Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 206446
Eingetragen
10.4.1990
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
die Planung, Entwicklung, Beratung sowie der Handel mit Kunststoff-Rohstoffen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Franz Kratschmar
seit 13.9.2020
Prokura
René Marc Weber
seit 6.10.2016
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Weber & Schaeer GmbH & Co. KG
Germany
120.000 €
60.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polymer-Service PSG GmbH

Seevetal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.906,25 45,56
II. Sachanlagen
davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.050,88 6.572,36
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 10.142.667,12 8.638.268,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 773.395,24 1.497.442,66
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.494,23 56.046,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 812,55 26.249,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.957,95 8.742,21
10.953.789,99 10.177.320,26

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 1.868.192,69 813.307,74
III. Jahresüberschuss 316.446,88 1.054.884,95
3.184.639,57 2.868.192,69
B. RÜCKSTELLUNGEN 530.567,22 699.600,79
C. VERBINDLICHKEITEN 7.238.583,20 6.609.526,78
davon
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.130.897,04 3.579.749,33
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 614.319,26 2.163.747,86
10.953.789,99 10.177.320,26

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Rohertrag 2.730.297,69 3.320.458,52
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 109 TEUR (i.V.: Ertrag 78 TEUR)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.016.839,11 882.829,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung 158.242,32 137.157,86
davon für Altersvorsorge 5 TEUR (i.V.: 4 TEUR)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.711,57 4.275,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 779.283,52 724.527,56
1.959.076,52 1.748.790,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,00 10,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 310.028,29 91.152,43
davon an verbundene Unternehmen 80 TEUR (i.V.: 39 TEUR)
-310.018,29 -91.142,43
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 143.903,00 424.894,19
8. Ergebnis nach Steuern 317.299,88 1.055.630,95
9. sonstige Steuern 853,00 746,00
10. Jahresüberschuss 316.446,88 1.054.884,95

Anhang für 2023

Allgemeine Angaben

Die Polymer-Service PSG GmbH hat ihren Sitz in Seevetal-Beckedorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HRB 206446 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den Vorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 264 ff. HGB unter teilweiser Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip) erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis 800,00 EUR werden analog den steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Soweit es sich um Zugänge handelt, deren Anschaffungskosten 250,00 EUR, aber nicht 1.000,00 EUR übersteigen, ist in den Vorjahren gemäß § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG ein Sammelposten gebildet worden, der im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufzulösen ist.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Vorräte wurden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Bei Forderungen deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Der darüberhinausgehende Teil ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Wertberichtigungen betragen insgesamt 20 TEUR (i.V.: 8 TEUR).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (26 TEUR, i.V.: 56 TEUR) sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 26 TEUR (i.V.: 56 TEUR) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 26 TEUR (i.V.: 56 TEUR) enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital beträgt 1.000.000,00 EUR; es ist voll eingezahlt. Es besteht ein Gewinnvortrag in Höhe von 1.868.192,69 EUR.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (21 TEUR), für ausstehende Kostenrechnungen (10 TEUR) und für Personalverpflichtungen (10 TEUR).

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (614 TEUR, i.V.: 2.164 TEUR) sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 614 TEUR (i.V.: 2.151 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22 TEUR (i.V.: 64 TEUR) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

in TEUR Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesamt
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 5.519 612 0 6.131
(i.V.: 2.829 573 178 3.580)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7 0 0 7
(i.V.: 12 0 0 12)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 380 0 0 380
(i.V.: 769 0 0 769)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 364 250 0 614
(i.V.: 1.914 250 0 2.164)
5. sonstige Verbindlichkeiten 107 0 0 107
(i.V.: 85 0 0 85)
Gesamt 6.377 862 0 7.239
(i.V.: 5.609 823 178 6.610)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute sind durch eine Raumsicherungsübereignung der Vorräte sowie durch Forderungsabtretungen gesichert.

Die Bewertung der Valuta-Forderungen und -Verbindlichkeiten erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

Derivative Finanzinstrumente wurden zur Absicherung von Währungsrisiken im Rahmen der Wareneinkäufe in Fremdwährungen als Portfolio-Hedging eingesetzt (Bewertungseinheit). Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Art und Umfang Nominalvolumen Abweichung Zeitwerte
TEUR TEUR
Devisenterminkontrakte 530 -7
davon: Deviseneinkäufe 530 -7
negative Zeitwerte 530 -7

Die gegenläufigen Wertveränderungen und Zahlungsströme aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft haben sich durch Ein- und Auszahlungen aus den Devisenterminkontrakten laufend - bis März 2024 - ausgeglichen.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt 152 TEUR (i.V.: 144 TEUR), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 92 TEUR. Es entfallen 15 TEUR (i.V.: 15 TEUR) auf verbundene Unternehmen.

Der Abschluss der Leasing- und Mietverträge dient der langfristigen Steuerung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalrelation. Risiken bestehen insbesondere durch die Fixierung der Ausgabenstruktur über die vertragliche Laufzeit.

Während des Berichtsjahres waren durchschnittlich 11 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr Herr René Marc Weber, Kaufmann, und Herr Nils Mattheus Hertling, Kaufmann. Die Angabe der Organbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Polymer-Service PSG GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Weber & Schaer GmbH & Co. KG. Die Weber & Schaer GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 7589 eingetragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 316.446,88 EUR mit dem vorhandenen Gewinnvortrag von 1.868.192,69 EUR zu verrechnen. Der Bilanzgewinn beträgt somit 2.184.639,57 EUR und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Seevetal-Beckedorf, den 31. Juli 2024

René Marc

Weber Nils Hertling

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.468,98 8.625,00 43.093,98
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.856,95 11.425,78 98.282,73
121.325,93 20.050,78 141.376,71
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 34.423,42 764,31 35.187,73
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.284,59 3.947,26 84.231,85
114.708,01 4.711,57 119.419,58
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.906,25 45,56
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.050,88 6.572,36
21.957,13 6.617,92

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Unternehmen

Die Polymer-Service PSG GmbH (PSG) ist im Bereich der Distribution von Kunststoffen in Europa mit Schwerpunkt in Deutschland tätig. Die Produkte werden hauptsächlich in Europa, Südkorea und China eingekauft. PSG berät die Kundschaft bei der Auswahl der Materialien und organisiert Transport und Lagerung.

Neben Engineering Plastics (EP) werden hochtemperaturbeständige High Performance Polymers (HPP) vertrieben. In beiden Bereichen werden auch Sekundär-Rohstoffe vermarktet.

Die Polymer-Service PSG GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Weber & Schaer GmbH & Co. KG, Hamburg.

Wirtschaftliches Umfeld 2023

Unverändert war die wirtschaftliche Lage 2023 stark durch den Überfall Russlands auf die Ukraine geprägt. Die unter anderem dadurch zwischenzeitlich extrem hohen Energiekosten sind wieder auf ein erträglicheres Niveau gesunken, stellen aber nach wie vor eine große Belastung für das produzierende Gewerbe dar. Die insbesondere dadurch getriggerte sehr hohe Inflationsrate ist ebenfalls wieder gefallen, ohne jedoch in 2023 unter die Zielgröße der europäischen Zentralbank, die eine Erleichterung der Zinskosten erlaubt hätte, zu fallen. Insofern litten Industrie und Handel auch unter - im Vergleich zu den Vorjahren - sehr hohen Finanzierungskosten.

Während die Entwicklung in den USA mit einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von + 2,5 % (alle Zahlen ex OECD, Mai 2024) dessen ungeachtet recht stark war, konnte im Gebiet des Euro lediglich ein marginales BIP Wachstum von +0,5 % erzielt werden, wobei Deutschland das Schlusslicht mit einem negativen BIP Wachstum von geschätzten -0,1 % darstellte. Die Entwicklung in China war stark negativ durch eine fundamentale Krise im Immobiliensektor beeinträchtigt, wobei sich das BIP dennoch um +5,2 % positiv entwickelte. Das globale Wachstum in 2023 wurde von der OECD im Mai 2024 mit +3,1 % beziffert.

Die Branchenentwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie konnten sich den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmendaten nicht entziehen. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes sanken die Erlöse der Kunststoffverarbeiter in 2023 um -6,3%.

Geschäftsentwicklung

Die Entwicklung im Bereich der Kunststoffe war durch einen sehr starken Wettbewerb in einem überversorgten Markt geprägt.

Im Bereich der HPP unterlagen einige Produkte einem extremen Preisverfall, da der sehr kurze Markt durch den Bedarfsrückgang in Verbindung mit großen, neuen Kapazitäten plötzlich sehr lang war. Im Bereich der EP dauert der Neuaufbau eines Produktbereiches länger als erwartet, da auch hier günstige Ware aus Asien auf den Markt drängt. Dieses führte zu einem Mengenrückgang von -26,8 % und belastete zudem die erzielbare Marge.

Es wurden in allen Bereichen viele neue Projekte begonnen, die noch nicht zu Aufträgen geführt haben, aber aussichtsreich laufen.

Umsatz und Ertragslage

PSG verzeichnete einen Umsatzrückgang von -9,1 % von T€ 19.241 auf T€ 17.494. Die Materialaufwandsquote nahm dabei von 83,0 % auf 84,6 % zu, sodass sich der Materialaufwand um +7,4 % bzw. T€ 1.180 auf T€ 14.798 erhöhte.

Erhöhte Personalkosten von T€ 1.175, die infolge geplanten Personalaufbaus und Lohnsteigerungen um +15,2 % über dem Vorjahr mit T€ 1.020 lagen sowie deutlich gestiegene Finanzierungsaufwendungen, die mit T€ 310 hauptsächlich durch den gestiegenen Zinssatz um +240,1 % über dem Vorjahr in Höhe von T€ 91 lagen, führten in Kombination mit dem Absatzrückgang und sinkenden Margen - teilweise durch den Einsatz von teurem Lager verursacht - zu einem von T€ 1.571 um -51,0 % auf T€ 770 verminderten Betriebsergebnis und auch zu einem von T€ 1.055 um -70,0 % auf T€ 316 verminderten Jahresergebnis.

Der Geschäftsverlauf in 2023 ist aufgrund der schlechteren wirtschaftlichen Lage und der sinkenden Preise insgesamt nicht zufriedenstellend aber im wirtschaftlichen Umfeld akzeptabel. Die leicht positive Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorjahreslageberichts konnte in diesem Marktumfeld nicht erreicht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg um 7,6 % auf T€ 10.954 und bestand im Wesentlichen aus dem Umlaufvermögen. Dabei stieg der Warenbestand um 17,4 % auf T€ 10.143, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken hingegen um 48,4 % auf T€ 773.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 11,0 % auf T€ 3.185 durch das Anwachsen des Ergebnisvortrages um 129,7 % auf T€ 1.868. Der Gewinn fiel dementgegen mit T€ 316 um -70,0 %.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich leicht um +9,5 % auf T€ 7.239. Durch eine Umfinanzierung konnte das von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte Darlehen um -76,2 % von T€ 2.100 auf T€ 500 deutlich zurückgeführt werden. Dies wurde durch die höheren Kreditlinien der Sparkasse Lüneburg ermöglicht. Die in Anspruch genommene Linie stieg dabei um 71,3% auf T€ 6.131.

Der vereinfachte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses, der Abschreibungen und der Veränderung der Rückstellungen) liegt aufgrund des rückläufigen Jahresergebnisses bei T€ 313 (VJ T€ 983). Der erweiterte Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist durch die Mittelbindung im Umlaufvermögen (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie der Rückführung bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) geprägt und von T€ -3.014 in 2022 auf T€ -646 in 2023 gestiegen. Hierbei hat sich aufgrund des Umsatzrückgangs in 2023 die ausgeprägte Mittelbindung im Umlaufvermögen verlangsamt.

Die Finanzierung erfolgte überwiegend durch das Eigenkapital in Höhe von T€ 3.184 (VJ: T€ 2.868), den Bankverbindlichkeiten (T€ 6.131 gegenüber T€ 3.580 in 2022) und den Darlehen der Gesellschafterin (T€ 500 gegenüber T€ 2.100 in 2022). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat infolge der Darlehenstilgungen und der Zinszahlungen auf T€ -2.047 abgenommen.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist weiterhin fristenkongruent. Die laufende Finanzierung der Gesellschaft ist durch die langfristig bestehenden Bankverbindungen ausreichend gesichert.

Investitionen

Es wurden insgesamt T€ 20 für die Erneuerung des Internetauftrittes sowie für eine gebrauchte Spritzgussmaschine für Laboranwendungen investiert.

Mitarbeiter

Es wurden insgesamt 11 (VJ 11) Mitarbeiter, davon 9 (VJ 9) Vollzeitkräfte und 2 (VJ 2) Teilzeitkräfte beschäftigt.

Nachhaltigkeit

Die Gruppe beschäftigt sich mit verschiedenen Projekten im Bereich der Nachhaltigkeit. Im Bereich der Gebäude und Produktion werden Energieeinsparungsmaßnahmen umgesetzt und vorhandene Gebäude schrittweise mit Photovoltaik (PV) ausgerüstet. Die Lagerhallen wurden teilweise auf die Beheizung durch Wärmepumpen umgestellt. Die Wärmepumpen werden zum Teil mit Strom aus der eigenen PV Anlage und/oder mit nachhaltigem Strom aus dem Netz betrieben. Die KFZ-Flotte wird vorzugsweise durch KFZ mit Elektroantrieben bzw. Hybridfahrzeuge ersetzt. Der Standort Seevetal ist mit 10 Ladepunkten ausgerüstet, die primär mit Strom aus der eigenen PV Anlage versorgt werden und alternativ mit nachhaltigem Strom aus dem Netz gespeist werden.

PSG vertreibt mechanisch sowie chemisch aufbereitete Polymere verschiedener Hersteller sowohl bei den EP als auch bei den HPP. Bei den HPP wird ein Teil der Aufbereitung bei der Schwestergesellschaft Braun Battenberg Mahlwerke GmbH durchgeführt. In Zusammenarbeit werden kundenindividuelle Projekte umgesetzt. Der Anteil der aufbereiteten Werkstoffe am Gesamtumsatz steigt und die Vermarktung wird sehr aktiv betrieben. Aufgrund des sehr niedrigen Preisniveaus für Neuware, sind die Wachstumsaussichten eingeschränkt.

Risikobericht

Die Überwachung der finanziellen Risiken aus Preis- und Währungsschwankungen wird täglich im ERP System durchgeführt. Entsprechende Tabellen werden automatisch aus den kontraktlichen Verpflichtungen aufbereitet. Alle Geschäftsvorgänge Ware und Währung betreffend werden im ERP System erfasst. Die Überwachung der den Kunden eingeräumten Limite im Rahmen der Kreditversicherung ist im ERP System abgebildet.

Kreditgewährung

Kundenziele wurden weitestgehend im Rahmen der Deckung durch Kreditversicherungen gewährt. Aufgrund der zu knapp bemessenen Zusagen wurden in Einzelfällen zusätzliche Rahmen ohne Deckung eingeräumt. Die Obergrenze der Deckung durch Atradius ist auf T€ 10.000 bzw. das 65-fache der gezahlten Jahresnettoprämie begrenzt. Etwaige Forfaitierungen werden regresslos durchgeführt.

Fremdwährungsrisiken

Es wurden keine offenen Devisenpositionen gehalten. Währungskursverluste/-gewinne in der Gewinn- und Verlustrechnung sind durch die Buchungsvorschriften begründet (Verwendung des Tageskurses aber Verbrauch der Termindevisen).

Preissicherung

Die Warenposition war stets weitgehend durch Gegengeschäfte abgesichert.

Erfüllungsrisiko

Kontrakte werden nur mit geprüften Partnern eingegangen. Dennoch bleibt ein Restrisiko bei der Erfüllung der Verpflichtungen durch unsere Vertragspartner. Das Risiko wird durch Streuung begrenzt.

Haftungsrisiken

Es können Risiken aufgrund von fehlerhaft gelieferter Ware entstehen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes gab es eine offene Reklamation eines Kunden aus 2023 mit einem Risiko von etwa T€ 10.

Umweltbericht

Es gab keine Vorkommnisse in 2023.

IT-Sicherheit

Das System wird örtlich getrennt gespiegelt. Es besteht ein Notfallplan zur Wiederherstellung der Serverlandschaft. Im Bereich der E-Mail-Kommunikation wird mit einer White List gearbeitet. Das Firewall System sowie die Virenerkennungssoftware werden laufend überprüft und ggfls. erneuert.

Ausblick

Der Jahresbeginn verlief global etwas besser als die Stimmungslage es erwarten ließ. Auch in Deutschland gab es im Gegensatz zu den Erwartungen zumindest ein minimales Wachstum des BIP von +0,2 % im Vergleich zum Vorquartal (Pressemitteilung BMWK 14.05.2024). Verglichen mit dem gleichen Quartal des Vorjahres lag das BIP hingegen um -0,9 % niedriger. Für das Gesamtjahr sieht die Prognose der OECD (Mai 2024) ein globales BIP Wachstum von +3,1 %, hingegen für die Eurozone nur +0,7 %. Für Deutschland werden +0,2 % erwartet.

Die Inflationsrate sinkt weiterhin und damit kommt eine etwaige Zinssenkung näher. Die Energiepreise haben sich stabilisiert. Die anhaltende Russlandkrise könnte wiederum zu steigenden Energiepreisen führen. Diese Gefahr wird durch die Krise in Nahost unterfüttert.

In China ist durch die schlechte wirtschaftliche Lage eine erhebliche Überproduktion von vielen Produkten zu beobachten, die zu günstigen Preisen auf die Märkte in Europa treffen. Infolge der Nahost-Krise wird der Schiffsverkehr aus Asien fast komplett um das Kap der guten Hoffnung umgeleitet was zu längeren Transitzeiten, Equipment shortage und deutlich höheren Frachtraten führt.

Die Auswirkungen und weitere Entwicklung der Invasion Russlands in der Ukraine sind schwer abzuschätzen und werden die weitere wirtschaftliche Entwicklung weiter belasten. Es besteht die Hoffnung, dass der Abschwung den Boden erreicht hat und im zweiten Halbjahr ein moderates Wachstum einsetzen wird.

PSG ist mit vielen Produkten in Freigabeprozessen, die teilweise im laufenden Jahr zu neuen Aufträgen führen sollten.

Daher erwarten wir in dem skizzierten wirtschaftlichen Umfeld insgesamt moderat ansteigende Umsätze. Der Umschlag des wertmäßig höheren Lagers ist abgeschlossen. Wir erwarten ein im Vergleich zu 2023 leicht verbessertes Ergebnis.

Russland-Krise

Die Unsicherheiten durch die Invasion Russlands in der Ukraine sind weiterhin sehr hoch. Daher kann die Entwicklung auch deutlich schlechter verlaufen.

 

Hamburg, im 31. Juli 2024

René Marc Weber

Nils Hertling

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES ZUM 31. Dezember 2023

Der Jahresabschluss der Polymer-Service PSG GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 26. August 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Polymer-Service PSG GmbH, Seevetal-Beckedorf:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polymer-Service PSG GmbH, Seevetal-Beckedorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polymer-Service PSG GmbH, Seevetal-Beckedorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 26. August 2024

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