WMK Finanz OHG

Erfurt

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRA 500570
Eingetragen
5.6.2007

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WMK Finanz OHG

Erfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Geschäftsmodell der WMK Finanz OHG

Das Institut wird als Personenhandelsgesellschaft in der Rechtsform einer OHG geführt. Anteilseigner sind ausschließlich die beiden geschäftsführenden Gesellschafter, Herr Volker Weinzirl und Herr Lars Mohlau. Der Unternehmensaufbau ist geprägt durch die sehr kleine Größe.

Im Mittelpunkt der geschäftlichen Aktivität des Instituts steht die Finanzportfolioverwaltung. Die Verschaffung von Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren ist ausgeschlossen. Das Institut verfügt über eine aufsichtsrechtliche Erlaubnis der BaFin zur Abschlussvermittlung, Anlageberatung, Anlagevermittlung und Finanzportfolioverwaltung.

Im Rahmen des Geschäftsmodells beschränkt sich die Tätigkeit der WMK Finanz OHG jedoch auf die Finanzportfolioverwaltung.

Die WMK Finanz OHG ist derzeit in Thüringen der einzige unabhängige Vermögensverwalter mit einer aufsichtsrechtlichen Erlaubnis für die Finanzportfolioverwaltung und der Mitgliedschaft im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV).

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 wird wohl als "Krisenjahr" in die Geschichtsbücher eingehen. Zwar sind trotz des russi- schen Angriffskriegs und entfesselter Inflation Panikverkäufe ausgeblieben. Dennoch zeigen auch die Fi- nanzmärkte ein Abbild der vielfältigen Krisen. Das erste Halbjahr war von Schockstarre angesichts des Kriegsgeschehens, des drohenden Ausfalls russischer Gaslieferungen und der damit verbundenen Sorgen um Einschränkungen in der europäischen Industrieproduktion geprägt. Seit dem zweiten Halbjahr 2022 zeichneten sich sukzessive Erholungstendenzen ab.

Dennoch: Die Zeiten an den Finanzmärkten bleiben angespannt. Durch den rasanten Zinsanstieg der ver- gangenen Monate beginnt zunehmend das Knirschen im Gebälk der Weltwirtschaft. Die Zentralbanken stehen vor der Herausforderung, Preis- und Finanzmarktstabilität gleichzeitig zu wahren. Einen Kompro- miss bei der Inflationsbekämpfung einzugehen, können sich die Zentralbanken allerdings kaum leisten. Die Notenbanken sind gezwungen, der nach wie vor viel zu hohen Inflation die Stirn zu bieten. Somit bleibt die Weltwirtschaft anfällig. Prognoseunsicherheiten sind hoch. Risiken für Korrekturen an den Kapi- talmärkten bleiben bestehen. Die Finanzbranche steht vor einem herausfordernden Jahr 2023.

III. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2021

Im Geschäftsjahr 2022 musste die WMK Finanz OHG einen Rückgang des verwalteten Vermögens sowie der Anzahl der Kundenverbindungen hinnehmen. Die WMK Finanz OHG genießt bei ihren Kunden unver- ändert hohes Vertrauen. Es besteht nach unserer Einschätzung eine hohe Kundenzufriedenheit.

Die Ergebnisse der Finanzportfolioverwaltung spiegelten mit überwiegend leicht negativen Jahresrenditen das Kapitalmarktumfeld im Krisenjahr 2022 wider. Die Kundenzahl hat sich im Gesamtjahr 2022 um drei Kunden verringert. Das verwaltete Vermögen sank in der Summe von Einzahlungen, Auszahlungen auf Referenzkonten unserer Kunden und den überwiegend negativen Wertentwicklungen der Portfolios insgesamt um gut 11 %.

IV. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft kann als positiv angesehen werden.

Die Provisionserlöse sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1,2 gesunken und entfallen ausschließlich auf Honorare für die Finanzportfolioverwaltung. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen betrieblichen Erträ- ge (plus TEUR 10,1) beinhalten im Wesentlichen einen Einmaiertrag aus einem Abgang aus dem Anlage- vermögen sowie Sachbezüge.

Im Vorjahresvergleich ergaben sich leicht erhöhte Verwaltungsaufwendungen (plus TEUR 1,3). Die Ab- schreibungen auf Sachanlagen stiegen um TEUR 4,6.

Insgesamt ist die Ertragslage auf der Aufwandsseite durch Personalaufwendungen und Fixkosten bei den Verwaltungsaufwendungen für den Geschäftsbetrieb geprägt. Diese werden vollständig durch die erzielten Erlöse gedeckt. Im Ergebnis schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 31,6 leicht über Vorjahresniveau ab.

Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft verfolgt das Ziel jederzeit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro, so dass kein Fremdwährungsrisiko vorhanden ist.

Insgesamt haben sich die Forderungen an Kreditinstitute gegenüber dem Vorjahr von TEUR 106 auf TEUR 88 verringert (Stichtagsliquidität).

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein positiver Cash-Flow generiert werden. Mittelzu- und-abf- lüsse erfolgen im Geschäftsjahr auch an die Gesellschafter in Form von Einlagen bzw. Entnahmen. Ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erfolgte im Geschäftsjahr in Höhe von 39,7 TEUR. Die Zahlungs- fähigkeit der WMK Finanz OHG war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet.

Vermögenslage

Das Bilanzbild ist durch eine hohe Eigenkapitalquote geprägt. Diese ist bedingt durch das aufsichtsrecht lich vorzuhaltende Eigenkapital. Die nach dem 2021 in Kraft getretenen Wertpapierinstituts-Gesetz geforderte Eigenkapital- Mindestausstattung beträgt 75 TEUR. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beträgt die Eigenkapitalquote, bezogen auf die Bilanzsumme, 80,6 % (im Vorjahr 81,6 %).

Auf der Aktivseite werden Forderungen an Kreditinstitute mit TEUR 88 (im Vorjahr TEUR 106) ausgewie- sen. Bezogen auf die Bilanzsumme sind das 62,5 %.

Das Sachanlagevermögen (TEUR 34) ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die "Goldene Bilanzre- gel" die besagt, dass langfristig gebundenes Vermögen auch langfristig durch Eigenkapital bzw. langfristi- ges Fremdkapital finanziert sein soll, ist eingehalten.

Der Bestand der Forderungen an Kunden ist mit TEUR 19 (Vorjahr TEUR 21) leicht gesunken.

Der Bestand der Forderungen an Kunden ist mit TEUR 21,1 gestiegen.

V. Chancen- und Risikobericht

Das Risikodeckungspotential des Unternehmens wurde auf 37,5 TEUR (das entspricht 50% des regulato- risch geforderten Mindesteigenkapitals von 75 TEUR) festgelegt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der geringen Ausprägung der Risiken wurde auf eine Aufteilung des Risikodeckungspotentials in mehrere Stufen verzichtet. Die quantifizierten Risiken sind sowohl im "normal case" als auch im "Stresstest" durch das Risikodeckungspotential abgedeckt.

Als wesentliche Risiken der Gesellschaft sind Adressenrisiken, Marktpreisrisiken, Ertragsrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken und die allgemeine Risikotragfähigkeit eingestuft worden.

Die Adressenausfallrisiken sind die Risiken, die sich aus einem Ausfall oder einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung von Bonität von Schuldnern ergibt. Diese bewerten wir vor dem Hintergrund der vorhandenen Vermögen der Kunden als sehr gering d.h. die Ausfallwahrscheinlichkeit liegt nach unserer Einschätzung unter 0,1%. Statistische Verfahren werden zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten nicht angewandt. Es erfolgt eine gewissenhafte Einschätzung der Geschäftsleiter jedes einzelnen Postens. Risikovorsorge erfolgt, soweit erforderlich, im Wege von Wertberichtigungen.

Marktpreisrisiken bezeichnen das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe bzw. Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt inkl. Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Das Institut ist nicht im Eigenhandel tätig. Vermögenswerte von Kunden nimmt es nicht entgegen. Das Institut unterliegt daher keinen nennenswerten direkten Marktpreisrisiken. Insbesondere sind das Zinsänderungsrisiko, Währungsrisiko und Aktienkursrisiko nicht unter- nehmensrelevant. Diese Marktpreisrisiken haben nur indirekten Einfluss, indem sich derartige Risiken auf das Anlageverhalten der Kunden und deren Risikoallokation auswirken.

Das Ertragsrisiko wird durch striktes Kostenmanagement gesteuert. Eine Entwicklung der Gesamtkosten obliegt einer permanenten Beobachtung durch die Geschäftsleitung. Sobald die Geschäftsleitung feststellt, dass die Erträge mittelfristig nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken, werden Maß- nahmen zur Kostenreduzierung eingeleitet und ggf. von den Gesellschaftern entsprechende Eigenmittel eingefordert, um entstehende Ertragslücken auszugleichen.

Liquiditätsrisiken bezeichnen das Risiko, das das Unternehmen nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Finanzinstrumente in Geld umzuwandeln, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Liquiditätsrisiko in der Gesellschaft ist derzeit nach unserer Einschätzung angesichts der vorhandenen liquiden Mittel im Rahmen des betriebenen Geschäftsmodells von untergeordneter Bedeutung. Liquide Mittel decken auch unvorhergesehene Geschäftsereignisse ab. Refinanzierungsrisiken und Marktliquiditätsrisiken sind aufgrund des Geschäftsmodells nicht relevant.

Operationelle Risiken bezeichnen das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Von den als wesentlich eingestuften Risiken ist für die Gesellschaft nach Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie das operationelle Risiko das aktuell höchste Einzelrisiko. Die Einhaltung der Anlagerichtlinien und weiterer gesetzlicher Auflagen werden seitens der Geschäftsleitung durch den Einsatz von IT-Systemen und die Beachtung des Vier-Augen-Prinzips gewährleistet. Alle wesentlichen operationellen Risiken werden einmal jährlich im Sinne einer Inventur identifiziert und beurteilt. Durch die Struktur des Unterneh- mens ist gewährleistet, dass die Geschäftsleiter direkt in alle wesentlichen operativen Geschäftsprozesse eingebunden sind und somit operationelle Risiken besonders transparent sind.

Statistische Methoden werden im Rahmen des Risikomanagementsystems nicht angewandt. Es erfolgt jeweils eine Einzelbetrachtung der Risiken. Die Steuerung und Überwachung der Risiken erfolgt durch die Geschaftsleiter selbst. Das Risikomanagementsystem ist geprägt von High-Level-Controls.

Zusammenfassend zeigt die Risikolage insgesamt ein ausgeglichenes Bild. Es bestehen keine wesentli- chen bestandsgefährdenden Risiken. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen werden erfüllt. Zum Stichtag 31.12.2022 betragen die vorhandenen aufsichtsrechtlichen Eigenmittel (Kernkapital) 82 TEUR.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Institut legt verfügbare Gelder ausschließlich in Sichteinlagen an. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten sollen vermieden werden. Es bestehen keine ökonomischen Sicherungsbeziehungen aus der Verwendung von Finanzinstrumenten. Bilanzielle Sicherungsbeziehungen sind im Jahresabschluss nicht abgebildet.

VII. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der volkswirtschaftlichen Verwerfungen im Zuge des russischen Angriffskriegs und der anhaltend hohen Inflationsraten bleibt die Entwicklung der Weltwirtschaft in den kommenden Quartalen weiterhin mit erhöhten Risiken behaftet. Für das Jahr 2023 sehen wir nennenswerte Unsicherheiten für das Ziel einer positiven Entwicklung unserer Finanzportfolioverwaltung. Zumindest gehen wir von einer erhöhten Volatilität der Finanzmärkte aus.

Im Geschäftsfeld Finanzportfolioverwaltung rechnen wir für 2023 mit leicht rückläufigen Provisionserträ- gen. Insgesamt erwarten wir aufgrund des Wegfalls eines letztjährigen Einmaiertrags sowie investitions- und inflationsbedingt deutlich steigender Kosten einen um 10 bis 17,5 TEUR sinkenden Jahresüber- schuss. Daraus folgt für den Jahresüberschuss 2023 ein Niveau von ca. TEUR 12,5 bis TEUR 20.

Das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital wird auch im Geschäftsjahr 2023 außerordentlich günstig bleiben.

 

Erfurt, den 19. Mai 2023

gez. Volker Weinzirl

gez. Lars Mohlau

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute 105.821,66 105.821,66
a) täglich fällig 105.821,66 105.821,66
2. Forderungen an Kunden 21.115,36 21.115,36
3. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
4. Sachanlagen 88,00 88,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 72,79 72,79
Bilanzsumme, Summe Aktiva 127.099,81 127.099,81

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 2.553,25 2.553,25
- davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.553,25 2.553,25
2. Rückstellungen 20.871,68 20.871,68
a) Steuerrückstellungen 3.371,68 3.371,68
b) andere Rückstellungen 17.500,00 17.500,00
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 75.317,54 75.317,54
b) Bilanzgewinn 28.357,34 28.357,34
Bilanzsumme, Summe Passiva 127.099,81 127.099,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Provisionserträge 68.531,82 69.735,28
2. Sonstige betriebliche Erträge 17.682,63 7.626,83
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 48.451,31 47.150,77
a) Personalaufwand 13.855,23 12.571,02
aa) Löhne und Gehälter 11.348,00 10.592,00
bb) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.507,23 2.275,02
b) andere Verwaltungsaufwendungen 34.596,08 34.579,75
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlage 5.706,31 1.099,00
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 0,00
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 32.056,83 29.112,34
7. sonstige Steuern 494,00 755,00
8. Jahresüberschuss 31.562,83 28.357,34

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
8. Jahresüberschuss 31.562,83 28.357,34
9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
10. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
11. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
b) aus der Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen 0,00 0,00
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
12. Entnahmen aus Genussrechtskapital 0,00 0,00
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 0,00
a) in die gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
b) in die Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
c) in satzungsmäßigen Rücklagen 0,00 0,00
d) in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
14. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 31.562,83 28.357,34

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die WMK Finanz OHG mit Sitz in Erfurt ist beim Amtsgericht Jena HRA 500570 eingetragen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 ist unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den speziellen Vorschriften der RechKredV für Wertpapierinstitute i.V.m. § 330 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist als Wertpapierinstitut nach §§ 340 ff. HGB verpflichtet, unabhängig von Rechtsform und Größe, ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Die Bewertung wurde gemäß § 252 Abs, 1 Nr. 2 HGB unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die WMK Finanz OHG ist ein kleines Wertpapierinstitut nach dem WpIG. Nach Art. 46 IFR i.V.m Art. 12 Abs. 1 IFR werden hierzu folgende Informationen veröffentlicht.

Assets under management AUM (verwaltete Vermögenswerte) in TEUR 6.404
Client Orders handeld COH (täglich bearbeitete Kundenaufträge - Kassa) in TEUR 0
Client Orders handeld COH (täglich bearbeitete Kundenaufträge - Derivate) in TEUR 0
Bilanzsumme (zuletzt festgestellt in TEUR 127
Provisionserträge (Durchschitt der letzten beiden Geschäftsjahre) in TEUR 69

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Abschreibungsmethode. Der linearen Abschreibungsmethoden liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Vermögensgegenstände zu Grunde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Das Eigenkapital bilanziert zum Nennbetrag.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig. Die innerhalb dieses Postens enthaltene pauschale Wertberichtigung nach § 340f HGB wurde mit € 2.500,00 beibehalten.

Bei den Forderungen an Kunden waren keine Wertberichtigungen für Einzelrisiken sowie keine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos notwendig, so dass kein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen war.

In den Forderungen an Kunden sind keine Forderungen gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten enthalten. Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten.

Die immateriellen Anlagewerte enthalten abgeschriebene Software.

Innerhalb der Sachanlagen wird ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung (Büroeinrichtung) ausgewiesen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt 5 - 12 Jahre. Geringwertige Anlagegüter wurden analog § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände bis zu einem Wert von 250 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandwirksam berücksichtigt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagespiegel

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugang Umbuchung Abgang Umbuchung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
1. Lizenzen (Software) 561,46 0,00 0,00 561,46
4. Sachanlagen
1. Fahrzeuge 26.117, 15 39.656,31 26.117,15 39.656,31
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 14.306,88 0,00 0,00 14.306,88
(geringwertige Anlagegüter) 6.018,18 0,00 0,00 6.018,18
Summe 4. 69.879,44 39.656,31 26.117,15 59.981,37
Summe 3. bis 4. 70.440,90 39.656,31 26.117,15 60.542,83
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugang Umbuchung Abgang Umbuchung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
1. Lizenzen (Software) 559,46 0,00 0,00 559,46
4. Sachanlagen
1. Fahrzeuge 26.115,15 5.667,31 26.115,15 5.667,31
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 14.225,88 39,00 0,00 14.225,88
(geringwertige Anlagegüter) 6.013,18 0,00 0,00 6.013,18
Summe 4. 46.354,21 5.706,31 26.115,15 25.945,37
Summe 3. bis 4. 46.913,67 5.706,31 26.115,15 26.504,83
Restbuchwerte
Stand 01.01.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
1. Lizenzen (Software) 2,00 2,00
4. Sachanlagen
1. Fahrzeuge 33.989,00 2,00
2. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 42,00 81,00
(geringwertige Anlagegüter) 5,00 5,00
Summe 4. 34.036,00 88,00
Summe 3. bis 4. 34.038,00 90,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt sowie Verbindlichkeiten aus Mietverträgen. Die sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten. Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Die Steuerrückstellungen beinhalten nicht fällige Umsatzsteuer aufgrund der Istversteuerung. Die anderen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten mit insgesamt TEUR 6 sowie Rückstellungen für Aufbewahrung mit TEUR 7.

Als gezeichnetes Kapital wird das Gesellschaftskapital der WMK Finanz OHG ausgewiesen. Das Gesellschaftskapital beträgt 82.414,16 €. Es besteht aus einem von den Gesellschaftern eingezahlten Festkapital in Höhe von 125.000,00 € und den variablen Kapitalkonten der Gesellschafter in Höhe von -42.585,84 €.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von € 31.562,83 wird aufgrund der Gliederungsvorschriften der RechKredV innerhalb des Bilanzgewinnes ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge enthalten für Dritte erbrachte Dienstleistungen im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Sachbezüge und Sachanlagenverkäufe.

Die Provisionserträge und sonstigen betrieblichen Erträge werden in Deutschland erzielt und unterscheiden sich nicht wesentlich nach geografischen Märkten.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 Abs. 1 HGB.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Mitglieder der Geschäftsleitung:

Als geschäftsführende Gesellschafter waren im gesamten Geschäftsjahr 2022 tätig:

Herr Weinzirl, Volker Diplom-Betriebswirt (FH)

Herr Mohlau, Lars Certified International Investment Analyst, Bankkaufmann

Die Geschäftsleiter erhalten keine Vergütung.

Sonstige Angaben

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres ist nach deren Feststellung durch die Gesellschafter anteilig den Kapitalkonten der Gesellschafter gutzuschreiben. Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 und die Beschlussfassung zur Gewinnverteilung auf die Gesellschafter erfolgte am 07.06.2022.

Für das Geschäftsjahr 2022 wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss von EUR 31.562,83 den Kapitalkonten der Gesellschafter gemäß der gesellschaftsvertraglichen Regelung gutzuschreiben.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen mit einer monatlichen Miete über TEUR 0,7.

Die Gesellschaft hat einen Arbeitnehmer beschäftigt.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 3 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 3 für sonstige Dienstleistungen.

 

Erfurt, den 19.05.2023

gez. Volker Weinzirl

gez. Lars Mohlau

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Die Gesellschafterversammlung hat am 12.06.2023 den Jahresabschluss festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss der Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafterversammlung hat am 12.06.2023 beschlossen, den Bilanzgewinn von € 31.562,81 wie folgt zu verteilen und mit den Kapitalkonten der Gesellschafter zu verrechnen:

Variables Kapital Volker Weinzirl 19.631,41 EUR
Variables Kapital Lars Mohlau 11.931,42 EUR

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WMK Finanz OHG, Erfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WMK Finanz OHG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WMK Finanz OHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter [https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie] eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."

 

Erfurt, 25. Mai 2023

Pließ Auditor GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl. Kfm. Norbert Pließ, Wirtschaftsprüfer

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