Bertelsmann Global Business Services Schwerin GmbH
Selbe AdresseBuchführung ohne Datenverarbeitungsdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Giese seit 25.2.2026 | Prokura |
David Dr. Holst seit 25.2.2026 | Prokura |
Kirsten Dähne seit 6.8.2025 | Prokura |
Matthias Stefan Eberhard Dr. Jahncke seit 21.11.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HNP Mikrosysteme GmbHSchwerinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang zum Jahreabschluss per 31.12.20231 Allgemeine Angaben und ErläuterungenDie HNP Mikrosysteme GmbH mit Sitz in Schwerin (Amtsgericht Schwerin, HRB 5052) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden. Die Gesellschaft macht von den ihr eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen teilweise Gebrauch. 2 Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungsmethoden Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert übernommen. Angewandte Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahre. Seit dem Jahr 2018 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800,00 EUR sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich mit Mindestherstellungskosten angesetzt. Abweichend davon wird ab dem Jahr 2016 für den Bereich Anlagenbau vom Wahlrecht Gebrauch gemacht und der Ansatz um angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten (TEUR 0; Vorjahr TEUR 2) ergänzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert vermindert um Wertberichtigungen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Für Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Stichtagskurs nur dann, wenn ein Kursverlust zu erfassen ist. Es bestehen jedoch keine langfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird entsprechend der Verursachung der Aufwendungen für Folgejahre gebildet. In den Jahren 2019 und 2020 wurde der Firmensitz räumlich erweitert. Für den vom Vermieter erhaltenen Baukostenzuschuss sowie die für den Umbau bezogenen Fördermittel des LFI wurde ein Sonderposten gebildet, dessen Auflösung sich an der Mietdauer orientiert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen und zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Auch Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3 Erläuterungen zur BilanzDie Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen. (Anlage zum Anhang). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:
Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt.
* Besicherungen: keine Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverträge in Höhe von TEUR 1.182 (davon fällig innerhalb 1 Jahres: TEUR 315, 1 bis 5 Jahre: TEUR 867, über 5 Jahre: TEUR 0) sowie eine Bankbürgschaft (Aval) in Höhe von TEUR 25 gegenüber dem Vermieter. 4 Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAußergewöhnliche Erträge bzw. Aufwendungen gab es im Geschäftsjahr nicht. 5 Sonstige AngabenBeziehungen zu anderen Unternehmen / Beteiligungsbesitz:
* Stichtagskurs zum 31.12.2023: 1 EUR = 1,1050 USD Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt insgesamt 89 Mitarbeiter (einschließlich 2 Geschäftsführern), die sich wie folgt aufteilen:
Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren: Herr Dr. Thomas Weisener, Schwerin, hauptamtlicher Geschäftsführer Frau Yvonne Eilers, Pampow, hauptamtliche Geschäftsführerin Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschafter schlagen vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 6 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, gab es nicht.
Schwerin, den 24.04.2024 Dr. Thomas Weisener Yvonne Eilers Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.20231 Grundlagen des Unternehmens1.1 GeschäftsmodellDie HNP Mikrosysteme GmbH (nachfolgend HNPM genannt) entwickelt, produziert und vertreibt miniaturisierte Rotationsverdrängerpumpen für die Dosierung und Förderung von niedrig- bis hochviskosen Flüssigkeiten. Sie basieren auf dem sogenannten Mikrozahnringprinzip mit einem außenverzahnten Innenrotor und einem innenverzahnten Außenrotor. Das Produktprogramm wird abgerundet durch ein auf die Pumpen abgestimmtes Filterprogramm, Fluidikkomponenten sowie eine umfangreiche Auswahl von einfachen bis komplexen Pumpensteuerungen. Aufbauend auf einem Komponentenbaukasten bietet HNPM kundenspezifisch »Integrierte Systeme« für seine Geschäftsfelder an und berät individuell zu anwendungsspezifischen Fragestellungen der Dosierung. Modifikationen der Pumpen sowie die steuerungstechnische Integration werden dem Kunden ebenso angeboten wie qualifizierende Förder- und Dosierversuche. Weiterhin entwickelt und fertigt HNPM OEM-Pumpen für kundenspezifische Lösungen. Organisatorische StrukturIn einer flachen Hierarchiestruktur bilden F&E, Produktion, Marketing-Vertrieb und Verwaltung die Organisationseinheiten von HNPM, die der Geschäftsleitung untergeordnet sind. F&E sowie der Vertrieb werden als agile Teams geführt, während in der Produktion und der Verwaltung eine Linienorganisation besteht. Verschiedene Stabsstellen unterstützen die Geschäftsleitung in den Führungs- und Unterstützungsprozessen. Einen Betriebsrat gibt es nicht. Rechtliche StrukturHNPM zählt zu den Hightech-Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und hat seinen Firmensitz in Schwerin. Zum Abschlussstichtag hat HNPM eine unmittelbare Tochtergesellschaft in Schaumburg, Illinois, USA, die sie von Ihrem Hauptsitz aus steuert. 1.2 Forschung und EntwicklungAufgrund seiner Nähe zu Hightech Anwendungsfeldern ist HNPM in verschiedenen Entwicklungsprojekten von Kunden mit seiner Anwendungsentwicklung eingebunden. Eigene Entwicklungsaktivitäten betreffen die Ausweitung und Vertiefung von Lösungen im Bereich der Digitalisierung sowie die Entwicklung neuer Werkstoffe. Gleichzeitig wird die Weiterentwicklung und Optimierung von Produkten und Baureihen vorangetrieben. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Entwicklung von Systemen ein, die schlüsselfertig für ausgewählte Anwendungsfelder angeboten werden. In den Jahren 2022 und 2023 hat HNPM kein gefördertes Entwicklungsprojekt bearbeitet, da die Inanspruchnahme der Forschungszulage im Bereich neuer Werkstoffe angedacht ist. Zusätzlich dazu wurde der Grundstein für die Entwicklungen der nächsten Jahre im Bereich der Industrie 4.0 (Stichwort OPC UA - Open Platform Communications Unified Architecture) gelegt. Im F&E-Bereich sind derzeit 17 Mitarbeitende beschäftigt und die Gesamtaufwendungen im Geschäftsjahr beliefen sich auf 992 TEUR. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungeÜberblick Markt, Branche, KonjunkturNeben zahlreichen Einsatzmöglichkeiten im klassischen Maschinen- und Anlagenbau, in der Chemie und im Pharmabereich, erfüllen mzr®-Pumpen anspruchsvolle Dosieraufgaben insbesondere in der Labor- und Analysetechnik. Hauptabnehmer der Pumpen sind große Firmen, die im Bereich der medizinischen Chemie (z.B. DNA Analytik für personalisierte Medizin, Blut- und Antikörpertests etc.) tätig sind. Das Produktsortiment von HNPM umfasst fünf Baureihen von mzr®-Pumpen zur Dosierung und Förderung kleinster Flüssigkeitsmengen niedrig- bis hochviskoser Medien. Mit unterschiedlicher Ausstattung sind Dosiervolumina ab 0,25 μl, Volumenströme von 1 μl/h bis 1,1 l/min sowie Drücke von 0 bis max. 150 bar realisierbar. Der Bereich der Medienviskosität reicht von 0,3 bis 1.000.000 mPas. HNPM zählt mit seinem hohen Qualitätsanspruch weltweit zu den Marktführern für Mikropumpen. Zur HNPM-Strategie gehört eine breite Diversifikation, um so das Unternehmensrisiko im Fall einer Krise zu minimieren. Folgende Fokusthemen hat HNPM für sich definiert: Life Science: Fertigung medizintechnischer Produkte, Biotechnologie, Diagnostik, Labor- und Analysetechnik, Zell-Analyse, Chromatographie, Biochiptechnologie, Massenspektrometrie Aufgrund der Corona-Pandemie erfuhr der Life-Science-Bereich in den Jahren 2020 und 2021 eine Sonderkonjunktur, von der auch HNPM profitierte. Mit Abschwächung der Pandemie sank auch der Umsatz in diesem Bereich um -54% (Vorjahr -5%), wodurch sich der Anteil am Gesamtumsatz von 63% auf knapp 44% reduzierte. Dennoch bleibt der Geschäftsbereich Life Science weiterhin das Hauptsegment für die HNPM Technologie. Maschinenbau: Automobilzulieferer / Automobilindustrie, Tabakindustrie, Verpackung und Abfüllung, Kühltechnik, Pharmazeutischer Anlagenbau, Farbdosierung Kunststoff, Batterieherstellung Dieser Geschäftsbereich wuchs in diesem Jahr erneut (+19%) und setzt somit den Trend des Vorjahres (+13%) fort. Der Anteil am Gesamtumsatz beläuft sich auf 33% (Vorjahr 18%). Chemie und Pharma: Grundchemie, Agrochemie, Pharma, Feinchemie, Petrochemie, Polymer, Lebensmittel, Kosmetik, Encapsulation Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr und sank um 19%. Der Anteil am Gesamtumsatz erhöhte sich dennoch aufgrund der Verschiebungen im Bereich Life Science von 14% auf 17%. Die übrigen 6% am Gesamtumsatz entfallen auf den Bereich Sonstiges, der im Wesentlichen Servicedienstleistungen (Reparaturen und Ersatzteile) umfasst. Politische RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1% etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8% geringer. In den USA (+2,5%) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5% das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1% beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3%). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2%. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8%. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023 Deutsche KonjunkturDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8% zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Quelle: Statistisches Bundesamt 2.2 Geschäftsverlauf und LageSeit der Firmengründung im Jahr 1996 hat sich HNPM stetig weiterentwickelt und als Nischenmarktanbieter etabliert. Die Jahre 2020 bis 2022 bescherten HNPM aufgrund der Corona-Pandemie eine Sonderkonjunktur. Hingegen war das Berichtsjahr 2023 geprägt von einem starken Umsatzrückgang (-33%). Diese Entwicklung war zwar erwartet worden, jedoch nicht in dieser Härte und Geschwindigkeit. Ab Q2-2023 reagierte HNPM zunächst mit verkürzten Arbeitszeitmodellen für den produktiven Bereich. Als jedoch klar wurde, dass die Life Science Serienkunden aufgrund ihrer Bevorratung über einen längeren Zeitraum (6 bis 12 Monate) nicht mehr bestellen würden, musste HNPM härtere Maßnahmen ergreifen. Personalfreisetzung im produktiven Bereich wurde vorgenommen und Materiallieferungen wurden bestmöglich in die Zukunft verschoben, um den Lagerbestand nicht weiter aufzubauen. Der Nachfragerückgang im Bereich der Chemie verschärfte die Situation zusätzlich, was jedoch teilweise durch die positive Entwicklung im Maschinenbau kompensiert werden konnte. Die letztendliche Ergebnisverschlechterung ist signifikant und beträgt fast 80% gegenüber dem Vorjahr. Ertragslage (in TEUR)
Die Gesamtleistung von HNPM sank um ein Drittel, vor allem verursacht durch den Nachfragerückgang im Bereich Life Science, da Mikrozahnringpumpen bspw. in der PCR-Analytik sowie bei der Covid-19-Impfstoffabfüllung zum Einsatz kommen. Das Zinsergebnis verbesserte sich leicht, da in 2023 keine neuen Kredite aufgenommen wurden, sondern lediglich die reguläre Tilgung der bestehenden Verbindlichkeiten erfolgte. FinanzlageDie Finanzlage wird trotz Umsatzrückgang weiterhin als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr 721 TEUR. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus operativer Geschäftstätigkeit und den laufenden Kreditlinien können die notwendigen Investitionen problemlos finanziert sowie Zahlungen an die Kapitalgeber bedient werden. Vermögenslage (in TEUR)
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 101 TEUR gesunken. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 135 TEUR Abgänge in Höhe von 0 TEUR sowie Abschreibungen in Höhe von 236 TEUR gegenüber. Das Vorratsvermögen ist gesunken, jedoch unterproportional zum Umsatz. Grund ist hier die die Verzögerung der Abrufe der Life Science Serienkunden, die vertraglich bis zu 6 Monaten ohne Konsequenz möglich ist. Die Forderungen sind gemäß Umsatzrückgang gesunken. HNPM verfolgt ein Standardzahlungsziel von 30 bzw. 45 Tagen (für Frankreich), welches bis auf wenige Ausnahmen seitens der Kunden akzeptiert wird. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch in diesem Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die unternehmensinterne durchschnittliche Debitorenlaufzeit beträgt 43 Tage. Der Barmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verringert. Grund hierfür sind der reduzierte Geschäftsumfang und Gewinnausschüttungen. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 3.664 TEUR. Die Eigenkapitalquote liegt bei 54,6% (Vorjahr: 65,0%) und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Der Sonderposten beinhaltet Bezuschussungen für die räumliche Erweiterung des Firmensitzes. Seine Auflösung orientiert sich an der Mietdauer. Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie nicht verbrauchte Überstunden- und Urlaubsguthaben der HNPM-Mitarbeiter für das Jahr 2023. Weiterhin sind Sondervergütungen für Arbeitnehmererfindungen enthalten. Auf Tantiemen wurde für das Jahr 2023 aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung verzichtet. Die vorhandenen Kontokorrentlinien von insgesamt 1,5 Mio. EUR wurden vermehrt in Anspruch genommen. Zum 31.12.2023 bestanden freie Linien von TEUR 440. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich demzufolge im Vergleich zum Vorjahr um 501 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 253 TEUR, genau wie die Sonstigen Verbindlichkeiten um 4 TEUR. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern (im Vorjahr: 0 TEUR). HNPM hat im Geschäftsjahr 2023 eine unter den Planansätzen gebliebene negative Umsatz- und Ertragsentwicklung genommen. 2.3 Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus von HNPM auf Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzrendite und EBITDA-Marge herangezogen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,4% auf 4,2% gesunken. Auch die EBITDA-Marge verschlechterte sich um 13,8% auf 8,5%. Für das Jahr 2024 rechnet HNPM mit Werten auf dem Niveau von 2023. Die Umsatzrendite wird mit 3,7% prognostiziert und die EBITDA-Marge soll 7,7% betragen. 2.4 GesamtaussageDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von HNPM wird als gut eingeschätzt. Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind nach Bereinigung der Corona-bedingten Sonderkonjunktur in den letzten Jahren konstant. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr konnten bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. 3 PrognoseberichtHNPM erwartet für das Jahr 2024 ein Umsatzwachstum von 7%, da die Nachfrage im Bereich Life Science wieder steigen wird. Dieser Trend wird sich in 2025 und 2026 fortsetzen. Es wird ein Umsatzwachstum von jährlich 9-11% angestrebt, wodurch für 2026 ein Jahresumsatz von gut 15 Mio. EUR prognostiziert wird, einhergehend mit einer soliden Rendite von ca. 10% und einer EBITDA-Marge von 15%. Schwerpunkt "USA"Ein Fokus in den folgenden Jahren liegt auf der Internationalisierung von HNPM. Bereits im Frühjahr 2019 erfolgte die Firmengründung der US-Tochter "HNPM Corporation" (nachfolgend CORP genannt), um den US-Markt weiterzuentwickeln. Bis dahin hatte HNPM bereits US-Umsätze im Direktgeschäft oder über Vertragshändler generiert. Mit der eigenen Tochtergesellschaft müssen Margen nicht mehr geteilt werden und die US-Kunden haben ihren Ansprechpartner direkt vor Ort. Die Kommunikation wird dadurch deutlich vereinfacht und der Zeitverlust minimiert. In 2023 erlebte die CORP eine personelle Restrukturierung, die insgesamt fast 6 Monate dauerte. Diese Zeit war nicht nur kostenintensiv, sondern fehlte auch für die Akquise neuer bzw. die Pflege der bestehenden Kunden, weswegen der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 45% auf 755 TUSD zurückging. Das Jahr schloss mit einem Fehlbetrag von -167 TUSD ab. Überlegungen, den Standort gänzlich aufzugeben, wurden jedoch vom Gesellschafterkreis verworfen, denn das geschätzte Marktpotential beträgt mittelfristig (in ca. 2 bis 5 Jahren) bis zu 5 Mio. USD, auch dort primär im Bereich Life Science. Für 2024 werden ein Umsatz von 1,1 Mio. USD sowie ein positives Ergebnis angestrebt. WeiterentwicklungFür den Firmenstandort in Schwerin plant die HNPM für die kommenden Jahre neben der Umsatzsteigerung in den bisherigen Geschäftsfeldern vor allem einen Ausbau des Anlagen- und Systemgeschäfts. Zusätzlich wird sich HNPM ab 2024 an einem Forschungsprojekt zur vernetzten Produktion beteiligen, wodurch die HNPM-Pumpen zukünftig auch über OPC UA kommunizieren können. HNPM ist insgesamt sehr vielfältig und flexibel aufgestellt. Krisen in einzelnen Industriezweigen kann somit stabil begegnet werden. Andererseits können sich bietende Wachstumschancen schnell aufgegriffen und integriert werden, bspw. im Bereich der Batteriebefüllung oder mRNA-Impfstoffproduktion. 4 Chancen- und RisikoberichtDie Darstellung der Chancen und Risiken erfolgt in absteigender Reihenfolge, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit bezieht. Risiken aus operativer TätigkeitMit zunehmender Digitalisierung vereinfacht sich die weltweite Zusammenarbeit. Daten und Informationen können schnell und unkompliziert verarbeitet und ausgetauscht werden. Allerdings steigt damit auch die Abhängigkeit von relevanten Computersystemen. Es bedarf einer absolut zuverlässigen Infrastruktur, die eine 24/7-Abdeckung gewährleistet, sowie entsprechend geschultes Personal, das im Bedarfsfall auch von externen Dienstleistern unterstützt wird. HNPM wird auch zukünftig regelmäßig Investitionen in diese Thematik tätigen, um technologisch auf Stand zu bleiben. Der Ausbau und die Aufrechterhaltung von Redundanzsystemen, auf die im Ernstfall schnell ausgewichen werden kann, ist dabei ebenso wichtig wie die Wahrung von Datensicherheit und Datenschutz. Das Risiko eines Cyberangriffs wächst stetig, vor allem mit zunehmender Internationalisierung. Aus diesem Grund werden HNPM- und CORP-Mitarbeitende regelmäßig geschult und somit für das Thema sensibilisiert. Eine Cyberversicherung wurde ebenfalls abgeschlossen. Die Sicherung der Lieferkette ist ebenfalls essentiell. HNPM hat in der Vergangenheit die Vorräte erhöht, um lieferfähig zu bleiben. Mit dem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2023 hat sich dieser Effekt noch einmal verstärkt, weswegen HNPM nun darum bemüht ist, die geschlossenen Rahmenverträge mit Lieferanten zeitlich zu strecken, um die damit einhergehende Kapitalbindung und somit das Liquiditätsrisiko zu verringern. Zusätzlich wird, wo möglich, das benötigte Liefervolumen auf mehrere Lieferanten verteilt (Vermeidung von Single-Source-Lieferanten), um das Lieferrisiko insgesamt zu minimieren. Durch die zu erwartende Regulierung von PFAS-Werkstoffen (Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Europa wird es langfristig zu einer Änderung der Ausgangssituation bei Dichtungsmaterialien kommen, die in jeder Pumpe sowie Filter verbaut sind. Hier hat sich HNPM an der ECHA-Eingabe beteiligt und arbeitet im politischen Raum an der Vermeidung eines Globalverbotes. Die Entwicklung im Hinblick einer funktionellen Beschränkung ist mittlerweile positiv. Trotzdem beschäftigt sich HNPM intensiv mit der Entwicklung neuer Dichtungswerkstoffe, die die Produktfunktionalität sicherstellen. Neben eigenen Finanzmitteln sind bei den drei Hausbanken Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. EUR verfügbar. Ein Forderungsausfallrisiko besteht kaum. Jeder Kunde (und auch Lieferant) wird im Zuge der Geschäftsanbahnung bzgl. Compliance und Bonität geprüft. Längere Zahlungsziele, die vom HNPM-Standard abweichen, werden nur im Einzelfall und mit entsprechender Begründung gewährt. Komplizierte und vor allem hochpreisige Aufträge mit ausländischen Geschäftspartnern werden zusätzlich per Akkreditiv besichert. Auch das Währungsrisiko ist überschaubar, da nahezu alle Kunden bzw. Lieferanten in EUR fakturiert werden bzw. fakturieren. Währungssicherungsgeschäfte sind nicht erforderlich. Langfristige Fremdverbindlichkeiten (Bankkredite) sind fest verzinst, so dass kein Zinsrisiko besteht. Allerdings orientieren sich die Zinssätze der Kontokorrentkredite an der Entwicklung des EZB-Zinssatzes. Da dieser zuletzt mehrfach gestiegen ist, liegen die KK-Zinsen inzwischen bei 8-9%. Aus diesem Grund ist HNPM darum bemüht, diese Art von Finanzmitteln möglichst nicht in Anspruch zu nehmen. Politische RisikenNach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2% im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8% für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2% der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8% zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6% leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht) ChancenBesondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten. HNPM ist bereits in einer Reihe attraktiver Wachstumsmärkte tätig. Nun soll die Expansion vor allem in den USA vorangetrieben werden. Um die örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt die Ausweitung primär über die CORP bzw. parallel dazu auch über Kooperationen mit anderen lokalen Partnern (Vertretungen). Mit ihrem Firmensitz im Großraum Chicago liegt die CORP logistisch zentral und kann den gesamten US-Markt von der Ost- bis zur Westküste bedienen. Neben den Chancen der Internationalisierung bestehen auch Perspektiven für den deutschen Markt. Mit colorDoS (Dosiersystem für Flüssigfarben im Kunststoffspritzguss) und MoDoS (modulares Dosiersystem vor allem für den Feinchemie- und Pharmabereich) soll das System- und Anlagengeschäft weiter ausgebaut werden. HNPM unterstützt den Kunden durch exzellentes Fachwissen und langjährige Erfahrungen bei der Entwicklung neuer Technologien und bietet anwendungsspezifische Modifikationen. Weitere Dosiersysteme stehen mit LiquiDoS und smartDoS zur Verfügung, die vor allem im Laborbereich und der Montage eingesetzt werden. Mit dem TrueFlow (Coriolis-Durchflussmesser) und dem DynaMix (dynamischer Mikro-Mischer) wird das HNPM-Produktportfolio in 2024 noch einmal um zwei neue Produktgruppen erweitert. HNPM verfügt über flache Hierarchien und ist insgesamt agil organisiert. Diese Struktur ermöglicht eine schnelle und flexible Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen. Neben geplanten Projekten bleibt so außerdem Raum für die Nutzung sich plötzlich bietender Möglichkeiten. EinschätzungNach Einschätzung der Geschäftsführung ist auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.
Schwerin, den 24.04.2024 Dr. Thomas Weisener Yvonne Eilers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HNP Mikrosysteme GmbH, Schwerin PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der HNP Mikrosysteme GmbH, Schwerin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HNP Mikrosysteme GmbH, Schwerin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Schwerin, den 24. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
gez. Anja Rodenberg, Wirtschaftsprüferin gez. Dr. Siegfried Friedrich, Wirtschaftsprüfer |
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