Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 741781
Vorher
P3 Marketing GmbHP3 Marketing & Sales GmbH
Eingetragen
23.3.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung und der Vertrieb von Anwendungsprogrammen und das Anbieten von damit im Zusammenhang stehenden Dienst- und Beratungsleistungen sowie die Erbringung von Befähigungs- und Trainingsdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Rendl
seit 30.8.2016
Geschäftsführer
Marius-Florian Mailat
seit 30.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (33)

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
P3 group GmbHEigenbeteiligung
1.20%
P3 group GmbHEigenbeteiligung
1.00%
P3 group GmbHEigenbeteiligung
0.74%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
P3 group GmbH
Germany
25.200 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

P3 digital services GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft/Konzernzugehörigkeit

1.1. Geschäftsmodell

Die P3 digital services GmbH ist eine Ingenieurgesellschaft, die in erster Linie Anwendungsprogramme entwickelt und vertreibt. Auch werden damit im Zusammenhang stehende Dienst- und Beratungsleistungen angeboten.

Die Gesellschaft berät Kunden bei der Digitalisierung des Unternehmensumfelds und übernimmt im Ganzen oder in Teilen die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung bei technologischen und qualitätsfokussierten Herausforderungen im IT-Umfeld. Die für die Gesellschaft maßgeblichen Branchen sind insbesondere der Maschinenbau und die Automobilindustrie.

Die Gesellschaft agiert im Konzernverbund der Terra Nova Capital GmbH, Stuttgart. Der Konzern ist eine unabhängige und internationale Unternehmensberatung für zahlreiche Kunden und Branchen. Das Konzernkonstrukt ist nach Standorten und Expertisen organisiert; auf Basis der Expertisen wird versucht, branchen- und themenübergreifend Synergien im Verbundbereich zu nutzen bzw. gezielt zu generieren und zu vermarkten.

Am 17. Dezember 2020 wurde mit der P3 group GmbH ein Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung vom 1. Januar 2021 abgeschlossen und beim Handelsregister eingetragen.

1.2. Zweigniederlassungen

Die P3 digital services GmbH unterhält in diesem Zusammenhang neben dem Hauptsitz in Stuttgart einen weiteren Standort in Düsseldorf.

2. Geschäft und Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Auch im Jahr 2023 war die Situation im Hinblick auf die Energie- und Rohstoffpreisen, Lieferketten und geopolitische Lage (im Besonderen der andauernde Krieg in der Ukraine) weiterhin angespannt. Dennoch entwickelte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2023 besser als noch zum Jahresbeginn vermutet, auch wenn gegen Ende des Jahres die Weltkonjunktur etwas an Dynamik verloren hatte. Im Berichtsjahr lag das globale Bruttoinlandsprodukt, mit einem Zuwachs von 3,0 %, über der Erwartungshaltung für 2023 und nur leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 3,2 %).

Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion war besonders hart von den Auswirkungen des Ukrainekriegs betroffen und kämpfte zudem mit einer hohen Inflationsrate und einem damit einhergehenden Zinsanstieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) hielt an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung fest und hat den Leitzins im Laufe des Jahres auf 4,5 % gehoben. Die Eurozone konnte 2023 lediglich einen Anstieg des BIP von 0,5 % (2022: 3,4 %) verzeichnen.

Deutschland wurde von den Verwerfungen besonders hart getroffen und verzeichnete im Berichtsjahr eine leichte Rezession, das Bruttoinlandsprodukts lag bei - 0,3 % (2022: 1,8 %).

Die Auswirkungen der Energiepreiskrise, die restriktive Geldpolitik sowie der hohe Krankenstand belastende die deutsche Wirtschaft anhaltender als prognostiziert. Nur langsam stellte sich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ein, für 2024 hatte die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen prognostizierten BIP von 0,2 % kommuniziert.

Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage, im besonderen des Russisch-Ukrainischen-Krieges und des Nah-Ost-Konflikts sind nicht abschätzbar, da die Entwicklungen in diesem Zusammenhang weiterhin zu dynamisch sind. Die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche dürften weiterhin substantiell sein.

2.2. Geschäftsentwicklung

Die für die P3 digital services GmbH maßgeblichen Branchen sind, auch durch die Verflechtungen im Verbund, in erster Linie die Branchen des Maschinen- und Automobilbaus. Die P3 digital services GmbH partizipiert stark an der Entwicklung der marktführenden OEMs (Original Equipment Manufacturer) und der Schwestergesellschaft P3 automotive GmbH.

Die Geschäftsfelder der P3 digital services GmbH sind stark zukunftsorientiert, unserem Kundenportfolio ist eine überdurchschnittlich gute Bonität zuzuschreiben. Daher blicken wir im Wirtschaftsjahr 2023 entgegen dem bundesweiten Trend, auf einen positiven Geschäftsverlauf zurück. Die Umsätze konnten um 31 % gesteigert werden. Die Margen unterliegen weiterhin einem starken Preisdrucks und sind rückläufig, der EBIT konnte absolut um € 0,8 Mio. gesteigert werden.

Diese positive Entwicklung erwarten wir auch für die Folgejahre, da wir bei den Themen Digitalisierung, digitale Unternehmenslösungen und App Entwicklung einen Wettbewerbsvorteil haben. Ziel ist es diese zukunftsorientierten Kernthemen bei unseren Kunden weiter zu etablieren und Beauftragungen bzw. Folgebeauftragungen zu erhalten.

In diesem Zusammenhang gründete die Gesellschaft im Jahr 2023 zusammen mit einem anderen Gesellschafter die Energy Hub Alliance GmbH, Osnabrück, und erwarb 50 % der Anteile an dieser mit einem Nennbetrag von € 12.500. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Betrieb einer Datenkommunikationsplattform zur Verbindung von IoT-Geräten im Energiebereich (Batteriespeicher, Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox, Elektroauto). Ziel ist es strategisch einen branchenweiten Standard zu schaffen und sukzessive Keyplayer aus den Bereichen Energieversorgung, erneuerbare Energien, Smart Grid-Technologien, Heimspeichersysteme und der Automobilbranche als strategische Partner zu gewinnen. Ein wesentlicher Bestandteil der Plattform ist die Unterstützung der dezentralen Energieerzeugung, um die notwendige Flexibilisierung im Energiemarkt auszunutzen. Zudem erfüllt die Plattform zukünftige regulatorische Anforderungen gemäß § 14a EnWG (Energiewirtschaftsgesetzt) und dem EU Data Act, die in den Austausch von Energiedaten voraussetzen. Damit leistet die Energy Hub Alliance einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Interoperabilität, Effizienz und Nachhaltigkeit im Energiesektor.

Zu den genannten Kernthemen zählen das Frontend und Backend Development, IT und DevOps, Android Automotive und IT Consulting. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Themenfeldentwicklung war gezielt Synergieeffekte im Konzernverbund zu nutzen und dadurch bei Bestandskunden von Schwestergesellschaften Beauftragungen zu generieren. Auch wurde im Berichtsjahr der Ausbau von zukunftsorientierten Themenbereichen, wie z. B. Testing und Engineering, ERP-Beratung, AI und Data Analytics, Digital Product Design und Technologieberatung vorangetrieben. Alle unsere Leistungen zielen auf die komplexen Schnittstellen zwischen Endnutzer, mobile Welt und Internet ab. Wir decken somit die gesamte Prozesskette von Endgerät-Test über end-to-end Analyse, Leistungsüberwachung bis hin zur Erfassung von Kundenwahrnehmung und dem Post-Processing von Resultaten ab.

Die in der Vergangenheit betriebenen Maßnahmen und etablierten Mechanismen zur Vertiefung und Erweiterung des Leistungsspektrums, die Intensivierungen der bereits bestehenden Beziehungen zur Kundenbasis sowie ein effizientes Risikomanagement haben dazu beigetragen, dass die P3 digital services GmbH auch weiterhin für die Zukunft gut positioniert ist. Die Geschäftsentwicklung der ersten beiden Monate und die aktuelle Auftragslage bestärken diese positive Prognose, auch im Hinblick auf die noch andauernden Krisen und die Unwägbarkeiten des Angriffskriegs, gehen wir davon aus, an das im Jahr 2023 erreichte Wachstum anknüpfen zu können.

2.2.1. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind unverändert zum Vorjahr die Umsatz- und EBIT-Entwicklung. Auf Grund beschriebener Geschäftsentwicklung war 2023 ein weiteres Rekordjahr; die Gesamtleistung ist von € 31,9 Mio. auf € 42,4 Mio. gestiegen, sie lag damit leicht über dem zum Jahresbeginn ausgegebenen Zielkorridor. Auch die EBIT-Marge lag mit 17 % über der Erwartungshaltung. Durch den Anstieg der Umsätze und der weiterhin stabilen Rendite ist der EBIT (vor Ergebnisabführung) absolut mit € 7,0 Mio. (2022: € 6,1 Mio.) angestiegen.

Ein wichtiger Indikator im Hinblick auf die Kostenentwicklung bleibt wie schon im Vorjahr eine Optimierung beim Kostenmanagement. Hier muss gezielt den aktuellen Entwicklungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen und der anhaltenden Inflation gegengewirkt werden.

Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren nutzt die Gesellschaft zur Unternehmensteuerung auch nichtfinanzielle Indikatoren, wie Kundenbelange und Kundenzufriedenheit. Diese werden auf Projektebene analysiert und obliegen dem Projektleiter. Auf Basis von persönlichem Feedback, Folge- und Neubeauftragungen der Stammkunden lässt sich hier eine positive Entwicklung erkennen.

Ab dem Berichtsjahr 2025 müssen große Unternehmen analog den EU-Richtlinien für Nachhaltigkeit einen Report nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) aufstellen. In diesem Zusammenhang hat die P3-Gruppe bereits jetzt eine Nachhaltigkeitsstrategie implementiert, die Auskünfte in den nichtfinanziellen Bereichen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit gibt.

Es werden keine weiteren spezifischen, nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

2.2.2. Ertragslage

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr im Berichtsjahr um 31,1 % (2022: 82,3 %) auf € 41,9 Mio. (2022: € 32,0 Mio.) angestiegen. Unsere Marktposition ist weiterhin stark und die Entwicklung der Gesellschaft verlief wie prognostiziert.

Die bereits im Vorjahr begonnene Umstrukturierung im Hinblick auf interne Kostenoptimierung und Digitalisierung wurden im Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. Die Bindung zu unseren Kunden konnte gehalten und Folgebeauftragungen generiert werden. Die Kernthemen der Gesellschaft sind allesamt zukunftsorientiert, daher konnte unsere Marktposition ausgebaut und diverse Neukunden gewonnen werden.

Die einzelnen Themengebiete haben stark voneinander abweichende Margen. Einige Themengebiete kämpfen auf Grund des zunehmenden Preisdrucks mit rückläufigen Margen, bei andere Themengebieten ist bedingt durch die hohe Nachfrage die Marge weiterhin gesund. Da viele zukunftsorientierte Aufgabenfelder zu unseren Kernthemen gehören, sind wir in den margenstarken Themenfeldern gut vertreten und die Rendite konnte trotz gestiegener Preise und Inflation mit 16,5 % auf einem weiterhin hohen Niveau gehalten werden.

Die Erfahrungen der Vorjahre haben gezeigt, dass teilweise kurzfristig auf Nachfrage und Preisdruck reagiert werden muss - eine Flexibilität, die auch zukünftig fortgesetzt werden soll. Um diese Flexibilität zu bewahren, setzt die Gesellschaft auch weiterhin auf die Einbindung von externen Qualifikationen im Besonderen durch unsere europäischen Tochter- und Schwestergesellschaften. Die Maßgabe schlanker Strukturen und effizienter Prozessabläufe wurde daher mittels einer fortgesetzt hohen Quote (Basis sind die Umsatzerlöse) extern bezogener Leistungen in Höhe von 57,7 % (2022: 49,2 %) im Jahr 2023 umgesetzt. Davon entfallen 50,3 % (2022: 42,9 %) auf verbundene Unternehmen. Im Rahmen einer konstanten Projektplanung konnte der Rohertrag mit 43,4 % (2022: 50,0 %) ebenfalls auf einem stabilen Niveau gehalten werden.

Um eine nachhaltige Sicherung des Qualitätsniveaus und des Umsatzzuwachses zu gewährleisten, wurde im Berichtsjahr die Neueinstellung qualifizierter Mitarbeiter weiterhin stark vorangetrieben. Durch diese Einstellungspolitik soll der Abhängigkeit bzw. dem Risiko, welches aus der oben erwähnten Einbindung externer Qualifikationen entsteht, entgegengewirkt werden. Hier wurde gezielt Qualität mittelfristig an das Unternehmen gebunden, so dass die Personalaufwendungen auf € 9,5 Mio. (2022: € 7,9 Mio.) gestiegen sind. Die Personaleinsatzquote ist somit auf einem konstanten Niveau von 22,5 % (2022: 24,9 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind (in Relation zu den Umsatzerlösen) im Jahr 2023 mit 7,5 % nahezu auf Vorjahresniveau (2022: 7,6 %) geblieben. Ursachen hierfür sind der Anstieg bei den Umsatzerlösen und eine konstant fortgeführte Kostenoptimierung, so dass der Anstieg bei den Aufwendungen sich parallel zu den Umsatzerlösen entwickelt hat. Einen besonderen Anstieg gab es hierbei bei den Aufwendungen aus den Bereichen Marketing im Verbund und bei den Aufwendungen aus Veranstaltungen. Der Anstieg resultiert aus den gelockerten Corona-Maßnahmen und den damit im Berichtsjahr gestiegenen Kosten für Messen, Recruiting- und Teamveranstaltungen.

Auf Basis des Vorgenannten wurde im Jahr 2023 eine EBIT-Marge von 16,5 % (2022: 19,3 %) erreicht. Auf Grund des im Jahr 2021 in Kraft getretenen Gewinnabführungsvertrags liegen die Belastungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer in der P3 digital services GmbH bei € 0,00.

Der für Jahr 2023 erwartete Umsatz minimal übertroffen werden. Zwar konnte die Rendite aus dem Vorjahr auf Grund des gestiegenen Preisdrucks und der Inflation nicht gehalten werden, jedoch hat sich der absolute EBIT im Berichtsjahr um € 0,8 Mio. erhöht. Auch zukünftig wird die Beurteilung auf einer vorsichtigen kaufmännischen Schätzung beruhen, d.h. die für Folgejahre erwarteten Umsatzerlöse werden bei der Schätzung eher konservativ, die Kosten mit einem Kostensteigerungsfaktor bewertet.

2.2.3. Finanzlage

Das Finanzmanagement auf Unternehmensebene ist Aufgabe der Geschäftsführung. Kernthema des Finanzmanagements ist das Liquiditätsmanagement. Hier wird sichergestellt, dass das Unternehmen jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel von € 3,5 Mio. (2022: € 3,3 Mio.). Erforderliche Investitionen wurden aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Bei den Investitionen des Anlagevermögens von € 0,2 Mio. (2022: € 0,3 Mio.) handelt es sich in erster Linie um Anschaffungen von Arbeitsmittel (IT-Hardware). Im Berichtsjahr waren neben den Neuanschaffungen (resultierend aus dem Arbeitnehmeranstieg) nur wenige Ersatzbeschaffungen notwendig, daher sind die Anschaffungskosten gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.

Die Entwicklung der liquiden Mittel resultiert aus den in der Ertragslage bereits geschilderten Mechanismen (Anstieg Umsatz und proportionaler Anstieg der Kosten). Der Gewinn des Geschäftsjahres ist im folgenden Geschäftsjahr vollständig an den Organträger abzuführen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Liquidität. Investitionen und Finanzierungen sollen weiterhin aus dem Cashflow bewerkstelligt werden können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag € 4,0 Mio. (2022: € 3,1 Mio.). Die Faktura konnte, bei einer konstanten Durchlaufgeschwindigkeit, im Berichtsjahr gesteigert werden. Der Anstieg der Debitorensalden zum Bilanzstichtag basiert auf einem Abrechnungsendspurt. Durch die daraus resultierenden zukünftigen Mittelzuflüsse ist eine Finanzierung der Gesellschaft und die Verpflichtungen aus der Gewinnabführung sichergestellt.

Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr auf € 1,3 Mio. (2022: € 1,2 Mio.) minimal gestiegen. Ursache hierfür ist ein Anstieg bei den Arbeitnehmern und den damit verbundenen Rückstellungen für Sonderzahlungen. Die Rückstellungen beinhalten zu besagten Sonderzahlungen in erster Linie noch sonstige Lohnkosten sowie Rückstellungen für Gewährleistungen.

2.2.4. Vermögenslage

Investitionen in das langfristige Vermögen konzentrierten sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt auf die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Zudem besteht dienstleistungsbedingt das Anlagevermögen im Wesentlichen aus IT-Hardware. Insgesamt wird langfristiges Vermögen in Höhe von € 1,0 Mio. (2022: € 0,9 Mio.) bei einem Gesamtvermögen in Höhe von € 15,6 Mio. (2022: € 14,0 Mio.) ausgewiesen.

Vorräte hatten einen Anteil von 2,9 % (2022: 0,0 %) der Bilanzsumme. Langfristige, nicht abgerechnete Projekte über mehrere Geschäftsjahre bestehen in der Regel nicht. Das übrige Vermögen besteht im Wesentlichen aus kurzfristig fälligen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von € 10,3 Mio. (2022: € 9,6 Mio.). Diese korrespondieren mit den gestiegenen Umsatzerlösen im Geschäftsjahr sowie mit beschriebenem Abrechnungsendspurt; der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an den Umsatzerlösen betrug 9,6 % (2022: 9,7 %). Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen € 5,9 Mio. (2022: € 6,5 Mio.) und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, € 0,4 Mio. (2022: € 0). Daneben existiert ein Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von € 3,5 Mio. (2022: € 3,3 Mio.).

Die Gewinne des laufenden Geschäftsjahres sind im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags bereits zum Bilanzstichtag der P3 group GmbH zuzuschreiben, die Verbindlichkeiten im Verbundbereich sind durch diesen Sachverhalt weiter von € 7,8 Mio. auf € 9,6 Mio. angestiegen. Es bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 2,8 Mio. (2022: € 1,9 Mio.), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 2,6 Mio. (2022: € 1,7 Mio.). Insgesamt bestanden zum Bilanzstichtag kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von € 11,0 Mio. (2022: € 9,4 Mio.), denen ein Bestand kurzfristiger Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 10,5 Mio. (2022: € 9,7 Mio.) gegenüberstand.

Da im Jahr 2023 keine Ausschüttungen getätigt und entstandene Gewinne durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag an die P3 group GmbH abgeführt wurden, hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr nicht verändert (2023: € 3,3 Mio. 2022: € 3,3 Mio.).

2.2.5. Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die P3 digital services GmbH erfreulich entwickelt. Der erwartete Umsatzzuwachs ist eingetreten, die bereits im Vorjahr angestoßenen Kosten- und Planungsoptimierungen wurden im Berichtsjahr weiter etabliert.

Die Projektplanungsprozesse wurden weiter verbessert und führen zu einer höheren Transparenz und Planungssicherheit. Das Tagesgeschäft wurde stark digitalisiert, wichtige Innovationen wurden auf den Weg gebracht und man ist bezüglich der zukünftigen Entwicklung optimistisch.

Zwar kann man vor dem Hintergrund der weiter andauernden Lieferengpässe, gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, der aktuellen Inflation und den nicht abschätzbaren Auswirkungen des Angriffskrieges nur bedingt von einer Planungssicherheit ausgehen, so dass ein Rückgang der Auftragslage nicht ausgeschlossen werden kann. Aber aufgrund der soliden Kapitalstruktur der Gesellschaft, der aktuellen Beauftragung und der zukunftsorientierten Themenbereiche des Portfolios wird mit eher geringen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens gerechnet.

3. Chancen und Risikenbericht sowie Risikomanagement

3.1. Risikomanagement

Risikomanagement wird in der P3-Gruppe als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken im Rahmen standardisierter Management-Systeme war eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken wurden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativ-wirtschaftlichen Ebene evaluiert. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren.

Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse bis hin zur Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird unter anderem durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

Die Wachstumsstrategie ist klar an den Erfordernissen der Kunden und der digitalen Wirtschaft ausgerichtet, entsprechend wird durch Investitionen in benötigte Kompetenzen, Innovationen und Technologien ein weiteres Umsatzwachstum angestrebt. Neben dem Umsatzwachstum wird zukünftig auch der weiteren Steigerung der Profitabilität eine große Bedeutung beigemessen.

3.2. Chancen- und Risikenbericht

Das Chancen- und Risikomanagement wird als zentrale Aufgabe der Geschäftsführung verstanden. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, beide Systeme werden stets getrennt voneinander betrachtet.

a. Risiken

Dem Kundenportfolio der P3 digital services GmbH ist durchweg eine gute Bonität zuzuschreiben. Dem Risiko der Umsatzkonzentration auf einige wenige Kunden wird durch die laufende Akquisition von Neukunden und Kooperationen mit weiteren Gesellschaften der P3-Gruppe entgegengewirkt. Die P3 digital services GmbH partizipiert sehr stark an der Entwicklung der Maschinenbau- und Automobilbaubranche und steht somit in einer starken Abhängigkeit von deren Wirtschafts- und Auftragslage.

Der konsequent hohe Anteil bezogener Leistungen ermöglicht eine zeitnahe Anpassung der zur Leistungserbringung erforderlichen Kapazitäten. Die Berücksichtigung der spezifischen Kundenanforderungen erfordert zudem den temporären Einsatz hochqualifizierter Mitarbeiter und Subunternehmer. Der Erhalt und die Pflege der Subunternehmerkontakte auf qualitativ hohem Niveau ist wesentlicher Teil des Risikomanagements auf der Beschaffungsseite.

Neben den vorgenannten Risikopotenzialen sind weitere Risikofaktoren mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und des Nah-Ost-Konflikts sind aktuell nicht abschätzbar, da deren Entwicklung zu dynamisch ist. Die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche können weiterhin substantiell sein.

b. Chancen

Es bedarf einer stetigen Aktualisierung des technologischen Know-hows. Dies wird dadurch gewährleistet, dass durch ständige Akquise und den stetigen Ausbau der Werkbänke gezielt Mitarbeiter und Expertisen angeworben werden. Damit ist sichergestellt, dass die Gesellschaft kontinuierlich den Anforderungen am Markt gewachsen ist. Durch erworbene Spezialkenntnisse und interne Weiterbildungen festigen wir unsere Marktpositionierung, Kundenanerkennung und -beauftragung, sowohl national als auch international.

Die Geschäftswelt steht generell vor einer digitalen Transformation; die Digitalisierung unterstützt Unternehmen dabei, Strukturen und Prozesse agiler zu gestalten und neue innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu implementieren. Weitere große Chancen bestehen durch die starke Positionierung und die vorhandenen Kompetenzen auf vielen weiteren zukunftsorientierten Themenfeldern (Testing und Engineering, ERP-Beratung, AI und Data Analytics, Digital Product Design und Technologieberatung sowie über die Energy Hub Alliance GmbH im Energiesektor). In den vergangenen Jahren wurden gezielt Synergieeffekte im Verbund genutzt und die Marktposition wurde weiter gefestigt. All unsere Kerngebiete sind stark zukunftsorientiert und stellen somit eine große Chance der P3 digital services GmbH dar, wir begleiten Unternehmen bei Ihrer Transformation auf allen Ebenen des Prozesses.

4. Prognosebericht

Grundlage hierfür bilden die derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die operative Planung der P3 digital services GmbH. Die Einschätzung zum künftigen Geschäftsverlauf orientiert sich an der unter dem Punkt "Chancen- und Risikenbericht" dargestellten Rahmenbedingungen.

Als Grundlage für diese Planung werden auch die Einschätzungen der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 und die Prognosen des Sachverständigenrates herangezogen. Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf werden rollierend entsprechend der aktuellen Geschäfts- und Rahmenbedingungen angepasst. Die Prognose basiert auf dem derzeitigen Kenntnisstand.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges und des Nah-Ost-Konflikts sind nicht abschätzbar; die Auswirkungen auf die Welt, Deutschland und auf die Automobilbranche können weiterhin substantiell sein. Die Preise bei Energie und Rohstoffen werden weiter auf einem hohen Niveau bleiben, Handelsströme und Lieferketten weiterhin beeinträchtigt werden. Das bremst den privaten Konsum, den Außenhandel und die Bereitschaft von Unternehmen, zu investieren.

Aufgrund der Bedeutung des asiatischen Wirtschaftsraumes, ist in der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ein weiterhin erhebliches Risiko und zugleich Chance für die Weltwirtschaft zu sehen. Der IfW prognostiziert der chinesischen Volkswirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum von 4,4 %, allerdings geringer als die im Jahr 2023 erreichten 5,2 %. Aktuell gehen von China wenig Impulse für globale Aktivität aus, man ist auf interne Themen z.B. der teilweise Überschuldung von Unternehmen und des Haushalts sowie Verwerfungen im Immobiliensektor fokussiert. Das bremst die Aktivität und verunsichert die privaten Haushalte.

Die Wachstumsdynamiken der US-amerikanischen Wirtschaft werden weiterhin abhängig von den Maßnahmen der US-Regierung und deren Umsetzung sein. Im Jahr 2023 konnte ein Wachstum von 2,5 % erreicht werden, allerdings dürfte laut IfW die Wachstumsrate für 2024 mit 2,1 % niedriger als noch im Vorjahr ausfallen. Die Zinserhöhungen der Fed und damit verbundene erschwerte Finanzierungsbedingungen dürfte sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Haushalten dämpfende Wirkung haben.

Die Europäischen Union ist weiterhin stark von den aktuellen Entwicklungen der Kriege in der Ukraine und Gaza betroffen. Geschwächt durch die vorangegangen Krisenjahre und nicht erst seit Kriegsbeginn mit den Themen Ressourcenabhängigkeit und Lieferketten konfrontiert, wird laut IfW aktuell mit einem Wachstum des BIP 2024 von lediglich 0,5 % gerechnet. Im Jahr 2023 konnte in der Eurozone lediglich ein Wachstum von 0,5 % erreicht werden.

Deutschland ist von den aktuellen Entwicklungen besonders stark betroffen, es kann lediglich mit einer verhaltenen Entwicklung gerechnet werden. In 2023 lag das Bruttoinlandsprodukts bei - 0,3 %, nur langsam stellte sich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ein, für 2024 hatte die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 einen prognostizierten BIP von 0,2 % kommuniziert.

Vor dem Hintergrund dieser ungünstigen Rahmenbedingungen, besteht weiterhin eine angespannte Wirtschaftssituation und stellt somit für die Auftragslage der P3 digital services GmbH weiterhin ein mittelfristiges Risiko dar.

Basierend auf der guten Geschäftsentwicklung 2023, der aktuellen Auftragslage und der weiterhin hohen Kundenzufriedenheit, der starken Positionierung bei unseren Kernthemen und der Gewinnung von Neukunden, blickt die P3 digital services GmbH dennoch optimistisch in die Zukunft.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer kontinuierlichen Entwicklung und einem Umsatzzuwachs auf € 54 Mio., bei einer Rendite von 15 %. Für das Wirtschaftsjahr 2025 wird mit einem Wachstum auf € 65 Mio. bei einer Rendite von ebenfalls 15 % gerechnet.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 955.812,00 898.050,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.753,00 12.769,00
II. Sachanlagen 335.559,00 285.281,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.559,00 285.281,00
III. Finanzanlagen 612.500,00 600.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 600.000,00 600.000,00
2. Beteiligungen 12.500,00
B. Umlaufvermögen 14.530.227,43 13.008.964,65
I. Vorräte 448.157,26 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.545.995,66 9.667.773,84
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.869.290,46 6.500.778,70
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 376.868,26
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.299.836,94 3.166.995,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.536.074,51 3.341.190,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.426,96 51.038,82
Aktiva 15.565.466,39 13.958.053,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.320.810,78 3.320.810,78
I. Gezeichnetes Kapital 25.200,00 25.200,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Bilanzgewinn 2.995.610,78 2.995.610,78
davon Gewinnvortrag 2.995.610,78 2.995.610,78
B. Rückstellungen 1.260.637,00 1.247.087,00
C. Verbindlichkeiten 10.952.694,36 9.384.489,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.584.432,97 7.834.122,43
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.368.261,39 1.550.366,62
D. Rechnungsabgrenzungsposten 31.324,25 5.666,64
Passiva 15.565.466,39 13.958.053,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 19.849.516,99 16.675.985,62
2. Personalaufwand 9.549.391,25 7.935.193,98
a) Löhne und Gehälter 8.245.866,63 6.893.175,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.303.524,62 1.042.018,46
davon für Altersversorgung 7.767,67 4.207,17
3. Abschreibungen 152.954,56 143.044,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 152.954,56 143.044,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.154.901,72 2.434.698,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.601,95 1.091,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.500,00
7. Ergebnis nach Steuern 7.007.871,41 6.142.640,07
8. sonstige Steuern 2.243,83 2.026,44
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.005.627,58 6.140.613,63
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.995.610,78 2.995.610,78
12. Bilanzgewinn 2.995.610,78 2.995.610,78

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der P3 digital services GmbH, Stuttgart, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die P3 digital services GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart mit der Nummer HRB 741781.

Die Darstellung der Bilanz erfolgte entsprechend den in § 266 Abs. 2 und 3 HGB geregelten Gliederungsvorschriften. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde Gliederungsschema nach Inkrafttreten des BilRUG das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Um eine klare Darstellung zu gewährleisten, wurde in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung weitestgehend auf Zusatzvermerke verzichtet und stattdessen der gesonderte Ausweis im Anhang gewählt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt.

2. Angaben zur Bilanz

2.1. Aktivseite

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Das abnutzbare Anlagevermögen wurde um planmäßige Abschreibungen entsprechend der gewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von bis zu € 800 wird das Wahlrecht des Sofortabzugs in Anspruch genommen und in voller Höhe abgeschrieben. Ihr gleichzeitiger Abgang aus dem Betriebsvermögen wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen.

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der P3 Romania SRL (vormals: P3 digital services SRL; umfirmiert am 18.12.2023), Cluj-Napoca/Rumänien. Die Gesellschaft P3 Romania SRL hat ein eingetragenes Kapital von €112,59 und erzielte im Jahr 2023 einen Gewinn von €703.373,37.

Des Weiteren hält die Gesellschaft 50 % der Anteile an der Energy Hub Alliance GmbH, Osnabrück. Die Gesellschaft wurde am 15. Januar 2024 mit einem Stammkapital von 25.000,00 in das Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück eingetragen. Ein festgestellter Jahresabschluss liegt bislang nicht vor.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist nachfolgend dargestellt:

Kumulierte Anschaffungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2023
Euro
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 303.802,93 0,00 0,00 303.802,93
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.261,89 198.228,56 31.018,52 655.471,93
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 600.000,00 0,00 0,00 600.000,00
2. Beteiligungen 0,00 12.500,00 0,00 12.500,00
Gesamt 1.392.064,82 210.728,56 31.018,52 1.571.774,86
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2023
Euro
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.033,93 5.016,00 0,00 296.049,93
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.980,89 147.938,56 31.006,52 319.912,93
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 494.014,82 152.954,56 31.006,52 615.962,86
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.753,00 12.769,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.559,00 285.281,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 600.000,00 600.000,00
2. Beteiligungen 12.500,00 0,00
Gesamt 955.812,00 898.050,00

Die Vorräte wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung von Fremdwährungsforderungen erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Ausfallrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung und das Ausfallrisiko in Einzelfällen mit Einzelwertberichtigungen auf die Nettoforderungen angemessen berücksichtigt. Die Höhe der pauschalen Wertberichtigung wurde risikoorientiert vor den Hintergründen der aktuellen allgemeinen konjunkturellen und wirtschaftlichen Lage vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit € 5.869.290,46 (2022: € 6.500.778,70) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen mit € 376.868,26 (2022: 0,00) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Zuschüsse in Höhe von € 202.500,00 (2022: € 0,00) enthalten.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Geschäftsjahr 2023 im Voraus geleistete Zahlungen auf Leistungen, die Folgejahre betreffen.

Aufgrund des mit der P3 group GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages werden zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, die zu latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB führen können, auf Ebene des Organträgers berücksichtigt. Ein Ansatz der Gesellschaft entfällt.

Differenzen aus zeitlichen Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich aus der Bewertung der Finanzanlagen, welche zu einer aktiven Latenz von € 4.437,01 (2022: €4.437,01) führen.

2.2. Passivseite

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.261 (2022: T€ 1.247) betreffen im Geschäftsjahr mit einem deutlich überwiegenden Anteil Rückstellungen für Personalkosten (Vorjahr mit einem hohen Anteil). Rückstellungen für Prozessrisiken hatten im Vorjahr einen nennenswerten Anteil sowie im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. Weitere Rückstellungen innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen € 9.584.432,97(2022: € 7.834.122,43), davon solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.578.805,39 (2022: € 1.693.508,80). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 7.243.837,47 (2022: 6.305.697,04) € enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden solche aus Steuern in Höhe von € 834.188,35 (2022: € 1.054.873,52) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 19.689,54 (2022: € 18.302,87) ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Geschäftsjahr 2023 im Voraus erhaltene Zahlungen auf Leistungen, die Folgejahre betreffen.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 7.767,67 (2022: € 4.207,17) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 7.337,48 (2022: € 7.114,21).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 32.946,63 (2022: € 7.382,04).

4. Sonstige Angaben

Muttergesellschaft der P3 digital services GmbH ist die Terra Nova Capital GmbH, Stuttgart. Die Muttergesellschaft stellt einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag berichtspflichtige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB wie folgt: in Höhe von € 783.249,00 (2022: € 240.158,00).

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 109 (2022: 90). Davon waren im Jahresdurchschnitt leitende Angestellte 13 (2022: 6), Berater 83 (2022: 72) und sonstige Angestellte und Aushilfen 13 (2022: 12).

Da die Prüfhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der Terra Nova Capital GmbH, Stuttgart angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich.

Als Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres bestellt:

- Robert Rendl, Ingenieur, Weinheim

- Marius Mailat, Ingenieur, Leichlingen

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

5. Angaben zur Verwendung des Bilanzergebnisses

Die Gesellschaft hat mit der P3 group GmbH einen gültigen Ergebnisabführungsvertrag, dieser ist mit Wirkung vom 01. Januar 2021 wirksam. Die Geschäftsleitung hat den Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Gewinnabführung aufgestellt. Der Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr vor Ergebnisführung beträgt € 7.005.627,58 (2022: € 6.140.613,63), nach Ergebnisabführung € 0,00. Der Gewinnvortrag wird zu € 2.995.610,78 (2022: € 2.995.610,78) ausgewiesen.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zum Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Vollständigen Jahresabschluss.

Angaben zum Unterzeichner:

 

Stuttgart den 12. Juli 2024

unterzeichnet von

Herrn Robert Rendl

Herrn Marius Mailat

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die P3 digital services GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der P3 digital services GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der P3 digital services GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 12. Juli 2024

FIDAIX GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Roy-Arne Hecht Dipl.-Betriebsw. (FH), Wirtschaftsprüfer

Iris Heinen Dipl.Kffr. (FH), Wirtschaftsprüferin

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