knk Business Software AG

Fleethörn 7, 24103 Kiel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 5956 KI
Eingetragen
17.11.2004
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung und der Vertrieb von Hard- und Software, EDV-Schulung und Information Broking.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dorothee Werner
seit 23.9.2022
Prokura
Alexander Mädge
seit 23.9.2022
Prokura
Thomas Kasten
seit 14.4.2009
Prokura
Knut Nicholas Krause
seit 17.11.2004
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
77.32%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

knk Business Software AG

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

knk Business Software AG, Kiel

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 60.308,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 414.538,97 414.545,97 497.446,73
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.383,40 143.526,90
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30.616,46 30.616,46
2. sonstige Ausleihungen 1.285.146,85 1.315.763,31 1.275.546,85
Summe Anlagevermögen 1.852.692,68 2.007.445,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 546.284,00 555.159,87
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.688.725,61 2.548.084,86
2. sonstige Vermögensgegenstände 859.264,13 871.924,86
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 624.000,00 (Euro 40.000,00) 3.547.989,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 975.910,82 1.732.244,18
Summe Umlaufvermögen 5.070.184,56 5.707.413,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.297,21 164.721,64
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 193.978,11 0,00
7.187.152,56 7.879.581,29

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 377.500,00 377.500,00
II. Kapitalrücklage 79.967,68 79.967,68
III. Bilanzverlust 651.445,79 309.149,87-
- davon Gewinnvortrag Euro 309.149,87 (Euro 702.574,45)
nicht gedeckter Fehlbetrag 193.978,11 0,00
Summe Eigenkapital 0,00 766.617,55
B. Einlagen stiller Gesellschafter 2.400.000,00 2.300.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 345.295,00 369.083,00
2. sonstige Rückstellungen 824.440,68 1.169.735,68 702.245,09
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.115.146,07 2.290.866,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 965.184,32 (Euro 945.117,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 1.149.961,74 (Euro 1.345.749,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724.380,00 923.789,15
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 724.380,00 (Euro 923.789,15)
3. sonstige Verbindlichkeiten 383.240,11 233.490,90
- davon aus Steuern Euro 269.114,70 (Euro 133.638,90)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 116,66 (Euro 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 383.240,11 (Euro 233.490,90) 3.222.766,18
E. Rechnungsabgrenzungsposten 394.650,70 293.489,42
7.187.152,56 7.879.581,29

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

knk Business Software AG, Kiel

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 12.215.569,83 12.198.366,37
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.754.074,67 7.460.016,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.326.458,86 1.292.599,52
- davon für Altersversorgung Euro 2.544,42 (Euro 2.234,52)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 165.640,02 164.929,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.714.089,24 3.485.266,14
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 36.807,74 (Euro 100.614,65)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.206,66 83.943,06
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 236.481,56 247.249,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 272,36 6.511,07
8. Ergebnis nach Steuern -911.240,22 -374.263,15
9. sonstige Steuern 49.355,44 19.161,43
10. Jahresfehlbetrag 960.595,66 393.424,58
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 309.149,87 702.574,45
12. Bilanzverlust 651.445,79 -309.149,87

Anhang 2023

Sitz der knk Business Software AG ist Kiel. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 5956 Kl im Handelsregister der Amtsgerichts Kiel eingetragen.

I. Erläuterungen und ergänzende Angaben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Es wurde von den laut § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben im Anhang teilweise Gebrauch gemacht.

II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Ein durch Verschmelzung zu gemeinen Werten aktivierter Firmenwert wird über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Zwei langfristige Ausleihungen wurden in den Vorjahren auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Unfertige Leistungen

Die Bewertung der nicht abgeschlossenen Arbeiten erfolgt progressiv anhand der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert aktiviert.

Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine angemessene Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos gebildet.

Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Auf Fremdwährung lautende Mittel werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Stille Einlagen

Die stillen Einlagen haben eigenkapitalähnlichen Charakter und werden daher als Zwischenposition zwischen dem Eigenkapital und den Rückstellungen ausgewiesen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind für die Handelsbilanz mit dem Sollwert nach der Projected Unit Credit Method (PUCM) unter Zugrundelegung eines Jahreszinses von 1,82 % % und der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck passiviert. Darüber hinaus wurde ein Rententrend von 2,00 % % p.a. berücksichtigt. Der Rechnungszins von 1,82 % % beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Zinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,74 % %. Der nach § 253 Abs. 6 Satz 3 anzugebende Unterschiedsbetrag beträgt € 12.724,00.

Für diesen Unterschiedsbetrag besteht nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre.

Nach § 246 Abs. 2 S.2 HGB wurde die Pensionsrückstellung mit entsprechendem Rückdeckungsvermögen saldiert. Die Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen € 293.156,00.

Isoliert betrachtet ergeben sich folgende Werte zum Bilanzstichtag:

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 01.01.2023 657.993,32
Aufwand Geschäftsjahr 2023, Personalaufwand -7.705,00
Aufwand aus Rechnungszinsänderung -6.325,00
Zuführung Geschäftsjahr 2023, Zinsanteil 22.181,30
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 666.144,62
abzüglich:
Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen zum 01.01.2023 288.910,32
Erhöhung Geschäftsjahr 2023 31.939,30
Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen zum 31.12.2023 320.849,62
Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 345.295,00

Sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

b) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Personalkosten 341 331
Berufsgenossenschaft und Ausgleichsabgabe 16 32
Boni und Gutschriften 0 0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 38 35
ausstehende Lizenzeinkäufe 19 62
Domaingebühren 23 39
noch zu erbringende Updates 49 24
Rechtsstreitigkeiten 271 108
Aufsichtsratvergütung 27 21
Archivierungskosten 0 0
Ausstehende Miete und Rechnungen 0 4
übrige 40 46
824 702

c) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Rahmen durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben € 271.428,64 (VJ € 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Es besteht eine Globalzession für eingeräumte Kreditlinien über T€ 2.000.

Des Weiteren besteht seitens der Schwestergesellschaft knk Product Innovation GmbH eine Höchstbetragsbürgschaft über T€ 1.517.

IV. Einzelangaben

1. Angaben zu Gesellschaftsorganen

a) Vorstand:

Knut Nicholas Krause Ingenieur, Master of Science and Production Engineering

b) Aufsichtsrat:

Dipl.-Volkswirt Karl Dietrich Seikel (Vorsitzender bis 29. März 2023), ehem. Geschäftsführer Spiegel-Verlagsgruppe,

Holger Knapp (Vorsitzender), geschäftsführender Gesellschafter der Sternefeld Medien, Düsseldorf, Monjou Biswas, Kauffrau, Hamburg

Harald Wagner, CFO der Haufe Group, Freiburg

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im laufenden Geschäftsjahr T€ 12.

Auf die Angabe der Vergütung des Vorstandes wird mit Verweis auf § 264 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Vorstand wurden drei Darlehen über nominal T€ 150, T€ 150 und T€ 300 gewährt. Alle drei Darlehen sind grundschuldbesichert und weisen zum Bilanzstichtag einen Restsaldo von insgesamt T€ 584 aus. Die Darlehen werden mit 1,2% p. a. verzinst. Die Mindesttilgung für alle Darlehen zusammen beträgt kumuliert T€ 12 p. a. wobei jederzeit Sondertilgungen möglich sind.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 1.068 zum Bilanzstichtag.

3. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat die Mithaftung für Verpflichtungen der Schwestergesellschaft knk Product Innovation GmbH aus einem umfangreichen Kaufvertrag vom 15. Dezember 2017 und der diesbezüglichen Finanzierung übernommen. Die diesbezüglichen Verpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 625.

4. Zahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 117 Angestellte sowie 13 duale Studenten.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von € 651.445,79 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Zahl der Aktien je Gattung

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 377.500,00 eingeteilt in 377.500 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert.

V. Nachtragsbericht

Die besondere Entwicklung, vor allem seit Anfang 2022, der weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage mit extremen Störungen in den Lieferketten, Rohstoffknappheit, -preissteigerungen, Fachkräftemangel, dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie weiter stark angestiegenen Preisen vor allem im Bereich der Gas- und Energieversorgung wird auch die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Die diesbezüglichen Auswirkungen in der Zukunft der Gesellschaft können nicht abschließend eingeschätzt werden.

Die ersten Monate 2024 haben die Erwartungen jedoch gedämpft, so dass die Gesellschaft ihre Umsatzprognose auf Mio.€ 16 korrigiert hat und Maßnahmen eingeleitet hat, die das Erreichen eines ausgeglichenen Ergebnisses sicherstellen sollen.

Von einer Bestandsgefährdung wird nicht ausgegangen.

 

Kiel, 20. März 2024

knk Business Software AG

gez. Knut Nicholas Krause

Datum Feststellung Jahresabschluss: 19. April 2024

Anhang 2023 - Anlagenspiegel

knk Business Software AG, Kiel

Postenbezeichnung Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 474.728,64 0,00 0,00 474.728,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 829.077,83 0,00 0,00 829.077,83
1.303.806,47 0,00 0,00 1.303.806,47
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.355,32 1.286,82 0,00 360.642,14
359.355,32 1.286,82 0,00 360.642,14
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30.616,46 0,00 0,00 30.616,46
2. Sonstige Ausleihungen und Beteiligungen 1.275.546,85 99.600,00 90.000,00 1.285.146,85
1.306.163,31 99.600,00 90.000,00 1.315.763,31
2.969.325,10 100.886,82 90.000,00 2.980.211,92
Postenbezeichnung Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.419,70 60.301,94 0,00 474.721,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 331.631,10 82.907,76 0,00 414.538,86
746.050,80 143.209,70 0,00 889.260,50
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.828,42 22.430,32 0,00 238.258,74
215.828,42 22.430,32 0,00 238.258,74
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen und Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
961.879,22 165.640,02 0,00 1.127.519,24
Postenbezeichnung
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 60.308,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 414.538,97 497.446,73
414.545,97 557.755,67
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.383,40 143.526,90
122.383,40 143.526,90
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 30.616,46 5.616,46
2. Sonstige Ausleihungen und Beteiligungen 1.285.146,85 1.300.546,85
1.315.763,31 1.306.163,31
1.852.692,68 2.007.445,88

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

Vorwort

Die knk Business Software AG ist ein international agierendes Unternehmen mit Hauptsitz in Schleswig-Holstein (Kiel). Mit unseren Lösungen und Services unterstützen wir Verlage und Medienunternehmen dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, Arbeitsabläufe zu optimieren, neue Zielgruppen zu erreichen und neue Geschäftsfelder aufzubauen und in den bestehenden Geschäftsfeldern noch wirtschaftlicher zu werden. Im Fokus stehen hierbei neue contentbasierte Geschäftsmodelle, Business Intelligence für Verlage, CRM (inkl. Marketing Automation und Audience Building), Al, mobile Medien und Social Media, eLearning und digitale Events.

I. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt belief sich der Abschwung der Wirtschaftsleistung auf 0,1 %. Die Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft geriet im Jahr 2023 inmitten anhaltender Krisen ins Stocken. Die anhaltend hohen Preise auf sämtlichen Wirtschaftsebenen wirkten dämpfend auf die Konjunktur, trotz der jüngsten Preisrückgänge. Zusätzlich beeinträchtigten ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine verringerte Nachfrage im In- und Ausland die wirtschaftliche Dynamik. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom starken Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich im Jahr 2023 damit nicht fort. Im Vergleich zum Referenzjahr 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg das BIP im Jahr 2023 um 0,7 %.

Im Verlauf des Jahres 2023 zeigte sich eine differenzierte Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Die Gesamtwirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,0 %. Dies war vor allem auf eine erheblich niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Das Verarbeitende Gewerbe, das nahezu 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, verzeichnete ebenfalls einen preisbereinigten Rückgang von -0,4 % im Jahr 2023. Positive Impulse kamen dabei hauptsächlich aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Im Gegensatz dazu sanken sowohl Produktion als auch Wertschöpfung in energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem diese Branchen bereits im Jahr 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und trugen somit zur Stabilisierung der Wirtschaft im Jahr 2023 bei. Der Gesamtanstieg war jedoch insgesamt schwächer im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete den größten preisbereinigten Zuwachs mit +2,6 % und setzte damit seine langjährige Wachstumsgeschichte fort, die lediglich im ersten Corona-Jahr 2020 gebremst wurde. Auch die Bereiche Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten leicht zulegen. Im Gegensatz dazu verzeichnete der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe einen Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung um -1,0 %. Dies war vor allem auf deutliche Einbußen im Groß- und Einzelhandel zurückzuführen, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich Zuwächse verzeichneten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht um -0,1 % zurück.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Dies entsprach einem Anstieg von 0,7 % oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr und stellte einen historischen Höchststand in Deutschland dar. Die Beschäftigungszunahme im Jahr 2023 wurde maßgeblich durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung beeinflusst. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Auswirkungen des demografischen Wandels. Der Zuwachs an Beschäftigung fand im Jahr 2023 nahezu ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die Verlagsbranche, für die die knk hauptsächlich tätig ist, befindet sich bereits seit vielen Jahren in der digitalen Transformation. Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen hat sie vor neue Herausforderungen gestellt und zugleich einen weiteren Digitalisierungsschub ausgelöst. Die im Laufe des Jahre 2023 nachlassende Coronapandemie hat die Situation der Fachverlage mit zeitlichem Verzug verbessert, weil Fachmessen, Fachkongresse und Fachseminare wieder vermehrt durchgeführt werden konnten.

Durch die Folgen von Ukraine- und Nahostkrieg sowie den Fachkräftemangel sehen sich die Verlage zudem deutlich steigenden Kosten mit sinkenden Margen ausgesetzt. So setzten die meisten Verlage ihre Investitionsprojekte fort oder haben neue IT-Projekte, teilweise allerdings deutlich später als zunächst erwartet, begonnen.

Generell entwickelt sich auch der Medienmarkt von Kauf hin zu Miete bzw. Software as a Service (SaaS). Vgl. hierzu auch aus den "Gartner Top Strategic Technology Trends for 2022": "Bis 2025 werden Cloud-native Plattformen als Grundlage für 95% der neuen digitalen Initiativen dienen."

Die knk Business Software AG unterstützt die Verlage bei allen Themen zum Vertrieb von Verlagsinhalten über externe Plattformen, Paid Content und digitale Events.

II. Lage der Gesellschaft

Angesichts eines seit Beginn der Corona-Pandemie andauernden überdurchschnittlich hohen Krankenstandes sowie der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiepreiskrise und einer nach wie vor hohen Inflation sah sich die knk AG im Jahr 2023 erneut vor großen Herausforderungen. Die gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechterte gesamtwirtschaftliche Lage spiegelt sich auch bei knk in in weniger gegenüber den Erwartungen neuen Kundenprojektaufträgen in 2023 sowie Verzögerungen in Kundenprojekten wider.

Dies führte dazu, dass mehrere geplante Neukundenaufträge, die ursprünglich für 2023 geplant waren, verschoben wurden. Die Einschätzung der Umsatzerwartungen basierte auf Erfahrungen aus dem Vorjahr unter Krisenbedingungen und war erneut von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Die Bearbeitung bestehender Aufträge wurde durch den weltweiten Fachkräftemangel im Bereich Softwareentwicklung erschwert. Die solide Basis an Bestandskunden trug erneut dazu bei, den Auftragsbestand zu stabilisieren. Im Vergleich zum Vorjahr gelang es, die Umsatzerlöse von 15,5 Mio. € auf 15,9Mio. € zu steigern, was etwa 16 % unterhalb des angestrebten Zielwerts lag.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag im Jahr 2023 bei 139 (davon 13 Studenten und 10 Auszubildende).

1. Ertragslage:

Das Betriebsergebnis 2023 vor Zinsen und Abschreibungen hat sich mit TEUR -558 im Vorjahresvergleich um TEUR 594 deutlich verschlechtert.

Mit 15,9 Mio. EUR konnte das Umsatzniveau vor Corona (15,7 Mio.) erstmalig übertroffen werden, gleichzeitig stiegen jedoch die Personalaufwendungen und andere Sachkosten auf 12,8 Mio. EUR (2019 11,1 Mio. EUR, 15,3% mehr). Diese Steigerung ergibt sich aus vor allem aus geplantem Personalaufbau und steigenden Personalkosten aufgrund des Fachkräftemangels. Der Wareneinsatz für bezogene Leistungen lag im Bereich der Lizenzeinkäufe korrespondierend zu den geringer ausgefallenen Lizenzumsätzen unterhalb des Planwertes. Eine höhere Inanspruchnahme von Fremdleistungen führt insgesamt zu einem Wareneinsatz etwa in Höhe des ursprünglichen Planansatzes. Die Personalkosten liegen zwar knapp 4 % oberhalb des Vorjahreswertes, jedoch deutlich unterhalb der ursprünglichen Planung (-14%). Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels ist es nicht gelungen, die vakanten Stellen im Unternehmen vollständig zu besetzen. Im Rahmen eingeleiteter Maßnahmen wurden zudem 6 Stellen in den Shared Services (Verwaltung/zentrale Dienste) abgebaut. Die sonstigen Sachkosten liegen ca 5% oberhalb der ursprünglichen Planung und 7 % über dem Vorjahr.

Insgesamt waren Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen von Kunden, fehlende Fachkräfte im Bereich der abrechenbaren Projektdienstleistungen sowie ein deutlich erhöhter Krankenstand in der Belegschaft ursächlich für den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -961. Die ursprüngliche Planung in Höhe von TEUR +167 wurde um TEUR 1.128 verfehlt. Gegenüber dem Vorjahr fällt das Ergebnis TEUR -567 geringer aus.

2. Vermögens- und Finanzlage

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich am Ende des Geschäftsjahres auf TEUR -194. Das erweiterte Eigenkapital der Gesellschaft (einschl. stille Beteiligungen) beläuft sich auf TEUR 2.206, entsprechend einer Eigenkapitalquote von rund 31%. Die Gewinne wurden regelmäßig in das Unternehmenswachstum, Produktentwicklung und Strukturverbesserungen investiert. Die Finanzierung des Wachstums erfolgt vorwiegend über Mezzanin-Kapital, langfristige Darlehen (teils mit Rangrücktritt) und stillen Beteiligungen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) sowie eines privaten Investors.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist gesichert; der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR -670. Darlehen sind vollständig durch Festkonditionen gegen steigende Zinsen abgesichert.

3. Besondere Vorkommnisse

Durch den Krieg in der Ukraine in einer durch die vorangegangene Corona-Pandemie bereits destabilisierten weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage mit extremen Störungen in den Lieferketten, Rohstoffknappheit, Fachkräftemangel, sowie weiter stark angestiegenen Preisen vor allem im Bereich der Gas- und Energieversorgung, ist die Investitionsbereitschaft der Zielkunden stark belastet. Hierdurch wurde die Entwicklung der Gesellschaft 2023 beeinträchtigt.

So kam es im Jahr 2023 z.B. zu weiteren Verzögerungen im Projektbereich, indem zahlreiche bereits beauftragte Kundenprojekte zurückgestellt (d.h. sie wurden noch nicht begonnen) und bereits gestartete Projekte auf Kundenwunsch so umgeplant wurden, dass die gleiche Dienstleistungsmenge auf eine erheblich längere Projektlaufzeit zu verteilen war. Hintergrund dieser gewollten, erheblichen Projektverlängerungen ist, dass die Kundenmitarbeiter nicht in dem ursprünglich geplanten Maße für die Projektarbeit zur Verfügung stehen, u.a. wegen Krankenstand bei den auftraggebenden Verlagen. Auch bei den Kunden macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Verlage halten immer weniger IT-Personal vor, da dieses teuer und schwer zu finden ist. Insgesamt ist nach wie vor quer über alle Marktsegmente eine deutliche Investitionszurückhaltung aufgrund der Folgen der Coronapandemie, der EZB-Geldpolitik und des Krieges in der Ukraine zu erkennen, die sich u.a. in Form der Energiekrise (Papierpreise, Druckkosten etc.) sowie der Inflation niederschlagen. Die diesbezüglichen Auswirkungen in der Zukunft der Gesellschaft können nicht abschließend eingeschätzt werden.

Auf der positiven Seite ist die Zunahme der Leads (=Kundenanfragen) im Geschäftsbereich SaaS (Software-as-a-Service) zu sehen. Der Vertrieb kann mit diesem Angebot ganz neue Zielgruppen (kleinere Häuser) bewusst adressieren und bedienen. Die steigende Anzahl von Kundenanfragen ist ein unmittelbarer Effekt aus dem in 2023 gestarteten Projekt "Next Level Cloud", das dem Aufbau des SaaS-Geschäfts dient.

Im Jahr 2023 wurde der Umbau der Aufbauorganisation (Projekt "knk 2.0") vorbereitet und im 4. Quartal begonnen, der die Organisation so aufstellen soll, dass u.a. flexibler und besser auf Planänderungen seitens Kunden reagiert werden kann, und um die für das SaaS-Geschäft notwendigen neuen Arbeitsstrukturen aufzubauen.

Weiterhin positiv zu verzeichnen ist die gute Annahme des neuen Trainee- und Quereinsteigerprogramms, was zu einem schnelleren Aufbau von Fachkräften beiträgt. Es konnten zwei sehr gute Kandidaten gewonnen und ausgebildet werden.

Die Gesellschaft ist daher den bestehenden Herausforderungen gegenüber besser als im Vorjahr aufgestellt.

III. Bericht über die aktuelle Tätigkeit in den bestehenden Geschäftsfeldern

a. Allgemeiner Überblick über das Leistungsangebot

Das Kerngeschäft des Unternehmens liegt im Bereich der kaufmännisch-/betrieblich-organisatorischen Software für Medienunternehmen (im Branchen-Jargon "ERP-Software" genannt, für "Enterprise Resource Planning").

Dies beinhaltet einerseits Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Einkauf, Verkauf, Lager & Logistik, CRM ("CRM" für "Customer Relationship Management" - Software zur Kundenbetreuung und Neukundengewinnung, zur Marketingunterstützung und Vertriebssteuerung), Projektverwaltung und Personalverwaltung ("HR" für "Human Resources"). Diese Kernfunktionalitäten einer "ERP-Software" weisen teilweise wichtige Branchenbesonderheiten auf, sind aber andererseits auch mit anderen Branchen vergleichbar, weil z.B. jedes Unternehmen eine Neukundengewinnung, eine Auftragserfassung und eine Finanzbuchhaltung benötigt.

In diesem Bereich ist das Geschäft von knk gegenüber anderen, auf die Medienbranche spezialisierten Mitbewerbern, besonders, weil knk international ,auch über Ihre Schwestergesellschaften, tätig ist und - mit Hilfe von Microsoft-Standard-Software - auch international Finanzbuchhaltung nach den in den jeweiligen Ländern geltenden Gesetzen und Richtlinien anbieten kann. Weiterhin unterstützt knk dadurch die Konsolidierung der Kunden nach internationalen Standards (IAS [International Accounting Standards], IFRS [International Financial Reporting Standards], US-GAAP [United States Generally Accepted Accounting Principles]). Auch ist es ungewöhnlich, dass eine Software für Medienunternehmen durch und durch betriebswirtschaftlich, also planerisch und kostenrechnerisch, konzipiert ist und auch die "kreativen" Bereiche diesbezüglich direkt in einem (auch für die meist geisteswissenschaftlich orientierten Anwender) als ergonomisch empfundenen Arbeitsgang (und nicht in getrennten Abläufen, wie es üblich ist) unterstützt.

Über diese üblichen Funktionsbereiche von "ERP-Software" hinaus hat knk jedoch in großem Umfang eigene "IP" (Intellectual Property, urheberrechtlich geschützten Code) entwickelt, und zwar in den Funktionsbereichen, die es in anderen Branchen nicht oder noch nicht als Standards gibt: Lektorat und Redaktionen, Medienproduktion, Pressearbeit, Content-Verwaltung, Rechtehandel (Einkauf und Verkauf von urheberrechtlich geschützten Nutzungsrechten), Anzeigenvermarktung (inkl. Disposition und Abrechnung), Abonnement-Verwaltung (als Oberbegriff für diverse Formen der Verwaltung von Dauerschuldverhältnissen, auch in Kombinationen von "Flatfee"-Modellen und "Pay-per-Use"-Modellen - bei gleichzeitig korrekter Honorierung der Urheber) sowie im Bereich branchenüblicher Schnittstellen (z.B. zu Medienlogistik-Diensptleistern oder zu Medienhändlern wie beispielsweise Amazon).

Als drittes Gebiet unterstützt knk die Medienunternehmen dabei, internationale Standard-Software und moderne Software-Werkzeuge und -Technologien für medienbranchen-spezifische Prozesse wirklich nutzbar zu machen. Hierzu zählen moderne Reporting-Werkzeuge wie z.B. Microsoft-PowerBI oder "Collaboration"-Werkzeuge wie z.B. Microsoft-Office365 (und insbesondere Microsoft-Teams und Microsoft Sharepoint) oder Prozessautomatisierungen ("Workflow") mit Microsoft PowerAutomate sowie wichtigen Cloud-Services (insbesondere den "Azure Cognitive Services", zur Anwendung von künstlicher Intelligenz in Medienunternehmen - z.B. von Bilderkennung für die Verschlagwortung und Vermarktung von Archivdaten oder zur Mustererkennung von Benutzerverhalten für das Audience Building / zur Gewinnung neuer Abonnenten).

Ein viertes Feld ergibt sich gelegentlich, wenn knk Software benötigt wird, die nicht branchenspezifisch ist, die jedoch am Markt nicht in der benötigten Form verfügbar ist, z.B. zur automatisierten Generierung von Schriftverkehr direkt bei der Kundenbetreuung ("knkOffice") oder Verwaltung von Schnittstellen und Datenmigrationen ("knkIntegrationPlatform"). Diese Funktionsbereiche könnten auch branchenunabhängig vermarktet werden - werden es aber nicht, weil dies eine andere Form des Marketings, des Vertriebs und der Kundenbetreuung erfordern würde.

Insgesamt ist knk ein spezialisierter Technologie-Dienstleister: Ein Software-Haus und ein Organisations- und Technologie-Beratungsunternehmen für Medienhäuser.

Entsprechend gliedert sich der Umsatz in drei wesentliche Teile: Dienstleistungshonorare aus der Technologie-Beratung und den Software-Implementierungs-Projekten, Erlöse aus eigenen Software-Lizenzen (Kauflizenzen oder Mietlizenzen) und Erlöse aus gehandelten/vermittelten Software-Lizenzen (Kauflizenzen oder Mietlizenzen).

Das Besondere an "ERP-Software" ist, dass man diese zwar entwickeln und die Nutzungslizenzen dann (ohne großen Vervielfältigungsaufwand) verkaufen kann, anders als bei "B2C"-Software (Business-to-Consumer) bewirkt die Einführung dieser Software in den Kundenunternehmen jedoch große Veränderungen in Abläufen und Zuständigkeiten und stellt neue Anforderungen an das Wissen und die Fähigkeiten der Mitarbeiter, so dass man mit den heute verfügbaren Technologien und Methodiken komplexe "ERP-Software" nur mithilfe relativ aufwendiger Implementierungsprojekte einführen kann. Dabei muss der mit der Implementierung der Software verbundenen "Change-Prozess" auch psychologisch im Rahmen eines aktiven "Change-Managements" unterstützt werden. Ohne begleitende Implementierungsprojekte lassen sich die Nutzungslizenzen nicht verkaufen, weshalb das eigentliche Wachstumshemmnis die Vorfinanzierung und der Aufbau von qualifizierten Implementierungskapazitäten (=Fachkräfte) ist. Hier wird der weitere Aufbau des SaaS-Geschäfts helfen, die künftigen Erlösströme zu sichern und rentabler auszugestalten, weil die Einführung dadurch standardisierter und schneller möglich ist und weil die Investitionssummen für die Software-Lizenzen klein werden.

b. Geographische Marktsegmente

Geographisch liegen die Hauptmärkte für "ERP-Software für Medienunternehmen" in Europa, Nordamerika und Asien, wobei knk trotz der Kooperation mit Microsoft in Asien bisher nur vereinzelt Projekte realisiert hat.

Innerhalb Europas ist der Heimatmarkt Deutschland der Hauptmarkt, es gibt aber regelmäßig Projekte in anderen westeuropäischen Ländern und - seltener - in südeuropäischen und osteuropäischen Ländern. In Frankreich und Großbritannien ist knk durch Schwester-Gesellschaften vertreten, die die in Deutschland entwickelte Software dort regional vermarkten und implementieren. In den Niederlanden, Belgien und Luxemburg arbeitet knk mit einem regionalen Microsoft-Vertriebspartner zusammen.

In Nordamerika sind die USA der Hauptmarkt, es gibt aber auch recht regelmäßig neue Projekte in Kanada. Auch in diesen beiden Ländern ist knk durch Schwester-Gesellschaften vertreten.

c. Medienspezifische Marktsegmente

Die meisten knk-Kunden sind Medienhäuser aus dem Bereich der Fachverlage (berufliche Bildung und Fachinformation), also von thematisch spezialisierten Verlagen, die ihre Inhalte in einer großen Vielfalt von Medienprodukten so anbieten, wie ihr Fachpublikum das gerade am liebsten konsumiert. Das Angebot reicht von Fachbüchern und Zeitschriften über Seminare, Kongresse und Messen bis hin zu Online-Recherche-Datenbanken, Pod-Casts, Social Media und eLearning.

Die nächsten Kundengruppen sind Publikumszeitschriften, belletristische Buchverlage (Print inkl. Bilderbüchern und Comics, eBook, Audio), Wissenschafts- und Bildungsverlage. Und schließlich kommen Spezial-Segmente, wie z.B. Musik-Labels, (Software-)Spiele-Verlage, konfessionelle Verlage, reine Digital-Content-Vermarkter, reine Anzeigen-Vermarkter, Geschenkbuchverlage hinzu. Tageszeitungen, Radio- und Fernsehproduktionen und -Broadcasting gehören bisher kaum zum Kundenkreis - dies verändert sich jedoch aufgrund der Kooperation mit Microsoft über die immer wieder Kunden auch aus diesen Bereichen auf die knk AG zukommen.

Je nach Ausrichtung der Medienunternehmen reagieren diese auf wirtschaftlichen Auf- und Abschwung anders: Fachverlage, die Normen oder Sicherheitsvorschriften etc. veröffentlichen, unterliegen kaum konjunkturellen Schwankungen. Das gleiche gilt für Fachverlage, die gar kein Anzeigengeschäft haben, sondern ihre Inhalte ausschließlich gegen direkte Bezahlung (Abonnement oder Direktvertrieb) anbieten. Belletristik-Verlage haben üblicherweise im konjunkturellen Abschwung ein stabiles Geschäft, weil "Lesen" eine der preiswertesten Formen der Unterhaltung, Zerstreuung und Freizeitgestaltung ist. Volatil reagieren dagegen Medienunternehmen, die stark anzeigenfinanziert sind - dazu zählen insbesondere Publikumszeitschriften, Online-News, Tageszeitungen, Radio und Fernsehen. In einer Pandemie sind allerdings Fachverlage, die Seminare, Kongresse und Messen (also Präsenzveranstaltungen) anbieten, ebenfalls sehr stark betroffen.

IV. Bericht über die künftige Entwicklung, Investitionen und Planung

a. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Um die positive Entwicklung des Unternehmens, insbesondere ein nachhaltiges Wachstum (in Richtung einer in Bezug auf die geschaffenen Strukturen effizienten Betriebsgröße) bei gleichzeitig optimaler Auslastung der Beschäftigten zu unterstützen, wird die Neukundenakquisition durch Verstärkung der Vertriebsmaßnahmen vor allen Dingen auch im Bereich SaaS-Kunden forciert. Auch die umfassende Professionalisierung des Produktmanagements und des Produktmarketings in 2023 zahlt auf dieses Vorhaben ein.

Basierend auf den Erfahrungen des Investitionsverhaltens unserer Kunden unter Pandemiebedingungen in 2020 bis 2023 und der Folgen des Krieges in der Ukraine hat der Vorstand auch für das Geschäftsjahr 2024 eine eingeschränkte Kaufzurückhaltung angenommen. Das Bestandskundengeschäft zeigt sich überwiegend stabil. Hier planen wir - auch im Hinblick auf die SaaS-Vorhaben - einen Ausbau des Customer-Success-Teams z.B. um die Bestandskunden bei Upgrade-Vereinfachungen mit nachhaltigen Migrationsstories beraten zu können. Die Kundenstruktur von knk wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern: Das Customer Success-Team wird große Kunden individuell betreuen. Die großen Implementierungs-Projekte werden sukzessive seltener werden. Das CuSu (Customer-Success-Team; Bestandskundenbetreuung) muss Kompetenzen aufbauen, um häufige (geplant: vierzehntägige) Updates begleiten zu können. Im Neukundenbereich hingegen sollen die eher vielen kleinen Standardkunden über ein Community-Management (Lerninhalte erstellende Plattform, Selflearning-Platform, Chatbots etc). bedient werden.

b. Investitionen

Die knk-Unternehmensgruppe, bestehend aus mehreren Schwestergesellschaften, deren Teil die knk AG ist, investiert jährlich in großem Umfang in die Weiterentwicklung und die Neu-Entwicklung eigener Software. Die knk AG investiert dabei stark in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Hier wurde ab 2022 auf eine im Wesentlichen agile Weiterbildung umgestellt, um zum einen maßgeschneidert auf die jeweiligen Lernziele der Mitarbeiter einzugehen, und zum anderen zu 80% inhouse über den knkCampus Weiterbildung anbieten zu können, weil diese nachweislich nachhaltiger ist. Der zeitliche Aufwand für Weiterbildung schränkt unsere an Kunden adressierbaren Kapazitäten deutlich ein, führt also zunächst zu Umsatzausfall. Wir berücksichtigen den Umsatzausfall als Opportunitätskosten in unseren Planansätzen, wenngleich er bilanziell nicht abbildbar ist. Schon allein um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist jedoch das Investment in Weiterbildung für den Erfolg der Gesellschaft essenziell, auch wenn er in Teilen die Produktivität der Gesellschaft vorübergehend einschränkt. So wurde die agile Weiterbildung weiter ausgebaut und das neue Quereinsteiger- und Traineeprogramm gestartet (vgl. unter Abschnitt II / 3), um auch damit der durch äußere Faktoren bedingten Ressourcenknappheit entgegenzuwirken.

Solange knk konstant stark in Weiterbildung investiert, wirkt sich dies bei einem Vorjahresvergleich nicht aus - kann aber zu anderen Ergebnissen führen, wenn man die Wirtschaftskraft von knk mit anderen Wettbewerbern vergleicht.

Sehr stark wirken sich außerdem die Kosten für Mitarbeiterbindung sowie Recruiting aus.

Gerade für die Mitarbeiterbindung ist aktuell das Invest2-3 höher als in Vergleichsjahren, da aufgrund der seit 2021 noch einmal verschärften Herausforderung neue Mitarbeiter zu finden, noch mehr dafür getan werden muss, die bestehenden Mitarbeiter zu halten. Hier wird vor allem in eine intensive Weiterentwicklung der Führungskräfte investiert.

Im Recruiting wurde 2023 - über die regulären Maßnahmen hinaus - weiter - wie schon 2022 - in eine spezifische Kampagne für die Engpass-Ressource "Solution Architects" investiert und darüber hinaus in den Aufbau eines "Active Sourcings" (Direktansprache von potenziellen Kandidaten).

Der Umsatz reagiert auf erfolgreiches Personalmarketing aber erst mit einer Verzögerung von 1-3 Jahren, weil es so lange dauert, bis potentielle Kandidaten knk als möglichen Arbeitgeber wahrnehmen, dann tatsächlich bei knk anfangen, eingearbeitet werden und dann abrechenbar in Kundenprojekten eingesetzt werden können.

Auch, wenn knk die Sichtbarkeit 2023 durch die verstärkten, strategischen Recruiting-Aktivitäten weiter erhöhen konnte (mit der wichtigste Faktor zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitgebermarke) werden wir diese Aktivitäten in 2024 in reduziertem Umfang fortführen, da wir 2024 die Marketing-Aktivitäten eher auf die Leadgenerierung im SaaS-Bereich fokussieren werden.

Ein weiteres Investionsfeldfeld ist die Transition von Kauf-Software zu SaaS (vereinfacht: Software-Miete) mit dem Ziel, die Erlösströme zu verstetigen und insgesamt höhere und planbarere Umsätze zu erzielen. Dazu kommt das Invest in eine Kl-Strategie sowohl für die interne Anwendung (z.B. bei der Programmierung) als auch für Kunden (z.B. zur Automatisierung von Geschäftsprozessen bei Kunden).

Große Medienhäuser - z. B. Bauer, Heise, Funke - haben verstanden, dass es nicht mehr wirtschaftlich ist, Customer Relation Management sowie ERP und Analytics selbst zu entwickeln und "up-to-date" zu halten. Sie suchen für die IT-Themen Zukunftspartner, um auch auf diese Weise für Innovationssicherheit zu sorgen. In 2023 haben wir die knkMedia-Plattform gelauncht. Dies ist die SaaS-Variante der bisherigen Kauf-Software "knkVerlag". Bei den bestehenden knk-Kunden wird es weiterhin Support für knkVerlag geben. Wer einen Wechsel wünscht, kann von knkVerlag zu knkMedia upgraden. Der Betrieb von knkMedia bleibt auf eigenen Servern, in einer privaten oder öffentlichen Cloud, weiterhin möglich - dadurch können weiterhin Kunden bedient werden, die hohe Ansprüche an den Datenschutz stellen und die den - überwiegend amerikanischen - Cloud-Lösungen misstrauen. Kunden, die voll auf die Microsoft-Lösungen in der Cloud setzen, können die Funktionen der Cloud (und der integrierten Services im Bereich PowerBI-Reporting, Workflow-Automation, künstlicher Intelligenz usw.) komfortabler und umfassender nutzen.

Mit der knkmedia-Plattform ist knk der Zukunftspartner für seine Kunden.

Den in 2023 intensivierten Umbau von knkVerlag zur knk Media-Plattform setzen wir in 2024 fort und unterstützen unsere Kunden, auf Software-as-a-Service umzusteigen.

Dieser Veränderungsprozess wirkt sich bei knk im Wesentlichen in drei Dimensionen aus:

Technologisch: Die Umstellung (Shift) von Kauf- auf Mietlizenzen erfordert erhebliche technische Änderungen in den Softwareprodukten (App-Technologie und Cloud-Readyness).

Strukturell: Organisatorische und prozessuale Änderungen, vom Vertrieb über Prozesse der Produktentwicklung, der Kundenbetreuung bis hin zur Wartung ("Managed Services").

Finanziell: Anstelle von hohen einmaligen Erträgen aus dem Verkauf von Software-Lizenzen (= dauerhafte Softwarenutzungsrechte) werden zukünftig wiederkehrende monatliche Mieterlöse für die Softwarenutzung in einem virtuellen Rechenzentrum (Cloud) erwirtschaftet. Durch die Veränderung des Geschäftsmodells in Richtung wiederkehrender Erlösstrukturen werden die Lizenzerlöse mittel- und langfristig erheblich anwachsen. Der Gesamtaufwand für den Umstellungsprozess beläuft sich auf ca. 2.750 Personen-Tage:

Zwar entfallen damit anfänglich hohe Einmalzahlungen, dies jedoch zu Gunsten sich sukzessiv aufbauender wiederkehrender Zahlungen, mit der Folge, dass die Softwareerlöse zunächst deutlich sinken und später wieder stark wachsen.

Investitionen in neue Geschäftsfelder (z.B. neue Auslandsmärkte) und neue Produkte (z.B. spezielle CRM-Software für Medienhäuser) erfolgen in der knk-Unternehmensgruppe seit einigen Jahren durch Ausgründung entsprechender Spin-Off-Unternehmen, weil neue Märkte in der Regel auch neue Organisationsstrukturen, andere Wissensgebiete, andere Vermarktungs- und Vertriebsstrukturen erfordern.

c. Planung

Die Planung für das Geschäftsjahr 2024 wurde im September 2023 unter Beteiligung aller Unternehmensabteilungen begonnen und abgestimmt. Im Oktober und November 2023 fasste der Vorstand diese Ergebnisse in drei Planungsszenarien zusammen und legte diese dem Aufsichtsrat vor. Mit den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre unter Pandemie- und Krisenbedingungen, die nach wie vor durch starke Unsicherheit geprägten Marktbedingungen, hat knk wieder mit Szenarien gearbeitet, um ggf. notwendige Maßnahmen und deren zu erwartende Wirkungen vorauszuplanen. Zu den Szenario-Ausprägungen "vorsichtig", "wahrscheinlich" und "optimistisch" wurde vereinbart, dass der Vorstand jeweils am Ende eines Quartals für das kommende Quartal entscheidet, mit welchem Planungsszenario in diesem Quartal gearbeitet wird. Dies wirkt sich auf die bereitgestellten Budgets für z.B. Personalmarketing, Personal-Neueinstellungen und -Nachbesetzungen, Investitionen in interne Entwicklungs-Projekte (Führungskräfteentwicklung /Produktivitätssteigerung) und Investitionen in Neuanschaffungen (z.B. selbst genutzte Software) und Inanspruchnahme externer Berater aus. Für das erste Quartal 2024 wurde mit dem wahrscheinlichen Planungsszenario gestartet. Tatsächlich verlief der Start in 2024 allerdings sehr schlecht und deutlich unterhalb der Planung. Eine weiterhin stabile Auftragslage zum Ende des ersten Quartals begründet dennoch die Entscheidung zur Fortführung diese Szenarios im 2. Quartal 2024.

Insgesamt erwarten wir bei einem konstant guten Auftragsbestand und unveränderten Kapazitäten im Bereich der abrechenbaren Projektmitarbeiter für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau Erfolgreich umgesetzte Maßnahmen im Bereich Personal- und Sachkosten führen bei fortgesetzten Investitionen in die technologische und organisatorische Neuausrichtung zu einer ausgeglichenen Ergebniserwartung 2024.

V. Bericht über Chancen und Risiken und Compliance

a. Chancen

Aufgrund der zum Teil dramatischen Marktveränderungen in der Medienwelt bieten sich viele neue Chancen, weil Märkte verschwinden und neue Märkte entstehen. Viele ebenfalls auf die Medienwelt spezialisierte Software-Häuser kommen nicht mehr mit, unterstützen Prozesse, die die Kunden nicht mehr benötigen oder die sie sogar behindern, und verwenden veraltete Software-Technologien.

Auch kann die Krise der Wirtschaft aufgrund der Folgen von Pandemie und Krieg als Marktchance begriffen werden, weil Medienhäuser Rationalisierungsdruck haben und diesem durch eine flexible ERP-Lösung sowie durch weitere Automatisierungen entgegenwirken können.

Der Markt ist sehr zersplittert, weil die Eigentümer von Medienunternehmen ihre interne Verwaltung in der Vergangenheit entweder nur ihren eigenen IT-Abteilungen oder aber kleinen regionalen Anbietern anvertrauten, die sie persönlich kannten. Weltweit haben viele Mitbewerber daher weniger als 30 Mitarbeiter und sind nur regional in einem Sprachraum tätig. So gibt es sogar Mitbewerber, die nur in der Schweiz oder nur in Österreich oder nur in Kanada oder nur in Großbritannien tätig sind.

knk setzt deshalb auf internationale Verbreitung, auf modernste Technologie und auf modernste Methoden und entwickelt Software, mit der die Medienunternehmen aktuelle betrieblich-organisatorische Probleme lösen und mit der sie sich neue Märkte erschließen können.

b. Risikobericht

Potenzielle Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig beeinflussen könnten, liegen vor allem im Bereich des Fachkräftemangels im IT-Umfeld und den dadurch möglichen Begrenzungen unserer Wachstumsbestrebungen. Daneben kann eine konjunkturelle Abschwächung temporär Einfluss auf die Ergebnisentwicklung nehmen. Die zunehmende Transition in Richtung cloudbasierter Lösungen (vgl. zu SaaS weiter oben) wird mittelfristig zu höheren, regelmäßigen Lizenzerlösen führen. Abhängig von der Geschwindigkeit des Umstellungsprozesses werden anfänglich ergebnisbelastende Faktoren durch den zunehmenden Entfall von Software-Kauf erwartet.

Die negativen Auswirkungen der Covid-Pandemie sind in 2023 abgeklungen, wurden jedoch von den wirtschaftlichen Folgen des seit Ende Februar 2022 anhaltenden Krieges in der Ukraine und eines nennenswerten Anstiegs der Inflation und der Zinsen abgelöst. Hohe Inflation und Energiekosten führen erneut zu erheblichen gesamtwirtschaftlichen Risiken und einer Fortsetzung der bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf Investitionsentscheidungen der Medienunternehmen. Die vorliegenden Planungsszenarien 2024 berücksichtigen mögliche Auswirkungen nach aktueller Einschätzung hinreichend.

Generell ist anzumerken, dass die Zielkundenbranche "Verlagswesen" relativ volatil auf konjunkturelle Schwankungen reagiert, insbesondere Medienhäuser, die ein stark anzeigengetriebenes Geschäftsmodell haben.

Um den nachhaltigen Unternehmenserfolg und -wert der Gesellschaft und ihrer Schwestergesellschaften ("knk-Gruppe") zu sichern und zu erhöhen, wurde im Jahr 2018, begleitet durch externe Beratung einer Wirtschaftsprüferin, ein Risikomanagement installiert. Hauptziele des Risikomanagement sind:

der Erhalt, die Sicherung und das - nationale und internationale - Wachstum der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen an allen Standorten

existenzbedrohende Einflussfaktoren zu identifizieren, zu bewerten und zu bewältigen

auf erkannte Risiken einzugehen und aktiv zu deren Vermeidung bzw. Verminderung beizutragen

Chancen bewusst nutzen

dem Anspruch als kostenbewusstes und soziales Unternehmen gerecht zu werden

die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurde das Risikomanagement durch die Erstellung eines Risikomanagement-Handbuches, wiederum begleitet durch extern in Anspruch genommene Beratung, optimiert. Das Handbuch stellt einen internen Leitfaden für das Risikomanagement des Unternehmens dar. Es legt sowohl Aufgaben und Prozesse des Risikomanagementsystems als auch Kompetenzen und Verantwortung der verschiedenen Träger fest. Dadurch bildet es die Grundlage für ein wirksames Risikomanagement und soll den Umgang mit unternehmerischen Risiken optimieren. Das Handbuch wurde auch im Geschäftsjahr 2023 weiterentwickelt und aktualisiert.

Das Risikomanagement-Handbuch verdeutlicht allen aktiv am Risikomanagement beteiligten Mitarbeitern den Prozess des implementierten Risikomanagementsystems.

Es hilft den Mitarbeitern, die mit der Prozesseinbindung verbundenen Aufgaben und Verantwortungen erfolgreich zu bewältigen.

Das Hauptsteuerungsinstrument im Arbeitsalltag ist die Risikomatrix, in der alle für die Geschäftstätigkeit von knk relevanten Risiken von den jeweils Themen-Verantwortlichen zweimal im Jahr systematisch erfasst und bewertet werden. Anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und des erwarteten Ausfallbetrages wird für jedes Risiko eine Einstufung gem. Ampellogik ermittelt. Die konsolidierten Übersichten der roten, gelben und grünen Risiken werden an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Beim Festlegen der strategischen Handlungsfelder im Rahmen der knkValue-Strategie wird auf eine weitreichende Abdeckung der roten Risiken geachtet. Anfang 2023 erfolgte eine umfangreiche Überprüfung der Risikokategorien, -Beschreibungen und Zuständigkeiten, die Kommunikation mit den Befüllenden wurde intensiviert, und die aktive Nutzung der Risikomatrix als Steuerungsinstrument im Arbeitsalltag verbessert.

c. Compliance

Unsere Gesellschaft hat sich neben den betriebswirtschaftlichen Anforderungen auch sozialpolitischen und anderen Anforderungen unserer Gesellschaft zu stellen. Die knk Business Software AG hat sich im Abrechnungsjahr weiterhin sozial engagiert und vor allem mit der zweiten Veranstaltung des "Kräftehacks" in Folge, zusammen mit den Kieler Nachrichten, zum Fachkräftemangel ausgerichtet.

Als Mitgesellschafter der im Herbst 2022 gegründeten InnoPier GmbH & Co. KG, einer Plattform für Ideen-Transfer und Zusammenarbeit, in den Obergeschossen des ehem. HSH-Nordbank-Gebäudes im Zentrum Kiels, unterstützt knk die Innovationstreibenden in der Kiel-Region.

VI. Prognosebericht

Für das Ifd. Geschäftsjahr 2024 wurde im Herbst 2023 ein Umsatzvolumen für die knk AG in Höhe von rund 16 Mio. € geplant - unter der Annahme, dass der Ukraine-Krieg und die europäische Geldpolitik nicht erneut zu einem erheblichen konjunkturellen Einbruch führen. Die Planung unterstellt zudem, dass es dem Unternehmen mit bereits umgesetzten optimierenden Maßnahmen im Bereich der Personal- (insb. Shared Services") und Sachkosten gelingt, die bei guter Auftragslage vorhandenen und zusätzlich erwarteten Projektbedarfe hinreichend adressieren zu können.

Für das Betriebsergebnis 2024 wird trotz des geplanten, massiven organisatorischen Umbaus ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

 

Kiel, 20. März 2024

gez. Knut Nicholas Krause

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die knk Business Software AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der knk Business Software AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der knk Business Software AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 05. April 2024

GWU
Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft L.S.
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stoltenberg (Stoltenberg), Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand oder einzelnen Vorstandsmitgliedern statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet.

Herr Karl Dietrich Seikel ist am 29.03.2023 unerwartet verstorben. Durch das Ausscheiden von Herrn Karl- Heinz Bonny am 22.12.2022 waren zwei Aufsichtsratspositionen vorübergehend unbesetzt. Am 13.07.2023 wählte die außerordentliche Hauptversammlung Frau Monjou Biswas und Herrn Harald Wagner in den Aufsichtsrat. Der Unterzeichner war während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Mitglied des Aufsichtsrates und wurde am 13.07.2023 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden neben einer Telefonkonferenz des Aufsichtsrates am 06.02.2023, an der Herr Seikel und Herr Knapp teilnahmen, zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 13.07.2023 und 04.12.2023 statt. An der Sitzung am 13.07.2023 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. An der Sitzung am 04.12.2023 konnte Frau Biswas nicht teilnehmen. Ihre Zustimmung zu den gefassten Beschlüssen wurde am 13.12.2023 schriftlich nachgeholt.

Aus dem Prüfungsausschuss wurde der Aufsichtsrat über den ordnungsgemäßen Einsatz und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems unterrichtet. Die aufgrund der veränderten Rollenverteilung innerhalb der Unternehmensführung überarbeitetet Geschäftsordnung für den Vorstand und die Unternehmensführung wurde während der Aufsichtsratssitzung am 13.07.2023 durch Beschluss des Aufsichtsrates mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt.

Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Vorstand hat zustimmungspflichtige Geschäfte dem Aufsichtsrat stets korrekt vorgelegt.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand wurden durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft, der Einrichtung und Einhaltung eines Risikomanagementsystems sichergestellt. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand, dem Abschlussprüfer und der vom Prüfungsausschuss beauftragten Wirtschaftsprüferin geführt.

Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren:

Die fortgesetzte Unterstützung des Vorstandes in der Beurteilung von Marktchancen in einem durch hohen Kostendruck geprägten Marktumfeld der Verlage, insbesondere im Hinblick auf:

zu erwartende Effekte hinsichtlich der Investitionsbereitschaft

neue Chancen durch Beschleunigung von Digitalisierungsvorhaben

O nachhaltige Effekte der zurückliegenden Pandemie auf Produkte und Teilmärkte

Kundenportfoliostrategie

Marktveränderungen und Marktpotenziale

Die begleitende konsolidierte Betrachtung der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der knk Schwestergesellschaften hinsichtlich bestehender und erwartete Finanzierungsmaßnahmen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Lagebericht der knk Business Software AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von der GWU Gesellschaft für Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kiel, verantwortliche Wirtschaftsprüferin Antje Stoltenberg, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes, vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die knk Business Software AG in der Sitzung am 19.04.2024 in Anwesenheit des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage, die Liquiditätssituation sowie die Bilanz- und Ausschüttungspolitik der Gesellschaft unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Aktionärs geprüft. Eine Dividende wird nicht gezahlt. Der Aufsichtsrat genehmigt den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, den Bilanzverlust in Höhe von 651.445,79 €, der sich aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von 309.149,87 € und dem Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von -960.595,66 € ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kiel, den 19. April 2024

gez. Holger Knapp

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