millionen Tonnen ansteigen, wovon bis zu 3,9 Millionen Tonnen exportiert werden und damit das Volumen von Ananas und Mangos übertreffen (Quelle: https://www.tridge.com/news/fao-avocado-will-be-the-most-traded-food-by-2030). V. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Aus Sicht zum Bilanzstichtag zum 31.12.2023 sieht die Geschäftsleitung folgende Chancen für den Konzern für das Geschäftsjahr 2024, wobei die Darstellung in der Reihenfolge der Bedeutung der Chancen erfolgt. Eine Abgrenzung zu anderen Mitbewerbern entsteht durch unser Angebot, die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau bis hin zum Endverbraucher abzudecken. Die ASICA Holding GmbH fungiert dabei wie ein "Südfrüchte-Intermediär", welcher zwischen der Produzentenseite einerseits, und den Einzelhandelsketten andererseits agiert. Diese Chance wird von der Geschäftsleitung als hoch für eine positive Geschäftsentwicklung angesehen. Ein Wettbewerbsvorteil ist nach unserer Auffassung zudem auch die rasche Anpassungsgeschwindigkeit, mit der unsere Organisation auf sich verändernde Marktentwicklungen reagieren kann. Diese Chance wird von der Geschäftsleitung als mittelgroß für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzerns angesehen. Grundvoraussetzungen sind: Qualität, Liefertreue und direkter Zugriff auf die Produktion. Mit einem Netzwerk an nationalen und internationalen Lieferanten und der jahrelangen Erfahrung in der Beschaffung von Südfrüchten ist die ASICA-Gruppe bestrebt, ihren Kunden ganzjährig eine nahezu 100%ige Versorgungssicherheit zu geben. Diese Chance wird von der Geschäftsleitung als mittelgroß für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzerns angesehen. Die ASICA-Gruppe hat durch die Eigenproduktion einen direkten Zugriff und Einfluss auf die Produktion hinsichtlich der "inneren und äußeren Qualitätsanforderungen". Die Produktion ist angehalten, ihren Weg ohne Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutz für eine nachhaltige Zukunft zu finden. Die der steten Weiterentwicklung unterliegenden Qualitätskonzepte in der Produktion und Produktkontrolle haben bei der Produktsicherheit und -qualität ihr Erfolgspotenzial. Diese Chance wird von der Geschäftsleitung als mittelgroß für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzerns angesehen. Durch den umfangreichen Ausbau der Beteiligungsstruktur der ASICA-Gruppe wird die breite Aufstellung im Bereich Anbau und Vermarktung weiter gestärkt. Diese Chance wird von der Geschäftsleitung als mittelgroß für eine positive Geschäftsentwicklung des Konzerns angesehen. 2. Risikobericht Aus Sicht zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 sieht die Geschäftsleitung folgende Risiken für den Konzern für das Geschäftsjahr 2024, wobei die Darstellung in der Reihenfolge der Bedeutung der Risiken erfolgt. Unsere Unternehmen sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt, die negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Neben der allgemeinen, wirtschaftspolitischen Weltlage können konjunkturelle Risiken auftreten. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als mittelgroß ein. Der Wettbewerbsdruck unter den Lebensmitteleinzelhändlern wird weiterhin geradewegs weitergegeben, sowohl an die Unternehmen, welche die Früchte vermarkten, als auch an jene, die produzieren. Somit besteht die Gefahr, dass Preiserhöhungen im Einkauf nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Preisschwankungen für die geernteten Produkte wird es immer geben. Der Anbau wird daher schon vor Saisonbeginn und während der Ernte in enger Absprache mit den Vertriebseinheiten der ASICA-Gruppe geplant und abgestimmt. Dadurch wird der Absatz gesichert und die Preisschwankungen weitmöglichst weitergegeben. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Der Freilandobstanbau unterliegt weiter den Klimaveränderungen. Die wetterbedingt schwankenden Verkaufspreise bei gleicher Leistungserbringung stellen branchentypische Risiken dar. Betriebliche Risiken, wie Brand, Sturm, Hagel und daraus resultierende Ertragsausfälle sind ausreichend über die abgeschlossenen Versicherungen abgedeckt. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Auf den Rohstoffmärkten bleibt das Risiko der volatilen Rohstoff- und Energiepreise nach wie vor bestehen. Das betrifft insbesondere die Ölpreissituation, die Einfluss auf die Transportkosten hat. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ertragsausfällen wegen Befall der Pflanzen durch Krankheitserreger oder durch Anbaufehler wird durch die Erfahrung des Führungspersonals, der qualifizierten Mitarbeiter sowie die ständige Betreuung durch Anbauberater entgegengewirkt. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Zu den Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und Liquiditätsrisiken gehört auch das verzögerte Zahlungsverhalten von Kunden. Dem wird mit Hilfe eines intensiven Mahnwesens und durch kurz- und mittelfristige Finanzplanung begegnet. Das Debitorenmanagement erfolgt entsprechend interner Richtlinien. Dazu gehören auch Bonitätsprüfungen bei Kundenanfragen, Vorgaben von Standardzahlungsbedingungen sowie abgestufte Zustimmungserfordernisse des Finanzbereichs. Zudem werden Forderungsbestände laufend überwacht und die Entwicklung des Zahlungsverhaltens analysiert. Im Übrigen wird für am Bilanzstichtag erkennbare Ausfallrisiken durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen entsprechend Vorsorge getroffen. Die Geschäftsleitung schätzt dieses Risiko einer negativen Geschäftsentwicklung des Konzerns als gering ein. Aus dem anhaltenden Ukraine-Krieg leiten sich keine Risiken für den Konzern ab. Für die gestiegenen Kosten (Inflationsrisiko), z.B. in den Bereichen Personal, Logistik und Energie, gilt das Gleiche wie im Vorjahr. D.h. diese können mit einem Zeitversatz an die Kunden weitergegeben werden und führen somit zu höheren Umsatzerlösen. Bestandsgefährdende Risiken für das Geschäftsjahr 2024 für den Konzern sind nicht zu erkennen.
Karlsruhe, den 14. November 2024 gez. Herr Thorsten Blasius, Euro-Betriebswirt KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21ASICA HOLDING GMBH, KARLSRUHEKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KonzerneigenkapitalspiegelASICA HOLDING GMBH, KARLSRUHEKONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
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KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ASICA HOLDING GMBH, KARLSRUHEI. Allgemeine Angaben Die Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der ASICA Holding GmbH erfolgt nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die ASICA Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf, die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Unternehmensregister. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach den jeweiligen Landesvorschriften aufgestellt. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurden die Einzelabschlüsse entsprechend § 300 Abs. 2 HGB und § 308 HGB, soweit notwendig, auf die einheitliche Bilanzierung und Bewertung nach den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen umgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ausnahmslos den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Die ASICA Holding GmbH wurde mit notarieller Urkunde vom 12. Juni 2018 gegründet. Die Gesellschaft ist unter der Firma ASICA Holding GmbH mit Sitz in Karlsruhe im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 731102 eingetragen. Das Stammkapital ist zum 31. Dezember 2023 mit EUR 27.003,00 ausgewiesen. II. Konsolidierungskreis Der Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen wird gemäß § 290 HGB nach dem Merkmal des beherrschenden Einflusses abgegrenzt. Alle vollkonsolidierten Unternehmen sind Tochterunternehmen der ASICA Holding GmbH. Analog dem Geschäftsjahr 2022, wird das Geschäftsjahr 2023 ganzjährig konsolidiert (1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023). Mit Ausnahme der Asica Republica Dominicana S.A.S. (Neugründung am 27. März 2019) und der Asica Guinée S.A.R.L. (Neugründung am 26. April 2021) wurden die Anteile an den Tochterunternehmen mit notarieller Urkunde vom 13. August 2018 in die ASICA Holding GmbH kapitalerhöhend eingebracht. Neben der ASICA Holding GmbH, Karlsruhe, als Mutterunternehmen, sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses die nachfolgend genannten Gesellschaften in den Konzernabschluss einzubeziehen:
Wegen untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB für folgende Unternehmen auf eine Konsolidierung verzichtet:
Nachfolgende Zahlenangaben sind quotal.
Bei dieser Gesellschaft liegt der Umsatz, das Jahresergebnis sowie die Bilanzsumme deutlich unter 1 % des Konzernumsatzes, des Konzerngewinns bzw. der Konzernbilanzsumme. Die vorstehende Gesellschaft ist einzeln und zusammengenommen von untergeordneter Bedeutung i. S. v. § 296 Abs. 2 HGB. Die wie im Vorjahr wegen untergeordneter Bedeutung ebenfalls nicht konsolidierte Beteiligung an der Asica Republica Dominicana SAS, mit Sitz in Bani, Dominkanische Republik, wurde zum 13. März 2023 verkauft. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den für die Muttergesellschaft ASICA Holding GmbH, Karlsruhe, geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Der Konzernabschluss wurde durch die Zusammenfassung der Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen erstellt. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den Ertrags- und Aufwandsposten wurden die zwischen den Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB eliminiert. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde für die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen die Neubewertungsmethode nach § 301 HGB angewandt. Die Erstkonsolidierung erfolgte nach § 301 Abs. 2 HGB zum Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind, also im Zeitpunkt des Erwerbs oder der Neugründung. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Bei der Erstkonsolidierung wird der Wertansatz, der den Mutterunternehmen gehörenden Anteilen, mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung beizulegende Zeitwert der an den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Hierbei werden Fremdwährungspositionen zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Soweit er auf der Passivseite steht, erfolgt der Ausweis unter dem Posten: "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital. Die Unterschiedsbeträge werden in der Folgekonsolidierung nach den allgemeinen Bewertungs- und Abschreibungsregeln erfolgswirksam abgeschrieben bzw. aufgelöst. Die Anteile der nicht einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für den Konzernabschluss gelten einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der ASICA Holding GmbH. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden, soweit wesentliche Unterschiede zu den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen, angepasst (sog. Handelsbilanz II). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge im lfd. Geschäftsjahr wurden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte (Waren) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Herstellungsprozesse stattfinden, werden prozentuale Aufschläge auf die Einzelkosten für Gemeinkosten vorgenommen, sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt (niedrigerer beizulegender Wert). Allgemeine Verwaltungskosten und Zinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt (niedriger beizulegender Wert). Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Bankguthaben sind mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken sind durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Sie sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Aufgrund bestehender Differenzen zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz zu den Wertansätzen der Steuerbilanz, die sich in späteren Jahren ausgleichen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, werden für die sich insgesamt ergebenden Steuerbelastungen passive latente Steuern sowie für sich ergebende Steuerentlastungen aktive latente Steuern gebildet. Die sich ergebenden Steuern wurden verrechnet und in Summe auf der Aktivseite als aktive latente Steuern ausgewiesen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Bestände an flüssigen Mitteln in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. V. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung aufgestellt und, sofern deren funktionale Währung nicht der Euro ist, zu Konsolidierungszwecken in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt hiernach die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Tochterunternehmen tätig ist. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen betreiben ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig, sodass ihre jeweilige Landeswährung in der Regel die funktionale Währung darstellt. Die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen in fremder Währung werden gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode nach § 308a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich mit einem Durchschnittskurs des Wirtschaftsjahres umgerechnet. Das in der Kapitalkonsolidierung einbezogene Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die dadurch entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt. Im Periodenergebnis des Konzerns sind Erträge von TEUR 752 und Aufwendungen von TEUR 37 aus Währungsumrechnungen enthalten.
VI. Angaben zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Für die lineare Abschreibung der Firmenwerte wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Geschäftsleitung geht bei der Bestimmung der Nutzungsdauer davon aus, dass die Erträge aus den Tochterunternehmen aufgrund des Preisdrucks und möglichen Naturveränderungen im Wesentlichen innerhalb von 5 Jahren realistisch sind. Die Firmenwerte sind als Vermögensgegenstand den betreffenden Tochterunternehmen zuzuordnen, da die Muttergesellschaft als reine Holdinggesellschaft fungiert. Insofern wird ein Firmenwert, der auf ein Tochterunternehmen entfällt, das den Jahresabschluss in fremder Währung aufstellt, in lokaler Währung des Tochterunternehmens geführt. In diesem Fall wird der Firmenwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags. Die Abschreibung wird zu einem Durchschnittskurs umgerechnet. Die Bewertungsdifferenz aus der Anwendung der unterschiedlichen Umrechnungskurse wird erfolgsneutral in der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern abnutzbar planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren abgeschrieben. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert der Versorgungsverpflichtungen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 134.800. Der Erfüllungsbetrag wurde gemäß den Vorschriften des § 253 HGB und unter Beachtung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung "Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen" des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW RS HFA 30 n.F. vom 16.12.2016) ermittelt. Die Berechnungen erfolgten mit den Richttafeln 2018 G von Heubeck. Es wurde ein Rententrend von 1,75 % pro Jahr zugrunde gelegt. Eine Fluktuationsrate wurde nicht berücksichtigt. Ebenso wenig wurde ein Gehaltstrend berücksichtigt. Bei den zwei Pensionsberechtigten handelt es sich jeweils um inaktive Mitarbeiter. Der Rechnungszins wurde mit 1,82 % (Durchschnitt aus 10 Geschäftsjahren) bzw. 1,74 % (Durchschnitt aus 7 Geschäftsjahren) angesetzt. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt EUR 563, dieser ist mit einer Ausschüttungssperre belegt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche sonstige Rückstellungen haben mit Ausnahme der pauschal gebildeten Rückstellung für Aufbewahrung eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 421.233,68 (VJ EUR 487.480,99), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 1.892,77 (VJ EUR 1.838,43) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (VJ EUR 0,00). 6. Latente Steuern In der Konzernbilanz sind zum 31.12.2023 aktive latente Steuern in Höhe von EUR 2.373.123,79 (VJ EUR 310.697,53) ausgewiesen. Darin sind passive latente Steuern in Höhe von EUR 30.025,77 verrechnet worden. Die latenten Steuern werden auf Differenzen zwischen den Wertansätzen in der handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen wie folgt gebildet:
VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Konzernumsätze werden zu 100 % mit dem Verkauf von Südfrüchten realisiert. Davon entfallen auf die Warengruppe Avocado ca. 61 % und auf die Warengruppe Mango ca. 36 %. Vom Gesamtumsatz werden ca. 98 % auf dem europäischen und ca. 2 % auf dem nordamerikanischen Markt erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkten wird verzichtet, da unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs im Konzern keine bedeutsamen Unterschiede gegeben sind. 2. Außergewöhnliche Aufwendungen Die außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 7.409.948,91 resultieren aus Wertminderungen von Forderungen und sind in der Höhe außergewöhnlich. VIII. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 7.723.673,00 (VJ EUR 7.461.459,43) und betrifft im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. 2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr sind in der Firmengruppe durchschnittlich 1.048 Arbeitnehmer (VJ 854) beschäftigt. Davon befinden sich 8 Mitarbeiter in leitenden Positionen, 1.026 Mitarbeiter in Vollzeit und 14 Mitarbeiter in Teilzeit. Genannt ist der Durchschnitt der an den Quartalsenden Beschäftigten. 3. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr Abschlussprüfungsleistung für das Geschäftsjahr 2023 EUR 35.000,00 (VJ EUR 30.000,00). 4. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten i. S. d. § 251 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor bzw. waren nicht bekannt. 5. Geschäftsführer Mitglieder der Geschäftsführung waren im Jahr 2023: - Herr Thorsten Blasius, Euro-Betriebswirt - Herr Bruce Oettel, Prozess- und Chemieingenieur (bis 1. Juli 2024) - Herr Alfredo Morales, Agrar- und Lebensmittelingenieur (bis 1. Juli 2024) Von der Angabe der Geschäftsführergehälter wird unter Anwendung des § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. 6. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. Hinsichtlich der Vermögenslage ist zu berichten, dass in die Asica Gruppe, über die ASICA lnvest GmbH, eine neue Investorin eingestiegen ist. Der Asica Gruppe sind 15 Mio. € an liquiden Mitteln zugeflossen, welche zunächst als Wandeldarlehen gewährt wurden. Des Weiteren wird auf die Darstellung im Lagebericht verwiesen.
Karlsruhe, den 14. November 2024 gez. Thorsten Blasius ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Ergebnisverwendungsbeschluss
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ASICA Holding GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ASICA Holding GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ASICA Holding GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eislingen, 14. November 2024 ESWICON
GmbH
Volker Hein, Wirtschaftsprüfer Thomas Holzwarth, Wirtschaftsprüfer |
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