SSI Schäfer Automation GmbH

Klingholz 18, 97232 Giebelstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 6936
Vorher
SSI Schäfer Noell GmbH Lager- und Systemtechnik
Eingetragen
25.10.1985
Branche
Bau von Industrieanlagen, außer GebäudenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
ist der Anlagenbau im Bereich der Lager-, System- und Transporttechnik, insbesondere die Planung, Herstellung und Vertrieb sowie die Montage und Inbetriebnahme von Anlagen, Geräten und Materialflusssystemen als Generalunternehmer und Systemintegrator sowie die damit im Zusammenhang stehenden Beratungen, Service- und sonstigen Dienstleistungen einschließlich die Herstellung und der Handel von in diesen Bereichen einsetzbarer EDV-Hardund Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrea Croneiß
seit 13.5.2026
Geschäftsführer
Andreas Engel
seit 29.5.2024
Prokura
Rainer Meyer
seit 4.12.2023
Geschäftsführer
Stefan Karl Krebs
seit 20.4.2023
Prokura
Anne Klanke
seit 7.7.2022
Prokura
Peter Lambrecht
seit 5.5.2021
Prokura
Ralf Bleifuß
seit 17.3.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme

Neunkirchen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Mutterunternehmen ist die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, mit Sitz in Neunkirchen. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Siegen unter HR A 4904 eingetragen.

Die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, ist gemäß § 290 HGB i.V.m. § 264a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

a) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, als Mutterunternehmen die Abschlüsse aller in der gesonderten "Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021" (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen.

Erstmals in den Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert wurden die Gesellschaften SSI Schäfer Plastics GmbH, Neunkirchen, SWAN AT GmbH, Graz/ Österreich, SWAN Consultancy GmbH, Augsburg, FPrimeZero GmbH, Wien/Österreich, Schaefer SubCo, LLC, Charlotte/USA, sowie Schaefer Systems Int. Co., Ltd., Seoul/Republik Korea.

Die zuvor "at-equity" konsolidierte Gesellschaft SWAN GmbH, Augsburg, wurde im Geschäftsjahr 2021 erstmalig vollkonsolidiert.

Die Gesellschaften Schäfer Vermietungsges. mbH & Co KG, Neunkirchen, Schäfer Beteiligungs GmbH, Betzdorf, und Schäfer Shop Logistic Services GmbH, Betzdorf (vormals SSI Schäfer Dienstleistungs GmbH, Neunkirchen), wurden im Geschäftsjahr 2021 entkonsolidiert.

Die Gesellschaft GRN Logistic S.A.S., Cholet/Frankreich wurde im Geschäftsjahr 2021 auf die SSI Schaefer S.A.S., Basse-Ham/Frankreich verschmolzen.

b) Konsolidierungsgrundsätze

Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen bis 2009 nach der Buchwertmethode, durch Verrechnung mit den Anteilen der jeweiligen Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung (vor 2010) bzw. nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der Gründung (nach 2010). Für Anteile im Fremdbesitz ist ein Ausgleichsposten gebildet worden, sowie für Anteile von Kommanditisten am Kapital einer einbezogenen Personengesellschaft, da es sich bei den Kommanditisten um die Gesellschafter des Mutterunternehmens handelt,

Fortschreibung der Buchwerte der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Rahmen der Equity-Methode, die fortgeschriebenen Buchwerte at Equity sowie die Anschaffungskosten für die neu erworbenen Anteile wurden als Buchwert dem Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals am Stichtag der Übergangskonsolidierung gegenübergestellt,

Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten,

Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, sowie sonstigen Erträgen und Aufwendungen (insbesondere Kostenumlagen, Pachten und Zinsen),

Eliminierung von Ergebnisübernahmen einbezogener Gesellschaften und von Beteiligungserträgen sowie Ab- und Zuschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften,

Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen,

Vornahme von Steuerabgrenzungen auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Jahren voraussichtlich ausgleicht.

Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten.

III. Währungsumrechnung

1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Jahresabschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet.

2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.

3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahrs sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren, und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden.

Im Geschäftsjahr wurden währungskursbedingte Aufrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.231 aus der Schuldenkonsolidierung wesentlicher, währungskursgesicherter Darlehen ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Im Rahmen der Abfindung eines Gesellschafters in 2016 wurden anteilige stille Reserven im Einzelabschluss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 27.270 (Vorjahr: TEUR 27.330) ergebnisneutral als Aufstockung der Buchwerte bilanziert. Abweichend hiervon wurde in Übereinstimmung mit § 308 Abs. 1 HGB i.V.m. IDW RS HFA 7 im Konzernabschluss der Abfindungsmehrbetrag mit den Rücklagen verrechnet.

2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 13.340), der in Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet worden ist. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als der entsprechende Eigenkapitalanteil waren, sind die sich ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 45.597 als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in Höhe von TEUR 28.023 in Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet worden. Aus der Erstkonsolidierung eines assoziierten Unternehmen ergab sich ein Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital in Höhe von TEUR 6.127, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird. Es besteht ein Geschäfts- oder Firmenwert für ein assoziiertes Unternehmen von TEUR 1.772.

3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert.

Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren ab Erwerbszeitpunkt linear abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr und in Vorjahren durch Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund zu erwartender Synergieeffekte und transitorischen Know-how über 3 bis 5 Jahre ab Erwerbszeitpunkt abgeschrieben, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden.

4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außerplanmäßigen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von längstens 60 Jahren wurden Gebäude überwiegend linear abgeschrieben, Bauten auf fremden Grundstücken entsprechend der Mietdauer.

Technische Anlagen und Maschinen sowie Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 33 Jahren abgeschrieben.

Bei den einbezogenen Auslandgesellschaften wurde die dort festgelegte Nutzungsdauer für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind.

5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, sind Abwertungen vorgenommen worden.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte bis zur Höhe des Vorratsvermögens offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Als passivisch ausgewiesene erhaltene Anzahlungen verbleiben noch TEUR 196.141. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden.

8. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

9. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Abgrenzungen.

10. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen auf Konzernabschlussebene aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen.

11. Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird.

12. Rückstellungen für Pensionen entfallen nahezu ausschließlich auf inländische Tochtergesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Bewertungsverfahren Rentenbarwert (Projected Unit Credit Methode) bzw. Teilwertverfahren
Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Rechnungszins 1,87 %
Rententrend 2,00 %
Einkommenstrend Leistungen sind unabhängig vom Einkommen

Als Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen wurde der von der Deutsche Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2021 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 277.

Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst.

Die bei einer ausländischen Tochtergesellschaft bestehende Pensionsrückstellung (TEUR 156) wurde nach den landesrechtlichen Vorschriften passiviert. Dabei ist ein Rechnungszins von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) und das Teilwertverfahren zur Anwendung gekommen. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt unter Berücksichtigung der Entwicklung des Verbraucherpreisindex.

Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2021 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutsche Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins abgezinst worden. Bei Gesellschaften in Österreich wurde für Rückstellungen für sog. Abfertigungen ein landesspezifischer Abzinsungssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) und ein Gehaltstrend von 3,0 % zugrunde gelegt.

Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung, die aus erwarteten zukünftigen Verträgen resultieren, in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt.

Wertpapiere des Anlagevermögens (verrechenbares Planvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) sind in der Bilanz mit den sonstigen Rückstellungen (Lebensarbeitszeitkonto) saldiert ausgewiesen worden. Die Anschaffungskosten der verpfändeten Wertpapiere betragen TEUR 768, der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 813. Der Erfüllungsbetrag der gedeckten Rückstellung beträgt TEUR 818.

13. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Gliederung

Aus Gründen der Bilanzklarheit wurde das Gliederungsschema gemäß § 265 Abs. 5 HGB um folgende Posten erweitert:

"Forderungen gegen Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen".

2. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen, resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Stückzinsen und noch nicht verrechenbaren Vorsteuern in Höhe von TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR 1.000), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

4. Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen).

In 2021 ergaben sich in Summe Erträge aus der Aktivierung latenter Steuern aus Konsolidierungsvorgängen in Höhe von TEUR 195. Bei erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen sind landesspezifische Steuersätze von 9 % bis 34 % bzw. ein gruppeneinheitlicher Steuersatz von 27 % angewandt worden. Die sich ergebende Differenz resultiert im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung beim Projektgeschäft und aus Anlageverkäufen sowie der Schuldenkonsolidierung. In der Konzernbilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen. In 2021 ergaben sich per Saldo aktive latente Steuern.

5. Eigenkapital

In dem Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 159.446 enthalten.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 55.529), Nachlaufkosten (TEUR 45.786), für Garantieverpflichtungen (TEUR 42.239), für Drohverluste (TEUR 19.546) und für ausstehende Kostenrechnungen (TEUR 10.372).

7. Verbindlichkeiten

Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde als Sicherheit ein Pfandrecht an Bankguthaben eingeräumt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen, resultieren in Höhe von TEUR 5.130 aus Lieferungen und Leistungen.

Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- sowie Leasingverträgen und Unternehmensverträgen werden in den nächsten fünf Jahren folgende Beträge fällig:

TEUR
2022 17.211
2023 - 2026 40.699
57.910

Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 4.896.

Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen.

9. Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Währungs- und Zinsrisiken zu minimieren.

Als Sicherungsinstrumente kamen Termin- und Swapgeschäfte zum Einsatz.

Abgesicherte Risiken Sicherungsinstrument Abgesichertes
Volumen
31.12.2021
Nicht in
Bewertungseinheit
31.12.2021
Fair Value (ohne
Bewertungseinheiten)
Mio. EUR Mio. EUR TEUR
Wechselkursrisiko Vermögensgegenstände und schwebende Geschäfte Devisentermin- und -swapgeschäfte 212,2 3,7 -395

Die abgesicherten Risiken beinhalten hauptsächlich in den nächsten 31 Monaten vertraglich zugesicherte Zahlungen in Fremdwährung. Die Sicherungsgeschäfte ermöglichen, dass Fremdwährungs-Cashflows der Basisgeschäfte zu einem vorher festgelegten Kurs umgetauscht werden (Mikro- und Portfolio-Hedge). Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert (Tageskurs) auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Derivative Finanzinstrumente in Höhe von EUR 212,2 Mio. sind in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen. Die Buchungen erfolgen nach der Einfrierungsmethode. Die Wirksamkeit wird nach der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt.

Eins der vorliegenden Devisentermingeschäfte (TCNY 30.000) rechtfertigt keine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Das betroffene Devisentermingeschäft weist zum 31. Dezember 2021 einen negativen Marktwert i.H.v. insgesamt TEUR 395 aus, für den eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde.

Die Devisentermingeschäfte wurden mit den Mittelkursen am Abschlussstichtag bewertet, die die Marktgegebenheiten zum Berechnungszeitpunkt wiedergeben und unter Bezugnahme auf die vorliegenden Bankbestätigungen unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren ermittelt wurden.

10. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Durch die Veränderungen im Konsolidierungskreis wurde die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt beeinflusst:

TEUR
Konzernbilanz
Anlagevermögen 3.252
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.049
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.411
Rückstellungen 1.682
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.001
Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten am Kapital einer einbezogenen Personengesellschaft 6.197
Gesamtleistungen 11.536
Materialaufwand 2.533
Personalaufwand 6.243
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.655

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Eliminierung der Innenumsätze wie folgt:

2021 2020
TEUR % TEUR %
a) Nach Tätigkeitsbereichen
Intralogistik 1.698.959 88,95 1.261.697 87,9
Abfalltechnik 211.106 11,05 173.082 12,1
1.910.065 100,00 1.434.779 100,0
2021 2020
TEUR % TEUR %
b) Nach Märkten
Deutschland 415.870 21,77 364.310 25,4
Übriges Westeuropa 649.962 34,03 420.328 29,3
Osteuropa 153.538 8,04 134.275 9,4
Amerika 440.159 23,04 370.436 25,8
Asien und Australien 244.393 12,80 142.210 9,9
Afrika 6.143 0,32 3.220 0,2
1.910.065 100,00 1.434.779 100,0

2. Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 2.633), aus Anlageabgängen (TEUR 746) sowie aus Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz (TEUR 635) enthalten.

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise wurden einzelnen Tochterunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr staatliche Zuschüsse (Kurzarbeitergeld) in Höhe von insgesamt TEUR 5.046 (Vorjahr: TEUR 3.768) gewährt, die innerhalb des Personalaufwands verrechnet wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises (TEUR 2.380) und aus Anlageabgängen (TEUR 263) sowie aus Forderungsverlusten (TEUR 793).

3. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie weitere außerplanmäßige Abschreibungen

Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 6) handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.003 auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen.

4. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern von TEUR 3.246 (Vorjahr: TEUR 2.434) werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

5. Nicht beherrschende Anteile

Enthalten sind Gewinnanteile in Höhe von TEUR 12, sowie Verlustanteile in Höhe von TEUR 14.

VII. Kapitalflussrechnung

Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds entspricht den flüssigen Mitteln.

VIII. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag 2021 des Mutterunternehmens wurde den Kapitalberichtigungskonten belastet und mit den Rücklagen verrechnet.

IX. Sonstige Angaben

1. 1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2021 2020
Angestellte 6.722 6.713
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.799 3.114
Gesamt 9.521 9.827

2. Beirat

Das Mutterunternehmen hat einen freiwilligen Beirat, der im Jahr 2021 folgende Mitglieder hat:

Herr Dr. Kay Mayland (Vorsitzender),

Frau Traute Schäfer (stellvertretende Vorsitzende),

Herr Dr. Stefan Bucherer,

Frau Jutta Schäfer-Hillenberg,

Herr Dr. Johannes F. Kirchhoff,

Herr Albertus J.G.T. Knoef,

Herr Norbert Müller.

Der Beirat erhielt in 2021 Vergütungen in Höhe von TEUR 441 (Vorjahr: TEUR 456).

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und von Hinterbliebenen früherer Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer des Mutterunternehmens erhielten in 2021 Vergütungen in Höhe von EUR 2,4 Mio.

Für die Versorgungsbezüge von Hinterbliebenen früherer Mitglieder der Geschäftsführung bestehen bilanzierte Pensionszusagen mit einem Barwert zum Bilanzstichtag von TEUR 293.

4. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer entfällt in Höhe von TEUR 1.007 (enthalten sind Zuführungen von TEUR 330 und Auflösungen von TEUR 15 für Vorjahre) auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss, in Höhe von TEUR -6 (enthalten sind Auflösungen von TEUR 9 für Vorjahre) auf andere Bestätigungsleistungen und in Höhe von TEUR 136 auf sonstige Leistungen.

5. Anteilsbesitz

Einzelheiten zum Anteilsbesitz des Konzerns zeigt eine separate Aufstellung (Anlage 3 zum Konzernanhang).

6. Unbeschränkt haftende Gesellschafterin

Die in den Konzernabschluss einbezogene Schäfer GmbH, Wels/Österreich, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen.

7. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021 ( Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB.

Darüber hinaus nimmt die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

X. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Muttergesellschaft hat in 2022 einen Bank- und Avalkreditrahmen mit einem Volumen von bis zu EUR 400 Mio. mit mehreren Kreditinstituten unter Mithaftung von Konzerngesellschaften abgeschlossen.

Am 24. Februar 2022 startete Russland militärische Angriffe gegen die Ukraine. Wir beobachten die Entwicklungen sehr aufmerksam und rechnen damit, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen auch unsere Geschäftstätigkeit belasten werden. Indirekte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, u.a. aus Preiserhöhungen und Kapazitätsengpässen auf für uns relevanten Beschaffungs-märkten sowie Störungen in globalen Lieferketten, sind im neuen Geschäftsjahr zu beobachten. Deren vollständiger Umfang und Ausmaß sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifizierbar.

 

Neunkirchen, den 14. September 2022

Schäfer GmbH

Steffen Bersch

Bruno Krauss

Harald Rackel

Aufstellung des Anteilsbesitzes 2021

Konzernanteil
%
1. SSI Schäfer Holding International GmbH, Neunkirchen 1) 100
2. Fritz Schäfer GmbH, Neunkirchen 1) 2) 100
3. SSI Schäfer Automation GmbH, Giebelstadt 1) 2) 100
4. Thermo-Plastik GmbH, Bensheim 1) 100
5. W. Langer Industriemontagen GmbH, Neunkirchen 1) 2) 100
6. HSP GmbH i.L., Münster 1) 100
7. Schäfer GmbH, AT-Wels 100
8. Institut für Entsorgung und Umwelttechnik GmbH, Iserlohn 1) 100
9. SSI Schäfer IT Solutions GmbH, Giebelstadt 1) 2) 100
10. Ro-Ber Industrieroboter GmbH, Kamen 1) 100
11. SSI Schäfer Plastics GmbH, Neunkirchen 100
12. SWAN GmbH, Augsburg 1) 98,01
13. Klug-Intralog.net GmbH i.L., Oberviechtach 100
14. Salomon Automation GmbH i.L., Dortmund 100
15. SWAN Consultancy GmbH, Augsburg 1) 100
16. SSI Schaefer Systems International Inc., US-Charlotte 100
17. SSI Schaefer Ltd., GB-Andover 100
18. Schaefer Systems Int. Sdn. Bhd., MY-Petaling Jaya 100
19. SSI Schäfer s.r.o., CZ-Hranice na Morave 100
20. SSI Schaefer Systems International (Kunshan) Co. Ltd., CN-Kunshan 100
21. SSI Schaefer Systems International Limited, CA-Brampton 100
22. SSI Schäfer System International AB, SE-Malmö 100
23. SSI Schäfer B.V., NL-Arnheim 100
24. SSI Schäfer A/S, DK-Hadsund 100
25. Schäfer Sistemas Internacional S.L., ES-L`Hospitalet de Llobregat 100
26. SSI Schaefer LLC, AE-Dubai 100
27. SSI Schäfer N.V./S.A., BE-Zaventem 100
28. SSI Schaefer Systems International DWC-L.L.C, AE-Dubai 100
29. Schaefer Systems International Pty. Ltd., AU-Silverwater 100
30. SSI SCHAEFER S.R.L., RO-Timişoara 100
31. SSI Schaefer S.A.S., FR-Basse-Ham 100
32. SSI Schäfer Systems International Kft., HU-Dunaharaszti 100
33. SSI Schäfer Sp.zo.o, PL-Warschau 100
34. Schaefer Waste Technology Sdn. Bhd., MY-Petaling Jaya 100
35. SSI Schaefer Systems Philippines Inc., PH-City of Manila 100
36. Schaefer Sistemas International, S.A. de CV, MX-Mexiko-Stadt 100
37. SSI Schaefer LTDA., BR-Vinhedo SP 100
38. SCHAEFER Systems International Pvt. Ltd., IN-Mumbai 100
39. SSI Schäfer Holding GmbH, AT-Wels 100
40. "SSI" Schäfer Gesellschaft m.b.H., AT-Wels 100
41. SSI-Schäfer Systems Management GmbH, AT-Wels 100
42. SSI Schäfer Automation GmbH, AT-Graz 100
43. SSI Schäfer Dienstleistungs GmbH, AT-Wels 100
44. SSI Schäfer Finanzierung GmbH, AT-Wels 100
45. SSI Schäfer IT Solutions GmbH, AT-Friesach bei Graz 100
46. SSI Schäfer AG, CH-Neunkirch 100
47. Schaefer Systems International Pte. Ltd., SG-Singapur 100
48. SSI Schaefer Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., MY-Petaling Jaya 100
49. Schaefer Systems International Limited, HK-Hongkong 100
50. SSI Schaefer Systems International Co. Ltd., TH-Bangkok 100
51. P.T. Sistim Solusindo Internasional, ID-Jakarta 100
52. SSI Schaefer Systems SA (Pty.) Ltd., ZA-Bryanston 100
53. SSI SCHAEFER, logistiĉni sistemi, d.o.o., SI-Maribor 100
54. OOO "SSI Schaefer", RU-Moskau 100
55. TOV SSI Schäfer, UA-Kiew 100
56. SSI Schäfer Intralojistik Sistemleri Ticaret Limited Şirketi, TR-Istanbul 100
57. PT Schaefer Systems International, ID-Jakarta 100
58. MoTuM N.V., BE-Mechelen 100
59. SSI Schaefer SIA, LV-Riga 100
60. SSI Schaefer Systems International s.r.o., CZ-Prag 100
61. SMG CZ s.r.o., CZ-Prag 100
62. SSI Schaefer Packaging, S.A. de C.V., MX-San Luis Potosi 100
63. Automatisatie en Besturingen Maertens BV, BE-Mechelen 100
64. SSI Schäfer AS, NO-Vinterbro 100
65. INCAS S.p.A., IT-Vigliano Biellese (BI) 100
66. DS Automotion GmbH, AT-Linz 3) 40
67. SSI Schäfer ehf., IS-Reykjavik 100
68. FPrimeZero GmbH, AT-Wien 80,43
69. SSI Schäfer Oy, FI-Vantaa 100
70. SSI Schäfer Resident Maintenance B.V., NL-Arnheim 100
71. Schaefer SubCo, LLC, US-Charlotte 4) 100
72. Schaefer Systems Int. Co., Ltd., KR-Seoul 100
73. SWAN AT GmbH, AT-Graz 100

1) Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

2) Befreiung Aufstellung Lagebericht gemäß § 264 Abs. 3 HGB

3) Einbeziehung at-equity gemäß § 311 HGB

4) Nicht einbezogen

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähn- liche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 5.566.974,21 5.080
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.709.807,59 14.131
3. Geleistete Anzahlungen 7.959.056,55 3.826
26.235.838,35 23.037
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ein- schließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 177.545.040,18 178.797
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.613.398,69 59.584
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.799.393,95 38.486
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.585.472,90 5.305
274.543.305,72 282.172
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 6.646.583,93 8.194
2. Beteiligungen 1,00 126
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 929.103,12 923
4. Sonstige Ausleihungen 24.508,99 14
7.600.197,04 9.257
308.379.341,11 314.466
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 105.451.098,96 62.267
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 852.027.159,18 872.829
3. Fertige Erzeugnisse 47.463.837,47 37.083
4. Geleistete Anzahlungen 32.042.966,70 93.628
1.036.985.062,31 1.065.807
5. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -1.036.985.062,31 -1.065.807
0,00 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 252.833.793,35 192.929
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 2.408.094,90 (4.685)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 100
3. Forderungen gegen Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen 4.322.942,40 5.901
4. Sonstige Vermögensgegenstände 52.492.765,75 47.936
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 525.256,75 (670)
309.649.501,50 246.866
III. Wertpapiere
(Sonstige Wertpapiere) 10.248.724,17 8.231
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 296.971.841,38 242.245
616.870.067,05 497.342
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.468.805,51 4.092
D. Aktive latente Steuern 6.816.121,05 6.621
939.534.334,72 822.521

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 30.000.000,00 30.000
II. Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten am Kapital einer einbezogenen Personengesellschaft 0,00 6.187
III. Rücklagen 32.645.979,29 61.686
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 14.177.401,07 2.269
V. Bilanzgewinn 192.241.406,87 159.345
VI. Nicht beherrschende Anteile 46.844,84 0
269.111.632,07 259.487
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen 102.016,85 26
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 7.213.549,09 7.440
2. Steuerrückstellungen 18.350.650,56 8.493
3. Sonstige Rückstellungen 205.993.013,54 161.575
231.557.213,19 177.508
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.044.378,32 296
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 196.140.841,54 161.690
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.158.468,15 77.715
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 56.382.332,57 50.420
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungsunternehmen 10.739.834,27 1.694
6. Sonstige Verbindlichkeiten 73.595.759,56 89.853
Davon aus Steuern: EUR 41.395.923,42 (63.740)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.383.141,89 (5.752)
436.061.614,41 381.668
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.701.858,20 3.832
939.534.334,72 822.521

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.910.064.791,61 1.434.779
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen (Vorjahr: Erhöhung) -10.420.490,47 38.089
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.882.071,32 2.166
1.901.526.372,46 1.475.034
4. Sonstige betriebliche Erträge 75.506.264,54 74.474
Davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.746.198,65 (4.190)
1.977.032.637,00 1.549.508
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe und für bezogene Waren -713.210.634,76 -485.845
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -318.004.579,01 -222.946
-1.031.215.213,77 -708.791
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -474.710.339,78 -450.237
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -98.708.231,17 -93.642
Davon für Altersversorgung: EUR -6.314.851,82 (-5.324)
-573.418.570,95 -543.879
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -50.012.902,44 -52.177
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -295.519.531,36 -234.704
Davon aus Währungsumrechnung: EUR -4.078.540,36 (-4.846)
-1.950.166.218,52 -1.539.551
26.866.418,48 9.957
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -65.896,67 -31
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 41.476,16 10
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 804.986,55 660
Davon aus Aufzinsung: EUR 603,00 (0)
780.566,04 639
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.756,21 -26
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.561.158,34 -1.792
Davon aus Aufzinsung: EUR -176.799,78 (-227)
-3.566.914,55 -1.818
-2.786.348,51 -1.179
24.080.069,97 8.778
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.292.657,83 -12.677
Davon latente Steuern: EUR 195.563,69 (446)
15. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss
(Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.787.412,14 -3.899
16. Gewinnvortrag 159.446.289,87 214.738
17. Ergebnisverteilung bei einbezogenen Personengesellschaften 29.005.793,73 -51.468
18. Einstellung in Rücklagen 0,00 -26
19. Nicht beherrschende Anteile 1.911,13 0
20. Bilanzgewinn 192.241.406,87 159.345

Brutto-Anlagengitter

Anschaffungs - / Herstellungskosten
01.01.2021 Konzernkreis-veränderungen Verrechnungen und Neubewertung Kurs- und sonstige Veränderungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
33.668.947,94 -55.540,43 0,00 768.077,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.323.008,81 0,00 0,00 29.004,44
3. Geleistete Anzahlungen 3.826.093,55 0,00 0,00 0,00
76.818.050,30 -55.540,43 0,00 797.081,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
327.343.802,76 0,00 0,00 6.886.775,98
2. Technische Anlagen und Maschinen
311.166.850,60 -264.701,39 0,00 9.349.223,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
234.373.506,72 -6.232.957,51 0,00 1.741.507,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5.325.828,65 0,00 0,00 58.855,46
878.209.988,73 -6.497.658,90 0,00 18.036.362,01
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.266.539,46 -289.048,29 0,00 0,00
2. Beteiligungen 126.960,82 -124.860,81 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.031.706,66 0,00 -111.890,15 ** 0,04
4. Sonstige Ausleihungen 13.666,22 0,00 0,00 0,00
9.438.873,16 -413.909,10 -111.890,15 0,04
Insgesamt 964.466.912,19 -6.967.108,43 -111.890,15 18.833.444,04
Anschaffungs - / Herstellungskosten
Zugänge Abgänge
U = Umbuchung 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten U 628.014,71
3.141.329,28 630.670,35 37.520.158,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.326.213,31 0,00 45.678.226,56
3. Geleistete Anzahlungen 4.132.963,00 0,00 7.959.056,55
U 628.014,71
13.600.505,59 630.670,35 91.157.441,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken U 905.622,22
2.583.315,64 718.534,76 337.000.981,84
2. Technische Anlagen und Maschinen U 858.313,51
8.289.998,05 20.114.511,31 309.285.172,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung U 563.253,67
10.458.495,12 24.642.687,27 216.261.117,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.955.204,11
11.060.031,65 894.571,19 12.594.940,46
U 2.327.189,40 2.955.204,11
32.391.840,46 46.370.304,53 875.142.213,06
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 7.977.491,17
2. Beteiligungen 0,00 0,00 2.100,01
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 114.987,90 83.610,59 951.193,86
4. Sonstige Ausleihungen 17.092,77 6.250,00 24.508,99
132.080,67 89.860,59 8.955.294,03
U 2.955.204,11 2.955.204,11
Insgesamt 46.124.426,72 47.090.835,47 975.254.948,90
Wertveränderungen at equity 31.12.2021 Zuschreibung
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 0,00
0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -1.330.907,24 * 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 7.824,60
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
-1.330.907,24 7.824,60
Insgesamt -1.330.907,24 7.824,60
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Konzernkreis-veränderungen Kurs- und sonstige Veränderungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
28.588.709,11 -111.768,23 609.679,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.192.347,11 0,00 19.568,84
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
53.781.056,22 -111.768,23 629.248,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
148.547.088,72 0,00 3.049.114,39
2. Technische Anlagen und Maschinen
251.582.386,62 -138.307,39 7.374.199,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
195.887.239,44 -3.612.941,15 1.490.594,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
20.789,23 0,00 1.157,46
596.037.504,01 -3.751.248,54 11.915.065,45
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.124,84 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 108.743,89 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
109.868,73 0,00 0,00
Insgesamt 649.928.428,96 -3.863.016,77 12.544.313,85
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
Zugänge Abgänge
U = Umbuchung 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten U 174.864,19
3.316.008,72 624.308,86 31.953.184,49 5.566.974,21 5.080.238,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.756.503,02 0,00 32.968.418,97 12.709.807,59 14.130.661,70
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 7.959.056,55 3.826.093,55
U 174.864,19
11.072.511,74 624.308,86 64.921.603,46 26.235.838,35 23.036.994,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken U 88.175,55
8.156.426,23 384.863,23 159.455.941,66 177.545.040,18 178.796.714,04
2. Technische Anlagen und Maschinen
15.913.632,54 19.060.137,12 255.671.774,12 53.613.398,69 59.584.463,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.039,74
14.870.331,93 22.910.460,61 185.461.724,00 30.799.393,95 38.486.267,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 12.479,13 9.467,56 12.585.472,90 5.305.039,42
U 88.175,55 263.039,74
38.940.390,70 42.367.940,09 600.598.907,34 274.543.305,72 282.172.484,72
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 6.646.583,93 8.194.063,82
2. Beteiligungen 974,17 0,00 2.099,01 1,00 125.835,98
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.782,04 83.610,59 29.915,34 929.103,12 922.962,77
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 24.508,99 13.666,22
5.756,21 83.610,59 32.014,35 7.600.197,04 9.256.528,79
U 263.039,74 263.039,74
Insgesamt 50.018.658,65 43.075.859,54 665.552.525,15 308.379.341,11 314.466.007,59

* Entwicklung: Stand 01.01.2021 EUR -72.475,64

+ anteilige Ergebnisse 2021 (Eigenkapitalmehrung) in Höhe von EUR 1.184.579,07

- Abschreibung Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR -1.250.475,74

- Gewinnausschüttung in Höhe von EUR -177.418,92

- Konsolidierungskreisveränderung EUR -1.015.116,01

** Davon verrechnetes Planvermögen: EUR -163.950,59

Davon Neubewertung Wertpapiere: EUR 52.060,44

Im Vortrag verrechnetes Planvermögen aus Vorjahren: EUR -649.035,94

0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 72.475,64
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Entwicklung des Konzerneigenkapitals (Konzerneigenkapitalspiegel) für das Geschäftsjahr 2021/2020

Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalanteile der Kommanditisten Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten am Kapital einer einbezogenen Personengesellschaft Rücklagen bei der Muttergesellschaft Rücklagen bei Tochtergesellschaften
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 / 01.01.2020 30.000.000,00 6.161.100,00 45.274.430,96 3.997.797,91
Einstellungen in Rücklagen 0,00 26.000,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 24.405.860,23 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -24.405.860,23 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 0,00 27.061.569,04 0,00
Stand 31.12.2020 / 01.01.2021 30.000.000,00 6.187.100,00 72.336.000,00 3.997.797,91
Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 -6.187.100,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Belastung auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 0,00 -29.005.793,73 0,00
Stand 31.12.2021 30.000.000,00 0,00 43.330.206,27 3.997.797,91
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Verrechnung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Summe Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 / 01.01.2020 -15.954.971,10 33.317.257,77 13.563.888,26 214.627.183,21
Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 -26.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -11.294.973,36 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 111.108,97
Änderungen des Konsolidierungskreises 1.307.100,60 1.307.100,60 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -28.305.324,51
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 27.061.569,04 0,00 -27.061.569,04
Stand 31.12.2020 / 01.01.2021 -14.647.870,50 61.685.927,41 2.268.914,90 159.345.398,63
Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 11.908.486,17 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 100.891,24
Änderungen des Konsolidierungskreises -34.154,39 -34.154,39 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 3.789.323,27
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Belastung auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 -29.005.793,73 0,00 29.005.793,73
Stand 31.12.2021 -14.682.024,89 32.645.979,29 14.177.401,07 192.241.406,87
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 / 01.01.2020 0,00 0,00 0,00 297.669.429,24
Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -11.294.973,36
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 111.108,97
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 1.307.100,60
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -3.899.464,28
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -24.405.860,23
Gutschrift auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 / 01.01.2021 0,00 0,00 0,00 259.487.340,94
Einstellungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 11.908.486,17
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 100.891,24
Änderungen des Konsolidierungskreises 48.755,97 0,00 48.755,97 -6.172.498,42
Konzernjahresüberschuss 0,00 -1.911,13 -1.911,13 3.787.412,14
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Belastung auf Kapitalberichtigungskonten bei einbezogenen Personengesellschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 48.755,97 -1.911,13 46.844,84 269.111.632,07

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) 3.787 (3.899)
2. Abschreibungen (Zuschreibungen) auf Gegenstände des Anlagevermögens 50.019 52.180
3. Zunahme (Abnahme) der Rückstellungen 44.015 9.461
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (Erträge) (4.827) (4.954)
5. (Zunahme) Abnahme der Vorräte und geleisteten Anzahlungen 28.822 (49.202)
6. (Zunahme) Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (51.143) (46.979)
7. Zunahme (Abnahme) der erhaltenen Anzahlungen 5.629 129.118
8. Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 14.724 7.767
9. (Gewinn) Verlust aus dem Abgang von Gegen- ständen des Anlagevermögens (746) (2.768)
10. Zinsaufwendungen (Zinserträge) 2.756 1.132
11. Sonstige Aufwendungen (Erträge) aus Beteiligungen 66 31
12. Ertragsteueraufwand 20.488 12.231
13. Ertragsteuerzahlungen (10.435) (8.279)
14. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 103.155 95.839
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 7 32
16. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (13.601) (6.516)
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 4.677 3.387
18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (36.245) (43.323)
19. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 6 46
20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (132) (560)
21. Einzahlungen (Auszahlungen) aufgrund von Finanzmittel- anlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (2.018) (364)
22. Auszahlungen für Veränderungen im Konsolidierungskreis (4.570) (4.815)
23. Einzahlungen für Veränderungen im Konsolidierungskreis 438 2.975
24. Erhaltene Zinsen 803 658
25. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (50.635) (48.480)
26. Einzahlungen von (Auszahlungen an) Gesellschafter (830) 1.191
27. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.041 0
28. Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (293) (27)
29. Gezahlte Zinsen (2.780) (1.038)
30. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (2.862) 126
31. Zahlungswirksame Veränderung des Finanz- mittelfonds (Summe aus Z. 14., 25., 30.) 49.658 47.485
32. Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 5.069 6.315
33. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 242.245 188.445
34. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 296.972 242.245
Der Finanzmittelfonds entspricht den flüssigen Mitteln.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, legt im Folgenden den Lagebericht für den Konzern über das Geschäftsjahr 2021 zum Stichtag 31. Dezember 2021 vor.

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Gruppenstruktur und Geschäftsmodell

Die Konzernmutter der SSI SCHÄFER Gruppe, die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, ist unter HR A 4904 im Handelsregister beim Amtsgericht Siegen eingetragen. Zum Konzern gehören neben der Muttergesellschaft 14 inländische und 59 ausländische Unternehmen und sieben Produktionsstätten. Bezüglich der Beteiligungsverhältnisse im Konzern wird im Übrigen auf die Anteilsbesitzliste verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2021 gliederte sich die SSI SCHÄFER Gruppe in die vier übergeordneten und globalen Geschäftsbereiche:

Logistics Solutions

Products & Equipment

Customer Services

Waste & Packaging

Diese werden jeweils von einem Geschäftsbereichsleiter geführt, der direkt an den CEO berichtet.

Standorte

Zum 31. Dezember 2021 ist der Konzern mit insgesamt 74 Gesellschaften regional wie folgt aufgestellt:

• Deutschland 15 Gesellschaften
• Übriges Westeuropa 26 Gesellschaften
• Osteuropa 11 Gesellschaften
• Amerika 6 Gesellschaften
• Asien- und Australien 15 Gesellschaften
• Afrika 1 Gesellschaft

Die Produktions- und Vertriebsgesellschaften befinden sich im In- und Ausland. Daneben bestehen in den Ländern Finnland, Rumänien, Türkei, Korea, Taiwan, Vietnam, Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru Zweigniederlassungen, die gegründet worden sind, um die lokalen Märkte dauerhaft zu bearbeiten. Zusätzlich gibt es temporäre Betriebsstätten zur Projektabwicklung.

Nennenswerte Konsolidierungskreisveränderungen im Geschäftsjahr:

Erwerb der Mehrheit (98,01 %) an der SWAN GmbH in Augsburg im Juni 2021, zur Stärkung unseres SAP-Geschäfts;

Verkauf der SSI Schäfer Dienstleistungs GmbH zwecks Neuorganisation der internen Logistik;

Verkauf der Schäfer Beteiligungs GmbH und damit Entkonsolidierung der Schäfer Vermietungsges. mbH & Co. KG zwecks Neuorganisation auf Schäfer Gruppen Ebene;

Erwerb der Mehrheit (80,43 %) an der FPrimeZero GmbH, Wien.

Organisationsstruktur

Die Geschäftsführung der Gruppe besteht im Berichtsjahr 2021 aus Steffen Bersch als Chief Executive Officer (CEO), Bruno Krauss als Chief Financial Officer (CFO) und Harald Rackel als Chief Operating Officer (COO). Unterhalb der Geschäftsführung strukturieren sich 14 verschiedene Gruppenfunktionen, die die strategische und administrative Führung innehaben und je nach Fachgebiet an das jeweilige Mitglied der Geschäftsführung berichten. Die im Jahr 2021 bestehende Organisationsstruktur beinhaltet im Einzelnen:

4 Geschäftsbereiche (Logistics Solutions, einschl. Software; Products & Equipment; Customer Services; Waste & Packaging), direkt an die Gruppengeschäftsführung (CEO) berichtend;

6 Regionen (APAC & MEA - Asien Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika; Nordeuropa; Zentraleuropa; Südeuropa; Nordamerika und Lateinamerika), direkt an die Gruppengeschäftsführung (CFO) berichtend;

5 Werke, direkt an die Gruppengeschäftsführung (COO) berichtend;

Sowie diverse Gruppenfunktionen, je nach Fachgebiet an das jeweilige Mitglied der Gruppengeschäftsführung (CEO, CFO oder COO) berichtend.

Absatzmärkte

Folgende Regionen sind für den Absatz unserer Produkte von wesentlicher Bedeutung:

Zentraleuropa - im vergangenen Jahr die absatzstärkste Region, wobei Deutschland mit einem guten Wachstum von 5-7 % und der größten Marktabdeckung nach wie vor der bedeutendste Markt für SSI SCHÄFER ist.

Nordamerika - mit einem Wachstum von 6-8 % einer der dynamischsten Märkte und zugleich ein Markt, der für SSI SCHÄFER ein besonders großes Potential bietet.

Westeuropa - mit einem Wachstum von 5-7 % ist diese Region insbesondere in Skandinavien aber auch in den sog. Benelux-Staaten ein wichtiger Markt für SSI.

Osteuropa - gleichfalls mit einem Wachstum von 5-7 %; insbesondere Polen, Ungarn und Rumänien sind Wachstumsmärkte der Gruppe.

Asien und Australien - mit den stärksten Wachstumsraten von 8-10 % sind gerade Australien und Südostasien von großer Bedeutung für die SSI SCHÄFER Gruppe.

1.2 Ziele und Strategien

Im Geschäftsjahr 2021 lag der Fokus auf der Entwicklung und Implementierung der SSI SCHÄFER Gruppenstrategie 2023. Mit der Gruppenstrategie wurden die Leitplanken für das zukünftige Geschäft von SSI SCHÄFER auf Gruppenebene definiert. Dazu gehören die Mission, die Vision und die Werte, aber auch die Schwerpunkte und Ziele für die jeweiligen KPIs. Die zunächst festgelegten fünf Prioritäten Profitabilität, Innovation, Wachstum, Kundenzufriedenheit und Nachhaltigkeit wurden im Laufe des Jahres noch um einen sechsten Schwerpunkt (Mitarbeiterorientierung) ergänzt.

Aus einer Vielzahl von Ideen wurden 15 Handlungsfelder ("Leuchtturmmaßnahmen") gebündelt und priorisiert. Aus diesen Handlungsfeldern wurde schließlich ein Rahmenwerk abgeleitet, in dem die Fokusprojekte für die nächsten zwei Jahre, und damit die Grundlage für das Erreichen der Ziele der Gruppenstrategie 2023 definiert und zugeordnet wurden. Das Rahmenwerk inklusive der Projekte bildet die strategische Roadmap 2023. Damit ist das Projekt "SSI SCHÄFER Business Strategies 2023" abgeschlossen und alle Inhalte und die Steuerungsverantwortung konnten im Dezember 2021 an den Bereich "Strategy & Business Transformation" übertragen werden.

Seit Januar 2022 läuft mittlerweile das Training der Strategieverantwortlichen in allen Bereichen sowie die Durchführung von Workshops zur Konkretisierung der Maßnahmen.

Das Projekt FOCUS SSI SCHÄFER (Nachfolger: TOGETHER) wurde Ende 2021 abgeschlossen und die neue Organisationsstruktur final umgesetzt.

1.3 Steuerungssystem

Übergeordnet wurde das Steuerungssystem der Gruppe im Wesentlichen auf EBT (operatives Ergebnis vor Steuern) und Umsatz ausgerichtet, jeweils entlang der Gruppe, der Geschäftsbereiche und der Regionen sowie der entsprechenden juristischen Personen. Darüber hinaus richtet sich die Kapitalallokation insgesamt nach ROCE aus, wobei jede Investition auf Basis von weiteren Kennzahlen (wie interne Verzinsung oder positiver Barwert) entschieden wird. Zudem ist die Gesamtleistung (Umsatz zzgl. Bestandsveränderung) eine wichtige Kennzahl, insbesondere im Geschäftsbereich Logistics Solutions. Letztlich achtet die Gruppe gleichfalls auf eine Auswahl an Produktivitäts-, Qualitäts- und Sicherheitskennzahlen. Alles zusammen ist schließlich darauf ausgerichtet, dass die jeweiligen strategischen und operativen Mittelfristziele nachhaltig erreicht werden.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die SSI SCHÄFER Gruppe forscht und entwickelt im Wesentlichen in den Bereichen Automationstechnik und Logistiksoftware. Dabei unterscheidet die Gruppe in Digitalisierung, Automation, Robotics, AGV (automated guided vehicles), AMR (autonomous mobile robots) und Software (WAMAS sowie SAP).

Der 2020 unter Global Technology eingerichtete Bereich für Digitalisierung hat zwei Schwerpunkte auf künstliche Intelligenz und Datenanalyse gesetzt. Diese Themen sind sowohl für interne Digitalisierungsvorhaben als auch zur Entwicklung neuer Leistungen für den Markt relevant. Ein erster Erfolg im zuletzt genannten Aspekt ist der Erwerb der Mehrheit des Startups FPrimeZero GmbH, welches datenbasierte Dienste zur Predictive Maintenance und zur standortübergreifenden Materialflussanalyse anbietet.

Der Bereich Customer Service begleitet unsere Kunden über die gesamte Anlagenlebensdauer mit einem umfangreichen CSS-Portfolio. Alle Aktivitäten basieren auf der SSI SCHÄFER Maintenance Philosophy. Dabei spielt die Digitalisierung im Bereich CSS eine wesentliche Rolle. Durch Kombination aus hochqualifizierten Service-Mitarbeiter:innen, und Softwarelösungen wie unserem SSI CMMS, das die globalen Prozesse digital unterstützt, stellen wir die maximale Anlagenverfügbarkeit sicher und ermöglichen ein kontinuierliches und nachhaltiges Instandhaltungsmanagement. Durch den neu etablierten Bereich Service Solutions wurde das SSI CMMS als Web-Version weiterentwickelt und erfolgreich in den Bereichen Resident und Visited Maintenance international ausgerollt. Die nächsten Entwicklungsschritte Predictive Maintenance, Optimierung der Trend-Analyse sowie ein kundenspezifisches Life Cycle und Obsolescence Management sind in Umsetzung. Sales Force Service Cloud als zentrales CRM und Ticket-System ist in finaler Vorbereitung zum Roll-out, um unsere Kunden mit einem 365-Grad-Blick noch besser betreuen zu können. Der SSI Webshop rundet die digitalen Services im Ersatzteilwesen ab und stellt unseren Kunden eine my open factory / MoF-Schnittstelle zur Verfügung, über die durch Vernetzung der ERP-Systeme schlanke Bestellprozesse ermöglicht werden. Im Rahmen der Organisationsumstellung wurde das CS-Dashboard an die neue Regionsstruktur angepasst.

Sowohl unsere Produkte als auch unsere intralogistischen Lösungen ermöglichen unseren Kunden den effektiven und effizienten Einsatz von Automatisierung und unterstützen sie auf ihrem Wachstumsweg. In den letzten Monaten wurden einige Produkte auf dem Markt gebracht bzw. beim Kunden erfolgreich eingesetzt. So wurde neben dem Transportsystem Cuby 2.0 auch die neue Behälterfördertechnik FT+ zum Einsatz gebracht. Beide Produkte stellen eine wichtige Säule in unserem Wachstumsbestreben und verfolgen nachhaltig das übergeordnete Ziel der Technologieführerschaft. Wir sind sowohl in der Shuttletechnik als auch in den Bereichen OCS (Hängefördertechnik) sehr gut aufgestellt und können eine Vielzahl an Kundenanforderungen damit bedienen. Weitere Neuerungen in der Modularisierung und Standardisierung konnten vor allem in zwei Bereichen erzielt werden: Die konsequente Standardisierung unserer Palettier- und Depalettierzellen für das SCHÄFER Case Picking (SCP), und die Neuerung im Bereich Micro Fulfillment Center (MFC), welche auf die Anforderungen von sogenannten Omnichannel-Händlern mit hohen Durchsatzraten zugeschnitten ist.

Steigende Komplexität, Kostendruck und sich ändernde Kundenerwartungen erfordern schnellere Durchlaufzeiten, effizientere Warenströme, größere Artikelvielfalt sowie Prozesssicherheit. Automatisierte Prozesse in der Kommissionierung sind ein wesentlicher Baustein der Lösung für die Herausforderungen der Zukunft. Hier ist SSI SCHÄFER mit ihren Roboterlösungen sowohl im Bereich Piece Picking als auch im Case Picking sehr gut aufgestellt.

Aufgrund der, gerade nach der Covid-Pandemie, immens großen Bedeutung für die Intralogistik der Zukunft, werden die AGV/AMR-Aktivitäten in enger Abstimmung mit unserem Kooperationspartner, der Firma DS Automotion GmbH aus Linz, koordiniert. Laut dem Institut Interact Analysis werden fahrerlose Transportlösungen (automated guided vehicles, AGV) und autonome mobile Robotik-Anwendungen (autonomous mobile robots, AMR) ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen und somit weiter an Bedeutung gewinnen. Das Team von DS und SSI hat die Einbindung autonomer Fahrzeuge und fahrerloser Transportsysteme (AGV) in ganzheitliche Lösungen weiter vorangetrieben. Dabei wurden konkrete Einsatzbereiche für AMR identifiziert sowie bewertet und ein Entwicklungsprojekt für AMR aufgesetzt, welches das Lösungsangebot von DS und SSI in diesem Bereich erweitern soll. Unser Ziel ist es, in diesem Bereich eine exponierte Marktstellung zu erreichen.

Die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Produktions- und Lieferketten sowie die Omnichannel-Strategien in vielen Branchen tragen dazu bei, dass sich der Fokus entlang des technischen Fortschritts noch stärker auf die Software verlagert. SSI SCHÄFER setzt weiterhin auf die Zweiplattformstrategie und hat mit WAMAS und SAP die richtige Lösung bzw. den richtigen Partner. In dem Zusammenhang wurde mit einer Mehrheitsbeteiligung an der SWAN GmbH im Geschäftsjahr 2021 ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die Aktivitäten zu bündeln und die SAP EWM Integration deutlich zu erhöhen.

Die neue WAMAS Strategie sieht vor, dass verstärkt in die Modularisierung und effizienzsteigernde Maßnahmen in Bezug auf die Abwicklung von Projekten Wert gelegt wird. Die konsequente Konsolidierung der Produktlandschaft (speziell WAMAS 5, WAMAS A, WAMAS C) stellt hier einen wesentlichen Handlungsstrang dar. Die Erneuerung und Weiterentwicklung der Plattform als auch die Nutzerfreundlichkeit stehen gleichfalls auf der Entwicklungs-Roadmap. Hierbei wird die Software mit weiteren Funktionalitäten und Features bei den entsprechenden Devices versehen.

Unsere Visualisierungssoftware WAMAS Lighthouse wurde erfolgreich in der neuen Generation 3 eingesetzt. Die Einbindung weiterer Devices, die Integration eines zentralen Kennzahlen Managements (KPIs), sowie weitere funktionale Entwicklungen stehen im Fokus für die nächsten Releases.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung. Allerdings sorgten die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 - etwa Materialengpässe in Folge von Lieferkettenunterbrechungen sowie stark gestiegene Material- und Rohstoffpreise - für eine erneute Eintrübung des Aufwärtstrends im Jahresverlauf. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgrund der COVID-19-Pandemie um 3,1 % gesunken war, erholte sich die Weltwirtschaft im Gesamtjahr 2021 laut aktuellem World Economic Outlook des IWF um 6,1 % 1.

1 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/07/26/world-economic-outlook-update-july-2022

Das Wirtschaftswachstum wurde im Berichtszeitraum sowohl von der positiven Entwicklung in den Industrieländern (+5,2 %) als auch von den Schwellen- und Entwicklungsländern (+6,8 %) getragen. Die Eurozone verzeichnete ein Wachstum von 5,4 %. Deutschland, dessen Wirtschaft laut den Experten des IWF im Gesamtjahr 2021 um 2,9 % gewachsen ist, verzeichnete jedoch speziell im zweiten Halbjahr eine starke Abschwächung der wirtschaftlichen Erholung. Grund hierfür waren neben einer gestiegenen Inflation, Versorgungsengpässe - insbesondere Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Halbleitern, die zu einem erheblichen Anstieg der Materialpreise führten -, der Fachkräftemangel sowie erneute COVID-19-Restriktionen aufgrund der hoch ansteckenden Varianten Delta und Omikron. Dahingegen war der Anstieg des BIP in den EU-Mitgliedsstaaten Frankreich (+6,8 %), Italien (+6,6 %) und Spanien (+5,1 %) deutlich resilienter. Diese Einschätzungen wurden auch durch das Statistische Bundesamt (Destatis) im Februar 2022 bestätigt. 2 Demnach war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 preis und kalenderbereinigt um 2,9 % höher als im Jahr 2020. Im produzierenden Gewerbe ohne Bau stieg die preisbereinigte Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 gegenüber 2020 um 4,1 %, im verarbeitenden Gewerbe um 4,7 %.

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_074_811.html

Währungen

Im Jahr 2021 hat sich der Euro gegenüber einer Vielzahl von Währungen abgeschwächt. Für den Verkauf von SSI Produkten und Projekten im außereuropäischen Ausland hat dies einen eher positiven Effekt, da die Wertschöpfung zu einem hohen Anteil auf Euro-Basis erfolgt und damit die in lokaler Währung angebotenen Preise im letzten Jahr faktisch reduziert wurden oder bei gleichbleibenden Marktpreisen höhere Margen erzielt worden sind. Auch der USD hat sich in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem Euro aufgewertet.

Ausgewählte Währungen im Jahresvergleich:

Währung ISO Code 31.12.2020 3 31.12.2021 4 Veränderung
Australischer Dollar AUD 1,5896 1,5615 -1,8 %
Brasilianisches Real BRL 6,3735 6,3101 -1,0 %
Britisches Pfund GBP 0,8990 0,8403 -6,5 %
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 8,0225 7,1947 -10,3 %
Kanadischer Dollar CAD 1,5633 1,4393 -7,9 %
Malaysischer Ringgit MYR 4,9340 4,7184 -4,4 %
Polnischer Zloty PLN 4,5597 4,5969 0,8 %
Rumänischer Leu RON 4,8683 4,9490 1,7 %
Russischer Rubel RUB 91,4671 85,3004 -6,7 %
Schwedische Krone SEK 10,0343 10,2503 2,2 %
Schweizer Franken CHF 1,0802 1,0331 -4,4 %
Singapur-Dollar SGD 1,6218 1,5279 -5,8 %
Tschechische Krone CZK 26,2420 24,8580 -5,3 %
Türkische Lira TRY 9,1131 15,2335 67,2 %
Ungarischer Forint HUF 363,8900 369,1900 1,5 %
US-Dollar USD 1,2271 1,1326 -7,7 %

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Fördertechnik- und Intralogistikbranche konnte laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) 5 ein starkes Jahr 2021 verzeichnen: Das Produktionsvolumen ist um schätzungsweise 22,6 Mrd. € gestiegen und damit um 6 % gegenüber 2020 gewachsen.

Auch das Exportgeschäft deutscher Intralogistikhersteller zeigte im Jahr 2021 nach pandemiebedingten Rückgängen im Vorjahr wieder eine positive Entwicklung. Wichtigster Handelspartner für die Branche blieb dabei der EU-Binnenmarkt. Hier konnte bis einschließlich November 2021 ein Wachstum von knapp 9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet werden. Ein noch größeres Exportwachstum war nach Großbritannien (knapp 38 %) und in die USA (etwa 37 %) festzustellen, während die Exporte nach China im Jahr 2021 um knapp 2 % abnahmen.

3 https://wechselkurse-euro.de/archiv-wahrungskurse/2020-12-31/

4 https://wechselkurse-euro.de/archiv-wahrungskurse/2021-12-31/

5 https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/47426911

Im Strategieprozess wird für die Branche der Intralogistik allgemein von einem jährlichen Marktwachstum von 7 % bis 2025 ausgegangen. Dieser Wert wurde auch vom VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik bestätigt.

Aufgrund der positiven Branchenentwicklung im Jahr 2021 erwartete der Fachverband für 2022 ein Wachstum von 8 %.

Beschaffung und Produktion

Das Einkaufsvolumen der SSI SCHÄFER Gruppe besteht im Wesentlichen aus dem Einkauf von Rohstoffen (wie Stahl und Kunststoffgranulat) sowie Einkauf von Komponenten (in Plastik, mechanische Teile und Elektronik), die insgesamt rund 2/3 des Volumens ausmachen. 1/3 des Einkaufsvolumens umfasst unterschiedliche Dienstleistungen.

Wichtige Rohstoffe sind Spaltband sowie Kunststoffgranulat (Polypropylen und Polyethylen). Im Geschäftsjahr 2020 endete der Preis für Spaltband im Durchschnitt über Vorjahresniveau. Diese Entwicklung zeigte sich bereits im ersten Halbjahr 2021 und zog im zweiten Halbjahr noch einmal deutlich an. Für das Geschäftsjahr 2022 hat es in den ersten beiden Quartalen weitere Preiserhöhungen gegeben; für das letzte Quartal erwartet die Geschäftsführung sich stabilisierende und eventuell tendenziell leicht nachgebende Preise, zumindest für Stahl.

Die nachfolgende Graphik zeigt die Preisveränderungen im Zeitraum Januar 2020 bis Juni 2022:

Auch auf dem Kunststoffmarkt für Polypropylen (PP) verzeichneten wir im Jahresverlauf 2021 im Durchschnitt stark steigende Preise; ein Trend, der sich im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2022 fortgesetzt hat.

Die Einkaufspreise für Polyethylen (PE) lagen im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 gleichfalls über Niveau des Vorjahres und stiegen im bisherigen Verlauf des Jahres 2022 noch einmal deutlich. Allerdings ist seit dem Höchststand im April ein rückläufiger Trend der Einkaufspreise für Polyethylen zu beobachten.

Die Preisentwicklungen auf den für uns wichtigen Granulat-Märkten sind in den nachfolgenden Graphiken dargestellt:

Im Geschäftsjahr 2021 wiesen die SSI SCHÄFER Produktionsstätten das ganze Jahr über eine hohe Kapazitätsauslastung auf, um einerseits die Nachfrage zu befriedigen, aber auch aufgrund der allgemeinen Pandemie-Nachholphase nach 2020. Eine besondere Erwähnung verdient Malaysia, wo die Pandemie die Behörden zu einer dreimonatigen Schließung (von Juni bis August) zwang, in der nur ein eingeschränkter Betrieb erlaubt war, um den strategischen Industriesektor des Landes zu bedienen. Nach der Wiedereröffnung zeigten alle Produktionsstätten von SSI SCHÄFER weiterhin eine starke Betriebsleistung.

In Bezug auf die Lieferleistung gab es aufgrund der weltweiten Materialknappheit (insbesondere bei Motoren, Sensoren und Elektrokomponenten im Allgemeinen) und der allgemeinen Verzögerungen auf den Baustellen unserer Kunden einige Herausforderungen für unsere Werke, die durch eine Aufteilung der Lieferungen gemeistert werden konnten. Dabei wurde das Ziel verfolgt, die Baustellen kontinuierlich zu beliefern, um eine Projektrealisierung zu ermöglichen.

2.3 Geschäftsverlauf

Mit Blick auf die Marktpositionierung ist die SSI SCHÄFER Gruppe global unterschiedlich stark aufgestellt, sodass sich die Märkte im Geschäftsjahr 2021 unterschiedlich entwickelten. In ihrem Heimatmarkt Zentraleuropa ist die Unternehmensgruppe gut aufgestellt und verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2021 eine solide Entwicklung der Auftragseingänge. Lediglich der Bereich Products & Equipment verlief aufgrund von Lieferproblematiken schwächer als anvisiert. In Nordeuropa hat SSI SCHÄFER eine treue Kundenbasis und ähnlichen Wettbewerb wie in Zentraleuropa. Allerdings gibt es in Nordeuropa - durch die Bevölkerungsdichte in den Großstädten - oftmals mehr Aufträge, da sich viel Geschäft an wenigen Orten konzentriert. So wurde im Geschäftsjahr 2021 ein sehr starker Auftragseingang in allen Teilen der Regionen Nordeuropas verzeichnet und auch in Südeuropa lag der Auftragseingang deutlich über dem Budget. In Asien hingegen lag der Auftragseingang weit unter den Erwartungen, was unter anderem auf den Lockdown in Malaysia und den damit verbundenen Werksstillstand zurückzuführen ist. Ähnlich verhält es sich in Nordamerika, wo die SSI SCHÄFER Gruppe einen stark wachsenden Markt vorfindet, sodass auch der Auftragseingang insgesamt über dem Niveau des Vorjahres lag. Allerdings befand sich der Geschäftsbereich Logistics Solutions in Nordamerika nach wie vor unter der Planung und dem Vorjahresniveau, weshalb die Region insgesamt hinter dem Budget lag. Die Region Lateinamerika lag mit ihrem Auftragseingang unter Plan, im Wesentlichen beeinflusst durch eine verspätete Auftragsvergabe eines brasilianischen Kunden.

In den für Intralogistik relevanten Märkten und damit auch für unseren Geschäftsbereich Logistic Solutions erwarten wir in den nächsten Jahren folgendes Wachstum:

Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um rund 3,1 % gesunken. In absoluten Zahlen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten (Headcount) von durchschnittlich 9.827 auf durchschnittlich 9.521 im Jahr 2021. Im gleichen Zeitraum wurden die Personalkosten um 30 Mio. € oder 5,4 % erhöht, was im Wesentlichen auf Lohn- und Gehaltsanpassungen, weniger Kurzarbeit und dem mixbedingten Effekt aus dem Kauf der SWAN GmbH zurückzuführen ist. Im Jahr 2021 wurden keine kostenintensiven Personalabbaumaßnahmen umgesetzt.

2.4 Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Auftragseingang der Gruppe stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 17,5 % von 1.683,4 Mio. € auf 1.978,1 Mio. €. Im gleichen Zeitraum stieg der Umsatz um 33,1 % auf 1.910,1 Mio. €. Die für die Gruppe relevantere Messgröße, die Gesamtleistung, stieg im gleichen Zeitraum um 28,9 % von 1.475,0 Mio. € auf 1.901,5 Mio. €. Umsatz bzw. Gesamtleistung wurden insbesondere vom Geschäftsbereich Logistics Solutions positiv beeinflusst, der das Vorjahr mit mehr als 300 Mio. € überragte - wesentlich getragen von einem Großprojekt in den USA. Aber auch die Geschäftsbereiche Customer Service und Waste & Packaging entwickelten sich insofern ausgesprochen positiv. Der Rohertrag stieg ebenfalls um 13,5 % auf 870,3 Mio. € bei einer sinkenden Rohertragsmarge von 52,0 % auf 45,7 %. Die Materialaufwandsquote ist aufgrund der deutlich gestiegenen Materialpreise im Berichtsjahr um 6,3 % höher als im Vorjahr. Die deutlich niedrigere Materialaufwandsquote im Jahr 2020 ist im Mehrjahresvergleich im Wesentlichen auf die historisch niedrigen Rohstoffpreise zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bleiben trotz enthaltener Sondereffekte in Höhe von ca. 17,1 Mio. € auf dem Niveau der Vorjahre (15,5 % in Relation zur Gesamtleistung). Unter Berücksichtigung außerordentlicher Erträge von 1 Mio. € betragen die Sondereffekte - 16,1 Mio. €.

Durch das wesentlich gestiegene Volumen in der Gesamtleistung gelang es am Ende einen positiven Ergebnisbeitrag (vor Steuern) von 24,1 Mio. € zu erwirtschaften und damit das Ergebnis des Vorjahres um 15,3 Mio. € zu verbessern.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis in Höhe von 40,2 Mio. € konnte um ca. 45,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (-5,4 Mio. €) verbessert werden. Die im Geschäftsjahr nennenswerten Sondereffekte in Höhe von -16,1 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €) resultieren aus konzerninternen IT- (Einführung SAP S/4), M&A- sowie Kostensenkungs-Projekten, den dazugehörigen Beratungsleistungen und Konzernkreisveränderungen.

Finanzlage

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit liegt auf einem ähnlich hohen Niveau wie bereits im Vorjahr. Einem deutlichen Anstieg der Rückstellungen stehen höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit bleibt weiterhin stabil zum Vorjahr. Aus Finanzierungstätigkeiten resultieren für die Finanzlage keine wesentlichen Effekte.

Die Liquidität (ohne Wertpapiere) ist im Jahr 2021 von 242,2 Mio. € um 22,6 % auf 297,0 Mio. € gestiegen. Die Ursachen für diese positive Liquiditätsentwicklung liegen im Wesentlichen in der positiven Ergebnisentwicklung und dem niedrigeren Investitionsvolumen.

Der Konzern ist über Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und Anzahlungen auf Vorräte finanziert. Die erhaltenen Anzahlungen sind leicht auf 1.233 Mio. € gestiegen und teilweise durch Avale gedeckt. Der Konzern verfügte zum 31.12.2021 über Avallinien in Höhe von 242,1 Mio. €., die mit 148,3 Mio. € in Anspruch genommen waren. Auch bei projektgenauer Saldierung der erhaltenen Anzahlungen zu den unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen übersteigen die liquiden Mittel die passivisch auszuweisenden Anzahlungen.

Die Gesellschaft hat im neuen Geschäftsjahr mit mehreren Kreditinstituten einen Kredit- und Avalvertrag über 400 Mio. € abgeschlossen. Der in dem Kredit- und Avalvertrag vereinbarte Kreditrahmen beträgt 150 Mio. € und der Avalrahmen 250 Mio. €. Der Kreditrahmen kann auf bis zu 200 Mio. € erhöht werden. Mehrere Konzerngesellschaften haben die gesamtschuldnerische Haftung übernommen.

Der Kredit- und Avalvertrag sieht umfangreiche Berichterstattungspflichten, Zustimmungspflichten seitens der Banken bei bestimmten Transaktionen und Geschäften sowie die Einhaltung finanzwirtschaftlicher Covenants vor, die für jedes Geschäftsjahr überprüft und erfüllt werden müssen. Im Vergleich zu den aktuell steigenden Finanzierungskosten bietet der Vertrag attraktive Konditionen. Die Laufzeit beträgt 5 Jahre und hat eine Verlängerungsoption auf bis zu zwei Jahren.

Vermögenslage

Der Konzern investierte im Geschäftsjahr 2021 13,6 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Der Wert der Anschaffungen von Sachanlagevermögen betrug 32,4 Mio. €. Dem stehen Abschreibungen von insgesamt 50,0 Mio. € gegenüber.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich, neben Geschäfts- oder Firmenwerten, im Wesentlichen um Betriebssoftware. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen regelmäßige Ersatzinvestitionen von Werkzeugen und Maschinen.

Das Abschreibungsvolumen des Geschäftsjahres verminderte sich um ca. 2,2 Mio. € auf 50,0 Mio. €. Der Wert des Sachanlagevermögens verminderte sich durch einen Rückgang der Investitionen und Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie Wechselkurseffekten. Nicht unmittelbar erforderliche Investitionen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.

Der Wert der Vorräte verringerte sich leicht auf 1.037,0 Mio. € und ist vollständig durch erhaltene Anzahlungen abgedeckt.

Resultierend aus dem bereits erwähnten Umsatzanstieg im Geschäftsjahr und bei konstanter Zahlungsmoral unserer Kunden, erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um ca. 59,9 Mio. € und der Bestand liquider Mittel um ca. 54,7 Mio. €.

Demgegenüber steht ein deutlicher Anstieg an Rückstellungen (hauptsächlich aus Nachlaufkosten-, Drohverlust- und Garantierückstellungen) in Höhe von ca. 54,0 Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 54,4 Mio. €.

Das führt zu einem Anstieg der Bilanzsumme im Geschäftsjahr von 117,0 Mio. € auf 939,5 Mio. € (Vorjahr: 822,5 Mio. €). Nach vollständiger Saldierung mit den Vorräten sind noch erhaltene Anzahlungen in Höhe von 196,1 Mio. € als Verbindlichkeiten passiviert, denen 297,0 Mio. € an liquiden Mitteln und 10,2 Mio. € an Wertpapieren gegenüberstehen.

Der Konzern ist über Eigenkapital und Guthaben der Gesellschafter mit insgesamt 325,5 Mio. € bei einer Bilanzsumme von 939,5 Mio. € finanziert (34,6 %), und verfügt somit weiterhin über eine überdurchschnittliche Kapitalausstattung. Das bilanzierte Eigenkapital und die Guthaben der Gesellschafter decken den Wert des Anlagevermögens. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der geringen Höhe zu vernachlässigen. Aufgrund von Konzernkreisveränderungen ist der " Ausgleichsposten für Anteile der Kommanditisten am Kapital einer einbezogenen Personengesellschaft" in Höhe von 6,2 Mio. € weggefallen. Weitere strukturelle Veränderungen der Bilanz liegen nicht vor.

Insofern die am 31.12.2021 gehaltenen Wertpapiere mit einem Rating versehen sind, haben alle ein Investmentgrade-Rating und werden über unsere Hausbanken angelegt. Die Anlage erfolgte ausschließlich zur Renditesteigerung. Risikomanagementziele waren damit nicht verbunden. Die Wertpapiere unterliegen den marktüblichen Ausfall-, Liquiditäts- und Preisänderungsrisiken. Die Bewertung der Papiere enthält eine ausreichende Vorsorge für diese Risiken.

Die SSI SCHÄFER Gruppe verfügt über ein internationales Cash-Pool-System, mit dem Eurobeträge täglich auf einem Zentralkonto gesammelt werden. Hiermit können gruppeninterne Liquiditätsschwankungen zinsoptimiert abgefangen werden.

Im Geschäftsjahr hat sich die Ertragslage verbessert, ist jedoch nur unter Berücksichtigung der Covid-19 Pandemie befriedigend. Die Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir als zufriedenstellend, gerade auch im Hinblick auf das von der Covid-19 Pandemie gekennzeichnete Jahr.

2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die SSI SCHÄFER Gruppe hat Kennzahlen im Bereich der Nachhaltigkeit etabliert, misst diese regelmäßig und hat einen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Auf Basis einer umfassenden Analyse ihres Geschäftsumfelds unter Einbindung wichtiger Stakeholder der Unternehmensgruppe hat SSI SCHÄFER vier Handlungsfelder im Einklang mit der Unternehmensstrategie definiert:

1.

Wertorientierte Unternehmenskultur als Fundament für den Umgang mit Stakeholdern und Ressourcen

2.

Schaffung innovativer und nachhaltiger Lösungen für die Kund:innen mit intelligenten Prozessen

3.

Verantwortungsvolles Management durch Reduktion der Auswirkungen entlang der eigenen Wertschöpfungskette

4.

Nachhaltigkeitsmanagement als strategischer Faktor (prozessorientiertes Handlungsfeld)

Weitere Informationen zu der nichtfinanziellen Berichterstattung der SSI SCHÄFER Gruppe finden Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht (https://www.ssi-schaefer.com/de-de/unternehmen/nachhaltige-loesungen/nachhaltigkeitsbericht-2021).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognoseberichterstattung

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges werden die gesamte Weltwirtschaft weiterhin beeinflussen und zu einem langsameren Wachstum, Handelsunterbrechungen und einer höheren Inflation führen. Die Inflation wird insbesondere durch die steigenden Rohstoff- und Energiepreise befeuert. Die Unterbrechungen globaler Lieferketten könnten zudem durch die jüngsten Covid-Lockdowns in China erneut verschärft werden. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch die nach wie vor bestehende Covid-Pandemie, deren Dauer und weiterer Verlauf nicht absehbar ist. Dementsprechend unterliegen die Erwartungen der Experten hohen Unsicherheiten. Dies wirkt sich folglich auf die zuverlässige Vorhersage von zukünftigen volkswirtschaftlichen Entwicklungen aus.

Für 2022 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) 6 seine Konjunkturprognose erneut nach unten korrigiert. Nach zuvor prognostizierten 4,4 % im Januar bzw. 3,6 % im April, wird für das Jahr 2022 nun ein weltweiter Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,2 % erwartet (Quelle: IWF, Stand: 25. Juli 2022). Für die Industriestaaten rechnet der IWF mit einem BIP-Zuwachs um 2,5 %, für die Schwellen- und Entwicklungsländer um 3,6 %. Grund dafür seien diverse Faktoren, welche die von der Covid-19-Pandemie bereits geschwächte Weltwirtschaft zusätzlich belasten: Die weltweit unerwartet hohe Inflation, von der insbesondere die Vereinigten Staaten und die großen europäischen Volkswirtschaften betroffen sind, eine ebenso unerwartet starke Abschwächung in China, die auf COVID-19-Ausbrüche und Schließungen zurückzuführen ist, sowie negative Auswirkungen des Krieges in der Ukraine.

6 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/07/26/world-economic-outlook-update-july-2022

Nach Aussage der Deutschen Bank 7 , sei "eine Rezession in Deutschland nicht mehr abzuwenden". Als Gründe hierfür werden Arbeitermangel, Störungen in der Lieferkette und die hohen Energiepreise genannt. Es gibt aber auch Gegenstimmen. So sagte der Finanzminister Christian Lindner 8 "Wir werden dafür sorgen, dass wirtschaftliche Strukturbrüche und soziale Härten abgefedert werden." Das IfW meldet dagegen in seinem Herbstgutachten für 2023 eine Rezession für Deutschland.

7 https://www.handelsblatt.com/audio/disrupt-podcast/handelsblatt-disrupt-deutsche-bank-ceo-rezession-in-deutschland-nicht-mehr-abzuwenden/28670998.html

8 ebenda

Die Wirkung einer eventuell eintretenden Rezession (in 2023 9 ) auf das Geschäftsmodell der Intralogistikhersteller ist aktuell schwer abzuschätzen; so waren die Folgen auf die Marktnachfrage, während der Covid-Pandemie, eher unterschiedlich bzw. ließ die Nachfrage bei Standard-Produkten eher nach, während die Nachfrage nach komplexen, automatisierten Lösungen eher zunahm.

9 https://www.handelsblatt.com/audio/disrupt-podcast/handelsblatt-disrupt-deutsche-bank-ceo-rezession-in-deutschland-nicht-mehr-abzuwenden/28670998.html

Branchenbezogene Entwicklung

Aufgrund der positiven Branchenentwicklung im Jahr 2021 erwartete der VDMA für 2022 ein Wachstum von 8 % für die deutsche Intralogistikbranche. 10 Allerdings hat der Fachverband zwischenzeitlich die Produktionsprognose 2022 für den Maschinen- und Anlagenbau von plus 4 auf plus 1 % gesenkt. Ursächlich sind auch hier der Krieg in der Ukraine sowie die weltweiten Lieferkettenprobleme. 11

10 https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/47426911

11 https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/52232744

Zielerreichung 2021 und Prognose 2022

Unter Berücksichtigung der oben genannten außerordentlichen Erträge und Aufwendungen, in Summe von 16,1 Mio. €, ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 40,2 Mio. €; dieses Ergebnis liegt damit über der Prognose für 2021, in der aber bereits einige dieser Sondereffekte berücksichtigt waren.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die Geschäftsführung einen Verlust. Wesentliche Ursachen dafür sind:

Die deutlich gestiegenen Materialpreise, insbesondere die höheren Energiekosten können nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Aufgrund des makroökonomischen Gegenwinds vor allem am Beschaffungsmarkt mit Unterbrechung der Lieferketten kann es zu einem Produktionsrückgang kommen und Projektverzögerungen geben.

Für 2022 wird mit weniger Abnahmen bei Projekten und folglich mit einem volumenbedingten Rückgang des Rohertrags gerechnet. Zudem werden im Jahr 2022 viele Projekte mit schwächerer Marge realisiert.

Die Restrukturierung am Standort Neunkirchen ist weiterhin nicht abgeschlossen und es wird erneut, auch aufgrund eines Absatzrückgangs im Standardgeschäft, mit einem hohen Verlust bei der Tochtergesellschaft Fritz Schäfer GmbH gerechnet.

Es ist unklar, ob die Produktionsverzögerungen durch die laufende ERP-Umstellung wie geplant im laufenden Jahr wieder aufgeholt werden können.

Das Ergebnis vor Steuern wird zwischen -30,0 und -40,0 Mio. € liegen.

Basierend auf bereits identifizierten umfangreichen Kosteneinsparungsmaßnahmen mit einem Volumen von über 80,0 Mio. €, den grundlegenden Preisanpassungen in allen Geschäftsbereichen und den strategischen Maßnahmen insbesondere im Geschäftsbereich Logistics Solutions aus den Jahren 2021 und 2022, erwarten wir für das Jahr 2023 eine wesentliche Erholung und damit wieder ein positives Ergebnis (EBT).

Aufgrund der hohen Unsicherheiten bei der Prognose 2022 kann ein Verfehlen der Covenants aus dem Kredit- und Avalvertrag nicht ausgeschlossen werden, wenn das Ergebnis zusätzlich durch Einmalaufwendungen zur Umsetzung der Kosteneinsparungsmaßnahmen belastet wird. Wir überwachen dies laufend und werden rechtzeitig mit den Kreditinstituten eine Regelung treffen. Ob die bereits identifizierten Kosteneinsparungen bereits in 2022 vollständig umgesetzt werden, hängt auch davon ab, ob mit den Kreditinstituten eine Regelung zur Berücksichtigung dieser Einmalaufwendungen bei der Ermittlung der Covenants getroffen werden kann. Nach Einschätzung der Geschäftsführung können aber große Teile der Kosteneinsparungen im Bereich der Sachkosten ohne wesentliche Einmalkosten umgesetzt werden.

3.2 Chancen- und Risikoberichterstattung

Wie in jeder Branche existieren auch für die Intralogistik verschiedene zu beachtende Chancen und Risiken. Unter Risiken werden mögliche zukünftige Ereignisse verstanden, welche die Geschäftsentwicklung der SSI SCHÄFER Gruppe negativ beeinflussen können. Chancen stellen Entwicklungen dar, die sich positiv auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gruppe auswirken können.

Vordringliche Aufgabe der Geschäftsführung und des Managements ist es, die Chancen und Risiken immer wieder gegeneinander abzuwägen und basierend hierauf die optimalen Entscheidungen für die Unternehmensgruppe zu treffen. Um dies zu erreichen, werden alle wesentlichen den Konzern betreffenden Entwicklungen regelmäßig analysiert und die möglichen Folgen für die Unternehmensgruppe herausgearbeitet. Durch die aktive Steuerung der Risiken sollen mögliche negative Folgen für das Unternehmen minimiert werden. Relevante Chancen sollen rechtzeitig identifiziert und soweit möglich genutzt werden.

Chancenbericht

Straffung Produktsortiment

Mit der teils erfolgten und weiter verfolgten Straffung der Produktsortimente, speziell bei der Fritz Schäfer GmbH, erwarten wir einerseits wesentliche Kostenreduzierungen zu realisieren als auch erfolgreicher am Markt zu agieren.

E-Commerce

Als Chance identifiziert die Geschäftsführung insbesondere das überproportionale Wachstum im E-Commerce, das gerade auch durch die Covid-19-Pandemie einen starken und voraussichtlich nachhaltigen Schub erlebt. Hinzukommt die weitaus gezieltere Annahme von Projekten und die damit einhergehende Risikominimierung und Ertragsoptimierung.

Strategie

Über den bereits im August 2020 gestarteten und zukünftig in jährlichem Turnus aktualisierten Strategie-Prozess, hat sich die SSI SCHÄFER Gruppe verstärkt mit den teils wesentlich veränderten Marktanforderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie sowie dem allgemeinen Technologiefortschritt im Detail auseinandersetzt und daraufhin Maßnahmen eingeleitet, die die stark wachsenden Branchen entsprechend unterstützen sowie in den aus Sicht SSI unattraktiven Branchen entsprechende Anpassungen vornehmen.

Risikobericht

Gewährleistungsrisiken

Im Projektgeschäft ist das Qualitätsmanagement und die Ausführungsqualität auf den Baustellen von zentraler Bedeutung, um Gewährleistungsrisiken und Mehrkosten aus Projektabweichungen zu minimieren. Nach wie vor belasten - in Einzelfällen massive - Projektabweichungen den Unternehmenserfolg in unnötiger Weise. Hier wird sowohl mit Hilfe der neuen Organisationsstruktur als auch mit verbesserten Prozessen und Werkzeugen daraufhin gearbeitet, die Ausführungsqualität wesentlich zu verbessern. Für absehbare Gewährleistungsrisiken sind ausreichende Einzelrückstellungen gebildet, zudem werden aufgrund der in der Vergangenheit beobachteten Entwicklung zusätzliche pauschale Risikovorsorgen getroffen.

Preisentwicklungen

Unerwartete Preisentwicklungen werden regelmäßig über entsprechende Rahmenverträge oder Preisgleitklauseln gegenüber unseren Kunden im Risiko reduziert, können aber nicht immer vollständig aufgefangen werden.

Energierisiko

Steigende Energiepreise sowie eventuell zu erwartende Versorgungsengpässe zwingen unsere Produktionsstandorte möglichst langfristige Verträge mit Energieversorgern einzugehen, damit die Produktion nicht gefährdet wird.

Abgesehen von unserem Produktionsstandort in Malaysia (keine besondere Marktdynamik, da Energiepreise durch die Regierung reguliert werden), versuchen wir besonders unsere Gasversorgung langfristig zu sichern.

An unseren Produktionsstandorten in Tschechien und Österreich konnten wir bereits Verträge abschließen, die die Versorgung zu festen Preisen für das Jahr 2023 und teils darüber hinaus sicherstellen. Unsere Produktion in Deutschland konnte bisher rund ein Viertel des Gasbedarfs für 2023 absichern.

Neben dem Preisrisiko, das teils gesichert und im Wesentlichen an den Markt weitergegeben werden kann, bleibt allerdings das geopolitisch motivierte und von uns (der Industrie insgesamt), kaum bis gar nicht zu beeinflussende Versorgungsrisiko weitgehend bestehen.

Halbleiter-/mechatronische Komponenten

Seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 sind wir von Versorgungsengpässen bei elektronischen Komponenten betroffen.

Besonders betroffene Produktgruppen sind aus unserer Sicht:

Steuerungskomponenten;

Antriebe;

Sensorik-Komponenten;

Platinen;

Kabel, insbesondere Steckverbindungen;

Schalt- und Schutztechnik.

Wir begegnen den Engpässen mit Vordispositionen sowie Vorratsbestellungen auf historischen Bedarfsdaten (im Gegensatz zu konkreten Projektbedarfen). Eine eigens eingerichtete Task-Force prüft parallel regelmäßig technische Alternativen.

Bis etwa zum Jahreswechsel 2021/22 konnten wir unsere Bedarfe weitgehend decken und die Projekte mit akzeptablen Anpassungen in den Terminplänen abwickeln. In den Jahren 2022 und 2023 hat sich die Lage jedoch verschärft: Ausbleibende Materialverfügbarkeiten, steigende Backlogs bei den Herstellern, sowie der Lockdown in Shanghai führten zu weiteren negativen Auswirkungen, von denen sich der Markt bisher nicht umfänglich erholen konnte.

Als Reaktion darauf arbeiten unsere Lieferanten einerseits an Re-designs, um schlecht verfügbare Bauteile durch andere ersetzen zu können. Andererseits bauen sie weitere Produktionskapazitäten auf, um die Backlogs abbauen zu können, sobald ausreichend Vormaterial verfügbar ist.

Liquiditätsrisiko

Das Ausfallrisiko der Forderungen wird durch konsequentes Forderungsmanagement und Warenkreditversicherungen auf geringem Niveau gehalten. Daneben sichern Anzahlungsanforderungen das Projektgeschäft ab. Die Liquidität ist zudem durch die im Jahr 2022 vereinbarte Kreditlinie von 150 Mio. € sichergestellt.

Währungsrisiken

Wichtige Währungspaare bewegen sich auf einem Niveau wettbewerbsfähiger Tauschverhältnisse zum Euro. Währungsrisiken begegnen wir durch konzernweite Kurssicherungen. Erkennbaren Risiken wurde durch die Bildung von angemessenen Rückstellungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Es besteht ausreichend Versicherungsschutz.

Zinsrisiken

Zinsrisiken werden bei Bedarf auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert.

Covid-Pandemie

Die Covid-Pandemie ist, global gesehen, nach wie vor nicht beendet und weitere mögli-cherweise negative Auswirkungen sind nicht auszuschließen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen wird das Risiko allerdings eher gering eingeschätzt.

Politische Einflüsse

Politische Einflüsse bedrohen den Geschäftserfolg allenfalls punktuell. Beispielsweise sind eventuelle negative Auswirkungen des "Brexit" zweifellos weiterhin erkennbar. Aufgrund der regional sehr breit aufgestellten Unternehmensgruppe, im Gesamtkontext, sind diese jedoch, soweit überhaupt erkennbar, von untergeordneter Bedeutung.

Auch im Hinblick auf unsere Geschäftsaktivitäten in Russland und der strikten Sanktionen, die ein Weiterführen des Geschäfts spätestens seit dem 11. Juli unterbinden, erwartet die Geschäftsführung keinen signifikant negativen Einfluss. Die sehr geringen Geschäftsaktivitäten in der Ukraine wurden bereits vor Kriegsausbruch aus operativen Gründen aufgegeben.

3.3 Corporate Governance

Die gruppenweite Governance wird durch etablierte Gruppenfunktionen, wie Finanzen, Recht, interne Revision oder Compliance, operativ, strukturell, prozessual sowie revisionstechnisch unterstützt. Darüber hinaus sorgen eine moderne Matrix-Struktur mit ausformulierten Aufgaben und Pflichten als auch eine entsprechend definierte Führungsstruktur für angemessene Kommunikations- und Handlungsstränge. Letztlich wird mit Unterstützung von fremden Dritten (wie Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, IT-Experten) gleichfalls von außen ein regelmäßiges Ausrichten an gegebene Standards sichergestellt.

Weitere Informationen zur Corporate Governance der SSI SCHÄFER Gruppe finden Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht (https://www.ssi-schaefer.com/de-de/unternehmen/nach-haltige-loesungen/nachhaltigkeitsbericht-2021).

3.4 Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 startete Russland militärische Angriffe gegen die Ukraine. Wir beobachten die Entwicklungen sehr aufmerksam und rechnen weiter damit, dass die wirtschaftlichen Beeinträchtigungen auch unsere Geschäftstätigkeit belasten. Es bestehen zum Bilanzstichtag mehrere Auftragsverhältnisse über Anlagen im Bau in Russland oder der Ukraine, die teilweise durch Anzahlungen gedeckt sind. Zum Konzern gehören zudem Tochtergesellschaften in beiden Ländern, bei denen Eigenkapital investiert wurde und gegenüber denen konzerninterne Forderungen bestehen. Wir rechnen mit einer Ergebnisbelastung im niedrigen Millionenbereich bei einem Totalausfall.

 

Neunkirchen, den 14. September 2022

Schäfer GmbH

Steffen Bersch, CEO

Bruno Krauss, CFO

Harald Rackel, COO

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fritz Schäfer GmbH & Co KG, Einrichtungssysteme, Neunkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillenburg, den 14. September 2022

WESTTREU GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wolf, Wirtschaftsprüfer

Selzer, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

R e s t l a u f z e i t
31.12.2021 Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.044.378,32 43.135,38 1.001.242,94 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen * 196.140.841,54 196.140.841,54 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.158.468,15 98.158.468,15 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 56.382.332,57 56.382.332,57 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungs- unternehmen 10.739.834,27 10.739.834,27 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 73.595.759,56 73.580.759,56 15.000,00 0,00
Davon aus Steuern (41.395.923,42)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (6.383.141,89)
Summe 436.061.614,41 435.045.371,47 1.016.242,94 0,00
R e s t l a u f z e i t
31.12.2020 Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 295.892,50 295.892,50 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen * 161.689.440,23 161.689.440,23 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77.715.248,86 77.715.248,86 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 50.420.137,25 50.420.137,25 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der Schäfer-Gruppen, soweit nicht verbundene oder Beteiligungs- unternehmen 1.693.910,70 1.693.910,70 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 89.853.000,15 89.838.000,15 15.000,00 0,00
Davon aus Steuern (63.740.044,82)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5.751.904,42)
Summe 381.667.629,69 381.652.629,69 15.000,00 0,00

* Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen beträgt EUR 1.233.125.903,85. Davon sind TEUR 1.036.985.062,31 saldiert unter den Vorräten auf der Aktivseite ausgewiesen.

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